| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 117 281 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
18.08.2010 Patentblatt 2010/33 |
| (22) |
Anmeldetag: 05.05.2009 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Kochfeld mit einer Kochfeldplatte sowie Verfahren zur Steuerung eines Kochprozesses
Hotplate with a hotplate field and method for controlling a cooking process
Champ de cuisson doté d'une plaque de cuisson et procédé de commande d'un processus
de cuisson
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
06.05.2008 DE 102008022387
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
11.11.2009 Patentblatt 2009/46 |
| (73) |
Patentinhaber: Miele & Cie. KG |
|
33332 Gütersloh (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Beier, Dominic
33332 Gütersloh (DE)
- Ellerkamp, Lars
33824 Werther (DE)
- Ernst, Holger, Dr.
33613 Bielefeld (DE)
- Femmer, Uwe
33330 Gütersloh (DE)
- Heitmann, Sonja, Dr.
33335 Gütersloh (DE)
- Kienitz, Ulrich, Dr.
10407 Berlin (DE)
- Krümpelmann, Thomas, Dr.
33332 Gütersloh (DE)
- Sandring, Holger, Dr.
13127 Berlin (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 006 756 WO-A-2007/097295 US-A- 4 110 588
|
EP-A- 1 562 405 GB-A- 2 069 299 US-A1- 2006 081 607
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Kochfeld mit einer Kochfeldplatte insbesondere aus Glaskeramik
mit mindestens einer Kochzone für ein darauf abzustellendes Kochgeschirr, einer elektrischen
Steuerung zur Steuerung der Leistung einer unterhalb der Kochzone angeordnete Heizeinrichtung,
wobei im Zentrum der Kochzone unterhalb der Kochfeldplatte eine Wärmesensoreinheit
angeordnet ist sowie ein Verfahren zur Steuerung eines Kochprozesses auf einem derartigen
Kochfeld.
[0002] Ein derartiges Kochfeld sowie Verfahren zur Steuerung eines Kochprozesses ist aus
der
DE 10 2004 002 058 B3 bekannt. Das dort beschriebene Verfahren ist für Kochfelder mit Strahlungsheizkörpern
geeignet und basiert auf der exakten Messung der Wärmestrahlung des Kochgeschirrbodens
und der Glaskeramikscheibe. Über die Verrechnung der Signale wird die Temperatur am
Boden des Kochgeschirrs ermittelt. Zur Durchführung des Verfahrens ist die Auswertung
der Ausgangssignale von mindestens zwei Wärmesensoreinheiten sowie der Vergleich mit
vorher festgelegten abgespeicherten Referenzwerten erforderlich, um dann in Abhängigkeit
der Ausgangssignale die Heizleistung der Heizeinrichtung zu steuern. Bei Kochfeldem
ist außerdem der Einfluss des Emissionsgrades des Kochgeschirrbodens sowie der Verschmutzungsgrad
der Glaskeramikscheibe auf das Messergebnis bei der Erfassung der Topfbodentemperatur
zu berücksichtigen. Um diesen Einfluss berücksichtigen zu können und ein Verfahren
zur optimalen Steuerung des Kochprozesses zu gestalten, sind mehrere aufwändige Sensoranordnungen
erforderlich.
[0003] Der Erfindung stellt sich somit das Problem eine vom Einfluss des Emissionskoeffizienten
des Kochgeschirrbodens bzw. der Verschmutzung der Glaskeramikscheibe unabhängige und
einfach gestaltete Anordnung zur Erfassung der Temperatur des Kochgeschirrbodens sowie
ein Verfahren zur Steuerung eines optimalen Kochprozesses mit Hitfe einer vereinfachten
Sensoranordnung zu gestalten.
[0004] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch ein Kochfeld mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 sowie ein Verfahren zur Steuerung eines Kochprozesses mit den Merkmalen des Anspruchs
3 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus dem nachfolgenden Unteranspruch.
[0005] Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass auf
ein Verhältnispyrometer sowie eine Lampe zur Reflexionsmessung sowie die dazu erforderlichen
Verfahrensschritte zur Auswertung der Werte verzichtet werden kann.
[0006] Mit dem beschriebenen Verfahren wird der Einfluss des Emissionskoeffizienten des
Topfbodens sowie der Einfluss des Verschmutzungsgrades der Glaskeramikscheibe eliminiert.
In einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Erfindung ist eine Wärmesensoreinheit
mit nur einem Thermopile ausreichend, um die Temperatur des Bodens am Kochgeschirr
zu erfassen.
[0007] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kochfelds in der Seitenansicht im
Schnitt.
[0008] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kochfelds. Das Kochfeld
weist eine als Glaskeramikplatte ausgebildete Kochfeldplatte 1 auf, die wenigstens
eine Kochzone 2 für ein darauf abzustellendes Kochgeschirr 3 aufweist. Das Kochgeschirr
3 ist mittels einer in der Einbaulage des Kochfeldes unterhalb der Kochfeldplatte
1 angeordneten und als Induktionsheizung ausgebildeten Heizeinrichtung 4 beheizbar.
In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel handelt es sich um ein Kochfeld mit mehreren
Kochzonen, von denen lediglich eine einzige Kochzone 2 dargestellt und erläutert ist.
Unterhalb der Kochfeldplatte 1 ist im Zentrum der Kochzone 2 eine Wärmesensoreinheit
5, vorzugsweise mindestens ein Thermopile, zur berührungslosen Temperaturmessung der
Temperatur am Boden 6 des Kochgeschirrs 3 angeordnet. Die Leistung der Heizeinrichtung
4 wird in Abhängigkeit der Ausgangssignale der Wärmesensoreinheit 5 mittels der elektrischen
Steuerung gesteuert oder geregelt. Die Wärmesensoreinheit 5 ist in einer Aufnahme
7 angeordnet, welche in wärmeleitenden Kontakt mit der Unterseite der Kochfeldplatte
1 steht. Die Aufnahme 7 ist topfartig und in Richtung der Unterseite der Kochfeldplatte
1 offen ausgebildet, so dass die vom Boden 6 des Kochgeschirrs 3 ausgehende Wärmestrahlung
erfassbar ist. Die Aufnahme 7 ist mit einer integrierten Heizung 8 ausgebildet. Die
Aufnahme 7 bildet mit der Heizung 8 einen Heizblock, der zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens zur Erkennung der Temperatur am Boden 6 des Kochgeschirrs 3 und der davon
abhängigen Steuerung der Leistung der Induktionsheizung (Heizeinrichtung 4) auf eine
definierte Temperatur aufgeheizt wird. Für eine verbesserte Montage kann die Aufnahme
7 mehrteilig ausgebildet sein.
[0009] Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Heizblock auf eine Solltemperatur
von z. B. 100°C aufgeheizt. Die Kontrolle der Heizblocktemperatur erfolgt entweder
über einen im Thermopile integrierten Temperaturfühler oder einen separaten Temperaturfühler
im Heizblock. Durch die sehr gut wärmeleitenden Kontaktierung der Aufnahme 7 mit der
Kochfeldplatte 1 wird auch die Glaskeramikscheibe im Bereich der Kochzone 2 mitbeheizt.
Der Thermopile (Wärmesensoreinheit 5) ist mit einem Filter ausgestattet, das sich
mit dem Transmissionswellenlängenbereich der Glaskeramikscheibe deckt bzw. überschneidet.
Auf diese Weise kann die Wärmestrahlung des Bodens 6 des Kochgeschirrs 3 den Thermopile
erreichen. Optional kann in der Aufnahme 7 auch ein zweiter Thermopile integriert
sein, welches mit einem Filter ausgestattet ist, das sich mit dem nicht-transmittierenden
Wellenlängenbereich der Glaskeramikscheibe deckt. Auf diese Weise misst dieser Thermopile
nur die Temperatur auf der Unterseite der Glaskeramikscheibe.
[0010] Wenn der Heizblock die definierte Temperatur erreicht hat, wird die Induktionsbeheizung
eingeschaltet und somit direkt die Unterseite des Bodens 6 des Kochgeschirrs 3 erwärmt.
Auch der Boden 6 heizt die Glaskeramikscheibe im Bereich der Kochzone 2 auf der das
Kochgeschirr 3 steht mit auf. Die Leistung der Induktionsheizung wird in Abhängigkeit
des Ausgangssignals der Wärmesensoreinheit 5 (Thermopile) geregelt. Für den Fall,
dass die Temperatur des Heizblockes identisch ist mit der des Thermopiles sowie der
der Glaskeramikscheibe und des Bodens 6 des Kochgeschirrs 3, ist das Ausgangssignal
des Thermopiles gleich Null. Hier wird die Tatsache genutzt, dass ein Thermopile prinzipiell
eine Differenzmessung zwischen Eigentemperatur und der Temperatur der Empfangsfläche
durch Wärmestrahlung durchführt. Auf diese Weise kann die Temperatur des Bodens 6
sehr genau über die Temperatur des Heizblockes bzw. die Eigentemperatur des Thermopiles
geregelt werden. Voraussetzung ist, dass alle Elemente dieses Systems (Thermopile,
Heizblock, Boden am Kochgeschirr und Glaskeramikscheibe) exakt auf der gleichen Temperatur
sind.
1. Kochfeld mit einer Kochfeldplatte (1) insbesondere aus Glaskeramik mit mindestens
einer Kochzone (2) für ein darauf abzustellendes Kochgeschirr (3), einer elektrischen
Steuerung zur Steuerung der Leistung einer unterhalb der Kochzone (2) angeordneten
Heizeinrichtung (4), wobei im Zentrum der Kochzone (2) unterhalb der Kochfeldplatte
(1) eine Wärmesensoreinheit (5) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wärmesensoreinheit (5) in einer topfartig und in Richtung der Unterseite der
Kochfeldplatte (1) offen ausgebildeten Aufnahme angeordnet ist, welche in wärmeleitenden
Kontakt mit der Unterseite der Kochfeldplatte (1) steht und über eine integrierte
Heizeinrichtung (8) beheizbar ausgebildet ist.
2. Kochfeld mit einer Kochfeldplatte (1) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahme mehrteilig ausgebildet ist.
3. Verfahren zur Steuerung eines Kochprozesses bei einem Kochfeld mit einer Kochfeldplatte
(1) insbesondere aus Glaskeramik mit mindestens einer Kochzone (2) für ein darauf
abzustellendes Kochgeschirr (3), welches über die unterhalb der Kochzone (2) angeordnete
Heizeinrichtung (4) beheizbar ist, mit einer elektrischen Steuerung zur Steuerung
der Leistung der Heizeinrichtung (4) und mit einer unterhalb der Kochzone (2) angeordneten
Wärmesensoreinheit (5), über die der vom Kochgeschirr (3) nach unten ausgehende Wärmestrom
detektiert wird, wobei die Leistung der Heizeinrichtung (4) in Abhängigkeit der Ausgangssignale
der Wärmesensoreinheit (5) mittels der elektrischen Steuerung gesteuert oder geregelt
wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wärmesensoreinheit (5) sowie eine mit der Unterseite der Kochzone (2) in wärmeleitenden
Kontakt stehende Aufnahme mit integrierter Heizeinrichtung (8) für die Wärmesensoreinheit
(5) in einem ersten Abschnitt des Verfahrens auf eine definierte Solltemperatur aufgeheizt
werden und dass nach Erreichen dieser Solltemperatur die als Induktionsheizung ausgebildete
Heizeinrichtung (4) zur Beheizung des Kochgeschirrs (3) eingeschaltet wird und das
die Temperatur am Boden des Kochgeschirrs (3) im Wesentlichen der Solltemperatur entspricht,
wenn das Ausgangssignal der Wärmesensoreinheit (5) gleich Null ist.
1. Hob comprising a hob plate (1), in particular made of glass-ceramic material, comprising
at least one cooking zone (2) for a kitchen utensil (3) to be placed thereon, an electric
control means for controlling the power of a heating device (4) arranged beneath the
cooking zone (2), a heat sensor unit (5) being arranged in the centre of the cooking
zone (2) beneath the hob plate (1),
characterised in that
the heat sensor unit (5) is arranged in a cup-like recess which is formed so as to
be open in the direction of the underside of the hob plate (1), is in heat-conducting
contact with the underside of the hob plate (1) and can be heated by an integrated
heating device (8).
2. Hob comprising a hob plate (1) according to claim 2,
characterised in that
the recess is formed with plurality of parts.
3. Method of controlling a cooking process on a hob comprising a hob plate (1), in particular
made of glass-ceramic material, comprising at least one cooking zone (2) for a kitchen
utensil (3) to be placed thereon, it being possible to heat said kitchen utensil by
means of a heating device (4) arranged beneath the cooking zone (2), and comprising
an electric control means for controlling the power of the heating device (4) and
a heat sensor unit (5) which is arranged beneath the cooking zone (2) and which detects
the heat flowing downwards from the kitchen utensil (3), the power of the heating
device (4) being controlled or regulated by the electric control means as a function
of the output signals from the heat sensor unit (5),
characterised in that
the heat sensor unit (5) and a recess for the heat sensor unit (5), this recess being
in heat-conducting contact with the underside of the cooking zone (2) and having an
integrated heating device (8), are heated to a defined desired temperature in a first
part of the method, and in that, after this desired temperature has been reached, the heating device (4) in the form
of an induction heater for heating the kitchen utensil (3) is switched on, and in that the temperature at the base of the kitchen utensil (3) substantially corresponds
to the desired temperature when the output signal of the heat sensor unit (5) is zero.
1. Table de cuisson avec une plaque de table de cuisson (1), en particulier en vitrocéramique,
avec au moins une zone de cuisson (2) pour une vaisselle de cuisson (3) à poser dessus,
une commande électrique pour la commande de la puissance d'un équipement de chauffe
(4) disposé au-dessous de la zone de cuisson (2), une unité de détection thermique
(5) étant disposée au centre de la zone de cuisson (2) au-dessous de la plaque de
table de cuisson (1),
caractérisée en ce que
l'unité de détection thermique (5) est disposée dans un logement constitué en forme
de pot et de façon ouverte en direction du côté inférieur de la plaque de table de
cuisson (1), logement qui est en contact conducteur de la chaleur avec le côté inférieur
de la plaque de table de cuisson (1) et peut être chauffé par le biais d'un équipement
de chauffe (8) intégré.
2. Table de cuisson avec une plaque de table de cuisson (1) selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
le logement est constitué en plusieurs parties.
3. Procédé de commande d'un processus de cuisson pour une table de cuisson avec une plaque
de table de cuisson (1), en particulier en vitrocéramique, avec au moins une zone
de cuisson (2) pour une vaisselle de cuisson (3) à poser dessus, vaisselle de cuisson
qui peut être chauffée par le biais de l'équipement de chauffe disposé au-dessous
de la zone de cuisson (2), avec une commande électrique pour la commande de la puissance
de l'équipement de chauffe (4), et avec une unité de détection thermique (5) disposée
au-dessous de la zone de cuisson (2) et par le biais de laquelle le flux thermique
sortant de la vaisselle de cuisson (3) vers le bas est détecté, la puissance de l'équipement
de chauffe (4) étant commandée ou réglée en fonction des signaux de sortie de l'unité
de détection thermique (5) au moyen de la commande électrique,
caractérisé en ce que
l'unité de détection thermique (5) ainsi qu'un logement pour l'unité de détection
thermique (5), logement qui est en contact conducteur de la chaleur avec le côté inférieur
de la zone de cuisson (2) et qui comprend un équipement de chauffe (8) intégré, sont
chauffés dans une première étape du procédé à une température de consigne définie,
et en ce que, une fois cette température de consigne atteinte, l'équipement de chauffe (4) constitué
sous forme de chauffage par induction est mis en circuit pour chauffer la vaisselle
de cuisson (3), et en ce que la température au fond de la vaisselle de cuisson (3) correspond essentiellement
à la température de consigne lorsque le signal de sortie de l'unité de détection thermique
(5) est égal à zéro.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente