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(11) |
EP 2 118 972 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.09.2010 Patentblatt 2010/38 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.12.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/010937 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/098607 (21.08.2008 Gazette 2008/34) |
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| (54) |
ÜBERSPANNUNGSSCHUTZMAGAZIN
OVERVOLTAGE PROTECTION MAGAZINE
CASSETTE DE LIMITEURS DE SURTENSION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL BA HR MK RS |
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Priorität: |
12.02.2007 DE 102007006693
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.11.2009 Patentblatt 2009/47 |
| (73) |
Patentinhaber: ADC GmbH |
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14167 Berlin (DE) |
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Erfinder: |
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- NEUMETZLER, Heiko
12623 Berlin (DE)
- STARK, Joachim
13595 Berlin (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 10 317 621 US-B1- 6 198 615
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US-A- 4 504 883
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Überspannungsschutzmagazin zum Einstecken in eine Anschlussleiste
für die Telekommunikations- und Datentechnik.
[0002] Ein solches Überspannungsschutzmagazin ist beispielsweise aus der
DE 103 17 621 A1 bekannt.
[0003] Aus der
DE 10 2004 017 605 B3 ist ein Steckverbinder für Leiterplatten bekannt, umfassend eine Anzahl von Kontaktelementen,
wobei die Kontaktelemente jeweils zwei Anschlussseiten aufweisen, wobei die eine Anschlussseite
als Schneid-Klemm-Kontakt zum Anschließen von Adern und die andere Anschlussseite
als Gabelkontakt zum Kontaktieren von Anschlussflächen auf einer Leiterplatte ausgebildet
sind. Das Kontaktelement ist dabei zweiteilig ausgebildet, wobei ein erstes Teil des
Kontaktelementes den Schneid-Klemm-Kontakt und das zweite Teil den Gabelkontakt umfassen,
wobei an beiden Teilen des Kontaktelementes jeweils ein Kontaktschenkel angeordnet
ist, wobei die beiden Kontaktschenkel einen Trennkontakt bilden. In eine derartige
Reihe von Trennkontakten kann dann ein Überspannungsschutzmagazin eingesteckt werden.
[0004] Aus der
US-A-4 504 883 ist ein Überspannungsschutzmagazin bekannt, umfassend ein Kunststoffgehäuse, elektrische
Kontakte, Überspannungsschutzelemente und mindestens einen Kontaktkamm, wobei die
elektrischen Kontakte in dem Kunststoffgehäuse angeordnet sind und jeweils einen Einsteckbereich
und einen Kontaktbereich aufweisen, wobei die elektrischen Kontakte im Einsteckbereich
in einer Reihe angeordnet sind, das Kunststoffgehäuse Aufnahmen für die Überspannungsschutzelemente
aufweist, wobei die Kontaktbereiche der elektrischen Kontakte in die jeweilige Aufnahme
ragen und einen ersten elektrischen Kontakt zum jeweiligen Überspannungsschutzelement
herstellen und der Kontaktkamm federnde Kontaktelemente im Bereich der Aufnahmen aufweist,
die den zweiten Kontakt zum Überspannungsschutzelement herstellen. Dabei sind die
Aufnahmen in zwei zueinander versetzt angeordneten Reihen auf einer Seite angeordnet.
[0005] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein Überspannungsschutzmagazin
zu schaffen, das kompakt aufgebaut ist.
[0006] Die Lösung des technischen Problems ergibt sich durch den Gegenstand mit den Merkmalen
des Anspruchs 1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
[0007] Hierzu umfasst das Überspannungsschutzmagazin ein Kunststoffgehäuse, elektrische
Kontakte, Überspannungsschutzelemente und einen Kontaktkamm, wobei die elektrischen
Kontakte in dem Kunststoffgehäuse angeordnet sind und jeweils einen Einsteckbereich
und einen Kontaktbereich aufweisen, wobei die elektrischen Kontakte im Einsteckbereich
in einer Reihe angeordnet sind, das Kunststoffgehäuse Aufnahmen für die Überspannungsschutzelemente
aufweist, die auf beiden Seiten entlang der Längsrichtung angeordnet sind, wobei die
Kontaktbereiche der elektrischen Kontakte in die jeweilige Aufnahme ragen und einen
ersten elektrischen Kontakt zum jeweiligen Überspannungsschutzelement herstellen und
der Kontaktkamm federnde Kontaktelemente im Bereich der Aufnahmen aufweist, die den
zweiten Kontakt zum Überspannungsschutzelement herstellen. Da keine Überspannungsschutzelemente
übereinander angeordnet werden, ist die Höhe des Überspannungsschutzmagazins sehr
gering, wobei gleichzeitig durch die zwei nebeneinander liegenden Reihen eine hohe
Packungsdichte erreicht wird. Die eigentliche Fixierung erfolgt hauptsächlich durch
die federnden Elemente des Kontaktkamms von außen, so dass der Kunststoffkörper weniger
Kräfte aufnehmen muss. Des Weiteren vereinfacht dies die Ausgestaltung der elektrischen
Kontakte, da diese in der Aufnahme nur als starrer Gegenkontakt ausgebildet sein müssen,
beispielsweise in Form eines Metallstreifens, der sich gegen die innere Rückwand der
Aufnahme abstützt. Die Überspannungsschutzelemente sind vorzugsweise als 2-polige
Überspannungsschutz-Gasableiter ausgebildet. Das Überspannungsschutzelement ist vorzugsweise
zylindrisch ausgebildet, wobei die Bodenflächen die Kontakte aufweisen, das Überspannungsschutzelement
also mit der Bodenfläche gegen den Kontaktbereich des elektrischen Kontaktes in der
Aufnahme gedrückt wird. Die elektrischen Kontakte sind vorzugsweise aus Metall, wobei
die benachbarten elektrischen Kontakte vorzugsweise unterschiedlich gebogen sind,
da diese im Einsteckbereich in einer Reihe angeordnet sind, jedoch mit ihrem Kontaktbereich
abwechselnd in eine linke und rechte Aufnahme geführt werden. Diese Ausführungsform
hat den Vorteil, dass Kreuzungen von Kontakten vermieden werden.
[0008] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Kontaktkamm U-förmig ausgebildet und
weist an seinen Schenkeln jeweils federnde Kontaktelemente auf. Dies hat den Vorteil
einer symmetrischen Kräfteverteilung.
[0009] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Aufnahmen für die Überspannungsschutzelemente
auf den beiden Seiten versetzt zueinander angeordnet. Das hat einerseits den Vorteil,
dass die elektrischen Kontakte einfacher geführt werden können. Ein weiterer Vorteil
ist die bessere Stabilität.
[0010] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die federnden Kontaktelemente
des Kontaktkamms als Freischnitte ausgebildet. Für Ausführungsformen, wo die Aufnahmen
zueinander versetzt angeordnet sind, sind auch die Freischnitte aus den beiden Schenkeln
versetzt, was die Stabilität des Kontaktkamms erhöht.
[0011] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist an mindestens einer Stirnseite
des Kontaktkamms ein Erdkontakt angeordnet, über den die Überspannungsschutzelemente
mit Erde bzw. Masse verbunden werden können.
[0012] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Erdkontakt als Doppel-Gabelkontakt
ausgebildet bzw. umfasst zwei Gabelkontakte. Hierdurch wird zum einen eine gewisse
Redundanz für die Erdverbindung geschaffen und zum anderen die Stromtragfähigkeit
erhöht.
[0013] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die elektrischen Kontakte als
Kontaktgitter ausgebildet, die durch Öffnungen im Kunststoffgehäuse freigestanzt sind.
Dies hat den Vorteil, dass die elektrischen Kontakte bei der Herstellung des Kunststoffgehäuses
einfach mitumspritzt werden können, so dass diese fest im Gehäuse sitzen. Dies ist
möglich, da die elektrischen Kontakte selbst nicht federnd sein müssen, sondern die
gesamte Federkraft durch den Kontaktkamm von außen aufgebracht wird. Durch die Freistanzung
werden dann die elektrischen Kontakte des Kontaktgitters nachträglich voneinander
elektrisch getrennt.
[0014] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weisen die Aufnahmen einen kreisförmigen
Querschnitt auf, so dass die vorzugsweise zylinderförmigen Überspannungsschutzelemente
einfach aufgenommen werden können. Weiter vorzugsweise ist die Aufnahme zur Oberseite
nach oben offen, wobei der Öffnungswinkel kleiner als 180°, weiter vorzugsweise kleiner
als 90° ist. Hierdurch wird verhindert, dass die Überspannungsschutzelemente nach
oben verrutschen können.
[0015] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind oberhalb der Aufnahme Gleit-Elemente
angeordnet, die mit einer Schräge ausgebildet sind. Dies erlaubt trotz eines kleineren
Öffnungswinkels von weniger als 180° eine Bestückung der Überspannungsschutzelemente
von oben. Dabei laufen diese entlang der Schräge und fallen dann schräg in die Aufnahme.
[0016] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform steht die Kante der Schräge gegenüber
dem Überspannungsschutzelement über. Hierdurch wird erreicht, dass beim Aufschieben
des Kontaktkamms die federnden Kontaktelemente des Kontaktkamms über die Schräge gleiten
und das Überspannungsschutzelement nur an der Bodenfläche berühren. Dies reduziert
das Risiko einer Beschädigung der Kontaktmetallisierung am Überspannungsschutzelement.
Des Weiteren wird dadurch die Montagesicherheit erhöht, da ein Verklemmen bzw. Verkippen
der Überspannungsschutzelemente verhindert wird.
[0017] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Kontaktkamm mit mindestens
einer Verriegelungslasche ausgebildet, die vorzugsweise wie die federnden Kontaktelemente
durch Freischnitte gebildet wird. Weiter vorzugsweise weist der Kontaktkamm zwei Verriegelungslaschen
auf, je eine pro Seite, aber an gegenüberliegenden Stirnseiten. Die Verriegelung zwischen
Kontaktkamm und Kunststoffgehäuse kann dabei beispielsweise in Form einer hintergreifenden
Klammer oder Loch-Zapfen-Verbindung erfolgen.
[0018] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist oberhalb des Erdkontaktes und/oder
des Gabelkontaktes ein Haken angeordnet, der mit dem Kunststoffgehäuse verrastet und
so ein Abheben des Kontaktkamms beim Aufschieben des Erdkontaktes auf eine Erdschiene
verhindert.
[0019] Ein bevorzugter Einsatz der Erfindung ist der Überspannungsschutz für einen Steckverbinder
gemäß der
DE 10 2004 017 605 B3.
[0020] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher
erläutert. Die Fig. zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines Kunststoffgehäuses mit eingelegten 2-poligen
Überspannungs-Gasableitern,
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung eines Kontaktkamms,
- Fig. 3
- eine perspektivische Seitenansicht eines Überspannungsschutzmagazins,
- Fig. 4
- eine perspektivische Draufsicht auf das Überspannungsschutzmagazin,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht des Überspannungsschutzmagazins,
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf das Überspannungsschutzmagazin mit teilweise entferntem Kontaktkamm,
- Fig. 7
- einen Querschnitt durch das Überspannungsschutzmagazin und
- Fig. 8
- eine perspektivische Darstellung der als Kontaktgitter ausgebildeten elektrischen
Kontakte.
[0021] In der Fig. 1 ist ein Kunststoffgehäuse 10 mit eingelegten 2-poligen Überspannungs-Gasableitern
11 dargestellt. Das Kunststoffgehäuse 10 weist eine Oberseite O, eine Unterseite U
und zwei Stirnseiten S auf. Des Weiteren weist das Kunststoffgehäuse 10 eine linke
Seite Li und eine rechte Seite Re auf, die sich links bzw. rechts von einem sich in
Längsrichtung L erstreckenden Steg 13 erstrecken, wobei die Oberseite des Stegs 13
gleich der Oberseite O des Kunststoffkörpers 10 ist. Die 2 poligen Überspannungs-Gasableiter
11 weisen im Wesentlichen eine zylindrische Grundform auf, wobei die Kontaktmetallisierungen
sich an den Bodenflächen 36 des Zylinders befinden, wohingegen die Mantelfläche mit
Ausnahme der Randbereiche 37 isoliert ist. Die 2-poligen Überspannungs-Gasableiter
11 sind in Aufnahmen 12 angeordnet, die in zwei Reihen links und rechts von dem sich
in Längsrichtung L erstreckenden Steg 13 angeordnet sind. Der Steg 13 bildet eine
Wand und trennt die linke und rechte Seite (Li, Re). Die Aufnahmen 12 weisen einen
kreisförmigen Querschnitt auf. Die einzelnen Aufnahmen 12 werden durch Trennwände
14 abgeteilt, die vorzugsweise plan sind. Oberhalb der Aufnahmen 12 sind Gleit-Elemente
15 angeordnet, die eine Schräge 16 aufweisen. In der Schräge 16 ist jeweils ein Loch
17. Die eigentliche Aufnahme 12 ist nach oben zu den Gleit-Elementen 15 offen, wobei
der Öffnungswinkel kleiner 90° ist, so dass die 2-poligen Überspannungs-Gasableiter
11 nicht nach oben rutschen können. Zur Bestückung von oben rutschen diese die Schräge
16 herab und fallen schräg an den Trennwänden 14 vorbei in die Aufnahmen 12. Die Löcher
17 sind spritzgusstechnisch bedingt, da beim Umspritzen eines Kontaktgitters 30 dieses
durch Stifte in Position gehalten werden muss. Die Aufnahmen 12 der linken und rechten
Seite (Li, Re) sind jeweils zueinander versetzt angeordnet, was besonders gut in Fig.
6 zu sehen ist. An einer Wand der Aufnahmen 12 ist jeweils ein elektrischer Kontakt
34 mit einem Kontaktbereich 33 angeordnet, der den 2-poligen Überspannungs-Gasableiter
11 kontaktiert, was nachfolgend noch näher erläutert wird (siehe Fig. 8). Weiter weist
das Kunststoffgehäuse 10 einen Rasthaken 18 unterhalb des letzten Gleit-Elements 15
auf.
[0022] Die elektrischen Kontakte werden als Kontaktgitter 30 (siehe Fig. 8) bei der Herstellung
des Kunststoffgehäuses 10 miteingespritzt. Das Kontaktgitter 30 umfasst eine der Anzahl
der Aufnahmen 12 entsprechende Anzahl von elektrischen Kontakten 34, die zunächst
durch einen Quersteg 31 miteinander verbunden sind. Jeder elektrische Kontakt 34 umfasst
einen geraden Einsteckbereich 32, der bis zum Quersteg 31 reicht. Die Einsteckbereiche
31 aller elektrischen Kontakte 34 sind dabei in einer Reihe angeordnet. Vom Quersteg
31 sind die elektrischen Kontakte zunächst etwas gebogen und gehen dann wieder in
einen Kontaktbereich 33 über, der parallel zum Einsteckbereich 31 angeordnet ist.
Die Abbiegung zwischen benachbarten elektrischen Kontakten ist dabei unterschiedlich.
Werden die elektrischen Kontakte 34 durchnummeriert, so weisen jeweils alle geraden
Nummern die gleiche Biegung auf und alle ungeraden Nummern weisen die gleiche Biegung
auf. Beim Umspritzen mit Kunststoff bildet sich dann zwischen benachbarten Kontakten
eine Kunststoffwand, die die Aufnahmen 12 der linken und rechten Seite trennt, wobei
die Kontaktbereiche 33 einseitig in Richtung der jeweiligen Aufnahme 12 frei bleiben
und dort die 2-poligen Überspannungs-Gasableiter 11 kontaktieren. Nach dem Umspritzen
wird dann der Quersteg 31 zwischen zwei elektrischen Kontakten weggestanzt. Hierzu
dienen die Öffnungen 19 im Kunststoffgehäuse 10.
[0023] In der Fig. 2 ist der Kontaktkamm 20 dargestellt, der von oben auf den mit 2-poligen
Überspannungs-Gasableitern 11 bestückten Kunststoffkörper 10 aufgesteckt wird. Der
Kontaktkamm 20 ist im Wesentlichen U-förmig ausgebildet, wobei an den beiden Schenkeln
federnde Kontaktelemente 21 angeordnet sind, die durch Freischnitte aus den Schenkeln
gebildet werden. Dabei weisen die federnden Kontaktelemente 21 an der Unterseite jeweils
eine nach innen gerichtete Abbiegung 22 auf, die den eigentlichen elektrischen Kontakt
zum 2-poligen Überspannungs-Gasableiter 11 herstellt (siehe auch Fig. 7). Des Weiteren
weist der Kontaktkamm 20 zwei Verriegelungslaschen 23 auf, die auch jeweils eine Abbiegung
24 aufweisen. Die beiden Verriegelungslaschen 23 sind schmaler als die federnden Kontaktelemente
21 und wirken mit den Rasthaken 18 zusammen. An der einen Stirnseite des Kontaktkamms
20 ist ein Erdkontakt 25 angeordnet, der vorzugsweise einstückig aus dem Kontaktkamm
20 ausgeformt ist. Der Erdkontakt 25 ist ebenfalls U-förmig ausgebildet, an dessen
beiden Schenkeln 27 jeweils ein Gabelkontakt 28 angeordnet ist. Oberhalb der Gabelkontakte
28 ist jeweils ein Haken 29 angeordnet, der Kontaktkamm 20 und Kunststoffgehäuse 10
miteinander verriegelt, so dass der Kontaktkamm 20 beim Aufschieben auf eine Erdungsschiene
nicht abgehoben wird. Beim Aufschieben des Kontaktkamms 20 laufen die Haken 29 zunächst
in Nuten 35 an der Stirnseite S, um dann anschließend sich an der Unterseite U zu
verhaken.
[0024] In den Fig. 3 bis 5 ist dann das komplette Überspannungsschutzmagazin 1 dargestellt,
das nach dem Aufstecken des Kontaktkamms 20 auf den bestückten Kunststoffkörper 10
entsteht. Dabei erkennt man in Fig. 5 noch zwei Zapfen 2, die zur Verrastung des Überspannungsschutzmagazins
1 mit der Leiste bzw. Steckverbinder für die Telekommunikations- und Datentechnik
dienen.
[0025] In der Fig. 6 ist dargestellt, wie der Kontaktbereich 33 der elektrischen Kontakte
34 einerseits im Kunststoff eingebettet ist und andererseits mit einer Seite in die
Aufnahme 12 ragt, um dort den 2-poligen Überspannungs-Gasableiter 11 von einer Seite
zu kontaktieren. Die andere Kontaktierung des 2-poligen Überspannungs-Gasableiters
11 erfolgt mittels der Abbiegung 22 des federnden Kontaktelements 21, wie in Fig.
7 dargestellt. Dort ist auch dargestellt, dass die Schräge 16 bzw. der daran anschließende
Ansatz bzw. Kante 3 gegenüber dem 2-poligen Überspannungs-Gasableiter 11 übersteht,
so dass die Abbiegung 22 nicht auf den Randbereich 37 des 2-poligen Überspannungs-Gasableiters
11 trifft, sondern direkt auf dessen Bodenfläche 36.
Bezugszeichenliste
[0026]
- 1
- Überspannungsschutzmagazin
- 2
- Zapfen
- 3
- Kante
- 10
- Kunststoffgehäuse
- 11
- 2-poliger Überspannungs-Gasableiter
- 12
- Aufnahmen
- 13
- Steg
- 14
- Trennwände
- 15
- Gleit-Elemente
- 16
- Schräge
- 17
- Loch
- 18
- Rasthaken
- 19
- Öffnungen
- 20
- Kontaktkamm
- 21
- federnde Kontaktelemente
- 22
- Abbiegung
- 23
- Verriegelungslaschen
- 24
- Abbiegung
- 25
- Erdkontakt
- 27
- Schenkel
- 28
- Gabelkontakte
- 29
- Haken
- 30
- Kontaktgitter
- 31
- Quersteg
- 32
- Einsteckbereich
- 33
- Kontaktbereich
- 34
- elektrischer Kontakt
- 35
- Nut
- 36
- Bodenfläche
- 37
- Randbereich
- L
- Längsrichtung
- O
- Oberseite
- U
- Unterseite
- S
- Stirnseite
- Li
- linke Seite
- Re
- rechte Seite
1. Überspannungsschutzmagazin (1), umfassend ein Kunststoffgehäuse (10), elektrische
Kontakte (34), Überspannungsschutzelemente (11) und mindestens einen Kontaktkamm (20),
wobei die elektrischen Kontakte (34) in dem Kunststoffgehäuse (10) angeordnet sind
und jeweils einen Einsteckbereich (32) und einen Kontaktbereich (33) aufweisen, wobei
die elektrischen Kontakte (34) im Einsteckbereich (32) in einer Reihe angeordnet sind,
das Kunststoffgehäuse (10) Aufnahmen (12) für die Überspannungsschutzelemente (11)
aufweist, wobei die Kontaktbereiche (33) der elektrischen Kontakte (34) in die jeweilige
Aufnahme (12) ragen und einen ersten elektrischen Kontakt zum jeweiligen Überspannungsschutzelement
(11) herstellen und der Kontaktkamm (20) federnde Kontaktelemente (21) im Bereich
der Aufnahmen (12) aufweist, die den zweiten Kontakt zum Überspannungsschutzelement
herstellen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die die Aufnahmen (12) für die Überspannungsschutzelemente (11) auf beiden Seiten
(Li, Re) entlang der Längsrichtung (L) angeordnet sind.
2. Überspannungsschutzmagazin nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktkamm (20) U-förmig ausgebildet ist und an seinen Schenkeln jeweils federnde
Kontaktelemente (21) aufweist.
3. Überspannungsschutzmagazin nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen (12) für die Überspannungsschutzelemente (11) auf den beiden Seiten
(Li, Re) zueinander versetzt angeordnet sind.
4. Überspannungsschutzmagazin nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die federnden Kontaktelemente (21) des Kontaktkamms (20) als Freischnitte ausgebildet
sind.
5. Überspannungsschutzmagazin nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einer Stirnseite des Kontaktkamms (20) ein Erdkontakt (25) angeordnet
ist.
6. Überspannungsschutzmagazin nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Erdkontakt (25) als Doppel-Gabelkontakt (28) ausgebildet ist.
7. Überspannungsschutzmagazin nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Kontakte (34) als Kontaktgitter (30) ausgebildet sind, die durch
Öffnungen (19) im Kunststoffgehäuse (10) freigestanzt sind.
8. Überspannungsschutzmagazin nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen (12) einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen.
9. Überspannungsschutzmagazin nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (12) zur Oberseite (O) offen ist, wobei der Öffnungswinkel kleiner als
180° ist.
10. Überspannungsschutzmagazin nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Öffnungswinkel kleiner als 90° ist.
11. Überspannungsschutzmagazin nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb der Aufnahmen (12) Gleit-Elemente (15) angeordnet sind, die mit einer Schräge
(16) ausgebildet sind.
12. Überspannungsschutzmagazin nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kante (3) der Schräge (16) gegenüber dem Überspannungsschutzelement (11) übersteht.
13. Überspannungsschutzmagazin nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktkamm (20) mit mindestens einer Verriegelungslasche (23) ausgebildet ist.
14. Überspannungsschutzmagazin nach einem der Ansprüche 5 bis 13, dadurch gekenntzeichnet, dass oberhalb des Erdkontaktes (25) und/oder des Gabelkontaktes
(28) ein Haken (29) angeordnet ist.
1. Overvoltage protection magazine (1), having a plastic housing (10), electrical contacts
(34), overvoltage protection elements (11) and at least one contact comb (20), with
the electrical contacts (34) being arranged in the plastic housing (10) and each having
an insertion area (32) and a contact area (33), with the electrical contacts (34)
being arranged in a row in the insertion area (32), with the plastic housing (10)
having holders (12) for the overvoltage protection elements (11), with the contact
areas (33) of the electrical contacts (34) projecting into the respective holder (12)
and producing a first electrical contact with the respective overvoltage protection
element (11), and with the contact comb (20) having sprung contact elements (21) in
the area of the holders (12), which produce the second contact with the overvoltage
protection element,
characterized in that
the holders (12) for the overvoltage protection elements (11) are arranged on both
sides (left, right) along the longitudinal direction (L).
2. Overvoltage protection magazine according to Claim 1, characterized in that the contact comb (20) is U-shaped and has sprung contact elements (21) on each of
its limbs.
3. Overvoltage protection magazine according to Claim 1 or 2, characterized in that the holders (12) for the overvoltage protection elements (11) are arranged offset
with respect to one another on the two sides (left, right).
4. Overvoltage protection magazine according to Claim 1, 2 or 3, characterized in that the sprung contact elements (21) of the contact comb (20) are in the form of cuts.
5. Overvoltage protection magazine according to one of the preceding claims, characterized in that a ground contact (25) is arranged at at least one end of the contact comb (20).
6. Overvoltage protection magazine according to Claim 5, characterized in that the ground contact (25) is in the form of a double fork contact (28).
7. Overvoltage protection magazine according to one of the preceding claims, characterized in that the electrical contact (34) are in the form of contacts grids (30), which are stamped
free through openings (19) in the plastic housing (10).
8. Overvoltage protection magazine according to Claim 7, characterized in that the holders (12) have a circular cross section.
9. Overvoltage protection magazine according to Claim 8, characterized in that the holder (12) is open to the upper face (O), with the opening angle being less
than 180°.
10. Overvoltage protection magazine according to Claim 9, characterized in that the opening angle is less than 90°.
11. Overvoltage protection magazine according to one of the preceding claims, characterized in that sliding elements (15) which are formed with an incline (16) are arranged above the
holders (12).
12. Overvoltage protection magazine according to Claim 11, characterized in that one edge (3) of the incline (16) projects beyond the overvoltage protection element
(11).
13. Overvoltage protection magazine according to one of the preceding claims, characterized in that the contact comb (20) is formed with at least one locking lug (23).
14. Overvoltage protection magazine according to one of Claims 5 to 13, characterized in that a hook (29) is arranged above the ground contact (25) and/or above the fork contact
(28).
1. Chargeur de protection contre les surtensions (1) comprenant un boîtier en matière
plastique (10), des contacts électriques (34), des éléments de protection contre les
surtensions (11) et au moins un peigne de contact (20), les contacts électriques (34)
étant disposés dans le boîtier en matière plastique (10) et présentant à chaque fois
une zone d'insertion (32) et une zone de contact (33), les contacts électriques (34)
dans la zone d'insertion (32) étant disposés en une ligne, le boîtier en matière plastique
(10) présentant des logements (12) pour les éléments de protection contre les surtensions
(11), les zones de contact (33) des contacts électriques (34) faisant saillie dans
le logement (12) correspondant et établissant un premier contact électrique avec l'élément
de protection contre les surtensions (11) correspondant et le peigne de contact (20)
présentant des éléments de contact souples (21) dans la zone des logements (12), lesquels
établissent le deuxième contact avec les éléments de protection contre les surtensions,
caractérisé en ce que les logements (12) pour les éléments de protection contre les surtensions (11) sont
disposés des deux côtés (Li, Re) dans le sens longitudinal (L).
2. Chargeur de protection contre les surtensions selon la revendication 1, caractérisé en ce que le peigne de contact (20) est réalisé en forme de U et présente sur ses branches
à chaque fois des éléments de contact souples (21).
3. Chargeur de protection contre les surtensions selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les logements (12) pour les éléments de protection contre les surtensions (11) sont
disposés des deux côtés (Li, Re) décalés les uns par rapport aux autres.
4. Chargeur de protection contre les surtensions selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que les éléments de contact souples (21) du peigne de contact (20) sont réalisés sous
la forme de découpes non guidées.
5. Chargeur de protection contre les surtensions selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'un contact de mise à la terre (25) est disposé sur au moins l'un des côtés frontaux
du peigne de contact (20).
6. Chargeur de protection contre les surtensions selon la revendication 5, caractérisé en ce que le contact de mise à la terre (25) est réalisé sous la forme d'un contact à double
fourche (28).
7. Chargeur de protection contre les surtensions selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les contacts électriques (34) sont réalisés sous la forme de grilles de contact (30)
qui sont découpées à l'emporte-pièce à travers d'ouvertures (19) dans le boîtier en
matière plastique (10).
8. Chargeur de protection contre les surtensions selon la revendication 7, caractérisé en ce que les logements (12) présentent une section transversale circulaire.
9. Chargeur de protection contre les surtensions selon la revendication 8, caractérisé en ce que le logement (12) est ouvert vers le dessus (O), l'angle d'ouverture étant inférieur
à 180°.
10. Chargeur de protection contre les surtensions selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'angle d'ouverture est inférieur à 90°.
11. Chargeur de protection contre les surtensions selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que des éléments de glissement (15) sont disposés au-dessus des logements (12), lesquels
éléments de glissement sont réalisés avec un chanfrein (16).
12. Chargeur de protection contre les surtensions selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'une arête (3) du chanfrein (16) dépasse au-dessus de l'élément de protection contre
les surtensions (11).
13. Chargeur de protection contre les surtensions selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le peigne de contact (20) est réalisé avec au moins une languette de verrouillage
(23).
14. Chargeur de protection contre les surtensions selon l'une des revendications 5 à 13,
caractérisé en ce qu'un crochet (29) est disposé au-dessus du contact de mise à la terre (25) et/ou du
contact à fourche (28).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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