[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erzeugen von Flachspänen aus Holz, auch
"OS-Späne" ("Oriented Strand") genannt.
[0002] Bei strukturorientierten Holzwerkstoffen handelt es sich um spezielle lignocellulosehaltige
Platten oder Formteile mit gerichteten mechanischen und hygrischen Eigenschaften.
Zu diesen Holzwerkstoffen werden LSL, PSL und vor allem OSB gerechnet. OSB ist der
strukturorientierte Holzwerkstoff mit der größten wirtschaftlichen Bedeutung. Bedingt
durch die Form und Größe der Strands verfügen die entsprechenden Holzwerkstoffe über
hohe mechanische Eigenschaften. Sie sind daher besonders als Konstruktionselemente
im Bauwesen einsetzbar.
[0003] Aus
US 2 874 909 A ist ein Verfahren zum Erzeugen von Spänen für die Herstellung von Platten mit den
folgenden Verfahrensschritten bekannt: es wird aus Frischholz oder Recyclingholz ein
Vorprodukt erzeugt, das Vorprodukt ist im wesentlichen stabförmig, das Vorprodukt
wird einem Zerspaner zugeführt, umfassend eine Vielzahl von Messern, die auf einem
Messerring angeordnet sind, deren Schneiden wenigstens annähernd parallel zur Ringachse
verlaufen, und die einen Arbeitsraum umschließen; das Vorprodukt wird um die Messerringachse
herum in Umdrehung versetzt, hierbei derart ausgerichtet, dass es im wesentlichen
parallel zur Ringachse liegt und durch Fliehkraft gegen die Schneiden der Messer angedrückt
wird; das Vorprodukt hat eine Länge von mehreren Zentimetern.
[0004] DE 11 71 143 B zeigt und beschreibt den Einfluss von Wärme, Feuchtigkeit und Druck bei der Herstellung
von Spänen zur Verbesserung von deren Qualität.
[0005] Ein erfolgreiches Verfahren zum Herstellen von OS-Spänen ist beschrieben in
EP 1 335 818 B1. Dort ist die Gestalt des Vorproduktes genauer definiert.
[0006] Das Verfahren ist jedoch verbesserungsfähig. Dies betrifft vor allem die Qualität
des einzelnen Flachspanes. Dieser soll nach Möglichkeit noch hochwertiger sein bezüglich
seiner Gestalt und seiner Oberfläche. Auch soll beim Zerspanen ein Maximum an hochwertigen
Flachspänen entstehen, aber nur ein Minimum an Feinstoffanteil. Schließlich soll der
Energiebedarf minimiert werden.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, mit welchem ein
Strandmaterial aus stückigen Holzteilen (Vorprodukte wie Maxichips und Flachchips)
herstellbar ist, das hohe Anteile ausgesprochen flächiger Strands und geringe Feingutanteile
enthält. Ferner soll der Bedarf an Zerspanungsenergie minimal sein.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale von Anspruch 1 gelöst.
[0009] Die wesentlichen Gedanken der Erfindung betreffen die Gestalt des Vorproduktes sowie
das Vorsehen eines weiteren Behandlungsschrittes: das Vorprodukt wird nämlich einer
Zwischenbehandlung mit Einwirkung von Wärme und Feuchte unterworfen, bevor es mechanisch
weiterbehandelt wird.
[0010] Die genannte Behandlung mit Feuchte und Wärme wird nach dem Hacken am Vorprodukt
(Maxichip) angewandt. Sie kann kombiniert werden mit der Anwendung überatmosphärischen
Druckes.
[0011] Zur Behandlung mit Wärme können jegliche Wärmequellen verwendet werden, beispielsweise
Mikrowellen- oder Infrarot-Vorrichtungen. Auch eine Heißwasserbehandlung oder Dampfbehandlung
kommt in Betracht.
[0012] Das gesamte Verfahren kann chargenweise oder kontinuierlich durchgeführt werden.
