[0001] Die Erfindung betrifft eine Druckmaschine mit einem Basisrahmen, mindestens zwei
Bearbeitungsstationen, von denen mindestens eine eine digitale Druckstation ist, und
mehreren Druckgutträgern, welche relativ zu den Bearbeitungsstationen bewegbar sind.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Bedrucken von Druckgütern.
[0003] Druckmaschinen der oben beschriebenen Art werden insbesondere zum Bedrucken von Textilien,
aber auch von anderen Materialien, wie beispielsweise Leder, Lederimitaten, Teppichen
und anderen Flachgütern eingesetzt. Die Druckmaschinen sind meist karussellartig aufgebaut
und weisen mehrere Druckstationen auf, die kreisförmig um eine zentrale Basis angeordnet
sind. Eine bestimmte Anzahl an Druckgutträgern ist um eine Maschinenachse drehbar
gelagert. Zum Bedrucken eines Druckgutes, beispielsweise eines T-Shirts, wird dieses
auf einen Druckgutträger aufgespannt, welcher anschließend zum Aufbringen unterschiedlicher
Farben von Druckstation zu Druckstation bewegt wird. Derartige Druckmaschinen werden
auch als Karusselldruckmaschinen bezeichnet.
[0004] Zur Erhöhung der Flexibilität einer solchen Druckmaschine ist es bereits bekannt,
zusätzlich zu Siebdruckstationen eine oder mehr digitale Druckstationen vorzusehen,
um eine flexible Änderung oder Anpassung eines Aufdruckes vorzunehmen.
[0005] Eine solche Druckmaschine geht aus der
EP-A-1 764 217 hervor. Bei dieser Druckmaschine sind mehrere Druckgutträger sternförmig an einem
Drehtisch angebracht. Mehrere Siebdruckstationen und mindestens eine digitale Druckstation
sind ebenfalls sternförmig angeordnet, wobei die Siebdruckstationen an einem Druckteller
befestigt sind, während die digitale Druckstation direkt am Boden gelagert ist.
[0006] Eine weitere Druckmaschine ist aus der
EP-A-1 726 444 bekannt. Die Druckmaschine ist als Druckkarussell mit einer Mehrzahl radialer Arme
zum Aufnehmen der zu bedruckenden Objekte und einer entsprechenden Anzahl an Arbeitsstationen
gestaltet. Mindestens eine Arbeitsstation ist mit einer Stützstruktur für einen Farbdigitalplotter,
welcher radial verfahrbar ist, ausgestattet.
[0007] Die bekannten analogen Druckmaschinen sind insbesondere zum Bedrucken großer Chargen
mit gleichen Motiven vorgesehen. Durch Austausch der Druckschablonen besteht die Möglichkeit,
Änderungen oder Anpassungen eines Aufdruckes vorzunehmen, jedoch erfordert eine umfassende
Änderung des Motivs ein Umrüsten der Druckmaschine, was mit einem erheblichen Zeitaufwand
und entsprechenden Kosten verbunden ist.
[0008] Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, eine Druckmaschine und ein Verfahren zum Bedrucken von Druckgütern anzugeben,
welche besonders flexibel einsetzbar sind.
[0009] Die Aufgabe wird nach der Erfindung durch eine Druckmaschine mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 und durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 13 gelöst. Bevorzugte
Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0010] Die erfindungsgemäße Druckmaschine ist
dadurch gekennzeichnet, dass der Basisrahmen mehrere Aufnahmebereiche zum Aufnehmen der Bearbeitungsstationen
aufweist, dass die Aufnahmebereiche mindestens eine erste Anschlusseinrichtung zum
lösbaren Befestigen einer Bearbeitungsstation und/oder zum Anschließen zur Daten-
und/oder Energieübertragung aufweisen und dass die Bearbeitungsstationen modular mit
jeweils einem Verbindungsbereich ausgebildet sind, welcher mindestens eine zweite
Anschlusseinrichtung aufweist, die mit der ersten Anschlusseinrichtung korrespondiert.
[0011] Ein Grundgedanke der Erfindung ist darin zu sehen, dass die Bearbeitungsstationen
als Module ausgeführt sind, welche an unterschiedlichen Positionen der Druckmaschine
angeschlossen werden können. Die Bearbeitungsstationen können daher auch als Bearbeitungsmodule
bezeichnet werden. Zum flexiblen Anschließen der Bearbeitungsmodule ist der Basisrahmen
der Druckmaschine mit einer Vielzahl an ersten Anschluss- und/oder Kopplungseinrichtungen
ausgestattet. Jedes Bearbeitungsmodul ist mit einer entsprechenden, zu den ersten
Anschluss- und/oder Kopplungseinrichtungen passenden zweiten Anschluss- und/oder Kopplungseinrichtung
ausgestattet.
[0012] Durch die Modularität wird es ermöglicht, die Druckmaschine schnell und einfach an
eine neue Druckaufgabe anzupassen und entsprechend umzugestalten. Dieses Umgestalten
kann zum Beispiel im Austausch, Hinzufügen oder Entfernen einzelner Module, aber auch
in der Änderung der Reihenfolge der Module bestehen. Vorzugsweise ist es nach der
Erfindung möglich, eine beliebige Bearbeitungsstation an einem beliebigen Aufnahmebereich
anzuschließen.
[0013] Die Anschlusseinrichtungen sind dabei bevorzugt so gestaltet, dass die Bearbeitungsstationen
mechanisch fest, aber lösbar mit dem Basisrahmen verbunden werden können. Zudem ist
es vorteilhaft, wenn die Bearbeitungsstationen an eine zentrale Energieversorgungs-
und/oder Steuereinheit angeschlossen werden können. Für ein besonders einfaches und
schnelles Einsetzen der Bearbeitungsstationen in die Aufnahmebereiche ist es besonders
bevorzugt, dass mit Herstellen der mechanischen Verbindung auch die Verbindung zur
Daten- und/oder Energieübertragung, insbesondere im Wesentlichen gleichzeitig, herstellbar
ist.
[0014] Eine besonders flexibel einsetzbare Druckmaschine wird dadurch erreicht, dass die
Aufnahmebereiche und/oder die Verbindungsbereiche jeweils gleich ausgebildet sind.
Hierunter ist insbesondere auch zu verstehen, dass die ersten Anschlusseinrichtungen
und die zweiten Anschlusseinrichtungen jeweils gleich ausgebildet sind. In einer Ausführungsform
sind sowohl Aufnahme- als auch Verbindungsbereiche und/oder deren Anschlusseinrichtungen
jeweils gleich gestaltet. Allerdings ist es auch denkbar, dass lediglich die Aufnahmebereiche
und/oder ersten Anschlusseinrichtungen gleich ausgebildet sind und dass die Verbindungsbereiche
und/oder zweiten Anschlusseinrichtungen unterschiedlich gestaltet sind. Die ersten
Anschlusseinrichtungen weisen in diesem Fall vorzugsweise verschiedene erste Anschlüsse
auf, wobei mindestens ein erster Anschluss mit mindestens einem zweiten Anschluss
einer zweiten Anschlusseinrichtung korrespondiert. So können beispielsweise an den
ersten Anschlusseinrichtungen Anschlüsse für unterschiedliche Modularten, beispielsweise
analoge und digitale Module, vorgesehen sein.
[0015] Gemäß der Erfindung ist mindestens eine digitale Bearbeitungsstation vorgesehen,
wobei diese vorzugsweise eine Druckstation ist. Um den Einsatzbereich der Druckmaschine
und die Gestaltungsmöglichkeiten des Druckes weiter zu erhöhen, ist es besonders bevorzugt,
dass mindestens eine Bearbeitungsstation, eine Vorbehandlungsstation, eine Kühlstation,
eine Trockenstation, eine Grundierungsstation und/oder eine Station zum Aufbringen
eines Haftmittels ist. Eine Station zur Vorbehandlung kann beispielsweise für eine
Grundierung oder Wärmebehandlung vorgesehen sein. Auch das Aufbringen eines Klebers
oder Haftmittels kann vorgesehen sein, um in einer nachfolgenden Station Fasern, Flocken
oder andere Beschichtungen aufzubringen. In der Kühlstation, welche bevorzugt hinter
einer Grundierungsstation oder einer Druckstation angeordnet ist, wird die aufgebrachte
Grundierung beziehungsweise Farbe durch Absenkung der Temperatur schnell getrocknet,
so dass anschließend das Druckgut bedruckt beziehungsweise weiter bearbeitet werden
kann. Auch eine Station zur Imprägnierung kann vorgesehen sein.
[0016] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist
dadurch gekennzeichnet, dass die Druckgutträger umlaufend und im Bereich der Bearbeitungsstationen linear bewegbar
sind. Eine solche Druckmaschine kann auch als Lineardruckmaschine bezeichnet werden.
Entsprechend der linearen Förderung der Druckgutträger sind auch die Bearbeitungsstationen
linear, also in einer Reihe nebeneinander angeordnet. Die lineare Anordnung ermöglicht
es, dass die Stationen vergleichsweise dicht beieinander positioniert werden können,
was bei einer Karuselldruckmaschine aufgrund der geometrischen Gegebenheiten nicht
in gleichem Maße möglich ist. Die Druckmaschine ist damit kompakter und platzsparender
aufgebaut und benötigt insbesondere eine geringere Aufstellungsfläche als bekannte
Druckmaschinen. Ein weiterer Vorteil der Lineardruckmaschine ist, dass die nebeneinander
angeordneten Bearbeitungsstationen alle von einer Seite zugänglich sind, was die Bedienungsfreundlichkeit,
insbesondere auch im Hinblick auf das Auswechseln von Bearbeitungsmodulen, erheblich
steigert. Auch kann der Rahmen so ausgebildet sein, dass er durch Anschließen weiterer
Rahmensegmente beliebig erweiterbar und die Drucklinie verlängerbar ist.
[0017] Aufgrund der linearen Bewegung der Druckgutträger kann die Druckmaschine auch in
einem kontinuierlichen Betriebsmodus, das heißt, mit einer gleichmäßigen Bewegung
der Druckgutträger, betrieben werden, ohne dass Bildverzerrungen, beispielsweise aufgrund
einer kreisförmigen Bewegung der Druckgutträger, auftreten. Ein kontinuierlicher Betrieb
erhöht insgesamt die Produktivität der Maschine.
[0018] Eine besonders bevorzugte erfindungsgemäße Ausgestaltung ist dadurch gegeben, dass
die Druckgutträger kippbar sind. Die Druckgutträger, welche eine im Wesentlichen flache
Gestalt einer planen Oberfläche haben, können insbesondere aus ihrer im Wesentlichen
horizontalen Ausrichtung in eine im Wesentlichen vertikale Ausrichtung geschwenkt
werden. Der Platzbedarf für die Druckgutträger kann hierdurch deutlich reduziert werden.
Gemäß der Erfindung ist es insbesondere bevorzugt, dass die Druckgutträger in mindestens
einem Bereich der Druckmaschine, insbesondere in einem Rücklaufbereich, vertikal gekippt
gefördert werden können.
[0019] Eine bevorzugte Weiterentwicklung der Druckmaschine besteht darin, dass ein Trockenkanal
vorgesehen ist, durch welchen die Druckgutträger bewegbar sind. Der Trockenkanal kann
beispielsweise dem abschließenden Trocknen des Druckgutes nach der letzten Druckstation
dienen. Der Trockenkanal ist vorzugsweise so gestaltet, dass mehrere Druckgutträger
gleichzeitig hierin Platz finden. Um gleichwohl die Druckmaschine möglichst kompakt
zu halten, kann der Trockenkanal so gestaltet sein, dass die Druckgutträger mäanderförmig
horizontal oder vertikal durch den Trockenkanal gefördert werden können. Eine bevorzugte
Ausgestaltung ist dadurch gegeben, dass die Druckgutträger in der Art eines Paternosters
durch den Trockenbereich geleitet werden. Dies ist besonders platzsparend.
[0020] Besonders bevorzugt ist es, wenn eine Fördergeschwindigkeit der Druckgutträger in
dem Trockenkanal unabhängig von einer Fördergeschwindigkeit der Druckgutträger in
mindestens einer Bearbeitungsstation einstellbar ist. Wenn die Fördergeschwindigkeit
in dem Trockenkanal einstellbar ist, kann dieser auch als Puffer dienen. Eine Verzögerung
in einer dem Trockenkanal vorgelagerten Bearbeitungsstation kann somit in dem Trockenkanal
ausgeglichen werden, so dass die Verzögerung auf eine dem Trockenkanal nachgeordnete
Station, beispielsweise ein Station zur Entnahme der Druckgüter, keine Auswirkung
hat.
[0021] Eine weitere bevorzugte Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gegeben, dass eine
Parkstation für die Druckgutträger vorgesehen ist. Die Parkstation kann ebenfalls
als Pufferstation dienen. In der Parkstation können die Druckgutträger zwischengelagert
werden. Grundsätzlich kann die Parkstation an beliebiger Position vorgesehen sein.
Besonders bevorzugt ist es jedoch, dass die Parkstation in einem Rücktransportabschnitt
der Druckmaschine angeordnet ist, in welchem die Druckgutträger in eine der Förderrichtung
in den Bearbeitungsstationen entgegengesetzte Richtung transportierbar sind. In diesem
Rücktransportabschnitt können die Druckgutträger insbesondere von einer letzten Bearbeitungsstation
zurück zu einer ersten Bearbeitungsstation transportiert werden. Auch kann in dem
Rücktransportabschnitt ein Bestückungsabschnitt und ein Entnahmeabschnitt vorgesehen
sein, in welchem die Druckgutträger mit dem zu bedruckenden Gut bestückt bzw. die
zu bedruckenden Güter von den Druckgutträgern abgezogen werden.
[0022] Grundsätzlich ist es möglich, die Druckgutträger in der Parkstation beliebig anzuordnen.
Besonders bevorzugt ist es jedoch, dass die Druckgutträger in der Parkstation horizontal
oder vertikal stapelbar sind. Hierdurch ist der Platzbedarf für die Druckgutträger
gering und die Parkstation kann kompakt aufgebaut sein. Zum Stapeln der Druckgutträger
können diese direkt aufeinander oder nebeneinander angeordnet sein. Eine besonders
praktische Parkstation zeichnet sich jedoch dadurch aus, dass ein Magazin mit Fächern
für die Druckgutträger vorgesehen ist. Die Fächer können horizontal oder vertikal
verfahrbar sein. Insbesondere kann das Magazin auch in Gestalt eines Revolvers oder
Paternosters, also eines Magazins mit umlaufenden Fächern, ausgeführt sein.
[0023] Nach der Erfindung ist es weiterhin vorteilhaft, wenn die Druckgutträger nach einem
Entnahmebereich, in welchem die Druckgüter den Druckgutträgern entnommen werden, in
die Parkstation verfahrbar sind und zum erneuten Aufbringen eines Druckgutes einem
Bestückungsbereich zuführbar sind. Die Parkstation ermöglicht es, eine große Anzahl
an Druckgutträgern bereitzustellen, dessen Anzahl insbesondere größer als die Anzahl
der Bearbeitungsstationen und/oder Aufnahmebereiche sein kann. Durch den zwischen
Entnahmebereich und Bestückungsbereich angeordneten Parkbereich für die Druckgutträger
können beispielsweise variierende Geschwindigkeiten bei der Entnahme oder dem Bestücken
ausgeglichen werden, so dass die Parkstation als Puffer wirkt.
[0024] Weiterhin ist es bevorzugt, dass eine Fördereinrichtung zum Fördern der Druckgutträger
durch die Bearbeitungsstationen vorgesehen ist und dass zumindest ein Druckgutträger
an der Fördereinrichtung lösbar befestigt ist. Grundsätzlich ist es möglich, einen
Umlaufförderer, etwa einen Kettenförderer vorzusehen, welcher die Druckgutträger horizontal
umlaufend fördert. Bevorzugt ist es jedoch, dass die Fördereinrichtung so gestaltet
ist, dass die Druckgutträger vor einer ersten Bearbeitungsstation an der Fördereinrichtung
angebracht, durch die Fördereinrichtung linear gefördert und nach einer letzten Bearbeitungsstation
von der Fördereinrichtung entnommen werden können. Es können mehrere solche Linearörderer,
etwa Rollenbahnen, über Eck angeordnet sein, so dass die gesamte Fördereinrichtung
selbst dabei gleichwohl umlaufend ist.
[0025] Vorzugsweise können die Druckgutträger an der Fördereinrichtung verriegelt werden.
Zum Verriegeln können Fixierungselemente, beispielsweise Stifte, Kerben, Vorsprünge
oder andere Rastmittel an der Fördereinrichtung und/oder den Druckgutträgern vorgesehen
sein. In einer bevorzugten Ausgestaltung können die Druckgutträger an einer Vielzahl
an Positionen, insbesondere auch mit unterschiedlichen Abständen zueinander, an der
Fördereinrichtung anbringbar und verriegelbar sein. Die Fördereinrichtung kann beispielsweise
eine umlaufende Kette sein, in welche die Druckgutträger eingehängt werden können.
Auch ist es denkbar, einen Bandförderer, ähnlich einem Transportband, vorzusehen,
auf welchem die Druckgutträger aufgesetzt werden können. Schließlich ist auch ein
Rollenförderer mit einer Vielzahl an Rollen und einer Führungseinrichtung für die
Druckgutträger möglich. Die Druckgutträger liegen dabei mit ihrer Unterseite auf der
Förderer auf. Es ist aber auch eine seitlich freitragende Halterung möglich.
[0026] Eine weitere Verbesserung der Flexibilität der Druckmaschine wird erfindungsgemäß
dadurch erreicht, dass der Basisrahmen im Grundriss etwa rechteckig und aus Segmenten
aufgebaut ist. Die Segmente, welche auch als Rahmenmodule bezeichnet werden können,
ermöglichen eine Anpassung hinsichtlich der Größe der Druckmaschine. Vorzugsweise
weist jedes Segment des Basisrahmens mindestens einen Aufnahmebereich für eine Bearbeitungsstation
auf. Der etwa rechteckige Grundriss des Basisrahmens ist hinsichtlich des Platzbedarfs
der Druckmaschine von Vorteil.
[0027] Das erfindungsgemäße Verfahren ist
dadurch gekennzeichnet, dass ein Druckgut auf einen Druckgutträger aufgebracht wird, der Druckgutträger linear
durch mehrere Bearbeitungsstationen bewegt wird, von denen mindestens eine eine digitale
Druckstation ist, das Druckgut dem Druckgutträger entnommen wird, der Druckgutträger
zum vorübergehenden Parken in eine Parkstation verbracht und zum erneuten Aufbringen
eines Druckgutes aus der Parkstation herausbewegt wird. Die Bewegung des Druckgutträgers
kann kontinuierlich oder intermittierend sein.
[0028] Das Verfahren zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass die Anzahl der Druckgutträger
variabel ist. Dies erhöht die Flexibilität der Druckmaschine, da beispielsweise eine
große Anzahl an Druckgutträgern bereits vor einem Druckvorgang bestückt und bereitgehalten
werden können. Die Maschinenausnutzung kann hierdurch erhöht werden.
[0029] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels weiter
beschrieben, welches in den beigefügten Zeichnungen schematisch dargstellt ist. In
den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Aufsicht auf eine erfindungsgemäße Druckmaschine und
- Fig. 2
- eine Ansicht einer ersten Anschlusseinrichtung eines Aufnahmebereiches für die Daten-
und/oder Energieübertragung zu einer Bearbeitungsstation.
[0030] Fig. 1 zeigt in stark abstrahierter Weise eine erfindungsgemäße Druckmaschine 10.
Die Druckmaschine 10 weist eine Vielzahl an Druckgutträgern 20 auf, welche auch als
Paletten bezeichnet werden können. Die Druckgutträger 20 sind im Wesentlichen flach
und weisen eine plane Oberfläche auf. Zum Aufziehen eines Textils, beispielsweise
eines T-Shirts, sind die Druckgutträger 20 auskragend gestaltet. Die Druckmaschine
10 weist weiterhin eine Vielzahl an Bearbeitungsstationen 30 auf, welche in einer
Linie hintereinander angeordnet sind. Die Bearbeitungsstationen 30 sind als Bearbeitungsmodule
ausgeführt, welche an unterschiedlichen Positionen der Druckmaschine 10 angeordnet
und befestigt werden können. Hierzu sind an einem Basisrahmen 11 der Druckmaschine
10 eine Vielzahl an vorzugsweise gleich ausgebildeten Aufnahmebereichen 12 vorgesehen,
an welchen die Bearbeitungsstationen 30 angeschlossen werden können.
[0031] Je nach gestellter Aufgabe sind unterschiedliche Bearbeitungsstationen erforderlich.
In der gezeigten Ausführungsform ist in einen ersten Aufnahmebereich 12 eine Vorbehandlungsstation
31, beispielsweise zum chemischen Vorbehandeln etwa zum Entfernen von Flecken oder
für eine Wärmebehandlung, eingesetzt. An einem zweiten Aufnahmebereich ist eine Kühlstation
32 angeordnet. In der gezeigten Ausführungsform ist ferner eine Grundierungsstation
33 vorgesehen, mit welcher beispielweise eine weiße Grundierung auf das Druckgut aufgebracht
werden kann. Die Grundierungsstation kann beispielsweise eine digitale Druckstation
mit einem oder mehr Druckköpfen sein. Hinter der Grundierungsstation 33 ist eine weitere
Kühlstation 32 vorgesehen. Zum Aufbringen des eigentlichen Druckes ist an einem weiteren
Aufnahmebereich 12 mindestens eine digitale Druckstation 34 angeschlossen. Diese weist
vorzugsweise mindestens vier Druckköpfe zum Aufbringen eines Vierfarbdrucks auf. Jeder
Druckkopf verwendet dabei eine der vier genormten Grundfarben
Cyan, Magenta, Yellow und Key (so genanntes CMYK-Farbmodell). Die Druckköpfe der Druckstationen 34 können linear,
insbesondere quer zur Bewegungsrichtung der Druckgutträger 20, verfahrbar sein. Insbesondere
aufgrund der linearen Bewegung der Druckgutträger ist es aber auch möglich, dass ein
oder mehrere Druckbalken mit einer Vielzahl von feststehenden Düsen, welche sich über
die gesamte Breite des zu bedruckenden Druckgutes erstrecken, angeordnet sind. Bei
der Anordnung eines Druckbalkens ist es auf besonders einfache Weise möglich, die
Druckgutträger kontinuierlich, also nicht im Start-Stopp-Betrieb durch die Bearbeitungsstationen
zu fördern. Alternativ können aber auch mehrere digitale Druckstationen 34 hintereinander
vorgesehen sein, welche jeweils eine Farbe oder bereits vorgemischte Farben, sogenannte
SPOT-Farben, aufbringen können.
[0032] Zum Fördern der Druckgutträger 20 durch die Bearbeitungsstationen 30 ist eine Fördereinrichtung
40, welche auch als Palettenförderer bezeichnet werden kann, vorgesehen. In der dargestellten
Ausführungsform ist die Fördereinrichtung 40 so gestaltet, dass die Druckgutträger
20 linear gefördert werden. Die Fördereinrichtung 40 erstreckt sich von vor der ersten
Bearbeitungsstation 30 bis hinter die letzte Bearbeitungsstation 30. Zur positionsgenauen
Fixierung der Druckgutträger 20 auf der Fördereinrichtung 40 sind die Druckgutträger
20 an der Fördereinrichtung 40 verriegelbar.
[0033] Weiterhin sind an der Druckmaschine 10 ein Entnahmebereich 50, eine Parkstation 60
und ein Bestückungsbereich 70 angeordnet. Im Entnahmebereich können die Druckgüter
von den Druckgutträgern 20 abgezogen werden. Die Parkstation 60 dient einer Zwischenlagerung
der Druckgutträger 20, wobei hierzu eine möglichst platzsparende Anordnung der Druckgutträger
20 vorgesehen ist. In der gezeigten Ausführungsform sind die Druckgutträger 20 in
einer vertikalen Ausrichtung angeordnet. Die Parkstation 60 dient auch als Puffer
zwischen Entnahme- und Bestückungsbereich.
[0034] Nachfolgend wird ein Druckvorgang beschrieben. Zunächst wird ein Druckgut in einem
Bestückungsbereich 70 auf einen Druckgutträger 20 aufgebracht. Danach wird der Druckgutträger
20 mit dem aufgebrachten Druckgut auf die Fördereinrichtung 40 aufgesetzt und dort
verriegelt. Nach Durchlaufen der Bearbeitungsstationen 30 wird der Druckgutträger
20 von der Fördereinrichtung 40 abgehoben und in den Entnahmebereich 50 gebracht,
wo das Druckgut von dem Druckgutträger 20 abgezogen wird. Schließlich wird der Druckgutträger
20 in die Parkstation 60 verbracht. Zum erneuten Bestücken eines Druckgutträgers 20
wird dieser der Parkstation 60 entnommen und erneut zum Bestückungsbereich 70 gebracht.
[0035] In Fig. 2 ist stark vereinfacht eine Anschlusseinrichtung 13 eines Aufnahmebereichs
12 dargestellt. Zum Anschließen einer digitalen Bearbeitungsstation 30 ist ein digitaler
Anschluss 14 vorgesehen. Für den Anschluss einer analogen Bearbeitungsstation, wie
beispielsweise einer Station zum Aufbringen eines Klebers, ist ein analoger Anschluss
16 bereitgestellt. Für die mechanische Befestigung der Bearbeitungsstation 30 an dem
Aufnahmebereich 12 ist ferner eine Kopplungseinrichtung 18 vorgesehen, welche mit
einer entsprechenden Kopplungseinrichtung an der Bearbeitungsstation 30 korrespondiert.
[0036] Insgesamt wird durch die erfindungsgemäße Druckmaschine eine besonders hohe Flexibilität,
sowohl hinsichtlich der Größe der Maschine als auch der anzuordnenden Stationen bereitgestellt.
Unter Berücksichtigung der verfahrenstechnisch bedingten Chronologie, beispielsweise
Vorbehandlung, wie precoating, Trocknung, Dessinierung - digital oder/und analog -
Trocknen, Kühlen, Kleberauftrag, Flockung, kann je nach Anforderung des Kunden die
erfindungsgemäße Druckmaschine konfiguriert werden. Aufgrund der Modularität kann
die Druckmaschine zu einem späteren Zeitpunkt von einem Einsteigermodell bis zu einer
umfassenden Profianlage hochgerüstet werden.
1. Druckmaschine mit
- einem Basisrahmen (11),
- mindestens zwei Bearbeitungsstationen (30), von denen mindestens eine eine digitale
Druckstation ist, und
- mehreren Druckgutträgern (20), welche relativ zu den Bearbeitungsstationen (30)
bewegbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Basisrahmen (11) mehrere Aufnahmebereiche (12) zum Aufnehmen der Bearbeitungsstationen
(30) aufweist,
dass die Aufnahmebereiche (12) mindestens eine erste Anschlusseinrichtung (13) zum lösbaren
Befestigen einer Bearbeitungsstation (30) und/oder zum Anschließen zur Daten- und/oder
Energieübertragung aufweisen und
dass die Bearbeitungsstationen (30) modular mit jeweils einem Verbindungsbereich ausgebildet
sind, welcher mindestens eine zweite Anschlusseinrichtung aufweist, die mit der ersten
Anschlusseinrichtung (13) korrespondiert.
2. Druckmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahmebereiche (12) und/oder die Verbindungsbereiche jeweils gleich ausgebildet
sind.
3. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens eine Bearbeitungsstation (30) eine Vorbehandlungsstation (31), eine Kühlstation
(32), eine Trockenstation, eine Grundierungsstation (33) und/oder eine Station zum
Aufbringen eines Haftmittels ist.
4. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Druckgutträger (20) umlaufend und im Bereich der Bearbeitungsstationen (30) linear
bewegbar sind.
5. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Druckgutträger (20) kippbar sind.
6. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Trockenkanal vorgesehen ist, durch welchen die Druckgutträger (20) bewegbar sind.
7. Druckmaschine nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Fördergeschwindigkeit der Druckgutträger (20) in dem Trockenkanal unabhängig
von einer Fördergeschwindigkeit der Druckgutträger (20) in mindestens einer Bearbeitungsstation
(30) einstellbar ist.
8. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Parkstation (60) für die Druckgutträger (20) vorgesehen ist.
9. Druckmaschine nach Anspruche 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Druckgutträger (20) in der Parkstation (60) horizontal oder vertikal stapelbar
sind.
10. Druckmaschine nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Druckgutträger (20) nach einem Entnahmebereich (50), in welchem die Druckgüter
den Druckgutträgern (20) entnommen werden, in die Parkstation (60) verfahrbar sind
und zum erneuten Aufbringen eines Druckgutes einem Bestückungsbereich (70) zuführbar
sind.
11. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Fördereinrichtung (40) zum Fördern der Druckgutträger (20) durch die Bearbeitungsstationen
(30) vorgesehen ist und
dass zumindest ein Druckgutträger (20) an der Fördereinrichtung (40) lösbar befestigt
ist.
12. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Basisrahmen (11) im Grundriss etwa rechteckig und aus Segmenten aufgebaut ist.
13. Verfahren zum Bedrucken von Druckgütern, insbesondere mit einer Druckmaschine nach
einem der Ansprüche 1 bis 11, bei dem
ein Druckgut auf einen Druckgutträger (20) aufgebracht wird,
der Druckgutträger (20) linear durch mehrere Bearbeitungsstationen (30) bewegt wird,
von denen mindestens eine eine digitale Druckstation ist,
das Druckgut dem Druckgutträger (20) entnommen wird,
der Druckgutträger (20) zum vorübergehenden Parken in eine Parkstation (60) verbracht
und zum erneuten Aufbringen eines Druckgutes aus der Parkstation (60) herausbewegt
wird.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Druckmaschine mit
- einem Basisrahmen (11),
- mindestens zwei Bearbeitungsstationen (30), von denen mindestens eine eine digitale
Druckstation ist, und
- mehreren Druckgutträgern (20), welche relativ zu den Bearbeitungsstationen (30)
bewegbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Basisrahmen (11) mehrere Aufnahmebereiche (12) zum Aufnehmen der Bearbeitungsstationen
(30) aufweist,
dass die Aufnahmebereiche (12) mindestens eine erste Anschlusseinrichtung (13) zum lösbaren
Befestigen einer Bearbeitungsstation (30) und zum Anschließen zur Daten- und/oder
Energieübertragung aufweisen und
dass die Bearbeitungsstationen (30) modular mit jeweils einem Verbindungsbereich ausgebildet
sind, welcher mindestens eine zweite Anschlusseinrichtung aufweist, die mit der ersten
Anschlusseinrichtung (13) korrespondiert.
2. Druckmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahmebereiche (12) und/oder die Verbindungsbereiche jeweils gleich ausgebildet
sind.
3. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens eine Bearbeitungsstation (30) eine Vorbehandlungsstation (31), eine Kühlstation
(32), eine Trockenstation, eine Grundierungsstation (33) und/oder eine Station zum
Aufbringen eines Haftmittels ist.
4. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Druckgutträger (20) umlaufend und im Bereich der Bearbeitungsstationen (30) linear
bewegbar sind.
5. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Druckgutträger (20) kippbar sind.
6. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Trockenkanal vorgesehen ist, durch welchen die Druckgutträger (20) bewegbar sind.
7. Druckmaschine nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Fördergeschwindigkeit der Druckgutträger (20) in dem Trockenkanal unabhängig
von einer Fördergeschwindigkeit der Druckgutträger (20) in mindestens einer Bearbeitungsstation
(30) einstellbar ist.
8. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Parkstation (60) für die Druckgutträger (20) vorgesehen ist.
9. Druckmaschine nach Anspruche 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Druckgutträger (20) in der Parkstation (60) horizontal oder vertikal stapelbar
sind.
10. Druckmaschine nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Druckgutträger (20) nach einem Entnahmebereich (50), in welchem die Druckgüter
den Druckgutträgern (20) entnommen werden, in die Parkstation (60) verfahrbar sind
und zum erneuten Aufbringen eines Druckgutes einem Bestückungsbereich (70) zuführbar
sind.
11. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Fördereinrichtung (40) zum Fördern der Druckgutträger (20) durch die Bearbeitungsstationen
(30) vorgesehen ist und
dass zumindest ein Druckgutträger (20) an der Fördereinrichtung (40) lösbar befestigt
ist.
12. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Basisrahmen (11) im Grundriss etwa rechteckig und aus Segmenten aufgebaut ist.
13. Verfahren zum Bedrucken von Druckgütern mit einer Druckmaschine nach einem der Ansprüche
1 bis 11, bei dem
ein Druckgut auf einen Druckgutträger (20) aufgebracht wird,
der Druckgutträger (20) linear durch mehrere Bearbeitungsstationen (30) bewegt wird,
von denen mindestens eine eine digitale Druckstation ist,
das Druckgut dem Druckgutträger (20) entnommen wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Druckgutträger (20) zum vorübergehenden Parken in eine Parkstation (60) verbracht
und zum erneuten Aufbringen eines Druckgutes aus der Parkstation (60) herausbewegt
wird.