(19)
(11) EP 2 126 202 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
07.10.2015  Patentblatt  2015/41

(21) Anmeldenummer: 08701485.8

(22) Anmeldetag:  15.01.2008
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
D21F 1/80(2006.01)
D21F 9/00(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2008/050375
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2008/090052 (31.07.2008 Gazette  2008/31)

(54)

VERFAHREN ZUM ENTWÄSSERN VON ZELLSTOFF UND ENTWÄSSERUNGSMASCHINE ZUR DURCHFÜHRUNG DES VERFAHRENS

METHOD FOR DEHYDRATING PULP, AND DEHYDRATION MACHINE FOR CARRYING OUT THE METHOD

PROCÉDÉ D'ÉGOUTTAGE DE PÂTE DE CELLULOSE ET INSTALLATION D'ÉGOUTTAGE POUR LA RÉALISATION DU PROCÉDÉ


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 25.01.2007 DE 102007000036

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
02.12.2009  Patentblatt  2009/49

(73) Patentinhaber: Voith Patent GmbH
89522 Heidenheim (DE)

(72) Erfinder:
  • MOHRHARDT, Günther
    000 Sao Paolo (BR)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 803 346
DE-A1- 3 343 941
DE-A1- 19 950 805
WO-A-97/42374
DE-A1- 3 414 087
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entwässern von Zellstoff in einem Former, in welchem der von einem Stoffauflauf auf ein unteres Sieb aufgebrachte Zellstoff zwischen dem unteren Sieb und einem oberen Sieb bei zumindest streckenweiser Ausbildung einer Doppelsiebzone über eine Umlenkwalze geführt wird.

    [0002] Weiterhin betrifft die Erfindung eine Entwässerungsmaschine für Zellstoff, umfassend einen Former mit einem unteren Sieb und einem oberen Sieb, die zumindest streckenweise eine Doppelsiebzone bilden und dabei mit dem zwischen ihnen liegenden, von einem Stoffauflauf auf das untere Sieb aufgebrachten Zellstoff über eine Umlenkwalze geführt sind. Die Entwässerungsmaschine eignet sich insbesondere zur Durchführung des Verfahrens.

    [0003] Eine derartige Entwässerungsmaschine ist beispielsweise aus der Internationalen Anmeldung WO 00/31336 A1 bekannt. Der verhältnismäßig kurzen Doppelsiebzone dieser Entwässerungsmaschine ist ein keilförmig konvergierender und durch die beiden Siebe gebildeter Raum vorgeordnet, in den ein Stoffauflauf den Zellstoff mit einem ersten Trockengehalt einbringt. Die beiden durch den Raum geführten Siebe werden auf Kammereinheiten gehalten, von welchen jede wenigstens eine Siebwasser aufnehmende Kammer enthält.

    [0004] Die in der Figur 2 der genannten Druckschrift gezeigte Entwässerungsmaschine weist den Nachteil auf, dass sie aufgrund der jeweils begrenzten Entwässerungskapazitäten der Kammereinheiten lediglich mit einer begrenzten Produktionsgeschwindigkeit, das heißt Siebgeschwindigkeit betrieben werden kann. Diese liegt üblicherweise in einem Bereich von bis zu 200 m/min. Aufgrund der reduzierten Produktionsgeschwindigkeit der Entwässerungsmaschine ist ebenfalls auch deren Produktionsmenge bei einer üblichen Maschinenbreite entsprechend gering.

    [0005] Zudem sind infolge der begrenzten Entwässerungskapazitäten der Kammereinheiten auch die Trockengehalte des Zellstoffs am Ende des Formers nicht überragend gut, so dass kostenintensive Maßnahmen in dem Former nachgeordneten Bereichen der Entwässerungsmaschine vollzogen werden müssen, um den Zellstoff letztendlich doch noch auf ein akzeptables Maß zu trocknen. Und mit geringeren Trockengehalten des Zellstoffs verringern sich natürlich auch die Nassfestigkeiten des Zellstoffs, so dass er technologisch schwieriger zu handhaben ist.

    [0006] Die Dokumente DE3414087 A1, WO97/42374 und DE 3343941 A1 beschreiben Entwässerungsvorrichtungen zur Entwässerung von Faserstoffbahnen. Die mittels eines Stoffauflaufes auf ein Sieb aufgegebene Faserstoffsuspension wird in einem ersten Abschnitt durch das Sieb hindurch teilweise entwässert. In einem zweiten Abschnitt ist ein Doppelsiebbereich mit einem zweiten Sieb vorgesehen, in dem die Faserstoffsuspension und die schon teilweise gebildete Faserstoffteilbahn durch das zweite Sieb hindurch entwässert werden.

    [0007] Es ist also die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Entwässerungsmaschine der eingangs genannten Arten derart weiterzubilden, dass die Nachteile des Stands der Technik überwunden werden und dass höhere Trockengehalte des Zellstoffs energieeffizient und kostengünstig erreicht werden können.

    [0008] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Zellstoff in einer der Doppelsiebzone in Sieblaufrichtung des unteren Siebs vorgeordneten Vorentwässerungszone mittels des unteren Siebs vorentwässert wird und dass der Zellstoff in der eine weitere Umlenkwalze aufweisenden Doppelsiebzone mittels von den beiden Sieben aufgebrachter Siebspannungen weiter entwässert wird.

    [0009] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird auf diese Weise vollkommen gelöst.

    [0010] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht die Erreichung höherer Trockengehalte des Zellstoffs aufgrund einer verbesserten, das heißt intensivierten Entwässerung des Zellstoffs selbst bei höheren Siebgeschwindigkeiten. Die Intensivierung der Entwässerung erfolgt einerseits durch deren Aufteilung in verschiedene Phasen, anderseits durch die Art der Entwässerung. So ist eine Entwässerung infolge aufgebrachter Siebspannungen unter anderem auch wesentlich sanfter als eine Entwässerung infolge der Einbringung von Druckimpulsen, seien sie nun mechanisch oder pneumatisch. Somit lässt sich bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens eine größere Menge an Zellstoff mit verbesserten Trockengehalten und verbesserten Eigenschaften herstellen.

    [0011] Zudem kann bei der Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens auf "energiefressende" Entwässerungselemente weitestgehend, vorzugsweise sogar vollständig verzichtet werden. So reduzieren sich im Vergleich mit den bekannten Verfahren zum Entwässern von Zellstoff in einem Former die erforderliche Antriebsleistung um etwa 25 % sowie der zu installierende Vakuumbedarf um etwa 40 %.

    [0012] In einer ersten bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das untere Sieb zur weiteren Entwässerung des Zellstoffs eine untere Siebspannung von mindestens 20 kN/m, vorzugsweise von mindestens 25 kN/m, insbesondere von mindestens 30 kN/m, erbringt und dass das obere Sieb zur weiteren Entwässerung des Zellstoffs eine obere Siebspannung von mindestens 6 kN/m, vorzugsweise von mindestens 8 kN/m, insbesondere von mindestens 10 kN/m, erbringt. Diese Siebspannungsbereiche verbessern die Trockengehalte des Zellstoffs wesentlich, wobei sie sowohl technologisch als auch maschinenbaulich ohne größere Anstrengungen realisiert werden können.

    [0013] Zudem kann auch ein Zellstoff, der ein Flächengewicht von 600 bis 1.200 g/m2 und/oder eine Konsistenz von 1,2 bis 2,2 % aufweist, auch bevorzugt bei einer Siebgeschwindigkeit von mindestens 200 m/min, vorzugsweise von mindestens 250 m/min, insbesondere von mindestens 300 m/min, entwässert werden. Diese Siebgeschwindigkeiten erlauben also, im Vergleich mit heutigen Verfahren zum Entwässern von Zellstoff in einem Former, bei einer üblichen Maschinenbreite um bis zu 25 % höhere Produktionsmengen, und dies bei zumindest gleichguten Trockengehalten und bei geringeren Antriebsleistungen und reduziertem Vakuumbedarf. Folglich zeichnet sich das erfindungsgemäße Verfahren insgesamt auch durch einen geringeren Energieaufwand aus.

    [0014] In Hinblick auf eine kostengünstige und sanfte initiale Entwässerung ist es von Vorteil, wenn der Zellstoff im Bereich der Vorentwässerungszone mit einem Vakuum kleiner oder gleich 0,1 bar, vorzugsweise kleiner oder gleich 0,8 bar, entwässert wird. Zudem wird der zu installierende Vakuumbedarf merklich reduziert.

    [0015] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird bei einer Entwässerungsmaschine der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass der Doppelsiebzone in Sieblaufrichtung des unteren Siebs eine aus einem Abschnitt des unteren Siebs gebildete Vorentwässerungszone vorgeordnet ist, dass die Umlenkwalze einen geschlossenen Walzenmantel aufweist und außenseitig mit einer Auffangeinrichtung für abgeschleudertes Siebwasser versehen ist und dass der Umlenkwalze in Sieblaufrichtung des unteren Siebs eine weitere, beide Siebe führende Umlenkwalze, die einen geschlossenen Walzenmantel aufweist und unterseitig mit einer Auffangeinrichtung für abgeschleudertes Siebwasser versehen ist, nachgeordnet ist.

    [0016] Hierdurch ergeben sich die bereits genannten erfindungsgemäßen Vorteile gegenüber dem bekannten Stand der Technik. Zudem kann ohne teure Einbauten und ohne eine räumliche Vergrößerung der Entwässerungsmaschine eine stärkere Entwässerung des Zellstoffs erzielt werden. Und überdies können die beiden Umlenkwalzen relativ günstig hergestellt und etwaige Probleme mit an ihnen wirkenden Abstreifeinrichtungen vermieden werden.

    [0017] Zudem wird auf die Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens von "energiefressenden" Entwässerungselementen weitestgehend, vorzugsweise sogar vollständig verzichtet. So reduzieren sich im Vergleich mit den bekannten Entwässerungsmaschinen die erforderliche Antriebsleistung um etwa 25 % sowie der zu installierende Vakuumbedarf um etwa 40 %.

    [0018] Durch eine derartige Ausbildung der Entwässerungsmaschine lassen sich gegenüber den bekannten Ausführungsformen außerordentlich große Mengen an Siebwasser aus dem Zellstoff abführen und somit höhere Trockengehalte erzielen. Denn durch die Geschlossenheit der Walzenmäntel vermag im jeweiligen Umschlingungsbereich kein Siebwasser aus dem Zellstoff durch das jeweils anliegende Sieb in Richtung zum Walzenmantel hin hindurch zu treten. In diesem Bereich fließt das Siebwasser infolge der Siebspannung in die andere Richtung, das heißt nach außen und wird von dem jeweils außen liegenden Sieb durch Fliehkraft in die jeweilige Auffangeinrichtung abgeschleudert. Die Trockengehalte des Zellstoffs werden folglich merklich erhöht.

    [0019] Damit eine ausreichende Entwässerungslänge zwecks Erreichung höherer Trockengehalte des Zellstoffs gegeben ist, weisen die beiden Umlenkwalzen bevorzugt jeweils einen Walzendurchmesser im Bereich von 1.200 bis 1.750 mm, vorzugsweise von 1.450 bis 1.600 mm, auf.

    [0020] Weiterhin ist es von Vorteil, wenn die beiden Siebe die erste Umlenkwalze bevorzugt mit einem ersten Umschlingungswinkel in einem Bereich von 90 bis 135°, vorzugsweise von 110 bis 125°, umschlingen. Dies erhöht wiederum bei einer extrem sanften Entwässerung die Entwässerungslänge und somit die Trockengehalte des Zellstoffs.

    [0021] Damit technologisch günstige Entwässerungsbedingungen bereits von Anfang an gegeben sind, kann die aus einem Abschnitt des unteren Siebs gebildete Vorentwässerungszone bevorzugt horizontal oder annähernd horizontal ausgerichtet sein. Zudem kann das Entwässerungsverhalten des Zellstoffs bei einer derartigen Ausgestaltung relativ einfach beeinflusst und gesteuert/geregelt werden.

    [0022] Hinsichtlich der Erreichung einer möglichst kurzen Entwässerungsmaschine und der Vermeidung einer Rückbefeuchtung des Zellstoffs ist es vorteilhaft, wenn die beiden Siebe bevorzugt in der unteren Walzenhälfte von der ersten Umlenkwalze ablaufen. Dabei laufen sie in günstiger Weise - in Sieblaufrichtung des unteren Siebs gesehen - in dem ersten unteren Quadranten von der ersten Umlenkwalze ab und in der oberen Walzenhälfte auf die zweite Umlenkwalze auf.

    [0023] Wiederum ist es von Vorteil, wenn die beiden Siebe die zweite Umlenkwalze bevorzugt mit einem zweiten Umschlingungswinkel in einem Bereich von 125 bis 180°, vorzugsweise von 145 bis 165°, umschlingen. Dies erhöht bei einer extrem sanften Entwässerung erneut die Entwässerungslänge und somit die Trockengehalte des Zellstoffs.

    [0024] Ferner laufen die beiden Siebe bevorzugt in der unteren Walzenhälfte von der zweiten Umlenkwalze ab. Dabei laufen sie in günstiger Weise - in Sieblaufrichtung des unteren Siebs gesehen - in dem ersten unteren Quadranten von der zweiten Umlenkwalze vorzugsweise gemeinsam ab. Dies begünstigt erneut die Erreichung einer möglichst kurzen Entwässerungsmaschine und die Vermeidung einer Rückbefeuchtung des Zellstoffs.

    [0025] Damit die geforderte Entwässerungsleistung infolge aufgebrachter Siebspannungen erfüllt werden kann weist das untere Sieb bevorzugt eine untere Siebspannung von mindestens 20 kN/m, vorzugsweise von mindestens 25 kN/m, insbesondere von mindestens 30 kN/m, und das obere Sieb bevorzugt eine obere Siebspannung von mindestens 6 kN/m, vorzugsweise von mindestens 8 kN/m, insbesondere von mindestens 10 kN/m, auf.

    [0026] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnung.

    [0027] Es zeigt die einzige Figur eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Entwässerungsmaschine 1 für Zellstoff 2, die einen Former 3 umfasst.

    [0028] Der Former 3 weist ein unteres Sieb 4 und ein oberes Sieb 5 auf, die zumindest streckenweise eine Doppelsiebzone 6 bilden. Dabei sind die mit dem zwischen ihnen liegenden, von einem lediglich angedeuteten Stoffauflauf 7 auf das untere Sieb 4 aufgebrachten Zellstoff 2 über eine Umlenkwalze 8 geführt.

    [0029] Der Doppelsiebzone 6 ist in Sieblaufrichtung S (Pfeil) des unteren Siebs 4 eine aus einem Abschnitt des unteren Siebs 4 gebildete Vorentwässerungszone 9 vorgeordnet. Diese horizontal oder annähernd horizontal ausgerichtete Vorentwässerungszone 9 weist eine Länge L.9 im Bereich von 5.000 bis 8.000 mm auf und ist unterseitig, also das untere Sieb 4 und den darauf liegenden Zellstoff 2 führend mit mehreren bekannten Entwässerungselementen versehen. Diese Entwässerungselemente sind mit dem Bezugszeichen 10 versehen und erzeugen jeweils ein Vakuum V.10 kleiner oder gleich 0,1 bar, vorzugsweise kleiner oder gleich 0,8 bar. Das untere Sieb 4 ist vor seinem Einlauf in die Vorentwässerungszone 9 um eine Brustwalze 11 geführt, in deren Bereich der Stoffauflauf 7 den Zellstoff 2 auf dasselbige aufbringt.

    [0030] Die Umlenkwalze 8 weist einen geschlossenen Walzenmantel M.8 auf und ist außenseitig mit einer Auffangeinrichtung 12 für abgeschleudertes Siebwasser (Pfeile) versehen. Die Auffangeinrichtung 12 erstreckt sich in einem Maße, dass alles aufgrund des Wirkens von Fliehkraft abgeschleuderte Siebwasser (Pfeile) vollumfänglich aufgefangen wird und prozesssicher aus dem Former 3 entfernt werden kann, beispielsweise mittels einer nicht dargestellten, dem Fachmann jedoch bekannten Siebwasserrinne.

    [0031] Ferner weist die Umlenkwalze 8 einen Walzendurchmesser D.8 im Bereich von 1.200 bis 1.750 mm, vorzugsweise von 1.450 bis 1.600 mm, auf und ist von den beiden Sieben 4, 5 mit einem ersten Umschlingungswinkel A.8 in einem Bereich von 90 bis 135°, vorzugsweise von 110 bis 125°, umschlungen. Somit laufen die beiden Siebe 4, 5 in der unteren Walzenhälfte, vorzugsweise in dem ersten unteren Quadranten Q.8, von der ersten Umlenkwalze 8 ab.

    [0032] Der Umlenkwalze 8 ist in Sieblaufrichtung S (Pfeil) des unteren Siebs 4 eine weitere, beide Siebe 4, 5 führende Umlenkwalze 13, die wiederum einen geschlossenen Walzenmantel M.13 aufweist und unterseitig mit einer Auffangeinrichtung 14 für abgeschleudertes Siebwasser (Pfeile) versehen ist, nachgeordnet. Auch diese Auffangeinrichtung 14 erstreckt sich in einem Maße, dass alles aufgrund des Wirkens von Fliehkraft abgeschleuderte Siebwasser (Pfeile) vollumfänglich aufgefangen wird und prozesssicher aus dem Former 3 entfernt werden kann, beispielsweise mittels einer nicht dargestellten, dem Fachmann jedoch bekannten Siebwasserrinne.

    [0033] Die Umlenkwalze 13 weist einen Walzendurchmesser D.13 im Bereich von 1.200 bis 1.750 mm, vorzugsweise von 1.450 bis 1.600 mm, auf. Die beiden Siebe 4, 5 laufen in der oberen Walzenhälfte auf die zweite Umlenkwalze 13 auf und umschlingen sie mit einem zweiten Umschlingungswinkel A.13 in einem Bereich von 125 bis 180°, vorzugsweise von 145 bis 165°. Anschließend laufen die beiden Siebe 4, 5 in der unteren Walzenhälfte, vorzugsweise in dem ersten unteren Quadranten Q.13, von der zweiten Umlenkwalze 13 vorzugsweise gemeinsam ab. Anschließend sind die beiden Siebe 4, 5 über einen Trennsauger 15 geführt, in dessen Bereich sie aufgrund der vorliegenden Geometrie getrennt werden und die Doppelsiebzone 6 somit beendet wird. Der Zellstoff 2 wird nach der Trennung der beiden Siebe 4, 5 auf dem unteren Sieb 4 mitgeführt und zu einem späteren Zeitpunkt in bekannter Weise in eine nicht dargestellte Pressenpartie der Entwässerungsmaschine 1 überführt.

    [0034] Das untere Sieb 4 weist eine untere Siebspannung T.4 (Doppelpfeil) von mindestens 20 kN/m, vorzugsweise von mindestens 25 kN/m, insbesondere von mindestens 30 kN/m, auf, wohingegen das obere Sieb 5 eine obere Siebspannung T.5 (Doppelpfeil) von mindestens 6 kN/m, vorzugsweise von mindestens 8 kN/m, insbesondere von mindestens 10 kN/m, aufweist.

    [0035] Die in der einzigen Figur beschriebene Einrichtung 1 eignet sich in einem besonderen Maße zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Entwässern von Zellstoff 2 in einem Former 3, in welchem der von einem Stoffauflauf 7 auf ein unteres Sieb 4 aufgebrachte Zellstoff 2 zwischen dem unteren Sieb 4 und einem oberen Sieb 5 bei zumindest streckenweiser Ausbildung einer Doppelsiebzone 6 über eine Umlenkwalze 8 geführt wird, wobei der Zellstoff 2 in einer der Doppelsiebzone 6 in Sieblaufrichtung S (Pfeil) des unteren Siebs 4 vorgeordneten Vorentwässerungszone 9 mittels des unteren Siebs 4 vorentwässert wird und wobei der Zellstoff 2 in der eine weitere Umlenkwalze 13 aufweisenden Doppelsiebzone 6 mittels von den beiden Sieben 4, 5 aufgebrachter Siebspannungen T.4 (Doppelpfeil), T.5 (Doppelpfeil) weiter entwässert wird.

    [0036] Der Zellstoff 2, der vorzugsweise ein Flächengewicht F von 600 bis 1.200 g/m2 und/oder eine Konsistenz K von 1,2 bis 2,2 % aufweist, lässt sich somit bei einer Siebgeschwindigkeit v (Pfeil) von mindestens 200 m/min, vorzugsweise von mindestens 250 m/min, insbesondere von mindestens 300 m/min, entwässern.

    [0037] Zusammenfassend ist festzuhalten, dass durch die Erfindung sowohl ein Verfahren als auch eine Entwässerungsmaschine der eingangs genannten Arten derart verbessert werden, dass die Nachteile des Stands der Technik überwunden werden und dass höhere Trockengehalte des Zellstoffs effizient und kostengünstig erreicht werden können.

    Bezugszeichenliste



    [0038] 
    1
    Entwässerungsmaschine
    2
    Zellstoff
    3
    Former
    4
    Unteres Sieb
    5
    Oberes Sieb
    6
    Doppelsiebzone
    7
    Stoffauflauf
    8
    Umlenkwalze
    9
    Vorentwässerungszone
    10
    Entwässerungselement
    11
    Brustwalze
    12
    Auffangeinrichtung
    13
    Umlenkwalze
    14
    Auffangeinrichtung
    15
    Trennsauger
    A.8
    Erster Umschlingungswinkel
    A.13
    Zweiter Umschlingungswinkel
    D.8
    Walzendurchmesser
    D.13
    Walzendurchmesser
    F
    Flächengewicht
    K
    Konsistenz
    L.9
    Länge
    M.8
    Walzenmantel
    M.13
    Walzenmantel
    Q.8
    Erster unterer Quadrant
    Q.13
    Erster unterer Quadrant
    S
    Sieblaufrichtung (Pfeil)
    T.4
    Untere Siebspannung (Doppelpfeil)
    T.5
    Obere Siebspannung (Doppelpfeil)
    V.10
    Vakuum
    v
    Siebgeschwindigkeit



    Ansprüche

    1. Verfahren zum Entwässern von Zellstoff (2) in einem Former (3), in welchem der von einem Stoffauflauf (7) auf ein unteres Sieb (4) aufgebrachte Zellstoff (2) zwischen dem unteren Sieb (4) und einem oberen Sieb (5) bei zumindest streckenweiser Ausbildung einer Doppelsiebzone (6) über eine Umlenkwalze (8) geführt wird,
    wobei der Zellstoff (2) in einer der Doppelsiebzone (6) in Sieblaufrichtung (S) des unteren Siebs (4) vorgeordneten Vorentwässerungszone (9) mittels des unteren Siebs (4) vorentwässert wird und
    wobei der Zellstoff (2) in der eine weitere Umlenkwalze (13) aufweisenden Doppelsiebzone (6) mittels von den beiden Sieben (4, 5) aufgebrachter Siebspannungen (T.4, T.5) weiter entwässert wird,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das untere Sieb (4) zur weiteren Entwässerung des Zellstoffs (2) eine untere Siebspannung (T.4) von mindestens 20 kN/m, vorzugsweise von mindestens 25 kN/m, insbesondere von mindestens 30 kN/m, erbringt und dass das obere Sieb (5) zur weiteren Entwässerung des Zellstoffs (2) eine obere Siebspannung (T.5) von mindestens 6 kN/m, vorzugsweise von mindestens 8 kN/m, insbesondere von mindestens 10 kN/m, erbringt.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der ein Flächengewicht (F) von 600 bis 1.200 g/m2 und/oder eine Konsistenz (K) von 1,2 bis 2,2 % aufweisende Zellstoff (2) bei einer Siebgeschwindigkeit (v) von mindestens 200 m/min, vorzugsweise von mindestens 250 m/min, insbesondere von mindestens 300 m/min, entwässert wird.
     
    3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Zellstoff (2) im Bereich der Vorentwässerungszone (9) mit einem Vakuum (V.10) kleiner oder gleich 0,1 bar, vorzugsweise kleiner oder gleich 0,8 bar, entwässert wird.
     
    4. Entwässerungsmaschine (1) für Zellstoff (2), umfassend einen Former (3) mit einem unteren Sieb (4) und einem oberen Sieb (5), die zumindest streckenweise eine Doppelsiebzone (6) bilden und dabei mit dem zwischen ihnen liegenden, von einem Stoffauflauf (7) auf das untere Sieb (4) aufgebrachten Zellstoff (2) über eine Umlenkwalze (8) geführt sind,
    wobei der Doppelsiebzone (6) in Sieblaufrichtung (S) des unteren Siebs (4) eine aus einem Abschnitt des unteren Siebs (4) gebildete Vorentwässerungszone (9) vorgeordnet ist,
    wobei die Umlenkwalze (8) einen geschlossenen Walzenmantel (M.8) aufweist und außenseitig mit einer Auffangeinrichtung (12) für abgeschleudertes Siebwasser versehen ist und
    wobei der Umlenkwalze (8) in Sieblaufrichtung (S) des unteren Siebs (4) eine weitere, beide Siebe (4, 5) führende Umlenkwalze (13), die einen geschlossenen Walzenmantel (M.13) aufweist und unterseitig mit einer Auffangeinrichtung (14) für abgeschleudertes Siebwasser versehen ist, nachgeordnet ist,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das untere Sieb (4) eine untere Siebspannung (T.4) von mindestens 20 kN/m, vorzugsweise von mindestens 25 kN/m, insbesondere von mindestens 30 kN/m, aufweist und
    dass das obere Sieb (5) eine obere Siebspannung (T.5) von mindestens 6 kN/m aufweist.
     
    5. Entwässerungsmaschine (1) nach Anspruch 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die beiden Umlenkwalzen (8, 13) jeweils einen Walzendurchmesser (D.8, D.13) im Bereich von 1.200 bis 1.750 mm, vorzugsweise von 1.450 bis 1.600 mm, aufweisen.
     
    6. Entwässerungsmaschine (1) nach Anspruch 4 oder 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die beiden Siebe (4, 5) die erste Umlenkwalze (8) mit einem ersten Umschlingungswinkel (A.8) in einem Bereich von 90 bis 135°, vorzugsweise von 110 bis 125°, umschlingen.
     
    7. Entwässerungsmaschine (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die beiden Siebe (4, 5) in der unteren Walzenhälfte von der ersten Umlenkwalze (8) ablaufen.
     
    8. Entwässerungsmaschine (1) nach Anspruch 7,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die beiden Siebe (4, 5) - in Sieblaufrichtung (S) des unteren Siebs (4) gesehen - in dem ersten unteren Quadranten (Q.8) von der ersten Umlenkwalze (8) ablaufen.
     
    9. Entwässerungsmaschine (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 8,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die beiden Siebe (4, 5) in der oberen Walzenhälfte auf die zweite Umlenkwalze (13) auflaufen.
     
    10. Entwässerungsmaschine (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 9,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die beiden Siebe (4, 5) die zweite Umlenkwalze (13) mit einem zweiten Umschlingungswinkel (A.13) in einem Bereich von 125 bis 180°, vorzugsweise von 145 bis 165°, umschlingen.
     
    11. Entwässerungsmaschine (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 10,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die beiden Siebe (4, 5) in der unteren Walzenhälfte von der zweiten Umlenkwalze (13) ablaufen.
     
    12. Entwässerungsmaschine (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 11,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die beiden Siebe (4, 5) - in Sieblaufrichtung (S) des unteren Siebs (4) gesehen - in dem ersten unteren Quadranten (Q.13) von der zweiten Umlenkwalze (13) vorzugsweise gemeinsam ablaufen.
     
    13. Entwässerungsmaschine (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 12,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das obere Sieb (5) eine obere Siebspannung (T.5) von mindestens 8 kN/m, vorzugsweise von mindestens 10 kN/m, insbesondere von mindestens 12 kN/m, aufweist.
     


    Claims

    1. Method for dewatering pulp (2) in a former (3), in which the pulp (2), applied to a lower wire (4) by a headbox (7), is led between the lower wire (4) and an upper wire (5) over a deflection roll (8), forming a twin-wire zone (6), at least over some distance,
    the pulp (2) being pre-dewatered by means of the lower wire (4) in a pre-dewatering zone (9) arranged upstream of the twin-wire zone (6) in the wire running direction (S) of the lower wire (4), and
    the pulp (2) being dewatered further in the twin-wire zone (6) having a further deflection roll (13) by means of wire tensions (T.4, T.5) applied by the two wires (4, 5)
    characterized in that
    for the further dewatering of the pulp (2), the lower wire (4) produces a lower wire tension (T.4) of at least 20 kN/m, preferably of at least 25 kN/m, in particular of at least 30 kN/m,
    and in that, for the further dewatering of the pulp (2), the upper wire (5) produces an upper wire tension (T.5) of at least 6 kN/m, preferably of at least 8 kN/m, in particular of at least 10 kN/m.
     
    2. Method according to Claim 1,
    characterized in that
    the pulp (2), having a weight per unit area (F) of 600 to 1200 g/m2 and/or a consistency (K) of 1.2 to 2.2%, is dewatered at a wire speed (v) of at least 200 m/min, preferably of at least 250 m/min, in particular of at least 300 m/min.
     
    3. Method according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    in the area of the pre-dewatering zone (9), the pulp (2) is dewatered with a vacuum (V.10) of less than or equal to 0.1 bar, preferably less than or equal to 0.8 bar.
     
    4. Dewatering machine (1) for pulp (2), comprising a former (3) having a lower wire (4) and an upper wire (5), which form a twin-wire zone (6), at least over some distance, and in this case are led over a deflection roll (8) with the pulp (2) located between them and applied to the lower wire (4) by a headbox (7),
    a pre-dewatering zone (9) formed from a section of the lower wire (4) being arranged upstream of the twin-wire zone (6) in the wire running direction (S) of the lower wire (4),
    the deflection roll (8) having a closed roll shell (M.8) and being provided on the outside with a collecting device (12) for white water that is thrown off, and
    a further deflection roll (13), which guides both wires (4, 5), has a closed roll shell (M.13) and is provided on the underside with a collecting device (14) for white water that is thrown off, being arranged downstream of the deflection roll (8) in the wire running direction (S) of the lower wire (4),
    characterized in that
    the lower wire (4) has a lower wire tension (T.4) of at least 20 kN/m, preferably of at least 25 kN/m, in particular of at least 30 kN/m, and
    in that the upper wire (5) has an upper wire tension (T.5) of at least 6 kN/m.
     
    5. Dewatering machine (1) according to Claim 4, characterized in that
    the two deflection rolls (8, 13) each have a roll diameter (D.8, D.13) in the range from 1200 to 1750 mm, preferably from 1450 to 1600 mm.
     
    6. Dewatering machine (1) according to Claim 4 or 5, characterized in that
    the two wires (4, 5) wrap around the first deflection roll (8) with a first wrap angle (A.8) in a range from 90 to 135°, preferably from 110 to 125°.
     
    7. Dewatering machine (1) according to one of Claims 4 to 6,
    characterized in that
    the two wires (4, 5) run off the first deflection roll (8) in the lower roll half.
     
    8. Dewatering machine (1) according to Claim 7, characterized in that
    the two wires (4, 5) - seen in the wire running direction (S) of the lower wire (4) - run off the first deflection roll (8) in the first lower quadrant (Q.8).
     
    9. Dewatering machine (1) according to one of Claims 4 to 8,
    characterized in that
    the two wires (4, 5) run onto the second deflection roll (13) in the upper roll half.
     
    10. Dewatering machine (1) according to one of Claims 4 to 9,
    characterized in that
    the two wires (4, 5) wrap around the second deflection roll (13) with a second wrap angle (A.13) in a range from 125 to 180°, preferably from 145 to 165°.
     
    11. Dewatering machine (1) according to one of Claims 4 to 10,
    characterized in that
    the two wires (4, 5) run off the second deflection roll (13) in the lower roll half.
     
    12. Dewatering machine (1) according to one of Claims 4 to 11,
    characterized in that
    the two wires (4, 5) - seen in the wire running direction (S) of the lower wire (4) - run off the second deflection roll (13), preferably together, in the first lower quadrant (Q.13).
     
    13. Dewatering machine (1) according to one of Claims 4 to 12,
    characterized in that
    the upper wire (5) has an upper wire tension (T.5) of a least 8 kN/m, preferably of at least 10 kN/m, in particular of at least 12 kN/m.
     


    Revendications

    1. Procédé d'égouttage de pâte de cellulose (2) dans une section de formage (3), dans lequel la pâte de cellulose (2) déposée par une caisse de tête (7) sur une toile inférieure (4) est guidée entre la toile inférieure (4) et une toile supérieure (5) avec formation au moins intermittente d'une zone à double toile (6) sur un rouleau de déviation (8),
    dans lequel la pâte de cellulose (2) est pré-égouttée au moyen de la toile inférieure (4) dans une zone de pré-égouttage (9) disposée en amont de la zone à double toile (6) dans la direction de défilement de toile (S) de la toile inférieure (4) et
    dans lequel la pâte de cellulose (2) est encore égouttée dans la zone à double toile (6) présentant un autre rouleau de déviation (13) au moyen de tensions de toile (T.4, T.5) appliquées par les deux toiles (4, 5), caractérisé en ce que la toile inférieure (4) produit, pour l'égouttage ultérieur de la pâte de cellulose (2), une tension de toile inférieure (T.4) d'au moins 20 kN/m, de préférence d'au moins 25 kN/m, de préférence encore d'au moins 30 kN/m et en ce que la toile supérieure (5) produit, pour l'égouttage ultérieur de la pâte de cellulose (2), une tension de toile supérieure (T.5) d'au moins 6 kN/m, de préférence d'au moins 8 kN/m, et en particulier d'au moins 10 kN/m.
     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pâte de cellulose (2) présentant un poids par unité de surface (F) de 600 à 1200 g/m2 et/ou une consistance (K) de 1,2 à 2,2 % est égouttée à une vitesse de toile (v) d'au moins 200 m/min, de préférence d'au moins 250 m/min, et en particulier d'au moins 300 m/min.
     
    3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la pâte de cellulose (2) est égouttée dans la région de la zone de pré-égouttage (9) avec un vide (V.10) inférieur ou égal à 0,1 bar, de préférence inférieur ou égal à 0,8 bar.
     
    4. Installation d'égouttage (1) pour la pâte de cellulose (2), comprenant une section de formage (3) avec une toile inférieure (4) et une toile supérieure (5), qui forment au moins par intermittence une zone à double toile (6) et qui sont en l'occurrence guidées avec la pâte de cellulose (2) disposée entre elles et déposée par une caisse de tête (7) sur la toile inférieure (4) sur un rouleau de déviation (8),
    dans laquelle une zone de pré-égouttage (9) formée par une partie de la toile inférieure (4) est disposée en amont de la zone à double toile (6) dans la direction de défilement de toile (S) de la toile inférieure (4), dans laquelle le rouleau de déviation (8) présente une surface latérale fermée (M.8) et est muni du côté extérieur d'un dispositif de capture (12) pour l'eau d'égouttage centrifugée, et
    dans laquelle un autre rouleau de déviation (13) guidant les deux toiles (4, 5), qui présente une surface latérale fermée (M.13) et qui est muni du côté inférieur d'un dispositif de capture (14) pour l'eau d'égouttage centrifugée, est disposé en aval du rouleau de déviation (8) dans la direction de défilement de toile (S) de la toile inférieure (4),
    caractérisée en ce que la toile inférieure (4) présente une tension de toile inférieure (T.4) d'au moins 20 kN/m, de préférence d'au moins 25 kN/m, et en particulier d'au moins 30 kN/m, et en ce que la toile supérieure (5) présente une tension de toile supérieure (T.5) d'au moins 6 kN/m.
     
    5. Machine d'égouttage (1) selon la revendication 4, caractérisée en ce que les deux rouleaux de déviation (8, 13) présentent respectivement un diamètre de rouleau (D.8, D.13) compris dans la plage de 1200 à 1750 mm, de préférence de 1450 à 1600 mm.
     
    6. Machine d'égouttage (1) selon la revendication 4 ou 5, caractérisée en ce que les deux toiles (4, 5) embrassent le premier rouleau de déviation (8) avec un premier angle de contact (A.8) compris dans une plage de 90 à 135°, de préférence de 110 à 125°.
     
    7. Machine d'égouttage (1) selon l'une quelconque des revendications 4 à 6, caractérisée en ce que les deux toiles (4, 5) se déplacent dans la moitié de rouleau inférieure du premier rouleau de déviation (8).
     
    8. Machine d'égouttage (1) selon la revendication 7, caractérisée en ce que les deux toiles (4, 5) - vues dans la direction de défilement de toile (S) de la toile inférieure (4) - se déplacent dans le premier quadrant inférieur (Q.8) du premier rouleau de déviation (8).
     
    9. Machine d'égouttage (1) selon l'une quelconque des revendications 4 à 8, caractérisée en ce que les deux toiles (4, 5) se déplacent dans la moitié de rouleau supérieure sur le deuxième rouleau de déviation (13).
     
    10. Machine d'égouttage (1) selon l'une quelconque des revendications 4 à 9, caractérisée en ce que les deux toiles (4, 5) embrassent le deuxième rouleau de déviation (13) avec un deuxième angle de contact (A.13) compris dans une plage de 125 à 180°, de préférence de 145 à 165°.
     
    11. Machine d'égouttage (1) selon l'une quelconque des revendications 4 à 10, caractérisée en ce que les deux toiles (4, 5) se déplacent dans la moitié de rouleau inférieure du deuxième rouleau de déviation (13).
     
    12. Machine d'égouttage (1) selon l'une quelconque des revendications 4 à 11, caractérisée en ce que les deux toiles (4, 5) - vues dans la direction de défilement de toile (S) de la toile inférieure (4) - se déplacent de préférence de concert dans le premier quadrant inférieur (Q.13) du deuxième rouleau de déviation (13).
     
    13. Machine d'égouttage (1) selon l'une quelconque des revendications 4 à 12, caractérisée en ce que la toile supérieure (5) présente une tension de toile supérieure (T.5) d'au moins 8 kN/m, de préférence d'au moins 10 kN/m, et en particulier d'au moins 12 kN/m.
     




    Zeichnung








    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente