| (19) |
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(11) |
EP 2 126 172 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.09.2010 Patentblatt 2010/35 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.11.2007 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH2007/000559 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/116325 (02.10.2008 Gazette 2008/40) |
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| (54) |
VORRICHTUNG ZUR STEUERUNG DER QUERBEWEGUNG DER KETTFÄDEN EINER TEXTILWEBMASCHINE
DEVICE FOR CONTROLLING THE TRANSVERSE MOVEMENT OF THE WARP THREADS OF A TEXTILE WEAVING
MACHINE
DISPOSITIF DE COMMANDE DU MOUVEMENT TRANSVERSAL DE FILS DE CHAÎNE D'UN MÉTIER À TISSER
LE TEXTILE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
27.03.2007 CH 490072007
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.12.2009 Patentblatt 2009/49 |
| (73) |
Patentinhaber: Textilma AG |
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6362 Stansstad (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BORER, Silvan
CH-5070 Frick (CH)
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| (74) |
Vertreter: Schmauder & Partner AG
Patent- & Markenanwälte VSP |
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Zwängiweg 7 CH-8038 Zürich CH-8038 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 304 985 WO-A-95/11327 DE-A1- 2 151 580
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EP-A- 1 493 857 WO-A-98/24955 DE-A1- 3 130 461
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Steuerung der Querbewegung der Kettfäden
einer Textilwebmaschine, insbesondere einer Textilwebmaschine mit Einzellitzenbewegung,
gemäss dem Oberbegriff nach Anspruch 1.
Stand der Technik
[0002] Vorrichtungen zur Steuerung der Querbewegung der Kettfäden von Textilwebmaschinen,
insbesondere von Webmaschinen mit Einzellitzenbewegung sind aus zahlreichen Dokumenten
dem Grunde nach bekannt. In vielen dieser Veröffentlichungen wird versucht, geeignete
Vorschläge zu machen, um auf den problematischen Webharnisch einer Fachbildevorrichtung
einer Jacquardmaschine verzichten zu können.
[0003] Aus der
EP 0 353 005 A1 ist eine Antriebsanordnung für die Steuerung der Querbewegung der Kettfäden bekannt,
bei der mit einem Linearmotor ein über vier Umlaufrollen geführtes, geschlossenes
Antriebsseil für die Weblitzen vorgeschlagen wird. Die Ausführung der in der
EP 0 353 005 A1 offenbarten Erfindung stösst aber auf Schwierigkeiten, die einerseits darin begründet
sind, dass bei einer grösseren Zahl von nebeneinander angeordneten Kettfäden für ein
grosse Anzahl von Linearmotoren, aber auch für die Umlenkrollen kein ausreichender
Platz zur Verfügung gestellt werden konnte und andererseits, dass die Auslenkung der
dort vorgeschlagenen Linearmotoren bei vertretbarer Ausführung zu klein für die notwendige
Querbewegung der Kettfäden war.
[0004] Aus der
WO-A-98/24955 ist es bekannt, das Mitnahmeteil einer Webmaschine - in diesem Fall eine Litze oder
einen Schaftrahmen - zwischen zwei Federteile einzuspannen und einen Elektroantrieb
vorzusehen, der das Mitnahmeteil mit den Kettfäden zur Fachbildung anhebt bzw. absenkt.
Aus dieser Erfindung ist auch der Vorschlag bekannt, die vorstehend beschriebene Anordnung
als Freischwinger so auszubilden, dass ein grosser Teil der Bewegungsenergie aus der
elastischen Federkraft aufgebracht wird, während der Elektroantrieb eher als Ausgleich
für die Energieverluste und die Ansteuerung der entsprechenden Vorrichtung vorgesehen
ist. Die Ausführung mit den beiden Federn in der
WO-A-98/24955 beansprucht aber ebenfalls einen relativ grossen Platz, wie sich auch aus den dortigen
Zeichnungen ergibt. Weiterhin erscheint es schwierig, in der in der
WO-A-98/24955 vorgeschlagenen Anordnung den Elektromotor einerseits baulich klein zu halten aber
andererseits so leistungs- und bewegungsstark auszubilden, dass er den Anforderungen
gerecht wird, wenn eine Vielzahl von nebeneinander liegenden Kettfäden der Fachbildung
unterworfen werden sollen.
[0005] Weitere Veröffentlichungen, wie z.B. die
WO-A-95/11327 oder die
WO-A-2006/114199 befassen sich ebenfalls mit einer Freischwingeranordnung, ohne allerdings die vorstehend
genannten Probleme lösen zu können.
[0006] Aus der
EP 1 063 326 A1 sind Seilantriebe-für die Weblitzen einer Textilwebmaschine mit Einzellitzenbewegung
bekannt, wobei dort vorgeschlagen wird, die Seile auf einer Seite auf elektromotorisch
angetriebene Seilrollen aufzuwickeln und auf der anderen Seite durch eine am Webstuhl
befestigte Schraubenfeder gespannt zu halten. Die aus dem vorstehend zitierten Dokument
bereits bekannten Prinzipien eines Freischwingers werden mit der Vorrichtung aus der
EP 1 063 326 A1 aber nicht verwirklicht.
