[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Verringerung oder Vermeidung der
Tropfenschlagerosion in einer Dampfturbine, die Leitschaufeln und anschließende Laufschaufeln
enthält, an denen Flüssigkeit kondensiert und als Tröpfchen abgeschieden wird, wobei
kleine Primärtropfen und größere Sekundärtropfen entstehen. Daneben bezieht sich die
Erfindung auch auf eine zugehörige Dampfturbine mit Hilfseinrichtungen zur Ausführung
des Verfahrens.
[0002] Bei Dampfturbinen wird insbesondere im Wasserdampf enthaltene Energie in mechanische
Energie umgewandelt und damit ein elektrischer Generator oder auch eine Arbeitsmaschine
angetrieben. Um die im Dampf gespeicherte Wärme soweit wie möglich für die Umwandlung
in mechanische Energie nutzen zu können, werden Niederdruck-Dampfturbinen so betrieben,
dass die Kondensation bereits in der Turbine einsetzt und so am Austritt ein stark
expandierter Dampf mit typisch 10-16 % Nässe vorliegt. Ein Teil dieses Kondensats
führt zur Bildung eines Wasserfilms auf den Turbinenschaufeln der Stufen, die stromab
der einsetzenden Kondensation liegen. Da die Laufschaufeln und der ggf. auf ihnen
befindliche Wasserfilm rotationsbedingt erheblichen Fliehkräften ausgesetzt sind,
findet eine Wasseransammlung nur auf den Leitschaufeln in signifikantem Ausmaß statt.
Dieser Wasserfilm fließt - getrieben durch die Dampfströmung - an die Hinterkanten
der Leitschaufeln und reißt dort in Form von Tropfen ab, die wesentlich größer sind
als die primär durch Kondensation im Dampfvolumen gebildeten Primärtropfen. Weil diese
Sekundärtropfen eine im Vergleich zu den Primärtropfen hohe Masse haben, können sie
der Dampfströmung nur bedingt folgen (Massenträgheit) und prallen deshalb mit hohen
Relativgeschwindigkeiten auf die stromab der Leitschaufel rotierenden Laufschaufeln.
Dabei richten sie teilweise hohe Schäden durch Tropfenschlagerosion an.
[0003] Um letztere Schäden zu begrenzen, wurden bereits verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen,
die die auf den Leitschaufeln angesammelten Wassermengen reduzieren sollen. Diese
Maßnahmen kann man in drei Kategorien einteilen:
- 1.: Maßnahmen zur Reduzierung der auf den Leitschaufeln angesammelten Wassermengen;
- 2.: Maßnahmen zur Reduzierung der Abscheidung von Wasser auf den Leitschaufeln;
- 3.: Maßnahmen zur Reduzierung der Sekundärtropfengröße
[0004] In die erste Kategorie fallen sowohl Maßnahmen zur Ableitung des Wassers durch kanalartige
Strukturen nach außen (Absaugeschlitze/Absaugebohrungen) als auch Maßnahmen zur Verdampfung
der Wasserfilme durch Beheizung der Leitschaufeln von innen. In die zweite Kategorie
fallen Maßnahmen zur Steuerung der Kondensation im Dampfvolumen, die zur Ausbildung
einer höheren Zahl kleinerer Tropfen führen, die der Strömung besser folgen können
und sich deshalb nicht so schnell auf den Leitschaufeln ablagern. In die dritte Kategorie
fallen sowohl Maßnahmen, die die Oberflächeneigenschaften von Leitschaufeln modifizieren
als auch Maßnahmen, die durch gezielte Dampfausblasung im Bereich der Leitschaufelhinterkante
eine Tropfenzerstäubung befördern.
[0005] Maßnahmen der ersten Kategorie sind nur begrenzt erfolgreich, weil Strukturen, die
zur nahezu vollständigen Ableitung des Wassers von der Leitschaufel führen, sowohl
die Strömung in der Dampfturbine nachhaltig beeinflussen als auch die verfügbare Menge
an Arbeitsfluid reduzieren und damit den Wirkungsgrad reduzieren.
[0006] Maßnahmen zur Steuerung der Kondensation im Volumen können eine Hauptquelle der Bildung
von Wasserfilmen auf Leitschaufeln beeinflussen, nämlich die Volumenkondensation.
Ein Teil der so gebildeten feinsten Tröpfchen kann sich trotzdem noch auf den Leitschaufeln
ansammeln. Die Oberflächenkondensation als zweite Quelle des Wassers auf den Turbinenschaufeln
lässt sich durch eine Maßnahme der zweiten Kategorie nicht unterbinden. Außerdem beruht
ein Teil der bisher vorgeschlagenen Maßnahmen zur Steuerung der Volumenkondensation
auf dem Zusatz Ionen bildender Substanzen, die die chemische Korrosion fördern können
und deshalb nicht wünschenswert erscheinen.
[0007] Die Beheizung der Leitschaufeln erfordert neben dem Einsatz geringer Mengen von höher
energetischem Heizdampf einen erhöhten apparativen Aufwand, der die Kosten des Produktes
Dampfturbine trotz erwiesener hoher Wirksamkeit signifikant erhöhen kann.
[0008] Bislang vorgeschlagene Maßnahmen zur Veränderung der Oberflächeneigenschaften von
Leitbeschauflungen haben insbesondere Einschränkungen durch die geringe Beständigkeit
z. B. von wasserabweisenden Beschichtungen. Die Dampfausblasung an der Leitschaufelhinterkante
führt wie die Maßnahmen der ersten Kategorie zu einer Reduzierung der Wirkungsgrades
über die Verwendung höherenergetischen Dampfes, welcher der Arbeitsumsetzung nicht
mehr zur Verfügung steht.
[0009] Ausgehend vom Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, die Bildung grober
Tropfen bei einer Dampfturbine zu verringern oder sogar zu verhindern und eine zugehörige
Dampfturbine zu schaffen. Die Erfindung fällt somit in die oben genannte dritte Kategorie.
[0010] Die Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die Maßnahmen des Patentanspruches 1 gelöst.
Eine zugehörige Dampfturbine ist Gegenstand des Patentanspruches 11. Weiterbildungen
des Verfahrens einerseits und der Dampfturbine andererseits sind in den jeweiligen
Unteransprüchen angegeben.
[0011] Mit der Erfindung werden Maßnahmen geschaffen, die die Größe der Sekundärtropfen
entweder beim Tropfenabriss an der Hinterkante der Leitschaufeln stark reduzieren
oder zu einer beschleunigten Zerstörung großer Sekundärtropfen führen, bevor sie die
nächste Reihe von Turbinenschaufeln erreichen. Das wird erfindungsgemäß dadurch erreicht,
dass an Teilen der Oberfläche der Leitschaufeln akustische Schwingungen mit Frequenzen
im Bereich des Ultraschalls erzeugt werden. Diese Schwingungen führen zum einen zu
einer Zerstäubung des Wasserfilms, bevor er in Form großer Sekundärtropfen abreißen
kann, zum anderen führen sie zu einer Ausbildung von Ultraschallwellen, die zu einer
Zerstäubung von Tropfen im Volumen führen.
[0012] Bei der Ausnutzung des zweitgenannten Effektes zur Zerstäubung von Tröpfchen mit
Durchmessern im Sub-Millimeterbereich wird die Frequenz der Ultraschallwellen erfindungsgemäß
so gewählt, dass die Wellenlänge im Dampf im Bereich von einigen zehntel Millimetern
bis zu einigen Millimetern liegt. Dadurch können die zur Zerstäubung erforderlichen
Schallamplituden und der damit verbundene Energiebedarf minimiert werden.
[0013] Weiterhin werden zur Minimierung der Schallamplituden resonante Schwingungen der
Wassertropfen im Ultraschallfeld ausgenutzt. Durch Anpassung der Frequenz des Ultraschalls
an die zu einem bestimmten Tropfendurchmesser gehörige Resonanzfrequenz können Tröpfchen,
deren Durchmesser in der Nähe dieses Durchmessers liegt, besonders effizient zerstäubt
werden.
[0014] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass sich die Bildung von kleinen Primärtröpfchen,
die eine der Hauptquellen von größeren Sekundärtropfen darstellen, praktisch nicht
vermeiden lässt, weil Dampfturbinen aus Effizienzgründen mit Dampfendnässen in der
Größenordnung von ca. 10-16 % betrieben werden. Grundidee der Erfindung ist nun, die
Sekundärtropfen am Ort der Entstehung oder in unmittelbarer Nähe dazu zu zerkleinern
und so trotz der Gegenwart von Tröpfchen die durch Tropfenschlag verursachte Erosion
zu verhindern bzw. stark zu vermindern: Die zerkleinerten Sekundärtropfen können der
Dampfströmung problemlos folgen und prallen deshalb mit sehr geringen Fehlinzidenzen
(Falschanströmung) auf die Laufschaufeloberflächen auf. Der dabei verursachte Schaden
ist wegen der auf einen Bruchteil des normalerweise auftretenden Wertes der Tropfenmasse
und der Relativgeschwindigkeiten vergleichsweise gering.
[0015] Der wesentliche Vorteil einer mechanischen Zerkleinerung der Tropfen gegenüber anderen
Maßnahmen wie ausgeführten Beheizung von Leitschaufeloberflächen liegt darin, dass
der Energieaufwand vergleichsweise gering ist: Im Wesentlichen handelt es sich hier
um die Erhöhung der Oberflächenenergie zuzüglich der elektrischen Verluste bei der
Erzeugung des Ultraschalls. Der konstruktive/apparative Aufwand der dargestellten
Lösung vermindert sich ebenfalls.
[0016] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Figurenbeschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung in Verbindung mit
den Patentansprüchen.
[0017] Es zeigen in schematischer Darstellung
- Figur 1
- eine Dampfturbine mit piezoelektrischen Aktuatoren zur Tropfenzerstäubung an der Hinterkante
von Leitschaufeln,
- Figur 2
- ein Schnitt durch eine in Figur 1 verwendete Leitschaufel,
- Figur 3
- ein Schnitt durch die zu Figur 1 und 2 alternative Gestaltung einer Leitschaufel mit
einem piezoelektrischen Aktuator zur Tropfenzerstäubung an der Hinterkante der Turbinenschaufel,
- Figur 4
- ein Schnitt einer Leitschaufel mit einem kapazitiven Schallwandler,
- Figur 5
- ein Schnitt einer Leitschaufel mit einem zu Figur 4 alternativen kapazitiven Schallwandler,
- Figur 6
- ein Schnitt einer Leitschaufel mit einem weiteren zu Figur 4 und 5 alternativen kapazitiven
Schallwandler.
[0018] In der Figur 1 bedeutet 1 eine Dampfturbine, von der jeweils nur ein Teil dargestellt
ist. Im Einzelnen ist jeweils ein Rotor 2 mit Rotationsachse I vorhanden, auf dem
sich einzelne Laufschaufelreihen 3, 3', ... befinden, wobei speziell drei Laufschaufelreihen
3, 3', 3" angedeutet sind. Korrespondierend dazu ist ein Statorteil 4 mit zugehörigen
Leitschaufeln 5, 5', 5'' vorhanden. Es sind auch Anordnungen mit mehr oder weniger
Schaufelreihen denkbar.
[0019] Über eine Zuleitung 8 erfolgt der Dampfzustrom. Der Dampfstrom wird in die Anordnung
aus Statorteil 4 und Rotor 2 mit den Laufschaufeln 3, 3', 3" geleitet, wodurch über
die Umwandlung von Strömungsenergie in mechanische Energie der Rotor in Drehung versetzt
wird. Damit kann beispielsweise ein mechanisch angeschlossener Generator oder auch
eine Arbeitsmaschine betrieben werden.
[0020] Beim oder nach dem Einbringen des Dampfes in die Anordnung gemäß Figur 1 kondensiert
der Dampf hauptsächlich in Form kleiner Tröpfchen. In den Figuren ist dazu beispielhaft
eine Sättigungslinie S (auch: "Taulinie") eingezeichnet, nach deren Überschreitung
der Dampf im thermodynamischen Gleichgewicht teils in flüssigem teils in gasförmigem
Aggregatzustand vorliegt.
[0021] In Figur 1 ist auf der Profilhinterkante einer Leitschaufel 5" eine Schicht 16 aus
piezoelektrischem Material aufgebracht. Darauf befindet sich eine Elektrode 12. Die
Elektrode kann dabei als Folie/Dünnschicht ausgeführt werden. Diese Dünnschicht kann
vorzugsweise durch eine Beschichtung vor dem umliegenden Dampf geschützt werden. Die
Elektrode 12 ist mit einer Spannungsquelle 15 für eine Wechselspannung U(t) verbunden.
Mit einer hinsichtlich Frequenz geeignet vorgegebenen Wechselspannung U(t) kann der
Piezoschwinger 16 zu Schwingungen im Ultraschallbereich angeregt werden (piezoelektrischer
Schallwandler).
[0022] In Figur 2 ist ein Schnitt durch eine einzelne Leitschaufel 50 dargestellt, die den
üblichen konvex-konkaven Profilverlauf von Turbinenschaufeln hat. An der Hinterkante
der Leitschaufel 50, die eine Abrisskante AK für flüssiges Wasser realisiert, ist
das piezoelektrische Material 56 als Schicht aufgebracht, und darüber ist flächig
eine Elektrode 52 angeordnet. An die Elektrode 52 wird die elektrische Spannung aus
der Spannungsquelle 15 entsprechend der Figur 1 angelegt. Es wird somit die Anordnung
nach Figur 1 realisiert.
[0023] In Figur 3 ist ein Schnitt durch eine einzelne Leitschaufel 50 dargestellt, die ebenfalls
den üblichen konvex-konkaven Profilverlauf von Turbinenschaufeln hat. Die Hinterkante
der Leitschaufel 50, die eine Abrisskante AK für flüssiges Wasser realisiert, ist
als Abfolge eines massiven Segmentes aus piezoelektrischem Material 57 und eines weiteren,
die Abrisskante bildenden Elektrodensegmentes 58 ausgebildet.
[0024] An das Elektrodensegment 58 wird die elektrische Spannung aus der Spannungsquelle
15 entsprechend der Figur 1 angelegt.
[0025] Mit Figur 3 wird somit eine Anordnung in Analogie zu Figur 1 realisiert. Der Vorteil
dieser Anordnung liegt darin, dass mit moderaten Spannungen hohe Schwingungsamplituden
an der Abrisskante AK generiert werden können, wobei die Kontraktion des piezoelektrischen
Materials senkrecht zum elektrischen Feld, welche die Konzentration des Schichtaufbaus
deutlich reduzieren könnte, wesentlich kleiner gehalten werden kann als im Falle von
flächig aufgetragenem Material, das entsprechend Figur 2 eine dünne Schicht bildet.
[0026] Alternativ zur piezoelektrischen Anregung der Leitschaufeloberfläche kann eine elektrostatisch
anregbare Membran zur Erzeugung von mechanischen Schwingungen im Ultraschallbereich
verwendet werden, womit ein kapazitiver Schallwandler gebildet wird.
[0027] Figur 4 zeigt eine elektrisch isolierende, partiell mit einer Elektrodenschicht 62
versehene Membran 61, die schwingungsfähig in der Nähe der Hinterkante der Leitschaufel
50 bündig mit der Leitschaufeloberfläche angeordnet ist. Die Schwingungsfähigkeit
der Membran 61 wird durch eine entsprechende einen Hohlraum bildende Ausnehmung 60
in der Leitschaufel 50 gewährleistet. Durch Anlegen einer geeigneten Wechselspannung
an die Elektrodenschicht 62 wird die Membran 61 zu hochfrequenten Schwingungen angeregt,
die auf den Wasserfilm übertragen werden und so zu dessen Zerstäubung führen.
[0028] Eine solche Membran kann z. B. aus einer Kunststofffolie bestehen. Auch andere Materialien
sind möglich. Die Folie ist in die Schaufel derart eingelassen, dass eine glatte Schaufeloberfläche
gebildet ist.
[0029] Figur 5 zeigt eine andere Ausführungsform des in die Leitschaufel 50 eingelassenen
kapazitiven Schallwandlers nach Figur 4, bei dem die als dünner Metallfilm ausgelegte
Elektrode 62' durch die Membran 61 vor Dampf und Nässe geschützt ist, indem sie auf
der dem Hohlraum 60 zugewandten Seite der Membran 61 angebracht wird.
[0030] Figur 6 zeigt eine alternative Ausführungsform eines in eine Leitschaufel eingelassenen
kapazitiven Schallwandlers, bei der eine schwingungsfähige Membran 66 aus einer Metallfolie
gebildet ist, wobei in diesem Fall die Membran 66 in einen elektrisch isolierenden
Rahmen 65 aus isolierendem Material getragen wird, der auf den Hohlrum 60 aufgesetzt
ist. Es ergibt sich ebenfalls eine glatte Schaufeloberfläche. Eine separate Elektrode
ist wegen der elektrisch leitfähigen Membran nicht notwendig.
[0031] In allen Fällen der Figuren 3 bis 6 wird die Auslegung der Membran so gewählt, dass
sich Schwingungsfrequenzen f von mindestens 10 kHz, bevorzugt jedoch 100 kHz bis 1
MHz, anregen lassen.
[0032] Die vorstehend beschriebenen Maßnahmen zur Reduzierung der Tropfenschlagerosion lassen
sich mit weiteren Maßnahmen kombinieren, wie sie in der der parallelen Patentanmeldung
der Anmelderin mit gleicher Anmeldepriorität und der Bezeichnung "Verfahren zur Reduzierung
der Tropfenschlagerosion in Dampfturbinen durch Kontrolle der Tropfengröße und zugehörige
Dampfturbine" offenbart werden.
1. Verfahren zur Verringerung oder Vermeidung der Tropfenschlagerosion in einer Dampfturbine,
die Leitschaufeln und anschließende Laufschaufeln enthält, an denen Flüssigkeit kondensiert
und als Tröpfchen abgeschieden wird, wobei kleine Primärtropfen und größere Sekundärtropfen
entstehen, mit folgenden Maßnahmen:
- die Sekundärtropfen werden am Ort der Entstehung oder in unmittelbarer Nähe dazu
mittels akustisch angeregter Schwingungen zerkleinert,
- die dabei entstandenen kleineren, leichteren und damit besser beschleunigbaren Tröpfchen
folgen der Dampfströmung besser,
- dadurch wird die Zahl und erodierende Wirkung der Tropfeneinschläge auf nachfolgenden Turbinenschaufelreihen
reduziert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sekundärtropfen bei der Entstehung an den Leitschaufeln oder in unmittelbarer
Nähe dazu zerkleinert werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sekundärtropfen durch Ultraschallzerstäubung zerkleinert werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung von Ultraschall piezoelektrischer Schallwandler verwendet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung von Ultraschall kapazitiver Schallwandler verwendet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran für den kapazitiven Schallwandler eine Membran aus Kunststoff, die partiell
mit einem Metallfilm versehen ist, verwendet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass für den kapazitiven Schallwandler eine Membran aus einem Metall, die isoliert in
die Leistschaufel eingesetzt ist, verwendet wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwingungsaktuator durch eine Beschichtung geschützt wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwingungsaktuator durch einen zwischen Schaufel und Aktuator angeordneten Isolator
vom Leitschaufelmaterial elektrisch ausgeführt wird.
10. Dampfturbine mit einer Hilfseinrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch
1 oder einem der Ansprüche 2 bis 9 mit Leitschaufeln innerhalb des Dampfturbinengehäuses
und mehreren Reihen von Laufschaufeln, dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einer Leitschaufel (5, 5', 5'', ...; 50) piezoelektrisches Material
(14) mit wenigstens einer Elektrode (12) vorhanden ist, wobei der Leitschaufel (5,
5', 5'', ...; 50) Mittel (15) zur elektrischen Anregung des piezoelektrischen Materials
(16, 56) zugeordnet sind.
11. Dampfturbine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das piezoelektrische Material (56)in der Nähe der Abrisskante (AK) der Leitschaufel
(50) angeordnet ist.
12. Dampfturbine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das piezoelektrische Material (56) eine Beschichtung auf der Leitschaufel (50) bildet
und auf der Schicht aus piezoelektrischen Material (56) eine Elektrode (52) angeordnet
ist.
13. Dampfturbine nach Anspruch 11 oder Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der piezoelektrische Aktuator und die zu dessen Anregung verwendete Elektrode als
Leitschaufelsegmente ausgeführt sind.
14. Dampfturbine nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Leitschaufeln (5, 5', 5'', ...; 50) geerdet ist und dass die
Elektroden (12, 52) mit einer hochfrequenten Wechselspannung vorgegebener Frequenz
(f) beaufschlagbar sind.
15. Dampfturbine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wechselspannungsquelle (15) vorhanden ist.
16. Dampfturbine mit einer Hilfseinrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch
1 oder einem der Ansprüche 2 bis 9, mit Leitschaufeln innerhalb des Dampfturbinengehäuses
und mehreren Reihen von Laufschaufeln, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens an einer Leitschaufel (5, 5', 5'', ...; 50) eine schwingfähige Membran
(61) einer Aussparung (60) vorhanden ist, wobei der Leitschaufel (5, 5', 5'', ...;
50)) Mittel (15, U(t)) zur elektrischen Anregung der Membran (61, 65) zugeordnet sind.
17. Dampfturbine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (61, 65) in der Nähe der Abrisskante (AK) der Leitschaufel (50) angeordnet
ist.
18. Dampfturbine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (61) aus elektrisch isolierendem Material besteht und dass der Aufbau
eine Leitschaufel (50) mit Aussparung als Hohlraum (60), Membran (61) und Elektrode
(62) einen kapazitiven Schallwandler bildet.
19. Dampfturbine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass eine metallische Membran (66) vorhanden ist, die gegenüber der Leitschaufel isoliert
angeordnet ist.