| (19) |
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(11) |
EP 2 126 482 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.03.2012 Patentblatt 2012/11 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.11.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/062709 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/077697 (03.07.2008 Gazette 2008/27) |
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KÜHLMÖBEL MIT ZWEI THERMISCH VONEINANDER GETRENNTEN FÄCHERN
COOLING FURNITURE COMPRISING TWO THERMALLY SEPARATE COMPARTMENTS
MEUBLE DE RÉFRIGÉRATION COMPRENANT DEUX COMPARTIMENTS THERMIQUEMENT SÉPARÉS L'UN DE
L'AUTRE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
22.12.2006 DE 102006061091
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.12.2009 Patentblatt 2009/49 |
| (60) |
Teilanmeldung: |
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11190861.2 / 2426434 |
| (73) |
Patentinhaber: BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH |
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81739 München (DE) |
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Erfinder: |
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- BAUER, Peter
81827 München (DE)
- MRZYGLOD, Matthias
89075 Ulm (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 703 422 WO-A-96/19704 JP-A- 2001 065 713 US-A1- 2003 131 618
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EP-A- 1 462 740 JP-A- 6 159 817 JP-A- 2001 065 713
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- "2002 ASHRAE HANDBOOK, REFRIGERATION", 2002, ASHRAE, Atlanta page 45.10,
- "2002 ASHRAE HANDBOOK, REFRIGERATION", 2002, ASHRAE, Atlanta page 45.10,
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Kühlmöbel mit zwei thermisch voneinander getrennten Fächern,
deren Verdampfer zusammen mit einem Verdichter und einem Verflüssiger in einem Kältekreis
liegen und von dem Verdichter bei einer Signalisierung eines Kältebedarfs in den Fächern
mit flüssigem Kältemittel beaufschlagt werden, wobei die zur Kälteerzeugung beitragende
Kältemenge steuerbar ist. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein zum Betrieb dieses
Kühlmöbels geeignetes Verfahren.
[0002] Zur Regelung unterschiedlicher Fächer eines Kühlmöbels auf unterschiedliche Temperatumiveaus
sind unterschiedlichste Ausgestaltungen von Kühlmöbeln bekannt.
[0003] So wird beispielsweise in der deutschen Auslegeschrift
DE 23 50 998 ein Kühlmöbel mit Einfachkreislauf beschrieben, welches kostengünstig mit lediglich
einer einzigen Eintrittstelle für das Kältemittel in die Verdampfer ausgestaltet ist.
Hierbei sind einem Tiefkühlfach und einem Normalkühlfach jeweils Verdampfer zugeordnet,
welche im Kältekreislauf hintereinander geschaltet sind. Diese Hintereinanderschaltung
der Verdampfer hat jedoch den Nachteil, dass die Dimensionierung der einzelnen Verdampfer
entsprechend des in den einzelnen Fächern bestehenden Kältebedarfs, beziehungsweise
den dort gegebenen Temperaturanforderungen, erfolgen muss. Folglich lassen sich die
Verdampfer in ihrer Gestaltung nicht hinsichtlich einer erwünschten Energieeffizienz
optimieren, da hierzu die Verdampfer möglichst großflächig ausgelegt werden müssten.
Auch ist es von besonderem Nachteil, dass sich die Temperatur der einzelnen Fächer
nicht unabhängig voneinander einstellen lässt, da bei derartigen Kühlmöbeln bei benötigter
Kühlung in einem im Kältemittelstrom abwärtsliegenden Fach gleichzeitig auch eine
Kühlung in den bezüglich dieses Fachs stromaufwärts liegenden Fächern erfolgt.
[0004] Um bei Kühlmöbeln mit mehreren Kühlfächem diese möglichst unabhängig voneinander
kühlen zu können, wird vorgeschlagen, den einzelnen Kühlfächem individuell ansteuer
bare Kühlkreisläufe zuzuordnen. Derartige Kühlmöbel werden beispielsweise in den deutschen
Offenlegungsschriften
DE 35 08 805 A1 oder
DE 40 20 537 A1 beschrieben. Dabei sind die den einzelnen Kühlfächem zugeordneten Verdampfer in einem
Kältemittelkreis miteinander parallelgeschaltet. Die Eintrittstellen des Kältemittels
in diese Verdampfer weisen absperrbare Drosselventile auf. Diese Drosselventile werden
von einer Temperaturregelung individuell angesteuert und hierdurch dann geöffnet,
wenn in dem jeweiligen Kühlfach ein Kältebedarf festgestellt wird. Bei dem in der
DE 35 08 805 A1 beschriebenen Kühlmöbel ist im Kältemittelkreis vor einer zu den Verdampfern führenden
Verzweigung ein Reservoir zur Zwischenspeicherung von flüssigem Kältemittel vorgesehen.
Hieraus kann bei erhöhtem Kältemittelbedarf, insbesondere bei gleichzeitigem Betrieb
beider Verdampfer, gezielt durch Beheizung des Reservoirs zusätzliches Kältemittel
in den Kältemittelkreis eingebracht werden. Bei dem in der
DE 40 20 537 A1 beschriebenen Kühlmöbel wird das in die Verdampfer einzubringende Kältemittel entsprechend
dessen Bedarf an einer bzw. gleichzeitig an mehreren Entnahmestellen dem Verflüssiger
entzogen. Nachteilig wirkt sich bei diesem Stand der Technik aus, dass zum Zweck der
Steuerung der aus der Zu- bzw. Abschaltung der einzelnen Verdampfer resultierenden,
variablen Menge an Kältemittel energieverbrauchende Speichermittel oder aber ineffizient
genutzte Verflüssiger verwendet werden. Auch führt die parallele Anordnung von mehreren
Verdampfern auf Grund der zweifachen Auslegung des Einspritzsystems (Ventil, Drosselkapillare,
Einspritzstelle) zu deutlichen Mehrkosten gegenüber Einfachkreisläufen.
[0005] Ein Einfachkreislauf, der gegenüber den obigen Systemen kostengünstig und energieeffizient
realisierbar ist und trotzdem die einzelnen Kühlfächer des Kühlmöbels weitgehend individuell
in ihrer Temperatur regelbar gestaltet, wird in der deutschen Offenlegungsschrift
DE 44 33 712 A1 beschrieben. Hierbei liegen im dem Kältekreislauf mehrere Verdampfer in Reihe, welchen
entlang der Strümungsrichtung des Kältemittels einem Gefriertach, einem Kaltlagerfach
und einem Nonnalkühlfach zugeordnet sind. Um die einzelnen Fächer des Kühlmöbels individuell
zu kühlen, wird die Menge der in die Kette von Verdampfern eingebrachten Kältemenge
gezielt gesteuert. Dann, wenn nur der an erster Stelle hinter dem Verflüssiger liegende
Verdampfer des Gefrierfachs gekühlt werden soll, wird dem Kühlkreislauf Kältemittel
entzogen und in einem Reservoir zwischengespeichert. Dies führt in der Verdampferkette
zu einer Verarmung an Kältemittel, so dass in dem nachgeordneten Verdampfer des Normalkühlfachs
keine Kühlung mehr erfolgt. Soll aber nun dieses Normalkühlfach gekühlt werden, so
wird der vom Verflüssiger kommende Kältemittelstrom durch Umlenkung des Kühlkreislaufes
durch das Reservoir geführt, so dass hierdurch aus diesem eine erhöhte Menge von Kältemittel
in die Verdampfer einfließt. Durch diesen mittels eines Magnetventils gesteuerten
Umlenkmechanismus im Kältekreislauf kann mit minimalem Energieaufwand die Menge an
zur Verfügung stehendem Kältemittel gesteuert werden und im gleichen Zuge der Verflüssiger
auch bei geringem Bedarf an Kältemittel dieses ungehindert zur Einlagerung im Reservoir
erzeugen und zwischenspeichern. Auch hier führt die geschaltete Kältemittelleitung
durch das Reservoir bzw. an diesem vorbei zu erhöhten Mehrkosten bei der Fertigung
des Kühlmöbels.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, ein kostengünstiges Kühlmöbel mit zwei thermisch voneinander
getrennten Fächern sowie ein zum Betrieb dieses Kühlmöbels geeignetes Verfahren zu
finden, bei welchem eine fachspezifische Temperaturregelung unter Verwendung nur eines
einzigen gemeinsamen Kältekreislaufs gegeben und eine einheitliche, modulare Fertigung
der Verdampferkomponenten ermöglicht ist.
[0007] Die Aufgabe wird durch ein Kühlmöbel und ein zum Betrieb dieses Kühlmöbels geeignetes
Verfahren mit den Merkmalen der Patentansprüche 1 und 8 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weitertiildungen der Erfindung werden durch die Unteransprüche beschrieben.
[0008] Bei dem Kühlmöbel mit zwei thermisch voneinander getrennten Fächern ist jedem dieser
Fächer ein Verdampfer zugeordnet. Hierbei sind ein Expansionsventil und diese Verdampfer
in einem Kältemittelkreis hintereinander geschaltet. In erfinderischer Weise sind
hierbei an dem Expansionsventil wenigstens zwei Zustände mit unter schiedlichen nichtverschwindenden
Durchflusskoeffizienten einstellbar.
[0009] Die Erfindung beruht somit auf einer gezielten Veränderung des Durchflusskoeffizienten
eines Expansionsventils im Kältemittelkreis eines Kühlmöbels. Hiermit lässt sich der
Kältemittelstrom durch die Verdampfer des Kühlmöbels gezielt verändern. In einem Kühlmöbel
mit Einfachkreislauf bewirkt dies eine Veränderung des Verhältnisses von flüssigem
zu gasförmigem Kältemittel in den einzelnen Verdampfern und somit eine Veränderung
der in den Verdampfern verfügbaren Kühlleistung.
[0010] Aus der so erreichten Variabilität der Kühlleistung ergibt sich, dass die Abmessungen
der einzelnen Verdampfer nicht mehr, wie bisher bei Kühlmöbeln mit in Reihe verbundenen
Verdampfern üblich, durch das erwartete Verhältnis der in den einzelnen Fächern benötigten
Kühlleistungen bestimmt ist. Die Verdampfer können daher im Hinblick auf optimale
Energieeffizienz großformatig bemessen werden.
[0011] Da sich die Verdampfer des Kühlmöbels durch die Erfindung unabhängig vom Kältebedarf
in den einzelnen Fächern frei gestalten/dimensionieren lassen, eröffnen sich gewinnbringend
das Potential, Mehrzonenkühlmöbel herzustellen, deren Komponenten (insbesondere Verdampfer)
einheitlich (modular) in großer Stückzahl verwendet werden können und hierbei die
Vorteile der aus dem Stand der Technik bekannten Kühlmöbel hinsichtlich Energieeffizienz
und Regelbarkeit der Fächer eröffnet.
[0012] Es ist bei der Fertigung der Verdampfer für die einzelnen Kühlfächer des Kühlmöbels
dabei nicht notwendig, diese als einzelne, individuelle Komponenten zu fertigen und
zur Montage am Kühlmöbel zur Verfügung zu stellen. Es ist vielmehr besonders vorteilhaft,
die einzelnen Verdampfer auf einem gemeinsamen Träger auszubilden und so ein schnell
und kostengünstig verbaubares Verdampfermodul zu schaffen.
[0013] Um eine gezielte Steuerung bzw. Regelung des Kältemittelflusses durch die Verdampfer
zu ermöglichen, ist es zum einen denkbar das Expansionsventil so auszugestalten, dass
sein Durchflusskoeffizient stufenlos einstellbar ist. Zum anderen ist es sehr wohl
auch möglich, das Expansionsventil mit umschaltbaren diskreten Durchflusskoeffizienten
auszuführen. Eine derartig diskrete Umschaltbarkeit bietet sich insbesondere bei Ausgestaltungen
von Kühlmöbeln an, welche wenige thermisch voneinander getrennte Fächer aufweisen.
[0014] Um die Temperatur in dem Kühlmöbel besonders vorteilhaft regeln zu können, ist es
möglich, den thermisch voneinander getrennten Fächern des Kühlmöbels Temperaturfühler
zuzuordnen. Dabei stehen diese Temperaturfühler mit einer Auswerteschaltung zur Signalisierung
eines Kältebedarfs in den einzelnen Fächern in Verbindung, wobei diese Auswerteschaltung
einen Teil einer Temperaturregelung bildet. Wenn dieser Temperaturregelung über einen
der Temperaturfühler in wenigstens einem der Fächer des Kühlmöbels ein Kältebedarf
signalisiert wird, wird durch diese der Durchflusskoeffizient des Expansionsventils
so eingestellt, dass das hindurchströmende Kältemittel bevorzugt in demjenigen Fach
verdampft, in dem der Kältebedarf erfasst wurde.
[0015] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von
Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Kühlmöbel mit einem Expansionsventil gemäß der vorliegenden Erfindung,
- Fig. 2
- mögliche Ausgestaltungen eines in dem Kühlmöbel einsetzbaren, dreistufig schaltbaren
Expansionsventils.
[0016] In der Fig.1 wurde erfindungsgemäß ein Kühlmöbel mit zwei Fächern herangezogen.
[0017] Die Fig. 1 zeigt ein Kühlmöbel 20, welches zwei Fächer 21, 21' aufweist, welche auf
unterschiedliche Temperatur zu regeln sind. Jedem der Fächer 21, 21' ist ein Verdampfer
2, 2' zugeordnet. Diese Verdampfer 2, 2' liegen in einem von Kältemittel durchströmten
Kältemittelkreis 1 in Reihe hinter einem Verdichter 3, einem Verflüssiger 4 und einem
Expansionsventil 5.
[0018] Jedem der Fächer 21, 21' ist ein Temperaturfühler 12, 12' zugeordnet. Diese Temperaturfühler
12, 12' stehen mit einer Auswerteschaltung 11 zur Signalisierung eines Kältebedarfs
in Verbindung, welche einen Teil einer Temperaturregelung 10 bildet. In an sich bekannter
Weise schaltet die Temperaturregelung 10 über eine Steuerleitung 14 den Verdichter
3 ein, wenn in einem der Fächer Kältebedarf erfasst wird, und wieder aus, wenn kein
Kältebedarf mehr erfasst wird. Zusätzlich steuert die Temperaturregelung 10 bei der
Signalisierung eines Kältebedarfs in wenigstens einem Fach 12, 12' über eine Steuerleitung
13 das Expansionsventil 5 an, um in Abhängigkeit vom erfassten Kältebedarf dessen
Durchflusskoeffizienten einzustellen.
[0019] Solange in keinem der Fächer 21, 21' ein Kältebedarf besteht und folglich der Verdichter
3 ausgeschaltet ist, wird das Expansionsventil 5 durch die Temperaturregelung 10 geschlossen
gehalten. Durch die hierdurch bewirkte Verhinderung des Druckausgleichs zwischen Verflüssiger
4 und Verdampfer 5 während der Standzeit des Verdichters 3 lässt sich je nach Auslegung
des Kältemittelkreises eine Energieersparnis von rund 3%-10% erzielen.
[0020] Um bei großem Kältebedarf kurzfristig eine größere Menge flüssiges Kältemittel in
die Verdampfer 2, 2' einbringen zu können, ist es von Vorteil, in den Kältekreis 1
ein dem Verflüssiger 4 nachgeordnetes Reservoir 6 einzubringen, das der Aufnahme von
flüssigem Kältemittel dient. Hieraus kann bei Bedarf, beispielweise durch Erwärmung
des Reservoirs 6, kurzfristig zusätzliches Kältemittel in den Kühlkreislauf eingebracht
werden.
[0021] Wenn in einem der Fächer 21, 21' Kältebedarf erfasst wird, stellt einer einfachen
Ausgestaltung zufolge die Temperaturregelung 10 am Expansionsventil 5 einen von zwei
diskreten nichtverschwindenden Werten des Durchflusskoeffizienten ein, und zwar einen
niedrigen Wert bei Kältebedarf im Fach 21' und einen hohen Wert bei Kältebedarf im
Fach 21.
[0022] Wenn der Durchlasskoeffizient des Expansionsventils 5 durch die Temperaturregelung
10 klein eingestellt ist, wird durch den Verdichter 3 aus den Verdampfern 2, 2' mehr
Kältemittel abgesaugt, als über das Expansionsventil 5 in die Verdampfer 2, 2' eingebracht
wird. Der Druck in den Verdampfern ist niedrig, die Verdampfungstemperatur dementsprechend
tief. Auf diese Weise verdampft das Kältemittel nur in der Nähe seiner Austrittstelle
aus dem Expansionsventil 5, im Verdampfer 2', und es wird im Wesentlichen nur das
Fach 21' gekühlt.
[0023] Wenn der Kältebedarf in dem von dem Expansionsventil 5 entlang des Strömungsweges
des Kältemittels weiter entfernten Verdampfer 2 besteht, wird der Durchlasskoeffizient
des Expansionsventils 5 durch die Temperaturregelung 10 groß gewählt. Da durch den
Verdichter 3 weniger Kältemittel abgesaugt wird, als über das Expansionsventil 5 in
die Verdampfer 2, 2' eingebracht wird, steigt der Druck in den Verdampfern und dementsprechend
auch der Siedepunkt des Kältemittels. Wenn er höher ist als die Temperatur des Fachs
21', durchläuft das Kältemittel den Verdampfer 2', ohne zu verdampfen, und verdampft
erst im Verdampfer 2 des wärmeren Fachs 21. Auf diese Weise wird im Wesentlichen nur
das Fach 21' gekühlt.
[0024] Ein mittlerer Durchlasskoeffizient kann gewählt werden, wenn in beiden Fächern 21,
21' gleichzeitig Kältebedarf besteht. Dann verdampft jeweils ein Teil des Kältemittels
im Verdampfer 21' und der Rest im Verdampfer 21.
[0025] Derselbe mittlere Durchlasskoeffizient kann gewählt werden, wenn das Fach 21' einen
ungewöhnlich hohen Kältebedarf hat, etwa beim Schnellfrosten von neu eingelagertem
Kühlgut.
[0026] Um die benötigten verschiedenen Werte des Durchlasskoeffizienten einzustellen, kann
ein Expansionsventil mit stufenlos steuerbarem Durchlasskoeffizienten verwendet werden.
Besonders einfach und für die meisten Anwendungen ausreichend sind Expansionsventile,
bei denen nur eine kleine Zahl von diskreten Werten des Durchlasskoeffizienten einstellbar
sind.
[0027] In dem Fall des in Fig. 1 skizzierten Kühlmöbels 20, welches über zwei zu kühlende
Fächer 21, 21' verfügt, genügt es, wenn zwei verschiedene nichtverschwindende Durchlasskoeffizienten
des Expansionsventils 5 einstellbar sind. Auf diese Weise lässt sich gewinnbringend
eine sehr kostengünstige Temperaturregelung realisieren.
[0028] In der Fig. 2 werden drei mögliche Ausgestaltungen hierfür geeigneten Expansionsventils
5 aufgezeigt. Allen Ausführungsformen gleich ist die Aufspaltung (beispielsweise mittels
T-Stück) der Hauptleitung 31 des Kältemittelkreises am Eingang zum Expansionsventil
5 in zwei parallele Leitungspfade. Nach dieser Aufspaltung werden diese beiden Leitungspfade
einen Sperrglied 30 zugeführt. Dieses Sperrglied 30, z. B. ein Wegeventil, verfügt
über eine erste Schaltstufe, in der beide Leitungspfade abgesperrt sind, eine zweite
Schaltstufe, in der einer der beiden Leitungspfade offen und der andere abgesperrt
ist, und eine dritte Schaltstufe, in der der andere Leitungspfad offen ist, wobei
der eine Leitungspfad in dieser dritten Schaltstufe offen oder gesperrt sein kann.
