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(11) |
EP 2 115 305 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.03.2018 Patentblatt 2018/12 |
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Anmeldetag: 31.05.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/004349 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/151732 (18.12.2008 Gazette 2008/51) |
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HYDRAULISCHER ANTRIEB, INSBESONDERE FÜR WERKZEUGMASCHINEN, UND VERFAHREN ZUM STEUERN
DES HYDRAULISCHEN ANTRIEBS
HYDRAULIC DRIVE, IN PARTICULAR FOR MACHINE TOOLS, AND METHOD FOR CONTROLLING THE HYDRAULIC
DRIVE
ENTRAÎNEMENT HYDRAULIQUE, EN PARTICULIER POUR MACHINES-OUTILS, ET PROCÉDÉ POUR COMMANDER
L'ENTRAÎNEMENT HYDRAULIQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
12.06.2007 DE 102007027603
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.11.2009 Patentblatt 2009/46 |
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Patentinhaber: Voith Patent GmbH |
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89522 Heidenheim (DE) |
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Erfinder: |
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- BRAHMER, Bert
76646 Bruchsal (DE)
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| (74) |
Vertreter: Dr. Weitzel & Partner |
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Patent- und Rechtsanwälte mbB
Friedenstrasse 10 89522 Heidenheim 89522 Heidenheim (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 676 547 WO-A-2004/099626
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EP-A- 1 484 209 DE-A1- 19 608 582
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen hydraulischen Antrieb insbesondere für Werkzeugmaschinen,
beispielsweise für eine Presse, Stanzmaschine, Nibbelmaschine und dergleichen, nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zum Steuern des hydraulischen
Antriebs nach dem Oberbegriff des Anspruchs 12.
[0002] Hydraulische Antriebe für Werkzeugmaschinen sind dem Fachmann bekannt. Die Figuren
1, 2 und 4 beziehen sich auf vormals benutzte Anordnungen.
[0003] Die Figur 1 zeigt den prinzipiellen apparativen Aufbau eines herkömmlichen hydraulischen
Antriebs für eine Stanzmaschine. Eine
[0004] Druckversorgungseinrichtung umfasst in der in Figur 1 gezeigten üblichen Ausgestaltung
eine Konstantpumpe 1.1 zur Erzeugung eines Betriebsdrucks sowie ein auf einen erwünschten
Ausgangsdruckbereich einstellbares erstes Druckbegrenzungsventil 1.2. In das Versorgungsnetz
ist ein erster hydraulischer Speicher 1.3 geschaltet, durch dessen Einsatz sich der
Volumenstrom im Versorgungsnetz kurzeitig erhöhen lässt.
[0005] Ein erster Druckraum 1.8 im Arbeitszylinder 1.5 des Antriebs ist über die erste Leitung
B stets mit der Druckquelle verbunden, wohingegen ein zweiter Druckraum 1.7 im Arbeitszylinder
1.5 mittels dem 3-Wegeventil wahlweise mit der Druckquelle oder einem Tank 1.9 verbunden
werden kann. Die beiden Druckräume 1.7, 1.8 sind durch den Kolben 1.6 des Arbeitszylinders
1.5 voneinander getrennt, wobei die Fläche am Kolben 1.6, die mit Druck aus dem ersten
Druckraum 1.8 beaufschlagt ist, aufgrund der einseitigen Kolbenstange kleiner ist
als die Fläche des Kolbens 1.6, die mit Druck aus dem zweiten Druckraum 1.7 beaufschlagt
ist.
[0006] Das Ausfahren des Kolbens 1.6 beziehungsweise der mit diesem verbundenen Kolbenstange
erfolgt durch Verbinden des zweiten Druckraumes 1.7 mit der Druckquelle, wobei die
maximale Ausfahrkraft durch das Flächenverhältnis der beiden genannten die Druckräume
1.7, 1.8 begrenzenden und sich gegenüberstehenden Flächen des Kolbens 1.6 bestimmt
wird. Durch Ausfahren des Kolbens 1.6 wird das Stanzwerkzeug (nicht dargestellt) an
das Werkstück (nicht dargestellt) herangeführt und anschließend weiterbewegt.
[0007] Durch den Widerstand, den das Werkstück der Kolbenbewegung entgegensetzt, wird der
Kolben 1.6 zunächst abgebremst, und in dem zweiten Druckraum 1.7 baut sich entsprechend
der erforderlichen Schnittkraft der notwendige Druck auf. Entsprechend dem E-Modul
des Hydrauliköls in dem zweiten Druckraum 1.7 wird eine Federenergie in der Ölsäule
im zweiten Druckraum 1.7 gespeichert, das heißt die Ölsäule wird sozusagen vorgespannt.
[0008] Beim Bruch des Werkstücks kommt es zu einer sprungartigen Kraftentlastung des Kolbens
1.6 und in der Folge zu dessen explosionsartigen Beschleunigung in Ausfahrrichtung.
Das Öl in dem ersten Druckraum 1.8 wird durch den in Ausfahrrichtung herausschnellenden
Kolben 1.6 aus dem ersten Druckraum 1.8 ausgestoßen und über die erste Leitung B in
Richtung auf den Speicher 1.3 zu zurückgedrängt, bei gleichzeitiger den Kolben 1.6
beschleunigenden Expansion der Ölsäule in dem zweiten Druckraum 1.7. Zu diesem Zeitpunkt
muss das 3-Wegeventil 1.4 möglichst schnell für den Rückhub des Kolbens 1.6 umgesteuert
werden, wobei es zu einer Unterbrechung der Ölversorgung in der zweiten Leitung A,
die mit dem zweiten Druckraum 1.7 verbunden ist, kommt. Wenn diese Unterbrechung zeitlich
mit der infolge des sogenannten Schnittschlages erhöhten Ausfahrgeschwindigkeit des
Kolbens 1.6 zusammenfällt, kommt es in der zweiten Leitung A zu Unterdrücken, die
ihrerseits zu störenden Geräuschen und zur Kavitation an den Steuerkanten oder dem
Gehäuse des 3-Wegeventils 1.4 führen.
[0009] Die Figur 2 zeigt den prinzipiellen apparativen Aufbau eines weiteren herkömmlichen
hydraulischen Antriebs ähnlich zu jenem aus der Figur 1, jedoch mit einem 4/3-Wegeventil
2.1 anstelle des 3-Wegeventils (3/3-Wegeventils) 1.4 aus der Figur 1. Auch dieses
4/3-Wegeventil 2.1 kann, wie das 3-Wegeventil 1.4 aus der Figur 1, ebenfalls als Stetigventil
oder Schaltventil ausgeführt sein. Abweichend von der in der Figur 1 gezeigten Ausführungsform
wird jedoch mit der Druckquelle kein konstanter Druck auf die erste Leitung B und
damit den ersten Druckraum 1.8 ausgeübt, sondern der erste Druckraum 1.8 wird immer
dann mit der Druckquelle verbunden, wenn der zweite Druckraum 1.7 mit dem Tank 1.9
verbunden ist, und mit dem Tank 1.9 verbunden, wenn der zweite Druckraum 1.7 mit der
Druckquelle verbunden ist. In der Mittelstellung des 4/3-Wegeventils 2.1 sind beide
Druckräume 1.7, 1.8 sowohl von der Druckquelle als auch vom Tank 1.9 getrennt, wohingegen
gemäß der Figur 1 ausschließlich der zweite Druckraum 1.7 in der Mittelstellung des
3-Wegeventils 1.4 sowohl von der Druckquelle als auch dem Tank 1.9 getrennt wird.
[0010] Der in der Figur 2 gezeigten Ausführung liegen dieselben Probleme zugrunde, wie sie
zu der Ausführungsform gemäß der Figur 1 dargestellt wurden.
[0011] Die Figur 4 zeigt einen Weg/Zeit-Graphen des Kolbens 1.6 des herkömmlichen hydraulischen
Antriebs von Fig.1. Darin bezeichnet TOS ("top of sheet") die Oberseite des Werkstückes,
bei dem es sich um ein Blech handelt. Entsprechend bezeichnet BOS ("bottom of sheet")
die Unterseite des Werkstückes. Zunächst befindet sich der Kolben im oberen Totpunkt
TDC ("top dead center"). Im zweiten Druckraum 1.7 herrscht der Gleichgewichtsdruck
p
0. Beim Ausfahren des Kolbens 1.6 mit der Vorhubgeschwindigkeit 4.3 herrscht ein Druck,
der etwas größer als der Gleichgewichtsdruck ist.
[0012] Sobald der Kolben 1.6 das Werkstück erreicht, wird der Kolben 1.6, wie oben erläutert,
abgebremst und beim Bruch des Werkstücks schließlich durch die vorgespannte Ölsäule
im zweiten Druckraum 1.7 sehr stark beschleunigt, so dass sich temporär eine Schnittgeschwindigkeit
4.4 einstellt, die ein Vielfaches der Vorhubgeschwindigkeit 4.3 beziehungsweise der
Rückhubgeschwindigkeit 4.5 beträgt (Schnittschlag). Wenn nun der Ölnachfluss durch
das umgesteuerte 3-Wegeventil unterbrochen ist, sackt der in der zweiten Leitung A
herrschende Druck, wie durch den steilen Gradienten 4.1 ersichtlich wird, bis hin
zur Kavitation, erkennbar an den Drücken um 0 bar (4.2), ab.
[0013] Die europäische Patentanmeldung
EP 0 676 547 A1 beschreibt eine Mengenregelvorrichtung und ein Senkbremsventil mit einer Messblende,
über welcher eine vorbestimmte Druckdifferenz eingehalten wird und dadurch die Geschwindigkeit
der Verstellung eines Hydraulikzylinders konstant gehalten werden soll. Weicht die
Druckdifferenz von ihrem vorbestimmten Wert ab, wird ein Regelkolben, welcher eine
durchströmende Hydraulikfluidmenge regelt, solange den Hydraulikfluidstrom verändernd
verschoben, bis die Druckdifferenz über der Messblende wieder bei ihrem vorbestimmten
Wert liegt.
[0014] Somit offenbart die
EP 0 676 547 A1 eine Mengenregelvorrichtung, die auf einen unerwünschten Volumenstrom von Hydraulikmedium,
der sich aufgrund des Prozesses eingestellt hat, reagiert, um den Volumenstrom wieder
auf den gewünschten Wert zu bringen.
[0015] Die Patentschrift
DE 196 08 582 B4 beschreibt einen Hydrokompensator zur Druckstoßglättung in der Rücklaufleitung eines
hydraulischen Systems. In der Rücklauf- oder Tankleitung ist ein Rückschlagventil
und eine dazu parallel geschaltete Düse vorgesehen. Der Schließkörper des Rückschlagventils
wird von einer Druckfeder gegen einen Sitz gedrückt. Die Kraft, die die Druckfeder
auf den Schließkörper ausübt, entspricht einem bestimmten Druck in dem Tankleitungsabschnitt
zwischen einem Wegeventil und dem Rückschlagventil. Erst wenn dieser Druck überschritten
ist, öffnet das Rückschlagventil. Die Düse bewirkt, dass der Druck in dem genannten
Tankleitungsabschnitt nach einer gewissen Zeit auf Atmosphärendruck absinkt. Somit
wird hier ein Dämpfer in der Tankleitung dargestellt, welcher wiederum auf Änderungen
des Druckes in der Tankleitung reagiert.
[0016] Die europäische Patentanmeldung
EP 1 484 209 A1 beschreibt eine hydraulische Betätigungsvorrichtung, insbesondere für ein Cabriofaltdach.
Die Betätigungsvorrichtung umfasst einen doppeltwirkenden Zylinder und eine Drosseleinrichtung,
welche wahlweise in einen gedrosselten und einen nicht gedrosselten Zustand geschaltet
wird. Solange der Kolben des Zylinders durch Druckbeaufschlagung einer Kammer im Zylinder
aktiv ausgefahren wird, wird die Drosseleinrichtung im nichtdrosselnden Zustand gehalten.
Wenn das Faltdach jedoch aufgrund der Gravitation am Kolben des Zylinders zieht und
dadurch auf die Windschutzscheibe aufzuschlagen droht, wird die Geschwindigkeit des
Kolbens schneller als durch die Druckbeaufschlagung vorgegeben ist, was zu einem Druckverlust
in der Zylinderkammer führt. Ein Steuerkolben stellt diesen Druckverlust fest und
schaltet als Reaktion hieraus die Drosseleinrichtung in den gedrosselten Zustand.
Hierdurch wird die Ausfahrbewegung des Kolbens gebremst.
[0017] Auch bei der gemäß der
EP 1 484 209 A1 beschriebenen Lösung reagiert der hydraulische Antrieb auf einen bereits erfolgten
Druckabfall in einer Kammer eines doppeltwirkenden Arbeitszylinder, was bedeutet,
dass eine unerwünschte Beschleunigung des Kolbens bereits stattgefunden hat. Bei Anwendung
des genannten Antriebs in einer Werkzeugmaschine würde dies bedeuten, dass die störenden
Geräusche und die Kavitation nach wie vor eintreten.
[0018] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen hydraulischen Antrieb, insbesondere
für eine Werkzeugmaschine, beispielsweise Stanzmaschine, Nibbelmaschine oder eine
Presse, anzugeben, bei welcher die beschriebenen störenden Geräusche und die Kavitation
beseitigt oder zumindest vermindert werden.
[0019] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird durch einen hydraulischen Antrieb mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 und ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 12 gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen der Erfindung werden in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0020] Der hydraulische Antrieb, der insbesondere für eine Presse, eine Stanz- oder Nibbelmaschine
vorgesehen ist, weist einen doppeltwirkenden Arbeitszylinder auf, dessen Kolben eine
in Einfahrrichtung wirksame erste Arbeitsfläche und eine in Ausfahrrichtung wirksame
zweite Arbeitsfläche aufweist. Die Arbeitsflächen begrenzen jeweils einen Druckraum.
Die beiden Arbeitsflächen sind insbesondere die beiden einzigen Arbeitsflächen des
Kolbens, das heißt der Arbeitszylinder weist dann genau zwei Druckräume auf. Um den
Kolben in den Arbeitszylinder einzufahren oder aus diesem auszufahren beziehungsweise
zur Umkehrung der Kolbenhubrichtung, können auf eine oder beide Arbeitsflächen zumindest
jeweils zwei unterschiedliche Drücke mittels eines Stellgliedes aufgeschaltet werden.
Insbesondere kommt hierfür eine Ausführungsform in Betracht, wie sie eingangs mit
Bezug auf die Figuren 1 und 2 erläutert wurde, siehe dort insbesondere die Einbindung
des 3/3-Wegeventils zwischen der Druckquelle, dem Tank und dem zweiten Druckraum des
Arbeitszylinders in der Figur 1 oder das 4/3-Wegeventil zwischen der Druckquelle,
dem Tank und beiden Druckräumen des Arbeitszylinders in der Figur 2.
[0021] Erfindungsgemäß ist jedoch zusätzlich eine Stelleinheit im hydraulischen Antrieb
vorgesehen, die ein gedrosseltes Rückströmen von Hydraulikmedium aus dem von der ersten
Arbeitsfläche begrenzten ersten Druckraum ermöglicht. Der Antrieb weist ferner Steuermittel
auf, mit denen vor einem sprunghaften Beschleunigen des Kolbens aufgrund dessen plötzlicher
Kraftentlastung, die Stelleinheit derart ansteuerbar ist, dass durch die von der Stelleinheit
bewirkte Drosselung ein hydraulisches Dämpfen der Bewegung des Kolbens erfolgt.
