[0001] Die Erfindung betrifft einen Staubsaugerfilterbeutel umfassend eine Führungsvorrichtung
zum Führen eines Luftstroms in eine im Filtermaterial des Staubsaugerfilterbeutels
vorgesehene Einlassöffnung.
[0002] Bei vielen herkömmlichen Staubsaugern wird im Staubsaugergehäuse ein Staubsaugerfilterbeutel
angeordnet. Derartige Staubsaugerbeutel weisen eine Halteplatte auf, die im Bereich
einer im Filtermaterial des Staubsaugerfilterbeutels vorgesehenen Einlassöffnung am
Filterbeutel befestigt sind. Wenn ein Filterbeutel in ein Staubsaugergehäuse eingesetzt
wird, so dient eine Halteeinrichtung im Staubsaugergehäuse dazu, die Halteplatte des
Filterbeutels und damit auch den Filterbeutel selbst zu haltern. Nach dem Einsetzen
eines Filterbeutels und dem Schließen des Gehäuses greift im Allgemeinen ein Staubsaugerstutzen
in eine Durchtrittsöffnung der Halteplatte bzw. in die Einlassöffnung im Filtermaterial
ein. Der Staubsaugerstutzen ist üblicherweise mit einem Staubsaugerschlauch verbunden,
so dass über den Staubsaugerschlauch und den Stutzen angesaugte und mit Staub beladene
Luft in den Beutel geleitet wird.
[0003] Die Form des Staubsaugerfilterbeutels muss dabei derart ausgebildet sein, dass dieser
insbesondere in den Innenraum im Staubsaugergehäuse passt. Da Staubsaugerfilterbeutel
üblicherweise in zusammengelegter Form vertrieben werden, werden sie häufig auch noch
in teilweise zusammengelegtem Zustand in das Staubsaugergehäuse eingesetzt. Aus diesem
Grund müssen Geometrie und Dimensionierung des Staubsaugerbeutels sowie Anordnung
der Einlassöffnung und der Halteplatte derart ausgebildet sein, dass sich der Beutel
insbesondere bei der ersten Inbetriebnahme in geeigneter Weise auseinanderfaltet und
aufbläht, um den mit Partikel beladenen Luftstrom aufzunehmen und abgeschiedenen Staub
in seinem Inneren zu lagern.
[0004] Insbesondere dieses Erfordernis führt dazu, dass die Staubsaugerfilterbeutel je nach
Art des entsprechenden Staubsaugers eine geeignete Faltung und Geometrie aufweisen.
So werden bisher für einige Staubsaugerarten, beispielsweise für sogenannte Upright-Staubsauger
oder Klopf-/Bürstsauger, immer nur Staubsaugerfilterbeutel mit einer Klotzbodenform
angeboten. Derartige Klotzbodenformen sind beispielsweise in der
DE 100 64 608 beschrieben. Die Einlassöffnung des Filterbeutels ist dabei im Klotzboden vorgesehen.
Aufgrund der besonderen Geometrie eines Klotzbodenbeutels wird auf diese Weise ermöglicht,
dass auch in länglich ausgebildeten Innenräumen in Staubsaugergehäusen, beispielsweise
der zuvor genannten Art, bei denen der Staubsaugerstutzen für die Einlassöffnung an
einer kurzen Seite des Innenraums vorgesehen ist, der Filterbeutel in zuverlässiger
Weise in Betrieb genommen und mit Staub beladen werden kann.
[0005] Da eine Klotzbodenfaltung jedoch ein verhältnismäßig steifes Material erfordert,
wird für diese Filterbeutel üblicherweise ein Filterpapier als Filtermaterial verwendet.
Filtermedien, die nur aus Vliesstofflagen bestehen, lassen sich nicht oder nur sehr
schlecht zu Klotzbodenbeuteln verarbeiten.
[0006] Vliessstofffiltermedien haben jedoch den Vorteil, dass sich mit ihnen besonders gute
Filtereigenschaften des resultierenden Staubsaugerfilterbeutels erzielen lassen. Deratige
Filtermaterialien, wie sie beispielsweise in der
EP 0 960 645 beschrieben sind, weisen eine hohe Staubspeicherkapazität bei langer Standzeit auf.
[0007] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht somit darin, ein Mittel bereitzustellen,
so dass Staubsaugerfilterbeutel, insbesondere aus beliebigen Filtermedien, für verschiedenste
Arten von Staubsaugern zur Verfügung gestellt werden können.