[0007] Aus der
WO-A-2006/063584 ist schliesslich eine Fachbildevorrichtung mit Einzelfadensteuerung bekannt, bei
der in - grundsätzlich bekannter Weise - ein Hubfederrahmen oder ein ortsfester Federrahmen
mit einem Arretierelement für die einzelnen Litzen vorgeschlagen wird. Diese Art von
Fachbildung hat sich allerdings als fehleranfällig erwiesen, da die genannten Arretierelemente
grundsätzlich anfällig sind.
[0008] Aus der
EP 0 347 626 A2 und der
DE 198 49 728 A1 sind elektromotorische Antriebe für die Fachbildung von Webmaschinen bekannt, die
eine Spule und einen flächigen Permanentmagneten aufweisen, mit dem eine Drehbewegung
für die Fachbildung vorgeschlagen wird. In der
EP 0 347 626 A2 ist dabei eine Hebelwirkung (Übersetzung) vorgesehen.
Darstellung der Erfindung
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur Steuerung der Querbewegung der
Kettfäden einer Textilwebmaschine, insbesondere einer insbesondere einer Textilwebmaschine
mit Einzellitzenbewegung, zu verbessern.
[0010] Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung nach Anspruch 1 gelöst. Dabei haben die Massnahmen
der Erfindung zunächst einmal einen sehr geringen Platzbedarf bei grosser Webgeschwindigkeit
zur Folge. Durch das registerartige Auffächern der Litzenantriebe sowie durch die
Federunterstützung ist es möglich, die elektrischen Antriebsmotoren klein zu halten.
Durch die hebelartige Verstärkung wird es zudem ermöglicht, dass der Antriebsweg dieser
Motoren klein gehalten wird.
[0011] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Vorrichtung sind in den Ansprüchen 2 bis 13 beschrieben.
[0012] Vorteilhaft ist es (Anspruch 2), wenn eine zumindest doppelte Übersetzung vorgesehen
ist, dass also eine Bewegung der Elektromotoren eine zumindest doppelt so grosse Bewegung
der Litzen bewirkt.
[0013] Eine Ausgestaltung mit Zug- und Schubstangen als Kraftübertragungselemente zum Antrieb
der Mitnahmeelemente, die im allgemeinen herkömmliche Litzen, im speziellen Fall aber
auch Führungsösen sein können, die direkt an den Zug- und Schubstangen angebracht
sind, bietet - gemäss Anspruch 3 - eine einfache Ausgestaltung der Erfindung.
[0014] Eine vorteilhafte Ausgestaltung wird mit einen Antrieb der Litzen durch Seile als
Kraftübertragungselemente vorgeschlagen, die mit den Elektromotoren verbunden sind,
wobei die fächer- bzw. registerartige Anordnung mittels Umlenkrollen (gemäss Anspruch
4), oder in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung mittels Umlenkhebeln mit Hubübersetzung
gemäss Anspruch 5 ermöglicht wird. Die Umlenkrollen bzw. -hebel lenken dabei die Seile
vorzugsweise um 60° bis 120°, höchst vorzugsweise um 75° bis 105°, um für die registerartige
Auffächerung möglichst viel Platz zu schaffen (Anspruch 6). Wenn dabei zwei Federn
zum Einsatz kommen, kann dabei z.B. eine der Federn auf der den Umlenkrollen bzw.
- hebeln gegenüberliegenden Seite der Litzen angeordnet und als herkömmliche Zugfedern
ausgebildet sein.
[0015] Die Bewegungsenergie der Litzen kann überwiegend von Federn zur Verfügung gestellt
werden. Die Federn sind dabei so eingerichtet, dass sie an einer ersten Endposition
und an einer zweiten Endposition jeweils eine grosse potentielle Energie als Kraft
zur Verfügung stellen, die die Litzen in Richtung der anderen Endposition treibt.
In einer Position verschwindet bei einer Lösung mit einer Druckbiegefeder die Federkraft.
Bei einer Lösung mit einer Druck- und einer Zugfeder oder einer Lösung mit zwei entgegen
gesetzten Zugfedern heben sich die potentiellen Energien der beiden Federn gegenseitig
auf. Bei einer Bewegung weisen die Litzen in einer Position, die vorteilhafterweise
die Mittelposition ist, also eine maximale Geschwindigkeit auf. Die Litzen werden
dann weiter in die jeweils andere Endposition bewegt, wobei die Federn dann die kinetische
Energie der Litzen in Form von potentieller Energie aufzunehmen vermögen. Um eine
gesteuerte Bewegung und ein wahlweises Verharren an der ersten oder der zweiten Endposition
zu ermöglichen, sind für die erste Endposition und für die zweite Endposition jeweils
Haltemittel vorgesehen, die die Bewegung stoppen und die jeweilige Litze in der eingenommenen-Endposition
halten. Um nun eine gesteuerte Bewegung zu ermöglichen, ist zusätzlich ein wahlweise
schaltbarer, elektrischer Motor vorgesehen. Er überwindet zusammen mit der Federkraft
die Haltekraft der Haltemittel und kann die Litze so aus seiner Halteposition befreien.
Grundsätzlich ist der Motor also dazu bestimmt, die Haltemittel zu lösen und den Bewegungsvorgang
einzuleiten. Ferner dient der Motor dazu, Energieverluste auszugleichen und die Vorrichtung
an wechselnde Betriebsbedingungen anzupassen. Die Steuerung der Vorrichtung erfolgt
durch die Steuerung des Motors.
[0016] Vorteilhaft ist es, wenn mindestens 75% der Bewegungsenergie aus der Feder bzw. den
Federn entnommen wird und der Elektromotor höchstens 25% der Bewegungsenergie aufbringt
(Anspruch 9). Weiterhin vorteilhaft ist es, wenn die Haltemittel ungesteuert als Permanentmagnete
ausgebildet sind, die mit Magnetgegenhaltern zusammenwirken, wobei als Magnetgegenhalter
die Enden des Übersetzungshebels dienen (Anspruch 10 und 11). Vorteilhafterweise wird
in einer dritten Fachstellung zwischen der Hochfach- und der Tieffachstellung keine
Kraft auf die Litzen ausgeübt (Anspruch 12). In einer symmetrischen Anordnung wird
dies eine Mittelfachstellung sein (Anspruch 13).
[0017] Die vorbenannten sowie die beanspruchten und in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen
beschriebenen, erfindungsgemäss zu verwendenden Elemente unterliegen in ihrer Grösse,
Formgestaltung, Materialverwendung und ihrer technischen Konzeption keinen besonderen
Ausnahmebedingungen, so dass die in dem jeweiligen Anwendungsgebiet bekannten Auswahlkriterien
uneingeschränkt Anwendung finden können.
[0018] Insbesondere ist die Erfindung nicht auf eine Textilwebmaschine mit Einzellitzenbewegung
beschränkt. Vielmehr kann die Erfindung auch für eine Webmaschine angewendet werden,
in der Litzen - z.B. durch Schäfte etc. - zusammengefasst sind.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0019] Ausführungsbeispiele einer Vorrichtung für Textilmaschinen, insbesondere einer Textilwebmaschine
mit Einzellitzenbewegung, werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher beschrieben,
dabei zeigen:
- Fig. 1
- einen Litzenantrieb gemäss einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung mit Zug-
und Schubstangen, Speicherfeder und Drehmo- tor;
- Fig. 2
- eine Detaildarstellung des Drehmotors gemäss Fig.1;
- Fig, 3
- ein Kraftdiagramm für die Bewegungsabläufe der Kettfäden;
- Fig. 4
- einen Litzenantrieb gemäss einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung mit Zugfeder,
Biegefeder, Seilelementen und Drehmotor;
- Fig. 5
- eine Detaildarstellung des Drehmotors gemäss Fig.4;
- Fig. 6
- einen Litzenantrieb gemäss einem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung mit Zugfedern,
Seilelementen und Linearmotor; und
- Fig. 7
- eine Detaildarstellung des Linearmotors zu Fig.6.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0020] Ein erstes Ausführungsbeispiel zur Durchführung der vorliegenden Erfindung ist in
den Figuren 1 und 2 dargestellt.
[0021] Die Figur 1 zeigt eine Vorrichtung zum Antrieb der als Mitnahmeteile der Kettfäden
2 ausgebildeten Litzen 4 einer Textilwebmaschine mit Einzellitzenbewegung in Seitenansicht.
Die Kettfäden 2 werden mittels den Fadenaugen 3 aufweisenden Litzen 4 so bewegt, dass
sie sich - wie im Ausführungsbeispiel dargestellt - entweder in einer Hochfachstellung
oder in einer Tieffachstellung befinden. Die Litzen 4 sind mittels Kupplungen 36 an
Schub- und Zugstangen 30 angeordnet, die jeweils eine - zu der Nachbarstange - unterschiedliche
Länge aufweisen. Dadurch können die Antriebselemente für die Litzen 4 staffel- bzw.
registerartig angeordnet werden. Die staffel- oder registerartige Anordnung ist hier
in doppelter Art derart vorgesehen, dass die linke Hälfte der Litzen 4 einem linken
Register von Elektromotoren 32 und den diesen zugeordneten Elementen zugeordnet ist,
während die rechte Hälfte der Litzen 4 einem rechten Register von Elektromotoren 32
- quasi in spiegelsymmetrischer Anordnung - und den diesen zugeordneten Elementen
zugeordnet ist. Die Enden der Schub- und Zugstangen 30 sind jeweils an einem Wirkhebel
28 befestigt, der mit einem als Schwenkmotor ausgebildeten Elektromotor 32 wirkverbunden
ist. Jeder Elektromotor 32 weist eine Spule 6 auf, die an einem um eine Achse 19 schwenkbaren
Spulenträger 20 befestigt ist. Der Spulenträger ist wiederum zwischen zwei Grundplatten
18 angeordnet. Jeder Elektromotor 32 weist weiterhin eine Dauermagnetplatte 16 auf.
Durch die Polung eines durch die jeweilige Spule fliessenden Stroms nehmen die Spulen
also eine von zwei Endstellungen ein, die in der Zeichnung eingetragen sind. Diese
beiden Stellungen entsprechen den beiden Stellungen "Hochfach" oder Tieffach" der
Litzen 4 und damit der Fachbildung der Kettfäden 2.
[0022] Die Stellung der vorgenannten Elemente ist allerdings nicht frei, sondern durch eine
Zug- und Druckbiegefeder 8 so vorgespannt, dass bei den beiden Endstellungen "Hochfach"
und Tieffach" eine von den Anschlägen weg gerichtete Federkraft wirkt, während bei
einer Mittelstellung der Spulen 6 keine Federkraft wirkt. Zwei Anschlagmagnete 26
sind so angeordnet, dass sie für die beiden Endstellungen "Hochfach" und Tieffach"
Haltemittel ausbilden.
[0023] Das Diagramm 3 zeigt die Kraftverhältnisse der vorstehend beschriebenen Elemente.
Dabei zeigt das Federkraftdiagramm 100, dass die Federkraft der Zug- und Druckbiegefeder
8 um die Mittelstellung, in der sie verschwindet, herum symmetrisch und linear ist.
Bei einer Hub- bzw. Senkbewegung der Litzen 4 wird der grösste Anteil an Energie durch
den Federantrieb der Zug- und Druckbiegefeder 8 aufgebracht. Die Bewegung wird aber
durch den Elektromotor 32 eingeleitet.
Solange der Elektromotor 32 nicht in Betrieb ist, wird die entsprechende Litze 4 durch
den oberen bzw. durch den unteren Anschlagmagnet 26 in der oberen bzw. in der unteren
Endposition - die der Hochfachstellung bzw. der Tieffachstellung der Kettfäden eines
Webfaches entsprechen - festgehalten. Dies wird dadurch erreicht, dass die als Permanentmagnete
ausgebildeten Anschlagmagneten 26 eine grössere Haltekraft 102 aufweisen, als die
Rückstellkraft der Zug- und Druckbiegefeder 8 bei der Auslenkung an den Endpositionen.
Es sollte darauf hingewiesen werden, dass die Haltekraft der Anschlagmagnete 26 kurzreichweitig
ist und daher nur in der Nähe der Hebel 28 und damit nur in oder in der Nähe der jeweiligen
Endposition überhaupt relevant ist.
[0024] Um nun die Litzen 4 in Bewegung zu setzen, um also eine Bewegung von der oberen in
die untere Endposition oder von der unteren in die obere Endposition einzuleiten,
werden die entsprechenden Spulen 6 mit Spannung versorgt und so wird der Elektromotor
32 in Betrieb gesetzt. Die Summe der Wirkkräfte 104 des Elektromotors und der Federkraft
100 der Zug- und Druckbiegefeder 8 im ausgelenkten Zustand, also in einer der Endpositionen,
ist grösser als die Haltekraft 102 der entsprechenden Anschlagmagnete 26.
[0025] Wenn nun die Haltekraft der Anschlagmagnete 26 überwunden ist, wird die Bewegung
der Litze über die entsprechende Schub- und Zugstange 30 überwiegend durch die Federkraft
der Zug- und Druckbiegefeder 8 bewirkt, der Elektromotor 32 fährt diese Bewegung mit,
ohne wesentlich dazu beizutragen. Wenn die andere Endposition erreicht ist, wenn also
z.B. der Hebel 28 in die Wirkreichweite des unteren Anschlagmagneten 26 gelangt, dann
ist die neue Endposition erreicht und die Zug- und Druckbiegefeder 8 bleibt ausgelenkt,
da die Kraft des Permanentmagnets 26 in dieser Stellung grösser ist als die Rückstellkraft
der Zug- und Druckbiegefeder 8 und der Elektromotor 32 letztere nicht unterstützt.
[0026] Im hier gezeigten Ausführungsbeispiel wird die Zug- und Druckbiegefeder 8 im linearen
Bereich betrieben, so dass das Federkraftdiagramm 100 mit einer Geraden dargestellt
werden kann. Die Federkraft wird von der Kettfadenkraft 106 nur unwesentlich unterstützt,
so dass die Kettfadenkraft 106 hier keine Rolle spielt. Das Anschlagmagnetdiagramm
102 zeigt deutlich die kurze Reichweite der Magnetkräfte, die nur wirken, wenn sich
die Hebel 28 in unmittelbarer Nähe zu den Anschlagmagneten 26 befinden und eine Endposition
eingenommen ist. Das Spulenkräftediagramm 104 des Elektromotors 32 weist in der hier
beschriebenen Betriebsart eine konstante Kraft auf, die je nach Polung in die eine
oder die andere Richtung weisen kann.
[0027] Im den hier beschriebenen Ausführungsbeispielen ist der Elektromotor 32 so ausgebildet,
dass neben der oberen Position und der unteren Position eine mittlere Position der
Litze 4 eingenommen werden und die Litze 4 aus dieser mittleren Position in die obere
Position oder in die untere Position bewegt werden kann. Diese Betriebsart hat den
Zweck, dass eine Ruhestellung eingenommen werden kann, in der die Zug- und Druckbiegefeder
8 keine Kraft auf die Schub- und Zugstange 30 und die entsprechende Litze 4 ausübt.
Die Steuerung der Litze 4 erfolgt ausschliesslich mittels des Elektromotors 32, der
hierzu in nicht näher dargestellter Weise mit einer Steuereinheit einer Webmaschine
verbunden ist.
[0028] In Figur 4 und in Figur 5 ist eine Vorrichtung zum Antrieb der Litzen einer Textilwebmaschine
mit Einzellitzenbewegung in Seitenansicht gemäss einem zweiten Ausführungsbeispiel
dargestellt.
[0029] In diesem Ausführungsbeispiel dienen Drahtseile 24 als Zugelemente. Die Drahtseile
24 sind mit den Litzen 4 auf herkömmliche Weise - beispielsweise mittels Kupplungen
- verbunden und weisen eine jeweils eine - zu dem Nachbarseil - unterschiedliche Länge
auf. Dadurch können die Antriebselemente wiederum staffel- bzw. registerartig angeordnet
werden. Die staffel- oder registerartige Anordnung ist auch hier in doppelter Art
derart vorgesehen, dass die linke Hälfte der Drahtseile
24 einem oberen Register von einem ebenfalls als Schwenkmotor ausgebildeten Elektromotoren
32 und den diesen zugeordneten Elementen zugeordnet ist, während die rechte Hälfte
der Drahtseile 24 einem unteren Register von Elektromotoren 32 und den diesen zugeordneten
Elementen zugeordnet ist. Die Enden der Drahtseile 24 sind dabei ebenfalls an einem
Wirkhebel 28 befestigt, der mit einem Elektromotor 32 wirkverbunden ist. Der Elektromotor
ist grundsätzlich gleich aufgebaut wie im ersten Ausführungsbeispiel.
[0030] In diesem Ausführungsbeispiel sind die Litzen 4 auf der dem Elektromotor abgewandten
Seite durch jeweils eine Zugfeder 12 in Tieffachstellung vorgespannt. Die Federkraft
entgegen der Zugfeder 12 wird in diesem Ausführungsbeispiel durch Biegefedern 10 bewirkt,
die am Elektromotor 32 angeordnet sind. In diesem Fall heben sich die Kräfte der Zugfeder
12 und der Biegefeder 10 in einer Mittelstellung der Spulen 6 auf. Zwei Anschlagmagnete
26 sind wiederum so angeordnet, dass sie für die beiden Endstellungen "Hochfach" und
"Tieffach" Haltemittel ausbilden. Ansonsten sind die Verhältnisse gleich bzw. entsprechend
dem ersten Ausführungsbeispiel.
[0031] In Figur 6 und in Figur 7 ist eine Vorrichtung zum Antrieb der Litzen einer Textilwebmaschine
mit Einzellitzenbewegung in Seitenansicht gemäss einem dritten Ausführungsbeispiel
dargestellt.
[0032] In diesem Ausführungsbeispiel dienen die Drahtseile 24 ebenfalls als Zugelemente
für die Litzen. Die Drahtseile 24 weisen wiederum jeweils eine - zu dem Nachbarseil
- unterschiedliche Länge auf. Dadurch können die Antriebselemente wiederum staffel-
bzw. registerartig angeordnet werden. Die staffel- oder registerartige Anordnung ist
auch hier aber in einfacher Art vorgesehen.
[0033] Die Enden der Drahtseile 24 sind um eine Achse an einem schwenkbaren Wirkhebel 22
befestigt, der mit einem Elektromotor 34 wirkverbunden ist.
[0034] Der Unterschied zum zweiten Ausführungsbeispiel ist hier insbesondere, dass die die
Seilumlenkung nicht durch Umlenkrollen, sondern durch einen um die Achse schwenkbaren
Wirkhebel 22 ausgebildet ist, der mit dem Elektromotor 34 gekoppelt ist. Der Elektromotor
34 ist hier als Linearmotor ausgebildet. In diesem Ausführungsbeispiel sind die Drahtseile
24 durch zwei Zugfedern 12 so vorgespannt, dass bei beiden Endstellungen "Hochfach"
bzw.
"Tieffach" jeweils die Federkraft einer Zugfeder 12 wirkt. In diesem Fall heben sich
die Kräfte der Zugfedern 12 in einer Mittelstellung der Spulen 6 des Elektromotors
34auf. Zwei Anschlagmagnete 26 sind wiederum so angeordnet, dass sie für die beiden
Endstellungen "Hochfach" und Tieffach" Haltemittel ausbilden. Ansonsten sind die Verhältnisse
gleich bzw. entsprechend dem ersten Ausführungsbeispiel.
[0035] Es sollte zur Klarheit betont werden, dass bei der Beschreibung der Erfindung und
insbesondere bei der Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele zwischen den
Litzen 4 und den Kraftübertragungselementen 24 bzw. 30 unterschieden wurde. Die Schub-
und Druckstangen 30 können aber auch durchgehend sein und damit die Litzen mit ausbilden.
Weiterhin können auch die Seile 24 Ösen zum Durchführen der Kettfäden aufweisen und
damit gleichzeitig die Litzen ausbilden.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 2
- Kettfäden
- 3
- Fadenauge
- 4
- Litzen mit Fadenauge
- 6
- Spule
- 8
- Zug- und Druckbiegefeder
- 10
- Druckbiegefeder
- 12
- Zugfeder
- 14
- Umlenkrolle
- 16
- Dauermagnetplatte
- 18
- Grundplatte
- 19
- Achse
- 20
- Spulenträger
- 22
- Seilumlenkung mit Untersetzung auf Linearantrieb
- 24
- Drahtseil, Zugelement
- 26
- Anschlagmagnete
- 28
- Hebel
- 30
- Schub- und Zugstangen
- 32
- Elektromotor, Drehmotor
- 34
- Elektromotor, Linearmotor
- 36
- Kupplung
- 100
- Federkraftdiagramm
- 102
- Anschlagmagnetdiagramm
- 104
- Spulenkraftdiagramm
- 106
- Kettfadendiagramm
1. Vorrichtung zur Steuerung der Querbewegung der Kettfäden einer Textilwebmaschine,
insbesondere einer Textilwebmaschine mit Einzeilitzenbewegung, mit einer Vielzahl
von zur Mitnahme der Kettfäden dienenden Mitnahmeteile (4) für Kettfäden, die jeweils
einen Federmittel aufweisenden Federantrieb (8; 10, 12) und Haltemittel umfassen,
wobei die Haltekraft der Haltemittel (26) der Antriebskraft des Federantriebes (8;
10, 12) entgegengesetzt ist und die Mitnahmeteile (4) in einer Hochfachstellung und
in einer Tieffachsteliung entgegen der Federkraft zu halten vermag, wobei die Mitnahmeteile
(4) weiter mit jeweils einem Elektromotor (32, 34) über Kraftübertragungselemente
(24, 30) wirkverbunden sind, durch dessen Ansteuern eine Fachansteuerung durch die
Mitnahmeteile (4) einleitbar ist und wobei die Wirkung der Haltemittel (26) durch
die Summe der Kräfte des Federantriebes (8; 10, 12) und des Elektromotors (32, 34)
überwindbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnahmeteile (4) über Kraftübertragungselemente (24, 30) unterschiedlicher Länge
gestaffelt oder registerartig mit jeweils einem Elektromotor (32, 34) wirkverbunden
sind und dass die Elektromotoren (32, 34) gegenüber den Mitnahmeteilen (4) eine Übersetzung
derart aufweisen, dass eine Bewegung der Elektromotoren (32, 34) eine grössere Bewegung
der Mitnahmeteile (4) bewirkt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bewegung der Elektromotoren (32, 34) eine zumindest doppelt so grosse Bewegung
der Mitnahmeteile (4) bewirkt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnahmeteile (4) als Litzen mit Zug- und Schubstangen (30) mit einem Elektromotor
(32) mittels eines an diesem angeordneten Übersetzungshebel (28) wirkverbunden sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnahmeteile (4) über Antriebsseile (24) mit einem Elektromotor (32) wirkverbunden
sind und zwischen den Mitnahmeteilen und den Elektromotoren (32) mit Federelementen
des Federantriebs (10, 12) jeweils Umlenkrollen (14) angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnahmeteile (4) über Antriebsseile (24) mit einem Elektromotor (34) wirkverbunden
sind und zwischen den Mitnahmeteilen (4) und den Elektromotoren (34) mit Federelementen
des Federantriebs (10, 12) jeweils Umlenkhebel (22) mit Hubübersetzung angeordnet
sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkrollen (14) bzw. die Umlenkhebel (22) mit Hubübersetzung die Antriebsseile
(24) um 60° bis 120°, vorzugsweise um 75° bis 105° umlenken.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnahmeteile (4) für die Kettfäden (2) an einer Seite an ortsfest angeordneten
Federmitteln (12) der Federantriebe angeordnet sind, die den Elektromotoren (32, 34)
und den Umlenkrollen (14) bzw. den Umlenkhebel (22) mit Hubübersetzung entgegengesetzt
sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Federantriebe (8; 10,12) so ausgelegt sind, dass bei einem Betrieb der Mitnahmeteile
(4) mit der Eigenfrequenz des Federantriebs (8; 10, 12) der grössere Teil der Bewegungsenergie
aus dem Federantrieb (8; 10, 12) gewinnbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Federantriebe (8; 10,-12) so ausgelegt sind, dass bei einem Betrieb der Mitnahmeteile
(4) mit der Eigenfrequenz des Federantriebs (8; 10, 12) mindestens 75% der Bewegungsenergie
aus dem Federantrieb (8; 10, 12) gewinnbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltemittel als ungesteuerte Haltemittel mit Anschllagmagneten ausgebildet sind,
wobei die Anschlagmagnete (26) als Permanentmagnete ausgebildet sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass Hebelenden für die Übersetzung Magnetgegenhalter für die Haltemittel umfassen.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass in einer dritten Fachstellung der Mitnahmeteile (4) zwischen der Hochfachsteltung
und in der Tieffachstellung keine Kraft auf die Mitnahmeteile (4) ausgeübt wird.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Fachstellung eine Mittelfachstellung der Mitnahmeteile (4) ausbildet.
1. A device for controlling the transverse movement of the warp threads of a textile
weaving machine, in particular of a textile weaving machine having individual heddle
movement, with a multiplicity of driving parts (4) for warp threads, which serve for
driving the warp threads and which in each case comprise a spring drive (8; 10, 12)
having spring means and holding means, the holding force of the holding means (26)
being opposite to the drive force of the spring drive (8; 10, 12) and being capable
of holding the driving parts (4) in an upper shed position and in a lower shed position
counter to the spring force, the driving parts (4), further, being operatively connected
via force transmission elements (24, 30) in each case to an electric motor (32, 34),
as a result of the activation of which a shed control by the driving parts (4) can
be initiated, and the action of the holding means (26) being capable of being overcome
by the sum of the forces of the spring drive (8; 10, 12) and of the electric motor
(32, 34), characterized in that the driving parts (4) are operatively connected in each case to an electric motor
(32, 34) in a staggered or register-like manner via force transmission elements (24,
30) of different length, and in that the electric motors (32, 34) have, as compared with the driving parts (4), a step-up
such that a movement of the electric motors (32, 34) causes a greater movement in
the driving parts (4).
2. The device as claimed in claim 1, characterized in that a movement of the electric motors (32, 34) causes an at least twice as great a movement
of the driving parts (4).
3. The device as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the driving parts (4) are operatively connected as heddles with pull and push rods
(30) to an electric motor (32) by means of a step-up lever (28) arranged on the latter.
4. The device as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the driving parts (4) are operatively connected to an electric motor (32) via drive
cords (24), and in each case deflecting rollers (14) are arranged between the driving
parts and the electric motors (32) together with spring elements of the spring drive
(10, 12).
5. The device as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the driving parts (4) are operatively connected to an electric motor (34) via drive
cords (24), and in each case deflecting levers (22) with a stroke step-up are arranged
between the driving parts (4) and the electric motors (34) together with spring elements
of the spring drive (10, 12).
6. The device as claimed in claim 4 or 5, characterized in that the deflecting rollers (14) or the deflecting levers (22) with stroke step-up deflect
the drive cords (24) through 60° to 120°, preferably through 75° to 105°.
7. The device as claimed in one of claims 4 to 6, characterized in that the driving parts (4) for the warp threads (2) are arranged on one side on fixedly
arranged spring means (12) of the spring drives, which are opposite to the electric
motors (32, 34) and the deflecting rollers (14) or the deflecting levers (22) with
stroke step-up.
8. The device as claimed in one of claims 1 to 7, characterized in that the spring drives (8; 10, 12) are designed such that, when the driving parts (4)
are operating at the characteristic frequency of the spring drive (8; 10, 12), the
greater part of the kinetic energy can be obtained from the spring drive (8; 10, 12).
9. The device as claimed in claim 8, characterized in that the spring drives (8; 10, 12) are designed such that, when the driving parts (4)
are operating at the characteristic frequency of the spring drive (8; 10, 12), at
least 75% of the kinetic energy can be obtained from the spring drive (8; 10, 12).
10. The device as claimed in one of claims 1 to 9, characterized in that the holding means are designed as uncontrolled holding means with stop magnets, the
stop magnets (26) being designed as permanent magnets.
11. The device as claimed in claim 10, characterized in that the lever ends for the step-up comprise magnetic stays for the holding means.
12. The device as claimed in one of claims 1 to 11, characterized in that, in a third shed position of the driving parts (4) between the upper shed position
and the lower shed position, no force is exerted on the driving parts (4).
13. The device as claimed in claim 12, characterized in that the third shed position forms a middle shed position of the driving parts (4).
1. Dispositif de commande du mouvement transversal des fils de chaîne d'une machine à
tisser le textile, notamment d'une machine à tisser le textile à mouvement indépendant
des lisses, comportant un grand nombre de pièces d'entraînement (4) des fils de chaîne
servant à entraîner les fils de chaîne, et ayant chacun un entraînement à ressort
(8, 10, 12) comportant un moyen à ressort et des moyens de retenue, la force de retenue
des moyens de retenue (26) étant opposée à la force d'entraînement exercée par l'entraînement
à ressort (8, 10, 12) et permet de tenir les pièces d'entraînement (4) dans une position
de foule haute et dans une position de foule basse contre la force des ressorts, les
pièces d'entraînement (4) étant reliées par coopération en outre chaque fois avec
un moteur électrique (32, 34) par l'intermédiaire d'éléments de transmission de force
(24, 30), et dont la commande est lancée par une commande de foule par les pièces
d'entraînement (4), et l'action des moyens de retenue (26) peut être vaincue par la
somme des forces exercées par l'entraînement à ressort (8, 10, 12) et le moteur électrique
(32, 34),
dispositif
caractérisé en ce que
- les pièces d'entraînement (4) sont reliées en coopération à un moteur électrique
(32, 34) respectif par des éléments de transmission de force (24, 30) de longueurs
différentes, de façon étagée ou en registre, et
- les moteurs électriques (32, 34) ont une démultiplication par rapport aux pièces
d'entraînement (4) pour qu'un mouvement des moteurs électriques (32, 34) produise
un mouvement plus grand des pièces d'entraînement (4).
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
un mouvement des moteurs électriques (32, 34) produit un mouvement au moins double
des pièces d'entraînement (4).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
les pièces d'entraînement (4) comme lisses sont reliées en coopération par des tiges
de poussée et de traction (30) avec un moteur électrique (32) par l'intermédiaire
d'un levier de démultiplication (28) associé.
4. Dispositif selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
les pièces d'entraînement (4) coopèrent avec un moteur électrique (32) par l'intermédiaire
de câbles d'entraînement (24), et des galets de renvoi (14) respectifs, sont prévus
entre les pièces d'entraînement et les moteurs électriques (32) avec les éléments
de ressort de l'entraînement à ressort (10, 12).
5. Dispositif selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
les pièces d'entraînement (4) coopèrent avec un moteur électrique (34) par des câbles
d'entraînement (24), et
un levier de renvoi (22) avec démultiplication, respectif, est chaque fois prévu entre
les pièces d'entraînement (4) et les moteurs électriques (34) avec des éléments de
ressort de l'entraînement à ressort (10, 12).
6. Dispositif selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce que
les galets de renvoi (14) ou les leviers de renvoi (22) renvoient avec une démultiplication
de course, les câbles d'entraînement (24) sur un angle de 60°-120° et de préférence
sur un angle de 75°-105°.
7. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 6,
caractérisé en ce que
les pièces d'entraînement (4) pour les fils de chaîne (2) sont prévues d'un côté sur
des moyens à ressort (12) installés de manière fixe des entraînements de ressort,
et qui sont opposés aux moteurs électriques (32, 34) et aux galets de renvoi (14)
ou au levier de renvoi (22) avec démultiplication de course.
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
les entraînement à ressort (8, 10, 12) sont conçus pour que lors d'un fonctionnement
des pièces d'entraînement (4) à la fréquence propre de l'entraînement à ressort (8,
10, 12), la plus grande partie de l'énergie du mouvement, provient de l'entraînement
à ressort (8, 10, 12).
9. Dispositif selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
les entraînement à ressort (8, 10, 12) sont conçus pour qu'en cas de fonctionnement
avec les pièces d'entraînement (4) à la fréquence propre de l'entraînement à ressort
(8, 10, 12), au moins 75 % de l'énergie cinétique provient de l'entraînement à ressort
(8, 10, 12).
10. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que
les moyens de retenue sont réalisés sous la forme de moyens de retenue non commandés
avec des aimants de butée,
les aimants de butée (26) étant des aimants permanents.
11. Dispositif selon la revendication 10,
caractérisé en ce que
les extrémités des leviers pour la démultiplication, comportent des contre appuis
magnétiques pour les moyens de retenue.
12. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce que
pour une troisième position de la foule des pièces d'entraînement (4), aucune force
n'est exercée sur les pièces d'entraînement (4) entre la position de foule haute et
la position de foule basse.
13. Dispositif selon la revendication 12,
caractérisé en ce que
la troisième position de foule est une position de foule moyenne pour les pièces d'entraînement
(4).
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