Am Ausgang des Sperrglieds 30 befindet sich ein Kapillarrohr 34, das in an sich bekannter
Weise unmittelbar in den Verdampfer 21' mündet.
[0029] Bei der in der Fig. 2a) skizzierten beispielhaften Ausgestaltung des Expansionsventils
5 umfassen die oben erwähnten parallel geführten Leitungspfade den Eingängen des Sperrglieds
30 vorgeschaltete Kapillarrohre 32, 33 von unterschiedlicher Länge und gleichem Querschnitt.
Je nach Schaltstufe des Sperrglieds 30 fließt das Kältemittel durch das Kapillarrohr
32, das Kapillarrohr 33 oder durch beide parallel, woraus sich jeweils unterschiedliche
Durchflusskoeffizienten des Expansionsventils 5 ergeben.
[0030] Der gleiche Effekt wird bei der in der Fig. 2b) skizzierten Ausgestaltung des Expansionsventils
5 durch Verwendung von Kapillarrohren 42, 43 mit unterschiedlichen Querschnitten.
[0031] Bei dem in der Fig. 2c) skizzierten Expansionsventil ist auf nur einem der beiden
Leitungszweige ein Kapillarrohr 52 vorgesehen; der andere Leitungszweig 53 weist aufgrund
von geringer Länge oder großem Querschnitt keinen wesentlichen Strömungswiderstand
auf. Schaltet das Sperrglied 30 seinen Durchgang auf den Leitungszweig 53, so entspricht
dies einem direkten Durchschalten der Hauptleitung 31 auf das am Ausgang des Sperrgliedes
30 befindliche Kapillarrohr 34. Der Leitungszweig 53 bildet somit einen Bypass um
das Kapillarrohr 52.
[0032] Selbstverständlich ist die Ausgestaltung eines mehrstufig steuerbaren Expansionsventils
nicht auf die in der Fig. 2 aufgezeigten Ausführungsformen beschränkt. Anstelle der
Kapillarrohre können Blenden in einer ansonsten geräumigen Kältemittelleitung eingesetzt
werden. Mehr als zwei nichtverschwindende Werte des Durchflusskoeffizienten sind realisierbar,
indem ein Wegeventil mit vier Stellungen, entsprechend den vier möglichen Kombinationen
von "Offen" und "Gesperrt" der zwei Leitungszweige vorgesehen wird, oder indem die
Hauptleitung 31 im Expansionsventil 5 in mehr als zwei parallele, einzeln schaltbare
Leitungszweige aufgespalten wird.
1. Kühlmöbel (20) mit zwei thermisch voneinander getrennten Fächern (21, 21'), wobei
jedem der Fächer (21, 21') ein Verdampfer (2, 2') zugeordnet ist, und mit nur einem
einzigen gemeinsamen, von Kältemittel durchströmten Kältekreis (1) wobei der Ausgang
des ersten Verdampfers unmittelbar mit dem Eingang des zweiten Verdampfers verbunden
ist, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Kältekreis (1) ein Expansionsventil (5) und diese Verdampfer (2, 2') hintereinander
geschaltet sind und an dem Expansionsventil (5) wenigstens zwei Zustände mit unterschiedlichen
nichtverschwindenden Durchflusskoeffizienten einstellbar sind.
2. Kühlmöbel nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchflusskoeffizient des Expansionsventils (5) stufenlos einstellbar ist.
3. Kühlmöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Expansionsventil (5) zwischen diskreten Werten des Durchflusskoeffizienten umschaltbar
ist.
4. Kühlmöbel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Expansionsventil (5) zwei parallele Leitungsabschnitte (32, 33, 42, 43, 52, 53)
und ein Sperrglied (30) zum Absperren eines der zwei Leitungsabschnitte in einem der
zwei Zustände umfasst.
5. Kühlmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Expansionsventil (5) ferner ein dritter Zustand einstellbar ist, in dem es
für das Kältemittel undurchlässig ist.
6. Kühlmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdampfer (2,2') auf einem gemeinsamen Träger ausgebildet sind.
7. Kühlmöbel nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich im Kältekreis (1) ein dem Verflüssiger (4) nachgeordnetes Reservoir (6) befindet,
das der Aufnahme bzw. Zwischenspeicherung von flüssigem Kältemittel dient.
8. Kühlmöbel nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass den thermisch voneinander getrennten Fächern jeweils ein Temperaturfühler (12, 12')
zugeordnet ist, wobei diese Temperaturfühler (12, 12') mit einer Auswerteschaltung
(11) zur Signalisierung eines Kältebedarfs in Verbindung stehen, welche einen Teil
einer Temperaturregelung (10) bildet.
9. Verfahren zum Betrieb eines Kühlmöbels (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 bei welchem
Kältebedarf in den Fächern (21,21') des Kühlmöbels (20) erfasst wird dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung der Kältemittelversorgung durch Einstellen wenigstens zweier Zustände
mit unterschiedlichen nichtverschwindenden Durchflusskoeffizienten in einem steuerbaren
Expansionsventil (5) erfolgt, wobei der Zustand danach gewählt wird, in welchem der
Fächer (21, 21') der Kältebedarf erfasst wird.
10. Verfahren nach Patentanspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei Erfassung von Kältebedarf in dem Fach, dessen Verdampfer weit von dem Expansionsventil
entfernt ist, ein hoher Durchflusskoeffizient des Expansionsventils (5) eingestellt
wird und bei Erfassung von Kältebedarf in dem Fach, dessen Verdampfer nah am Expansionsventil
(5) liegt, ein niedriger Durchflusskoeffizient des Expansionsventils (5) eingestellt
wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass dann, wenn in keinem der Fächer (21, 21') des Kühlmöbels (20) ein Kältebedarf besteht,
das Expansionsventil (5) geschlossen gehalten wird.
1. Cooling furniture (20) with two compartments (21,21') thermally separated from one
another, wherein an evaporator (2, 2') is associated with each of the compartments
(21, 21'), and with only a single common refrigerating circuit (1) flowed through
by refrigerant, wherein the outlet of the first evaporator is directly connected with
the inlet of the second evaporator, characterised in that an expansion valve (5) and these evaporators (2, 2') are connected in series in the
refrigerating circuit and at least two states with different non-vanishing throughflow
coefficients are settable at the expansion valve (5).
2. Cooling furniture according to claim 1, characterised in that the throughflow coefficient of the expansion valve (5) is steplessly settable.
3. Cooling furniture according to claim 1, characterised in that the expansion valve (5) can be switched over between discrete values of the throughflow
coefficient.
4. Cooling furniture according to claim 3, characterised in that the expansion valve (5) comprises two parallel duct sections (32, 33, 42, 43, 52,
53) and a blocking element (30) for blocking one of the two duct sections in one of
the two states.
5. Cooling furniture according to any one of the preceding claims, characterised in that a third state is additionally settable at the expansion valve (5), in which the valve
is impassable by the refrigerant.
6. Cooling furniture according to any one of the preceding claims, characterised in that the evaporators (2, 2') are constructed on a common support.
7. Cooling furniture according to any one of the preceding claims, characterised in that arranged in the refrigerating circuit (1) downstream of the condenser (4) is a reservoir
(6) serving for reception or intermediate storage of liquid refrigerant.
8. Cooling furniture according to any one of the preceding claims, characterised in that a respective temperature sensor (12, 12') is associated with each of the thermally
mutually separate compartments, wherein these temperature sensors (12, 12') are connected
with an evaluating circuit (11), which forms part of a temperature regulation (10),
for signalling a requirement for refrigeration.
9. Method of operating an item of cooling furniture (20) according to any one of claims
1 to 8, in which a requirement for refrigeration in the compartments (21, 21') of
the cooking furniture (20) is detected, characterised in that the control of the refrigerant supply is carried out by setting at least two states
with different non-vanishing throughflow coefficients in a controllable expansion
valve (5), wherein the state is selected in accordance with which of the compartments
(21, 21') the requirement for refrigeration is detected.
10. Method according to claim 9, characterised in that on detection of a refrigeration requirement in the compartment of which the evaporator
is remote from the expansion valve a higher throughflow coefficient expansion valve
(5) is set and on detection of a refrigeration requirement in a compartment of which
the evaporator is near the expansion valve (5) a lower throughflow coefficient of
the expansion valve (5) is set.
11. Method according to claim 9 or 10, characterised in that if a requirement for refrigeration does not exist in either of the compartments (21,
21') of the cooling furniture (20) the expansion valve (5) is kept closed.
1. Meuble de réfrigération (20) comprenant deux compartiments (21, 21') thermiquement
séparés l'un de l'autre, un évaporateur (2, 2') étant attribué à chacun des compartiments
(21, 21'), et comprenant seulement un unique circuit frigorifique (1) commun traversé
par du réfrigérant, la sortie du premier évaporateur étant directement reliée à l'entrée
du second évaporateur, caractérisé en ce qu'une soupape de détente (5) et ces évaporateurs (2, 2') sont couplés l'un derrière
l'autre dans le circuit frigorifique (1) et en ce qu'au moins deux états ayant différents coefficients de débit non nul sont réglables
sur la soupape de détente (5).
2. Meuble de réfrigération selon la revendication 1, caractérisé en ce que le coefficient de débit de la soupape de détente (5) est réglable de manière continue.
3. Meuble de réfrigération selon la revendication 1, caractérisé en ce que la soupape de détente (5) est commutable entre des valeurs discrètes du coefficient
de débit.
4. Meuble de réfrigération selon la revendication 3, caractérisé en ce que la soupape de détente (5) comprend deux sections de conduite parallèles (32, 33,
42 43, 52, 53) et un organe de blocage (30) destiné à bloquer l'une des deux sections
de conduite dans l'un des deux états.
5. Meuble de réfrigération selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un troisième état est réglable sur la soupape de détente (5), dans lequel état elle
est imperméable au réfrigérant.
6. Meuble de réfrigération selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les évaporateurs (2, 2') sont réalisés sur un support commun.
7. Meuble de réfrigération selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un réservoir (6) placé en aval du fluidifiant (4) se trouve dans le circuit frigorifique
(1), lequel réservoir sert à la réception resp. au stockage intermédiaire de réfrigérant
liquide.
8. Meuble de réfrigération selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un capteur de température (12, 12') est respectivement attribué aux compartiments
thermiquement séparés l'un de l'autre, ces capteurs de température (12, 12') étant
en communication avec un circuit d'évaluation (11) pour la signalisation d'un besoin
en froid, lequel circuit d'évaluation forme une partie d'un dispositif de réglage
de température (10).
9. Procédé de fonctionnement d'un meuble de réfrigération (20) selon l'une quelconque
des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la commande de l'alimentation en réfrigérant est réalisée par réglage d'au moins
deux états ayant différents coefficients de débit non nul dans une soupape de détente
commandable (5), l'état étant sélectionné selon le cas dans lequel des compartiments
(21, 21') le besoin en froid est enregistré.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'en cas d'enregistrement de besoin en froid dans le compartiment, dont l'évaporateur
est éloigné de la soupape de détente, un coefficient de débit plus élevé de la soupape
de détente (5) est réglé et en ce qu'en cas d'enregistrement de besoin en froid dans le compartiment, dont l'évaporateur
est proche de la soupape de détente (5), un coefficient de débit plus bas de la soupape
de détente (5) est réglé.
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que lorsqu'un besoin en froid n'existe dans aucun des compartiments (21, 21') du meuble
de réfrigération (20), la soupape de détente (5) est maintenue fermée.


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