(19)
(11) EP 2 121 348 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
08.04.2015  Patentblatt  2015/15

(21) Anmeldenummer: 08707682.4

(22) Anmeldetag:  12.02.2008
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B42D 25/333(2014.01)
B42D 25/351(2014.01)
B41M 3/14(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2008/001064
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2008/098739 (21.08.2008 Gazette  2008/34)

(54)

SICHERHEITSELEMENT FÜR EIN WERTDOKUMENT

SECURITY ELEMENT FOR A VALUABLE DOCUMENT

ÉLÉMENT DE SÉCURITÉ POUR DOCUMENT DE VALEUR


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 13.02.2007 DE 102007007595
29.06.2007 DE 102007030219

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
25.11.2009  Patentblatt  2009/48

(73) Patentinhaber: Giesecke & Devrient GmbH
81677 München (DE)

(72) Erfinder:
  • BALDUS, Christof
    81667 München (DE)
  • SCHIFFMANN, Peter
    81673 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-03/053713
JP-A- 2007 130 855
GB-A- 2 250 474
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement für ein Wertdokument, wie Banknoten, Ausweiskarten oder dergleichen, mit einem lichtdurchlässigen Substrat, auf dessen erster Oberfläche mindestens ein erstes Sicherheitsmerkmal und auf dessen zweiter gegenüberliegender Oberfläche mindestens ein zweites Sicherheitsmerkmal angeordnet ist.

    [0002] Hierzu ist beispielsweise aus der WO 03/053713 A1 ein Sicherheitselement für Sicherheitspapiere und Wertdokumente bekannt, das aus einem Substrat in Form einer Kunststofffolie besteht, auf deren gegenüberliegenden Oberflächen jeweils ein Sicherheitselement angeordnet ist. Zwischen den Sicherheitsmerkmalen befindet sich eine vollflächige opake Zwischenschicht, so dass bei Betrachtung des Sicherheitselements von einer Seite jeweils nur eines der Sicherheitsmerkmale erkennbar ist.

    [0003] Aus GB 2,250,474 A ist Sicherheitsgegenstand bekannt, der mindestens ein langgestrecktes Sicherheitselement enthält, wobei das Sicherheitselement in Durchsicht visuell nachweisbar ist und lichtdurchlässige und opake Bereiche aufweist. Das Sicherheitselement enthält eine Vielzahl von Schichten, einschließlich einer lichtdurchlässigen Trägerschicht. Der Sicherheitsgegenstand enthält weiterhin zwei oder mehr Reihen von opaken Bereichen, die durch die Trägerschicht getrennt sind. Hierbei sind die opaken Bereiche so angeordnet, dass an gewissen Teilen des Sicherheitselements die opaken Bereiche, die durch die lichtdurchlässige Schicht voneinander getrennt sind, sich überlappen, um den Durchtritt von Licht zu verhindern. Entlang der Länge des Sicherheitselements überlappen sich die opaken Bereiche nicht oder nur teilweise, so dass Licht durch das Sicherheitselement hindurchtreten kann.

    [0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Sicherheitselement derart weiterzubilden, dass der Schutz gegenüber Fälschungen weiter erhöht wird.

    [0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

    [0006] Die Erfindung umfasst hierbei sowohl ein Sicherheitselement als auch einen Datenträger mit einem Sicherheitselement. Der Datenträger ist hierbei insbesondere ein Wertdokument, wie beispielsweise eine Banknote, ein Wertpapier, eine Kredit-, Debit- oder Ausweiskarte, ein Pass, eine Urkunde und Ähnliches, ein Label, eine Verpackung oder ein anderes Element für die Produktsicherung.

    [0007] Erfindungsgemäß weist das erste Sicherheitsmerkmal voneinander beabstandete opake Mustergrundelemente auf, die in Form eines Rasters auf einem lichtdurchlässigen Substrat, insbesondere einer transparenten oder transluzenten Kunststofffolie oder transparentem oder transluzentem Papier, als Träger angeordnet sind. Die transparente oder transluzente Kunststofffolie kann hierbei aus einer einzelnen Folie, einem Schichtverbund mehrerer einzelner miteinander verbundener Folien oder einer einseitig oder beidseitig mit Klarlack oder Klebstoff vollflächig beschichteten Folie bestehen.

    [0008] Ein Raster im Sinne dieser Erfindung ist eine gleichmäßige oder ungleichmäßige Verteilung der Mustergrundelemente mindestens in einem Bereich der Oberfläche des Substrates, wobei die Mustergrundelemente voneinander beabstandet sind.

    [0009] Ein lichtdurchlässiges Substrat im Sinne dieser Erfindung ist ein Substrat, das auftreffendes Licht zu einem bestimmten Anteil hindurchtreten lässt. Trifft Licht auf eine Seite des Substrates auf, wird ein bestimmter Anteil des Lichtes bis zu der anderen Seite des Substrates hindurchgelassen und tritt dort wieder aus. Je größer der Anteil des hindurchtretenden Lichtes bezogen auf das auftreffende Licht ist, desto lichtdurchlässiger ist das Substrat. Lässt das Substrat das auftreffende Licht nahezu ungeschwächt hindurchtreten, wird das Substrat als transparent bezeichnet. Tritt ein geringerer Anteil durch das Substrat hindurch, wird das Substrat als transluzent bezeichnet. Ein Substrat hingegen, das kein Licht mehr hindurchtreten lässt, d.h. bei dem der Anteil des hindurchtretenden Lichtes bezogen auf das auftreffende Licht gleich Null ist, wird als opak bezeichnet und ist im Sinne dieser Erfindung nicht lichtdurchlässig.

    [0010] Auf einem Teil der Mustergrundelemente sind auf der von dem lichtdurchlässigen Substrat abgewandten Seite erste Informationselemente angeordnet, die zu den Mustergrundelementen farblich kontrastieren.

    [0011] Das zweite Sicherheitsmerkmal weist zweite Informationselemente auf, die überlappend zu den Mustergrundelementen angeordnet sind und über mindestens eine Seite des jeweiligen Mustergrundelementes herausragen, wobei auch die zweiten Informationselemente zu den Mustergrundelementen farblich kontrastieren. Insgesamt ergeben die ersten und zweiten Informationselemente für einen Betrachter jeweils mindestens ein alphanumerisches Zeichen, ein Logo und/oder mindestens eine graphische Abbildung.

    [0012] Ein erfindungsgemäßes Sicherheitselement ist somit schichtartig aufgebaut: zwei Informationselemente sind auf gegenüberliegenden Seiten eines lichtdurchlässigen Substrates angeordnet, wobei unter den ersten Informationselementen angeordnete opake, d.h. undurchsichtige, Mustergrundelemente die Informationselemente beider Seiten optisch teilweise voneinander trennen.

    [0013] Die ersten Informationselemente sind auf den Mustergrundelementen und dabei vollständig innerhalb der Fläche der Mustergrundelemente angeordnet. Somit bedecken die ersten Informationselemente die Mustergrundelemente zu einem bestimmten Teil oder auch vollständig, ragen aber nicht über den Rand der Mustergrundelemente hinaus. Im Gegensatz dazu ragen die auf der gegenüberliegenden Seite des Sicherheitselementes aufgebrachten zweiten Informationselemente über mindestens eine Seite des jeweiligen Mustergrundelementes heraus. Der äußere Rand eines Mustergrundelementes und der äußere Rand eines zweiten Informationselementes sind hierbei um mindestens 5 Mikrometer, bevorzugt um mindestens 10 Mikrometer, versetzt.

    [0014] Ein Betrachter, der das Sicherheitselement in Durchlicht betrachtet, erkennt somit auf der einen Seite des Sicherheitselementes die Mustergrundelemente und die zweiten Informationselemente. Die ersten Informationselemente werden von den Mustergrundelementen vollständig verdeckt und sind von dieser Seite aus nicht erkennbar. Auf der anderen, gegenüberliegenden Seite sind die Mustergrundelemente, die ersten Informationselemente und diejenigen Teile der zweiten Informationselemente erkennbar, die über den Rand der Mustergrundelemente herausragen. Neben den ersten Informationselementen sind somit durch das lichtdurchlässige Substrat hindurch auch die äußeren Teile der zweiten Informationselemente erkennbar.

    [0015] Vorteil der Erfindung ist es somit, dass das Sicherheitselement z.B. von einer Seite aus betrachtet zwei Informationen zeigt, wohingegen von der gegenüberliegenden Seite aus betrachtet nur eine Information sichtbar ist.

    [0016] Zusätzlich können auch die zweiten Informationselemente auf zweiten Mustergrundelementen angeordnet sein, wobei diese zweiten Mustergrundelemente grundsätzlich die gleichen Eigenschaften und Ausgestaltungen haben können wie die ersten Mustergrundelemente. Die zweiten Mustergrundelemente sind vorteilhaft jeweils an den Stellen des Substrates angeordnet, die den Mustergrundelementen des ersten Sicherheitsmerkmals gegenüberliegen, so dass die Opazität und damit der Farbkontrast zwischen den einzelnen Elementen erhöht wird.

    [0017] Überlappen die zweiten Mustergrundelemente die ersten Mustergrundelemente oder ragen sie über mindestens eine Seite des jeweiligen ersten Mustergrundelementes hinaus, ergibt sich vorteilhaft eine zusätzliche Information, die von unterschiedlichen Seiten des Sicherheitselementes aus betrachtet unterschiedlich sein kann.

    [0018] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform bilden die ersten und zweiten Informationselemente die gleiche lesbare bzw. erkennbare Information. Die Informationselemente sind dabei so angeordnet, dass die erkennbare Information auf beiden Seiten des Sicherheitselementes seitenrichtig gelesen werden kann. Bilden beispielsweise die ersten und die zweiten Informationselemente in ihrer Gesamtheit jeweils die Denomination und damit den Wert einer Banknote als alphanumerisches Zeichen, z.B. die Zahl "50", so erkennt ein Betrachter aufgrund der teilweisen Trennung der Informationselemente der beiden gegenüberliegenden Seiten durch die Mustergrundelemente lediglich eines der beiden Informationselemente vollständig und damit nur eine der beiden aufgedruckten Zahlen "50".

    [0019] Die erfindungsgemäßen Informationselemente werden vorzugsweise aufgedruckt und bilden ein Druckbild. Für diese Druckbilder können beliebige Druckfarben verwendet werden. Diese Druckfarben können maschinell nachweisbare Eigenschaften, wie Lumineszenz, Magnetismus oder elektrische Leitfähigkeit, haben oder mit optisch variablen Pigmenten versetzt sein, wie z.B. Iriodinen®, Flüssigkristall- oder Dünnschicht-Pigmenten. Selbstverständlich können auch lasierende Farben eingesetzt werden, wie sie in Stichtiefdruckfarben verwendet werden.

    [0020] Ebenso können die Mustergrundelemente, vorteilhaft aus einer deckenden Buntfarbe und/oder Deckweiß, ausgeformt sein, wobei die einzelnen Mustergrundelemente insbesondere durch Linien, Punkte oder Quadrate dargestellt werden. Im Sinne dieser Erfindung sind Punkte kreisförmige Gebilde wie Kreise oder Ellipsen. Der Begriff Quadrate umfasst rechteckige und rechtwinklige oder schiefwinklige Gebilde. Unter Linien sind alle diejenigen Gebilde zu verstehen, deren Länge wesentlich größer ist als deren Breite.

    [0021] Der Aufdruck der Mustergrundelemente und der Informationselemente auf das Substrat des Sicherheitselementes erfolgt vorzugsweise im Supersimultandruck. Hierbei werden in einem Druckvorgang gleichzeitig die Vorder- und Rückseite des Substrates mit bis zu acht Farben bedruckt, wodurch eine hohe Passergenauigkeit des aufgebrachten Druckbildes erzielt wird. Würden hingegen Vorder- und Rückseite des Sicherheitselementes sowie die einzelnen Farben nacheinander in mehreren aufeinanderfolgenden Druckvorgängen oder von unterschiedlichen Druckmaschinen gedruckt, könnte die Lage der aufgedruckten Elemente zueinander von Sicherheitselement zu Sicherheitselement unterschiedlich sein und eine Passergenauigkeit nicht gewährleistet werden.

    [0022] Die Informationselemente sowie die Mustergrundelemente können jedoch nicht nur aufgedruckt werden, sondern auch durch andere Techniken auf das lichtdurchlässige Substrat aufgebracht werden. Dies umfasst beispielsweise ein Aufdampfen von Metallschichten oder durch einen Laser erzeugte Markierungen, die jeweils farbig bzw. schwarz oder auch farblos sein können. Die unterschiedlichen Informationselemente und Mustergrundelemente können auch jeweils mit unterschiedlichen Techniken erzeugt werden, beispielsweise die Mustergrundelemente durch Aufdampfen einer Metallschicht und die Informationselemente durch Aufdrucken.

    [0023] Eine zusätzliche Information ergibt sich, wenn auch ein Teil der Mustergrundelemente mindestens ein alphanumerisches Zeichen und/ oder Logo und/oder mindestens eine graphische Abbildung bildet. Hierbei sind zum einen eine bestimmte Anzahl einzelner Mustergrundelemente näher beieinander oder weiter auseinander angeordnet als die umliegenden Mustergrundelemente, so dass die Gesamtheit dieser Mustergrundelemente für einen Betrachter das Zeichen, das Logo oder die Abbildung ergeben. Alternativ können die einzelnen Mustergrundelemente in Teilbereichen zumindest für den Betrachter auch ineinanderfließen, so dass die Grenzen zwischen den einzelnen Mustergrundelementen verwischen beziehungsweise für den Betrachter als ein großflächiger Aufdruck erscheinen. Als weitere Alternative können einzelne Mustergrundelemente sowie die zugehörigen Informationselemente teilweise oder vollständig weggelassen werden oder nachträglich z.B. durch einen Laser, durch mechanisches Abkratzen oder durch Abwaschen entfernt werden.

    [0024] Ein erfindungsgemäßes Sicherheitselement wird vorzugsweise auf einen Datenträger angebracht, der als zusätzliches Sicherheitselement mindestens eine Öffnung aufweist. Das Sicherheitselement verschließt dabei mindestens eine dieser Öffnungen mindestens teilweise. Die Öffnungen im Datenträger können bereits bei der Herstellung des Datenträgers in das Material des Datenträgers eingebracht sein oder nachträglich durch Stanzen, Laserschneiden oder beliebige andere Verfahren eingebracht werden. Während der Herstellung von Sicherheitspapieren kann beispielsweise eine Öffnung erzeugt werden, die als zusätzliches Merkmal einen Büttenrand aufweist.

    [0025] Verschließt das erfindungsgemäße Sicherheitselement eine Öffnung des Datenträgers, können Echtheitsmerkmale, die auf dem Datenträger in der Umgebung der Öffnung aufgebracht sind, an das Sicherheitselement angrenzen, auf das Sicherheitselement über der Öffnung überlappend fortgeführt werden oder mit den Sicherheitsmerkmalen des Sicherheitselementes designmäßig abgestimmt sein. So können beispielsweise einzelne Buchstaben eines Wortes oder einzelne Ziffern einer Zahl auf dem Sicherheitselement über der Öffnung angeordnet sein und gegenüber den auf dem Datenträger aufgebrachten Buchstaben bzw. Ziffern ein unterschiedliches Erscheinungsbild aufweisen. Des Weiteren kann ein Teil einer graphischen Darstellung, wie z.B. ein Portrait, in der Umgebung der Öffnung und der restliche Teil des Portraits auf dem Sicherheitselement über der Öffnung aufgedruckt sein, so dass sich beide Teile zu einem Gesamtbild ergänzen.

    [0026] Des Weiteren ist es auch möglich, dass eines der beiden Sicherheitsmerkmale oder auch beide Sicherheitsmerkmale bis an den Rand der Öffnung ausgeführt werden und an diesen angrenzen oder auf den Datenträger über die Öffnung hinaus übergehen. In diesem Fall befinden sich die Mustergrundelemente und/oder die Informationselemente nicht nur innerhalb der Öffnung des Datenträgers sondern zumindest auch auf einem Teil der restlichen Oberfläche des Datenträgers. Dies hat insbesondere den Vorteil, dass der Bereich der Sicherheitsmerkmale, der sich über der Öffnung befindet, von einer Seite aus betrachtet zwei Informationen und von der gegenüberliegenden Seite aus betrachtet nur eine Information zeigt, wohingegen der Bereich der Sicherheitsmerkmale, der sich auf der restlichen Oberfläche des Datenträgers befindet, von beiden Seiten aus betrachtet jeweils nur eine Information zeigt.

    [0027] Besonders bevorzugt ergibt die Öffnung eine Komplettierung zwischen den Sicherheitsmerkmalen auf der Öffnung und denjenigen, die um die Öffnung herum angeordnet sind. So erkennt beispielsweise ein Betrachter in Aufsicht nur den Teil der Sicherheitsmerkmale, die um die Öffnung herum angeordnet sind, wohingegen die Sicherheitsmerkmale über der Öffnung unsichtbar sind. In Durchsicht erkennt der Betrachter beide Sicherheitsmerkmale, d.h. sowohl die Sicherheitsmerkmale, die um die Öffnung herum angeordnet sind, als auch die Sicherheitsmerkmale über der Öffnung. Bilden beide Sicherheitsmerkmale zusammen ein alphanumerisches Zeichen, ein Logo oder eine graphische Abbildung, so erkennt der Betrachter in Aufsicht nur denjenigen Teil, der um die Öffnung herum angeordnet ist, in Durchsicht komplettiert sich das alphanumerisches Zeichen, das Logo oder die graphische Abbildung zu seiner Gesamtinformation.

