[0001] Die Erfindung betrifft eine Behandlungsvorrichtung, insbesondere für Bandscheibenerkrankungen,
aufweisend ein mehrteiliges Gehäuse, mit mindestens einer Vibrationsfläche und mindestens
einem elektrodynamischen Antriebselement, wobei die wenigstens eine Vibrationsfläche
über Dämpfungselemente abgestützt ist.
[0002] Eine gattungsgemäße Vorrichtung ist aus dem
US Patent 7,141,029 bekannt. Es handelt sich dabei um eine Vibrationsvorrichtung zur Durchführung von
Körperübungen, insbesondere aerobicähnlichen Übungen, zur Stimulation von Körperregionen
im Unterleibsbereich. Das Gerät soll vor allem bei Personen eingesetzt werden, die
unter Adiposita leiden und deren Gelenke, Bänder und Sehnen bei einen normalen Training,
wie Walking oder Jogging, überdurchschnittlich stark beansprucht und in Mitleidenschaft
gezogen werden. Daher wird ein Gerät mit vertikaler Schwingungsachse vorgestellt,
welches eine Gewebebewegung ermöglicht, ohne dass eine zusätzliche Belastung der Gelenke
erfolgt. Die Vorrichtung besteht aus einem vertikalen Vibrator, der untere und obere
Magnet enthält, die sich in einer festgelegten Distanz zueinander befinden und ein
sich nicht änderndes magnetisches Feld erzeugen. Die beiden Magneten sind von unterschiedlichen
Typen, während der untere ein F-Typ ist, ist der obere ein P-Typ. Beide Magnettypen
sind so angeordnet, dass die sich sowohl in horizontaler wie auch vertikaler Weise
gegenüber stehen und in vertikaler Richtung über einen Bügel miteinander verbunden
sind. Zwischen den Magneten ist in vertikaler Richtung ein Spalt vorhanden, in den
eine Spule mit Wicklungen einführbar ist. Die Spule fungiert in Abhängigkeit des Stromdurchflusses
als Elektromagnet und stößt sich von dem erzeugten Magnetfeld ab. Wird eine Spannung
mit wechselnder Frequenz angelegt, so erfährt die Spule eine Aufwärts- und Abwärtsbewegung,
wobei die Spule an einer Platte befestigt ist, die sich unter dem Einfluss des wechselnden
Spannungsfeldes hebt beziehungsweise senkt.
[0003] In der
DE 103 04 494 A1 wird ein Liegemöbel zur Behandlung von Personen beschrieben, das mit einer durch
Dämpfungselemente abgestützten Vibrationsfläche versehen ist und mit einem synchron
mit der Vibrationsfläche gekoppelten elektrodynamischen Antriebselemente betrieben
wird, wobei der Antrieb über Schwungmassen verfügt.
[0004] Aus der
EP 0 224 102 A2 ist ein Therapiegerät bekannt, bei dem eine Schwingungsplatte über Lautsprecher zum
Vibrieren angeregt wird. Ein innerhalb eines geschlossenen Kastens befindlicher Lautsprecher
überträgt Schwingungen auf eine Schwingungsplatte, wobei der Kasten mit Dämpfungselementen
gegenüber einem Bodengestell abgestützt ist.
[0005] Die bekannten Vorrichtungen stellen eine sehr komplexe Anordnungen zur Bewegung eines
Körpers da, die unter zur Hilfenahmen verschiedener Schwingungsmodi eine Bewegung
des auf ihr liegenden Körpers verursachen. Durch die Komplexität der Vorrichtungen
ist jedoch eine stufenlos variable Einstellung der Schwingungsmodi nicht gewährleistet.
Auch kann durch die Vorrichtung keine leichtgängige Bewegung der Vibrationsfläche
erfolgen. Ferner sind die Vorrichtungen aufgrund ihrer recht komplexen Bauart sehr
aufwendig gestaltet und störanfällig.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde die vorstehend genannten Nachteile
des Standes der Technik zu überwinden und eine verbesserte Einstellung der Schwingungen
zu ermöglichen.
[0007] Zur Lösung der Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass das Gehäuse aus einem
Gehäuseunterteil und einem Gehäuseoberteil besteht und das Gehäuseoberteil über Dämpfungselemente
gegenüber dem Gehäuseunterteil abgestützt ist und eine Vibrationsfläche aufweist,
wobei das wenigstens eine Antriebselement unmittelbar mit der Vibrationsfläche synchron
gekoppelt ist. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0008] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass zumindest eine zweiteilige
Variante des Gehäuses gewählt wird, wobei ein Gehäuseunterteil und ein Gehäuseoberteil
durch Dämpfungselemente gegeneinander abgestützt sind. Hierbei wird des Weiteren unmittelbar
an das Gehäuseoberteil wenigstens ein Antriebselement montiert, welches zur Ansteuerung
der Vibrationsfläche vorgesehen ist. Durch die direkte Montage erfolgt eine synchrone
Kopplung des Antriebselementes mit der Vibrationsfläche, sodass die erzeugten Schwingungen
unmittelbar auf die Vibrationsfläche übertragen werden können. Das Schwingungsverhalten
kann im Weiteren durch die Auswahl einer bestimmten Schwungmasse bestimmt werden,
welche unmittelbar mit der Vibrationsfläche oder gegebenenfalls mit dem Antriebselement
gekoppelt ist.
[0009] Hierdurch wird ermöglicht, dass die Vibrationsfläche mit dem Antriebselement zusammen
leichtgängig in Schwingung versetzt werden kann. Eine Schwungmasse, die sich im Zentrum
der Schwingspule befindet, wird durch die anliegende Wechselspannung zur Schwingung
angeregt. Die Schwungmasse ist mit einer Membran verbunden, die die Bewegung der Schwungmasse
über ein Befestigungselement an die Vibrationsfläche weiterleitet. In Abhängigkeit
von der Schwungmasse und der Schwingungsfrequenz erfolgt eine unterschiedlich starke
Auslenkung der Vibrationsfläche, wobei die Vibrationsfläche und das Antriebselement
während der Schwingung synchron miteinander gekoppelt sind, um eine direkte Schwingungsübertragung
zu gewährleisten. Das Antriebselement weist weitergehend keine Abstützung gegenüber
dem Gehäuse, insbesondere dem Gehäuseunterteil auf, wodurch die anzuregende Schwungmasse
reduziert wird und zu einer freien Schwingung führt. Hierdurch wird eine Beeinflussung
der Schwingung durch weitere Komponenten der Behandlungsvorrichtung erheblich reduziert.
Die Behandlungsvorrichtung, die aus mehreren Gehäuseteilen bestehen kann, enthält
Dämpfungselemente, die eine Dämpfung der Vibrationsbewegung gewährleisten und somit
ein ungewolltes Schwingungsverhalten, insbesondere hinsichtlich störender Oberwellen
verhindert. Die Dämpfungselemente sind variabel gestaltbar, beispielsweise können
Elastomere, Metallfedern oder pneumatische Dämpfungselemente eingesetzt werden.
[0010] Als Antriebselement kommen beispielsweise Elektromagnete oder Lautsprecher, insbesondere
Basslautsprecher in Betracht, welche mindestens eine, vorzugsweise mehrere Wicklungen,
dass heißt Erregerspulen aufweisen, die unabhängig voneinander angesteuert werden
können. Die zentrisch über der Schwingspule liegenden Abdeckkappen sind hierbei durch
mindestens eine Schwungmasse ersetzbar, die ein variables Gewicht von 100 Gramm bis
10.000 Gramm aufweisen kann. In Abhängigkeit von der Wicklungszahl der Schwingspule,
der Schwungmasse und des Magnettyps können in der Erregerspulen Schwingungen unabhängige
mit einer Frequenz von 5 bis 800 Hertz erzeugt werden. Die entkoppelte Schwingungsbewegung
der Vibrationsfläche sowie die Vermeidung ungewollter störender Oberwellen durch die
freie Anordnung der Antriebselemente gegenüber dem Gehäuseunterteil ist ein Vorteil
der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0011] Bestimmte Körperorgane des menschlichen Körpers können einer bestimmten Frequenz
zugeordnet werden, wobei jedes Organ auf eine bestimmte Frequenz empfindlich reagiert
und dadurch ansprechbar ist. Die bestimmte Zuordnung des Körperorgans zu der jeweiligen
Frequenz ist spürbar, wenn eine Anregung in der Resonanzfrequenz des jeweiligen Organs
erfolgt. In der Regel zeigt sich dann in diesem erkrankten Organ ein Wärmegefühl bei
der Anwendung der Behandlungsvorrichtung und ein starkes Vibrieren dieses erkrankten
Organs. Insbesondere hat sich gezeigt, das zwischen 49 Hz - 196 Hz alle Körperorgane,
auch innenliegende Körperorgane, behandelt werden können.
[0012] Besondere Vorteile der Erfindung sind durch eine leichte und kostengünstige Bauweise
der Behandlungsvorrichtung gegeben, wobei durch die leichte Bauweise eine einfache
regulierbare Einstellung der Vibrationsstärke möglich ist. Durch die Möglichkeit der
Variabilität der Schwungmasse durch einen Austausch der Schwungmasse und die Variabilität
der angelegten Frequenz ist beispielsweise eine veränderbare Schwingungsamplitude
der Vibrationsfläche möglich. Hierdurch können auch sehr kleine Schwingungen in größeren
Zeitintervallen erzeugt werden. Weiterhin ist es möglich, dass zwei Antriebselemente
mit der Vibrationsfläche verbunden werden, sodass durch Überlagerung der beiden von
den Antriebselementen ausgehenden Schwingungen eine stehende Welle in einem Auflagekörper
der Vibrationsfläche erzeugt werden kann. Der Auflagekörper kann insbesondere zur
medizinischen Behandlung aus einer Person bestehen.
[0013] Darüber hinaus kann durch die Verwendung mindestens zweier Wicklungen somit eine
verbesserte Einstellung einer Resonanzfrequenz vorgenommen werden, wodurch eine leichte
Anpassungsmöglichkeit an die Eigen-Resonanzfrequenz des zur Schwingung anzuregenden
Körpers durchführbar ist. Hierbei dient vorzugsweise ein erstes Antriebselement zur
Erzeugung einer Schwingung, während über zumindest ein weiteres Antriebselement mit
einer vom ersten Antriebselement unabhängigen Frequenz eine Abbremsung der Vibrationsfläche
erfolgen kann.
[0014] Auch ist man nicht an bestimmte Ausführungsformen der Antriebselemente gebunden.
Entscheidend ist lediglich, dass die Antriebselemente als solche einzeln und unabhängiges
voneinander steuerbar sind, um eine gewünschte Veränderung der Generierung der Schwingungen
eines Antriebs sowohl in der Frequenz als auch in der Amplitude zu ermöglichen. Die
Amplituden können dabei durch die Überlagerung der Schwingungen zweier oder mehrerer
Antriebe gesteuert werden, ebenfalls durch abweichende Frequenzen oder Phasenverschiebungen.
Es ist darüber hinaus auch möglich, weitere Antriebe vorzusehen, was beispielsweise
zu empfehlen ist, wenn die Schwingauflage großflächig ausgeführt ist, wobei gegebenenfalls
einige Antriebselemente synchron angesteuert werden können, um eine besonders große
Amplitude zu erzielen. Zudem besteht die Möglichkeit, unterschiedliche Antriebselemente
miteinander zu kombinieren.
[0015] In einfachster Form werden Elektromotoren als Antriebselemente verwendet, auf deren
Wellenzapfen eine Schwungscheibe aufgebracht ist, die eine exzenterförmige Masse aufweist,
also eine Unwuchtmasse. Es ist darüber hinaus auch möglich auf einer Schwingspule
Unwuchtmassen anzuordnen, die gegen die Kraft einer Feder in einstellbar sind. Auch
durch die Drehung der Antriebselemente können die Amplituden der Schwingungen beeinflusst
werden.
[0016] Als Antriebselemente können umfunktionierte Basslautsprecher dienen. Durch den Einsatz
einer austauschbaren Schwungmasse im Zentrum der Basslautsprecher ist eine kostengünstige
Herstellung der Antriebselemente und in der Folge der Behandlungsvorrichtung denkbar.
Damit ist auch in wirtschaftlicher Hinsicht ein Vorteil gegenüber dem bisherigen Stand
der Technik zu sehen.
[0017] An Stelle von elektromotorischen oder elektromagnetischen sowie elektroakustischen
Antriebssystemen können aber auch hydraulische oder pneumatische Antriebselemente
verwendet werden. Darüber hinaus ist es auch möglich, Linearmotoren zu verwenden,
die nach dem elektromagnetischen Prinzip eine gegenläufige Verschiebung zweier Massen
ermöglichen, indem Spulenanordnungen, die linear angeordnet sind, stufenweise mit
Strom beaufschlagt werden, um eine longitudinale relative Bewegung der Massen zu ermöglichen.
Durch Richtungsumsteuerung werden dann die Schwingungen generiert.
[0018] Die Antriebselemente sollten so steuerbar sein, dass sie gegenläufig oder gleichläufig
die Schwingungsenergie an die Vibrationsfläche abgeben. Um eventuell unwuchtige Schwungmassen,
wie sie beispielsweise bei Exzenterantrieben vorgesehen sind, räumlich besser unterbringen
zu können, kann in der Vibrationsfläche ein Durchbruch vorgesehen sein. Es ist aber
auch möglich, durch entsprechende Abstandshalter den Rahmen für die Befestigung der
Antriebe abgesetzt, unterhalb der Schwingplatte vorzusehen. Der Fachmann kann die
Antriebe entsprechend konzipieren und anordnen, damit eine möglichst kleine Bauausführung
gegeben ist.
[0019] Der Einsatz von Antriebselementen eignet sich insbesondere bei Liegen zur Vibrationstherapie.
Das entsprechende Steuergerät, das zur Ansteuerung der Antriebselemente erforderlich
ist, kann über eine ortsgebundene oder einer Fernbedienung steuerbar sein. Mittels
Handsteuerung oder Steuerprogramm, das über einen im Steuergerät vorhandenen Mikroprozessor
abläuft, können dabei Behandlungszyklen eingestellt oder ausgewählt werden, um damit
beispielsweise bei der Vibrationstherapie die Wirbelsäule eines Patienten mit gewünschten
Schwingungen behandeln zu können, wobei mit der Vibrationsmassage zum Beispiel relative
Verschiebungen von Wirbelsäulengliedern rückgängig gemacht werden können.
[0020] Dies kann unter anderem dazu führen, dass Schwingungsbäuche und Schwingungstäler
in unterschiedlichen Bereichen des Auflagekörpers erzeugt werden, die eine variable,
örtliche Einflussnahme der Schwingungsbewegungen auf den Auflagekörper ermöglichen.
Dies ist für eine Behandlung erkrankter Gewebepartien sowie zur Stimulation von Gewebeschichten,
wie beispielsweise für den Muskelaufbau, besonders günstig. Auch ist denkbar, dass
die Vorrichtung durch ihre örtliche und zeitliche Variabilität hinsichtlich ihrer
Schwingungsmaxima, Entlastungen bei muskulären Verspannungen ermöglicht und auch zur
Behandlung von neuralen Blockierungen, insbesondere ISG Blockierungen, einsetzbar
ist. Ferner ist es denkbar, die Behandlungsvorrichtung zur Behandlung von Bandscheibenvorfällen
einzusetzen, da zumindest zeitweise in Bereichen des Auflagekörpers eine stehende
Welle erzeugt werden kann. Durch den Einsatz mehrerer Antriebselemente ist es möglich
eine Schwingungskopplung zu erzielen, die durch Überlagerung der verschiedenen Schwingungsfrequenzen
eine Stimulation des Auflagekörpers durch die Ausbildung einer stehenden Welle ermöglicht.
[0021] Durch Erzeugung einer stehenden Welle im Auflagekörper kann somit eine Resonanzschwingung
erzeugt werden, die der Eigenfrequenz des Auflagekörpers entspricht und somit die
Stimulation bestimmter Körperregionen ermöglicht, wobei durch Änderung, Anpassung
oder geringere Variationen der Resonanzschwingung die Stimulation verändert werden
kann. Hierdurch ist es beispielsweise auch möglich die Stimulation stetig zu verändern
gegebenenfalls in vorgewählten Zeitabständen mit gleichen Frequenzen zu wiederholen.
[0022] Die Erfindung wird im Weiteren anhand der Figuren näher erläutert.
[0023] Es zeigt
- Fig. 1
- in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht
ein elektrodynamisches Antriebselement
- Fig. 2
- in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht
eine erfindungsgemäße Behandlungsvorrichtung,
- Fig. 3a
- die Aufwärtsbewegung der Vibrationsfläche und
- Fig. 3b
- die Abwärtsbewegung der Vibrationsfläche.
[0024] Figur 1 zeigt in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht ein elektrodynamisches
Antriebselement 1. Die auf der Schwingspule 2 liegende Schwungmasse 3 bewegt sich
in Abhängigkeit des induzierten magnetischen Feldes auf und ab. Die Schwungmasse 3
sitzt zentrisch auf der Schwingspule 2 und wird durch eine Federspinne 4 gehalten.
Die Schwungmasse 3 besteht aus variabel austauschbaren Materialien, die ein Gewicht
von 100 g bis 10.000 g aufweisen können. Die unter der Schwungmasse 3 liegende Schwingspule
2 befindet sich im Feld eines Permanentmagneten zwischen einer Polplatte 5. Die Schwingspule
2 selber befindet sich auf einem Schwingspulenträger (nicht dargestellt), der an der
Membran 6 befestigt ist. Leitet man Strom durch die Schwingspule 2, so wird durch
die Lorentzkraft eine Kraft auf die Membran 6 ausgeübt, die diese zum Schwingen anregt.
Schwingspule 2 und Membran 6 können sich im Magnetfeld vorzugsweise in der Richtung
senkrecht zum Feldverlauf hin- und herbewegen. Eine Federspinne 4 und eine Sicke 7
sind für die Rückführung der Membran 6 in die Ruhelage sowie für die Zentrierung der
Schwingspule 2 verantwortlich. Durch einen Korb 8 wird die Membran 6 und die Federspinne
4 gehalten.
[0025] Figur 2 zeigt in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht eine Behandlungsvorrichtung
10. Neben dem in Figur 1 beschriebenen Antriebselement 1 zeigt die Abbildung die Vibrationsfläche
16 für einen nicht dargestellten Auflagekörper. Ein Gehäuse 12 besteht aus einem Gehäuseunterteil
13 und einem Gehäuseoberteil 14, wobei zwischen den beiden Gehäuseteilen ein Dämpfungselement
15 angeordnet ist, um die induzierte Schwingungsbewegung auf das Gehäuseoberteil 14
zu konzentrieren. Die Dämpfungselemente 15 können beispielsweise aus Elastomeren bestehen.
Die Dämpfungselemente 15 können sich sowohl an dem Gehäuseunterteil 13 als auch an
dem Gehäuseoberteil 14 befinden, welche als Vibrationsfläche 16 ausgebildet ist. Auch
kann das Antriebselement 1 über winkel- oder zungenförmige Ausformungen an der Vibrationsfläche
16 befestigt sein. Das Antriebselement 1 ist jedoch verbindungsfrei zum Gehäuseunterteil
13 gelagert, sodass im Falle der Vibration der Vibrationsfläche 16 eine synchrone
Kopplung der Bewegung mit dem Antriebselement 1 vorliegt. Die Vibrationsfläche 16
ist hierbei Bestandteil des Gehäuseoberteils 14 oder kann vollständig durch das Gehäuseoberteil
14 ausgebildet sein.
[0026] Figur 3a und 3b zeigen die Vibrationsbewegungen der Behandlungsvorrichtung 10 in
Abhängigkeit von der Schwingungsauslenkung. Der Schwingungsbereich soll einen Bereich
von 5 bis 800 Hz abdecken. Wahlweise kann das Antriebselement 1 aus einem Elektromagnet
oder einem Lautsprecher bestehen, insbesondere einem Basslautsprecher mit zwei Wicklungen.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 1
- Antriebselement
- 2
- Schwingspule
- 3
- Schwungmasse
- 4
- Federspinne
- 6
- Membran
- 7
- Sicke
- 8
- Korb
- 9
- Magnet
- 10
- Behandlungsvorrichtung
- 12
- Gehäuse
- 13
- Gehäuseunterteil
- 14
- Gehäuseoberteil
- 15
- Dämpfungselement
- 16
- Vibrationsfläche
1. Behandlungsvorrichtung (10), insbesondere für Bandscheibenerkrankungen, aufweisend
ein mehrteiliges Gehäuse (12), mit mindestens einer Vibrationsfläche (16) und mindestens
einem elektrodynamischen Antriebselement (1), wobei die wenigstens eine Vibrationsfläche
(16) über Dämpfungselemente (15) abgestützt ist.
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (12) aus einem Gehäuseunterteil (13) und einem Gehäuseoberteil (14) besteht
und das Gehäuseoberteil (14) über Dämpfungselemente (15) gegenüber dem Gehäuseunterteil
(13) abgestützt ist und eine Vibrationsfläche (16) aufweist, wobei das wenigstens
eine Antriebselement (1) unmittelbar mit der Vibrationsfläche (16) synchron gekoppelt
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Antriebselemente (1) gegenüber dem Gehäuseunterteil (13) keine Abstützung aufweisen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Antriebselement (1) zumindest eine, vorzugsweise zwei oder mehrere, Schwungmassen
(3) aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gewicht der Schwungmassen (3), 100 bis 10.000 Gramm, vorzugsweise 500 bis 5.000
Gramm, besonders bevorzugt 1.000 bis 2.000 Gramm beträgt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vibrationsfläche (16) Bestandteil der Gehäuseoberteil (14) ist oder die Gehäuseoberteil
(14) vollständig als Vibrationsfläche (16) ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das elektrodynamische Antriebselement (1) mehrere Wicklungen aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das wenigstens eine Dämpfungselement (15) elastisch ausgebildet und/oder pneumatisch
regulierbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass als elektrodynamisches Antriebselement (1) ein Elektromagnet oder ein Lautsprecher,
insbesondere ein Basslautsprecher mit zumindest zwei Wicklungen vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wicklungen der Antriebselemente (1) als voneinander elektrisch getrennte Erregerspulen
ausgebildet sind, welche unabhängig voneinander mit einer Frequenz von 5 bis 800 Hertz
ansteuerbar sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass diese zur Behandlung von muskulären und osteopathischen Dysbalancen einsetzbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass durch die Behandlungsvorrichtung (10) Bereiche des Auflagekörpers, insbesondere ein
menschliches Körpergewebe, zur Resonanz angeregt werden, die der Eigenresonanzfrequenz
des Auflagekörpers entspricht.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich zumindest zeitweise im Bereichen des Auflagekörpers eine stehende Welle ausbildet.