(19)
(11) EP 2 128 374 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
02.12.2009  Patentblatt  2009/49

(21) Anmeldenummer: 09159402.8

(22) Anmeldetag:  05.05.2009
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E06B 9/52(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 27.05.2008 DE 102008025290

(71) Anmelder: TESA SE
20253 Hamburg (DE)

(72) Erfinder:
  • Der Erfinder hat auf seine Nennung verzichtet.

   


(54) Selbsttätig öffnender und größeneinstellbarer Rahmen zur lösbaren Befestigung einer Abdeckung in einer Gebäudeöffnung


(57) Die Erfindung bezieht sich auf einen größeneinstellbaren Rahmen zur lösbaren Befestigung einer Abdeckung, insbesondere eines Insektenschutzgitters, in einer Gebäudeöffnung wie z. B. einer Tür oder einem Fenster. Der Rahmen umfasst eine Mehrzahl von Seitenelementen, die im Bereich von Ecken des Rahmens miteinander verbindbar oder verbunden sind, sowie ein elastisches Abdeckungselement, das mit den Seitenelementen verbindbar oder verbunden ist. Eine jeweilige Seitenlänge der Seitenelemente ist variabel einstellbar, um eine Rahmengröße festzulegen, ohne dass dabei ein Stück der Seitenelemente abgeschnitten werden muss. Bei festgelegter Rahmengröße wird das Abdeckungselement gleichmäßig durch den Rahmen aufgespannt. Des Weiteren ist der Rahmen speziell zusammenfaltbar und so konstruiert, dass er sich beim Entfalten wenigstens teilweise selbsttätig öffnet.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen größeneinstellbaren Rahmen zur lösbaren Befestigung einer Abdeckung, insbesondere eines Insektenschutzgitters oder einen Sonnenschutzblende, in einer Gebäudeöffnung wie z. B. einer Türe oder einem Fenster. Der größeneinstellbare Rahmen zeichnet sich durch besondere Montagefreundlichkeit aus. Er kann in kleinen Einheiten verpackt und verkauft werden, und er entfaltet sich bei der Montage wenigstens teilweise selbsttätig. Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung bezieht sich diese auf ein System mit einem Rahmen zur lösbaren Befestigung einer Abdeckung, insbesondere eines Insektenschutzgitters oder einer Sonnenschutzblende, und mit einem Fenster beziehungsweise einer Türe, in dem bzw. in der der Rahmen auf besonders platzsparende Weise befestigbar oder befestigt ist. Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung bezieht sich diese auf ein Verfahren zur Montage eines flexiblen Rahmens mit einer Abdeckung, insbesondere einem Insektenschutzgitter, zur Abdeckung einer Gebäudeöffnung wie z. B. einer Tür oder einem Fenster.

[0002] Im Stand der Technik sind verschiedene Möglichkeiten zur Befestigung einer Abdeckung wie beispielsweise ein Insektenschutzgitter oder eine Sonnenschutzblende über einer Gebäudeöffnung bekannt. Einige dieser Lösungen umfassen einen Rahmen, in dem die Abdeckung aufgespannt ist. Gewöhnlich wird ein solcher Rahmen an einer Gebäudeöffnung festgeschraubt, festgeklebt oder festgeklemmt. Nachteilig sind dabei insbesondere beim Festschrauben eines Rahmens die dabei auftretenden Beschädigungen im Bereich der Gebäudeöffnung. Zudem ist die Wiederentfernbarkeit des Rahmens schwierig, und zurückbleibende Beschädigungen beeinträchtigen oftmals die Dichtfunktion im Bereich der Gebäudeöffnung. Werden Abdeckungen mit einer Leiste im oberen Bereich von Fenster bzw. Tür eingeklemmt, so beeinträchtigt dies die Dichtfunktion der Türen bzw. der Fenster im geschlossenen Zustand.

[0003] Neben den oben genannten grundsätzlichen Nachteilen von Abdeckungen des Standes der Technik stellt ein weiteres Problem die oftmals komplizierte Montage der bekannten Rahmen dar. Türen und Fenster gibt es in den unterschiedlichsten Größen, es gibt aber nicht zu jeder Fenstergröße einen vorab fertig angepassten Rahmen. Das bedeutet, dass die Größenanpassung des Rahmens vor der Montage des Rahmens durch den Monteur selbst vorgenommen werden muss. Im Allgemeinen ist dieser Montageaufwand zeitaufwendig und kompliziert, es sind mehrere oft kleinteilige Gegenstände zu einem passenden Rahmen zusammenzufügen. Insbesondere ist es oft notwendig, dass Bestandteile des Rahmens und/oder der Abdeckung auf die genaue Fenster- bzw. Türgröße zugeschnitten werden müssen. Montagefehler, die bei dem ohnehin komplizierten Prozess auftreten, können im Nachhinein oftmals auch nicht mehr korrigiert werden.

[0004] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die oben genannten Nachteile des Standes der Technik zu überwinden und insbesondere einen leicht handhabbaren größeneinstellbaren Rahmen zur lösbaren Befestigung einer Abdeckung, insbesondere eines Insektenschutzgitters oder einer Sonnenschutzblende, in einer Gebäudeöffnung bereitzustellen, ohne Beschädigungen hervorzurufen und ohne die Dichtfunktion der Gebäudeöffnung zu beeinträchtigen.

[0005] Die Aufgabe wird gelöst durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche 1, 18, 22 und 27. Abhängige Patentansprüche sind auf besonders vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung gerichtet.

[0006] Der erfindungsgemäße Rahmen lässt sich mit wenigen Handgriffen in Fenstern unterschiedlicher Größe montieren. Es ist insbesondere nicht notwendig, Bestandteile des erfindungsgemäßen Rahmens auf Fenstergröße zuzuschneiden oder ähnliches. Des Weiteren entpackt bzw. entfaltet sich der erfindungsgemäße Rahmen bei der Montage wenigstens teilweise automatisch, was den Montageprozess weiter vereinfacht. Außerdem kann ein erfindungsgemäßer Rahmen äußerst flach ausgebildet sein und deshalb sehr platzsparend, anders als alle bekannten Rahmen, direkt in einem Hohlraum zwischen dem Außenrahmen eines Fensters bzw. einer Tür und einem Fensterflügel bzw. Türblatt angebracht werden, und zwar ohne dass hinsichtlich der Dichtfunktion von Fenster oder Tür irgendwelche Beeinträchtigungen auftreten würden.

[0007] Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung bezieht sich diese auf einen größeneinstellbaren Rahmen zur lösbaren Befestigung einer Abdeckung in einer Gebäudeöffnung. Bei der Abdeckung kann es sich insbesondere um ein Insektenschutzgitter, eine Sonnenschutzblende oder Sichtschutzblenden handeln, auch andere Arten von Abdeckungen sind möglich. Die Befestigung des Rahmens erfolgt lösbar, das heißt, der Rahmen kann wieder entfernt werden, und zwar ohne Beschädigungen irgendwelcher Art in der Gebäudeöffnung zu hinterlassen. Unter einer Gebäudeöffnung wird vorzugsweise eine Tür oder ein Fenster verstanden. Doch auch andere Formen von Gebäudeöffnungen wie z. B. Durchreichen zu Küchen oder Öffnungen im Wintergarten oder einer Terrasse ins Freie hinaus sind davon erfasst. Der erfindungsgemäße Rahmen ist größeneinstellbar, das heißt, seine äußeren Abmessungen können an die Größe der jeweils abzudeckenden Gebäudeöffnung angepasst werden. Die geometrische Form des fertig montierten Rahmens kann variieren, bevorzugt hat sie die Form eines Vielecks, höchst bevorzugt die Form eines Vierecks. Dabei müssen Eckpunkte des Vielecks bzw. Vierecks nicht zwangsläufig spitz zulaufen, es ist auch möglich, dass abgerundete Ecken oder Krümmungen vorgesehen sind.

