[0001] Die Erfindung betrifft eine Leuchte mit einem Gehäuse mit Lichtaustrittsbereich,
einer in dem Lichtaustrittsbereich angeordneten LED-Matrix, die in Längserstreckung
mehrere nebeneinander angeordnete Zeilen aus jeweils zueinander beabstandeten LED
umfasst.
[0002] Bisher wurde das Problem der Ausleuchtung von individuellen Bereichen durch mechanisch,
bewegliche Teile, d.h. von Abschirmungen oder des Leuchtmittels selbst, gelöst. Bekannt
sind Leuchten mit herkömmlichen Leuchtmitteln, bei denen Teile des Leuchtmittels verdeckt
werden können oder aber das Leuchtmittel selbst in die gewünschte Position gebracht
werden kann. Mittlerweile hält die LED Technik immer mehr Einzug in den Alltag. Gründe
sind die längere Lebensdauer und der wesentlich geringerer Energieverbrauch im Gegensatz
zu herkömmlichen Leuchtmitteln. Stand der Technik sind LED Leuchten, welche in ihrer
Lichtfarbe und Lichtintensität durch Prozessoren beeinflusst werden können. Wenn es
aber darum geht, nur bestimmte Teilbereiche auszuleuchten, werden auch im Bereich
der LED Technik mechanische Abschirmungen oder Positionsgeber verwendet.
[0003] Nachteile bekannter Lösungen sind ökonomischer wie funktioneller Art. Zum einen ist
eine unökonomische Lichtausnutzung zu verzeichnen, indem z.B. Leuchtstoffröhren immer
in ihrer gesamten Länge leuchten und in bestimmten Situationen nur ein Bereich benötigt
wird. Zum anderen muss mit aufwendigen Gelenken, Abschirmungen, Seilzügen und Befestigungen
die Möglichkeit der individuellen Bereichsausleuchtung hergestellt werden. Dabei wird
immer versucht mit z.B. Abdeckungen die Abstrahlung des Lichtes zu lenken. Dies gilt
nicht nur für herkömmliche Leuchtmittel, sondern ist zurzeit Stand der Technik, d.h.
auch in der LED Technik üblich.
[0004] In der
DE000060037178T2 wird eine Leuchte mit einer Matrix aus LED beschrieben, die ein Gehäuse und eine
Lichtaustrittöffnung aufweist,
[0005] Bei einer Leuchte mit einer derartigen Matrix oder auch bei sonstigen Arbeitsplatzbeleuchtungen
oder Raumbeleuchtungen besteht der Nachteil dass diese nur ungenügend oder mit hohem
Aufwand an den Einsatzzweck angepasst werden können.
[0006] So führt oft die Aufstellung von Arbeitsplatzleuchten an Computerarbeitsplätzen zu
Blenderscheinungen auf dem Monitor oder bei Verringerung der Blenderscheinungen zu
ungenügender Ausleuchtung der sonstigen Arbeitsfläche. Auch bei Raumbeleuchtungen
wird eine individuelle Anpassung an verschiedene Einsatzzwecke nur entweder mit redundanten
Beleuchtungssystemen erreicht, die wahlweise zu- oder abschaltbar sind, oder durch
einstellbare Beleuchtungssysteme, wie Schienensystems, die zumindest einen nicht unerheblichen
Arbeitsaufwand bei einer Änderung des Einsatzes erfordern. Insbesondere wird dies
bei Galerien deutlich, wo Ausstellungen wechseln und regelmäßig eine Anpassung der
Beleuchtungsverhältnisse vorzunehmen ist.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, eine Möglichkeit zu schaffen, das Leuchtverhalten
einer Leuchte der eingangs genannten Art an den Einsatzzweck, insbesondere für eine
Arbeitsplatzbeleuchtung, anzupassen.
[0008] Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Zeilen der LED-Matrix
einzeln ansteuerbar sind und Mittel zum in Längserstreckung fortschreitenden Ein-
und Ausschalten jeweils einander benachbarter Zeilen, vorgesehen sind, die zumindest
einen ersten Schaltpositionsgeber beinhalten. Damit wird es möglich, bestimmte Leuchtbereiche
durch fortschreitendes Zu- oder Abschalten einander benachbarter LED-Zeilen einzustellen.
Dies hat beispielsweise den Vorteil, dass eine Arbeitplatzleuchte, die über dem Display
eines tragbaren Computers angeordnet ist und auf dem Display zu Blendungen führt,
im Bereich des Displays zielgerichtet ausgeschaltet werden kann.
[0009] Die Leuchte kann in einer Ausgestaltung insbesondere dadurch längserstreckt realisiert
werden, dass die Matrix eine größere Anzahl von Zeilen als LED in je einer Zeile aufweist.
[0010] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Zeilen als
nicht-geradlinige Zeilen ausgebildet sind. Demnach soll der Begriff Matrix nicht nur
quadratische oder allgemein rechteckige Matrix umfassen sondern auch solche Anordnungen,
bei denen die Zeilen nicht-geradlinige, z.B. als Ringe gestalte sind, also eine Matrix
mehrere konzentrische Ringe oder ineinander liegende Ellipsen oder vergleichbare Formen
umfasst, wobei diese nicht-geradlinigen Zeilen in Längserstreckung, beispielsweise
in radialer Richtung, schaltbar sind.
[0011] Weiterhin ist vorgesehen, dass ein zweiter Schaltpositionsgeber dergleichen Art wie
der erste Schaltpositionsgeber angeordnet ist, wobei beide Schaltpositionsgeber einen
Leuchtbereich begrenzen. Dementsprechend kann der Leuchtbereich auf der LED-Matrix
verschoben werden.
[0012] Hierbei können auch mehrere Leuchtbereiche mit je zwei Schaltpositionsgebern vorgesehen
sein. Um in dem Beispiel zu bleiben, ist es damit möglich, beispielsweise das Display
eines tragbaren Computers abzublenden, und rechts und links des Displays Leuchtbereiche
zuzulassen, um z.B. auf der einen Seite ein Manuskriptblatt und auf der anderen Seite
Literatur lesen zu können.
[0013] Ein Schaltpositionsgeber kann zweckmäßiger Weise sowohl dem Einschalten als auch
dem Ausschalten dienen, indem die Mittel zum in Längserstreckung fortschreitenden
Ein- und Ausschalten eine Schaltelektronik zum Ansteuern der LED umfassen, die derart
ausgebildet ist, dass bei Stellung des Schaltpositionsgebers relativ zu einer nicht
eingeschalten Zeile diese eingeschaltet und bei Stellung des Schaltpositionsgebers
relativ zu einer eingeschalten Zeile diese ausgeschaltet wird.
[0014] Ein besonderer Effekt, der dem Auf- oder Zuziehen einer Gardine ähnlich ist, wird
dadurch erreicht, dass der oder die Schaltpositionsgeber in definiertem Bezug zu den
Zeilen der LED-Matrix stehen. Damit wird ein Ein- oder Ausschalten an der Stelle hervorgerufen,
wo auch tatsächlich das Ein- oder Ausschalten geschieht.
[0015] In einer weiteren Ausgestaltung kann die Gestaltung des Gehäuses funktional mit in
die Leuchte eingebunden werden, indem der Schaltpositionsgeber beweglich mit dem Gehäuse
verbunden ist.
[0016] Der Handhabungseffekt wird dadurch verdeutlicht, dass ein Schaltpositionsgeber aus
einem längsverschieblichen Stellmittel besteht, das mit einem Positionssensor zusammenwirkt,
der mit der Schaltelektronik verbunden ist. Somit kann auch eine Entkopplung des Schaltpositionsgebers
von dem eigentlichen Schaltvorgang erfolgen. Damit werden leichte und gut anpassungsfähige
Positionssensoren möglich, wodurch sich die Möglichkeiten der ergonomischen Gestaltung
deutlich vergrößern.
[0017] Es ist auch möglich, dass ein Schaltpositionsgeber als ein auf dem Gehäuse verschiebbarer
Ring ausgebildet ist.
[0018] Insbesondere werden dabei eine Mehrzahl von LEDs durch einen Mikroprozessor angesteuert.
Mindestens ein, vorzugsweise zwei oder mehr Schaltpositionsgeber, die als Lichtsteuerungselemente
arbeiten, definieren dabei den Bereich, welcher ausgeleuchtet werden soll. Die Schaltpositionsgeber
werden per Hand bewegt oder geschaltet und ihre Position wird ermittelt, so dass ein
Mikroprozessor ihre genaue Lage bestimmen kann und die zwischen den Lichtsteuerungselementen
befindlichen LEDs mit Energie versorgt. Außerhalb befindliche LEDs werden nicht mit
Energie versorgt. Damit wird erreicht, dass nur die Anzahl an LEDs mit Energie versorgt
wird, die man für den tatsächlichen Gebrauchszweck (Arbeitsbereich) benötigt. Auf
diese Weise werden nicht nur die LEDs zum Energiesparer, sondern zusätzlich die Lichtsteuerung
an sich. Optional kann ein zweites Element, welches auf dem ersten Element angeordnet
ist, den Lichtstreuwinkel steuern. Indem das zweite Element durch eine Rotation um
seine Achse bewegt wird, steuert der Mikroprozessor je nach Lage des zweiten Elementes
die jeweiligen LEDs an, welche mit Energie versorgt werden sollen oder nicht. Zusätzlich
könnte durch dieses zweite Element die Lichtfarbe, die Lichtintensität und die Lichtwärme
des definierten Bereichs verändert werden. D.h. an einem Leuchtenobjekt gibt es mindestens
zwei Elemente, die je nach ihrer Lage die Position und Menge des abgegebenen Lichts
definieren. Bereits jede Funktion für sich gesehen beinhaltet eine Neuartigkeit in
der Lichtsteuerung.
[0019] Das wesentlich Neue der Erfindung ist die Definition individueller Lichtbereiche
durch eine Mikroprozessor gesteuerte Minderung oder Vermehrung angesteuerter LEDs
innerhalb einer definierten räumlichen Struktur sowie die Neuartigkeit der an händischer
Konvention (Tangible Interaction) orientierten Art und Weise, wie diese Lichtsteuerung
erfolgt.
[0020] Damit verbundenen beinhaltet die Erfindung ökonomische und funktionelle Vorteile,
d.h. durch Ausschluss nicht benötigter Lichtbereiche und Wegfall aufwendiger mechanischer
Verfahren zur Herstellung individueller Lichtbedürfnisse wird die elektrische Energie
effektiver und effizienter ausgenutzt.
[0021] Es ist vorteilhaft, die Stellungsinformation des Schaltpositionsgebers kontaktlos
zu erzeugen. Hierzu ist in einer Ausgestaltung vorgesehen, dass das Stellmittel mit
einem Magneten versehen ist, der mit dem Positionssensor, der magnetisch sensitiv
ausgebildet ist, in Wirkungsverbindung steht.
[0022] Das von dem Magneten erzeugte Magnetfeld kann in eine Stellungsinformation dadurch
umgesetzt werden, dass der Positionssensor aus mehreren in Längserstreckung hintereinander
angeordneten Reed-Kontakten besteht, die mit der Schaltelektronik verbunden sind.
[0023] Eine andere Möglichkeit der Umsetzung des Magnetfeldes in eine Stellungsinformation
besteht darin, dass der Positionssensor als ein an sich bekanntes magnetostriktives
Messsystem ausgebildet ist.
[0024] Zur Vermeidung jeglicher mechanisch bewegter Bauteile am Schaltpositionsgeber kann
dieser aus einem parallel zu der LED-Matrix angeordneten berührungssensitiven Eingabefeld
bestehen. Somit wird es möglich, dass beispielsweise mit dem Finger auf dem Eingabefeld
entlang gefahren wird und entsprechend der Fingerbewegung ein Leuchtbereich eingestellt
wird.
[0025] Insbesondere für den Einsatz einer erfindungsgemäßen Leuchte als Raumbeleuchtung,
wobei die Leuchte selbst physisch nicht oder nur schwer erreichbar wären, ist es zweckmäßig,
den Schaltpositionsgeber in einer Fernsteuereinheit anzuordnen, die drahtlos mit Empfangseinheit
und diese mit der Schaltelektronik verbunden ist.
[0026] Auf der Fernsteuereinheit gibt es mehrere Möglichkeit der Realisierung des Schaltpositionsgebers,
nämlich mittels eines Drehgebers, einer Tastatur oder einem berührungssensitiven Eingabefeld.
Mit einem kombinierten Drehgeber/Schalter ist es auch möglich, mehrere Schaltpositionsgeber
zu simulieren. Die Realisierung des Eingabefeldes kann in analoger Weise zu einem
Eingabefeld auf der Leuchte selbst geschehen.
[0027] Grundsätzlich ist es dabei möglich, dass eine Fernsteuereinheit zusätzlich zu Schaltpositionsgebern,
die an der Leuchte selbst angeordnet sind, vorzusehen, beispielsweise um die Leuchte
in ihren Einsatzmöglichkeiten multivalent zu gestalten.
[0028] Die erfindungsgemäße Leuchte ermöglicht auch in eleganter Weise ein Dimmen, indem
der Schaltpositionsgeber mit einem die Leuchtstärke der LED einstellenden ersten Eingabemittel
versehen ist, das mit der Schaltelektronik verbunden ist, die die Leuchtstärke der
LED entsprechend der Stellung des Eingabemittels steuernd ausgebildet ist. So kann
beispielsweise der Ring nicht nur längsverschieblich sondern auch drehbar sein und
die Drehbewegung für die Einstellung der Leuchtstärke ausgewertet werden.
[0029] Ein Drehbewegung des Ringes könnte aber auch für die Einstellung bestimmter Leuchtrichtungen
der LED, etwa durch Kippen der LED-Matrix oder für die Auswahl bestimmter Reihen von
LED, also nebeneinander liegender LED mehrerer Zeilen, verwendet werden.
[0030] Durch die Erfindung wird es auch möglich, die Leuchtfarben der Leuchte dem Einsatzzweck
oder dem Empfinden des Nutzers anzupassen, indem die LED als Mehrfarb-LED ausgebildet
sind und der Schaltpositionsgeber mit einem die Leuchtfarbe der LED einstellenden
zweiten Eingabemittel versehen ist, das mit der Schaltelektronik verbunden ist, die
die Leuchtfarbe der LED entsprechend der Stellung des Eingabemittels steuernd ausgebildet
ist.
[0031] Die Erfindung soll nachfolgend anhand verschiedener Ausführungsbeispiele erläutert
werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigt
- Fig. 1
- eine perspektivische Teilansicht einer erfindungsgemäßen Arbeitsplatzleuchte
- Fig. 2
- eine Darstellung der funktionalen Module einer erfindungsgemäßen Leuchte,
- Fig. 3
- eine Schaltungsanordnung der funktionalen Module,
- Fig. 4
- Draufsicht auf eine LED-Matrix,
- Fig. 5
- ein perspektivischer Teilschnitt mit der Darstellung der Gestaltung eines Schaltpositionsgebers
mit einem längsverschiebbaren Stellmittel,
- Fig. 6
- Tabelle der durch einen Reed-Kontakt bewirkten Schaltzustände,
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung einer Arbeitsplatzleuchte mit veränderlichen Leuchtbereichen
in einem Anfangszustand,
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung einer Arbeitsplatzleuchte mit veränderlichen Leuchtbereichen,
mit verschiedenen Leuchtbereichen,
- Fig. 9
- eine Darstellung des Funktionsprinzips eines magnetostriktiven Sensors,
- Fig. 10
- die Darstellung eines Schaltpositionsgebers in Form eines berührungssensitiven Eingabefeldes
und
- Fig. 11
- die Prinzipdarstellung einer Fernsteuerung einer erfindungsgemäßen Leuchte.
[0032] Eine erfindungsgemäße Leuchte gemäß Fig. 1 kann als Arbeitsplatzleuchte 1, insbesondere
für die unterschiedlichsten Bedürfnisse an einem Bildschirmarbeitsplatz eingesetzt
werden. Im Vordergrund steht die Arbeit mit mobilen Geräten zum Beispiel Laptops oder
Netbooks, die sich nicht wie herkömmliche PCs ständig an einem zentralen Ort befinden.
Das Licht wird nicht mehr, wie bei einer normalen Stehtischlampe, über einen Ein/Aus-Schalter
gesteuert, sondern der Benutzer kann das benötigte Lichtverhältnis durch beleuchtete
Leuchtbereiche 2 und unbeleuchtete Leuchtbereiche 3 mit Hilfe von Schaltpositionsgebern
4, die in diesem Ausführungsbeispiel als bewegliche Ringe verwirklicht sind, einstellen.
[0033] Funktional gesehen, soll das Licht hierbei durch Berühren bzw. Ziehen von Ringen
in gewünschte Arbeitsbereiche 5 gerichtet werden können.
[0034] Wie in Fig. 9 und Fig. 3 dargestellt, wurden in der erfindungsgemäßen Leuchte 1 drei
funktionale Module 6, 7, vorgesehen. Die Ausleuchtung wird durch aneinandergereihte
LED-Zeilen 6 realisiert, die auch in Fig. 4 ersichtlich sind. Die sensorische Erfassung
der Positionen wird durch einen Positionssensor 7 in Form von Reed-Kontakten 8 durchgeführt,
die in Längserstreckung 9 senkrecht zu den in Fig. 4 dargestellten LED-Zeilen 6 angeordnet
sind. Als Schnittstelle zwischen dem Positionssensor 7 und den LED-Zeilen 6 werden
Logikbausteine 10 eingesetzt.
[0035] Reed-Kontakte 8, bestehend aus einer Kontaktfeder und einem Magnetanker, werden meist
unter Vakuum aber auch unter Schutzgas in einen Glaskolben eingeschmolzen. Der Kontaktschluss
entsteht durch ein von außen angelegtes Magnetfeld, typischerweise durch Dauermagneten
oder stromdurchflossene Spulen.
[0036] Wird ein magnetfelderzeugendes Bauteil in die Nähe eines Reed-Kontaktes 8 gebracht,
ziehen sich Magnetanker sowie Kontaktfeder zusammen und schließen den Kontakt(Tasterprinzip).
Wird die Entfernung vergrößert, reduziert sich die magnetische Feldstärke, und der
Reed-Kontakt 8 öffnet. Bei der Arbeitsplatzleuchte 1 wurden die Reed-Kontakte 8 auf
einer senkrecht zu den Leuchtzeilen stehenden Leiterplatte 11 angebracht, wie dies
in Fig. 2 dargestellt ist. Hier können beispielsweise ein Neodym- oder ein Rundmagnet
zum Einsatz gebracht werden. Der Neodymmagnet besitzt eine rechteckige Form mit einem
Nord- und einem Südpol. Die maximale Entfernung definiert den Abstand, der ein zuverlässiges
Schalten des Reed-Kontaktes 8 garantiert.
[0037] Wie in Fig. 5 dargestellt, sind in dem Gehäuse 12 Taschen 13 eingebracht. An dem
Schaltpositionsgeber 4 und hier an dem als Ring ausgebildeten Stellmittel 14 sind
Magneten angeordnet, die in die Taschen 13 ragen, um den Abstand zu den Reed-Kontakten
8 so gering wie möglich zu halten.
[0038] Die Reed - Kontakte 8 arbeiten wie Taster. Wird ein Stellmittel 14 mit Magnet an
einem Reed-Kontakt 8 vorbeigeführt, schaltet der Kontakt. Die dabei entstehende "Low-High"
Flanke muss erfasst und anschließend ausgewertet werden. Hierzu eignen sich T-Flip-Flops,
weil sich mit jeder "Low-High" Flanke an ihrem Eingang das Ausgangssignal ändert,
wie dies in Fig. 6 dargestellt ist.
[0039] Wie in Fig. 7 und Fig. 8 dargestellt ist, kommen in einer Ausführungsform vier Ringe
15 bis 18 zum Einsatz, deren Anzahl jedoch erweiterbar ist. Diese Ringe 15 bis 18
sind auf dem Gehäuse 12 verschiebbar angeordnet.
[0040] Wird der erste Ring 15 entlang des Gehäuses 12 gezogen, soll ihm das Licht gleitend
folgen. Wird anschließend der zweite Ring 16 hinterher gezogen, erlischt das Licht
wieder. Es ist somit möglich, definiert gewünschte Arbeitsbereiche 5 unterhalb der
Arbeitsplatzleuchte 1 zu beleuchten bzw. unbeleuchtet zu lassen.
[0041] Fig. 7 verdeutlicht dies schematisch wobei mit Hilfe der des ersten Ringes 15 und
des zweiten Ringes 16 der Leuchtbereich 2 für den Laptop ausgebildet wird, mit dem
dritten Ring 17 und dem vierten Ring 18 der Leuchtbereich 2 für ein Arbeitsblatt.
[0042] Es ist auch möglich, die Leuchtbereiche 2 durch Drehen der Ringe 15 bis 18 zu beeinflussen.
Dabei stellt eine mögliche, weitere Funktion die Dimmbarkeit und Vor- bzw. Rückausrichtung
der jeweiligen Lichtbereiche dar. Zunächst müssen diese Bereiche durch das Aufziehen
der Ringe 15 bis 18 definiert werden.
[0043] Folgendes Funktionsprinzip ist hierbei ermöglicht: Wird der erste Ring 15 in mathematisch
positivem Sinn gedreht, lässt sich so die Intensität des Lichtes verstellen. Auf elektrotechnischer
Ebene muss hierzu die Basis-Emitter-Spannung am Ansteuertransistor 19 beeinflusst
werden. Eine mögliche Beschaltung des Festspannungsstellers ist die Schaltung in Fig.
3. So ist am Festspannungssteller eine veränderliche Ausgangsspannung realisierbar,
welche den zu steuernden Basisstrom IB und damit die Spannung UBE beeinflusst.'Auf
Grund des exponentiellen Zusammenhangs reichen geringe Änderungen von UBE, um große
Veränderung im Kollektorstrom IC zu erzielen. Zum Dimmen der LEDs 20 muss der Transistor
19 im aktiv linearen Bereich angesteuert werden. Hierdurch kann der Kollektorstrom
durch den Transistor 19 beeinflusst werden und somit die Helligkeit der LEDs 20.
[0044] Eine weiterer Ausführungsform ist die Veränderung des gesamten Lichtkegels. Dabei
dient der zweite Ring 16 des jeweiligen Lichtbereiches als Funktionsschalter. Mit
diesem wäre es möglich, alle LEDs 20 aus dem definierten Lichtbereich längs der Arbeitsplatzleuchte
1 ausbeziehungsweise einzuschalten. Abhängig von der jeweiligen Drehrichtung kann
die Reihenfolge der zuschaltenden Längszeilen bestimmt werden.
[0045] Anstelle der beschriebenen Reed-Kontakte ist es auch möglich, die Position des Stellmittels
14, welche hier auch wieder mit Magneten versehen ist, mittels magnetoristriktiver
Sensoren festzustellen. In Fig. 9 stellt das Prinzip der Wirkungsweise eines magnetostriktiven
Sensors dar.
[0046] Magnetostriktive Wegaufnehmer sind Sensoren, die nach dem Prinzip der Magnetostriktion
arbeiten. Der Sensor besteht aus einem druckfesten Messstab, der zum Beispiel in eine
gebohrte Kolbenstange passt, sowie einem ringförmigen Positionsgeber (Permanentmagnet),
welcher am Stabende montiert wird.
[0047] Der Messvorgang wird bei magnetostriktiven Sensoren durch einen kurzen Stromimpuls
ausgelöst, der um den Wellenleiter ein zirkulares Magnetfeld erzeugt. Senkrecht dazu
verlaufen die Feldlinien des Positionsgebers, der im Wellenleiter die Messposition
markiert. An der Überlagerungsstelle der beiden Magnetfelder entsteht im Wellenleiter
eine elastische Verformung, die Magnetostriktion. Diese Verformung breitet sich im
Wellenleiter nach beiden Seiten mit einer Geschwindigkeit von etwa 2800ms aus. An
einem Ende des Wellenleiters wird die Torsionswelle in ein elektrisches Signal umgesetzt,
am anderen gedämpft, sodass es zu keinen Überlagerungen bei nachfolgenden Messungen
kommt. Ein Mikrocontroller errechnet die Laufzeit vom Entstehungsort bis zum Signalwandler.
[0048] Die genaue Ortsbestimmung des Positionsgebers ergibt sich also durch eine Laufzeitmessung,
bei der die Position des Magneten des Positionsgebers aus der Zeit zwischen dem Start
des Stromimpulses und dem Eintreffen des elektrischen Antwortsignals, der in einem
Torsionswandler detektierten Körperschallwelle, bestimmt wird.
[0049] Die Laufzeit vom Entstehungsort bis zum Signalwandler ist direkt proportional zum
Abstand zwischen Positionsgeber und Signalwandler. Dieses Prinzip ermöglicht eine
berührungslose, verschleißfreie absolute Wegmessung.
[0050] Gemäß der Darstellung Fig. 10 besteht der Schaltpositionsgeber 4 aus einem berührungssensitiven
Eingabefeld 21.
[0051] Fig. 11 stellt das Prinzip einer Steuerung der erfindungsgemäßen Leuchte durch ein
Fernsteuerung 22 dar. Dabei ist der Schaltpositionsgeber 4 in der Fernsteuereinheit
22 angeordnet ist, die drahtlos mit einer Empfangseinheit 23 und diese mit der Schaltelektronik
zum Schalten der LED-Zeilen 6 verbunden ist. Dabei kann der Schaltpositionsgeber 4
aus einem Drehgeber 24 einer Tastatur oder einem berührungssensitiven Eingabefeld
21 bestehen.
Bezugszeichenliste
[0052]
- 1
- Arbeitsplatzleuchte
- 2
- beleuchteter Leuchtbereich
- 3
- unbeleuchteter Leuchtbereich
- 4
- Schaltpositionsgeber
- 5
- Arbeitsbereich
- 6
- LED-Zeile
- 7
- Positionssensor
- 8
- Reed-Kontakt
- 9
- Längserstreckung
- 10
- Logikbaustein
- 11
- Leiterplatte
- 12
- Gehäuse
- 13
- Tasche
- 14
- Stellmittel
- 15
- erster Ring
- 16
- zweiter Ring
- 17
- dritter Ring
- 18
- vierter Ring
- 19
- Ansteuertransistor
- 20
- LED
- 21
- berührungssensitives Eingabefeld
- 22
- Fernsteuerung
- 23
- Empfangseinheit
- 24
- Drehgeber
1. Leuchte mit einem Gehäuse mit Lichtaustrittsbereich, einer in dem Lichtaustrittsbereich
angeordneten LED-Matrix, die in Längserstreckung mehrere nebeneinander angeordnete
Zeilen aus jeweils zueinander beabstandeten LED umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeilen einzeln ansteuerbar sind und Mittel zum in Längserstreckung fortschreitenden
Ein- und Ausschalten jeweils einander benachbarter Zeilen, vorgesehen sind, die zumindest
einen ersten Schaltpositionsgeber beinhalten.
2. Leuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Matrix eine größere Anzahl von Zeilen als LED in je einer Zeile aufweist.
3. Leuchte nach Anspruch 7, oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeilen als nicht-geradlinige Zeilen ausgebildet sind.
4. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter Schaltpositionsgeber dergleichen Art wie der erste Schaltpositionsgeber
angeordnet ist, wobei beide Schaltpositionsgeber einen Leuchtbereich begrenzen.
5. Leuchte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Leuchtbereiche mit je zwei Schaltpositionsgebern vorgesehen sind.
6. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum in Längserstreckung fortschreitenden Ein- und Ausschalten eine Schaltelektronik
zum Ansteuern der LED umfassen, die derart ausgebildet ist, dass bei Stellung des
Schaltpositionsgebers relativ zu einer nicht eingeschalten Zeile diese eingeschaltet
und bei Stellung des Schaltpositionsgebers relativ zu einer eingeschalten Zeile diese
ausgeschaltet wird.
7. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltpositionsgeber in definiertem Bezug zu den Zeilen der LED-Matrix stehen.
8. Leuchte nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltpositionsgeber beweglich mit dem Gehäuse verbunden ist.
9. Leuchte nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schaltpositionsgeber besteht aus einem längsverschiebbaren Stellmittel, das mit
einem Positionssensor zusammenwirkt, der mit der Schaltelektronik verbunden ist.
10. Leuchte nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schaltpositionsgeber als ein auf dem Gehäuse verschiebbarer Ring ausgebildet
ist.
11. Leuchte nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellmittel mit einem Magneten versehen ist, der mit dem Positionssensor, der
magnetisch sensitiv ausgebildet ist, in Wirkungsverbindung steht.
12. Leuchte nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Positionssensor aus mehreren in Längserstreckung hintereinander angeordneten
Reed-Kontakten besteht, die mit der Schaltelektronik verbunden sind.
13. Leuchte nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Positionssensor als magnetrostriktives Messsystem ausgebildet ist.
14. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltpositionsgeber aus einem parallel zu der LED-Matrix angeordneten berührungssensitiven
Eingabefeld besteht.
15. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltpositionsgeber in einer Fernsteuereinheit angeordnet ist, die drahtlos
mit Empfangseinheit und diese mit der Schaltelektronik verbunden ist.
16. Leuchte nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltpositionsgeber aus einem Drehgeber, einer Tastatur oder einem berührungssensitiven
Eingabefeld besteht.
17. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltpositionsgeber mit einem die Leuchtstärke der LED einstellenden ersten
Eingabemittel versehen ist, das mit der Schaltelektronik verbunden ist, die die Leuchtstärke
der LED entsprechend der Stellung des Eingabemittels steuernd ausgebildet ist.
18. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die LED als Mehrfarb-LED ausgebildet sind und der Schaltpositionsgeber mit einem
die Leuchtfarbe der LED einstellenden zweiten Eingabemittel versehen ist, das mit
der Schaltelektronik verbunden ist, die die Leuchtfarbe der LED entsprechend der Stellung
des Eingabemittels steuernd ausgebildet ist.