(19)
(11) EP 2 121 255 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
20.10.2010  Patentblatt  2010/42

(21) Anmeldenummer: 08715659.2

(22) Anmeldetag:  25.01.2008
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B27L 11/02(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2008/000563
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2008/089989 (31.07.2008 Gazette  2008/31)

(54)

VERFAHREN ZUM HERSTELLEN VON FLACHSPÄNEN AUS HOLZ

METHOD FOR THE PRODUCTION OF FLAT WOOD CHIPS

PROCÉDÉ DE PRODUCTION DE COPEAUX DE BOIS PLATS


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 25.01.2007 DE 102007003698

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
25.11.2009  Patentblatt  2009/48

(73) Patentinhaber: LOTH, Robert
32791 Lage-Müssen (DE)

(72) Erfinder:
  • LOTH, Robert
    32791 Lage-Müssen (DE)

(74) Vertreter: Dr. Weitzel & Partner 
Patentanwälte Friedenstrasse 10
89522 Heidenheim
89522 Heidenheim (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-02/42039
DE-B- 1 171 143
DE-A1- 2 512 570
US-A- 2 874 909
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erzeugen von Flachspänen aus Holz, auch "OS-Späne" ("Oriented Strand") genannt.

    [0002] Bei strukturorientierten Holzwerkstoffen handelt es sich um spezielle lignocellulosehaltige Platten oder Formteile mit gerichteten mechanischen und hygrischen Eigenschaften. Zu diesen Holzwerkstoffen werden LSL, PSL und vor allem OSB gerechnet. OSB ist der strukturorientierte Holzwerkstoff mit der größten wirtschaftlichen Bedeutung. Bedingt durch die Form und Größe der Strands verfügen die entsprechenden Holzwerkstoffe über hohe mechanische Eigenschaften. Sie sind daher besonders als Konstruktionselemente im Bauwesen einsetzbar.

    [0003] Aus US 2 874 909 A ist ein Verfahren zum Erzeugen von Spänen für die Herstellung von Platten mit den folgenden Verfahrensschritten bekannt: es wird aus Frischholz oder Recyclingholz ein Vorprodukt erzeugt, das Vorprodukt ist im wesentlichen stabförmig, das Vorprodukt wird einem Zerspaner zugeführt, umfassend eine Vielzahl von Messern, die auf einem Messerring angeordnet sind, deren Schneiden wenigstens annähernd parallel zur Ringachse verlaufen, und die einen Arbeitsraum umschließen; das Vorprodukt wird um die Messerringachse herum in Umdrehung versetzt, hierbei derart ausgerichtet, dass es im wesentlichen parallel zur Ringachse liegt und durch Fliehkraft gegen die Schneiden der Messer angedrückt wird; das Vorprodukt hat eine Länge von mehreren Zentimetern.

    [0004] DE 11 71 143 B zeigt und beschreibt den Einfluss von Wärme, Feuchtigkeit und Druck bei der Herstellung von Spänen zur Verbesserung von deren Qualität.

    [0005] Ein erfolgreiches Verfahren zum Herstellen von OS-Spänen ist beschrieben in EP 1 335 818 B1. Dort ist die Gestalt des Vorproduktes genauer definiert.

    [0006] Das Verfahren ist jedoch verbesserungsfähig. Dies betrifft vor allem die Qualität des einzelnen Flachspanes. Dieser soll nach Möglichkeit noch hochwertiger sein bezüglich seiner Gestalt und seiner Oberfläche. Auch soll beim Zerspanen ein Maximum an hochwertigen Flachspänen entstehen, aber nur ein Minimum an Feinstoffanteil. Schließlich soll der Energiebedarf minimiert werden.

    [0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, mit welchem ein Strandmaterial aus stückigen Holzteilen (Vorprodukte wie Maxichips und Flachchips) herstellbar ist, das hohe Anteile ausgesprochen flächiger Strands und geringe Feingutanteile enthält. Ferner soll der Bedarf an Zerspanungsenergie minimal sein.

    [0008] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale von Anspruch 1 gelöst.

    [0009] Die wesentlichen Gedanken der Erfindung betreffen die Gestalt des Vorproduktes sowie das Vorsehen eines weiteren Behandlungsschrittes: das Vorprodukt wird nämlich einer Zwischenbehandlung mit Einwirkung von Wärme und Feuchte unterworfen, bevor es mechanisch weiterbehandelt wird.

    [0010] Die genannte Behandlung mit Feuchte und Wärme wird nach dem Hacken am Vorprodukt (Maxichip) angewandt. Sie kann kombiniert werden mit der Anwendung überatmosphärischen Druckes.

    [0011] Zur Behandlung mit Wärme können jegliche Wärmequellen verwendet werden, beispielsweise Mikrowellen- oder Infrarot-Vorrichtungen. Auch eine Heißwasserbehandlung oder Dampfbehandlung kommt in Betracht.

    [0012] Das gesamte Verfahren kann chargenweise oder kontinuierlich durchgeführt werden. Beim kontinuierlichen Arbeiten ist die Anwendung von Förderschnecken denkbar. Die Schnecken können mit einem Hackschnitzel-Wasser-Gemisch beschickt werden. Der Druck kann dadurch erzeugt werden, dass eine Absperrklappe am Ende der Förderschnecke einen begrenzten Austrittsspalt freigibt, und somit einen Druck in der Förderschnecke aufbaut. In der Förderschnecke kann auch eine Dampfbehandlung stattfinden. Auch ist die Anwendung von Unterdruck oder Überdruck anwendbar.

    [0013] Die Ergebnisse sind verblüffend. Der erfindungsgemäße Prozess hat nämlich die folgenden Vorteile:
    • der Zerspanungsprozess liefert einen hohen Anteil an Flachspänen, und einen minimalen Anteil an unerwünschtem Feinstoff;
    • die Qualität der Flachspäne ist besser, als die bisher erzeugten: die Späne sind von tadelloser Oberfläche, geeignet zum Erzeugen von OS-Platten; die Späne sind weiterhin von höherer Festigkeit, als bisher;
    • die Strands zeigen darüber hinaus aufgrund der hydrothermalen Behandlung und der schonenden Zerspanung weniger Risse, die Gefahr einer Nachzerkleinerung durch nachfolgende Prozesse bei der Herstellung von OSB ist hierdurch geringer;
    • der spezifische Energieaufwand in kWh, bezogen auf die Mengeneinheit erzeugter OS-Späne, ist wesentlich geringer als bei bekannten Verfahren;
    • als Ausgangsmaterial kommen jegliche lignozellulosehaltigen Materialien in Betracht, somit Holz, Abfallholz, geschreddertes Holz, Recyclingholz, aber auch exotische Materialien wie Bambus, Palme.


    [0014] Die Erfindung ist anhand der Zeichnung näher erläutert. Darin ist im einzelnen folgendes dargestellt:
    Figur 1
    zeigt in einem Blockschaltbild den Ablauf eines Verfahrens zum Herstellen von OS-Platten.
    Figur 2
    zeigt einen Zerspaner in einer Ansicht von vom, das heißt in einer Ansicht auf diejenige Seite, auf der sich der Gehäusedeckel mit dem Einsatz für das Vorprodukt befindet.
    Figur 3
    zeigt in vergrößertem Maßstab einen Axialschnitt des Zerspaners gemäß Figur 2.
    Figur 4
    zeigt in vergrößerter Darstellung einen Ausschnitt aus Figur 3, nämlich ein Messerpaket.


    [0015] Das Blockschaltbild gemäß Figur 1 zeigt die folgenden Stationen des Verfahrens zum Herstellen von OS-Platten:

    Das zu verarbeitende Gut wird zunächst in Station 100 gelagert. Dabei handelt es sich im Falle dieses Beispieles um gebrauchte Holzpaletten. Selbstverständlich kommen alle möglichen anderen lignozellulosehaltigen Materialien in Betracht, so wie oben erwähnt.



    [0016] In Station 101 findet eine Vorzerkleinerung statt, beispielsweise in einem Shredder.

    [0017] In Station 102 findet ein Hacken statt. Hier wird das Vorprodukt erzeugt. Es ist wenigstens annähernd stabförmig.

    [0018] In Station 103 findet ein Behandeln mit Feuchtigkeit und Wärme statt. Die Behandlung kann in einem Tauchen in heißes Wasser bestehen. Das Wasser hat eine Temperatur von über 50 °C, beispielsweise 60, 70, 80, 90, 100 °C. Die Verweildauer liegt zwischen 3 und 30 Minuten. Auch längere Zeitspannen kommen in Betracht, beispielsweise eine Stunde, zwei Stunden und so weiter.

    [0019] Statt des Tauchens in heißem Wasser kommt auch ein Brühen mit Heißdampf in Betracht.

    [0020] Die Nass-Heiß-Behandlung kann auch unter überatmosphärischem oder unteratmosphärischem Druck stattfinden, somit in einem geschlossenen Gefäß. Dabei wird das Vorprodukt - somit die Hackschnitzel - vollständig durchtränkt. Es findet ein gewisses Plastifizieren, gegebenenfalls auch ein Anlösen des Lignins statt.

    [0021] In Station 104 wird das Vorprodukt vorgesichtet.

    [0022] In Station 105 findet das Zerspanen statt. Das Ergebnis sind OS-Späne mit einer Spandicke von 0,2 bis 0,8 mm, am besten 0,2 bis 0,6 mm.

    [0023] Auf das Zerspanen folgt ein Nachsichten in Station 106.

    [0024] Hieran schließt sich eine Weiterverarbeitung zu OS-Platten in Station 107 an.

    [0025] Wie man aus den Figuren 2 und 3 im einzelnen sieht, umfasst der Zerspaner einen Rotor 1, der von einer Welle 2 angetrieben ist. Der Rotor 1 enthält einen Kranz von achsparallelen Flügeln 3. Ein Messerkorb mit ebenfalls achsparallel angeordneten Messern 4 umschließt den Rotor 1. Rotor 1 und Messerkorb sind wiederum in einem Gehäuse 5 angeordnet und gemeinsam von diesem umschlossen. Gehäuse 5 weist einen Einlass 6 für die zuzuführenden Hackschnitzel sowie einen Auslass für den fertigen Span auf.

    [0026] Figur 3 veranschaulicht an zwei Stellen ein stabförmiges Vorprodukt 20. Diese ist im vorliegenden Fall als regelmäßiger rechteckiger Klotz bestellt. Stattdessen könnte dieses Vorprodukt jedoch auch andersartig gestaltet sein, beispielsweise unregelmäßige Begrenzungsflächen aufweisen. Wesentlich ist nur, dass dieses Vorprodukt 20 mehr oder minder stabförmig ist, das heißt eine Längserstreckung aufweist, die größer ist, als die Quererstreckungen in hierzu senkrecht verlaufenden Ebenen.

    [0027] Das Vorprodukt 20 wird dem schachtförmigen Einlass 6 zugeführt - siehe Pfeil. Es gelangt sodann in den vom Rotor 1 umschlossenen Innenraum. Dabei legt sich das Vorprodukt 20 - automatisch oder durch eine entsprechende Orientierungseinrichtung - derart, dass es vorwiegend zur Längsachse der Rotorwelle 2 verläuft, und damit mehr oder minder parallel zu den Messern 4. Das Vorprodukt hat eine erhebliche Größe, insbesondere eine erhebliche Länge, verglichen mit jenen Hackschnitzeln, die den bisher üblichen Messerringzerspanem zugeführt werden.

    [0028] In Figur 4 ist in einem achssenkrechten Schnitt ein Messerpaket dargestellt. Dieses Messerpaket ist jeweils Bestandteil des Messerringes der Maschine.

    [0029] Jedes Messerpaket ist wie folgt aufgebaut: Ein Tragklotz 10 trägt ein Schneidmesser 11, das mittels einer Spannplatte 12 und einer Schraube 13 am Tragklotz 10 befestigt ist.

    [0030] Jeder Tragklotz 10 weist eine Verschleißfläche 10.1 auf. Entscheidend ist, dass diese der Maschinenachse zugewandte Verschleißfläche 10.1 annähernd eben sind und somit nicht konzentrisch wie beim Stand der Technik.

    [0031] Dabei ist die Verschleißfläche 10.1 wie im Falle der Figur 4 aus einer Verschleißplatte 10.2 gebildet, die ihrerseits am übrigen Tragklotz 10 befestigt ist. Die Verschleißfläche kann auch aus einer Verschleißschicht gebildet werden, die durch Aufbringen einer Verschleißschicht, vorzugsweise durch Auftragsschweißen oder Aufspritzen und anschließendes Schleifen erzeugt wurde.

    [0032] Bei der Ausführungsform gemäß Figur 4 ist ein Stockmesser 14 vorgesehen, das auf der dem Schneidmesser 11 gegenüberliegenden Seite des Tragklotzes 10 befestigt ist, und das mit dem Schneidmesser des benachbarten Messerpaketes zusammenarbeitet. Auch ist eine Verschleißplatte denkbar, in der das Stockmesser integriert ist und die dessen Funktion übernimmt.

    Bezugszeichenliste



    [0033] 
    1
    Rotor
    2
    Welle
    3
    Flügel
    4
    Messer
    5
    Gehäuse
    6
    Einlass
    10
    Tragklotz
    10.1
    Verschleißfläche
    10.2
    Verschleißplatte
    11
    Schneidmesser
    12
    Spannplatte
    13
    Schraube
    14
    Stockmesser
    20
    Vorprodukt
    100
    Lagerstation für Altholz
    101
    Vorzerkleinerungsstation
    102
    Hackstation
    103
    Heißwasserstation
    104
    Vorsichtstation
    105
    Zerspanstation
    106
    Nachsichtstation
    107
    Weiterverarbeitung



    Ansprüche

    1. Verfahren zum Herstellen von Flachspänen für strukturorientierte Holzwerkstoffe, mit den folgenden Verfahrensschritten:

    1.1 es wird aus lignozellulosehaltigem Material ein Vorprodukt erzeugt;

    1.2 das Vorprodukt hat eine Länge von zwischen 20 und 200 mm;

    1.3 das Vorprodukt wird einer hydrothermalen Behandlung unterworfen, umfassend eine Wärmebehandlung sowie eine Feuchtebehandlung;

    1.4 die Einwirkungsdauer beträgt wenigstens drei Minuten, und die Einwirkungstemperatur beträgt wenigstens 40 °C;

    1.5 das Vorprodukt wird einer Zerspanung oder Spaltung unterworfen.


     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der hydrothermalen Behandlung trockene Wärme oder Dampf oder Heißwasser oder ein Wasserbad oder eine Mikrowellenbehandlung oder eine Hochfrequenzbehandlung angewandt werden.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die hydrothermale Behandlung des Vorproduktes vor dem Zerspanen oder Spalten oder während des Zerspanens oder Spaltens stattfindet.
     
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorprodukt nach der hydrothermalen Behandlung eine Feuchte von über 35 % atro aufweist.
     
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die hydrothermale Behandlung bei überatmosphärischem oder unteratmosphärischem Druck erfolgt.
     
    6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zerspanung des Vorproduktes in Messerringzerspanern, Messerwellenzerspanern oder Scheibenzerspanern erfolgt.
     
    7. Verfahren nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:

    7.1 das Vorprodukt (20) wird einem Zerspaner zugeführt, umfassend eine Vielzahl von Messern (4), die auf einem Messerring angeordnet sind, deren Schneiden wenigstens annähernd parallel zur Ringachse verlaufen, und die einen Arbeitsraum umschließen;

    7.2 das Vorprodukt (20) wird um die Messerringachse herum in Umdrehung
    versetzt, hierbei derart ausgerichtet, dass es im wesentlichen parallel zur Ringachse liegt und durch Fliehkraft gegen die Schneiden der Messer (4)
    angedrückt wird;

    7.3 die Betriebsparameter wie die Messergestalt, der Messerwinkel, werden derart gewählt, dass sich Flachspäne mit einer Spandicke von 0,2 bis 0,8 mm, vorzugsweise von 0,2 bis 0,6 mm ergeben;

    7.4 dem Zerspanen wird ein Sichter-Schritt vorgeschaltet, um nur Vorprodukte bestimmter Abmessungen durchzulassen;

    7.5 dem Zerspanen wird ein Klassifizier-Schritt nachgeschaltet, um die Späne nach Kriterien ihrer Gestalt oder ihrer Abmessungen oder ihres Gewichtes zu klassifizieren.


     


    Claims

    1. A method for producing flat chips for structure-oriented wood materials, having the following method steps:

    1.1 a pre-product is generated from material containing lignocellulose;

    1.2 the pre-product has a length of between 20 and 200 mm;

    1.3 the pre-product is subjected to a hydrothermal treatment, comprising a heat treatment and a moisture treatment;

    1.4 the exposure duration is at least three minutes, and the exposure temperature is at least 40°C;

    1.5 the pre-product is subjected to cutting or splitting.


     
    2. The method according to Claim 1, characterized in that, during the hydrothermal treatment, dry heat or steam or hot water or a water bath or a microwave treatment or a high-frequency treatment is applied.
     
    3. The method according to Claim 1 or 2, characterized in that the hydrothermal treatment of the pre-product occurs before the cutting or splitting or during the cutting or splitting.
     
    4. The method according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the pre-product has a moisture content of greater than 35% atro after the hydrothermal treatment.
     
    5. The method according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the hydrothermal treatment is performed at super-atmospheric or subatmospheric pressure.
     
    6. The method according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the cutting of the pre-product is performed in blade ring cutters, blade shaft cutters, or disc cutters.
     
    7. The method according to Claim 6, characterized by the following features:

    7.1 the pre-product (20) is supplied to a cutter, comprising a plurality of blades (4), which are situated on a blade ring, whose cutting edges run at least approximately parallel to the ring axis, and which enclose a working space;

    7.2 the pre-product (20) is set into revolution around the blade ring axis, oriented for this purpose in such a manner that it is essentially parallel to the ring axis and is pressed against the cutting edges of the blades (4) by centrifugal force;

    7.3 the operating parameters such as the blade design and the blade angle are selected in such a manner that flat chips having a chip thickness of 0.2 to 0.8 mm, preferably from 0.2 to 0.6 mm result;

    7.4 a sifter step is placed upstream from the cutting, in order to only let through pre-products of established dimensions;

    7.5 a classification step is placed downstream from the cutting, in order to classify the chips according to criteria of their design or their dimensions or their weight.


     


    Revendications

    1. Procédé de fabrication de copeaux plats pour matériaux dérivés du bois orientés structure, avec les méthodes de procédé suivantes :

    1.1 Un produit primaire est fabriqué à partir d'un matériau contenant de la lignocellulose

    1.2 Le produit primaire possède une longueur comprise entre 20 et 200 mm ;

    1.3 Le produit primaire est soumis à un traitement hydrothermal, comprenant une thermothérapie ainsi qu'un traitement par humidification ;

    1.4 La durée d'application est d'au moins trois minutes et la température d'application est d'au moins 40 °C.

    1.5 Le produit primaire est soumis à un enlèvement de copeaux ou un fendage


     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que de la chaleur sèche ou de la vapeur ou de l'eau chaude ou un bain marie ou un traitement par micro-ondes ou un traitement par haute fréquence est appliqué lors du traitement hydrothermal.
     
    3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le traitement hydrothermal du produit primaire a lieu avant la mise en copeaux ou le fendage ou pendant la mise en copeaux ou le fendage.
     
    4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le produit primaire présente une humidité atro supérieure à 35 % après le traitement hydrothermal.
     
    5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le traitement hydrothermal a lieu avec une pression sur-atmosphérique ou sous-atmosphérique.
     
    6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'enlèvement de copeaux du produit primaire a lieu dans des enleveurs de copeaux à lames montées sur anneau, des enleveurs de copeaux à lames montées sur hélice ou des enleveurs de copeaux à disques.
     
    7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé selon les caractéristiques suivantes :

    7.1 Le produit primaire (20) est alimenté par un enleveur de copeaux, comprenant une multitude de lames (4) qui s'articulent sur un anneau à lame, dont le tranchage se déroule au moins de façon approximativement parallèle à l'axe de l'anneau et qui enclavent un espace de travail ;

    7.2 Le produit primaire (20) est déplacé autour de l'axe de l'anneau à lames en rotation, ajusté pendant ce temps de la sorte qu'il soit pour l'essentiel parallèle à l'axe de l'anneau et que la force centrifuge appuie sur le tranchage de la lame (4) ;

    7.3 Les paramètres opératoires comme la forme de la lame, l'angle de la lame, sont choisis de telle façon qu'ils produisent des copeaux plats avec une épaisseur de copeau de 0,2 à 0,8 mm, de préférence de 0,2 à 0,6 mm ;

    7.4 Une phase de dépoussiérage pneumatique est placée en amont de la mise en copeaux afin de ne laisser passer que des produits primaires de dimension déterminée.

    7.5 Une phase de classification est montée en aval de la mise en copeaux afin de classer les copeaux selon des critères de forme, dimension ou poids.


     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente