| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 123 133 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
|
Nach dem Einspruchsverfahren |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
|
13.01.2016 Patentblatt 2016/02 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
06.04.2011 Patentblatt 2011/14 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.02.2008 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2008/051663 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2008/101836 (28.08.2008 Gazette 2008/35) |
|
| (54) |
UNIVERSAL-EVG ZUM BETRIEB HG-FREIER UND HG-HALTIGER D-LAMPEN
UNIVERSAL ELECTRONIC BALLAST FOR OPERATING HG-FREE AND HG-CONTAINING DISCHARGE LAMPS
BALLAST ÉLECTRONIQUE UNIVERSEL POUR FAIRE FONCTIONNER DES LAMPES À DÉCHARGE AVEC ET
SANS MERCURE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
19.02.2007 DE 102007008148
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
25.11.2009 Patentblatt 2009/48 |
| (73) |
Patentinhaber: OSRAM GmbH |
|
80807 München (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- SIESSEGGER, Bernhard
81479 München (DE)
- HIRSCHMANN, Günther
81735 München (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 702 508 DE-A1- 19 850 441 DE-A1-102004 061 294
|
WO-A-2005/060320 DE-A1-102004 008 806 US-A1- 2003 160 578
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
Technisches Gebiet
[0001] Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ansteuern einer Entladungslampe
mittels eines elektronischen Vorschaltgerätes (EVG) sowie ein EVG, mit dem beliebige
Typen von Entladungslampen betrieben werden können.
Stand der Technik
[0002] Quecksilberhaltige und quecksilberfreie Lampen, insbesondere Entladungslampen für
den Einsatz im KFZ (sogenannte D-Lampen) weisen jeweils sehr unterschiedliche Eigenschaften
auf. Dies gilt insbesondere für die elektrischen Eigenschaften der beiden Lampentypen,
die zwar im stationären Betrieb die gleiche Nennleistung von 35 Watt zeigen, die quecksilberfreie
Lampe jedoch nur ungefähr die halbe Brennspannung im Vergleich zur quecksilberhaltigen
Lampe aufweist. Auch während des Anlaufs sind beide Lampentypen sehr unterschiedlich
voneinander zu betreiben, um die gewünschten Anforderungen, wie ausreichend hoher
Sofortlichtstrom bei einer akzeptablen Lebensdauer zu erreichen.
[0003] Deshalb wird im Stand der Technik für jeden Lampentyp (Hg-haltige D1-Lampe bzw. Hg-freie
D3-Lampe) ein eigener EVG-Typ verwendet, wobei der jeweilige EVG-Typ individuell auf
die Besonderheiten des zugehörigen Lampentyps Rücksicht nimmt. Zwar liegt beiden EVG-Typen
ein gemeinsames Hard- und Software Konzept zugrunde, die detaillierten Anforderungen
der Lampen jedoch ermöglichen es nicht, die EVGs untereinander auszutauschen.
[0004] Dies bringt den Nachteil mit sich, dass in der Produktion zwischen zwei Hard- und
zwei Software-Varianten unterschieden werden muss, und nachfolgend sowohl im Vertrieb
als auch beim Kunden zwei Produkte verwaltet werden müssen, was zum Einen eine doppelte
Lagerhaltung bedeutet, und zum Anderen häufig zu Verwechslungen führt.
[0005] Um die Möglichkeit der Verwechslungen zu reduzieren, wurde im Stand der Technik vorgeschlagen,
unterschiedliche Steckercodierungen zu verwenden. Dies hat jedoch zur Folge, dass
neben den unterschiedlichen EVGs und Lampen auch unterschiedliche Kabel benötigt werden.
[0006] Es ist in der Patentanmeldung
EP 0 759 686 A2 ein Verfahren und eine Schaltungsanordnung vorgeschlagen worden, bei der das EVG
einen Mikroprozessor aufweist, der den individuellen am EVG angeschlossenen Lampentyp
erkennt und die Lampe in Abhängigkeit der erkannten Lampentypspezifikation ansteuert.
[0007] Dazu werden an der Lampe angeordnete Lampentyp-individuelle Codierungen, wie beispielsweise
am Lampensockel angeordneten Noppen, die aufgrund ihrer Anzahl und Anordnung eine
Lampentyp-individuelle Codierung bilden, erfasst und die Lampe wird entsprechend vorher
gespeicherten Betriebsparametern für diesen Lampentyp angesteuert. Eine andere Möglichkeit
der Lampentyperkennung besteht in dem Erfassen eines auf der Lampe angebrachten Barcodes.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zudem elektrische Größen zur Lampentyperkennung
heran zu ziehen.
[0008] Nachteilig an diesem Stand der Technik ist jedoch, dass jedes Mal beim Einschalten
der Lampe eine Verzögerung eintritt, während der das EVG bestimmt, um welchen Lampentyp
es sich handelt. Daher ist diese Vorgehensweise gerade für die Anwendung im KFZ ungeeignet,
da hier ein besonders schneller Anlauf der Lampe gefordert wird. Dies ist auch der
Grund, deshalb während des Anlaufs die Lampenleistung auf ein mehrfaches der Nennleistung
erhöht wird (sogenannter Leistungsanlauf).
[0009] Die
EP 0 702 508 A1 offenbart ein Elektronisches Vorschaltgerät für Gasentladungslampen mit einem Fuzzy-Regler,
der zur Regelung des Lampenstroms abhängig von einem Istwert einen des Lampenstroms
einen Stellwert für einen Wechselrichter zum Erstellen der Frequenz bzw. des Tastverhältnisse
des Lampenstroms erzeugt.
Darstellung der Erfindung
[0010] Es ist deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und ein EVG bereitzustellen,
das universell für Entladungslampen einsetzbar ist, aber eine direkte Ansteuerung
der Entladungslampen ermöglicht.
[0011] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren gemäß dem Anspruch 1 und ein Elektronisches
Vorschaltgerät gemäß dem Anspruch 7.
[0012] Die während des Orientierungsmodus festgestellten Parameter werden gespeichert und
die Lampe wird bei allen weiteren Starts mit diesen gespeicherten Betriebsparametern
betrieben. Dies hat den Vorteil, dass zum Einen während der Orientierungsphase eine
sehr genaue Bestimmung der Lampenparameter durchgeführt werden kann, und zum Anderen
keine Verzögerung mehr beim Einschalten der Lampe eintritt, da nach einem abgeschlossenen
Orientierungsmodus, die Lampe nur noch mit den im Orientierungsmodus erkannten Betriebsparametern
betrieben wird.
[0013] Während dem Orientierungsmodus wird die Lampe vorteilhafterweise mit dem niedrigsten
der zulässigen Lampenströme betrieben. Dies stellt sicher, dass keine Lampe aufgrund
zu hoch gewählter Ströme oder Leistungen beschädigt wird.
[0014] Besonders bevorzugt ist ein Ausführungsbeispiel, bei dem ein Sensorelement die Brennspannung
bzw. einen Brennspannungsanstieg einer an dem EVG angebrachten Lampe erfasst, und
aufgrund der erfassten Werte, die charakteristisch für den Lampentyp sind, der Lampentyp
festgelegt wird. Dies ist besonders vorteilhaft, da Brennspannung bzw. Brennspannungsanstieg
leicht zu identifizierende Werte sind, und sonstige Typerkennungsmerkmale, wie beispielsweise
Barcodes oder an der Lampe angebrachte Noppen, wie aus dem Stand der Technik bekannt,
nicht verwendet werden müssen.
[0015] Besonders vorteilhaft ist ein Ausführungsbeispiel, bei dem das erfindungsgemäße EVG
einen Mikrocontroller umfasst, der dazu ausgelegt ist, eine an das EVG angeschlossene
Lampe, derart anzusteuern, dass die Lampe beim ersten Einschalten einmalig in einem
Orientierungsmodus betrieben wird, während dem der Lampentyp erkannt wird, und bei
jedem weiteren Einschalten der Lampe, die Lampe in einem normalen, der Lampe angepassten,
Betriebsmodus betrieben wird.
[0016] Dadurch werden Verzögerungen, die durch das aus dem Stand der Technik bekannte jeweilige
Abfragen des Lampentyps vor der eigentlichen Inbetriebnahme, vermieden.
[0017] Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn das EVG ein Speicherelement umfasst, in dem
zumindest ein erstes Bit zum Angeben, ob ein Orientierungsmodus durchgeführt wurde,
und ein zweites Bit zum Angeben des Lampentyps, gespeichert sind. Durch Auslesen des
Speichers kann der Mikrocontroller sofort entscheiden, ob ein Orientierungsmodus noch
durchgeführt werden muss, oder ob die Lampe sofort in Betrieb genommen werden kann.
[0018] Darüber hinaus ist ein Ausführungsbeispiel besonders vorteilhaft, bei dem das EVG
zudem eine Kommunikationsschnittstelle, insbesondere einen LIN Bus aufweist. Mittels
dieser Kommunikationsstelle kann beispielsweise eine Überprüfung, ob ein Lampentyp
korrekt erkannt wurde, durchgeführt werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit,
dass bei einem Lampentypwechsel mittels dieser Schnittstelle ein Umprogrammieren des
EVGs, beispielsweise durch Löschen des ersten Bits, erfolgen kann. Wird das erste
Bit gelöscht, führt der Mikrocontroller des EVGs nochmals den Orientierungsmodus durch,
wodurch die neue Lampe erkannt werden kann. Dies hat den großen Vorteil, dass bei
einem Lampentypwechsel nicht EVG und Lampe ausgewechselt werden müssen, sondern nur
die Lampe selbst.
[0019] Besonders vorteilhaft ist es, dass erfindungsgemäße Verfahren bzw. dass erfindungsgemäße
EVG bei Scheinwerfern zum Betreiben von quecksilberfreien (Hg-freien) oder quecksilberhaltigen
(Hg-haltigen) Halogen-Metalldampf-Hochdruckentladungslampen für die Anwendung im KFZ,
sogenannte D-Lampen, einzusetzen. Gerade Hg-freie und Hg-haltige Lampen basieren auf
einem gemeinsamen Hard- bzw. Software Konzept, können jedoch aufgrund der sehr unterschiedlichen
elektrischen Eigenschaften bis jetzt nur mit unterschiedlichen EVGs betrieben werden.
Zum Anderen ermöglicht das erfindungsgemäße universelle EVG, dass die EVGs im Auto
verbleiben können, während nur die Lampe ausgetauscht wird, wodurch ein Umrüsten von
Hg-haltig auf Hg-frei sehr schnell und sehr einfach zu realisieren ist.
[0020] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausführungsbeispiele sind in den Unteransprüchen,
der Figur, sowie der Beschreibung definiert.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0021] Im Folgenden soll die Erfindung anhand einer Zeichnung beschrieben werden. Dabei
zeigt die Zeichnung lediglich ein exemplarisches Ausführungsbeispiel, das nicht dazu
verwendet werden soll, den Rahmen der Erfindung auf das dargestellte Beispiel einzugrenzen.
[0022] Die einzige Figur zeigt ein Flussdiagramm eines ersten besonders bevorzugten Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Detaillierte Figurenbeschreibung
[0023] Prinzipiell wird der Betrieb von Hg-haltigen und Hg-freien D-Lampen mittels eines
einzigen EVG-Typs ohne jegliche Hardware- bzw. Softwareumstellung bzw. Eingriff am
EVG dadurch ermöglicht, dass eine entsprechende Dimensionierung der Hardware und eine
intelligente Software eingesetzt wird. Die Dimensionierung der Hardware ist dabei
im Wesentlichen auf die Hg-freie Lampe auszulegen, da diese den höheren Strom benötigt.
Die Intelligenz der Software besteht darin, dass in der Software die Betriebsparameter
für beide Lampen hinterlegt sind und beim ersten Einschalten der EVG-Lampen-Kombination
einmalig die Lampe in einem sogenannten Orientierungsmodus betrieben wird, wobei die
vorliegende Lampenart erkannt und in einem Speicherelement gespeichert wird. Anschließend
und bei allen weiteren Starts der Lampe wird die Lampe mit den festgelegten und angepassten
Betriebsparametern betrieben. Dabei kann vorteilhafterweise das erste Einschalten
und der Betrieb im Orientierungsmodus erst beim Scheinwerferhersteller in einem ersten
Funktionstest des Scheinwerfersystems erfolgen. Vorteilhafterweise werden in einem
Speicherelement im EVG zwei Bits gespeichert, die angeben, ob zum Einen ein Orientierungsmodus
durchgeführt wurde und zum Anderen festlegen, welche Betriebsparameter zum Betreiben
einer Lampe verwendet werden sollen.
[0024] Figur 1 zeigt dementsprechend ein Flussdiagramm des erfindungsgemäßen Verfahrens,
das von einem in einem EVG enthaltenen Mikrocontroller beispielhaft durchgeführt werden
kann, um eine Entladungslampe erfindungsgemäß zu betreiben.
[0025] In einem ersten Schritt 1 greift der Mikrocontroller auf ein im EVG angeordnetes
Speicherelement zu, um ein im Speicherelement gespeichertes Bit I auszulesen. Das
Bit I gibt an, ob ein Orientierungsmodus durchlaufen wurde (Schritt 2).