[0008] Erfindungsgemäß umfasst der größeneinstellbare Rahmen eine Mehrzahl von Seitenelementen, die im Bereich von Ecken des Rahmens miteinander verbindbar oder verbunden sind. Die Seitenelemente können beispielsweise aus Stangen, Stäben oder Streben bestehen, deren Querschnitt jeweils rund, oval, vieleckig, insbesondere sechs- oder achteckig, ausgebildet sein kann, und dienen der äußeren Formgebung des Rahmens. Der Begriff Ecke ist in diesem Zusammenhang weit auszulegen, auch abgerundete Ecken oder Krümmungen sollen von dem Begriff mit erfasst sein. Die Seitenelemente können hohl oder kompakt ausgebildet sein. Zudem sind auch andere als die genannten Querschnittsformen denkbar. Insbesondere ist vorgesehen, dass die Seitenelemente formschlüssig mit den Einsteckverbindern verbunden werden, um einen möglichst guten Halt und eine hohe Torsionssteifigkeit, insbesondere zur Vermeidung einer Verdrehung der Seitenprofile in einem Einsteckverbinder, zu gewährleisten. Bevorzugt sind die Seitenelemente nicht biegsam, um eine stabile Formgebung des Rahmens zu ermöglichen. Aus Fertigungsgründen ist eine runde ggf. auch eine ovale Querschnittsform der Seitenelemente bevorzugt. Da die Seitenelemente durch das elastische Abdeckungselement jedoch in erster Linie quer zu ihrer Längsachse auf Biegung beansprucht werden, ist weiter bevorzugt eine von der rundlichen Querschnittsform abweichende Querschnittsform vorgesehen. Ideal wäre eine Querschnittsform mit Doppel-T-Struktur. Es hat sich jedoch gezeigt, dass insbesondere auch eine rechteckige Querschnittsform den Anforderungen genügt. Aus Gründen der Material- und Gewichtseinsparung sind die Seitenelemente bevorzugt als Hohlprofil ausgebildet.

[0009] Erfindungsgemäß umfasst der größeneinstellbare Rahmen ein elastisches Abdeckungselement, das mit den Seitenelementen verbindbar oder verbunden ist. Dieses Abdeckungselement kann aus verschiedensten Materialien hergestellt sein. Zum Beispiel ist es möglich, dass das Abdeckungselement Textilien oder Kunststoffe umfasst. Das Abdeckungselement kann z. B. als Gewebe, Gewirke, Gestricke oder Vlies ausgebildet sein. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Abdeckungselement netz- bzw. gitterartig, um beispielsweise Kleininsekten am Eindringen in die Gebäudeöffnung zu hindern. Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform weist die Abdeckung praktisch keinerlei sichtbare Öffnungen auf, sondern ist durchgehend ausgestaltet. Dies bietet sich insbesondere bei Rahmen mit einer Sonnenschutzblende an. Der erfindungsgemäße Rahmen ist für einen bestimmten Größenbereich von Gebäudeöffnungen vorgesehen bzw. passend. Das Abdeckungselement ist elastisch, das heißt, es ist in wenigstens einer Richtung dehnbar. Bevorzugt ist es auch in einer zweiten Richtung dehnbar, so dass die Elastizität bei einer gleichmäßigen Abdeckung durch das Abdeckungselementes in jede Richtung in der Fläche gewährleistet ist. Die Dehnbarkeit in die beiden Richtungen kann gleich groß oder verschieden groß sein. Bevorzugt weist das elastische Abdeckungselement eine hohe Elastizität auf, um einen weiten Bereich hinsichtlich einer Größeneinstellbarkeit abdecken zu können. Als Dehnbarkeit wird vorliegend das Verhältnis der maximalen Längenänderung (ΔL) zur Ausgangslänge (L0) bezeichnet. Bevorzugt weist das elastische Abdeckungselement in wenigstens einer Richtung eine Dehnbarkeit von mehr als 10%, bevorzugt mehr als 30% und insbesondere mehr als 50% auf. Damit die Belastung des Rahmens im Übrigen durch die Rückstellkraft des Abdeckungselements aufgrund der Dehnung nicht zu groß wird, sollte die Dehnung bevorzugt nicht mehr als 500 %, weiter bevorzugt nicht mehr als 250 % und ganz bevorzugt nicht mehr als 100 % betragen. In der anderen Richtung können dieselben Dehnbarkeitswerte vorgesehen sein, sie können aber auch anders gewählt sein. Die Ausgangsgröße des Abdeckelements, also Länge und Breite bei nicht gedehntem Abdeckelement, entspricht vorzugsweise der kleinstmöglichen Rahmengröße. Dadurch wird gewährleistet, dass auch bei kleinster Rahmengröße das Abdeckelement gespannt ist und keine Falten wirft, die die Optik beeinträchtigen würden.

[0010] Elastische Abdeckungselemente können zum Beispiel aus Filamentgarnen aus segmentierten Polyester- oder Polyether-/Polyharnstoff-Urethan hergestellt werden. Geeignete Garne sind beispielsweise unter der Handelsbezeichnung Dorlastan® erhältlich.

[0011] Das Abdeckungselement kann im Wesentlichen die Form des größeneinstellbaren Rahmens aufweisen, das heißt, es kann im Wesentlichen vieleckig bzw. viereckig mit spitzen oder runden Ecken ausgestaltet sein. Erfindungsgemäß ist das elastische Abdeckungselement mit den Seitenelementen verbindbar oder verbunden. Ist es verbindbar, so kann ein Monteur des größeneinstellbaren Rahmens diese Verbindung selbst herbeiführen. Bevorzugt führt der Hersteller des größeneinstellbaren Rahmens eine solche Verbindung herbei, so dass beim Verkauf des größeneinstellbaren Rahmens das elastische Abdeckungselement bereits mit den Seitenelementen verbunden ist. Die Verbindung kann grundsätzlich durch Einklemmen, Einlegen, Festkleben oder Einhängen erreicht werden. Auch andere Befestigungsformen sind denkbar. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist das elastische Abdeckungselement in seinen Seitenbereichen einen Saum auf, in den die Seitenelemente eingefädelt oder einfädelbar bzw. eingeschoben oder einschiebbar sind.

[0012] Bei eingestellter Rahmengröße wird das Abdeckungselement gleichmäßig durch den Rahmen aufgespannt. Das bedeutet, dass das Abdeckungselement in aufgespanntem Zustand im Wesentlichen eben bzw. flach ist und im Wesentlichen keinerlei Ausbuchtungen oder Beulen aufweist. Wie zuvor beschrieben wurde ist hierzu vorgesehen, dass die Ausgangsgröße des Abdeckelements der kleinstmöglichen Rahmengröße entspricht.

[0013] Gemäß der Erfindung ist eine jeweilige Seitenlänge der Seitenelemente variabel einstellbar, um eine Rahmengröße festzulegen. Bei der so eingestellten Rahmengröße ist das Abdeckungselement gleichmäßig durch den Rahmen aufspannbar oder aufgespannt. Die Einstellung der Seitenlänge der Seitenelemente ist bevorzugt reversibel, das heißt, es ist nicht notwendig, eine bestimmte Seitenlänge einmal mit Wirkung für alle Zukunft fest einzustellen. Insbesondere ist es nicht notwendig, zur Einstellung der Seitenlänge die Seitenelemente zu kürzen, z. B. abzuschneiden. Auch wenn der größeneinstellbare Rahmen einmal in eine Gebäudeöffnung mit kleinen Abmessungen eingesetzt war, so ist es dennoch möglich, ihn in eine größere Gebäudeöffnung zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls passend einzusetzen. Bei jeder der festlegbaren Rahmengrößen ist das Abdeckungselement gleichmäßig durch den Rahmen aufgespannt bzw. aufspannbar. Dies wird durch die besondere Elastizität des Abdeckungselementes gewährleistet. Auch bei einer Verwendung des erfindungsgemäßen Rahmens bei verhältnismäßig kleiner Gebäudeöffnung entstehen keine Beulen im Abdeckungselement, sondern es ist im Wesentlichen flach. Auch besteht bei Verwendung des erfindungsgemäßen Rahmens in einer verhältnismäßig großen Gebäudeöffnung nicht die Gefahr, dass das Abdeckungselement so sehr unter Spannung steht, dass es eventuell reißt.

[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind die Seitenelemente in Längsrichtung zusammenschiebbar bzw. stauchbar oder sie lassen sich auseinander ziehen. Besonders bevorzugt erfolgt die Längenänderung der Seitenelemente entgegen einer Rückstellkraft, die beispielsweise durch eine Elastizität des Materials, durch eine Feder oder dgl. bereitgestellt wird. Normalrichtung zur Längserstreckung sind die Seitenelemente möglichst steif ausgebildet. Die mögliche Längenänderung der Seitenelemente beträgt ausgehende von der kleinsten möglichen Länge der Seitenelemente bevorzugt mindestens etwa 10 %, vorzugsweise mindestens etwa 30 %, weiter bevorzugt mindestens etwa 50 %. Die maximale Längenänderung beträgt bevorzugt etwa 400 %, weiter bevorzugt etwa 200 %, insbesondere etwa 100 %.

[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist jedes Seitenelement wenigstens eine Feder auf. Die Feder dient dazu, eine Rückstellkraft für die Seitenelemente bereitzustellen. Die Rückstellkraft wirkt bevorzugt in Richtung einer Längenausdehnung, d.h. die Seitenelemente werden nach außen gespannt. Hierdurch kann der Rahmen ohne zusätzliche Befestigungselemente in einen Fensterrahmen eingeklemmt werden. Bevorzugt wird dies durch den Einsatz von Druckfedern erzielt. Je nach Ausgestaltung und Anordnung können jedoch auch Zugfedern eingesetzt werden. Alternativ ist es auch möglich, besonders elastische Kunststoffmaterialien einzusetzen, um eine Elastizität der Seitenelemente in Längsrichtung zu gewährleisten. Auch können alternativ oder ergänzend Fixiermittel vorgesehen sein, die die Seitenelemente in der gewünschten Länge fixieren. Derartige Fixiermittel können beispielsweise Verrastungen, eine Klemmschraube oder ähnliches sein.

[0016] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist jedes Seitenelement ein Teleskopstangensystem auf. Ein Teleskopstangensystem umfasst mindestens zwei Stangen verschiedenen Durchmessers, die wenigstens teilweise ineinander schiebbar sind. Naturgemäß ist deshalb wenigstens eine der Stangen zumindest teilweise hohl ausgebildet. Die innenliegende Stange kann jedoch entweder hohl, teilweise hohl oder aber kompakt, das heißt, nicht hohl, ausgebildet sein. Es ist möglich, dass die Anzahl der Stangen des Teleskopstangensystems in jedem Seitenelement dieselbe ist. Es ist aber auch möglich, dass z. B. bei einem viereckigen Rahmen an den langen Seiten ein anderes Teleskopstangensystem als an den kurzen Seiten verwendet wird, so dass sich u. a. auch die Anzahl der Stangen der Teleskopsysteme voneinander unterscheiden.

[0017] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist jedes Teleskopstangensystem mindestens zwei Stangen und mindestens eine Feder auf. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist jedes Teleskopstangensystem mindestens drei Stangen und eine oder zwei Federn auf. Im Falle von zwei Stangen und einer Feder in einem Teleskopstangensystem befindet sich die Feder bevorzugt in der äußeren Stange (Außenrohr) des Teleskopsystems, also der Stange mit größerem Durchmesser. Die innere Stange (Innenrohr) drückt, wenn sie in die äußere Stange eingeschoben wird, auf die Feder und schiebt diese gegen die Federkraft zusammen. Besitzt das Teleskopstangensystem drei Stangen und eine Feder, so ist es bevorzugt so, dass die beiden äußeren Stangen einen im Verhältnis zur mittleren Stange kleineren Durchmesser aufweisen und die Feder sich im Inneren der mittleren Stange befindet. Greifen nun die äußeren vom Durchmesser her größeren Stangen in die mittlere Stange ein und wird das Teleskopsystem insgesamt zusammengeschoben, so drücken die äußeren Stangen von beiden Seiten auf die Feder und schieben diese entgegen ihrer Federkraft zusammen. Bei einem Teleskopstangensystem mit drei Stangen und zwei Federn, ist es bevorzugt so, dass die beiden äußeren Stangen einen im Verhältnis zur mittleren Stange größeren Durchmesser aufweisen und die beiden Federn sich jeweils im Inneren der beiden äußeren Stangen befinden. Greift nun die mittlere vom Durchmesser her kleinere Stange in die beiden äußeren Stangen ein und wird das Teleskopsystem insgesamt zusammengeschoben, so drückt die innere Stange zu beiden Seiten hin jeweils auf eine Feder und schiebt diese entgegen der Federkraft zusammen. Auch andere Konfigurationen von Teleskopstangensystemen, auch von Teleskopstangensystemen mit mindestens zwei Stangen und mindestens einer Feder sowie von Teleskopstangensystemen mit mindestens drei Stangen und zwei Federn, sind möglich. Als Alternative zu einem Teleskopstangensystem kann auch vorgesehen sein, dass jedes Seitenelement mindestens zwei aneinander entlang verschiebbare Stangen aufweist. Die Verschiebung der Stangen relativ zueinander kann beispielsweise ähnlich eines Schubladenauszugs erfolgen. Insbesondere sind die beiden Stangen hierzu formschlüssig miteinander verbunden. Zudem sind die beiden Stangen ebenfalls mittels einer Feder vorgespannt, bevorzugt in Richtung einer Längenvergrößerung.

[0018] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist der Rahmen vier Seitenelemente auf.

[0019] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind die Seitenelemente des Rahmens flexibel miteinander verbindbar oder verbunden. Flexibel bedeutet in diesem Zusammenhang, dass in verbundenem Zustand die Seitenelemente gegeneinander verschwenkt werden können. Mit anderen Worten kann die Ausrichtung der Seitenelemente zueinander dank dieser flexiblen Verbindung frei gewählt werden. Bevorzugt ist es dabei so, dass die flexiblen Verbindungselemente ihre natürliche Position dann einnehmen, wenn die Seitenelemente so zueinander arrangiert sind, wie sie es auch dann sind, wenn sie der Formgebung des erfindungsgemäßen Rahmens dienen. Bevorzugt ist es so, dass die Verbindungsstücke in anderen Positionen, die die Seitenelemente zueinander einnehmen können, unter Spannung stehen, also ebenfalls eine Rückstellkraft bereitstellen, und danach trachten, den entspannten Zustand bei entfaltetem Rahmen wieder einzunehmen.

[0020] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind die Seitenelemente flexibel über eine Mehrzahl von Einsteckverbindern miteinander verbunden bzw. verbindbar. Bevorzugt handelt es sich bei diesen Einsteckverbindern um Gegenstände mit einer bestimmten Elastizität und Flexibilität, die jeweils in die Seitenelemente hineingesteckt werden können. Dies bietet sich insbesondere dann an, wenn die Seitenelemente in ihren Eckbereichen als hohle Stangen oder Rohre ausgebildet sind. Die Einsteckverbinder werden bevorzugt in den Seitenelementen festgelegt, beispielsweise durch Klemmung und/oder Verrastung. Der Durchmesser der Einsteckverbinder wird dabei bevorzugt an den Durchmesser der jeweiligen Seitenelemente angepasst. Es ist möglich, dass der Einsteckverbinder an beiden Enden denselben Durchmesser bzw. dieselbe Formgebung aufweist, es ist aber auch möglich, dass die Einsteckverbinder an ihren beiden Seiten mit verschiedenen Durchmessern oder unterschiedlichen Formen ausgestaltet sind. Alternativ ist es auch möglich, die Seitenelemente ihrerseits in Verbinder einzuschieben. Auf diese Weise wird aber der Gesamtdurchmesser des Rahmens im Bereich der Ecken vergrößert, so dass Einsteckverbinder bevorzugt sind. Des Weiteren ermöglichen Einsteckverbinder eine besonders sichere Verbindung der Seitenelemente miteinander, was für eine selbsttätige Entfaltung eines erfindungsgemäßen Rahmens von Vorteil ist.

[0021] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der erfindungsgemäße Rahmen über seine Ecken zusammenfaltbar oder zusammengefaltet. Der erfindungsgemäße Rahmen kann dann in zusammengefaltetem Zustand verkauft werden und ist durch einen Monteur entfaltbar. Bevorzugt kommen in zusammengefalteten Zustand des Rahmens die Seitenelemente gegeneinander zu liegen. Die Faltbarkeit des Rahmens über die Ecken umfasst dabei sowohl ein Zusammenlegen innerhalb der Ebene des entfalteten Rahmens als auch ein Zusammenfalten, das heißt eine Bewegung außerhalb dieser Ebene. Die Zusammenfaltbarkeit über die Ecken geht also über einen normalen zweidimensionalen Klappmechanismus hinaus, sondern ist vielmehr dreidimensional angelegt. Auf diese Weise wird es z. B. bei einem viereckigen Rahmen mit vier Seitenelementen ermöglicht, diese so gegeneinander zu legen, dass alle Seitenelemente als kompakter Quader aneinander zu liegen kommen. Es ist nicht nur möglich, dass die Seitenelemente paarweise hintereinander zu liegen kommen, wie dies auch bei einer Beweglichkeit des Rahmens an seinen Eckpunkten möglich wäre, wenn nur eine zweidimensionale Klappbewegung durchgeführt wird. Das vollständige Nebeneinanderlegen der Seitenelemente auf kleinstem Raum wird dabei durch eine in drei Dimensionen vorhandene Flexibilität im Bereich der Ecken ermöglicht.

[0022] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung steht der Rahmen im zusammengefalteten Zustand unter Spannung. Diese Spannung kann zum einen aus Eigenschaften der Verbindungselemente in den Ecken der Seitenelemente resultieren, die dazu führen, dass der Rahmen dazu tendiert, in den aufgespannten, das heißt, flachen Zustand zurückzukehren. Zusätzlich oder alternativ ist es möglich, dass auch die Seitenelemente selbst jeweils unter Spannung stehen. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn die Seitenelemente jeweils über ein Teleskopstangensystem mit Feder verfügen. Dieses Teleskopstangensystem kann in zusammengefaltetem Zustand zusammengedrückt sein, so dass die beinhalteten Federn unter Spannung stehen.

[0023] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist ein Sicherungselement zur Verhinderung der Entfaltung des Rahmens vorgesehen. Dieses Sicherungselement kann zum Beispiel aus einem Sicherungsring, einer Sicherungsplombe, einer Sicherungsklemme, einem Klettband, einem Sicherungsdraht oder dgl. bestehen, um eine vorzeitige Entfaltung des Rahmens zu verhindern. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Rahmen so konstruiert, dass er sich beim Entfernen des Sicherungselementes wenigstens teilweise selbsttätig entfaltet. Dies kann, wie bereits oben angedeutet, durch die flexiblen Seitenelemente und durch die elastischen Verbindungselemente in den Ecken erreicht werden, wenn alle diese Elemente ihren entspannten Ausgangszustand dann einnehmen, wenn der Rahmen in Rahmenform, das heißt im Wesentlichen eben bzw. flach, vorliegt.

[0024] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist der Rahmen eine Mehrzahl von Eckversteifern zur festen Formgebung des Rahmens im Bereich seiner Ecken auf. Diese Eckversteifer sind bevorzugt nicht vormontiert, sondern werden während der Endmontage des erfindungsgemäßen Rahmens vom Monteur im Bereich der Ecken des Rahmens angebracht, um diesen zu versteifen. Nach dem Befestigen der Eckversteifer ist der Rahmen immer noch größeneinstellbar, das heißt, die Längenänderung der Seitenelemente kann auch nach Befestigen der Eckversteifer frei und bevorzugt reversibel gewählt werden.

[0025] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weisen die Eckversteifer Kanäle bzw. Öffnungen auf, in die die Seitenelemente einlegbar oder eingelegt sind. Dabei sind die Seitenelemente miteinander verbunden. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind die Eckversteifer jeweils zweiteilig ausgebildet. Bevorzugt ist die Teilung der Eckversteifer in der Ebene vorgesehen, in der auch der Rahmen eingelegt wird. Alternativ ist es aber auch möglich, dass die Eckversteifer zwei Teile aufweisen, die gegeneinander abklappbar bzw. aufklappbar sind. Die beiden Teile der Eckversteifer werden nach dem Einlegen der Seitenelemente in geeigneter Weise miteinander befestigt, beispielsweise verrastet. Hierzu können z. B. verschiedene Vorsprünge und entsprechende Öffnungen dienen, die ineinander eingreifen. Es ist auch möglich, ein Verkleben oder Verhaken oder sonstige Befestigungsverfahren anzuwenden.

[0026] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung bezieht sich diese auf einen Rahmen zur lösbaren Befestigung einer Abdeckung in einer Gebäudeöffnung, der so konstruiert ist, dass er zusammenfaltbar ist und sich beim Entfalten wenigstens teilweise selbsttätig öffnet. Bei der Abdeckung kann es sich insbesondere um ein Insektenschutzgitter oder um eine Sonnenschutzblende handeln, wie oben bereits beschrieben. Unter einer Gebäudeöffnung wird wiederum insbesondere eine Türe oder ein Fenster verstanden, auch die oben genannten anderen alternativen Möglichkeiten sind von dem Begriff umfasst. Der Rahmen ist zusammenfaltbar. Das bedeutet zum Einen, dass die äußeren Dimensionen des Rahmens im zusammengefalteten Zustand kleiner sind als in entfaltetem Zustand.

[0027] Des Weiteren ist es so, dass der Faltungsprozess zweidimensional oder dreidimensional erfolgen kann. Bevorzugt erfolgt der Zusammenfaltungsprozess in drei Dimensionen, das heißt, die Bestandteile des Rahmens, die gefaltet werden, bewegen sich nicht nur in einer Ebene, sondern im dreidimensionalen Raum. Im Falle eines viereckigen Rahmens ist es so, dass die Faltung bevorzugt über die Ecken erfolgt und die Seiten des Rahmens bei vollendeter Faltung allesamt nebeneinander zu liegen kommen. Dies erfolgt bevorzugt durch einen ersten zweidimensionalen Zusammenlegeprozess, indem die Seiten entlang einer Rahmendiagonale gegeneinander zu liegen kommen. In einem weiteren Zusammenfaltungsschritt ist es möglich, dass außerhalb der Ebene des ersten Faltungsschritts zwei Seiten paarweise gegen zwei andere Seiten des Rahmens gelegt werden. Alternativ kann der zweite Verfahrensschritt auch in derselben Ebene wie der erste Zusammenfaltungsschritt erfolgen, dies setzt den Rahmen jedoch ggf. ungleichmäßig unter Spannung, so dass die dreidimensionale Bewegung bevorzugt ist. Beim Entfalten öffnet sich der Rahmen wenigstens teilweise selbsttätig. Dies wird zum Beispiel dadurch ermöglicht, dass der Rahmen im zusammengefalteten Zustand unter Spannung steht und dazu tendiert, einen entspannten Zustand einzunehmen, was im entfalteten Zustand der Fall ist. Dabei öffnet sich der Rahmen wenigstens teilweise selbsttätig, bevorzugt öffnet er sich vollständig selbsttätig, das heißt er nimmt ohne äußere Einflüsse Rahmenform, bevorzugt in einer Ebene, an.

[0028] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Rahmen eine Mehrzahl von Seitenelementen auf, die im Bereich von Ecken des Rahmens miteinander verbunden sind, wobei der Rahmen so konstruiert ist, dass sich beim Entfalten des Rahmens die Seitenelemente ausrichten, um den Rahmen aufzuspannen. Eine entsprechende Verbindung kann z. B. mit den bereits beschriebenen flexiblen Einsteckverbindern erzielt werden. Auch andere Verbindungsformen sind möglich. Sind beispielsweise die Seitenelemente des Rahmens in zusammengefaltetem Zustand aneinander anliegend platzsparend ausgebildet, so entfernen sie sich voneinander beim Ausrichten und spannen eine Ebene auf, die den Rahmen definiert.

[0029] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Rahmen eine Mehrzahl von Seitenelementen, die im Bereich von Ecken des Rahmens miteinander verbunden sind, auf, wobei der Rahmen so konstruiert ist, dass sich beim Entfalten des Rahmens eine Längsausdehnung der Seitenelemente verändert. Dies kann durch die Flexibilität der Seitenelemente gewährleistet sein, die zu diesem Zweck, wie bereits oben beschrieben, z. B. ein Teleskopstangensystem mit Stangen und Feder oder aber ein elastisches Kunststoffelement aufweisen können.

[0030] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist der erfindungsgemäße Rahmen ein elastisches Abdeckungselement auf, das mit den Seitenelementen verbunden ist, und das beim Entfalten aufgespannt wird, was eine Größeneinstellbarkeit des Rahmens erlaubt, wobei bei einer eingestellten Größe des Rahmens das Abdeckungselement gleichmäßig durch den Rahmen aufspannbar oder aufgespannt ist. Bei dem elastischen Abdeckungselement kann es sich um das oben beschriebene elastische Abdeckungselement handeln. Bevorzugt ist es als Fliegengitter oder Sonnenschutzblende ausgestaltet.

[0031] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung bezieht sich diese auf ein System mit einem Rahmen und einem Fenster. Dabei ist der Begriff Fenster weit aufzufassen und umfasst insbesondere auch den Begriff Tür. Das Fenster weist einen Außenrahmen und einen Fensterflügel auf. Bei dem Rahmen kann es sich um den vorstehend beschriebenen größeneinstellbaren Rahmen und/oder dem sich wenigstens teilweise selbsttätig öffnenden Rahmen handeln, dies ist jedoch nicht zwingend der Fall. Der Rahmen ist zur lösbaren Befestigung einer Abdeckung, insbesondere eines Insektenschutzgitters, in einem Fenster geeignet. Bei der Abdeckung kann es sich aber auch, wie vorstehend beschrieben, um eine andere Art von Abdeckung wie beispielsweise eine Sonnenschutzblende handeln. Erfindungsgemäß ist der Rahmen zwischen dem Außenrahmen und dem Fensterflügel angebracht oder anbringbar. Dies erlaubt es, den Rahmen auf einfache und äußerst platzsparende Weise an bzw. in einem Fenster zu befestigen. Ermöglicht wird diese Art der Befestigung erstmalig dadurch, dass es nunmehr möglich ist, entsprechend schmal ausgestaltete Rahmen bereitzustellen. Herkömmliche Rahmen waren so dimensioniert, dass sie nicht zwischen dem Außenrahmen und dem Fensterflügel angebracht werden konnten. Es ist bei Fenstern und auf Türen üblich, dass sich zwischen dem Außenrahmen und dem Fensterflügel bzw. Türblatt ein Hohlraum befindet, in den nunmehr der Rahmen eingefügt werden kann. Der erfindungsgemäße Rahmen weist bevorzugt eine maximale Tiefe von 16mm oder weniger auf, die bevorzugt im Bereich von Ecken des Rahmens erreicht wird. Dazwischen beträgt die Tiefe bevorzugt ca. 10mm oder weniger. Der besonders schmale und flache Aufbau insbesondere des äußeren Rahmens, also der Seitenelemente und der zugehörigen Verbindungselemente, insbesondere der Einsteckverbinder, ermöglicht den Einsatz in einem Fenster zwischen Außenrahmen und Fensterflügel. Es wurde nämlich erkannt, dass bei einer Vielzahl von Fenstertypen zwischen Außenrahmen und Fensterflügel ein Hohlraum vorhanden ist, in den ein derartiger Rahmen einsetzbar ist.

[0032] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Rahmen teilweise elastisch und wird in seiner Position im Fenster durch Rückstellkräfte gehalten. Der Rahmen ist elastisch, das heißt vorliegend, wenigstens ein Teil des Rahmens, bevorzugt seine Seiten, die den Rahmen aufspannen, sind entgegen einer Rückstellkraft längenveränderbar. Wie vorstehend bereits beschrieben, kann dies zum Beispiel mittels eines Teleskopstangensystems oder mittels elastischer Kunststoffeinsätze erreicht werden. Zum Einsetzen des Rahmens in das Fenster wird der Rahmen zunächst entgegen die Rückstellkräfte zusammengedrückt, so dass er problemlos von seinen äußeren Abmessungen her in dem Fenster platziert werden kann. Anschließend wird der Rahmen losgelassen und dehnt sich wieder aus, wobei er den Raum im Fenster optimal ausfüllt. Die Rückstellkräfte des Rahmens sind dabei stark genug, um den Rahmen dauerhaft in seiner Position zwischen dem Außenrahmen und dem Fensterflügel zu halten. Es ist insbesondere nicht notwendig, irgendwelche zusätzlichen Befestigungsmaßnahmen zu ergreifen. Ein weiterer Vorteil des Einsatzes des Rahmens in den Hohlraum zwischen Außenrahmen und Blendrahmen besteht darin, dass der einzusetzende Rahmen kleiner ist als der Außenrahmen des Fensters. Dadurch ist der Rahmen jedenfalls zu einer Seite gegen Verkippung, z.B. nach außen, gesichert.

[0033] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Außenrahmen des Fensters in Umfangsrichtung mindestens ein Rahmenelement auf, wobei der Rahmen zwischen dem mindestens einen Rahmenelement und einer nach außen gerichteten Seite des Außenrahmens angebracht, insbesondere eingeklemmt, ist. Ein derartiges Rahmenelement kann beispielsweise eine ggf. umlaufende Dichtung des Fensters oder ein Rahmenbeschlag sein. Sofern ein Rahmen kein derartiges Rahmenelement aufweist, durch den der Rahmen des Abdeckungselements gegen Verkippen gesichert werden kann, kann auch ein zusätzliches Rahmenelement in Form eines Fixiermittels vorgesehen werden. Ein derartiges Fixiermittel wird bevorzugt an den Rahmen angeklebt, weiter bevorzugt widerablösbar angeklebt, beispielsweise mittels tesa Powerstrips®. Alternativ kann ein derartiges Fixiermittel ggf. aber auch angeschraubt werden. Da das Fixiermittel versteckt angeordnet ist, beeinträchtigt es auch nach einem Entferne des Rahmens die Optik nicht. Auf diese Weise kann der Rahmen äußerst Platz sparend auch in modernen, gut dichtenden Fenstern untergebracht werden.

[0034] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung bezieht sich diese auf ein Verfahren zur Montage eines flexiblen Rahmens mit einer Abdeckung, insbesondere einem Insektenschutzgitter, zur Abdeckung einer Gebäudeöffnung. Hinsichtlich der Begrifflichkeiten Abdeckung und Gebäudeöffnung wird auf die bereits oben gegebenen Definitionen und Ausführungsmöglichkeiten verwiesen. Der zu befestigende Rahmen ist flexibel, das heißt, seine äußeren Abmessungen können variabel gewählt werden, dies bezieht sich insbesondere auf eine Seitenlänge des Rahmens. Das erfindungsgemäße Verfahren weist die folgenden Schritte auf: Einstellen einer Größe des Rahmens durch Zug und/oder Schub; und Einlegen des Rahmens in eine Gebäudeöffnung, wobei der Rahmen in seiner Position durch Rückstellkräfte gehalten wird. Dabei erfolgt die Größeneinstellung erfindungsgemäß ausschließlich durch Zugkräfte und/oder Schubkräfte, das heißt, zur Größeneinstellung des Rahmens sind keinerlei weitere Maßnahmen wie z. B. das Kappen einer Seitenlänge des Rahmens oder ähnliches erforderlich. Außerdem ermöglicht das Einstellen einer Größe des Rahmens durch Zug und/oder Schub, dass die Rahmengröße reversibel eingestellt werden kann. Es ist möglich ein und denselben Rahmen abwechselnd in größeren oder kleineren Gebäudeöffnungen zu verwenden. Der Rahmen wird in seiner Position durch Rückstellkräfte gehalten. Diese Rückstellkräfte werden bevorzugt dadurch realisiert, dass die Seiten des Rahmens elastisch entlang ihrer Längssrichtung sind, beispielsweise durch den Einsatz einer Feder in einem Teleskopgestänge. Beispielhaft sei dabei auf die oben beschriebenen, wenigstens teilweise elastischen Seitenelemente verwiesen. Zum Halten des Rahmens sind allein die Rückstellkräfte ausreichend. Es ist nicht notwendig, andere zusätzliche Kräfte zur Befestigung des Rahmens heranzuziehen.

[0035] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens weist dieses den zusätzlichen Verfahrensschritt auf: Wenigstens teilweise selbsttätiges Entfalten des Rahmens aus einem gefalteten Zustand. Bevorzugt wird dieser Verfahrensschritt ausgeführt, bevor die Rahmengröße durch Zug und/oder Schub eingestellt wird. Beispielsweise kann dieser Verfahrensschritt dann ausgeführt werden, wenn der Rahmen aus seiner Verpackung entnommen wird. Unter einem gefalteten bzw. entfaltetem Zustand des Rahmens wird dabei dasselbe verstanden, wie oben bereits bei der Beschreibung eines erfindungsgemäßen größeneinstellbaren Rahmens und des wenigstens teilweise selbst öffnenden Rahmens ausgeführt.

[0036] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist diese den folgenden Verfahrensschritt auf: Entfernen eines Sicherungselements, um das wenigstens selbsttätige Entfalten des Rahmens einzuleiten. Bei diesem Sicherungselement kann es sich z. B. um einen Sicherungsring, einen Verschluss, einen Sicherungsdraht, ein Klettband oder um eine Plombe handeln, die den Rahmen in seinem gefalteten Zustand arretiert. Das Sicherungselement ist dabei so auszulegen, dass es den Rückstellkräften, die auf den Rahmen einwirken und diesen entfalten wollen, Einhalt gebietet und ein Entfalten des Rahmens sicher verhindert.

[0037] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist diese den Verfahrensschritt Versteifen von Ecken des Rahmens auf. Zweckmäßig erfolgt das Versteifen von Ecken des Rahmens, nachdem der Rahmen sich entfaltet hat, das heißt, bereits Rahmenform an sich besitzt. Versteift werden lediglich die Ecken des Rahmens, auch bei versteiften Ecken können die Seitenlängen des Rahmens flexibel variiert werden, und die im Rahmen angelegten Rückstellkräfte sind selbstverständlich in der Lage, den in eine Gebäudeöffnung eingelegten Rahmen durch diese Rückstellkräfte in Position zu halten.

[0038] Die Erfindung wird noch besser verstanden werden unter Bezugnahme auf die angefügten Figuren:
Fig. 1
zeigt eine Explosionsdarstellung einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Rahmens;
Fig. 2
zeigt eine Explosionszeichnung gemäß einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Rahmens;
Fig. 3a, b, c
zeigen eine bildliche Sequenz, die den Zusammenbau eines Rahmens gemäß der ersten Ausführungsform illustriert, wobei der gezeigte Zusammenbau bevorzugt herstellerseitig durchgeführt wird;
Fig. 4a, b
zeigen ein erstes Teleskopstangensystem im Detail;
Fig. 5a, b
zeigen ein zweites Teleskopstangensystem im Detail;
Fig. 6a, b
zeigen ein drittes Teleskopstangensystem im Detail;
Fig. 7a bis f
zeigen eine Bildsequenz zur Erläuterung des Zusammenfaltens eines erfindungsgemäßen Rahmens;
Fig. 8
zeigt einen Rahmen mit Eckversteifern;
Fig. 9a, b
zeigen eine Bildsequenz zur Erläuterung der Größeneinstellbarkeit eines erfindungsgemäßen Rahmens;
Fig. 10a, b, c
zeigen eine Einbausituation eines erfindungsgemäßen Rahmens in ein Fenster;
Fig. 11a, b
zeigen Außenansichten eines eingebauten Rahmens in ein Fenster.


[0039] Fig. 1 zeigt eine Explosionszeichnung gemäß einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Rahmens. Der Rahmen ist als Insektenschutzrahmen ausgestaltet und viereckig (hier: quadratisch) ausgelegt. Der Rahmen weist vier jeweils mehrteilig ausgestaltete Seitenelemente auf. Im vorliegenden Fall sind auf jeder Seite des Rahmens zwei Außenrohre 1 und ein darin einschiebbares Innenrohr 2 als Seitenelement vorgesehen. In jedes Außenrohr 1 wird jeweils eine Feder 4 eingelegt. Um die Seitenelemente mit dem Insektenschutzgitter 5 zu verbinden, ist das Insektenschutzgitter an seinen Rändern mit Säumen 6 versehen, in die die Seitenelemente, das heißt hier die Außen- und Innenrohre, sowie die Federn 4 eingeschoben werden können. In den Eckbereichen werden die Seitenelemente durch Verbindungselemente miteinander verbunden, die im gezeigten Ausführungsbeispiel als biegsame Einsteckverbinder 3 ausgebildet sind. Diese Einsteckverbinder 3 werden mit beiden Enden jeweils in benachbarte Außenrohre 1 im Eckbereich des erfindungsgemäßen Rahmens 20 eingelegt. In den Ecken des Rahmens werden nach dem Verbinden der Seitenelemente durch die Einsteckverbinder 3 die Ecken des Rahmens durch Eckversteifer 7 versteift. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Eckversteifer 7 zweiteilig ausgebildet. Ihre Teilung liegt in der Ebene, die durch den Rahmen bzw. das aufgespannte Insektenschutzgitter 5 aufgespannt wird.

[0040] Fig. 2 zeigt eine Explosionszeichnung gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung (nicht alle Teile der Ausführungsform sind dargestellt). Wie auch bei der ersten Ausführungsform ist eine im Wesentlichen viereckige Ausführung des Rahmens vorgesehen. Zu diesem Zweck ist das Insektenschutzgitter 5 wiederum viereckig ausgelegt und an seinen Randbereichen mit Säumen 6 versehen. Das Insektenschutzgitter 5 ist elastisch und kann daher problemlos ausgedehnt werden, was durch die beiden Pfeile an den Rändern des Insektenschutzgitters 5 in Fig. 2 angedeutet ist. Im Gegensatz zu der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform weisen die Seitenelemente des dargestellten Rahmens lediglich zwei Stangen und eine Feder auf. Sie umfassen dabei jeweils ein Außenrohr 1 und ein Innenrohr 2, das vom Durchmesser so beschaffen ist, dass es in das Außenrohr 1 teleskopartig eingeschoben werden kann. Im Außenrohr 1 ist des Weiteren eine Feder 4 bzw. 4' vorgesehen. Je nach Lage des Innenrohrs 2 im Außenrohr 1 wird dabei die Feder 4 bzw. 4' gestaucht oder gedehnt, so dass auf diese Weise die Längsausdehnung der Seitenelemente des Rahmens flexibel variiert werden kann. Die Seitenelemente (von denen in Fig. 2 nur zwei dargestellt sind) werden wie auch im ersten Ausführungsbeispiel durch einen Einsteckverbinder 3 miteinander verbunden. Zu diesem Zweck wird der Einsteckverbinder 3 verbogen, was durch den Pfeil in Abb. 2 beim Einsteckverbinder 3 angedeutet ist, und der Einsteckverbinder geht in den U-förmigen Zustand 3' über. Er steht in dem gebogenen Zustand unter Spannung. Weiterhin ist in Fig. 2 einer von mehreren Eckversteifern 7 dargestellt, der wiederum zweiteilig ausgebildet ist. Die beiden Teile des gezeigten Eckversteifers 7 weisen einen Kanal 7' auf, in den jeweils die Seitenelemente bzw. dargestellt die Außenrohre, die in den Saum 6 des Fliegengitters 5 eingeschoben sind, eingelegt werden können. Der dargestellte Kanal ist durchgängig ausgebildet. Die beiden Teile des Eckversteifers 7 werden über Vorsprünge 7" und Öffnungen 7''' miteinander verbunden. Zweckmäßig weisen dabei beide Teile des Eckversteifers sowohl Vorsprünge 7" als auch Einbuchtungen 7''' auf.

[0041] In den Fig. 3a, b und c ist eine Sequenz zum Zusammenbau eines Rahmens der ersten Ausführungsform der Erfindung illustriert. Diese Art des Zusammenbaus wird im Allgemeinen bereits herstellerseitig vorgenommen, so dass sich ein Endverbraucher bzw. Monteur des erfindungsgemäßen Rahmens mit der gezeigten Zusammensetzung von Einzelelementen nicht mehr auseinandersetzen muss. Dargestellt ist in Fig. 3a, wie sukzessive erst ein Außenrohr 1, dann eine erste Feder 4, ein Innenrohr 2, das sich teleskopartig in das Außenrohr 1 einschieben lässt, eine zweite Feder 4 und ein weiteres Außenrohr, in das sich sowohl die Feder 4 als auch das andere Ende des Innenrohrs 2 einschieben lassen, eingefügt werden. Anschließend werden die Einsteckverbinder 3 gebogen und in die jeweiligen Außenrohre 1 eingefügt, um die Seitenelemente des Rahmens miteinander zu verbinden. Diese Vorgänge werden sukzessive für alle Seitenelemente des Rahmens wiederholt. In Fig. 3b sind bereits zwei Seitenelemente fertig in das Insektenschutzgitter 5 bzw. dessen Saum 6 eingeschoben. In Fig. 3c ist der vollständig vormontierte Rahmen gezeigt, wie er bevorzugt vom Hersteller in den Handel und somit zum Endverbraucher gelangt.

[0042] Fig. 4a und b zeigen ein erstes Teleskopstangensystem im Detail, wie es in einem erfindungsgemäßen Rahmen verwendet werden kann. Dargestellt sind zwei verschiedene Ausdehnungszustände bzw. Längeneinstellungen eines Seitenelements eines erfindungsgemäßen Rahmens. Das gezeigte Teleskopsystem weist in diesem Fall zwei Außenrohre 1 und ein Innenrohr 2 auf. Das Innenrohr 2 ist in die beiden Außenrohre 1 eingeschoben. In die Außenrohre 1 ist jeweils eine Feder 4 integriert. Diese Feder wird bei Kontakt mit dem Innenrohr 2 zusammengestaucht. Wirken nun Schubkräfte von außen auf das Teleskopstangensystem bzw. das Seitenelement des Rahmens ein (angedeutet durch die beiden Pfeile in Fig. 4), so werden die beiden Federn 4 weiter zusammengestaucht, und die äußere Länge, das heißt die Seitenlänge der Seitenelemente, verkürzt sich. Dabei schieben sich die Außenrohre 1 auch weiter über das Innenrohr 2 des Teleskopstangensystems. Während des Zusammendrückens passt sich das elastische Abdeckungselement 5 an die veränderte Dimension an. Auch in dem zusammengeschobenen Zustand, der in Fig. 4b dargestellt ist, weist das elastische Abdeckungselement bzw. Insektenschutzgitter 5 keinerlei Faltenwurf auf.

[0043] Fig. 5a und b zeigen ein zweites Teleskopstangensystem im Detail. Im Gegensatz zu dem Teleskopstangensystem, das in Fig. 4 gezeigt ist, ist dabei ein Außenrohr 1 in der Mitte der Teleskopformation angeordnet, und zwei Innenrohre 2 befinden sich außen an den Eckbereichen des Rahmens. Bei dieser Variante wird pro Rahmenseite nur eine Feder 4 eingesetzt. Um identische Größenverhältnisse wie bei dem Teleskopstangensystem in Fig. 4 zu erreichen, ist die Feder 4 allerdings doppelt so lang wie die Einzelfeder der ersten Ausführungsform. Zu beachten ist weiterhin, dass die jeweiligen Einsteckverbinder 3 bei der gezeigten Ausführungsform in Fig. 5 in die Innenrohre 2 eingreifen, und deshalb einen im Verhältnis geringeren Durchmesser aufweisen. Das Zusammenschieben des Teleskopstangensystems und die damit verbundene Dimensionsänderung der Seitenelemente bzw. der Seite des Rahmens funktioniert so wie auch bei Fig. 4 beschrieben.

[0044] Fig. 6a und b zeigen ein drittes Teleskopstangensystem im Detail. Bei dieser Ausführungsform wird, wie auch bei Fig. 5, ebenfalls nur eine Feder pro Seite eingesetzt. Bei der gezeigten Version ist die Feder einseitig im Eckbereich positioniert, und die Teleskop-Rohre 1 und 2 sind asymmetrisch angeordnet. So ist es möglich, dass in den Eckbereichen des Rahmens immer ein Außenrohr 1 und ein Innenrohr 2 zusammenkommt, das heißt, der biegsame Eckverbinder 8 ist an diese unterschiedlichen Rohrdurchmesser anzupassen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der biegsame Eckverbinder 8 abgestuft, das heißt, er weißt zwei Bereiche unterschiedlichen Durchmessers auf. Die Dimensionsveränderung des Rahmens bzw. der Seitenelemente funktioniert so wie bereits im Zusammenhang mit den Fig. 4 und 5 beschrieben.

[0045] Fig. 7a bis 7f zeigen eine Bildsequenz einzelner Verfahrensschritte zur Erläuterung des Zusammenfaltens eines erfindungsgemäßen Rahmens. In Fig. 7a ist der Rahmen gezeigt, wie er ursprünglich herstellerseitig vorliegen könnte. Er ist viereckig, und die Ecken umschließen jeweils einen Winkel von ca. 90°. Das im Ausführungsbeispiel gezeigte Insektenschutzgitter als Abdeckungselement ist plan bzw. eben und wird gleichmäßig aufgespannt. In Fig. 7b ist gezeigt, wie sich zwei diagonal gegenüberliegende Ecken des Rahmens beim Zusammenfalten aufeinander zu bewegen. Zwei einander gegenüberliegende Einsteckverbinder werden gestreckt, zwei weitere einander gegenüberliegende Einsteckverbinder werden weiter gekrümmt. Das Fliegengitter beginnt, sich in der Mitte leicht auszubeulen. In Fig. 7c liegen schließlich zwei Seitenelemente des Rahmens paarweise hintereinander. Das Fliegengitter beult sich in der Mitte leicht aus. Bis zu diesem Moment war die Zusammenlegbewegung eine rein zweidimensionale Bewegung. Die Seitenelemente des Rahmens bewegten sich dabei nicht aus einer vordefinierten Ebene (hier: der Ebene des aufgespannten Rahmens) heraus. In einem weiteren Schritt werden nun die bereits gegeneinander anliegenden, das heißt nebeneinander befindlichen Seitenelemente gemeinsam weiter bewegt. Dabei werden die beiden Einsteckverbinder in der Mitte deformiert, und um diese herum wird eine Klappbewegung der Seitenelemente durchgeführt. Diese Bewegung erfolgt nicht mehr in der Ebene, in der die Faltungsschritte a) bis c) abgelaufen sind. Am Ende des Faltungsschrittes d) liegt ein Zustand vor, der in Fig. 7e dargestellt ist. Alle Seitenelemente des Rahmens liegen aneinander an, man erhält auf diese Weise eine sehr kompakte Faltung des erfindungsgemäßen Rahmens. Das Fliegengitter ragt in der gezeigten Darstellung ein wenig aus den zusammengelegten Seitenelementen heraus, und diese Bestandteile können locker um die Seitenelemente herum gewickelt werden. In der in Fig. 7 dargestellten Sequenz werden sukzessive alle Einsteckverbinder unter Spannung gesetzt. Keiner der Einsteckverbinder liegt nach dem Faltungsprozess mehr in seinem gestreckten und entspannten Ausgangszustand vor. Auf diese Weise ist der gesamte zusammengefaltete Rahmen unter Spannung gesetzt. Durch ein Umwickeln des zusammengefalteten Rahmens kann der zusammengefaltete Rahmen in dieser Stellung arretiert werden. Durch das Lösen des Sicherungsmittels und damit der Arretierung kann sich der Rahmen selbsttätig entfalten, in diesem Fall durchläuft der Entfaltungsvorgang die Zustände von Fig. 7f bis Fig. 7a, der gesamte Vorgang läuft also entgegengesetzt zum Faltungsvorgang ab. Alternativ ist es noch möglich (nicht in Fig. 7 gezeigt), die Länge der Seitenelemente an sich durch ein Zusammenschieben des darin befindlichen Teleskopsystems zu verkürzen. Dadurch wird es noch besser möglich, den erfindungsgemäßen Rahmen platzsparend zu verkaufen.

[0046] Fig. 8 zeigt einen erfindungsgemäßen Rahmen mit Eckversteifern 7. Die Eckversteifer 7 sind jeweils im Bereich der Ecken des Rahmens angebracht. Wiederum handelt es sich um zweiteilige Eckversteifer 7, wie dies im Kreis, der eine Detaildarstellung einer Ecke darstellt, angedeutet ist. Der Eckversteifer weist Kanäle 7' auf, in die die Ecken des Rahmens bzw. genauer die Seitenelemente und die sie verbindenden Verbindungselemente, wie z. B. Einsteckverbinder eingelegt werden können. Um den Eckversteifer zusammenzufügen und dem erfindungsgemäßen Rahmen eine hinsichtlich der Winkelung starre Formgebung zu ermöglichen, sind an beiden Hälften der jeweiligen Eckversteifer sowohl Vorsprünge 7" als auch Einbuchtungen 7''' vorgesehen.

[0047] Die Fig. 9a bis 9c illustrieren die Größeneinstellung eines entfalteten und versteiften Rahmens. Der ursprünglich annähernd quadratische Rahmen, wie in Fig. 9(a) dargestellt, kann in einen hochformatigen Rahmen (Fig. 9b) und einen querformatigen Rahmen (Fig. 9c) überführt werden. Dies ist durch das einfache Einwirken von Zug und/oder Schubkräften möglich. Die Pfeile in Fig. 9 deuten dies an. Zu beachten ist, dass in jeder dieser Einstellungen das dargestellte Fliegengitter elastisch genug ist, um in jeder Konfiguration den Rahmen gleichmäßig zu überspannen. Das Fliegengitter ist weder an einigen Stellen ausgeleiert, noch eingerissen.

[0048] Fig. 10a, b und c illustrieren einen Einbau des erfindungsgemäßen Rahmens 20 in ein Fenster 9. In Fig. 10c ist ein Fensterrahmen 11 und ein Fensterflügel 10 angedeutet. In den Fensterrahmen 11 ist der erfindungsgemäße Rahmen eingelegt, dargestellt ist ein Bereich in der Ecke des Fensters 9, in den der Eckversteifer 7 eingefügt ist. In Fig. 10b ist eine Draufsicht auf das gezeigte System dargestellt. Zu erkennen ist zum einen ein Fensteraußenrahmen 12 und der Fensterflügel 10. Zwischen dem Fensterflügel 10 und dem Fensteraußenrahmen 12 befindet sich ein Hohlraum 14. In diesen Hohlraum 14 ist der erfindungsgemäße Rahmen 20 eingefügt. Der erfindungsgemäße Rahmen ist dabei so flach, dass er ohne Probleme in den Hohlraum 14 aufgenommen werden kann. Der erfindungsgemäße Rahmen behindert dabei also den Schließmechanismus des Fensters 9 in keiner Weise. In Fig. 10a ist eine schräge Draufsicht auf ein Fenster 9 mit einem erfindungsgemäß eingelegten Rahmen 20 zu sehen. Gut zu erkennen ist, wie sich der Rahmen 20 nahtlos in das Fenster 9 als Ganzes einfügt, weil er zwischen dem Fensterflügel 10 und dem Fensteraußenrahmen 12 eingelegt ist. Öffnen und Schließen des Fensters ist problemlos möglich, das Scharnier 13 arbeitet ebenfalls einwandfrei.

[0049] Die Fig. 11a und b zeigen Außenansichten eines erfindungsgemäßen Rahmens, der in ein Fenster eingebaut ist. Dabei ist gut zu erkennen, wie sich das elastische Gittermaterial durch Verdehnung der jeweiligen Fensterrahmenform anpasst. Das elastische Material dehnt sich dabei sowohl über Dichtungen und Rahmenstufen (Fig. 11a), als auch über Tropfnasen (Fig. 11 b). Der erfindungsgemäße Schutzrahmen kann somit problemlos im Fenster belassen werden, ohne die Funktion des Fensters zu beeinflussen oder gar zu behindern. Ferner kann der Rahmen aufgrund des Einsatzes in den Hohlraum zwischen Außenrahmen und Blendrahmen sowie der Elastizität des Abdeckungselements auch bei flächenbündigen Fenstern, also bei Fenstern bei denen Außenrahmen und Blendrahmen nach Außen eine im Wesentlichen ebene Fläche bilden, verwendet werden.

[0050] Die Erfindung des größeneinstellbaren Rahmens löst erstmalig auf wirklich befriedigende Art und Weise das Problem der Befestigung von Abdeckungen, insbesondere Insektenschutzgittern und Sonnenschutzblenden, in Gebäudeöffnungen. Der erfindungsgemäße Rahmen ist dabei mit wenigen Handgriffen ohne störendes Zuschneiden von Teilen größenanpassbar sowie auch mit anderer Größe wieder verwendbar. Die Befestigung des Rahmens ist denkbar einfach, indem Eigenschaften des Rahmens, nämlich seine Rückstellkräfte, ausgenutzt werden. Zugleich ist es aufgrund der elastischen Eigenschaften des Rahmens möglich, diesen zum einen platzsparend zu verpacken bzw. zu falten, und andererseits wird erstmalig ein sich selbsttätig entfaltender Rahmen bereitgestellt, was die Montage des Rahmens weiter vereinfacht.

Bezugszeichenliste



[0051] 
1
Seitenelement; Außenrohr
2
Seitenelement; Innenrohr
3
Verbindungselement; Einsteckverbinder
3'
Verbindungselement; Einsteckverbinder
4
Feder
4'
Feder
5
Abdeckungselement; Fliegengitter
6
Saum
7
Eckversteifer
7'
Kanal
7"
Vorsprung
7'''
Einbuchtung
8
asymmetrischer Einsteckverbinder
9
Fenster
10
Fensterflügel
11
Fensterrahmen
12
Fensteraußenrahmen
13
Scharnier
14
Hohlraum
20
Rahmen



Ansprüche

1. Größeneinstellbarer Rahmen (20) zur lösbaren Befestigung einer Abdeckung (5), insbesondere eines Insektenschutzgitters, in einer Gebäudeöffnung, umfassend:

eine Mehrzahl von Seitenelementen (1, 2), die im Bereich von Ecken des Rahmens (20) miteinander verbindbar oder verbunden sind, und

ein Abdeckungselement (5), das mit den Seitenelementen (1, 2) verbindbar oder verbunden ist,

dadurch gekennzeichnet,
dass das Abdeckungselement (5) elastisch ausgebildet ist,
dass eine jeweilige Seitenlänge der Seitenelemente (1, 2) variabel einstellbar ist, um eine Rahmengröße festzulegen, und
dass bei so festgelegter Rahmengröße das Abdeckungselement (5) gleichmäßig durch den Rahmen (20) aufspannbar oder aufgespannt ist.
 
2. Rahmen (20) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass jedes Seitenelement (1, 2) wenigstens eine Feder (4) und/oder ein Fixiermittel aufweist.
 
3. Rahmen (20) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass jedes Seitenelement (1, 2) ein Teleskopstangensystem aufweist oder
dass jedes Seitenelement (1, 2) mindestens zwei aneinander entlang verschiebbare Stangen aufweist.
 
4. Rahmen (20) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass jedes Teleskopstangensystem mindestens zwei Stangen (1, 2) und mindestens eine Feder (4) aufweist,
insbesondere, dass jedes Teleskopstangensystem mindestens drei Stangen (1, 2) und mindestens eine Feder (4) aufweist.
 
5. Rahmen (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (20) vier Seitenelemente (1, 2) aufweist.
 
6. Rahmen (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Seitenelemente (1, 2) flexibel miteinander verbindbar oder verbunden sind.
 
7. Rahmen (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Seitenelemente (1, 2) als Hohlprofil ausgebildet sind und/oder
dass die Seitenelemente (1, 2) einen eckigen, insbesondere rechteckigen, Querschnitt aufweisen.
 
8. Rahmen (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Einsteckverbindern vorgesehen ist, um die Seitenelemente jeweils miteinander zu verbinden.
 
9. Rahmen (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (20) über die Ecken zusammenfaltbar oder zusammengefaltet ist.
 
10. Rahmen (20) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
dass in zusammengefaltetem Zustand des Rahmens (20) die Seitenelemente (1, 2) gegeneinander zu liegen kommen.
 
11. Rahmen (20) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (20) in zusammengefaltetem Zustand unter Spannung steht.
 
12. Rahmen (20) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
dass ein Sicherungselement zur Verhinderung der Entfaltung des Rahmens (20) vorgesehen ist.
 
13. Rahmen (20) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (20) so konstruiert ist, dass er sich bei einem Entfernen des Sicherungselementes wenigstens teilweise, vorzugsweise vollständig, selbsttätig entfaltet.
 
14. Rahmen (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Eckversteifern (7) zur festen Formgebung des Rahmens (20) im Bereich seiner Ecken vorgesehen ist.
 
15. Rahmen (20) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
dass die Eckversteifer (7) Kanäle (7') aufweisen, in die die Seitenelemente (1, 2) einlegbar oder eingelegt sind.
 
16. Rahmen (20) nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet,
dass die Eckversteifer (7) zweiteilig ausgebildet sind.
 
17. Rahmen (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das elastische Abdeckungselement (5) in seinen Randbereichen einen Saum (6) aufweist, in den die Seitenelemente (1, 2) einschiebbar oder eingeschoben sind.
 
18. Rahmen (20) zur lösbaren Befestigung einer Abdeckung (5), insbesondere eines Insektenschutzgitters, in einer Gebäudeöffnung,
insbesondere gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (20) so konstruiert ist, dass er

a) zusammenfaltbar oder zusammengefaltet ist; und

b) sich beim Entfalten wenigstens teilweise selbsttätig öffnet.


 
19. Rahmen (20) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
dass eine Mehrzahl von Seitenelementen (1, 2) vorgesehen ist, wobei die Seitenelemente (1, 2) im Bereich von Ecken des Rahmens (20) miteinander verbunden sind, und
dass der Rahmen (20) so konstruiert ist, dass sich beim Entfalten des Rahmens (20) die Seitenelemente (1, 2) ausrichten, um den Rahmen (20) aufzuspannen.
 
20. Rahmen (20) nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet,
dass eine Mehrzahl von Seitenelementen (1, 2) vorgesehen ist, wobei Seitenelemente (1, 2) im Bereich von Ecken des Rahmens (20) miteinander verbunden sind, und
dass der Rahmen (20) so konstruiert ist, dass sich beim Entfalten des Rahmens (20) eine Längsausdehnung der Seitenelemente (1, 2) verändert.
 
21. Rahmen (20) nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet,
dass eine elastisches Abdeckungselement (5) vorgesehen ist, das mit den Seitenelementen (1, 2) verbunden ist, das beim Entfalten aufgespannt wird, und das eine Größeneinstellbarkeit des Rahmens (20) erlaubt, wobei bei einer eingestellten Größe des Rahmens (20) das Abdeckungselement (5) gleichmäßig durch den Rahmen (20) aufspannbar oder aufgespannt ist.
 
22. System, das folgendes aufweist:

einen Rahmen (20), insbesondere gemäß einem der Ansprüche 1 bis 21, zur lösbaren Befestigung einer Abdeckung (5), insbesondere eine Insektenschutzgitters, in einem Fenster (9), und

ein Fenster (9) mit einem Außenrahmen (12) und einem Fensterflügel (10),

dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (20) in einem Hohlraum (14) zwischen dem Außenrahmen (12) und dem Fensterflügel (10) anbringbar oder angebracht ist.
 
23. System nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (20) elastisch ist und in seiner Position durch Rückstellkräfte gehalten wird.
 
24. System nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet,
dass der Außenrahmen (12) in Umfangsrichtung mindestens einen Rahmenelement aufweist, und
dass der Rahmen (20) zwischen dem mindestens einen Rahmenelement und einer nach außen weisenden Seite des Außenrahmens (12) angebracht oder anbringbar, insbesondere eingeklemmt oder einklemmbar, ist.
 
25. System nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet,
dass das Rahmenelement als Dichtungssteg oder Beschlag des Außenrahmens ausgebildet ist.
 
26. System nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet,
dass das Rahmenelement als Fixiermittel ausgebildet ist, das an dem Außenrahmen als Kippsicherung für den Rahmen angeordnet ist,
vorzugsweise, dass das Fixiermittel an den Außenrahmen, insbesondere wieder ablösbar, angeklebt ist.
 
27. Verfahren zur Montage eines flexiblen Rahmens (20), insbesondere gemäß einem der Ansprüche 1 bis 21, mit einer Abdeckung (5), insbesondere einem Insektenschutzgitter, zur Abdeckung einer Gebäudeöffnung, das die folgenden Schritte aufweist:

Einstellen einer Größe des Rahmens (20) durch Zug und/oder Schub,

Einlegen des Rahmens (20) in eine Gebäudeöffnung, wobei der Rahmen (20) in seiner Position durch Rückstellkräfte gehalten wird.


 
28. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (20) wenigstens teilweise aus einem gefalteten Zustand selbsttätig entfaltet wird.
 
29. Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet,
dass ein Sicherungselement entfernt wird, um das wenigstens teilweise selbsttätige Entfalten des Rahmens (20) einzuleiten.
 
30. Verfahren nach einem der Ansprüche 27 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Ecken des Rahmens (20) versteift werden.
 




Zeichnung