[0001] Die Erfindung betrifft eine Wickelmaschine mit einer Vorrichtung zur Positionierung
von auf wenigstens einer antreibbaren Wickelwelle aufgesteckten, die Wickelwelle koaxial
umgebenden, zylindrischen Wickelhülsen, bestehend aus wenigstens einem parallel und
in Abstand zur Wickelwelle verlaufenden Führungsprofil und wenigstens einem angetriebenen
Positionierungsläufer, der wenigstens eine Greifvorrichtung zur Erfassung von Wickelhülsen
aufweist und längs des Führungsprofils beweglich geführt ist, wobei die Wickelhülsen
auf der Wickelwelle von der Greifvorrichtung einzeln ergreifbar und auf der Wickelwelle
in eine gewünschte Position verschiebbar sind und wobei die Wickelhülsen von der Greifvorrichtung
in einer ersten Bewegungsphase überfahrbar und in einer zweiten Bewegungsphase auf
der Wickelwelle in die gewünschte Position verschiebbar sind.
[0002] Der Begriff »Wickelhülsen« bezieht sich vor allem auf zylindrische Hülsen, deren
Länge kürzer als die der Welle ist, auf die die Wickelhülsen aufzuschieben sind. Die
Wickelhülsen können auch geschlitzt oder als Spange gestaltet sein. Insbesondere handelt
es sich um Wickelhülsen, deren längsaxiale Lage gegenüber der Wickelwelle festgelegt
werden muss. Mit solchen Wickelwellen sind beispielsweise Rollenschneid- und Wickelmaschinen
von Bobinen-Typ ausgestattet. Auf diese Wickelhülsen werden beispielsweise Garne,
Filamente, Bänder oder Papierstreifen (»Wickelgut«) in an sich bekannter Weise durch
Rotation der Wickelwelle aufgewickelt beziehungsweise aufgespult. Bei der Positionierung
von Wickelhülsen soll darauf geachtet werden, dass eine Stirnkante der Wickelhülse
mit einer entsprechenden Stirnkante der Bobine in Flucht liegt, wenn das entsprechende
Wickelgut aufgespult wird.
[0003] Bekannt ist eine derartige Vorrichtung als Teil einer Hülsen-Wickelmaschine aus
WO 2007/096 916. Die bekannte Vorrichtung weist ein parallel und in Abstand zur Welle verlaufendes
Führungsprofil und einen angetriebenen Positionierungsläufer auf, der eine Greifvorrichtung
zur Erfassung von Hülsenelementen besitzt und längs des Führungsprofils beweglich
geführt ist, wobei die Hülsenelemente auf der Welle von der Greifvorrichtung überfahrbar
sind, sowie einzeln ergreifbar, auf der Wickelwelle in eine gewünschte Position verschiebbar
und dort freigebbar sind.
[0004] Die
US 5 393 003 A zeigt eine Vorrichtung zum Handhaben von Spulenleerhülsen und fertiggewickelten Spulen
von Spinnmaschinen. Zwei Arme zur Übernahme bzw. Übergabe von Leerhülsen und Spulen
sowie einen Schwenkmechanismus zum Verbringen der Arme aus einer Arretierstellung
in eine Transportstellung sind vorhanden. Die Arme sind an ihren freien Enden mit
Positionierköpfen zum Ausgleich geringfügiger Positionierungenauigkeiten und mit je
einer Einrichtung zum Abschieben und Aufschieben der Hülsen ausgerüstet. Die Einrichtung
ist mit Klemmbacken zum Manipulieren mit den dort positionierten Leerhülsen versehen.
[0005] WO 2005 023 694 beschreibt eine Spulmaschine zum Aufspulen von Fäden auf mehrere Hülsen, bei der
die Hülsen auf ein Spannfutter aufschiebbar sind. Dem Spannfutter ist eine Positioniervorrichtung
mit einzelnen Führungsmitteln zugeordnet, die das Vereinzeln und das Positionieren
mehrerer Hülsen oder einzelner Hülsen ermöglichen. Die Führungsmittel sind an einem
Träger gehalten, welcher seitlich neben dem Spannfutter der Spulmaschine angeordnet
ist.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den für die Positionierung der Wickelhülsen
benötigten Zeit aufwand zu verkürzen und die Positionierung genauer zu machen. Diese
Aufgabe wird gelöst durch eine Wickelmaschine mit einer Vorrichtung gemäß Anspruch
1.
[0007] Die Greifvorrichtung weist vorzugsweise bewegliche Klemmelemente auf, deren Kontaktfläche
zu einem Hülsenmantel der zu positionierenden Wickelhülsen wenigstens teilweise kompatibel
beziehungsweise in der Kontur angepasst ist und deren Andrückkraft wenigstens in einer
Richtung auf die Wickelhülse ausgeübt werden kann. Es ist auch denkbar, Andrückkräfte
konzentrisch auf die Wickelhülse zu richten. Die Kontakt- bzw. Greiffläche kann zwecks
Reibungserhöhung strukturiert sein.
[0008] Vorzugsweise weist die Greifvorrichtung zwei gegeneinander gerichtete Klemmbacken
auf, die senkrecht zum Führungsprofil und parallel zu einer Ebene geführt sind, die
wiederum durch beide Längsachsen der Wickelwellen definiert ist.
[0009] Vorzugsweise sind die Klemmbacken linear verschieblich angetrieben, wobei als Linearantrieb
beispielsweise eine fluidische Kolben-Zylinder-Anordnung, ein magnetischer oder elektrohydraulischer
Linearantrieb, ein Schrittmotor oder eine Spindel verwendet werden kann. Es können
auch Exzenter- oder Kontraktionsantriebe eingesetzt sein.
[0010] Der Positionierungsläufer kann einen umlaufenden, rechteckigen Rahmen aufweisen,
der dem Positionierungsläufer eine gewünschte Stabilität verleiht. Am oder innerhalb
des Rahmens können Führungen für Klemmbacken angeordnet sein. Dabei können die Klemmbacken
jeweils von wenigstens einem Halterungselement gehaltert sein, an dem wenigstens ein
Wagen befestigt ist, der längs der besagten Führung beweglich angeordnet ist.
[0011] Vorzugsweise ist der Positionierungsläufer quaderförmig mit Flachseiten gestaltet,
wobei seine Flachseiten senkrecht zur Wickelwelle angeordnet sind. Ferner kann sich
der angetriebene Positionierungsläufer über Laufrollen an den Führungsprofilen abstützen.
Für den Antrieb des Positionierungsläufers kommen ebenfalls Linearantriebe, vorzugsweise
ein Kugelschraubtrieb oder Spindeltrieb, zum Einsatz.
[0012] Zusätzlich kann der Positionierungsläufer zum Herausschieben der aufgewickelten Bobinen
aus der Wickelwelle eingesetzt werden.
[0013] Die Bewegungsabläufe des Positionierungsläufers und dessen Greifvorrichtung können
computergesteuert werden. Ein mit einem Rechner ausgestatteter Steuerungsmodul mit
einer entsprechenden Software kann für eine bequeme, programmierbare Automatisierung
des Positionierungsprozesses sorgen.
[0014] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist anhand der Zeichnung näher erläutert. Die
Figuren zeigen:
- Fig. 1
- eine Vorrichtung zur automatischen Positi- onierung von Wickelhülsen, in einer sche-
matischen Seitenansicht;
- Fig. 2
- einen Positionierungsläufer in Draufsicht auf seine Flachseite;
- Fig. 3
- ein vergrößertes Detail "X" gemäß Fig. 2;
- Fig. 4
- ein vergrößertes Detail "Y" gemäß Fig. 2;
- Fig. 5 und 6
- eine Wickelmaschine mit zwei Stellungen des Positionierungsläufers, jeweils in einer
perspektivischen Ansicht;
- Fig. 7
- eine obere, im Positionierungsläufer be- findliche Greifvorrichtung mit auseinander
geschobenen Klemmbacken, in einer perspek- tivischen Ansicht, und
- Fig. 8
- eine untere, ebenfalls im Positionierungs- läufer befindliche Greifvorrichtung in
ih- rer Klemmstellung, ebenfalls in einer per- spektivischen Ansicht.
[0015] Die Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung 100 zur automatischen Positionierung von Wickelhülsen
6 auf einer Wickelwelle 4 oder 5, bestehend im Wesentlichen aus einem angetriebenen
Positionierungsläufer 2 und einer Konsole 11. Die Konsole 11 umfasst zwei parallel
zueinander verlaufende Führungsprofile 8.1, 8.2 (vgl. Fig. 8), an den sich der Positionierungsläufer
2 schlittenartig über Laufrollen 17 abstützt. Die Konsole 11 ist an einem Rahmen 16
einer in Fig. 5 gezeigten Wickelmaschine 1 ortsfest angebracht.
[0016] Mit dem Positionierungsläufer 2 ist ein in Figuren 1 und 8 schematisch gezeigter
Kugelschraubtrieb 19 verbunden, der eine Spindel 26 und eine daran geführte, nicht
dargestelle Spindelmutter aufweist und eine translatorische Bewegung des Positionierungsläufers
2 längs der Konsole 11 und zugleich längs der in Figuren 1, 5 und 6 gezeigten, die
Wickelhülsen 6 tragenden Wickelwellen 4, 5 der Wickelmaschine 1 ermöglicht. Wie der
Fig. 1 zu entnehmen ist, sind die sich unterhalb des Positionierungsläufers 2 und
des Kugelschraubtriebes 19 befindlichen Laufrollen 17 an entsprechenden, mit Bezugszahl
24 bezeichneten Wagen angebracht. Die Wagen 24 sind wiederum an einem rechteckigen,
im Fußbereich des Rahmens 14 angeordneten Gehäuse 27 befestigt.
[0017] Die übereinander liegenden Wickelwellen 4, 5 sind an der Wickelmaschine 1 drehbar
und antreibbar gelagert. Am Umfang der Wickelwellen 4, 5 sind hülsenförmige, dicht
aneinandergereihte Kupplungen 23 angeordnet (vgl. Figuren 1 und 6), die eine Fixierung
der besagten Wickelhülsen 6 in einer an sich bekannter Weise ermöglichen.
[0018] Der Aufbau des Positionierungsläufers 2 ist detailliert in Figuren 2 bis 4, 7 und
8 dargestellt. Tragelement ist ein umlaufender, metallener Rahmen 14, der zwei übereinander
angeordnete Greifvorrichtungen 13.1, 13.2 umfasst. Weiterhin umfasst der Rahmen 14
zwei Paare seitlicher Führungen 12; 15 und zwei Kolben-Zylinder-Anordnungen 10.
[0019] Wie es insbesondere die Figuren 5 und 6 zeigen, ist der umlaufende Rahmen 14 mit
darin untergebrachten Greifvorrichtungen 13.1, 13.2 an seinen Flachseiten 3 durch
zwei Abdeckplatten 25 (in Figuren ist nur eine Abdeckplatte 25 sichtbar) abgedeckt
und vor äußeren Einflüssen, wie Staubpartikeln, Flusen oder Papierschnipseln, geschützt.
Die Abdeckplatten 25 sind mit dem Rahmen 14 verschraubt.
[0020] Die Greifvorrichtungen 13.1, 13.2 bestehen jeweils aus zwei in Richtung der Peripherie,
also in Richtung des Hülsenmantels 20 der Wickelhülse 6 auf und ab verstellbaren Klemmbacken
9.1, 9.2; 9.3, 9.4. Die letzteren sind wiederum senkrecht zum an der Konsole 11 angeordneten
Führungsprofil 8.1, 8.2 und senkrecht zu einer Ebene E geführt, die durch beide Längsachsen
A1, A2 (vgl. Fig. 2) der Wickelwellen 4, 5 aufgespannt ist.
[0021] Die Klemmbacken 9.1, 9.2; 9.3, 9.4 sind jeweils an einem etwa C-förmigen Halterungselement
7.1, 7.2; 7.2, 7.3 (vgl. Figuren 2, 3 und 4) angebracht. Die Halterungselemente 7.1,
7.2; 7.2, 7.3 erstrecken sich nahezu über die lichte Breite des Rahmens 14 und sind
längs der seitlichen Führungen 12; 15 beweglich angeordnet. Sie liegen sich spiegelbildlich
gegenüber. Jedem Halterungselement 7.1, 7.2; 7.2, 7.3 ist ein sich an der Führung
12 abstützender Wagen 18.1, 18.2 zugeordnet.
[0022] Die Hubbewegung der Halterungselemente 7.1, 7.2; 7.2, 7.3 und damit der Klemmbacken
9.1, 9.2; 9.3, 9.4 wird durch zwei Kolben-Zylinder-Anordnungen 10, im Weiteren Fluid-Zylinder
genannt, realisiert. Jeder Fluid-Zylinder ist mit einem ersten Halterungselement 7.2,
7.3, dagegen dessen nicht dargestellter Kolben über einen Verbinder 28 mit einem zweiten
Halterungselement 7.1, 7.4 verbunden. Aus der Fig. 2 geht es hervor, dass die beiden
Kolben-Zylinder-Anordnungen 10 zueinander spiegelsymmetrisch liegen.
[0023] Wie die Fig. 7 zeigt, sind die Klemmbacken ebenfalls etwa C-förmig und weisen jeweils
zwei strukturierte, reibungserhöhende Segmente 29.1, 29.2 auf, die in der Klemmstellung
(vgl. Fig.3) eine Kontaktfläche 30 mit dem Hülsenmantel 20 bilden. Dadurch wird der
Einsatz von pappartigen Wickelhülsen von unterschiedlichen Außendurchmessern, beispielsweise
70mm und 76mm ermöglicht.
Funktion:
[0024] Der Positionierungsläufer 2 wird in eine Position gefahren, bei der eine Wickelhülse
6 sich innerhalb der Greifvorrichtung 13.1 befindet. Mit der Betätigung des Fluid-Zylinders
10 nähern sich die längs der Führungen 12, 15 beweglichen Halterungselemente 7.1,
7.2 bzw. 7.3, 7.4 an den Hülsenmantel 20 einer der Wickelhülse 6 an, bis die Klemmbacken
9.1, 9.2 oder entsprechend 9.3, 9.4 in Kontakt mit dem zylindrischen Hülsenmantel
20 (Figuren 3 und 8) kommen. Dabei kann die Bewegung durch einen Sensorschalter (nicht
dargestellt) begrenzt oder gestoppt werden.
[0025] Infolge der auf die Wickelhülse 6 ausgeübten Druckkraft der Klemmbacken entsteht
Reibungskraft, wodurch die Wickelhülse 6 von den Klemmbacken fixiert wird. Der Fluid-Zylinder
10 hält den Druck auf die Wickelhülse 6 solange aufrecht, bis der längs der Konsole
11 geführte Positionierungsläufer 2 die Lage der Wickelhülse 6 entsprechend der vorher
vorbestimmten Einstellung am Display 21 (touch screen) eines Steuerungsmoduls 22 (Fig.
5) ändert. Gelangt die Wickelhülse 6 ihre gewünschte Position auf der Wickelwelle,
hält der Positionierungsläufer 2 an. Hier können zusätzliche Laserstrahl-Lichtschranken
(nicht dargestellt) die Position der Hülsenkante in Bezug auf die gewünschte Bobinen-Wicklungsfläche
einstellbar machen und eine entsprechende, geregelte Steuerung des Positionierungsläufers
2 ermöglichen.
[0026] Mit Hilfe des Fluid-Zylinders 10 werden dann die Klemmbacken auseinandergeschoben
(Fig. 4) und die Wickelhülse 6 aus der Halterung freigegeben. Der beschriebene Arbeitszyklus
wird automatisch solange wiederholt, bis alle auf die beiden Wickelwellen 4, 5 aufgesteckten
Wickelhülsen 6 ihre richtigen, vorprogrammierten Positionen gefunden haben.
[0027] Nach dem Aufwickeln aller Wickelhülsen 6 mit entsprechendem, von einem nicht dargestellten
Abwickler herangeführten und inzwischen in schmale Streifen geschnittenen Material,
beispielsweise Papier, zu Papierrollen 33, sogenannten Bobinen, werden diese durch
den in Gang gesetzten Positionierungsläufers 2 aus den Wickelwellen 4, 5 abgeschoben.
[0028] Vor dem Entfernen der Bobinen befindet sich der Positionierungsläufer 2 in seiner
in Fig. 5 gezeigten Ausgangsstellung (linke Seite der Figur), bei der er an eine Seitenwand
31 der Wickelmaschine anliegt. Dabei ragt das Gehäuse 27 des Positionierungsläufers
2 über die Seitenwand 31 hinaus. Dies ermöglicht eine in Fig. 6 gezeigte, rechteckige
Aussparung 32 der Seitenwand 31.
Bezugszeichenliste:
[0029]
- 1
- Wickelmaschine
- 2
- Positionierungsläufer
- 3
- Flachseite
- 4, 5
- Wickelwelle
- 6
- Wickelhülse
- 7.1, 7.2
- Halterungselement
- 7.2, 7.3
- Halterungselement
- 8.1, 8.2
- Führungsprofil
- 9.1, 9.2
- Klemmbacke
- 9.3, 9.4
- Klemmbacke
- 10
- Kolben-Zylinder-Anordnung
- 11
- Konsole
- 12
- Führung
- 13.1, 13.2
- Greifvorrichtung
- 14
- Rahmen (v. 2)
- 15
- Führung
- 16
- Rahmen
- 17
- Laufrolle
- 18.1, 18.2
- Wagen
- 19
- Kugelschraubtrieb
- 20
- Hülsenmantel (v. 6)
- 21
- Display
- 22
- Steuerungsmodul
- 23
- Kupplung
- 24
- Wagen
- 25
- Abdeckplatte
- 26
- Spindel
- 27
- Gehäuse
- 28
- Verbinder
- 29.1, 29.2
- Segment
- 30
- Kontaktfläche
- 31
- Seitenwand
- 32
- Aussparung
- 33
- Papierrolle
- A1, A2
- Längsachse
- E
- Ebene
- 100
- Vorrichtung
1. Wickelmaschine mit einer Vorrichtung (100) zur Positionierung von auf wenigstens einer
antreibbaren Wickelwelle (4) aufgesteckten, die Wickelwelle (4) koaxial umgebenden,
zylindrischen Wickelhülsen, bestehend aus wenigstens einem parallel und in Abstand
zur Wickelwelle verlaufenden Führungsprofil (8.1, 8.2) und wenigstens einem angetriebenen
Positionierungsläufer (2), der wenigstens eine Greifvorrichtung (13.1, 13.2) zur Erfassung
von Wickelhülsen aufweist und längs des Führungsprofils (8.1, 8.2) beweglich geführt
ist, wobei die Wickelhülsen auf der Wickelwelle von der Greifvorrichtung einzeln ergreifbar
und auf der Wickelwelle in eine gewünschte Position verschiebbar sind und wobei die
Wickelhülsen von der Greifvorrichtung (13.1, 13.2) in einer ersten Bewegungsphase
überfahrbar und in einer zweiten Bewegungsphase auf der Wickelwelle in die gewünschte
Position verschiebbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass zwei übereinander liegende Wickelwellen (4,5) an der Wickelmaschine drehbar und antreibbar
gelagert sind, und dass der Positionierungsläufer (2) zwei übereinander angeordnete
Greifvorrichtungen (13.1; 13.2) aufweist, deren axialer Abstand voneinander dem der
Wickelwellen entspricht.
2. Wickelmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifvorrichtungen (13.1, 13.2) wenigstens eine in Richtung der Peripherie der
Wickelhülse verstellbare Klemmbacke (9.1, 9.2; 9.3, 9.4) aufweisen, die senkrecht
zum Führungsprofil (8.1, 8.2) und senkrecht zu einer Ebene (E) geführt ist, die durch
beide Längsachsen (A1, A2) der Wickelwellen (4, 5) aufgespannt ist.
3. Wickelmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmbacke (9.1, 9.2; 9.3, 9.4) linear verschiebbar antreibbar ist.
4. Wickelmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmbacke (9.1, 9.2; 9.3, 9.4) durch eine fluidisch betriebene Kolben-Zylinder-Anordnung
(10) antreibbar ist.
5. Wickelmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Klemmbacke (9.1, 9.2; 9.3, 9.4) von einem Halterungselement (7.1; 7.2; 7.3;
7.4) gehaltert ist,
- der Positionierungsläufer (2) einen umlaufenden rechteckigen Rahmen (14) aufweist,
- innerhalb des Rahmens (14) Führungen (12; 15) vorgesehen sind, und
- am Halterungselement (7.1; 7.2; 7.3, 7.4) wenigstens ein Wagen (18.1, 18.2) befestigt
ist, der längst der Führung (12; 15) beweglich angeordnet ist.
6. Wickelmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Positionierungsläufer (2) sich über Laufrollen (17) an den Führungsprofilen (8.1,
8.2) abstützt und von einem Schraubtrieb (19) angetrieben ist.
7. Wickelmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass Positionierungsläufer (2) sich über Laufrollen (17) an den Führungsprofilen (8.1,
8.2) abstützt und von einem Kugelschraubtrieb angetrieben ist.
1. Winding machine having an apparatus (100) for positioning cylindrical winding sleeves
which are placed on at least one drivable winding shaft (4) and coaxially surround
the winding shaft (4), consisting of at least one guide profile (8.1, 8.2) extending
in parallel with and at a spaced interval with respect to the winding shaft, and at
least one driven positioning runner (2) which comprises at least one gripping device
(13.1, 13.2) for grasping winding sleeves and is movably guided along the guide profile
(8.1, 8.2), wherein the winding sleeves can be gripped individually on the winding
shaft by the gripping device and are displaceable on the winding shaft to a desired
position and wherein in a first movement phase the gripping device (13.1, 13.2) can
travel over the winding sleeves and in a second movement phase the winding sleeves
are displaceable on the winding shaft to the desired position, characterised in that two winding shafts (4, 5) lying one above the other are mounted in a rotatable and
drivable manner on the winding machine, and in that the positioning runner (2) comprises two gripping devices (13.1; 13.2) which are
disposed one above the other and whose axial spaced interval from one another corresponds
to that of the winding shafts.
2. Winding machine as claimed in claim 1, characterised in that the gripping devices (13.1, 13.2) comprise at least one clamping jaw (9.1, 9.2; 9.3,
9.4) which is adjustable in the direction of the periphery of the winding sleeve and
is guided perpendicularly with respect to the guide profile (8.1, 8.2) and perpendicularly
with respect to a plane (E) which is spanned by both longitudinal axes (A1, A2) of
the winding shafts (4, 5).
3. Winding machine as claimed in claim 2, characterised in that the clamping jaw (9.1, 9.2; 9.3, 9.4) can be driven in a linearly displaceable manner.
4. Winding machine as claimed in claim 3, characterised in that the clamping jaw (9.1, 9.2; 9.3, 9.4) can be driven by a fluidically operated piston-cylinder
arrangement (10).
5. Winding machine as claimed in any one of the preceding claims 2 to 4,
characterised in that
- the clamping jaw (9.1, 9.2; 9.3, 9.4) is held by a holding element (7.1; 7.2; 7.3;
7.4),
- the positioning runner (2) comprises a peripheral rectangular frame (14),
- guides (12; 15) are provided inside the frame (14), and
- at least one carriage (18.1, 18.2) is attached to the holding element (7.1; 7.2;
7.3, 7.4) and is disposed so as to be movable along the guide (12; 15).
6. Winding machine as claimed in any one of the preceding claims, characterised in that the positioning runner (2) is supported via rollers (17) on the guide profiles (8.1,
8.2) and is driven by a screw drive (19).
7. Winding machine as claimed in claim 6, characterised in that positioning runner (2) is supported via rollers (17) on the guide profiles (8.1,
8.2) and is driven by a ball screw drive.
1. Machine d'enroulement comportant un dispositif de positionnement (100) de douilles
d'enroulement cylindriques engagées sur au moins un arbre d'enroulement entraînable
(4) coaxialement autour dudit arbre (4) qui est constitué d'au moins un profilé de
guidage (8.1, 8.2) de tracé parallèle à l'arbre d'enroulement à distance de celui-ci
et d'au moins un curseur de positionnement (2) entraîné (2) comportant au moins un
dispositif de saisie (13.1, 13.2) pour prendre des douilles d'enroulement et guidé
dans son déplacement le long du profilé de guidage (8.1, 8.2), où le dispositif de
saisie peut ainsi saisir individuellement les douilles d'enroulement sur l'arbre d'enroulement
et les faire coulisser à une position souhaitée sur l'arbre d'enroulement et où le
dispositif de saisie (13.1, 13.2) peut, dans une première phase de déplacement, passer
au delà des douilles d'enroulement et, dans une deuxième phase de déplacement, les
faire coulisser à la position souhaitée sur l'arbre d'enroulement, caractérisée en ce que deux arbres d'enroulement (4, 5) superposés l'un à l'autre sont logés à rotation
et de façon entraînable dans la machine d'enroulement, et en ce que le curseur de positionnement (2) comporte deux dispositifs de saisie (13.1; 13.2)
superposés l'un à l'autre, dont la distance entre axes correspond à celle des arbres
d'enroulement.
2. Machine d'enroulement selon la revendication 1 caractérisée en ce que les dispositifs de saisie (13.1, 13.2) comportent au moins une mâchoire de serrage
(9.1, 9.2; 9.3, 9.4), mobile en direction de la périphérie de la douille d'enroulement,
qui est guidée perpendiculairement au profilé de guidage (8.1, 8.2) et perpendiculairement
à un plan (E) défini par les deux axes longitudinaux (A1, A2) des arbres d'enroulement
(4, 5).
3. Machine d'enroulement selon la revendication 2, caractérisée en ce que la mâchoire de serrage (9.1, 9.2; 9.3, 9.4) est entraînable à coulissement linéaire.
4. Machine d'enroulement selon la revendication 3, caractérisée en ce que la mâchoire de serrage (9.1, 9.2; 9.3, 9.4) est entraînable par un mécanisme à cylindre
et piston à actionnement fluidique.
5. Machine d'enroulement selon l'une quelconque des revendications 2 à 4, caractérisée en ce que
la mâchoire de serrage (9.1, 9.2; 9.3, 9.4) est supportée par un élément de support
(7,1; 7.2; 7.3; 7.4),
le curseur de positionnement (2) comporte un cadre périphérique rectangulaire (14),
des guidages (12; 15) sont prévus à l'intérieur du cadre (14), et au moins un chariot
(18.1, 18.2) disposé pour se déplacer le long du guidage (12; 15) est fixé à l'élément
de support (7,1; 7.2; 7.3; 7.4).
6. Machine d'enroulement selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le curseur de positionnement (2) s'appuie par des rouleaux (17) de curseur sur les
profilés de guidage (8.1, 8.2) et est entraîné par un mécanisme à vis (19).
7. Machine d'enroulement selon la revendication 6, caractérisée en ce que le curseur de positionnement (2) s'appuie par des rouleaux (17) de curseur sur les
profilés de guidage (8.1, 8.2) et est entraîné par un mécanisme à vis à billes.