Beim kontinuierlichen Arbeiten ist die Anwendung von Förderschnecken denkbar. Die
Schnecken können mit einem Hackschnitzel-Wasser-Gemisch beschickt werden. Der Druck
kann dadurch erzeugt werden, dass eine Absperrklappe am Ende der Förderschnecke einen
begrenzten Austrittsspalt freigibt, und somit einen Druck in der Förderschnecke aufbaut.
In der Förderschnecke kann auch eine Dampfbehandlung stattfinden. Auch ist die Anwendung
von Unterdruck oder Überdruck anwendbar.
[0013] Die Ergebnisse sind verblüffend. Der erfindungsgemäße Prozess hat nämlich die folgenden
Vorteile:
- der Zerspanungsprozess liefert einen hohen Anteil an Flachspänen, und einen minimalen
Anteil an unerwünschtem Feinstoff;
- die Qualität der Flachspäne ist besser, als die bisher erzeugten: die Späne sind von
tadelloser Oberfläche, geeignet zum Erzeugen von OS-Platten; die Späne sind weiterhin
von höherer Festigkeit, als bisher;
- die Strands zeigen darüber hinaus aufgrund der hydrothermalen Behandlung und der schonenden
Zerspanung weniger Risse, die Gefahr einer Nachzerkleinerung durch nachfolgende Prozesse
bei der Herstellung von OSB ist hierdurch geringer;
- der spezifische Energieaufwand in kWh, bezogen auf die Mengeneinheit erzeugter OS-Späne,
ist wesentlich geringer als bei bekannten Verfahren;
- als Ausgangsmaterial kommen jegliche lignozellulosehaltigen Materialien in Betracht,
somit Holz, Abfallholz, geschreddertes Holz, Recyclingholz, aber auch exotische Materialien
wie Bambus, Palme.
[0014] Die Erfindung ist anhand der Zeichnung näher erläutert. Darin ist im einzelnen folgendes
dargestellt:
- Figur 1
- zeigt in einem Blockschaltbild den Ablauf eines Verfahrens zum Herstellen von OS-Platten.
- Figur 2
- zeigt einen Zerspaner in einer Ansicht von vom, das heißt in einer Ansicht auf diejenige
Seite, auf der sich der Gehäusedeckel mit dem Einsatz für das Vorprodukt befindet.
- Figur 3
- zeigt in vergrößertem Maßstab einen Axialschnitt des Zerspaners gemäß Figur 2.
- Figur 4
- zeigt in vergrößerter Darstellung einen Ausschnitt aus Figur 3, nämlich ein Messerpaket.
[0015] Das Blockschaltbild gemäß Figur 1 zeigt die folgenden Stationen des Verfahrens zum
Herstellen von OS-Platten:
Das zu verarbeitende Gut wird zunächst in Station 100 gelagert. Dabei handelt es sich
im Falle dieses Beispieles um gebrauchte Holzpaletten. Selbstverständlich kommen alle
möglichen anderen lignozellulosehaltigen Materialien in Betracht, so wie oben erwähnt.
[0016] In Station 101 findet eine Vorzerkleinerung statt, beispielsweise in einem Shredder.
[0017] In Station 102 findet ein Hacken statt. Hier wird das Vorprodukt erzeugt. Es ist
wenigstens annähernd stabförmig.
[0018] In Station 103 findet ein Behandeln mit Feuchtigkeit und Wärme statt. Die Behandlung
kann in einem Tauchen in heißes Wasser bestehen. Das Wasser hat eine Temperatur von
über 50 °C, beispielsweise 60, 70, 80, 90, 100 °C. Die Verweildauer liegt zwischen
3 und 30 Minuten. Auch längere Zeitspannen kommen in Betracht, beispielsweise eine
Stunde, zwei Stunden und so weiter.
[0019] Statt des Tauchens in heißem Wasser kommt auch ein Brühen mit Heißdampf in Betracht.
[0020] Die Nass-Heiß-Behandlung kann auch unter überatmosphärischem oder unteratmosphärischem
Druck stattfinden, somit in einem geschlossenen Gefäß. Dabei wird das Vorprodukt -
somit die Hackschnitzel - vollständig durchtränkt. Es findet ein gewisses Plastifizieren,
gegebenenfalls auch ein Anlösen des Lignins statt.