[0008] Aus der
US 3,907,530 ist ein Staubsaugerfilterbeutel bekannt, bei dem der Einlass des Staubsaugerbeutels
an ein röhrenförmiges Staubsaugerelement angelegt wird.
[0009] Die
DE 2 058143 zeigt einen Staubsauger mit einem Staubsammelbeutel mit einem Mundstück, das in Saugrichtung
von einem Anschlag hintergriffen wird. Auf einem Saugstutzen des Staubsaugers ist
im Bereich des Mundstücks ein schlauchförmiger Dichtring angeordnet, der sich in Betrieb
dicht an das Mundstück des Staubsaugerbeutels anlegt.
[0010] Aus der
US 2,377,060 ist eine Vorrichtung zum lösbaren Verbinden eines Schmutzbeutels mit einem Austrittsstutzen
eines Staubsaugers bekannt. Der Beuteladapter weist insbesondere ein Element auf,
das mittels Schraube und Mutter mit einem Flansch des Staubsaugers fest verbunden
wird. Auf der anderen Seite des Adapters wird der Beutel aufgesteckt.
[0011] Die
US5,092,915 offenbart einen Staubsaugerfilterbeutel und eine entsprechende Befestigungsvorrichtung.
[0012] Die
GB 2 098 055 zeigt einen Staubsauger, bei dem eine Mehrzahl von Filterbeuteln an der Tür befestigt
werden, wobei jeder Beutel einen Befestigungskragen aufweist.
[0013] Aus der
US5,089,038 ist eine Beutelbefestigungsanordnung für Staubsauger bekannt.
[0014] Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Staubsaugerfilterbeutel gemäß Anspruch 1.
[0015] Erfindungsgemäß wird eine Führungsvorrichtung zum Führen eines Luftstroms in eine
im Filtermaterial eines Staubsaugefilterbeutels vorgesehene Einlassöffnung bereitgestellt,
umfassend einen Hohlkörper zum Führen des Luftstroms von einer Eintrittsöffnung des
Hohlkörpers zu einer Austrittsöffnung des Hohlkörpers, wobei der Hohlkörper mit dem
Staubsaugerfilterbeutel derart verbunden ist, dass ein aus der Austrittsöffnung austretender
Luftstrom durch die Einlassöffnung in den Staubsaugerfilterbeutel eintritt, und die
Eintrittsöffnung in einer ersten Ebene angeordnet ist und die Austrittsöffnung in
einer zweiten Ebene angeordnet ist, wobei die erste und die zweite Ebene um einen
vorherbestimmten Winkel gegeneinander geneigt sind.
[0016] Eine derartige Führungsvorrichtung erlaubt es, insbesondere aufgrund der gegeneinander
geneigten Eintritts- und Austrittsöffnungen des Hohlkörpers, die Beutelgeometrie wesentlich
unabhängiger von der Geometrie des Staubsaugerinnenraums und insbesondere der Anordnung
des Staubsaugerstutzens auszugestalten. Eine Klotzbodenform kann vermieden werden,
wobei der angesaugte Luftstrom aufgrund der Führungsvorrichtung trotzdem in geeigneter
Weise in den Staubsaugerfilterbeutel geführt wird. Insbesondere erlaubt eine derartige
Führungsvorrichtung einen Staubsaugerfilterbeutel derart im Inneren eines Staubsaugergehäuses
anzuordnen, dass er bei der ersten Inbetriebnahme in geeigneter Weise auseinandergefaltet
und gebläht wird, um eine gewünschte Aufnahme eines staubbeladenen Luftstroms zu erhalten.
[0017] Das Filtermaterial bzw. Filtermedium ist das die Beutelwandung bildende Material,
durch das in den Beutel gesaugte Luft gefiltert wird, sodass im angesaugten Luftstrom
mitgeführte Partikel im Inneren des Staubsaugerfilterbeutels oder im Filtermaterial
zurückgehalten werden.
[0018] Durch den Hohlkörper wird somit ein Luftkanal gebildet, durch den der Luftstrom geführt
wird. Der Hohlkörper kann derart ausgebildet sein, dass ein eintretender Luftstrom,
insbesondere ein senkrecht zur Ebene der Eintrittsöffnung eintretender Luftstrom,
durch den Hohlkörper ablenkbar ist oder nicht. Ablenkbar bedeutet, dass sich die Luftströmung
in der Ebene der Eintrittsöffnung von der Luftströmung in der Ebene der Austrittsöffnung
unterscheidet.
[0019] Weiterhin ist die Führungsvorrichtung derart ausgebildet, dass sie in einem Staubsaugergehäuse
halterbar ist.
[0020] Die Innenwandung und/oder die Außenwandung des Hohlkörpers kann bezüglich der Koordinate
senkrecht zur ersten oder zweiten Ebene gerade oder gekrümmt ausgebildet sein. Dies
bedeutet, dass die Ableitung der die Innenwand oder Außenwand bildenden Fläche bezüglich
der Koordinate senkrecht zur ersten oder zweiten Ebene in dieser Koordinate konstant
oder veränderlich ausgebildet ist. Im Falle einer geraden Innenwandung oder Außenwandung
(konstante Ableitung) kann diese insbesondere senkrecht auf der entsprechenden Ebene
stehen.
[0021] Der Hohlkörper der zuvor beschriebenen Führungsvorrichtungen kann starr oder flexibel
ausgebildet sein.
[0022] Der Hohlkörper der zuvor beschriebenen Führungsvorrichtungen kann insbesondere einen
schräg abgeschnittenen Hohlzylinder umfassen. Grundsätzlich können die geschlossenen
Leitkurven der Außenfläche (Außenwandung) und der Innenfläche (Innenwandung) des Hohlzylinders
eine beliebige Gestalt aufweisen. Insbesondere können diese Leitkurven jedoch eine
Kreisgestalt aufweisen, sodass ein Kreishohlzylinder erhalten wird. Mit einer Hohlzylindergestalt
lässt sich die Führungsvorrichtung in besonders einfacher Weise herstellen.
[0023] Ein Hohlkörper der zuvor beschriebenen Führungsvorrichtungen kann insbesondere zusammenlegbar
ausgebildet sein. Dies ist besonders von Vorteil, um ein platzsparendes Verpacken,
insbesondere auch in Kombination mit mit der Führungsvorrichtung verbundenen Staubsaugerfilterbeuteln,
zu ermöglichen. Insbesondere kann der Hohlkörper Falzlinien zum Zusammenlegen aufweisen.
Dies erlaubt eine einfache Herstellung und ein einfaches Zusammenlegen.
[0024] Der Hohlkörper kann nach Art eines Balgs zusammenlegbar ausgebildet sein. Insbesondere
kann er nach Art eines Blasebalgs oder Ziehharmonikabalgs ausgebildet sein. Auf diese
Weise lässt sich ebenfalls ein einfaches Zusammenlegen des Hohlkörpers erreichen.
[0025] Die zuvor beschriebenen Führungsvorrichtungen können weiterhin eine Halteplatte umfassen,
die an einer Halteeinrichtung in dem Staubsaugergehäuse zum Haltern des Staubsaugerfilterbeutels
anbringbar ist. Damit lässt sich ein Staubsaugefilterbeutel in vorteilhafter Weise
durch eine der zuvor beschriebenen Führungsvorrichtungen in ein Staubsaugergehäuse
einsetzen. Die Halteplatte kann insbesondere an der Eintrittsöffnung des Hohlkörpers
angeordnet sein.
[0026] Unter "nicht-lösbar" soll "nicht-zerstörungsfrei lösbar" verstanden werden. So ist
eine Kleb- oder Schweißverbindung nicht-lösbar, eine Schraubverbindung ist dagegen
lösbar.
[0027] Die zuvor beschriebenen Führungsvorrichtungen können weiterhin ein Dichtungselement,
insbesondere zum Abdichten einer Durchtrittsöffnung, umfassen. Das Dichtungselement
kann die Austrittsöffnung des Hohlkörpers umgebend an der Führungsvorrichtung angeordnet
sein. Das Dichtungselement kann ein Thermoplastische Elastomer (TPE) umfassen. Die
Shore-Härte des Dichtungselements kann geringer als die der Verbindungseinrichtung
und/oder der Verbindungsgegeneinrichtung sein.
[0028] Bei den zuvor beschriebenen Führungsvorrichtungen kann der Hohlkörper und/oder das
Dichtungselement einen Kunststoff, einen Vliesstoff, ein Papier, insbesondere Pappe,
oder eine Folie umfassen.
[0029] Der Begriff Vliesstoff (Nonwoven) wird gemäß der Definition nach ISO-Standard ISO
9092: 1988 bzw. CEN-Standard EN 29092 verwendet Ein Vliesstoff kann insbesondere trocken-
oder nassgelegt oder ein Extrusionsvliesstoff, insbesondere ein Meltblown oder ein
Spunbond, sein. Die Abgrenzung zwischen nassgelegten Vliesstoffen bzw. Nonwoven und
herkömmlichem nassgelegtem Papier erfolgt gemäß der oben genannten Definition, wie
sie auch von der International Association Serving the Nonwovens and Related Industries
EDANA (www.edana.org) verwendet wird. Wenn also hier und im Folgenden von Papier die
Rede ist, ist damit (herkömmliches) nassgelegtes Papier gemeint, das in der oben genannten
Definition von Vliesstoff ausgenommen ist.
[0030] Insbesondere können der Hohlkörper, die Halteplatte und/oder das Dichtungselement
aus Kunststoff hergestellt sein. Beispielsweise können der Hohlkörper und die Halteplatte
einstückig, zum Beispiel als ein Spritzgussteil, ausgebildet sein. Weiterhin kann
insbesondere die gesamte Führungsvorrichtung einstückig, insbesondere aus Kunststoff,
ausgebildet sein. Das Dichtungselement kann mittels eines 2K-Spritzgussverfahrens
hergestellt sein.
[0031] Die Führungsvorrichtung ist nicht-lösbar am Filtermaterial befestigt. Beispielsweise
kann die Führungsvorrichtung mit dem Filtermaterial verklebt oder verschweißt sein.
[0032] Bei den zuvor beschriebenen Staubsaugerfilterbeuteln kann das Filtermaterial in Form
eines Flachbeutels, insbesondere mit einer Seitenfalte, vorgesehen sein. Eine wie
oben beschriebene Führungsvorrichtung kann insbesondere bei Flachbeuteln, d.h. bei
Beuteln ohne Klotzboden, in vorteilhafter Weise eingesetzt werden.
[0033] Nachfolgend werden anhand der Figuren beispielhafte Ausführungsformen erläutert.
Dabei zeigt:
- Figur 1
- eine schematische Querschnittsansicht eines Beispiels eines Staubsaugerfilterbeutels
mit einer Führungsvorrichtung;
- Figur 2
- eine perspektivische Ansicht eines Beispiels einer nicht-erfindungsgemäßen Verbindungseinrichtung
für eine Führungsvorrichtung;
- Figur 3
- eine perspektivische Ansicht eines Beispiels einer nicht-erfindungsgemäßen Verbindungsgegeneinrichtung;
- Figur 4
- ein Beispiel einer Führungsvorrichtung mit einer nicht-erfindungsgemäßen Verbindungseinrichtung,
die mit einer Verbindungsgegeneinrichtung verbunden ist;
- Figur 5
- ein weiteres Beispiel einer Führungsvorrichtung mit einer nicht-erfindungsgemäßen
Verbindungseinrichtung, die mit einer Verbindungsgegeneinrichtung verbunden ist;
- Figur 6
- ein weiteres Beispiel einer Führungsvorrichtung mit einer nicht-erfindungsgemäßen
Verbindungseinrichtung, die mit einer Verbindungsgegeneinrichtung verbunden ist.
[0034] In Figur 1 ist schematisch ein Querschnitt durch einen StaubsaugerFilterbeutels mit
einer Führungsvorrichtung zu sehen. Der Staubsaugerfilterbeutel umfasst ein Filtermaterial
11, in dem eine Einlassöffnung 12 vorgesehen ist. Als Filtermaterial kann beispielsweise
ein mehrlagiges Filtermedium vorgesehen sein, wie es beispielsweise in der
EP 0 960 645 beschrieben ist.
[0035] In dem gezeigten Beispiel ist das Filtermaterial in Form eines Flachbeutels ausgebildet,
d.h. es umfasst ein oberes und ein unteres Stück Filtermaterial, die aufeinander gelegt
entlang des Randes miteinander verbunden sind. Beispielsweise können die Filtermaterialien
entlang des Randes miteinander verschweißt sein, so dass sich umlaufende Schweißnähte
17 ergeben.
[0036] An der Einlassöffnung 12 im Filtermaterial ist eine Führungsvorrichtung 13 angeordnet.
In dem gezeigten Beispiel ist die Führungsvorrichtung 13 unmittelbar mit dem Filtermaterial
11 nicht-lösbar verbunden. Dies kann beispielsweise durch ein Verkleben oder mittels
Ultraschallverschweißens erreicht werden.
[0037] Die Führungsvorrichtung 13 weist in dem gezeigten Beispiel einen Hohlzylinder 14
mit kreisförmiger Grundfläche auf, der eine Eintrittsöffnung 15 und eine Austrittsöffnung
16 aufweist. Die Austrittsöffnung 16 ist die Einlassöffnung 12 umgebend am Filtermaterial
11 befestigt, so dass ein in den Hohlzylinder eintretender Luftstrom von der Austrittsöffnung
16 unmittelbar in die Einlassöffnung 12 des Filtermaterials eintritt.
[0038] Der Hohlzylinder 14 steht senkrecht auf der Ebene (gestrichelt dargestellt), die
durch die Eintrittsöffnung 15 festgelegt wird. Sowohl die Innenwandung als auch die
Außenwandung des Hohlzylinders sind bezüglich der Koordinate senkrecht zu dieser Ebene
gerade ausgebildet. Durch die Austrittsöffnung 16 wird eine zweite Ebene (durchgezogen
dargestellt) definiert, die um einen vorherbestimmten Winkel a gegenüber der ersten
Ebene geneigt ist.
[0039] An der Eintrittsöffnung 15 des Hohlzylinders ist eine Halteplatte 18 angeordnet,
mit der der Staubsaugerfilterbeutel mittels der Führungsvorrichtung im Staubsaugergehäuse
gehaltert werden kann.
[0040] Durch eine derartige Führungsvorrichtung wird erreicht, dass Flachbeutel (ohne Klotzboden)
in Staubsauger wie Upright-Staubsauger eingesetzt werden können. Insbesondere wird
dadurch vermieden, dass aufgrund einer unmittelbar an der Einlassöffnung eines Filterbeutels
angeordneten Halteplatte der Staubsaugerbeutel beim Einsetzen in das Staubsaugergehäuse
aufgrund der Staubsaugerinnenraumgeometrie einen Knick erhält.
[0041] Bei dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Führungsvorrichtung unmittelbar
und nicht-lösbar mit dem Filtermaterial verbunden. In einer nicht-erfindungsgemäßen
Alternative kann die Führungseinrichtung auch lösbar mit dem Filtermaterial verbunden
werden, indem die Führungsvorrichtung eine Verbindungseinrichtung aufweist, die zum
lösbaren Verbinden mit einer am Filtermaterial vorgesehenen Verbindungsgegeneinrichtung
zusammenwirkt.
[0042] Ein Beispiel einer derartigen nicht erfindungsgemäßen Verbinaungseinrichtung ist
in Figur 2 schematisch (ohne den Rest der Führungsvorrichtung) gezeigt. Die Verbindungseinrichtung
umfasst eine Platte 21, in der eine Durchtrittsöffnung 22 vorgesehen ist. In der gezeigten
Ansicht ist die Seite der Verbindungseinrichtung gezeigt, die mit der Verbindungsgegeneinrichtung
verbunden wird.
[0043] Auf der anderen Seite der Platte wird der Hohlkörper zur Luftleitung angeordnet,
der beispielsweise mit der Platte verklebt oder verschweißt sein kann. Die Platte
21 weist einen umlaufenden Rand 23 auf, an dem ein Scharnierarm 24 in Form eines Vorsprungs
angeordnet ist. Der Scharnierarm 24 ist derart ausgebildet, dass er mit einem Scharniergegenstück
zusammenwirken kann.
[0044] Auf der gegenüberliegenden Seite des Randes 23 ist ein Schnappelement 25 angeordnet,
das in Form eines Schnapphakens mit zwei Rastnasen ausgebildet ist. Bis auf den Schnapphaken
und den Scharnierarm ist der Randbereich der Platte plan ausgebildet.
[0045] Die Verbindungseinrichtung weist außerdem zwei Dichtungselemente 26 und 27 auf, die
in Form von Dichtungsringen ausgebildet sind. Das Dichtungselement 26 dient in erster
Linie dazu, eine feste Verbindung zwischen der Verbindungseinrichtung und der Verbindungsgegeneinrichtung
herzustellen, so dass diese nach einem Verbinden nicht gegeneinander verrutschen.
Das zweite Dichtungselement 27 dient zur Abdichtung der Durchtrittsöffnung 21. Grundsätzlich
ist es auch möglich, dass auch nur eines dieser Dichtungselemente vorgesehen ist.
Eine Verbindungseinrichtung mit einem derartigen Dichtungselement kann beispielsweise
mittels eins 2K-Spritzgussverfahrens hergestellt werden.
[0046] Figur 3 zeigt eine zu der Verbindungseinrichtung nach Figur 2 komplementäre nicht-erfindungsgemäße
Verbindungsgegeneinrichtung, die ebenfalls eine Platte 31 aufweist, deren Randbereich
plan ausgebildet ist. In der Platte ist eine Durchtrittsöffnung 32 für einen Luftstrom
vorgesehen. Diese Verbindungsgegeneinrichtung wird mit dem Filtermaterial, die Einlassöffnung
umgebend, nicht-lösbar verbunden, beispielsweise durch Verkleben oder Verschweißen.
[0047] Die Platte 31 weist einen umlaufenden Rand 33 auf. An einer Seite des umlaufenden
Randes ist ein Durchbruch 34 vorgesehen, mit dem der Scharnierarm 24 zusammenwirkt.
Beim Verbinden von Verbindungseinrichtung und Verbindungsgegeneinrichtung wird die
Verbindungseinrichtung um einen Winkel bezüglich der Verbindungsgegeneinrichtung geneigt
und der Schamierarm 24 in den Durchbruch 34 gesteckt. Bei einem Schwenken der Verbindungseinrichtung
in Richtung der Verbindungsgegeneinrichtung hintergreift ein Teil des Scharnierarms
die dem umlaufenden Rand 33 zugewandte Kante des Durchbruchs. Die Platte 21 ist um
diese Kante als Schwenkachse verschwenkbar, sodass ein Scharnier gebildet wird.
[0048] Der Scharnierarm kann so ausgebildet sein, dass sein Umfang um einen vorherbestimmten
Betrag kleiner als die Durchbruchsöffnung ist, so dass er beim Hineinstecken ein Spiel
aufweist.
[0049] Auf der gegenüberliegenden Seite des umlaufenden Randes 33 ist ein Rastelement 35
vorgesehen. Das Rastelement wird durch einen Abschnitt des Randes gebildet, in dem
eine Einbuchtung ausgebildet ist.
[0050] Bei einem Schwenken der Verbindungseinrichtung in Richtung der Verbindungsgegeneinrichtung
berührt der Schnapphaken 25 die Platte 31 und wird bei einem weiteren Verschwenken
in dieser Richtung ausgelenkt, bis die Rastnasen des Schnapphakens das Rastelement
35 hintergreifen und eine Schnappverbindung erhalten wird.
[0051] Die Verbindungseinrichtung und die Verbindungsgegeneinrichtung können derart ausgebildet
sein, dass sie bei einem Verrasten des Schnapphakens aufgrund einer Vorspannung flächig
gegeneinander gedrückt werden, so dass eine sichere Verbindung erzielt wird.
[0052] Figur 4 zeigt die nicht-erfindungsgemäße Verbindungseinrichtung und Verbindungsgegeneinrichtung
in miteinander verbundenem Zustand. Auf der einen Seite wird durch den Scharnierarm
24 und den Durchbruch 34 ein Scharnier 41 gebildet. Auf der anderen Seite erfolgt
aufgrund des verrasteten Schnapphakens 25 eine Schnappverbindung. Bei dem gezeigten
Beispiel ist die Verbindungseinrichtung an der Austrittsöffnung des Hohlkörpers angeordnet.
An der Eintrittsöffnung kann noch eine Halteplatte zum Haltern des Staubsaugerfilterbeutels
in einem Staubsaugergehäuse angeordnet sein. Grundsätzlich können der Hohlzylinder
und die Verbindungseinrichtung einstückig, beispielsweise als Spritzgussteil ausgebildet
sein.
[0053] Der gezeigte Hohlzylinder kann starr oder flexibel ausgebildet sein. Er kann insbesondere
aus einem elastischen Material bestehen, so dass er deformierbar ist. Alternativ zu
einem starren Hohlzylinder kann der Hohlkörper auch die Form eines Balgs aufweisen,
der Falzlinien wie ein Blasebalg aufweist, so dass er in einen flachen Zustand zusammengelegt
werden kann.
[0054] In Figur 5 ist ein weiteres Beispiel einer Führungsvorrichtung gezeigt. In dem gezeigten
Beispiel ist wiederum eine nicht-erfindungsgemäße Verbindungsgegeneinrichtung 31 vorgesehen,
die mit dem Filtermaterial beispielsweise verklebt ist. An der Eintrittsöffnung des
Hohlzylinders ist eine Halteplatte 51 angeordnet, um den Staubsaugerfilterbeutel im
Staubsaugergehäuse zu haltem. In diesem Beispiel sind die Halteplatte und die Verbindungseinrichtung
als eine gemeinsame Einrichtung ausgebildet. An der Halteplatte 51 ist ein Schnapphaken
25 in Form eines langen Vorsprungs angeordnet, der eine Schnappverbindung mit der
Verbindungsgegeneinrichtung herstellt. An der gegenüberliegenden Seite der Halteplatte
51 ist ein Scharnierarm 24 in Form eines Vorsprungs angeordnet, der mit dem Durchbruch
34 zusammenwirkt. Auf diese Weise kann ein Universalstaubsaugerbeutel mit nicht-lösbarer
Verbindungsgegeneinrichtung bereitgestellt werden, an dem ein Hohlkörper mit passender
Halteplatte lösbar befestigt werden kann.
[0055] In Figur 6 ist noch ein Beispiel einer Führungsvorrichtung gezeigt. Auch hier ist
eine nicht-erfindungsgemäße Verbindungsgegeneinrichtung 31 vorgesehen, die mit dem
Filtermaterial beispielsweise verklebt ist. An der Eintrittsöffnung des Hohlzylinders
ist wiederum eine Halteplatte 51 angeordnet. In diesem Beispiel ist jedoch der Schnapphaken
der Verbindungseinrichtung an der Austrittsöffnung des Hohlzylinders vorgesehen. Die
Halteplatte, der Hohlzylinder und die Verbindungseinrichtung können insbesondere einstückig
als Spritzgussteil ausgebildet sein. Damit lässt sich dieses Spritzgussteil in vorteilhafter
Weise an einer Verbindungsgegeneinrichtung 31 lösbar verbinden.
1. Staubsaugerfilterbeutel umfassend ein Filtermaterial (11), in dem eine Einlassöffnung
(12) für einen Luftstrom vorgesehen ist,
gekennzeichnet durch
eine Führungsvorrichtung (13) zum Führen des Luftstroms in die Einlassöffnung, wobei
die Führungsvorrichtung einen Hohlkörper (14) zum Führen des Luftstroms von einer
Eintrittsöffnung des Hohlkörpers zu einer Austrittsöffnung (16) des Hohlkörpers umfasst,
wobei
der Hohlkörper mit dem Filtermaterial derart verbunden ist, dass ein aus der Austrittsöffnung
austretender Luftstrom durch die Einlassöffnung in den Staubsaugerfilterbeutel eintritt, und
die Eintrittsöffnung in einer ersten Ebene angeordnet ist und die Austrittsöffnung
in einer zweiten Ebene angeordnet ist, wobei die erste und die zweite Ebene um einen
vorherbestimmten Winkel gegeneinander geneigt sind,
wobei die Führungsvorrichtung nicht-lösbar am Filtermaterial befestigt und derart
ausgebildet ist, dass sie in einem Staubsaugergehäuse haltbar ist.
2. Staubsaugerfilterbeutel nach Anspruch 1, wobei die Innenwandung und/oder die Außenwandung
des Hohlkörpers bezüglich der Koordinate senkrecht zur ersten oder zweiten Ebene gerade
oder gekrümmt ausgebildet ist.
3. Staubsaugerfilterbeutel nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Hohlkörper
einen Hohlzylinder, insbesondere einen schräg abgeschnittenen Hohlzylinder, umfasst.
4. Staubsaugerfilterbeutel nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Hohlkörper
zusammenlegbar ausgebildet ist, insbesondere wobei der Hohlkörper Falzlinien zum Zusammenlegen
aufweist.
5. Staubsaugerfilterbeutel nach einem der vorangegangenen Ansprüche, weiterhin umfassend
eine Halteplatte, die an einer Halteeinrichtung in einem Staubsaugergehäuse zum Haltern
des Staubsaugerfilterbeutels anbringbar ist.
6. Staubsaugerfilterbeutel nach einem der vorangegangenen Ansprüche, weiterhin umfassend
ein Dichtungselement, insbesondere zum Abdichten einer Durchtrittsöffnung.
7. Staubsaugerfilterbeutel nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Hohlkörper,
die Verbindungseinrichtung und/oder das Dichtungselement einen Kunststoff, einen Vliesstoff,
ein Papier, insbesondere Pappe, oder eine Folie umfasst.
8. Staubsaugerfilterbeutel nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das Filtermaterial
in Form eines Flachbeutels, insbesondere mit einer Seitenfalte, vorgesehen ist.
1. A vacuum cleaner filter bag comprising a filter material (11) having provided therein
an inlet opening (12) for an air current,
characterized by
a guiding device (13) for guiding an air current into the inlet opening, said guiding
device comprising a hollow body (14) for guiding the air current from an inlet aperture
of the hollow body to an outlet aperture (16) of said hollow body, wherein
said hollow body is connected to the vacuum cleaner filter bag in such a way that
an air current discharged from the outlet aperture will enter the vacuum cleaner filter
bag through the inlet opening, and
the inlet aperture is arranged in a first plane and the outlet aperture is arranged
in a second plane, said first and second planes being inclined relative to one another
by a predetermined angle,
wherein the guiding device is non-releasably fixed to the filter material and is adapted
to be supported in a vacuum cleaner housing.
2. A vacuum cleaner filter bag according to claim 1, wherein the inner wall and/or the
outer wall of the hollow body is/are configured as straight or curved wall(s) relative
to the coordinate perpendicular to said first or second plane.
3. A vacuum cleaner filter bag according to claim 1, wherein the hollow body comprises
a hollow cylinder, in particular an obliquely cut hollow cylinder.
4. A vacuum cleaner filter bag according to one of the preceding claims, wherein the
hollow body is foldable, in particular, wherein the hollow body is provided with fold
lines so as to allow folding.
5. A vacuum cleaner filter bag according to one of the preceding claims, further comprising
a support plate which is adapted to be attached to a support means in the vacuum cleaner
housing for holding the vacuum cleaner filter bag.
6. A vacuum cleaner filter bag according to one of the preceding claims, further comprising
a sealing element, in particular for sealing a passage opening.
7. A vacuum cleaner filter bag according to one of the preceding claims, wherein the
hollow body, the connection unit and/or the sealing element comprise a plastic material,
a nonwoven, a paper, in particular cardboard, or a foil.
8. A vacuum cleaner filter bag according to one of the preceding claims, wherein the
filter material is provided in the form of a flat bag, especially a flat bag with
a lateral fold.
1. Sac filtrant pour aspirateur à poussières comprenant un matériau filtrant (11), dans
lequel est prévu un orifice d'admission (12) pour un flux d'air,
caractérisé par
un dispositif de guidage (13) pour guider le flux d'air dans l'orifice d'admission,
dans lequel le dispositif de guidage comprend un corps creux (14) pour guider le flux
d'air d'un orifice d'entrée du corps creux vers un orifice de sortie du corps creux
(16), dans lequel
le corps creux est relié au matériau filtrant, de telle sorte qu'un flux d'air sortant
de l'orifice de sortie entre le sac filtrant par l'orifice d'admission, et
l'orifice d'entrée est agencé dans un premier plan et l'orifice de sortie est agencé
dans un deuxième plan, le premier et le deuxième plan étant inclinés l'un par rapport
à l'autre d'un angle prédéterminé,
dans lequel le dispositif de guidage est fixé de manière non-détachable au matériau
filtrant et est conçu de manière à pouvoir être contenu dans un boîtier d'aspirateur
à poussières.
2. Sac filtrant pour aspirateur à poussières selon la revendication 1, dont la paroi
intérieure et/ou la paroi extérieure du corps creux est conçue droite ou incurvée
par rapport à la coordonnée orthogonale au premier plan ou au deuxième plan.
3. Sac filtrant pour aspirateur à poussières selon l'une quelconque des revendications
précédentes, dans lequel le corps creux comprend un cylindre creux, en particulier
un cylindre creux tronqué de façon oblique.
4. Sac filtrant pour aspirateur à poussières selon l'une quelconque des revendications
précédentes, dans lequel le corps creux est conçu de manière repliable, en particulier
dans lequel le corps creux présente des lignes de pliage permettant un pliage.
5. Sac filtrant pour aspirateur à poussières selon l'une quelconque des revendications
précédentes, comprenant en outre une plaque de support, qui peut être montée à un
moyen de support dans un boîtier d'aspirateur à poussières afin de maintenir le sac
filtrant pour aspirateur à poussières.
6. Sac filtrant pour aspirateur à poussières selon l'une quelconque des revendications
précédentes, comprenant en outre un élément d'étanchéité, en particulier pour étanchéifier
un orifice de passage.
7. Sac filtrant pour aspirateur à poussières selon l'une quelconque des revendications
précédentes, dans lequel le corps creux, le moyen de connexion et/ou l'élément d'étanchéité
comprend une matière plastique, une matière non tissée, un papier, en particulier
du carton, ou un film.
8. Sac filtrant pour aspirateur à poussières selon l'une quelconque des revendications
précédentes, dans lequel le matériau filtrant est prévu sous la forme d'un sac plat,
en particulier muni d'un soufflet latéral.