[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Strahlpumpe, insbesondere zum Beimischen von
Luft zu einem Wasser-, Wasser/Schaummittel-, Netzmittelgemischstrahl oder dergleichen,
mit einem Wassereinlass, einem Auslass für das Wasser-Luft-Gemisch und einem zwischen
Einlass und Auslass angeordneten Saugraum mit einer Treibdüse, einer Fangdüse und
einem Lufteinlass.
[0002] Solche Strahlpumpen sind bekannt und können als einfache Pumpen zum Ansaugen, Absaugen
oder Beimischen von Gasen oder Flüssigkeiten zu einer strömenden Flüssigkeit verwendet
werden.
[0003] Eine Strahlpumpe kann beispielsweise mit Wasser betrieben werden. Das Wasser gelangt
durch eine Treibdüse in den Saugraum. Durch die Fliessgeschwindigkeit des Wassers
innerhalb der Treibdüse entsteht an der Mündung der Treibdüse ein freier Wasserstrahl
innerhalb des Saugraums.
Durch die Strahlgeschwindigkeit wird die in dem Saugraum vorhandene Luft mitgerissen
und dem Strahl beigemischt, so dass in dem Saugraum ein Unterdruck entsteht, der eine
erneute Luftansaugung durch eine Lufteinlassöffnung bewirkt.
Der Wasserstrahl gelangt am anderen Ende der Mischkammer in eine Fangdüse und von
dort zum Auslass der Strahlpumpe.
Solche Strahlpumpen können jedoch nur wenig Luft aufnehmen, weshalb sie nicht geeignet
sind, wenn möglichst viel Luft beigemischt werden soll und insbesondere auch nicht,
wenn Gegendruck am Ausgang besteht.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher eine Strahlpumpe zum Beimischen von Gas in einen
Wasser-, Wasser/Schaummittel- oder Netzmittelgemischstrahl zu schaffen, die eine größere
Gasmenge beimischen, in der Fangdüse Schaum bilden, diese im Kompressionsraum verdichten
und universell verwendet werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß insbesondere dadurch gelöst, dass die Strahlpumpe
wenigstens zwei parallele Treibdüsen aufweist, dass vor den Einlass-Öffnungen der
Treibdüsen jeweils ein Leitkegel angeordnet ist, dass jeder Treibdüse eine separate
Fangdüse nachgeordnet ist und den Fangdüsen ein gemeinsamer Kompressionsraum nachgeschaltet
ist, wobei zwischen den Fangdüsen und dem Kompressionsraum ein kontinuierlicher Übergang
gebildet ist.
[0006] Die erfindungsgemäße Strahlpumpe weist mindestens zwei parallele Treibdüsen auf,
die vom Wasser durchströmt werden. Bei insgesamt gleicher Größe der Strahlpumpe sind
die einzelnen Treibdüsen entsprechend kleiner ausgeführt, als eine einzelne Treibdüse.
Durch den geringeren Durchmesser der Treibdüsen entsteht eine größere Fließgeschwindigkeit
des Wassers innerhalb der Treibdüsen. Beim Austritt des Wassers aus den Treibdüsen
in die gemeinsame Mischkammer hat dadurch der entstehende Wasserstrahl eine größere
Geschwindigkeit, wodurch unmittelbar mehr Luft angesaugt wird.
Durch die Leitkegel vor den Einlass-Öffnungen der Treibdüsen erfolgt eine Verwirbelung
der Wasserströmung, die dadurch von einer eingangs laminaren in eine turbulente Strömung
überführt wird. Beim Austritt aus den Treibdüsen entsteht dadurch ein Strahl bestehend
aus einer großen Menge kleiner Tropfen, die eine große Oberfläche aufweisen und dadurch
mehr Luft mitreißen. Die in der Mischkammer angesaugte Luft wird dadurch besser dem
Wasser-, Wasser/Schaummittel- oder Netzmittelgemischstrahl beigemischt. Durch diese
beiden Maßnahmen kann dem Wasser insgesamt mehr Luft beigemischt werden.
[0007] Der Wasserstrahl gelangt nach dem Saugraum in die Fangdüsen, die ebenfalls für jeden
Wasserstrahl separat ausgeführt sind. Die Eintrittsöffnungen der Fangdüsen an der
Mischkammer sind typischerweise größer als die Mündungsöffnungen der Treibdüsen. Dadurch
wird sichergestellt, dass der mit Luft angereicherte Wasser-, Wasser/Schaummittel-
oder Netzmittelgemischstrahl vollständig in die jeweilige Fangdüse gelangt. Durch
die große Verwirbelung entsteht in der Fangdüse ein homogener, feinblasiger Löschschaum.
[0008] Die Fangdüsen münden am Ende der Strahlpumpe in einen gemeinsamen Kompressionsraum.
Der Übergang zwischen Fangdüsenmündung und Kompressionsraum ist bevorzugt kontinuierlich
ausgeführt. Das heißt, der Innendurchmesser des Kompressionsraums entspricht genau
dem Umkreis um alle Fangdüsenmündungen.
Zweckmäßigerweise befindet sich im axialen Zentrum des Kompressionsraums ein Ablenkdorn,
der im wesentlichen einen Inkreis innerhalb der Fangdüsenmündungen beschriebt.
Das heißt auch, dass bei der Betrachtung eines durch die Mittellängsachse der Strahlpumpe
führenden Längsschnitts durch eine Fangdüse und den Kompressionsraum, die Fangdüsenwand
und die Kompressionsraum-Wand eine Linie ohne eine Stufe oder einen Absatz bildet.
Dadurch kann sich das Wasser beim Austritt aus den Fangdüsen und damit beim Eintritt
in den Kompressionsraum lediglich etwas zur Seite ausdehnen, so dass nur eine geringe
Verwirbelung stattfindet. Dadurch wird die letztendlich am Ausgang der Strahlpumpe
erreichbare Strömungsgeschwindigkeit am Teller der Hohlstrahldüse gegenüber dem Stand
der Technik wesentlich erhöht. Vor allem wird der im Kompressionsraum erreichbare
Gegendruck erhöht. Dies führt dazu, dass eine hohe Austrittsgeschwindigkeit erreicht
wird und dadurch gegenüber herkömmlichen Geräten zu einer höheren Wurfweite führt.
[0009] Der Ablenkdorn erstreckt sich vorzugsweise über die gesamte Länge des Kompressionsraums
und weist am Strahlpumpenausgang eine Drossel auf, beispielsweise eine im wesentlichen
konische Verbreiterung, so dass zwischen der Kompressionsraum-Innenwand und dem Ablenkdorn
nur ein dünner Austrittsspalt gebildet wird. Vorzugsweise kann der Austrittsspalt
veränderbar sein, beispielsweise durch axiales Verschieben der Kompressionsraum-Wand,
wodurch der Druck und die Austrittsgeschwindigkeit einstellbar sind. Die Drossel ist
dabei vorzugsweise einstückig mit dem Ablenkdorn ausgebildet, wobei der Übergang zwischen
Ablenkdorn und Drossel ebenfalls kontinuierlich verläuft, das heißt es sind keine
Stufen oder Spalte im Strömungsverlauf vorhanden, die einen StrömungsWiderstand darstellen
könnten.
[0010] Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass sich die Treibdüsen in
Durchflussrichtung konisch verjüngen. Durch die konisch zulaufende Form der einzelnen
Treibdüsen erhöht sich in jeder Düse die Fließgeschwindigkeit des Wassers zunehmend.
Die Mündungsöffnung der Treibdüse zur Mischkammer weist daher einen, im Vergleich
zur Anschlussöffnung der Strahlpumpe um ein Vielfaches kleineren Durchmesser auf.
Die Geschwindigkeit, mit der das Wasser in die Mischkammer schießt, ist daher um ein
Vielfaches größer als bei Strahlpumpen mit nur einer zylindrischen Treibdüse.
[0011] Eine weitere Ausführung der Erfindung sieht vor, dass die Fangdüsen einen Bereich
aufweisen, in dem sich der Durchmesser in Durchflussrichtung konisch vergrößert. Die
Fangdüsen sind üblicherweise über die gesamte Länge im wesentlichen zylinderförmig
ausgebildet. Damit jedoch der Übergang zur Kompressionskammer übergangslos gestaltet
werden kann, ist es vorteilhaft, wenn die Fangdüsen im Bereich der Mündung in die
Kompressionskammer eine konische Vergrößerung aufweisen. Dadurch kann die Kompressionskammer,
trotz kontinuierlichem Übergang, ein größeres Volumen aufweisen.
Die Verjüngung der Treibdüsen und/oder die Erweiterung der Fangdüsen kann auch in
einer anderen Form, beispielsweise exponentiell oder parabolisch, erfolgen, jedoch
ist die Herstellung konischer Öffnungen einfacher.
[0012] Die erfindungsgemäße Strahlpumpe ist für die Beimischung von Gasen oder Flüssigkeiten
zu einem Wasserstrahl optimiert. Sie kann in dieser Form jedoch auch zum An- oder
Absaugen von Flüssigkeiten oder Gasen benutzt werden.
[0013] Eine vorteilhafte Anwendung der erfindungsgemäßen Strahlpumpe ist die Erzeugung von
Druckluft. Diese Anwendung eignet sich insbesondere für Feuerwehren bei Löscheinsätzen,
da mit dem Löschwasser die Möglichkeit besteht, ohne zusätzlichen Aufwand auch Druckluft
zu erzeugen. Die Druckluft kann dann zur Löschschaumbereitung und/oder auch für den
Betrieb von hydraulischen Werkzeugen, wie beispielsweise Spreizern oder Scheren, verwendet
werden. Das Mitführen eines zusätzlichen Kompressors kann somit entfallen.
[0014] Dazu wird die erfindungsgemäße Strahlpumpe mit dem Ausgang einer Wasserpumpe, vorzugsweise
einer Hochdruckpumpe, verbunden, wie sie bei Löscheinsätzen häufig im Einsatz ist.
Der Ausgang der Strahlpumpe wird mit einem Separator verbunden, in dem die in der
Strahlpumpe dem Wasser beigemengte Luft wieder vom Wasser getrennt wird. Die so gewonnene
Druckluft kann über ein Leitungs- und/oder Verteilersystem einem oder mehreren Verbrauchern
zugeführt werden. Das abgetrennte Wasser kann danach zu Löschzwecken weiterverwendet
werden oder es wird wieder dem Pumpenkreislauf zugeführt, so dass eine erneute Anreicherung
mit Druckluft stattfinden kann. Auf diesem Wege ist es möglich, mit relativ wenig
Brauchwasser eine kontinuierliche Druckluftversorgung zu gewährleisten. Für die Gewinnung
von Druckluft ist die erfindungsgemäße Strahlpumpe insbesondere durch die erhöhte
Luftbeimengung und den größeren Ausgangsdruck besonders gut geeignet.
[0015] Eine weitere Ausführung der Erfindung sieht vor, die Strahlpumpe direkt als Löschpistole
zur Brandbekämpfung zu verwenden. Dazu kann am Ausgang der Strahlpumpe eine Strahlführung
angeordnet werden, um den Löschwasserstrahl steuern zu können. Beispielsweise kann
eine axial verschiebbare Hülse auf die Kompressionsraum-Wand geschoben werden, wobei
durch Verschieben der Hülse zwischen Voll- und Sprühstrahl stufenlos gewählt werden
kann.
Die so gebildete Löschpistole weist aufgrund der vorgenannten Vorteile eine erhöhte
Auswurfweite auf, wodurch ein gezielter Löschwassereinsatz auch aus größeren und daher
sichereren Entfernungen erfolgen kann.
Bevorzugt können an dem Sauggehäuse die Mengen an Luft und Schaumextrakt geregelt
werden, wodurch die Schaumleistung stufenlos einstellbar ist.
[0016] Nachfolgend ist die Erfindung anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen näher
erläutert.
[0017] Es zeigt:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Strahlpumpe,
- Fig. 2
- eine Detailansicht der Strahlpumpe im Bereich des Einlasses,
- Fig. 3
- eine Vorderansicht der Strahlpumpe,
- Fig. 4
- eine Detailansicht der Strahlpumpe im Bereich der Kompressionskammer,
- Fig. 5
- einen Querschnitt durch die Kompressionskammer,
- Fig. 6
- eine Detailansicht eines Leitkegels,
- Fig. 7
- einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Löschpistole,
- Fig. 8
- einen Längsschnitt durch eine weitere Ausführung einer erfindungsgemäßen Löschpistole
und
- Fig. 9
- ein Schema einer Druckluft-Schaum-Anlage mit einer erfindungsgemäßen Strahlpumpe.
[0018] Figur 1 zeigt eine im Ganzen mit 1 bezeichnete, erfindungsgemäße Strahlpumpe, insbesondere
für den Feuerwehr-Einsatz. Die Strahlpumpe 1 weist einen Einlass 2 auf, an dem Wasser
in die Strahlpumpe 1 geleitet werden kann. Das Wasser kann dabei in einem Schlauch
von einer Normaldruck- oder Hochdruck-Wasserpumpe zu der Strahlpumpe 1 gefördert werden.
Der Einlass 2 kann dazu einen beliebigen Anschluss für einen Schlauch aufweisen.
[0019] In den Fig. 2 ist der Einlass 2 der Strahlpumpe vergrößert dargestellt. Der Einlass
2 weist einen kreisrunden Treibdüsen-Körper 3 auf. Am Außenumfang des Treibdüsen-Körpers
3 ist ein Einlassstutzen 4 passgenau angeordnet, an dem der Schlauchanschluss angeordnet
sein kann und der somit die Schnittstelle zu einem Wasser liefernden Aggregat bildet.
In dem Treibdüsen-Körper 3 sind kreisförmig um die Mittellängsachse neun Treibdüsen
5 angeordnet. Vor jeder Treibdüsen-Öffnung ist ein Leitkegel 6 angeordnet, der bis
etwa zur Hälfte in die Treibdüse hineinragt. Die einzelnen Leitkegel 6 sind geschlitzt
(Fig. 6) und in den Konus der Treibdüse eingesetzt.
Der Leitdorn 7 sitzt auf oder vor dem Treibdüsen-Körper 3 und leitet das einströmende
Wasser in die Treibdüsen 5. Dazu weist der Leitdorn 7 eine in Strömungsrichtung konisch
verbreiterte Form auf, wobei der größte Durchmesser dem Inkreis 9 der kreisförmig
angeordneten Treibdüsen 5 entspricht (Fig. 3). Der Übergang zwischen dem Leitdorn
7 und den Treibdüsen 5 ist dadurch kontinuierlich und übergangslos. Die Leitkegel
6 weisen eine Doppelkegel-Form auf, wobei der eingangsseitige Kegel 10 im Durchmesser
in etwa der Einlass-Öffnung der Treibdüse entspricht. Auf der Treibdüsen-Seite des
Doppelkegels ist der Durchmesser geringer und der Treibdüsen-Kegel 11 hat eine von
einer Kegelform abweichende langgezogene Form mit Schlitzen 12, die 5 Grad Neigung
gegenüber der Längsachse aufweisen (Fig. 6) um einen Drall und dadurch größere Verwirbelung
zu erzeugen sowie einer konkaven Verjüngung 12, wobei der Teil des Treibdüsen-Kegels
11 mit den Schlitzen 12 koaxial innerhalb der Treibdüse 3 angeordnet ist.
[0020] Die Leitkegel 6 bewirken eine Verwirbelung des einströmenden Wassers beim Eintritt
in die Treibdüsen 5. Die Treibdüsen 5 sind jeweils identisch ausgebildet, wobei der
Durchmesser der einzelnen Treibdüsen im Vergleich zum Durchmesser des Einlass-Stutzens
4 wesentlich geringer ist. Dadurch wird die Strömungsgeschwindigkeit des Wassers innerhalb
der Treibdüsen 5 stark erhöht. Eine konische Verjüngung der Treibdüse 5 über nahezu
die gesamte Länge des Treibdüsen-Körpers 3 verstärkt diesen Effekt zusätzlich. Am
Ende der Treibdüse 5 ist ein kurzes zylindrisches Teilstück 8 angeordnet, das die
Mündungsöffnung bildet, aus der das Wasser als Strahl aus der Treibdüse 5 austritt.
[0021] An dem Treibdüsen-Körper 3 ist ein, im Vergleich zum Einlassstutzen 4 langer Fangdüsen-Körper
14 befestigt, der neun Fangdüsen 15 aufweist, die genau koaxial gegenüber den Treibdüsen
5 ausgerichtet sind.
[0022] Zwischen den Treibdüsen-Mündungen 8 und den Fangdüsen-Öffnungen 17 ist eine Lücke
18, die einen zur Umgebung offenen Saugraum bildet. Das stark beschleunigte Wasser
schießt aus den engen Mündungsöffnungen 8 der Treibdüsen 5 in den Saugraum 18 und
bildet dort einen freien Strahl. Der Wasserstrahl saugt Luft aus der Umgebung an und
reißt diese mit sich. Durch die turbulente Strömung des Wassers, die durch die Leitkegel
6 erzeugt wird, entsteht eine Verwirbelung, durch die die Luft auch in das Innere
des Wasserstrahls gelangt. Dadurch kann der Wasserstrahl mehr Luft aufnehmen. Am Ende
des Saugraumes 18 gelangt der Wasser-Luft-Strahl in die Öffnung 17 der entsprechenden
Fangdüse 15. Die Öffnung der Fangdüse 15 ist etwas größer als die Mündungsöffnung
8 der Treibdüse 5, damit der auf der Strecke durch den Saugraum 18 leicht aufgefächerte
Strahl komplett aufgenommen werden kann. Im Weiteren folgt ein zylindrisches Teil,
wo das homogene feinblasige Schaummittel gebildet wird (Schaumveredelungsstrecke).
[0023] An die Fangdüsen 15 schließt sich ein Kompressionsraum 20 an, der durch einen Verstellzylinder
21 umschlossen wird und in dem ein zentraler Leitdorn 22 angeordnet ist. Sowohl der
Verstellzylinder 21 als auch der Leitdorn 22 sind mit dem Fangdüsen-Körper 14 verbunden,
wobei der Verstellzylinder 21 in axialer Richtung verschiebbar ist. In Fig. 4 ist
der Kompressionsraum 20 vergrößert dargestellt. Der zentrale Leitdorn 22 ist mit seinem
Außendurchmesser an den Inkreis der Fangdüsen-Mündungen 23 angepasst, so dass die
Fangdüsen 15 übergangslos in den Kompressionsraum 20 übergehen. Die Fangdüsen 15 weisen
an ihren Enden jeweils eine konische Verbreiterung 19 auf, so dass der Kompressionsraum
ein größeres Volumen hat.
Ebenso ist der Innendurchmesser des Verstellzylinders 21 an den Umkreis um die Fangdüsen
15 angepasst, so dass die aus den Fangdüsen 15 austretenden Wasserstrahlen nur wenig
Raum haben, sich außerhalb der Hauptstrahlrichtung zu verbreitern. Figur 5 zeigt einen
Querschnitt durch den Kompressionsraum 20, wobei die jeweils zwischen den einzelnen
Fangdüsen-Mündungen 23 verbleibenden, etwa dreieckigen Hohlräume 24 sichtbar sind,
in die sich das austretende Wasser ausbreiten kann. Der Einfluss dieser Hohlräume
24 ist jedoch sehr gering.
Der Leitdorn 22 verjüngt sich in Strömungsrichtung etwa konisch, wodurch das Volumen
des Kompressionsraumes 20 vergrößert wird. Dadurch verliert der Wasserstrahl an Geschwindigkeit,
gewinnt aber in gleichem Maß an Druck hinzu. Der Leitdorn 22 ist übergangslos mit
einem Ablenkdorn 25 verbunden, der als eine im wesentlichen konische Verbreiterung
des Leitdorns 22 ausgeführt ist. Ein Spalt 26 zwischen dem Ablenkdorn 25 und dem Verstellzylinder
21 bildet eine Austrittsdüse für den Wasser-Luft-Strahl. Durch axiales Verschieben
des Verstellzylinders ist der Austritts-Spalt 26 und damit auch der Strahl veränderbar.
[0024] Der Treibdüsen-Körper 3 und der Fangdüsen-Körper 14 weisen jeweils eine zentrale
Durchgangsbohrung auf, durch die eine zentrale Befestigungsschraube in das Gewinde
13 in dem Leitdorn 22 einschraubbar ist. Durch wenigstens einen Lagestift 16 ist sichergestellt,
dass die Fangdüsen 15 exakt gegenüber den Treibdüsen 5 ausgerichtet sind.
[0025] Die Fig. 7 zeigt eine Löschpistole 30, die im wesentlichen der in Fig. 1 gezeigten
Strahlpumpe 1 entspricht. Am Kompressionsraum 20 ist eine zusätzliche, auf den Umfang
aufschiebbare, verstellbare Hülse 27 angeordnet, die zur Regulierung des Wasser-Luft-Strahls
dient. Durch Verschieben der Hülse 27 in axialer Richtung kann der austretende Wasser-Luft-Strahl
stufenlos zwischen Voll- und Sprühstrahl eingestellt werden. Weiterhin ist um den
Saugraum 18 ein Sauggehäuse 28 angeordnet, durch das die Ansaugung von Luft gezielt
durch eine Ansaugöffnung 29 erfolgt.
[0026] In Fig. 8 ist eine weitere Ausführung einer Löschpistole 38 gezeigt, die im wesentlichen
wie die Löschpistole 30 der Fig. 7 aufgebaut ist, jedoch an der Wasser-Einlass-Seite
einen Pistolen-Handgriff 39 aufweist, an dem durch einen Auslöser 41 die Wassermenge
regelbar ist. Am Auslass-Ende ist ein weiterer Handgriff 40 zur unterstützenden Handhabung
der Löschpistole 38 angeordnet.
[0027] Figur 9 zeigt schematisch, wie eine erfindungsgemäße Strahlpumpe 1 bei einem Löscheinsatz
zur Drucklufterzeugung eingesetzt werden kann. Von wenigstens einer Wasserentnahmestelle
31 wird Wasser von einer Hochdruckpumpe 32 angesaugt. Die Wasserentnahmestelle 31
kann dabei eine offene Wasserstelle, ein Hydrant, ein Tankfahrzeug oder eine andere
beliebige Wasserquelle sein. Zusätzlich kann die Hochdruckpumpe 32 durch eine Normaldruckpumpe
33 gespeist werden, die aus der gleichen oder einer anderen Wasserquelle versorgt
wird. Die Normaldruckpumpe 33 liefert Löschwasser mit einem Druck bis zu 10 bar. An
die Hochdruckpumpe 32, die eine Förderleistung bis zu 400 l/min und 40 bar bis 60
bar Ausgangsdruck aufweist, ist die erfindungsgemäße Strahlpumpe 1 angekoppelt. In
der Strahlpumpe 1 wird dem Wasser der Hochdruckpumpe 31, wie zuvor beschrieben, Luft
beigemengt. Diese beigemengte Luft wird in dem, an den Auslass der Strahlpumpe 1 angeschlossenen
Separator 34 wieder von dem Wasser getrennt, wobei die abgetrennte Luft immer noch
einen hohen Druck aufweist. Das getrennte Wasser wird an den Eingang der Normaldruckpumpe
33 zurückgeführt oder über eine Turbopumpe 35 zur Aufbereitung eines Schaumextraktes
verwendet. Die Turbopumpe 35 hat beispielsweise eine Förderleistung von 200 l/min
bis 400 l/min Wasser und bis zu 20 l/min Schaumextrakt, wobei hier jedoch kein großer
Druck erzielt wird. Das Schaumextrakt wird über einen Zumischer 36 mit Druckregler
erzeugt und dem Normaldruckwasser der Normaldruckpumpe 33 zugeführt. Die Wasser-Schaumextrakt-Mischung
wird einem Schaumrohr 37 zugeführt, das zusätzlich mit dem Druckluftausgang des Separators
34 verbunden ist. In dem Schaumrohr 37 wird durch die Druckluft das Schaumextrakt
aufgeschäumt und so der Druckluft-Lösch-Schaum aufbereitet.
1. Strahlpumpe, insbesondere zum Beimischen von Luft zu einem Wasser-, Wasser/Schaummittel-
oder Netzmittelgemischstrahl, mit einem Wassereinlass (2), einem Auslass (26) für
das Wasser-Druckluft-Schaumgemisch und einem zwischen Einlass (2) und Auslass (26)
angeordneten Saugraum (18) mit einer Treibdüse (5), einer Fangdüse (15) und einem
Lufteinlass, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlpumpe (1) wenigstens zwei parallele Treibdüsen (5) aufweist, dass vor den
Einlass-Öffnungen der Treibdüsen (5) jeweils ein Leitkegel (6) angeordnet ist, dass
jeder Treibdüse (5) eine separate Fangdüse (15) nachgeordnet ist und den Fangdüsen
(15), in der die Schaumbildung erfolgt, ein gemeinsamer Kompressionsraum (20) nachgeordnet
ist, wobei zwischen den Fangdüsen (15) und dem Kompressionsraum (20) ein kontinuierlicher
Übergang gebildet ist.
2. Strahlpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftzufuhr zum Saugraum durch Verändern des Abstandes zwischen den Treibdüsen
(5) und den Fangdüsen (15) regulierbar ist.
3. Strahlpumpe nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Treibdüsen (5) in Durchflussrichtung konisch verjüngen.
4. Strahlpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Fangdüsen (15) einen Bereich aufweisen, in dem sich der Durchmesser in Durchflussrichtung
konisch vergrößert.
5. Strahlpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Kompressionsraum (20) ein zentraler Leitdorn (22) angeordnet ist, wobei der
Übergang zwischen den Fangdüsen (15) und dem Ablenkdorn (22) kontinuierlich ausgebildet
ist.
6. Strahlpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass am Auslass eine Strahlregulierung (21) angeordnet ist.
7. Strahlpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Strahlregulierung das Gehäuse (21) der Kompressionskammer (20) in Längsrichtung
verschiebbar ist.
8. Strahlpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlpumpe (1) neun parallele Treibdüsen (5) aufweist.
9. Strahlpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitkegel (6) Schlitze (12) aufweisen, die konkav ausgebildet sind und gegenüber
der Längsachse geneigt sind.
10. Löschpistole mit einer Strahlpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass am Auslass ein Löschstrahlregler (27) angeordnet ist, der in Längsrichtung verschiebbar
ist.
11. Druckluftgenerator mit einer Strahlpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, mit einem
der Strahlpumpe (1) nachgeschalteten Separator (34) zur Trennung der Druckluft vom
Wasserstrahl.