[0026] Wurde noch kein Orientierungsmodus durchlaufen, ist dies gleichbedeutend damit, dass
die Lampe zum ersten Mal in Betrieb genommen wurde, und der Mikrocontroller startet
in einem weiteren Schritt 3 ein Orientierungsmodusprogramm währenddessen der am EVG
angeschlossene Lampentyp erkannt werden soll und die erkannten Lampentypparameter
derart abgespeichert werden, so dass sie bei jedem weiteren Starten der Lampe unmittelbar
zugänglich sind.
[0027] Da im Orientierungsmodus noch nicht feststeht welche Lampe vorliegt, kann kein Leistungsanlauf
der Lampe erfolgen, da diese sonst beschädigt werden könnte. Stattdessen wird in einem
Schritt 4 an die Lampe ein Lampenstrom angelegt, der auf den niedrigsten der zulässigsten
maximalen Lampenströme begrenzt ist. Das heißt beispielsweise, dass bei der Verwendung
von Hg-freien bzw. Hg-haltigen D-Lampen der Maximalstrom auf den der Hg-haltigen Lampe
begrenzt wird, da für die Hg-freie Lampe ein deutlich höherer Strom zulässig ist.
Zudem wird die Anlauf- wie auch die Nennleistung auf die niedrigste aller zulässigen
beschränkt. Im Fall der Hg-haltigen und Hg-freien D-Lampe sind zwar die Nennleistung
mit 35 W identisch, der Hg-freien Lampe ist jedoch eine höhere Leistung während der
Anlaufphase zuzuführen (Anlaufleistung). Die dargelegte Begrenzung von Strömen und
Leistungen verhindert sicher eine Beschädigung der Lampe während des Orientierungsmodus.
[0028] In einem Schritt 5 wird dann beispielsweise mittels eines im EVG angeordneten Sensorelements
eine Brennspannung bzw. ein Brennspannungsanstieg der Lampe erfasst. Aufgrund dieser
Parameter und der zeitlichen Entwicklung dieser Parameter nach dem Start der Lampe,
kann beispielsweise entschieden werden, um welchen Lampentyp es sich handelt. Es ist
jedoch auch denkbar, statt der in den Schritten 4 und 5 beschriebenen Schritten, andere
den Lampentyp festlegende Parameter zu erfassen.
[0029] Ausschlaggebend ist, dass in den Schritten 4 und 5 ein Verfahren ausgeführt wird,
mit dem ermöglicht wird, den Lampentyp zu erkennen und die zugehörigen Betriebsparameter
zu identifizieren, damit in dem darauf folgenden Schritt 6 ein Festlegen des Lampentyps
und damit der Lampenbetriebsparameter ermöglicht wird.
[0030] Die im Schritt 6 festgelegten, den Lampentyp spezifizierenden Betriebsparameter können
beispielsweise in einem weiteren Schritt 7 über das Schreiben eines Bits II in das
Speicherelement gespeichert werden. Stehen nicht nur zwei Lampentypen zur Auswahl,
kann in dem Verfahrensschritt 7 auch statt eines Bits ein Byte geschrieben werden,
das den Lampentyp angibt. Mittels des in Schritt 7 abgespeicherten Bits bzw. Bytes
kann der Mikrocontroller entscheiden, welche Betriebsparameter er aus dem Speicherelement
auslesen werden sollen, mit denen daraufhin die Lampe angesteuert werden kann. Als
Speichertypen kommen nicht-flüchtige Speicher, beispielsweise EEPROM oder Flash-Speicher
zur Anwendung. Auch EPROM-Speicher sind vorstellbar, wegen der fehlenden Wiederbeschreibbarkeit
ist jedoch der Funktionsumfang entsprechend eingeschränkt. Im Folgenden wird ein EEPROM-Speicher
vorausgesetzt.
[0031] Nach dem Schreiben von Bit II wird der Orientierungsmodus beendet (Schritt 8), wobei
in einem Schritt 9 das Bit I derart geändert wird, dass es angibt, dass ein Orientierungsmodus
erfolgreich durchlaufen wurde. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, dass das
Bit I von einem Zustand "0" in einen Zustand "1" versetzt wird. Ist der Orientierungsmodus
erfolgreich abgeschlossen, liest der Mikrocontroller die durch das Bit/Byte II definierten
lampenspezifischen Parameter aus dem Speicher aus und steuert in einem Schritt 10
die Lampe derart an, dass die Lampe mit den lampenspezifischen Parametern betrieben
wird. Dies bedeutet beispielsweise, wenn während des Orientierungsmodus erkannt wurde,
dass es sich bei der angeschlossenen Lampe um eine Hg-freie D-Lampe handelt, dass
der Nennstrom sowie Anlaufstrom und Anlaufleistung entsprechend erhöht werden.
[0032] Bei jedem nachfolgenden Start der Lampe stellt nun der Mikrocontroller in Schritt
2 fest, dass ein Orientierungsmodus durchlaufen wurde, worauf er direkt das Bit/Byte
II auslesen und die Lampe entsprechend betreiben kann (Schritt 11/Schritt 10).
[0033] Konnte während der Orientierungsphase keine eindeutige Zuordnung zu einem der betrachteten
Lampentypen erfolgen, sind verschiedene Szenarien möglich. Im einfachsten Fall wird
die Lampe abgeschaltet und der Fehler wird offensichtlich. Alternativ kann die Lampe
"blinkend" betrieben werden, wozu die Leistung der Lampe periodisch zwischen Nennleistung
und z.B. 80% der Nennleistung verändert wird. Ebenso denkbar ist, dass zyklisch der
Orientierungsmodus so lange wiederholt wird, bis der Orientierungsmodus erfolgreich
ausgeführt wurde. Dazu wird nach jedem Orientierungsmodus die Lampe für eine gewisse
Zeit z.B. 5 Minuten ausgeschaltet um dann einen erneuten Versuch zu unternehmen. In
allen geschilderten Szenarien wird das Bit I erst dann verändert, wenn eine erfolgreiche
Erkennung des Lampentyps erfolgt ist.
[0034] Sind in der Fertigung des EVGs nach der Programmierung des Microcontroller noch abschließende
Funktionstests durchzuführen, darf hierbei noch nicht der Orientierungsmodus ausgeführt
werden. Daher ist ein Zähler im Microcontroller vorzusehen, der die Anzahl der Einschaltvorgänge
speichert. Erst nachdem dieser Zähler einen vorgegebenen Wert erreicht, wird mit dem
Orientierungsmodus begonnen. Welcher Lampentyp für den Betrieb der Lampe vor der Ausführung
des Orientierungsmodus zugrunde gelegt wird, wird im Microcontroller anhand eines
weiteren Bits bzw. Bytes während der Programmierung festgelegt.
[0035] Um das in dem Speicherelement abgespeicherte Bit I beeinflussen zu können, beispielsweise,
um bei einem Lampentypwechsel nicht das gesamte EVG austauschen zu müssen oder um
zu überprüfen, welcher Lampentyp festgestellt wurde, weist das EVG vorteilhafterweise
eine Kommunikationsschnittstelle auf. Diese kann beispielsweise durch einen LIN-Bus
realisiert sein. Mittels dieser Kommunikationsstelle ist es möglich, beispielsweise
das Bit I zu löschen, oder in den "Orientierungsmodus nicht durchlaufen" - Zustand
zurückzuversetzen. Mittels der Kommunikationsschnittstelle ist es jedoch nicht nur
möglich auf das Bit I zuzugreifen, sondern auch das Bit/Byte II zu verändern oder
weitere Betriebsparameter für Entladungslampen in dem Speicherelement des EVGs abzulegen.
Dadurch können auch bei neu entwickelten Lampen die alten EVGs weiterverwendet werden,
was einen sehr kostengünstigen Umstieg auf neue Lampen ermöglich.
[0036] Die bisher beschriebenen Ausführung ist insbesondere für EVGs vorteilhaft, die durch
Schalten ihrer Versorgungsspannung ein und ausgeschaltet werden. Für EVGs, die dauerhaft
an die Versorgungsspannung angeschlossen sind und beispielsweise durch eine zusätzliche
Steuerleitung oder eine Kommunikationsschnittstelle in den aktiven Betriebszustand
geschaltet werden, ist ein besonders einfaches Verfahren zur Beeinflussung des im
Speicherelement gespeicherten Bits I möglich:
[0037] Diese Beeinflussung erfolgt durch vollständiges Spannungsfreischalten des EVGs, beispielsweise
durch kurzzeitiges Abziehen des Steckers, der die Versorgungsspannung zum EVG führt.
