Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein System zur Handhabung von Bargeldlogistikprozessen
bei der Ver- und Entsorgung von Geldautomaten wie Geldeingabe- und Geldausgabeautomaten,
Kiosksystemen und Kassenstationen.
Stand der Technik
[0002] Die Geldversorgung von Geldautomaten wird von Cash-Serviceunternehmen wie beispielspielsweise
Werttransportunternehmen durchgeführt, die die leeren oder zumindest teilweise geleerten
Kassetten in einem Geldautomaten gegen gefüllte Kassetten austauschen. Der Zeitpunkt
des Kassettenwechsels wird routinemäßig nach einem festen Zeitintervall gewählt bzw.
erfolgt auf Anforderung, auch wenn die Kassetten noch teilweise gefüllt sind. Die
Kassetten werden in einem Cash-Service-Center oder einer Befüllstation gefüllt, wobei
der Füllstand der Kassetten üblicherweise auf einem Befüllprotokoll wie einem Papierzettel
notiert wird. Die Zuordnung der Kassette zum Befüllprotokoll wird mit einem Aufkleber,
der üblicherweise einen Barcode oder eine Nummer enthält, vorgenommen und auf dem
Befüllprotokoll vermerkt.
Beim Austausch der Kassetten wird der neue Geldbestand manuell am Geldautomaten eingegeben
und der Altbestand von der Protokolleinrichtung abgelesen und manuell auf dem Befüllprotokoll
erfasst.
[0003] Es kann jedoch bei diesem Prozess der Versorgung von Geldautomaten zu Fehlern aufgrund
der manuellen Tätigkeiten während des Versorgungsvorgangs kommen. So können die Befüllprotokolle
vertauscht werden oder die Kennzeichnung der Kassetten geht verloren. Die Eingaben
der neuen Bestandsdaten der Kassetten am Geldautomaten kann fehlerhaft sein, wie auch
das Auslesen und Übertragen der alten Bestandsdaten. Des weiteren kann die Kassettenreihenfolge
beim Einsetzen der Kassetten in den Tresor des Automaten vertauscht werden, so dass
es zu einer fehlerhaften Geldausgabe kommt, da von der Vereinzelungseinrichtung der
geldwerte Betrag der ausgegebenen Geldscheine nicht nochmals geprüft wird, sondern
die Geldscheine entsprechend der angenommenen Reihenfolge der Kassetten mit den jeweils
unterschiedlichen Geldwerten (Denominationen) angesteuert werden. Des weiteren kann
es zu Vertauschungen von zwei Geldautomaten kommen, da fälschlicherweise die Bestände
eines anderen Geldautomaten eingegeben werden. Auch kann die manuelle Eingabe von
Bestandswerten selbst fehlerhaft aufgrund von Zahlendrehern etc. sein.
[0004] Auch kommt es vor, dass die Befüllung von Geldautomaten vergessen wird, sei es aufgrund
von Überlastung oder der Annahme, es sei bereits eine Befüllung des Automaten vorgenommen
worden.
[0005] In einigen Fällen führen diese Fehler im Logistikprozess dazu, dass ein erneutes
Anfahren des Geldautomaten durch das Serviceunternehmen erforderlich ist, was zeit
- und kostenintensiv ist. Darüber hinaus ist durch einen fehlerhaften Kenntnisstand
des Befüllungsgrades der Geldautomaten die Möglichkeit von Manipulationen des Geldbestandes
gegeben. Des weiteren führen diese Fehler zu einer kostenintensiven Nachbereitung
und Klärung der fehlerhaften Bestandsdaten am Automaten, in der Bankfiliale und im
Cash Center.
[0006] Darüber hinaus kann aufgrund von Mehrfachabzügen aus einer Kassette, Staus oder Servicetechnikereinsätzen
der Zählerstand der Geldnoten in den Kassetten nicht exakt sein, so dass der Bestand
einer vom Serviceunternehmen aus einem Geldautomaten abgezogenen Kassette nochmals
im Cash-Service-Center geprüft wird, um den genauen Zählerstand zu ermitteln. Die
Information über die Ursachen, die der nicht exakten Bestandsführung zu Grunde liegen,
müssen zusammen getragen werden. Dies ist jedoch ein sehr kosten- und zeitintensiver
Vorgang.
[0007] Um die Handhabung der Kassetten für die Geldautomaten zu vereinfachen, werden heute
vielfach doppelte Kassettensätze für einen Geldautomaten eingesetzt, wobei ein Kassettensatz
sich im Einsatz im Geldautomaten befindet und der andere Kassettensatz sich im Cash-Service-Center
oder auf dem Transport befindet. Dies ist jedoch logistisch sehr aufwendig und kostenintensiv.
[0008] Weiterhin ist die Rückverfolgung bei eingegebenen Falschgeldnoten in eine Geldannahmekassette
sehr aufwendig, falls diese nicht bereits von dem Echtgeldsensor erkannt worden sind.
Wird im Cash-Center festgestellt, dass es sich bei einer der eingegebenen Banknoten
um eine Falschnote handelt, so ist es erforderlich, das Transaktionsprotokoll am Geldautomaten,
aus dem die Kassette stammt, einzusehen, um mit den mitgelieferten Fälschungsmerkmalen
des Geldscheins und der Seriennummer die vermerkte Transaktion ausfindig zu machen.
Dies ,ist jedoch gleichfalls ein sehr aufwendiger und zeitintensiver Prozess.
[0009] Insgesamt ist somit das bisherige System zur Handhabung von Bargeldlogistikprozessen
sehr aufwendig und auch fehleranfällig.
Darstellung der Erfindung
[0010] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein System anzugeben, mit dem ein
vereinfachter Bargeldlogistikprozess und damit eine transparente Geldver- und -entsorgung
von Geldautomaten ermöglicht wird und das weniger kosten- und zeitintensiv ist.
[0011] Diese Aufgabe wird durch ein System zur Handhabung von Bargeldlogistikprozessen für
die Geldver- und -entsorgung eines Verbunds von Geldautomaten, wie Geldeingabe- und
Geldausgabeautomaten, Kiosksystemen und Kassenstationen, mit Kassetten für die Aufnahme
und die Entnahme von Geldnoten, einem Cash-Service-Center bzw. Befüllstation, sowie
Transportmitteln zum Transport von Kassetten von und zu den Geldautomaten mit den
Merkmalen des Anspruchs 1 ermöglicht.
[0012] Die Kassetten sind mit einer Speichereinrichtung versehen, wobei in der Speichereinrichtung
die Identifikationsnummer der Kassette, alle Daten, die mit dem Bestand an Geldnoten
in der Kassette verbunden sind, die Protokollführung über die durchgeführten Transaktionen
sowie aufgetretenen Mehrfachabzüge, Staus und Servicetechnikereinsätze, die Daten
zur Rückverfolgung (z.B. die Seriennummer der Note) fälschungsverdächtiger und gefälschter
Noten bei einer Geldannahmekassette, die Art der Denomination, die Identifikationsnummer
des Ursprungs- bzw. des Zielgeldautomaten hinterlegt sein können.
[0013] Die Geldautomaten, die Transportmittel sowie das Cash-Service-Center bzw. die Befüllstationen
sind jeweils mit einer Lese- und Schreibeinrichtung für die Speichereinrichtung der
Kassetten versehen, so dass die in der Speichereinrichtung gespeicherten Informationen
an allen Stationen eines Kassettenaufenthalts ausgelesen bzw. neu eingeschrieben werden
können.
[0014] Durch den Einsatz von Kassetten mit einer Speichereinrichtung, die an allen Stationen
des Geldlogistikprozesses auslesbar und/oder beschreibbar sind, ist ein transparenter
Bargeldlogistikprozess ermöglicht. Es ist an jeder Station bekannt, wieviel Geld in
der an der jeweiligen Station befindlichen Kassette vorhanden ist, da diese Information
durch die Lesegeräte auslesbar sind. Insbesondere ist das standardmäßige Auszählen
von zurücktransportierten Kassetten nicht mehr erforderlich, da der Zählerstand der
Speichereinrichtung entnommen werden kann. Darüber hinaus können Fehler aufgrund von
manuellen Tätigkeiten vermieden werden, da die Daten in einer elektronischen Speichereinrichtung
an der Kassette gespeichert sind und damit beispielsweise das manuelle Anheften von
Zetteln an die Kassetten entfällt. Auch ist das manuelle Eingeben und das Auslesen
der bestandspezifischen Daten der Kassetten am Geldautomaten nicht mehr erforderlich,
da die Daten in der Speichereinrichtung gespeichert sind und diese am Geldautomaten
aus der Speichereinrichtung der Kassette ausgelesen und geschrieben werden können.
[0015] Durch die Identifikationsnummer in der Speichereinrichtung der Kassette ist eine
Eineindeutigkeit der Kassette im gesamten Logistikprozess gegeben. Damit ist das aufwendige
Handling mit zwei Kassettensätzen pro Geldausgabeautomat nicht mehr erforderlich.
Ein Kassetten Plug und Play beim Einsetzen am Geldausgabeautomat ist somit gegeben.
D.h., Kassetten können an beliebige Kassettenplätze eingesetzt werden und Vertauschungen
jeglicher Art können erkannt werden.
[0016] Insgesamt ist somit die Möglichkeit eines vereinfachten und damit kostengünstigen
Bargeldlogistikprozesses ermöglicht.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0017] Weitere Vorteile und Merkmale des erfindungsgemäßen Systems ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung, welche in Verbindung mit der beigefügten Zeichnung die
Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispiels erläutert. Darin zeigt:
[0018] Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Systems zur Handhabung von Bargeldlogistikprozessen;
[0019] Fig. 2 die Darstellung einer Speichereinrichtung für eine Kassette zur Aufnahme und/oder
Entnahme von Geldnoten.
[0020] In Fig. 1 ist ein Verbund von Geldautomaten (g
1,g
2, ... g
n), einem Cash-Center (bzw. Befüllstation) 1 sowie Transportfahrzeugen 2 für die Versorgung
und Entsorgung der Geldautomaten (g
1,g
2, ... g
n) mit Kassetten 3 dargestellt. Bei den Geldautomaten kann es sich um Geldeingabe-
und Geldausgabeautomaten, Kiosksysteme oder Kassenstationen handeln, die wiederum
verschiedenen Banken, Handelshäusern oder der Post zugeordnet sind. Die Kassette 3
ist mit einer Speichereinrichtung 4 zur Speicherung von allen bestandsrelevanten und
logistischen Daten wie z.B. die Identifikationsnummer der Kassette, den Geldbestand
in der Kassette, die Denomination der Geldscheine, den Zeitpunkt des Kassettenwechsels
etc. versehen.
[0021] In Fig. 2 ist eine beispielhafte Speichereinrichtung 4 dargestellt. Bei der Speichereinrichtung
4 kann es sich z.B. um einen Speicherchip oder um einen RFID-Chip 6 handeln, in den
Daten einschreibbar und auslesbar sind. Die Daten können mittels einer Lese- und Schreibeinrichtung
5 gelesen bzw. in die Speichereinrichtung 4 eingeschrieben werden, wobei die Datenübertragung
in Abhängigkeit von der verwendeten Speichereinrichtung 4 entweder kontaktlos oder
mittels eines Steckkontaktes oder auch in der Kombination kontaktlos mit Steckkontakt
erfolgen kann. Somit kann die Daten-übertragungsart entweder innerhalb des gesamten
Logistikprozesses berührungslos wie beispielsweise über eine RFID-Technologie oder
mittels Steckkontakten ausgelegt sein oder auch eine Kombination von berührungloser
Datenübertragung und Steckkontakten ist denkbar, auch in Abhängigkeiten von den jeweiligen
Stationen des Logistikprozesses, so dass an einigen Stationen eine berührungslose
Datenübertragung erfolgt und an anderen Stationen ein Steckkontakt eingesetzt wird.
Voraussetzung ist im letzteren Fall zweckmäßigerweise die Kombination eines RFID-Tags
6 mit der Steckkontaktverbindung der Speichereinrichtung 4, wie dies beispielsweise
in Fig. 2 dargestellt ist.
[0022] Zur Erhöhung der Sicherheit kann noch eine hier nicht näher dargestellte Verschlüsselungseinheit
vorgesehen sein, mit der die gespeicherten und ausgetauschten Daten zwischen der Speichereinrichtung
4 der Kassette 3 und der jeweiligen Lese- und Schreibeinrichtung verschlüsselt werden
können.
[0023] Durch die Speichereinrichtung 4 ist die Kassette 3 eindeutig identifizierbar, da
die sie kennzeichnenden Daten im Speicher enthalten sind. Bei den Daten handelt es
sich um alle bestandsrelevanten und logistischen Daten, die es ermöglichen, den Prozess
der Ent- und Versorgung von Geldkassetten am Geldautomat im Cash Center und in den
Transporteinrichtungen zu automatisieren und wesentlich zu verbessern. Vorzugsweise
handelt es sich hierbei um eine Identifikationsnummer der Kassette, den Geldbestand
in der Kassette, die Art der Denomination der Geldscheine, den Zeitpunkt des Kassettenwechsels,
der Bestand an Geldnoten in der Kassette, die Protokollführung über die durchgeführten
Transaktionen sowie aufgetretenen Mehrfachabzüge, Staus und Servicetechnikereinsätze,
die Daten zur Rückverfolgung fälschungsverdächtiger und gefälschter Noten der eingegebenen
Geldnoten bei einer Geldannahmekassette, die Identifikationsnummer des Ursprungs-
bzw. des Zielgeldautomaten. Wird nun eine Kassette 3 beispielsweise in einen Kassetten-Turm
eines Geldautomaten eingesetzt, so können die Daten aus der Kassette 3 ausgelesen
und zweckmäßigerweise über eine Datenleitung vom Geldautomaten zu einer hier nicht
gezeigten Informations- und Steuereinheit, die mit dem Cash-Center 1 in Verbindung
steht, weitergeleitet werden. Somit ist der Informationseinheit bekannt, welche Kassette
nun in den Geldautomaten eingesetzt worden ist. So kann beispielsweise der Geldbestand
der Kassette entweder der Speichereinrichtung 4 direkt entnommen werden und/oder er
ist unter der Identifikationsnummer der Kassette in der Informationseinheit hinterlegt.
[0024] Werden der Kassette 3 nun Geldscheine entnommen, so wird die Zahl der entnommenen
Geldscheine direkt in die Speichereinrichtung 4 der Kassette 3 eingeschrieben und/oder
die Daten werden in der Informationseinheit unter der Identifikationsnummer der Kassette
3 gespeichert.
[0025] Dies gilt in gleicher Weise für die Eingabe von Geldscheinen in eine Kassette 3 bei
einem Geldannahmevorgang. Hierbei werden die in die Kassette 3 eingegebenen Geldscheine
in der Speichereinrichtung 4 der Kassette 3 und/oder der Informationseinheit hinterlegt,
so dass zu jedem Zeitpunkt der Füllstand der jeweiligen Kassette 3 bekannt ist.
[0026] Des weiteren ist vorgesehen, dass beim Einsetzen der Kassette 3 in einen Geldautomaten
eine Fehlermeldung erfolgt, falls eine vom Typ her unpassende Kassette fälschlicherweise
in den Geldautomaten eingesetzt worden ist, wie beispielsweise eine Kassette mit einer
falschen Denomination. Hierdurch wird die Ausgabe von falschen Denominationen verhindert.
[0027] Durch den Einsatz von intelligenten Kassetten, die mit einer Speichereinrichtung
4 versehen sind, die an allen Stationen eines Bargeldlogistikprozesses auslesbar ist,
ist somit ein transparenter Bargeldhandhabungsprozess ermöglicht. Die Informationen
über den Zählerstand in den Kassetten kann aus der Speichereinrichtung ausgelesen
werden, so dass das automatische Nachzählen des Bargeldbestandes in Kassetten im Cash-Center
nicht mehr erforderlich ist, da außer in Fällen eines Mehrfachabzuges von Noten oder
eines Staus der Zählerstand der Kassette in der Speichereinrichtung hinterlegt ist.
Somit ist nur in den seltenen Fällen bei Unsicherheiten über den Füllstand wie im
Fall von Mehrfachabzügen oder von Stauvorkommnissen das Nachzählen des Kassettenbestandes
erforderlich. Das Auftreten dieser Ereignisse wird jeweils in der Speichereinrichtung
der Ein- und Auszahl-Kassetten protokolliert. Ausserdem werden die Ereignisse in der
Speichereinrichtung der Reject/-Retractkassette vermerkt, mit der Verknüpfung aus
welcher der Ein- und Auszahlkassetten die Noten stammen. Die Informationen von retractetem
Kundengeld wird ebenfalls gespeichert.
[0028] Hierdurch ist eine wesentliche bessere Transparenz für die Nachbearbeitung der Zählerstände
im Cash Center gegeben, was zu einer einfacheren Klärung/Korrektur und kürzeren Bearbeitungszeit
beiträgt. Es werden nur noch die Kassetten mit Mehrfachabzügen gezählt, während die
übrigen Kassetten nicht mehr gezählt werden müssen.
Die Kassetten sind mit einem Display ausgestattet auf dem diese Informationen über
Mehrfachabzüge, Staus etc. sowie über den störungsfreien Verlauf der Geldeingabe bzw.
Geldausgabe angezeigt wird. Dann kann auf das Auslesen der Daten mittels eines Lesegerätes
verzichtet werden. Insgesamt wird der Bargeldlogistikprozess wesentlich vereinfacht,
da das automatische Nachzählen entfällt.
[0029] Des weiteren wird die Sicherheit erhöht, da der Bestand jeder Kassette bekannt ist.
Kommt es während des Transports zu Unregelmäßigkeiten durch eine unberechtigte Geldentnahme,
so wird dies spätestens bei der Ausgabe des Geldes aus den Kassetten bekannt, da die
Anzahl der ausgegebenen Geldscheine registriert und mit der gespeicherten Anzahl der
Geldscheine verglichen werden kann.
[0030] Des weiteren ist die Rückverfolgung bei Falschgeldnoten wesentlich vereinfacht, da
die Daten in der Speichereinrichtung der Kassette gespeichert sind und im Cash-Center
ausgelesen werden können. Hierdurch ist es nicht mehr erforderlich, die Transaktionsdaten
direkt am Geldautomaten einzusehen.
[0031] Weiterhin kann auf einen doppelten Kassettensatz verzichtet werden. Es ist möglich,
einen Pool für jeweils einen Kassettentyp zu wählen, aus dem dann die jeweilige Kassette
passend für einen bestimmten Geldautomaten ausgesucht werden kann. Hierdurch kann
die Anzahl von benötigten Kassetten reduziert werden, da auf einen doppelten Kassettensatz
für alle Geldautomaten verzichtet werden kann.
[0032] Die Kassetten sind mit einem Display ausgestattet, so dass möglich ist, die Logistikprozesse
noch weiter zu vereinfachen, da beispielsweise die Zielgeldautomaten am Display angezeigt
werden können, so dass die Mitarbeiter des Service-Unternehmens die benötigten Kassetten
beispielsweise direkt einem Regalsystem oder einer vergleichbaren Vorrichtung im Transportfahrzeug
entnehmen und dann die passenden Kassetten in den jeweiligen Geldautomaten einbringen
können.
[0033] Des weiteren ist es denkbar, die Kassetten mit einem GPS-Empfänger auszustatten,
so dass die Position der Kassetten ermittelt werden kann.
[0034] Durch die Erfindung ist somit ein geschlossener Informationskreislauf hinsichtlich
der,Geldbestände in den Kassetten geschaffen, der einen transparenten und kostengünstigen
Bargeldlogistikprozess ermöglicht.
1. System zur Handhabung von Bargeldlogistikprozessen für die Geldver- und entsorgung
von Geldautomaten (g1,g2, ... gn), wie Geldeingabe- und Geldausgabeautomaten, Kiosksysteme und Kassenstationen,
mit Kassetten (3) für die Aufnahme und/oder Entnahme von Geldnoten, Transportmitteln
(2) für den Transport der Kassetten (3) von und zu den Geldautomaten (g1,g2,... gn), und einem Cash-Center (1),
wobei die Kassetten (3) mit einer Speichereinrichtung (4) versehen sind, wobei die
Geldautomaten (g1,g2, ... gn), die Transportmittel (2) und das Cash-Center (1) jeweils mit zumindest einer Lese-
und/oder Schreibeinrichtung zum Auslesen bzw. Einschreiben von Daten aus der bzw.
in die Speichereinrichtung (4) ausgestattet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass in der Speichereinrichtung (4) der Kassetten (3) der Bestand an Geldnoten in der
Kassette gespeichert wird,
dass im Falle eines Mehrfachabzugs und eines Staus von Noten diese Ereignisse in der
Speichereinrichtung (4) der Kassetten (3) protokolliert werden, und
dass die Kassette (3) mit einem Display versehen ist, auf dem eine Information über
die aufgetretenen Mehrfachabzüge, Staus sowie über den störungsfreien Verlauf der
Goldeingabe bzw Goldausgabe angezeigt wird.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenübertragung zwischen der Lese-und/oder Schreibeinrichtung und der Speichereinrichtung
(4) berührungslos oder mittels eines Steckkontaktes erfolgt.
3. System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Speichereinrichtung (4) um einen Speicherchip oder einen RFID-Chip
(6) handelt.
4. System nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kassette (3) mit einer Energieversorgung ausgestattet ist.
5. System nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kassette (3) mit einer Verschlüsselungseinheit zur Verschlüsselung der gespeicherten
und/oder gesendeten Daten ausgestattet ist.
6. System nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kassette (3) mit einem GPS-Empfänger ausgestattet ist.
1. System for handling cash logistics processes for supply of cash to and removal of
cash from automated teller machines (g1, g2, ... gn), such as cash deposit and cash withdrawal machines, kiosk systems and cash stations,
comprising cash boxes (3) for receiving and/or removing banknotes, transport means
(2) for transporting the cash boxes (3) from and to the automated teller machines
(g1, g2, ... gn), and to a cash center (1),
wherein the cash boxes (3) are provided with a memory device (4),
wherein the automated teller machines (g1, g2, ... gn), the transport means (2) and the cash center (1) each are provided with at least
one reading and/or writing device for reading out or writing data from or respectively
into the memory device (4),
characterized in that in the memory device (4) of the cash boxes (3) the inventory of banknotes in the
cash box is stored, so that in case multiple banknotes are pulled off or in case of
a banknote jam, these events are recorded in the memory device (4) of the cash boxes
(3), and that the cash box (3) is provided with a display on which information on
the multiple pull-offs occurred, jams as well as on the undisturbed course of cash
deposit or cash withdrawal is displayed.
2. System according to claim 1, characterized in that the data transmission between the reading and/or writing device and the memory device
(4) is carried out in a contactless way or by means of a plug contact.
3. System according to claim 1 or 2, characterized in that the memory device (4) is a memory chip or a RFID-Chip (6).
4. System according to claim 2 or 3, characterized in that the cash box (3) is provided with a power supply.
5. System according one or several of claims 1 to 4, characterized in that the cash box (3) is provided with an encryption unit for encrypting the stored and/or
sent data.
6. System according to one or several of claims 1 to 5, characterized in that the cash box (3) is provided with a GPS receiver.
1. Système de traitement de processus de logistique pour numéraire, destinés à gérer
l'approvisionnement et le retrait de billets dans des distributeurs automatiques de
billets, (gl, g2,...gn), tels que des distributeurs prévus pour l'introduction et
le retrait de billets, des systèmes de kiosques et des stations de caisses, comprenant
des cassettes (3) pour la réception et/ou le retrait de billets de banque, des moyens
de transport (2) destinés au transport des cassettes (3) à partir des distributeurs
(gl, g2,...gn) ou vers ces derniers, et un centre de cash (1), les cassettes (3) étant
munies d'un dispositif à mémoire (4), les distributeurs automatiques de billets (gl,
g2,...gn), les moyens de transport (2) et le centre de cash (1) étant équipés respectivement
d'au moins un appareil de lecture et/ou d'écriture destiné à lire ou à écrire des
données à partir du dispositif à mémoire (4) ou dans celui-ci, caractérisé en ce que le stock en billets de banque dans la cassette est enregistré dans le dispositif
à mémoire (4) des cassettes (3), en ce que, dans le cas d'un retrait multiple et d'un bouchon formé par les billets, ces événements
sont consignés dans le dispositif à mémoire (4) des cassettes (3), et en ce que la cassette (3) est munie d'un écran sur lequel est affichée une information concernant
les retraits multiples ayant eu lieu, les bouchons formés par les billets et concernant
le déroulement sans encombre de l'introduction ou du retrait de billets.
2. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que le transfert de données entre le dispositif de lecture et/ou d'écriture et le dispositif
à mémoire (4) s'effectue sans contact ou au moyen d'un contact à fiche.
3. Système selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif à mémoire (4) est une puce mémoire ou une puce RFID (6).
4. Système selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que la cassette (3) est équipée d'une alimentation en énergie.
5. Système selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la cassette (3) est équipée d'une unité de cryptage destinée à crypter les données
enregistrées et/ou émises.
6. Système selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la cassette (3) est équipée d'un récepteur GPS.