[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen größeneinstellbaren Rahmen zur lösbaren Befestigung
einer Abdeckung, insbesondere eines Insektenschutzgitters oder einen Sonnenschutzblende,
in einer Gebäudeöffnung wie z. B. einer Türe oder einem Fenster. Der größeneinstellbare
Rahmen zeichnet sich durch besondere Montagefreundlichkeit aus. Er kann in kleinen
Einheiten verpackt und verkauft werden, und er entfaltet sich bei der Montage wenigstens
teilweise selbsttätig. Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung bezieht sich diese
auf ein System mit einem Rahmen zur lösbaren Befestigung einer Abdeckung, insbesondere
eines Insektenschutzgitters oder einer Sonnenschutzblende, und mit einem Fenster beziehungsweise
einer Türe, in dem bzw. in der der Rahmen auf besonders platzsparende Weise befestigbar
oder befestigt ist. Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung bezieht sich diese auf
ein Verfahren zur Montage eines flexiblen Rahmens mit einer Abdeckung, insbesondere
einem Insektenschutzgitter, zur Abdeckung einer Gebäudeöffnung wie z. B. einer Tür
oder einem Fenster.
[0002] Im Stand der Technik sind verschiedene Möglichkeiten zur Befestigung einer Abdeckung
wie beispielsweise ein Insektenschutzgitter oder eine Sonnenschutzblende über einer
Gebäudeöffnung bekannt. Einige dieser Lösungen umfassen einen Rahmen, in dem die Abdeckung
aufgespannt ist. Gewöhnlich wird ein solcher Rahmen an einer Gebäudeöffnung festgeschraubt,
festgeklebt oder festgeklemmt. Nachteilig sind dabei insbesondere beim Festschrauben
eines Rahmens die dabei auftretenden Beschädigungen im Bereich der Gebäudeöffnung.
Zudem ist die Wiederentfernbarkeit des Rahmens schwierig, und zurückbleibende Beschädigungen
beeinträchtigen oftmals die Dichtfunktion im Bereich der Gebäudeöffnung. Werden Abdeckungen
mit einer Leiste im oberen Bereich von Fenster bzw. Tür eingeklemmt, so beeinträchtigt
dies die Dichtfunktion der Türen bzw. der Fenster im geschlossenen Zustand.
[0003] Neben den oben genannten grundsätzlichen Nachteilen von Abdeckungen des Standes der
Technik stellt ein weiteres Problem die oftmals komplizierte Montage der bekannten
Rahmen dar. Türen und Fenster gibt es in den unterschiedlichsten Größen, es gibt aber
nicht zu jeder Fenstergröße einen vorab fertig angepassten Rahmen. Das bedeutet, dass
die Größenanpassung des Rahmens vor der Montage des Rahmens durch den Monteur selbst
vorgenommen werden muss. Im Allgemeinen ist dieser Montageaufwand zeitaufwendig und
kompliziert, es sind mehrere oft kleinteilige Gegenstände zu einem passenden Rahmen
zusammenzufügen. Insbesondere ist es oft notwendig, dass Bestandteile des Rahmens
und/oder der Abdeckung auf die genaue Fenster- bzw. Türgröße zugeschnitten werden
müssen. Montagefehler, die bei dem ohnehin komplizierten Prozess auftreten, können
im Nachhinein oftmals auch nicht mehr korrigiert werden.
[0004] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die oben genannten Nachteile des Standes
der Technik zu überwinden und insbesondere einen leicht handhabbaren größeneinstellbaren
Rahmen zur lösbaren Befestigung einer Abdeckung, insbesondere eines Insektenschutzgitters
oder einer Sonnenschutzblende, in einer Gebäudeöffnung bereitzustellen, ohne Beschädigungen
hervorzurufen und ohne die Dichtfunktion der Gebäudeöffnung zu beeinträchtigen.
[0005] Die Aufgabe wird gelöst durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche 1, 18, 22
und 27. Abhängige Patentansprüche sind auf besonders vorteilhafte Ausführungsformen
der Erfindung gerichtet.
[0006] Der erfindungsgemäße Rahmen lässt sich mit wenigen Handgriffen in Fenstern unterschiedlicher
Größe montieren. Es ist insbesondere nicht notwendig, Bestandteile des erfindungsgemäßen
Rahmens auf Fenstergröße zuzuschneiden oder ähnliches. Des Weiteren entpackt bzw.
entfaltet sich der erfindungsgemäße Rahmen bei der Montage wenigstens teilweise automatisch,
was den Montageprozess weiter vereinfacht. Außerdem kann ein erfindungsgemäßer Rahmen
äußerst flach ausgebildet sein und deshalb sehr platzsparend, anders als alle bekannten
Rahmen, direkt in einem Hohlraum zwischen dem Außenrahmen eines Fensters bzw. einer
Tür und einem Fensterflügel bzw. Türblatt angebracht werden, und zwar ohne dass hinsichtlich
der Dichtfunktion von Fenster oder Tür irgendwelche Beeinträchtigungen auftreten würden.
[0007] Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung bezieht sich diese auf einen größeneinstellbaren
Rahmen zur lösbaren Befestigung einer Abdeckung in einer Gebäudeöffnung. Bei der Abdeckung
kann es sich insbesondere um ein Insektenschutzgitter, eine Sonnenschutzblende oder
Sichtschutzblenden handeln, auch andere Arten von Abdeckungen sind möglich. Die Befestigung
des Rahmens erfolgt lösbar, das heißt, der Rahmen kann wieder entfernt werden, und
zwar ohne Beschädigungen irgendwelcher Art in der Gebäudeöffnung zu hinterlassen.
Unter einer Gebäudeöffnung wird vorzugsweise eine Tür oder ein Fenster verstanden.
Doch auch andere Formen von Gebäudeöffnungen wie z. B. Durchreichen zu Küchen oder
Öffnungen im Wintergarten oder einer Terrasse ins Freie hinaus sind davon erfasst.
Der erfindungsgemäße Rahmen ist größeneinstellbar, das heißt, seine äußeren Abmessungen
können an die Größe der jeweils abzudeckenden Gebäudeöffnung angepasst werden. Die
geometrische Form des fertig montierten Rahmens kann variieren, bevorzugt hat sie
die Form eines Vielecks, höchst bevorzugt die Form eines Vierecks. Dabei müssen Eckpunkte
des Vielecks bzw. Vierecks nicht zwangsläufig spitz zulaufen, es ist auch möglich,
dass abgerundete Ecken oder Krümmungen vorgesehen sind.
[0008] Erfindungsgemäß umfasst der größeneinstellbare Rahmen eine Mehrzahl von Seitenelementen,
die im Bereich von Ecken des Rahmens miteinander verbindbar oder verbunden sind. Die
Seitenelemente können beispielsweise aus Stangen, Stäben oder Streben bestehen, deren
Querschnitt jeweils rund, oval, vieleckig, insbesondere sechs- oder achteckig, ausgebildet
sein kann, und dienen der äußeren Formgebung des Rahmens. Der Begriff Ecke ist in
diesem Zusammenhang weit auszulegen, auch abgerundete Ecken oder Krümmungen sollen
von dem Begriff mit erfasst sein. Die Seitenelemente können hohl oder kompakt ausgebildet
sein. Zudem sind auch andere als die genannten Querschnittsformen denkbar. Insbesondere
ist vorgesehen, dass die Seitenelemente formschlüssig mit den Einsteckverbindern verbunden
werden, um einen möglichst guten Halt und eine hohe Torsionssteifigkeit, insbesondere
zur Vermeidung einer Verdrehung der Seitenprofile in einem Einsteckverbinder, zu gewährleisten.
Bevorzugt sind die Seitenelemente nicht biegsam, um eine stabile Formgebung des Rahmens
zu ermöglichen. Aus Fertigungsgründen ist eine runde ggf. auch eine ovale Querschnittsform
der Seitenelemente bevorzugt. Da die Seitenelemente durch das elastische Abdeckungselement
jedoch in erster Linie quer zu ihrer Längsachse auf Biegung beansprucht werden, ist
weiter bevorzugt eine von der rundlichen Querschnittsform abweichende Querschnittsform
vorgesehen. Ideal wäre eine Querschnittsform mit Doppel-T-Struktur. Es hat sich jedoch
gezeigt, dass insbesondere auch eine rechteckige Querschnittsform den Anforderungen
genügt. Aus Gründen der Material- und Gewichtseinsparung sind die Seitenelemente bevorzugt
als Hohlprofil ausgebildet.
[0009] Erfindungsgemäß umfasst der größeneinstellbare Rahmen ein elastisches Abdeckungselement,
das mit den Seitenelementen verbindbar oder verbunden ist. Dieses Abdeckungselement
kann aus verschiedensten Materialien hergestellt sein. Zum Beispiel ist es möglich,
dass das Abdeckungselement Textilien oder Kunststoffe umfasst. Das Abdeckungselement
kann z. B. als Gewebe, Gewirke, Gestricke oder Vlies ausgebildet sein. Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Abdeckungselement netz- bzw. gitterartig,
um beispielsweise Kleininsekten am Eindringen in die Gebäudeöffnung zu hindern. Gemäß
einer anderen bevorzugten Ausführungsform weist die Abdeckung praktisch keinerlei
sichtbare Öffnungen auf, sondern ist durchgehend ausgestaltet. Dies bietet sich insbesondere
bei Rahmen mit einer Sonnenschutzblende an. Der erfindungsgemäße Rahmen ist für einen
bestimmten Größenbereich von Gebäudeöffnungen vorgesehen bzw. passend. Das Abdeckungselement
ist elastisch, das heißt, es ist in wenigstens einer Richtung dehnbar. Bevorzugt ist
es auch in einer zweiten Richtung dehnbar, so dass die Elastizität bei einer gleichmäßigen
Abdeckung durch das Abdeckungselementes in jede Richtung in der Fläche gewährleistet
ist. Die Dehnbarkeit in die beiden Richtungen kann gleich groß oder verschieden groß
sein. Bevorzugt weist das elastische Abdeckungselement eine hohe Elastizität auf,
um einen weiten Bereich hinsichtlich einer Größeneinstellbarkeit abdecken zu können.
Als Dehnbarkeit wird vorliegend das Verhältnis der maximalen Längenänderung (ΔL) zur
Ausgangslänge (L
0) bezeichnet. Bevorzugt weist das elastische Abdeckungselement in wenigstens einer
Richtung eine Dehnbarkeit von mehr als 10%, bevorzugt mehr als 30% und insbesondere
mehr als 50% auf. Damit die Belastung des Rahmens im Übrigen durch die Rückstellkraft
des Abdeckungselements aufgrund der Dehnung nicht zu groß wird, sollte die Dehnung
bevorzugt nicht mehr als 500 %, weiter bevorzugt nicht mehr als 250 % und ganz bevorzugt
nicht mehr als 100 % betragen. In der anderen Richtung können dieselben Dehnbarkeitswerte
vorgesehen sein, sie können aber auch anders gewählt sein. Die Ausgangsgröße des Abdeckelements,
also Länge und Breite bei nicht gedehntem Abdeckelement, entspricht vorzugsweise der
kleinstmöglichen Rahmengröße. Dadurch wird gewährleistet, dass auch bei kleinster
Rahmengröße das Abdeckelement gespannt ist und keine Falten wirft, die die Optik beeinträchtigen
würden.
[0010] Elastische Abdeckungselemente können zum Beispiel aus Filamentgarnen aus segmentierten
Polyester- oder Polyether-/Polyharnstoff-Urethan hergestellt werden. Geeignete Garne
sind beispielsweise unter der Handelsbezeichnung Dorlastan® erhältlich.
[0011] Das Abdeckungselement kann im Wesentlichen die Form des größeneinstellbaren Rahmens
aufweisen, das heißt, es kann im Wesentlichen vieleckig bzw. viereckig mit spitzen
oder runden Ecken ausgestaltet sein. Erfindungsgemäß ist das elastische Abdeckungselement
mit den Seitenelementen verbindbar oder verbunden. Ist es verbindbar, so kann ein
Monteur des größeneinstellbaren Rahmens diese Verbindung selbst herbeiführen. Bevorzugt
führt der Hersteller des größeneinstellbaren Rahmens eine solche Verbindung herbei,
so dass beim Verkauf des größeneinstellbaren Rahmens das elastische Abdeckungselement
bereits mit den Seitenelementen verbunden ist. Die Verbindung kann grundsätzlich durch
Einklemmen, Einlegen, Festkleben oder Einhängen erreicht werden. Auch andere Befestigungsformen
sind denkbar. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist das elastische
Abdeckungselement in seinen Seitenbereichen einen Saum auf, in den die Seitenelemente
eingefädelt oder einfädelbar bzw. eingeschoben oder einschiebbar sind.
[0012] Bei eingestellter Rahmengröße wird das Abdeckungselement gleichmäßig durch den Rahmen
aufgespannt. Das bedeutet, dass das Abdeckungselement in aufgespanntem Zustand im
Wesentlichen eben bzw. flach ist und im Wesentlichen keinerlei Ausbuchtungen oder
Beulen aufweist. Wie zuvor beschrieben wurde ist hierzu vorgesehen, dass die Ausgangsgröße
des Abdeckelements der kleinstmöglichen Rahmengröße entspricht.
[0013] Gemäß der Erfindung ist eine jeweilige Seitenlänge der Seitenelemente variabel einstellbar,
um eine Rahmengröße festzulegen. Bei der so eingestellten Rahmengröße ist das Abdeckungselement
gleichmäßig durch den Rahmen aufspannbar oder aufgespannt. Die Einstellung der Seitenlänge
der Seitenelemente ist bevorzugt reversibel, das heißt, es ist nicht notwendig, eine
bestimmte Seitenlänge einmal mit Wirkung für alle Zukunft fest einzustellen. Insbesondere
ist es nicht notwendig, zur Einstellung der Seitenlänge die Seitenelemente zu kürzen,
z. B. abzuschneiden. Auch wenn der größeneinstellbare Rahmen einmal in eine Gebäudeöffnung
mit kleinen Abmessungen eingesetzt war, so ist es dennoch möglich, ihn in eine größere
Gebäudeöffnung zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls passend einzusetzen. Bei jeder
der festlegbaren Rahmengrößen ist das Abdeckungselement gleichmäßig durch den Rahmen
aufgespannt bzw. aufspannbar. Dies wird durch die besondere Elastizität des Abdeckungselementes
gewährleistet. Auch bei einer Verwendung des erfindungsgemäßen Rahmens bei verhältnismäßig
kleiner Gebäudeöffnung entstehen keine Beulen im Abdeckungselement, sondern es ist
im Wesentlichen flach. Auch besteht bei Verwendung des erfindungsgemäßen Rahmens in
einer verhältnismäßig großen Gebäudeöffnung nicht die Gefahr, dass das Abdeckungselement
so sehr unter Spannung steht, dass es eventuell reißt.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind die Seitenelemente in Längsrichtung
zusammenschiebbar bzw. stauchbar oder sie lassen sich auseinander ziehen. Besonders
bevorzugt erfolgt die Längenänderung der Seitenelemente entgegen einer Rückstellkraft,
die beispielsweise durch eine Elastizität des Materials, durch eine Feder oder dgl.
bereitgestellt wird. Normalrichtung zur Längserstreckung sind die Seitenelemente möglichst
steif ausgebildet. Die mögliche Längenänderung der Seitenelemente beträgt ausgehende
von der kleinsten möglichen Länge der Seitenelemente bevorzugt mindestens etwa 10
%, vorzugsweise mindestens etwa 30 %, weiter bevorzugt mindestens etwa 50 %. Die maximale
Längenänderung beträgt bevorzugt etwa 400 %, weiter bevorzugt etwa 200 %, insbesondere
etwa 100 %.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist jedes Seitenelement wenigstens
eine Feder auf. Die Feder dient dazu, eine Rückstellkraft für die Seitenelemente bereitzustellen.
Die Rückstellkraft wirkt bevorzugt in Richtung einer Längenausdehnung, d.h. die Seitenelemente
werden nach außen gespannt. Hierdurch kann der Rahmen ohne zusätzliche Befestigungselemente
in einen Fensterrahmen eingeklemmt werden. Bevorzugt wird dies durch den Einsatz von
Druckfedern erzielt. Je nach Ausgestaltung und Anordnung können jedoch auch Zugfedern
eingesetzt werden. Alternativ ist es auch möglich, besonders elastische Kunststoffmaterialien
einzusetzen, um eine Elastizität der Seitenelemente in Längsrichtung zu gewährleisten.
Auch können alternativ oder ergänzend Fixiermittel vorgesehen sein, die die Seitenelemente
in der gewünschten Länge fixieren. Derartige Fixiermittel können beispielsweise Verrastungen,
eine Klemmschraube oder ähnliches sein.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist jedes Seitenelement ein
Teleskopstangensystem auf. Ein Teleskopstangensystem umfasst mindestens zwei Stangen
verschiedenen Durchmessers, die wenigstens teilweise ineinander schiebbar sind. Naturgemäß
ist deshalb wenigstens eine der Stangen zumindest teilweise hohl ausgebildet. Die
innenliegende Stange kann jedoch entweder hohl, teilweise hohl oder aber kompakt,
das heißt, nicht hohl, ausgebildet sein. Es ist möglich, dass die Anzahl der Stangen
des Teleskopstangensystems in jedem Seitenelement dieselbe ist. Es ist aber auch möglich,
dass z. B. bei einem viereckigen Rahmen an den langen Seiten ein anderes Teleskopstangensystem
als an den kurzen Seiten verwendet wird, so dass sich u. a. auch die Anzahl der Stangen
der Teleskopsysteme voneinander unterscheiden.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist jedes Teleskopstangensystem
mindestens zwei Stangen und mindestens eine Feder auf. Gemäß einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform weist jedes Teleskopstangensystem mindestens drei Stangen und eine
oder zwei Federn auf. Im Falle von zwei Stangen und einer Feder in einem Teleskopstangensystem
befindet sich die Feder bevorzugt in der äußeren Stange (Außenrohr) des Teleskopsystems,
also der Stange mit größerem Durchmesser. Die innere Stange (Innenrohr) drückt, wenn
sie in die äußere Stange eingeschoben wird, auf die Feder und schiebt diese gegen
die Federkraft zusammen. Besitzt das Teleskopstangensystem drei Stangen und eine Feder,
so ist es bevorzugt so, dass die beiden äußeren Stangen einen im Verhältnis zur mittleren
Stange kleineren Durchmesser aufweisen und die Feder sich im Inneren der mittleren
Stange befindet. Greifen nun die äußeren vom Durchmesser her größeren Stangen in die
mittlere Stange ein und wird das Teleskopsystem insgesamt zusammengeschoben, so drücken
die äußeren Stangen von beiden Seiten auf die Feder und schieben diese entgegen ihrer
Federkraft zusammen. Bei einem Teleskopstangensystem mit drei Stangen und zwei Federn,
ist es bevorzugt so, dass die beiden äußeren Stangen einen im Verhältnis zur mittleren
Stange größeren Durchmesser aufweisen und die beiden Federn sich jeweils im Inneren
der beiden äußeren Stangen befinden. Greift nun die mittlere vom Durchmesser her kleinere
Stange in die beiden äußeren Stangen ein und wird das Teleskopsystem insgesamt zusammengeschoben,
so drückt die innere Stange zu beiden Seiten hin jeweils auf eine Feder und schiebt
diese entgegen der Federkraft zusammen. Auch andere Konfigurationen von Teleskopstangensystemen,
auch von Teleskopstangensystemen mit mindestens zwei Stangen und mindestens einer
Feder sowie von Teleskopstangensystemen mit mindestens drei Stangen und zwei Federn,
sind möglich. Als Alternative zu einem Teleskopstangensystem kann auch vorgesehen
sein, dass jedes Seitenelement mindestens zwei aneinander entlang verschiebbare Stangen
aufweist. Die Verschiebung der Stangen relativ zueinander kann beispielsweise ähnlich
eines Schubladenauszugs erfolgen. Insbesondere sind die beiden Stangen hierzu formschlüssig
miteinander verbunden. Zudem sind die beiden Stangen ebenfalls mittels einer Feder
vorgespannt, bevorzugt in Richtung einer Längenvergrößerung.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist der Rahmen vier Seitenelemente auf.
[0019] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind die Seitenelemente des Rahmens flexibel
miteinander verbindbar oder verbunden. Flexibel bedeutet in diesem Zusammenhang, dass
in verbundenem Zustand die Seitenelemente gegeneinander verschwenkt werden können.
Mit anderen Worten kann die Ausrichtung der Seitenelemente zueinander dank dieser
flexiblen Verbindung frei gewählt werden. Bevorzugt ist es dabei so, dass die flexiblen
Verbindungselemente ihre natürliche Position dann einnehmen, wenn die Seitenelemente
so zueinander arrangiert sind, wie sie es auch dann sind, wenn sie der Formgebung
des erfindungsgemäßen Rahmens dienen. Bevorzugt ist es so, dass die Verbindungsstücke
in anderen Positionen, die die Seitenelemente zueinander einnehmen können, unter Spannung
stehen, also ebenfalls eine Rückstellkraft bereitstellen, und danach trachten, den
entspannten Zustand bei entfaltetem Rahmen wieder einzunehmen.
[0020] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind die Seitenelemente flexibel über eine
Mehrzahl von Einsteckverbindern miteinander verbunden bzw. verbindbar. Bevorzugt handelt
es sich bei diesen Einsteckverbindern um Gegenstände mit einer bestimmten Elastizität
und Flexibilität, die jeweils in die Seitenelemente hineingesteckt werden können.
Dies bietet sich insbesondere dann an, wenn die Seitenelemente in ihren Eckbereichen
als hohle Stangen oder Rohre ausgebildet sind. Die Einsteckverbinder werden bevorzugt
in den Seitenelementen festgelegt, beispielsweise durch Klemmung und/oder Verrastung.
Der Durchmesser der Einsteckverbinder wird dabei bevorzugt an den Durchmesser der
jeweiligen Seitenelemente angepasst. Es ist möglich, dass der Einsteckverbinder an
beiden Enden denselben Durchmesser bzw. dieselbe Formgebung aufweist, es ist aber
auch möglich, dass die Einsteckverbinder an ihren beiden Seiten mit verschiedenen
Durchmessern oder unterschiedlichen Formen ausgestaltet sind. Alternativ ist es auch
möglich, die Seitenelemente ihrerseits in Verbinder einzuschieben. Auf diese Weise
wird aber der Gesamtdurchmesser des Rahmens im Bereich der Ecken vergrößert, so dass
Einsteckverbinder bevorzugt sind. Des Weiteren ermöglichen Einsteckverbinder eine
besonders sichere Verbindung der Seitenelemente miteinander, was für eine selbsttätige
Entfaltung eines erfindungsgemäßen Rahmens von Vorteil ist.
[0021] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der erfindungsgemäße Rahmen über seine
Ecken zusammenfaltbar oder zusammengefaltet. Der erfindungsgemäße Rahmen kann dann
in zusammengefaltetem Zustand verkauft werden und ist durch einen Monteur entfaltbar.
Bevorzugt kommen in zusammengefalteten Zustand des Rahmens die Seitenelemente gegeneinander
zu liegen. Die Faltbarkeit des Rahmens über die Ecken umfasst dabei sowohl ein Zusammenlegen
innerhalb der Ebene des entfalteten Rahmens als auch ein Zusammenfalten, das heißt
eine Bewegung außerhalb dieser Ebene. Die Zusammenfaltbarkeit über die Ecken geht
also über einen normalen zweidimensionalen Klappmechanismus hinaus, sondern ist vielmehr
dreidimensional angelegt. Auf diese Weise wird es z. B. bei einem viereckigen Rahmen
mit vier Seitenelementen ermöglicht, diese so gegeneinander zu legen, dass alle Seitenelemente
als kompakter Quader aneinander zu liegen kommen. Es ist nicht nur möglich, dass die
Seitenelemente paarweise hintereinander zu liegen kommen, wie dies auch bei einer
Beweglichkeit des Rahmens an seinen Eckpunkten möglich wäre, wenn nur eine zweidimensionale
Klappbewegung durchgeführt wird. Das vollständige Nebeneinanderlegen der Seitenelemente
auf kleinstem Raum wird dabei durch eine in drei Dimensionen vorhandene Flexibilität
im Bereich der Ecken ermöglicht.
[0022] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung steht der Rahmen im zusammengefalteten
Zustand unter Spannung. Diese Spannung kann zum einen aus Eigenschaften der Verbindungselemente
in den Ecken der Seitenelemente resultieren, die dazu führen, dass der Rahmen dazu
tendiert, in den aufgespannten, das heißt, flachen Zustand zurückzukehren. Zusätzlich
oder alternativ ist es möglich, dass auch die Seitenelemente selbst jeweils unter
Spannung stehen. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn die Seitenelemente jeweils
über ein Teleskopstangensystem mit Feder verfügen. Dieses Teleskopstangensystem kann
in zusammengefaltetem Zustand zusammengedrückt sein, so dass die beinhalteten Federn
unter Spannung stehen.
[0023] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist ein Sicherungselement zur
Verhinderung der Entfaltung des Rahmens vorgesehen. Dieses Sicherungselement kann
zum Beispiel aus einem Sicherungsring, einer Sicherungsplombe, einer Sicherungsklemme,
einem Klettband, einem Sicherungsdraht oder dgl. bestehen, um eine vorzeitige Entfaltung
des Rahmens zu verhindern. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist
der Rahmen so konstruiert, dass er sich beim Entfernen des Sicherungselementes wenigstens
teilweise selbsttätig entfaltet. Dies kann, wie bereits oben angedeutet, durch die
flexiblen Seitenelemente und durch die elastischen Verbindungselemente in den Ecken
erreicht werden, wenn alle diese Elemente ihren entspannten Ausgangszustand dann einnehmen,
wenn der Rahmen in Rahmenform, das heißt im Wesentlichen eben bzw. flach, vorliegt.
[0024] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist der Rahmen eine Mehrzahl von Eckversteifern
zur festen Formgebung des Rahmens im Bereich seiner Ecken auf. Diese Eckversteifer
sind bevorzugt nicht vormontiert, sondern werden während der Endmontage des erfindungsgemäßen
Rahmens vom Monteur im Bereich der Ecken des Rahmens angebracht, um diesen zu versteifen.
Nach dem Befestigen der Eckversteifer ist der Rahmen immer noch größeneinstellbar,
das heißt, die Längenänderung der Seitenelemente kann auch nach Befestigen der Eckversteifer
frei und bevorzugt reversibel gewählt werden.
[0025] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weisen die Eckversteifer Kanäle bzw. Öffnungen
auf, in die die Seitenelemente einlegbar oder eingelegt sind. Dabei sind die Seitenelemente
miteinander verbunden. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind die Eckversteifer
jeweils zweiteilig ausgebildet. Bevorzugt ist die Teilung der Eckversteifer in der
Ebene vorgesehen, in der auch der Rahmen eingelegt wird. Alternativ ist es aber auch
möglich, dass die Eckversteifer zwei Teile aufweisen, die gegeneinander abklappbar
bzw. aufklappbar sind. Die beiden Teile der Eckversteifer werden nach dem Einlegen
der Seitenelemente in geeigneter Weise miteinander befestigt, beispielsweise verrastet.
Hierzu können z. B. verschiedene Vorsprünge und entsprechende Öffnungen dienen, die
ineinander eingreifen. Es ist auch möglich, ein Verkleben oder Verhaken oder sonstige
Befestigungsverfahren anzuwenden.
[0026] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung bezieht sich diese auf einen Rahmen zur
lösbaren Befestigung einer Abdeckung in einer Gebäudeöffnung, der so konstruiert ist,
dass er zusammenfaltbar ist und sich beim Entfalten wenigstens teilweise selbsttätig
öffnet. Bei der Abdeckung kann es sich insbesondere um ein Insektenschutzgitter oder
um eine Sonnenschutzblende handeln, wie oben bereits beschrieben. Unter einer Gebäudeöffnung
wird wiederum insbesondere eine Türe oder ein Fenster verstanden, auch die oben genannten
anderen alternativen Möglichkeiten sind von dem Begriff umfasst. Der Rahmen ist zusammenfaltbar.
Das bedeutet zum Einen, dass die äußeren Dimensionen des Rahmens im zusammengefalteten
Zustand kleiner sind als in entfaltetem Zustand.
[0027] Des Weiteren ist es so, dass der Faltungsprozess zweidimensional oder dreidimensional
erfolgen kann. Bevorzugt erfolgt der Zusammenfaltungsprozess in drei Dimensionen,
das heißt, die Bestandteile des Rahmens, die gefaltet werden, bewegen sich nicht nur
in einer Ebene, sondern im dreidimensionalen Raum. Im Falle eines viereckigen Rahmens
ist es so, dass die Faltung bevorzugt über die Ecken erfolgt und die Seiten des Rahmens
bei vollendeter Faltung allesamt nebeneinander zu liegen kommen. Dies erfolgt bevorzugt
durch einen ersten zweidimensionalen Zusammenlegeprozess, indem die Seiten entlang
einer Rahmendiagonale gegeneinander zu liegen kommen. In einem weiteren Zusammenfaltungsschritt
ist es möglich, dass außerhalb der Ebene des ersten Faltungsschritts zwei Seiten paarweise
gegen zwei andere Seiten des Rahmens gelegt werden. Alternativ kann der zweite Verfahrensschritt
auch in derselben Ebene wie der erste Zusammenfaltungsschritt erfolgen, dies setzt
den Rahmen jedoch ggf. ungleichmäßig unter Spannung, so dass die dreidimensionale
Bewegung bevorzugt ist. Beim Entfalten öffnet sich der Rahmen wenigstens teilweise
selbsttätig. Dies wird zum Beispiel dadurch ermöglicht, dass der Rahmen im zusammengefalteten
Zustand unter Spannung steht und dazu tendiert, einen entspannten Zustand einzunehmen,
was im entfalteten Zustand der Fall ist. Dabei öffnet sich der Rahmen wenigstens teilweise
selbsttätig, bevorzugt öffnet er sich vollständig selbsttätig, das heißt er nimmt
ohne äußere Einflüsse Rahmenform, bevorzugt in einer Ebene, an.
[0028] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Rahmen eine Mehrzahl
von Seitenelementen auf, die im Bereich von Ecken des Rahmens miteinander verbunden
sind, wobei der Rahmen so konstruiert ist, dass sich beim Entfalten des Rahmens die
Seitenelemente ausrichten, um den Rahmen aufzuspannen. Eine entsprechende Verbindung
kann z. B. mit den bereits beschriebenen flexiblen Einsteckverbindern erzielt werden.
Auch andere Verbindungsformen sind möglich. Sind beispielsweise die Seitenelemente
des Rahmens in zusammengefaltetem Zustand aneinander anliegend platzsparend ausgebildet,
so entfernen sie sich voneinander beim Ausrichten und spannen eine Ebene auf, die
den Rahmen definiert.
[0029] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Rahmen eine Mehrzahl
von Seitenelementen, die im Bereich von Ecken des Rahmens miteinander verbunden sind,
auf, wobei der Rahmen so konstruiert ist, dass sich beim Entfalten des Rahmens eine
Längsausdehnung der Seitenelemente verändert. Dies kann durch die Flexibilität der
Seitenelemente gewährleistet sein, die zu diesem Zweck, wie bereits oben beschrieben,
z. B. ein Teleskopstangensystem mit Stangen und Feder oder aber ein elastisches Kunststoffelement
aufweisen können.
[0030] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist der erfindungsgemäße Rahmen ein elastisches
Abdeckungselement auf, das mit den Seitenelementen verbunden ist, und das beim Entfalten
aufgespannt wird, was eine Größeneinstellbarkeit des Rahmens erlaubt, wobei bei einer
eingestellten Größe des Rahmens das Abdeckungselement gleichmäßig durch den Rahmen
aufspannbar oder aufgespannt ist. Bei dem elastischen Abdeckungselement kann es sich
um das oben beschriebene elastische Abdeckungselement handeln. Bevorzugt ist es als
Fliegengitter oder Sonnenschutzblende ausgestaltet.
[0031] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung bezieht sich diese auf ein System mit einem
Rahmen und einem Fenster. Dabei ist der Begriff Fenster weit aufzufassen und umfasst
insbesondere auch den Begriff Tür. Das Fenster weist einen Außenrahmen und einen Fensterflügel
auf. Bei dem Rahmen kann es sich um den vorstehend beschriebenen größeneinstellbaren
Rahmen und/oder dem sich wenigstens teilweise selbsttätig öffnenden Rahmen handeln,
dies ist jedoch nicht zwingend der Fall. Der Rahmen ist zur lösbaren Befestigung einer
Abdeckung, insbesondere eines Insektenschutzgitters, in einem Fenster geeignet. Bei
der Abdeckung kann es sich aber auch, wie vorstehend beschrieben, um eine andere Art
von Abdeckung wie beispielsweise eine Sonnenschutzblende handeln. Erfindungsgemäß
ist der Rahmen zwischen dem Außenrahmen und dem Fensterflügel angebracht oder anbringbar.
Dies erlaubt es, den Rahmen auf einfache und äußerst platzsparende Weise an bzw. in
einem Fenster zu befestigen. Ermöglicht wird diese Art der Befestigung erstmalig dadurch,
dass es nunmehr möglich ist, entsprechend schmal ausgestaltete Rahmen bereitzustellen.
Herkömmliche Rahmen waren so dimensioniert, dass sie nicht zwischen dem Außenrahmen
und dem Fensterflügel angebracht werden konnten. Es ist bei Fenstern und auf Türen
üblich, dass sich zwischen dem Außenrahmen und dem Fensterflügel bzw. Türblatt ein
Hohlraum befindet, in den nunmehr der Rahmen eingefügt werden kann. Der erfindungsgemäße
Rahmen weist bevorzugt eine maximale Tiefe von 16mm oder weniger auf, die bevorzugt
im Bereich von Ecken des Rahmens erreicht wird. Dazwischen beträgt die Tiefe bevorzugt
ca. 10mm oder weniger. Der besonders schmale und flache Aufbau insbesondere des äußeren
Rahmens, also der Seitenelemente und der zugehörigen Verbindungselemente, insbesondere
der Einsteckverbinder, ermöglicht den Einsatz in einem Fenster zwischen Außenrahmen
und Fensterflügel. Es wurde nämlich erkannt, dass bei einer Vielzahl von Fenstertypen
zwischen Außenrahmen und Fensterflügel ein Hohlraum vorhanden ist, in den ein derartiger
Rahmen einsetzbar ist.
[0032] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Rahmen teilweise elastisch und wird
in seiner Position im Fenster durch Rückstellkräfte gehalten. Der Rahmen ist elastisch,
das heißt vorliegend, wenigstens ein Teil des Rahmens, bevorzugt seine Seiten, die
den Rahmen aufspannen, sind entgegen einer Rückstellkraft längenveränderbar. Wie vorstehend
bereits beschrieben, kann dies zum Beispiel mittels eines Teleskopstangensystems oder
mittels elastischer Kunststoffeinsätze erreicht werden. Zum Einsetzen des Rahmens
in das Fenster wird der Rahmen zunächst entgegen die Rückstellkräfte zusammengedrückt,
so dass er problemlos von seinen äußeren Abmessungen her in dem Fenster platziert
werden kann. Anschließend wird der Rahmen losgelassen und dehnt sich wieder aus, wobei
er den Raum im Fenster optimal ausfüllt. Die Rückstellkräfte des Rahmens sind dabei
stark genug, um den Rahmen dauerhaft in seiner Position zwischen dem Außenrahmen und
dem Fensterflügel zu halten. Es ist insbesondere nicht notwendig, irgendwelche zusätzlichen
Befestigungsmaßnahmen zu ergreifen. Ein weiterer Vorteil des Einsatzes des Rahmens
in den Hohlraum zwischen Außenrahmen und Blendrahmen besteht darin, dass der einzusetzende
Rahmen kleiner ist als der Außenrahmen des Fensters. Dadurch ist der Rahmen jedenfalls
zu einer Seite gegen Verkippung, z.B. nach außen, gesichert.
[0033] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Außenrahmen des Fensters
in Umfangsrichtung mindestens ein Rahmenelement auf, wobei der Rahmen zwischen dem
mindestens einen Rahmenelement und einer nach außen gerichteten Seite des Außenrahmens
angebracht, insbesondere eingeklemmt, ist. Ein derartiges Rahmenelement kann beispielsweise
eine ggf. umlaufende Dichtung des Fensters oder ein Rahmenbeschlag sein. Sofern ein
Rahmen kein derartiges Rahmenelement aufweist, durch den der Rahmen des Abdeckungselements
gegen Verkippen gesichert werden kann, kann auch ein zusätzliches Rahmenelement in
Form eines Fixiermittels vorgesehen werden. Ein derartiges Fixiermittel wird bevorzugt
an den Rahmen angeklebt, weiter bevorzugt widerablösbar angeklebt, beispielsweise
mittels tesa Powerstrips®. Alternativ kann ein derartiges Fixiermittel ggf. aber auch
angeschraubt werden. Da das Fixiermittel versteckt angeordnet ist, beeinträchtigt
es auch nach einem Entferne des Rahmens die Optik nicht. Auf diese Weise kann der
Rahmen äußerst Platz sparend auch in modernen, gut dichtenden Fenstern untergebracht
werden.
[0034] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung bezieht sich diese auf ein Verfahren zur
Montage eines flexiblen Rahmens mit einer Abdeckung, insbesondere einem Insektenschutzgitter,
zur Abdeckung einer Gebäudeöffnung. Hinsichtlich der Begrifflichkeiten Abdeckung und
Gebäudeöffnung wird auf die bereits oben gegebenen Definitionen und Ausführungsmöglichkeiten
verwiesen. Der zu befestigende Rahmen ist flexibel, das heißt, seine äußeren Abmessungen
können variabel gewählt werden, dies bezieht sich insbesondere auf eine Seitenlänge
des Rahmens. Das erfindungsgemäße Verfahren weist die folgenden Schritte auf: Einstellen
einer Größe des Rahmens durch Zug und/oder Schub; und Einlegen des Rahmens in eine
Gebäudeöffnung, wobei der Rahmen in seiner Position durch Rückstellkräfte gehalten
wird. Dabei erfolgt die Größeneinstellung erfindungsgemäß ausschließlich durch Zugkräfte
und/oder Schubkräfte, das heißt, zur Größeneinstellung des Rahmens sind keinerlei
weitere Maßnahmen wie z. B. das Kappen einer Seitenlänge des Rahmens oder ähnliches
erforderlich. Außerdem ermöglicht das Einstellen einer Größe des Rahmens durch Zug
und/oder Schub, dass die Rahmengröße reversibel eingestellt werden kann. Es ist möglich
ein und denselben Rahmen abwechselnd in größeren oder kleineren Gebäudeöffnungen zu
verwenden. Der Rahmen wird in seiner Position durch Rückstellkräfte gehalten. Diese
Rückstellkräfte werden bevorzugt dadurch realisiert, dass die Seiten des Rahmens elastisch
entlang ihrer Längssrichtung sind, beispielsweise durch den Einsatz einer Feder in
einem Teleskopgestänge. Beispielhaft sei dabei auf die oben beschriebenen, wenigstens
teilweise elastischen Seitenelemente verwiesen. Zum Halten des Rahmens sind allein
die Rückstellkräfte ausreichend. Es ist nicht notwendig, andere zusätzliche Kräfte
zur Befestigung des Rahmens heranzuziehen.
[0035] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens weist dieses
den zusätzlichen Verfahrensschritt auf: Wenigstens teilweise selbsttätiges Entfalten
des Rahmens aus einem gefalteten Zustand. Bevorzugt wird dieser Verfahrensschritt
ausgeführt, bevor die Rahmengröße durch Zug und/oder Schub eingestellt wird. Beispielsweise
kann dieser Verfahrensschritt dann ausgeführt werden, wenn der Rahmen aus seiner Verpackung
entnommen wird. Unter einem gefalteten bzw. entfaltetem Zustand des Rahmens wird dabei
dasselbe verstanden, wie oben bereits bei der Beschreibung eines erfindungsgemäßen
größeneinstellbaren Rahmens und des wenigstens teilweise selbst öffnenden Rahmens
ausgeführt.
[0036] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist diese den folgenden
Verfahrensschritt auf: Entfernen eines Sicherungselements, um das wenigstens selbsttätige
Entfalten des Rahmens einzuleiten. Bei diesem Sicherungselement kann es sich z. B.
um einen Sicherungsring, einen Verschluss, einen Sicherungsdraht, ein Klettband oder
um eine Plombe handeln, die den Rahmen in seinem gefalteten Zustand arretiert. Das
Sicherungselement ist dabei so auszulegen, dass es den Rückstellkräften, die auf den
Rahmen einwirken und diesen entfalten wollen, Einhalt gebietet und ein Entfalten des
Rahmens sicher verhindert.
[0037] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist diese den Verfahrensschritt
Versteifen von Ecken des Rahmens auf. Zweckmäßig erfolgt das Versteifen von Ecken
des Rahmens, nachdem der Rahmen sich entfaltet hat, das heißt, bereits Rahmenform
an sich besitzt. Versteift werden lediglich die Ecken des Rahmens, auch bei versteiften
Ecken können die Seitenlängen des Rahmens flexibel variiert werden, und die im Rahmen
angelegten Rückstellkräfte sind selbstverständlich in der Lage, den in eine Gebäudeöffnung
eingelegten Rahmen durch diese Rückstellkräfte in Position zu halten.
[0038] Die Erfindung wird noch besser verstanden werden unter Bezugnahme auf die angefügten
Figuren:
- Fig. 1
- zeigt eine Explosionsdarstellung einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Rahmens;
- Fig. 2
- zeigt eine Explosionszeichnung gemäß einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Rahmens;
- Fig. 3a, b, c
- zeigen eine bildliche Sequenz, die den Zusammenbau eines Rahmens gemäß der ersten
Ausführungsform illustriert, wobei der gezeigte Zusammenbau bevorzugt herstellerseitig
durchgeführt wird;
- Fig. 4a, b
- zeigen ein erstes Teleskopstangensystem im Detail;
- Fig. 5a, b
- zeigen ein zweites Teleskopstangensystem im Detail;
- Fig. 6a, b
- zeigen ein drittes Teleskopstangensystem im Detail;
- Fig. 7a bis f
- zeigen eine Bildsequenz zur Erläuterung des Zusammenfaltens eines erfindungsgemäßen
Rahmens;
- Fig. 8
- zeigt einen Rahmen mit Eckversteifern;
- Fig. 9a, b
- zeigen eine Bildsequenz zur Erläuterung der Größeneinstellbarkeit eines erfindungsgemäßen
Rahmens;
- Fig. 10a, b, c
- zeigen eine Einbausituation eines erfindungsgemäßen Rahmens in ein Fenster;
- Fig. 11a, b
- zeigen Außenansichten eines eingebauten Rahmens in ein Fenster.
[0039] Fig. 1 zeigt eine Explosionszeichnung gemäß einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Rahmens. Der Rahmen ist als Insektenschutzrahmen ausgestaltet und viereckig (hier:
quadratisch) ausgelegt. Der Rahmen weist vier jeweils mehrteilig ausgestaltete Seitenelemente
auf. Im vorliegenden Fall sind auf jeder Seite des Rahmens zwei Außenrohre 1 und ein
darin einschiebbares Innenrohr 2 als Seitenelement vorgesehen. In jedes Außenrohr
1 wird jeweils eine Feder 4 eingelegt. Um die Seitenelemente mit dem Insektenschutzgitter
5 zu verbinden, ist das Insektenschutzgitter an seinen Rändern mit Säumen 6 versehen,
in die die Seitenelemente, das heißt hier die Außen- und Innenrohre, sowie die Federn
4 eingeschoben werden können. In den Eckbereichen werden die Seitenelemente durch
Verbindungselemente miteinander verbunden, die im gezeigten Ausführungsbeispiel als
biegsame Einsteckverbinder 3 ausgebildet sind. Diese Einsteckverbinder 3 werden mit
beiden Enden jeweils in benachbarte Außenrohre 1 im Eckbereich des erfindungsgemäßen
Rahmens 20 eingelegt. In den Ecken des Rahmens werden nach dem Verbinden der Seitenelemente
durch die Einsteckverbinder 3 die Ecken des Rahmens durch Eckversteifer 7 versteift.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Eckversteifer 7 zweiteilig ausgebildet.
Ihre Teilung liegt in der Ebene, die durch den Rahmen bzw. das aufgespannte Insektenschutzgitter
5 aufgespannt wird.
[0040] Fig. 2 zeigt eine Explosionszeichnung gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung
(nicht alle Teile der Ausführungsform sind dargestellt). Wie auch bei der ersten Ausführungsform
ist eine im Wesentlichen viereckige Ausführung des Rahmens vorgesehen. Zu diesem Zweck
ist das Insektenschutzgitter 5 wiederum viereckig ausgelegt und an seinen Randbereichen
mit Säumen 6 versehen. Das Insektenschutzgitter 5 ist elastisch und kann daher problemlos
ausgedehnt werden, was durch die beiden Pfeile an den Rändern des Insektenschutzgitters
5 in Fig. 2 angedeutet ist. Im Gegensatz zu der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform
weisen die Seitenelemente des dargestellten Rahmens lediglich zwei Stangen und eine
Feder auf. Sie umfassen dabei jeweils ein Außenrohr 1 und ein Innenrohr 2, das vom
Durchmesser so beschaffen ist, dass es in das Außenrohr 1 teleskopartig eingeschoben
werden kann. Im Außenrohr 1 ist des Weiteren eine Feder 4 bzw. 4' vorgesehen. Je nach
Lage des Innenrohrs 2 im Außenrohr 1 wird dabei die Feder 4 bzw. 4' gestaucht oder
gedehnt, so dass auf diese Weise die Längsausdehnung der Seitenelemente des Rahmens
flexibel variiert werden kann. Die Seitenelemente (von denen in Fig. 2 nur zwei dargestellt
sind) werden wie auch im ersten Ausführungsbeispiel durch einen Einsteckverbinder
3 miteinander verbunden. Zu diesem Zweck wird der Einsteckverbinder 3 verbogen, was
durch den Pfeil in Abb. 2 beim Einsteckverbinder 3 angedeutet ist, und der Einsteckverbinder
geht in den U-förmigen Zustand 3' über. Er steht in dem gebogenen Zustand unter Spannung.
Weiterhin ist in Fig. 2 einer von mehreren Eckversteifern 7 dargestellt, der wiederum
zweiteilig ausgebildet ist. Die beiden Teile des gezeigten Eckversteifers 7 weisen
einen Kanal 7' auf, in den jeweils die Seitenelemente bzw. dargestellt die Außenrohre,
die in den Saum 6 des Fliegengitters 5 eingeschoben sind, eingelegt werden können.
Der dargestellte Kanal ist durchgängig ausgebildet. Die beiden Teile des Eckversteifers
7 werden über Vorsprünge 7" und Öffnungen 7''' miteinander verbunden. Zweckmäßig weisen
dabei beide Teile des Eckversteifers sowohl Vorsprünge 7" als auch Einbuchtungen 7'''
auf.
[0041] In den Fig. 3a, b und c ist eine Sequenz zum Zusammenbau eines Rahmens der ersten
Ausführungsform der Erfindung illustriert. Diese Art des Zusammenbaus wird im Allgemeinen
bereits herstellerseitig vorgenommen, so dass sich ein Endverbraucher bzw. Monteur
des erfindungsgemäßen Rahmens mit der gezeigten Zusammensetzung von Einzelelementen
nicht mehr auseinandersetzen muss. Dargestellt ist in Fig. 3a, wie sukzessive erst
ein Außenrohr 1, dann eine erste Feder 4, ein Innenrohr 2, das sich teleskopartig
in das Außenrohr 1 einschieben lässt, eine zweite Feder 4 und ein weiteres Außenrohr,
in das sich sowohl die Feder 4 als auch das andere Ende des Innenrohrs 2 einschieben
lassen, eingefügt werden. Anschließend werden die Einsteckverbinder 3 gebogen und
in die jeweiligen Außenrohre 1 eingefügt, um die Seitenelemente des Rahmens miteinander
zu verbinden. Diese Vorgänge werden sukzessive für alle Seitenelemente des Rahmens
wiederholt. In Fig. 3b sind bereits zwei Seitenelemente fertig in das Insektenschutzgitter
5 bzw. dessen Saum 6 eingeschoben. In Fig. 3c ist der vollständig vormontierte Rahmen
gezeigt, wie er bevorzugt vom Hersteller in den Handel und somit zum Endverbraucher
gelangt.
[0042] Fig. 4a und b zeigen ein erstes Teleskopstangensystem im Detail, wie es in einem
erfindungsgemäßen Rahmen verwendet werden kann. Dargestellt sind zwei verschiedene
Ausdehnungszustände bzw. Längeneinstellungen eines Seitenelements eines erfindungsgemäßen
Rahmens. Das gezeigte Teleskopsystem weist in diesem Fall zwei Außenrohre 1 und ein
Innenrohr 2 auf. Das Innenrohr 2 ist in die beiden Außenrohre 1 eingeschoben. In die
Außenrohre 1 ist jeweils eine Feder 4 integriert. Diese Feder wird bei Kontakt mit
dem Innenrohr 2 zusammengestaucht. Wirken nun Schubkräfte von außen auf das Teleskopstangensystem
bzw. das Seitenelement des Rahmens ein (angedeutet durch die beiden Pfeile in Fig.
4), so werden die beiden Federn 4 weiter zusammengestaucht, und die äußere Länge,
das heißt die Seitenlänge der Seitenelemente, verkürzt sich. Dabei schieben sich die
Außenrohre 1 auch weiter über das Innenrohr 2 des Teleskopstangensystems. Während
des Zusammendrückens passt sich das elastische Abdeckungselement 5 an die veränderte
Dimension an. Auch in dem zusammengeschobenen Zustand, der in Fig. 4b dargestellt
ist, weist das elastische Abdeckungselement bzw. Insektenschutzgitter 5 keinerlei
Faltenwurf auf.
[0043] Fig. 5a und b zeigen ein zweites Teleskopstangensystem im Detail. Im Gegensatz zu
dem Teleskopstangensystem, das in Fig. 4 gezeigt ist, ist dabei ein Außenrohr 1 in
der Mitte der Teleskopformation angeordnet, und zwei Innenrohre 2 befinden sich außen
an den Eckbereichen des Rahmens. Bei dieser Variante wird pro Rahmenseite nur eine
Feder 4 eingesetzt. Um identische Größenverhältnisse wie bei dem Teleskopstangensystem
in Fig. 4 zu erreichen, ist die Feder 4 allerdings doppelt so lang wie die Einzelfeder
der ersten Ausführungsform. Zu beachten ist weiterhin, dass die jeweiligen Einsteckverbinder
3 bei der gezeigten Ausführungsform in Fig. 5 in die Innenrohre 2 eingreifen, und
deshalb einen im Verhältnis geringeren Durchmesser aufweisen. Das Zusammenschieben
des Teleskopstangensystems und die damit verbundene Dimensionsänderung der Seitenelemente
bzw. der Seite des Rahmens funktioniert so wie auch bei Fig. 4 beschrieben.
[0044] Fig. 6a und b zeigen ein drittes Teleskopstangensystem im Detail. Bei dieser Ausführungsform
wird, wie auch bei Fig. 5, ebenfalls nur eine Feder pro Seite eingesetzt. Bei der
gezeigten Version ist die Feder einseitig im Eckbereich positioniert, und die Teleskop-Rohre
1 und 2 sind asymmetrisch angeordnet. So ist es möglich, dass in den Eckbereichen
des Rahmens immer ein Außenrohr 1 und ein Innenrohr 2 zusammenkommt, das heißt, der
biegsame Eckverbinder 8 ist an diese unterschiedlichen Rohrdurchmesser anzupassen.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der biegsame Eckverbinder 8 abgestuft, das heißt,
er weißt zwei Bereiche unterschiedlichen Durchmessers auf. Die Dimensionsveränderung
des Rahmens bzw. der Seitenelemente funktioniert so wie bereits im Zusammenhang mit
den Fig. 4 und 5 beschrieben.
[0045] Fig. 7a bis 7f zeigen eine Bildsequenz einzelner Verfahrensschritte zur Erläuterung
des Zusammenfaltens eines erfindungsgemäßen Rahmens. In Fig. 7a ist der Rahmen gezeigt,
wie er ursprünglich herstellerseitig vorliegen könnte. Er ist viereckig, und die Ecken
umschließen jeweils einen Winkel von ca. 90°. Das im Ausführungsbeispiel gezeigte
Insektenschutzgitter als Abdeckungselement ist plan bzw. eben und wird gleichmäßig
aufgespannt. In Fig. 7b ist gezeigt, wie sich zwei diagonal gegenüberliegende Ecken
des Rahmens beim Zusammenfalten aufeinander zu bewegen. Zwei einander gegenüberliegende
Einsteckverbinder werden gestreckt, zwei weitere einander gegenüberliegende Einsteckverbinder
werden weiter gekrümmt. Das Fliegengitter beginnt, sich in der Mitte leicht auszubeulen.
In Fig. 7c liegen schließlich zwei Seitenelemente des Rahmens paarweise hintereinander.
Das Fliegengitter beult sich in der Mitte leicht aus. Bis zu diesem Moment war die
Zusammenlegbewegung eine rein zweidimensionale Bewegung. Die Seitenelemente des Rahmens
bewegten sich dabei nicht aus einer vordefinierten Ebene (hier: der Ebene des aufgespannten
Rahmens) heraus. In einem weiteren Schritt werden nun die bereits gegeneinander anliegenden,
das heißt nebeneinander befindlichen Seitenelemente gemeinsam weiter bewegt. Dabei
werden die beiden Einsteckverbinder in der Mitte deformiert, und um diese herum wird
eine Klappbewegung der Seitenelemente durchgeführt. Diese Bewegung erfolgt nicht mehr
in der Ebene, in der die Faltungsschritte a) bis c) abgelaufen sind. Am Ende des Faltungsschrittes
d) liegt ein Zustand vor, der in Fig. 7e dargestellt ist. Alle Seitenelemente des
Rahmens liegen aneinander an, man erhält auf diese Weise eine sehr kompakte Faltung
des erfindungsgemäßen Rahmens. Das Fliegengitter ragt in der gezeigten Darstellung
ein wenig aus den zusammengelegten Seitenelementen heraus, und diese Bestandteile
können locker um die Seitenelemente herum gewickelt werden. In der in Fig. 7 dargestellten
Sequenz werden sukzessive alle Einsteckverbinder unter Spannung gesetzt. Keiner der
Einsteckverbinder liegt nach dem Faltungsprozess mehr in seinem gestreckten und entspannten
Ausgangszustand vor. Auf diese Weise ist der gesamte zusammengefaltete Rahmen unter
Spannung gesetzt. Durch ein Umwickeln des zusammengefalteten Rahmens kann der zusammengefaltete
Rahmen in dieser Stellung arretiert werden. Durch das Lösen des Sicherungsmittels
und damit der Arretierung kann sich der Rahmen selbsttätig entfalten, in diesem Fall
durchläuft der Entfaltungsvorgang die Zustände von Fig. 7f bis Fig. 7a, der gesamte
Vorgang läuft also entgegengesetzt zum Faltungsvorgang ab. Alternativ ist es noch
möglich (nicht in Fig. 7 gezeigt), die Länge der Seitenelemente an sich durch ein
Zusammenschieben des darin befindlichen Teleskopsystems zu verkürzen. Dadurch wird
es noch besser möglich, den erfindungsgemäßen Rahmen platzsparend zu verkaufen.
[0046] Fig. 8 zeigt einen erfindungsgemäßen Rahmen mit Eckversteifern 7. Die Eckversteifer
7 sind jeweils im Bereich der Ecken des Rahmens angebracht. Wiederum handelt es sich
um zweiteilige Eckversteifer 7, wie dies im Kreis, der eine Detaildarstellung einer
Ecke darstellt, angedeutet ist. Der Eckversteifer weist Kanäle 7' auf, in die die
Ecken des Rahmens bzw. genauer die Seitenelemente und die sie verbindenden Verbindungselemente,
wie z. B. Einsteckverbinder eingelegt werden können. Um den Eckversteifer zusammenzufügen
und dem erfindungsgemäßen Rahmen eine hinsichtlich der Winkelung starre Formgebung
zu ermöglichen, sind an beiden Hälften der jeweiligen Eckversteifer sowohl Vorsprünge
7" als auch Einbuchtungen 7''' vorgesehen.
[0047] Die Fig. 9a bis 9c illustrieren die Größeneinstellung eines entfalteten und versteiften
Rahmens. Der ursprünglich annähernd quadratische Rahmen, wie in Fig. 9(a) dargestellt,
kann in einen hochformatigen Rahmen (Fig. 9b) und einen querformatigen Rahmen (Fig.
9c) überführt werden. Dies ist durch das einfache Einwirken von Zug und/oder Schubkräften
möglich. Die Pfeile in Fig. 9 deuten dies an. Zu beachten ist, dass in jeder dieser
Einstellungen das dargestellte Fliegengitter elastisch genug ist, um in jeder Konfiguration
den Rahmen gleichmäßig zu überspannen. Das Fliegengitter ist weder an einigen Stellen
ausgeleiert, noch eingerissen.
[0048] Fig. 10a, b und c illustrieren einen Einbau des erfindungsgemäßen Rahmens 20 in ein
Fenster 9. In Fig. 10c ist ein Fensterrahmen 11 und ein Fensterflügel 10 angedeutet.
In den Fensterrahmen 11 ist der erfindungsgemäße Rahmen eingelegt, dargestellt ist
ein Bereich in der Ecke des Fensters 9, in den der Eckversteifer 7 eingefügt ist.
In Fig. 10b ist eine Draufsicht auf das gezeigte System dargestellt. Zu erkennen ist
zum einen ein Fensteraußenrahmen 12 und der Fensterflügel 10. Zwischen dem Fensterflügel
10 und dem Fensteraußenrahmen 12 befindet sich ein Hohlraum 14. In diesen Hohlraum
14 ist der erfindungsgemäße Rahmen 20 eingefügt. Der erfindungsgemäße Rahmen ist dabei
so flach, dass er ohne Probleme in den Hohlraum 14 aufgenommen werden kann. Der erfindungsgemäße
Rahmen behindert dabei also den Schließmechanismus des Fensters 9 in keiner Weise.
In Fig. 10a ist eine schräge Draufsicht auf ein Fenster 9 mit einem erfindungsgemäß
eingelegten Rahmen 20 zu sehen. Gut zu erkennen ist, wie sich der Rahmen 20 nahtlos
in das Fenster 9 als Ganzes einfügt, weil er zwischen dem Fensterflügel 10 und dem
Fensteraußenrahmen 12 eingelegt ist. Öffnen und Schließen des Fensters ist problemlos
möglich, das Scharnier 13 arbeitet ebenfalls einwandfrei.
[0049] Die Fig. 11a und b zeigen Außenansichten eines erfindungsgemäßen Rahmens, der in
ein Fenster eingebaut ist. Dabei ist gut zu erkennen, wie sich das elastische Gittermaterial
durch Verdehnung der jeweiligen Fensterrahmenform anpasst. Das elastische Material
dehnt sich dabei sowohl über Dichtungen und Rahmenstufen (Fig. 11a), als auch über
Tropfnasen (Fig. 11 b). Der erfindungsgemäße Schutzrahmen kann somit problemlos im
Fenster belassen werden, ohne die Funktion des Fensters zu beeinflussen oder gar zu
behindern. Ferner kann der Rahmen aufgrund des Einsatzes in den Hohlraum zwischen
Außenrahmen und Blendrahmen sowie der Elastizität des Abdeckungselements auch bei
flächenbündigen Fenstern, also bei Fenstern bei denen Außenrahmen und Blendrahmen
nach Außen eine im Wesentlichen ebene Fläche bilden, verwendet werden.
[0050] Die Erfindung des größeneinstellbaren Rahmens löst erstmalig auf wirklich befriedigende
Art und Weise das Problem der Befestigung von Abdeckungen, insbesondere Insektenschutzgittern
und Sonnenschutzblenden, in Gebäudeöffnungen. Der erfindungsgemäße Rahmen ist dabei
mit wenigen Handgriffen ohne störendes Zuschneiden von Teilen größenanpassbar sowie
auch mit anderer Größe wieder verwendbar. Die Befestigung des Rahmens ist denkbar
einfach, indem Eigenschaften des Rahmens, nämlich seine Rückstellkräfte, ausgenutzt
werden. Zugleich ist es aufgrund der elastischen Eigenschaften des Rahmens möglich,
diesen zum einen platzsparend zu verpacken bzw. zu falten, und andererseits wird erstmalig
ein sich selbsttätig entfaltender Rahmen bereitgestellt, was die Montage des Rahmens
weiter vereinfacht.
Bezugszeichenliste
[0051]
- 1
- Seitenelement; Außenrohr
- 2
- Seitenelement; Innenrohr
- 3
- Verbindungselement; Einsteckverbinder
- 3'
- Verbindungselement; Einsteckverbinder
- 4
- Feder
- 4'
- Feder
- 5
- Abdeckungselement; Fliegengitter
- 6
- Saum
- 7
- Eckversteifer
- 7'
- Kanal
- 7"
- Vorsprung
- 7'''
- Einbuchtung
- 8
- asymmetrischer Einsteckverbinder
- 9
- Fenster
- 10
- Fensterflügel
- 11
- Fensterrahmen
- 12
- Fensteraußenrahmen
- 13
- Scharnier
- 14
- Hohlraum
- 20
- Rahmen
1. Größeneinstellbarer Rahmen (20) zur lösbaren Befestigung einer Abdeckung (5), insbesondere
eines Insektenschutzgitters, in einer Gebäudeöffnung, umfassend:
eine Mehrzahl von Seitenelementen (1, 2), die im Bereich von Ecken des Rahmens (20)
miteinander verbindbar oder verbunden sind, und
ein Abdeckungselement (5), das mit den Seitenelementen (1, 2) verbindbar oder verbunden
ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Abdeckungselement (5) elastisch ausgebildet ist,
dass eine jeweilige Seitenlänge der Seitenelemente (1, 2) variabel einstellbar ist, um
eine Rahmengröße festzulegen, und
dass bei so festgelegter Rahmengröße das Abdeckungselement (5) gleichmäßig durch den Rahmen
(20) aufspannbar oder aufgespannt ist.
2. Rahmen (20) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass jedes Seitenelement (1, 2) wenigstens eine Feder (4) und/oder ein Fixiermittel aufweist.
3. Rahmen (20) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass jedes Seitenelement (1, 2) ein Teleskopstangensystem aufweist oder
dass jedes Seitenelement (1, 2) mindestens zwei aneinander entlang verschiebbare Stangen
aufweist.
4. Rahmen (20) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass jedes Teleskopstangensystem mindestens zwei Stangen (1, 2) und mindestens eine Feder
(4) aufweist,
insbesondere, dass jedes Teleskopstangensystem mindestens drei Stangen (1, 2) und
mindestens eine Feder (4) aufweist.
5. Rahmen (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (20) vier Seitenelemente (1, 2) aufweist.
6. Rahmen (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Seitenelemente (1, 2) flexibel miteinander verbindbar oder verbunden sind.
7. Rahmen (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Seitenelemente (1, 2) als Hohlprofil ausgebildet sind und/oder
dass die Seitenelemente (1, 2) einen eckigen, insbesondere rechteckigen, Querschnitt aufweisen.
8. Rahmen (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Einsteckverbindern vorgesehen ist, um die Seitenelemente jeweils
miteinander zu verbinden.
9. Rahmen (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (20) über die Ecken zusammenfaltbar oder zusammengefaltet ist.
10. Rahmen (20) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
dass in zusammengefaltetem Zustand des Rahmens (20) die Seitenelemente (1, 2) gegeneinander
zu liegen kommen.
11. Rahmen (20) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (20) in zusammengefaltetem Zustand unter Spannung steht.
12. Rahmen (20) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
dass ein Sicherungselement zur Verhinderung der Entfaltung des Rahmens (20) vorgesehen
ist.
13. Rahmen (20) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (20) so konstruiert ist, dass er sich bei einem Entfernen des Sicherungselementes
wenigstens teilweise, vorzugsweise vollständig, selbsttätig entfaltet.
14. Rahmen (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Eckversteifern (7) zur festen Formgebung des Rahmens (20) im Bereich
seiner Ecken vorgesehen ist.
15. Rahmen (20) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
dass die Eckversteifer (7) Kanäle (7') aufweisen, in die die Seitenelemente (1, 2) einlegbar
oder eingelegt sind.
16. Rahmen (20) nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet,
dass die Eckversteifer (7) zweiteilig ausgebildet sind.
17. Rahmen (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das elastische Abdeckungselement (5) in seinen Randbereichen einen Saum (6) aufweist,
in den die Seitenelemente (1, 2) einschiebbar oder eingeschoben sind.
18. Rahmen (20) zur lösbaren Befestigung einer Abdeckung (5), insbesondere eines Insektenschutzgitters,
in einer Gebäudeöffnung,
insbesondere gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (20) so konstruiert ist, dass er
a) zusammenfaltbar oder zusammengefaltet ist; und
b) sich beim Entfalten wenigstens teilweise selbsttätig öffnet.
19. Rahmen (20) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
dass eine Mehrzahl von Seitenelementen (1, 2) vorgesehen ist, wobei die Seitenelemente
(1, 2) im Bereich von Ecken des Rahmens (20) miteinander verbunden sind, und
dass der Rahmen (20) so konstruiert ist, dass sich beim Entfalten des Rahmens (20) die
Seitenelemente (1, 2) ausrichten, um den Rahmen (20) aufzuspannen.
20. Rahmen (20) nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet,
dass eine Mehrzahl von Seitenelementen (1, 2) vorgesehen ist, wobei Seitenelemente (1,
2) im Bereich von Ecken des Rahmens (20) miteinander verbunden sind, und
dass der Rahmen (20) so konstruiert ist, dass sich beim Entfalten des Rahmens (20) eine
Längsausdehnung der Seitenelemente (1, 2) verändert.
21. Rahmen (20) nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet,
dass eine elastisches Abdeckungselement (5) vorgesehen ist, das mit den Seitenelementen
(1, 2) verbunden ist, das beim Entfalten aufgespannt wird, und das eine Größeneinstellbarkeit
des Rahmens (20) erlaubt, wobei bei einer eingestellten Größe des Rahmens (20) das
Abdeckungselement (5) gleichmäßig durch den Rahmen (20) aufspannbar oder aufgespannt
ist.
22. System, das folgendes aufweist:
einen Rahmen (20), insbesondere gemäß einem der Ansprüche 1 bis 21, zur lösbaren Befestigung
einer Abdeckung (5), insbesondere eine Insektenschutzgitters, in einem Fenster (9),
und
ein Fenster (9) mit einem Außenrahmen (12) und einem Fensterflügel (10),
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (20) in einem Hohlraum (14) zwischen dem Außenrahmen (12) und dem Fensterflügel
(10) anbringbar oder angebracht ist.
23. System nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (20) elastisch ist und in seiner Position durch Rückstellkräfte gehalten
wird.
24. System nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet,
dass der Außenrahmen (12) in Umfangsrichtung mindestens einen Rahmenelement aufweist,
und
dass der Rahmen (20) zwischen dem mindestens einen Rahmenelement und einer nach außen
weisenden Seite des Außenrahmens (12) angebracht oder anbringbar, insbesondere eingeklemmt
oder einklemmbar, ist.
25. System nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet,
dass das Rahmenelement als Dichtungssteg oder Beschlag des Außenrahmens ausgebildet ist.
26. System nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet,
dass das Rahmenelement als Fixiermittel ausgebildet ist, das an dem Außenrahmen als Kippsicherung
für den Rahmen angeordnet ist,
vorzugsweise, dass das Fixiermittel an den Außenrahmen, insbesondere wieder ablösbar,
angeklebt ist.
27. Verfahren zur Montage eines flexiblen Rahmens (20), insbesondere gemäß einem der Ansprüche
1 bis 21, mit einer Abdeckung (5), insbesondere einem Insektenschutzgitter, zur Abdeckung
einer Gebäudeöffnung, das die folgenden Schritte aufweist:
Einstellen einer Größe des Rahmens (20) durch Zug und/oder Schub,
Einlegen des Rahmens (20) in eine Gebäudeöffnung, wobei der Rahmen (20) in seiner
Position durch Rückstellkräfte gehalten wird.
28. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (20) wenigstens teilweise aus einem gefalteten Zustand selbsttätig entfaltet
wird.
29. Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet,
dass ein Sicherungselement entfernt wird, um das wenigstens teilweise selbsttätige Entfalten
des Rahmens (20) einzuleiten.
30. Verfahren nach einem der Ansprüche 27 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Ecken des Rahmens (20) versteift werden.