[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Behandlungsvorrichtung für Teile, insbesondere
für Werkteile bzw. Werkstücke.
[0002] Speziell Metallteile bedürfen nach einem Herstellungs- oder Bearbeitungsprozess häufig
einer reinigenden Behandlung, bevor die Teile verbaut oder weiterverarbeitet werden
können. Für eine solche Behandlung gibt es Behandlungsvorrichtungen mit einer Behandlungskammer,
einer in der Behandlungskammer angeordneten Teileaufnahmevorrichtung zur Aufnahme
eines oder mehrerer Teile und mit einer in der Behandlungskammer angeordneten Düsenvorrichtung,
die zur Abgabe eines Behandlungsmediums dient. Dieses Behandlungsmedium ist ein flüssiges
Medium zur reinigenden Behandlung oder ein gasförmiges Medium zur reinigenden und/oder
trocknenden Behandlung. Derartige Behandlungsvorrichtungen sind beispielsweise in
der
EP 0 507 294 B1 oder der
WO 98/45059 A1 beschrieben.
[0003] Die
EP 1 640 077 A1 beschreibt neben anderen eine Behandlungsvorrichtung mit einem Werkstückträger, der
drehbar gelagert ist, wobei eine Werkstückaufnahme zur Aufnahme von Werkstücken schwenkbar
an dem Werkstückträger angeordnet ist.
[0004] Die
DE 10 2005 003 093 A1 beschreibt eine Reinigungsanlage mit mehreren Reinigungsstationen. Jede Reinigungsstation
umfasst einen Roboter, der am Ende eines Roboterarms eine Aufnahme für ein zu reinigendes
Werkstück aufweist. Die einzelnen Reinigungsstationen umfassen außerdem nach oben
offene Behandlungsbehälter, in die das Werkstück mittels des Roboterarms eingebracht
werden kann.
[0005] Die
DE 20 2005 013 542 U1 beschreibt eine kardanische Waschanlage, bei der zu behandelnde Werkstücke um zwei
Achsen gedreht werden. Hierzu sind zwei Antriebswellen vorhanden, die fest miteinander
gekoppelt sind, so dass Bewegungen um eine Achse abhängig von Bewegungen um die andere
Achse sind.
[0006] Unter ökologischen Gesichtspunkten sind Reinigungsverfahren zu bevorzugen, bei denen
ein lösungsmittelfreies, auf Wasser basierendes Reinigungsmedium verwendet wird. Solche
wässrigen Reinigungsmedien besitzen im Vergleich zu lösungsmittelhaltigen Medien allerdings
schlechtere Fettlöseigenschaften.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Behandlungsvorrichtung für Teile
zur Verfügung zu stellen, die insbesondere für die Verwendung eines wässrigen Reinigungsmediums
geeignet ist und die eine effiziente Behandlung der Teile gewährleistet.
[0008] Diese Aufgabe wird durch eine Behandlungsvorrichtung nach Anspruch 1 gelöst. Ausgestaltungen
und Weiterbildungen sind Gegenstand von Unteransprüchen.
[0009] Die erfindungsgemäße Behandlungsvorrichtung weist eine flüssigkeitsdichte und/oder
druckdichte Behandlungskammer, eine Düsenvorrichtung mit wenigstens einer in der Behandlungskammer
angeordneten Düse und eine Teileaufnahmevorrichtung auf, wobei die Teileaufnahmevorrichtung
aufweist: eine erste Dreheinheit mit einer Tragvorrichtung, die im Innern der Behandlungskammer
angeordnet ist und die vollständig um eine erste Drehachse drehbar an der Behandlungskammer
gelagert ist; eine zweite Dreheinheit mit einer Teileaufnahme, die unabhängig von
einer Drehung der ersten Dreheinheit vollständig um eine zweite Drehachse drehbar
an der Tragvorrichtung gelagert ist, wobei die erste und die zweite Drehachse einen
ersten Winkel einschließen, der ungleich Null ist. Dieser erste Winkel kann insbesondere
ein Winkel zwischen 75° und 90° sein.
[0010] Die erste Dreheinheit mit der drehbar an der Behandlungskammer gelagerten Tragvorrichtung
einerseits und die zweite Dreheinheit mit der drehbar an der Tragvorrichtung gelagerten
Werkstückaufnahme andererseits ermöglichen eine beliebige Positionierung der Teileaufnahme
bezogen auf die wenigstens eine Düsen innerhalb der Behandlungskammer. Während des
Betriebs der Behandlungsvorrichtung können dadurch alle Bereiche der Teileaufnahme,
und damit alle außen liegenden Bereiche des durch die Teileaufnahme gehaltenen Teils
bzw. der durch die Teileaufnahme gehaltenen Teile, unmittelbar über die Düse mit einem
Behandlungsmedium beaufschlagt werden. Bei einem Reinigungsverfahren ist diese unmittelbare
Beaufschlagung der Teile mit einem Behandlungsmedium besonders reinigungsintensiv,
so dass auch bei Verwendung eines lösungsmittelfreien Behandlungsmediums sehr gute
Reinigungsergebnisse erzielt werden können. Gleiches gilt entsprechend bei einer trocknenden
Behandlung, ein effizientes Trocknen wird hierbei insbesondere an solchen Stellen
erreicht, an denen ein Trocknungsmedium, wie z.B. Druckluft oder auch Heißluft, unmittelbar
auf die zu trocknenden Teile trifft. Selbstverständlich können anstelle lösungsmittelfreier
Reinigungsmedien auch lösungsmittelhaltige Behandlungsmedien oder reine Lösungsmittel
im Zusammenhang mit dieser Behandlungsvorrichtung verwendet werden.
[0011] Die Teileaufnahme kann als quaderförmige Rahmenkonstruktion realisiert sein. In diesem
Fall ist die Teileaufnahme beispielsweise so angeordnet, dass zwei auf einer Raumdiagonale
der quaderförmigen Rahmenkonstruktion liegende Ecken auf der zweiten Drehachse liegen.
Selbstverständlich ist auch eine beliebige andere Lagerung der Teileaufnahme erfolgen.
So kann eine quaderförmige Teileaufnahme beispielsweise auch so gelagert werden, dass
die Drehachse parallel zu einer der Flächendiagonalen des Quaders verläuft oder dass
die Drehachse parallel zu einer der - langen oder kurzen - Seiten des Quaders verläuft.
[0012] Die drehbare Lagerung der Tragvorrichtung an der Behandlungskammer erfolgt beispielsweise
mittels einer drehbar gelagerten ersten Welle, und die drehbare Lagerung der Teileaufnahme
erfolgt beispielsweise mittels einer drehbar an der Tragvorrichtung gelagerten zweiten
Welle. Diese beiden Wellen sind beispielsweise so realisiert, dass sie unabhängig
voneinander gedreht werden können. Bei einem Beispiel ist vorgesehen, die zweite Welle
mittels einer dritten Welle und einem zwischen der zweiten und der dritten Welle angeordneten
Antriebselement anzutreiben. Das Antriebselement ist beispielsweise eine Kette und
insbesondere eine Bogenkette, also eine Kette die in einer Richtung quer zu einer
Zugrichtung bogenförmig gebogen werden kann, ohne dabei die Kette zu beschädigen.
[0013] Die Verwendung einer solche Bogenkette als Antriebselement ist beispielsweise bei
einem Ausführungsbeispiel sinnvoll, bei dem Drehachsen, die durch die zweite und die
dritte Welle definiert werden, nicht parallel zueinander verlaufen. Bei einer speziellen
Variante eines solchen Beispiels ist vorgesehen, eine der ersten und dritten Wellen
als Hohlwelle auszubilden und die andere der ersten und dritten Wellen drehbar gelagert
innerhalb der Hohlwelle anzuordnen. Ein Winkel, den die durch die zweite und dritte
Welle definierten Drehachsen miteinander einschließen, entspricht dann dem Winkel
zwischen der ersten und zweiten Drehachse. Eine Bogenkette als Antriebselement erlaubt
hierbei eine sichere Drehmomentübertragung von der dritten auf die zweite Welle. Die
dritte Welle ist hierbei unabhängig von der ersten Welle drehbar gelagert, so dass
die erste und die durch die dritte Welle angetriebene zweite Welle unabhängig voneinander
drehbar sind.
[0014] Anstelle einer Kette kann ein beliebiges weiteres Antriebselement, wie z.B. ein Riemen,
zwischen der zweiten und der dritten Welle angeordnet sein. Bei einer Konfiguration,
bei der die zweite und die dritte Welle nicht parallel zueinander verlaufen, können
bei Verwendung eines Riemens anstelle einer Bogenkette Führungselemente, wie z.B.
Rollen vorgesehen sein, die so angeordnet sind, dass der Riemen auch quer zur Zugrichtung
sicher geführt ist.
[0015] Bei einem Beispiel ist vorgesehen, das Antriebselement innerhalb eines Gehäuses zwischen
der zweiten und dritten Welle zu führen. Dies schützt das Antriebselement vor einer
Verschmutzung und speziell eine Kette auch vor einer Entfettung, die zu höheren Reibungsverlusten
führen würde. Dieses Gehäuse kann zumindest teilweise durch die Tragvorrichtung selbst
gebildet sein. In diesem Fall ist die Tragvorrichtung beispielsweise wenigstens abschnittsweise
als Hohlprofilkonstruktion, insbesondere als Rohrkonstruktion, ausgebildet, und das
Antriebselement ist wenigstens abschnittsweise innerhalb dieser Hohlprofilkonstruktion
geführt. Die Tragvorrichtung kann in diesem Fall insbesondere zwei parallel verlaufende
Rohrabschnitte aufweisen, wobei das Antriebselement in Antriebsrichtung in einem dieser
Rohrabschnitte und in Abtriebsrichtung in dem anderen dieser Rohrabschnitte verläuft.
