[0001] Die Erfindung betrifft ein Heizelement mit einem elektrischen Stromleiter sowie eine
beheizbare Scheibe mit einem derartigen Heizelement.
[0002] Zur Wärmeerzeugung wird in einem Heizelement üblicherweise Strom durch einen Stromleiter
geleitet. Dabei kommt es durch einen Spannungsabfall an einem ohmschen Widerstand
zur Umwandlung elektrischer Energie in Wärmeenergie. Derartige Heizelemente werden
für vielfältige Verwendungen eingesetzt. Für den Einsatz von Heizelementen bei beheizbaren
Scheiben ist es bekannt, dünne Drähte in die Scheibe einzuziehen und diese Drähte
als Stromleiter zum Aufheizen der Scheibe zu verwenden. Neben relativ hohen Herstellungskosten
sind dabei Sichtbehinderungen sowie eine ungleichmäßige Erwärmung der Scheibe hinzunehmen.
[0003] Als Scheibe werden dabei sowohl Mineralglasscheiben als auch Scheiben aus Kunststoffgläsern
bezeichnet. Die Verwendung derartiger Scheiben mit einem Heizelement ist insbesondere
bei Kraft- und Luftfahrzeugen von Interesse. Ferner sind mögliche Anwendungsgebiete
beheizbare Visiere von Schutzhelmen, wie Motorradhelme, oder Spiegel oder Displays
von Messgeräten, die beispielsweise in Polarregionen eingesetzt werden.
[0004] Es ist ferner bekannt, so genannte elektrisch leitfähige Folien als Heizelement zu
verwenden. Deren Einsatzgebiet ist aufgrund eines begrenzten Stromdurchflusses und
einer nicht ausreichenden Transparenz allerdings begrenzt. Bei erhöhtem Stromdurchfluss
treten bei diesen leitfähigen Folien oftmals Schäden in den Folien auf, die die Funktionalität
beeinträchtigen. Zudem weisen die bei derartigen Folien verwendeten intrinsisch leitfähigen
Polymere nur eine geringe Dauerstabilität auf.
[0005] Aus der
US 6,084,217 A ist ein Heizelement bekannt, das aus mehreren Schichten besteht, unter anderem auch
einer zwischen Trägerschicht und Klebemassenschicht angeordneten stromleitenden Schicht.
[0006] Die
WO 20061122736 A2 beschreibt die Herstellung eines so genannten speziellen Bucky Papers. Es handelt
sich bei einem Bucky Paper um ein aus Nanotubes hergestelltes Vlies, das dadurch nichttransparent
ist. Die CNTs sind an Fasern absorbiert.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Heizelement anzugeben, das eine gleichmäßige Erwärmung
einer Fläche ermöglicht und gleichzeitig beständig, leicht montierbar und preiswert
ist.
[0008] Die vorliegende Erfindung wird bei einem Heizelement mit den Merkmalen des Oberbegriffs
von Anspruch 1 durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils von Anspruch 1 gelöst.
Bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0009] Erfindungsgemäß ist erkannt worden, dass es vorteilhaft ist, ein transparentes Flächengebilde
oder bandförmiges Gebildes, im Folgenden nur Flächengebilde genannt, als Heizelement
zu verwenden. Das Flächengebilde ist dabei aus mindestens drei Schichten mit jeweils
unterschiedlichen Funktionalitäten aufgebaut, nämlich einer Trägerschicht, einer stromleitenden
Schicht und einer Klebeschicht. Diese Schichten sind alle transparent, so dass das
Heizelement als solches ebenfalls transparent ist und auch in Verbindung mit Scheiben
verwendet werden kann.
[0010] Durch die Verwendung der mehreren Schichten mit unterschiedlichen Aufgaben, wird
eine Entkoppelung der Funktionalitäten erzielt, durch die es möglich ist, jede Schicht
auf die jeweiligen Anforderungen individuell abzustimmen. Dadurch können Anforderungen
bezüglich des Heizelements für unterschiedlichste Verwendungen einfacher und kostengünstiger
realisiert werden. Die Trägerschicht dient als Träger der beiden anderen Schichten.
Dieser sollte so abgestimmt sein, dass das Gebilde als ganzes hinreichend flexibel
und gut anwendbar ist. Die stromleitende Schicht dient zur Erfüllung der eigentlichen
Heizfunktion. Sie sollte demzufolge einen ausreichend hohen Stromfluss ermöglichen.
Ferner sollte ein Stromfluss durch die anderen Schichten weitgehend vermieden werden.
Die Klebeschicht wiederum dient zur Applikation des Flächengebildes auf beliebigen
Untergründen. Je nach Untergrund und Anwendungsgebiet sind insofern besondere Anforderungen,
wie hohe Klebkraft, Temperatur- und Witterungsbeständigkeit und dergleichen, zu erfüllen.
Der Schichtaufbau hat einen weiteren Vorteil darin, dass die stromleitende Schicht
zwischen der Trägerschicht und der Klebeschicht angeordnet ist. Diese Anordnung hat
den Vorteil, dass die stromleitende Schicht gegen negative äußere Einflüsse, wie z.B.
Verkratzen und gegen Witterungseinflüsse, geschützt ist.
[0011] Unter Transparenz im Sinne der Erfindung wird eine Lichttransmission von mindestens
50% der eingestrahlten Intensität verstanden. Dieser Transmissionsgrad kann z.B. nach
DIN 5036 Teil 3 oder ASTM D 1003-00 ermittelt werden. In bevorzugter Ausgestaltung
wird eine Lichttransmission von mindestens 70% erzielt.
[0012] In bevorzugter Ausgestaltung ist die stromleitende Schicht derart ausgebildet, dass
sie eine im Wesentlichen gleichmäßige Erwärmung über das Flächengebilde ermöglicht.
Die Temperaturdifferenz in der Ebene des Flächengebildes sollte demgemäß, abgesehen
von Randbereichen beispielsweise im Bereich der Kontaktierung, nicht größer als 20
% des maximal in der Ebene des Flächengebildes erreichten Temperaturendwerts sein.
[0013] Alternativ kann aber auch vorgesehen werden, gezielt Bereiche auszubilden, in denen
die Heizleistung erhöht ist, also einen Temperaturgradienten bezüglich der Heizleistung
durch den Aufbau des Heizelements vorzugeben. Dies kann beispielsweise durch eine
bereichsweise erhöhte Schichtdicke der stromleitenden Schicht erfolgen. Durch eine
solche Ausgestaltung können üblicherweise auftretende Temperaturgradienten in einer
Scheibe, z.B. durch bereichsweise schnelleres Abkühlen aufgrund von Luftverwirbelungen,
ausgeglichen werden. Da solche Effekte jedoch geschwindigkeitsabhängig sind, ist dabei
hinzunehmen, dass die Heizleistung bei anderen als der vorgesehenen Geschwindigkeit
in den entsprechenden Bereichen gegebenenfalls erhöht ist.
[0014] Vorzugsweise erfüllt die stromleitende Schicht die Heizfunktion dahingehend, dass
mit dem Heizelement eine Aufheizrate in Luft ausgehend von Raumtemperatur von mindestens
1 °C/min., weiter vorzugsweise von mindestens 3 °C/min. erreicht wird. Die Heizleistung
sollte unter den genannten Bedingungen mindestens für eine Temperaturerhöhung von
3 °C, vorzugsweise für eine Temperaturerhöhung von mindestens 5 °C ausreichen.
[0015] Gemäß Anspruch 2 ist die stromleitende Schicht so ausgebildet, dass mindestens 90%,
vorzugsweise 95%, weiter vorzugsweise 98% des insgesamt durch das Heizelement fließenden
Stromes durch sie fließt. Dies kann beispielsweise durch eine entsprechende Dicke
der und/oder eine entsprechend gewählte Konzentration von Carbon-Nanotubes in der
stromleitenden Schicht realisiert sein. Eine solch bevorzugte Weiterbildung hat den
Vorteil, dass Unfallgefahren durch die untergeordnete Leitfähigkeit der anderen Schichten
vermieden sind.
[0016] Die stromleitende Schicht enthält Carbon-Nanotubes (CNT). Diese Materialien sind
in enormen Maße leitfähig und können darüber hinaus durch ihre faserige Struktur leicht
ein leitfähiges Netzwerk aufbauen, so dass hiermit eine für die Wärmeerzeugung ausreichende
Leitfähigkeit bereits bei einem sehr geringen Anteil in der stromleitenden Schicht
erreicht wird. Dies ermöglicht auf besonders einfache Weise, die gewünschte Transparenz
der stromleitenden Schicht zu erzielen. Um eine ausreichende Leitfähigkeit zu erzielen
sollte die Carbon-Nanotubes als Füllstoff in einer Menge von mindestens 0,01 Gew.-%
verwendet werden.
[0017] Ferner kann es für bestimmte Anwendungsgebiete des Heizelementes wünschenswert sein,
wenn dieses Bereiche mit unterschiedlicher Heizleistung aufweist, das heißt beispielsweise
im Randbereich eine höhere Heizleistung erzielt wird, als in der Mitte des Heizelementes
oder umgekehrt. Solch unterschiedliche Heizleistungen innerhalb des Heizelementes
lassen sich auf einfache Weise z.B. realisieren durch eine bereichsweise unterschiedliche
Dicke der stromleitenden Schicht, in denen eine höhere Heizleistung erzielt werden
soll, und/oder durch eine bereichsweise unterschiedliche Konzentration an Carbon-Nanotubes
innerhalb der stromleitenden Schicht.
[0018] In einer weiter bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die stromleitende
Schicht im Wesentlichen aus Carbon-Nanotubes selbst ohne weitere Zusätze wie z.B.
Bindemittel besteht. Die Verankerung der Schicht auf dem Trägermaterial wird dann
im Wesentlichen durch Van-der-Waals-Kräfte bewirkt und durch die darüberliegende Klebeschicht
unterstützt.
[0019] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung gemäß Anspruch 4 besteht darin, dass die
Carbon-Nanotubes in eine transparente Matrix eingebettet sind. Die Carbon-Nanotubes
können so dauerhaft in der Schicht fixiert und von externen Einflüssen abgeschirmt
werden, wodurch eine erhöhte Langzeitstabilität erzielt werden kann. Zudem steigt
mit hoher Transparenz der Matrix die Gesamttransparenz des Heizelements,
[0020] Bevorzugt wird als Matrixmaterial ein polymeres Bindemittel eingesetzt, welches aus
einer Lösung oder Dispersion in einem oder mehreren organischen Lösemitteln oder Wasser
in die stromleitende Schicht überführt wird. Dies kann beispielsweise durch Beschichten
der Lösung oder Dispersion auf das Trägermaterial und anschließendes Abdampfen des
Löse- bzw. Dispergiermittels erfolgen. Vorteilhaft ist hier, dass aus der Lösung oder
Dispersion leichter sehr dünne und damit sehr transparente Schichten hergestellt werden
können, als dies aus 100%-Systemen möglich ist, also Systemen die kein Lösemittel
und kein Dispergiermittel enthalten, wie z.B. strahlenhärtende Lacke. Zudem stehen
marktseitig bereits Carbon-Nanotube-Dispersionen in organischen Lösemitteln und Wasser
zur Verfügung (z.B. von den Firmen Eikos, Boston, unter dem Handelsnamen Invisicon
™; Zyvex, Richardson (Texas, USA), unter dem Handelsnamen NanoSolve® und FutureCarbon
GmbH, Bayreuth), die leicht in solche Bindemittelsysteme dispergiert werden können.
[0021] Gemäß Anspruch 6 werden die zur Herstellung des Matrixmaterials dienenden Monomere
insbesondere dermaßen gewählt, dass die resultierenden Polymere bei Raumtemperatur
oder höheren Temperaturen als Haftklebemassen eingesetzt werden können, vorzugsweise
derart, dass die resultierenden Polymere haftklebende Eigenschaften entsprechend dem
"Handbook of Pressure Sensitive Adhesive Technology" von Donatas Satas (van Nostrand,
New York 1989) besitzen. Durch die bei diesen Materialien häufig unterhalb der Raumtemperatur
liegende Glasübergangstemperatur und die geringe Vernetzungsdichte mit dementsprechend
niedrigem Elastizitätsmodul erlangen die Carbon-Nanotubes eine höhere Beweglichkeit,
was zur Verstärkung der Netzwerkbildung führt. Dadurch kann die Einsatzmenge der Carbon-Nanotubes
verringert werden, was die Transparenz erhöht und die Kosten senkt.
[0022] Zur Erzielung einer für Haftklebemassen bevorzugten Glasübergangstemperatur T
G der Polymere von T
G ≤ 25 °C, welche mittels der Differential Scanning Calorimetry ermittelt wird, werden
entsprechend dem vorstehend Gesagten die Monomere sehr bevorzugt derart ausgesucht
und die mengenmäßige Zusammensetzung der Monomermischung vorteilhaft derart gewählt,
dass sich nach der
Fox-Gleichung (G1) (vgl. T.G. Fox, Bull. Am. Phys. Soc. 1 (1956) 123) der gewünschte
T
G-Wert für das Polymer ergibt.

[0023] Hierin repräsentiert n die Laufzahl über die eingesetzten Monomere, W
n den Massenanteil der jeweiligen Monomereinheit n (Gew.-%) und T
G,n die jeweilige Glasübergangstemperatur des Homopolymers erhalten aus den jeweiligen
Monomeren n in K.
[0024] Es sind insbesondere Acrylathaftklebemassen als Klebstoffkomponente geeignet, welche
etwa durch radikalische Polymerisation erhältlich sind und die zumindest teilweise
auf mindestens einem Acrylmonomer der allgemeinen Formel (1) basieren,

wobei R
1 gleich H oder ein CH
3-Rest ist und R
2 gleich H ist oder aus der Gruppe der gesättigten, unverzweigten oder verzweigten,
substituierten oder nicht-substituierten C
1-bis C
30-Alkylresten gewählt ist. Das mindestens eine Acrylmonomer sollte einen Massenanteil
von mindestens 50% in der Haftklebemasse aufweisen. Vorteil der Acrylathaftklebemassen
ist ihre hohe Transparenz sowie ihre gute thermische und Alterungsbeständigkeit.
[0025] In einer vorteilhaften Ausführung sind in dem Heizelement zumindest zwei Flächenbereiche
vorgesehen, durch die Strom in die stromleitende Schicht geleitet werden kann. Diese
Flächenbereiche sind in der Ebene der Klebeschicht vorgesehen, wobei in diesen Bereichen
keine Klebeschicht oder eine andersartige elektrisch leitfähige Schicht, also eine
andere als die stromleitende Schicht, angeordnet ist. Diese andersartige muss nicht
zwingend transparent sein, da sie lediglich zur elektrischen Kontaktierung der leitenden
Schicht vorgesehen ist und somit vorzugsweise nur in den Randbereichen des Heizelements
angeordnet ist. Die elektrische Leitfähigkeit dieser Schicht ist mindestens 10flach
höher als die elektrische Leitfähigkeit der stromleitenden Schicht. Dies hat den Vorteil,
dass die im Wesentlichen den Strom leitende Schicht leichter mit einer außerhalb des
Heizelements liegenden Stromquelle verbunden werden kann, als dies über die Stirnseiten
des Heizelements möglich wäre.
[0026] Die Verbindung mit der Stromquelle wird alternativ in einer weiteren vorteilhaften
Ausführung durch zwei weitere transparente Schichten, die oberhalb und unterhalb der
stromleitenden Schicht angeordnet sind und die ebenfalls elektrisch leitfähig sind,
erreicht, wobei diese Schichten eine gegenüber der stromleitenden Schicht mindestens
10fach höhere elektrische Leitfähigkeit aufweisen. Diese Schichten können beispielsweise
aus aufgedampften, aufgesputterten oder partikulären metallischen oder metalloxidischen
Schichten, wie z.B. Indium-Zinn-Oxid (ITO), oder auch intrinsisch leitfähigen Polymeren
bestehen, wie sie z.B. unter dem Handelsnamen Baytron von H.C.Starck (Leverkusen)
erhältlich sind. Ein entsprechender Aufbau ist in Fig. 2 gezeigt.
[0027] Carbon-Nanotubes sind mikroskopisch kleine röhrenförmige Gebilde (molekulare Nanoröhren)
aus Kohlenstoff. Ihre Wände bestehen wie die der Fullerene oder wie die Ebenen des
Graphits nur aus Kohlenstoff, wobei die Kohlenstoffatome eine wabenartige Struktur
mit Sechsecken und jeweils drei Bindungspartnern einnehmen (vorgegeben durch die sp
2-Hybridisierung). Der Durchmesser der Röhren liegt im Bereich von 0.4 nm bis 100 nm.
Längen von 0.5 µm bis zu mehreren Millimetern für einzelne Röhren und bis zu 20 cm
für Röhrenbündel werden erreicht.
[0028] Man unterscheidet zwischen ein- und mehrwandigen, zwischen offenen oder geschlossenen
Röhren (mit einem Deckel, der einen Ausschnitt aus einer Fullerenstruktur hat) und
zwischen leeren und gefüllten Röhren.
[0029] Je nach Detail der Struktur ist die elektrische Leitfähigkeit innerhalb der Röhre
metallisch oder halbleitend. Es sind auch Kohlenstoffröhren bekannt, die bei tiefen
Temperaturen supraleitend sind.
[0030] Aus der Zeitschrift "Science" ist ein Aufsatz mit dem Titel "
Carbon Nanotubes - the Route Toward Apllications" bekannt (Ray H. Baughmann, Anvar
A. Zhkhidov, Walt A. de Heer, Science 297, 787(2002)). Ferner ist ein Aufsatz mit dem Titel "
Transparent, Conductive Carbon Nanotube Films" (Z. Wu, Z. Chen, X. Du, J.M. Logan,
J. Sippel, M. Nikolou, K. Kamaras, J.R. Reynolds, D. B. Tanner, A.F. Hebard, A.G.
Rinzler, Science 305, 1273 (2004)) bekannt. Keiner dieser Aufsätze befasst sich mit dem hier zu behandelnden Problem,
die Transparenz einer Verglasung in Fortbewegungsmitteln wie etwa Kraftfahrzeugen,
Lokomotiven, oder Flugzeugen witterungsunabhängiger zu machen.
[0031] Die Carbon-Nanotubes können auch aus zwei bis etwa 30 graphitartigen Schichten aufgebaut
sein, wobei bei zwei Schichten auch häufig von Double-walled Carbon-Nanotubes (DWNTs)
gesprochen wird. Die Wände der Single-walled Carbon-Nanotubes (SWNTs) als auch der
Multi-walled Carbon-Nanotubes (MWNTs) können eine "normale", eine Armchair-, eine
Zickzack- oder eine chirale Struktur aufweisen, die sich im Grad der Verdrillung unterscheiden.
Der Durchmesser der CNT kann zwischen weniger als einem und 100 nm liegen wobei die
Röhren eine Länge bis zu einem Millimeter annehmen können ("
Polymers and carbon nanotubes - dimensionality, interactions and nanotechnology",
I. Szleifer, R. Yerushalmi-Rozen, Polymer 46 (2005), 7803).
[0032] Vorteilhaft für das erfindungsgemäße Heizelement ist es, Carbon-Nanotubes mit einer
durchschnittlicher Länge von mehr als 10 µm zu verwenden, da mit zunehmender Länge
weniger Carbon-Nanotubes für eine ausreichende Leitfähigkeit gebraucht werden und
somit die Transparenz des Heizelements steigt.
[0033] Vorteilhaft für das erfindungsgemäße Heizelement ist zudem die Verwendung von Carbon-Nanotubes
mit einem durchschnittlichen Außendurchmesser von weniger als 40 nm. Bei Carbon-Nanotubes
steigt mit abnehmendem Außendurchmesser die Beweglichkeit, wodurch ein Netzwerk leichter
gebildet werden kann und somit weniger Carbon-Nanotubes für eine ausreichende Leitfähigkeit
gebraucht werden. Durch eine Reduktion der verwendeten Menge von Carbon-Nanotubes
kann die Transparenz des Heizelements erhöht werden. Weiterhin sinkt mit abnehmendem
Außendurchmesser die Lichtstreuung durch die Carbon-Nanotubes selbst, so dass auch
hierdurch die Transparenz steigt.
[0034] Besonders bevorzugt ist es, wenn die Carbon-Nanotubes ein durchschnittliches Verhältnis
von Länge zu Außendurchmesser von mindestens 250 aufweisen, da hierbei durch die Kombination
der oben genannten Vorteile bezüglich Länge und Durchmesser eine besonders hohe Transparenz
bei ausreichender elektrischer Leitfähigkeit erreicht werden kann.
[0035] In einigen Ausführungen ist es vorteilhaft die Oberfläche der Carbon Nanotubes chemisch
zu funktionalisieren oder anderweitig zu modifizieren. Die chemische Modifikation
vereinfacht das Mischen und/oder Dispergieren mit der Polymermatrix, da sie die Vereinzelung
der Carbon-Nanotubes erleichtert. In einigen Ausführungen können die chemisch modifizierten
CNT auch sterisch mit der Polymermatrix wechselwirken, und in anderen Ausführungen
wiederum umfasst die chemische Wechselwirkung kovalente Anbindung der CNT oder CNT-Derivate
an die Polymermatrix, was zu einer Vernetzung und damit zu einer vorteilhaft hohen
mechanischen Stabilität der Schicht führt. Modifizierte Carbon Nanotubes sind beispielsweise
von den Firmen FutureCarbon, Bayreuth, und Zyvex, Richardson (Texas, USA), unter dem
Handelsnamen NanoSolve® erhältlich.
[0036] Eine bevorzugte Ausführung des Heizelements ist dadurch gekennzeichnet, dass die
Carbon-Nanotubes eine einzige Kohlenstoffschicht in der Stirnansicht zeigen, es sich
also um einwandige Carbon-Nanotubes handelt, die auch als Single-walled Carbon-Nanotubes
bezeichnet werden. Die einwandigen Carbon-Nanotubes streuen das Licht weniger als
mehrwandige Carbon-Nanotubes, so dass eine vergleichsweise größere Transparenz erreichbar
ist.
[0037] Eine in anderer Weise bevorzugte Ausführung des Heizelements ist dadurch gekennzeichnet,
dass die Carbon-Nanotubes mehrere Kohlenstoffschichten in der Stirnansicht zeigen,
also mehrwandige Carbon-Nanotubes Verwendung finden, die auch als Double- oder Multi-walled
Carbon-Nanotubes bezeichnet werden. Diese sind gegenüber den einwandigen Carbon-Nanotubes
mit geringeren Kosten zu beziehen.
[0038] Vorteilhaft ist es auch, wenn die Carbon-Nanotubes innerhalb der stromleitenden Schicht
in einer Vorzugsrichtung ausgerichtet sind. Diese Ausrichtung erfolgt vorteilhafterweise
in der Richtung des von der Lage der Kontaktelektroden vorgegebenen Stromflusses.
Durch die Ausrichtung wird ein in Stromflussrichtung gestrecktes Netzwerk von Carbon-Nanotubes
erreicht, welches bereits bei geringerer Konzentration von Carbon-Nanotubes als in
einem isotropen Netzwerk erforderlich eine ausreichende elektrische Leitfähigkeit
gewährleistet. Mit der verringerten Konzentration verbessert sich die Transparenz
und sinken die Kosten.
[0039] Die Ausrichtung kann z.B. bei der Beschichtung der im Wesentlichen den Strom leitenden
Schicht aus einer flüssigen Phase heraus durch rheologische Effekte (Scherung oder
Dehnung in der Strömung) erreicht werden. Auch das Anlegen einer elektrischen Spannung
oder eines äußeren elektromagnetischen Feldes an die nach dem Aufbringen noch fließfähige
Schicht kann genutzt werden. Weiterhin ist die Ausrichtung an Kristallitgrenzen möglich,
wie z.B. bei teilkristallinen Polymeren, welche vorzugsweise unterhalb der Kristallisationstemperatur
verstreckt werden, oder an Phasengrenzen mehrphasiger Matrixsysteme, wie z.B. Block-Copolymeren
mit vorzugsweise zylindrischer oder lamellarer Morphologie. Möglich ist auch die Ausrichtung
der Carbon-Nanotubes an Strukturen, die in der Trägerschicht oder der Klebeschicht
vorhanden sind, wie dies aus dem Bereich der liquid crystal polyners (LCP) bekannt
ist.
[0041] In einer weiteren vorteilhaften Ausführung ist das Heizelement dadurch gekennzeichnet,
dass die Klebeschicht als Selbstklebeschicht (pressure sensitive adhesive) ausgebildet
ist. Selbstklebemassen wirken bei Raumtemperatur permanent haftklebrig, weisen also
eine hinreichend geringe Viskosität und eine hohe Anfassklebrigkeit auf, so dass sie
die Oberfläche des jeweiligen Klebegrunds bereits bei geringem Andruck benetzen. Diese
Darreichungsform kann gegenüber Heißschmelzklebern oder Flüssigklebersystemen leichter
gehandhabt werden, erfordert bei der Applikation keine Erwärmung oder sonstige Energiezufuhr
und ist in der Regel frei von chemischen Reaktionen nach der Applikation.
[0042] Als acrylatbasierende Klebemasse im Sinne dieser Erfindung wird jede Klebemasse bezeichnet,
die neben anderen optionalen Bestandteilen eine Basisklebemasse umfasst, deren klebtechnische
Eigenschaften von einem Polymer bestimmt oder zumindest in nicht unwesentlichem Maß
mitbestimmt werden, dessen Grundgerüst acrylatartige Monomere aufweist.
[0043] Es sind insbesondere Acrylathaftklebemassen als Selbstklebeschicht geeignet, die
zumindest teilweise auf mindestens einem acrylartigen Monomer basieren. Vorteil der
Acrylathaftklebemassen ist ihre hohe Transparenz sowie ihre gute thermische und Alterungsbeständigkeit.
[0044] Die Gruppe der acrylatartigen Monomere besteht aus sämtlichen Verbindungen mit einer
Struktur, die sich von der Struktur von unsubstituierter oder substituierter Acrylsäure
oder Methacrylsäure oder aber aus Estern dieser Verbindungen herleiten lässt, die
sich durch die allgemeine Formel CH
2=C(R
1)(COOR
2) beschreiben lassen, wobei der Rest R
1 ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe sein kann und der Rest R
2 ein Wasserstoffatom sein kann oder aber aus der Gruppe der gesättigten, unverzweigten
oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten C
1- bis C
30-Alkylgruppen gewählt ist. Vorzugsweise weist das Polymer der Basisklebemasse der
acrylatbasierenden Klebemasse einen Gehalt an acrylatartigen Monomeren von 50 Gew.-%
oder mehr auf.
[0045] Als acrylatartige Monomere sind grundsätzlich sämtliche der oben beschriebenen Gruppe
dieser Verbindungen verwendbar, wobei deren konkrete Auswahl und deren Mengenverhältnisse
sich gemäß den jeweiligen Anforderungen aus dem beabsichtigten Anwendungsbereich bemisst.
[0046] Als Grundpolymer sind insbesondere solche acrylatbasierenden Polymere geeignet, die
etwa durch radikalische Polymerisation erhältlich sind.
[0047] In einer weiteren vorteilhaften Ausführung ist das Heizelement dadurch gekennzeichnet,
dass die Selbstklebemasse eine Styrolblockcopolymermasse ist. Dies hat den Vorteil,
dass solche Massen auch auf unpolaren Untergründen gut kleben und daneben eine sehr
gute Transparenz sowie bei hydrierten Polymertypen auch einen sehr gute Alterungsbeständigkeit
aufweisen.
[0048] Die Selbstklebemasse kann neben der Basisklebemasse selbstverständlich auch weitere
Zusatzstoffe aufweisen wie zum Beispiel Füllstoffe, insbesondere nanoskalige Füllstoffe,
die das Licht nicht streuen und somit die Transparenz erhalten, rheologische Additive,
Additive zur Verbesserung der Haftung, Weichmacher, Harze, Elastomere, Alterungsschutzmittel
(Antioxidantien), Lichtschutzmittel, UV-Absorber sowie sonstige Hilfs- und Zusatzstoffe,
beispielsweise Fließ- und Verlaufsmittel und/oder Benetzer wie Tenside oder Katalysatoren.
[0049] Weiterhin bevorzugt ist das Heizelement dadurch gekennzeichnet, dass die Selbstklebemasse
eine Transparenz größer 70%, vorzugsweise größer 80%, besonders bevorzugt größer 90%
aufweist. Dies ist beispielsweise bei einer Schichtdicke von 30 µm realisierbar. Die
hohe Transparenz hat den Vorteil, dass das gesamte Heizelement eine erhöhte Transparenz
aufweist. Neben der entsprechenden Auswahl der Polymere und Zusatzstoffe wird eine
solch hohe Transparenz durch einen geringen Gelanteil (= partiell höher vernetzte
Domänen, die das Licht streuen) in der Masse selbst sowie durch die Verwendung von
sehr glattem Linermaterial, mit welchem die Selbstklebemasse nach der Beschichtung
eingedeckt werden kann, erreicht. Mit letzterer Maßnahme erreicht man eine sehr glatte
Oberfläche der Selbstklebeschicht, die das Licht weniger streut und reflektiert. Die
Rauigkeit R
z beträgt demgemäß weniger als 0.5 µm, vorzugsweise weniger als 0.3 µm gemäß DIN EN
ISO 4287.
[0050] Erfindungsgemäße Heizelemente können insbesondere für beheizbare Scheiben, seien
sie aus Mineralglas oder aus Kunststoffglas wie etwa Plexiglas, vorzugsweise für ein
Kraftfahrzeug, insbesondere auch für Außenrückspiegel, oder für ein Luftfahrzeug eingesetzt
werden. Weitere Einsatzgebiete solcher Glasscheiben sind Helmvisiere oder Brillenverglasungen,
z.B. für Skibrillen. In solchen und vielen anderen Anwendungsgebieten ist es vorteilhaft,
die Transparenz des Heizelements zu begrenzen, da dieses dann gleichzeitig als Blendschutz
wirken kann.
[0051] Daher weist eine weiterhin bevorzugte Ausführung des Heizelements eine Transparenz
von höchstens 80 % auf. Dies kann z.B. durch Einfärbung von Trägermaterial und/oder
Klebeschicht erreicht werden. Bevorzugt ist aber, den Typ der verwendeten Carbon-Nanotubes
in der im Wesentlichen den Strom leitenden Schicht so auszuwählen, dass sich der gewünschte
Transparenzgrad in dieser Schicht bei gleichzeitig ausreichender Heizfunktion einstellt.
Dies hat den Vorteil, dass keine weiteren Maßnahmen in Trägermaterial und Kleberschicht
zur Einstellung der Transparenz ergriffen werden müssen.
[0052] Fig. 1 zeigt in schematischer Ansicht ein erfindungsgemäßes als Flächengebilde ausgeführtes
Heizelement. Das Flächengebilde weist eine Trägerschicht 1, eine stromleitende Schicht
2 und eine Klebeschicht 3 auf. Die stromleitende Schicht 2 ist zwischen Trägerschicht
1 und Klebeschicht 3 angeordnet, um so weitgehend vor Witterungseinflüssen geschützt
zu sein.
[0053] Ferner ist in Fig. 1 eine elektrische Kontaktierung 4 für die stromleitende Schicht
2 zu sehen. Hierzu ist in zwei Flächenbereichen, die hier und vorzugsweise am Rand
des Heizelements angeordnet sind, keine Klebeschicht 3 vorgesehen. Stattdessen ist
die stromleitende Schicht 2 dort mit einer andersartigen elektrisch leitfähigen Schicht
mit größerer elektrischer Leitfähigkeit 4 bedeckt. Durch diese andersartige elektrisch
leitfähige Schicht ist eine Stromeinspeisung in die stromleitende Schicht 2 möglich.
[0054] Fig. 2 zeigt in schematischer Ansicht ein weiteres erfindungsgemäßes als Flächengebilde
ausgeführtes Heizelement. Das Flächengebilde weist eine Trägerschicht 1, eine stromleitende
Schicht 2 und eine Klebeschicht 3 auf. Die stromleitende Schicht 2 ist zwischen Trägerschicht
1 und Klebeschicht 3 angeordnet.
[0055] Ferner ist in Fig. 2 eine elektrische Kontaktierung für die stromleitende Schicht
2 zu sehen. Hierzu sind zwei weitere transparente Schichten 5 oberhalb und unterhalb
der stromleitenden Schicht 2 angeordnet, die ebenfalls elektrisch leitfähig sind,
wobei diese Schichten 5 eine gegenüber der stromleitenden Schicht 2 mindestens 10fach
höhere elektrische Leitfähigkeit aufweisen. Durch diese andersartigen elektrisch leitfähigen
Schichten 5 ist eine Stromeinspeisung in die stromleitende Schicht 2 möglich.
[0056] In Figur 3 ist ein erfindungsgemäßer Aufbau wie in Figur 2 dargestellt, wobei zwischen
der der Klebeschicht 3 zugeordneten höher elektrisch leitfähigen Schicht 5 und der
stromleitenden Schicht 2 eine weitere Schicht 6 angeordnet ist, die die höher elektrisch
leitfähige Schicht 5 stabilisiert, um Brüche in dieser Schicht 5 zu vermeiden und
somit einen dauerhaltbareren Kontakt zu gewährleisten.
[0057] Figur 4 zeigt eine erfindungsgemäße beheizbare Scheibe 7 mit einem Heizelement, welches
wie in Figur 1 beschrieben aufgebaut ist.
[0058] Im Folgenden ist der Aufbau eines erfindungsgemäßen Heizelements anhand von Beispielen
weiter erläutert.
Beispiel 1:
[0059] Es wurde eine wässrige Dispersion von Carbon-Nanotubes hergestellt. Dabei wurde die
Methode von Yerushalmi-Rozen et al. verwendet (
R. Shvartzman-Cohen, Y. Levi-Kalisman, E. Nativ-Roth, R. Yerushalmi-Rozen, Langmuir
20(2004), 6085-6088), bei der Triblockcopolymere (PEO-b-PPO-b-PEO) als Stabilisatoren verwendet werden.
Der mittlere Block besitzt eine höhere Affinität zu den CNTs als die Endblöcke, wobei
diese aufgrund des großen hydrodynamischen Radius zu sterischen Wechselwirkungen zwischen
den Carbon-Nanotubes führen. Der hydrodynamische Radius der Stabilisatoren ist größer
als die Reichweite, bei der die van der Waais-Kräfte sich noch effektiv auswirken.
[0060] Als Carbon-Nanotubes wurden verwendet: ATI-MWNT-001 (Muli-walled CNT, unbundled as
grown, 95 %ig, 3 bis 5 Schichten, mittlerer Durchmesser 35 nm, mittlere Länge 100
µm, Fa. Ahwahnee, San Jose, USA)
[0061] Als Stabilisator wurde verwendet: PEO-b-PPO-b-PEO-Blockcopolymer mit einem Molgewicht
M
n von 14.600 g/Mol (PEG = 80 % (G/G), Aldrich Nr. 542342). Der Stabilisator wurde in
einer Konzentration von 1 Gew.-% in demineralisiertem Wasser gelöst.
[0062] Es wurde dann eine 1 Gew.-% Dispersion von Carbon-Nanotubes in dieser Lösung hergestellt,
wobei ein Ultraschallbad als Dispergierhilfe verwendet wurde. Nach vier Stunden Behandlung
mit Ultraschall waren ca. 70 % der CNTs dispergiert (optische Abschätzung) und die
Dispersion war bis zur weiteren Verarbeitung über mehrere Tage stabil. Die nicht dispergierten
Nanotubes wurden abgefiltert.
[0063] Die Dispersion wurde auf eine 23 µm dicke PET-Folie aufgerakelt und getrocknet, so
dass sich eine trockene Schichtdicke von etwa 0.1 µm ergab.
[0064] Es wurde dann eine etwa 20 µm dicke Schicht einer Acrylat-Haftklebemasse (acResin
258 von BASF, vernetzt mit 36 mJ/cm
2) auf die leitfähige Schicht auflaminiert, wobei an den Rändern ein Streifen frei
gelassen wurde. Dieser Bereich wurde sodann mit einem Streifen Silberleitlack bepinselt.
Eine schematische Zeichnung dieses Heizelements zeigt Fig. 1. Der Abstand zwischen
den Kontaktstreifen betrug 5 cm, die Länge des Heizelements 10 cm.
[0065] Das Heizelement zeigte bei einer angelegten Spannung von 12.8 V eine Aufheizrate
von etwa 10°C/min und erreichte ausgehend von Raumtemperatur eine Gleichgewichtstemperatur
von 39 °C, welche auf der Klebemasse gemessen wurde.
[0066] Die Transmissionsmessung durch das Heizelement nach DIN 5036-3 ergab einen Transmissionsgrad
τ von 63 %.
Beispiel 2:
[0067] Es wurde eine mit etwa 0.05 Gew.% (bezogen auf den Bindemittelanteil) Single-Walled-Carbon-Nanotubes
gefüllte wässrige Bindemitteldispersion , die von der Fa. Eikos, Franklin, MA, USA,
zu beziehen ist, auf eine 23 µm dicke PET-Folie aufgerakelt und getrocknet, so dass
sich eine trockene Schichtdicke von etwa 0.5 µm ergab.
[0068] Es wurde dann eine etwa 20 µm dicke Schicht einer Acrylat-Haftklebemasse (acResin
258 von BASF, vernetzt mit 36 mJ/cm
2) auf die leitfähige Schicht auflaminiert, wobei an den Rändern ein Streifen frei
gelassen wurde. Dieser Bereich wurde sodann mit einem Streifen Silberleitlack bepinselt.
Eine schematische Zeichnung dieses Heizelements zeigt Fig. 1. Der Abstand zwischen
den Kontaktstreifen betrug 5 cm, die Länge des Heizelements 10 cm.
[0069] Das Heizelement zeigte bei einer angelegten Spannung von 12.8 V eine Aufheizrate
von etwa 6°C/min und erreichte ausgehend von Raumtemperatur eine Gleichgewichtstemperatur
von 28 °C, welche auf der Klebemasse gemessen wurde.
[0070] Die Transmissionsmessung durch das Heizelement nach DIN 5036-3 ergab einen Transmissionsgrad
τ von 72 %.
Beispiel 3:
[0071] Zu einer toluolischen Lösung enthaltend 20 Gew.-% einer Acrylat-Haftklebemasse (acResin
252 der Fa. BASF, Ludwigshafen) wurde eine Dispersion von 1 Gew.-% Single-Walled-Carbon-Nanotubes
in Toluol der Fa. Zyvex im Verhältnis 5:1 gemischt, so dass sich ein Anteil von etwa
0.01 Gew.-% Carbon-Nanotubes bezogen auf die Acrylathaftklebemasse ergab.
[0072] Die Dispersion wurde auf eine 23 µm dicke PET-Folie aufgerakelt und getrocknet, so
dass sich eine trockene Schichtdicke von etwa 2 µm ergab. Diese Schicht wurde mittels
UV-Strahlung mit einer UV-C-Dosis von 36 mJ/cm
2 mittels eines Mitteldruck-Quecksilberstrahlers vernetzt.
[0073] Es wurde dann eine etwa 20 µm dicke Schicht einer Acrylat-Haftklebemasse (acResin
258 von BASF, vernetzt mit einer UV-C-Dosis von 36 mJ/cm
2) auf die leitfähige Schicht auflaminiert, wobei an den Rändern ein Streifen frei
gelassen wurde. Dieser Bereich wurde sodann mit einem Streifen Silberleitlack bepinselt.
Eine schematische Zeichnung dieses Heizelements zeigt Fig. 1. Der Abstand zwischen
den Kontaktstreifen betrug 5 cm, die Länge des Heizelements 10 cm.
[0074] Das Heizelement zeigte bei einer angelegten Spannung von 12.8 V eine Aufheizrate
von etwa 15°C/min und erreichte ausgehend von Raumtemperatur τ eine Gleichgewichtstemperatur
von 45 °C, welche auf der Klebemasse gemessen wurde.
[0075] Die Transmissionsmessung durch das Heizelement nach DIN 5036-3 ergab einen Transmissionsgrad
τ von 59 %.
1. Heizelement mit einem Stromleiter,
wobei elektrischer Strom im Wesentlichen durch den Stromleiter leltbar Ist und
wobei durch einen Spannungsabfall an einem ohmschen Widerstand Strom in Wärme wandelbar
ist,
wobei das Heizelement als Flächengebilde oder bandförmiges Gebilde ausgebildet ist
und mindestens eine Trägerschicht (1) und eine Klebeschicht (3) aufweist,
wobei der Stromleiter als zusätzliche Schicht - stromleitende Schicht (2) - ausgebildet
ist,
wobei die stromleitende Schicht (2) zwischen der Trägerschicht (1) und der Klebeschicht
(3) angeordnet ist und
dadurch gekennzeichnet, dass
die Trägerschicht (1), die stromleitende Schicht (2) und die Klebeschicht (3) transparent
sind und die stromleitende Schicht (2) Carbon-Nanotubes enthält.
2. Heizelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die stromleitende Schicht (2) derart ausgebildet ist, dass mindestens 90%, vorzugsweise
mindestens 95%, weiter vorzugsweise mindestens 98 % des insgesamt durch das Heizelement
fließenden Stromes durch die stromleitende Schicht (2) fließt.
3. Heizelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass
das Heizelement Bereiche mit unterschiedlicher Heizleistung aufweist, vorzugsweise,
dass die stromleitende Schicht (2) eine bereichsweise unterschiedliche Konzentration
an Carbon-Nanotubes und/oder eine bereichsweise unterschiedliche Dicke aufweist.
4. Heizelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Carbon-Nanotubes in eine transparente Matrix eingebettet sind.
5. Heizelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die transparente Matrix ein polymeres Bindemittel aufweist, wobei, vorzugsweise,
das polymere Bindemittel aus einer Lösung oder Dispersion in einem oder mehreren organischen
Lösemitteln oder in Wasser in die stromleitende Schicht (2) überführt wird.
6. Heizelement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die zur Herstellung des Matrixmaterials dienenden Monomere dermaßen gewählt sind,
dass die resultierenden Polymere bei Raumtemperatur oder höheren Temperaturen als
Haftklebemassen eingesetzt werden können.
7. Heizelement nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass das Matrixmaterial eine Acrylathaftklebemasse ist.
8. Heizelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass zwei Flächenbereiche vorgesehen sind, die zur Stromeinleitung in die stromleitende
Schicht (2) ausgebildet sind und
dass in den Flächenbereichen entweder keine Klebeschicht (3) auf der stromleitenden Schicht
(2) angeordnet ist und/oder eine andersartige elektrisch leitfähige Schicht (5) angeordnet
ist, wobei diese Schicht (5) eine gegenüber der stromleitenden Schicht (2) mindestens
10fach höhere elektrische Leitfähigkeit aufweist.
9. Heizelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass zwei weitere transparente Schichten (5) oberhalb und unterhalb der stromleitenden
Schicht angeordnet sind, die ebenfalls elektrisch leitfähig sind, wobei diese Schichten
(5) eine gegenüber der stromleitenden Schicht (2) mindestens 10fach höhere elektrische
Leitfähigkeit aufweisen.
10. Heizelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Carbon-Nanotubes eine durchschnittliche Länge von zumindest 10 µm aufweisen.
11. Heizelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Carbon-Nanotubes einen durchschnittlichen Außendurchmesser haben von weniger
als 40 nm.
12. Heizelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Carbon-Nanotubes ein durchschnittliches Verhältnis von Länge zu Außendurchmesser
von mindestens 250 aufweisen.
13. Heizelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Oberfläche der Carbon-Nanotubes chemisch modifiziert ist.
14. Heizelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Carbon-Nanotubes einwandige Carbon-Nanotubes sind.
15. Heizelement nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
dass die Carbon-Nanotubes mehrwandige Carbon-Nanotubes sind.
16. Heizelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Carbon-Nanotubes innerhalb der stromleitenden Schicht (2) zumindest teilweise,
vorzugsweise mehrheitlich, in einer Vorzugsrichtung ausgerichtet sind
17. Heizelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die stromleitenden Schicht (2) neben den Carbon-Nanotubes weitere leitfähige Komponenten,
bevorzugt intrinsisch leitfähige Polymere, aufweist.
18. Heizelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Klebeschicht (3) als Selbstklebeschicht ausgebildet ist.
19. Heizelement nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
dass die Selbstklebemasse eine Acrylatmasse ist.
20. Heizelement nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
dass die Selbstklebemasse eine Styrolblockcoplymermasse ist.
21. Heizelement nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet,
dass die Selbstklebemasse eine Transparenz größer 70%, vorzugsweise größer 80%, weiter
vorzugsweise größer 90% aufweist.
22. Heizelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die im Wesentlichen den Strom leitende Schicht (2) eine Transparenz von höchstens
80% aufweist
23. Beheizbare Scheibe mit einem Heizelement, insbesondere für ein Kraftfahrzeug oder
Luftfahrzeug,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Heizelement gemäß einem der Ansprüche 1 bis 22 ausgebildet ist.
24. Beheizbare Scheibe nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet,
dass die Scheibe aus Mineralglas oder Kunststoffglas, insbesondere Plexiglas besteht.
1. Heating element having a current conductor,
where electrical current can be conducted substantially through the current conductor
and where, as a result of a drop in voltage at an ohmic resistor, current can be converted
into heat,
where the heating element is designed as a planar structure or tapelike structure
and has at least one backing layer (1) and an adhesive layer (3), where the current
conductor is designed as an additional layer: current-conducting layer (2), where
the current-conducting layer (2) is disposed between the backing layer (1) and the
adhesive layer (3), and
characterized in that
the backing layer (1), the current-conducting layer (2), and the adhesive layer (3)
are transparent and the current-conducting layer (2) comprises carbon nanotubes.
2. Heating element according to Claim 1, characterized
in that the current-conducting layer (2) is designed such that at least 90%, preferably at
least 95%, more preferably at least 98% of the current flowing overall through the
heating element flows through the current-conducting layer (2).
3. Heating element according to either of the preceding claims, characterized in that
the heating element has regions with different heating power,
preferably in that the current-conducing layer (2) has a regionally different concentration of carbon
nanotubes and/or a regionally different thickness.
4. Heating element according to Claim 3, characterized
in that the carbon nanotubes are embedded in a transparent matrix.
5. Heating element according to Claim 4, characterized
in that the transparent matrix has a polymeric binder,
where, preferably, the polymeric binder is converted into the current-conducting layer
(2) from a solution or dispersion in one or more organic solvents or in water.
6. Heating element according to Claim 5, characterized
in that the monomers serving to prepare the matrix material are selected such that the resulting
polymers can be used as pressure-sensitive adhesives at room temperature or higher
temperatures.
7. Heating element according to any of Claims 4 to 6, characterized
in that the matrix material is a pressure-sensitive acrylate adhesive.
8. Heating element according to any of the preceding claims, characterized
in that two surface regions are provided which are designed for introduction of current into
the current-conducting layer (2) and
in that in the surface regions there is either no adhesive layer (3) disposed on the current-conducting
layer (2) and/or there is a different kind of electrically conductive layer (5) disposed,
said layer (5) having an electrical conductivity which is at least 10 times higher
than that of the current-conducting layer (2).
9. Heating element according to any of the preceding claims, characterized in that two further transparent layers (5) are disposed above and below the current-conducting
layer, and are likewise electrically conductive, said layers (5) having an electrical
conductivity which is at least 10 times higher than that of the current-conducting
layer (2).
10. Heating element according to any of the preceding claims, characterized in that the carbon nanotubes have an average length of at least 10 µm.
11. Heating element according to any of the preceding claims, characterized in that the carbon nanotubes have an average outer diameter of less than 40 nm.
12. Heating element according to any of the preceding claims, characterized in that the carbon nanotubes have an average ratio of length to outer diameter of at least
250.
13. Heating element according to any of the preceding claims, characterized in that the surface of the carbon nanotubes is chemically modified.
14. Heating element according to any of the preceding claims, characterized in that the carbon nanotubes are single-walled carbon nanotubes.
15. Heating element according to any of Claims 1 to 13, characterized
in that the carbon nanotubes are multi-walled carbon nanotubes.
16. Heating element according to any of the preceding claims, characterized in that at least some, preferably a majority, of the carbon nanotubes within the current-conducting
layer (2) are oriented in a preferential direction.
17. Heating element according to any of the preceding claims, characterized in that the current-conducting layer (2), in addition to the carbon nanotubes, has further
conductive components, preferably intrinsically conductive polymers.
18. Heating element according to any of the preceding claims, characterized in that the adhesive layer (3) is designed as a self-adhesive layer.
19. Heating element according to Claim 18, characterized
in that the self-adhesive is an acrylate adhesive.
20. Heating element according to Claim 18, characterized
in that the self-adhesive is a styrene block copolymer adhesive.
21. Heating element according to any of Claims 18 to 20, characterized in that the self-adhesive has a transparency of greater than 70%, preferably greater than
80%, more preferably greater than 90%.
22. Heating element according to any of the preceding claims, characterized in that the layer (2) which substantially conducts the current has a transparency of not
more than 80%.
23. Heatable pane with a heating element, especially for a motor vehicle or aircraft,
characterized
in that the heating element is designed in accordance with any of Claims 1 to 22.
24. Heatable pane according to Claim 23, characterized in that the pane is composed of mineral glass or plastic glass, especially Plexiglas.
1. Elément chauffant avec un conducteur électrique,
dans lequel un courant électrique peut être conduit essentiellement par le conducteur
électrique et
dans lequel un courant peut être converti en chaleur par une chute de tension aux
bornes d'une résistance ohmique,
dans lequel l'élément chauffant est conçu comme une structure plate ou une structure
en forme de bande et présente au moins une couche porteuse (1) et une couche adhésive
(3),
dans lequel le conducteur électrique est conçu comme une couche supplémentaire - une
couche électriquement conductrice (2) -,
dans lequel la couche électriquement conductrice (2) est disposée entre la couche
porteuse (1) et la couche adhésive (3), et
caractérisé en ce que la couche porteuse (1), la couche électriquement conductrice (2) et la couche adhésive
(3) sont transparentes et la couche électriquement conductrice (2) contient des nanotubes
de carbone.
2. Elément chauffant selon la revendication 1, caractérisé en ce que la couche électriquement conductrice (2) est conçue de telle manière qu'au moins
90 %, de préférence au moins 95 %, et de préférence encore au moins 98 % du courant
circulant au total à travers l'élément chauffant circule à travers la couche électriquement
conductrice (2).
3. Elément chauffant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément chauffant présente des zones ayant une puissance de chauffage différente,
de préférence en ce que la couche électriquement conductrice (2) présente une concentration localement différente
en nanotubes de carbone et/ou une épaisseur localement différente.
4. Elément chauffant selon la revendication 3, caractérisé en ce que les nanotubes de carbone sont noyés dans une matrice transparente.
5. Elément chauffant selon la revendication 4, caractérisé en ce que la matrice transparente présente un liant polymère, dans lequel, de préférence, le
liant polymère est transféré dans la couche électriquement conductrice (2) à partir
d'une solution ou d'une dispersion dans un ou plusieurs solvants organiques ou dans
l'eau.
6. Elément chauffant selon la revendication 5, caractérisé en ce que les monomères utilisés pour la production du matériau de matrice sont choisis de
telle manière que les polymères obtenus puissent être utilisés à la température ambiante
ou à des températures plus élevées comme masses adhésives.
7. Elément chauffant selon l'une quelconque des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que le matériau de matrice est une masse adhésive acrylique.
8. Elément chauffant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu deux zones de surface, qui sont conçues pour l'introduction du courant
dans la couche électriquement conductrice (2), et en ce que, dans les zones de surface, ou bien aucune couche adhésive (3) n'est disposée sur
la couche électriquement conductrice (2) et/ou bien il se trouve une couche électriquement
conductrice d'une autre nature (5), dans lequel cette couche (5) présente une conductibilité
électrique au moins 10 fois plus élevée que la couche électriquement conductrice (2).
9. Elément chauffant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que deux autres couches transparentes (5) sont disposées au-dessus et en dessous de la
couche électriquement conductrice, qui sont également électriquement conductrices,
dans lequel ces couches (5) présentent une conductibilité électrique au moins 10 fois
plus élevée que la couche électriquement conductrice (2).
10. Elément chauffant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les nanotubes de carbone présentent une longueur moyenne d'au moins 10 µm.
11. Elément chauffant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les nanotubes de carbone présentent un diamètre extérieur moyen de moins de 40 nm.
12. Elément chauffant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les nanotubes de carbone présentent un rapport moyen de la longueur au diamètre extérieur
d'au moins 250.
13. Elément chauffant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la surface des nanotubes de carbone est chimiquement modifiée.
14. Elément chauffant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les nanotubes de carbone sont des nanotubes de carbone à paroi unique.
15. Elément chauffant selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que les nanotubes de carbone sont des nanotubes de carbone à parois multiples.
16. Elément chauffant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les nanotubes de carbone sont orientés, à l'intérieur de la couche électriquement
conductrice (2), au moins partiellement, de préférence majoritairement, dans une direction
préférentielle.
17. Elément chauffant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche électriquement conductrice (2) présente, en plus des nanotubes de carbone,
d'autres composants conducteurs, de préférence des polymères intrinsèquement conducteurs.
18. Elément chauffant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche adhésive (3) est conçue comme une couche autoadhésive.
19. Elément chauffant selon la revendication 18, caractérisé en ce que la masse autoadhésive est une masse acrylique.
20. Elément chauffant selon la revendication 18, caractérisé en ce que la masse autoadhésive est une masse de copolymère bloc de styrène.
21. Elément chauffant selon l'une quelconque des revendications 18 à 20, caractérisé en ce que la masse autoadhésive présente une transparence supérieure à 70 %, de préférence
supérieure à 80 %, et de préférence encore supérieure à 90 %.
22. Elément chauffant selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche essentiellement conductrice du courant (2) présente une transparence de
80 % au maximum.
23. Vitre chauffante avec un élément chauffant, en particulier pour un véhicule automobile
ou un véhicule aérien, caractérisée en ce que l'élément chauffant est conçu selon l'une quelconque des revendications 1 à 22.
24. Vitre chauffante selon la revendication 23, caractérisée en ce que la vitre est constituée de verre minéral ou de verre en matière synthétique, en particulier
en plexiglas.