| (19) |
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(11) |
EP 2 122 033 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.11.2010 Patentblatt 2010/44 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.02.2008 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/000946 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/098703 (21.08.2008 Gazette 2008/34) |
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| (54) |
FÄRBEEINRICHTUNG UND -VERFAHREN
DYEING APPARATUS AND METHOD
DISPOSITIF ET PROCÉDÉ DE TEINTURE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
15.02.2007 DE 102007007460
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.11.2009 Patentblatt 2009/48 |
| (73) |
Patentinhaber: GOLLER TEXTILMASCHINEN GMBH |
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95126 Schwarzenbach/Saale (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- LANG, Horst
95145 Oberkotzau (DE)
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| (74) |
Vertreter: Rüger, Barthelt & Abel
Patentanwälte |
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Webergasse 3 73728 Esslingen 73728 Esslingen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 142 607 DE-A1- 1 410 118 GB-A- 1 247 266 US-A- 3 727 325
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WO-A-2007/080134 DE-A1- 2 036 122 US-A- 3 323 153 US-A- 4 304 109
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine neuartige Färbeeinrichtung und ein Verfahren zum kontinuierlichen
Färben von Maschenware.
[0002] Es sind verschiedene Färbeverfahren bekannt und in Gebrauch. Lediglich beispielhaft
wird dazu auf die
DE 2 231 767 verwiesen. Diese Druckschrift offenbart ein Verfahren zum Kontinuefärben von bahnförmiger
Ware. Die bahnförmige Ware wird dabei offen, d.h. in breit ausgelegter Form, durch
den Färbeprozess geführt. Aufgrund der auf die Ware einwirkenden Zugspannungen neigen
deren Ränder deshalb zum Einrollen. Die genannte Druckschrift schlägt zur Abhilfe
vor, die Ware ganzflächig mit einem Hilfsmittel zu behandeln, dass das Einrollen der
Ränder verhindert.
[0003] Diese Vorgehensweise lässt sich nicht in jedem Fall anwenden. Nicht nur dass ein
zusätzliches Hilfsmittel erforderlich ist, das auf die Ware aufgetragen werden muss
und somit einen zusätzlichen Prozessschritt sowie Kosten verursacht, sondern auch
dass das Hilfsmittel unter Umständen den Färbeprozess beeinflusst.
[0004] Weiter offenbart die
EP 0142 607 eine Fixiervorrichtung mit mehreren in zwei Ebenen angeordneten Zylindern. Die benachbarten
Zylinder beider Ebenen sind jeweils um eine halbe Abstandsteilung gegeneinander versetzt.
Außerdem weisen alle Zylinder gleiche Durchmesser auf. Die Warenbahn wird auf den
Zylindern im Zick-Zack geführt. Die Heißluft-Düsen-Systeme sind auf der Fixiervorrichtung
angeordnet, um eine Wärmebeaufschlagung der Warenbahn zu gewährleisten.
[0005] Die
WO 2007/080134 A1 beschreibt eine Fixiervorrichtung mit mehreren gleichen, in zwei Reihen angeordneten
Rollen. Die freien Wegstrecken der Ware von Rollen zu Rollen sind aber ungleich.
[0006] Die
US 3 323 153, die
DE 1410118 und die
GB 1247266 offenbaren eine Vorrichtung, in der die zu behandelnde Ware durch eine Dämpfereinrichtung
fixiert wird. Die Ware wird durch Treibriemen im Zick-Zack auf mehreren Siebtrockentrommeln
geführt. Die Kreismittelpunkte aller Siebtrockentrommeln sind in einer gleichen Ebene
angeordnet. Deswegen findet die Warenbahn kaum freie Wegstrecke zwischen den Rollen
vor
[0007] Aus der
US 3 727 325 sind eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Wärmebehandlung der Textilware mit Infrarotstrahlen
bekannt. Es sind mehrere Infrarot-Heizkörper um die Warenbahn herum angeordnet, um
die Textilware aufzuheizen. Außerdem sind mehrere Siebtrommeln unmittelbar einander
benachbart in einem Gehäuse angeordnet. Auf den Siebtrommeln ist die Textilware im
Zick-Zack geführt. Die Warenbahn findet kaum freie Wegstrecke zwischen den Siebtrommeln
vor. Auf den Siebtrommeln ist Maschendraht angeordnet, der von einer Ansaugströmung
durchströmt ist.
[0008] Aus der
DE 20 36 122 und der
US 4 304 109 ist jeweils eine Vorrichtung bekannt, in der mehrere drehbar gelagerte Rollen angeordnet
sind, um die Warenbahn im Zick-Zack zu führen.
[0009] Davon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung ein Färbeverfahren sowie eine Färbeeinrichtung
anzugeben, das bzw. die sich zum kontinuierlichen Färben bahnförmiger Ware eignet.
[0010] Diese Aufgabe wird mit der Färbeeinrichtung nach Anspruch 1 und dem Verfahren nach
Anspruch 13 gelöst:
Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Färbeeinrichtung eignen sich
zum Kontinuefärben von bahnförmiger Ware wie beispielsweise Maschenware oder auch
dünner, filzartiger Ware im ausgebreiteten Zustand. Die Ware wird durch ein Färbebad
geführt, das in einem so genannten Foulard bereit gehalten wird. Hier wird die Ware
mit einem flüssigen Färbemittel getränkt. Vorzugsweise durchläuft die Ware den Foulard
mit gleichmäßiger Geschwindigkeit kontinuierlich. Nach dem Verlassen des Foulards
gelangt die Warenbahn in breit ausgelegter Form in eine Fixiereinrichtung, in der
sie einer Behandlungsatmosphäre ausgesetzt wird. Diese Behandlungsatmosphäre kann
dazu dienen, die zuvor auf die Ware aufgebrachte Farbe zu fixieren der auch dazu,
mit der aufgebrachten Farbe oder einem sonstigen Behandlungsmittel chemisch zu reagieren.
Die Einrichtung eignet sich somit beispielsweise auch zum Reaktionsfärben.
[0011] In der Fixiereinrichtung kommt es darauf an, dass sich der Rand der Ware trotz gegebenenfalls
vorhandenen Axialzugs nicht einrollt. Dies wird erreicht, indem die Ware im Zick-Zack
über eine Anzahl von vorzugsweise zylindrisch ausgebildeten Rollen geführt wird. Die
Durchmesser der Rollen sind vorzugsweise so groß und deren Abstände sind vorzugsweise
so gering, dass die bahnförmige Ware in dem Innenraum der Fixiereinrichtung, solange
sie der Behandlungsatmosphäre ausgesetzt ist, über den größeren Teil ihrer Länge an
Rollen anliegt und nur über den geringeren Teil ihrer in der Fixiereinrichtung befindlichen
Länge zwischen den Rollen frei durch die Behandlungsatmosphäre läuft. Mit anderen
Worten: Die Länge des Abschnitts einer Warenbahn vom Verlassen einer Rolle bis zum
Auftreffen auf die nächste Rolle ist geringer als die Länge des Umfangs der einen
oder anderen Rolle, um die die Warenbahn herumläuft. Die Länge des Abschnitts der
freien Warenbahn ist kleiner als der Umfang einer Rolle. Vorzugsweise ist er kleiner
als Dreiviertel des Umfangs einer Rolle. Noch mehr wird bevorzugt, wenn die freie
Wegstrecke der Warenbahn kleiner als der Durchmesser oder gar kleiner als der Radius
einer Rolle ist. Damit wird Randeinrolltendenzen der Warenbahn wirksam vorgebeugt.
Dennoch kann die Behandlungsatmosphäre auf beide Seiten der Warenbahn gleichmäßig
einwirken. Dies wird erreicht, indem die Ware im Zick-Zack über die verschiedenen
Rollen läuft.
[0012] Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird in der Fixiereinrichtung eine Sattdampfatmosphäre
(Nassdampf) aufrecht erhalten. Diese Sattdampfatmosphäre steht mit einer Wasseroberfläche
im Wesentlichen im thermischen Gleichgewicht. Die Ware wird nass durch die Fixiereinrichtung
geführt. Das Verfahren eignet sich zur Färbung von Gestricken. Diese sind besonders
zugempfindlich. Deshalb wird, die auf das Gestrick einwirkende Zugspannung kontrolliert.
Dies erfolgt durch Erfassung der an zumindest einer Rolle herrschenden bzw. auftretenden
Kräfte. Vorzugsweise sind die Rollen in zwei Reihen angeordnet, nämlich einer oberen
Reihe und einer unteren Reihe. Bei bevorzugten Ausführungsformen wird die an den Lagern
wenigstens einer unteren Rolle auftretende Lagerreaktionskraft erfasst und auf einen
gewünschten Wert reguliert. Zur Regulierung wird bei einer Ausführungsform der Erfindung
das Antriebsdrehmoment wenigstens einer, vorzugsweise aber mehrerer oder aller Rollen,
so reguliert, dass die zu färbende Ware lediglich einer geringen Zugspannung unterliegt.
Die Regeleinrichtung kann dabei bewirken, dass eine Maximalzugspannung nicht überschritten
wird.
[0013] Es ergibt sich insgesamt ein besonders prozesssicheres Sattdampffärbeverfahren mit
einer breiten Palette von Färbemöglichkeiten. Das Verfahren eignet sich für alle Farbstoffklassen,
z.B. Küpenfarbstoffe, Schwefelfarbstoffe, Reaktivfarbstoffe, Substantivfarbstoffe,
Direktfarbstoffe und dergleichen.
[0014] Sollte bahnförmige Ware mit offener Kante zu verarbeiten sein, die zum Ausfransen
neigt, kann diese Kante durch Aufbringen von Leim stabilisiert werden. Jedenfalls
aber ist eine ganzflächige Behandlung der Ware mit irgendeinem Stabilisierungsmittel
nicht erforderlich.
[0015] Weitere Details von Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus der Zeichnung,
der Beschreibung oder Unteransprüchen. Die Beschreibung beschränkt sich dabei auf
wesentliche Aspekte der Erfindung, so wie sonstiger Gegebenheiten. Die Zeichnung ist
ergänzend heranzuziehen. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
veranschaulicht. Es zeigen:
- Fig. 1
- die erfindungsgemäße Färbeeinrichtung in einer sehr vereinfachten schematisierten
Darstellung.
- Fig. 2
- drei Rollen, der zu der Fixiereinrichtung der Fär- beeinrichtung nach Fig. 1 gehörige
Rollen in geo- metrischer Beziehung zueinander und
- Fig. 3
- eine Rolle der Fixiereinrichtung in schematisierter perspektivischer Darstellung.
[0016] In Fig. 1 ist eine Färbeeinrichtung 1 veranschaulicht, die zum Färben bahnförmiger
Ware 2 dient. Die Ware 2 kann Webware, Wirkware, Strickware, beispielsweise ein aufgeschnittener
Rundstrickschlauch, ein dünner Filz oder eine sonstige Ware sein. Diese liegt in einem
Vorratsbehälter 3, von dem aus sie einem Foulard 4 zugeführt wird. Der Foulard 4 wird
durch einen Trog gebildet, der eine Färbeflotte 5 oder einen sonstigen flüssigen Behandlungsstoff
enthält. Die Ware 2 wird auf ihrem Weg durch den Foulard 4 durch ein oder mehrere
Rollen 6 geführt. Sie läuft dabei im Wesentlichen zugspannungsfrei, wodurch eine Reckung
oder Dehnung der Ware vermieden wird. Die Färbeflotte 5 benetzt die Ware 2, die den
Foulard 4 nass verlässt. Im unmittelbaren Anschluss an den Foulard 4 erreicht die
Ware 2 eine Fixiereinrichtung 7, die ebenfalls zu der Färbeeinrichtung 1 gehört. An
die Fixiereinrichtung 7 schließen sich weitere Behandlungseinrichtungen, wie beispielsweise
eine Wascheinrichtung 8, Trocknungseinrichtungen oder dergleichen, an. Diese können
ebenfalls zu der Färbeeinrichtung 1 gehören.
[0017] Die Fixiereinrichtung 7 weist ein vorzugsweise gegen die Umgebung abgeschlossenes
Gehäuse 9 auf. Das Gehäuse 9 kann hermetisch geschlossen sein und somit den Austritt
der von ihm eingeschlossenen Behandlungsatmosphäre verhindern. Es ist jedoch auch
möglich, wenigstens eine Druckausgleichöffnung vorzusehen, wodurch zwar übermäßiger
Luftzutritt verhindert und ein Entweichen der Behandlungsatmosphäre unterbunden wird,
ohne jedoch eine Druckdifferenz zwischen Umgebung und Behandlungsatmosphäre aufzubauen.
[0018] In dem Gehäuse 9 sind mehrere Rollen 10 angeordnet, die für die Ware 2 einen Zick-Zack-förmigen
Weg festlegen. Die Rollen 10 sind dazu drehbar gelagert und parallel zueinander angeordnet.
Die Drehachsen sind vorzugsweise horizontal orientiert. Die Rollen 10 sind in zwei
Gruppen aufgeteilt. Eine erste Gruppe von Rollen 11 ist oberhalb einer zweiten Gruppe
von Rollen 12 angeordnet. Die Drehachsen der Rollen 11 liegen dabei in einer horizontalen
Ebene. Die Drehachsen der Rollen 12 liegen dabei in einer anderen horizontalen Ebene,
die parallel zu der erstgenannten Ebene und unterhalb derselben angeordnet ist. Die
Rollen 10 weisen vorzugsweise gleiche Durchmesser auf. Wenigstens einige von ihnen,
vorzugsweise Rollen der ersten Gruppe 11 sind motorisch angetrieben. Der Antrieb kann
von einem einzigen Servomotor erbracht werden, der durch ein geeignetes Getriebemittel
mit den anzutreibenden Rollen der oberen Rollengruppe 11 verbunden ist. Es ist auch
möglich, jede der anzutreibenden Rollen mit einem Servomotor zu versehen, die synchron
gesteuert sind. Die Rollen 10 der unteren Rollengruppe 12 können ebenfalls angetrieben
sein, sie können jedoch auch frei drehbar gelagert sein und ohne Antrieb auskommen.
Wenigstens eine der Rollen, vorzugsweise der unteren Rollengruppe 12 ist mit einer
Lagereinrichtung 13 versehen, wie sie in Fig. 3 schematisch veranschaulicht ist. Die
Lagereinrichtung 13 stützt das Eigengewicht der Rolle 10 ab. Außerdem enthält die
Lagereinrichtung 13 vorzugsweise eine Kraftmesseinrichtung mittels derer dass an der
Lagereinrichtung 13 angreifende Gewicht der Rolle 10 erfasst wird. Die dort erfasste
Gewichtskraft vermindert sich um den Betrag, der von der Warenbahn auf die Rolle 10
ausgeübten Zugkraft. Auf diese Weise kann mit der an der Lagereinrichtung 13 vorgesehenen
Sensoreinrichtung die Zugkraft erfasst werden, die als längsdehnende Kraft auf die
Ware 2 wirkt.
[0019] Eine nicht weiter veranschaulichte Steuereinrichtung erhält das von der Sensoreinrichtung
erfasste Signal und steuert anhand dessen die wenigstens eine Antriebseinrichtung
der Rollen 10 so an, dass die auf die Ware wirkende Zugkraft gering bleibt, jedenfalls
aber einen oberen Grenzwert nicht überschreitet.
[0020] Die Rollen 10, sind, wie die Fig. 1 und 2 veranschaulichen, in geringen Abständen
zueinander angeordnet. Insbesondere ist der Abstand a1 zwischen der Ebene 14, die
die Drehachsen der Rollen 10 der oberen Rollengruppe 11 enthält, und der Ebene 15,
die die Drehachsen der Rollen 10 der unteren Rollengruppe 12 enthält, vorzugsweise
geringer als der Umfang einer Rolle 10. Die Ware 2 schlängelt sich um die Rollen 10,
wobei sie von einer Rolle 10 der unteren Rollengruppe 12 abläuft und auf einer Rolle
der oberen Rollengruppe 11 gelangt. Dabei legt sie einen Ablaufpunkt 16 und einen
Auflaufpunkt 17 fest. Der Ablaufpunkt 16 markiert eine parallel zur Drehachse der
Rolle 10 verlaufende Linie auf, der Mantelfläche der Rolle 10. Ebenso markiert der
Auflaufpunkt 17 eine parallel zur Drehachse der Rolle 10 verlaufende Linie auf der
Mantelfläche der Rolle 10. Der Abstand zwischen dem Ablaufpunkt 16 und dem Auflaufpunkt
17 ist vorzugsweise geringer als der Umfang einer Rolle 10. Vorzugsweise ist dieser
Abstand sogar geringer als der Durchmesser der Rolle 10. Zumindest die erstgenannte
vorzugsweise aber auch die zweitgenannte Bedingung gilt für den Übergang der Warenbahn
von jeder Rolle 10 der Rollengruppe 11 auf jede Rolle 10 der Rollengruppe 12 und umgekehrt.
Dies betrifft alle Rollen 10 mit Ausnahme endständiger Rollen, die zum ein- und ausleiten
der Warenbahn in den von den Rollen 10 festgelegten Zick-Zack-Weg dienen.
[0021] Des Weiteren ist bei der Fixiereinrichtung 7 der Abstand a2 zwischen den Drehachsen
benachbarter Rollen 10 ein und derselben Rollengruppe 11 oder 12 kleiner als der doppelte
Durchmesser jeder Rolle 10. Dadurch ist der Umschlingungswinkel der Warenbahn an jeder
Rolle 10 deutlich größer als 180°. Vorzugsweise ist der Umschlingungswinkel größer
als 200°, vorzugsweise größer als 250° und im am meisten bevorzugten Falle etwa 270°.
Auf diese Weise liegt die Ware 2 beim Durchlaufen der Fixiereinrichtung 7 über den
größten Teil ihrer Wegstrecke an den Rollen 10 an, während sie über lediglich kurze
Abstände frei durch die Behandlungsatmosphäre läuft. Einerseits bewirken die Rollen
somit eine gute Abstützung der Warenbahn und verhindern ein Einrollen von deren Rändern.
Andererseits gerät die Warenbahn in intensiven Kontakt mit der Behandlungsatmosphäre.
Diese ist beispielsweise eine Nassdampfatmosphäre, die durch einen in oder an der
Färbeeinrichtung 7 ausgebildeten Dampferzeuger 18 bereit gestellt werden kann. Vorzugsweise
steht die Behandlungsatmosphäre in dauerndem Kontakt mit in dem Dampferzeuger 18 vorhandenem
Wasser.
[0022] Die insoweit beschriebene Färbeeinrichtung la arbeitet wie folgt:
In der Fixiereinrichtung 7 ist eine Nassdampfatmosphäre aufgebaut. In dem Foulard
4 befindet sich Färbeflotte 5. Der Vorratsbehälter 3 enthält zusammengelegte Ware,
die breit und vorzugsweise einfach (nicht doppelt liegend) ausgelegt ist. Die Ware
2 läuft über die Rollen 6 durch die Färbeflotte 5 und wird von dieser benetzt. Überschüssige
Färbeflotte wird von den Rollen 6 abgedrückt. Die Ware 2 läuft dann in die Fixiereinrichtung
7 und dort im Zick-Zack um die Rollen 10 der oberen Rollengruppe 11 und der unteren
Rollengruppe 12. Sie wird dabei durch einen oder mehrere Servomotoren gefördert, die
die jeweils angeschlossenen Rollen 10, vorzugsweise der oberen Rollengruppe 11 antreiben.
