Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Entsorgungsvorrichtung für Körperflüssigkeits-Sammelbeutel
sowie ein Verfahren zur Entsorgung von derartigen Sammelbeutel.
Stand der Technik
[0002] Im medizinischen Bereich fallen diverse Sammelbeutel an, in welchen Körperflüssigkeiten
gesammelt wurden und welche entsorgt werden müssen. Beispiele hierfür sind Drainagebeutel,
Bluttransfusionsbeutel, Urinbeutel und Sekretbeutel.
[0003] Üblicherweise werden diese Beutel als Ganzes verbrannt. In einer einfachsten Entsorgungsart
wird jedoch der Beutel aufgestochen, die Körperflüssigkeit entnommen und meistens
dem Abwasser zugeleitet. Der Beutel wird mit einer desinfiszierenden Flüssigkeit gespült,
bevor auch er dem normalen Spitalabfall übergeben wird.
[0005] Die bekannten Anlagen weisen jedoch den Nachteil auf, dass die Beutel genau positioniert
und/oder von Hand eingefüllt werden müssen. Der Beutel muss auch wieder von Hand entfernt
werden. Des weiteren ist wenigstens ein Teil der sie verlassenden Materialien nach
wie vor kontaminiert.
Darstellung der Erfindung
[0006] Es ist deshalb eine Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur
Entsorgung von Körperflüssigkeiten beinhaltende Sammelbeuteln zu schaffen, welche
eine unkomplizierte Handhabung ermöglichen und welche die Dekontamination optimieren
[0007] Diese Aufgabe lösen eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 bzw.
13 sowie ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 14.
[0008] Die erfindungsgemässe Entsorgungsvorrichtung für Körperflüssigkeits-Sammelbeutel
weist eine Aufnahme zur Aufnahme mindestens eines Körperflüssigkeit aufweisenden bzw.
mit Körperflüssigkeit gefüllten Sammelbeutels, eine Zerkleinerungseinheit zur Zerkleinerung
des Sammelbeutels, einen Partikelauffangbehälter zur Aufnahme des zerkleinerten Sammelbeutels
und mindestens eine Dekontaminationseinheit zur Dekontamination bzw. keimtötenden
Behandlung des Sammelbeutels und der Körperflüssigkeit auf.
[0009] Vorzugsweise ist ferner ein Flüssigkeitsauffangbecken zur Aufnahme der Körperflüssigkeit
vorhanden. Vorzugsweise erfolgt die Zerkleinerung des Beutels durch Zerstückeln und/oder
durch Schmelzen bzw. Verbrennen des Beutels.
[0010] In einer anderen Variante weist die erfindungsgemässe Entsorgungsvorrichtung für
Körperflüssigkeits-Sammelbeutel eine Aufnahme zur Aufnahme mindestens eines Körperflüssigkeit
aufweisenden Sammelbeutels, ein Flüssigkeitsauffangbecken (5) zur Aufnahme der Körperflüssigkeit
und mindestens eine Dekontaminationseinheit (7) zur Dekontamination der Körperflüssigkeit
auf.
[0011] Das erfindungsgemässe Verfahren zur Entsorgung eines Körperflüssigkeits-Sammelbeutels
weist folgende Schritte auf:
Zerkleinern des Sammelbeutels,
Sammeln der Körperflüssigkeit getrennt vom zerkleinerten Sammelbeutel und Dekontamination
des zerkleinerten Sammelbeutels und der gesammelten Körperflüssigkeit.
[0012] Vorzugsweise erfolgt die Dekontamination bzw. Desinfektion oder Sterilisation mittels
Bestrahlung mit Gammastrahlen und/oder UV-Licht. Alternativ oder zusätzlich kann auch
erhitzt werden. Des weiteren ist auch eine chemische Dekontamination in Trocken.-
und Nassverfahren möglich. Die Flüssigkeit kann auch sterilfiltriert werden.
[0013] Vorzugsweise werden der Sammelbeutel und die gesammelte Körperflüssigkeit getrennt
voneinander dekontaminiert, wobei die Behandlung vorzugsweise gleichzeitig erfolgt.
Vorzugsweise wird hierfür dieselbe Dekontaminationseinheit verwendet.
[0014] Der entleerte, aber im übrigen noch ganze und/oder der bereits zerkleinerte, insbesondere
zerstückelte Sammelbeutel wird vorzugsweise mit einer Reinigungs- oder Desinfektionsflüssigkeit
gespült.
[0015] Die erfindungsgemässe Vorrichtung vereinfacht die Entsorgung, da nach Einfüllen des
Beutels nichts mehr von Hand zu tun ist. In bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung
erübrigt sich eine Platzierung bzw. Orientierung des Beutels beim Einfüllen in die
Vorrichtung. Der Beutel wird lediglich in die Vorrichtung eingeworfen, wobei auch
mehrere Beutel gleichzeitig eingeworfen werden können.
[0016] Die Dekontamination bzw. Entkeimung des gesamten Materials, d.h. des Beutelmaterials,
der Körperflüssigkeit wie auch der Reinigungs- bzw. Desinfektionsflüssigkeit, minimiert
die Gefahr für Mensch und Umwelt.
[0017] Da der Beutel zerhackt oder anderweitig zerkleinert wird, vermindert sich die Abfallmenge.
[0018] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Varianten des Verfahrens gehen aus den
abhängigen Patentansprüchen hervor.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0019] Im folgenden wird der Erfindungsgegenstand anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels,
welches in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist, erläutert. Gleiche Teile
sind mit denselben Bezugszeichen bezeichnet. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische perspektivische Darstellung der erfindungsgemässen Vorrichtung gemäss
einer ersten Ausführungsform;
- Figur 2
- einen Querschnitt durch die Vorrichtung gemäss Figur 1;
- Figur 3
- einen Längsschnitt durch die Vorrichtung gemäss Figur 1;
- Figur 4
- eine schematische perspektivische Darstellung der erfindungsgemässen Vorrichtung in
einer zweiten Ausführungsform;
- Figur 5
- eine schematische perspektivische Darstellung der erfindungsgemässen Vorrichtung in
einer dritten Ausführungsform;
- Figur 6a
- eine schematische perspektivische Darstellung der erfindungsgemässen Vorrichtung in
einer vierten Ausführungsform;
- Figur 6b
- einen Längsschnitt durch die Vorrichtung gemäss Figur 6a;
- Figur 7a
- eine schematische perspektivische Darstellung der erfindungsgemässen Vorrichtung in
einer fünften Ausführungsform und
- Figur 7b
- einen Längsschnitt durch die Vorrichtung gemäss Figur 7a.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0020] Wie in Figur 1 erkennbar ist, weist die erfindungsgemässe Vorrichtung ein Gehäuse
1 auf, welches die einzelnen Elemente der Vorrichtung umschliesst. Das Gehäuse 1 ist
vorzugsweise aus Metall oder einem Kunststoff gefertigt. Je nach verwendeter Dekontaminationsmethode
ist das Gehäuse nach aussen abgeschirmt.
[0021] Das Gehäuse 1 weist eine Einfüllöffnung 10 mit einem anschliessenden, im Gehäuse
integrierten Einfülltrichter 11 und mit einem diesen Trichter 11 begrenzenden Führungsblech
12 auf. Das Führungsblech 12 staut und führt die Sammelbeutel, so dass sie einzeln
bzw. geordnet weiter in die Vorrichtung gelangen können.
[0022] Die Einfüllöffnung 10 ist vorzugsweise in der oberen Wand des Gehäuses 1 angeordnet.
Sie kann jedoch auch seitlich angeordnet sein und/oder mit einem ausserhalb des Gehäuses
angeordnetem Einfülltrichter oder -kanal versehen sein. Anstelle des innen liegenden
Einfülltrichters 11 kann auch ein Einfüllkanal oder ein anderes die zu entleerenden
Sammelbeutel aufnehmendes Element vorhanden sein. Um einen optimalen Weitertransport
des Sammelbeutels zu gewährleisten, kann der Einfülltrichter 11 mit einem Schieber
versehen sein oder er kann mit einem Schüttelmechanismus ausgestattet sein.
[0023] Der Trichter 11 endet in einer Zerkleinerungseinheit, insbesondere einem Häcksler
2 oder einem anderen Mittel, welches geeignet ist, den Sammelbeutel zu zerstückeln.
[0024] Unterhalb des Häckslers 2 ist ein erster Förderer 4, vorzugsweise ein flüssigkeitsdurchlässiges,
endlos umlaufendes Förderband angeordnet. Der erste Förderer 4 erstreckt sich vorzugsweise
fast über die gesamte Breite des Gehäuses 1 und verläuft vorzugsweise horizontal.
Der Förderer 4 kann beispielsweise aus einem netzförmigen Material bestehen oder Löcher
aufweisen, um die Flüssigkeit abtropfen zu lassen.
[0025] Unterhalb dieses ersten Förderers 4 befindet sich ein Flüssigkeitsauffangbehälter
5, welcher vorzugsweise trichterförmig gestaltet ist. Seine nach oben zum ersten Förderer
gerichtete Öffnung erstreckt sich vorzugsweise über die gesamte Förderlänge des ersten
Förderers 4 sowie im ganzen Bereich über dessen gesamte Breite, so dass die gesamte
vom ersten Förderer 4 tropfende Flüssigkeit im Flüssigkeitsauffangbehälter 5 aufgefangen
werden kann.
[0026] Der Flüssigkeitsauffangbehälter 5 geht an seinem unteren Ende in eine Abflussleitung
50 über, welche in einem Teilbereich als Reinigungstrecke 51 mäanderförmig geführt
ist. Die Abflussleitung 50 endet in einer Auslassöffnung 52, welche das Gehäuse 1
durchsetzt.
[0027] Unterhalb des ersten Förderers 4 und in Förderrichtung versetzt dazu angeordnet ist
ein zweiter Förderer 6 vorhanden. Auch dieser verläuft vorzugsweise horizontal und
ist vorzugsweise als endlos umlaufendes Förderband ausgebildet. Er muss nun jedoch
nicht mehr flüssigkeitsdurchlässig sein und kann beispielsweise aus einem dichten
Kunststoffmaterial oder einem Textilstoff bestehen.
[0028] Vorzugsweise verläuft die Förderrichtung des zweiten Förderers 6 antiparallel zu
derjenigen des ersten Förderers 4. Der Anfang der Förderstrecke des zweiten Förderers
6 ist der Förderstrecke des ersten Förderers 4 beabstandet nachgelagert, so dass Teile,
welche auf dem ersten Förderer 4 transportiert werden, auf den zweiten Förderer 6
fallen und von diesem in entgegen gesetzter Richtung weitertransportiert werden.
[0029] Der zweite Förderer 6 endet oberhalb eines Partikelauffangbehälters 8. Dieser Behälter
8 ist vorzugsweise eine Schublade, welche bevorzugt im untersten Bereich des Gehäuses
1 angeordnet ist und aus dem Gehäuse 1 herausgezogen werden kann.
[0030] Die oben erwähnte mäanderförmige Reinigungsstrecke 51 verläuft parallel und unter-
oder oberhalb des zweiten Förderers 6. Sie kann auch, wie hier dargestellt, im zweiten
Förderer 6 verlaufen, wobei sie sich in diesem Fall vorzugsweise zwischen den zwei
Trums des zweiten Förderers 6 befindet.
[0031] Ebenfalls entlang dieses zweiten Förderers 6 und vorzugsweise annähernd über seine
gesamte Strecke erstreckt sich mindestens eine Dekontaminationseinheit, hier eine
Gammastrahlungsquelle 7. Dies ist inbesondere in Figur 3 erkennbar. In Figur 1 ist
die Strahlungsquelle 7 aufgrund besserer Lesbarkeit der Zeichnung nicht dargestellt.
Anstelle oder zusätzlich zur Gammastrahlungsquelle lassen sich auch eine UV-Lichtquelle,
eine Erhitzungseinheit oder ein anderes zur Dekontamination geeignetes, insbesondere
berührungslos dekontaminierendes Mittel einsetzen.
[0032] Die Vorrichtung verfügt ferner über eine Spüleinheit 3, um den noch unzerstückelten
und/oder den bereits zerstückelten Sammelbeutel zu spülen bzw. abzuspritzen. Im unteren
Bereich des Gehäuses 1 ist ein Wassertank bzw. ein Boiler 31 angeordnet, welcher über
eine Einfüllöffnung 34 von aussen befüllt werden kann. Angrenzend an diesen Boiler
31 und mit diesem über eine Verbindungsleitung 33 verbunden ist ein Zusatzstofftank
32 angeordnet. Der Boiler 31 erhitzt das über die Einfüllöffung einfliessende Wasser
vorzugsweise auf circa 60-70°C. Der Zusatzstofftank 32 lässt sich mit einem Reinigungs-
oder Desinfektionsmittel füllen. Selbstverständlich können auch mehr oder weniger
Tanks vorhanden sein. Zudem muss die Mischung der Reinigungsflüssigkeit nicht in der
Vorrichtung selber stattfinden sondern es genügt beispielsweise auch ein einziger
Tank, welcher mit einer geeigneten Flüssigkeit bzw. einem Gemisch gefüllt wird.
[0033] Von dieser Tanks 31, 32 führen eine oder mehrere Zuleitungen 35 nach oben und enden
in Sprühelementen 30, 30', wie dies in den Figuren 2 und 3 erkennbar ist. Im hier
dargestellten Beispiel sind die Sprühelemente 30, 30' längliche Sprühdüsen mit einem
Schlitz oder mehreren nebeneinander angeordneten Löchern. Die Sprühöffnungen sind
vorzugsweise nach unten gerichtet.
[0034] Die Sprühelemente 30, 30' erstrecken sich vorzugsweise quer zur Förderrichtung des
ersten Förderers 4. Vorzugsweise sind obere Sprühelemente 30 vorhanden, welche oberhalb
des Häckslers 2 im Trichter 11 angeordnet sind, und untere Sprühelemente 30', welche
sich unterhalb desselben, aber immer noch oberhalb des ersten Förderers 4 befinden.
[0035] Die Funktionsweise der erfindungsgemässen Vorrichtung wird nun im folgenden beschrieben:
[0036] Die Vorrichtung eignet sich für die unterschiedlichsten Arten von Sammelbeuteln.
Vorzugsweise wird sie jedoch für Sammelbeutel eingesetzt, welche ausschliesslich aus
einem flexiblen Material, beispielsweise aus Polyethylen (PE) bestehen. Ebenso geeignet
ist sie jedoch für Sammelbeutel mit einem Teil, insbesondere einem Deckel, aus einem
harten Material. Sie eignet sich insbesondere für Drainagesammelbeutel mit einem starren
Kopfteil, wie sie beispielsweise von der Anmelderin seit Jahren vertrieben werden.
[0037] Diese mit Flüssigkeit gefüllten und zu entsorgenden Sammelbeutel werden in den Einfülltrichter
11 geleert. Von dort gelangen sie von alleine über den Einfülltrichter 11 einzeln
oder zu mehreren zum Häcksler 2. Im Häcksler 2 werden die noch gefüllten Beutel zerkleinert,
wobei sie vorzugsweise von oben mit der aus den Düsen 30 gespritzten Reinigungsflüssigkeit
beaufschlagt werden. Die zerstückelten Teile des Beutels fallen vom Häcksler 2 auf
den ersten Förderer 4, wobei die darin enthaltene Körperflüssigkeit wie auch die Reinigungsflüssigkeit
durch den ersten Förderer 4 hindurch in das Flüssigkeitsauffangbecken 5 gelangen.
[0038] Die Teile des Beutels werden vom ersten Förderer 4 weitertransportiert, wobei sie
vorzugsweise immer noch bzw. wieder mit einer oder der Reinigungsflüssigkeit beaufschlagt
werden. Dabei strömt nun die Reinigungsflüssigkeit aus den unteren Düsen 30'.
[0039] Am Ende des ersten Förderers 4 fallen die Teile auf den zweiten Förderer 6 und werden
entlang dieser Strecke Gammastrahlung ausgesetzt bzw. mit UV Licht bestrahlt, erhitzt
und/oder mittels anderen Methoden dekontaminiert.
[0040] Gleichzeitig gelangt die gesammelte Flüssigkeit vom Auffangbecken 5 in die Abflussleitung
50 und wird ebenfalls entlang der Reinigungsstrecke 51 dekontaminiert.
[0041] Die dekontaminierten Teile fallen am Ende des zweiten Förderers 6 in den Partikelauffangbehälter
8. Die dekontaminierte Flüssigkeit wird über die Auslassöffnung 52 aus dem Gehäuse
1 abgeleitet.
[0042] In Figur 4 ist eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung dargestellt.
Die zu entsorgenden Beutel werden wieder über eine Einfüllöffnung 10 in das Gehäuse
1 geworfen. Handelt es sich um einen Beutel mit einem starren Deckel, so wird der
Beutel vorzugsweise mit dem Beutel voran eingeworfen. Unterhalb der Einfüllöffnung
10 befindet sich ein Drehstern 13 mit mehreren, hier drei Dreharmen 130. Die Drehachse
verläuft in horizontaler Richtung. Jeder Dreharm 130 ist als Hohlzylinder ausgebildet,
wobei sein innerer Durchmesser vorzugsweise dem Durchmesser des Deckels des Behälters
entspricht bzw. leicht kleiner ist, damit der Deckel im Hohlzylinder gehalten ist.
[0043] In einer Drehposition des Drehsterns befindet sich eine Aufstecheinheit 14 mit einem
oder mehreren vorstehenden Aufstechdomen 140. Diese Aufstechdornen 140 stechen in
den im Dreharm 130 befindlichen Beutel, vorzugsweise in den Deckel, und öffnen so
den Beutel. Der Deckel kann entsprechende Sollbruchstellen aufweisen, so dass vordefinierte
Auslassöffnungen im Deckel geöffnet werden. Die Flüssigkeit kann entweichen und fällt
in das darunter angeordnete Flüssigkeitsauffangbecken 5, wo es wie im ersten Ausführungsbeispiel
über die Abflussleitung 50 und die Reinigungsstrecke 51 zur Auslassöffnung geleitet
wird. Über dem Flüssigkeitsauffangbecken 5 sind vorzugsweise wiederum obere Sprühelemente
30 vorhanden. Untere Sprühelemente wie im ersten Beispiel entfallen.
[0044] Der aufgestochene, sich noch immer im Dreharm 130 befindliche Beutel wird weitergedreht
und in einer weiteren Drehposition ausgespült. Hierfür sind nach oben gerichtete Düsen
36 vorhanden, welche über eine zweite Zuleitung mit dem Zusatzstofftank 32 bzw. direkt
mit dem Boiler 31 verbunden sind.
[0045] In einer weiteren Drehposition wird nun der Beutel aus dem Dreharm 130 ausgeworfen.
Dies kann beispielsweise rein durch Schwerkraft geschehen, indem der Dreharm senkrecht
nach unten schaut, oder der Dreharm kann ein mechanisches Ausstosselement aufweisen
bzw. der Beutel wird mit Druckluft herausgepresst.
[0046] Der Beutel gelangt nun zum Häcksler 2 und wird dort zerkleinert. Anschliessend fällt
er auf den zweiten Förderer 6, wird entlang der Dekontaminationseinheit, hier der
Gammaquelle 7, geführt und gelangt so in die Schublade 8. Ein erster Förderer wie
im ersten Beispiel entfällt.
[0047] Vorzugsweise ist der Häcksler 2 seitlich mit einem Schutzblech 9 versehen, welches
verhindert, dass die zerstückelten Teile des Beutels zu stark im Innenraum des Gehäuses
1 herumwirbeln. Vorzugsweise erstreckt sich auch über dem zweiten Förderer 6 eine
Abdeckung, so dass die Teile des Beutels auf dem Förderer 6 gehalten sind. Diese Abdeckung
ist in diesem Beispiel ein Schenkel 90 des gewinkelten Schutzblechs 9.
[0048] Die dritte Ausführungsform gemäss Figur 5 unterscheidet sich von der zweiten darin,
dass anstelle eines Häckslers 2 eine Schmelzkammer 21 vorhanden ist, um den Beutel
zu zerkleinern. Die Schmelzkammer 21 kann offen oder geschlossen ausgebildet sein.
Hier ist sie oben offen und weist unten eine Bodenplatte 60 auf, welche mittels eines
Schiebers 61 geöffnet werden kann. Sie könnte anstelle der horizontalen Bewegung auch
geklappt werden.
[0049] Ein Heissluftventilator 23 ist im Gehäuse 1 oder aussen daran befestigt und ermöglicht
es, die Schmelzkammer 1 entweder genügend stark zu erhitzen. Die Kammer muss so stark
erhitzt werden können, dass der darin befindliche Beutel schmilzt und dekontaminiert
wird. Die Schmelzkammer ist somit die Dekontaminationseinheit für den Beutel. Übliche
Temperaturen liegen bei 130 bis 200°C. Jeder Beutel kann einzeln zerkleinert und dann
über die Bodenplatte 60 in die Schublade 8 entfernt werden oder es können mehrere
Beutel in der Schmelzkammer gesammelt und gemeinsam geschmolzen werden. Anstelle von
Heissluft können auch Heizspiralen, Heizplatten oder ähnliche Mittel zur Erhitzung
der Schmelzkammer eingesetzt werden.
[0050] Wie in Figur 5 erkennbar ist, entfallen nun beide Förderer. Auch ist eine weitere
Dekontamination des Beutels nicht notwendig. Die Flüssigkeit wird jedoch nach wie
vor entlang einer Dekontaminationseinheit, hier nach wie vor der Gammaquelle 7, geführt.
[0051] In der vierten Ausführungsform gemäss den Figuren 6a und 6b wird anstelle der Gammaquelle
eine chemische Entkeimung in Form einer Nassantiseptik angewendet. Nassreinigungsdüsen
71 führen in das Flüssigkeitsauffangbecken 5. Sie führen ein chemisches Mittel in
das Becken, so dass die Flüssigkeit bereits im Becken entkeimt wird. Sie lässt sich
jedoch auch in einem separaten Becken, welches dem Flüssigkeitsauffangbecken 5 nachgeschaltet
ist, entkeimen. Als chemische Mittel hierfür eignen sich beispielsweise Jod, Jodophore,
Alkohol, Formaldehyd, Aldehyde, quaternäre Ammoniumverbindungen, Persäuren, Peroxie
und Phenole.
[0052] Der zerstückelte Beutel fällt vom Häcksler 2 in ein Desinfektions- bzw. Reinigungsbad
70, von wo es zum Partikelauffangbehälter 8 gelangt, beispielsweise mittels des zweiten
Förderers 6, welcher durch das Reinigungsbad 70 führt. Im Reinigungsbad lassen sich
dieselben chemischen Mittel verwenden wie oben angeführt.
[0053] Im Unterschied zu den Figuren 6a und 6b wird im fünften Ausführungsbeispiel gemäss
den Figuren 7a und 7b eine Trockenantiseptik durchgeführt. Die zu entsorgende Flüssigkeit
fliesst aus aufgestochenen Beutel entlang des gewinkelten Führungsblechs 12 auf eine
Schrägplatte 40. Das Führungsblech 12 weist einen Abdeckschenkel 120 auf, welcher
die Schrägplatte 40 überdeckt. Unterhalb dieser Schrägplatte 40 sind Trockenreinigungsdüsen
72 angeordnet, welche durch Öffnungen oder Poren der Platte 40 die zu entsorgende
Flüssigkeit mit einem Trockenreinigungsmittel beaufschlagen. Als Trockenreinigungsmittel
eignet sich beispielsweise ein Gas, wie Ethylenoxid oder Formaldehydgas. Die dekontaminierte
Flüssigkeit wird am Ende der Platte 40 über ein Becken oder einen Trichter der Auslassöffnung
52 zugeführt.
[0054] Der entleerte Beutel wird auch hier über den Häcksler 2 zerkleinert und in einer
Dekontaminationskammer 22 dekontaminiert. Vorzugsweise wird er mit einem Gas beaufschlagt,
wobei der Gasbehälter 20 wiederum im Gehäuse 1 oder ausserhalb daran befestigt sein
kann. Die Kammer 22 weist vorzugsweise wiederum einen Boden 60 auf, welcher mittels
eines Schiebers 61 entfernt oder anderweitig aufgeklappt bzw. geöffnet werden kann.
Dadurch gelangt der zerkleinerte Beutel in den Partikelauffangbehälter 8.
[0055] Es sind somit die verschiedensten Modifikationen der erfindungsgemässen Vorrichtungen
und der erfindungsgemässen Verfahren möglich. Die oben genannten Beispiele können
beliebig miteinander kombiniert werden. Beispielweise kann in allen Vorrichtungen
ein Häcksler und/oder eine Schmelzkammer vorhanden sein. Anstelle nur einer Dekontaminationsart
können zwei oder mehr verwendet, insbesondere hintereinander geschaltet werden. Weitere
Beispiele sind:
Der Beutel kann bereits vor der Zerstückelung entleert werden. Diese Entleerung kann
auch schon ausserhalb des Gehäuses 1 in einer hiervon getrennten Vorrichtung erfolgen.
Die Körperflüssigkeit wird getrennt entsorgt und die erfindungsgemässe Vorrichtung
wird nur zur Entsorgung des Beutels und der darin vorhandenen Restkörperflüssigkeit
verwendet.
[0056] Die Dekontamination kann auch bei gefülltem Beutel erfolgen und der Beutel wird erst
anschliessend entleert und zerstückelt.
[0057] Die gesammelte Flüssigkeit und der zerstückelte Beutel werden getrennt voneinander
und mit unterschiedlichen Dekontaminationsmitteln bzw. -methoden dekontaminiert.
[0058] Die Reinigungseinheit reinigt nur den zerstückelten Beutel bzw. nur den noch unzerstückelten
Beutel bzw. die Reinigungseinheit reinigt alternativ oder zusätzlich das Innere des
noch unzerstückelten Beutels.
[0059] Auch im Bereich des ersten Förderers ist mindestens eine Dekontaminationseinheit
vorhanden bzw. das gesamte Innere des Gehäuses wird bestrahlt, erhitzt oder anderweitig
zur Dekontamination eingesetzt.
Bezugszeichenliste
[0060]
- 1
- Gehäuse
- 10
- Einfüllöffnung
- 11
- Einfülltrichter
- 12
- Führungsblech
- 120
- Abdeckschenkel
- 13
- Drehstern
- 130
- Dreharm
- 14
- Aufstecheinheit
- 140
- Aufstechdom
- 2
- Häcksler
- 20
- Gasbehälter
- 21
- Schmelzkammer
- 22
- Trockendekontaminationskammer
- 23
- Heissluftventilator
- 3
- Spüleinheit
- 30
- oberer Sprühelemente
- 30'
- untere Sprühelemente
- 31
- Boiler
- 32
- Zusatzstofftank
- 33
- Verbindungsleitung
- 34
- Einfüllöffnung
- 35
- Zuleitung
- 36
- Düsen
- 37
- zweite Zuleitung
- 4
- erster Förderer
- 40
- Schrägplatte
- 5
- Flüssigkeitsauffangbecken
- 50
- Abflussleitung
- 51
- Reinigungstrecke
- 52
- Auslassöffnung
- 6
- zweiter Förderer
- 60
- Bodenplatte
- 61
- erster Schieber
- 62
- zweiter Schieber
- 7
- Gammastrahlungsquelle
- 70
- Reinigungsbad
- 71
- Nassreinigungsdüsen
- 72
- Trockenreinigungsdüsen
- 8
- Partikelauffangbehälter
- 9
- Schutzblech
- 90
- Abdeckschenkel
1. Entsorgungsvorrichtung für Körperflüssigkeits-Sammelbeutel, wobei die Vorrichtung
eine Aufnahme zur Aufnahme mindestens eines Körperflüssigkeit aufweisenden Sammelbeutels,
eine Zerkleinerungseinheit (2) zur Zerkleinerung des Sammelbeutels, einen Parfikelauffangbehälter
(8) zur Aufnahme des zerkleinerten Sammelbeutels und mindestens eine Dekontaminationseinheit
(7) zur Dekontamination des Sammelbeutels und der Körperflüssigkeit aufweist.
2. Entsorgungsvonichtung nach Anspruch 1, wobei sie ferner ein Flüssigkeitsauffangbecken
(5) zur Aufnahme der Körperflüssigkeit aufweist.
3. Entsorgungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Dekontaminationseinheit
(7) mindestens eines der folgenden Mittel umfasst: eine Gammastrahlungsquelle, eine
UV-Lichtquelle, eine Erhitzungseinheit, eine Beflammungseinheit, eine Nassantiseptikeinheit,
eine Trockenantiseptikeinheit, eine Sterilfiltration.
4. Entsorgungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei dieselbe Dekontaminationseinheit
(7) zur gleichzeitigen aber getrennten Behandlung des zerstückelten Sammelbeutels
und der gesammelten Körperflüssigkeit einsetzbar ist.
5. Entsorgungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei sie eine Spüleinheit
(3) zur Reinigung des noch unzerstückelten und/oder des zerstückelten Sammelbeutels
aufweist.
6. Entsorgungsvorrichtung nach Anspruch 2, wobei sie mindestens einen flüssigkeitsdurchlässigew
Förderer (4) zur Förderung des zerstückelten Sammelbeutels aufweist, wobei das Flüssigkeitsauffangbecken
(5) unter diesem Förderer (4) angeordnet ist.
7. Entsorgungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Dekontaminationseinheit
(7) entlang einer Förderstrecke (6) des zerstückelten Sammelbeutels und entlang einer
Förderstrecke (51) der Körperflüssigkeit angeordnet ist
8. Entsorgungsvorrichtung nach Anspruch 7, wobei die Förderstrecke (6) des zerstückelten
Sammelbeutels und die Förderstrecke (51) der Körperflüssigkeit parallel zueinander
und vorzugsweise untereinander verlaufen.
9. Entsorgungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, wobei die Förderstrecke
(51) der Körperflüssigkeit mäanderförmig verläuft
10. Entsorgungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei die Förderstrecke (6)
des zerstückelten Sammelbeutels durch ein endlos umlaufendes Förderband gebildet ist
11. Entsorgungsvorrichtung nach einem der Ansprüche bis 10, wobei die Dekontaminationseinheit
für die Dekontamination des Beutels eine Schmelzkammer (21) umfasst.
12. Entsorgungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei die Dekontaminationseinheit
für die Dekontamination der Flüssigkeit eine mit einem Trockenantiseptikum beaufschlagbaren
Schrägplatte (40) umfasst.
13. Verfahren zur Entsorgung eines Körperflüssigkeits-Sammelbeutels, mit den folgenden
Schritten:
Zerkleinern des Sammelbeutels,
Sammeln der Körperflüssigkeit getrennt vom zerkleinerten Sammelbeutel und
Dekontamination des Sammelbeutels und der Körperflüssigkeit.
14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei der Sammelbeutel vor seiner Dekontamination zerstückelt
wird und wobei bei der Dekontamination der zerstückelte Sammelbeutel von der Körperflüssigkeit
getrennt ist.
15. Verfahren nach Anspruch 13, wobei der Sammelbeutel zwecks Zerkleinerung und Dekontamination
geschmolzen oder verbrannt wird und wobei die Körperflüssigkeit getrennt vom Sammelbeutel
dekontaminiert wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, wobei die Körperflüssigkeit vor der
Zerkleinerung des Sammelbeutels diesem entnommen wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 16, wobei der entleerte Sammelbeutel mit
einer Desinfektionslösung gespült wird.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 17, wobei die Dekontamination des Beutels
und/oder der Flüssigkeit mindestens eine der folgenden Behandlungen umfasst: Bestrahlung
mit Gammastrahlen, Bestrahlen mit UV Strahlen, Erhitzen, Beflammung, Nassantiseptik,
Trockenantiseptik, Sterilfiltration.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 18, wobei der Sammelbeutel zur Entleerung
aufgestochen wird.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 19, wobei der Sammelbeutel im mit der Körperflüssigkeit
gefüllten Zustand zerstückelt wird.
1. A disposal device for body fluid collecting bags, wherein the device has a receptacle
for receiving at least one collecting bag comprising body fluid, a comminution unit
(2) for comminuting the collecting bag, a particle collecting container (8) for receiving
the comminuted collecting bag and at least one decontamination unit (7) for the decontamination
of the collecting bag and the body fluid.
2. The disposal device as claimed in claim 1, wherein it also has a fluid collecting
basin (5) for receiving the body fluid.
3. The disposal device as claimed in either of claims 1 and 2, wherein the decontamination
unit (7) comprises at least one of the following means: a gamma radiation source,
a UV light source, a heating unit, a flame-treatment unit, a wet antiseptic unit,
a dry antiseptic unit, a sterile filtration.
4. The disposal device as claimed in one of claims 1 to 3, wherein the same decontamination
unit (7) can be used for the simultaneous but separate treatment of the cut-up collecting
bag and the collected body fluid.
5. The disposal device as claimed in one of claims 1 to 4, wherein it has a flushing
unit (3) for cleaning the still not cut-up and/or the cut-up collecting bag.
6. The disposal device as claimed in claim 2, wherein it has at least one fluid-permeable
conveyor (4) for conveying the cut-up collecting bag, wherein the fluid collecting
basin (5) is arranged under this conveyor (4).
7. The disposal device as claimed in one of claims 1 to 6, wherein the decontamination
unit (7) is arranged along a conveying section (6) for the cut-up collecting bag and
along a conveying section (51) for the body fluid.
8. The disposal device as claimed in claim 7, wherein the conveying section (6) for the
cut-up collecting bag and the conveying section (51) for the body fluid run parallel
to each other and preferably one under the other.
9. The disposal device as claimed in either of claims 7 and 8, wherein the conveying
section (51) for the body fluid runs in a meandering form.
10. The disposal device as claimed in one of claims 7 to 9, wherein the conveying section
(6) for the cut-up collecting bag is formed by a continuously circulating conveyor
belt.
11. The disposal device as claimed in one of claims 1 to 10, wherein the decontamination
unit for the decontamination of the bag comprises a melting chamber (21).
12. The disposal device as claimed in one of claims 1 to 11, wherein the decontamination
unit for the decontamination of the fluid comprises a sloping plate (40) which can
be subjected to a dry antiseptic.
13. A method for the disposal of a body fluid collecting bag, with the following steps:
comminuting the collecting bag,
collecting the body fluid separately from the comminuted collecting bag and
decontaminating the collecting bag and the body fluid.
14. The method as claimed in claim 13, wherein the collecting bag is cut up into pieces
before its decontamination and wherein the cut-up collecting bag is separate from
the body fluid during the decontamination.
15. The method as claimed in claim 13, wherein the collecting bag is melted or incinerated
for the purpose of comminution and decontamination and wherein the body fluid is decontaminated
separately from the collecting bag.
16. The method as claimed in one of claims 13 to 15, wherein the body fluid is removed
from the collecting bag before the comminution of the latter.
17. The method as claimed in one of claims 13 to 16, wherein the emptied collecting bag
is flushed with a disinfecting solution.
18. The method as claimed in one of claims 13 to 17, wherein the decontamination of the
bag and/or of the fluid comprises at least one of the following treatments: irradiation
with gamma rays, irradiation with UV rays, heating up, flame exposure, a wet or dry
antiseptic process, sterile filtration.
19. The method as claimed in one of claims 13 to 18, wherein the collecting bag is pierced
open for emptying.
20. The method as claimed in one of claims 13 to 19, wherein the collecting bag is cut
up into pieces in the state in which it is filled with the body fluid.
1. Dispositif d'élimination de sacs collecteurs de liquide corporel, dans lequel le dispositif
présente une réception pour recevoir au moins un sac collecteur présentant du liquide
corporel, une unité de déchiquetage (2) pour déchiqueter le sac collecteur, un récipient
de captage des particules (8) pour recevoir le sac collecteur déchiqueté et au moins
une unité de décontamination (7) pour décontaminer le sac collecteur et le liquide
corporel.
2. Dispositif d'élimination selon la revendication 1, présentant en outre un bassin de
réception de liquide (5) pour recevoir le liquide corporel.
3. Dispositif d'élimination selon quelconque une des revendications 1 ou 2, dans lequel
l'unité de décontamination (7) comprend au moins un des moyens suivants : une source
de rayons gamma, une source de lumière UV, une unité de chauffage, une unité d'application
de flammes, une unité d'antiseptique humide, une unité d'antiseptique sec, une filtration
stérile.
4. Dispositif d'élimination selon quelconque une des revendications 1 à 3, dans lequel
cette même unité de décontamination (7) peut être utilisée pour le traitement simultané
mais séparé du sac collecteur déchiqueté et du liquide corporel collecté.
5. Dispositif d'élimination selon quelconque une des revendications 1 à 4, dans lequel
le dispositif présente une unité de rinçage (3) pour nettoyer le sac collecteur non
encore déchiqueté et/ou déchiqueté.
6. Dispositif d'élimination selon la revendication 2, présentant au moins un convoyeur
(4) perméable aux liquides pour transporter le sac collecté déchiqueté, où le bassin
de réception de liquide (5) est disposé sous ce convoyeur (4).
7. Dispositif d'élimination selon quelconque une des revendications 1 à 6, dans lequel
l'unité de décontamination (7) est disposée le long d'un chemin de transport (6) du
sac collecté déchiqueté et le long d'un chemin de transport (51) du liquide corporel.
8. Dispositif d'élimination selon la revendication 7, dans lequel le chemin de transport
(6) du sac collecté déchiqueté et le chemin de transport (51) du liquide corporel
sont parallèles l'un à l'autre et passent de préférence l'un sous l'autre.
9. Dispositif d'élimination selon quelconque une des revendications 7 ou 8, dans lequel
le chemin de transport (51) du liquide corporel forme des méandres.
10. Dispositif d'élimination selon quelconque une des revendications 7 à 9, dans lequel
le chemin de transport (6) du sac collecté déchiqueté est formé par une bande transporteuse
circulant sans fin.
11. Dispositif d'élimination selon quelconque une des revendications 1 à 10, dans lequel
l'unité de décontamination pour la décontamination du sac comprend une chambre de
fusion (21).
12. Dispositif d'élimination selon quelconque une des revendications 1 à 11, dans lequel
l'unité de décontamination pour la décontamination du liquide comprend une plaque
en biais (40) pouvant être alimentée avec un antiseptique sec.
13. Procédé d'élimination d'un sac collecteur de liquide corporel, comprenant les étapes
suivantes :
déchiquetage du sac collecteur,
collecte du liquide corporel séparément du sac collecteur déchiqueté et décontamination
du sac collecteur et du liquide corporel.
14. Procédé selon la revendication 13, dans lequel le sac collecteur est déchiqueté avant
sa décontamination et dans lequel le sac collecteur déchiqueté est séparé du liquide
corporel pendant la décontamination.
15. Procédé selon la revendication 13, dans lequel le sac collecteur est fondu ou brûlé
en vue du déchiquetage et de la décontamination et dans lequel le liquide corporel
est décontaminé séparément du sac collecteur.
16. Procédé selon quelconque une des revendications 13 à 15, dans lequel le liquide corporel
est prélevé du sac collecteur avant le déchiquetage de celui-ci .
17. Procédé selon quelconque une des revendications 13 à 16, dans lequel le sac collecteur
vidé est rincé avec une solution désinfectante.
18. Procédé selon quelconque une des revendications 13 à 17, dans lequel la décontamination
du sac et/ou du liquide comprend au moins quelconque un des traitements suivants :
irradiation avec des rayons gamma, irradiation avec des rayons UV, chauffage, application
de flammes, antiseptique humide, antiseptique sec, filtration stérile.
19. Procédé selon quelconque une des revendications 13 à 18, dans lequel le sac collecteur
est percé pour la vidange.
20. Procédé selon quelconque une des revendications 13 à 19, dans lequel le sac collecteur
est déchiqueté dans l'état rempli avec le liquide corporel.