Als Speichertypen können nun auch flüchtige Speicher, beispielsweise RAM-Speicher
zur Anwendung kommen. Nach dem Spannungsfreischalten kann entweder das Bit I bereits
gelöscht sein, so dass ein Durchlaufen des Orientierungsmodus initialisiert wird.
Es ist jedoch auch möglich, dass der Mikrokontroller im Fall eines Spannungsverlustes
nach dem Wiederherstellen der Spannung ein Programm startet, das einen vollständiges
Löschen der gespeicherten Bits bewirkt und nachfolgend den Orientierungsmodus neu
startet, so dass auch über diesen Weg eine Beeinflussung der Bits I bzw. II möglich
ist.
[0038] Offenbart wird ein Verfahren bzw. ein EVG, das universell für mehrere Typen von Entladungslampen
einsetzbar ist, das zum Erkennen des Lampentyps einmalig beim ersten Einschalten einen
Orientierungsmodus ausführt, währenddessen der Lampentyp erkannt wird.
1. Verfahren zum Betreiben einer Entladungslampe mittels eines EVGs, wobei die Parameter,
die den Typ der Entladungslampe festlegen, beim Betreiben der Lampe von dem EVG erkannt
werden (6), wobei der Schritt des Erkennens des Entladungslampentyps einmalig beim
ersten Inbetriebnehmen der Lampe in einem Orientierungsmodus (3) durchgeführt wird,
wobei der Lampentyp mittels Werten der Parameter derart gespeichert wird, dass bei
jedem weiteren Einschalten der Lampe diese mit den Werten der Parameter betrieben
wird, die im Orientierungsmodus festgestellt wurden, dadurch gekennzeichnet, dass die gespeicherten Werte der Parameter über eine im EVG angeordnete Schnittstelle
beeinflusst werden können.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei in dem EVG gespeichert wird, ob ein Orientierungsmodus
durchlaufen wurde (2).
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei anhand von einer messbaren
Brennspannung und/oder eines Brennspannungsanstiegs der Entladungslampentyp festgestellt
werden kann (5).
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei im Orientierungsmodus die
Lampe mit dem niedrigsten der zulässigen maximalen Lampenströme und/oder der niedrigsten
maximalen Leistung betrieben wird (10).
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Parameter zum Betreiben
der Entladungslampe in dem EVG gespeichert werden (7).
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Verfahren zur Unterscheidung
von Hg-haltigen und Hg-freien Entladungslampen eingesetzt wird.
7. Elektronisches Vorschaltgerät (EVG) für eine Entladungslampe mit einem Mikrocontroller,
der dazu ausgelegt ist, die Parameter, die den Entladungslampentyp festlegen (6),
zu erkennen, wobei der Mikrocontroller dazu ausgelegt ist, einmalig beim ersten Einschalten
der Lampe ein Orientierungsmodusprogramm auszuführen (3), mit dem der Typ der Entladungslampe
festlegbar ist, wobei das EVG weiterhin ein Speicherelement zum Speichern von mindestens
einem ersten Bit zum Angeben des Durchlaufs eines Orientierungsmodus und eines zweiten
Bits zum Angeben des Lampentyps aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das EVG zum Auslesen der im Speicherelement gespeicherten Bits eine Kommunikationsschnittstelle
aufweist, die dazu ausgelegt ist, die in dem Speicherelement gespeicherten Bits zu
beeinflussen.
8. EVG nach Anspruch 7, wobei die Bits während des Orientierungsmodus in dem Speicherelement
gespeichert werden (7).
9. EVG nach Anspruch 7, wobei das Speicherelement ein Schreib-/Lesespeicher ist.
10. EVG nach Anspruch 7, wobei der Mikrocontroller dazu ausgelegt ist, die Bits aus dem
Speicher auszulesen und die Entladungslampe mit den durch das zweite Bit festgelegten
Parametern zu betreiben, wenn das erste Bit angibt, dass ein Durchlaufen des Orientierungsmodus
erfolgt ist (10).
11. EVG nach einem der Ansprüche 7 bis 10, wobei das EVG weiterhin dazu ausgelegt ist,
Hg-haltige und/oder Hg-freie Lampen zu betreiben.
12. EVG nach Anspruch 11, wobei das EVG auf den Betrieb von Hg-freien Entladungslampen
dimensioniert ist.
13. EVG nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das EVG eine Vorrichtung zum Versorgen
des EVGs mit einer Versorgungsspannung aufweist mit der das EVG spannungsfrei schaltbar
ist.
14. EVG nach Anspruch 13, wobei die Vorrichtung weiterhin dazu ausgelegt ist durch vollständiges
Spannungsfreischalten des EVGs die in dem Speicherelement gespeicherten Bits zu beeinflussen,
insbesondere zu überschreiben und/oder zu löschen.
15. EVG nach einem der Ansprüche 7 bis 14, wobei das EVG weiterhin ein Sensorelement aufweist,
das eine Brennspannung und/oder einen Brennspannungsanstieg der Entladungslampe feststellt
(5).
16. EVG nach Anspruch 15, wobei der Mikrocontroller weiter dazu ausgelegt ist, aufgrund
einer durch den Sensor festgestellten Brennspannung und/oder eines Brennspannungsanstiegs
den Typ der Entladungslampe zu erkennen (6).
17. EVG nach einem der Ansprüchen 7 bis 16, wobei das EVG die Entladungslampe im Orientierungsmodus
mit dem niedrigsten der zulässigen maximalen Lampenströme und/oder der niedrigsten
maximalen Leistung ansteuert.
1. Method for operating a discharge lamp by means of an electronic ballast, the parameters
which determine the type of discharge lamp being identified during operation of the
lamp by the electronic ballast (6), the step of identification of the discharge lamp
type being performed once when the lamp is first brought into operation in an orientation
mode (3), the lamp type being stored by means of values for the parameters in such
a way that, each time the lamp is switched on again, said lamp is operated with the
values for the parameters which were established in the orientation mode, characterized in that the stored values for the parameters can be influenced via an interface arranged
in the electronic ballast.
2. Method according to Claim 1, whether or not an orientation mode has been passed through
being stored in the electronic ballast (2).
3. Method according to one of the preceding claims, it being possible for the discharge
lamp type to be established using a measurable running voltage and/or a running voltage
rise (5).
4. Method according to one of the preceding claims, in the orientation mode the lamp
being operated at the lowest of the permissible maximum lamp currents and/or the lowest
maximum power (10).
5. Method according to one of the preceding claims, the parameters for the operation
of the discharge lamp being stored in the electronic ballast (7).
6. Method according to one of the preceding claims, the method being used for distinguishing
between Hg-containing and Hg-free discharge lamps.
7. Electronic ballast for a discharge lamp with a microcontroller, which is designed
to identify the parameters which determine the discharge lamp type (6), the microcontroller
being designed to implement an orientation mode program once when the lamp is first
switched on (3), which orientation mode program can be used to determine the type
of discharge lamp, the electronic ballast furthermore having a memory element for
storing at least one first bit for indicating the execution of an orientation mode
and one second bit for indicating the lamp type, characterized in that the electronic ballast has a communications interface for reading the bits stored
in the memory element, the communications interface being designed to influence the
bits stored in the memory element.
8. Electronic ballast according to Claim 7, the bits being stored in the memory element
during the orientation mode (7).
9. Electronic ballast according to Claim 7, the memory element being a read/write memory.
10. Electronic ballast according to Claim 7, the microcontroller being designed to read
the bits from the memory and to operate the discharge lamp with the parameters determined
by the second bit if the first bit indicates that the orientation mode has been executed
(10).
11. Electronic ballast according to one of Claims 7 to 10, the electronic ballast furthermore
being designed to operate Hg-containing and/or Hg-free lamps.
12. Electronic ballast according to Claim 11, the electronic ballast being dimensioned
for the operation of Hg-free discharge lamps.
13. Electronic ballast according to one of the preceding claims, the electronic ballast
having an apparatus for supplying a supply voltage to the electronic ballast, which
supply voltage can be used for zero-voltage switching of the electronic ballast.
14. Electronic ballast according to Claim 13, the apparatus furthermore being designed
to influence, in particular to overwrite and/or to delete, the bits stored in the
memory element by virtue of complete zero-voltage switching of the electronic ballast.
15. Electronic ballast according to one of Claims 7 to 14, the electronic ballast furthermore
having a sensor element, which establishes a running voltage and/or a running voltage
rise of the discharge lamp (5).
16. Electronic ballast according to Claim 15, the microcontroller furthermore being designed
to identify the type of discharge lamp on the basis of a running voltage established
by the sensor and/or a running voltage rise (6).
17. Electronic ballast according to one of Claims 7 to 16, the electronic ballast driving
the discharge lamp in the orientation mode with the lowest of the permissible maximum
lamp currents and/or the lowest maximum power.
1. Procédé pour faire fonctionner une lampe à décharge au moyen d'un ballast électronique,
dans lequel les paramètres, qui fixent le type de la lampe à décharge, sont, lorsque
la lampe fonctionne, détectés par le ballast électronique, en effectuant, dans un
mode (3) d'information, le stade de détection du type de la lampe à décharge une fois
lors de la première mise en service de la lampe, en mémorisant le type de lampe au
moyen de valeurs des paramètres de manière à ce qu'à chaque autre mise en circuit
de la lampe celle-ci fonctionne avec les valeurs des paramètres qui ont été fixées
dans le mode d'information, caractérisé en ce que on peut influer sur les valeurs des paramètres par une interface disposée dans le
ballast électronique.
2. Procédé suivant la revendication 1, dans lequel on mémorise dans le ballast électronique
si on est passé par un mode d'information (2).
3. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, dans lequel on peut constater
le type de la lampe à décharge au moyen d'une tension de décharge et/ou d'une élévation
de la tension de décharge mesurable (5).
4. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, dans lequel on fait fonctionner
la lampe avec le courant le plus petit des courants de lampe maximum admissibles et/ou
avec la puissance maximum la plus petite (10).
5. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, dans lequel on mémorise les
paramètres pour faire fonctionner la lampe à décharge dans le ballast électronique
(7).
6. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, dans lequel on utilise le procédé
pour distinguer des lampes à décharge contenant du Hg et des lampes à décharge qui
en sont exemptes.
7. Ballast électronique (EVG) pour une lampe à décharge, comprenant un microdispositif
de commande conçu pour détecter les paramètres qui fixent (6) le type de la lampe
à décharge, dans lequel le microdispositif de commande est conçu pour effectuer un
programme en mode d'information lors de la première mise en circuit de la lampe (3),
programme par lequel le type de la lampe à décharge peut être fixé, le ballast électronique
comportant en outre un élément de mémoire pour la mémorisation d'au moins un premier
bit pour indiquer que l'on est passé par un mode d'information et d'un deuxième bit
pour indiquer le type de la lampe, caractérisé en ce que le ballast électronique comporte, pour la lecture des bits mémorisés dans l'élément
de mémoire, une interface de communication, qui est conçue pour influer sur les bits
mémorisés dans l'élément de mémoire.
8. Ballast électronique suivant la revendication 7, dans lequel les bits sont mémorisés
dans l'élément de mémoire pendant le mode d'information (7).
9. Ballast électronique suivant la revendication 7, dans lequel l'élément de mémoire
est une mémoire de lecture/écriture.
10. Ballast électronique suivant la revendication 7, dans lequel le microdispositif de
commande est conçu pour lire les bits dans la mémoire et la lampe à décharge pour
fonctionner avec les paramètres fixés par le deuxième bit, si le premier bit indique
que l'on est passé par un mode d'information (10).
11. Ballast électronique suivant l'une des revendications 7 à 10, dans lequel le ballast
électronique est conçu en outre pour faire fonctionner des lampes contenant du Hg
et/ou des lampes n'en contenant pas.
12. Ballast électronique suivant la revendication 11, dans lequel le ballast électronique
est dimensionné pour faire fonctionner des lampes à décharge ne contenant pas de Hg.
13. Ballast électronique suivant l'une des revendications précédentes, dans lequel le
ballast électronique comporte un dispositif d'alimentation du ballast électronique
en une tension d'alimentation, par lequel le ballast électronique peut être monté
sans tension.
14. Ballast électronique suivant la revendication 13, dans lequel le dispositif est conçu
en outre pour influer, lors de la déconnection complète en tension du ballast électronique,
sur les bits mémorisés dans l'élément de mémoire, notamment pour les écraser et/ou
les effacer.
15. Ballast électronique suivant l'une des revendications 7 à 14, dans lequel le ballast
électronique comporte en outre un élément formant capteur, qui constate une tension
de décharge et/ou une élévation de la tension de décharge de la lampe à décharge (5).
16. Ballast électronique suivant la revendication 15, dans lequel le microdispositif de
commande est conçu en outre pour détecter le type de la lampe à décharge sur la base
d'une tension de décharge constatée par le capteur et/ou d'une élévation de la tension
de décharge constatée par le capteur (6).
17. Ballast électronique suivant l'une des revendications 7 à 16, dans lequel le ballast
électronique excite la lampe à décharge dans le mode d'information par le courant
le plus petit des courants de lampe maximum admissibles et/ou à la puissance maximum
la plus petite.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente