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EP 2 133 254 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.10.2011 Patentblatt 2011/40 |
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Anmeldetag: 12.05.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren für ein Schienenfahrzeug zur Anforderung von Sicherheitsreaktionen
Method for a rail vehicle to actuate safety reactions
Procédé pour un véhicule sur rail destiné à la sollicitation de réactions de sécurité
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
10.06.2008 DE 102008027520
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.12.2009 Patentblatt 2009/51 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Burg, Wilhelm
47799 Krefeld (DE)
- Werkmeister, Norbert
47906 Kempen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 3 209 157 GB-A- 1 345 955
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DE-C1- 10 026 836
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren für ein Schienenfahrzeug, mit mehreren
Geräten, die jeweils bei Bedarf einen Bremsvorgang bzw. eine Traktionssperre für das
Schienenfahrzeug anfordern können. Ein derartiges verfahren wirol z.B. in der
GB 1345 955 offenbart.
[0002] In Schienenfahrzeugen werden Not- bzw. Schnellbremsungen und Traktionssperren üblicherweise
über hartverdrahtete Sicherheitsschleifen angefordert. Alternativ kann für die Bremsanforderung
auch direkt in eine Hauptluftleitung eingegriffen werden, über die die Schienenfahrzeugbremsen
betätigt werden.
[0003] Die besagten Anforderungen zur Not- bzw. Schnellbremsung oder Traktionssperre können
von verschiedenen Geräten bzw. Funktionen innerhalb des Schienenfahrzeugs stammen.
Beispiele dafür sind die Betriebsleittechnik, die Fahrgastnotbremse, verschiedene
Drehgestellüberwachungsfunktionen, "Sifa" (Sicherheitsfahrschaltung, auch Totmanneinrichtung
genannt), Bremssteuergeräte (z.B. bei fehlerhaft anliegenden Bremsen), Türen (Grünschleife),
Höchstgeschwindigkeitsüberwachung, usw.. Auch können Bremsanforderungen von einem
Triebfahrzeugführer ausgelöst werden.
[0004] Für die verschiedenen Geräte/Systeme sind jeweils oder teilweise einzelne Sicherheitsschleifen
im Schienenfahrzeug eingebaut. Um die unterschiedlichen funktionalen Anforderungen
der verschiedenen Geräte/Systeme abzubilden, sind die verschiedenen Sicherheitsschleifen
nötig. Zu solchen Anforderungen gehört beispielsweise, ob die Anforderungen aufhebbar
durch den Triebfahrzeugführer sein sollen oder nicht, ob eine Vollbremsung oder eine
Schnellbremsung oder nur eine Traktionssperre zu erfolgen hat, ob sofort gebremst
werden soll oder mit Zeitverzögerung, ob bis zum Stillstand gebremst werden soll oder
nur bis zu einer definierten Geschwindigkeit, ob eine automatische Fahrzeugreaktion
erfolgen soll oder die Anforderung an den Triebfahrzeugführer gehen soll mit dem Ziel,
dass dieser die Reaktion durchführt, usw.. Es sind außerdem einzelne Sicherheitsschleifen
aus dem Grund vorgesehen, dass bei Bedarf, wie einer Notfahrt, einem Fehlalarm, usw.,
die jeweilige Sicherheitsschleife per Störschalter überbrückbar/deaktivierbar sind,
ohne dass die anderen Sicherheitsschleifen beeinträchtigt werden. Dies gewährleistet
eine hohe Verfügbarkeit und Sicherheit des Bremssystems.
[0005] Aufgrund der derzeitigen Auslegung des Verfahrens, insbesondere des bei ihm zum Einsatz
kommenden Hardware-Equipments, kommt es aktuell zu zahlreichen Sicherheitsschleifen
nebeneinander und damit zu einem hohen Verdrahtungsaufwand in den Schienenfahrzeugen
und an den Kupplungen mit entsprechenden Kosten und hohem Gewicht. Hinzu kommt noch
der Aufwand für die Stromversorgung und Überwachung/Diagnose der Sicherheitsschleifen
bzw. der an der Durchführung des Verfahrens beteiligten Schütze und Schalter.
[0006] Außerdem wird in den meisten Fällen aus Sicherheitsgründen von einem jeweiligen Gerät
bei einer Bremsanforderung eine Schnellbremsung eingeleitet, was erhöhten Verschleiß
mit sich bringt.
[0007] Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren für ein
Schienenfahrzeug anzugeben, das mit vergleichsweise weniger Sicherheitsschleifen auskommt.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zur Anforderung von Sicherheitsreaktionen
für ein Schienenfahrzeug, mit mehreren Geräten, die jeweils bei Bedarf eine Sicherheitsreaktion,
d.h. einen Bremsvorgang oder eine Traktionssperre oder beides, für das Schienenfahrzeug
anfordern können, mit den Schritten:
- a)
- Erkennen eines Zustandes, bei dem eine der oben genannten Sicherheitsreaktionen erfolgen
soll, durch eines der Geräte,
- b)
- Anfordern der Sicherheitsreaktion durch das Gerät über einen Datenbus,
- c)
- Rückmelden der erfolgten Sicherheitsreaktion an das anfordernde Gerät oder, bei nicht
erfolgter Sicherheitsreaktion, Eingreifen in eine Sicherheitsschleife zum Auslösen
der gewünschten Sicherheitsreaktion.
[0009] Dabei ist die Sicherheitsschleife bei Anforderung eines Bremsvorganges als Schnellbremsschleife
und bei Anforderung einer Traktionssperre als Traktionssperrenschleife ausgeführt.
[0010] Dabei ist festzustellen, dass die unterschiedlichen funktionalen Anforderungen sowie
die individuelle Möglichkeit zur Überbrückung über die Kommunikation über Datenbus
realisiert wird und damit eine Einsparung von individuellen Sicherheitsschleifen ermöglicht.
Eine Sicherheitsschleife ist nur noch für die Bereitstellung einer Rückfallebene erforderlich,
d.h. in Fällen, bei denen eine Bestätigung der erfolgreichen Ausführung eines angeforderten
Bremsvorgangs bzw. einer angeforderten Traktionssperre aus welchen Gründen auch immer
nicht geeignet rückgemeldet wird.
[0011] Vorteilhafterweise wird in Schritt b) im Falle der Bremsanforderung regelmäßig eine
verschleißarme Vollbremsung angefordert, so dass die im Stand der Technik übliche
Anforderung einer Schnellbremsung über eine zugehörige Sicherheitsschleife so weit
wie möglich vermieden werden kann.
[0012] Die Rückmeldung eines erfolgten Bremsvorganges in Schritt c) kann in verschiedener
Weise erfolgen. So kann ein Zuggeschwindigkeitswert, ein Druckmesswert einer Hauptluftleitung
des Schienenfahrzeugs, eine Meldung von der Bremssteuerung des Schienenfahrzeugs oder
eine Kombination derselben dem den Bremsvorgang anfordernden Gerät zugeleitet werden.
Es ist für den Fachmann ersichtlich, dass ein Absinken des Drucks in der Hauptluftleitung
oder eine Verminderung der Zuggeschwindigkeit in unmittelbarem Zusammenhang mit einem
erfolgreich durchgeführten Bremsvorgang steht. Welche geeigneten Schwellwerte hier
jeweils für ein Absinken des Drucks bzw. der Geschwindigkeit maßgeblich sein sollten,
liegt im Ermessensbereich des Fachmanns.
[0013] Die Rückmeldung einer erfolgten Traktionssperre in Schritt c) kann auch in verschiedener
Weise erfolgen. So kann ein Zuggeschwindigkeitswert oder eine Meldung von der Antriebssteuerung
dem die Traktionssperre anfordernden Gerät zugeleitet werden.
[0014] In geeigneter Weise wird in Schritt c) für die Rückmeldung eines erfolgten Bremsvorganges
bzw. einer erfolgten Traktionssperre ein vordefinierter Zeitraum ab Bremsanforderung
bzw. Anforderung der Traktionssperre festgelegt, wobei der Eingriff in die Sicherheitsschleife
bei Ausbleiben der Rückmeldung an das Gerät innerhalb des vordefinierten Zeitraums
erfolgt. Auf diese Weise wird die Verwendung der Sicherheitsschleife als Rückfallebene
zur Durchführung eines Bremsvorganges bzw. einer Traktionssperre bei Ausbleiben der
Rückmeldung an das den Bremsvorgang bzw. die Traktionssperre anfordernde Gerät besonders
günstig realisiert.
[0015] Die einzige Figur zeigt ein schematisches Blockdiagramm einer Architektur zum Steuern
von Zwangsbremsungen bei einem Schienenfahrzeug.
[0016] Beispielhaft sind zwei Sicherheitsüberwachungsgeräte SÜG1, SÜG2 gezeigt, von denen
eines bei Erkennen einer sicherheitsgefährdenden Situation eine Zwangsbremsung anfordern
soll.
[0017] Hier fordert das Sicherheitsüberwachungsgerät SÜG1 über einen Fahrzeugbus FB bei
einem zentralen Bremsmanager BSG-ZM eine Vollbremsung an. Der zentrale Bremsmanager
BSG-ZM leitet eine Vollbremsung des Schienenfahrzeuges ein. Wenn das die Bremsung
anfordernde Sicherheitsüberwachungsgerät SÜG1 innerhalb eines definierten Zeitraumes
keine Rückmeldung über das erfolgreiche Einleiten einer Vollbremsung bekommt, öffnet
das Sicherheitsüberwachungsgerät SÜG1 eine Schnellbremsschleife SBS, um die aus irgendwelchen
Gründen nicht durchgeführte Zwangsbremse sicher auszuführen. Die Schnellbremsschleife
SBS entlüftet über ein Schnellbremsventil SBV eine Hauptluftleitung HL, was zu einer
Schnellbremsung führt. Die Rückmeldung über die Einleitung einer Vollbremsung erfolgt
hier beispielhaft über die Rückmeldung von Bremssteuergeräten BSG-ZM, BSG, die die
Druckabsenkung der Hauptluftleitung mit Drucksensoren DS überwachen. Alternativ kann
auch eine Zuggeschwindigkeit mit Hilfe geeigneter Sensoren überwacht werden, deren
Rückmeldungen dann dem anfordernden Sicherheitsüberwachungsgerät SÜG1 zugeleitet werden.
[0018] Sämtliche angesprochenen Steuergeräte, im Beispiel die Sicherheitsüberwachungsgeräte
SÜG1, SÜG2 und die Bremssteuergeräte BSG-ZM, BSG sind über den Fahrzeugbus FB zu Kommunikationszwecken
miteinander verbunden. Über jeweilige Gateways G sind die einzelnen Fahrzeugbusse
FB mit einem Zugbus ZB verbunden.
[0019] Es ist hervorzuheben, dass nicht nur das genannte Sicherheitsüberwachungsgerät SÜG1
sondern auch sämtliche anderen geeigneten Steuergeräte des Schienenfahrzeuges bei
Bedarf jeweils eine Zwangsbremse oder eine Traktionssperre anfordern können und dann
auch dafür verantwortlich sein können, die erforderliche Rückmeldung über die Durchführung
der Zwangsbremse bzw. ggf. der Traktionssperre über den Fahrzeugbus FB, den Zugbus
ZB, konventionelle Signalleitungen oder irgendeine andere Kommunikationsstrecke zu
überwachen.
[0020] Eine durch eine fehlerhafte Funktion des Sicherheitsüberwachungsgerätes SÜG1 anstehende
Zwangsbremse (Fehlalarm) kann im Bedarfsfall durch einen Störschalter aufgehoben werden.
Die Stellung des Störschalters wird über Hilfskontakte eingelesen. Der eingelegte
Störschalter wird zusätzlich als Diagnosemeldung angezeigt, und zwar typischer Weise
im Führerstandsdisplay Tf-MMI, das ebenfalls an den Fahrzeugbus FB angeschlossen ist.
[0021] Die Störschalter für die verschiedenen Steuergeräte werden redundant eingelesen und
von den Geräten, die jeweils bei Bedarf einen Bremsvorgang für das Schienenfahrzeug
anfordern können, ausgewertet. Wenn aufgrund einer Störung z.B. im Sicherheitsüberwachungsgerät
SÜG1 beispielsweise eine ünerwünschte Anforderung eines Bremsvorgangs durch ein bestimmtes
Steuergerät weiterhin ansteht, kann das Gerät SÜG1 ausgeschaltet werden.
[0022] Insgesamt ist ein Modus des in Schritt b) angeforderten Bremsvorgangs bzw. der Traktionssperre
individuell projektierbar.
1. Verfahren zur Anforderung von Sicherheitsreaktionen für ein Schienenfahrzeug, mit
mehreren Geräten, die jeweils bei Bedarf eine Sicherheitsreaktion, d.h. einen Bremsvorgang
oder eine Traktionssperre oder beides für das Schienenfahrzeug anfordern können, mit
den Schritten:
a) Erkennen eines Zustandes, bei dem eine der oben genannten Sicherheitsreaktionen
erfolgen soll, durch eines der Geräte,
b) Anfordern der Sicherheitsreaktion durch das Gerät über einen Datenbus,
c) Rückmelden der erfolgten Sicherheitsreaktion an das anfordernde Gerät oder, bei
nicht erfolgter Sicherheitsreaktion Eingreifen in eine Sicherheitsschleife zum Auslösen
der gewünschten Sicherheitsreaktion.
2. Verfahren zur Anforderung von Sicherheitsreaktionen nach Anspruch 1,
bei dem
in Schritt b) im Falle einer Bremsanforderung regelmäßig eine verschleißarme Vollbremsung
angefordert wird.
3. Verfahren zur Anforderung von Sicherheitsreaktionen nach einem der Ansprüche 1 oder
2,
bei dem
in Schritt c) im Falle eines erfolgten Bremsvorganges über einen Druckmesswert für
eine Hauptluftleitung des Schienenfahrzeugs rückgemeldet wird.
4. Verfahren zur Anforderung von Sicherheitsreaktionen nach einem der Ansprüche 1 bis
3,
bei dem
in Schritt c) ein erfolgter Bremsvorgang bzw. eine erfolgte Traktionssperre über einen
Zuggeschwindigkeitswert dem anfordernden Gerät rückgemeldet wird.
5. Verfahren zur Anforderung von Sicherheitsreaktionen nach einem der Ansprüche 1 bis
3,
bei dem
in Schritt c) ein erfolgter Bremsvorgang über eine Bremssteuerung bzw. eine erfolgte
Traktionssperre über die Antriebssteuerung dem anfordernden Gerät rückgemeldet wird.
6. Verfahren zur Anforderung von Sicherheitsreaktionen nach einem der Ansprüche 1 bis
5,
bei dem
in Schritt c) für die Rückmeldung eines erfolgten Bremsvorganges bzw. einer erfolgten
Traktionssperre ein vordefinierter Zeitraum ab Anforderung der Sicherheitsreaktion
festgelegt wird und der Eingriff in die Sicherheitsschleife bei Ausbleiben der Rückmeldung
an das Gerät innerhalb des vordefinierten Zeitraums erfolgt.
7. Verfahren zur Anforderung von Sicherheitsreaktionen nach einem der Ansprüche 1 bis
6,
bei dem
in Schritt b) die Anforderung des Bremsvorgangs bzw. der Traktionssperre durch das
Gerät bei Bedarf überbrückt wird.
8. Verfahren zur Anforderung von Sicherheitsreaktionen nach Anspruch 7,
bei dem
das Überbrücken der Bremsanforderung über Störschalter erfolgt.
9. Verfahren zur Anforderung von Sicherheitsreaktionen nach Anspruch 8,
bei dem
die Störschalter redundant eingelesen und von den Geräten, die jeweils bei Bedarf
einen Bremsvorgang bzw. einer Traktionssperre für das Schienenfahrzeug anfordern können,
ausgewertet werden.
10. Verfahren zur Anforderung von Sicherheitsreaktionen nach einem der Ansprüche 1 bis
6,
bei dem
in dem Fall, wenn eine Anforderung eines Bremsvorganges bzw. einer Traktionssperre
durch ein bestimmtes Gerät unerwünscht ist, das Gerät ausgeschaltet wird.
11. Verfahren zur Anforderung von Sicherheitsreaktionen nach einem der Ansprüche 1 bis
10,
bei dem
ein Modus des in Schritt b) angeforderten Bremsvorganges bzw. eine Traktionssperre
individuell projektiert wird.
1. Method for demanding safety reactions for a rail vehicle, having a plurality of appliances
which can each demand a safety reaction when required, that is to say a braking process
or a traction inhibit or both for the rail vehicle, having the following steps:
a) identification of a state in which one of the above- mentioned safety reactions
should be carried out by one of the appliances,
b) demanding the safety reaction by the appliance via a data bus,
c) feeding back that the safety reaction has been carried out, to the demanding appliance
or, if the safety reaction is not carried out, intervention in a safety loop in order
to initiate the desired safety reaction.
2. Method for demanding safety reactions according to Claim 1,
wherein
in step b), low-wear full braking is normally demanded in the event of a braking demand.
3. Method for demanding safety reactions according to one of Claims 1 or 2,
wherein
in step c), when a braking process has been carried out, feedback is provided via
a measured pressure value for a main air line of the rail vehicle.
4. Method for demanding safety reactions according to one of Claims 1 to 3,
wherein
in step c), a braking process carried out or a traction inhibit carried out is fed
back via a train speed value to the demanding appliance.
5. Method for demanding safety reactions according to one of Claims 1 to 3,
wherein
in step c), a braking process carried out is fed back via a braking control system
or a traction inhibit carried out is fed back via the drive control system to the
demanding appliance.
6. Method for demanding safety reactions according to one of Claims 1 to 5,
wherein
in step c), a predefined time period from the demand for the safety reaction is defined
for the feedback of a braking process carried out or a traction inhibit carried out,
and the intervention in the safety loop takes place if there is no feedback to the
appliance within the predefined time period.
7. Method for demanding safety reactions according to one of Claims 1 to 6,
wherein
in step b), the demand for the braking process or the traction inhibit is bridged
by the appliance, if required.
8. Method for demanding safety reactions according to Claim 7,
wherein
the braking demand is bridged via fault switches.
9. Method for demanding safety reactions according to Claim 8,
wherein
the fault switches are read redundantly and are evaluated by the appliances which
can each demand a braking process or a traction inhibit for the rail vehicle when
required.
10. Method for demanding safety reactions according to one of Claims 1 to 6,
wherein
the appliance is switched off in the situation when a demand for a braking process
or a traction inhibit by a specific appliance is not desired.
11. Method for demanding safety reactions according to one of Claims 1 to 10,
wherein
a mode of the braking process demanded in step b) or a traction inhibit is projected
individually.
1. Procédé pour demander des réactions de sécurité pour un véhicule ferroviaire, comprenant
plusieurs appareils, qui peuvent demander, respectivement en cas de besoin, une réaction
de sécurité, c'est-à-dire une opération de freinage ou un arrêt de la traction ou
les deux pour le véhicule ferroviaire, comprenant les stades dans desquels :
a) on détecte un état, dans lequel on détecte, par l'un des appareils, un état, dans
lequel il faut effectuer l'une des réactions de sécurité mentionnées ci-dessus,
b) on demande la réaction de sécurité par l'appareil par l'intermédiaire d'un bus
de données,
c) on annonce en retour la réaction de sécurité effectuée à l'appareil demandeur ou
si la réaction de sécurité ne s'est pas effectuée, on intervient dans une boucle de
sécurité pour le déclenchement de la réaction souhaitée.
2. Procédé pour demander des réactions de sécurité suivant la revendication 1,
dans lequel
au stade b), dans le cas d'une demande de freinage, on demande régulièrement un freinage
à fond donnant peu d'usure.
3. Procédé pour demander des réactions de sécurité suivant la revendication 1 ou 2,
dans lequel
au stade c), dans le cas d'une opération de freinage effectuée, on annonce en retour
une valeur de mesure de la pression pour un conduit principal d'air du véhicule ferroviaire.
4. Procédé pour demander des réactions de sécurité suivant l'une des revendications 1
à 3,
dans lequel
au stade c), on annonce en retour une opération de freinage effectuée ou un arrêt
de la traction effectué à l'appareil demandeur par une valeur de vitesse de traction.
5. Procédé pour demander des réactions de sécurité suivant l'une des revendications 1
à 3,
dans lequel
au stade c), on annonce à l'appareil demandeur une opération de freinage effectuée
par une commande de freinage ou un arrêt de traction effectué par la commande d'entraînement.
6. Procédé pour demander des réactions de sécurité suivant l'une des revendications 1
à 5,
dans lequel
au stade c), pour l'annonce en retour d'une opération de freinage effectuée ou d'un
arrêt de traction effectué, on fixe un laps de temps défini à l'avance à partir de
la demande de la réaction de sécurité et on effectue une intervention de sécurité
en l'absence de l'annonce en retour sur l'appareil dans le laps de temps défini à
l'avance.
7. Procédé pour demander des réactions de sécurité suivant l'une des revendications 1
à 6,
dans lequel
au stade b), on court-circuite, en cas de besoin, la demande de l'opération de freinage
ou de l'arrêt de traction par l'appareil.
8. Procédé pour demander des réactions de sécurité suivant la revendication 7,
dans lequel
on effectue le court-circuit de la demande de freinage par des commutateurs d'incident.
9. Procédé pour demander des réactions de sécurité suivant la revendication 8,
dans lequel
des commutateurs d'incident peuvent être lus de manière redondante et être exploités
par les appareils, qui peuvent demander, respectivement en cas de besoin, une opération
de freinage ou un arrêt de la traction pour le véhicule ferroviaire.
10. Procédé pour demander des réactions de sécurité suivant l'une des revendications 1
à 6,
dans lequel
dans le cas où une demande d'une opération de freinage ou d'un arrêt de la traction
n'est pas souhaitée par un certain appareil, on débranche l'appareil.
11. Procédé pour demander des réactions de sécurité suivant l'une des revendications 1
à 10,
dans lequel
on projette individuellement un mode de l'opération de freinage ou d'un arrêt de la
traction demandé au stade b).

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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