| (19) |
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(11) |
EP 2 118 490 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.10.2010 Patentblatt 2010/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.12.2007 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/011306 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/080574 (10.07.2008 Gazette 2008/28) |
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| (54) |
KREISKOLBENMASCHINE
PLANETARY ROTATION MACHINE
MACHINE À PISTON ROTATIF
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
02.01.2007 DE 102007001021
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.11.2009 Patentblatt 2009/47 |
| (73) |
Patentinhaber: Raubacher, Heinz |
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71665 Vaihingen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Raubacher, Heinz
71665 Vaihingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Fleck, Hermann-Josef |
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Klingengasse 2 71665 Vaihingen/Enz 71665 Vaihingen/Enz (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-92/16728 US-A- 4 636 157
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GB-A- 2 262 965
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Kreiskolbenmaschine mit mindestens einem entlang
eines zumindest teilweisen Kreisbogens gekrümmten Ringkanal, in dem ein Kolben beweglich
in einem eine Bewegung vermittelnden, über einen Fluidanschluss einströmenden und
über einen anderen Fluidanschluss ausströmenden Fluid gelagert ist, welcher über einen
Hebel mit einem konzentrisch zu dem Kreisbogen mit seiner Drehachse koaxial angeordneten
Drehkörper gekoppelt ist, wobei der Hebel durch einen in der Wandung des Ringkanals
in Bewegungsrichtung des Kolbens eingebrachten, gedichteten Spalt zu dem Drehkörper
geführt ist, wobei in den Spaltbereich zwischen dem Hebel (5) und den beidseitig benachbarten
Wandabschnitten zum Verhindern eines Fluidaustritts Dichtmittel (13) eingebracht sind.
[0002] Eine Kreiskolbenmaschine dieser Art ist in der
WO 92/16728 A, die als nächstliegenden Stand der Technik angesehen wird, offenbart. Bei dieser
bekannten Kreiskolbenmaschine sind in einer torusförmigen Kammer mehrere Kolben angeordnet,
die über einen Spalt der torusförmigen Kammer und über ein Getriebe mit einer zentralen
Welle gekoppelt sind, um einen Drehantrieb zu bilden. In den Spalt des torusförmigen
Ringkanals sind Dichtmittel eingebracht.
[0003] Auch die
GB-A2 262 965 und die
US-A-4 636 157 zeigen Kreiskolbenmaschinen mit in einem Ringkanal angeordneten Kolben, die über
einen Spalt in dem Ringkanal mit einer zentralen Welle gekoppelt sind, wobei in dem
Spalt Dichtmittel angeordnet sind.
[0004] Eine weitere Kreiskolbenmaschine ist in der
DE 91 03 452 U1 angegeben. Bei dieser bekannten Kreiskolbenmaschine in Form eines Öldruckmotors wird
in einem kreisringförmigen Gehäuse ein mit einem Antrieb verbundener Kolben durch
Öldruckbeaufschlagung in Drehung versetzt. Hierzu wird in den rohrringförmigen Innenraum
des Gehäuses mittels einer Öldruckpumpe über eine Öldruckleitung Öl zugeführt, um
eine Voreilung des Kolbens zu erzielen. Zur Vermeidung von Ölstau-Energieverlusten,
die durch einen Ölstau zwischen einer Kolbenwand und einer Wand eines Schiebers entstehen
können, wird Öl über eine Saugleitung mittels einer zwischengeschalteten Absaugpumpe
in diesem Bereich beseitigt, wodurch ein kontinuierlich gleichmäßiger Kolbenumlauf
gewährleistet sein soll. Der Kolben ist an einer radial durch einen Spalt aus dem
rohrringförmigen Gehäuse geführten umlaufbaren Kolbenscheibe angebracht, die an einer
zentralen Motorwelle befestigt ist. Wie der Querschnitt nach Fig. 2 dieser Druckschrift
zeigt, erstrecken sich die beiden den Rohrringraum umgebenden Motorhälften über die
gesamte Querschnittsfläche des Motors, wobei die Welle durch die Motorhälften hindurchgeführt
ist. Bei der gezeigten Ausführung kann sich der Öldruck innerhalb des Zylinders nach
seinem Einstrom in den Zylinderraum in beiden Richtungen gleichermaßen ausbreiten,
wobei die Saugleitung offenbar in einem Ölsumpf endet. Bei diesem Aufbau wird keine
fortwährende Betriebsfunktion erreicht. Auch sind keine Angaben zu einer Abdichtung
gemacht, die jedoch für die Funktion wesentlich ist.
[0005] In der
DD 276 122 A1 ist ein Hydraulikmotor mit Getriebewirkung angegeben, mit dem bei niedrigen Drehzahlen
bestimmte Drehwinkeleinstellungen möglich sind. Dabei sind um ein Zahnrad auf einer
Welle, die in einem Gehäuse drehbar gelagert ist, radial Flachkolben mit keilförmiger
Spitze zum Zahnrad hin und einer T-förmigen Ausbildung auf der dem Zahnrad abgewandten
Seite in einer mit dem Gehäuse fest verbundenen Segmenthülse gleitbeweglich angeordnet.
In einen Zylinderraum eindringendes Öl schiebt die Flachkolben mit der keilförmigen
Spitze in die Verzahnung des Zahnrads. Durch die Teilungsdifferenz von Flachkolben
und Zahnrad wird das Zahnrad gedreht, wobei sich ständig mehrere Kolben im Eingriff
befinden. Durch die kontinuierliche, nacheinander erfolgende Beaufschlagung der Flachkolben
wird eine gleichförmige Drehbewegung erzeugt. Bei dieser Gestaltung des Hydraulikmotors
müssen eine Vielzahl von Flachkolben in Abstimmung aufeinander bewegt werden, wobei
deren Bewegung in radialer Richtung erfolgt. Dieser für definierte Drehwinkeleinstellungen
vorgesehene Aufbau ist relativ aufwändig und nur für relativ langsame Drehbewegungen
geeignet.
