[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung von Parametern eines Druckprozesses
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, sowie eine Vorrichtung und ein Druckerzeugnis,
die jeweils zur Durchführung dieses Verfahrens ausgelegt sind.
[0002] Zur Prozessüberwachung beim Drucken ist es üblich, auf den zu bedruckenden Bogen
bzw. Bahnen außerhalb des Sujets mit farbigen Testmustern bedruckte Kontrollstreifen
vorzusehen. Diese Kontrollstreifen, deren Längsrichtung quer zur Transportrichtung
des Bedruckstoffs liegt, enthalten einen sich in Längsrichtung periodisch wiederholenden
Satz von Messfeldern, an denen jeweils eine bestimmte, die Druckqualität charakterisierende
Kenngröße messbar ist. Noch während der Bewegung des zu untersuchenden Druckerzeugnisses
in der Druckmaschine wird ein Bild von zumindest einem Teil des Kontrollstreifens
erfasst und ausgewertet.
[0003] In der
DE 10 1904 003 613 A1 sind eine Vorrichtung zur Erfassung eines Bildes von einem vorbestimmten Ausschnitt
eines in Bewegung befindlichen Druckerzeugnisses und ein Verfahren zum Betrieb einer
solchen Vorrichtung offenbart. Die Vorrichtung umfasst mindestens eine Kamera mit
einem zweidimensionalen elektronischen Bildsensor und eine Beleuchtungseinrichtung,
die auf den Beobachtungsbereich der Kamera gerichtet und zu dessen impulsartiger Ausleuchtung
während des dortigen Aufenthalts des vorbestimmten Ausschnitts des Druckerzeugnisses
geeignet ist. Die Beleuchtungseinrichtung besteht aus einer Vielzahl einzelner Lichtquellen,
deren Licht aufgrund unterschiedlicher Emissionscharakteristik und/oder Filterung
eine gruppenweise unterschiedliche spektrale Zusammensetzung aufweist, und die in
einem regelmäßigen Muster so angeordnet sind, dass die Lichtquellen jeder einzelnen
Gruppe eine regelmäßige Anordnung bilden, deren Ausleuchtungsbereich den Beobachtungsbereich
der Kamera auf dem Druckerzeugnis voll abdeckt. Durch eine Steuereinrichtung sind
die einzelnen Gruppen von Lichtquellen dergestalt sequentiell ein- und ausschaltbar,
dass der Beobachtungsbereich der Kamera mit einer Abfolge von Lichtimpulsen unterschiedlicher
spektraler Zusammensetzung beleuchtbar ist. Letztere wechselt periodisch und bei jedem
Lichtimpuls wird ein Bild des gerade im Beobachtungsbereich der Kamera befindlichen
Ausschnitts des Druckerzeugnisses erfasst.
[0004] Mittels dieser Vorrichtung kann ein Druckprozess auf die eingangs beschriebene Weise
überwacht werden, indem als vorbestimmter Ausschnitt, dessen Bild durch die Vorrichtung
erfasst wird, ein mit einem geeigneten Kontrollstreifen bedruckter Bereich des Druckerzeugnisses
vorgesehen wird.
[0005] Um den Druckprozess über die volle Arbeitsbreite einer Druckmaschine überwachen zu
können, wie es beispielsweise zur Farbdichteregelung nötig ist, muss sich der Kontrollstreifen
auf dem Druckerzeugnis über die volle Arbeitsbreite der Druckmaschine erstrecken.
Da eine Sichtbarkeit des Kontrollstreifens auf dem Druckerzeugnis in dessen Endzustand
im Regelfall unerwünscht bzw. inakzeptabel ist, muss im Zuge der Verarbeitung des
Druckerzeugnisses ein den Kontrollstreifen umfassender Bereich abgeschnitten und verworfen
werden, was die Flächenausbeute des Bedruckstoffs verringert und die Herstellungskosten
des Druckerzeugnisses erhöht.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Ermittlung von
Parametern eines Druckprozesses anzugeben, das mit einem möglichst geringen Flächenverlust
für das Sujet verbunden ist, sowie zur Durchführung eines solchen Verfahrens geeignete
Mittel bereitzustellen.
[0007] Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
1 und durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 9 bzw. durch ein Druckerzeugnis
mit den Merkmalen des Anspruchs 13 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den
jeweiligen Unteransprüchen angegeben.
[0008] Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass ein Testmuster in
Form einer Vielzahl von einzelnen Abschnitten auf ein Druckerzeugnis gedruckt wird,
die sowohl in der Bewegungsrichtung des Druckerzeugnisses, als auch quer dazu gegeneinander
versetzt sind, und dass mittels einer Vielzahl von Beleuchtungsmodulen und Kameramodulen
von jedem einzelnen Abschnitt des Testmusters unabhängig von den übrigen Abschnitten
ein eigenes Abschnittsbild aufgenommen wird.
[0009] Damit erübrigt sich ein zusammenhängender Kontrollstreifen, welcher sich über die
gesamte bedruckte Breite des Druckerzeugnisses erstrecken müsste und mit einem entsprechenden
Verschnitt, d.h. Flächenverlust für das Sujet, verbunden wäre. Darüber hinaus ermöglicht
eine Betrachtung von über verschiedene in Bewegungsrichtung des Druckerzeugnisses
verteilte Testmusterabschnitte im Fall des Bogendrucks eine Erkennung von Änderungen
der zu überwachenden Parameter über die Länge eines Bogens, verleiht also dem erfindungsgemäßen
Verfahren auch einen gegenüber dem Stand der Technik erweiterten Funktionsumfang.
[0010] Um die interessierenden Parameter des Druckprozesses dennoch über die gesamte bedruckte
Breite des Druckerzeugnisses quer zu dessen Bewegungsrichtung ermitteln zu können,
müssen alle Abschnitte des Testmusters zusammen sich zumindest annähernd über besagte
gesamte Breite erstrecken.
[0011] Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt darin, dass die Abschnitte
des Testmusters in solche Bereiche des Druckerzeugnisses gedruckt werden können, die
bei der Weiterverarbeitung des Druckerzeugnisses zu einem Endprodukt unabhängig vom
Vorhandensein des Testmusters ohnehin dazu vorgesehen sind, als Verschnitt verworfen
zu werden, oder in eine am Endprodukt nicht sichtbare Position zu gelangen. Dann fällt
nämlich durch das Testmuster keinerlei zusätzlicher Verschnitt an und der Bedruckstoff
kann optimal für das Sujet ausgenutzt werden.
[0012] Um den manuellen Bedienungsaufwand zu minimieren, ist es besonders vorteilhaft, wenn
der zur Durchführung des Verfahrens eingesetzten Messapparatur die Positionsdaten
der einzelnen Testmusterabschnitte aus der Druckvorstufe als Datensatz übermittelt
werden, da die benötigten Daten dort ohnehin vorhanden sind. Grundsätzlich ist es
aber auch möglich, Positionsdaten der Testmusterabschnitte manuell einzugeben, entweder
anhand eines probeweise gedruckten Exemplars des Druckerzeugnisses unter Verwendung
eines digitalen Messgerätes, oder durch Auswahl mittels eines digitalen Zeigegerätes
auf einem Bild des Druckerzeugnisses, das auf einer digitalen Anzeigeeinheit dargestellt
wird.
[0013] Damit die Anordnung der Beleuchtungs- und Kameramodule an der Druckmaschine unabhängig
von der Anordnung der einzelnen Testmusterabschnitte auf dem Druckerzeugnis sein kann,
müssen die Kameramodule in der Lage sein, die einzelnen Abschnittsbilder zu verschiedenen
Zeitpunkten aufzunehmen.
[0014] Um den Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens zu beschleunigen, ist es zweckmäßig,
wenn die einzelnen Abschnittsbilder mittels einer Vielzahl von Signalverarbeitungsmodulen
unabhängig voneinander verarbeitet und jeweils Parameter des Druckprozesses für diejenige
Breitenzone der Druckmaschine ermittelt werden, in welcher der jeweilige Abschnitt
gedruckt wurde. Die Auswertung der einzelnen Abschnittsbilder kann in diesem Fall
zeitlich überlappend, d.h. zumindest teilweise nebenläufig erfolgen, wodurch die interessierenden
Parameter schneller ermittelt werden können, als wenn die Bildauswertung über die
gesamte Breite des Druckerzeugnisses von einer einzigen Verarbeitungseinheit ausgeführt
würde, die in diesem Fall einen Engpass der Systemarchitektur darstellen würde.
[0015] Die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ermittelten Parameter des Druckprozesses
können zu einer Regeleinheit der Druckmaschine übertragen und zur Regelung des Druckprozesses,
insbesondere zur Regelung der Farbdichte verwendet werden.
[0016] Ein zweiter Aspekt der Erfindung besteht in einer Vorrichtung zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens. Diese Vorrichtung weist eine Vielzahl von untereinander
gleichen Messmodulen auf, die nebeneinander quer zur Bewegungsrichtung des Druckerzeugnisses
angeordnet sind, wobei jedes Messmodul ein Kameramodul zur Bilderfassung, ein Beleuchtungsmodul
zur Ausleuchtung des Beobachtungsbereichs des Kameramoduls und ein Signalverarbeitungsmodul
zur Auswertung des von dem Kameramodul erfassten Bildes enthält. Durch diese Art der
Modularisierung kann die Vorrichtung problemlos an Druckmaschinen beliebiger Arbeitsbreite
angepasst werden. Durch die Signalverarbeitung in jedem einzelnen Messmodul wächst
die Signalverarbeitungskapazität bei einer Erweiterung der Arbeitsbreite der Vorrichtung
durch Hinzufügung zusätzlicher Module automatisch mit und es kann kein Engpass entstehen.
[0017] Eine sinnvolle Weiterbildung des Modularisierungsgedankens sieht vor, dass jedes
Messmodul auch ein eigenes Stromversorgungsmodul enthält. In diesem Fall braucht von
der zentralen Stromversorgung der Druckmaschine nur noch eine einzige Versorgungsspannung
mit einem üblichen Wert für die gesamte Vorrichtung bereitgestellt zu werden. Die
unterschiedlichen Versorgungsspannungen für die in jedem Messmodul enthaltenen Untermodule
werden dann intern erzeugt.
[0018] Jedes erfindungsgemäße Messmodul verfügt über verschiedene externe Schnittstellen.
Zu diesen gehören insbesondere eine Datenschnittstelle, über welche es mit einer zentralen
Steuereinheit verbindbar ist, sowie ein Triggereingang, über welchen die Aufnahme
und Auswertung eines Bildes durch das Messmodul auslösbar sind. Über die Datenschnittstelle
sind interne Funktionen jedes einzelnen Messmoduls von einer zentralen Steuereinheit
von außen individuell konfigurierbar Zu diesen konfigurierbaren internen Funktionen
können beispielsweise das Zeitintervall zwischen Triggerung und Bilderfassung, die
Beleuchtungsintensität, sowie der auszulesende Bereich der Bildpunkte des in dem Kameramodul
enthaltenen Bildsensors, aber auch die Art der Verarbeitung des Bildsignals in Form
des in dem Signalverarbeitungsmodul ablaufenden Programms gehören.
[0019] Ein dritter Aspekt der Erfindung besteht in einem Druckerzeugnis mit einem Testmuster,
das zur Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens ausgelegt ist und daher die in
diesem Verfahren für das Testmuster vorausgesetzten Merkmale aufweist. Für die Anwendung
zur Farbdichteregelung hat jeder der einzelnen Abschnitte des Testmusters die Form
eines Streifens, der sich quer zur Bewegungsrichtung des Druckerzeugnisses erstreckt
und eine Vielzahl von Feldern umfasst, in denen Voll- und/oder Rastertöne der einzelnen
Druckfarben gedruckt sind.
[0020] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnungen beschrieben.
In diesen zeigt
- Fig. 1
- ein Testmuster in Form eines zusammenhängenden Streifens,
- Fig. 2
- ein erfindungsgemäßes Druckerzeugnis mit einem aus mehreren separaten Abschnitten
bestehenden Testmuster
- Fig.2
- ein elektrisches Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen modularen Messvorrichtung,
und
- Fig. 3
- ein elektrisches Blockschaltbild eines einzelnen erfindungsgemäßen Messmoduls.
[0021] Fig. 1 zeigt ein Beispiel für einen Ausschnitt aus einem Testmuster 1 für die Farbdichteregelung
einer Druckmaschine. Es hat die Form eines Streifens mit einer linearen periodischen
Abfolge von aneinandergrenzenden Feldern 2, von denen in Fig. 1 nur einige mit der
Bezugszahl 2 gekennzeichnet sind. In den Feldern 2 ist jeweils ein Voll- oder Rasterton
einer Druckfarbe gedruckt. Die Längsrichtung des streifenförmigen Testmusters 1 verläuft
in Fig. 1 in x-Richtung, d.h. quer zur Bewegungsrichtung y des Druckerzeugnisses in
der Druckmaschine. Die unterschiedlichen Farben bzw. Töne sind in Fig. 1 durch unterschiedliche
Schraffur- bzw. Punktmuster symbolisiert. So kann es sich beispielsweise beim Vierfarbendruck
um Volltöne der Druckfarben Schwarz, Gelb, Magenta und Cyan handeln. Ferner können
in dem Testmuster 1 auch einzelne Felder 2 unbedruckt sein, um als Weißreferenz zu
dienen. An dem Testmuster 1 sind drei Abschnitte 1A, 1B und 1C markiert, die im Weiteren
von Interesse sein werden.
[0022] Anhand eines streifenförmigen Testmusters 1 der in Fig. 1 gezeigten Art kann unter
Einsatz einer Vorrichtung, deren Aufbau und Funktionsweise in der
DE 10 1904 003 613 A1 detailliert beschrieben ist, die Farbdichte über die gesamte Arbeitsbreite einer
Druckmaschine im laufenden Betrieb gemessen werden, wozu sich das Testmuster 1 in
x-Richtung über die gesamte Arbeitsbreite erstrecken muss.
[0023] Ein Beispiel eines erfindungsgemäßen Druckerzeugnisses 3 in Form eines rechteckigen
Bogens, welches zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit einer dazu konzipierten
erfindungsgemäßen Vorrichtung geeignet ist, zeigt Fig. 2. Wie darin erkennbar ist,
weist das Druckerzeugnis 3 ein Testmuster 1 auf, das nicht mehr aus einem einzigen
zusammenhängenden Streifen besteht, sondern aus drei separaten streifenförmigen Abschnitten
1A, 1B und 1C, die in y-Richtung, der Bewegungsrichtung des Druckerzeugnisses in der
Druckmaschine, gegeneinander versetzt sind. Zusammen überdecken die drei Abschnitte
1A, 1B und 1C annähernd die gesamte für das Sujet genutzte Breite des Druckerzeugnisses
3.
[0024] Das Druckerzeugnis 3 enthält in diesem Fall vier separate Nutzen 4 bis 7, die im
Zuge der Verarbeitung des Druckerzeugnisses 3 ausgestanzt und getrennt weiterverarbeitet
werden. Die vier Nutzen 4 bis 7 haben verschiedene Formen, die stark von Rechtecken
abweichen und diverse Vorsprünge aufweisen, durch die sie innerhalb des Druckerzeugnisses
miteinander verschachtelt sind. Beispielsweise kann es sich bei den Nutzen 4 bis 7
um Bestandteile von Verpackungen verschiedener Produkte handeln, die auf dem rechteckigen
Bogen des Druckerzeugnisses 3 so zusammengefasst und angeordnet wurden, dass die Gesamtfläche
eines Bogens weitgehend genutzt wird und nur wenig Verschnitt entsteht.
[0025] Dabei befindet sich der mittlere Testmusterabschnitt 1B in einem Bereich des Druckerzeugnisses
3, der zu keinem der Nutzen 4 bis 7 gehört, also später unabhängig vom Vorhandensein
des Testmusterabschnitts 1B ohnehin als Verschnitt verworfen wird. Die beiden anderen
Testmusterabschnitte 1A und 1C befinden sich in Randbereichen der Nutzen 5 bzw. 7,
die bei deren Weiterverarbeitung in eine Lage gelangen, in der sie am Endprodukt nicht
sichtbar sind. Beispielsweise kann es sich dabei um Bereiche der Nutzen 5 bzw. 7 handeln,
die später nach innen umgeschlagen werden, oder es kann sich um Klebelaschen handeln,
an denen der jeweilige Nutzen 5 bzw. 7 mit sich selbst oder anderen Bestandteilen
einer Verpackung, zu der er gehört, verklebt wird. In jedem Fall befinden sich die
Testmusterabschnitte 1A und 1C in Bereichen, in denen sie am Endprodukt nicht stören,
so dass sie nicht abgeschnitten zu werden brauchen.
[0026] Es leuchtet ein, dass durch eine solche Aufteilung eines Testmusters 1 in einzelne
Abschnitte 1A, 1B und 1C, die über ohnehin ungenutzte und/oder nicht sichtbare Bereiche
verteilt werden können, gegenüber einem zusammenhängenden, sich quer über das ganze
Druckerzeugnis 3 erstreckenden Streifen, wie ihn Fig. 1 zeigt, Verschnitt eingespart
werden kann. Die in Fig. 2 gezeigte Anzahl von drei Testmusterabschnitten 1A, 1B und
1C ist selbstverständlich rein beispielhaft gemeint. Es können auch nur zwei oder
mehr als drei Abschnitte sein.
[0027] Erfindungsgemäß werden von den Testmusterabschnitten 1A, 1B und 1C getrennte Bilder
aufgenommen, die dann unabhängig voneinander, d.h. zeitlich überlappend verarbeitet
werden können. Hierzu ist eine Messvorrichtung 8 vorgesehen, die aus einer Reihe von
untereinander gleichen Messmodulen 8A bis 8H besteht. Die Messmodule 8A bis 8H sind
linear nebeneinander quer zur Bewegungsrichtung des Druckerzeugnisses 3, also in x-Richtung
angeordnet und können jeweils einen ihrer Breite entsprechenden Teil eines Testmusterabschnitts
1A, 1B oder 1C messen. In Fig. 2 sind diese Messmodule gestrichelt eingezeichnet.
Die Anzahl der benötigten Messmodule hängt von der Breite des Druckerzeugnisses 3
und von der Breite eines einzelnen Messmoduls 8A bis 8H ab. Die in Fig. 2 dargestellte
Anzahl von acht Messmodulen 8A bis 8H ist rein beispielhaft gemeint.
[0028] In Fig. 2 überdecken beispielsweise die beiden mittleren Messmodule 8D und 8E zusammen
den mittleren Testmusterabschnitt 1B in der Breite vollständig und können somit gemeinsam
die Messung der Farbdichte an diesem Abschnitt 1B ausführen. Die Abschnitte 1A und
1C werden von den Messmodulen 8A bis 8C bzw. 8F bis 8H annähernd abgedeckt, wobei
aber das äußerste rechte Feld 2A des Abschnitts 1A und das äußerste linke Feld 2B
des Abschnitts 1C nicht bzw. nicht vollständig abgedeckt wird. In diesem Fall muss
entweder auf die Messung des betreffenden Feldes 2A bzw. 2B verzichtet werden, oder
die mittleren Module 8D und 8E müssen außer zur Messung an dem mittleren Abschnitt
1B auch für die Messungen an den äußeren Abschnitten 1A bzw. 1C eingesetzt werden,
was ihre Auslastung entsprechend erhöht.
[0029] Jedoch ist es erfindungsgemäß bevorzugt, jedes der Messmodule 8A bis 8H nur für die
Messung an einem einzigen Testmusterabschnitt 1A, 1B oder 1C einzusetzen und ggf.
in Kauf zu nehmen, dass einige Randfelder von Testmusterabschnitten 1A und 1C dann
nicht gemessen werden können. Um solche Randeffekte zu minimieren, ist es zweckmäßig,
wenn die Breite eines Testmusterabschnitts 1A, 1B und 1C der Breite eines Messmoduls
8A bis 8H oder einem ganzzahligen Vielfachen davon entspricht, und wenn die Testmusterabschnitte
in x-Richtung jeweils passend zu denjenigen Messmodulen, von denen sie gemessen werden
sollen, ausgerichtet sind.
[0030] Hierdurch können sich Lücken in x-Richtung zwischen den einzelnen Abschnitten 1A,
1B und 1C ergeben. Beispielsweise könnte man die Felder 2A und 2B weglassen und die
Farbenfolge in den Abschnitten 1B und 1C so abändern, dass die Farbe des Feldes 2A
stattdessen in das erste Feld am linken Rand des nächsten Abschnitts 1B gedruckt wird
und sich in den weiter rechts liegenden Feldern des Abschnitts 1B alle Farben gegenüber
der Darstellung von Fig. 2 um ein Feld nach rechts verschieben. Die Farbe des in Fig.
2 letzten Feldes am rechten Rand des Abschnitts 1B würde dann in den Abschnitt 1C
gedruckt, und zwar nicht in das ebenfalls weggelassene Feld 2B, sondern in das diesem
rechts benachbarte Feld. Im Abschnitt 1C würden dadurch alle Farben gegenüber der
Anordnung von Fig. 2 um zwei Felder nach rechts verschoben. Bis zu einem gewissen
Ausmaß sind solche Lücken in der Abdeckung des Druckerzeugnisses 3 durch die einzelnen
Testmusterabschnitte 1A, 1B und 1C tolerierbar.
[0031] Bei dem in Fig. 2 dargestellten Beispiel erscheint unter der Annahme, dass sich das
Druckerzeugnis 3 in der Druckmaschine in negativer y-Richtung bewegt, bei jedem Druckerzeugnis
3 zuerst der Abschnitt 1A im Beobachtungsbereich der Messmodule 8A bis 8C. Von diesen
Messmodulen 8A bis 8C wird ein Bild des Abschnitts 1A aufgenommen und zur Ermittlung
der gesuchten Farbdichtewerte der in dem Abschnitt 1A enthaltenen Felder ausgewertet.
Im Einzelnen nimmt dazu jedes Messmodul 8A bis 8C jeweils eigenständig ein Teilbild
von einem der Modulbreite entsprechenden Teil des Abschnitts 1A auf und wertet es
eigenständig aus. Als Ergebnis der Messung liefert jedes Modul 8A bis 8C einen Satz
von Farbdichtewerten der im jeweiligen Teilbild des Abschnitts 1A enthaltenen Felder,
die von einer externen Einheit ausgelesen und insbesondere an eine Regeleinheit zur
Regelung der Farbdichte übertragen werden können.
[0032] Wenn etwas später der mittlere Testmusterabschnitt 1B in den Beobachtungsbereich
der Messmodule 8D und 8E gelangt, wiederholt sich der zuvor beschriebene Ablauf in
Bezug auf den Abschnitt 1B und die Messmodule 8D und 8E in analoger Weise. Die Aufnahme
eines Bildes des Abschnitts 1B in Form von zwei Teilbildern und deren Verarbeitung
durch die Messmodule 8D und 8E kann in diesem Fall unabhängig davon erfolgen, ob die
Auswertung des drei Teilbilder umfassenden Bildes des Abschnitts 1A durch die Messmodule
8A bis 8C bereits abgeschlossen oder noch im Gange ist.
[0033] Wenn wiederum etwas später schließlich der rechte Testmusterabschnitt 1C in den Beobachtungsbereich
der Messmodule 8F bis 8H gelangt, wiederholt sich der zuvor beschriebene Ablauf in
Bezug auf den Abschnitt 1C und die Messmodule 8F bis 8H abermals in analoger Weise,
und zwar wiederum unabhängig davon, ob und in welchem Umfang die Auswertung der Bilder
der Abschnitte 1A und/oder 1B durch die Messmodule 8A bis 8C bzw. 8D und 8E bereits
abgeschlossen oder noch im Gange ist.
[0034] Wenn allerdings der linke Testmusterabschnitt 1A des nächsten Druckerzeugnisses 3
in den Beobachtungsbereich der Messmodule 8A bis 8C gelangt, muss die Verarbeitung
des Bildes des entsprechenden Abschnitts 1A des vorherigen Druckerzeugnisses 3 abgeschlossen
sein, damit eine schritthaltende Messung an jedem Druckerzeugnis 3 möglich ist. Es
kann aber unter Umständen unnötig sein, an jedem einzelnen Druckerzeugnis 3 zu messen.
Wenn es die Anforderungen des Regelkreises, in dem die Messergebnisse zur Regelung
der Farbdichte verwendet werden, erlauben, dann kann es auch ausreichen, nur an jedem
zweiten Druckerzeugnis 3 oder noch seltener zu messen.
[0035] Ferner kann üblicherweise bei einem Testmuster in Form eines schmalen Streifens bei
jedem Erscheinen eines Testmusterabschnitts 1A, 1B oder 1C im Beobachtungsbereich
der jeweils zugeordneten Gruppe der Messmodule 8A bis 8H nur ein Bild bei einer einzigen
Beleuchtungsart aufgenommen werden. Um von einem Testmusterabschnitt 1A, 1B oder 1C
Bilder bei mehreren verschiedenen Beleuchtungsarten aufzunehmen, müssen daher mehrere
verschiedene aufeinanderfolgend an den Messmodulen 8A bis 8H vorbeikommende Exemplare
des jeweiligen Testmusterabschnitts 1A, 1B oder 1C verwendet werden.
[0036] Ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen modularen Messvorrichtung ist in Fig.
3 dargestellt. Ihre wesentlichen Komponenten sind eine Vielzahl von Messmodulen 8A
bis 8H, eine gemeinsame Stromversorgung 9 für die Messmodule 8A bis 8H, ein zentraler
Messrechner 10 und eine gemeinsame Triggereinheit 11.
[0037] Alle Messmodule 8A bis 8H sind über eine Busleitung 12 mit dem zentralen Messrechner
10 verbunden, über welche Steuersignale von dem Messrechner 10 zu den Messmodulen
8A bis 8H und Daten in beiden Richtungen übertragen werden. Zu den von den Messmodulen
8A bis 8H zu dem Messrechner 10 übertragenen Daten gehören neben den gewonnenen Messdaten
auch Status- und Diagnosedaten. Von dem zentralen Messrechner 10 zu den Messmodulen
werden beispielsweise Daten zur Konfiguration bzw. Parametrierung von internen Funktionen
der Messmodule 8A bis 8H vor Beginn des Druckbetriebs übertragen.
[0038] Von der Triggereinheit 11 wird ein gemeinsames Triggersignal über eine Triggerleitung
13 an alle Messmodule 8A bis 8H sowie an den zentralen Messrechner 10 geliefert. Die
Triggereinheit 11 erzeugt das Triggersignal entweder durch die optische Abtastung
einer auf dem Druckerzeugnis 3 in Bewegungsrichtung vor dem ersten Testmusterabschnitt
1A gelegenen Triggermarke, was insbesondere bei einem Druckerzeugnis 3 in Form einer
endlosen Bedruckstoffbahn nötig ist, oder im Fall des Bogendrucks entweder durch Abtastung
der Vorderkante des Druckerzeugnisses 3, oder durch Berechnung aus dem Signal eines
Drehgebers, welches die Bogenbewegung anzeigt.
[0039] Die Verzögerungszeit, welche ein Messmodul 8A bis 8H zwischen dem Empfang des Triggersignals
auf der Leitung 13 abwarten muss, bis es ein Teilbild eines Testmusterabschnitts 1A,
1B oder 1C aufnehmen und auswerten kann, hängt davon ab, welchem Abschnitt 1A, 1B
oder 1C es zugeordnet ist. Diese Verzögerungszeit gehört zu den Daten, welche den
einzelnen Messmodulen 8A bis 8H vor Beginn des Druckbetriebs von dem Messrechner 10
übermittelt werden.
[0040] Die gemeinsame Stromversorgung 9 liefert auf der Leitung 14 eine einzige Versorgungsspannung,
z. B. 24 Volt, an alle Messmodule 8A bis 8H. Die Bereitstellung verschiedener Spannungen
für die verschiedenen Untereinheiten jedes Messmoduls 8A bis 8H geschieht intern in
den einzelnen Messmodulen 8A bis 8H.
[0041] Der zentrale Messrechner 10 empfängt noch ein Taktsignal von einem Taktgeber 15 der
Druckmaschine, welches die Arbeitsgeschwindigkeit der Druckmaschine anzeigt. Aus diesem
Taktsignal kann der Messrechner 10 ermitteln, mit welcher Rate er über das lokale
Datennetzwerk 16 der Druckmaschine Messdatensätze an die Farbdichte-Regeleinheit der
Druckmaschine liefern muss, damit diese ihre Funktion erfüllen kann.
[0042] Ein Blockschaltbild des internen Aufbaus des Messmoduls 8A, der mit denjenigen der
anderen Messmodule 8B bis 8H identisch ist, zeigt Fig. 4. Es besteht aus vier wesentlichen
Submodulen, nämlich einem Kameramodul 17, einem Beleuchtungsmodul 18, einem Signalverarbeitungsmodul
19 und einem Stromversorgungsmodul 20. Die Kennzeichnung der externen Anschlüsse 12
bis 14 des Messmoduls 8A entspricht derjenigen von Fig. 3.
[0043] Das Kameramodul 17 enthält in dem gezeigten Beispiel einen CCD-Sensor 21 zur Bilderfassung
und eine zugehörige Steuereinheit 22. Es ist nur zur Aufnahme von Schwarzweiß-Bildern
ausgelegt, d.h. es liefert bei gegebener Beleuchtung nur Helligkeitswerte und keine
Farbinformation. Selbstverständlich gehören zu dem Kameramodul 17 insgesamt auch diverse
optische Systemkomponenten, die aber in einem elektronischen Blockschaltbild nicht
vorkommen.
[0044] Das Beleuchtungsmodul 18 enthält ein LED-Array 23, also eine regelmäßige Anordnung
von mehreren Gruppen verschiedenfarbiger Leuchtdioden, beispielsweise jeweilige Gruppen
der Emissionsfarben Rot, Grün und Blau, und ebenfalls eine zugehörige Steuereinheit
24. Letztere beaufschlagt die LEDs der verschiedenen Farbgruppen abwechselnd mit Stromimpulsen,
wozu sie durch entsprechende Steuersignale an einem ihrer Eingänge veranlasst wird,
und sorgt damit für die Abgabe von Lichtblitzen periodisch abwechselnder Farben durch
das LED-Array 23.
[0045] Das Signalverarbeitungsmodul 19 enthält einen Analog/Digital-Wandler 25 zur Digitalisierung
der von dem CCD-Sensor 21 des Kameramoduls 17 gelieferten Bildsignale, einen Bildspeicher
26 zur Speicherung der durch den A/D-Wandler 25 digitalisierten Bilder, eine Beleuchtungssteuerung
27 zur Steuerung des Beleuchtungsmoduls 18, eine Kamerasteuerung 28 zur Steuerung
des Kameramoduls 17, einen Signalprozessor 29 zur Auswertung der in dem Bildspeicher
26 abgelegten Bilder und eine Datenschnittstelle 30 zur Kommunikation mit dem zentralen
Messrechner 10 (Fig. 3), an den die Auswertungsergebnisse des Signalprozessors 29
übermittelt werden.
[0046] Das Stromversorgungsmodul 20 enthält mehrere Gleichspannungswandler 31A bis 31 X
zur Versorgung aller anderen Submodule 17, 18 und 19 mit elektrischer Leistung, wobei
für die verschiedenen in den Submodulen 17, 18 und 19 enthaltenen Komponenten eine
Reihe verschiedener Versorgungsspannungen bereitgestellt wird. Dementsprechend verlaufen
von dem Stromversorgungsmodul 20 Stromversorgungsleitungen 32A, 32B und 32C zu den
anderen Submodulen 17, 18 und 19, wobei jede dieser Leitungen auch mehrere Adern mit
untereinander verschiedenen Spannungen enthalten kann.
[0047] Das Signalverarbeitungsmodul 19 ist mit dem Beleuchtungsmodul 18 über eine interne
Triggerleitung 33 zur Auslösung von Beleuchtungsimpulsen und über eine Datenleitung
34 zur Übermittlung von Betriebsparametern wie beispielsweise Beleuchtungsintensität
und -dauer, Reihenfolge der verschiedenen Beleuchtungsfarben, usw. verbunden. Verbindungen
zwischen dem Signalverarbeitungsmodul 19 und dem Kameramodul 17 bestehen in Form einer
weiteren internen Triggerleitung 35 zur Auslösung von Bilderfassungen durch das Kameramodul
17, einer Datenleitung 36 zur Übertragung von Bildsignalen zu dem Signalverarbeitungsmodul
19 und einer Steuerleitung 37 zur Übertragung von Steuersignalen.
[0048] Erfindungswesentlich ist an der in Fig. 4 dargestellten Systemstruktur des Messmoduls
8A die Integration zumindest des Signalverarbeitungsmoduls 19 und in Weiterführung
des Erfindungsgedankens auch des Stromversorgungsmoduls 20 in das Messmodul 8A. Hierdurch
werden bei dem in Fig. 3 dargestellten Gesamtsystem gegenüber dem eingangs genannten
Stand der Technik, bei dem nur Kameramodule 17 und Beleuchtungsmodule 18 zu gemeinsamen
Einheiten kombiniert waren, nunmehr auch die Verarbeitungs- bzw. Stromversorgungsfunktionen
dezentralisiert und das Gesamtsystem so modularisiert, dass seine Arbeitsbreite mit
sehr geringem Aufwand variiert werden kann.
1. Verfahren zur Ermittlung von Parametern eines Druckprozesses, bei dem auf ein Druckerzeugnis
(3) ein Testmuster (1) gedruckt und während der Bewegung des Druckerzeugnisses (3)
das Testmuster (1) von einer Beleuchtungseinrichtung (18) beleuchtet und von einer
Kamera (17) ein Bild des Testmusters (1) aufgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Testmuster (1) in Form einer Vielzahl von einzelnen Abschnitten (1A, 1B, 1C)
auf das Druckerzeugnis (3) gedruckt wird, die sowohl in der Bewegungsrichtung des
Druckerzeugnisses (3), als auch quer dazu gegeneinander versetzt sind, und dass mittels
einer Vielzahl von Beleuchtungsmodulen (17) und Kameramodulen (18) von jedem einzelnen
Abschnitt (1A, 1B, 1C) des Testmusters (1) unabhängig von den übrigen Abschnitten
(1A, 1B, 1C) ein eigenes Abschnittsbild aufgenommen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass alle Abschnitte (1A, 1B, 1C) zusammen sich zumindest annähernd über die gesamte bedruckte
Breite des Druckerzeugnisses (3) quer zu dessen Bewegungsrichtung erstrecken.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschnitte (1A, 1B, 1C) des Testmusters (1) in solche Bereiche des Druckerzeugnisses
(3) gedruckt werden, die bei der Weiterverarbeitung des Druckerzeugnisses (3) zu einem
Endprodukt unabhängig vom Vorhandensein des Testmusters (1) dazu vorgesehen sind,
als Verschnitt verworfen zu werden, oder in eine am Endprodukt nicht sichtbare Position
zu gelangen.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zur Durchführung des Verfahrens eingesetzten Messvorrichtung Positionsdaten der
einzelnen Testmusterabschnitte (1A, 1B, 1C) aus der Druckvorstufe als Datensatz übermittelt
werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kameramodule (17) die einzelnen Abschnittsbilder zu verschiedenen Zeitpunkten
aufnehmen.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ermittlung der Parameter des Druckprozesses die Bilder der einzelnen Abschnitte
(1A, 1B, 1C) mittels einer Vielzahl von Signalverarbeitungsmodulen (19) unabhängig
voneinander verarbeitet und jeweils Parameter des Druckprozesses für diejenige Breitenzone
der Druckmaschine ermittelt werden, in welcher der jeweilige Abschnitt (1A, 1B, 1C)
gedruckt wurde.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die ermittelten Parameter des Druckprozesses zu einer Regeleinheit der Druckmaschine
übertragen und zur Regelung des Druckprozesses verwendet werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Parameter des Druckprozesses Farbdichtewerte sind.
9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Vielzahl von untereinander gleichen Messmodulen (8A bis 8H) aufweist, die
nebeneinander quer zur Bewegungsrichtung des Druckerzeugnisses (3) angeordnet sind,
und dass jedes Messmodul (8A bis 8H) ein Kameramodul (17) zur Bilderfassung, ein Beleuchtungsmodul
(18) zur Ausleuchtung des Beobachtungsbereiches des Kameramoduls (17) und ein Signalverarbeitungsmodul
(19) zur Auswertung des von dem Kameramodul (17) erfassten Bildes enthält.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Messmodul (8A bis 8H) ein eigenes Stromversorgungsmodul (20) enthält.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass jedes einzelne Messmodul (8A bis 8H) eine Datenschnittstelle (30) aufweist, über
welche interne Funktionen jedes einzelnen Messmoduls (8A bis 8H) durch eine zentrale
Steuereinheit (10) von außen individuell konfigurierbar sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass jedes einzelne Messmodul (8A bis 8H) mit einer Triggerleitung (14) verbunden ist,
über welche die Aufnahme und Auswertung eines Bildes durch das Messmodul (8A bis 8H)
auslösbar ist.
13. Druckerzeugnis mit einem auf das Druckerzeugnis gedruckten Testmuster (1), anhand
dessen Parameter des Druckprozesses ermittelbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Testmuster (1) aus einer Vielzahl von einzelnen Abschnitten (1A, 1B, 1C) besteht,
die sowohl in der Bewegungsrichtung des Druckerzeugnisses (3), als auch quer dazu
gegeneinander versetzt gedruckt sind.
14. Druckerzeugnis nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass alle Abschnitte (1A, 1B, 1C) des Testmusters (1) zusammen sich zumindest annähernd
über die gesamte bedruckte Breite des Druckerzeugnisses erstrecken.
15. Druckerzeugnis nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschnitte (1A, 1B, 1C) des Testmusters (1) in solchen Bereichen des Druckerzeugnisses
(3) gedruckt sind, die bei der Weiterverarbeitung des Druckerzeugnisses (3) zu einem
Endprodukt unabhängig vom Vorhandensein des Testmusters (1) dazu vorgesehen sind,
als Verschnitt verworfen zu werden, oder in eine am Endprodukt nicht sichtbare Position
zu gelangen.