[0021] In Station 104 wird das Vorprodukt vorgesichtet.
[0022] In Station 105 findet das Zerspanen statt. Das Ergebnis sind OS-Späne mit einer Spandicke
von 0,2 bis 0,8 mm, am besten 0,2 bis 0,6 mm.
[0023] Auf das Zerspanen folgt ein Nachsichten in Station 106.
[0024] Hieran schließt sich eine Weiterverarbeitung zu OS-Platten in Station 107 an.
[0025] Wie man aus den Figuren 2 und 3 im einzelnen sieht, umfasst der Zerspaner einen Rotor
1, der von einer Welle 2 angetrieben ist. Der Rotor 1 enthält einen Kranz von achsparallelen
Flügeln 3. Ein Messerkorb mit ebenfalls achsparallel angeordneten Messern 4 umschließt
den Rotor 1. Rotor 1 und Messerkorb sind wiederum in einem Gehäuse 5 angeordnet und
gemeinsam von diesem umschlossen. Gehäuse 5 weist einen Einlass 6 für die zuzuführenden
Hackschnitzel sowie einen Auslass für den fertigen Span auf.
[0026] Figur 3 veranschaulicht an zwei Stellen ein stabförmiges Vorprodukt 20. Diese ist
im vorliegenden Fall als regelmäßiger rechteckiger Klotz bestellt. Stattdessen könnte
dieses Vorprodukt jedoch auch andersartig gestaltet sein, beispielsweise unregelmäßige
Begrenzungsflächen aufweisen. Wesentlich ist nur, dass dieses Vorprodukt 20 mehr oder
minder stabförmig ist, das heißt eine Längserstreckung aufweist, die größer ist, als
die Quererstreckungen in hierzu senkrecht verlaufenden Ebenen.
[0027] Das Vorprodukt 20 wird dem schachtförmigen Einlass 6 zugeführt - siehe Pfeil. Es
gelangt sodann in den vom Rotor 1 umschlossenen Innenraum. Dabei legt sich das Vorprodukt
20 - automatisch oder durch eine entsprechende Orientierungseinrichtung - derart,
dass es vorwiegend zur Längsachse der Rotorwelle 2 verläuft, und damit mehr oder minder
parallel zu den Messern 4. Das Vorprodukt hat eine erhebliche Größe, insbesondere
eine erhebliche Länge, verglichen mit jenen Hackschnitzeln, die den bisher üblichen
Messerringzerspanem zugeführt werden.
[0028] In Figur 4 ist in einem achssenkrechten Schnitt ein Messerpaket dargestellt. Dieses
Messerpaket ist jeweils Bestandteil des Messerringes der Maschine.
[0029] Jedes Messerpaket ist wie folgt aufgebaut: Ein Tragklotz 10 trägt ein Schneidmesser
11, das mittels einer Spannplatte 12 und einer Schraube 13 am Tragklotz 10 befestigt
ist.
[0030] Jeder Tragklotz 10 weist eine Verschleißfläche 10.1 auf. Entscheidend ist, dass diese
der Maschinenachse zugewandte Verschleißfläche 10.1 annähernd eben sind und somit
nicht konzentrisch wie beim Stand der Technik.
[0031] Dabei ist die Verschleißfläche 10.1 wie im Falle der Figur 4 aus einer Verschleißplatte
10.2 gebildet, die ihrerseits am übrigen Tragklotz 10 befestigt ist. Die Verschleißfläche
kann auch aus einer Verschleißschicht gebildet werden, die durch Aufbringen einer
Verschleißschicht, vorzugsweise durch Auftragsschweißen oder Aufspritzen und anschließendes
Schleifen erzeugt wurde.
[0032] Bei der Ausführungsform gemäß Figur 4 ist ein Stockmesser 14 vorgesehen, das auf
der dem Schneidmesser 11 gegenüberliegenden Seite des Tragklotzes 10 befestigt ist,
und das mit dem Schneidmesser des benachbarten Messerpaketes zusammenarbeitet. Auch
ist eine Verschleißplatte denkbar, in der das Stockmesser integriert ist und die dessen
Funktion übernimmt.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 1
- Rotor
- 2
- Welle
- 3
- Flügel
- 4
- Messer
- 5
- Gehäuse
- 6
- Einlass
- 10
- Tragklotz
- 10.1
- Verschleißfläche
- 10.2
- Verschleißplatte
- 11
- Schneidmesser
- 12
- Spannplatte
- 13
- Schraube
- 14
- Stockmesser
- 20
- Vorprodukt
- 100
- Lagerstation für Altholz
- 101
- Vorzerkleinerungsstation
- 102
- Hackstation
- 103
- Heißwasserstation
- 104
- Vorsichtstation
- 105
- Zerspanstation
- 106
- Nachsichtstation
- 107
- Weiterverarbeitung
1. Verfahren zum Herstellen von Flachspänen für strukturorientierte Holzwerkstoffe, mit
den folgenden Verfahrensschritten:
1.1 es wird aus lignozellulosehaltigem Material ein Vorprodukt erzeugt;
1.2 das Vorprodukt hat eine Länge von zwischen 20 und 200 mm;
1.3 das Vorprodukt wird einer hydrothermalen Behandlung unterworfen, umfassend eine
Wärmebehandlung sowie eine Feuchtebehandlung;
1.4 die Einwirkungsdauer beträgt wenigstens drei Minuten, und die Einwirkungstemperatur
beträgt wenigstens 40 °C;
1.5 das Vorprodukt wird einer Zerspanung oder Spaltung unterworfen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der hydrothermalen Behandlung trockene Wärme oder Dampf oder Heißwasser oder
ein Wasserbad oder eine Mikrowellenbehandlung oder eine Hochfrequenzbehandlung angewandt
werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die hydrothermale Behandlung des Vorproduktes vor dem Zerspanen oder Spalten oder
während des Zerspanens oder Spaltens stattfindet.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorprodukt nach der hydrothermalen Behandlung eine Feuchte von über 35 % atro
aufweist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die hydrothermale Behandlung bei überatmosphärischem oder unteratmosphärischem Druck
erfolgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zerspanung des Vorproduktes in Messerringzerspanern, Messerwellenzerspanern oder
Scheibenzerspanern erfolgt.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
7.1 das Vorprodukt (20) wird einem Zerspaner zugeführt, umfassend eine Vielzahl von
Messern (4), die auf einem Messerring angeordnet sind, deren Schneiden wenigstens
annähernd parallel zur Ringachse verlaufen, und die einen Arbeitsraum umschließen;
7.2 das Vorprodukt (20) wird um die Messerringachse herum in Umdrehung
versetzt, hierbei derart ausgerichtet, dass es im wesentlichen parallel zur Ringachse
liegt und durch Fliehkraft gegen die Schneiden der Messer (4)
angedrückt wird;
7.3 die Betriebsparameter wie die Messergestalt, der Messerwinkel, werden derart gewählt,
dass sich Flachspäne mit einer Spandicke von 0,2 bis 0,8 mm, vorzugsweise von 0,2
bis 0,6 mm ergeben;
7.4 dem Zerspanen wird ein Sichter-Schritt vorgeschaltet, um nur Vorprodukte bestimmter
Abmessungen durchzulassen;
7.5 dem Zerspanen wird ein Klassifizier-Schritt nachgeschaltet, um die Späne nach
Kriterien ihrer Gestalt oder ihrer Abmessungen oder ihres Gewichtes zu klassifizieren.
1. A method for producing flat chips for structure-oriented wood materials, having the
following method steps:
1.1 a pre-product is generated from material containing lignocellulose;
1.2 the pre-product has a length of between 20 and 200 mm;
1.3 the pre-product is subjected to a hydrothermal treatment, comprising a heat treatment
and a moisture treatment;
1.4 the exposure duration is at least three minutes, and the exposure temperature
is at least 40°C;
1.5 the pre-product is subjected to cutting or splitting.
2. The method according to Claim 1, characterized in that, during the hydrothermal treatment, dry heat or steam or hot water or a water bath
or a microwave treatment or a high-frequency treatment is applied.
3. The method according to Claim 1 or 2, characterized in that the hydrothermal treatment of the pre-product occurs before the cutting or splitting
or during the cutting or splitting.
4. The method according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the pre-product has a moisture content of greater than 35% atro after the hydrothermal
treatment.
5. The method according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the hydrothermal treatment is performed at super-atmospheric or subatmospheric pressure.
6. The method according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the cutting of the pre-product is performed in blade ring cutters, blade shaft cutters,
or disc cutters.
7. The method according to Claim 6,
characterized by the following features:
7.1 the pre-product (20) is supplied to a cutter, comprising a plurality of blades
(4), which are situated on a blade ring, whose cutting edges run at least approximately
parallel to the ring axis, and which enclose a working space;
7.2 the pre-product (20) is set into revolution around the blade ring axis, oriented
for this purpose in such a manner that it is essentially parallel to the ring axis
and is pressed against the cutting edges of the blades (4) by centrifugal force;
7.3 the operating parameters such as the blade design and the blade angle are selected
in such a manner that flat chips having a chip thickness of 0.2 to 0.8 mm, preferably
from 0.2 to 0.6 mm result;
7.4 a sifter step is placed upstream from the cutting, in order to only let through
pre-products of established dimensions;
7.5 a classification step is placed downstream from the cutting, in order to classify
the chips according to criteria of their design or their dimensions or their weight.
1. Procédé de fabrication de copeaux plats pour matériaux dérivés du bois orientés structure,
avec les méthodes de procédé suivantes :
1.1 Un produit primaire est fabriqué à partir d'un matériau contenant de la lignocellulose
1.2 Le produit primaire possède une longueur comprise entre 20 et 200 mm ;
1.3 Le produit primaire est soumis à un traitement hydrothermal, comprenant une thermothérapie
ainsi qu'un traitement par humidification ;
1.4 La durée d'application est d'au moins trois minutes et la température d'application
est d'au moins 40 °C.
1.5 Le produit primaire est soumis à un enlèvement de copeaux ou un fendage
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que de la chaleur sèche ou de la vapeur ou de l'eau chaude ou un bain marie ou un traitement
par micro-ondes ou un traitement par haute fréquence est appliqué lors du traitement
hydrothermal.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le traitement hydrothermal du produit primaire a lieu avant la mise en copeaux ou
le fendage ou pendant la mise en copeaux ou le fendage.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le produit primaire présente une humidité atro supérieure à 35 % après le traitement
hydrothermal.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le traitement hydrothermal a lieu avec une pression sur-atmosphérique ou sous-atmosphérique.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'enlèvement de copeaux du produit primaire a lieu dans des enleveurs de copeaux
à lames montées sur anneau, des enleveurs de copeaux à lames montées sur hélice ou
des enleveurs de copeaux à disques.
7. Procédé selon la revendication 6,
caractérisé selon les caractéristiques suivantes :
7.1 Le produit primaire (20) est alimenté par un enleveur de copeaux, comprenant une
multitude de lames (4) qui s'articulent sur un anneau à lame, dont le tranchage se
déroule au moins de façon approximativement parallèle à l'axe de l'anneau et qui enclavent
un espace de travail ;
7.2 Le produit primaire (20) est déplacé autour de l'axe de l'anneau à lames en rotation,
ajusté pendant ce temps de la sorte qu'il soit pour l'essentiel parallèle à l'axe
de l'anneau et que la force centrifuge appuie sur le tranchage de la lame (4) ;
7.3 Les paramètres opératoires comme la forme de la lame, l'angle de la lame, sont
choisis de telle façon qu'ils produisent des copeaux plats avec une épaisseur de copeau
de 0,2 à 0,8 mm, de préférence de 0,2 à 0,6 mm ;
7.4 Une phase de dépoussiérage pneumatique est placée en amont de la mise en copeaux
afin de ne laisser passer que des produits primaires de dimension déterminée.
7.5 Une phase de classification est montée en aval de la mise en copeaux afin de classer
les copeaux selon des critères de forme, dimension ou poids.