[0006] Die
FR 2 500 075 A1 zeigt einen weiteren Hydraulikmotor mit einem kreisbogenförmig gekrümmten Kreiszylinder
und darin angeordneten, von dem Hydraulikmedium beaufschlagten Kolben, die an einer
zentralen Welle befestigt sind. Innerhalb des Zylinderraums sind Klappen beweglich
gelagert, die in Aussparungen der Zylinderwand hineingeschwenkt werden, um den Weg
des durchlaufenden Kolbens freizugeben. In diesem Bereich ist jedoch keine wirksame
Abdichtung der Kolben entlang der Zylinderwand gegeben, so dass keine zuverlässige
Funktion gewährleistet ist. Auch können die Kolben den Zylinderraum nur in Einschwenkrichtung
der Klappen durchlaufen. Ferner sind die Kolben und Klappen einem hohen Verschleiß
unterworfen, wodurch eine dauerhafte Funktion und ein hohes Drehmoment nicht gewährleistet
sind. Der Zylinderraum ist von miteinander verbundenen Gehäusehälften eingefasst,
die radial zur Gehäusemitte hin ragende, an eine zentrale Welle angrenzende Vorsprünge
aufweisen. Zwischen den Vorsprüngen ist ein Spalt freigelassen, durch den Hebelarme
geführt sind, die einerseits mit den Kolben und andererseits mit der zentralen Welle
verbunden sind, wobei zwischen den als Kreisscheibe ausgebildeten Hebelarmen und den
Vorsprüngen Dichtelemente angeordnet sind. Die kreisscheibenförmigen Hebelarme sind
mit Aussparungen für einen Druckabbau versehen.
[0007] Eine weitere Kreiskolbenmaschine, die als Dosierpumpe ausgebildet ist, zeigt die
GB 1 283 907. Hierbei sind in zwei sich konzentrisch gegenüberliegenden Teilkreiszylindem gekrümmte
Kolben mit daran angeschlossenen gekrümmten Kolbenstangen gelagert, die von einer
zentralen Welle in Hin- und Herbewegung über einen an der Kolbenstange angreifenden
Hebel bewegt werden, um eine Flüssigkeit pulsförmig in genau dosierter Menge zu pumpen.
Die Kolbenstangen sind entsprechend dem Verlauf des Kreisbogens durch deren Querschnittsfläche
stirnseitig aus dem jeweiligen Teilkreiszylinder herausgeführt und außerhalb des Zylinders
mit dem Hebel gekoppelt. Durch diesen Aufbau ist die Bewegung des Kolbens bzw. der
Welle auf einen relativ geringen Winkelbereich beschränkt, wobei der Aufbau primär
Synchronisierfunktion besitzt. Außerdem ist eine exakte Führung und Kräfteübertragung
zwischen Welle und Kolben insbesondere bei relativ hohen Drehmomenten schwierig und
der Aufbau ist zum Übertragen hoher Kräfte bzw. Momente ungeeignet.
[0008] Weit verbreitet sind auch geradlinig ausgedehnte Kolben-/Zylindereinheiten für Antriebszwecke,
beispielsweise zum Bewegen eines Hebelarms bei einem Bagger. Hierbei ändert sich bei
der Schwenkbewegung der Hebelarm und dadurch auch das wirkende Moment und die Kräfte
insbesondere auch in den Lagerstellen.
[0009] Die
DE 39 00 375 zeigt eine Brennkraftmaschine mit in einem Ringraum gleichmäßig umlaufenden Kolben.
In diesen ringraumförmigen Zylinderraum sind die vier Arbeitstakte einer Brennkraftmaschine
in Reihe integriert. Hierbei ist es schwierig, einen genau steuerbaren Bewegungsablauf
über die Bewegungsstrecke zu erreichen. Außerdem erfordert der Aufbau aufwändige Maßnahmen
zur Steuerung der Verbrennung, Erzeugen des Brennstoffgemischs und Führung der Abgase.
Insbesondere auch bei langsamen Bewegungen und hohen Drehmomenten ist es schwierig,
eine derartige Maschine geeignet aufzubauen. Um eine derartige Brennkraftmaschine
geht es daher vorliegend nicht.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kreiskolbenmaschine mit einem in dem
Zylinderraum befindlichen Fluid, insbesondere einer inkompressiblen Flüssigkeit, bereit
zu stellen, mit der Bewegungsabläufe auch bei Übertragung hoher Drehmomente mit hoher
Genauigkeit steuerbar sind.
[0011] Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Hierbei ist vorgesehen,
dass in den Spaltbereich zwischen dem Hebel und den beidseitig benachbarten Wandabschnitten
zum Verhindern eines Fluidaustritts Dichtmittel eingebracht sind. Zu einem stabilen,
dichten Aufbau tragen des Weiteren die erfindungsgemäßen Maßnahmen bei, dass der Hebel
einerseits und die dem Spalt beidseitig benachbarten Wandbereiche des Ringkanals andererseits
mit ineinander greifenden komplementären Haltestrukturen versehen sind, deren Haltekräfte
einem Öffnen des Spalts entgegengerichtet sind.
[0012] Dieser Aufbau ergibt eine stabile Kopplung zwischen Kolben und Drehkörper. Über die
Länge des Hebels und/oder den Kanalquerschnitt bzw. die wirksame Fläche des Kolbens
kann eine Anpassung an die Erfordernisse des jeweiligen Einsatzzwecks in weiten Bereichen
erfolgen. Auch bei hohen Drehmomenten, beispielsweise für Antriebszwecke, ist eine
genaue Steuerung der Bewegungsabläufe z. B. über ein Programm in einer Steuereinrichtung
möglich, insbesondere wenn eine Flüssigkeit als inkompressibles Fluid verwendet wird.
Bei einem Antrieb kann die Steuerung vermittels einer exakt arbeitenden Pumpe und
in gewünschter Weise ansteuerbarer Schaltventile erfolgen. Der Querschnitt des Kolbens
bzw. Kanalraums braucht nicht kreisförmig zu sein, sondern kann auch eine praktisch
beliebige andere Form aufweisen. Auch braucht der Hebel nicht an der dem Drehkörper
unmittelbar gegenüberliegenden Seite der Kanalwandung herausgeführt zu werden, sondern
der Spalt kann beispielsweise auch an der Oberseite oder Unterseite des Ringkanals
angeordnet sein, wobei der Ringkanal mit seinem Gehäuse auf der Bewegungsebene des
Hebels aufgebaut werden kann. Unterstützt durch die Abdichtung werden hohe Antriebskräfte
und genaue Bewegungsabläufe erzielbar.
[0013] Eine vorteilhafte Führung des Hebels und Abdichtung des Spalts wird dadurch erreicht,
dass der Hebel über seinen gesamten Bewegungsbereich entlang der Spaltlänge z. B.
als Kreisring oder Kreisscheibe ausgedehnt ist.
[0014] Vorteilhafte Maßnahmen für die Abdichtung bestehen des Weiteren darin, dass die Wandung
des Ringkanals im Spaltbereich in radialer Richtung verbreitert ist.
[0015] Hierbei sind des Weiteren die Maßnahmen von Vorteil, dass die Haltestruktur an dem
Ringkanal als beidseitig entlang dem Spalt verlaufende radiale Vorsprünge und die
komplementäre Haltestruktur an dem Hebel als eine im Querschnitt klauenartige Klemme
ausgebildet sind.
[0016] Der Aufbau und die Funktion werden ferner dadurch begünstigt, dass der Hebel in Draufsicht
die Form einer Kreisscheibe oder eines Kreisausschnittes besitzt oder dass der Ringkanal
unmittelbar an den Außenumfang des Drehkörpers angrenzt. Zum Ankoppeln an dem Drehkörper,
beispielsweise eine Welle, können axial ein- oder beidseitig angebrachte Wellenstümpfe
dienen.
[0017] Für den Aufbau und die Montage sind auch die Maßnahmen von Vorteil, dass der Ringkanal
bezüglich der Bewegungsebene des Kolbens aus zwei miteinander verbundenen Halbschalen
zusammengesetzt ist. Die Halbschalen können dabei auf beiden Seiten des Ringkanals
vorteilhafte an Flanschen miteinander verschraubt sein und können unterschiedliche
Außenkontur aufweisen.
[0018] Verschiedene weitere Ausgestaltungsvarianten ergeben sich dadurch, dass der Drehkörper
bezüglich des Ringkanals außen oder innen angeordnet, insbesondere eine zentrale Welle
ist, und dass der Hebel mittels einer Nabe an die Welle gekoppelt ist, die eine Kraftübertragung
in beiden Drehrichtungen oder nur in einer Drehrichtung bewirkt und in der anderen
Drehrichtung einen Freilauf bewirkt.
[0019] Vorteilhafte weitere Maßnahmen bestehen darin, dass mindestens zwei unabhängig voneinander
umlaufende Kolben in einem 360° umfassenden Zylinder angeordnet sind oder dass mindestens
zwei Ringkanäle an einen Drehkörper gekoppelt sind, die auf sich radial gegenüberliegenden
Seiten des Drehkörpers angeordnet sind und/oder axial versetzt sind. Mit mehreren
Ringkanälen kann bei Parallelbetrieb z. B. das Antriebsmoment erhöht oder umgekehrt
eine Pumpleistung vergrößert werden. Bei sich radial gegenüberliegender Anordnung
mindestens zweier Ringkanäle kann durch entsprechende Steuerung eine fortlaufend um
360° umlaufende Bewegung des Drehkörpers bei einem Antrieb erreicht werden. Durch
einen zusätzlichen Axialversatz können Aufbauten mit verschiedener Überlappung der
Ringkanäle verwirklicht werden.
[0020] Eine Steuerung über größere Winkelbereiche kann z. B. dadurch erreicht werden, dass
mindestens zwei unabhängig voneinander umlaufende Kolben in einem 360° umfassenden
Kanal angeordnet sind oder dass mindestens zwei Ringkanäle an einen Drehkörper derart
gekoppelt und betrieben sind, dass die Kolben phasenverschoben arbeiten. Bei zwei
voneinander unabhängig in einem Ringkanal arbeitenden Kolben wird jeweils immer einer
durch ein ansteuerbares Verriegelungselement in seiner Bewegung relativ zu dem Kanal
gesperrt.
[0021] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung für die Bewegungssteuerung besteht darin,
dass Fluidanschlüsse der Ringkanäle in der Weise miteinander verbunden sind, dass
eine Rückführung des einen Kolbens durch den Antrieb des anderen Kolbens geschieht.
[0022] Ist vorgesehen, dass die Ausdehnung des Kolbens in Bogenrichtung des Kreiszylinders
verstellbar ist, so ergeben sich exakte Justiermöglichkeiten.
[0023] Ein für eine zuverlässige Funktion vorteilhafter Aufbau besteht ferner darin, dass
die Kreiskolbenmaschine als Aggregat für eine Hin- und Herbewegung ausgebildet ist,
wobei die Anschlüsse wechselseitig zum Einströmen oder Ausströmen des Fluids steuerbar
sind, dass die Wandung des Ringkanals im Spaltbereich eine erhöhte Breite aufweist,
dass der Hebel einerseits und die dem Spalt beidseitig benachbarten Wandbereiche des
Ringkanals andererseits mit ineinander greifenden komplementären Haltestrukturen versehen
sind, deren Haltekräfte einem Öffnen des Spaltes entgegengerichtet sind, und dass
die Haltestruktur an dem Ringkanal als beidseitig entlang dem Spalt verlaufende radiale
Vorsprünge und die komplementäre Haltestruktur an dem Hebel als eine im Querschnitt
klauenartige Klemme ausgebildet ist.
[0024] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen für vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, beispielsweise
den Drehkranz eines Krans, ergeben sich dadurch, dass der außen angeordnete Drehkörper
als Außen-Drehring und/oder der innen angeordnete Drehkörper als Innen-Drehring ausgebildet
sind und mit einer unteren und/oder oberen Tragkonstruktion versehen sind.
[0025] Dabei bestehen vorteilhafte Maßnahmen darin, dass der Drehkörper an einem Gehäuseteil
des Ringkanals mittels Kugeln oder Walzen gelagert ist.
[0026] Zu einer zuverlässigen Abdichtung tragen die Maßnahmen bei, dass die Dichtmittel
von ihrer von der Hebeloberfläche abgekehrten Seite her mit Druckkraft beaufschlagt
sind.
[0027] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, dass zwei Hebel mit zwei
in dem Ringkanal laufenden Kolben vorhanden sind und dass eine Verriegelungsvorrichtung
mit Verriegelungsmitteln vorgesehen ist mittels deren jeweils ein Drehkörper mit dem
zugehörigen Kolben festsetzbar ist und der stillstehende Kolben einen Kanalboden zum
Treiben des jeweils anderen Kolbens mit dem diesem zugeordneten Drehkörper bildet.
[0028] Eine vorteilhafte Anwendung besteht darin, dass die Kreiskolbenmaschine als Lenkantrieb
eines gelenkten Rades eingesetzt wird. Bei mehreren gelenkten Rädern ergeben sich
über ein einfach anpassbares Steuerprogramm individuelle, aufeinander abgestimmte
Steuerungen des Lenkeinschlags der Einzelräder eines Fahrzeugs.
[0029] Eine weitere vorteilhafte Anwendung besteht darin, dass die Kreiskolbenmaschine als
Drehantrieb eines Rades eingesetzt wird, so dass bei einem Fahrzeug z. B. jedem Rad
ein individueller Antrieb mit zentraler oder dezentraler Steuerung zugeordnet werden
kann.
[0030] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Kreiskolbenmaschine in Draufsicht in einer schematischen Schnitt- darstellung,
- Fig. 2
- die Kreiskolbenmaschine im Querschnitt bezüglich des Ringkanals in schematischer Darstellung,
- Fig. 3
- einen Ausschnitt der Kreiskolbenmaschine im Bereich einer Ankopplung eines Drehkörpers
in Form einer Welle,
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung einer Kopplung zweier Ringkanäle,
- Fig. 5
- einen Ausschnitt der Kreiskolbenmaschine im Bereich der Kopplung zwischen einem Ringkanal
und einem Hebel, der zwischen Kolben und Welle verläuft, im Querschnitt,
- Fig. 6
- einen Ausschnitt eines Aufbaubeispiels der Kreiskolbenmaschine mit außen liegendem
Drehkörper,
- Fig. 7
- einen Ausschnitt eines Aufbaubeispiels mit innen liegendem Drehkör- per,
- Fig. 8
- einen Ausschnitt der Kreiskolbenmaschine in einem Abdichtbereich und
- Fig. 9A und 9B
- einen Ausschnitt eines weiteren Ausführungsbeispiels der Kreiskolben- maschine mit
zwei Hebeln und einem gemeinsamen Ringkanal.
[0031] Die Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch eine Kreiskolbenmaschine senkrecht zu einem
Drehkörper in Form einer Welle 7 in schematischer Darstellung. Ein Kolben 2 wird in
einem sich entlang einem Teilkreis um mehr als 180° erstreckenden Ringkanal 1, beispielsweise
Kreiszylinder, geführt und überträgt durch einen Hebel 5, der z. B. als kreisförmige
Scheibe ausgebildet ist, die Bewegung des Kolbens über eine Nabe 6 auf die Welle 7.
[0032] Der Kolben 2 wird z. B. als Antriebsglied durch Einpumpen eines vorteilhafterweise
inkompressiblen Fluids durch einen entsprechenden Fluidanschluss 3 oder 4 und Abführen
des Fluids über den anderen Fluidanschluss 4 bzw. 3 bewegt. Auf der Welle 7 sitzt
zur Kopplung zwischen dem Hebel 5 und der Welle die Nabe 6, die in verschiedener Weise
ausgeführt sein kann, beispielsweise zur Übertragung des Drehmoments auf die Welle
7 in einer Richtung und Freilauf in der anderen Richtung oder zur Drehmomentübertragung
in beiden Richtungen. Bereits bei nur einem Ringkanal 1 und entsprechender Bauweise
des Kolbens 2 kann ein relativ großer Winkelbereich zwischen z. B. 180° und 320° abgedeckt
werden, so dass der Kreiskolbenantrieb als Aggregat für eine Hin- und Herbewegung
beispielsweise für die Lenkung einzelner Räder bei einem Fahrzeug, wie etwa einem
Gabelstapler, vorteilhaft verwendet werden kann.
[0033] Bei einer Ausgestaltung des Kreiskolbenantriebs können auch zwei oder mehr Ringkanäle
1 bzw. Kreiszylinder vorgesehen sein, die in gleicher Richtung parallel betrieben
werden oder die in entgegen gesetzter Richtung ihre Drehmomente übertragen, wobei
der jeweils andere Hebel im Freilauf bezüglich der Welle 7 betrieben wird. Oder die
Ringkanäle 1 können bezüglich der Welle auf radial gegenüberliegenden Seiten gegebenenfalls
axial bezüglich der Welle versetzt angeordnet sein, so dass mittels mehrerer Ringkanäle
1 durch phasenversetzte Ansteuerung auch eine fortlaufende Rotationsbewegung der Welle
um 360° realisiert werden kann. Auch kann durch die Steuerung bei unverändertem Aufbau
des Antriebsaggregates durch entsprechende Ansteuerung von Schaltventilen 11 dasselbe
Antriebsaggregat einmal im Parallelbetrieb der Ringkanäle 1 und das andere Mal im
versetzten Betrieb besteuert werden. Auch Mischformen sind möglich. Es können also
mit derselben Maschine unterschiedliche Drehmomentbereiche und Winkelbereiche der
Bewegung abgedeckt werden.
[0034] Eine andere Ausführungsform besteht darin, dass zwei Kolben in demselben Ringkanalraum
arbeiten, wobei den Kolben getrennte, axial versetzte Hebel zugeordnet sind, welche
über freischaltbare Verriegelungselemente, wie z.B. Sperrklinken, über eine Nabe mit
der Welle 7 gekoppelt sind, wie in Fig. 3 schematisch dargestellt. Auf diese Weise
sind die Kolben relativ zueinander in dem Zylinderraum bewegbar, um durch geeignete
Steuerung den Antrieb zu bewirken.
[0035] Fig. 2 zeigt einen axialen Schnitt der Kreiskolbenmaschine. Auf der linken Seite
ist der Kolben 2 in dem Ringkanal 1 bzw. Kreiszylinder zu sehen. In dieser Darstellung
wird deutlich, wie der Hebel 5, z. B. realisiert durch eine kreisförmige Scheibe,
in den Ringkanal 1 hineinreicht und mit dem Ringkanal 1 den Hohlraum abschließt. Dabei
ist der Hebel 5 mit dem Kolben 2 fest verbunden.
[0036] Fig. 3 zeigt einen Querschnitt der Kreiskolbenmaschine im Bereich der Welle 7 und
der Nabe 6. Hierbei ist ein Freilauf mittels Verriegelungselementen in Form von Klinken
8 und Noppen 9 bzw. einer Zahnung gebildet, wobei sich die Sperrklinken 8 in Antriebsrichtung
an steilen Flanken der Noppen 9 bzw. Zahnung abstützen, während die Klinken 8 in Freilaufrichtung
über die flachen Flanken der Noppen 9 bzw. Zahnung hinweggleiten. Ein derartiger Sperrklinkenmechanismus
kann mit in beiden Richtungen schwenkbaren Doppelklinken auch in der Weise aufgebaut
sein, dass ein Antrieb einerseits und Freilauf andererseits in beiden Richtungen ermöglicht
wird, wozu entsprechend steile und flache Zahnflanken in unterschiedlicher Richtung
an der Welle oder Nabe z. B. axial versetzt vorgesehen sind, mit denen die dann ebenfalls
axial versetzten Sperrklinken zusammenwirken. Zum Verstellen der Sperrklinken ist
z. B. ein Schaltmagnet oder Hydrauliksteller vorgesehen.
[0037] Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung zur Kopplung zweier Ringkanäle 1 zu einem
Kreiskolbenantrieb. Die Kopplung ermöglicht es, bei einem entsprechenden Anschluss
an das Schaltventil 11, die Welle 7 mit konstantem Drehmoment anzutreiben bzw. das
Fluid mit konstantem Fluss mittels einer Pumpe 15 zu pumpen. Hierzu werden die Fluidanschlüsse
4A und 3B bzw. 3A und 4B über eine Verbindungsleitung 10 verbunden, so dass während
der eine Kolben (z. B. 2A) die Welle 7 antreibt, der andere Kolben (z. B. 2B) zurückgeführt
wird. Der Pfeil in Fig. 4 deutet die Richtung an, in der eine Kraft auf die Welle
7 ausgeübt werden kann.
[0038] Fig. 5 zeigt eine Ausführung der Kreiskolbenmaschine, bei der ein Druck auf die Wandung
des Ringkanals 1 durch eine an dem Hebel 5 angebrachte klauenartige Klemme 12 aufgenommen
wird. Dadurch kann die Wandung z. B. deutlich dünner ausgeführt werden als ohne eine
derartige Klemme oder die Kreiskolbenmaschine kann für deutlich höheren Druck ausgelegt
werden. An den beidseitigen Vorsprüngen 14 im Spaltbereich, die von der Klemme 12
übergriffen werden, können im Spaltbereich zu den beiden angrenzenden Hebelflächen
Dichtungselemente 13, insbesondere Dichtungsringe, vorteilhaft eingesetzt werden.
[0039] Ein kurzer Hebel 5 wird z. B. dadurch erreicht werden, dass die Welle 7 und der Ringkanal
1 im Spaltbereich aneinander grenzen und z. B. eine Abdichtung in der Weise vorgenommen
wird, wie in Fig. 5 gezeigt.
[0040] Weiterhin ist vorteilhaft vorgesehen, dass die Ringkanäle 1 z. B. in der mittleren
Bewegungsebene der Kolben 2 aus zwei Teilen zusammengesetzt sind, so dass der Kolben
2 und die Dichtungen 13 problemlos eingesetzt werden können. Hierbei kann z. B. auch
auf der Außenseite der Ringkanäle 1 ein Flansch zum Verspannen der beiden Halbschalen
des Kreiszylinders 1 angeformt sein.
[0041] Die beschriebene Grundeinheit der Kreiskolbenmaschine lässt sich für verschiedene
Zwecke einsetzen, beispielsweise als zentraler oder dezentraler Lenkantrieb von Rädern,
als Drehantrieb von Rädern, als hydraulischer Stellmotor, in Kombination als hydraulische
Pump-/Motorenanordnung z. B. zum Nachbilden einer Kardanwelle und dgl.
[0042] Eine Ausgestaltungsvariante für den Antrieb eines Drehkörpers, der außen bezüglich
des Ringkanals 1 bzw. Kreiszylinders angeordnet ist, zeigt Fig. 6. Der außen angeordnete
Drehkörper ist dabei an einem Gehäuseabschnitt des Ringkanals 1, und zwar an einer
oberen Gehäusehälfte, zusätzlich zu dem Hebel, der auch hierbei beispielsweise als
Kreisscheibe ausgebildet ist, mittels eines Kugellagers gelagert. Entsprechend ist
der Hebel 5 in Form der Treibscheibe durch einen Spalt am äußeren Umfang des Ringkanals
1 herausgeführt und im Spalt mittels der Dichtmittel 13 abgedichtet. Auf der Treibscheibe
ist der Drehkörper, vorliegend ausgebildet als Außen-Drehring 20, angebracht und seinerseits
mit einer oben liegenden Tragkonstruktion 31 versehen, auf der dann ein zu drehender
Aufbau, beispielsweise ein Krangerüst, montiert werden kann. Auch eine Tragkonstruktion
30 an der Unterseite des Außen-Drehrings 20 ist ohne Weiteres realisierbar, soweit
entsprechende Anforderungen zu erfüllen sind. Auch das Gehäuse des Ringkanals 1 kann
in vielfältiger Weise aufgebaut und mit einer für den jeweiligen Fall geeigneten Basis
verbunden sein. Der Außen-Drehring 20 ist z. B. über ein Vier-Punkt-Lagerteil an dem
Gehäuse des Ringkanals 1 gelagert. Alternativ kann die Treibscheibe, soweit erforderlich,
auch durch einen oben oder unten (Nord- bzw. Südseite) des Ringkanals 1 angeordneten
Spalt herausgeführt sein und selbst außerhalb des Spalts z. B. nach außen oder innen
horizontal oder schräg weiter verlaufen.
[0043] Fig. 7 zeigt eine Ausgestaltung der Kreiskolbenmaschine, bei der der Drehkörper als
Innen-Drehring 21 ausgeführt ist, an dem ebenfalls eine oben liegende Tragkonstruktion
31 angekoppelt ist. Hierbei ist eine zusätzliche Lagerung über ein Kugellager im unteren
Bereich eines Abschnitts des Ringkanal-Gehäuses vorgesehen. Auch hierbei kann alternativ
eine untere Tragekonstruktion an dem Innen-Drehring 21 vorgesehen sein und eine untere
Tragekonstruktion 30 zur Aufnahme des Ringkanal-Gehäuses. Alternativ kann auch bei
dieser Ausführung, soweit zweckmäßig, ein Spalt für den Hebel 5 auf der Oberseite
oder der Unterseite des Ringkanals 1 angeordnet sein. In jedem Falle ist auch hierbei
eine zuverlässige Abdichtung mit Dichtmitteln 13 erforderlich.
