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EP 2 131 136 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.09.2016 Patentblatt 2016/36 |
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Anmeldetag: 29.04.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Munitionsmagazin für gegurtete Munition
Ammunition magazine for belted ammunition
Magasin pour munitions à bande
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
04.06.2008 DE 102008026679
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.12.2009 Patentblatt 2009/50 |
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Patentinhaber: Rheinmetall Landsysteme GmbH |
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29345 Unterlüß (DE) |
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Erfinder: |
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- Osterhuber, Karl-Heinz
86415 Mering (DE)
- Schmid, Wolfram
86316 Friedberg (DE)
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Vertreter: Dietrich, Barbara |
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Thul Patentanwaltsgesellschaft mbH
Rheinmetall Platz 1 40476 Düsseldorf 40476 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 152 549 EP-A1- 0 405 177
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EP-A1- 0 356 616 CH-A5- 673 335
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Munitionsmagazin mit gegurteter Munition mit wenigstens
einem, in die Magazinwandung eingebundenen Führungskanal für gegurtete Munition.
[0002] üblicherweise wird die gegurtete Munition in Kästen liegend oder stehend gelagert
und von Hand oder mit Hilfsmitteln, z.B. Seile, über eine Beladestelle zu einer Waffe
gefördert. Bekannt sind auch Magazine, in denen die Munition aufgewickelt ist und
auf gleiche Weise der Waffe zugeführt wird. In der Regel werden wenigstens zwei verschiedene
Munitionsarten der Waffe zugeführt.
[0003] Eine Vorrichtung zur Zuführung von Munition aus einem stationär angeordneten Munitionsbehälter
beschreibt die
DE 101 23 835 A1. Ein Munitionsmagazin ist des Weiteren der
DE 42 06 677 C2 entnehmbar. Eine Vorrichtung zum Zuführen von Patronengurten wird in der
DE 35 10 308 C2 offenbart. Ein Doppel-Patronen-Wechsel-Zuführer wird in der
DE 36 27 360 C1 beschrieben.
[0004] Eine weiter Vorrichtung zum Zuführen von Munition zu einer Maschinenwaffe liefert
die
EP 0 095 570 B1. Von zwei Magazinen aus werden die Patronen der Maschinenwaffe zugeführt, wobei ein
einfaches Umschalten der Waffe die Zuführung dieser zwei unterschiedlichen Munitionsarten,
wie Sprengmunition einerseits und panzerbrechende Munition andererseits, zur Waffe
gewährleistet.
[0005] Insbesondere bei langen, unzugänglichen Munitionskanälen besteht die Gefahr, dass
sich die gegurtete Munition beim Schieben im Munitionskanal verklemmen kann.
[0006] Ein Endlosmagazin zur Zuführung von zwei Munitionsarten wird mit der
DE 10 2004 019 502 A1 offenbart. Die Munitionskanäle werden hierbei durch eine Trennwand getrennt.
[0007] Aus der
DE 10 2004 035 634 A1 ist ein Munitionsmagazin mit gegurteter Munition gemäss des Oberbegriffs des Anspruchs
1 bekannt, in dem gegurtete Munition derart geführt wird, dass die Zündhütchen oder
Spitzten während des Transportes nicht beschädigt werden können.
[0008] Zur Vermeidung von auftretenden Umschlingungen der Munition beim Transport im Munitionsmagazin
wird in der
DE 10 2004 031 773 A1 vorgeschlagen, dass in die durch die Führungswand gebildeten Kanalwände eines Munitionskanals
kleine Rollen oder zylinderförmige Körper integriert werden, die ein Vorbeiführen
der Munition entlang der teilweise kreisrunden Führungswand unterstützen.
[0009] Wenngleich die vorgenannten Magazine ihre Aufgaben ausreichend gut erfüllen, weisen
sie in der Regel ein relativ hohes Eigengewicht auf.
[0010] Die
EP 0 152 549 A1 betrifft eine Vorrichtung zum Zuführen von Patronen zu einer Feuerwaffe mit einer
Förderkette, die auf einer Führungsschiene geführt wird. Die Schiene weist eine T-förmige
Nut auf, in der das die Munition tragende Gurtglied eingreift. Dabei wird die Munition
bzw. die Förderkette durch einen elektrohydraulischen Schrittmotor nach oben zur Waffe
gezogen.
[0011] Die
CH 673 335 A5 beschreibt eine Einrichtung zum Zuführen von ungegurteter Munition über einen Gelenkkanal.
Dieser umfasst einzelne Kanalglieder mit einer C-förmigen Führung für eine Becherkette
und einzelne Patronen. Die Kanalglieder sind über Verbindungslaschen miteinander verbunden.
In den C-förmigen Führungsnuten werden Führungsbolzen der Becher der Becherkette geführt.
[0012] Aus der
EP 0 405 177 A1 ist eine Vorrichtung zum Zuführen von Patronen zu einer höhenichtbaren Waffe bekannt.
Dabei werden die Patronen über einen teleskopartigen Führungskanal der Waffe zugeführt.
Der Antrieb erfolgt dabei durch einen Motor.
[0013] Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, ein Munitionsmagazin für gegurtete Munition
mit verringertem Eigengewicht aufzuzeigen und bei dem ein Verklemmen der Munition
vermieden wird.
[0014] Gelöst wird die Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Ausführungen
sind in den Unteransprüchen enthalten.
[0015] Der Erfindung liegt die Idee zugrunde, eine Führung in die Kanalseite bzw. die Wandung
des Munitionsmagazins einzubinden. In dieser(n) werden die Gurtglieder geführt, in
denen die Munition gehalten wird. Durch die Führung werden die Gurtglieder und damit
die Munition zwangsgeführt. Der Transport erfolgt durch das Ziehen / Führen der Gurtglieder.
Transportmittel kann eine Kette, ein Seil oder dergleichen sein.
[0016] Die Führung(en) ist (sind) dabei so ausgeführt, dass weder die Munitionsspitze an
die Wandung anschlagen kann, noch ein Anschlag der Hülse an der Wandung eintritt.
Dazu ist im Bereich der Hülse eine Schräge vorgesehen, die einen Anschlag verhindert.
Diese Schräge trägt auch dazu bei, dass die Gurtglieder einfache gezogen / geschoben
werden können, da die Reibungsfläche reduziert wird.
[0017] Der Vorteil dieser Lösung liegt unter anderem darin, dass die für Munitionsmagazine
bekannte Trennwand (-wände) entfallen. Das ermöglicht eine kleiner bauende und leichtere
Konstruktion des Magazins. Des Weiteren ist es möglich, das Magazinmaterial variieren
zu können. So sollte der Führungsbereich aus einem festen, schweren Material (beispielsweise
Stahl) bestehen, das Gehäuse selbst kann aber aus einem leichteren Material (beispielsweise
Kunststoff) sein. Auch die Einbaulage des Magazins ist flexibler. Es besteht nunmehr
die Möglichkeit, die Munition mittels Kraftangriff am Gurtglied zuzuführen und nicht
mehr an der Hülsenwand oder gar am Geschoss. Das geschieht beispielsweise durch zwei
Übergriffe an den beiden Führungsnasen der Gurtglieder.
[0018] Anhand eines Ausführungsbeispiels mit Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert
werden. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Darstellung der Magazinwand mit eingebundener Führung.
- Fig. 2
- eine Schnittdarstellung im Schnitt A-A aus Fig. 1.
[0019] In Fig. 1 ist eine Führung 1 einer in Fig. 2 strichlinienförmig angedeuteten Wandung
2 eines nicht näher dargestellten Munitionsmagazins von unten gesehen dargestellt.
In der Führung 1 sind Gurtglieder 3 eingebunden bzw. werden in dieser geführt. Die
Gurtgliedern 3 halten Patronen 4.
[0020] Fig. 2 zeigt in einer Schnittdarstellung A-A aus Fig. 1 die Wesentlichen Merkmale
der Führung 1 in der Wandung 2 im Zusammenspiel mit den Gurtgliedern 3. Die Form der
Führung 1 ist vergleichbar mit einer T-förmigen Ausnehmung 10. Die Gurtglieder 3 weisen
vorzugsweise zwei Führungsnasen 5 auf, die hinter Vorsprünge 6 der T-förmigen Ausnehmung
10 der Führung 1 greifen. Die Vorsprünge 6 sind dabei auf die Geometrie der Führungsnasen
5 der Gurtglieder 3 abgestimmt, wobei vermieden wird, dass die Führungsnasen 5 auf
den Vorsprüngen 6 aufliegen. Das Spiel der Führungsnasen 5 innerhalb der Führung 2
sollte minimal gehalten werden.
[0021] Im unteren Bereich 7 der Gurtglieder 3 ist eine Schräge 8 in der Führung 1 (bzw.
Wandung 2) eingebunden, die es ermöglicht, die Gurtglieder 3 reibungslos entlang der
Führung 1 (bzw. Wandung 2) zu bewegen.
[0022] Die Führüngsnasen 5 der Gurtglieder 3 können des Weiteren für den Transport der Munition
bzw. Patronen 4 genutzt werden. An diese greift eine Art Schlitten (nicht näher dargestellt),
der seinerseits durch ein Seil, eine Kette oder dergleichen bewegt wird.
1. Munitionsmagazin mit gegürteter Munition (4), wobei das Munitionsmagazin eine Kanalseite
oder eine Wandung (2) aufweist, wobei zumindest eine Führung (1) in der Kanalseite
oder Wandung (2) des Munitionsmagazins eingebunden ist, in welche die Gurtglieder
(3) der gegurteten Munition (4) eingreifen und einer Waffe zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (1) mit einer T-förmigen Ausnehmung (10) ausgeführt ist, Führungsnasen
(5) der Gurtgliedern (3) hinter Vorsprünge (6) der T-förmigen Ausnehmung (10) greifen,
die Führungsnasen (5) auf den Vorsprüngen (6) nicht aufliegen und im unteren Bereich
(7) der Gurtglieder (3) eine Schräge in der Führung (1) eingebunden ist.
2. Munitionsmagazin nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (6) auf die Geometrie der Führungsnasen (5) der Gurtglieder (3) abgestimmt
sind.
3. Munitionsmagazin nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Art Schlitten an die Führungsnasen (5) der Gurtglieder (3) zum Transport der
Munition (4) angreifen.
4. Munitionsmagazin nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsbereich aus einem festen, schweren und ein Gehäuse des Munitionsmagazins
aus einem leichten Material besteht.
5. Munitionsmagazin nach Anspruch 4, dadurch gekenntzeichnet, dass das feste schwere Material ein Stahl und das leichte Material ein Kunststoff
ist.
1. Ammunition magazine having belted ammunition (4), wherein the ammunition magazine
has a channel side or a wall (2), wherein at least one guide (1) is incorporated into
the ammunition-magazine channel side or wall (2), into which the belt members (3)
of the belted ammunition engage and are fed to a weapon, characterized in that the guide (1) is embodied with a T-shaped recess (10), guide lugs (5) of the belt
members (3) engage behind protrusions (6) of the T-shaped recess (10), the guide lugs
(5) do not bear against the protrusions (6), and a slope is incorporated into the
guide (1) in the lower region (7) of the belt members (3).
2. Ammunition magazine according to Claim 1, characterized in that the protrusions (6) match the geometry of the guide lugs (5) of the belt members
(3).
3. Ammunition magazine according to Claim 1 or 2, characterized in that a type of slide acts on the guide lugs (5) of the belt members (3) in order to transport
the ammunition (4).
4. Ammunition magazine according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the guide region consists of a solid, heavy material and a housing of the ammunition
magazine consists of a lightweight material.
5. Ammunition magazine according to Claim 4, characterized in that the solid, heavy material is a steel and the lightweight material is a plastics material.
1. Chargeur de munitions avec munitions en bande (4), le chargeur de munitions possédant
un côté canal ou une paroi (2), au moins un guide (1) étant incorporé dans le côté
canal ou la paroi (2) du chargeur de munitions, dans lequel les maillons de la bande
(3) viennent en prise avec les munitions en bande (4) et sont acheminées à une arme,
caractérisé en ce que le guide (1) est réalisé avec une cavité (10) en forme de T, des tenons de guidage
(5) des maillons de la bande (3) viennent en prise derrière des parties en saillie
(6) de la cavité (10) en forme de T, les tenons de guidage (5) ne reposent pas sur
les parties en saillie (6) et un chanfrein est incorporé dans le guide (1) dans la
zone inférieure (7) des maillons de la bande (3).
2. Chargeur de munitions selon la revendication 1, caractérisé en ce que les parties en saillie (6) sont adaptées à la forme géométrique des tenons de guidage
(5) des maillons de la bande (3).
3. Chargeur de munitions selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'une espèce de curseur est appliqué sur les tenons de guidage (5) des maillons de la
bande (3) pour le transport des munitions (4).
4. Chargeur de munitions selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la zone de guidage se compose d'un matériau solide et lourd et un boîtier du chargeur
de munitions d'un matériau léger.
5. Chargeur de munitions selon la revendication 4, caractérisé en ce que le matériau solide lourd est un acier et le matériau léger est une matière plastique.


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