[0001] Die Erfindung betrifft eine Belüftungsvorrichtung für eine Trinkflasche nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der
DE 196 01 198 C1 ist eine derartige Vorrichtung bekannt, bei der ein während des Saugens in der Trinkflasche
entstehender Unterdruck ausgeglichen wird.
[0003] Nachteilig an der bekannten Vorrichtung ist, dass der luftführende Druckausgleichsweg
als abgewinkeltes Röhrchen mit einem konstanten engen Querschnitt ausgebildet ist,
das sehr leicht zum Verschluss neigt, wenn die Trinkflüssigkeiten in der Trinkflasche
zum Verkleben neigen. In einem solchen Fall ist die vorgesehene Belüftungsfunktion
der Trinkflasche beeinträchtigt oder außer Kraft gesetzt.
[0004] Als weiterer Nachteil dieser Ausführung wird die schwierige Reinigung und hygienische
Wartung des abgewinkelten Röhrchens in der Lüftungsscheibe und deren kostenaufwendige
Fertigung angesehen.
[0005] Aus
DE 198 49 271 A1 ist ebenfalls eine ähnliche Vorrichtung bekannt, die am unteren Rohrende mit einem
Ventilhohlkörper, der einen Ventilschlitz aufweist, ausgeführt ist.
[0006] Nachteilig bei dieser Vorrichtung ist, dass der Ventilschlitz des Ventilhohlkörpers
zum Verkleben neigt und so die Belüftungsfunktion der Trinkflasche beeinträchtigt.
Dies trifft auch für viele andere nicht genannte Schutzanmeldungen zu, bei denen das
Wirkprinzip des Ventilschlitzes als Membranfunktion zur Anwendung kommt.
[0007] Als weiterer Nachteil wird bei der oben genannten Vorrichtung die nicht einfache
hygienische Reinigung angesehen, und die Gefahr, die davon ausgeht, dass der relativ
kleine Ventilhohlkörper, als zusätzliches Teil, in loser Form von Kleinkindern verschluckt
werden kann.
[0008] Aus
US 2006/0213859 A1 ist ebenfalls eine Vorrichtung zum Druckausgleich einer Trinkflasche beim Saugen
bekannt.
[0009] Nachteilig bei dieser oben genannten Vorrichtung ist ebenfalls die schwierige hygienische
Reinigung der vielen Einzelteile und der hohe Herstellungsaufwand der Vorrichtung.
[0010] Als weiterer Nachteil wird die wegen der vielen Einzelteile nicht einfache Handhabung
bei der Inbetriebnahme der Vorrichtung angesehen.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gattungsmäßige Vorrichtung derart weiterzubilden,
dass die erwähnten Nachteile behoben und ein leichtes Saugen aus der Trinkflasche
bei Vermeidung von Leckagen während des Saugens möglich sind. Außerdem soll eine einfache
und sichere hygienische Reinigung ihrer Einzelteile erreicht werden.
[0012] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0013] Mit der Erfindung wird eine Vorrichtung zum Druckausgleich in einer Trinkflasche
angegeben, die ein leichtgängiges Saugen unter Vermeidung von Leckagen ermöglicht.
Die Vorrichtung zeichnet sich weiter durch eine sehr geringe Anzahl von einfach gestalteten
Bauteilen aus, woraus sich weitere Kosteneinsparungen und eine einfache und zuverlässige
Betriebsweise ergeben. Weiter ermöglicht die erfindungsgemäße Vorrichtung eine hygienisch
einwandfreie Wartung und schützt Kleinkinder vor unsachgemäßem Gebrauch der Einzelteile.
Durch die besondere Ausgestaltung der Teile wird ein kostensparender Aufbau und eine
einfache und sichere Bedienung der Vorrichtung erreicht.
[0014] Die Ausgestaltungen der Vorrichtung mit den Merkmalen der abhängigen Ansprüche 2
bis 17 führen zu einer vorteilhaften Funktion, Gestalt und Anordnung der Bauteile,
wodurch das leichtgängige Saugen durch Luftausgleich in der Trinkflasche besonders
begünstigt wird.
[0015] Insbesondere die Ausgestaltung gemäß Anspruch 6 und 8 ermöglicht eine hygienisch
einwandfreie Wartung und schützt Kleinkinder vor Verletzungen und unsachgemäßem Gebrauch
der Einzelteile.
[0016] Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung.
[0017] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Trinkflasche mit Belüftungsvorrichtung in einer Schnittdarstellung im vergrößerten
Maßstab,
- Fig. 2
- eine Schnittansicht einer Lüftungsscheibe der Belüftungsvorrichtung von Fig. 1 im
vergrößerten Maßstab,
- Fig. 3
- eine Draufsicht der Lüftungsscheibe gemäß der in Fig. 2 dargestellten Richtung A im
vergrößerten Maßstab,
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung der Lüftungsscheibe im vergrößerten Maßstab,
- Fig. 5
- Ausschnittdarstellung einer Gewindeverbindung zwischen der Trinkflasche und einem
Schraubring in Fig. 1 im vergrößerten Maßstab.
- Fig. 6
- Schnittansicht der Lüftungsscheibe ohne Lüftungsrohr im vergrößerten Maßstab,
- Fig. 7
- eine Schnittansicht einer zweiten Ausführungsform,
- Fig. 8
- eine Schnittansicht einer dritten Ausführungsform.
[0018] Eine Trinkflasche 1 gemäß Fig. 1, bestehend aus einem Behälter 2 mit Außengewinde
28 zur Aufnahme einer Trinkflüssigkeit 3, ist zusammen mit einem Sauger 4 und einer
Belüftungsvorrichtung 5 über einen Schraubring 8 mit Innengewinde 29 zu einer Funktionseinheit
verschraubt. Das an dem die Öffnung des Behälters 2 begrenzenden Wandungsbereich des
Behälters 2 ausgebildete Außengewinde 28 und das Innengewinde 29 bilden zusammen eine
Gewindeverbindung 9, siehe Fig. 5. Zwischen dem Außengewinde 28 des Behälters 2 und
dem Innengewinde 29 des Schraubringes 8 verläuft entlang der Gewindegangs ein luftdurchlässiger
freier Spalt 30, der als Gewindeflankenspiel erforderlich ist, um den Schraubring
8 leicht, ohne zu verklemmen, mit dem Behälter 2 zu verschrauben.
[0019] Die Belüftungsvorrichtung 5, siehe Fig. 1, ist aus zwei Teilen, einer Lüftungsscheibe
6, Fig. 2 und Fig. 3 und einem Lüftungsrohr 7 zu einer Einheit zusammengesetzt. Zu
Reinigungszwecken ist diese Einheit leicht in ihre Bestandteile zerlegbar. Die Lüftungsscheibe
6 liegt mit einer ersten Stirnseite am Rand der Öffnung des Behälters 2 dichtend an.
Ihre der ersten Stirnseite gegenüberliegende zweite Stirnseite 12 steht mit einer
von einem Flansch (20) des Saugers 4 gebildeten Anschlußfläche 18 dichtend in Eingriff.
[0020] Die Lüftungsscheibe 6, siehe Fig. 2, Fig. 3 und Fig. 4, ist mit einem einen ersten
Abschnitt eines Druckausgleichswegs bildenden Lüftungskanal 13 mit U-förmigem Querschnitt
ausgebildet, der zur von der unteren Saugerflanschfläche gebildeten unteren Anschlußfläche
18 des Saugers 4 hin geöffnet ist. Über eine Verbindungsbohrung 14, die sich in ihrer
Fortsetzung 14a konisch öffnet und als Staudüse wirkt, ist der Lüftungskanal 13 mit
einer Bohrung 10a eines an der ersten Stirnfläche ausgebildeten Rohraufnahmestutzens
10 verbunden. In die Bohrung 10a des Rohraufnahmestutzens 10 wird ein Lüftungsrohr
7 unter leichter Spannung eingeschoben, so daß es darin reibschlüssig festgelegt wird.
[0021] Die Entlüftung des Behälters 2 verläuft über das Lüftungsrohr 7, die Verbindungsbohrung
14, den Lüftungskanal 13 und den freien Spalt 30 an der Gewindeverbindung 9 nach Außen
27.
[0022] Der eng ausgeführte Entlüftungsquerschnitt des Lüftungskanals 13 mit der Verbindungsbohrung
14 steigt durch die konische Fortsetzung 14a bis zum Lüftungsrohr 7 stetig an. Dadurch
kann die Ausgleichsluft von Außen 27 über den Spalt 30 der Gewindeverbindung 9, den
Lüftungskanal 13, die Verbindungsbohrung 14 mit der konischen Fortsetzung 14a und
das Lüftungsrohr 7, mit stetig steigenden freien Querschnitten ungehindert und ohne
Druckstau in den Behälter 2 einströmen und den darin entstandenen Unterdruck ausgleichen,
was zu einem leichten Saugen führt.
[0023] Dagegen kann die gegenüber der Ausgleichsluft zähere Trinkflüssigkeit 3 über das
Lüftungsrohr 7, wegen der starken Drosselung an der als Staudüse ausgeführten Verbindungsbohrung
14 über den Lüftungskanal 13 und den freien Spalt 30 der Gewindeverbindung 9 nicht
nach Außen 27 gelangen, so dass Leckverluste von Trinkflüssigkeit 3 über diesen Weg
vermieden werden.
[0024] Im weiteren Verlauf weist die Lüftungsscheibe 6, siehe Fig. 1, Fig. 2 und Fig. 3,
einen Durchbruch 15 auf, der einen ungehinderten Durchgang der Trinkflüssigkeit 3
aus dem Behälter 2 in den inneren Saugerraum 16 ermöglicht.
[0025] Mit dieser Ausgestaltung sind alle Flächen der Lüftungsscheibe für eine sehr leichte
und sichere hygienische Reinigung zugänglich.
[0026] Eine weiteres vorteilhaftes Ausgestaltungsmerkmal der Lüftungsscheibe 6 ist der umlaufende
geschlossene Dichtungssteg 17, der von der zweiten Stirnseite 12 hin zur unteren Saugerflanschfläche
18 spitz zuläuft und in der Schnittdarstellung, Fig. 1 und Fig. 2, als Dreieckfläche
19 ausgebildet ist. Durch diese spitze Ausgestaltung der Dreieckfläche 19 wird erreicht,
dass beim Verschrauben des Behälters 2 mit dem Schraubring 8 der geschlossene Dichtungssteg
17 der Lüftungsscheibe 6 ohne große Kraftanstrengung in den Saugerflansch 20 eindringt
und mit hoher Sicherheit ein Austreten der Trinkflüssigkeit 3 aus dem Behälter 2 über
den Lüftungskanal 13 und den Spalt 30 der Gewindeverbindung 9 nach Außen verhindert.
Dadurch wird ein Saugen ohne Leckagen erreicht.
[0027] Die obere Endfläche 21 des Lüftungsrohrs 7, siehe Fig. 1, verläuft zur Rohrmantelfläche
unter einem schrägen Winkel, wodurch eine leichtere Montage des Lüftungsrohres 7 in
die Bohrung 10a der Lüftungsscheibe 6 und eine sichere Ausgleichsluftversorgung des
Behälters 2 erreicht wird. Damit keine Verwechselung während des Zusammenbaus auftritt,
ist die untere Endfläche 22 des Lüftungsrohres 7 ebenfalls mit einem schrägen Flächenverlauf
ausgeführt.
Die Arbeitsweise ist wie folgt:
[0028] Fig. 1 zeigt die Trinkflasche 1 in Ruhelage. In dieser Lage ist der Flüssigkeitsstand
im Behälter 2 und im Lüftungsrohr 7 gleich hoch. Sobald die Trinkflasche aus der Ruhelage
in eine schräge Trinklage mit nach unten gerichtetem Sauger 4 gebracht wird, dringt
Flüssigkeit aus dem Saugloch 23 tropfenweise nach Außen 27. Ein zusätzliches Saugen
unterstützt diesen Flüssigkeitsaustritt noch weiter. In dieser Lage wandert der Freiraum
11 oberhalb der Trinkflüssigkeit 3 in den Raumbereich 26 zum Behälterboden 25 hin,
in dem nach Verlassen der ersten Flüssigkeitstropfen aus dem Saugloch 23 ein Unterdruck
entsteht. Beim geringsten Unterdruck im Behälter 2 setzt sofort sein Ausgleich ein,
indem von Außen 27 über den Spalt 30 der Gewindeverbindung 9, den Lüftungskanal 13,
die Verbindungsbohrung 14, bis ins Lüftungsrohr 7 Ausgleichsluft ohne Druckstau, infolge
der sich stetig erweiternden Entlüftungsquerschnitte, einströmt und die darin eingeschlossene
Trinkflüssigkeit 24 in den Raumbereich 26 über dem Behälterboden 25 des Behälters
2 verdrängt.
[0029] Sobald das Lüftungsrohr 7 frei von Trinkflüssigkeit 3 ist, wird der Unterdruck im
Raumbereich 2.6 unter dem Behälterboden 25 ausgeglichen. Der Tropfenstrom aus dem
Saugloch 23 reißt dadurch nicht ab, da jeder momentane Unterdruck, hervorgerufen durch
das austretende Tropfenvolumen, sofort durch die nachströmende Ausgleichsluft kompensiert
wird. Mit geringer Saugunterstützung wird ein sehr leichtgängiges Saugen erreicht.
Da das Lüftungsrohr 7 sich bis in die Nähe des Behälterbodens 25 erstreckt, wird mit
der Belüftungsvorrichtung 5 erreicht, dass während des Saugens Luftausgleichsblasen
durch die Trinkflüssigkeit 3 hindurchwandern.
[0030] Wird die Trinkflasche aus der Trinklage wieder in die Ruhelage zurück gebracht, dann
dringt langsam die Trinkflüssigkeit 3 wieder in das Lüftungsrohr 7 ein und verdrängt
das darin eingeschlossene Luftpolster über die Verbindungsbohrung 14, den Lüftungskanal
13 und den Spalt 30 der Gewindeverbindung 9 nach Außen 27.
[0031] Dieser Luftpolsterabbau erfolgt, wegen der Umkehrrichtung der Luftströmung mit den
sich verjüngenden Entlüftungsquerschnitten und der damit einhergehenden starken Drosselung
des verdrängten Luftpolsters, relativ langsam, so dass das noch nicht abgebaute Luftpolster
das Lüftungsrohr 7 blockiert und die Trinkflüssigkeit 24 im Lüftungsrohr 7 über diesen
Weg, selbst wenn die Trinkflasche 1 geschüttelt wird, nicht nach Außen 27 dringen
kann.
[0032] Ist das Luftpolster so weit abgebaut, dass die Trinkflüssigkeit 24 im Lüftungsrohr
7 in der Trinklage bei verschlossenem Saugloch 23 die Verbindungsbohrung 14a, 14 erreicht,
so kann wegen der Stauwirkung der zäheren Trinkflüssigkeit 24 im konischen Teil 14a
diese nicht durch die enge Verbindungsbohrung 14 über den Lüftungskanal 13 und den
freien Spalt 30 nach Außen 27 treten.
[0033] Eine weitere Gebrauchsvariante mit Unterdruckausgleich stellt eine Trinkflasche 1
dar, bei der nur die Lüftungsscheibe 6, ohne das Lüftungsrohr 7, zum Einsatz kommt.
Bei dieser Gebrauchsvariante wandern die Luftausgleichsblasen durch die Trinkflüssigkeit
3 hindurch.
[0034] Eine weitere Ausführungsvariante ohne Lüftungsrohr 7 wird in Fig. 6 gezeigt, die
durch eine kostengünstige Fertigung und einfache Handhabung gekennzeichnet ist.
[0035] Bei der in Fig. 7 dargestellten zweiten Ausführungsform ist der den ersten Abschnitt
des Druckausgleichswegs bildende Lüftungskanal 13 gleichermaßen wie bei den in den
Figuren 1 bis 6 dargestellten Ausführungsformen in der Lüftungsscheibe 6a derart ausgebildet,
daß er die Form einer zur zweiten Stirnseite 35 hin offenen Rinne aufweist, welche
von der an dieser zweiten Stirnseite 35 dicht anliegenden Stirnseite des Saugerflansches
20a abgeschlossen wird. An dieser Stirnseite des Saugerflansches 20a ist ein vorspringender
Ringwulst 33 ausgebildet, dessen Querschnitt zum freien Rand des Ringwulstes 33 hin
zunimmt. Dieser Ringwulst 33 ist aufgrund der elastischen Verformbarkeit des Saugers
4a in einer zu dem Ringwulst 33 komplementären Ringnut 34 der Lüftungsscheibe 6a verrastbar.
Wenn der Sauger 4a und die Lüftungsscheibe 6a durch manuelles Lösen dieser Verrastung
voneinander getrennt werden, liegt der Lüftungskanal 13 an der zweiten Stirnseite
35 der Lüftungsscheibe 6a frei und kann leicht gereinigt werden.
[0036] Bei der in Fig. 8 dargestellten dritten Ausführungsform sind der Sauger 4b und die
Lüftungsscheibe als integraler Bestandteil des Saugerflansches 20b ausgebildet. Zu
diesem Zweck kann beispielsweise der eigentliche Sauger 4a direkt an die Lüftungsscheibe
angespritzt werden. Letztere kann beispielsweise aus einem harten Kunststoff bestehen,
wogegen der Sauger 4a aus einem weicheren Material, beispielsweise Silikon, besteht.
Alternativ könnten die Lüftungsscheibe und der Sauger miteinander verklebt werden.
In allen diesen Fällen bilden sie dann den in Fig. 8 dargestellten einheitlichen Saugerflansch
20b, in dessen Innerem der erste Abschnitt 13a und der daran anschließende zweite
Abschnitt 14, 14a des Druckausgleichswegs ausgebildet sind.
Bezugszeichenverzeichnis:
[0037]
- 1
- Trinkflasche
- 2
- Behälter
- 3
- Trinkflüssigkeit
- 4
- Sauger
- 4a
- Sauger
- 4b
- Sauger
- 5
- Belüftungsvorrichtung
- 6
- Lüftungsscheibe
- 6a
- Lüftungsscheibe
- 7
- Lüftungsrohr
- 8
- Schraubring
- 9
- Gewindeverbindung
- 10
- Rohraufnahmestutzen
- 10a
- Bohrung
- 11
- Freiraum im Behälter
- 12
- zweite Stirnseite
- 13
- Lüftungskanal
- 14
- Verbindungsbohrung
- 14a
- konische Fortsetzung
- 15
- Durchbruch
- 16
- Innerer Saugerraum
- 17
- Dichtungssteg
- 18
- Untere Saugerflanschfläche
- 19
- Dreieckfläche
- 20
- Saugerflansch
- 20a
- Saugerflansch
- 20b
- Saugerflansch
- 21
- Obere Endfläche Lüftungsrohr
- 22
- Untere Endfläche Lüftungsrohr
- 23
- Saugloch
- 24
- Trinkflüssigkeit im Lüftungsrohr
- 25
- Behälterboden
- 26
- Raumbereich z. Behälterboden
- 27
- Außen
- 28
- Außengewinde am Behälter
- 29
- Innengewinde am Schraubring
- 30
- Freier Spalt
- 31
- Lüftungsscheibe
- 32
- erste Stirnseite
- 33
- Ringwulst
- 34
- Ringnut
- 35
- zweite Stirnseite
1. Belüftungsvorrichtung (5) für eine einen Behälter (2) zur Aufnahme einer Trinkflüssigkeit
(3) und einen an einer Öffnung des Behälters (2) anschließbaren Flaschensauger (4)
aufweisende Trinkflasche (1), wobei die Belüftungsvorrichtung (5) eine Lüftungsscheibe
(6) mit einer ersten Stirnseite, an der sie mit einem in einer Ebene umlaufenden Rand
der Öffnung des Behälters (2) dichtend in Eingriff bringbar ist, einer der ersten
Stirnseite gegenüberliegenden zweiten Stirnseite (12), von der aus sich der Flaschensauger
(4) erstreckt, einem Durchbruch (15) zum Durchtritt der Trinkflüssigkeit (3) in den
Flaschensauger (4) und einem den Innenraum des Behälters (2) mit dessen Außenraum
verbindenden Druckausgleichsweg aufweist, der einen vom äußeren Rand der Lüftungsscheibe
(5) aus sich in Richtung auf den Durchbruch 15 erstreckenden ersten Abschnitt (13)
und einen sich im Anschluß an den ersten Abschnitt (13) zu der ersten Stirnseite hin
erstreckenden und zum Innenraum des Behälters (2) hin offenen zweiten Abschnitt (14)
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Abschnitt (14) einen Bereich (14a), in dem sein Querschnitt in Richtung
auf den Innenraum des Behälters (2) zunimmt.
2. Belüftungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Bereich (14a) des zunehmenden Querschnitts zwischen dem ersten Abschnitt
und der ersten Stirnseite (32) erstreckt.
3. Belüftungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bereich (14a) des zunehmenden Querschnitts konisch ausgebildet ist.
4. Belüftungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Abschnitt (14) ein sich von der ersten Stirnseite aus in Richtung auf
einen der Öffnung des Behälters (2) entgegengesetzten Boden (25) des Behälters (2)
erstreckendes Lüftungsrohr (7) aufweist.
5. Belüftungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Lüftungsrohr (7) bis in die Nähe des Bodens (25) erstreckt.
6. Belüftungsvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Lüftungsrohr (7) im Bereich seines zur ersten Stirnseite der Lüftungsscheibe
(6) weisenden axialen Endes (21) an einem an der ersten Stirnseite ausgebildeten Rohraufnahmestutzen
(10) reibschlüssig festgelegt ist, von dem es manuell abziehbar und auf den es manuell
aufsteckbar ist.
7. Belüftungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eines der beiden axialen Enden (21, 22) des Lüftungsrohrs (7) schräg zu
dessen Längsachse verläuft.
8. Belüftungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Lüftungsrohr (7) aus einem transparenten Werkstoff besteht.
9. Belüftungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Stirnseite (12) der Lüftungsscheibe (6) mit einer Anschlußfläche (18)
des Flaschensaugers (4) dichtend in Eingriff bringbar ist.
10. Belüftungsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Stirnseite (12) einen zum dichtenden Eingriff mit der Anschlußfläche (18)
des Flaschensaugers (4) dienenden vorspringenden Dichtungssteg (17) aufweist, der
den Durchbruch (15) vollständig einschließt, jedoch den ersten Abschnitt des Druckausgleichswegs
ausschließt.
11. Belüftungsvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Querschnitt des Dichtungsstegs zu einem freien Rand hin verjüngt.
12. Belüftungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Abschnitt (13) des Druckausgleichswegs eine in der Lüftungsscheibe (6)
ausgebildete, zu ihrer zur Anschlußfläche (18) des Flaschensaugers (4) weisenden zweiten
Stirnseite (12) hin offene Rinne ist.
13. Belüftungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß an der Anschlußfläche (18) des Flaschensaugers (4) und der zweiten Stirnseite (35)
der Lüftungsscheibe (6a) deren gegenseitiger lösbarer Verrastung dienende, zueinander
komplementäre Eingriffselemente ausgebildet sind.
14. Belüftungsvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Eingriffselement der Anschlußfläche (18) ein von ihr vorspringender Ringwulst
(33) mit zu seinem freien Rand hin zunehmender Dicke und das Eingriffselement der
Lüftungsscheibe (6a) eine darin ausgebildete, zu dem Ringwulst komplementäre Ringnut
(34) ist.
15. Belüftungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Abschnitt (13a) des Druckausgleichswegs ein innerhalb der Lüftungsscheibe
(6) ausgebildeter, geschlossener Kanal (13a) ist.
16. Trinkflasche mit einer Belüftungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15.
17. Trinkflasche nach Anspruch 16 mit einem ihre Öffnung begrenzenden, ein Schraubgewinde
(28) aufweisenden Wandungsbereich des Behälters (2) und einem ein Gegengewinde (29)
aufweisenden Schraubring (8) von dem die Lüftungsscheibe (6) durch Verschrauben mit
dem Schraubgewinde (28) des Wandungsbereichs gegen die Öffnung spannbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Abschnitt (13) des Druckausgleichswegs über die von dem Schraubgewinde
(28) und dem Gegengewinde (29) gebildete, luftdurchlässige Gewindeverbindung (9) mit
dem Außenraum (27) des Behälters (2) in Verbindung steht.