[0044] Fig. 8 zeigt eine nähere Ausgestaltung der Abdichtmittel 13. Diese sind in eine Ringnut
an dem Gehäuseteil im Spaltbereich eingebracht und so ausgelegt, dass sie in axialer
und radialer Richtung eine zuverlässige Abdichtung um den Ringkanal 1 zu dem Hebel
5 hin bilden. Hierzu wird die von der Oberfläche des Hebels 5 abgelegene Außenseite
des Dichtmittels 13 mit einem Anpressdruck, beispielsweise über ein Fluid bewirkt,
bei dem es sich um dasselbe Fluid wie in dem Ringkanal 1 handeln kann, welches über
getrennte Kanäle zugeführt wird. Der hydraulische Druck kann dabei geeignet eingestellt
und z. B. mittels Ventilen gesichert werden. Auch in dem Raum des Ringkanals können,
soweit vorhanden, Übergänge zwischen Gehäuseteilen, zwischen Gehäuse und Kolben und/oder
Hebel 5 mit weiteren Dichtmitteln abgedichtet werden, die zugleich auch, wo erforderlich,
mit angepassten Führungsflächen ausgestattet sind. Die Anpressung kann dabei in der
vorstehend genannten Weise erfolgen.
[0045] Eine weitere Ausgestaltung der Kreiskolbenmaschine ist in den Fig. 9A (teilweise
geschnittener Ausschnitt in Draufsicht) und 9B (teilweise geschnittener Ausschnitt
im Querschnitt) gezeigt. Bei dieser Ausgestaltung sind zwei getrennte Hebel 5, die
vorzugsweise als Treibscheiben ausgebildet sind, mit zwei in demselben Ringkanal 1
angetriebenen Kolben 2 verbunden. Eine Treibscheibe 5 wird dabei über ein z. B. hydraulisches
oder elektromechanisches Verriegelungssystem mit Verriegelungsmitteln 16 festgehalten
und bildet einen Boden im Ringkanal, gegen den sich ein Druck zum Antrieb der freien
Treibscheibe 5' mit dem anderen Kolben 2 aufbauen kann. Hierdurch kann die bewegliche
Treibscheibe 5' z. B. zu einem Umlauf von ca. 315° ausgelegt sein, wonach hydraulisch
bzw. (bei entsprechender Ausbildung) das Verriegelungsmittel 16 elektromechanisch
umgeschaltet wird. Die zuvor angetriebene Treibscheibe 5' mit ihrem Kolben 2 wird
mit dem zugeordneten Verriegelungsmittel 16 festgesetzt und die bisher festliegende
Treibscheibe 5 wird entriegelt und freigegeben. Durch dieses wechselseitige Umschalten
der umlaufenden Kolben 2 mit ihren Treibscheiben 5, 5' ergibt sich ein beliebiger
Drehwinkel. Für die Steuerung ist eine Ölzuführung 17 und ein Rücklauf vorteilhaft
über das Gehäuse, die Treibscheiben 5 bzw. 5' und Kolben 2 gebildet, wie aus den Fig.
9A und 9B ersichtlich. Dieser Aufbau kann in Verbindung mit den zuvor beschriebenen
Drehkörpern in verschiedener Weise an unterschiedliche Anwendungen und Aufbauten angepasst
werden.
1. Kreiskolbenmaschine mit mindestens einem entlang eines zumindest teilweisen Kreisbogens
gekrümmten Ringkanal (1), in dem ein Kolben (2) beweglich in einem eine Bewegung vermittelnden,
über einen Fluidanschluss (3 oder 4) einströmenden und über einen anderen Fluidanschluss
(4 oder 3) ausströmenden Fluid gelagert ist, welcher über einen Hebel (5) mit einem
konzentrisch zu dem Kreisbogen mit seiner Drehachse koaxial angeordneten Drehkörper
gekoppelt ist, wobei der Hebel (5) durch einen in der Wandung des Ringkanals (1) in
Bewegungsrichtung des Kolbens (2) eingebrachten, gedichteten Spalt zu dem Drehkörper
geführt ist, wobei in den Spaltbereich zwischen dem Hebel (5) und den beidseitig benachbarten
Wandabschnitten zum Verhindern eines Fluidaustritts Dichtmittel (13) eingebracht sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Hebel (5) einerseits und die dem Spalt beidseitig benachbarten Wandbereiche des
Ringkanals (1) andererseits mit ineinander greifenden komplementären Haltestrukturen
(12, 14) versehen sind, deren Haltekräfte einem Öffnen des Spalts entgegengerichtet
sind.
2. Kreiskolbenmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Hebel (5) entlang der gesamten Spaltlänge ausgedehnt ist.
3. Kreiskolbenmaschine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wandung des Ringkanals (1) im Spaltbereich auf ihrer Außenseite verbreitert ist.
4. Kreiskolbenmaschine nach einem der vorhandenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Haltestruktur an dem Ringkanal (1) als beidseitig entlang dem Spalt verlaufende
radiale Vorsprünge (14) und die komplementäre Haltestruktur an dem Hebel (5) als eine
im Querschnitt klauenartige Klemme (12) ausgebildet sind.
5. Kreiskolbenmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Hebel (5) in Draufsicht die Form einer Kreisscheibe oder eines Kreisausschnittes
besitzt oder
dass der Ringkanal (1) unmittelbar an den Außenumfang des Drehkörpers (7) angrenzt.
6. Kreiskolbenmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ringkanal (1) bezüglich der Bewegungsebene des Kolbens (2) aus zwei miteinander
verbundenen Halbschalen zusammengesetzt ist.
7. Kreiskolbenmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Drehkörper bezüglich des Ringkanals (1) außen angeordnet ist oder innen angeordnet
und als zentrale Welle (7) ausgebildet ist, wobei der Hebel (5) mittels einer Nabe
(6) an die Welle (7) gekoppelt ist, die eine Kraftübertragung in beiden Drehrichtungen
oder nur in einer Drehrichtung bewirkt und in der anderen Drehrichtung einen Freilauf
bewirkt.
8. Kreiskolbenmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens zwei Ringkanäle (1) an einen Drehkörper gekoppelt sind, die auf sich radial
gegenüberliegenden Seiten des Drehkörpers angeordnet sind und/oder axial versetzt.
9. Kreiskolbenmaschine nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens zwei Ringkanäle (1) an einen Drehkörper derart gekoppelt und so betrieben
sind, dass die Kolben phasenverschoben arbeiten.
10. Kreiskolbenmaschine nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass Fluidanschlüsse (4.1, 4.2) der Ringkanäle (1) in der Weise miteinander verbunden
sind, dass eine Rückführung des einen Kolbens (2) durch den Antrieb des anderen Kolbens
(2) geschieht.
11. Kreiskolbenmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ausdehnung des Kolbens in Bogenrichtung des Ringkanals (1) verstellbar ist.
12. Kreiskolbenmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kreiskolbenmaschine als Aggregat für eine Hin- und Herbewegung ausgebildet ist,
wobei die Anschlüsse wechselseitig zum Einströmen oder Ausströmen des Fluids steuerbar
sind,
dass die Wandung des Ringkanals (1) im Spaltbereich eine erhöhte Breite aufweist,
dass die Haltestruktur an dem Ringkanal (1) als beidseitig entlang dem Spalt verlaufende
radiale Vorsprünge (14) und die komplementäre Haltestruktur an dem Hebel (5) als eine
im Querschnitt klauenartige Klemme (12) ausgebildet ist.
13. Kreiskolbenmaschine nach einem der Ansprüche 7 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass der außen angeordnete Drehkörper als Außen-Drehring (20) und/oder der innen angeordnete
Drehkörper als Innen-Drehring (21) ausgebildet sind und mit einer unteren und/oder
oberen Tragkonstruktion (30, 31) versehen sind.
14. Kreiskolbenmaschine nach einem der Ansprüche 7 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Drehkörper an einem Gehäuseteil des Ringkanals (1) mittels Kugeln oder Walzen
gelagert ist.
15. Kreiskolbenmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dichtmittel (13) von ihrer von der Hebeloberfläche abgekehrten Seite her mit
Druckkraft beaufschlagt sind.
16. Kreiskolbenmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwei Hebel (5) mit zwei in dem Ringkanal (1) laufenden Kolben (2) vorhanden sind
und
dass eine Verriegelungsvorrichtung mit Verriegelungsmitteln (16) vorgesehen ist mittels
deren jeweils ein Drehkörper mit dem zugehörigen Kolben (2) festsetzbar ist und der
stillstehende Kolben (2) einen Kanalboden zum Treiben des jeweils anderen Kolbens
(2) mit dem diesem zugeordneten Drehkörper bildet.
17. Anwendung der Kreiskolbenmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche als Lenkantrieb
eines Rades.
18. Anwendung der Kreiskolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11 als Drehantrieb
eines Rades.
1. Planetary rotation machine including at least one annular channel (1), which is curved
along an at least partial arc of a circle and in which a piston (2) is mounted so
as to be moveable in a fluid that imparts movement, flows in via a fluid connection
(3 or 4) and flows out via another fluid connection (4 or 3), said piston being coupled
via a lever (5) to a rotating body that is located concentrically to the arc of the
circle and coaxially to its axis of rotation, wherein the lever (5) is guided through
a sealed gap to the rotating body, said gap admitted in the wall of the annular channel
(1) in the direction of movement of the piston (2), wherein sealing means (13) are
admitted into the gap region between the lever (5) and the wall sections adjacent
on two sides to prevent an escape of fluid, characterized in that the lever (5), on the one hand, and the wall regions of the annular channel (1) adjacent
the gap on both sides, on the other hand, are provided with interlocking complementary
holding structures (12, 14), the holding forces of said holding structures being in
opposition to an opening of the gap.
2. Planetary rotation machine according to Claim 1, characterized in that the lever (5) extends along the entire length of the gap.
3. Planetary rotation machine according to Claim 1 or 2, characterized in that the outside of the wall of the annular channel (1) is widened in the gap region.
4. Planetary rotation machine according to one of the existing claims, characterized in that the holding structure on the annular channel (1) is realized as radial projections
(14) that extend along both sides of the gap and the complementary holding structure
on the lever (5) is realized as a clip (12) that is claw-like in cross section.
5. Planetary rotation machine according to one of the preceding claims, characterized in that the lever (5), when viewed in top view, has the form of a circular disc or a circular
segment or in that the annular channel (1) directly adjoins the outer circumference of the rotating
body (7).
6. Planetary rotation machine according to one of the preceding claims, characterized in that with reference to the plane of movement of the piston (2), the annular channel (1)
is composed of two interconnected half shells.
7. Planetary rotation machine according to one of the preceding claims, characterized in that the rotating body is located externally with reference to the annular channel (1)
or is located internally and is realized as a central shaft (7), wherein the lever
(5) is coupled by means of a hub (6) to the shaft (7), which brings about a force
transmission in both directions of rotation or brings about a force transmission in
only one direction of rotation and brings about a free-wheeling in the other direction
of rotation.
8. Planetary rotation machine according to one of the preceding claims, characterized in that at least two annular channels (1) are coupled to a rotating body, said annular channels
being located on radially opposite sides of the rotating body and/or being axially
offset.
9. Planetary rotation machine according to Claim 8, characterized in that at least two annular channels (1) are coupled to a rotating body in such a manner
and are operated such that the pistons act in a phase-shifted manner.
10. Planetary rotation machine according to Claim 9, characterized in that fluid connections (4.1, 4.2) of the annular channel (1) are interconnected in the
manner that the one piston (2) is restored by the driving of the other piston (2).
11. Planetary rotation machine according to one of the preceding claims, characterized in that the extension of the piston is adjustable in the direction of the curve of the annular
channel (1).
12. Planetary rotation machine according to one of the preceding claims, characterized in that the planetary rotation machine is realized as a unit for a reciprocating movement,
wherein the connections are controllable in an alternating manner for the fluid flowing
in or flowing out, in that the wall of the annular channel (1) is thicker in the gap region and in that the holding structure is realized on the annular channel (1) as radial projections
(14) that extend along both sides of the gap and the complementary holding structure
on the lever (5) is realized as a clip (12) that is claw-like in cross section.
13. Planetary rotation machine according to one of the Claims 7 to 12, characterized in that the externally located rotating body is realized as an external rotating ring (20)
and/or the internally located rotating body is realized as an internal rotating ring
(21) and they are provided with a lower and/or upper carrying construction (30, 31).
14. Planetary rotation machine according to one of the Claims 7 to 13, characterized in that the rotating body is mounted on a housing part of the annular channel (1) by means
of balls or rollers.
15. Planetary rotation machine according to one of the preceding claims, characterized in that the sealing means (13) are acted upon with compressive force from their side remote
from the surface of the lever.
16. Planetary rotation machine according to one of the preceding claims, characterized in that there are two levers (5) with two pistons (2) running in the annular channel (1)
and in that a locking device with locking means (16) is provided, by means of which in each case
a rotating body can be secured to the associated piston (2) and the non-operational
piston (2) forms a channel bottom for driving the respective other piston (2) with
the rotating body associated thereto.
17. Use of the planetary rotation machine according to one of the preceding claims as
the steering drive of a wheel.
18. Use of the planetary rotation machine according to one of Claims 1 to 11 as the rotating
drive of a wheel.
1. Machine à piston rotatif avec au moins un conduit annulaire (1), cintré le long d'un
arc de cercle au moins partiel, dans lequel un piston (2) est logé mobile dans un
fluide conférant un mouvement, entrant par un branchement de fluide (3 ou 4) et sortant
par un autre branchement de fluide (4 ou 3), piston qui est couplé par l'intermédiaire
d'un levier (5) à un corps rotatif disposé concentriquement à l'arc de cercle et coaxialement
à l'axe de rotation du piston, sachant que le levier (5) est conduit vers le corps
rotatif à travers une fente étanchéifiée ménagée dans la paroi du conduit annulaire
(1) dans le sens de déplacement du piston (2), sachant que des moyens d'étanchéité
(13) sont, afin d'empêcher l'échappement de fluide, insérés dans la région de la fente
entre le levier (5) et les portions de paroi voisines des deux côtés, caractérisée en ce que le levier (5) d'une part, et les portions de paroi du conduit annulaire (1) voisines
de la fente des deux côtés d'autre part, sont pourvus de structures de retenue complémentaires
(12, 14) en engagement mutuel, dont les forces de retenue s'opposent à l'ouverture
de la fente.
2. Machine à piston rotatif selon la revendication 1, caractérisée en ce que le levier (5) s'étend sur toute la longueur de la fente.
3. Machine à piston rotatif selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la paroi du conduit annulaire (1) est élargie sur son côté extérieur dans la région
de la fente.
4. Machine à piston rotatif selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la structure de retenue sur le conduit annulaire (1) est réalisée sous la forme de
saillies radiales (14) s'étendant de part et d'autre le long de la fente, et la structure
de retenue complémentaire sur le levier (5) est réalisée sous la forme d'un moyen
de serrage (12) à section du genre mâchoire.
5. Machine à piston rotatif selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le levier (5) possède en vue de dessus la forme d'un disque circulaire ou d'un segment
circulaire, ou en ce que le conduit annulaire (1) est directement limitrophe de la circonférence extérieure
du corps rotatif (7).
6. Machine à piston rotatif selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le conduit annulaire (1) est composé, relativement au plan de déplacement du piston
(2), de deux demi-coques mutuellement assemblées.
7. Machine à piston rotatif selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le corps rotatif est disposé extérieurement relativement au conduit annulaire (1),
ou est disposé intérieurement et réalisé sous forme d'arbre central (7), sachant que
le levier (5) est couplé à l'arbre (7) par l'intermédiaire d'un moyeu (6) qui produit
une transmission de force dans les deux sens de rotation, ou qui produit une transmission
de force dans un seul sens de rotation et une rotation en roue libre dans l'autre
sens de rotation.
8. Machine à piston rotatif selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins deux conduits annulaires (1) sont couplés à un corps rotatif, qui sont disposés
sur des côtés radialement opposés du corps rotatif et/ou qui sont axialement décalés.
9. Machine à piston rotatif selon la revendication 8, caractérisée en ce qu'au moins deux conduits annulaires (1) sont couplés à un corps rotatif et sont exploités
de telle sorte que les pistons fonctionnent en déphasage.
10. Machine à piston rotatif selon la revendication 9, caractérisée en ce que des branchements de fluide (4.1, 4.2) des conduits annulaires (1) sont mutuellement
reliés de telle sorte que l'entraînement d'un des pistons (2) produit le retour de
l'autre piston (2).
11. Machine à piston rotatif selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'étendue du piston dans la direction de l'arc du conduit annulaire (1) est réglable.
12. Machine à piston rotatif selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la machine à piston rotatif est conçue comme organe pour un mouvement de va-et-vient,
sachant que les branchements peuvent être alternativement commandés pour l'entrée
et la sortie du fluide,
en ce que la paroi du conduit annulaire (1) présente une largeur accrue dans la région de la
fente,
et en ce que la structure de retenue sur le conduit annulaire (1) est réalisée sous la forme de
saillies radiales (14) s'étendant de part et d'autre le long de la fente, et la structure
de retenue complémentaire sur le levier (5) est réalisée sous la forme d'un moyen
de serrage (12) à section du genre mâchoire.
13. Machine à piston rotatif selon l'une des revendications 7 à 12, caractérisée en ce que le corps rotatif disposé extérieurement est réalisé sous forme de bague rotative
extérieure (20) et/ou le corps rotatif disposé intérieurement est réalisé sous forme
de bague rotative intérieure (21), et ils sont pourvus d'une construction porteuse
inférieure et/ou supérieure (30, 31).
14. Machine à piston rotatif selon l'une des revendications 7 à 13, caractérisée en ce que le corps rotatif est logé sur une partie de boîtier du conduit annulaire (1) au moyen
de billes ou de rouleaux.
15. Machine à piston rotatif selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les moyens d'étanchéité (13) sont sollicités par une force de compression depuis
leur côté opposé à la surface du levier.
16. Machine à piston rotatif selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que deux leviers (5) sont présents, avec deux pistons (2) se déplaçant dans le conduit
annulaire (1),
et en ce qu'il est prévu un dispositif de verrouillage avec des moyens de verrouillage (16) qui
permettent chacun d'immobiliser un corps rotatif respectif avec le piston associé
(2), et le piston stationnaire (2) forme un fond de conduit pour entraîner l'autre
piston respectif (2) avec le corps rotatif associé à ce dernier.
17. Utilisation de la machine à piston rotatif selon l'une des revendications précédentes
comme entraînement directeur d'une roue.
18. Utilisation de la machine à piston rotatif selon l'une des revendications 1 à 11 comme
entraînement en rotation d'une roue.
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