[0016] Bei einem weiteren Beispiel ist vorgesehen, die zweite Welle mittels eines an der
Tragvorrichtung, und damit in dem Behandlungskammer, angeordneten Elektroantriebs
anzutreiben. Dieser Elektroantrieb umfasst einen Elektromotor und ein zwischen dem
Elektromotor und der zweiten Welle angeordnetes Getriebe. Eine Stromzuführung zu dem
Elektromotor von außerhalb der Behandlungskammer kann beispielsweise dadurch erfolgen,
dass die die Tragvorrichtung antreibende erste Welle als Hohlwelle ausgebildet ist,
in der eine Stromversorgungsleitung von außen in die Behandlungskammer geführt ist,
wobei die Stromversorgungsleitung in der Behandlungskammer in oder entlang der Tragvorrichtung
zu dem Elektroantrieb geführt sein kann.
[0017] Die Düsenvorrichtung kann vollständig drehbar an der Behandlungskammer gelagert sein,
wobei eine dritte Drehachse, um welche die Düsenvorrichtung drehbar ist, parallel
zu der ersten Drehachse der Tragvorrichtung verlaufen kann oder mit dieser Drehachse
einen Winkel einschließt, der ungleich Null ist.
[0018] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme auf Figuren
erläutert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Erläuterung des Grundprinzips. In den
Figuren sind somit lediglich die zum Verständnis dieses Grundprinzips notwendigen
Teile dargestellt. In den Figuren bezeichnen, sofern nicht anders angegeben, gleiche
Bezugszeichen gleiche Teile mit gleicher Bedeutung.
- Figur 1
- veranschaulicht anhand einer perspektivischen Darstellung ein Beispiel einer Behandlungsvorrichtung,
die eine Behandlungskammer, eine Düsenvorrichtung und eine erste und eine zweite Dreheinheit
aufweist.
- Figur 2
- zeigt die Vorrichtung gemäß Figur 1 aus einer anderen Blickrichtung.
- Figur 3
- veranschaulicht anhand einer Schnittdarstellung ein Beispiel eines Lagers der ersten
Dreheinheit.
- Figur 4
- veranschaulicht anhand einer Schnittdarstellung ein Beispiel eines Lagers der zweiten
Dreheinheit.
- Figur 5
- veranschaulicht anhand einer Schnittdarstellung ein weiteres Beispiel eines Lagers
der zweiten Dreheinheit.
- Figur 6
- veranschaulicht anhand einer Schnittdarstellung ein weiteres Beispiel eines Lagers
der ersten Dreheinheit.
- Figur 7
- veranschaulicht anhand einer Schnittdarstellung ein Beispiel eines Lagers der Düsenvorrichtung,
inklusive einer Mediendurchführung.
- Figur 8
- veranschaulicht anhand einer Schnittdarstellung ein Beispiel einer außerhalb der Behandlungskammer
angeordneten Medienzuführung.
- Figur 9
- veranschaulicht anhand einer perspektivischen Darstellung ein weiteres Beispiel einer
Behandlungs-vorrichtung.
[0019] Die Figuren 1 und 2 veranschaulichen anhand perspektivischer Darstellungen ein Beispiel
einer Behandlungsvorrichtung zur Behandlung von Teilen. Diese Teile sind insbesondere
Werkteile bzw. Werkstücke aus Metall, können jedoch auch aus einem anderen Material,
wie z.B. Kunststoff, bestehen. Die Behandlungsvorrichtung dient zur Behandlung einzelner
solcher Werkteile, wie z.B. ganzer Motorblöcke, oder auch zur Behandlung von sogenanntem
Schüttgut, d.h. einer Vielzahl kleiner Einzelteile, die in einem geeigneten Behältnis,
wie z.B. einem verschließbaren Korb, in die Behandlungsvorrichtung zur Behandlung
eingebracht werden. Unter einer "Behandlung" ist im Zusammenhang mit der vorliegenden
Beschreibung insbesondere eine reinigende oder eine trocknende Behandlung der Teile
zu verstehen. Bei einer reinigenden Behandlung werden die Teile mit einem reinigenden
bzw. flüssigen Behandlungsmedium (Reinigungsflüssigkeit) in Kontakt gebracht, und
bei einer trocknenden Behandlung werden die Teile mit einem trocknenden bzw. gasförmigen
Behandlungsmedium in Kontakt gebracht. Die Reinigungsflüssigkeit ist beispielsweise
eine wässrige Reinigungsflüssigkeit, der Tenside bzw. Netzmittel und entsprechende
reinigungsverstärkende Komponenten, wie z.B. anorganische Salze (Phosphate) zugesetzt
sind. Das trocknende Behandlungsmedium ist beispielsweise Druckluft und/oder heiße
Luft.
[0020] Die Behandlungsvorrichtung weist eine Behandlungskammer 1, die auch als Behandlungszelle
bezeichnet wird, auf, in die zu behandelnde Teile für die Behandlung eingebracht werden
können. Diese Behandlungskammer ist ein geschlossener und insbesondere flüssigkeitsdichter
und/oder druckdichter Behälter, der zum Einbringen der Teile vor dem Behandlungsprozess
und zum Herausnehmen der Teile nach dem Behandlungsprozess wenigstens eine verschließbare
Öffnung besitzt, die in den Figuren 1 und 2 allerdings nicht explizit dargestellt
ist. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass Übergänge zwischen der Öffnung
und der Kammer 1 und zwischen allen nachfolgend noch erläuterten Leitungen und Wellen,
die in die Kammer 1 geführt sind, und der Kammer 1 entsprechend flüssigkeitsdicht
und/oder druckdicht ausgeführt sein können. "Flüssigkeitsdicht" bedeutet in diesem
Zusammenhang, dass Behandlungsflüssigkeit nur über vorgegebene Leitungen in die Kammer
1 eingebracht und aus der Kammer abgeführt werden kann und nicht anderweitig austreten
kann. "Druckdicht" bedeutet, dass ein Überdruck oder Unterdruck gegenüber Atmosphärendruck
aufgebaut werden kann. Ein Überdruck kann dabei insbesondere ein Flüssigkeitsdruck
sein, der entsteht, wenn die Kammer teilweise oder vollständig mit einem Reinigungsmedium
geflutet wird. Ein Unterdruck kann sowohl während Reinigungsprozessen als auch während
Trocknungsprozessen in der Behandlungskammer aufgebaut werden. Flüssigkeitsdichte
und/oder druckdichte Behandlungskammern sind grundsätzlich bekannt, so dass auf weitere
Ausführungen in diesem Zusammenhang verzichtet werden kann. Die Behandlungskammer
1 ist in Figur 1 lediglich durch eine strichpunktierte Linie angedeutet und besitzt
beispielsweise eine quaderförmige oder zylinderförmige Geometrie. Bezugnehmend auf
Figur 2, in der die Behandlungskammer 1 im Halbschnitt dargestellt ist, kann die Behandlungskammer
jedoch auch eine kugelförmige Geometrie besitzen.
[0021] Die Behandlungsvorrichtung weist außerdem eine Düsenvorrichtung 2 mit wenigstens
einer in der Behandlungskammer 1 angeordneten Düse 23 auf. Die Düsenvorrichtung 2
weist in dem dargestellten Beispiel eine Düsenrohranordnung 21 auf, an der die wenigstens
eine Düse 23 angeordnet ist. In Figur 1 ist lediglich eine solche Düse 23 schematisch
dargestellt. Die Düse besteht im einfachsten Fall aus einer Bohrung in der Wandung
eines Düsenrohrs der Düsenrohranordnung 21 . Selbstverständlich können eine Vielzahl
solcher Düsen an der Düsenrohranordnung 21 vorgesehen sein. Die Düsenrohranordnung
21 weist in dem dargestellten Beispiel vier Düsenrohre auf: zwei Düsenrohre 21
1, 21
2 zur Abgabe eines flüssigen Behandlungsmediums; und zwei Düsenrohre 21
3, 21
4 zur Abgabe eines gasförmigen Behandlungsmediums. In diesem Zusammenhang sei angemerkt,
dass das Vorsehen separater Düsenrohre für ein flüssiges und ein gasförmiges Behandlungsmedium
lediglich als Beispiel anzusehen ist. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit,
ein Düsenrohr zeitlich versetzt für unterschiedliche Behandlungsmedien zu nutzen.
Dabei wird dem Düsenrohr beispielsweise während eines Zeitabschnitts eines Behandlungsprozesses
ein flüssiges, einer Reinigung dienendes Behandlungsmedium und während eines anderen
Zeitabschnitts ein gasförmiges, einer Trocknung dienendes Behandlungsmedium zugeführt.
Auch das Vorsehen von mehreren - im vorliegenden Fall zwei - Düsenrohren für das gleiche
Behandlungsmedium ist lediglich als Beispiel anzusehen. Selbstverständlich besteht
auch die Möglichkeit, für ein Behandlungsmedium nur jeweils ein Düsenrohr vorzusehen.
Bei einer besonders einfachen Ausführungsform besitzt die Düsenrohranordnung 21 nur
ein einziges Düsenrohr mit wenigstens einer an dem Düsenrohr angeordneten Düse, das
wahlweise für das Einbringen eines flüssigen oder gasförmigen Behandlungsmediums in
der Behandlungskammer 1 genutzt wird.
[0022] Die Düsenrohranordnung 21 ist bei der in den Figuren 1 und 2 dargestellten Behandlungsvorrichtung
drehbar an der Behandlungskammer 1 gelagert. Hierzu ist ein an der Behandlungskammer
1 befestigtes Lager 22 vorgesehen, dessen Aufbau und Funktionsweise anhand von Figur
5 noch näher erläutert werden wird. Optional ist zur drehbaren Lagerung der Düsenrohranordnung
21 ein weiteres Lager 24 vorgesehen, das in Verlängerung einer durch das erste Lager
22 definierten Drehachse C-C zu dem ersten Lager 22 angeordnet ist.
[0023] Die Düsenrohranordnung 21 ist derart ausgebildet, dass sie eine noch zu erläuternde
Teileaufnahme 41 derart umgibt, dass die wenigstens eine Düse 23 bei einer Drehbewegung
der Düsenrohranordnung 21 die Teileaufnahme 41 "umkreist". Zudem ist ein Düsenauslass
der wenigstens einen Düse 23 auf die Teileaufnahme 41 gerichtet bzw. in eine Richtung
gerichtet, die von der Wandung der Behandlungskammer wegzeigt.
[0024] Die drehbare Lagerung der Düsenrohranordnung 21, die ein Drehen der Düsenrohranordnung
21 innerhalb der Behandlungskammer 1 ermöglicht, ist lediglich optional. Es besteht
auch die Möglichkeit, die Düsenrohranordnung 21 starr innerhalb der Behandlungskammer
1 anzuordnen, auf eine drehbare Lagerung der Düsenrohranordnung 21 also zu verzichten.
[0025] Abweichend von der bisherigen Erläuterung besteht auch die Möglichkeit, die wenigstens
eine Düse 23 unmittelbar an einer Innenwand der Behandlungskammer 1 anzuordnen und
so auszurichten, dass deren Düsenauslass auf die Teileaufnahme 41 gerichtet ist. Eine
Zufuhr des Behandlungsmediums zu der Düse kann dabei über ein starres oder flexibles
Leitungssystem (nicht dargestellt) erfolgen, das ebenfalls an der Innenwand der Behandlungskammerangeordnet
ist. Die Düsen 23 können auch unmittelbar in Bohrungen in der Wand der Behandlungskammer
1 angeordnet sein und direkt von außen mit dem jeweiligen Behandlungsmedium versorgt
werden. Solche ortsfest angeordneten Düsen können alternativ oder zusätzlich zu den
Düsen eines drehbaren Rohrsystems vorgesehen werden. Figur 2 zeigt eine solche ortsfest
in der Wand der Behandlungskammer 1 angeordnete Düse 23 im Querschnitt. Diese Düse
23 kann als starre Düse, die den Behandlungsstrahl nur in einer Richtung abgibt, oder
als schwenkbare oder drehbare Düse realisiert sein. Zum Drehen oder Schwenken kann
beispielsweise ein Kugelgelenk (nicht dargestellt) vorgesehen sein. Schematisch dargestellt
ist in Figur 2 eine Versorgungsleitung 21
5, über die der Düse ein Behandlungsmedium zuführbar ist. Die Düse 23 ist derart in
der Wandung der Kammer angeordnet, dass ein Düsenauslass auf die Teileaufnahme 41
gerichtet ist. Wenngleich in Figur 2 nur eine solche ortsfeste Düse 23 dargestellt
ist, bestehtebenso wie bei der erläuterten Düsenrohranordnung 21 - die Möglichkeit,
mehrere beabstandet zueinander angeordnete ortsfeste Düsen vorzusehen, die innen an
der Wandung der Behandlungskammer 1 oder die in der Wandung der Behandlungskammer
1 angeordnet sind.
[0026] Zur Aufnahme der zu behandelnden Teile weist die Behandlungsvorrichtung eine Teileaufnahmevorrichtung
mit einer ersten Dreheinheit 3 und einer zweiten Dreheinheit 4 auf. Die erste Dreheinheit
3 umfasst eine Tragvorrichtung 31, die drehbar an der Behandlungskammer 1 gelagert
ist, und die zweite Dreheinheit 4 umfasst die Teileaufnahme 41, die drehbar an der
Tragvorrichtung 31 der ersten Dreheinheit 3 gelagert ist. Zur drehbaren Lagerung der
Tragvorrichtung 31 ist ein erstes Lager 32 vorgesehen, das an der Behandlungskammer
1 befestigt ist und das eine erste Drehachse A-A der Tragvorrichtung 31 definiert.
Zur drehbaren Lagerung der Teileaufnahme 41 ist ein zweites Lager 42 vorgesehen, das
an der Tragvorrichtung 31 befestigt ist und das eine zweite Drehachse B-B der Teileaufnahme
41 definiert. Das erste und zweite Lager 32, 42 sind dabei derart räumlich versetzt
zueinander angeordnet, dass die erste Drehachse A-A und die zweite Drehachse B-B nicht
parallel zueinander verlaufen, sondern einen Winkel einschließen, der ungleich 0°
ist. Dieser Winkel liegt insbesondere beispielsweise zwischen 75° und 90°. Der Winkel
zwischen den beiden Drehachsen ist dabei definiert als der Winkel den eine erste imaginäre
Ebene, zu der die erste Drehachse A-A die Flächennormale darstellt, und eine zweite
imaginäre Ebene, zu der die zweite Drehachse B-B die Flächennormale darstellt, miteinander
einschließen. Die erste und zweite Drehachse A-A, B-B können einen gemeinsamen Schnittpunkt
besitzen, können jedoch auch windschief zueinander verlaufen. Unter Berücksichtigung
der zuvor genannten Definition für den durch diese beiden Drehachsen A-A, B-B eingeschlossenen
Winkel ist ein solcher Winkel auch für den Fall einer windschiefen Anordnung der Drehachsen
definiert. Anstatt der zuvor genannten imaginären Ebenen können zur Ermittlung des
Winkels zwischen den Drehachsen auch die Achsrichtungen der Drehachsen betrachtet
werden. Der Winkel zwischen den Drehachsen A-A, B-B entspricht dabei dem Winkel, den
die beiden Achsrichtungen miteinander einschließen.
[0027] Die zwei nicht parallel zueinander verlaufenden Drehachsen A-A, B-B schließen stets
zwei Winkel ein, einen ersten Winkel und einen zu dem ersten Winkel komplementären
zweiten Winkel, die sich zu 180° ergänzen. Unter einem Winkel zwischen zwei Drehachsen
ist im Zusammenhang mit der vorliegenden Beschreibung stets der kleinere dieser beiden
Winkel zu verstehen.
[0028] Die beiden Lager 32, 42 sind so angeordnet, dass beide Drehachsen A-A, B-B innerhalb
der Behandlungskammer 1 liegen bzw. die Behandlungskammer 1 schneiden. Die Drehachsen
können sich hierbei in der Behandlungskammer schneiden, oder können windschief zueinander
angeordnet sein. Bei einem Beispiel ist vorgesehen, die beiden Lager 32, 42 so anzuordnen,
dass beide Drehachsen A-A, B-B einen durch die Teileaufnahme 41 definierten Teileaufnahmebereich
schneiden. Die Drehachsen A-A, B-B können sich hierbei innerhalb des Teileaufnahmebereichs
schneiden, sie können jedoch auch windschief zueinander angeordnet sein. Der durch
die Teileaufnahme 41 definierte "Teileaufnahmebereich" ist der Bereich innerhalb der
Behandlungskammer 1, in dem Werkstücke während des Behandlungsprozesses durch die
Teileaufnahme 41 gehalten angeordnet sein können. Bei der in den Figuren 1 und 2 dargestellten
Teileaufnahme 41, die eine quaderförmige Rahmenkonstruktion aufweist, entspricht der
Teileaufnahmebereich beispielsweise dem Volumen, das durch die quaderförmige Rahmenkonstruktion
definiert ist.
[0029] Der Teilaufnahmebereich muss nicht notwendigerweise durch eine quaderförmige Rahmenkonstruktion
definiert sein. Allgemein ist der Teileaufnahmebereich ein Volumen innerhalb der Behandlungskammer
1, in dem durch die Teileaufnahme gehaltene Werkstücke während des Behandlungsprozesses
angeordnet sein können. Die Position dieses Volumens ist durch die Position der Teileaufnahme
41 bestimmt, und die Größe dieses Volumens entspricht dem maximal möglichen Volumen,
das Werkstücke besitzen dürfen, um durch die Teileaufnahme 41 aufgenommen werden zu
können.
[0030] Die beiden Lager 32, 42 sind so realisiert, dass eine Drehung der Tragvorrichtung
31 unabhängig von einer Drehung der Teileaufnahme 41 erfolgen kann. Die Drehrichtung
und die Drehgeschwindigkeit der Tragvorrichtung 31 einerseits und die Drehrichtung
und die Drehgeschwindigkeit der Teileaufnahme 41 andererseits können dadurch unabhängig
voneinander eingestellt werden. Bei einer Drehung sowohl der Tragvorrichtung 31 in
der Behandlungskammer 1, als auch der Teileaufnahme 41 innerhalb der Tragvorrichtung
31 unterliegt die Teileaufnahme 41 einer Bewegung, die sich aus einer Überlagerung
der beiden Drehbewegungen, nämlich der Drehbewegung der Tragvorrichtung 31 einerseits
und der Drehbewegung der Teileaufnahme 41 andererseits, ergibt. Die durch die Teileaufnahme
41 während eines Behandlungsprozesses gehaltenen Teile (in den Figuren 1 und 2 nicht
dargestellt) unterliegen somit dieser Bewegung. Die Tragvorrichtung 31 und die Teileaufnahme
41 sind jeweils vollständig drehbar gelagert, können also jeweils um 360° gedreht
werden bzw. rotieren.
[0031] Im Vergleich zu einer Behandlungsvorrichtung, bei der eine Teileaufnahme nur einfach
rotiert, ist bei der erläuterten Vorrichtung bedingt durch die Überlagerung der beiden
Drehbewegungen ein zusätzlicher Freiheitsgrad für die Positionierung der Teileaufnahme
41 bzw. der durch die Teileaufnahme 41 gehaltenen Teile bezogen auf die wenigstens
eine Düse 23 möglich. Selbst in dem zuvor genannten einfachen Fall, bei dem lediglich
eine einzige Düse starr in der Behandlungskammer 1 angeordnet ist, können durch Drehen
der Tragvorrichtung 31 und der Teileaufnahme 41 nacheinander alle in Richtung der
Wandung der Behandlungskammer 1 gelegenen Oberflächenbereiche der Teileaufnahme 41,
und damit alle in Richtung der Wandung der Behandlungskammer 1 gerichteten Oberflächenbereiche
der durch die Teileaufnahme 41 gehaltenen Teile unmittelbar mit einem durch die Düse
abgegebenen Behandlungsmedium beaufschlagt werden. Bei der Behandlung von Schüttgut
bewirkt die Bewegung der Teileaufnahme 41 eine permanente Durchmischung der Teile,
so dass im Verlauf des Behandlungsprozesses auch solche Teile, die zunächst "vergraben"
waren, in den Außenbereich eines für die Aufnahme des Schüttguts verwendeten Korbes
(nicht dargestellt) gelangen können und dort unmittelbar dem durch die Düse abgegebenen
Strahl des Behandlungsmediums ausgesetzt werden.
[0032] Indem Bewegungen der Teileaufnahme 41 um die beiden Drehachsen A-A, B-B unabhängig
voneinander möglich sind, kann die Teileaufnahme 41 unter beliebigen Raumwinkeln innerhalb
der Behandlungskammer 1 ausgerichtet werden. In Verbindung mit der Anordnung der Lager
32, 42 derart, dass die Drehachsen A-A, B-B durch den Teileaufnahmebereich verlaufen,
ermöglicht die Vorrichtung ein besonders effektives Behandlungsverfahren, wie nachfolgend
erläutert wird.
[0033] Zu Zwecken der Erläuterung sei ein Ausführungsbeispiel angenommen, bei dem sich die
Drehachsen A-A, B-B innerhalb des Werkstückaufnahmebereichs schneiden. Außerdem sei
angenommen, dass wenigstens eine Düse auf diesen Schnittpunkt gerichtet ist und dass
ein kugelförmiges Werkstück zu behandeln ist, das durch die Teileaufnahme so gehalten
ist, dass dessen Zentrum mit dem Schnittpunkt der Drehachsen A-A, B-B übereinstimmt.
Dadurch, dass die Teileaufnahme 41 voneinander unabhängige Drehbewegungen um die beiden
Achsen A-A, B-B vollziehen kann, kann jeder beliebige Punkt der Oberfläche des Werkstücks
so ausgerichtet werden, dass er auf einer Linie zwischen der Düse und dem Drehachsenschnittpunkt
liegt. Auf diese Weise kann auch bei Vorhandensein nur einer Düse jeder beliebige
Punkt der Oberfläche des Werkstücks mit einem aus der Düse abgegebenen Behandlungsmedium
beaufschlagt werden. Bei einem kugelförmigen Werkstück ist der Auftreffwinkel des
Behandlungsmediums für jeden beliebigen Punkt der Oberfläche des Werkstücks gleich.
Die Reinigung eines kugelförmigen Werkstücks stellt insofern den Idealfall dar. Bei
einem Werkstück mit einer beliebigen anderen Geometrie, dessen Zentrum im Schnittpunkt
der Drehachsen angeordnet ist, variiert der Auftreffwinkel abhängig von der Geometrie
des Werkstücks. Diese Variation des Auftreffwinkels ist allerdings ausschließlich
durch die Geometrie des Werkstücks bedingt und - da sich die Drehachsen A-A, B-B schneiden
- nicht zusätzlich durch die Bewegung der Teileaufnahme 41.
[0034] Eine Variation des Auftreffwinkels bedingt durch die Drehung der Teileaufnahme 41
liegt dann vor, wenn sich die Drehachsen nicht schneiden. Indem die beiden Drehachsen
A-A, B-B allerdings durch den Teileaufnahmebereich verlaufen, hält sich diese Variation
des Auftreffwinkels bei der erläuterten Behandlungsvorrichtung in Grenzen. Bei einer
Behandlungsvorrichtung, bei der die Drehachsen sich nicht schneiden, also windschief
verlaufen, ist die wenigstens eine Düse beispielsweise auf eine der beiden Drehachsen
A-A, B-B ausgerichtet oder auf eine virtuelle Verbindungslinie der beiden Drehachsen,
die senkrecht zu den beiden Drehachsen verläuft, ausgerichtet.
[0035] Die Reinigungseffizienz lässt sich dabei steigern, indem mehrere beabstandet zueinander
angeordnete Düsen vorgesehen werden und indem diese Düsen auf Umlaufbahnen, wie z.B.
Kreisbahnen, um die Teileaufnahme 41 bewegt werden, was mittels der erläuterten drehbar
gelagerten Düsenrohranordnung 21 gemäß der Figur 1 und 2 erreicht werden kann.
[0036] Die Teileaufnahme 41 ist beispielsweise als quaderförmige Rahmenkonstruktion ausgebildet,
die derart gelagert ist, dass eine Raumdiagonale des Quaders auf der zweiten Drehachse
B-B liegt. Dies wird beispielsweise dadurch erreicht, dass die Teileaufnahme 41 an
zwei sich raumdiagonal gegenüberliegenden Ecken drehbar gelagert ist. Hierzu kann
zusätzlich zu dem zweiten Lager 42, das die Teileaufnahme 41 an einer Ecke hält, ein
Hilfslager 43 vorgesehen sein, das die Teileaufnahme 41 an der raumdiagonal gegenüberliegenden
Ecke hält und das in dem dargestellten Beispiel ebenfalls an der Tragvorrichtung 31
angeordnet ist. Auf dieses Hilfslager 43 kann dann verzichtet werden, wenn das zweite
Lager 42 so dimensioniert ist, dass es alle die bei einer Rotationsbewegung der Teileaufnahme
41 wirkenden Kräfte aufnehmen kann.
[0037] Beispiele für das erste und zweite Lager 32, 42 werden nachfolgend anhand der Figuren
3 und 4 erläutert. Diese Figuren zeigen jeweils einen Querschnitt durch ein solches
Lager.
[0038] Bezugnehmend auf Figur 3 weist das beispielhaft dargestellte erste Lager 32 eine
Lagerbuchse 321 auf, an der ein Flansch 326 angeordnet ist. Das Lager 32 ist mittels
dieses Flansches 326, der auch in den Figuren 1 und 2 dargestellt ist an der Behandlungskammer
1 befestigt. Die Lagerbuchse 321 ist beispielsweise eine zylindrische Buchse, der
Flansch 326 ist beispielsweise ein ringförmiger Flansch. Die Befestigung des Flansches
an einer Wand der Behandlungskammer 1 erfolgt beispielsweise durch Verschrauben, kann
jedoch auch durch Verschweißen oder eine beliebige andere kraftschlüssige Verbindungsart
erfolgen.
[0039] Innerhalb der Lagerbuchse 321 ist eine erste Welle 322 angeordnet, die gegenüber
der Lagerbuchse 321 drehbar bzw. rotierbar gelagert ist. Ein Antrieb der ersten Welle
322 erfolgt beispielsweise mittels eines Elektromotors und eines Getriebes (jeweils
nicht dargestellt). Zur drehbaren Lagerung der ersten Welle 322 sind in dem dargestellten
Beispiel Kugellager 325
1, 325
2 zwischen der Lagerbuchse 321 und der ersten Welle 322 angeordnet. In nicht näher
dargestellter Weise können anstatt dieser Kugellager jedoch auch beliebige andere
Wälzlager wie z.B. Nadellager, oder auch Gleitlager vorgesehen sein. Um die erste
Welle 322 mit einem Drehmoment beaufschlagen zu können, ist ein erstes Antriebsrad
324 vorgesehen, das an einem dem Inneren der Behandlungskammer 1 abgewandten Ende
der ersten Welle 322 angeordnet ist. Dieses erste Antriebsrad 324 ist in dem dargestellten
Beispiel mit der ersten Welle 322 verschraubt, könnte jedoch auch auf beliebige andere
Weise kraftschlüssig mit der ersten Welle 322 verbunden sein. Das Antriebsrad 324
dient zum Antreiben der ersten Welle 322, und damit zum Antreiben der Tragvorrichtung
31, die in noch erläuterter Weise an dem dem Inneren der Behandlungskammer zugewandten
Ende der ersten Welle 322 befestigt ist. Das erste Antriebsrad 324 ist beispielsweise
Teil eines nicht weiter dargestellten Getriebes über welches ein Motor (ebenfalls
nicht dargestellt) die erste Welle 322 antreibt. Das erste Antriebsrad 324 ist - wie
dargestellt - beispielsweise ein Zahnrad, kann - abhängig von der Art des Getriebes
- jedoch auch ein Kettenrad oder eine Riemenscheibe sein. Dichtungen 326 zwischen
der Lagerbuchse 321 und der ersten Welle 322 sorgen für eine Abdichtung der Behandlungskammer
1 im Bereich des ersten Lagers 32.
[0040] Die Tragvorrichtung 31 ist an dem den Inneren der Behandlungskammer 1 zugewandten
Ende der ersten Welle 322 befestigt. In dem dargestellten Beispiel weist die erste
Welle 322 hierzu einen ringförmigen Flansch auf, mit dem die Tragvorrichtung 31 verschraubt
ist. Anstelle einer Verschraubung könnte jedoch auch eine beliebige andere kraftschlüssige
Verbindung zwischen der Tragvorrichtung 31 und der ersten Welle 322 vorgesehen sein.
Die räumliche Ausrichtung des ersten Lagers 32 an der Behandlungskammer 1 und damit
die Längsrichtung der ersten Welle 322 definieren die erste Drehachse A-A, die in
Figur 3 ebenfalls dargestellt.
[0041] Bezugnehmend auf Figur 4 weist das zweite Lager 42 eine Lagerbuchse 421 und eine
innerhalb der Lagerbuchse 421 drehbar angeordnete zweite Welle 422 auf. Eine Längsrichtung
dieser zweiten Welle 422 definiert dabei die zweite Drehachse B-B, die in Figur 4
ebenfalls dargestellt ist. Zur drehbaren bzw. rotierbaren Lagerung der zweiten Welle
422 innerhalb der Lagerbuchse 421 sind in dem dargestellten Beispiel Kugellager 423
1, 423
2 zwischen der zweiten Welle 422 und der Lagerbuchse 421 angeordnet. Anstelle solcher
Kugellager können auch beliebige andere Lager, wie z.B. Nadellager oder Gleitlager,
vorgesehen werden. Die Teileaufnahme 41 ist an einem Ende dieser zweiten Welle 422
befestigt. Hierzu ist in dem dargestellten Beispiel eine Klemmvorrichtung 424 vorgesehen.
Anstelle einer solchen Klemmvorrichtung 424 können jedoch auch beliebige andere form-
und/oder kraftschlüssige Verbindungen zwischen der zweiten Welle 422 und der Teileaufnahme
41 vorgesehen sein, die geeignet sind, ein Drehmoment von der zweiten Welle 422 auf
die Teileaufnahme 41 (in Figur 4 nicht dargestellt) zu übertragen.
[0042] Zum Beaufschlagen der zweiten Welle mit einem Drehmoment ist in dem dargestellten
Beispiel ein Kettenrad 425 vorgesehen, das kraftschlüssig mit der zweiten Welle 422
verbunden ist und das durch eine Kette 436 angetrieben ist. Zum Antreiben dieser Kette
436 weist die dargestellte Behandlungsvorrichtung eine dritte Welle und ein kraftschlüssig
mit dieser dritten Welle verbundenes Kettenrad auf. Bezugnehmend auf Figur 3 ist diese
dritte Welle 431 beispielsweise innerhalb der ersten Lagerbuchse 321 angeordnet und
in dieser Lagerbuchse aus der Behandlungsbehälter nach außen geführt. Die erste Welle
322 ist dabei als Hohlwelle ausgebildet, und die dritte Welle 431 ist innerhalb dieser
Hohlwelle 322 angeordnet und drehbar gegenüber der ersten Welle 322 gelagert. Die
drehbare Lagerung der dritten Welle 431 gegenüber der ersten Welle 322 ermöglicht
voneinander unabhängige Drehbewegungen der ersten und dritten Welle 322, 431 und damit
voneinander unabhängige Drehbewegungen der Tragvorrichtung 31 andererseits und der
über die Kette 436 und die zweite Welle (422 in Figur 4) angetriebenen Teileaufnahme
41 andererseits.
[0043] Die dritte Welle 431 weist im Bereich eines außerhalb der Behandlungskammer 1 (in
Figur 3 gestrichelt dargestellt) angeordneten Endes ein Antriebsrad 432 auf, das kraftschlüssig
mit der dritten Welle 431 in Verbindung steht. Dieses Antriebsrad 432 ist Teil eines
Getriebes das in Figur 3 nicht weiter dargestellt ist, und über das die dritte Welle
431 durch einen Motor (ebenfalls nicht dargestellt) während des Betriebs der Behandlungsvorrichtung
angetrieben wird. Das Antriebsrad 432 ist in dem dargestellten Beispiel ein Kettenrad,
kann abhängig von der Art des Getriebes jedoch auch ein Zahnrad oder eine Riemenscheibe
sein. Die kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Antriebsrad 432 und der dritten
Welle 431 ist in dem dargestellten Beispiel durch eine Passfeder 433 hergestellt.
Selbstverständlich eignen sich anstelle einer Passfeder hierzu auch beliebige andere
Arten von form- und/oder kraftschlüssigen Verbindungen, wie z.B. eine Klemmnabe. Das
die Kette 436 antreibende Kettenrad 434 ist an dem im Inneren der Behandlungskammer
1 angeordneten Ende der dritten Welle 431 kraftschlüssig mit dieser dritten Welle
431 verbunden. Diese kraftschlüssige Verbindung erfolgt in dem dargestellten Beispiel
mittels einer Passfeder 435. Anstelle einer solchen Passfeder eignet sich jedoch auch
eine beliebige andere kraftschlüssige Verbindung.
[0044] Im einfachsten Fall genügen zur Übertragung eines Drehmoments von der dritten Welle
431 auf die zweite Welle 422 das an der zweiten Welle 422 angeordnete Kettenrad 425,
die Kette 436 und das im Inneren der Behandlungskammer 1 angeordnete Kettenrad 434
der dritten Welle 431. Um eine optimale Führung und Spannung der Kette 436 zu erreichen,
können optional Führungskettenräder 437 vorgesehen sein, wie sie in den Figuren 2
und 3 beispielhaft dargestellt sind.
[0045] Das Kettenrad 434 und die optional vorhandenen Führungskettenräder 437 sind bezugnehmend
auf Figur 3 bei der beispielhaft dargestellten Behandlungsvorrichtung in einem Gehäuse
311 untergebracht, das in Figur 2 in geöffnetem Zustand dargestellt ist. Dieses Gehäuse
311 ist Teil der Tragvorrichtung 31 und ist kraftschlüssig an der ersten Welle 322
befestigt.
[0046] Übrige Teile dieser Tragvorrichtung 31 sind bei der Behandlungsvorrichtung gemäß
dem dargestellten Beispiel bezugnehmend auf die Figuren 1 und 2 als Hohlprofilkonstruktion
mit zwei parallel verlaufenden und eine ringförmige Geometrie besitzenden Rohren ausgebildet.
Das zweite Lager 42 und das optional vorhandene Hilfslager 43 sind an dieser Hohlprofilkonstruktion
befestigt. Die Kette 436 ist innerhalb dieser Hohlprofilkonstruktion zwischen dem
Gehäuse 311 und dem zweiten Lager 42 geführt, was insbesondere in den Figuren 1 und
2 dargestellt ist, in denen eines 31
2 der zwischen dem Gehäuse 311 und dem zweiten Lager 42 parallel zueinander verlaufenden
Rohre aufgeschnitten dargestellt ist. Die Kette 436 ist dabei in Antriebsrichtung
in einem dieser beiden Rohrabschnitte 31
1, 31
2 und in Abtriebsrichtung in dem anderen dieser beiden Rohrabschnitte geführt. Diese
Rohrabschnitte münden jeweils an einem Ende an das Gehäuse 311 und an dem anderen
Ende in die Lagerbuchse 421 des zweiten Lagers 42.
[0047] Die Führung der Kette in zwei parallel verlaufenden Rohren verhindert auf einfache
Weise dass sich die parallel verlaufenden Kettenabschnitte gegenseitig berühren. Anstelle
von zwei parallel verlaufenden Rohren könnte bei einer Variante auch nur ein Rohr
vorgesehen werden, in dem die Kette verläuft. In diesem Fall sind innerhalb des Rohres
gegebenenfalls Abstandshalter vorzusehen, die ein gegenseitiges Berühren der Kettenabschnitte
verhindern.
[0048] Die Kette 436 ist in dem dargestellten Beispiel als Bogenkette realisiert und ermöglicht
so eine Drehmomentübertragung von der dritten Welle 431, die sich in Richtung der
ersten Drehachse A-A erstreckt, auf die zweite Welle 422, die sich in Richtung der
zweiten Drehachse B-B erstreckt. Diese Bogenkette ist in einer Richtung, die quer
zur Zugrichtung der Kette und in einer Richtung die längs der Gelenkachsen der einzelnen
Kettenglieder verläuft, verbiegbar. Als Antriebselement zum Antreiben der zweiten
Welle könnte anstelle einer Kette auch ein Riemen, insbesondere ein Zahnriemen verwendet
werden. Die Kettenräder 434, 425 in dem ersten und zweiten Lager 32, 34 sind in diesem
Fall durch geeignete, an das Antriebselement angepasste Antriebsräder zu ersetzen.
Ein solches Antriebselement kann entsprechend der erläuterten Kette 436 ebenfalls
innerhalb einer Hohlprofilkonstruktion der Tragvorrichtung 31 geführt werden, wobei
gegebenenfalls noch zusätzliche Führungselemente, insbesondere Rollen, innerhalb der
Tragvorrichtung vorgesehen sein können.
[0049] Es sei darauf hingewiesen, dass die Ausbildung der ersten Welle 322 als Hohlwelle
und der dritten Welle 431 als Welle innerhalb dieser Hohlwelle lediglich als Beispiel
zu verstehen ist. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, die dritte Welle
als Hohlwelle auszubilden und die erste Welle in dieser Hohlwelle drehbar gegenüber
der Hohlwelle gelagert anzuordnen.
[0050] Bezugnehmend auf Figur 5 besteht auch die Möglichkeit, die zweite Welle 422 mittels
eines Elektroantriebs anzutreiben, der einen Elektromotor 50, der beispielsweise ein
Asynchronmotor ist, und ein zwischen der Welle 422 und dem Elektromotor angeordnetes
Getriebe 70 aufweist. Der Elektromotor kann in einem abgedichteten Gehäuse 80 angeordnet
sein, das unmittelbar an der Tragvorrichtung 31 befestigt ist.
[0051] Zur Stromversorgung sind an den Motor 50 zwei Stromversorgungsleitungen, eine Hinleitung
51A und eine Rückleitung 51A, angeschlossen, die in dem Beispiel in der Tragvorrichtung
31 geführt sind, die jedoch auch außerhalb der Tragvorrichtung 31 angeordnet sein
können. Der Innenraum der Tragvorrichtung 31, in der die Leitungen geführt sind, ist
beispielsweise gegenüber dem Innenraum der Behandlungskammer 31 abgedichtet.
[0052] Eine Welle 52 des Motors 50 ist an einen Zwischenflansch 71 des Getriebes 70 gekoppelt
und treibt über das Getriebe 70 einen Getriebeflansch oder Abtriebsflansch 73 an,
an dem die zweite Welle 422 drehmomentschlüssig befestigt ist.
[0053] Optional ist der Motor 50 kühlbar. In dem dargestellten Beispiel wird der Motor über
den Zwischenflansch 71 des Getriebes 70 gekühlt. Entlang dieses Zwischenflansches
71 verlaufen Kühlkanäle 72, an die Kühlleitungen 61 angeschlossen sind. In Figur 5
ist lediglich eine Kühlleitung 61 dargestellt, die entweder eine Zuleitung zum Zuführen
von Kühlmittel oder eine Ableitung zum Ableiten von Kühlmittel ist. Diese Kühlleitungen
61 sind in dem dargestellten Beispiel ebenfalls in der Tragvorrichtung 31 geführt.
[0054] Anstelle des in Figur 5 dargestellten Getriebes könnte auch ein anderes Getriebe
zum Antreiben der zweiten Welle 422 verwendet werden. So kann das Getriebe beispielsweise
einen Kettenantrieb zum Antreiben des in Figur 4 dargestellten Kettenrads 425 oder
ein beliebiges anderes Getriebe sein, das zum Antreiben der Welle 422 geeignet ist.
Dieses Getriebe kann insbesondere ein Zahnradgetriebe sein.
[0055] Bei Verwendung eines Elektroantriebs kann auf die Kette 436 oder ein vergleichbares
Antriebselement und damit auch auf die dritte Welle 431 in dem ersten Lager 32 verzichtet
werden. Zur Stromversorgung dieses Motors sind die zuvor erläuterten Beispiel Stromversorgungsleitungen
51A, 51B vorhanden, die im Bereich des ersten Lager 32 anstelle der dritten Welle
431 in die Behandlungskammer 1 geführt sind und die entlang der Tragvorrichtung 31
zu dem Elektromotor geführt sind. Zusätzlich zu den Stromversorgungsleitungen sind
optional die Kühlleitungen 61 vorgesehen, die ebenfalls im Bereich des ersten Lagers
32 in die Behandlungskammer 1 geführt sind und die innerhalb des Tragvorrichtung 31
zu dem Elektromotor 50 geführt sind. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen,
dass diese Leitungen nicht notwendigerweise innerhalb der Tragvorrichtung 31 geführt
müssen, sondern auch entlang der Tragvorrichtung 31 geführt sein können.
[0056] Ein Beispiel eines ersten Lagers 32 über das Strom- und Kühlleitungen in die Behandlungskammer
geführt sind, ist in Figur 6 dargestellt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist in
Figur 6 lediglich eine Stromleitung 51 und eine Kühlleitung 61 dargestellt, die Zuführung
einer weiteren Stromleitung und einer weiteren Kühlleitung funktioniert entsprechend.
In Figur 6 sind gleiche Teile wie bei dem Lager gemäß Figur 3 mit gleichen Bezugszeichen
bezeichnet.
[0057] Die erste Welle 322 ist bei dem dargestellten Lager 32 als Hohlwelle ausgeführt,
in der die Stromleitung 51 und die Kühlleitung 61 zu der Tragvorrichtung 31 geführt
sind. Die Kühlleitung 61 ist an eine Drehdurchführung angeschlossen. Diese Drehdurchführung
umfasst einen die erste Welle 322 ringförmig umlaufenden Kanal 62, der fest angeordnet
ist und gegenüber dem sich die Welle 322 dreht. Die Kühlleitung 61 mündet durch die
Wandung der Welle 322 hindurch in diesen Kanal. An einer der Welle 322 abgewandten
Seite weist dieser Kanal 62 eine Zufluss- oder Abflussöffnung 63 auf, über die Kühlmittel
zugeführt oder abgeführt wird.
[0058] Die Stromleitung 51 ist an ein Schleifringsystem angeschlossen, das einen fest mit
der Welle 322 verbundenen ersten Ring 52 und einen gegenüber der Welle 322 festen
zweiten Ring 53 aufweist. An den zweiten Ring 53 ist eine Stromversorgungsleitung
54 angeschlossen. Die beiden Ringe 52, 52 sind elektrisch leitend und umfassen jeweils
Kontaktflächen, die sich gegenseitig berühren. Bei Rotation der Welle 322 dreht sich
bei dem dargestellten Schleifringsystem der innere erste Ring 52 innerhalb des starren
äußeren zweiten Rings 53, wobei eine elektrisch leitende Verbindung zwischen der inneren
Stromleitung 51 und der äußeren Zuführleitung 54 über die beiden Ringe 52, 53 und
die aneinander gleitenden Kontaktflächen der Ringe 52, 53 gewährleistet ist. Aus Gründen
der Übersichtlichkeit sind Isolationen zwischen den Ringen 52, 53 und der Welle 322
bzw. anderen mechanischen Teilen der Behandlungskammer in Figur 6 nicht dargestellt.
[0059] Anstelle eines Elektroantriebs kann auch ein Hydraulikantrieb oder ein Pneumatikantrieb
mit einem Hydraulik- oder Pneumatikmotor und einem zwischen dem Motor und der Welle
angeordneten Getriebe vorgesehen sein. Die Versorgung eines solchen Antriebs erfolgt
entsprechend der Versorgung des Elektroantriebs, wobei anstelle eines Stromkabels
eine entsprechende Versorgungsleitung vorgesehen, wird.
[0060] Figur 7 zeigt anhand einer Schnittdarstellung ein Beispiel für ein Lager 22 einer
drehbaren Düsenvorrichtung, wie es in den Figuren 1 und 2 dargestellt ist. Dieses
Lager 22, das nachfolgend als drittes Lager bezeichnet wird, weist eine Lagerbuchse
221 und einen an der Lagerbuchse 221 befestigten Flansch 222 auf, der an der Behandlungskammer
1 (in Figur 7 nur abschnittsweise und gestrichelt dargestellt) befestigt ist. Die
Befestigung dieses Flansches 222 an der Behandlungskammer 1 erfolgt beispielsweise
mittels Schrauben, kann jedoch auch durch beliebige andere kraftschlüssige Verbindungstechniken,
insbesondere Schweißen, erfolgen. Innerhalb dieser Lagerbuchse 221 ist eine Durchführungseinheit
mit einem Zuführrohr 223 zur Zuführung eines oder mehrerer Behandlungsmedien in das
Innere der Behandlungskammer 1 drehbar angeordnet. Die drehbare Lagerung erfolgt in
dem dargestellten Beispiel mittels Kugellagern 224
1, 224
2, kann jedoch auch mittels beliebiger anderer Lager, wie beispielsweise Nadellager
oder Gleitlager, erfolgen. Dichtungen 227 dichten die Behandlungskammer zwischen der
Lagerbuchse 221 und dem Zuführrohr 223 ab.
[0061] Innerhalb des Zuführrohres 223 sind in dem dargestellten Beispiel mehrere untereinander
getrennte Zuführkanäle angeordnet: Zwei Kanäle 225
1, 225
2 für ein Reinigungsmedium; und zwei Kanäle 225
3, 225
4 zur Zuführung eines trocknenden Behandlungsmediums. Über einen Verteiler 226 der
für jeden der Kanäle eine Auslassöffnung 226
1, 226
2 aufweist, und von denen in Figur 5 lediglich zwei dargestellt sind, münden diese
Zuführkanäle 225
1-225
4 in jeweils eines der an dem Verteiler 226 befestigten und bereits zuvor erläuterten
Düsenrohre 21
1-21
4.
[0062] Zur Zuführung der Behandlungsmedien in die Zuführkanäle 225
1-225
4 der drehbar angeordneten Rohranordnung 223 ist außerhalb der Behandlungskammer 1
eine Drehdurchführung vorgesehen, die beispielhaft in Figur 8 dargestellt ist. Diese
Drehdurchführung weist für jedes der zwei unterschiedlichen Behandlungsmedien einen
das Zuführrohr 223 ringförmig umschließenden Kanal 228, 229 auf. Das Zuführrohr 222
ist gegenüber diesen Kanälen 228, 229 drehbar angeordnet. Die Zuführkanäle 225
1-225
4 weisen jeweils eine Einlassöffnung zu einem dieser Kanäle 228, 229 hin auf.
[0063] Figur 8 zeigt einen Querschnitt durch die Zuführkanäle 225
1, 225
2, die jeweils eine Zuführöffnung zu dem ersten ringförmigen Kanal 228 aufweisen. Der
zweite ringförmige Kanal 229 ist in Längsrichtung der Rohranordnung 223 versetzt zu
dem ersten Kanal 228 angeordnet und mündet in die beiden anderen Zuführkanäle 225
3, 225
4, die bezugnehmend auf Figur 2 in radialer Richtung des Zuführrohres 223 versetzt
zu den beiden anderen Kanälen 225
1, 225
2 angeordnet sind und die in Figur 6 nicht dargestellt sind. Eine Medienzufuhr zu den
beiden ringförmigen Kanälen 228, 229 erfolgt jeweils durch eine Zuführleitung 230,
231.
[0064] Wie bereits erläutert, ist die drehbare Lagerung der Düsenvorrichtung optional. Im
Fall stationär in der Behandlungskammer 1 angeordneter Düsen vereinfacht sich die
Düsenvorrichtung entsprechend.
[0065] Bei dem in den Figuren 1 und 2 dargestellten Beispiel weist die Tragevorrichtung
31 zwei Lager auf, das bereits erläuterte erste Lager 32 und ein bezogen auf die Drehachse
A-A in Verlängerung des ersten Lagers 32 angeordnetes und optional vorhandenes Hilfslager
34. Dieses Hilfslager 34 ist bezugnehmend auf die Figuren 4 und 5 in dem dargestellten
Beispiel an dem Verteiler 226 für die Behandlungsmedien angeordnet. Das Lager 34 ist
in dem dargestellten Beispiel als Gleitlager mit einer Lagerbuchse 342 und einer in
der Lagerbuchse 342 drehbar angeordneten Welle 343 realisiert. Die Tragvorrichtung
31 ist hierbei mittels einer Klemmvorrichtung 341 an der Welle 343 befestigt.
[0066] Zur drehbaren Lagerung der Düsenvorrichtung 2 ist in dem dargestellten Beispiel außer
dem dritten Lager 22 ein weiteres Hilfslager 24 vorhanden. Dieses Hilfslager ist in
dem dargestellten Beispiel ebenfalls als Gleitlager realisiert und weist eine Lagerbuchse
(Bezugszeichen 241 in Figur 3) auf, die gleitend auf der Lagerbuchse 321 des ersten
Lagers 32 angeordnet ist.
[0067] Bei den anhand der Figuren 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispielen stimmt eine
dritte Drehachse C-C der Düsenvorrichtung 2, die durch das dritte Lager 22 definiert
ist, mit der ersten Drehachse A-A der Tragvorrichtung 31 überein. Bezugnehmend auf
Figur 9, in der ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Behandlungsvorrichtung dargestellt
ist, besteht auch die Möglichkeit, das dritte Lager 22 derart an der Behandlungskammer
1 anzuordnen, dass die dritte Drehachse C-C nicht mit der ersten Drehachse A-A übereinstimmt
und nicht parallel zu dieser Drehachse verläuft, sondern dass eine Richtung der dritten
Drehachse C-C und eine Richtung der ersten Drehachse A-A einen Winkel ungleich 0°
einschließen. Dieser Winkel liegt beispielsweise zwischen 30° und 90°. Entsprechend
schließt die dritte Drehachse C-C mit der zweiten Drehachse B-B ebenfalls einen Winkel
ein, der ungleich 0° ist.
[0068] Bei einem nicht dargestellten Beispiel ist vorgesehen, dass ein erster Winkel zwischen
der ersten und der zweiten Drehachse A-A, B-B zwischen 75° und 90° liegt, dass ein
zweiter Winkel zwischen der ersten und der dritten Drehachse A-A, C-C zwischen 75°
und 90° liegt und dass ein dritter Winkel zwischen der zweiten und der dritten Drehachse
B-B, C-C zwischen 75° und 90° liegt.
[0069] Die erläuterte Behandlungsvorrichtung eignet sich zur Durchführung eines Behandlungsverfahrens,
sei es ein Reinigungsverfahren und/oder ein Trocknungsverfahren, bei dem die Teileaufnahme
41 um die zweite Drehachse B-B und über die Tragvorrichtung 31 gleichzeitig und unabhängig
von der Bewegung um die zweite Drehachse B-B um die erste Drehachse A-A rotiert. Die
Rotationsgeschwindigkeiten der Rotationen um diese beiden Achsen A-A, B-B können dabei
gleich sein, können sich jedoch auch voneinander unterscheiden.
[0070] Da Bewegungen der Teileaufnahme 41 um die erste und zweite Drehachse A-A, B-B bei
der erläuterten Behandlungsvorrichtung unabhängig voneinander möglich sind, lässt
sich die Teileaufnahme 41 - wie erläutert - beliebig innerhalb der Behandlungskammer
1 positionieren. Dies ermöglicht eine gezielte Behandlung einzelner "kritischer" Stellen
eines Werkstücks mit einem Behandlungsmedium, das aus einer der Düsen 23 abgegeben
wird. Die Teileaufnahme 41 wird hierbei so positioniert, dass die zu behandelnde kritische
Stelle des Werkstücks auf eine der Düsen 23 ausgerichtet ist. Anschließend wird ein
Behandlungsmedium aus der Düse auf die zu behandelnde Stelle des Werkstücks abgegeben.
Diese Art der Behandlung kann nacheinander für mehrere kritische Stellen des Werkstücks
durchgeführt werden.
[0071] Das Behandlungsmedium ist beispielsweise eine Reinigungsflüssigkeit, um das Werkstück
gezielt an einer Stelle effektiv zu reinigen, oder ein Trocknungsmedium, um das Werkstück
an einer Stelle effektiv zu trocknen. Kritische Stellen eines zu behandelnden Werkstücks
sind beispielsweise Bohrungen. Diese Bohrungen sind sowohl schwierig zu reinigen als
auch schwierig zu trocknen.
[0072] Die zur Behandlung kritischer Stellen verwendete Düse der Behandlungsvorrichtung
kann eine Düse 23 einer rotierbaren Düsenrohranordnung 21 sein, wie sie beispielsweise
anhand der Figuren 1 und 2 erläutert wurde, wobei diese Düsenrohranordnung bei der
gezielten Reinigung kritischer Stellen des Werkstücks beispielsweise an einer festen
Position bleibt. Die Düse 23 kann darüber hinaus auch eine stationär innen an der
Behälterwand oder in der Behälterwand angeordnete Düse sein, wie sie beispielsweise
in Figur 2 dargestellt ist.
[0073] Eine Schwierigkeit bei der gezielten Behandlung einzelner Stellen eines Werkstücks
unter Verwendung einer Düse 23 kann darin bestehen, durch Drehen der Tragvorrichtung
31 um die erste Drehachse A-A und der Teileaufnahme 41 um die zweite Drehachse B-B
die Teileaufnahme 41 so zu positionieren, dass eine kritische Stelle einer Werkstückoberfläche
auf die Düse 23 ausgerichtet ist. Die Position der Teileaufnahme 41 selbst kann dabei
über Drehgeber erfasst werden, die eine Rotation der Tragvorrichtung 31 um die erste
Drehachse A-A und der Teileaufnahme 41 um die zweite Drehachse B-B erfassen. Diese
Drehgeber können in grundsätzlich bekannter Weise an der ersten Welle 322 und der
zweiten Welle 422 angeordnet sein. Der Drehgeber der ersten Welle 322 kann dabei außerhalb
der Behandlungskammer 1 angeordnet sein. Der Drehgeber 422 für die zweite Welle kann
innerhalb der Behandlungskammer angeordnet sein, wobei ein Signal dieses zweiten Drehgebers
beispielsweise über ein Schleifringsystem - entsprechend dem Schleifringsystem wie
es für die Stromzuführung erläutert wurde - oder berührungslos mittels eines induktiven
Übertragungssystems aus der Behandlungskammer 1 heraus geführt werden kann. Bei Verwendung
eines Elektromotors zum Antreiben der zweiten Welle 422 kann der zweite Drehgeber
in dem Elektromotor integriert sein. Elektromotoren mit integrierten Drehgeber sind
bekannt, so dass auf weitere Ausführungen hierzu verzichtet werden kann.
[0074] Die Position der Teileaufnahme 41 innerhalb der Behandlungskammer 1 ist durch zwei
Koordinaten bestimmt: Den Drehwinkel der Tragvorrichtung 31, das heißt, den Drehwinkel
um die erste Rotationsachse A-A; und den Drehwinkel der Teileaufnahme 41 um die zweite
Well 422. Die Teileaufnahme 41 ist bei dieser Behandlungsvorrichtung durch Drehen
um die beiden Achsen an beliebigen Positionen positionierbar.
[0075] Zur gezielten Reinigung einzelner Stellen eines durch die Teileaufnahme 41 aufgenommenen
Werkstückes ist es erforderlich, die Position der Teileaufnahme 41 zu identifizieren,
bei der die kritische Stelle des Werkstücks auf die Behandlungsdüse 23 ausgerichtet
ist. Die Identifizierung solcher Positionen kann auf unterschiedliche Weise erfolgen,
wie nachfolgend erläutert ist:
[0076] Bei einem ersten Verfahren ist vorgesehen, anhand eines Computermodells des zu reinigenden
Werkstücks und der Behandlungskammer 1 mit der darin angeordneten Teileaufnahme 41
Winkelpositionen der Teileaufnahme 41 zu identifizieren, bei denen vorher festgelegte
kritische Stellen auf eine Reinigungsdüse der Behandlungskammer ausgerichtet sind.
Während eines anschließenden Behandlungsprozesses werden die so ermittelten Koordinaten
verwendet, um die Teileaufnahme 41 gezielt an den kritischen Stellen zu positionieren,
um so eine Behandlung der kritischen Stellen des Werkstücks zu ermöglichen.
[0077] Bei einem weiteren Verfahren ist vorgesehen, die Positionierung der Teileaufnahme
41 zur Behandlung kritischer Stellen des Werkstücks unmittelbar anhand der Behandlungsvorrichtung
festzulegen. Hierzu wird die Teileaufnahme 41 mit den zu behandelnden Werkstück durch
eine Bedienperson manuell gesteuert so positioniert, dass eine kritische Stelle des
Werkstücks auf eine Behandlungsdüse 23 gerichtet ist. Die durch diese Position erhaltenen
Koordinaten werden gespeichert und dieser Vorgang kann für mehrere kritische Stellen
des Werkstücks durchgeführt werden. Während eines anschließenden automatisch durchgeführten
Reinigungsprozesses werden die zuvor gespeicherten Koordinaten kritischer Stellen
dazu verwendet, die Teileaufnahme 41 gezielt zur Behandlung der kritischen Stellen
zu positionieren. Diese gezielte Reinigung kann zusätzlich zu einer "Gesamtreinigung"
erfolgen, bei der die Werkstückoberfläche gleichmäßig durch Rotieren der Teileaufnahme
um beide Achsen und Abgabe eines Reinigungsmediums aus den Düsen 23 abgereinigt wird.
[0078] Die Behandlungskammer 1 kann ein Sichtfenster aufweisen, das es einer Bedienperson
ermöglicht, während des "Lernprozesses" zur Positionierung des Werkstücks die Bewegung
der Teileaufnahme 41 und des Werkstücks innerhalb der Behandlungskammer 1 nachzuvollziehen.
Schwierig bei einer solchen manuellen Positionierung der Teileaufnahme 41 kann sein,
exakt zu erkennen, wann eine zuvor als kritisch identifizierte Stelle auf eine Behandlungsdüse
23 ausgerichtet ist. Um diese Positionierung zu erleichtern, ist bei einem Beispiel
vorgesehen, eine Lichtstrahlenquelle, wie zum Beispiel eine Leuchtdiode oder ein Laserdiode,
an der Düse 23 anzuordnen, die während des Lernprozesses den während der späteren
Behandlung aus der Düse abgegebenen Behandlungsstrahl simuliert. Diese Lichtquelle
wird während des Lernprozesses eingeschaltet, wobei in der Behandlungskammer während
des Lernprozesses idealerweise keine Reinigungsflüssigkeit vorhanden ist, um gute
Sichtbedingungen während des Lernprozesses zu haben.
Figur 2 zeigt schematisch ein Beispiel einer solchen Lichtquelle 90, die im Bereich
der ortsfesten Düse 23 angeordnet ist. Diese Lichtquelle ist in dem dargestellten
Beispiel an der Innenwand der Behandlungskammer unmittelbar neben der Düse 23 angeordnet.
Ein Stromkabel, das in Figur 2 lediglich schematisch dargestellt ist, zur Stromversorgung
der Lichtquelle ist in dem Beispiel durch die Wand der Kammer 1 geführt. Die Lichtquelle
90 und die Düse 23 sind so ausgerichtet, dass während des Betriebs ein durch die Düse
23 abgegebener Strahl eines Behandlungsmediums und ein durch die Lichtquelle 90 abgegebener
Lichtstrahl parallel verlaufen oder sich an einem Punkt im Teileaufnahmebereich schneiden,
um mittels des Lichtstrahls den Verlauf des Behandlungsstrahls möglichst gut zu simulieren.
Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, die Lichtquelle statt neben der Düse
unmittelbar am Düsenauslass der Düse 23 anzuordnen, um so einen möglichst identischen
Verlauf des Lichtstrahls und des durch die Düse 23 abgegebenen Behandlungsstrahls
zu erreichen.
[0079] Bei einem weiteren Beispiel ist vorgesehen, wenigstens zwei oder mehr Lichtquellen
um die Düse 23 herum so anzuordnen, dass die Düse zwischen wenigstens zwei der Lichtquellen
liegt. Diese Lichtquellen können so angeordnet sein, dass deren Lichtstrahlen parallel
verlaufen, oder so, dass sich deren Lichtstrahlen im Teileaufnahmebereich schneiden.
Im zuerst genannten Fall ist eine Justierung der Teileaufnahme 41 auf die Düse dadurch
leicht möglich, dass bei eingeschalteten Lichtquellen, der simulierte Auftreffpunkt
des Behandlungsmediums auf einen Punkt der Oberfläche des Werkstücks zwischen den
Lichtpunkten liegt, die die Lichtquellen an der Oberfläche des Werkstücks erzeugen.
1. Behandlungsvorrichtung mit einer flüssigkeitsdichten und/oder druckdichten Behandlungskammer
(1), einer Düsenvorrichtung (2), die wenigstens eine in der Behandlungskammer (1)
angeordnete Düse (23) aufweist, und mit einer Teileaufnahmevorrichtung, die aufweist:
eine erste Dreheinheit (3) mit einer Tragvorrichtung (31), die im Innern der Behandlungskammer
(1) angeordnet ist und die vollständig um eine erste Drehachse (A-A) drehbar an der
Behandlungskammer (1) gelagert ist,
eine zweite Dreheinheit (4) mit einer Teileaufnahme (41), die unabhängig von der ersten
Dreheinheit (3) vollständig um eine zweite Drehachse (B-B) drehbar an der Tragvorrichtung
(31) gelagert ist,
wobei die erste und die zweite Drehachse (A-A, B-B) einen ersten Winkel einschließen,
der ungleich 0° ist.
2. Behandlungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei der Teileaufnahme (41) einen Teileaufnahmebereich
definiert und bei der die erste und die zweite Drehachse (A-A, B-B) durch den Teileaufnahmebereich
verlaufen.
3. Behandlungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei der der erste Winkel ein Winkel zwischen
75° und 90° ist.
4. Behandlungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Teileaufnahme (41) eine
quaderförmige Rahmenkonstruktion aufweist, die derart angeordnet ist, dass zwei auf
einer Raumdiagonale der quaderförmigen Rahmenkonstruktion liegende Ecken auf der zweiten
Drehachse (B-B) liegen.
5. Behandlungsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei der die erste Dreheinheit
(3) eine erste Welle (322) aufweist, durch die die Tragvorrichtung (31) drehbar gelagert
ist und bei der die zweite Dreheinheit (4) eine zweite Welle (422) aufweist, durch
die die Teileaufnahme (41) drehbar gelagert ist.
6. Behandlungsvorrichtung nach Anspruch 4, bei der die zweite Dreheinheit (4) außerdem
aufweist:
eine dritte Welle (431); und
ein Antriebselement (436), das zwischen die zweite (422) und die dritte Welle (431)
gekoppelt ist.
7. Behandlungsvorrichtung nach Anspruch 5, bei der das Antriebselement (436) eine Kette
oder ein Riemen ist.
8. Behandlungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 7,
bei der eine (322) der ersten und dritten Wellen als Hohlwelle ausgebildet, und
bei der die andere (431) der ersten und dritten Wellen drehbar innerhalb der Hohlwelle
(322) gelagert ist.
9. Behandlungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, bei der die Tragvorrichtung
(31) wenigstens abschnittsweise als Hohlprofilkonstruktion ausgebildet ist und bei
der das Antriebselement zwischen der zweiten und dritten Welle (422, 431) wenigstens
abschnittsweise innerhalb dieser Hohlprofilkonstruktion angeordnet ist.
10. Behandlungsvorrichtung nach Anspruch 9, bei der die Tragvorrichtung wenigstens zwischen
der zweiten und der dritten Welle (422, 431) zwei parallel verlaufende Rohrabschnitte
(311, 312) aufweist und bei der das Antriebselement (436) in Antriebsrichtung in einem dieser
Rohrabschnitte und in Abtriebsrichtung in dem anderen dieser Rohrabschnitte verläuft.
11. Behandlungsvorrichtung nach Anspruch 5, bei der die zweite Dreheinheit (4) aufweist:
einen Elektro- einen Hydraulik oder eine Pneumatikantrieb, der an der Tragvorrichtung
angeordnet ist und der an die zweite Welle (422) gekoppelt ist;
eine Versorgungsleitung (51) zu dem Antrieb.
12. Behandlungsvorrichtung nach Anspruch 11, bei der die erste Welle als Hohlwelle ausgebildet
ist und bei der wenigstens eine Versorgungsleitung (51) innerhalb dieser Hohlwelle
(322) geführt ist.
13. Behandlungsvorrichtung nach Anspruch 12, bei der die Tragvorrichtung (31) wenigstens
abschnittsweise als Hohlprofilkonstruktion ausgebildet ist und bei der die wenigstens
eine Versorgungsleitung (51) wenigstens abschnittsweise innerhalb dieser Hohlprofilkonstruktion
angeordnet ist.
14. Behandlungsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
bei der die Düsenvorrichtung (2) vollständig um eine dritte Drehachse (C-C) drehbar
an der Behandlungskammer (1) gelagert ist.
15. Behandlungsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, die zusätzlich aufweist:
ein Sichtfenster in der Behandlungskammer (1);
wenigstens eine im Bereich wenigstens einer Düse (23) angeordnete Lichtstrahlquelle
(90), die dazu ausgebildet ist, einen Lichtstrahl in einer Behandlungsstrahlrichtung
der Düse (23) abzugeben.