[0001] Die Erfindung betrifft ein Kältegerät nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Es ist bekannt, im Kühlraum von Kältegeräten Eisbereiter anzuordnen. Hierbei kommen
zum einen Eisbereiter zum Einsatz, die mit Wasser gefüllt und von Außen gekühlt werden,
wobei das Wasser von Außen nach Innen gefriert und dabei schließlich einen Eiswürfel
ergibt. Ferner gibt es sogenannte Klareisbereiter, bei denen eine Mehrzahl von Kühlfingern
in einen mit Wasser gefüllten Behälter eintaucht. An den in das Wasser eintauchenden
Kühlfingern wächst eine Eisschicht, die, sobald sie eine gebrauchsfertige Größe erreicht
hat, von den Kühlfingern gelöst wird. Ein derartiger Klareisbereiter ist in der
DE 103 36 834 A1 beschrieben. Diese Art von Eisbereitern gibt es schließlich in einer Vielzahl von
Ausführungsformen. Derartige Eisbereiter werden im Allgemeinen im Kühlfach einer Kühl-Gefrier-Kombination
eingebaut.
[0003] Der Kälteerzeuger des Kältegeräts besteht üblicherweise aus einen Kühlkreislauf für
ein Kältemittel mit einem Verdichter, einem Verflüssiger und einem Verdampfer, der
dem zu kühlenden Innenraum die Wärme entzieht und auf das Kältemittel überträgt. In
der Regel ist der Verdampfer als Drahtrohrverdampfer ausgebildet und im Gefrierfach
angeordnet. Der Verdampfer fungiert dadurch als Wärmetauscher zwischen der Luft im
Innenraum und dem Kältemittel. Bei Drahtrohrverdampfern wird das Kältemittel führende
Verdampferrohr in parallele Schlaufen gebogen. Die Rohrschlaufen werden mit Drahtstäben
- meist durch Punktschweißungen - fest verbunden und so stabilisiert. Die Drahtstäbe
verlaufen in parallelen Abständen rechtwinklig zu den geraden Rohrstücken der Rohrschlaufen
an deren Ober- und Unterseite. Das Verbinden der Kältemittel führenden Rohrschlaufen
mit den Drahtstäben hat zum Ziel, einerseits ein Durchhängen der Rohrschlaufen zu
verhindern und andererseits durch eine Oberflächenvergrößerung eine höhere Kühlleistung
zu erzielen.
[0004] Ist in dem Kältegerät ein Eisbereiter vorgesehen, kann dieser beispielsweise an den
Kühlkreislauf des Kältegeräts angeschlossen sein. Eine weitere Möglichkeit ist, den
Eisbereiter mit einem eigenen Kältemittelkreislauf auszustatten und diesen thermisch
an den Verdampfer des Kältegeräts zu koppeln.
[0005] Bei den Klareisbereitern hat es sich herausgestellt, dass klares, transparentes Eis
nur dann hergestellt werden kann, wenn die Kühlfinger eine Temperatur aufweisen, die
bei wenigen Grad unter Null liegt. Es ist dabei unabdingbar, dass die Temperatur sehr
gleichmäßig eingehalten wird. Ohne zusätzliche Regelung ist dies jedoch nicht möglich,
da sich die Kühlleistung des Kältegeräts nach anderen Bedingungen, wie z. B. der Menge
an eingelagertem Kühl- und Gefriergut, richtet.
[0006] Die Offenlegungsschrift
EP 0 453 809 A2 zeigt eine Vorrichtung zur Herstellung von Klareisstücken, gemäß Oberbegriff des
Anspruch 1.
[0007] Die Offenlegungsschrift
FR 2 880 676 A1 zeigt eine Vorrichtung zur Herstellung von Eis, wobei zwei unabhängig voneinander
betreibbare Kühlmittelkreisläufe vorgesehen sind.
[0008] Die Offenlegungsschrift
US 2005/109056 A1 zeigt ein Kältegerät umfassend zwei Kühlräume mit jeweils einem in dem Kühlraum angeordneten
Verdampfer. Die beiden Verdampfer sind Teil eines Kältemittelkreislaufes umfassend
einen Verdichter und einen Verflüssiger.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kältegerät so auszugestalten, dass
die an den Kühlfingern eines Klareisbereiters notwendige Temperatur, ohne Beeinflussung
durch die Temperaturregelung des Kältegeräts, sehr konstant eingehalten werden kann.
Die hierfür notwendigen Bauteile müssen preiswert sein und dürfen die Herstellkosten
des Kühlgeräts nicht stark erhöhen.
[0010] Gelöst wird die Aufgabe gemäß der Erfindung durch ein Kältegerät mit den Merkmalen
von Anspruch 1. Durch das Vorhandensein einer Bypassleitung, über die Kältemittel
an dem Kälteerzeuger vorbei geführt werden kann, ist die Möglichkeit vorhanden, Kältemittel
aus den Kühlfingern des Klareisbereiters, welches bereits Wärme aufgenommen hat, so
mit dem von dem Kälteerzeuger kommenden Kältemittel zu mischen, dass sich in den Kühlfingern
des Klareisbereiters die vorgeschriebene Temperatur konstant einstellt.
[0011] Im einfachsten Fall wird ein Kältemittel verwendet, dessen Viskosität sich mit der
Temperatur in dem relevanten Temperaturbereich verändert. In die Rückflussleitung
zu dem Kälteerzeuger wird zwischen Bypassleitung und Kälteerzeuger eine entsprechend
dimensionierte Drossel, in die Bypassleitung selbst ein Überdruckventil, eingebaut.
Ist nun das von den Kühlfingern zurück strömende Kältemittel von niederer Temperatur
und daher zähflüssig, strömt nur ein kleiner Teil durch die Drossel zu dem Kälteerzeuger.
Der größere Teil des Kältemittels wird in die Bypassleitung gedrückt, da der anstehende
Druck das Überdruckventil öffnet. Am Ende der Bypassleitung wird der direkt aus den
Kühlfingern stammende Volumenstrom von der Bypassleitung mit dem kleinen Volumenstrom
aus dem Kälteerzeuger gemischt und wieder den Kühlfingern zugeführt. Ist dagegen die
Temperatur des von den Kühlfingern zurück strömenden Kältemittels verhältnismäßig
hoch, so wird eine größere Menge dieses dünnflüssigen Kältemittels durch die Drossel
zu dem Kälteerzeuger gedrückt, während nur ein geringer Volumenstrom über die Bypassleitung
fließt. Würde sich die Temperatur aus unbestimmtem Grund noch weiter erhöhen, wird
so viel Kältemittel durch die Drossel gedrückt, dass der anstehende Druck nicht ausreicht
um das Überdruckventil zu öffnen. In diesem Fall wird das gesamte Kältemittel dem
Kälteerzeuger zugeführt, so dass sich an den Kühlfingern sehr schnell wieder eine
niedrige Temperatur einstellt.
[0012] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist jedoch eine steuerbare Einrichtung vorgesehen,
mit der die Mengenströme an Kältemittel durch den Kälteerzeuger und die Bypassleitung
geregelt werden. Weiterhin ist ein Temperatursensor vorhanden, der die Regelbedingung
für die Steuereinrichtung liefert.
[0013] In einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die steuerbare Einrichtung als 3-Wege-Ventil
ausgebildet. Solche 3-Wege-Ventile sind auch unter der Bezeichnung "Mischer" oder
"Mischventil" bekannt. Das 3-Wege-Ventil kann beispielsweise dort vorgesehen sein,
wo die Bypassleitung mit einer von dem Kälteerzeuger kommenden Leitung zusammen geführt
ist. Die beiden Kältemittelströme können dann so zusammen gemischt werden, dass sich
an dem Temperatursensor genau die gewünschte Temperatur einstellt.
[0014] In einem anderen Ausführungsbeispiel ist ein 2-Wege-Ventil vorgesehen. Dieses einfache
Ventil kann in der Leitung zum, oder der Leitung vom Kälteerzeuger, aber auch direkt
in der Bypassleitung vorgesehen sein. Vorteilhaft befindet es sich jedoch in der Leitung,
die von dem Kälteerzeuger kommt, an einer Stelle, bevor diese Leitung mit der Bypassleitung
zusammengeführt wird. Auf diese Weise wird nur der Volumenstrom des von dem Kälteerzeuger
kommenden kalten Kältemittels reguliert. Der Volumenstrom durch die Bypassleitung
stellt sich dann entsprechend ein.
[0015] In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist ein zweites 2-Wege-Ventil in der Bypassleitung
vorgesehen. Hierdurch wird eine direkte Steuerung beider Volumenströme, also des Kältemittels,
das mit höherer Temperatur durch die Bypassleitung fließt und des Kältemittels, das
mit niedrigerer Temperatur von dem Kälteerzeuger kommt, möglich.
[0016] Die 2-Wege-Ventile können in ihrer einfachsten Form so ausgeführt sein, dass nur
eine Offen- oder Geschlossenstellung möglich ist. Um nun den Volumenstrom jeweils
möglichst genau regulieren zu können, können die Ventile beispielsweise mit veränderbarer
Frequenz getaktet werden. Das bedeutet, dass entweder einer festen Geschlossen-Zeit
jeweils unterschiedliche Offen-Zeiten, oder aber einer festen Offen-Zeit verschiedene
Geschlossen-Zeiten zugeordnet werden.
[0017] Besonders bevorzugt ist der Kälteerzeuger in dem Kühlkreislauf des Klareisbereiters
als Wärmetauscher ausgebildet. Dieser Wärmetauscher ist thermisch an den Verdampfer
des Kältegeräts gekoppelt. Es muss für den Klareisbereiter daher weder ein Kältemittelkreislauf
mit eigenem Kompressor, Verdampfer und Verflüssiger vorgesehen werden, noch muss der
Klareisbereiter direkt an den Kältemittelkreislauf des Kältegeräts angeschlossen werden.
Um das Kältemittel durch den Wärmetauscher und die Kühlfinger des Klareisbereiters
zu bewegen ist eine Umwälzpumpe in den Kühlkreislauf integriert.
[0018] Als Kältemittel hat sich eine Mischung aus Glykol und Wasser als vorteilhaft herausgestellt.
Diese Mischung kann so eingestellt werden, dass sie in dem benötigten Temperaturbereich
flüssig bleibt und ist trotzdem preiswert herstellbar.
[0019] In vorteilhafter Weise ist in dem Kühlkreislauf des Klareisbereiters eine Heizeinrichtung
vorgesehen. Durch die Aktivierung dieser Heizeinrichtung kann das Kältemittel so weit
erwärmt werden, dass sich das erzeugte Klareis von den Kühlfingern löst und in einer
Auffangschale gesammelt werden kann. Hierdurch kann eine separate Heizeinrichtung
an jedem einzelnen Kühlfinger eingespart werden.
[0020] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
im Zusammenhang mit der Beschreibung von Ausführungsbeispielen, die anhand der Zeichnung
eingehend erläutert werden.
[0021] Es zeigt:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Kältegerät mit Gefrierfach und Eisbereiter,
- Fig. 2
- eine Detaildarstellung eines Drahtrohrverdampfers mit angekoppeltem Wärmetauscher,
- Fig. 3
- ein erstes Ausführungsbeispiel des Kältekreislaufs eines Klareisbereiters,
- Fig. 4
- ein zweites Ausführungsbeispiel und
- Fig. 5
- ein weiteres Ausführungsbeispiel.
[0022] Figur 1 zeigt ein Kältegerät 1 mit geöffneter Tür und einem Innenraum 11. Der Innenraum
11 teilt sich in einen Kühlraum 2 und ein Gefrierfach 3 auf. Aus Übersichtlichkeitsgründen
ist an dem Gefrierfach 3 keine Verschlussklappe dargestellt. In dem Kühlraum 2 befindet
sich ein Klareisbereiter 4. In diesem Klareisbereiter 4 wird in einem hier nicht näher
zu erläuternden Prozess mittels mehrerer Kühlfinger Klareis hergestellt, das in einer
Auffangschale 10 abgelegt wird. Die Auffangschale 10 befindet sich unterhalb des Klareisbereiters
4. Die zur Herstellung des Klareises benötigte Kälte wird mit einem Wärmetauscher
5 (s. auch Fig. 2) erzeugt, der mit den Kältefingern fest verbunden ist.
[0023] Der sich in dem Gefrierfach 3 befindliche, waagrecht angeordnete Drahtrohrverdampfer
6 besteht aus einem zu parallelen Schlaufen gebogenen Verdampferrohr 7. Das Verdampferrohr
7 des Drahtrohrverdampfers 6 ist auf der Ober- und Unterseite mit Drahtstäben 8 fest
verbunden, die alle parallel zur Stirnseite verlaufen und zueinander den gleichen
Abstand besitzen. Das Anbringen der Drahtstäbe 8 bewirkt einerseits eine Oberflächenvergrößerung,
durch die die Wärme aus dem Gefrierfach 3 besser aufgenommen werden kann, und verhindert
andererseits ein Durchhängen des Verdampferrohrs 7 des Drahtrohrverdampfers 6. Der
besseren Übersichtlichkeit halber sind in Figur 2 nur die Drahtstäbe 8 des Drahtrohrverdampfers
6 dargestellt, die sich an der Stirnseite und an der ihr gegenüberliegenden Seite
befinden.
[0024] Der Wärmetauscher 5 besteht aus einem Wärmetauscherrohr 9. Das Wärmetauscherrohr
9 des Wärmetauschers 5 wird im Bereich des Drahtrohrverdampfers 6 parallel zu dem
Verdampferrohr 7 ebenfalls in Schlaufen in der gleichen Ebene geführt. Hierbei befindet
sich das Wärmetauscherrohr 9 des Wärmetauschers 5 genauso zwischen den Drahtstäben
8 wie das Verdampferrohr 7 des Drahtrohrverdampfers 6.
[0025] Um genügend Wärme aus dem Wärmetauscher 5 in den Drahtrohrverdampfer 6 einkoppeln
zu können, ist ein guter Wärmekontakt zwischen diesen beiden Komponenten notwendig.
Hierzu ist das Wärmetauscherrohr 9 des Wärmetauschers 5 fest mit dem Verdampferrohr
7 und den unteren und oberen Drahtstäben 8 des Drahtrohrverdampfers 6 verbunden. Das
Wärmetauscherrohr 9 des Wärmetauschers 5 besitzt den gleichen Außendurchmesser und
besteht aus dem gleichen Werkstoff wie das Verdampferrohr 7 des Drahtrohrverdampfers
6.
[0026] Als gut wärmeleitfähige Verbindungen sind Punktschweißen, Löten oder Kleben möglich.
Auch ist eine Lackierung, im Besonderen eine Pulverbeschichtung, die auf das fertig
montierte Konstrukt aus Wärmetauscher 5 und Drahtrohrverdampfer 6 aufgetragen wird,
ausreichend wärmeleitfähig.
[0027] Fig. 3 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel für den Kühlkreislauf des Klareisbereiters
4. Der Kühlkreislauf ist insbesondere mit einer Wasser-Glykol-Mischung gefüllt, die
preiswert herzustellen und in dem relevanten Temperaturbereich flüssig ist. Das Kältemittel
wird in dem Wärmetauscher 5 durch den Drahtrohrverdampfer 6 abgekühlt. Mit Hilfe der
Umwälzpumpe 17 wird das Kältemittel im Kreislauf geführt. Im Kreislauf vor dem Klareisbereiter
4 befindet sich der Temperatursensor 13, mit dessen Hilfe kontrolliert wird, ob das
Kältemittel die für die Herstellung von Klareis erforderliche Temperatur aufweist.
Die Heizeinrichtung 14 wird benötigt, um das fertige Klareis von den Kühlfingern des
Klareisbereiters zu lösen, so dass es in der Auffangschale 10 gesammelt werden kann.
Die Bypassleitung 18 ist so in den Kühlkreislauf eingeschaltet, dass Kältemittel an
dem Wärmetauscher 5 vorbeigeführt werden kann. Über die Rückflussleitung 19 wird Kältemittel,
welches den Klareisbereiter 4 bereits durchflossen hat, wieder dem Wärmetauscher 5
zugeführt. Das Kalt-Ventil 12 ist zwischen dem Wärmetauscher 5 und der Bypassleitung
18 in den Kühlkreislauf eingeschaltet. In einer sehr einfachen Version ist das Kalt-Ventil
12 als Absperrventil ausgebildet, welches nur in eine Geschlossen- oder eine Offenstellung
gesteuert werden kann.
[0028] Sobald die Umwälzpumpe 17 in Betrieb gesetzt wird, wird ein Teilstrom des Kältemittels
über die Rückflussleitung 19 und ein anderer Teilstrom über die Bypassleitung 18 geführt.
Dies führt dazu, dass sich vor der Umwälzpumpe 17 ein kalter Teilstrom aus dem Wärmetauscher
5 und ein wärmerer Teilstrom aus der Bypassleitung 18 mischen. Der Strömungsquerschnitt
der Bypassleitung 18 ist so eingestellt, dass sich unter normalen Bedingungen durch
die Mischung des kalten und des wärmeren Teilstroms am Temperatursensor 13 eine Temperatur
des Kältemittels ergibt, die unterhalb der für den Klareisbereiter 4 idealen Temperatur
liegt. Das Kalt-Ventil 12 ist vorgesehen, um die Temperatur des Kältemittels in dem
Klareisbereiter 4 beeinflussen zu können. Wird nun an dem Temperatursensor 13 eine
Temperatur detektiert, die zu tief liegt, um wirklich klares Eis erzeugen zu können,
muss der Teilstrom über die Rückflussleitung 19 und den Wärmetauscher 5 verringert
und der Teilstrom durch die Bypassleitung 18 erhöht werden. Hierzu wird das Kalt-Ventil
12 getaktet, das heißt mit einer bestimmten Frequenz geschlossen und wieder geöffnet.
Je länger die Schließzeiten des Kalt-Ventils 12 sind, desto größer wird der Teilstrom
durch die Bypassleitung 18. Bei einer zu tiefen gemessenen Temperatur des Kältemittels
müssen folglich die Schließzeiten des Kalt-Ventils 12 verlängert und bei einer zu
hohen gemessenen Temperatur des Kältemittels die Schließzeiten des Kalt-Ventils 12
verringert werden.
[0029] Das Kalt-Ventil 12 kann jedoch auch als steuerbares Ventil ausgeführt sein. Ein solches
Ventil muss nicht getaktet werden, da der Öffnungsquerschnitt des Ventils einstellbar
ist. Mit jeder Stellung des Ventils lässt sich also ein bestimmtes Mischungsverhältnis
der Teilströme aus der Bypassleitung 18 und dem Wärmetauscher 5 erzielen.
[0030] Ist an den Kühlfingern des Klareisbereiters 4 eine entsprechende Eisdicke erreicht,
wird die Heizeinrichtung 14 eingeschaltet. Gleichzeitig wird das Kalt-Ventil 12 komplett
geschlossen. Das Kältemittel wird auf eine Temperatur knapp über 0 °C erwärmt und
vollständig über die Bypassleitung 18 geführt. Sobald die Temperatur in dem Klareisbereiter
4 oberhalb der 0°C-Grenze liegt, schmilzt das direkt mit den Kühlfingern in Kontakt
stehende Eis und das fertige Klareis fällt in die Auffangschale 10.
[0031] In dem in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel ist zusätzlich das Bypassventil 15
in die Bypassleitung 18 eingeschaltet. Unabhängig davon ob die Ventile 12 und 15 getaktet
oder mit kontinuierlich veränderbarem Strömungsquerschnitt versehen sind, lässt sich
in diesem Ausführungsbeispiel die Temperatur des Kältemittels schneller und direkter
steuern, so dass die gewünschte Temperatur des Kältemittels in dem Klareisbereiter
4 mit geringeren Schwankungen aufrecht erhalten werden kann.
[0032] Eine noch direktere Temperaturregelung ist mit dem Ausführungsbeispiel möglich, welches
in Fig. 5 aufgezeigt ist. Hier ist statt der beiden Ventile 12 und 15 ein Mischventil
16 eingesetzt. Dieses Mischventil 16 befindet sich dort wo der Teilstrom aus dem Wärmetauscher
5 mit dem Teilstrom aus der Bypassleitung 18 vereinigt wird. Mit dem Mischventil 16
können diese Teilströme direkt geregelt werden. Auf diese Weise ist die Temperatur
des Kältemittels in dem Klareisbereiter 4 sehr exakt und schwankungsfrei einstellbar.
Bezugszeichenliste:
[0033]
- 1
- Kältegerät
- 2
- Kühlraum
- 3
- Gefrierfach
- 4
- Klareisbereiter
- 5
- Wärmetauscher
- 6
- Drahtrohrverdampfer
- 7
- Verdampferrohr
- 8
- Drahtstab
- 9
- Wärmetauscherrohr
- 10
- Auffangschale
- 11
- Innenraum
- 12
- Kalt-Ventil
- 13
- Temperatursensor
- 14
- Heizeinrichtung
- 15
- Bypassventil
- 16
- Mischventil
- 17
- Umwälzpumpe
- 18
- Bypassleitung
- 19
- Rückflussleitung
1. Kältegerät (1) mit einem Innenraum (11) zur Aufbewahrung von Kühl- und/oder Gefriergut
und einem in dem Innenraum (11) angeordneten Eisbereiter (4), der über einen Kältemittelkreislauf
gekühlt wird, wobei der Kältemittelkreislauf einen Kälteerzeuger (5) zum Kühlen des
Kältemittels aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Kältemittelkreislauf eine Bypassleitung (18) aufweist, über die Kältemittel an
dem Kälteerzeuger (5) vorbei geführt werden kann.
2. Kältegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl eine steuerbare Einrichtung (12, 15, 16), mit der das Verhältnis der Mengenströme
an Kältemittel durch den Kälteerzeuger (5) und die Bypassleitung (18) regelbar ist,
als auch ein Temperatursensor (13) vorgesehen ist.
3. Kältegerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die steuerbare Einrichtung als Dreiwegeventil (16) ausgebildet ist.
4. Kältegerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die steuerbare Einrichtung als Zweiwegeventil (12, 15) vorgesehen ist.
5. Kältegerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Zweiwegeventil (12) in Strömungsrichtung zwischen dem Kälteerzeuger (5) und der
Bypassleitung (18) vorgesehen ist.
6. Kältegerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiteres Zweiwegeventil (15) in der Bypassleitung (18) vorgesehen ist.
7. Kältegerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Zweiwegeventil (12, 15) als Absperrventil ausgebildet ist.
8. Kältegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kälteerzeuger (5) als Wärmetauscher ausgebildet ist, der mit einem Verdampfer
(6) des Kältegeräts (1) thermisch gekoppelt ist und dass in dem Kältemittelkreislauf
eine Umwälzpumpe (17) vorgesehen ist.
9. Kältegerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Kältemittel eine Mischung aus Glykol und Wasser ist.
10. Kältegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Kältemittelkreislauf eine Heizeinrichtung (14) vorgesehen ist.
1. Refrigerator (1) with an interior (11) for storing chilled and/or frozen items and,
disposed in the interior (11), an ice maker (4) which is cooled via a refrigerant
circuit, said refrigerant circuit having a cold generator (5) for cooling the refrigerant,
characterised in that the refrigerant circuit has a bypass line (18) via which refrigerant can bypass the
cold generator (5).
2. Refrigerator according to claim 1, characterised in that there is provided both a controllable device (12, 15, 16) with which the ratio of
the amount of refrigerant flowing through the cold generator (5) and the bypass line
(18) can be controlled, and a temperature sensor (13).
3. Refrigerator according to claim 2, characterised in that the controllable device is designed as a three-way valve (16).
4. Refrigerator according to claim 2, characterised in that the controllable device is provided as a two-way valve (12, 15).
5. Refrigerator according to claim 4, characterised in that the two-way valve (12) is provided in the direction of flow between the cold generator
(5) and the bypass line (18).
6. Refrigerator according to claim 5, characterised in that another two-way valve (15) is provided in the bypass line (18).
7. Refrigerator according to claim 4, characterised in that the two-way valve (12, 15) is designed as a shutoff valve.
8. Refrigerator according to claim 1, characterised in that the cold generator (5) is designed as a heat exchanger which is thermally coupled
to an evaporator (6) of the refrigerator (1) and that a circulating pump (17) is provided
in the refrigerant circuit.
9. Refrigerator according to claim 8, characterised in that the refrigerant is a mixture of glycol and water.
10. Refrigerator according to claim 1, characterised in that a heating facility (14) is provided in the refrigerant circuit.
1. Appareil frigorifique (1) comprenant un espace intérieur (11) pour conserver des produits
réfrigérés et/ou congelés et un préparateur de glace (4) disposé dans l'espace intérieur
(11) et refroidi par un circuit de réfrigérant, le circuit de réfrigérant présentant
un générateur de froid (5) servant à refroidir le réfrigérant, caractérisé en ce que le circuit de réfrigérant présente une conduite de dérivation (18) par laquelle le
réfrigérant peut passer devant le générateur de froid (5).
2. Appareil frigorifique selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu un dispositif commandable (12, 15, 16) permettant de régler le rapport
des débits de réfrigérant traversant le générateur de froid (5) et la conduite de
dérivation (18), ainsi qu'un capteur de température (13).
3. Appareil frigorifique selon la revendication 2, caractérisé en ce que le dispositif commandable est réalisé sous forme de vanne à trois voies (16).
4. Appareil frigorifique selon la revendication 2, caractérisé en ce que le dispositif commandable est prévu sous forme de vanne à deux voies (12, 15).
5. Appareil frigorifique selon la revendication 4, caractérisé en ce que la vanne à deux voies (12) est prévue dans le sens d'écoulement entre le générateur
de froid (5) et la conduite de dérivation (18).
6. Appareil frigorifique selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'une autre vanne à deux voies (15) est prévue dans la conduite de dérivation (18).
7. Appareil frigorifique selon la revendication 4, caractérisé en ce que la vanne à deux voies (12, 15) est réalisée sous forme de vanne d'arrêt.
8. Appareil frigorifique selon la revendication 1, caractérisé en ce que le générateur de froid (5) est réalisé sous forme d'échangeur de chaleur couplé thermiquement
avec un évaporateur (6) de l'appareil frigorifique (1) et en ce qu'une pompe de circulation (17) est prévue dans le circuit de réfrigérant.
9. Appareil frigorifique selon la revendication 8, caractérisé en ce que le réfrigérant est un mélange de glycol et d'eau.
10. Appareil frigorifique selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un moyen de chauffage (14) est prévu dans le circuit de réfrigérant.