[0022] Der erfindungsgemäße hydraulische Antrieb beziehungsweise das erfindungsgemäße Verfahren
verhindern somit die unerwünschte sprunghafte Beschleunigung des Kolbens durch Maßnahmen,
die bereits vorsorglich getroffen werden, das heißt die Stelleinheit bewirkt eine
Drosselung der Rückströmung von Hydraulikmedium aus dem ersten Druckraum bereits bevor
eine sprunghafte Beschleunigung des Kolbens eingesetzt hat. Der Anrieb reagiert vorteilhaft
nicht auf einen Druckabfall in dem von der zweiten Arbeitsfläche begrenzten zweiten
Druckraum, sondern schaltet die Stelleinheit, damit diese ein gedrosseltes Rückströmen
von Hydraulikmedium aus dem von der ersten Arbeitsfläche begrenzten ersten Druckraum
bewirkt, in Abhängigkeit eines Druckanstiegs in dem zweiten von der zweiten Arbeitsfläche
begrenzten Druckraum. Ein solcher Druckanstieg findet nämlich bereits vor der unerwünschten
sprunghaften Beschleunigung des Kolbens aufgrund dessen plötzlicher Kraftentlastung
statt, so dass die erfindungsgemäße Ansteuerung der Stelleinheit vorsorglich beziehungsweise
vorausschauend erfolgt, im Gegensatz zu einem nachträglichen Abbremsen eines bereits
sprunghaft beschleunigten Kolbens.
[0023] Erfindungsgemäß ist es somit möglich, Geräusche und Kavitation zu vermeiden, bevor
eine Situation eingetreten ist, welche die Gefahr solcher Geräusche und Kavitationen
birgt.
[0024] Die Stelleinheit kann gemäß einer ersten Ausführungsform die Drosselung des aus dem
ersten Druckraum ausströmenden Hydraulikmediums direkt bewirken, das heißt eine Drosselstelle
- mit konstantem oder regelbaren Strömungsquerschnitt - aufweisen, die wahlweise in
den Strömungsweg hinein und aus diesem heraus geschaltet wird, oder die permanent
in dem Strömungsweg angeordnet ist und deren Strömungsquerschnitt wahlweise zwischen
einer drosselnden Stellung und einer nicht oder im Wesentlichen nicht drosselnden
Stellung verändert wird beziehungsweise veränderbar ist.
[0025] Gemäß einer zweiten Ausführungsform bewirkt die Stelleinheit die Drosselung indirekt,
das heißt sie ist hinsichtlich der Hydraulikmediumströmung parallel zu einer Drossel
- mit konstantem oder regelbaren Strömungsquerschnitt - geschaltet und gibt einen
zusätzlichen Strömungsquerschnitt in einer Bypass-Leitung zu der Drossel wahlweise
frei oder versperrt diesen (teilweise oder vollständig).
[0026] Die durch die Stelleinheit direkt oder indirekt wahlweise drosselbare Ausströmung
von Hydraulikmedium aus dem ersten Druckraum, das heißt die Strömung aufgrund einer
Verdrängung durch den ausfahrenden Kolben erfolgt beispielsweise in Richtung der Druckversorgung,
insbesondere mittels einer Pumpe und/oder einem Druckspeicher, mittels welcher der
erste Druckraum vorteilhaft permanent, insbesondere wie bei der Figur 1, oder wahlweise,
insbesondere wie bei der Figur 2, verbunden ist.
[0027] Die Stelleinheit kann grundsätzlich auf jede nur denkbare, geeignete Weise ausgestaltet
sein. Beispielsweise umfasst die Stelleinheit jedoch ein Stromventil (auch Durchflussventil
oder Drosselventil), das in einer ersten Leitung oder in einer Bypass-Leitung parallel
zu dieser angeordnet ist, über die Hydraulikmedium vom ersten Druckraum abströmen
kann.
[0028] Bei dem Stromventil handelt es sich zum Beispiel um ein Regelventil, ein Wegeventil
oder eine Drosselstelle mit konstantem Querschnitt. Selbstverständlich kommen jedoch
grundsätzlich andere geeignete Stromventile in Betracht.
[0029] Beispielsweise handelt es sich bei der Stelleinheit um ein 2/2-Wegeventil, das -
bei Anordnung in der genannten Bypass-Leitung um eine Drosselstelle in der ersten
Leitung - in einer ersten Schaltstellung durchgängig ist und in einer zweiten Schaltstellung
sperrt.
[0030] Alternativ kann auch ein 2/2-Wegeventil unmittelbar in der genannten ersten Leitung,
über welche Hydraulikmedium vom ersten Druckraum abströmen kann, angeordnet sein und
zwei Schaltstellungen aufweisen, wobei der Durchflusswiderstand durch das 2/2-Wegeventil
in der ersten Schaltstellung geringer als in der zweiten Schaltstellung ist.
[0031] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Stelleinheit (in der ersten Leitung
oder parallel zu einer Drosselstelle in der ersten Leitung) so ausgelegt, dass sie
in Abhängigkeit des Verhältnisses vom Versorgungsdruck zum Druck p
A, der im von der zweiten Arbeitsfläche begrenzten zweiten Druckraum herrscht, in Durchlassstellung
oder Sperrstellung beziehungsweise in nicht gedrosselte Stellung oder Drosselstellung
gebracht werden kann. Bei einer Ausführungsform mit wechselnd geschalteten Drücken
in beiden Druckräumen des Arbeitszylinders, wie beispielsweise in der Figur 2 dargestellt
ist, kann das Schalten der Stelleinheit auch in Abhängigkeit des Verhältnisses der
Drücke in den beiden Druckräumen erfolgen.
[0032] Gemäß einer Ausführungsvariante der Erfindung ist eine erste Steuerfläche der Stelleinheit
mit dem Versorgungsdruck beziehungsweise dem Druck aus dem ersten Druckraum beaufschlagbar,
während eine zweite Steuerfläche der Stelleinheit mit dem Druck p
A im zweiten Druckraum beaufschlagbar ist, wobei die Stelleinheit in Abhängigkeit des
Verhältnisses vom auf die erste Steuerfläche ausgeübten Druck zum auf die zweite Steuerfläche
ausgeübten Druck in Durchlassstellung oder Sperrstellung beziehungsweise in ungedrosselte
Stellung oder Drosselstellung gebracht wird.
[0033] Beispielsweise ist der Arbeitszylinder als Differentialzylinder ausgeführt, das heißt,
nur eine Seite des Kolbens ist mit einer Kolbenstange versehen, wodurch der Kolben
zwei verschieden große Wirkflächen aufweist, die mit dem Druck aus jeweils einem Druckraum
beaufschlagt werden.
[0034] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist der zweite Druckraum zum Aus- oder
Einfahren des Kolbens wahlweise mittels des Stellglieds mit Versorgungsdruck oder
Tankdruck beaufschlagbar, während der erste Druckraum ständig mit Versorgungsdruck
beaufschlagt ist.
[0035] Gemäß einer alternativen Ausführungsform ist der zweite Druckraum mit einer Niederdruckquelle,
einer Hochdruckquelle oder Tank verbindbar, während der erste Druckraum stets mit
der Niederdruckquelle verbunden ist.
[0036] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind der erste Druckraum und der zweite Druckraum
jeweils wahlweise mit einer Druckquelle oder Tank verbindbar und insbesondere von
beiden trennbar, wobei bei einer Ausführungsform mit einem 4/3-Wegeventil, wie sie
in der Figur 2 dargestellt ist, der erste Druckraum immer dann mit der Druckquelle
verbunden ist, wenn der zweite Druckraum mit dem Tank verbunden ist und umgekehrt.
[0037] Bei dem Stellglied handelt es sich zum Beispiel um ein stetig verstellbares Ventil,
ein Servoventil mit elektrischer Betätigung oder einen Linearverstärker oder Kopierventil
mit mechanischer Rückführung der Position des Kolbens im Arbeitszylinder.
[0038] Dank der Erfindung kann das Geräusch während des Durchstanzen oder dergleichen des
Werkstücks (Schnittschlag) deutlich gedämpft werden. Ferner ist das Risiko der Kavitation
deutlich vermindert.
[0039] Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die
beigefügten Zeichnungen noch etwas näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 den prinzipiellen apparativen Aufbau eines hydraulischen Antriebs gemäß dem
Stand der Technik;
Figur 2 den prinzipiellen apparativen Aufbau eines weiteren herkömmlichen hydraulischen
Antriebs;
Figur 3 den prinzipiellen apparativen Aufbau eines erfindungsgemäßen hydraulischen
Antriebs;
Figur 4 einen Weg/Zeit-Graphen des Kolbens des herkömmlichen hydraulischen Antriebs
von Figur 1; und
Figur 5 einen Weg/Zeit-Graphen des Kolbens des erfindungsgemäßen hydraulischen Antriebs
aus der Figur 3.
[0040] Der in der Figur 3 prinzipiell und schematisch dargestellte erfindungsgemäße hydraulische
Antrieb umfasst entsprechend den in den Figuren 1 und 2 gezeigten Ausführungsformen
eine Konstantpumpe 3.1 zur Erzeugung eines Betriebsdrucks sowie ein auf einen erwünschten
Ausgangsdruckbereich einstellbares Druckbegrenzungsventil 3.2. In das Versorgungsnetz
ist wiederum ein hydraulischer Speicher 3.3 geschaltet, durch dessen Einsatz sich
der Volumenstrom im Versorgungsnetz kurzeitig erhöhen lässt. Die Druckversorgung kann
an der Stelle des Druckbegrenzungsventils 3.2 ebenso eine Speicherladung aufweisen.
Ferner könnte anstelle der Konstantpumpe 3.1 oder zusätzlich zu dieser auch eine Regelpumpe
mit regelbarer Pumpleistung vorgesehen sein.
[0041] Der Betriebsdruck wirkt über die erste Leitung B auf die ringförmige erste Arbeitsfläche
3.15 des Kolbens 3.6 und übt auf letzteren eine in Einfahrrichtung wirkende zeitlich
konstante Kraft aus. Durch entsprechende Ansteuerung des Wegeventils 3.4, insbesondere
Stetigventils, lässt sich die der ersten Arbeitsfläche 3.15 gegenüberliegende zweite
Arbeitsfläche 3.16 des Kolbens 3.6 auf Tank schalten, so dass sich eine auf den Kolben
wirkende resultierende Kraft in Einfahrrichtung ergibt und sich somit der Kolben 3.6
zurückbewegt. Ist der Anschluss P mit Versorgungsdruck der Druckquelle über den zweiten
Druckraum 3.7 auf die zweite Arbeitsfläche 3.16 geschaltet, fährt der Kolben 3.6 aus.
Die maximale Kraft ist bekanntlich durch das Verhältnis der zweiten Arbeitsfläche
3.16 zur ersten Arbeitsfläche 3.15 definiert.
[0042] Die maximale Ausfahrkraft kann unter Beibehaltung eines hohen Gesamtwirkungsgrades
beispielsweise dadurch gesteigert werden, dass ein zusätzlicher Versorgungsdruck (Hochdruck
"HD") bereitgestellt wird, welcher höher ist als der primär anliegende Versorgungsdruck
(Niederdruck "ND"). Dieser Hochdruck kann auf unterschiedliche Weise, zum Beispiel
lastabhängig, zugeschaltet werden. Beispielsweise kann dabei auf eine Hochdruckzuschaltung,
wie sie aus den Dokumenten
DE 10 2004 024 126 A1 und
EP 1 138 958 B1 bekannt ist, zurückgegriffen werden.
[0043] In der ersten Leitung B, über die vom ausfahrenden Kolben 3.6 verdrängtes Hydraulikmedium
aus dem von der ersten Arbeitsfläche 3.15 begrenzten ersten Druckraum 3.8 abströmen
kann, ist ein regelbares Drosselventil oder, wie vorliegend eine konstante Drossel
3.13 angeordnet. Die Drossel 3.13 wird von einer Bypass-Leitung 3.14 umgangen, die
beidseits der Drossel 3.13 in die erste Leitung B mündet. In der Bypass-Leitung 3.14
ist ein 2/2-Wegeventil 3.10 als ordnungsgemäße Stelleinheit angeordnet, mit dem der
Fluss des Hydraulikmediums durch die Bypass-Leitung 3.14 wahlweise durchgelassen oder
gesperrt werden kann.
[0044] Das 2/2-Wegeventil 3.10 wird vorliegend hydraulisch betätigt. Hierzu wird eine erste
Steuerfläche 3.12 des 2/2-Wegeventils 3.10 mit dem Versorgungsdruck p und eine zweite
Steuerfläche 3.11 des 2/2-Wegeventils 3.10 mit dem im zweiten Druckraum 3.7 beziehungsweise
in der zweiten Leitung A hinter dem Wegeventil 3.4 herrschenden Druck p
A beaufschlagt. Im Betrieb mit geringen Lastkräften ist der Druck in der zweiten Leitung
A beziehungsweise im zweiten Druckraum 3.7 entsprechend dem Flächenverhältnis der
beiden Arbeitsflächen 3.15 und 3.16 immer deutlich niedriger als der Druck in der
ersten Leitung B und im ersten Druckraum 3.8 beziehungsweise bei der gezeigten Anbindung
der Steuerdruckleitung für die Stelleinheit (2/2-Wegeventil 3.10) vor der Drossel
3.13 als der Versorgungsdruck p, der dort herrscht. Hieraus folgt, dass sich das 2/2-Wegeventil
3.10 im Betrieb mit geringen Lastkräften stets in der Durchlassstellung befindet,
so dass in diesem Fall der erste Druckraum 3.8 über den Summenquerschnitt (Summe der
Querschnitte der Drossel 3.13 und des 2/2-Wegeventils 3.10) mit der Druckquelle (Versorgungsdruck
p) in Strömungsverbindung steht.
[0045] Wenn nun der Kolben 3.6 beziehungsweise ein mit diesem verbundenes Stanzwerkzeug
auf das Werkstück trifft und hierdurch abgebremst wird, steigt, wie oben unter Figur
1 angesprochen, der Druck im von der zweiten Arbeitsfläche 3.16 begrenzten zweiten
Druckraum 3.7 an. Das Verhältnis der zweiten Steuerfläche 3.11 zur ersten Steuerfläche
3.12 des 2/2-Wegeventils 3.10 kann nun so festgelegt werden, dass das 2/2-Wegeventil
3.10 bei Überschreiten eines wählbaren kritischen Maximalwertes des im zweiten Druckraum
3.7 herrschenden Druckes in die Sperrstellung gebracht wird, in der das vom ausfahrenden
Kolben 3.6 verdrängte Hydraulikmedium nunmehr über die Drossel 3.13 aus dem ersten
Druckraum 3.8 abströmen kann. Die beim Schnittschlag erfolgende Beschleunigung des
Kolbens 3.6 wird nun durch den Drosseleffekt durch die Drossel 3.13 gedämpft, wodurch
die maximale erreichbare Kolbenausfahrgeschwindigkeit verringert wird. Dadurch kann
das Wegeventil 3.4 ohne die Gefahr des Entstehens eines Unterdrucks in der zweiten
Leitung A zur Umkehrung der Kolbenbewegungsrichtung umgesteuert werden. Sobald die
auf den Kolben wirkende Gegenkraft nach dem Brechen des Werkstückes abfällt, sinkt
auch der Druck im zweiten Druckraum 3.7 beziehungsweise in der zweiten Leitung A,
an welcher die Steuerdruckleitung des 2/2-Wegeventils 3.10 angeschlossen ist, so dass
das 2/2-Wegeventil 3.10 automatisch erneut in die Durchlassstellung geschaltet wird.
[0046] Durch die konstruktive Wahl des Flächenverhältnisses der Steuerflächen 3.11 und 3.12
der Stelleinheit kann die Umschaltschwelle zwischen gedrosselter Stellung und nicht
gedrosselter Stellung auf ein beliebiges Druckverhältnis zwischen den Drücken in den
Leitungen A und B und somit auf eine beliebige Arbeitskraft des Kolbens festgelegt
werden. Bei Systemen mit mehreren Betriebsdrücken (insbesondere HD und ND) wird diese
Umschaltschwelle vorteilhaft auf einen Wert knapp unterhalb des Maximalwertes der
Arbeitskraft in der ersten Druckstufe (ND) gelegt.
[0047] Anstelle einer konstanten Drossel 3.13 in der ersten Leitung B kann auch ein regelbares
Drosselventil vorgesehen sein. Alternativ kann die Drossel 13 durch ein Wegeventil,
insbesondere 2/2-Wegeventil ersetzt werden, welches in der ersten Schaltstellung einen
ungedrosselten und in der zweiten Schaltstellung einen gedrosselten Durchgang aufweist.
Dieses 2/2-Wegeventil (nicht gezeigt) kann entsprechend dem 2/2-Wegeventil 3.10 aus
der Figur 3 angesteuert werden, um erfindungsgemäß ein gedrosseltes Rückströmen von
Hydraulikmedium aus dem von der ersten Arbeitsfläche 3.15 begrenzten ersten Druckraum
3.8 wahlweise zu ermöglichen, immer bei oder vor einem sprunghaften Beschleunigen
des Kolbens 3.6 aufgrund dessen plötzlicher Kraftentlastung. In den übrigen Betriebszuständen
kann ein vergleichsweise ungedrosseltes Rückströmen von Hydraulikmedium aus dem ersten
Druckraum 3.8 beziehungsweise in den ersten Druckraum 3.8, letzteres bei einer Einfahrbewegung
des Kolbens 3.6, vorgesehen sein, insbesondere durch automatisches Schalten beziehungsweise
Halten des 2/2-Wegeventils 3.10 gemäß der Figur 3 oder eines 2/2-Wegeventils mit gedrosselter
Durchgangsstellung anstelle der Drossel 3.13, wenn im zweiten Druckraum 3.7 beziehungsweise
der zweiten Leitung A ein geringerer Druck herrscht als im ersten Druckraum 3.8 beziehungsweise
der ersten Leitung B, oder, bei dem gezeigten Anschluss der Steuerdruckleitung zur
Steuerfläche 3.12 des 2/2-Wegeventils 3.10 (von der Druckquelle aus gesehen) vor der
Drossel 3.13 wenn der Druck im zweiten Druckraum 3.7 beziehungsweise in der zweiten
Leitung A den Versorgungsdruck p überschreitet.
[0048] In der Figur 5, die sich auf den erfindungsgemäßen hydraulischen Antrieb von Figur
3 bezieht, ist der zeitliche Verlauf des Weges des Kolbens 3.6 und des im zweiten
Druckraum 3.7 herrschenden Druckes p
A grafisch dargestellt. Durch den Druckanstieg im zweiten Druckraum 3.7 wird das 2/2-Wegeventil
3.10 in die Sperrstellung gebracht. Nach dem Brechen des Werkstückes wird der Kolben
3.6 aufgrund des Drosseleffektes nur auf eine vergleichsweise geringe Geschwindigkeit
5.4 beschleunigt. Der Druckgradient 5.1 ist im Vergleich mit Fig. 4 deutlich flacher,
und der Druck p
A bleibt über dem Bereich der Kavitation.
1. Hydraulischer Antrieb, insbesondere für eine Presse, eine Stanz- oder Nibbelmaschine,
1.1 mit einem doppeltwirkenden Arbeitszylinder (3.5), dessen Kolben (3.6) eine in
Einfahrrichtung wirksame erste Arbeitsfläche (3.15) und eine in Ausfahrrichtung wirksame
zweite Arbeitsfläche (3.16) aufweist, die je einen Druckraum (3.7, 3.8) begrenzen,
wobei
1.2 zum Einfahren und Ausfahren des Kolbens (3.6) in den und aus dem Arbeitszylinder
(3.5) auf zumindest eine der Arbeitsflächen (3.15, 3.16) zumindest zwei unterschiedliche
Drücke mittels eines Stellgliedes aufgeschaltet werden können, wobei
1.3 der hydraulische Antrieb eine Stelleinheit aufweist, die wechselweise ein gedrosseltes
Rückströmen oder vergleichsweise ungedrosseltes Rückströmen von Hydraulikmedium aus
dem von der ersten Arbeitsfläche (3.15) begrenzten ersten Druckraum (3.8) ermöglicht,
dadurch gekennzeichnet, dass
1.4 der Antrieb Steuermittel aufweist, mit denen vor einem sprunghaften Beschleunigen
des Kolbens (3.6) aufgrund dessen plötzlicher Kraftentlastung, die Stelleinheit derart
angesteuert wird, dass durch eine von der Stelleinheit direkt oder indirekt bewirkte
verstärkte Drosselung der zuvor vergleichsweise ungedrosselten Rückströmung von Hydraulikmedium
aus dem ersten Druckraum (3.8) ein hydraulisches Dämpfen der Bewegung des Kolbens
(3.6) erfolgt, indem
1.5 die Stelleinheit in Abhängigkeit eines Druckanstieges in dem zweiten von der zweiten
Arbeitsfläche (3.16) begrenzten Druckraum (3.7) derart schaltet, dass diese das verstärkt
gedrosselte Rückströmen von Hydraulikmedium aus dem von der ersten Arbeitsfläche (3.15)
begrenzten ersten Druckraum (3.8) bei einem Druckanstieg in dem zweiten Druckraum
(3.7) bewirkt.
2. Hydraulischer Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einer ersten Leitung (B), über die Hydraulikmedium aus dem ersten Druckraum (8)
abströmen kann, eine Drossel (3.13) angeordnet ist, und die Stelleinheit, insbesondere
in Form eines Wegeventils, in einer Bypass-Leitung (3.14), die parallel zu der Drossel
(3.13) angeordnet ist, vorgesehen ist, um die Bypass-Leitung (3.14) wahlweise zu öffnen
und zu verschließen.
3. Hydraulischer Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stelleinheit ein Drosselventil umfasst, das in einer ersten Leitung (B), über
die Hydraulikmedium aus dem ersten Druckraum (3.8) abströmen kann, angeordnet ist,
und welches wenigstens zwei Schaltstellungen aufweist, bei welchen in einer ersten
Schaltstellung die Drosselung der Rückströmung von Hydraulikmedium aus dem ersten
Druckraum (3.8) erzielt wird und in der zweiten Schaltstellung eine vergleichsweise
geringere Drosselung oder im Wesentlichen drosselungsfreie Rückströmung oder Einströmung
von Hydraulikmedium aus dem ersten Druckraum (3.8) oder in den ersten Druckraum (3.8)
erzielt wird.
4. Hydraulischer Antrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stelleinheit, welche insbesondere als 2/2-Wegeventil ausgeführt ist, derart in
den hydraulischen Antrieb eingebunden ist, dass sie in Abhängigkeit vom Verhältnis
des Versorgungsdrucks einer Druckquelle, insbesondere einer Pumpe (3.1) oder eines
hydraulischen Speichers (3.3), zum Druck pA der im von der zweiten Arbeitsfläche (3.16) begrenzten zweiten Druckraum (3.7) herrscht,
in ihre erste Schaltstellung mit Drosselung oder in ihre zweite Schaltstellung mit
verringerter Drosselung gebracht wird.
5. Hydraulischer Antrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stelleinheit als 2/2-Wegeventil (3.10) ausgeführt ist.
6. Hydraulischer Antrieb nach Anspruch 2 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stelleinheit derart in den Antrieb eingebunden ist, dass sie in Abhängigkeit
vom Verhältnis des Versorgungsdrucks einer Druckquelle, insbesondere einer Pumpe (3.1)
oder eines hydraulischen Speichers (3.3), zum Druck pA, der im von der zweiten Arbeitsfläche (3.16) begrenzten zweiten Druckraum (3.7) herrscht,
in Durchlassstellung oder Sperrstellung gebracht wird.
7. Hydraulischer Antrieb nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Steuerfläche (3.12) der Stelleinheit mit dem Druck des ersten Druckraums
(3.8), einer an diesen angeschlossenen ersten Leitung (B) oder mit Versorgungsdruck
einer Druckquelle, insbesondere einer Pumpe (3.1) oder eines hydraulischen Speichers
(3.3), beaufschlagt wird, und eine zweite Steuerfläche (3.11) der Stelleinheit mit
dem Druck aus dem zweiten Druckraum (3.7) oder einer an diesen angeschlossenen zweiten
Leitung (A) beaufschlagt wird, wobei die Stelleinheit in Abhängigkeit des Verhältnisses
des auf die erste Steuerfläche (3.12) ausgeübten Druckes und des auf die zweite Steuerfläche
(3.11) ausgeübten Druckes in Drosselstellung oder verminderte Drosselstellung beziehungsweise
Durchlassstellung oder Sperrstellung gebracht wird.
8. Hydraulischer Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitszylinder (3.5) als Differenzialzylinder ausgeführt ist.
9. Hydraulischer Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Druckraum (3.7) zum Aus- oder Einfahren des Kolbens (3.6) mittels des
Stellglieds mit Versorgungsdruck oder Tankdruck beaufschlagbar ist, und dass der erste
Druckraum (3.8) bei nicht gedrosselter Rückströmung von Hydraulikmedium aus diesem
ständig mit Versorgungsdruck beaufschlagt ist.
10. Hydraulischer Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Druckraum (3.7) mit einer Niederdruckquelle, einer Hochdruckquelle oder
einem Tank verbindbar ist, und dass der erste Druckraum (3.8) stets mit der Niederdruckquelle
verbunden ist.
11. Hydraulischer Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Druckraum (3.7) und der erste Druckraum (3.8) zum Aus- oder Einfahren
des Kolbens (3.6) mittels des Stellglieds wechselseitig mit Versorgungsdruck oder
Tankdruck beaufschlagt werden.
12. Verfahren zum Steuern eines hydraulischer Antriebs mit einem doppeltwirkenden Arbeitszylinder
(3.5), dessen Kolben (3.6) eine in Einfahrrichtung wirksame erste Arbeitsfläche (3.15)
und eine in Ausfahrrichtung wirksame zweite Arbeitsfläche (3.16) aufweist, die je
einen Druckraum (3.7, 3.8) begrenzen, wobei zum Einfahren und Ausfahren des Kolbens
(3.6) auf zumindest eine Arbeitsfläche (3.15, 3.16) mittels eines Stellgliedes zumindest
zwei unterschiedliche Drücke aufgeschaltet werden können, dadurch gekennzeichnet, dass
vor einem sprunghaften Beschleunigen des Kolbens (3.6) aufgrund dessen plötzlicher
Kraftentlastung eine zuvor vergleichsweise ungedrosselte Rückströmung von Hydraulikmedium
aus dem von der ersten Arbeitsfläche (3.15) begrenzten ersten Druckraum (3.8) verstärkt
gedrosselt wird, sodass die Ausfahrbewegung des Kolbens (3.6) hydraulisch gedämpft
wird, indem die Stelleinheit in Abhängigkeit eines Druckanstieges in dem zweiten von
der zweiten Arbeitsfläche (3.16) begrenzten Druckraum (3.7) derart schaltet, dass
die Stelleinheit das verstärkt gedrosselte Rückströmen von Hydraulikmedium aus dem
von der ersten Arbeitsfläche (3.15) begrenzten ersten Druckraum (3.8) bei einem Druckanstieg
in dem zweiten Druckraum (3.7) bewirkt.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die verstärkte Drosselung durch Schließen einer Bypass-Leitung (3.14) bewirkt wird,
die parallel zu einer Drossel (3.13) in einer ersten Leitung (B), über die Hydraulikmedium
vom ersten Druckraum (3.8) abströmen kann, angeordnet ist und die Drossel (3.13) umgeht.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Schließen der Bypass-Leitung (3.14) mittels einer Stelleinheit, insbesondere
in Form eines 2/2-Wegeventils (3.10) bewirkt wird, welche(s) insbesondere in Abhängigkeit
des Druckverhältnisses oder der Druckdifferenz zwischen dem Druck im zweiten Druckraum
(3.7) oder in einer an diesem angeschlossenen zweiten Leitung (A) und dem Druck im
ersten Druckraum (3.8), einer an diesen angeschlossenen ersten Leitung (B) oder dem
Versorgungsdruck geschaltet oder gesteuert wird.
15. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die verstärkte Drosselung durch das Ansteuern oder das Schalten einer Stelleinheit
bewirkt wird, welche in einer ersten Leitung (B), über die Hydraulikmedium aus dem
ersten Druckraum (3.8) abgeführt wird, angeordnet ist, und welche insbesondere als
2/2-Wegeventil mit einer ersten Schaltstellung mit einer vergleichsweise stärkeren
Drosselung und einer zweiten Schaltstellung mit einer vergleichsweise verringerten
Drosselung ausgeführt ist, und die verstärkte Drosselung durch Schalten in die erste
Schaltstellung bewirkt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Stelleinheit in Abhängigkeit des Druckverhältnisses oder der Druckdifferenz zwischen
einem Druck in dem zweiten Druckraum (3.7) oder einer an diesem angeschlossenen zweiten
Leitung (A) und dem Druck in dem ersten Druckraum (3.8), in einer an diesem angeschlossenen
ersten Leitung (B), oder dem Versorgungsdruck geschaltet wird.
1. Hydraulic drive, in particular for a press, a punching or nibbling machine,
1.1 having a double-acting working cylinder (3.5), the piston (3.6) of which has a
first working surface (3.15) effective in retraction direction and a second working
surface (3.16) effective in the extension direction, which each define a pressure
chamber (3.7, 3.8), wherein
1.2 for retracting and extending the piston (3.6) into and out of the working cylinder
(3.5) at least two different pressures can be switched on at least one of the working
surfaces (3.15, 3.16) by means of an actuator, wherein
1.3 the hydraulic drive has an actuating unit, which alternately enables a throttled
return flow or a comparatively unthrottled return flow of hydraulic medium from the
first pressure chamber (3.8) delimited by the first working surface (3.15), characterized in that
1.4 the drive has control means with which before an abrupt acceleration of the piston
(3.6) due to its sudden power relief, the actuating unit is triggered such that as
a result of a throttling, which is caused directly or indirectly by the actuating
unit, of the previously relatively unthrottled return flow of hydraulic medium from
the first pressure chamber (3.8) a hydraulic damping of the movement of the piston
(3.6) takes place in that
1.5 the actuating unit, in response to a pressure increase in the second pressure
chamber (3.7) delimited by the second working surface (3.16) switches in such a way
that said actuating unit produces the increasingly throttled return flow of hydraulic
fluid from the first pressure chamber (3.8) delimited by the first working surface
(3.15) at a pressure increase in the second pressure chamber (3.7).
2. Hydraulic drive according to claim 1, characterized in that in a first line (B), via which hydraulic medium can flow out of the first pressure
chamber (8), a throttle (3.13) is arranged, and the actuating unit, in particular
in the form of a directional control valve, is provided in a bypass line (3.14) which
is arranged in parallel to the throttle (3.13) to selectively open and close the bypass
line (3.14).
3. Hydraulic drive according to claim 1, characterized in that the actuating unit comprises a throttle valve, which is arranged in a first line
(B), via which the hydraulic medium can flow off from the first pressure chamber (3.8),
and which has at least two switching positions, in which in a first switching position
the throttling of the return flow of hydraulic medium from the first pressure chamber
(3.8) is achieved and in the second switching position a comparatively lower throttling
or substantially throttling-free return flow or inflow of hydraulic medium from the
first pressure chamber (3.8) or into the first pressure chamber (3.8) is achieved.
4. Hydraulic drive according to claim 3, characterized in that the actuating unit, which is designed in particular as a 2/2-way valve, is integrated
into the hydraulic drive in such a way that it is brought into its first switching
position with throttling or into its second switching position with reduced throttling
depending on the ratio of the supply pressure of a pressure source, in particular
a pump (3.1) or a hydraulic accumulator (3.3), to the pressure pA of the second pressure chamber (3.7) delimited by the second working surface (3.16).
5. Hydraulic drive according to claim 2, characterized in that the actuating unit is designed as a 2/2-way valve (3.10).
6. Hydraulic drive according to claim 2 or 5, characterized in that the actuating unit is integrated into the drive in such a way that it is brought
into the passage position or blocking position depending on the ratio of the supply
pressure of a pressure source, in particular a pump (3.1) or a hydraulic accumulator
(3.3), to the pressure pA which prevails in the second pressure chamber (3.7) delimited by the second working
surface (3.16).
7. Hydraulic drive according to one of the claims 2 to 6, characterized in that a first control surface (3.12) of the actuating unit is subjected to the pressure
of the first pressure chamber (3.8), a first line (B) connected thereto or the supply
pressure of a pressure source, in particular a pump (3.1) or a hydraulic accumulator
(3.3), and a second control surface (3.11) of the actuating unit to the pressure from
the second pressure chamber (3.7) or a second line (A) connected thereto, wherein
the actuating unit is brought into the throttle position or reduced throttle position
or passage position or blocking position depending on the ratio of the pressure exerted
on the first control surface (3.12) and the pressure exerted on the second control
surface (3.11).
8. Hydraulic drive according to one of the claims 1 to 7, characterized in that the working cylinder (3.5) is designed as a differential cylinder.
9. Hydraulic drive according to one of the claims 1 to 8, characterized in that the second pressure chamber (3.7) can be subjected to supply pressure or tank pressure
for extending or retracting the piston (3.6) by means of the actuator, and that the
first pressure chamber (3.8), when the return flow of hydraulic medium is not throttled
therefrom, is constantly subjected therefrom to supply pressure.
10. Hydraulic drive according to one of claims 1 to 8, characterized in that the second pressure chamber (3.7) is connectable to a low pressure source, a high
pressure source or a tank, and that the first pressure chamber (3.8) is always connected
to the low pressure source.
11. Hydraulic drive according to one of the claims 1 to 8, characterized in that the second pressure chamber (3.7) and the first pressure chamber (3.8) are alternately
subjected to supply pressure or tank pressure for extending or retracting the piston
(3.6) by means of the actuator.
12. Method for controlling a hydraulic drive with a double-acting working cylinder (3.5),
the piston (3.6) of which has a first working surface (3.15) effective in retraction
direction and a second working surface (3.16) effective in the extension direction,
which each define a pressure chamber (3.7, 3.8), wherein for retracting and extending
the piston (3.6) at least two different pressures can be switched on at least one
working surface (3.15, 3.16) by means of an actuator, characterized in that
before a sudden acceleration of the piston (3.6) due to its sudden power relief a
previously comparatively unthrottled return flow of hydraulic medium from the first
pressure chamber (3.8) delimited by the first working surface is throttled more strongly,
so that the extension movement of the piston (3.6) is hydraulically damped in that the actuating unit switches in such a way depending on a pressure increase in the
second pressure chamber (3.7) delimited by the second working surface (3.16) that
the actuating unit produces the increasingly throttled return flow of hydraulic medium
from the first pressure chamber (3.8) delimited by the first working surface (3.15)
at a pressure increase in the second pressure chamber (3.7).
13. Method according to claim 12, characterized in that the increased throttling is effected by closing a bypass line (3.14), which is arranged
parallel to a throttle (3.13) in a first line (B), via which the hydraulic medium
can flow off from the first pressure chamber (3.8), and bypasses the throttle (3.13).
14. Method according to claim 13, characterized in that the closing of the bypass line (3.14) is effected by means of an actuating unit,
in particular in the form of a 2/2-way valve (3.10), which is switched or controlled
in particular depending on the pressure ratio or the pressure difference between the
pressure in the second pressure chamber (3.7) or in a second line (A) connected thereto
and the pressure in the first pressure chamber (3.8), a first line (B) connected thereto
or the supply pressure.
15. A method according to claim 12, characterized in that the increased throttling is effected by the triggering or switching of an actuating
unit, which is arranged in a first line (B), via which the hydraulic medium is removed
from the first pressure chamber (3.8), and which is designed in particular as a 2/2-way
valve with a first switching position with a comparatively stronger throttling and
a second switching position with a comparatively reduced throttling, and the increased
throttling is effected by switching to the first switching position.
16. Method according to claim 15, characterized in that the actuating unit is switched depending on the pressure ratio or the pressure difference
between a pressure in the second pressure chamber (3.7) or a second line (A) connected
thereto and the pressure in the first pressure chamber (3.8) in a first line (B) connected
thereto or the supply pressure.
1. Entraînement hydraulique, en particulier pour une presse, une machine de poinçonnage
ou de grignotage,
1.1 avec un vérin de travail (3.5) à double action dont le piston (3.6) présente une
première surface de travail (3.15) agissant dans la direction de rentrée et une deuxième
surface de travail (3.16) agissant dans la direction de sortie, lesquelles limitent
chacune une chambre de pression (3.7, 3.8), dans lequel 1.2 pour faire rentrer le
piston (3.6) dans le vérin de travail (3.5) et pour l'en faire sortir, au moins deux
pressions différentes peuvent être appliquées sur au moins l'une des surfaces de travail
(3.15, 3.16) au moyen d'un actionneur,
1.3 l'entraînement hydraulique présentant une unité d'actionnement qui permet, alternativement,
un reflux étranglé ou un reflux relativement non étranglé de fluide hydraulique hors
de la première chambre de pression (3.8) limitée par la première surface de travail
(3.15),
caractérisée en ce que
1.4 l'entraînement présente des moyens de commande avec lesquels, avant une accélération
brusque du piston (3.6) du fait de sa décharge de force soudaine, l'unité d'actionnement
peut être commandée de telle sorte qu'il se produise un amortissement hydraulique
du mouvement du piston (3.6) par un étranglement renforcé, provoqué directement ou
indirectement par l'unité d'actionnement, du reflux auparavant relativement non étranglé
de fluide hydraulique hors de la première chambre de pression (3.8),
1.5 l'unité d'actionnement étant commutée en fonction d'une augmentation de pression
dans la deuxième chambre de pression (3.7) limitée par la deuxième surface de travail
(3.16) de telle sorte qu'elle provoque le reflux étranglé renforcé de fluide hydraulique
hors de la première chambre de pression (3.8) limitée par la première surface de travail
(3.15) lors d'une augmentation d'une pression dans la deuxième chambre de pression
(3.7).
2. Entraînement hydraulique selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un étranglement (3.13) est disposé dans une première conduite (B), par laquelle le
fluide hydraulique peut sortir de la première chambre de pression (8), et l'unité
d'actionnement, en particulier sous la forme d'un distributeur, est prévue dans une
conduite de dérivation (3.14) qui est disposée en parallèle à l'étranglement (3.13)
pour ouvrir et fermer sélectivement la conduite de dérivation (3.14).
3. Entraînement hydraulique selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité d'actionnement comprend une soupape d'étranglement qui est disposée dans
une première conduite (B), par laquelle le fluide hydraulique peut sortir de la première
chambre de pression (3.8), et qui présente au moins deux positions de commutation
dans lesquelles, dans une première position de commutation, l'étranglement du reflux
de fluide hydraulique hors de la première chambre de pression (3.8) est obtenu et,
dans la deuxième position de commutation, un étranglement relativement faible ou un
reflux sensiblement sans étranglement hors de la première chambre de pression (3.8)
ou une entrée de fluide hydraulique dans la première chambre de pression (3.8) est
obtenu(e).
4. Entraînement hydraulique selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'unité d'actionnement, qui est réalisée en particulier sous la forme d'un distributeur
2/2, est intégrée dans l'entraînement hydraulique de manière à être mise dans sa première
position de commutation avec étranglement ou dans sa deuxième position de commutation
avec étranglement réduit en fonction du rapport entre la pression d'alimentation d'une
source de pression, en particulier d'une pompe (3.1) ou d'un accumulateur hydraulique
(3.3), et la pression pA qui règne dans la deuxième chambre de pression (3.7) limitée par la deuxième surface
de travail (3.16).
5. Entraînement hydraulique selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'unité d'actionnement est réalisée sous la forme d'un distributeur 2/2 (3.10).
6. Entraînement hydraulique selon la revendication 2 ou 5, caractérisé en ce que l'unité d'actionnement est intégrée dans l'entraînement de manière à être mise en
position de passage ou en position de blocage en fonction du rapport entre la pression
d'alimentation d'une source de pression, en particulier d'une pompe (3.1) ou d'un
accumulateur hydraulique (3.3), et la pression pA qui règne dans la deuxième chambre de pression (3.7) limitée par la deuxième surface
de travail (3.16).
7. Entraînement hydraulique selon l'une des revendications 2 à 6, caractérisé en ce qu'une première surface de commande (3.12) de l'unité d'actionnement est soumise à la
pression de la première chambre de pression (3.8), d'une première conduite (B) raccordée
à celle-ci ou à la pression d'alimentation d'une source de pression, en particulier
d'une pompe (3.1) ou d'un accumulateur hydraulique (3.3), et une deuxième surface
de commande (3.11) de l'unité d'actionnement est soumise à la pression de la deuxième
chambre de pression (3.7) ou d'une deuxième conduite (A) raccordée à celle-ci, l'unité
d'actionnement étant mise en position d'étranglement ou d'étranglement réduit, respectivement
en position de passage ou en position de blocage, en fonction du rapport entre la
pression exercée sur la première surface de commande (3.12) et la pression exercée
sur la deuxième surface de commande (3.11).
8. Entraînement hydraulique selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le vérin de travail (3.5) est réalisé sous la forme d'un vérin différentiel.
9. Entraînement hydraulique selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que pour faire sortir ou rentrer le piston (3.6), la deuxième chambre de pression (3.7)
peut être soumise à la pression d'alimentation ou à la pression du réservoir au moyen
de l'actionneur, et que la première chambre de pression (3.8), en cas de reflux non
étranglé de fluide hydraulique hors de celle-ci, est soumise en permanence à la pression
d'alimentation.
10. Entraînement hydraulique selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la deuxième chambre de pression (3.7) peut être reliée à une source de basse pression,
une source de haute pression ou un réservoir, et que la première chambre de pression
(3.8) est constamment reliée à la source de basse pression.
11. Entraînement hydraulique selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que pour faire sortir ou rentrer le piston (3.6), la deuxième chambre de pression (3.7)
et la première chambre de pression (3.8) sont soumises alternativement à la pression
d'alimentation ou à la pression du réservoir au moyen de l'actionneur.
12. Procédé de commande d'un entraînement hydraulique avec un vérin de travail (3.5) à
double action dont le piston (3.6) présente une première surface de travail (3.15)
agissant dans la direction de rentrée et une deuxième surface de travail (3.16) agissant
dans la direction de sortie, lesquelles limitent chacune une chambre de pression (3.7,
3.8), dans lequel, pour faire rentrer et sortir le piston (3.6), au moins deux pressions
différentes peuvent être appliquées sur au moins une surface de travail (3.15, 3.16)
au moyen d'un actionneur,
caractérisé en ce
qu'avant une accélération brusque du piston (3.6) du fait de sa décharge de force soudaine,
un reflux auparavant relativement non étranglé de fluide hydraulique hors de la première
chambre de pression (3.8) limitée par la première surface de travail (3.15) est étranglé
de manière renforcée, de sorte que le mouvement de sortie du piston (3.6) est amorti
hydrauliquement, l'unité d'actionnement étant commutée en fonction d'une augmentation
de pression dans la deuxième chambre de pression (3.7) limitée par la deuxième surface
de travail (3.16) de telle sorte qu'elle provoque le reflux étranglé renforcé de fluide
hydraulique hors de la première chambre de pression (3.8) limitée par la première
surface de travail (3.15) lors d'une augmentation de pression dans la deuxième chambre
de pression (3.7).
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'étranglement renforcé est produit par la fermeture d'une conduite de dérivation
(3.14) qui est disposée en parallèle à un étranglement (3.13) dans une première conduite
(B), par laquelle le fluide hydraulique peut sortir de la première chambre de pression
(3.8), et qui contourne l'étranglement (3.13).
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que la fermeture de la conduite de dérivation (3.14) est produite au moyen d'une unité
d'actionnement, en particulier sous la forme d'un distributeur 2/2 (3.10), laquelle
ou lequel est commuté(e) ou commandé(e) en particulier en fonction du rapport des
pressions ou de la différence des pressions entre la pression dans la deuxième chambre
de pression (3.7) ou dans une deuxième conduite (A) raccordée à celle-ci et la pression
dans la première chambre de pression (3.8), dans une première conduite (B) raccordée
à celle-ci ou la pression d'alimentation.
15. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'étranglement renforcé est produit par la commande ou la commutation d'une unité
d'actionnement qui est disposée dans une première conduite (B), par laquelle du fluide
hydraulique est évacué de la première chambre de pression (3.8), et qui est en particulier
réalisée sous la forme d'un distributeur 2/2 ayant une première position de commutation
avec un étranglement relativement plus fort et une deuxième position de commutation
avec un étranglement relativement plus réduit, et l'étranglement renforcé est produit
par commutation dans la première position de commutation.
16. Procédé selon la revendication 15, caractérisé en ce que l'unité d'actionnement est commutée en fonction du rapport des pressions ou de la
différence des pressions entre la pression dans la deuxième chambre de pression (3.7)
ou dans une deuxième conduite (A) raccordée à celle-ci et la pression dans la première
chambre de pression (3.8), dans une première conduite (B) raccordée à celle-ci ou
la pression d'alimentation.
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