(19)
(11) EP 2 114 623 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
05.01.2011  Patentblatt  2011/01

(21) Anmeldenummer: 08802589.5

(22) Anmeldetag:  25.09.2008
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B25B 21/00(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2008/008116
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2009/043531 (09.04.2009 Gazette  2009/15)

(54)

SCHRAUBWERKZEUG

SCREWING TOOL

OUTIL DE VISSAGE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 04.10.2007 DE 102007047611

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
11.11.2009  Patentblatt  2009/46

(73) Patentinhaber: Grohmann Engineering GmbH
54595 Prüm (DE)

(72) Erfinder:
  • GROHMANN, Klaus
    54597 Hersdorf (DE)
  • THOMMES, Lothar
    54634 Bitburg (DE)

(74) Vertreter: Kohlmann, Kai 
Donatusstraße 1
52078 Aachen
52078 Aachen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A1- 19 527 115
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Schraubwerkzeug entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Solch ein Schraubwerkzeug ist beispielsweise aus der DE-A-19527115 bekannt.

    [0003] In elektrisch oder pneumatisch angetriebenen Schraubwerkzeugen werden üblicherweise kurze, austauschbare Schraubendreherspitzen (auch als Bits bezeichnet) verwendet. Die Schraubedreherspitzen sind an unterschiedliche Formen von Schraubenköpfen, insbesondere von Schlitzschrauben, KreuzSchlitz-Schrauben, Innensechskant-Schrauben sowie Torx-Schrauben angepasst. Derartige Schraubwerkzeuge kommen unter anderem in Form der stark verbreiteten Akku-Schrauber zum Einsatz, mit denen sich mit geringem Kraftaufwand und rasch Bauteile miteinander befestigen lassen, ohne den Schraubenkopf zu beschädigen.

    [0004] Aufgrund der vorgenannten Vorzüge hat sich die Verwendung von motorisch angetriebenen Schraubwerkzeugen insbesondere auch in der Automobilproduktion durchgesetzt. Für bestimmte Montageaufgaben an Kraftfahrzeugen müssen so genannte Stell-Klemm-Elemente am Fahrzeug angebracht werden, die aus einer hohlzylindrischen Hülse sowie einer sich durch den Hohlzylinder erstreckenden Innen-Schraube bestehen. Diese Stell-Klemm-Elemente werden derzeit mit zwei unterschiedlichen Schraubwerkzeugen angebracht. Zum Einschrauben der Schraubhülse kommt ein ringförmiges Schraubwerkzeug zum Erfassen der Antriebsprofile an der Mantelfläche der Hülse zum Einsatz, während die Innen-Schraube mit einem Schraubwerkzeug eingedreht wird, dessen Schraubendreherspitze stirnseitig in den Schraubenkopf eingreift.

    [0005] Vielfach müssen beim Einschrauben von Innen-Schraube und Hülse unterschiedliche Anzugsmomente berücksichtigt werden, so dass die vorzuhaltenden Schraubwerkzeuge Abschaltkupplungen mit unterschiedlichen Abschaltmomenten aufweisen müssen.

    [0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, ein Schraubwerkzeug der eingangs erwähnten Art zu schaffen, mit dem sich unterschiedliche Verbindungselemente, insbesondere Stell-Klemm-Elemente bestehend aus einer einschraubbaren Hülse und einer Innen-Schraube mit nur einem Schraubwerkzeug anbringen lassen. Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, die unterschiedlichen Verbindungselemente mit unterschiedlichen Anzugsmomenten anziehen zu können.

    [0007] Diese Aufgabe wird durch ein Schraubwerkzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

    [0008] Die axiale Verschieblichkeit des Aufnahmeteils ermöglicht eine Relativbewegung zwischen dem an dem Aufnahmeteil drehbar gelagerten ringförmigen Schraubwerkzeug sowie der stirnseitig an der Abtriebswelle angeordneten Schraubendreherspitze, so dass entweder das ringförmige Schraubwerkzeug oder die Schraubendreherspitze zum Einsatz gelangt. Für den Einsatz der Schraubendreherspitze, muss mit einer in Achsrichtung der Abtriebswelle wirkenden Kraft gegen den Schraubenkopf gedrückt werden. Hierdurch bewegt sich das Aufnahmeteil gegen die Kraft des Rückstellelementes in Richtung der Achse der Abtriebswelle von der Schraubendreherspitze weg, so dass diese den Schraubenkopf der Innen-Schraube erfassen kann.

    [0009] Zwischen dem drehbar gelagerten ringförmigen Schraubwerkzeug und der Abtriebswelle ist zumindest eine schaltbare Kupplung angeordnet, die den Kraftfluss zwischen der Abtriebswelle und dem ringförmigen Schraubwerkzeug trennt oder verbindet. Die schaltbare Kupplung ist vorzugsweise kraftschlüssig und selbstschaltend, insbesondere als Rutschkupplung ausgeführt, die bei Erreichen des Anzugsmomentes den Kraftfluss zwischen Abtriebswelle und dem ringförmigen Schraubwerkzeug trennt. Durch die konstruktive Auslegung der Rutschkupplung kann das Anzugsmoment des ringförmigen Schraubwerkzeugs bestimmt werden. Die Rutschkupplung ist vorzugsweise als Lamellenkupplung ausgelegt. Grundsätzlich kommen jedoch auch andere Bauformen in Betracht.

    [0010] In besonders bevorzugter Ausführungsform der Erfindung ist zusätzlich zu der kraftschlüssigen, selbstschaltend ausgeführten Rutschkupplung eine fremdgeschaltete und formschlüssig ausgeführte Kupplung zwischen dem drehbar gelagerten ringförmigen Schraubwerkzeug und der Abtriebswelle angeordnet. Die Schaltung dieser formschlüssig ausgeführten Kupplung wird vorzugsweise dadurch bewirkt, dass der Kraftfluss zwischen dem mit der Abtriebswelle verbundenen ersten Kupplungselement der Rutschkupplung und der Abtriebswelle durch eine Axialverschiebung des ersten Kupplungselementes längs der Achse der Abtriebswelle getrennt wird. Diese Axialverschiebung des ersten Kupplungselementes wird dadurch unterstützt, dass das erste Kupplungselement von der Kraft einer Feder beaufschlagt wird, die zwischen dem ersten Kupplungselement und dem ringförmigen Schraubwerkzeug angeordnet ist. Die das Drehmoment der Rutschkupplung bestimmende Federkraft wirkt in Richtung des zweiten Kupplungselementes. Die für den Einsatz der Schraubendreherspitze ohnehin erforderliche Axialverschiebung des Aufnahmeteils bewirkt aufgrund dieser Konstruktion zugleich eine Axialverschiebung des ersten Kupplungselementes der Rutschkupplung längs der Achse der Abtriebswelle in einem Bereich der Abtriebswelle, in dem die Formschlusskonturen der zusätzlichen Kupplung außer Eingriff gelangen. Die zusätzliche Kupplung verhindert, dass während der Nutzung der Schraubendreherspitze des Schraubwerkzeugs ein Drehmoment auf das ringförmige Schraubwerkzeug von der entkoppelten Abtriebswelle ausgeübt wird. Diese Momentenfreiheit ist jedoch nicht zwingend erforderlich, da die Rutschkupplung bauartbedingt ein Überschreiten des Anzugsmomentes des von dem ringförmigen Schraubwerkzeugs erfassten Verbindungselementes wirksam verhindert.

    [0011] Das vorzugsweise hülsenförmige Aufnahmeteil zur drehbaren Lagerung des ringförmigen Schraubwerkzeuges ist insbesondere verdrehgesichert zu dem Gehäuse des Schraubwerkzeuges in Achsrichtung der Abtriebswelle geführt. Die Verdrehsicherung erfolgt beispielsweise mittels einer Passfeder.

    [0012] Um beim Eindrehen der Innen-Schraube mit der Schraubendreherspitze eine Verdrehung des ringförmigen Schraubwerkzeuges zu verhindern, sind an dem Aufnahmeteil vorzugsweise Mittel zum zeitweiligen Arretieren des ringförmigen Schraubwerkzeuges angeordnet. Zum Arretieren kommen insbesondere Formschlusskonturen oder Reibmittel, beispielsweise in Form eines Reibbelages oder einer Verzahnung in Betracht. Die Mittel zum Arretieren kommen vorzugsweise durch die Axialbewegung des Aufnahmeteils selbstständig zum Eingriff, wenn das Aufnahmeteil in Richtung des Gehäuses des Schraubwerkzeuges verschoben wird.

    [0013] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen
    Figur 1
    eine schematische Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Schraubwerkzeuges sowie


    [0014] Das erfindungsgemäße Schraubwerkzeug umfasst einen herkömmlichen Schrauber (100) mit einem in einem in Figur 1 lediglich teilweise dargestellten Gehäuse (101) angeordneten elektrischen Antrieb, der mit einer Abtriebswelle (200) verbunden ist. Zwischen dem nicht dargestellten Elektroantrieb des Schraubers (100) und der Abtriebswelle (200) ist üblicherweise eine mechanische oder elektronische Drehmoment-Abschaltkupplung angeordnet, die bei Erreichen eines gewünschten Anzugmomentes den Kraftfluss zwischen Elektroantrieb und Abtriebswelle (200) trennt. Am stirnseitigen Ende der Abtriebswelle (200) befindet sich die Schraubendreherspitze (201), die im dargestellten Ausführungsbeispiel als Torx-Schraubendreherspitze in Form eines sechszahnigen Sterns ausgebildet ist.

    [0015] Die Schraubendreherspitze (201) ist stirnseitig in den Kopf (300) einer Innen-Schraube (301) einsteckbar. Die Innen-Schraube (301) ist Bestandteil eines so genannten Stell-Klemm-Elementes (302), das zu Montagezwecken in der Automobilindustrie zum Einsatz gelangt. Wie aus der Figur 1 erkennbar wird die Innen-Schraube (301) von einer hohlzylindrischen Hülse (303) umgeben. Die Hülse (303) weist an ihrer Mantelfläche (304) Antriebskonturen (305) auf, die von einem ringförmigen Schraubwerkzeug (400) in Drehung versetzbar sind. Zwischen der Hülse (303) und der Innen-Schraube (301) des Stell-Klemm-Elementes (302) ist ein die Innen-Schraube (301) umgebender elastischer Ring (306) angeordnet.

    [0016] Um mit dem Schrauber (100) sowohl die Innen-Schraube (301) des Stell-Klemm-Elementes (302) als auch die Hülse (303) anziehen zu können, weist der Schrauber (100) zusätzlich das ringförmige Schraubwerkzeug (400) auf, das drehbar an einem Aufnahmeteil (500) gelagert ist, das verdrehsicher jedoch in Richtung der Achse (202) der Abtriebswelle (200) verschiebbar geführt ist.

    [0017] Zwischen dem drehbar gelagerten ringförmigen Schraubwerkzeug (400) und der Abtriebswelle (200) befindet sich zur Drehmomentübertragung eine Kupplungsanordnung (600).

    [0018] Stirnseitig weist das ringförmige Schraubwerkzeug (400) ein ringförmiges Profil (401) auf, das mit den Antriebskonturen (305) der Hülse (303) zusammenwirkt. In Richtung der Achse (202) unterhalb des ringförmigen Profils (401) befindet sich eine Schulter (402), die einerseits als stirnseitiger Anschlag der Hülse (303) und andererseits als Widerlager für eine Feder (601) dient, die auf die Kupplungsanordnung (600) einwirkt. Die Feder (601) ist im dargestellten Ausführungsbeispiel als Spiralfeder ausgestaltet. An der dem Profil (401) gegenüberliegenden Stirnseite weist das ringförmige Schraubwerkzeug (400) eine Lagerschale (403) auf, die im gezeigten Ausführungsbeispiel mit einer Schraubhülse (404) lösbar verbunden ist. Die Lagerschale (403) und die Schraubhülse (404) können jedoch auch einteilig ausgeführt sein.

    [0019] Mit dem ringförmigen Schraubwerkzeug (400) ist darüber hinaus eine Mitnehmerscheibe (602) der Kupplungsanordnung (600) drehfest verbunden. Die Wirkungs- und Funktionsweise dieses Kupplungselementes (604) wird weiter unten näher erläutert.

    [0020] Das Aufnahmeteil (500) wird von einer Schiebehülse (501) gebildet, die einen hohlzylindrischen Klemmring (502) konzentrisch umgibt. Der Klemmring (502) ist an seiner dem Gehäuse (101) des Schraubers (100) zugewandten Stirnseite mit einer Spannvorrichtung (503) verbunden, die eine drehfeste Klemmverbindung mit dem Gehäuse (101) ermöglicht. Diese einfache Klemmverbindung erlaubt die problemlose Nachrüstung herkömmlicher Schrauber (100) mit den erfindungswesentlichen Komponenten (400, 500, 600).

    [0021] Die Schiebehülse (501) ist um den Verschiebeweg (504) in Richtung der Achse (202) axial gegenüber dem Klemmring (502) aus der in Figur 1 dargestellten Ausgangslage verschieblich geführt. Die Verschiebung aus der Ausgangslage erfolgt gegen die Kraft einer als Rückstellelement wirkenden Feder (505), die als Spiralfeder ausgebildet ist. An ihrem oberen Ende liegt die Feder (505) an einem stirnseitigen Rand (506) der Schiebehülse (501) an, während die untere Stirnseite der Feder (505) auf einer umlaufenden Schulter (507) des Klemmrings (502) aufliegt.

    [0022] Die Kupplungsanordnung (600) zwischen dem drehbar gelagerten ringförmigen Schraubwerkzeugs (400) und der Abtriebswelle (200) besteht zum Einen aus einer Rutschkupplung mit einem ersten Kupplungselement (603) und einem zweiten Kupplungselement (604) sowie einer fremdgeschalteten und formschlüssig ausgeführten zusätzlichen Kupplung.

    [0023] Das erste Kupplungselement (603) der Rutschkupplung ist als Mitnehmerscheibe (605) ausgeführt. In der in Figur 1 dargestellten Ausgangslage des Schraubwerkzeuges steht eine Innenverzahnung des ersten Kupplungselementes (603) in Form der Mitnehmerscheibe (605) mit einem außenverzahnten Abschnitt (203) der Abtriebswelle (200) in Umfangsrichtung der Abtriebswelle in formschlüssiger Verbindung. Die erforderliche Reibkraft zwischen der ersten und zweiten Mitnehmerscheibe (602, 605) wird maßgeblich durch die Feder (601) hervorgerufen.

    [0024] Wird nun die Schiebehülse (501) aus der in Figur 1 dargestellten Ausgangslage um den Verschiebeweg (504) in Pfeilrichtung (508) verschoben, bewegt sich das an der Aufnahmehülse (501) mittels des Kugellagers (405) drehbar gelagerte Schraubwerkzeug (400) zusammen mit den beiden Mitnehmerscheiben (602, 605) der Rutschkupplung relativ zu der Abtriebswelle (200), wobei der innenverzahnte Durchgang der Mitnehmerscheibe (605) in einen gegenüber dem außenverzahnten Abschnitt (203) eingezogenen Abschnitt (204) der Abtriebswelle (200) gelangt, so dass der Kraftfluss zwischen der Abtriebswelle (200) und dem ersten Kupplungselement (603) in Form von der Mitnehmerscheibe (605) getrennt wird. Der Durchgang der Mitnehmerscheibe (602) befindet sich ständig in dem eingezogenen Abschnitt (204), so dass auf den Durchgang zu keinem Zeitpunkt unmittelbar Drehmomente von der Abtriebswelle (200) ausgeübt werden.

    [0025] Die Schaltung dieser formschlüssig ausgeführten Kupplung (203/204) erfolgt durch die Ausübung einer Druckkraft auf den Schrauber (100) entgegen der Kraft der Feder (505), die ohnehin ausgeübt werden muss, wenn die Schraubendreherspitze (201) in dem Kopf (300) der Innen-Schraube (301) eingreifen soll. Die dabei automatisch eintretende Entkopplung des ringförmigen Schraubwerkzeuges (400) von der Abtriebswelle (200) hat zur Folge, dass auf die Hülse (303) keine Drehmomente mehr übertragen werden, während die Innen-Schraube (301) gedreht wird. Das Anzugsmoment für die Innen-Schraube (301) wird ausschließlich von dem durch die Abschaltkupplung des Schraubers (100) vorgegebenen Drehmoment bestimmt, das abweichend zu dem durch die Rutschkupplung vorgegebenen Moment für die Hülse (303) sein kann.

    [0026] Im Ergebnis lassen sich mit dem erfindungsgemäßen Schraubwerkzeug unterschiedliche Verbindungselemente, insbesondere die Hülse (303) sowie die Innen-Schraube (301) mit einem einzigen Schraubwerkzeug mit unterschiedlichen Anzugsmomenten eindrehen. Die Notwendigkeit eines zweimaligen Ansetzens eines Schraubwerkzeugs sowie das Bereithalten unterschiedlicher Schraubwerkzeuge entfällt, wodurch insbesondere in industriellen Produktionsprozessen, beispielsweise der Automobilindustrie, erhebliche Kostenersparnisse durch reduzierte Montagezeiten und Werkzeugkosten erzielbar sind.

    Bezugszeichenliste



    [0027] 
    Nr. Bezeichnung Nr. Bezeichnung
    100 Schrauber 500 Aufnahmeteil
    101 Gehäuse 501 Schiebehülse
        502 Klemmring
    200 Abtriebswelle 503 Spannvorrichtung
    201 Schraubendrehspitze 504 Verschiebung
    202 Achse 505 Feder (Rückstellelement)
    203 außenverzahnter Abschnitt 506 stirnseitiger Rand
    204 eingezogenen Abschnitt 507 umlaufende Schulter
        508 Pfeilrichtung
    300 Kopf    
    301 Innen-Schraube 600 Kupplungsanordnung
    302 Stell-Klemm-Element 601 Feder
    303 Hülse 602 Mitnehmerscheibe
    304 Mantelfläche 603 erstes Kupplungselement
    305 Antriebskontur 604 zweites Kupplungselement
    306 elastischer Ring 605 Mitnehmerscheibe
    400 ringförmiges Schraubwerkzeug    
    401 ringförmiges Profil    
    402 Schulter    
    403 Lagerschale    
    404 Schraubhülse    
    405 Kugellager    



    Ansprüche

    1. Schraubwerkzeug mit einem in einem Gehäuse angeordneten Antrieb, einer mit dem Antrieb verbundenen Abtriebswelle an der stirnseitig eine Schraubendreherspitze angeordnet ist sowie einem die Abtriebswelle umgebendes Aufnahmeteil (500), mit einem die Abtriebswelle (200) und die Schraubendreherspitze (201) umgebenden ringförmigen Schraubwerkzeug (400) zum Erfassen der Antriebskonturen (305) der Mantelfläche (304) eines Verbindungselementes (303) dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmeteil (500) in

    - Richtung der Achse (202) der Abtriebswelle (200) gegen die Kraft eines Rückstellelementes (505) verschieblich geführt und das Schraubwerkzeug (400) an dem Aufnahmeteil (500) drehbar gelagert ist, und

    - dass zwischen dem drehbar gelagerten ringförmigen Schraubwerkzeug (400) und der Abtriebswelle (200) zumindest eine schaltbare Kupplung (600) angeordnet ist.


     
    2. Schraubwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung kraftschlüssig und selbstschaltend ausgeführt ist.
     
    3. Schraubwerkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung (600) eine Rutschkupplung mit einem ersten und einem zweiten Kupplungselement (603 / 604) ist.
     
    4. Schraubwerkzeug nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu der kraftschlüssig und selbstschaltend ausgeführten Kupplung (603 / 604) eine fremdgeschaltete und formschlüssig ausgeführte Kupplung (203 / 204) zwischen dem drehbar gelagerten ringförmigen Schraubwerkzeug (400) und der Abtriebswelle (200) angeordnet ist.
     
    5. Schraubwerkzeug nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftfluss zwischen dem mit der Abtriebswelle (200) verbundenen ersten Kupplungselement (603) und der Abtriebswelle (200) durch eine Axialverschiebung des ersten Kupplungselementes (603) längs der Achse (202 / 508) der Abtriebswelle trennbar ist.
     
    6. Schraubwerkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Axialverschiebung in und außer Eingriff bringbare, in Umfangsrichtung der Abtriebswelle (200) wirksame Formschlusskonturen (203) zwischen dem ersten Kupplungselement (603) und der Abtriebswelle angeordnet sind.
     
    7. Schraubwerkzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Kupplungselement (603) der Rutschkupplung von der Kraft einer Feder (601) beaufschlagt wird, die zwischen dem ersten Kupplungselement (603) und dem ringförmigen Schraubwerkzeug (400) angeordnet ist und deren Kraft in Richtung des zweiten Kupplungselementes (604) wirkt.
     
    8. Schraubwerkzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmeteil (500) verdrehgesichert zu dem Gehäuse (101) des Schraubwerkzeugs geführt ist.
     
    9. Schraubwerkzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Aufnahmeteil (500) Mittel zum zeitweiligen Arretieren des ringförmigen Schraubwerkzeugs (400) angeordnet sind.
     


    Claims

    1. A screwing tool comprising a drive arranged in a housing, an output shaft connected to the drive on which a screwdriver tip is arranged at the end and a mounting part (500) surrounding the output shaft, comprising a ring-shaped screwing tool (400) surrounding the output shaft (200) and the screwdriver tip (201) for gripping the drive contours (305) of the lateral surface (304) of a connecting element (303), characterised in that

    - the mounting part (500) is guided displaceably in the direction of the axis (202) of the output shaft (200) against the force of a restoring element (505) and the screwing tool (400) is rotatably mounted on the mounting part (500) and

    - that at least one shiftable clutch (600) is arranged between the rotatably mounted ring-shaped screwing tool (400) and the output shaft (200).


     
    2. The screwing tool according to claim 1, characterised in that the clutch is designed to be non-positive and self-shifting.
     
    3. The screwing tool according to claim 2, characterised in that the clutch (600) is a friction clutch with a first and a second clutch element (603/604).
     
    4. The screwing tool according to claim 2 or 3, characterised in that in addition to the non-positive and self-shifting clutch (603/604), an externally shifted and positive clutch (203/204) is arranged between the rotatably mounted ring-shaped screwing tool (400) and the output shaft (200).
     
    5. The screwing tool according to claim 3 or 4, characterised in that the flow of force between the first clutch element (603) connected to the output shaft (200) and the output shaft (200) can be interrupted by an axial displacement of the first clutch element (603) along the axis (202/508) of the output shaft.
     
    6. The screwing tool according to claim 5, characterised in that positively engaging contours (203) which can be brought into and out of engagement by the axial displacement and which are active in the circumferential direction of the output shaft (200) are arranged between the first clutch element (603) and the output shaft.
     
    7. The screwing tool according to one or more of claims 3 to 6, characterised in that the first clutch element (603) of the friction clutch is acted upon by the force of a spring (601), which is arranged between the first clutch element (603) and the ring-shaped screwing tool (400) and the force thereof acts in the direction of the second clutch element (604).
     
    8. The screwing tool according to one or more of claims 1 to 7, characterised in that the mounting part (500) is guided in a manner secured against rotation with respect to the housing (101) of the screwing tool.
     
    9. The screwing tool according to one or more of claims 1 to 8, characterised in that means for temporarily locking the ring-shaped screwing tool (400) are arranged on the mounting part (500).
     


    Revendications

    1. Outil de vissage comprenant un entraînement disposé dans un boîtier, un arbre de sortie relié à l'entraînement sur lequel est disposée côté avant une pointe de tournevis et une partie de réception (500) entourant l'arbre de sortie, un outil de vissage (400) de forme annulaire, entourant l'arbre de sortie (200) et la pointe du tournevis (201) pour la saisie des contours d'entraînement (305) de la surface d'enveloppe (304) d'un élément de liaison (303), caractérisé en ce que

    - la partie de réception (500) est guidée de façon coulissante en direction de l'axe (202) de l'arbre de sortie (200) contre la force d'un élément de rappel (505) et l'outil de vissage (400) est logé de façon rotative sur la partie de réception (500), et

    - en ce qu'au moins un accouplement (600) commutable est disposé entre l'outil de vissage (400) de forme annulaire et monté rotatif et l'arbre de sortie (200).


     
    2. Outil de vissage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'accouplement est conçu avec une application de force et une autocommutation.
     
    3. Outil de vissage selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'accouplement (600) est un accouplement à glissement avec un premier et un second éléments d'accouplement (603/604).
     
    4. Outil de vissage selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que, en supplément de l'accouplement (603/604) réalisé avec une application de force et une autocommutation, un accouplement (203/204) commuté de l'extérieur et réalisé avec conjugaison de forme est disposé entre l'outil de vissage (400) de forme annulaire, monté rotatif, et l'arbre de sortie (200).
     
    5. Outil de vissage selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que le flux de force entre le premier élément d'accouplement (603) relié à l'arbre de sortie (200) et l'arbre de sortie (200) est séparé par un coulissement axial du premier élément d'accouplement (603) le long de l'axe (202/508) de l'arbre de sortie.
     
    6. Outil de vissage selon la revendication 5, caractérisé en ce que des contours de conjugaison de forme (203) pouvant être amenés en prise et hors prise par le coulissement axial, actifs dans le sens périphérique de l'arbre de sortie (200), sont disposés entre le premier élément d'accouplement (603) et l'arbre de sortie.
     
    7. Outil de vissage selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 3 à 6, caractérisé en ce que le premier élément d'accouplement (603) de l'accouplement à glissement est sollicité par la force d'un ressort (601), qui est disposé entre le premier élément d'accouplement (603) et l'outil de vissage (400) de forme annulaire et dont la force agit en direction du second élément d'accouplement (604).
     
    8. Outil de vissage selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la partie de réception (500) est guidée de façon bloquée en rotation par rapport au boîtier (101) de l'outil de vissage.
     
    9. Outil de vissage selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que des moyens destinés à l'arrêt momentané de l'outil de vissage (400) de forme annulaire sont disposés sur la partie de réception (500).
     




    Zeichnung








    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente