[0001] Die Erfindung betrifft eine Musiksaite gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Bekannte Musiksaiten mit einem Kern aus Naturdarm oder Seide weisen eine Reihe von
Nachteilen auf, etwa geringe Stimmstabilität sowie große Unterschiede zwischen den
an sich gleichen Produkten, aufgrund der bei Naturprodukten unvermeidlich hohen Formtoleranzen.
Derartige Musiksaiten weisen weiters eine Reihe akustischer Probleme auf. Der mit
solchen Musiksaiten erzielbare Klang genügt nur bedingt den Anforderungen des heutigen
Konzertbetriebes.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher eine Musiksaite der eingangs genannten Art anzugeben,
mit welcher die genannten Nachteile vermieden werden können, und welche insbesondere
eine hohe Stimmstabilität und einen klangfarbenreichen Klang aufweist.
[0004] Erfindungsgemäß wird dies durch die Merkmale des Patentanspruches 1 erreicht.
[0005] Dadurch kann eine Musiksaite gebildet werden, welche einen sehr natürlichen und warmen
Klang aufweist. Weiters weist eine derartige Musiksaite eine hohe Stimmstabilität
auf, und muss daher weniger oft nachgestimmt werden, als herkömmliche Musiksaiten.
Erfindungsgemäße Musiksaiten reagieren auch weniger stark auf Ortswechsel bzw. Wetterumschwünge
als bekannte Musiksaiten. Durch den Kern aus einem Seil, weist eine derartige Musiksaite
eine geringe Biegesteifigkeit auf, wodurch die Entstehung bzw. Ausbildung einer Vielzahl
an Obertönen ermöglicht wird. Erfindungsgemäße Musiksaiten weisen daher einen sehr
klangfarbenreichen Klang auf.
[0006] Die Unteransprüche, welche ebenso wie der Patentanspruch 1 gleichzeitig einen Teil
der Beschreibung bilden, betreffen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
[0007] Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beigeschlossenen Zeichnungen, in welchen
lediglich bevorzugte Ausführungsformen beispielhaft dargestellt sind, näher beschrieben.
Dabei zeigt:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform eines Kerns einer erfindungs gemäßen Musiksaite
in geschnittener Darstellung;
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform eines Kerns einer erfindungsgemäßen Musiksaite
in geschnittener Darstellung;
Fig. 3 eine erfindungsgemäße Musiksaite in vollständiger Ansicht;
Fig. 4 eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Musiksaite in teilweise
geschnittener Darstellung;
Fig. 5 eine erste bevorzugte Ausführungsform eines Bandes im Querschnitt;
Fig. 6 eine zweite bevorzugte Ausführungsform eines Bandes im Querschnitt;
Fig. 7 eine dritte bevorzugte Ausführungsform eines Bandes im Querschnitt;
Fig. 8 eine vierte bevorzugte Ausführungsform eines Bandes im Querschnitt;
Fig. 9 eine fünfte bevorzugte Ausführungsform eines Bandes im Querschnitt;
Fig. 10 eine sechste bevorzugte Ausführungsform eines Bandes im Querschnitt;
Fig. 11 eine siebente bevorzugte Ausfühmngsform eines Bandes im Querschnitt; und
Fig. 12 eine bevorzugte Anbindung eines Kerns einer Musiksaite an einen Metallknopf.
[0008] Die Fig. 3 und 4 zeigen eine Musiksaite 1, insbesondere für Streich- und/oder Zupfinstrumente,
wobei die Musiksaite 1 wenigstens einen Kern 2 aufweist, und wobei die Musiksaite
1 wenigstens eine erste Umhüllung 3 aufweist, welche um den ersten Kern 2 herum angeordnet
ist, wobei der Kern 2 eine vorgebbare Mehrzahl Metalldrähte 4 umfasst, welche miteinander
verseilt sind.
[0009] Dadurch kann eine Musiksaite 1 gebildet werden, welche einen sehr natürlichen und
warmen Klang aufweist. Weiters weist eine derartige Musiksaite 1 eine hohe Stimmstabilität
auf, und muss daher weniger oft nachgestimmt werden, als herkömmliche Musiksaiten
1. Erfindungsgemäße Musiksaiten 1 reagieren auch weniger stark auf Ortswechsel bzw.
Wetterunschwünge als bekannte Musiksaiten 1. Durch den Kern 2 aus einem Seil, weist
eine derartige Musiksaite 1 eine geringe Biegesteifigkeit auf, wodurch die Entstehung
bzw. Ausbildung einer Vielzahl an Obertönen ermöglicht wird. Erfindungsgemäße Musiksaiten
1 weisen daher einen sehr klangfarbenreichen Klang auf.
[0010] Die in den Figuren dargestellten verschiedenen Ausführungsformen sind in vereinfachter
Darstellung abgebildet. Die Proportionen müssen nicht den vorgesehenen realen Proportionen
entsprechen. Zum besseren Verständnis können einzelne Teile in stark vergrößerter
Ansicht oder mit sog. Hilfslinien dargestellt sein. Einzelne Figuren können Ausführungsformen
oder Teile von Musiksaiten 1 zeigen, an welchen nicht sämtliche erfindungswesentliche
Merkmale ersichtlich sind, sofern dies der besseren und übersichtlicheren Darstellung
dient, wobei diese Darstellungen bzw. Ausführungsformen dadurch nicht der Erfindung
zuwider laufen.
[0011] Ein bevorzugtes Einsatzgebiet derartiger Musiksaiten 1 sind die Instrumente der Geigen-Familie,
daher die Violine oder Geige, die Bratsche oder Viola, das Cello, und der Bass bzw.
die Bassgeige. Weitere bevorzugte Instrumente zum Einsatz erfindungsgemäßer Musiksaiten
1 sind Gitarren und Mandolinen. Derartige, erfindungsgemäße Musiksaiten 1 können prinzipiell
für alle gestrichenen und gezupften Saiteninstrumente, wie z.B.: Cembalos, Harfen,
Banjos, Sitar, Hackbretter, Zittern, Lauten, Ud, P'i-P'a, Gekkin, Balalaika, Vina,
Tampura, Koto, Soh usw. vorgesehen sein.
[0012] Erfindungsgemäße Musiksaiten 1 sind zum Erzeugen tongebenden Schwingungen vorgesehen,
wobei eine Musiksaite 1 für den Einsatz bei einem bestimmten Musikinstrument vorgesehen
ist, und weiters einen Stimmton und ein sog. Stimmgewicht als Merkmale aufweisen,
wobei der Stimmton den Ton angibt, mit welchem ein Teil der Musiksaite 1 - zwischen
deren Endbereichen - von der Länge der Mensur des Musikinstruments für welches diese
vorgesehen ist schwingt, wenn die Musiksaite 1 mit dem Stimmgewicht belastet, daher
gespannt, ist.
[0013] Musiksaiten 1 weisen im Allgerneinen ein Mittel zum Einhängen der Musiksaite 1 an
einem Teil des betreffenden Musikinstruments auf. Dieses Mittel zum Einhängen kann
in einfachen Ausführungsformen durch eine Schlinge oder einen Knoten der Musiksaite
1 gebildet sein. Bevorzugt ist - wie in Fig. 3 und 12 dargestellt - vorgesehen, dass
die Musiksaite 1 an einem ersten Ende durch eine Hülse oder eine Kugel, insbesondere
umfassen Metall, begrenzt wird, welche allgemein auch als Knopf bzw. Metallknopf 13
bezeichnet wird. Die Musiksaite 1 weist darüber hinaus bevorzugt an werugstens einem
Ende eine sog. Umspinnung 16, 17 auf. Besonders bevorzugt ist - wie in Fig. 3 dargestellt
- vorgesehen, dass die Musiksaite 1 an deren erstem Ende eine erste Umspinnung 16,
und an deren zweitem Ende, eine zweite Umspinnung 17 aufweist, welche die Musiksaite
1 vor übermäßiger Kantenbelastung bei der Einspannung an den Wirbeln eines Musikinstruments
schützt. Die oftmals farbig ausgeführten Umspinnungen 16, 17 sind bevorzugt aus Kunst-
und/oder Naturfasern, insbesondere Kunst-oder Naturseide, mit einer Feinheit zwischen
50dtex und 1000dtex, gebildet. Das Ende der Faser wird in der Regel nach Bildung der
Umspinnung 16, 17 festgeklebt, bzw. haftet aufgrund der natürlichen Anziehungskräfte
an der Umspinnung. Weiters kann vorgesehen sein, anstelle wenigstens einer der Umspinnungen
16, 17 die Musiksaite 1 an den betreffenden Bereichen durch eine elastische Beschichtung,
welche etwa durch Eintauchen des ersten und/oder zweiten Endes der Musiksaite 1 in
ein Tauchbad aufgebracht wird, zu schülzen. Die Beschichtung ist dabei bevorzugt umfassend
einem Elastomer, insbesondere umfassend Naturkautschuk bzw. Latex, gebildet. Durch
die Beschichtung der Enden einer erfindungsgemäßen Musiksaite 1 kann die Herstellung
einer solchen Musiksaite 1 wesentlich vereinfacht werden, da hiedurch ein aufwendiger
Prozess mit einer sehr schnell rotierenden Maschine durch das einfache Absenken einer
Musiksaite 1 in ein Tauchbad ersetzt werden kann. Dadurch werden die Herstellungskosten
sowie die Verletzungsgefahr bei der Herstellung gesenkt. Durch die farbige Gestaltung
wird die Kennung der unterschiedlichen Musiksaiten 1 unterstützt.
[0014] Besonders bevorzugte Ausführungsformen erfindungsgemäßer Musiksaiten 1 weisen an
dem ersten Ende der Musiksaite 1 einen im Wesentlichen rotationssymmetrischen, insbesondere
tonnenförmigen bzw. teilsphärischen, Metallknopf 13 zum Einhängen der Musiksaite 1
an einem Musikinstrument auf. Fig. 12 zeigt einen derartigen bevorzugt vorgesehenen
Metallknopf 13, welcher im Wesentlichen tonneförmig ausgebildet ist. Durch die besondere
Formgebung des Metallknopfs 13 kann erreicht werden, dass dieser durch die Öffnungen
eines herkömmlichen Saitenhalters hindurchführbar ist. Dadurch kann darauf verzichtet
werden Musiksaiten 1 vollständig durch den Saitenhalter einfädeln zu müssen. Dadurch
wird der Vorgang des Saitenwechsels deutlich vereinfacht. Der Metallknopf 13 weist
wenigstens einen ersten Schlitz 14 auf. Der Kern 2 der Musiksaite 1 ist durch diesen
Schlitz 14 geführt, und verläuft weiters entlang einer Nut, welche der Metallknopf
13 in Verlängerung des Schlitzes 14 vorzugsweise aufweist. Das Endstück 26 des Kerns
2 ist dann weiters wenigstens zweimal um den - einem Spielbereich der Musiksaite 1
zugewandten - Teil des Kerns 2 gewunden bzw. geschlungen, wie dies in Fig. 12 dargestellt
ist, und anschließend in dem Schlitz 14 geklemmt, wobei der Schlitz 14 hiefür zusammengedrückt
wird. Das über den Metallknopf 13 vorstehende Ende des Kerns 4 wird vor Fertigstellung
der Musiksaite 1 abgetrennt, insbesondere abgeschliffen. Bei der vorbeschriebenen
Art der Anbindung des Kernes 2 an einem Metallknopf 13 wird eine Öffnung 25 gebildet,
welche vorteilhaft für die Befestigung der ersten Umspinnung 16 vorgesehen ist.
[0015] Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Befestigung einer Musiksaiten 1 an
einem Metallknopf 13, welcher einen Schlitz 14 aufweist, wobei ein Endstück 26 eines
Kerns 4 der Musiksaite 1 durch den Schlitz 14 geführt wird, wobei nachfolgend das
Endstück 26 um den Metallknopf 14 geschlungen wird, wobei nachfolgend das Endstück
26 wenigstens eineinhalb Mal um den - einem Spielbereich der Musiksaite 1 zugewandten
- Kern 2 geschlungen wird, wobei nachfolgend das Endstück 26 in den Schlitz 14 eingeführt
wird, und wobei nachfolgend der Schlitz 14 zusammengedrückt wird. Durch die erfindungsgemäße
Anbindung kann ein sicherer Verbund der Musiksaite 1 mit dem Metallknopf 13 gebildet
werden, welcher auch den bei Bass- und Cellosaiten hohen Zugkräften dauerhaft widersteht.
Zudem weist die erfindungsgemäße Anbindung des Kerns 2 an den Metallknopf 13 ausgesprochen
günstige akustische Eigenschaften auf. Diese Stelle der Musiksaite 1 bildet den Bereich,
an welchem die Musiksaite 1 an einem Saitenhalter mit dem Musikinstrument in Interaktion
tritt. Es hat sich herausgestellt, dass die vorbeschriebene Art der Anbindung des
Kerns 2 an den Metallknopf 13 zu einer Verbesserung der Ansprache und des Einschwingverhaltens
der Musiksaite 1 auf dem Musikinstrument führt. Mit derartigen Musiksaiten 1 ausgerüstete
Saiteninstrumente reagieren besonders schnell auf sich ändernde, durch den Musiker
angeregte Töne bzw. Schwingungen und folgen bemerkenswert schnell einem Bogenwechsel
Erfindungsgemäße Musiksaiten 1 weisen einen Kern 2 auf, welcher dazu vorgesehen und
ausgebildet ist die Belastung bzw. die Spannung, weleher die Musiksaite 1 im, auf
einem Musikinstrument aufgespannten Zustand ausgesetzt ist, aufzunehmen. Der Kern
2 einer erfindungsgemäßen Musiksaite 1 umfasst dabei eine vorgebbare Mehrzahl Metalldrähte
4, welche miteinander verseilt sind. Bei den einzelnen Metalldrähten handelt es sich
bevorzugt um Stahldrähte oder Kupferdrähte mit einem Durchmesser zwischen 0,05mm und
0,52mm, wobei auch Drähte aus anderen Metallen, etwa Titan, vorgesehen sein können.
[0016] Der Kern einer erfindungsgemäßen Musiksaite 1 weist bevorzugt ein innenliegendes
Kern-Innenseil 9, sowie eine das Kern-Innenseil 9 umgebendes Kern-Außenseil 11 auf.
Das Kern-Innenseil 9 weist in einer ersten bevorzugten Ausführungsform wenigstens
einen Kern-Innenseildraht 10, welcher schraublinienförmig um ein Zentrum des Kerns
2 gewickelt ist, auf. In einer zweiten bevorzugten Ausführungsform weist das Kern-Innenseil
9 drei Kern-Innenseildrähte 10 auf, welche um das Zentrum des Kerns 2 herumgewickelt
sind. Die einzelnen Kern-Innenseildrähte 10 weisen gegenüber der Längserstreckung
der Musiksaite 1 einen vorgebbaren Innenseilschlagwinkel α auf, welcher zwischen 10°
und 60° beträgt. Die Kern-Innenseildrähte 10 sind dabei aneinander anliegend derart
gewickelt, dass das derart gebildete Kern-Innenseil 9 unter Zugbelastung zu einer
hohen Dehnung fähig ist.
[0017] Bei beiden bevorzugten Ausfühzungsformen eines Kern-Innenseils 9 kann bevorzugt vorgesehen
sein, dass im Wesentlichen im Zentrum des Kerns 2 eine Kerneinlage 8 umfassend eine
vorgebbare Anzahl Polymerfäden angeordnet ist, wobei bevorzugt vorgesehen ist, dass
die Polymerfäden umfassend Polyamide, Aramidfasern, PEK, PEEK, PBT, Polyester, Nylon,
Polyethylen, PET, PEET, PES, PE, PP, POM, PTFE, PVDF, PVDC und/oder PVC ausgebildet
sind. Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die Polymerfäden aus Polyamid 6.4,
6.6, 6.10 oder 6.12 mit einer Feinheit von 180dtex bis 250dtex bzw. aus Polyester
PES mit einer Feinheit zwischen 1000 dtex und 1150 dtex gebildet ist, wobei auch Kombinationen
unterschiedlicher Polymerfäden vorgesehen sein können.
[0018] Das Kern-Innenseil 9 ist bei den bevorzugten Ausführungsformen einer Musiksaite 1
von einem Kern-Außenseil 11 umgeben. Das Kern-Außenseil 11 weist eine vorgebbare Anzahl
an Kern-Außenseildrähten 12 auf, welche in einem vorgebbaren Außenseilschlagwinkel
β zwischen 10° und 60° gegenüber der Längserstreckung der Musiksaite 1 um das Kern-Innenseil
9 herumgewickelt bzw. verseilt sind. Bevorzugt ist hiebei vorgesehen, dass das Kern-Außenseil
11 sechs bis zwölf Kern-Außenseildrähte 12 umfasst. Bei besonders bevorzugten Ausführungsformen
erfindungsgemäßer Musiksaiten 1 ist vorgesehen, dass der Durchmesser der einzelnen
Kern-Aüßenseildrähte 12 gleich ist, und größer als der Durchmesser der Kern-Innenseildrähte
10 ist.
[0019] Die Fig. 1 und 2 zeigen jeweils einen Querschnitt einer besonders bevorzugten Ausbildung
eines Kerns 2 einer erfindungsgemäßen Musiksaite 1, wobei die jeweils drei Kern-Innenseildrähte
10 und die jeweils neun, das Kern-Innenseil 9 umgebenden Kern-Außenseildrähte 12 im
Schnitt dargestellt sind. Auf eine Schraffierung der Schnittflächen wurde der besseren
Darstellung wegen verzichtet. Der um das Kern-Innenseil 9, sowie der um das Kern-Außenseil
11 gezogene Umkreis dienen lediglich der Veranschaulichung der Bereiche Kern-Innenseil
9 und Kern-Außenseil 11, und müssen bei tatsächlich umgesetzten Musiksaiten 1 nicht
aufscheinen. Allerdings können derartige Grenzen des Kern-Innenseils 9 bzw. des Kem-Außenseils
11 durch Bindemittel 15 tatsächlich in einer, zur Darstellung gemäß den Fig. 1 und
2 wenigstens äquivalenten Art ausgebildet sein. Der Kern 2 gemäß Fig. 2 unterscheidet
sich von einem Kern 2 gemäß Fig. 1 durch die im Zentrum des Kerns 2 angeordnete Kerneinlage
8 umfassend eine vorgebbare Anzahl an Polymerfäden bzw. -fasern. Es kann vorgesehen
sein, dass die Kern-Außenseildrähte 12 gegenüber den Kern-Innenseildrähten 10 gekreuzt
angeordnet sind. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass diese im sog. Gleichschlag
angeordnet sind. Dadurch kann vor allem das Torsionsverhalten der Musiksaite 1 vorgebbar
beeinflusst werden. Der Innenseilschlagwinkel α und der Außenseilschlagwinkel β eines
Kerns 2 sind in vorzugsweise im Wesentlichen gleich groß. Kerne 2 für erfindungsgemäße
Musiksaiten 1 sind derart verseilt, dass diese ein vorteilhaft großes Dehnungsvermögen
und eine hohe Elastizität aufweisen, welches diese von anderen, herkömmlichen Stahlseilen
bzw. Drahtseilen unterscheidet, wie diese etwa in der Technik als Transportseile oder
Bowdenzüge eingesetzt werden. Durch das hohe Dehnungsvermögen des Kerns 2 setzt eine
derartige Musiksaite 1 den, bei einer Schwingung auf einem Musikinstrument erfolgenden
Längenänderungen nur einen sehr geringen Widerstand entgegen, wodurch derartige Musiksaiten
1 ein sehr gutes akustisches Verhalten aufweisen. Durch die hohe Dehnbarkeit, welche
bis zu 30% der Ursprungslänge betragen kann, sowie der geringen Biegesteifigkeit wird
die Erzeugung tongebender Schwingungen mit einem hohen Anteil an Oberschwingungen
positiv unterstützt. Bei der Anregung einer Musiksaite 1 mittels eines Bogens, wird
auf der Musiksaite 1 ein sog. Helmholzcorner, daher eine auf der Musiksaite 1 umlaufende
Ecke bzw. Kante, gebildet, wobei der Umfang an Obertönen, welche die Schwingung der
Musiksaite 1 aufweist, proportional zu der "schärfe" der Helmholzcomer ist, daher
je ausgeprägter diese Ecke ist, je mehr Obertöne bzw. Klangfarbe werden erzeugt.
[0020] Erfindungsgemäße Musiksaiten 1 weisen wenigstens eine erste Umhüllung 3 auf. Es kann
vorgesehen sein, dass die erste Umhüllung 3 im Wesentlichen direkt auf dem Kern 2
angeordnet ist. Es kann aber auch, wie etwa bei der Musiksaite gemäß Fig. 4, vorgesehen
sein, dass auf dem Kern 2 eine erste Zwischenlage 18 angeordnet ist, und dass die
erste Zwischenlage 18 eine vorgebbare Anzahl Polymerfasern umfasst, wobei die Polymerfasern
der ersten Zwischenlage 18 bevorzugt im Wesentlichen äquivalent zu den Polymerfäden
der Kerneinlage 8 ausgebildet sind. Wie in Fig. 4 dargestellt, ist bevorzugt vorgesehen,
dass die erste Zwischenlage 18 aus einem Bündel umfassend eine vorgebbare Anzahl an
Polyamidfasern gebildet ist, welche im Wesentlichen parallel zur Längserstreckung
der Musiksaite 1 angeordnet sind. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass die erste
Zwischenlage 18 aus einem Bündel umfassend eine vorgebbare Anzahl an Polyamidfasern
gebildet ist, und dass das Bündel schraublinienförmig um den Kern 2 gewickelt ist.
Durch die erste Zwischenlage 18 kann die Dämpfung der Musiksaite 1 vorgebbar beeinflusst
werden. Durch die Ausrichtung der ersten Zwischenlage 18 parallel zur Längserstreckung
der Musiksaite 1 oder schraublinienförmig um den Kern 2 gewickelt, kann das Torsionsschwingungsverhalten
der Musiksaite 1 vorgebbar beeinflusst werden.
[0021] Erfindungsgemäße Musiksaiten 1 weisen wenigstens eine erste Umhüllung 3 auf. Diese
erste Umhüllung 3 kann als jede Art einer Umhüllung, Umwicklung bzw. Überzug der Musiksaite
1 ausgebildet sein, wobei besonders bevorzugt vorgesehen ist, dass die erste Umhüllung
3 schraublinienförmig um den Kern 2 gewickelt ist. Dadurch ergibt sich eine besonders
vorteilhafte Art den Massebelag der Musiksaite 1 zu erhöhen, wobei durch die schraublinienförmige
Anordnung der Umhüllung 3 die Biegesteifigkeit der Musiksaite 1 vorteilhaft gering
gehalten werden kann. Dadurch wird die Ausbildung einer Vielzahl hoher Teiltöne bei
der Anregung der Musiksaite 1 ermöglicht, wodurch mit einer derartigen Musiksaite
1 ein klangfarbenreiches Spiel möglich ist.
[0022] Bei der schraublinienförmigen Anordnung der ersten Umhüllung 3 ist bevorzugt vorgesehen,
dass die erste Umhüllung 3 aus wenigstens einem ersten Runddraht 5 oder aus wenigstens
einem ersten Band mit im Wesentlichen rechteckigem Querschnitt mit vorgebbarer Kantenausbildung
gebildet ist. Der erste Runddraht 5 oder das erste Band werden bei der Herstellung
der Musiksaite 1 auf den Kern 2 aufgewickelt, wobei vorgesehen sein kann, dass der
erste Runddraht 5 oder das erste Band dicht aneinander liegend gewickelt ist, wobei
im Wesentlichen keine Zwischenräume zwischen den einzelnen aneinander angrenzenden
Wicklungen auftreten. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass zwischen den einzelnen
aneinander angrenzenden Wicklungen ein vorgebbarer Zwischenraum vorgesehen ist. Durch
die Ausbildung der ersten Umhüllung 3 als erster Runddraht 5 oder als erstes Band
kann eine besonders einfache Fertigung der Musiksaite 1 erreicht werden.
[0023] In Weiterführung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die erste Umhüllung 3 weiteres
einen zweiten Runddraht aufweist, und dass der erste Runddraht 5 und der zweite Runddraht
nebeneinander liegend schraublinienförmig um den Kern 2 gewickelt sind, oder dass
die erste Umhüllung 3 weiters ein zweites Band mit im Wesentlichen rechteckigem Querschnitt
mit vorgebbarer Kantenausbildung aufweist, und dass das erste Band und das zweite
Band nebeneinander liegend schraublinienförmig um den Kern 2 gewickelt sind. Dadurch
kann bei im Wesentlichen unverändertem Massebelag die Biegesteifigkeit der Musiksaite
1 gesenkt werden, wodurch der mit einer solchen Musiksaite 1 mögliche Klangfarbenreichtum
gesteigert werden kann.
[0024] Bei den Runddrähten 5, 7 kann es sich um jede Art eines Runddrahtes 5, 7 handeln,
wobei besonders bevorzugt vorgesehen ist, dass der wenigstens eine Runddraht 5, 7
einen Durchmesser zwischen 0,05mm und 0,4mm aufweist. Weiters kann vorgesehen sein,
dass der wenigstens eine Runddraht wenigstens bereichsweise eine im Wesentlichen gerade
Umfangslinie aufweist. Eine solche im Wesentlichen gerade Umfangslinie kann etwa durch
Abschleifen einer aus Runddrähten gebildeten Umhüllung gebildet werden. Dadurch können
die besonderen Eigenschaften von Runddrähten mit denen eines Bandes kombiniert werden.
[0025] Weiters kann jedes Band 20 für die Bildung einer Umhüllung vorgesehen sein, wobei
besonders bevorzugt vorgesehen ist, dass das wenigstens eine Band 20 zwischen 1,25
und 30-mal so breit wie dick ist.
[0026] Bei einem Band 20 mit im Wesentlichen rechteckigem Querschnitt mit vorgebbarer Kantenausbildung
handelt es sich bevorzugt um ein Band 20 mit einem Querschnitt, welcher im Wesentlichen
die Dimensionen eines Rechteckes aufweist, wobei die Ausbildung der Kanten des Bandes
20 vorgebbar ist. Die Fig. 5 bis 11 zeigen sieben besonders bevorzugte Ausführungsformen
eines Bandes 20 im Querschnitt. Die erste bevorzugte Ausführungsform eines Bandes
20 gemäß Fig. 5 weist einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt im mathematischen
Sinn auf, wobei Toleranzen der Parallelität der einzelnen Flächen, sowie Abweichungen
der Winkel zwischen den aneinander angrenzenden Flächen 21, 22, 23, 24 im Bereich
der üblichen Herstellungstoleranzen vorgesehen sein können.
[0027] Die zweiten und dritten bevorzugten Ausführungsformen eines Bandes 20 gemäß den Fig.
6 bzw. 7 weisen einen Querschnitt auf, welcher zwei im Wesentlichen im Bereich der
Fertigungstoleranzen parallele Flächen in Form einer Deckfläche 21 und einer Unterfläche
22 aufweist, wobei die Seitenflächen 23, 24 als sog. Naturkante ausgebildet sind.
Ein derartiges Band 20 wird etwa durch Walzen eines Drahtes ohne Nachbearbeitung der
Seitenflächen 23, 24 gebildet. Die Seitenflächen, 23, 24 weisen dabei vorzugsweise
eine Kontur auf, welche aus einer vorgebbaren Aneinanderreihung vorgebbarer Kegelschnittlinien
gebildet ist. Die dritte bevorzugte Ausführungsform eines Bandes 20 gemäß Fig. 7 weist
Seitenflächen auf, welche bereichsweise im Wesentlichen plan ausgebildet sind.
[0028] Die vierte, fünfte bzw. sechste bevorzugte Ausführungsform eines Bandes 20 gemäß
den Fig. 8, 9 bzw. 10 weisen jeweils einen Querschnitt auf, welcher durch spezielle
Walzverfahren gebildet wird. Durch die unterschiedlichen Formgebungen können bisher
unerreichbare akustische und spieltechnische Eigenschaften bei Musiksaiten 1 erreicht
werden. Ein Band 20 gemäß der vierten bevorzugten Ausführungsform, siehe Fig. 8, weist
eine erste Seitenfläche 23 und eine zweite Seitenfläche 24, welche derart geformt
sind, dass bei einer schraublinienförmigen Aufwicklung des Bandes 20 auf einen Kern
2 einer Musiksaite 1, wobei die erste Seitenfläche 23 im Wesentlichen unmittelbar
angrenzend an die zweite Seitenfläche 24 angeordnet ist, die erste Seitenfläche 23
wenigstens bereichsweise die angrenzende zweite Seitenfläche 24 hintergreift, sodass
ein Verbund gebildet wird. Dadurch kann ein Abheben einzelner Windungen des Bandes
20 verhindert werden. Weiters kann dadurch das Eindringen von Schmutz unter eine Umhüllung
verhindert werden, welche aus einem Band 20 gemäß der vierten bevorzugten Ausführungsform
gebildet ist.
[0029] Die fünfte bzw. sechste bevorzugte Ausführungsform eines Bandes 20 gemäß den Fig.
9 bzw. 10 weisen jeweils eine erste und zweite Seitenfläche 23, 24 auf, welche nach
dem Inneren des Querschnittes gewandt bzw. konkav ausgebildet sind. Dadurch können
Bereiche geschaffen werden, in welchen zusätzliches Dämpfungsmittel bzw. Bindemittel
15 angeordnet werden kann. Als Dämpfungsmittel sind bevorzugt viskopolymere Flüssigkeiten
vorgesehen. Als Bindemittel 15 können die an weiterer Stelle genannten bevorzugten
Bindemittel 15 vorgesehen sein. Dadurch kann die innere Dämpfung der Musiksaite 1
vorgebbar erhöht werden, wodurch eine derartige Musiksaite 1 bei einer Anregung durch
Streichen besser kontrolliert werden kann.
[0030] Die siebente bevorzugte Ausführungsform eines Bandes 20 gemäß Fig. 11 weist einen
Querschnitt auf, bei welchem die erste Seitenfläche 23 und die zweite Seitenfläche
24 im Wesentlichen parallel zueinander gegenüber der Deckfläche 21 bzw. der Unterfläche
23 geneigt angeordnet sind, wodurch eine dachschindelartige Anordnung der nebeneinander
angeordneten Wicklungen einer Umhüllung 3, 6, 19 erreicht werden kann. Dadurch kann
das Eindringen von Schmutz wirkungsvoll verhindert werden, wodurch die Lebensdauer
der Musiksaiten 1 erhöht werden kann.
[0031] Jedes der, in den gegenständlichen Ausführungen beschriebenen, Bänder 20 weist vorzugsweise
einen Querschnitt gemäß einer der vorstehend beschriebenen sieben bevorzugten Ausführungsformen
auf.
[0032] Bei den weiters beschriebenen besonders bevorzugten Ausführungsformen sind jeweils
detaillierte Beispiele für besonders vorteilhafte Dimensionierungen von Runddrähten
5, 7 und Bändern 20 für erfindungsgemäße Musiksaite 1 angefuhrt, sodass an dieser
Stelle auf eine weitere Aufzählung bevorzugter Ausführungsformen verzichtet wird.
[0033] Bevorzugt ist vorgesehen, dass der wenigstens eine Runddraht 5, 7 oder das wenigstes
eine Band 20 umfassend einem metallischen Werkstoff ausgeführt ist. Dies vereinigt
die Vorteile einer hohen Dichte und einer rauen Oberfläche, welche für die Anregung
durch einen Bogen vorteilhaft ist, da an einer solchen rauen Oberfläche Kolophonium
sehr gut haftet. Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass der wenigstens eine Runddraht
5, 7 oder das wenigstes eine Band 20 umfassend wenigstens einen Werkstoff ausgewählt
aus der Gruppe: Aluminium, Magnesium, Eisen, Chrom, Nickel, Silizium, Silber, Gold,
Platin, Rhodium, Kupfer, Wolfram, gebildet ist, wobei jeder der genannten Stoffe als
Reinstoff im technischen Sinne vorgesehen sein kann, aber auch als Bestandteil einer
Legierung. Als besonders vorteilhaft haben sich Musiksaiten 1 erwiesen, bei welchen
der wenigstens eine Runddraht 5, 7 oder das wenigstes eine Band 20 umfassend wenigstens
einer Legierung ausgewählt aus der Gruppe: Stahl, Aluminium-Magnesiumlegierungen,
Aluminium-Magnesium-Manganlegierungen, Silber-Kupferlegierungen, Silber-Platinlegierungen,
Silber-Rhodiumlegierungen, Silber-Palladiumlegierungen, Eisen-Chrom-Nickel-Silizium-Aluminium-legierungen,
gebildet ist. Bei Stahl handelt es sich bevorzugt um Stahl, umfassend Legierungsbestandteile
ausgewählt aus der Gruppe: Kohlenstoff, Chrom, Nickel, Molybdän, Vanadium, Mangan,
Wolfram, wobei besonders bevorzugt Kohlenstoffstähle (C- Gehalt von 0,01% bis 0,03%)
sowie Chrom-Nickel-Stähle (Cr- Gehalt von 17% bis 20%, Ni- Gehalt von 8% bis 10%)
vorgesehen sind. Weiters kann vorgesehen sein, dass der wenigstens eine Runddraht
5, 7 oder das wenigstes eine Band 20 eine Oberflächenbeschichtung aufweist, wobei
eine Beschichtung mit wenigstens einem Metall, insbesondere Messing, Zinn, Nickel,
und/oder einem Kunststoff, insbesondere einem Polymer vorgesehen sein kann. Vorzugsweise
kann vorgesehen sein, dass eine vorgebbare Anzahl an Beschichtungen übereinander angeordnet
sind.
[0034] In Weiterbildung der Erfindung ist besonders bevorzugt vorgesehen, dass eine erfindungsgemäße
Musiksaite 1 eine zweite Umhüllung 6 aufweist, welche schraublinienförmig um die erste
Umhüllung 3 gewickelt ist, wodurch vorteilhaft weiterer Massebelag ohne übermäßige
Erhöhung der Biegesteifigkeit der Musiksaite 1 auf diese aufgebracht werden kann.
Die vorzugsweise aus einem dritten Runddraht 7 oder einem dritten Band mit im Wesentlichen
rechteckigem Querschnitt gebildete zweite Umhüllung 6 kann dabei im selben Wicklungssinn
wie die vorhergehende erste Umhüllung 3 aufgebracht sein, oder aber in einem Wicklungssinn,
welcher dem Wicklungssinn der ersten Umhüllung 3 entgegen gerichtet bzw. diesen kreuzt.
Dies wird mit "gekreuzt" bezeichnet. Durch die gekreuzte Anordnung der zweiten Umhüllung
6 zur ersten Umhüllung 3 kann eine besonders homogene Musiksaite 1 gebildet werden.
[0035] Äquivalent zur Ausbildung der ersten Umhüllung 3 kann vorgesehen sein, dass die zweite
Umhüllung 6 weiters einen vierten Runddraht aufweist, und dass der dritte Runddraht
7 und der vierte Runddraht nebeneinander liegend schraublinienförmig um den Kern 2
gewickelt sind, oder dass die zweite Umhüllung 6 weiters ein viertes Band mit im Wesentlichen
rechteckigem Querschnitt aufweist, und dass das dritte Band und das vierte Band nebeneinander
liegend schraublinienförmig um den Kern 2 gewickelt sind. Auch die Ausbildung der
Runddrähte 7 bzw. Bänder ist bevorzugt äquivalent zu den bei Beschreibung der ersten
Umhüllung 3 beschriebenen Ausführungsformen ausgeführt.
[0036] Weiters ist bevorzugt vorgesehen, dass erfindungsgemäße Musiksaiten 1 wenigstens
eine dritte Umhüllung 19 aufweist, welche schraublinienförmig um die zweite Umhüllung
6 gewickelt ist, wobei auch hiebei vorgesehen sein kann, dass die dritte Umhüllung
19 zu der zweiten Umhüllung 6 gekreuzt angeordnet ist. Die Ausbildung der Runddrähte
bzw. Bänder 20 ist bevorzugt äquivalent zu den bei Beschreibung der ersten Umhüllung
3 beschriebenen Ausführungsformen ausgeführt. Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Musiksaite mit einer ersten, zweiten und dritten Umhüllung 3, 6,
19.
[0037] Darüber hinaus kann eine vorgebbare Anzahl weiterer Umhüllungen vorgesehen sein,
wobei insbesondere eine vierte, eine fünfte und eine sechste Umhüllung vorgesehen
sein kann, welche allesamt hinsichtlich Ausführung, Dimensionen und Werkstoffen bevorzugt
äquivalent zu den bei Beschreibung der ersten Umhüllung 3 beschriebenen Ausführungsformen
ausgeführt sind.
[0038] Weiters kann vorgesehen sein, dass als äußerste Schicht der Musiksaite 1 ein polymerer
Überzug vorgesehen ist, etwa in Form eines Kunststoffschlauches oder eine sog. Bistagelackes.
Besonders bevorzugt ist hiebei vorgesehen, dass ein polymeres Deckband auf die Musiksaite
1 schraublinienfömig aufgewickelt wird. In diesem Zusammenhang ist bevorzugt vorgesehen,
dass das die Kanten des schraublinienförmig auf der Musiksaite 1 angeordneten polymeren
Deckbandes verschmolzen sind. Hiefür ist etwa vorgesehen, die Musiksaite 1 einer vorgebbaren
Erwärmung auszusetzen. Dadurch wird ein für Schmutz und Feuchtigkeit im Wesentlichen
undurchdringlicher Mantel um die Musiksaite 1 geschlossen, wodurch die Lebensdauer
der Musiksaite 1 erhöht werden kann.
[0039] Es kann vorgesehen sein, dass die erste Uinhüllung 3 unmittelbar auf dem Kern 2 angeordnet
ist, sowie dass die weiters vorgesehenen Umhüllungen unmittelbar aufeinander angeordnet
sind. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass wenigstens zwischen der ersten Umhüllung
3 und der zweiten Umhüllung 6 ein Bindemittel 15, vorzugsweise umfassend Wachs, insbesondere
Naturwachse, wie etwa Bienenwachs oder Karnaubawachs, und/oder Kunstwachse, wie etwa
Polyolefinwachse, Paraffin, Öl, etwa fette Öle, Mineralöle und/oder Syntheseöle, Harz,
insbesondere Naturharze, etwa Lärehenharz und/oder Fichtenharz, und/oder Kunstharze,
etwa Polyesterharz, Phenolharz und/oder Epoxyharz, angeordnet ist. Ein solches Bindemittel
15 kann auch zwischen dem Kern 2 und der ersten Umhüllung 3 angeordnet sein. Weiters
ist besonders bevorzugt vorgesehen, zwischen dem Kern-Innenseil 9 und dem Kern-Außenseil
11 ein vorstehend beschriebenes Bindemittel 15 anzuordnen. Durch ein Bindemittel 15
kann die innere Dämpfung der Musiksaite 1 vorgebbar verändert, insbesondere erhöht
werden, was vor allem bei Musiksaiten 1 für Streichinstrumente vorteilhaft ist.
[0040] In weiterer Folge werden einige besonders bevorzugte Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen
Musiksaite 1 beschrieben.
[0041] Fig. 4 zeigt beispielhaft Konstruktionsdetails erfindungsgemäßer Musiksaiten 1. Die
dargestellte Musiksaite 1 weist einen Kern 2 auf, welcher aus drei verseilten Kern-Innenseildrähten
10 und sechs gekreuzt zu diesen verseilten Kern-Außenseildrähten 12 aufgebaut ist.
Im Zentrum des Kerns 2 ist eine Kerneinlage 8 angeordnet. In der Darstellung sind
auch der Innenseilschlagwinkel α bzw. der Außenseilschlagwinkel β eingetragen, sowie
als weiteres Charakteristikum eines Seils, die sog. Schlaglänge S. Die Schlaglänge
S entspricht dabei im Wesentlichen der Ganghöhe bzw. Steigung, mit welcher ein Draht
des Kern-Innenseils 9 oder des Kern-Außenseils 11 gewickelt ist. Wie aus Fig. 4 hervorgeht,
ist die Schlaglänge S daher der Weg, um den sich ein Draht bei einer vollständigen
Umdrehung bzw. Umwindung des Zentrums weiterbewegt hat. Bei besonders bevorzugten
Musiksaiten 1 kann dabei vorgesehen sein, dass die Schlaglänge S der Kern-Außenseildrähte
12 1,1 bis 3-mal, insbesondere 1,5 bis 2,5-mal, vorzugsweise 1,8 bis 2,2-mal, so groß
ist, wie die Schlaglänge S der Kern-Innenseildrähte 10, wodurch ein besonders warmer
und dunkler Klang der Musiksaite 1 erreicht werden kann.
[0042] Die beispielhafte Musiksaite 1 gemäß Fig. 4 weist weiters eine erste Umhüllung 3
auf, welche durch einen ersten Runddraht 5 gebildet ist, und eine zweite Umhüllung
6, welche durch einen dritten Runddraht 7 gebildet ist, wobei der Durchmesser des
ersten Runddrahtes 5 größer ist als der Durchmesser des zweiten Runddrahtes 7, der
zweite Runddraht 7 in derselben Wicklungsrichtung wie der erste Runddraht 5 gewickelt
ist, und der zweite Runddraht 7 in den Stoßstellen des ersten Runddrahts 5, welcher
dicht aneinander anliegend gewickelt ist, angeordnet ist. Dadurch entstehen zwischen
den einzelnen Windungen des zweiten Runddrahts 7 Zwischenräume. Auf der zweiten Umhüllung
6 ist eine dritte Umhüllung 19 in Form eines fünften Bandes 20 angeordnet. In den
Zwischenräumen bzw. Hohlräumen zwischen den einzelnen Windungen ist ein - nicht explizit
dargestelltes - Bindemittel 15 angeordnet, welches in Fig. 4 lediglich durch die Bezugszeichen
verdeutlicht wird.
[0043] Der Kern 2 der nachfolgend beschriebenen besonders bevorzugten ersten und zweiten
Ausführungsformen erfindungsgemäßer Musiksaiten 1 ist aus Stahldrähten gebildet, und
weist drei Kern-Innenseildrähte 10 und sechs Kern-Außenseildrähte 12 auf, wobei die
Kern-Außenseildrähte 12 zu den Kern-Innenseildrähten 10 gekreuzt angeordnet sind.
Im Zentrum des Kern-Innenseils 9 ist eine Kerneinlage 8 vorgesehen. Zwischen den einzelnen
Kern-Innenseildrähten 10 und Kern-Außenseildrähten 12 ist ein Bindemittel 15 angeordnet.
Die Kern-Innenseildrähte 10 und die Kern-Außenseildrähte 12 weisen einen Innenseilschlagwinkel
α bzw. einen Außenseilschlagwinkel β zwischen 40° und 50° auf. Durch den hohen Innenseilschlagwinkel
α bzw. Außenseilschlagwihkel β wird ein besonders hohes Dehnungsvermögen des Kerns
2 erreicht, da dieser ähnlich der Wirkung einer Schraubenfeder auseinander gezogen
werden kann, und sich wieder in eine Ruheposition zurückbewegt. Die Kern-Innenseildrähte
10 weisen bevorzugt einen Durchmesser zwischen 0,05mm und 0,27mm, und die Kern-Außenseildrähte
12 weisen einen Durchmesser zwischen 0,06mm und 0,34mm auf, wobei bevorzugt vorgesehen
ist, dass die Kern-Innenseildrähte 10 einen geringeren Durchmesser aufweisen als die
Kern-Außenseildrähte 12.
[0044] Bei einer ersten bevorzugten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Musiksaite 1
ist auf diesem vorbeschriebenen Kern 2 eine Zwischenlage 18 aus Polyamidfasern mit
ca. 95 bis 115dtex angeordnet, welche im Wesentlichen parallel zur Längserstreckung
der Musiksaite 1 angeordnet sind. Die Polyamidfasern sind bevorzugt mittels des Bindemittels
15 mit dem Kern 2 verbunden. Die erste Umhüllung 3 ist durch einen Kupferrunddraht
gebildet, welcher schraublinienförmig um die Zwischenlage 18 gewickelt ist. Es kann
bei einer weiteren Ausbildung dieser Ausführungsform vorgesehen sein, dass die erste
Umhüllung 3 durch drei Kupferrunddrähte gebildet ist, welche jeweils nebeneinander
liegend schraublinienförmig um die Zwischenlage 18 gewickelt sind. Die Kupferrunddrähte
weisen jeweils einen Durchmesser im Bereich zwischen 0,22mm und 0,25mm auf, und sind
zu den Kern-Außenseildrähten 12 gekreuzt angeordnet. Die Kupferrunddrähte sind vor
dem Aufbringen der zweiten Umhüllung 6 geschliffen, und weisen daher bereichsweise
flache Bereiche auf. Die zweite Umhüllung 6 wird durch einen einzelnen Kupferrunddraht
gebildet, welcher einen Durchmesser zwischen 0,24mm und 0,27mm aufweist, und zu den
Küpferrunddrähten der ersten Umhüllung 3 gekreuzt angeordnet ist. Bevorzugt ist vorgesehen,
dass der Kupferrunddraht der zweiten Umhüllung 6 eine polymere Oberflächenbeschichtung
aufweist. Auf der zweiten Umhüllung 6 ist eine dritte Umhüllung 19 in Form eines einzelnen
Kupferrunddrahts angeordnet, welcher in gleicher Richtung zu dem Kupferrunddraht der
zweiten Umhüllung 6 angeordnet ist. Der Kupferrunddraht der dritten Umhüllung 19 weist
einen, vorzugsweise geringfügig, geringeren Durchmesser auf, als der Kupferrunddraht
der zweiten Umhüllung 6, und ist jeweils in den Stoßstellen angeordnet, welche zwischen
den aneinander anliegenden Teilen des Kupferrunddrahts der zweiten Umhüllung 6 gebildet
sind. Dadurch wird eine Anordnung gebildet, bei welcher zwischen den einander nächsten
Windungsteilen des die dritte Umhüllung 19 bildenden Kupferrunddrahts ein schraubenlinienförmig
über die gesamte Länge der Musiksaite 1 verlaufender Spalt gebildet wird. Dadurch
kann die Biegesteifigkeit der Musiksaite vorteilhaft gering gehalten werden. Fig.
4 zeigt eine zur gegenständlichen ersten bevorzugten Ausführungsform artverwandte
Musiksaite 1, bei welcher gut der vorbeschriebene Spalt erkennbar ist. Auf der dritten
Umhüllung 19 ist eine vierte Umhüllung angeordnet, welche durch ein zur dritten Umhüllung
19 gekreuzt angeordnetes Band aus Chromstahl gebildet wird, welches eine Länge zwischen
0,51mm und 0,57mm, sowie eine Dicke zwischen 0,15mm und 0,18mm aufweist. Zwischen
sämtlichen Lagen bzw.
[0045] Umhüllungen 3, 6, 19 der vorbeschriebenen Musiksaite 1 ist vorzugsweise ein Bindemittel
angeordnet. Eine derartige erste bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Musiksaite 1 ist bevorzugt für tieffrequente Schwingungen vorgesehen, etwa als Kontrabasssaite
E
1.
[0046] Die zweite bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Musiksaite 1 weist
einen zur ersten bevorzugten Ausführungsform einer erfindurigsgeznäßen Musiksaite
1 im Wesentlichen äquivalenten Aufbau auf, wobei lediglich die erste Umhüllung 3 abweichend
ausgebildet ist. Bei der zweiten bevorzugten Ausführungsform ist die erste Umhüllung
3 durch ein erstes Band, umfassend Aluminium, gebildet, welches eine Breite zwischen
0,53mm und 0,58mm, sowie eine Dicke zwischen 0,09mm und 0,12mm aufweist. Zwischen
den einzelnen Lagen der vorbeschriebenen Musiksaite 1 ist jeweils ein Bindemittel
15 angeordnet. Diese zweite bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Musiksaite
1 weist einen zur ersten bevorzugten Ausführungsform geringeren Massebelag auf und
ist daher bevorzugt für etwa höherfrequente Schwingungen vorgesehen, etwa als Kontrabasssaite
A
1.
[0047] Die weiters beschriebene dritte bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Musiksaite 1 weist einen Kern 2 auf, welcher drei Kern-Innenseildrähte 10 und sieben
Kern-Außenseildrähte 12 aufweist, welche jeweils in einem Innenseilschlagwinkel α
bzw. einem Außenseilschlagwinkel β zwischen 40° und 50° zueinander gekreuzt verseilt
sind. Die Kern-Innenseildrähte 10 weisen einen Durchmesser zwischen 0,1mm und 0,14mm,
und die Kern-Außenseildrähte 12 einen Durchmesser zwischen 0,13mm und 0,17mm auf.
Die dritte bevorzugte Ausführungsform weist eine Zwischenlage 18 in der Art der ersten
bevorzugten Ausführungsform einer Musiksaite 1 auf Die weiters vorgesehenen ersten
und zweiten Umhüllungen 3, 6 sind in der Art der zweiten und dritten Umhüllung 3,
6 der ersten bevorzugten Ausführungsform ausgebildet, daher jeweils als einzelner
Runddraht, wobei der dritte Runddraht 7 der zweiten Umhüllung 6 in den Stoßstellen
des ersten Runddrahtes 5 der ersten Umhüllung 3 angeordnet ist. Der erste Runddraht
5 weist einen Durchmesser zwischen 0,15mm und 0,18mm auf, und der dritte Runddraht
7 einen Durchmesser zwischen 0,12mm und 145mm. Der erste und der dritte Runddraht
5, 7 sind umfassend Wolfram gebildet. Insbesondere ist vorgesehen, dass der erste
und der dritte Runddraht 5, 7 im Wesentlichen vollständig aus Wolfram gebildet sind.
Zwischen den einzelnen Lagen der vorbeschriebenen Musiksaite 1 ist jeweils ein Bindemittel
15 angeordnet. Eine derartige Musiksaite 1 wird bevorzugt etwa als Cello C-Saite eingesetzt.
[0048] Die vierte bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Musiksaite 1 weist
einen Kern 2 auf, welcher durch drei Kern-lunenseildrähte 10 und sechs Kern-Außenseildrähte
12 gebildet wird, welche zueinander gekreuzt angeordnet sind. Bei diesem Kern 2 ist
keine Kerneinlage 8 vorgesehen. Die Kern-Innenseildrähte 10 weisen einen Durchmesser
zwischen 0,12mm und 0,15mm, die Kern-Außenseildrähte 12 einen Durchmesser zwischen
0,24mm und 0,28mm auf. Der Innenseilschlagwinkel α beträgt etwa 40°, und die Schlaglänge
S der Kern-Außenseildrähte 12 ist im Wesentlichen etwa 2-mal so groß wie die Schlaglänge
S der Kern-Innenseildrähte 10. Die erste Umhüllung 3 wird durch einen ersten Runddraht
5 gebildet, welcher als polynerbeschichteter Kupferrunddraht ausgebildet ist, und
einen Durchmesser - ohne der Polymerbeschichtung - von etwa 0,27mm bis 0,3mm aufweist.
Die zweite Umhüllung 6, welche aus einem blanken Kupferrunddraht mit einem Durchmesser
zwischen 0,27mm bis 0,3mm gebildet ist, ist im gleichen Drehsinn gewickelt, wie der
erste Runddraht 5 und - wie bereits beschrieben - in den Stoßstellen des ersten Runddrahts
5 angeordnet. In im Wesentlichen gleicher Weise ist weiters eine dritte Umhüllung
19 vorgesehen, welche aus einem fünften Runddraht gebildet ist. Der fünfte Runddraht
ist als polymerbeschichteter Kupferrunddraht mit einem Durchmesser zwischen 0,24mm
und 0,27mm ausgebildet, und in den Stoßstellen des dritten Runddrahtes 7 angeordnet.
Die Durchmesser des ersten, dritten und fünften Runddrahtes 5, 7 sind dabei derart
gewählt, dass der tatsächliche Außendurchmesser, daher der Durchmesser des jeweiligen
Runddrahtes 5, 7 zusammen mit einer gegebenenfalls darauf angeordneten Beschichtung,
des ersten Runddrahtes 5 größer ist als der Außendurchmesser des dritten Runddrahtes
7, und der Außendurchmesser des dritten Runddrahtes 7 größer ist als der Außendurchmesser
des fünften Runddrahtes. Auf dem fünften Runddraht ist eine vierte Umhüllung umfassend
ein Band angeordnet, dessen Breite vorzugsweise im Wesentlichen größer ist als der
zweifache Außendurchmesser des fünften Runddrahtes. Es kann auch vorgesehen sein,
dass die Breite des Bandes geringer ist als die Summe der Breiten der in der dritten
Umhüllen angeordneten Runddrähte. Eine derartige Musiksaite 1 weist einen sehr warmen,
dunklen Klang auf.
[0049] Weitere erfindungsgemäße Ausführungsformen weisen lediglich einen Teil der beschriebenen
Merkmale auf, wobei jede Merkmalskombination, insbesondere auch von verschiedenen
beschriebenen Ausführungsformen, vorgesehen sein kann.
1. Musiksaite (1), insbesondere für Streich- und/oder Zupfinstrumente, wobei die Musiksaite
(1) wenigstens einen Kern (2) aufweist, und wobei die Musiksaite (1) wenigstens eine
erste Umhüllung (3) aufweist, welche um den Kern (2) herum angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (2) eine vorgebbare Mehrzahl Metalldrähte (4) umfasst, welche miteinander
verseilt sind.
2. Musiksaite (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Wesentlichen in Zentrum des Kerns (2) eine Kerneinlage (8) umfassend eine vorgebbare
Anzahl Polymerfäden angeordnet ist.
3. Musiksaite (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (2) ein Kern-Innenseil (9) aufweist, welches wenigstens einen Kern-Innenseildraht
(10), insbesondere drei Kern-Innenseildrähte (10), umfasst, welcher um das Zentrum
des Kerns (2) herumgewickelt ist.
4. Musiksaite (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Kern-Innenseildraht (10) einen vorgebbaren Innenseilschlagwinkel
(α) zwischen 10° und 60° gegenüber der Längserstreckung der Musiksaite (1) aufweist.
5. Musiksaite (1) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (2) eine Kern-Außenseil (11) aufweist, welches um das Kern-Innenseil (9)
herum angeordnet ist.
6. Musiksaite (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Kern-Außenseil (11) eine vorgebbare Anzahl, vorzugsweise sechs bis zwölf, Kern-Außenseildrähte
(12) aufweist, welche in einem vorgebbaren Außenseilschlagwinkel (β) zwischen 10°
und 60° gegenüber der Längserstreckung der Musiksaite (1) um das Kern-Innenseil (9)
herumgewickelt sind.
7. Musiksaite (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kern-Außenseildrähte (12) gegenüber den Kern-Innenseildrähten (10) gekreuzt angeordnet
sind.
8. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schlaglänge (S) der Kern-Außenseildrähte (12) 1,1 bis 3-mal, insbesondere 1,5
bis 2,5-mal, vorzugsweise 1,8 bis 2,2-mal, so groß ist, wie eine Schlaglänge S der
Kern-Innenseildrähte (10).
9. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Kern (2) eine erste Zwischenlage (18) angeordnet ist, und dass die erste
Zwischcnlage (18) eine vorgebbare Anzahl Polymerfasern umfasst.
10. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass diese Musiksaite (1) eine erste Umhüllung (3) aufweist, welche schraublinienförmig
um den Kern (4) gewickelt ist, und aus wenigstens einem ersten Runddraht (5) und/oder
einem ersten Band gebildet ist.
11. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass diese Musiksaite (1) eine zweite Umhüllung (6) aufweist, welche schraublinienförmig
um die erste Umhüllung (3) gewickelt ist, und dass die zweite Umhüllung (6) wenigstens
einen dritten Runddraht (7) und/oder ein drittes Band umfasst.
12. Musiksaite (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass diese Musiksaite (1) wenigstens eine dritte Umhüllung (19) aufweist, welche schraublinienförmig
um die zweite Umhüllung (6) gewickelt ist, und dass vorzugsweise die dritte Umhüllung
zu der zweiten Umhüllung (6) gekreuzt angeordnet ist.
13. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei an einem ersten Ende der Musiksaite
(1) ein im Wesentlichen rotationssymmetrischer Metallknopf (13) zum Einhängen der
Musiksaite (1) an einem Musikinstrument angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Metallknopf (13) wenigstens einen ersten Schlitz (14) aufweist, durch welchen
der Kern (2) geführt ist, und in welchem der Kern (2) geklemmt ist.
14. Musiksaite (1) nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (2) wenigstens um den halben Metallknopf (13) geführt, und um den - einem
Spielbereich der Musiksaite (1) zugewandten - Kern (2) geschlungen ist.
15. Verfahren zur Befestigung einer Musiksaite (1) an einem Metallknopf (13), welcher
einen Schlitz (14) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Endstück (26) eines Kerns (4) der Musiksaite (1) durch den Schlitz (14) geführt
wird, dass nachfolgend das Endstück (26) um den Metallknopf (14) geschlungen wird,
dass nachfolgend das Endstück (26) wenigstens eineinhalb Mal um den - einem Spielbereich
der Musiksaite (1) zugewandten - Kern (2) geschlungen wird, dass nachfolgend das Endstück
(26) in den Schlitz (14) eingeführt wird, und dass nachfolgend der Schlitz (14) zusammengedrückt
wird.