Der Antrieb erfolgt dabei drehmomentkontrolliert. Das Drehmoment wird anhand der vorzugsweise
an Rollen 10 der unteren Rollengruppe 12 gemessenen Warenspannung so reguliert, dass
die Warenspannung an keiner Stelle auf dem Weg durch die Fixiereinrichtung 7 einen
Grenzwert übersteigt. Die Rollen 10 halten die Ware 2 auf ihrem gesamten Weg in breit
ausgelegtem Zustand. Ein Einrollen der Ränder der Ware wird wirksam verhindert. Die
freie Wegstrecke, die die Ware 2 von Rolle zu Rolle durchläuft entspricht dem Abstand
zwischen dem Ablaufpunkt 16 und dem Auflaufpunkt 17. Dieser Abstand ist vorzugsweise
gering. Beispielsweise ist er geringer als 500 mm, vorzugsweise geringer als 350 mm.
Die Rollen 10 haben einen Durchmesser von vorzugsweise größer als 500 mm. Vorzugsweise
beträgt der Durchmesser wenigstens 600 mm oder mehr.
[0023] In der Fixiereinrichtung 7 wirkt die Behandlungsatmosphäre beidseitig auf die Ware
2 ein. Dennoch ist die Maschenware auf den Rollen 10 jeweils abgestützt. Sie läuft
nur über kurze Wegstrecken offen und breit. Das SattdampfFärbeverfahren hat sich als
besonders Prozesssicher herausgestellt, wobei vielfältigste Färbemöglichkeiten vorhanden
sind.
[0024] Bei einem erfindungsgemäßen Färbeverfahren wird zum Färben breit ausgelegter Maschenware
im Nasszustand eine Sattdampf-Fixierung vorgeschlagen, die einen Innenraum mit Rollen
10 zur Führung der Maschenware aufweist. Die Maschenware wird um die Rollen 10 im
Zick-Zack herum geführt, wobei sie über den größeren Teil ihrer Länge an den Rollen
10 anliegt und lediglich zum kleineren Teil ihrer Länge frei die Sattdampfatmosphäre
durchquert. Das Verfahren ist äußerst Prozesssicher und vielseitig einzusetzen.
Bezugszeichenliste
[0025]
- 1
- Färbeeinrichtung
- 2
- Ware
- 3
- Vorratsbehälter
- 4
- Foulard
- 5
- Färbeflotte
- 6
- Rollen
- 7
- Fixiereinrichtung
- 8
- Wascheinrichtung
- 9
- Gehäuse
- 10
- Rollen
- 11
- Rollengruppe
- 12
- Rollengruppe
- 13
- Lagereinrichtung
- 14
- Ebene
- 15
- Ebene
- 16
- Ablaufpunkt
- 17
- Auflaufpunkt
- 18
- Dampferzeuger
1. Färbeeinrichtung (1) zum Färben bahnförmiger Ware (2),
mit einer Einrichtung (4) zum kontinuierlichen Aufbringen von Farbstoff auf die breit
liegende bahnförmige Ware,
mit einer Fixiereinrichtung (7), die ein Gehäuse (9) aufweist, in dem drehbar gelagerte
Rollen (10) angeordnet sind, um die bahnförmige Ware (2) durch eine Behandlungsatmosphäre
im Zick-Zack zu führen,
wobei die Rollen (10) in einem Abstand angeordnet sind, der so gering ist, dass die
Ware von Rolle zu Rolle höchstens eine freie Wegstrecke durchläuft, die geringer als
der Umfang einer Rolle (10) ist,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Rollen (10) mit einer Kraftmesseinrichtung verbunden ist, um
die Warenspannung zu erfassen und zu kontrollieren.
2. Färbeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen (10) gleiche Durchmesser aufweisen.
3. Färbeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die freie Weglänge der Ware (2) zwischen den Rollen (10) geringer als ein Rollendurchmesser
ist.
4. Färbeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die freie Weglänge zwischen den Rollen (10) geringer als ein Rollenradius ist.
5. Färbeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass freie Weglänge geringer als 1/3 des Rollendurchmessers ist.
6. Färbeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftmesseinrichtung an einer Lagereinrichtung (13) der Rolle (10) angeordnet
ist.
7. Färbeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Rollen (10) mit einer Drehantriebseinrichtung versehen ist.
8. Färbeeinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehantriebseinrichtung drehmomentgeregelt arbeitet.
9. Färbeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (9) gegen die Umgebung abgeschlossen ist.
10. Färbeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (9) mit einem Dampferzeuger (18) verbunden ist.
11. Färbeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungsatmosphäre eine Nassdampfatmosphäre ist.
12. Färbeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungsatmosphäre Umgebungsdruck aufweist.
13. Verfahren zum Färben bahnförmiger Ware (2), bei dem auf die bahnförmige Ware (2) Farbstoff
aufgebracht wird,
die bahnförmige Ware (2) im Anschluss an das Aufbringen des Farbstoffs über drehbaren
Rollen (10) im Zick-Zack durch eine Behandlungsatmosphäre geführt wird,
wobei die Ware (2) über einen ersten Teil der durch die Behandlungsatmosphäre führenden
Wegstrecke frei gespannt ist und
wobei die Ware (2) über einen zweiten Teil der durch die Behandlungsatmosphäre führenden
Wegstrecke an den genannten Rollen (10) anliegend gehalten ist,
wobei der erste Teil kürzer als der zweite Teil ist, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Ware (2) herrschende Längsspannung fortwährend unterhalb eines festgelegten
Grenzwerts gehalten wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einer Einrichtung (4) zum Aufbringen der Farbe und einer Fixiereinrichtung
(7), in der die Behandlungsatmosphäre vorhanden ist, zugspannungsfrei geführt wird.
1. Dyeing assembly (1) for dyeing goods (2) in sheet form,
with a means (4) for continuously applying dye to the sheet goods in open width, with
a fixing device (7), which has a housing (9), in which rotatably mounted rollers (10)
are arranged to guide the goods (2) in sheet form in zigzag arrangement through the
treatment atmosphere,
wherein the rollers (10) are arranged with a spacing that is so small that the goods
run from roller to roller through a free distance at most, which is smaller than the
circumference of a roller (10),
characterised in that at least one of the rollers (10) is connected to a power measurement device to detect
and control the tension of the goods.
2. Dyeing assembly according to claim 1, characterised in that the rollers (10) have the same diameter.
3. Dyeing assembly according to claim 1, characterised in that the free distance of the goods (2) between the rollers (10) is less than a roller
diameter.
4. Dyeing assembly according to claim 1, characterised in that the free distance between the rollers (10) is less than a roller radius.
5. Dyeing assembly according to claim 1, characterised in that the free distance is less than 1/3 of the roller diameter.
6. Dyeing assembly according to claim 1, characterised in that the power measurement device is arranged on a bearing means (13) of the roller (10).
7. Dyeing assembly according to claim 1, characterised in that at least one of the rollers (10) is provided with a rotary drive means.
8. Dyeing assembly according to claim 7, characterised in that the rotary drive means is torque-controlled.
9. Dyeing assembly according to claim 1, characterised in that the housing (9) is closed off from the surrounding area.
10. Dyeing assembly according to claim 1, characterised in that the housing (9) is connected to a steam generator (18).
11. Dyeing assembly according to claim 1, characterised in that the treatment atmosphere is a wet-steam atmosphere.
12. Dyeing assembly according to claim 1, characterised in that the treatment atmosphere has ambient pressure.
13. Method for dyeing goods (2) in sheet form, in which
dye is applied to the goods (2) in sheet form,
after application of the dye the goods (2) in sheet form are directed in zigzag arrangement
through a treatment atmosphere by means of rotatable rollers (10), wherein the goods
(2) are freely tensioned over a first part of the path running through the treatment
atmosphere, and
wherein the goods (2) are held in abutment against the said rollers (10) over a second
part of the path running through the treatment atmosphere,
wherein the first part is shorter than the second part,
characterised in that the longitudinal tension prevailing in the goods (2) is held below a defined limit
value.
14. Method according to claim 13, characterised in that the run between a means (4) for applying the dye and a fixing device (7), in which
the treatment atmosphere is present, is free from tensile stress.
1. Dispositif de teinture (1) destiné à teindre un produit textile (2) en forme de nappe,
comprenant un dispositif (4) pour appliquer en continu un colorant sur le produit
textile en forme de nappe étalé en largeur,
comprenant un dispositif de fixage (7) qui présente un carter (9) dans lequel sont
installés des cylindres (10) montés tournants, afin de guider le produit textile (2)
en nappe en zigzag à travers une atmosphère de traitement,
les cylindres (10) étant disposés à une distance si faible que le produit textile
parcourt, d'un cylindre à l'autre, au maximum une distance libre qui est inférieure
à la circonférence d'un cylindre (10),
caractérisé par le fait qu'au moins un des cylindres (10) est relié à un capteur dynamométrique destiné à mesurer
et contrôler la tension du produit textile.
2. Dispositif de teinture selon la revendication 1, caractérisé par le fait que les cylindres (10) ont des diamètres identiques.
3. Dispositif de teinture selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la longueur libre du produit textile (2) entre les cylindres (10) est inférieure
à un diamètre de cylindre.
4. Dispositif de teinture selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la distance libre entre les cylindres (10) est inférieure à un rayon de cylindre.
5. Dispositif de teinture selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la distance libre est inférieure à 1/3 du diamètre de cylindre.
6. Dispositif de teinture selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le capteur dynamométrique est installé sur un moyen de support (13) du cylindre (10).
7. Dispositif de teinture selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'au moins un des cylindres (10) est pourvu d'un moyen d'entraînement en rotation.
8. Dispositif de teinture selon la revendication 7, caractérisé par le fait que le moyen d'entraînement en rotation travaille avec un couple régulé.
9. Dispositif de teinture selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le carter (9) est fermé vis-à-vis du milieu ambiant.
10. Dispositif de teinture selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le carter (9) est relié à un générateur de vapeur (18).
11. Dispositif de teinture selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'atmosphère de traitement est une atmosphère de vapeur humide.
12. Dispositif de teinture selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'atmosphère de traitement est à la pression ambiante.
13. Procédé de teinture d'un produit textile (2) en nappe, selon lequel un colorant est
appliqué sur le produit textile (2) en nappe,
suite à l'application du colorant, le produit textile (2) en nappe est guidé sur des
cylindres (10) rotatifs pour passer en zigzag dans une atmosphère de traitement,
le produit textile (2) étant tendu librement dans une première section du trajet passant
dans l'atmosphère de traitement, et
le produit textile (2) étant maintenu appliqué sur les cylindres (10) précités, dans
une deuxième section du trajet passant dans l'atmosphère de traitement,
la première section étant plus courte que la deuxième section,
caractérisé par le fait que la tension longitudinale régnant dans le produit textile (2) est maintenue en permanence
en-dessous d'une valeur seuil définie.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé par le fait qu'entre un dispositif (4) d'application du colorant et un dispositif de fixage (7) dans
lequel se trouve l'atmosphère de traitement, le guidage s'effectue de manière exempte
de contraintes de traction.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
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Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente