| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 117 381 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
08.07.2015 Patentblatt 2015/28 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.12.2007 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/AT2007/000563 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2008/098267 (21.08.2008 Gazette 2008/34) |
|
| (54) |
AUSSTOßER EINES BEWEGBAREN MÖBELTEILS
EJECTOR OF A MOVABLE FURNITURE PART
ÉJECTEUR D'UN ÉLÉMENT DE MEUBLE MOBILE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
15.02.2007 AT 2392007 13.04.2007 AT 5732007
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
18.11.2009 Patentblatt 2009/47 |
| (73) |
Patentinhaber: Julius Blum GmbH |
|
6973 Höchst (AT) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- BRÜSTLE, Klaus
6973 Höchst (AT)
|
| (74) |
Vertreter: Hofinger, Stephan et al |
|
Torggler & Hofinger
Patentanwälte
Wilhelm-Greil-Strasse 16 6020 Innsbruck 6020 Innsbruck (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-2004/100718 WO-A-2006/113947
|
WO-A-2006/029894 US-A- 3 862 788
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ausstoßen eines bewegbaren
Möbelteils aus einer geschlossenen Endlage in oder an einem Möbelkorpus, mit einem
Ausstoßer, der einen motorisch angetriebenen Ausstoßhebel aufweist. Eine derartige
[0003] Derartige Vorrichtungen bestanden bisher im Wesentlichen nur aus einem Ausstoßer,
dessen motorisch angetriebener Ausstoßhebel in der geschlossenen Endlage des bewegbaren
Möbelteils lose an diesem anliegt. Damit sind derartige Vorrichtungen nur beschränkt
in Verbindung mit bewegbaren Möbelteilen anwendbar, welche derart in oder am Möbelkorpus
gelagert sind, dass das bewegbare Möbelteil nur in einem sehr geringen Ausmaß oder
gar nicht in den Möbelkorpus hineinragt. Beispiele für derartige Möbelteile sind Möbeltüren
und Möbelklappen sowie Schubladen, deren Tiefe wesentlich kleiner ist als die Tiefe
des Möbelkorpus.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine gattungsgemäße Vorrichtung derart weiterzuentwickeln,
dass sich ihr Anwendungsbereich vergrößert.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit dem Merkmal des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Durch das Vorsehen einer mit dem Ausstoßhebel zusammenwirkenden Kraftübertragungseinrichtung
kann die vom Ausstoßhebel während des Ausstoßvorganges ausgeübte Kraft über den Abstand
zwischen dem bewegbaren Möbelteil und dem Ausstoßhebel hinweg auf das bewegbare Möbelteil
übertragen werden. Eine Vorrichtung nach Anspruch 1 eignet sich somit auch zum Ausstoßen
von Möbeltüren und Möbelklappen sowie Schubladen, deren Tiefe wesentlich geringer
ist als die Tiefe des Möbelkorpus.
[0007] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Vorrichtung nur ein Ausstoßen des bewegbaren
Möbelteils aus der geschlossenen Endlage bewirken soll. Daher ist die Kraftübertragungseinrichtung
derart ausgebildet, dass nur die vom Ausstoßhebel in Ausstoßrichtung (im Montagezustand
der Vorrichtung vom Möbelkorpus weg) ausgeübte Kraft auf das bewegbare Möbelteil übertragbar
ist.
[0008] Diese Maßnahme lässt sich dadurch erreichen, dass die Kraftübertragungseinrichtung
einen Anschlag aufweist, an welchem der Ausstoßhebel in der geschlossenen Endlage
des bewegbaren Möbelteils lose anliegt.
[0009] Zusätzlich kann vorgesehen sein, dass die Kraftübertragungseinrichtung einen Stößel
aufweist, der in der geschlossenen Endlage des bewegbaren Möbelteils lose am bewegbaren
Möbelteil anliegt.
[0010] In diesem Zusammenhang sind Maßnahmen zu treffen, um den Stößel nach Beendigung des
Ausstoßvorganges wieder zurückzubewegen. Dies kann dadurch erreicht werden, dass der
Stößel durch einen Kraftspeicher, vorzugsweise Feder, in Richtung des Ausstoßhebels
(also im Montagezustand der Vorrichtung in den Möbelkorpus hinein) vorgespannt ist.
[0011] Um eine sichere Führung des Stößels zu gewährleisten kann vorgesehen sein, dass die
Kraftübertragungseinrichtung ein Gehäuse aufweist, in welchem der Stößel in einem
Kanal geführt ist.
[0012] Eine besonders einfache Bauweise ergibt sich, wenn vorgesehen ist, dass der Anschlag
am Stößel befestigt oder ausgebildet ist und vorzugsweise im Wesentlichen rechtwinklig
vom Stößel absteht.
[0013] Soll die Kraftübertragung vom Ausstoßhebel auf das bewegbare Möbelteil nicht nur
entlang einer Geraden erfolgen, ist es vorteilhaft, wenn vorgesehen ist, dass der
Stößel derart flexibel ausgebildet ist, dass er in einem gekrümmten Gehäuse geführt
werden kann.
[0014] Vorzugsweise ist der Ausstoßhebel des Ausstoßers begrenzt schwenkbar ausgebildet
und bewegt sich während des Ausstoßvorganges von der einen Endstellung der Schwenkbewegung
zur anderen Endstellung der Schwenkbewegung. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist
vor allem dann von großer Bedeutung, wenn der Ausstoßer derart im Möbelkorpus angeordnet
ist, dass der Ausstoßhebel während der gesamten Schwenkbewegung vom bewegbaren Möbelteil
beabstandet bleibt. Die Erfindung ist allerdings auch bei Ausführungen anwendbar,
bei denen der Ausstoßer derart im Möbelkorpus angeordnet ist, dass er nach Zurücklegen
einer Teilstrecke der gesamten Strecke am bewegbaren Möbelteil zur Anlage kommen würde.
In diesem Fall kann durch die Kraftübertragungseinrichtung bewirkt werden, dass die
gesamte Schwenkbewegung des Ausstoßhebels zum Ausstoßen des bewegbaren Möbelteils
genutzt wird.
[0015] Je nach Masse des bewegbaren Möbelteils und je nach Größe der Ausstoßkraft kann es
vorkommen, dass sich das bewegbare Möbelteil nach Beendigung des Ausstoßvorganges
immer noch im Wirkungsbereich einer Einzugsautomatik (zum Beispiel mit Selbstschließfunktion)
befindet. In diesem Fall ist eine gewisse Haltezeit vorzusehen, während der ein Benutzer
in den entstandenen Spalt zwischen Möbelkorpus und dem bewegbaren Möbelteil eingreifen
und das bewegbare Möbelteil händisch öffnen kann. Erst nach Ablauf der Wartezeit bewegen
sich der Ausstoßhebel und die Kraftübertragungseinrichtung in ihre Ausgangsstellung
zurück.
[0016] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist ein vorzugsweise verstellbarer
Tiefenanschlag für die Kraftübertragungseinrichtung vorgesehen. Über einen derartigen
Tiefenanschlag können Toleranzen beim Einbau und in der Fertigung ausgeglichen werden.
Außerdem wird sichergestellt, dass im Falle einer Touch-Latch-Funktionalität stets
ein ausreichender Auslöseweg für den motorisch angetriebenen Ausstoßhebel zur Verfügung
steht und dass die Frontblenden des Möbels gleichmäßig schließen.
[0017] Bei der Touch-Latch-Funktionalität ist vorgesehen, dass ein Hineindrücken des bewegbaren
Möbelteils durch den Benutzer in dessen geschlossener Endlage im bzw. am Möbelkorpus
durch eine Steuer- bzw. Regeleinrichtung des Ausstoßers erfasst wird. Das Eindrücken
kann sich über die Kraftübertragungsvorrichtung auf den Ausstoßhebel übertragen und
durch eine die Lage des Ausstoßhebels überwachende Messeinrichtung (zum Beispiel Drehpotentiometer)
detektiert werden. Ein Ausstoßer mit einer derartigen Funktionalität ist beispielsweise
im österreichischen Patent
AT 413 472 B offenbart (siehe insbesondere Seite 4, Absätze 3 bis 7; Seite 7, Absätze 4 und 5;
Seite 8, Absatz 6 sowie die darin bezeichneten Figuren), sodass eine nähere Beschreibung
an dieser Stelle entfallen kann.
[0018] In seiner einfachsten Form umfasst der Tiefenanschlag einen Federpuffer. Zur Realisierung
der Verstellbarkeit kann vorgesehen sein, dass die Kraftübertragungseinrichtung mit
dem Federpuffer über ein verstellbares Anschlagselement, vorzugsweise einer Madenschraube,
zusammenwirkt.
[0019] Schutz wird auch begehrt für ein Möbel mit einem Möbelkorpus und einem im oder am
Möbelkorpus bewegbar gelagerten Möbelteil, insbesondere Möbelklappe oder Möbeltüre,
mit einer Vorrichtung nach einem der vorgehend beschriebenen Ausführungsbeispielen.
[0020] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist dabei vorgesehen, dass zumindest eine Seitenwand
des Möbelkorpus wenigstens abschnittweise als Wabenplatte ausgebildet ist und dass
die Kraftübertragungseinrichtung zumindest teilweise in der Wabenplatte angeordnet
ist. In diesem Fall kann der Stößel der Kraftübertragungsvorrichtung die Wabenplatte
ohne zusätzliche Führung durchsetzen. Eine gewisse Führungswirkung ergibt sich ohnehin
durch die im vorderen Bereich der Wabenplatte angeordnete Bohrung, aus welcher der
Stößel aus der Seitenwand heraustreten kann.
[0021] Ebenso wird Schutz begehrt für eine Kraftübertragungsvorrichtung geeignet für eine
Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ausführungsbeispiele, welche einen Anschlag
sowie einen mit dem Anschlag verbundenen und in einem Gehäuse geführten Stößel aufweist.
[0022] Vorzugsweise ist dabei vorgesehen, dass der Stößel gegen die Kraftausübung eines
Kraftspeichers, vorzugsweise Feder, teilweise aus dem Gehäuse heraus bewegbar ist.
[0023] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich anhand der Figuren sowie
der dazugehörigen Figurenbeschreibung. Dabei zeigen:
- Fig. 1a, 1b
- eine perspektivische Ansicht sowie eine Detailansicht einer Kraftübertragungseinrichtung,
- Fig. 2a, 2b
- eine perspektivische Teilansicht eines Möbelkorpus mit montierter erfindungsgemäßer
Vorrichtung in zwei verschiedenen Betriebsstellungen,
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht des Möbels zu den Figuren 2a, 2b,
- Fig. 4
- eine Rückansicht des in Fig. 3 dargestellten Möbels,
- Fig. 5a, 5b
- perspektivische Ansichten eines Ausstoßers vor und nach der Montage an einem Träger,
- Fig. 6a bis 6c
- eine perspektivische Ansicht eines Möbels, eine Ansicht von oben mit teilweise herausgebrochenem
Möbelkorpus sowie eine Detailansicht dazu, wobei das Möbel eine erfindungsgemäße Vorrichtung
aufweist,
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht eines weiteren Möbels mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Fig. 8
- eine Rückansicht des in Fig. 7 dargestellten Möbels,
- Fig. 9
- eine Schnittdarstellung zu den Fig. 7 und 8,
- Fig. 10a bis 10e
- einen beispielhaften Betriebsablauf, bei dem in den Fig. 7 bis 9 dargestellten Möbel,
- Fig. 11a, 11b
- eine perspektivische Teilansicht eines Möbelkorpus mit montierter erfindungsgemäßer
Vorrichtung,
- Fig. 12a bis 12e
- eine perspektivische Teilansicht eines Möbelkorpus mit montierter erfindungsgemäßer
Vorrichtung gemäß einer weiteren Ausführungsform und
- Fig. 13a bis 13d
- ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung in verschiedenen
Ansichten.
[0024] In Fig. 1a ist der Aufbau eines Ausführungsbeispieles einer Kraftübertragungseinrichtung
dargestellt. Erkennbar ist ein Gehäuse 7, in welchem ein Stößel 5 in einem Kanal 19
geführt ist. Der Stößel 5 ist teilweise aus dem Gehäuse 7 herausbewegbar und ist in
diesem Ausführungsbeispiel einstückig mit einem Anschlag 4 verbunden. Das Gehäuse
7 setzt sich, wie insbesondere in Fig. 1 b erkennbar ist, aus einer Grundplatte 7'
und einem Deckel 7" zusammen. Der Deckel 7" weist einen Schlitz 12 auf, welcher das
Verfahren des am Stößel 5 angeordneten Anschlages 4 gestattet. Der Stößel 5 und damit
der Anschlag 4 sind durch einen Kraftspeicher 6 (hier Schraubenfeder) derart kraftbeaufschlagt,
dass der Kraftspeicher 6 versucht, den Stößel 5 in das Gehäuse 7 zurückzubewegen.
Der Kraftspeicher 6 ist einerseits an einem Lagerelement 13 gelagert und andererseits
mit dem Stößel 5 verbunden. Der Stößel 5 weist dabei an seinem rückwärtigen Ende eine
Ausnehmung 14 zur Aufnahme eines Endes des Kraftspeichers 6 auf.
[0025] Fig. 2a zeigt den Möbelkorpus 8 eines Möbels bei entferntem bewegbaren Möbelteil
9. Erkennbar ist die Anordnung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 an einer Rückenwand
15 im Möbelkorpus 8. Im in Fig. 2a dargestellten Zustand würde sich das bewegbare
Möbelteil 9 (dargestellt sind nur die Scharniere 17) in seiner geschlossenen Endlage
am Möbelkorpus 8 befinden. Wie erkennbar ist, befindet sich der Stößel 5 vollständig
im Gehäuse 7 und der Anschlag 4 befindet sich in seiner rückwärtigen Stellung, in
welcher er am Ausstoßhebel 3 eines Ausstoßers 2 anliegt.
[0026] Fig. 2b zeigt die Situation bei ausgestoßenem (in Fig. 2b nicht dargestellten) bewegbaren
Möbelteil 9. Der Stößel 5 hat sich maximal aus dem Gehäuse 7 herausbewegt, was durch
das Zusammenwirken des Ausstoßhebels 3 mit dem Anschlag 4 bewirkt wurde. Wie aus den
Fig. 2a und 2b in Zusammenschau erkennbar ist, ist der Ausstoßhebel 3 begrenzt schwenkbar
gelagert, wobei die Ausstoßbewegung von der in Fig. 2a dargestellten Schwenklage zu
der in Fig. 2b dargestellten Schwenklage erfolgt.
[0027] Fig. 3 zeigt eine Ansicht des Möbels mit Möbelkorpus 8 und nunmehr dargestelltem
bewegbaren Möbelteil 9 (hier ist das bewegbare Möbelteil 9 als Möbeltüre ausgebildet).
Erkennbar ist insbesondere auch die Anordnung der Trennwand 11 im Möbelkorpus 8, welche
als Sichtblende zum Verdecken des dahinter angeordneten Ausstoßers 2 dient. Diese
Trennwand 11 wurde in den Fig. 2a und 2b nicht dargestellt.
[0028] Fig. 4 zeigt die Rückansicht zu Fig. 3, wobei die Anordnung des Ausstoßers 2 hinter
der Trennwand 11 bei entfernter Rückwand 15 erkennbar ist. Die Trennwand 11 weist
natürlich eine Ausnehmung auf, durch welche das Gehäuse 7 hindurchtreten kann.
[0029] Die Fig. 5a und 5b zeigen die Befestigungsart des Ausstoßers 2 an einem Träger 10,
welcher seitlich eine Aufnahme 16 für die Kraftübertragungseinrichtung aufweist.
[0030] Fig. 6a zeigt das Möbel bei vollständig aufgestoßenem bewegbarem Möbelteil 9. Das
bewegbare Möbelteil 9 wurde dabei um ca. 10° geöffnet (dies entspricht einer Öffnung
über den Selbstschließbereich der Scharniere 17 hinweg). Nach dem Rückziehen des Stößels
5 in das Gehäuse 7 hinein, würde daher das bewegbare Möbelteil 9 in dieser Stellung
verbleiben, bis es von einem Benutzer entweder geöffnet oder geschlossen wird. In
Fig. 6a ist weiters erkennbar, dass der Möbelkorpus 8 im Bodenbereich mit einem Abdeckboden
18 versehen ist, welcher dazu dient, das Gehäuse 7 der Kraftübertragungseinrichtung
zu verdecken. Dieser Abdeckboden 18 wurde aus Gründen der besseren Erkennbarkeit der
Vorrichtung 1 in den vorigen Figuren nicht dargestellt.
[0031] Fig. 7 zeigt ein weiteres Möbel mit einem Möbelkorpus 8 und einem in diesem Ausführungsbeispiel
als Hochfaltklappe ausgebildeten bewegbaren Möbelteil 9. Das bewegbare Möbelteil 9
wurde dabei in der in Fig. 7 dargestellten Lage bereits von einem Benutzer weiter
vom Möbelkorpus 8 wegbewegt. Der Stößel 5 wurde noch nicht in das Gehäuse 7 zurückbewegt.
In diesem Ausführungsbeispiel stößt die Vorrichtung 1 das bewegbare Möbelteil 9 nicht
über den Selbstschließbereich der Scharniere 17 hinaus. Es ist daher eine gewisse
Wartezeit vorgesehen, bevor der Stößel 5 in das Gehäuse 7 zurückverfahren wird.
[0032] In Fig. 8 ist erkennbar, dass in diesem Ausführungsbeispiel zwei erfindungsgemäße
Vorrichtungen 1 vorgesehen sind, welche beidseitig am Möbelkorpus 8 montiert sind.
[0033] Fig. 9 zeigt eine Situation entsprechend der Fig. 7 und 8. Der Ausstoßhebel 3 des
Ausstoßers 2 ist daher maximal verschwenkt und hat den Anschlag 4 der Kraftübertragungseinrichtung
maximal verschoben. Hierdurch wurde der Stößel 5 maximal aus dem Gehäuse 7 herausbewegt.
Das bewegbare Möbelteil 9 wurde von einem Benutzer weiter geöffnet.
[0034] Die Fig. 10a bis 10e zeigen beispielhaft einen vollständigen Bewegungsablauf an dem
in den Fig. 7 bis 9 dargestellten Möbel. Erkennbar ist insbesondere in Fig. 10b, dass
in diesem Ausführungsbeispiel der Ausstoßhebel 3 des Ausstoßers 2 in der geschlossenen
Endlage des bewegbaren Möbelteils 9 noch nicht am Anschlag 4 der Kraftübertragungseinrichtung
anliegt.
[0035] Die Fig. 10e zeigt das bewegbare Möbelteil 9 in seiner vollständig geöffneten Endlage.
[0036] Fig. 11a zeigt einen als Spülenschrank ausgebildeten Möbelkorpus 8, in welchem zwei
als Schubladen ausgebildete Möbelteile 9 bewegbar gelagert sind. In Bezug auf das
untere bewegbare Möbelteil 9 ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 vorgesehen (siehe
Fig. 11b).
[0037] Aus Fig. 11 b geht hervor, dass die Kraftübertragung vom Ausstoßhebel 3 auf das bewegbare
Möbelteil 9 in diesem Ausführungsbeispiel nicht entlang einer Geraden, sondern mit
einem seitlichen Versatz erfolgt. So kann die Vorrichtung 1 seitlich des Rohres 20
montiert werden und trotzdem zentral die Ausstoßkraft auf das bewegbare Möbelteil
9 aufbringen. Hierfür ist der Stößel 5 (in Fig. 11 a und 11 b nicht erkennbar) derart
flexibel ausgebildet, dass er im teilweise gekrümmt ausgebildeten Gehäuse 7 geführt
werden kann.
[0038] Die Fig. 12a bis 12e zeigen einen Möbelkorpus 8 mit abschnittsweise als Wabenplatten
21 ausgebildeten Seitenwänden (nur eine Seitenwand ist dargestellt). In diesem Ausführungsbeispiel
ist der Ausstoßer 2 sowie ein Großteil der Kraftübertragungseinrichtung hinter einer
Trennwand 11 angeordnet. Der Stößel 5 zur Übertragung der Kraft vom Ausstoßhebel 3
auf das bewegbare Möbelteil 9 ist in diesem Ausführungsbeispiel in einer Ausnehmung
der Seitenwand bzw. in dem als Wabenplatte 21 ausgebildeten Abschnitt in der Seitenwand
selbst angeordnet. Dabei ist es nicht notwendig, den Stößel 5 über seine gesamte Länge
zu führen. Eine Führung ist nur durch das Gehäuse 7 in der Nähe des Ausstoßers 2 selbst
vorgesehen und wird auch durch die im vorderen Bereich der Wabenplatte 21 angeordnete
Bohrung erreicht, durch welche der Stößel 5 aus der Seitenwand heraustritt.
[0039] In Fig. 12e erkennbar und im Detail in den Fig. 13a bis 13 d dargestellt, ist ein
Tiefenanschlag 22 für die Kraftübertragungseinrichtung, welcher in diesem Ausführungsbeispiel
einen Federpuffer 23 (am relativ zum Anschlag 4 stationären Teil des Gehäuses 7 angeordnet)
und ein verstellbares Anschlagselement 24 (hier: Madenschraube), welches am Anschlag
4 angeordnet ist, aufweist. Der Überstand des verstellbaren Anschlagselements 24 lässt
sich in diesem Ausführungsbeispiel durch einen Kantschlüssel verändern. Hierdurch
lässt sich die Anschlagtiefe einstellen.
[0040] Obwohl die Figuren nur eine Ausführung eines bewegbaren Möbelteils 9 als Möbeltüre,
Hochfaltklappe oder Schublade zeigen, wäre es auch denkbar, die erfindungsgemäße Vorrichtung
bei Hochschwenkklappen oder Hochklappklappen oder dergleichen einzusetzen.
[0041] Die Auslösung der in den Figuren dargestellten Ausstoßer 2 erfolgt durch am Möbelkorpus
8 oder am bewegbaren Möbelteil 9 angeordnete Tastelemente, welche in den Figuren nicht
dargestellt sind. Ebenso wurden andere dem Fachmann geläufige Maßnahmen, wie elektrische
Versorgungsleitungen und dergleichen nicht dargestellt.
1. Vorrichtung zum Ausstoßen eines bewegbaren Möbelteils (9) aus einer geschlossenen
Endlage in oder an einem Möbelkorpus (8), mit einem Ausstoßer, der einen motorisch
angetriebenen Ausstoßhebel (3) aufweist, wobei eine mit dem Ausstoßhebel (3) zusammenwirkende
Kraftübertragungseinrichtung vorgesehen ist, sodass im Montagezustand der Vorrichtung
(1) in einem Möbelkorpus (8), in welchem das bewegbare Möbelteil (9) in seiner geschlossenen
Endlage vom Ausstoßhebel (3) beabstandet ist, die vom Ausstoßhebel (3) ausgeübte Kraft
auf das bewegbare Möbelteil (9) übertragbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftübertragungseinrichtung derart ausgebildet ist, dass nur die vom Ausstoßhebel
(3) in Ausstoßrichtung ausgeübte Kraft auf das bewegbare Möbelteil (9) übertragbar
ist und dass die Kraftübertragungseinrichtung einen Anschlag (4) aufweist, an welchem
der Ausstoßhebel (3) in der geschlossenen Endlage des bewegbaren Möbelteils (9) lose
anliegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftübertragungseinrichtung einen Stößel (5) aufweist, der in der geschlossenen
Endlage des bewegbaren Möbelteils (9) lose am bewegbaren Möbeiteil (9) anliegt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (5) durch einen Kraftspeicher (6), vorzugsweise Feder, in Richtung des
Ausstoßhebels (3) vorgespannt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftübertragungseinrichtung ein Gehäuse (7) aufweist, in welchem der Stößel
(5) in einem Kanal (19) geführt ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (4) am Stößel (5) befestigt oder ausgebildet ist und - vorzugsweise
im Wesentlichen rechtwinklig vom Stößel (5) absteht.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5. dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (5) derart flexibel ausgebildet ist, dass er in einem gekrümmten Gehäuse
(7) geführt werden kann.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6. dadurch gekennzeichnet, dass ein vorzugsweise verstellbarer Tiefenanschlag (22) für die Kraftübertragungseinrichtung
vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Tiefenanschlag (22) einen Federpuffer (23) umfasst.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftübertragungseinrichtung mit dem Federpuffer (23) über ein verstellbares
Anschlagselement (24), vorzugsweise einer Madenschraube, zusammenwirkt.
10. Möbel mit einem Möbelkorpus und einem im oder am Möbelkorpus bewegbar gelagerten Möbelteil,
insbesondere Möbelklappe oder Möbeltüre, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9.
11. Möbel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Seitenwand des Möbelkorpus (8) wenigstens abschnittweise als Wabenplatte
(21) ausgebildet ist und dass die Kraftübertragungseinrichtung zumindest teilweise
in der Wabenplatte (21) angeordnet ist.
12. Kraftübertragungseinrichtung für eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
gekennzeichnet durch einen Anschlag (4) und einen mit dem Anschlag (4) verbundenen und in einem Gehäuse
(7) geführten Stößel (5).
13. Kraftübertragungseinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (5) gegen die Kraftausübung eines Kraftspeichers (6), vorzugsweise Feder,
teilweise aus dem Gehäuse (7) heraus bewegbar ist.
1. A device for ejecting a moveable furniture part (9) from a closed end position in
or on an item of furniture (8), with an ejector having a motor-driven ejection lever
(3), wherein there is provided a force transmitting device cooperating with the ejection
lever (3) so that, in the mounted condition of the device in an item of furniture
(8) in which the movable furniture part (9) in its closed end position is spaced from
the ejection lever (3), the force exerted by the ejection lever (3) can be transmitted
onto the movable furniture part (9), characterized in that the force transmission device is configured such that only the force ejected by the
ejection lever (9) in ejection direction can be transmitted onto the movable furniture
part (9), and that the force transmission device includes at least one stop (4) which,
in the closed end position of the movable furniture part (9), loosely abuts the ejection
lever (3).
2. The device according to claim 1, characterized in that the force transmission device includes a ram (5) which, in the closed end position
of the movable furniture part (9), loosely abuts the movable furniture part (9).
3. The device according to claim 2, characterized in that the ram (5) is prestressed by an energy accumulator, preferably in form of a spring,
in a direction facing towards the ejection lever (3).
4. The device according to claim 2 or 3, characterized in that the force transmission includes a housing (7) in which the ram (5) is guided along
a channel (19).
5. The device according to one of the claims 2 to 4, characterized in that the stop (4) is fixed to or formed on the ram (5) and preferably protrudes at a right
angle from the ram (5).
6. The device according to one of the claim 2 to 5, characterized in that the ram (5) is configured in such a flexible manner that the ram (5) can be guided
in a curved housing (7).
7. The device according to one of the claims 1 to 6, characterized in that a, preferably adjustable, depth stop (22) is provided for the force transmitting
device.
8. The device according to claim 7, characterized in that the depth stop (22) includes a spring buffer (23).
9. The device according to claim 8, characterized in that the force transmitting device cooperates with the spring buffer (23) by way of an
adjustable stop element (24), preferably a set screw.
10. An item of furniture having a furniture carcass and a furniture part movably supported
in or on the furniture carcass, in particular a furniture flap or a furniture door,
characterized by a device (1) according to one of the claims 1 to 9.
11. The item of furniture according to claim 10, characterized in that at least one side wall of the furniture carcass (8) is formed at least partly by
a honeycomb plate and that the force transmission device is at least partially arranged
within the honeycomb plate.
12. A force transmitting device for a device according to one of the claims 1 to 9, characterized by a stop (4) connected with a ram (5), wherein the ram (5) is guided within a housing
(7).
13. The force transmitting device according to claim 12, characterized in that the ram (5) can be moved partially out of the housing (7) against the force exertion
of an energy accumulator (6), preferably in the form of a spring.
1. Dispositif pour éjecter une pièce de meuble mobile (9) d'une position d'extrémité
fermée dans ou sur un corps de meuble (8), avec un éjecteur qui présente un levier
d'éjection (3) entraîné par moteur, dans lequel est prévu un dispositif de transmission
de force interagissant avec le levier d'éjection (3) de sorte qu'à l'état de montage
du dispositif (1) dans un corps de meuble (8), dans lequel la pièce de meuble mobile
(9) dans sa position d'extrémité fermée se trouve à distance du levier d'éjection
(3), la force exercée par le levier d'éjection (3) sur la pièce de meuble mobile (9)
est transmissible, caractérisé en ce que le dispositif de transmission de force est conçu de manière telle que seule la force
exercée par le levier d'éjection (3) dans le sens d'éjection peut être transmise sur
la pièce de meuble mobile (9) et en ce que le dispositif de transmission de force présente une butée (4) à laquelle le levier
d'éjection (3) est adjacent de façon lâche dans la position d'extrémité fermée de
la pièce de meuble mobile (9).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de transmission de force présente un poussoir (5) qui, dans la position
d'extrémité fermée de la pièce de meuble mobile (9), est adjacente de façon lâche
à la pièce de meuble mobile (9).
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que le poussoir (5) est précontraint par un accumulateur d'énergie (6), de préférence
un ressort, dans le sens du levier d'éjection (3).
4. Dispositif selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que le dispositif de transmission de force présente un boîtier (7), dans lequel le poussoir
(5) est guidé dans un canal (19).
5. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que la butée (4) est fixée ou est conçue sur le poussoir (5) et fait saillie de préférence
essentiellement à angle droit du poussoir (5).
6. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 5, caractérisé en ce que le poussoir (5) est conçu de façon souple de telle sorte qu'il peut être guidé dans
un boîtier courbe (7).
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'une butée de profondeur (22), de préférence réglable, est prévue pour le dispositif
de transmission de force.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que la butée de profondeur (22) comprend un tampon à ressort (23).
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que le dispositif de transmission de force interagit avec le tampon à ressort (23) au
moyen d'un élément de butée réglable (24), de préférence une vis sans tête.
10. Meuble avec un corps de meuble et une pièce de meuble logée de façon mobile dans ou
sur un corps de meuble, en particulier un abattant de meuble ou des portes de meuble,
caractérisé par un dispositif (1) selon l'une des revendications 1 à 9.
11. Meuble selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'au moins une paroi latérale du corps de meuble (8) est conçue au moins par sections
comme une plaque en nid d'abeilles (21) et en ce que le dispositif de transmission de force est disposé au moins partiellement dans la
plaque en nid d'abeilles (21).
12. Dispositif de transmission de force pour un dispositif selon l'une des revendications
1 à 9, caractérisé par une butée (4) et un poussoir (5) relié à la butée (4) et guidé dans un boîtier (7).
13. Dispositif de transmission de force selon la revendication 12, caractérisé en ce que le poussoir (5) est mobile partiellement en dehors du boîtier (7) contre l'exercice
d'une force d'un accumulateur d'énergie (6), de préférence un ressort.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente