[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Durchführung eines Trocknungs-Programmabschnitts
in einer Spülmaschine, insbesondere einer Haushaltsgeschirrspülmaschine, mit einem
Spülbehälter, der auf seiner Frontseite durch eine im unteren Bereich schwenkbar gelagerte
Tür verschließbar ist, mit einer Vorrichtung zur automatischen spaltweisen Öffnung
der Tür und mit einer Kondensations-Trocknungseinrichtung, welche Mittel zur Erzeugung
eines Kühlluftstroms enthält.
[0002] Eine Spülmaschine mit einer Kondensations-Trocknungseinrichtung ist beispielsweise
aus der
DE 198 18 812 A1 oder aus der
EP 0 755 652 A2 bekannt. Bei diesem Gerät wird im Anschluss an die wasserführenden Programmabschnitte
zur Trocknung des Geschirrs Kühlluft durch ein Gebläse im unteren Bereich der Geschirrspülmaschine
angesaugt und an den Seitenflächen des Spülbehälters vorbeigeführt. Hierdurch kondensiert
die Feuchtigkeit aus der warmfeuchten Prozessluft im Inneren des Spülbehälters, die
Kondensflüssigkeit sammelt sich im unteren Bereich des Behälters.
[0003] Es sind auch Geschirrspülmaschinen bekannt, beispielsweise aus der
DE 44 04 113 C2, bei denen die feuchte Prozessluft im Inneren des Spülbehälters mit Kaltluft von
außen gemischt wird und dann durch eine Öffnung in der Tür nach außen geblasen wird.
[0004] Trotz der vorgenannten Trocknungseinrichtungen öffnen einige Benutzer nach Beendigung
der wasserführenden Programmabschnitte, in der Regel nach dem Klarspülen, die Tür,
um eine Trocknung durch Konvektion zu erreichen. Es ist auch bekannt (
DE 44 43 849 A1), den Schließkloben einer Spülmaschine mit einer Schließplatte zu versehen, die exzentrisch
an einem Motor gelagert ist und hierdurch die Spülbehältertür nach Programmende automatisch
einen Spalt öffnen kann. Obwohl das selbsttätige oder automatische Öffnen der Tür
für den Trocknungsvorgang eine Verbesserung darstellt, ergeben sich dennoch Probleme,
wenn die Geschirrspülmaschine in einer Küchenzeile eingebaut ist und im oberen Bereich
durch eine Arbeitsplatte abgedeckt wird. Dann kondensiert die heiße, feuchtigkeitsbeladene
Luft an der Unterseite der kalten Arbeitsplatte, was zu deren Zerstörung führen kann.
[0005] Die
FR-A 2 039 346 offenbart eine Geschirrspülmaschine, bei der ein Ausgang zwischen der Arbeitsplatte
und Austrittsöffnungen für warmfeuchte Prozessluft vorgesehen ist, durch den eine
durch natürliche Konvektion erzeugte Luftströmung austritt.
[0006] Aus der
JP 08 052 103 A ist eine Spülmaschine bekannt, bei der die feuchte Luft aus dem Spülbehälter mit
trockener Frischluft gemischt und oberhalb der Gerätetür aus dem Spülbehälter ausgeblasen
wird. Von dem Gebläse, mit dem die Frischluft angesaugt wird, ist ein Luftkanal abgezweigt,
der in eine zweite Öffnung oberhalb der Ausblasöffnung mündet. Hierdurch soll vermieden
werden, dass die Feuchtigkeit aus dem Spülbehälter an der Kante einer Arbeitsplatte
über dem Spülmaschinengehäuse kondensiert. Da die angesaugte Frischluft kühl ist,
ist der Taupunkt an der Arbeitsplattenkante niedrig. Aus diesem Grund muss eine sehr
große Frischluftmenge aus der zweiten Öffnung ausgeblasen werden. Dies geht zu Lasten
der Trocknungsleistung im Spülbehälterinneren.
[0007] Der Erfindung stellt sich somit das Problem, ein Verfahren zur Durchführung eines
Trocknungs-Programmabschnitts in einer Spülmaschine dahingehend zu verbessern, dass
eine Kondensatbildung an der Unterseite einer Arbeitsplatte sicher vermieden wird.
[0008] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs
gelöst.
[0009] Der wesentliche Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, dass die
Arbeitsplattenkante bereits vor dem spaltweisen Öffnen der Tür mit trockener, warmer
Luft beaufschlagt und so vorgewärmt wird. Dadurch erhöht sich der Taupunkt und es
wird eine Kondensation sicher vermieden.
[0010] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
- Figur 1
- einen Ausschnitt aus einer Geschirrspülmaschine mit einer erfindungsgemäßen Luftführung;
- Figur 2
- einen Ausschnitt aus einer Geschirrspülmaschine mit einer Luftführung gemäß dem Stand
der Technik;
- Figur 3
- eine Geschirrspülmaschine mit einer Luftführung nach dem Stand der Technik;
- Figur 4
- den Schließmechanismus einer Geschirrspülmaschine.
[0011] Eine erfindungsgemäß aufgebaute Haushalts-Geschirrspülmaschine 1 besitzt, wie in
Figur 3 dargestellt, in bekannter Weise einen Spülbehälter 2, welcher auf seiner Frontseite
durch eine Tür 3 verschließbar ist. Die Tür 3 ist im unteren Bereich um einen Drehpunkt
4 schwenkbar gelagert. Auf der oberen Frontkante ist der Spülbehälter 2 zur Stabilisierung
mit einem u-förmigen Metallprofil-Bügel 5 versehen, siehe auch Figur 2. Bei bekannten,
von der Anmelderin hergestellten und vertriebenen Geschirrspülmaschinen bildet der
äußere, in den Figuren 2 und 3 linke Schenkel 6 des Bügels 5 die vordere Begrenzungslinie
des Maschinengehäuses 8. Er ist mit einer Dichtung 9 versehen, an welcher die Oberkante
der Tür 3 anliegt. Auf den Spülbehälter ist zur Geräusch- und Wärmeisolierung eine
Dämmmatte 10 aufgelegt. Oberhalb der Geschirrspülmaschine 1 ist in der Regel eine
Arbeitsplatte 11 angeordnet, die nicht Bestandteil der Maschine ist, sondern zum Mobiliar
einer Küchenzeile gehört, in die die Geschirrspülmaschine 1 als Ein- oder Unterbaugerät
integriert ist. Der vordere Rand der Arbeitsplatte 11, im Folgenden als Überstand
12 bezeichnet, überragt die Tür 3, er kann wie gezeigt in der Ebene liegen, welche
durch die Türfront gebildet wird oder sogar noch weiter überstehen.
[0012] Die Geschirrspülmaschine 1 besitzt außerdem eine Kondensations-Trocknungseinrichtung
zur Entfeuchtung der warmen, feuchten Luft, welche im Spülbehälter-Inneren nach der
Durchführung des letzten wasserführenden Programmabschnitts vorhanden ist. Hierzu
ist im unteren Seitenbereich des Spülmaschinen-Gehäuses 8 ein Gebläse 13 vorgesehen,
welches durch eine Öffnung 14 im Maschinengehäuse 8 unterhalb der Tür 3 Kühlluft (symbolisiert
durch die Pfeile 15) einsaugt und diese an einer Seitenwand des Spülbehälters vorbeiführt.
Der Kühlluftstrom 15 wird bei der bekannten Geschirrspülmaschine 1 wie in Figur 3
dargestellt vollständig im hinteren Bereich ausgeblasen.
[0013] Zur Verbesserung der Trocknung ist die Geschirrspülmaschine 1 zusätzlich, wie aus
der
DE 10 2005 028 448 A1 bekannt, mit einer Vorrichtung zum automatischen spaltweisen Öffnen der Tür am Ende
des Trocknungs-Programmabschnitts ausgestattet. Die Figur 4 zeigt den oberen Bereich
der um einen Spalt geöffneten Geschirrspülmaschine 1, bei der zur besseren Darstellung
des Schließmechanismus der Deckel, die Bedienblende und das Türaußenblech entfernt
wurden. Zum Verschließen des Spülbehälters 2 ist an der Tür 3 ein gabelförmiges Verriegelungselement
16 angeordnet, welches in bekannter Weise drehbar gelagert ist und in seiner Verriegelungsstellung
in einen auf dem Spülbehälter angeordneten Schließkloben 17 eingreift. Zum Öffnen
der Tür wird ein Griff 18 nach oben gedrückt und dabei das Verriegelungselement 16
über einen nicht dargestellten Mechanismus in eine Stellung gedreht, in der es nicht
mehr vom Schließkloben 17 gehalten wird. Um nun die Tür 3 ohne Betätigung des Griffs
18 programmgesteuert öffnen zu können, ist der Schließkloben 17 an einer Schließplatte
19 befestigt, welche ca. zehn Zentimeter linear in Öffnungsrichtung der Tür 3 motorisch
verfahrbar ist. Der Motor 20 wird über die Steuerung 30 der Geschirrspülmaschine 1
programmabhängig eingeschaltet.
[0014] Die Figur 1 zeigt eine Geschirrspülmaschine, bei der erfindungsgemäß zwischen der
oberen Vorderkante des Spülbehälters und der oberen Begrenzungsfläche des Spülmaschinengehäuses
ein Teilluftstrom 21 entlang der Unterseite des Arbeitsplatten-Überstandes 12 geführt
wird. Hierzu ist der hintere Schenkel 7 des Bügels 5 perforiert und der vordere Schenkel
6 verkürzt, so dass sich ein Spalt 25 zwischen diesem Schenkel 6 und der Arbeitsplatte
11 bildet. Das Gebläse 13 läuft zunächst bei geschlossener Tür 3. Dadurch tritt im
hinteren Bereich (siehe Figur 3) Kühlluft 15 aus dem Gehäuse 8. Da der Zwischenraum
zwischen Spülbehälter 2 und Maschinengehäuse 8 unter leichtem Überdruck steht, tritt
auch schon bei geschlossener Tür 3 ein Teilluftstrom 21 an der Vorderseite aus. Dies
führt dazu, dass die Unterseite des Arbeitsplatten-Überstandes 12 beim Öffnen der
Tür 3 schon vorgewärmt ist und dass dadurch sofort jegliche Kondensation verhindert
wird. Nach einer vorgegebenen Zeit wird die Tür 3 bei weiter laufendem Gebläse 13
automatisch um einen Spalt 24 geöffnet. Der Teilluftstrom 21 an der Vorderseite lenkt
den aus dem Spülbehälter austretenden Dampf (nicht dargestellt) ab und hält ihn von
der Arbeitsplatte 11 fern. Außerdem ist dieser Teilluftstrom durch das Vorbeistreichen
an der warmen Spülbehälteraußenwand erwärmt und erhöht die Temperatur des Arbeitsplatten-Überstandes
12. Anders ausgedrückt: In der Durchmischungszone unterhalb der Arbeitsplatte 11 liegt
die Taupunkttemperatur unterhalb der Arbeitsplattentemperatur und es findet keine
Kondensation mehr statt. Das Gebläse 13 sollte so lange laufen, bis kein feuchter
Dampf mehr aus dem Spülbehälter 2 austritt. Diese Zeit kann experimentell ermittelt
werden.
1. Verfahren zur Durchführung eines Trocknungs-Programmabschnitts in einer Spülmaschine,
insbesondere einer Haushaltsgeschirrspülmaschine (1), mit einem Spülbehälter (2),
der auf seiner Frontseite durch eine im unteren Bereich schwenkbar gelagerte Tür (3)
verschließbar ist, mit einer Vorrichtung (19, 20) zur automatischen spaltweisen Öffnung
der Tür (3) und mit einer Kondensations-Trocknungseinrichtung, welche ein Gebläse
(13) zur Erzeugung eines Kühlluftstroms (15) enthält,
dadurch gekennzeichnet,
dass vor und nach dem spaltweisen Öffnen der Tür (3) ein Teil (21) des von dem Gebläse
(13) erzeugten Kühlluftstroms (15) entlang eines Teils (12) der Unterseite einer das
Spülmaschinengehäuse (8) nach oben abdeckenden Arbeitsplatte (11) geführt wird.
1. A Method for carrying out a drying step in a dishwasher, in particular a domestic
dishwasher (1), including a washing tub (2) which can be closed at its front by a
door (3) hinged in the lower region, and further including a device (19, 20) for automatically
opening the door (3) to an ajar position, and a condensation drying system having
a fan (13) for generating a cooling-air flow (15),
wherein, before and after the door (3) is opened to an ajar position, a portion (21)
of the cooling-air flow (15) generated by the fan is guided along a portion (12) of
the underside of a countertop (11) which covers the dishwasher housing (8) at the
top.
1. Procédé de réalisation d'un cycle de séchage dans une machine à laver, en particulier
un lave-vaisselle de ménage (1), avec une cuve de lavage (2) qui peut être fermée
sur son côté frontal par une porte (3) supportée en pivotement dans la zone inférieure,
avec un dispositif (19, 20) pour l'ouverture automatique et de façon entrebâillée
de la porte (3) et avec un équipement de séchage par condensation qui contient un
ventilateur (13) pour la production d'un courant d'air froid (15),
caractérisé en ce que,
avant et après l'ouverture de façon entrebâillée de la porte (3), une partie (21)
du courant d'air froid (15) produit par le ventilateur (13) est conduite le long d'une
partie (12) du côté inférieur d'une plaque de travail (11) recouvrant le corps de
machine à laver (8) vers le haut.