| (19) |
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(11) |
EP 2 124 865 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.01.2011 Patentblatt 2011/04 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.12.2007 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/063422 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/092524 (07.08.2008 Gazette 2008/32) |
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| (54) |
SICHERHEITSTECHNISCHES VERFAHREN FÜR HEIZGERÄTE UND SICHERHEITSVORRICHTUNG ZUR DURCHFÜHRUNG
DES VERFAHRENS
SAFETY METHOD FOR HEATING DEVICES AND SAFETY DEVICE FOR PERFORMING SAID METHOD
PROCÉDÉ DE SÉCURITÉ POUR DES APPAREILS DE CHAUFFAGE ET DISPOSITIF DE SÉCURITÉ POUR
LA MISE EN OEUVRE DU PROCÉDÉ
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL BA HR MK RS |
| (30) |
Priorität: |
31.01.2007 DE 102007005603
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.12.2009 Patentblatt 2009/49 |
| (60) |
Teilanmeldung: |
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10163007.7 / 2216007 |
| (73) |
Patentinhaber: EOS-Werke Günther GmbH |
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35759 Driedorf (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BASTIAN, Karl-Heinz
35759 Driedorf (DE)
- GÜNTHER, Wolfgang
35781 Weilburg (DE)
- LESSMANN, Volker
35460 Staufenberg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Tappe, Hartmut |
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Advotec.
Patent- und Rechtsanwälte
Georg-Schlosser-Strasse 6 35390 Giessen 35390 Giessen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 203 293 WO-A-00/18349 JP-A- 1 131 662 US-A- 4 309 999
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EP-A- 1 564 612 WO-A-97/34562 JP-A- 5 042 194
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein sicherheitstechnisches Verfahren für eine Inbetriebsetzung
von Heizgeräten für Saunen, Wärmekabinen, Dampfbäder oder dergleichen und eine Sicherheitsvorrichtung
zur Durchführung des Verfahrens mit den Merkmalen der Anspruchs 1 bzw 6.
[0002] Verfahren und Sicherheitsvorrichtungen der eingangsgenannten Art sollen insbesondere
verhindern, dass Gegenstände unbeabsichtigt auf einem Heizgerät für Saunen, Wärmekabinen,
Dampfbäder oder dergleichen abgelegt werden und dort in Folge einer Aufheizung des
Heizgerätes durch Selbstentzündung in Brand geraten. So ist es beispielsweise möglich,
dass vor einer Aufheizung eines Heizgerätes in einer Saunakabine auf diesem von einem
Nutzer ein Handtuch abgelegt wird. Da die handelsüblichen Steuerungen für Saunaheizgeräte
ein selbstständiges Einschalten nach einer Zeitvorgabe ermöglichen bzw. ein unbeaufsichtigter
Betrieb des Heizgerätes möglich ist, kann sich ein auf dem Saunaheizgerät abgelegtes
Handtuch oder ein anderer Gegenstand leicht selbst entzünden, insbesondere wenn die
Oberflächentemperatur des Saunaheizgerätes im Betrieb weit über 100° C beträgt.
[0003] Die aus dem Stand der Technik bekannten sicherheitstechnischen Verfahren bzw. Sicherheitsvorrichtungen
verhindern ein Aufheizen des Saunaheizgerätes bis hin zu einer Regelbetriebstemperatur,
wenn sich zum Zeitpunkt des Aufheizens Personen in der Saunakabine befinden bzw. diese
betreten. Erst wenn die Regelbetriebstemperatur erreicht wird, ist ein Aufenthalt
in der Saunakabine möglich, ohne dass das Saunaheizgerät von einer Sicherheitsvorrichtung
abgeschaltet wird. Grundsätzlich wird von der Annahme ausgegangen, dass kein Nutzer
Gegenstände auf ein spürbar erhitztes Saunaheizgerät unbeabsichtigt ablegt. Die aus
dem Stand der Technik bekannten sicherheitstechnischen Verfahren weisen jedoch Sicherheitsvorrichtungen
auf, die aufgrund von Bauteildefekten ausfallen können, wobei dann die Sicherheitsvorrichtung
bzw. das sicherheitstechnische Verfahren außer wirkungslos ist, ohne das dies einem
Nutzer bzw. Betreiber der Saunakabine unmittelbar gewahr würde.
[0004] Die
US 4,309,999 beschreibt eine Wärmekabine mit beheizbaren Kabinenwänden. An der Wärmekabine ist
eine Steuerung vorgesehen, welche beispielsweise bei einer durch einen Ausfall der
Steuerung bewirkten Überhitzung von Heizelementen eine Versorgungsspannung unterbricht
und ein Warnsignal auslöst.
[0005] Eine in einem Saunaofen implementierte Sicherheitsvorrichtung ist aus der
WO 97/34562 A bekannt, wobei die Sicherheitsvorrichtung als ein Feuerschutzsystem ausgebildet ist,
welches eine Temperatur einer Umgebung des Saunaofens überwacht und bei Überschreiten
eines maximalen Temperaturwertes einer Ofentemperatur begrenzt. Auch kann mittels
des Feuerschutzsystems ein Alarm ausgelöst werden.
[0006] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein sicherheitstechnisches Verfahren sowie eine
Sicherheitsvorrichtung vorzuschlagen, das bzw. die das unbeabsichtigte Ablegen bzw.
eine Selbstentzündung von Gegenständen auf Heizgeräten verhindert, wobei bei einem
Ausfall der Sicherheitsvorrichtung der Ausfall unmittelbar erkennbar sein soll.
[0007] Diese Aufgabe wird durch ein sicherheitstechnisches Verfahren mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 und durch eine Sicherheitsvorrichtung mit den Merkmalen des Anpruchs 6
gelöst.
[0008] Bei dem erfindungsgemäßen sicherheitstechnischen Verfahren für eine Inbetriebsetzung
von Heizgeräten für Saunen, Wärmekabinen, Dampfbäder oder dergleichen, bei dem eine
Sicherheitsvorrichtung eine Inbetriebsetzung überwacht, wird bei einer von Betriebsvorgaben
abweichenden Inbetriebsetzung eines Heizgerätes vermittels einer Steuereinrichtung
der Sicherheitsvorrichtung abgeschaltet, wobei von zumindest einem Temperaturerfassungselement
die Temperatur während der Aufheizung zur Steuerung der Steuereinrichtung erfasst
wird, und wobei die Steuereinrichtung bei Ausfall der Steuereinrichtung ein Warnsignal
signalisiert. So ist in besonders vorteilhafter Weise einem Nutzer bzw. Betreiber
einer Saunakabine ein Ausfall der Sicherheitsvorrichtung signalisierbar. Eine Benutzung
der Saunakabine mit einer defekten Sicherheitsvorrichtung wird so wirksam vermieden.
Das Warnsignal kann beispielsweise als Signalton und/oder als Lichtzeichen in der
Saunakabine, vor deren Zugang und/oder an einer räumlich entfernten Bedienungseinheit
abgegeben werden.
[0009] Weiter weist die Sicherheitsvorrichtung eine Aufheizungsüberwachungsanordnung auf,
vermittels der eine Aufheizung des Heizgerätes bis zur Erreichung eines Regelbetriebs
überwacht wird. In einen Ausfühngsform des Verfahrens kann die Aufheizungsüberwachungsanordnung
die Termperatur während der Aufheizung mit einer zeitabhängigen Temperatur-sollvorgabe
vergleichen, wobei bei Erreichung eines Grenzwertes einer Temperaturdifferenz die
Steuereinrichtung das Heizgerät abschaltet. Eine zeitabhängige Temperatursollvorgabe
kann einfach während der Aufheizzeit eines Heizgerätes durch Temperaturmessungen in
festgelegten Zeitabständen ermittelt werden, wobei sich eine für ein Heizgerät typische
Aufheizcharakteristik ergibt. Befindet sich beispielsweise ein Handtuch auf dem Heizgerät,
ist der messbare Temperaturanstieg je Zeiteinheit relativ geringer, so dass eine Temperaturdifferenz
feststellbar ist.
[0010] Als besonders vorteilhaft erweist es sich, wenn die Temperatursollvorgabe bei einer
Erstinbetriebnahme des Heizgerätes ermittelt wird. Da jedes Heizgerät in Abhängigkeit
einer Bauartausführung und eines Aufstellortes bzw. einer Kabine eine individuelle
Aufheizcharakteristik aufweist, ist sinnvoll, diese bei einer Erstinbetriebnahme unter
den später geltenden Betriebsbedingungen zu ermitteln. So ist das Verfahren bzw. eine
Sicherheitsvorrichtung optimal an die vorherrschenden Umgebungsbedingungen anpassbar.
[0011] In einer Ausführungsform kann ein Temperaturerfassungselement die Raumtemperatur
einer Kabine erfassen. So ist einfach feststellbar, wenn sich während der Aufheizphase
ein Gegenstand auf dem Heizgerät befindet, da das Heizgerät von dem Gegenstand abgedeckt
wird und die Raumtemperatur vergleichsweise langsam ansteigt.
[0012] In einer weiteren Ausführungsform kann ein Temperaturerfassungselement die Temperatur
einer Heizgeräteoberfläche berührungslos erfassen. So ist besonders schnell ermittelbar,
wenn ein Gegenstand auf einer Heizgeräteoberfläche abgelegt ist, da dieser Gegenstand
gegenüber der Heizgeräteoberfläche einen vergleichsweise geringen Temperaturanstieg
während einer Aufheizphase erfährt.
[0013] Die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung weist in einer ersten Lösungsvariante
eine Steuereinrichtung zur Steuerung eines Heizgerätes mit einer Aufheizungsüberwachungsanordnung
mit zumindest einem Temperaturerfassungselement, einem Datenspeicher zur Speicherung
von zeitabhängigen Temperaturverläufen, einer Datenverarbeitungseinrichtung zum Vergleich
einer zeitabhängigen Ist- mit einer Solltemperatur und einer Signaleinrichtung auf,
wobei bei Ausfall der Aufheizungsüberwachungsanordnung vermittels der Signaleinrichtung
ein Warnsignal signalisierbar ist. Eine derartige Sicherheitsvorrichtung ist einfach
in einer digitalen Steuerung einer Kabine bzw. eines Heizgerätes integrierbar. Auch
sind beliebige Temperaturverläufe speicherbar, wodurch eine besonders einfache Anpassbarkeit
der Sicherheitsvorrichtung erzielt wird. Kommt es zu einem Ausfall eines Bauteils
der Sicherheitsvorrichtung, zum Beispiel der Datenverarbeitungseinrichtung, ist dieser
Ausfall leicht erfassbar und ein Warnsignal ist signalisierbar.
[0014] In einer Ausführungsform der Sicherheitsvorrichtung kann das Temperaturerfassungselement
zur Erfassung einer Raumtemperatur einer Kabine dienen. So kann ein einziges Temperaturerfassungselement
als Bestandteil der Sicherheitsvorrichtung und zur Steuerung des Heizgerätes im Regelbetrieb
verwendet werden.
[0015] Auch kann ein Infrarotsensor als Temperaturerfassungselement zur berührungslosen
Erfassung einer Temperatur einer Heizgeräteoberfläche verwendet werden. Ein über dem
Heizgerät beabstandet positionierter Infrarotsensor kann so die Temperatur einer oberen
Heizgeräteoberfläche erfassen, so dass sofort ermittelbar ist wenn ein Gegenstand
auf dem Heizgerät abgelegt ist. Auch ist die Oberflächentemperatur von Heizelementen
des Heizgerätes detektierbar, wobei ein nicht bestimmungsgemäß über den Heizelementen
abgelegter Gegenstand eine vergleichsweise geringe Oberflächentemperatur aufweist.
[0016] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen einer Sicherheitsvorrichtung ergeben sich
aus den Merkmalsbeschreibungen der den auf den Verfahrensanspruch 1 rückbezogenen
Unteransprüche.
[0017] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf
die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
[0018] Es zeigen:
- Fig. 1a:
- einen Teilschnitt einer Saunakabine mit einem Heizge- rät;
- Fig. 1b:
- eine perspektivische Ansicht der Saunakabine;
- Fig. 2:
- ein Flussdiagramm für einen Regelbetrieb eines Heiz- gerätes;
- Fig. 3:
- ein Flussdiagramm für eine Erstinbetriebnahme eines Heizgerätes mit einer ersten Sicherheitsvorrichtung;
- Fig. 4:
- ein Flussdiagramm für eine Inbetriebsetzung eines Heizgerätes nach einer ersten Ausführungsform
des Verfahrens mit der ersten Sicherheitsvorrichtung;
- Fig. 5:
- ein Flussdiagramm für eine Inbetriebsetzung eines Heizgerätes nach einer zweiten Ausführungsform
des Verfahrens mit einer zweiten Ausführungsform einer Sicherheitsvorrichtung;
[0019] Eine Zusammenschau der
Fig. 1a und
1b zeigt eine Saunakabine 10 mit einem Heizgerät 11, einem Kabinenzugang 12, einem Temperaturerfassungselement
13 und einem Steuergerät 14, welches eine Sicherheitsvorrichtung umfasst und mit dem
Temperaturerfassungselement 13 und dem Heizgerät 11 verbunden ist.
[0020] Das Flussdiagramm in
Fig. 2 zeigt eine aus dem Stand der Technik bekannte Inbetriebsetzung eines Heizgerätes
sowie dessen Regelbetrieb. Nach einem Einschalten des Heizgerätes wird eine Kabine
auf eine voreingestellte Temperatur aufgeheizt und die voreingestellte Temperatur
wird bis zur Erreichung einer voreingestellten Betriebszeit gehalten. Sinkt die Temperatur
während der Betriebszeit ab, erfolgt ein wiederholtes Aufheizen des Heizgerätes bis
zur voreingestellten Temperatur. Nach Erreichung der voreingestellten Betriebszeit
erfolgt eine Abschaltung des Heizgerätes.
[0021] Fig. 3 zeigt ein Flussdiagramm für eine Erstinbetriebnahme eines Heizgerätes in einer Saunakabine
mit einer ersten Ausführungsform einer Sicherheitsvorrichtung. Die gezeigte Erstinbetriebnahme
dient dazu, eine Aufheizcharakteristik des Heizgerätes zu ermitteln, um die Aufheizcharakteristik
bei späteren, gegebenenfalls unbeobachteten Inbetriebsetzungen als Maßstab für einen
zeitabhängigen Temperaturanstieg zu verwenden, und so eine gegebenenfalls durch auf
das Heizgerät abgelegte Gegenstände veränderte Aufheizcharakteristik detektieren zu
können. Nach Einschalten des Heizgerätes wird innerhalb eines für die Aufheizung des
Heizgerätes maßgeblichen Zeitabschnitts X ein erster Temperaturwert erfasst und in
einem Speicher dauerhaft gespeichert, wobei bei Nichterreichung des Zeitabschnitts
X ein zweiter Temperaturwert eingelesen und im Speicher gespeichert wird usw. Das
Einlesen und Speichern der Temperaturwerte erfolgt bis das Ende des Zeitabschnitts
X erreicht ist, wobei aus den im Zeitabschnitt X erfassten Temperaturwerten eine individuelle
Aufheizcharakteristik für das Heizgerät innerhalb von für den Regelbetrieb vorgesehenen
Umgebungsbedingungen erstellt wird.
[0022] Ein Flussdiagramm für eine wiederholte Inbetriebsetzung und einen Regelbetrieb eines
Heizgerätes nach einer ersten Ausführungsform des Verfahrens mit der ersten Ausführungsform
der Sicherheitsvorrichtung zeigt
Fig. 4. Nach Einschalten des Heizgerätes wird zunächst eine Aufheizcharakteristik, wie schon
zu
Fig. 3 erläutert, erstellt. Im Unterschied zu
Fig. 3 wird die Aufheizcharakteristik nicht dauerhaft gespeichert, sondern während des Aufheizvorganges
permanent mit der bei der Erstinbetriebnahme des Heizgerätes dauerhaft gespeicherten
Aufheizcharakteristik verglichen. Sind die Aufheizcharakteristiken im Wesentlichen
identisch, erfolgt ein Übergang von der Inbetriebsetzung in den Regelbetrieb. Weichen
die Aufheizcharakteristiken über einen Temperaturgrenzwert hinaus von einander ab,
erfolgt eine Abschaltung des Heizgerätes vermittels einer Steuereinrichtung der Sicherheitsvorrichtung.
[0023] Ein Flussdiagram in
Fig. 5 zeigt eine Inbetriebsetzung und einen Regelbetrieb eines Heizgerätes nach einer zweiten
Ausführungsform eines sicherheitstechnischen Verfahrens bzw. mit einer zweiten Ausführungsform
einer Sicherheitsvorrichtung. Nach einem Einschalten des Heizgerätes wird nach Zeitabschnitten
X jeweils eine mit einem Infrarotsensor gemessene Oberflächentemperatur des Heizgerätes
ermittelt und mit einem, bei einer Erstinbetriebnahme des Heizgerätes im gleichen
Zeitabschnitt gemessenen und in einem dauerhaften Speicher gespeicherten Temperaturwert
verglichen. Sind beide Temperaturwerte im Wesentlichen gleich, erfolgt nach einer
Messreihe ein Übergang in einen Regelbetrieb des Heizgerätes. Weichen beide Temperaturwerte
über einen Temperaturgrenzwert hinaus voneinander ab, erfolgt eine Abschaltung des
Heizgerätes.
1. Sicherheitstechnisches Verfahren für eine Inbetriebsetzung von Heizgeräten für Saunen,
Wärmekabinen, Dampfbäder oder dergleichen, bei dem eine Sicherheitsvorrichtung eine
Inbetriebsetzung überwacht, derart, dass bei einer von Betriebsvorgaben abweichenden
Inbetriebsetzung ein Heizgerät (11) vermittels einer Steuereinrichtung der Sicherheitsvorrichtung
abgeschaltet wird, wobei von zumindest einem Temperaturerfassungselement (13) die
Temperatur während der Aufheizung zur Steuerung der Steuereinrichtung erfasst wird,
wobei die Steuereinrichtung bei Ausfall der Steuereinrichtung ein Warnsignal signalisiert,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sicherheitsvorrichtung eine Aufheizungsüberwachungsanordnung aufweist, vermittels
der eine Aufheizung des Heizgerätes (11) bis zur Erreichung eines Regelbetriebs überwacht
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufheizungsüberwachungsanordnung die Temperatur während der Aufheizung mit einer
zeitabhängigen Temperatursollvorgabe vergleicht, wobei bei Erreichung eines Grenzwertes
einer Temperaturdifferenz die Steuereinrichtung das Heizgerät abschaltet.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Temperatursollvorgabe bei einer Erstinbetriebnahme des Heizgerätes (11) ermittelt
wird.
4. Verfahren einem der vorangehenden Ansprüche 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Temperaturerfassungselement (13) die Raumtemperatur einer Kabine (10) erfasst.
5. Verfahren einem der vorangehenden Ansprüche 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Temperaturerfassungselement (13) die Temperatur einer Heizgeräteoberfläche berührungslos
erfasst.
6. Sicherheitsvorrichtung zur Durchführung eines sicherheitstechnischen Verfahrens nach
einem der Ansprüche 1 bis 5 , wobei die Sicherheitsvorrichtung eine Steuereinrichtung
zur Steuerung eines Heizgerätes (11) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuereinrichtung weiter eine Aufheizungsüberwachungsanordnung mit zumindest
einem Temperaturerfassungselement (13), einen Datenspeicher zur Speicherung von zeitabhängigen
Temperaturverläufen, eine Datenverarbeitungseinrichtung zum Vergleich einer zeitabhängigen
Ist- mit einer Solltemperatur und eine Signaleinrichtung aufweist, wobei bei Ausfall
der Aufheizungsüberwachungsanordnung vermittels der Signaleinrichtung ein Warnsignal
signalisierbar ist.
7. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Temperaturerfassungselement (13) zur Erfassung der Raumtemperatur einer Kabine
(10) dient.
8. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Temperaturerfassungselement (13) ein Infrarotsensor ist und zur berührungslosen
Erfassung der Temperatur einer Heizgeräteoberfläche dient.
1. A safety method for a start-up of heating devices for saunas, thermal cabins, steam
baths or the like, in which a safety device monitors a start-up in such a way that
a heating device (11) is switched off by means of a control unit of the safety device
if the start-up deviates from operating standards, wherein at least one temperature
sensing element (13) senses the temperature during the heating process in order to
control the control unit, and wherein the control unit emits a warning signal if the
control unit malfunctions,
characterized in
that the safety device features a heating process monitoring arrangement, by means of
which a heating process of the heating device (11) is monitored until a normal operation
is reached.
2. The method according to Claim 1,
characterized in
that the heating process monitoring arrangement compares the temperature during the heating
process with a time-dependent nominal temperature, wherein the control unit switches
off the heating device when a limiting value of a temperature difference is reached.
3. The method according to Claim 2,
characterized in
that the nominal temperature is defined during an initial start-up of the heating device
(11).
4. The method according to one of preceding Claims 2 or 3,
characterized in
that a temperature sensing element (13) senses the room temperature of a cabin (10).
5. The method according to one of preceding Claims 2 or 3,
characterized in
that a temperature sensing element (13) senses the temperature of a heating device surface
in a contactless fashion.
6. A safety device for carrying out a safety method according to one of Claims 1 to 5,
wherein the safety device features a control unit for controlling a heating device
(11),
characterized in
that the control unit furthermore features a heating process monitoring arrangement with
at least one temperature sensing element (13), at least one data memory for storing
time-dependent temperature profiles, a data processing unit for comparing a time-dependent
actual temperature with a nominal temperature and a signaling device, wherein a warning
signal can be emitted by means of the signaling device if the heating process monitoring
arrangement malfunctions.
7. The safety device according to Claim 6,
characterized in
that the temperature sensing element (13) serves for sensing the room temperature of a
cabin (10).
8. The safety device according to Claim 6,
characterized in
that the temperature sensing element (13) consists of an infrared sensor and serves for
sensing the temperature of a heating device surface in a contactless fashion.
1. Procédé de technique de sécurité pour la mise en service d'appareils de chauffage
pour saunas, cabines infrarouges, bains de vapeur ou similaires, dans lequel un dispositif
de sécurité surveille une mise en service, de telle manière que lorsqu'une mise en
service s'écarte de consignes de service, un appareil de chauffage (11) est arrêté
au moyen d'un dispositif de commande du dispositif de sécurité, sachant qu'au moins
un élément de saisie de température (13) saisit la température pendant le chauffage
pour commander le dispositif de commande, sachant que le dispositif de commande envoie
un signal d'avertissement en cas de défaillance du dispositif de commande, caractérisé en ce que le dispositif de sécurité présente un agencement de surveillance du chauffage au
moyen duquel un chauffage de l'appareil de chauffage (11) est surveillé jusqu'à ce
qu'il atteigne un fonctionnement normal.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'agencement de surveillance du chauffage compare la température pendant le chauffage
avec une valeur de consigne de température en fonction du temps, sachant que lorsqu'une
valeur limite d'une différence de température est atteinte, le dispositif de commande
arrête l'appareil de chauffage.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que la valeur de consigne de température est calculée lors d'une première mise en service
de l'appareil de chauffage (11).
4. Procédé selon l'un des revendications précédentes 2 ou 3, caractérisé en ce qu'un élément de saisie de la température (13) saisit la température ambiante d'une cabine
(10).
5. Procédé selon l'un des revendications précédentes 2 ou 3, caractérisé en ce qu'un élément de saisie de la température (13) saisit sans contact la température d'une
surface de l'appareil de chauffage.
6. Dispositif de sécurité pour exécuter un procédé de technique de sécurité selon l'une
des revendications 1 à 5, dans lequel le dispositif de sécurité présente un dispositif
de commande pour commander un appareil de chauffage (11), caractérisé en ce que le dispositif de commande présente en outre un agencement de surveillance de la température
comprenant au moins un élément de saisie de la température (13), une mémoire de données
pour enregistrer des tracés de température en fonction du temps, un dispositif de
traitement des données pour comparer une valeur de température de consigne à une valeur
de température réelle en fonction du temps et un dispositif d'avertissement, sachant
qu'en cas de défaillance de l'agencement de surveillance de la température, le dispositif
d'avertissement peut envoyer un signal d'avertissement.
7. Dispositif de sécurité selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'élément de saisie de la température (13) sert à saisir la température ambiante
d'une cabine (10).
8. Dispositif de sécurité selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'élément de saisie de la température (13) est un capteur à infrarouges et sert à
la détection sans contact de la température d'une surface de l'appareil de chauffage.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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