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EP 2 113 480 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.03.2017 Patentblatt 2017/10 |
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Anmeldetag: 29.04.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Produktverlangsamungsstation
Product decelerating station
Station de décélération de produit
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
02.05.2008 DE 102008021965
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.11.2009 Patentblatt 2009/45 |
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Patentinhaber: manroland web systems GmbH |
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86153 Augsburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Heckl, Martin
86554, Pöttmes (DE)
- Meyer, Thomas
86199 Augsburg (DE)
- Schnell, Helmut
86154, Augsburg (DE)
- Stieler, Andreas
86169, Augsburg (DE)
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Entgegenhaltungen: :
US-A- 4 093 203
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US-B1- 6 394 445
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ausgebildete Produktverlangsamungsstation
für eine Druckmaschine.
[0002] Produktverlangsamungsstationen der Gattungsgemäßen Art dienen z.B. dazu, Druckprodukte
bzw.
[0003] Einzelexemplare, welche in einem vorgeschalteten Falzwerk aus einem Bahnstrang abgetrennt
und vorzugsweise quergefalzt worden sind, und über eine entsprechende Transporteinrichtung,
z. B. ein Förderband zu der Produktverlangsamungsstation gefördert werden, in ihrer
Fördergeschwindigkeit zu verlangsamen, um sie einer oder mehreren, über eine Weiche
nachgeschalteten Zusatzfalzeinrichtungen zum Einbringen des dritten Falzes zuzuführen,
wobei die Zusatzfalzwerke einen langsameren Arbeitstakt aufweisen als das der Produktverlangsamungsstation
vorgeschaltete Falzwerk, weshalb die Produkte verlangsamt werden müssen.
[0004] Üblicherweise weist eine derartige Produktverlangsamungsstation eine Nockenwelle
und eine der Nockenwelle gegenüberliegende Gegenwelle bzw. - walze auf, welche einen
Bremsspalt bzw. Produktverlangsamungsspalt zwischen sich eingrenzen, wenn die auf
der Nockenwelle angeordnete(n) Nocke(n) in der der Gegenwelle zugewandten Stellung
befindlich ist. Ein zwischen den Transportbändern ankommendes Druckprodukt wird im
Produktverlangsamungsspalt abgebremst und, wenn sich die Nocke weiter bewegt hat,
in die langsamlaufende Folgebandleitung übergeben.
[0005] Durch den Schlupf sind dabei die Nocken, aber auch die Gegenwalze einem hohen Verschleiß
ausgesetzt.
[0006] Eine Produktverlangsamungsstation gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist beispielsweise
aus
US 6 394 445 B1 bekannt. Diese Produktverlangsamungsstation dient dazu, in einer Druckmaschine im
Wesentlichen gleichmäßig voneinander beabstandete, aufeinanderfolgende Druckbogen
aus einer Transportgeschwindigkeit auf eine geringere Geschwindigkeit zu verlangsamen,
um die Druckbogen einer nachfolgenden Bearbeitungsstation wie einem Drehsammler zuführen
zu können.
[0007] Die aus
US 6 394 445 B1 bekannte Produktverlangsamungsstation umfasst in einer Hauptrolleneinrichtung eine
Welle, auf der mehrere Nockenglieder jeweils mittels einer Madenschraube drehfest
angeordnet sind. Jedes Nockenglied hat eine nach außen vorstehende nockenartige Erhebung,
so dass die Nockenglieder mit der Welle eine Nockenwelle bilden. Eine Druckaufbau-Nockeneinrichtung
der Produktverlangsamungsstation umfasst eine Welle, auf der mehrere austauschbare
Druckaufbau-Nockenglieder bzw. Umfangssegmente angeordnet sind, so dass eine Gegenwalze
für die Nockenwelle gebildet ist. Jedes der Druckaufbau-Nockenglieder ist aus zwei
Hälften zusammengesetzt, wobei die beiden Hälften aneinander mit Schrauben gehalten
und an der Welle über Federn drehfest fixiert sind. Die Druckaufbau-Nockenglieder
weisen außerdem an einer ihrer beiden Hälften jeweilige nach außen vorstehende, nockenartige
Erhebungen auf, welche mit den nockenartigen Erhebungen der Nockenglieder der Hauptrolleneinrichtung
zusammenwirken, um durch einen dazwischen gebildeten Produktverlangsamungsspalt durchlaufende
Druckbogen zu verlangsamen.
[0008] Um ein genaues Zusammenwirken der nockenartigen Erhebungen der Nockenglieder und
der Druckaufbau-Nockenglieder zu gewährleisten, müssen deren Drehbewegungen genau
aufeinander abgestimmt sein.
[0009] US 4 093 203 A offenbart eine Produktverlangsamungsstation, bei der auf der Gegenwalze angeordneten
Verschleissringen mit auf der Nockenwelle angeordneten Nocken ein Bremsspalt ausbilden.
[0010] Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 ausgebildete Produktverlangsamungsstation bereitzustellen, welche
einfacher aufgebaut ist.
[0011] Dies wird durch die Merkmale im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 erreicht. Weiterbildungen
der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0012] Erfindungsgemäß weist die Gegenwalze der Produktverlangsamungsstation eine Anzahl
austauschbarer Umfangssegmente auf. Dadurch gelingt es, zu vermeiden, dass die Gegenwalze
bei Verschleiß der Umfangssegmente bzw. der Umfangsoberfläche der Umfangssegmente
komplett ausgetauscht werden muss. Vorteilhaft müssen lediglich die bzw. das einzelne
Umfangssegment ausgetauscht werden. Wenn eine Mehrzahl von Umfangssegmenten vorgesehen
ist, kann sogar jedes Umfangssegment einzeln austauschbar sein, sodass die nötigen
Wartungsarbeiten noch weiter reduziert werden können.
[0013] Das Umfangssegment weist einen auf die Gegenwalze aufschiebbaren Verschleißring auf.
Der Verschleißring kann z.B. nach Art eines Bremsbelags mit einem geeigneten Material
bezogen oder beschichtet sein. Der Verschleißring kann dabei als hohlzylindrischer
Verschleißringabschnitt des Umfangssegments ausgebildet sein, welcher zu einer oder
beiden axialen Seiten von einem Klemmabschnitt begrenzt wird. Denn vorteilhaft weist
das Umfangssegment eine Klemmeinrichtung auf, mit der es auf der Welle der Gegenwalze
befestigbar ist. Vorteilhaft ist es dabei, dass der Verschleißring, bzw. Verschleißringabschnitt
oder die Beschichtung des Verschleißrings ohne Nahtstelle ausgebildet sein kann. Alternativ
zu der Befestigung per Klemmabschnitten wäre es aber ebenfalls denkbar, das Umfangssegment
als im Formschluss auf eine entsprechend ausgebildete Gegenwalze (beispielsweise vierkantige
Gegenwalze) aufschiebbaren Verschleißring auszuführen.
[0014] Eine bevorzugte Ausführungsform umfasst jedoch ein Umfangssegment, welches einen
hohlzylindrischen Verschleißringabschnitt aufweist, an den an beiden Axialseiten ein
Halbschalenabschnitt anschließt, welcher die Gegenwalze über 180° umfasst und mittels
einem separaten Halbschalenbauteil an der Gegenwalze verspannbar ist. Der bzw. die
auf den beiden Axialseiten des Verschleißringabschnitts vorgesehenen Halbschalenabschnitte
und die Halbschalenteile bilden dabei zusammen mit vorteilhaft vorgesehenen Schraubbolzen,
über welche die Halbschalenteile mit den Halbschalenabschnitten verspannt werden,
die Klemmeinrichtung. Dazu ist vorteilhaft an dem Halbschalenteil zu beiden Seiten
einer Teilungsebene, in der das Halbschalenteil und der Halbschalenabschnitt aneinander
anliegen, ein Flanschvorsprung vorgesehen, in dem eine Durchgangsbohrung für die Schraubbolzen
vorgesehen ist, und in dem Halbschalenteil zugeordnete Gewindebohrungen, in die die
Schraubbolzen eingeschraubt werden können. Es wäre jedoch auch denkbar, das Halbschalenteil
jeweils über ein Scharnier an dem jeweiligen Halbschalenabschnitt auf einer Seite
zu befestigen und lediglich auf der gegenüberliegenden Seite eine Verschraubung vorzusehen.
[0015] Vorteilhaft sind dabei die Innenumfangsflächen des Umfangssegments lediglich an dem
bzw. den Halbschalenabschnitt(en) und dem bzw. den Halbschalenteil(en) passend für
die Gegenwelle ausgebildet und an dem Verschleißringabschnitt mit Spiel dazu, sodass
sich das Umfangssegment auf einfache Weise auf die Gegenwalze aufschieben lässt. Weiterhin
vorteilhaft ist es dabei, wenn nicht über den gesamten Umfang des Halbschalenteils
und des Halbschalenabschnitts eine auf die Gegenwalze passende Anlage vorgesehen ist,
sondern lediglich eine Vier-Punkt-Anlage über entsprechend ausgewählte Vorsprünge
am Innenumfang des Halbschalenteils bzw. des Halbschalenabschnitts ausgebildet wird,
so dass sich eine gute Zentrierung des Umfangssegments auf der Welle ergibt.
[0016] Die Produktverlangsamungsstation kann auf einfache und kostengünstige Art durch Austausch
der Umfangssegmente bei Verschleiß der an den zu verlangsamenden Produkten verschleißenden
Außenumfangoberfläche der Gegenwalze gewartet werden, indem lediglich die Umfangssegmente
ausgetauscht werden anstatt der gesamten Gegenwalze. Insbesondere bei mehreren, einzelnen
austauschbaren Umfangssegmenten ergibt sich dabei auch eine bessere Genauigkeit der
Spaltbreite des Bremsspalts, denn die Produktverlangsamungsstation kann öfter und
billiger gewartet werden.
[0017] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Fortbildungen der Erfindung
sind aus der nachstehenden Erläuterung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand
der anliegenden Zeichnung im Einzelnen entnehmbar. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Produktverlangsamungsstation gemäß einer Ausführungsform der Erfindung im Gesamtkontext
des Falzwerks einer Druckmaschine;
- Figur 2
- eine schematisierte Darstellung der in Figur 1 gezeigten Produktverlangsamungsstation;
- Figur 3
- ein Umfangssegment gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung für die
Gegenwalze der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Produktverlangsamungsstation und
- Figur 4
- die Gegenwalze der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Produktverlangsamungsstation mit
aufgezogenen Umfangssegmenten gemäß Figur 3.
[0018] Die Figur 1 zeigt eine Transporteinrichtung 1 bildende Bandführung, auf der mit Abstand
aufeinanderfolgende Flachprodukte 2, hier in Form von gefalzten Druckprodukten, beispielsweise
Zeitungen, aufgenommen sind. Die Bandführung 1 ist dementsprechend einem Querfalzapparat
3 nachgeordnet, in den ein Bahnstrang 4 einläuft, welcher dort in Abschnitte unterteilt
wird, die mit einem Falz versehen und als die Flachprodukte 2 bildende, gefalzte Druckprodukte
an die Bandführung 1 übergeben werden. Die Bandführung 1 verbindet den Falzapparat
3 mit einer nachgeordneten Produktverlangsamungsstation 5, durch die die der Umfangsgeschwindigkeit
der Bandführung 1 entsprechende Transportgeschwindigkeit der Druckprodukte 2 reduziert
wird, etwa auf eine Endgeschwindigkeit von 60% der vorherigen Transportgeschwindigkeit,
um so beispielsweise auf den Arbeitstakt einer oder mehrerer nachgeordneter Zusatzfalzwerke
passende Endgeschwindigkeit verlangsamt zu werden. Der Produktverlangsamungsstation
5 kann eine Weiche 6 nachgeordnet sein, an die sich zwei alternativ mit aufeinanderfolgenden
abgebremsten Flachprodukten beaufschlagbare Bandführungen 7, 8 anschließen können.
[0019] Die Produktverlangsamungsstation 5 besteht, wie am besten aus Figur 2 erkennbar ist,
aus einer Nockenwelle 9 mit seitlichem Abstand nebeneinander angeordneten Nocken 10
und einer diesen zugeordneten Gegenwalze 11. Die Nocken 10 und Gegenwalze 11 begrenzen
in einer der Gegenwalze 11 zugeordneten Stellung der Nocken 10 einen Bremsspalt 12,
den die der Verlangsamungsstation 5 zugeführten Flachprodukte 2 passieren müssen,
wobei die beiden Walzen 9, 11 so angetrieben werden, dass sich eine gegenüber der
Umfangsgeschwindigkeit der Bahnführung 1 und dementsprechend der Transportgeschwindigkeit
der ankommenden Flachprodukte 2 eine reduzierte Auslassgeschwindigkeit der Flachprodukte
2 ergibt, wenn die Flachprodukte in dem Bremsspalt 12 abgebremst werden. Die Breite
W des Bremsspalts 12 kann dabei einstellbar sein, indem die Nockenwelle 9 in ihrer
Lage gegenüber der Gegenwalze 11 verstellbar ist, wozu ein Antriebsmotor 13 vorgesehen
sein kann, welcher über nicht dargestellte Steuermittel und Sensoren entsprechend
der Dicke des Druckprodukts 2, sowie der Abnutzung von Gegenwalze 11 und der Nocken
10 betätigt wird. Auf der Gegenwalze 11 sind dabei als Verschleißringe ausgebildete
Umfangssegmente 30 aufgezogen, wie nachfolgend anhand der Figuren 3 und 4 näher erläutert
werden wird. An einem oder allen Segmenten 30 kann dabei eine Inkrementalskala 18
angebracht sein, über welche die Ist-Geschwindigkeit der Gegenwalze 11 mittels geeigneter
Sensoren ausgelesen werden kann, um dadurch den Drehantrieb der Gegenwalze zu regeln.
[0020] Ein auf die Gegenwalze 11 aufziehbares Umfangssegment 30 ist dabei im Einzelnen der
Figur 3 zu entnehmen, der Figur 4 die Gegenwalze 11 mit acht aufgezogenen Umfangssegmenten
30. Jedes Umfangssegment 30 weist einen mittleren Verschleißringabschnitt 31 auf,
welcher zu beiden Seiten um 180° versetzt von Halbschalenabschnitten 32a, 32b flankiert
wird. Auf die Halbschalenabschnitte 32a, 32b ist jeweils ein Halbschalenteil 33a,
33b mittels Schraubbolzen 34 aufgeschraubt, wobei die Halbschalenteile 33a, 33b baugleich
sind und die Schraubbolzen 34 durch in entsprechenden Flanschen 35 des Halbschalenbauteils
33a, 33b vorgesehenen Durchgangsbohrungen hindurchgeführt sind und in zugeordnete
Gewindebohrungen dem jeweiligen Halbschalenabschnitt einschraubbar sind.
[0021] Die Positionierung der Umfangssegmente 30 auf der Gegenwalze 11 kann dabei vorteilhaft
dadurch vereinfacht werden, dass ein mittlerer Wellenabschnitt über eine Schulter
durchmessermäßig von denjenigen Wellenabschnitten, auf die die Umfangssegmente aufgezogen
werden sollen, abgehoben ist. Die innersten Umfangssegmente 30 können dann einfach
bis zur Schulter durchgeschoben werden, die folgenden Umfangssegmente 30 jeweils bis
zum Anschlag am vorausgehenden Segment 30. Erst in dieser Einsatzstellung erfolgt
die Verschraubung an der Welle, sodass zum Aufschieben ein ausreichendes Spiel vorgesehen
sein kann. Vorzugsweise beträgt das Spiel zwischen dem Innenumfang des Verschleißringabschnitts
31 und der Gegenwalze 11 einige Zehntel Millimeter, wobei die Passung an den eine
Klemmeinrichtung bildenden Halbschalenabschnitten 31 a, 31 b und Halbschalenteilen
33a, 33b erst durch Einschrauben der Gewindebolzen 34 hergestellt wird.
[0022] Selbstverständlich sind im Rahmen der Erfindung Abweichungen und Modifikationen der
dargestellten Ausführungsformen denkbar.
1. Produktverlangsamungsstation (5) für eine Druckmaschine, mit:
einer Nockenwelle (9), auf der eine erste Anzahl von Nocken (10) angeordnet ist, und
einer Gegenwalze (11), auf der eine zweite Anzahl von austauschbaren Umfangssegmenten
(30) angeordnet ist, wobei mit der auf der Gegenwalze (11) angeordneten zweiten Anzahl
von Umfangssegmenten (30) im Zusammenspiel mit der auf der Nockenwelle (9) angeordneten
ersten Anzahl von Nocken (10) ein Produktverlangsamungsspalt in Form eines Bremsspalts
(12) der einem Falzwerk (3) nachgeordneten Produktverlangsamungsstation (5) der Druckmaschine
ausbildbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass jedes Umfangssegment (30) einen auf die Gegenwalze (11) aufschiebbaren Verschleißring
umfasst.
2. Produktverlangsamungsstation (5) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Anzahl von Umfangssegmenten (30) mehrere, entlang der Achse der Gegenwalze
(11) verteilte Umfangssegmente (30) umfasst.
3. Produktverlangsamungsstation (5) nach Anspruch 1 oder 2, wobei jedes Umfangssegment
(30) eine Klemmeinrichtung (32a, 33a, 32b, 33b, 34) aufweist, mit der es an der Gegenwalze
(11) befestigbar ist.
4. Produktverlangsamungsstation (5) nach Anspruch 3, wobei jedes Umfangssegment (30)
einen hohlzylindrischen Verschleißringabschnitt (31) aufweist, an den zumindest auf
einer Axialseite ein Halbschalenabschnitt (32a, 32b) anschließt, welcher jeweils mit
einem separaten Halbschalenteil (33a, 33b) verspannbar ist.
5. Produktverlangsamungsstation (5) nach Anspruch 4, wobei zumindest der Halbschalenabschnitt
oder das Halbschalenteil (33a, 33b) zu beiden Seiten an einer Teilungsebene in den
Halbschalenabschnitt (32a, 32b) und das Halbschalenteil (33a, 33b) einen Flanschvorsprung
(35) aufweist, welcher mit seiner dem Gegenstück (32a, 32b) zugewandten Oberfläche
in der Teilungsebene stumpf auf eine ihm zugewandte Oberfläche an dem Gegenstück (32a,
32b) auflegbar ist, wobei der Flanschvorsprung (35) und das Gegenstück (32a, 32b)
mit zumindest einer Bohrung versehen sind, so dass der Halbschalenabschnitt (32a,
32b) und das separate Halbschalenteil (33a, 33b) verschraubbar sind.
6. Produktverlangsamungsstation (5) nach Anspruch 4 oder 5, wobei der Halbschalenabschnitt
(32a, 32b) und das zugeordnete Halbschalenteil (33a, 33b) im verspannten Zustand der
Klemmeinrichtung (32a, 33a, 32b, 33b, 34) eine Vierpunktauflage bilden.
7. Produktverlangsamungsstation (5) nach einem der Ansprüche 3 bis 6, wobei der Verschleißringabschnitt
(31) mit Spiel zur Gegenwelle (11) ausgebildet ist.
8. Produktverlangsamungsstation (5) nach Anspruch 7, wobei das Spiel mehrere zehntel
Millimeter beträgt.
1. A product decelerating station (5) for a printing press, comprising:
a camshaft (9), on which a first number of cams (10) is arranged, and
a counter roller (11), on which a second number of replaceable circumferential segments
(30) is arranged, wherein a product decelerating gap in the form of a brake gap (12)
of the product decelerating station (5) of the printing press, which is arranged downstream
from a folding unit (3), can be embodied with the second number of circumferential
segments (30) arranged on the counter roller (11), in cooperation with the first number
of cams (10) arranged on the camshaft (9),
characterized in that each circumferential segment (30) comprises a wear ring, which can be push-fitted
onto the counter roller (11).
2. The product decelerating station (5) according to claim 1 characterized in that the second number of circumferential segments (30) comprises a plurality of circumferential
segments (30), which are distributed along the axis of the counter roller (11).
3. The product decelerating station (5) according to claim 1 or 2, wherein each circumferential
segment (30) has a clamping device (32a, 33a, 32b, 33b, 34), by means of which it
can be fastened to the counter roller (11).
4. The product decelerating station (5) according to claim 3, wherein each circumferential
segment (30) has a hollow cylindrical wear ring section (31), to which a half shell
section (32a, 32b), which can in each case be braced to a separate half shell part
(33a, 33b), connects on at least one axial side.
5. The product decelerating station (5) according to claim 4, wherein at least the half
shell section or the half shell part (33a, 33b) on both sides of a parting plane into
the half shell section (32a, 32b) and the half shell part (33a, 33b) has a flange
protrusion (35), which, in the parting plane, is capable of being placed bluntly with
its surface, which faces the counter piece (32a, 32b), onto a surface, which faces
it, on the counter piece (32a, 32b), wherein the flange protrusion (35) and the counter
piece (32a, 32b) are provided with at least one bore, so that the half shell section
(32a, 32b) and the separate half shell part (33a, 33b) are capable of being screw
connected.
6. The product decelerating station (5) according to claim 4 or 5, wherein the half shell
section (32a, 32b) and the assigned half shell part (33a, 33b) form a four-point contact
in the braced state of the clamping device (32a, 33a, 32b, 33b, 34).
7. The product decelerating station (5) according to one of claims 3 to 6, wherein the
wear ring section (31) is embodied with play to the countershaft (11).
8. The product decelerating station (5) according to claim 7, wherein the play is several
tenth of a millimeter.
1. Station de rallongement de produit (5) pour machine d'impression, comportant :
un arbre à cames (9) sur lequel est disposé un premier nombre de cames (10) et
un cylindre conjugué (11) sur lequel est disposé un second nombre de segments circonférentiels
interchangeables (30), sachant que, avec le second nombre de segments circonférentiels
(30) disposés sur le cylindre conjugué (11), en interaction avec le premier nombre
de cames (10) disposés sur l'arbre à cames (9), un intervalle de rallongement de produit
se présentant sous forme d'un intervalle de freinage (12) de la station de rallongement
de produit (5) située en aval d'un groupe de pliage (3) de la machine d'impression
peut être constitué,
caractérisée en ce que chaque segment circonférentiel (30) comprend une bague d'usure pouvant être glissée
sur le cylindre conjugué (11).
2. Station de rallongement de produit (5) selon la revendication 1, caractérisée en ce que le second nombre de segments circonférentiels (30) comprend plusieurs segments circonférentiels
(30) répartis le long de l'axe du cylindre conjugué (11).
3. Station de rallongement de produit (5) selon la revendication 1 ou 2, dans laquelle
chaque segment circonférentiel (30) présente un dispositif de serrage (32a, 33a, 32b,
33b, 34) au moyen duquel il peut être fixé au cylindre conjugué (11).
4. Station de rallongement de produit (5) selon la revendication 3, dans laquelle chaque
segment circonférentiel (30) présente une section de bague d'usure cylindrique creuse
(31) à laquelle, au moins sur une face axiale, se raccorde une section en demi-coque
(32a, 32b) qui peut respectivement être serrée avec une pièce en demi-coque séparée
(33a, 33b).
5. Station de rallongement de produit (5) selon la revendication 4, dans laquelle au
moins la section en demi-coque ou la pièce en demi-coque (33a, 33b) présente sur ses
deux faces, au niveau d'un plan de division dans la section en demi-coque (32a, 32b)
et la pièce en demi-coque (33a, 33b), une bride proéminente (35) qui peut être posée
par sa surface tournée vers la pièce conjuguée (32a, 32b) à ras sur une surface tournée
vers elle de la pièce conjuguée (32a, 32b), la saillie proéminente (35) et la pièce
conjuguée (32a, 32b) étant pourvues d'au moins un trou, de sorte que la section en
demi-coque (32a, 32b) et la pièce en demi-coque séparée (33a, 33b) peuvent être vissées.
6. Station de rallongement de produit (5) selon la revendication 4 ou 5, dans laquelle
la section en demi-coque (32a, 32b) et la pièce en demi-coque associée (33a, 33b)
forment, en en état serré du dispositif de serrage (32a, 33a, 32b, 33b, 34), un support
à quatre points.
7. Station de rallongement de produit (5) selon une des revendications 3 à 6, dans laquelle
la section de bague d'usure (31) est réalisée avec du jeu par rapport à l'arbre conjugué
(11).
8. Station de rallongement de produit (5) selon la revendication 7, dans laquelle le
jeu est de plusieurs dixièmes de millimètre.
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