    [0028] Das erfindungsgemäße Sicherheitselement kann jedoch nicht nur über einer Öffnung eines Datenträgers, sondern auch über einem lichtdurchlässigen Bereich des Datenträgers angebracht sein. In Durchlicht, d.h. bei einer Beleuchtung des Sicherheitselementes, die von der gegenüberliegenden Seite des Betrachters aus erfolgt, ergibt sich hierbei das gleiche Erscheinungsbild wie bei einem erfindungsgemäßen Sicherheitselement über einer Öffnung. In Auflicht jedoch, d.h. bei einer Beleuchtung des Sicherheitselementes, die von der Seite des Betrachters aus erfolgt, erkennt der Betrachter nur das ihm zugewandte Sicherheitselement. Das auf der gegenüberliegenden Seite angeordnete Sicherheitselement wird durch den Datenträger verdeckt. Ein derartiger lichtdurchlässiger Bereich des Datenträgers kann beispielsweise eine Verringerung der Schichtdicke eines lichtundurchlässigen Substrates oder durch ein lichtdurchlässige Substrat, wie beispielsweise Banknotenpapier, gebildet werden.

    [0029] Ebenso kann das erfindungsgemäße Sicherheitselement mit jedem beliebigen anderen Sicherheitselement des Standes der Technik, wie z.B. einer diffraktiven Struktur, einem Sicherheitsfaden oder einem Wasserzeichen, kombiniert werden.

    [0030] Besonders vorteilhaft ist auf einer oder beiden Oberflächen des Substrates des Sicherheitselementes mindestens ein weiteres Sicherheitsmerkmal aufgebracht. Dieses mindestens eine weitere Sicherheitsmerkmal kann hierbei ein lichtdurchlässiges, optisch variables Dünnschichtelement oder eine lichtdurchlässige Farbe mit optisch variablen Pigmenten sein, die mindestens einen interferenzfähigen, mehrschichtigen Aufbau aufweisen. Zusätzlich können das lichtdurchlässige, optisch variable Dünnschichtelement oder die optisch variablen Pigmente in mindestens einem Teilbereich irreversibel so verändert werden, dass in diesem Teilbereich der Interferenzeffekt visuell und/ oder maschinell deutlich erkennbar verändert ist. Hierdurch sieht ein Betrachter auf der Seite der Oberfläche, die den veränderten Teilbereich aufweist, in Auflicht sowohl den optisch variablen Effekt des Dünnschichtelementes bzw. der optisch variablen Pigmente als auch davon unterscheidbar den veränderten Teilbereich. In Durchlicht hingegen sieht der Betrachter lediglich eine Fläche in einem nahezu einheitlichen Farbton, z.B. eine einheitlich graue Fläche.

    [0031] Des Weiteren kann das mindestens eine weitere Sicherheitsmerkmal eine lichtdurchlässige Mattfarbe, eine Stichdruck-Blindverprägung, eine lichtdurchlässige, diffraktive Struktur oder eine lichtdurchlässige Struktur mit einem Moiré-Effekt sein. Das mindestens eine weitere Sicherheitsmerkmal ist jedoch nicht nur auf die hier aufgezählten Ausführungsformen beschränkt.

    [0032] Ebenso kann als weiteres Sicherheitsmerkmal auch eine lichtdurchlässige Farbe mit Flüssigkristall-Pigmenten auf das Substrat aufgetragen sein. Hierbei ergibt sich hierbei für den Betrachter ein unterschiedliches Erscheinungsbild des Sicherheitsmerkmals je nach der Farbe des Hintergrundes hinter dem Sicherheitselement. Weist der Hintergrund eine dunkle oder schwarze Farbe auf, ist die Farbe mit Flüssigkristall-Pigmenten sichtbar, wohingegen sie auf einem hellen oder weißen Hintergrund nahezu unsichtbar ist.

    [0033] Die Seite des Sicherheitselementes, auf der das erste Sicherheitsmerkmal angeordnet ist, ist vorteilhaft die Vorderseite eines Wertdokumentes und die gegenüberliegende Seite die Rückseite des Wertdokumentes. Ebenso ist jedoch auch der umgekehrte Fall möglich, bei dem die Seite des Sicherheitselementes, auf der das zweite Sicherheitsmerkmal angeordnet ist, die Vorderseite eines Wertdokumentes und die gegenüberliegende Seite die Rückseite des Wertdokumentes ist.

    [0034] Anhand der nachfolgenden Beispiele und ergänzenden Figuren werden die Vorteile der Erfindung und verschiedene bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung erläutert. Im Einzelnen zeigen schematisch:
    Fig. 1
    ein Wertdokument in Form einer Banknote mit einer Öffnung,
    Fig. 2
    ein Sicherheitselement auf einer Folie über einer Öffnung in Seitenansicht und hierbei in
    Fig. 2a mit ersten Mustergrundelementen,
    Fig. 2b mit ersten und zweiten Mustergrundelementen,
    Fig. 3
    ein erfindungsgemäßes Sicherheitselement mit Mustergrundelementen in Form von Punkten in Draufsicht und hierbei in
    Fig. 3a von der Vorderseite,
    Fig. 3b von der Rückseite,
    Fig. 4
    ein erfindungsgemäßes Sicherheitselement in Draufsicht mit einem Teil der Mustergrundelemente in Form einer Ziffer,
    Fig. 5
    ein erfindungsgemäßes Sicherheitselement in Draufsicht mit einer Laserablation in Form eines Buchstaben,
    Fig. 6
    ein erfindungsgemäßes Sicherheitselement gemäß Fig. 2a, dessen erstes Sicherheitsmerkmal über die Öffnung hinausgeht und das ein weiteres Sicherheitsmerkmal aufweist.


    [0035] Der besseren Verständlichkeit wegen sind die in den folgenden Beispielen beschriebenen Ausführungsformen auf die wesentlichen Kerninformationen reduziert sowie die Darstellungen in den Figuren stark schematisiert und spiegeln nicht die realen Gegebenheiten wider. Vor allem entsprechen die in den Figuren gezeigten Proportionen nicht den in der Realität vorliegenden Verhältnissen und dienen ausschließlich zur Verbesserung der Anschaulichkeit. Bei der praktischen Umsetzung können wesentlich komplexere Muster oder Bilder im Ein- oder Mehrfarbendruck zur Anwendung kommen. Die in den folgenden Beispielen dargestellten Informationen können ebenfalls durch beliebig aufwendige Bild- oder Textinformationen ersetzt werden.

    [0036] Die Beispiele stellen bevorzugte Ausführungsformen dar, auf die jedoch die Erfindung in keinerlei Weise beschränkt sein soll. Insbesondere sind die verschiedenen Ausführungsbeispiele auch nicht auf die Verwendung in der beschriebenen Form beschränkt, sondern können zur Erhöhung der Effekte auch untereinander kombiniert werden.

    [0037] Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Datenträger in Form eines Wertdokumentes 1, z.B. einer Banknote, das in einem bestimmten Bereich eine Öffnung 2 aufweist. Ein Sicherheitselement 3 in Form eines Folienstreifens ist so auf das Wertdokument 1 aufgeklebt, dass es die Öffnung 2 vollständig überdeckt.

    [0038] Das Sicherheitselement 3 ist gemäß Fig. 2a schichtartig aufgebaut, wobei zunächst auf ein lichtdurchlässiges Substrat in Form einer transparenten oder transluzenten Kunststofffolie 4 mehrere opake erste Mustergrundelemente 5.1 voneinander beabstandet aufgedruckt und rasterartig auf der Kunststofffolie 4 angeordnet sind. Auf die ersten Mustergrundelemente 5.1 sind erste Informationselemente 6 aufgedruckt, die die Vorderseite der ersten Mustergrundelemente 5.1 teilweise oder vollständig bedecken. Die ersten Informationselemente 6 ergeben gemäß Fig. 3a für einen Beobachter von der Blickrichtung A aus gesehen in ihrer Gesamtheit ein alphanumerisches Zeichen in Form der Ziffer "5".

    [0039] Auf der gegenüberliegenden Seite des Sicherheitselementes 3 sind zweite Informationselemente 7 auf die Kunststofffolie 4 aufgedruckt, die die Rückseite der ersten Mustergrundelemente 5.1 teilweise oder vollständig bedecken und zusätzlich jeweils mit einen bestimmten Abstand 8 über die Rückseite der ersten Mustergrundelemente 5.1 herausragen. Die zweiten Informationselemente 7 ergeben für einen Beobachter von der Blickrichtung B aus gesehen gemäß Fig. 3b in ihrer Gesamtheit ein alphanumerisches Zeichen in Form des Buchstaben "B".

    [0040] Da die zweiten Informationselemente 7 über die Rückseite der ersten Mustergrundelemente 5.1 herausragen, kann ein Betrachter aus Blickrichtung A den überragenden Teil der zweiten Informationselemente 7 durch die transparente Kunststofffolie 4 hindurch erkennen. Ein Betrachter erkennt gemäß Fig. 3a somit von Blickrichtung A aus nicht nur die Ziffer "5", sondern auch den seitlich unter den ersten Mustergrundelementen 5.1 herausragenden Buchstaben "B".

    [0041] Fig. 2b zeigt eine weitere Ausführungsform, bei der zusätzlich zu den ersten Mustergrundelementen 5.1 auf der gegenüberliegenden Seite des Substrates zweite Mustergrundelemente 5.2 aufgebracht sind. Die zweiten Mustergrundelemente 5.2 sind entweder deckungsgleich zu den ersten Mustergrundelemente 5.1 angeordnet, ragen über diese hinaus oder nehmen eine geringere Fläche ein.

    [0042] Eine zusätzliche Information ergibt sich, wenn gemäß Fig. 4 ein Teil der Mustergrundelemente 5 so miteinander verbunden werden, dass sie eine weitere Information in Form der Ziffer "4" ergeben. Alternativ kann eine bestimmte Anzahl einzelner Mustergrundelemente auch so nah beieinander oder so weit auseinander angeordnet sein, dass die Gesamtheit dieser Mustergrundelemente für einen Betrachter die weitere Information ergibt.

    [0043] Alternativ können gemäß Fig. 5 die Mustergrundelemente 5, die ersten Informationselemente 6 und die zweiten Informationselemente 7 beispielsweise durch einen Laser entfernt werden, wobei sich durch die entfernten Bereiche für einen Betrachter der Buchstabe "A" ergibt.

    [0044] Fig. 6 zeigt das Sicherheitselement 3 aus Fig. 2a, wobei zusätzlich das erste Sicherheitsmerkmal über die Öffnung 2 hinausgeht. Ein Teil der ersten Mustergrundelemente 5.1 und der ersten Informationselemente 6 befindet sich nicht über der Öffnung 2, sondern ist direkt auf dem Wertdokument 1 angebracht. Von der Blickrichtung A aus gesehen überragt somit das erste Sicherheitsmerkmal die Öffnung 2 und setzt sich auf dem Wertdokument 1 fort. Von der Blickrichtung B aus gesehen ergibt sich hingegen derselbe Anblick wie in Fig. 2b, da die zweiten Informationselemente nur innerhalb der Öffnung 2 angeordnet sind.

    [0045] Zusätzlich ist auf der Kunststofffolie 4 zwischen den einzelnen Mustergrundelementen 5.1 ein weiteres Sicherheitsmerkmal 11 aufgebracht. Dieses weitere Sicherheitsmerkmal 11 ist beispielsweise ein optisch variables Dünnschichtelement oder eine Farbe mit optisch variablen Pigmenten, die mindestens einen interferenzfähigen, mehrschichtigen Aufbau aufweisen. Ebenso kann das weitere Sicherheitsmerkmal 11 eine Mattfarbe, Stichdruck-Blindverprägung, diffraktive Struktur, Struktur mit einem Moiré-Effekt oder Farbe mit Flüssigkristall-Pigmenten sein. Alle diesen weiteren Sicherheitsmerkmale 11 sind lichtdurchlässig ausgeführt, damit ein Betrachter von Blickrichtung A in Durchlicht sowohl die überlappenden zweiten Informationselemente 7 auf der Rückseite der Kunststofffolie 4 als auch die ersten Informationselemente 6 auf der Vorderseite erkennen kann.


    Ansprüche

    1. Sicherheitselement (3) für ein Wertdokument (1), wie Banknoten, Ausweiskarten oder dergleichen, mit einem lichtdurchlässigen Substrat (4), auf dessen erster Oberfläche mindestens ein erstes Sicherheitsmerkmal und auf dessen zweiter gegenüberliegenden Oberfläche mindestens ein zweites Sicherheitsmerkmal angeordnet ist, wobei das erste Sicherheitsmerkmal voneinander beabstandete opake Mustergrundelemente (5.1) aufweist, die in Form eines Rasters angeordnet sind, wobei auf einem Teil der Mustergrundelemente (5.1) auf der von dem lichtdurchlässigen Substrat abgewandten Seite jeweils erste Informationselemente (6) angeordnet sind, die ersten Informationselemente (6) innerhalb der Mustergrundelemente (5.1) angeordnet sind und diese mindestens teilweise bedecken und zu den Mustergrundelementen (5.1) farblich kontrastieren, wobei das zweite Sicherheitsmerkmal zweite Informationselemente (7) aufweist, wobei einem Teil der Mustergrundelemente (51) jeweils zweite Informationselemente (7) zugeordnet sind, die überlappend zu den Mustergrundelementen (5.1) angeordnet sind und über mindestens eine Seite des jeweiligen Mustergrundelementes (5.1) herausragen (8) und zu den Mustergrundelementen (5.1) farblich kontrastieren, dadurch gekennzeichnet, dass ein Betrachter, der das Sicherheitselement in Durchlicht betrachtet auf der einen Seite des Sicherheitselementes die Mustergrundelemente (5.1) und die zweiten Informationselemente (7) erkennt, und auf der anderen, gegenüberliegenden Seite die Mustergrundelemente (5.1), die ersten Informationselemente (6) und diejenigen Teile der zweiten Informationselemente (7) erkennbar sind, die über den Rand der Mustergrundelemente (5.1) herausragen, und die Gesamtheit der ersten und zweiten Informationselemente (6, 7) für einen Betrachter jeweils mindestens ein alphanumerisches Zeichen und/oder Logo und/oder mindestens eine graphische Abbildung ergibt.
     
    2. Sicherheitselement (3) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und zweiten Informationselemente (6, 7) aus Druckfarbe mit optisch variablen Pigmenten und/oder aus lasierenden Farben wie Stichtiefdruckfarben bestehen.
     
    3. Sicherheitselement (3) nach wenigstens einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mustergrundelemente (5.1) aus einer deckenden Buntfarbe und/oder Deckweiß bestehen, wobei die einzelnen Mustergrundelemente (5.1) insbesondere Linien, Punkte oder Quadrate sind.
     
    4. Sicherheitselement (3) nach wenigstens einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die ersten und zweiten Informationselemente (6, 7) gebildeten Druckbilder unterschiedliche, insbesondere jeweils seitenrichtige Informationen darstellen.
     
    5. Sicherheitselement (3) nach wenigstens einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Informationselemente (7) um mindestens 5 Mikrometer, bevorzugt um mindestens 10 Mikrometer, über mindestens eine Seite des jeweiligen Mustergrundelementes (5.1) herausragen.
     
    6. Sicherheitselement (3) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Sicherheitsmerkmal voneinander beabstandete opake zweite Mustergrundelemente (5.2) aufweist, die in Form eines Rasters angeordnet sind, wobei auf einem Teil der zweiten Mustergrundelemente (5.2) auf der von dem lichtdurchlässigen Substrat (4) abgewandten Seite die zweiten Informationselemente (7) angeordnet sind, die zu den zweiten Mustergrundelementen (5.2) farblich kontrastieren.
     
    7. Sicherheitselement (3) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass, die zweiten Mustergrundelemente (5.2) jeweils an den Stellen des Substrates (4) angeordnet sind, die den Mustergrundelementen (5.1) des ersten Sicherheitsmerkmals gegenüberliegen.
     
    8. Sicherheitselement (3) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Mustergrundelemente (5.2) die ersten Mustergrundelementen (5.1) überlappen und über mindestens eine Seite des jeweiligen ersten Mustergrundelementes (5.1) herausragen.
     
    9. Sicherheitselement (3) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil der zweiten Mustergrundelemente (5.2) für einen Betrachter mindestens ein alphanumerisches Zeichen und/ oder Logo und/ oder mindestens eine graphische Abbildung ergibt.
     
    10. Sicherheitselement (3) nach wenigstens einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf eine oder beide Oberflächen des Substrates (4) des Sicherheitselementes (3) mindestens ein weiteres Sicherheitsmerkmal (11) aufgebracht ist, das bevorzugt

    - ein lichtdurchlässiges optisch variables Dünnschichtelement oder

    - eine lichtdurchlässige Farbe mit optisch variablen Pigmenten, die mindestens einen interferenzfähigen, mehrschichtigen Aufbau aufweisen, oder

    - eine lichtdurchlässige Mattfarbe oder

    - eine Stichdruck-Blindverprägung oder

    - eine lichtdurchlässige diffraktive Struktur oder

    - eine lichtdurchlässige Struktur mit einem Moiré-Effekt oder

    - eine lichtdurchlässige Farbe mit Flüssigkristall-Pigmenten

    ist.
     
    11. Sicherheitselement (3) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das lichtdurchlässige optisch variable Dünnschichtelement oder die optisch variablen Pigmente in mindestens einem Teilbereich irreversibel so verändert sind, dass in diesem Teilbereich der Interferenzeffekt visuell und/oder maschinell deutlich erkennbar verändert ist.
     
    12. Sicherheitselement (3) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine weitere Sicherheitsmerkmal (11) für einen Betrachter mindestens ein alphanumerisches Zeichen und/oder Logo und/oder mindestens eine graphische Abbildung ergibt.
     
    13. Datenträger, insbesondere ein Wertdokument, ein Sicherheitspapier, eine Banknote, eine Ausweiskarte, Kreditkarte, eine Debitkarte oder ein Pass, mit mindestens einem Sicherheitselement (3) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 12.
     
    14. Datenträger nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Datenträger mindestens eine lichtdurchlässige Stelle, insbesondere eine Öffnung, aufweist und dass mindestens ein Sicherheitselement (3) mindestens eine dieser lichtdurchlässigen Stellen mindestens teilweise verschließt.
     
    15. Datenträger nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Datenträger mindestens ein Echtheitsmerkmal aufgebracht ist, das an die lichtdurchlässige Stelle angrenzt und/oder auf das Sicherheitselement (3) über der lichtdurchlässigen Stelle übergeht.
     
    16. Datenträger nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/ oder zweite Sicherheitsmerkmal an den Rand der lichtdurchlässigen Stelle angrenzt und/oder auf den Datenträger über die lichtdurchlässige Stelle hinaus übergeht.
     


    Claims

    1. A security element (3) for a value document (1), such as bank notes, identification cards or the like, having a light-transmissive substrate (4) with at least a first security feature disposed on the first surface thereof and at least a second security feature on the second, opposite surface thereof, wherein the first security feature has spaced-apart opaque basic pattern elements (5.1) which are disposed in the form of a grid, wherein first information elements (6) are respectively disposed on a portion of the basic pattern elements (5.1) on the side facing away from the light-transmissive substrate, the first information elements (6) are disposed within the basic pattern elements (5.1) and cover them at least partly, and contrast in color with the basic pattern elements (5.1), wherein the second security feature has second information elements (7), wherein there are respectively associated with a portion of the basic pattern elements (5.1) second information elements (7) which are disposed in overlap with the basic pattern elements (5.1) and protrude (8) beyond at least one side of the respective basic pattern element (5.1) and contrast in color with the basic pattern elements (5.1), characterized in that a viewer viewing the security element in transmitted light will recognize on the one side of the security element the basic pattern elements (5.1) and the second information elements (7), and on the other, opposite side the basic pattern elements (5.1), the first information elements (6) and those portions of the second information elements (7) are recognizable that protrude beyond the edge of the basic pattern elements (5.1), and
    the totality of the first and second information elements (6, 7) yields for a viewer respectively at least one alphanumeric character and/or logo and/or at least one graphic image.
     
    2. The security element (3) according to claim 1, characterized in that the first and second information elements (6, 7) consist of printing ink having optically variable pigments and/or of glazing inks such as intaglio printing inks.
     
    3. The security element (3) according to at least one of the above claims, characterized in that the basic pattern elements (5.1) consist of an opaque chromatic color and/or opaque white, wherein the individual basic pattern elements (5.1) are in particular lines, dots or squares.
     
    4. The security element (3) according to at least one of the above claims, characterized in that the printed images formed by the first and second information elements (6, 7) represent different, in particular respectively true-to-side information items.
     
    5. The security element (3) according to at least one of the above claims, characterized in that the second information elements (7) protrude beyond at least one side of the respective basic pattern element (5.1) by at least 5 micrometers, preferably by at least 10 micrometers.
     
    6. The security element (3) according to any of the above claims, characterized in that the second security feature has spaced-apart opaque second basic pattern elements (5.2) which are disposed in the form of a grid, wherein there are disposed on a portion of the second basic pattern elements (5.2) on the side facing away from the light-transmissive substrate (4) the second information elements (7) which contrast in color with the second basic pattern elements (5.2).
     
    7. The security element (3) according to claim 6, characterized in that the second basic pattern elements (5.2) are respectively disposed at the places of the substrate (4) that are located opposite the basic pattern elements (5.1) of the first security feature.
     
    8. The security element (3) according to claim 6 or 7, characterized in that the second basic pattern elements (5.2) overlap with the first basic pattern elements (5.1) and protrude beyond at least one side of the respective first basic pattern element (5.1).
     
    9. The security element (3) according to claim 8, characterized in that at least a portion of the second basic pattern elements (5.2) yields for a viewer at least one alphanumeric character and/or logo and/or at least one graphic image.
     
    10. The security element (3) according to at least one of the above claims, characterized in that there is applied to one or both surfaces of the substrate (4) of the security element (3) at least one further security feature (11) which is preferably

    - a light-transmissive optically variable thin-film element, or

    - a light-transmissive ink having optically variable pigments which have at least a multilayer structure capable of interference, or

    - a light-transmissive matt color, or

    - an engraved blind embossing, or

    - a light-transmissive diffractive structure, or

    - a light-transmissive structure having a moiré effect, or

    - a light-transmissive ink having liquid-crystal pigments.


     
    11. The security element (3) according to claim 10, characterized in that the light-transmissive optically variable thin-film element or the optically variable pigments are changed irreversibly in at least a partial region such that the interference effect is changed in a manner that is clearly recognizable visually and/or by machine in said partial region.
     
    12. The security element (3) according to claim 10 or 11, characterized in that the at least one further security feature (11) yields for a viewer at least one alphanumeric character and/or logo and/or at least one graphic image.
     
    13. A data carrier, in particular a value document, a security paper, a bank note, an identification card, a credit card, a debit card or a passport, having at least one security element (3) according to at least one of claims 1 to 12.
     
    14. The data carrier according to claim 13, characterized in that the data carrier has at least one light-transmissive place, in particular an opening, and that at least one security element (3) closes at least one of said light-transmissive places at least partly.
     
    15. The data carrier according to claim 14, characterized in that there is applied on the data carrier at least one authentication feature which borders on the light-transmissive place and/or passes onto the security element (3) above the light-transmissive place.
     
    16. The data carrier according to claim 14 or 15, characterized in that the first and/or second security feature borders on the edge of the light-transmissive place and/or passes onto the data carrier beyond the light-transmissive place.
     


    Revendications

    1. Elément de sécurité (3) pour un document de valeur (1) tel que billets de banque, cartes d'identification ou objets similaires, comprenant un substrat translucide (4) sur la première surface duquel au moins une première caractéristique de sécurité est agencée et sur la deuxième surface opposée duquel au moins une deuxième caractéristique de sécurité est agencée, la première caractéristique de sécurité comportant des éléments de base (5.1) de motif opaques espacés entre eux et agencés en trame, cependant que, sur une partie des éléments de base (5.1) de motif, du côté tourné à l'opposé du substrat translucide, respectivement des premiers éléments d'information (6) sont agencés, que les premiers éléments d'information (6) sont agencés à l'intérieur des éléments de base (5.1) de motif et les recouvrent au moins partiellement et ont des couleurs contrastant avec les éléments de base (5.1) de motif, cependant que la deuxième caractéristique de sécurité comporte des deuxièmes éléments d'information (7), cependant que, à une partie des éléments de base (5.1) de motif, respectivement des deuxièmes éléments d'information (7) sont affectés, lesquels sont agencés de manière se chevauchant avec les éléments de base (5.1) de motif et dépassent (8) sur au moins un côté de l'élément de base (5.1) de motif respectif et ont des couleurs contrastant avec les éléments de base (5.1) de motif, caractérisé en ce qu'un observateur qui observe l'élément de sécurité en lumière transmise reconnaît d'un côté de l'élément de sécurité les éléments de base (5.1) de motif et les deuxièmes éléments d'information (7), et en ce que, de l'autre côté, opposé, les éléments de base (5.1) de motif, les premiers éléments d'information (6) et les parties des deuxièmes éléments d'information (7) dépassant du bord des éléments de base (5.1) de motif sont reconnaissables, et en ce que
    la totalité des premiers et deuxièmes éléments d'information (6, 7) révèle pour un observateur respectivement au moins un caractère alphanumérique et/ou logo et/ou au moins une représentation graphique.
     
    2. Elément de sécurité (3) selon la revendication 1, caractérisé en ce que les premiers et deuxièmes éléments d'information (6, 7) se composent d'encre d'impression dotée de pigments optiquement variables et/ou d'encres lasurantes telles que des encres pour impression en creux par gravure.
     
    3. Elément de sécurité (3) selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments de base (5.1) de motif se composent d'une encre de couleur couvrante et/ou de blanc couvrant, les divers éléments de base (5.1) de motif étant notamment des lignes, points ou carrés.
     
    4. Elément de sécurité (3) selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les images imprimées formées par les premiers et deuxièmes éléments d'information (6, 7) représentent différentes informations qui sont notamment respectivement à l'endroit.
     
    5. Elément de sécurité (3) selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les deuxièmes éléments d'information (7) dépassent d'au moins 5 micromètres, de préférence d'au moins 10 micromètres, sur au moins un côté de l'élément de base (5.1) de motif respectif.
     
    6. Elément de sécurité (3) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la deuxième caractéristique de sécurité comporte des deuxièmes éléments de base (5.2) de motif opaques espacés entre eux et agencés en trame, cependant que, sur une partie des deuxièmes éléments de base (5.2) de motif, du côté tourné à l'opposé du substrat (4) translucide, les deuxièmes éléments d'information (7) sont agencés, dont les couleurs contrastent avec celles des deuxièmes éléments de base (5.2) de motif.
     
    7. Elément de sécurité (3) selon la revendication 6, caractérisé en ce que les deuxièmes éléments de base (5.2) de motif sont respectivement agencés aux endroits du substrat (4) qui font face aux éléments de base (5.1) de motif de la première caractéristique de sécurité.
     
    8. Elément de sécurité (3) selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que les deuxièmes éléments de base (5.2) de motif se chevauchent avec les premiers éléments de base (5.1) de motif et dépassent sur au moins un côté du premier élément respectif de base (5.1) de motif.
     
    9. Elément de sécurité (3) selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'au moins une partie des deuxièmes éléments de base (5.2) de motif révèle pour un observateur au moins un caractère alphanumérique et/ou logo et/ou au moins une représentation graphique.
     
    10. Elément de sécurité (3) selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, sur une ou sur les deux surfaces du substrat (4) de l'élément de sécurité (3), au moins une caractéristique de sécurité (11) supplémentaire est appliquée, laquelle est de préférence

    • un élément en couche mince optiquement variable translucide ou

    • une encre translucide dotée de pigments optiquement variables qui comportent au moins une structure multicouche susceptible d'interférer, ou

    • une encre mate translucide ou

    • un gaufrage à froid par impression en creux par gravure ou

    • une structure translucide ou

    • une structure translucide ayant un effet de moiré ou

    • une encre translucide dotée de pigments cristaux liquides.


     
    11. Elément de sécurité (3) selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'élément en couche mince optiquement variable translucide ou les pigments optiquement variables dans au moins une zone partielle sont irréversiblement modifiés de telle sorte que, dans cette zone partielle, l'effet d'interférence est modifié de manière nettement reconnaissable visuellement et/ou par machine.
     
    12. Elément de sécurité (3) selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que la au moins une caractéristique de sécurité (11) supplémentaire révèle pour un observateur au moins un caractère alphanumérique et/ou logo et/ou au moins une représentation graphique.
     
    13. Support de données, notamment un document de valeur, un papier de sécurité, un billet de banque, une carte d'identification, une carte de crédit, une carte de débit ou un passeport, comprenant au moins un élément de sécurité (3) selon au moins une des revendications de 1 à 12.
     
    14. Support de données selon la revendication 13, caractérisé en ce que le support de données comporte au moins un endroit translucide, notamment une ouverture, et en ce qu'au moins un élément de sécurité (3) bouche au moins partiellement au moins un de ces endroits translucides.
     
    15. Support de données selon la revendication 14, caractérisé en ce que, sur le support de données, au moins une caractéristique d'authenticité est appliquée, laquelle est adjacente à l'endroit translucide et/ou vient empiéter sur l'élément de sécurité (3) pardessus l'endroit translucide.
     
    16. Support de données selon la revendication 14 ou 15, caractérisé en ce que la première et/ou deuxième caractéristique de sécurité est adjacente au bord de l'endroit translucide et/ou vient empiéter sur le support de données (3) par delà l'endroit translucide.
     




    Zeichnung























    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente