[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verbinden von wenigstens zwei Holzbauteilen
sowie die Verwendung eines derartigen Verfahrens.
[0002] Die Verbindung von Holzbalken mit Hilfe von Schrauben sind aus einer Vielzahl von
Schriften bekannt geworden.
[0003] So zeigt beispielsweise die
DE-C-706759 und die
FR-A-865513 Holzverbindungen mit Hilfe von Schrauben, die spitzwinklig zur Oberfläche des Holzbalkens
eingedreht sind. Bei derartigen Verbindungen spielen die tatsächlichen Belastungsprobleme
kaum eine Rolle. Bei rechtwinklig aneinander anschließenden Holzbalken, beispielsweise
Haupt-Nebenträger-Verbindungen, wurden im Stand der Technik häufig Zapfen- und Nutverbindungen
eingesetzt. Hierbei kam es aber immer zu einer Schwächung eines Trägers.
[0004] Aus der
DE-A-197 24 284 ist die Verbindung von zwei in Längsrichtung aneinander überlappend anschließenden
Holzbalken mit Hilfe von gekreuzt eingedrehten Schrauben bekannt geworden. Die gekreuzt
eingedrehten Schrauben werden in einer quer zu den Oberflächen verlaufenden Ebene
liegend eingedreht. Bei der Verbindung gemäß der
DE-A-197 24 284 handelt es sich um eine sogenannte Koppelpfette.
[0005] Die Verbindung von zwei zumindest rechtwinklig aneinander anschließenden Holzbalken
wird in der
WO-A-01/65018 beschrieben. Bei der Verbindung gemäß der
WO-A-01/65018 sind die Schrauben in wenigstens zwei zueinander parallel verlaufenden Ebenen liegend
eingedreht. Des Weiteren kreuzen sich die Ebenen, in denen die Schrauben eingedreht
sind, nicht.
[0006] Bei der
WO-A-01/65018 sind die aufnehmbaren Anschlusslasten in die parallel liegenden Ebenen sehr niedrig.
Ein weiteres Problem bei der Verbindung gemäß der
WO-A-01/65018 ist, dass am Einschraubpunkt die Schrauben verlaufen und von der gewünschten bzw.
vorgegebenen Achse abweichen und damit Lage und Winkel nicht ausreichend eingehalten
werden können. Bei der in der
WO 01/65018 gezeigten Verbindung handelt es sich um einen Haupt-/Nebenträgeranschluss.
[0007] Aus der
DE-U-299 20 853 ist ein wetterfester Wandaufbau in Blockbauweise bekanntgeworden, bei dem einzelne
Balken durch ein Gewinde mit Spiralfelder zusammengepresst werden.
[0008] Die
EP-A-2 003 348 zeigt eine Schraube zum Verstärken und Verbinden von Holzkonstruktionen und die
DE-A-197 12 175 Gewindebuchsen zum Verbinden von Holztreppen, die optisch nicht sichtbar sind.
[0009] Ganz allgemein gesprochen wurden bei der Verbindung von Holzteilen gemäß dem Stand
der Technik vor allem Schub- und gelegentlich auch Druckverbindungen (Versatz in traditionellen
Zimmermannsverbindungen) eingesetzt. Bei auf Zug belasteten Verbindungen im Stand
der Technik war deren Traglast durch die vom Kopf mit oder ohne Unterlagscheibe aufnehmbare
Last begrenzt.
[0010] Wurden Druckverbindungen gemäß dem Stand der Technik ausgeführt, so waren sie in
ihrer Traglast vor allem beschränkt, wenn sie quer zur Faser des Holzes erfolgte.
Bei Schubverbindungen gemäß dem Stand der Technik war die Lage unerheblich, solange
die Verbindung nicht am Rand der Holzteile ausgebildet wurde.
[0011] Aufgabe der Erfindung ist es somit, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden
und in einem ersten Aspekt ein Verfahren zum Verbinden von zwei Holzelementen anzugeben,
das beliebig Orientierungen der Verbindungselemente, hier der Schrauben, in dem Holzelement
ermöglicht, wobei die Lage der Verbindungselemente vorbestimmt wird, beispielsweise
aus einer Berechnung der von den verbundenen Holzelementen abzutragenden Lasten. Insbesondere
soll die Verbindung auch bei einem Gerbergelenk verwandt werden können, wobei in das
Gerbergelenk Lasten aus verschiedenen Richtungen eingetragen werden können.
[0012] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe duch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0013] Bei dem Verfahren zur Verbindung von zwei Holzbauteilen, d.h. einem ersten Holzbauteil
und einem zweiten Holzbauteil, mit wenigstens einer in das erste und einer in das
zweite Holzbauteil eingreifenden Schraube mit einer Eingriffslänge wird in einem ersten
Verfahrensschritt der Einschraubpunkt bzw. die Einschraubpunkte sowie der Raumwinkel
der wenigstens einen Schraube bestimmt. In einem weiteren Schritt wird erfindungsgemäß
vorgesehen, dass vor Eindrehen der Schraube mit Hilfe eines Bohrers am Einschraubpunkt
unter dem Raumwinkel eine Führungsbohrung zur Verfügung gestellt wird. Um ein Verlaufen
der Führungsbohrung, d.h. ein Abweichen von der vorgegebenen Achse, zu vermeiden,
was bei Bohrern bzw. Bohrgestellen bei längeren Bohrabschnitten immer auftritt, ist
vorgesehen, dass die Führungsbohrung, verglichen bspw. zur Einschraublänge der Schraube,
sehr kurz ist. Bevorzugt liegt die Länge der Führungsbohrung im Bereich vom 5-fachen
des Kerndurchmessers des Gewindes bis zum 30-fachen des Kerndurchmessers des Gewindes
der als Verbindungsmittel verwendeten Schraube. Bevorzugt beträgt die Führungsbohrungslänge
10 bis 15 x des Kerndurchmessers der einzudrehenden Schraube. Schrauben mit 400 mm
Länge besitzen bspw. einen Kerndurchmesser von 10 mm bei 600 mm Länge und 8 mm bei
400 mm Länge. Die sich hieraus ergebende Führungsbohrungslänge liegt dann zwischen
40 mm und 300 mm, bevorzugt im Bereich 80 mm bis 150 mm. Die relativ kurze Führungsbohrung
dient im Wesentlichen als Ersatz für eine externe Lehre, mit deren Hilfe am Einschraubpunkt
unter einem Raumwinkel eine Bohrung vollständig vorgebohrt wird, um eine Schraube
in diese einzubringen. Die Führungsbohrung ist wesentlich einfacher und kostengünstiger
herzustellen als eine vollständige Vorbohrung mit Hilfe von Lehren.
[0014] Nachdem die Führungslöcher über diese kurzen Strecken, ohne zu verlaufen, vorgebohrt
sind, werden die Verbindungselemente, bevorzugt die Schrauben, in die Führungsbohrungen
eingebracht und in das Holzbauteil eingedreht. Da bevorzugt selbstbohrende Schrauben
verwandt werden, wird ein Verlaufen, also eine Abweichung von der vorgegebenen Achse,
beim Eindrehen der Schrauben im Gegensatz beispielsweise zu Bohrgestängen vermieden.
Besonders bevorzugt ist es, wenn als Schraube selbstbohrende Vollgewindeschrauben
zum Einsatz gelangen, wie beispielsweise in der
DE 10 2006 057259 A1 oder der
DE 10 2005 039744 A1 bzw. der
DE 10 2004 018069 A1 beschrieben.
[0015] Die Durchmesser der Führungsbohrungen entsprechen im Wesentlichen dem Kerndurchmesser
der für die Verbindung eingesetzten Vollgewindeschrauben mit einem Spiel von wenigen
Zehntel Zentimetern.
[0016] Der Einschraubpunkt und der Raumwinkel bestimmen dann die maximal übertragbare Last.
Die maximal übertragbare Last wird bei Verbindung gleichartiger Hölzer durch den kürzeren
in das Holzbauteil eingreifenden Gewindeteil bestimmt. Dies bedeutet, dass wenn genau
die Hälfte in das eine und genau die Hälfte in das andere Bauteil aus demselben Holzmaterial
eingreift, die übertragbare Last im durch die Vollgewindeschrauben hergestellten Verbund
maximal wird.
[0017] Die maximal erreichbare Last kann durch Berechnung ermittelt werden und bestimmt
den Einschraubpunkt und den Raumwinkel der Verbindungselemente. Gemäß dem erfindungsgemäßen
Verfahren wird unter der Randbedingung der abzutragenden Lasten Raumwinkel und Einschraubpunkt
der Verbindungselemente bestimmt.
[0018] Besonders bevorzugt ist es, wenn die Einschraubpunkte und der Raumwinkel aufgrund
der vorgegebenen Traglasten beispielsweise mit Hilfe eines externen Programmes mathematisch
berechnet wird bzw. werden. Die mit Hilfe des externen Programmes berechneten Einschraubpunkte
und Raumwinkel können nunmehr mechanisch auf die zu verbindenden Hölzer übertragen
werden. Alternativ können die Hölzer auch in den Abbundmaschinen mit den Führungsbohrungen
versehen sein, indem an die Abbundmaschine die in digitaler Form vorliegenden Daten
übergeben und mit Hilfe von CAM auf die Holzbauteile übertragen werden. Hierbei kann
in einer ersten Ausführungsform vorgesehen sein, dass das Programm die Daten für die
vor zubohrenden Löcher an die Abbundmaschine zusammen mit den übrigen Zuschnittdaten
übergibt.
[0019] Alternativ wäre es möglich, dass das externe Programm, welches die Daten der Lage
einer Schraube bestimmt, auch direkt an die Datei für die Zuschnittdaten eines CAD-Programmes
für die Abbundmaschine angehängt werden.
[0020] Da auf einer Abbundmaschine vor allem Bohrer mit Standarddurchmessern z. B. 4, 5,
6, 8 mm eingesetzt werden, werden bevorzugt Schrauben verwandt, deren Kerndurchmesser
diesen Standarddurchmessern entspricht und nicht, wie im Stand der Technik üblich,
Schrauben, deren Außendurchmesser in ganzen mm Durchmesser abgestuft sind.
[0021] Bevorzugt sind wenigstens zwei Schrauben bei der Verbindung der beiden Holzbauteile
vorgesehen, wobei die beiden Schrauben in einer dreidimensionalen Anordnung zur Aufnahme
von Belastungen in unterschiedlichen Raumrichtungen nicht in zueinander parallelen
Ebenen wie zum Beispiel in der
WO 01/65018 beschrieben eingebracht werden. Um die Verbindung der beiden Holz-Bauteile besonders
stark auszuführen, ist vorgesehen, dass die in unterschiedlichen Ebenen liegenden
Schrauben bei Projektion in eine Projektionsebene sich überkreuzen, d.h. sich in wenigstens
einem Punkt schneiden.
[0022] Besonders bevorzugt ist es, wenn nicht nur über zwei Schrauben die Verbindung zwischen
den beiden Holzbauteilen hergestellt wird, sondern mehr als zwei Schrauben vorgesehen
sind, beispielsweise drei Schrauben, die unter beliebigen Lagen die beiden Holzbauteile
miteinander verbinden.
[0023] Das erfindungsgemäße Verfahren kann beispielsweise ohne Beschränkung hierauf bei
der Verbindung von zwei Holzbauteilen, die einen Haupt-/Nebenträgeranschluss, einen
Riegel-Pfosten-Anschlusses, einen Pfosten-Balken-Anschluss oder bei der Verbindung
von Rahmen und Sparren am First und an der Traufe eingesetzt werden, angewandt werden.
Auch der Einsatz bei einem sogenannten Gerbergelenk, unter dem man eine gelenkige
Verbindung von zwei Holzbalken bzw. Trägern in derselben Achse versteht, wäre möglich.
[0024] Selbstverständlich wäre es möglich, mit dem erfindungsgemäßen Verfahren die Einschraubpunkte
und den Raumwinkel der Verbindungselemente, insbesondere Vollgewindeschrauben, für
eine Verbindung von mehr als zwei Holzbauteilen, beispielsweise drei oder vier oder
noch mehr zusammenstoßende Holzbauteile anzugeben.
[0025] Besonders bevorzugt ist es, wenn die Verbindungsmittel, insbesondere die Vollgewindeschrauben,
mit einem Einschraubwerkzeug eingeschraubt werden. Wird ein Einschraubwerkzeug verwendet,
das - zum Beispiel durch einen einstellbaren Anschlag - dafür sorgt, dass die Schraube
genau und genügend weit eingeschraubt wird, so kann die Vollgewindeschraube auf einfache
und sichere Art und Weise gesetzt werden. Es ist auch denkbar, die Schraube mit einem
Kopf auszurüsten, der selber als Tiefenanschlag wirkt - z. B. ein konventioneller
Schraubenkopf. Alternativ kann bei Verbindungen, bei denen die Schraube versenkt werden
soll, ein schlanker, versenkbarer, nur dem Antrieb beim Einschrauben dienender Kopf
vorgesehen sein.
[0026] Die Erfindung soll nachfolgend anhand der Figuren beschrieben werden, ohne Beschränkung
hierauf.
[0027] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Verbindung von zwei Holzbauteilen
- Fig. 2
- eine Dachbalkenkonstruktion mit Balken, die gemäß dem Verfahren der Erfindung verbunden
sind.
- Fig. 3a-b
- ein Diagramm zu Schublasten senkrecht zur Schraubenachse und Aufteilung der Schublast
in Zug- und Drucklasten.
[0028] In Figur 1 ist eine Verbindung von zwei Holzbauteilen, hier vorliegend zwei Holzbalken
10.1, 10.2, die nur abschnittsweise dargestellt sind, gezeigt. Die Beschränkung auf
zwei aneinander anstoßenden Holzbalken ist nur beispielhaft und nicht einschränkend.
[0029] Die dargestellte Verbindung der beiden Holzbalken 10.1, 10.2 wird entlang der Fläche
12, an der die beiden Holzbalken aneinander stoßen, durch vier beliebig im Raum orientierte
Schrauben 20.1, 20.2, 20.3, 20.4 hergestellt.
[0030] Zwischen die aneinander stoßenden Flächen der beiden Holzbalken kann ein elastisches
Material eingebracht sein. Dieses elastische Material kann beispielsweise eine Schicht
in Form einer Holzfaser oder einer Mineralfaserplatte sein, auch Kunststoffplatten
wären möglich. Die Dicke einer derartigen Schicht kann im Bereich von 0,1 mm bis 10
cm liegen und bevorzugt ein weiches Material umfassen, wobei die Weichheit bzw. die
Elastizität geringer ist als die Weichheit bzw. Elastizität der Holzbalken. Durch
die elastische Zwischenschicht im Bereich der Fläche 12 der zu verbindenden Holzbalken
wird erreicht, dass der Schwund und das Quellen des Holzes bei Verbindung von zwei
Holzbalken kompensiert wird und ein Spalt, der zwischen den aneinander anstoßenden
Holzbalken gebildet wird, geschlossen werden kann.
[0031] Wie aus Figur 1 hervorgeht, sind die Schrauben 20.1, 20.2, 20.3, 20.4 in unterschiedliche
Ebenen eingedreht, wobei keine der Ebenen, in denen die Schrauben 20.1, 20.2, 20.3,
20.4 zu liegen kommen, zueinander parallel sind.
[0032] Auf diese Art und Weise können gegenüber herkömmlichen Verbindungen, wie sie beispielsweise
aus der
WO 01/65018 bekannt sind, signifikant höhere Lasten, insbesondere in völlig unterschiedlichen
Richtungen abgetragen werden.
[0034] Für eine optimale Verbindung mit Vollgewindeschrauben ist deren dreidimensionale
Lage in einer Holzverbindung wichtig - an einem Verbindungspunkt müssen oft Lasten
in allen drei Dimensionen z. B. bezüglich der Achse eines länglichen Holzbalkens übertragen
werden. Dabei wird die Axiallast durch das Gewinde ein- und ausgeleitet. Daher ist
es vorteilhafte, wenn die Gewindeteile in den zu verbindenden Holzelementen bei gleichen
Holzmaterialien gleich lang sind oder sich in einem bestimmten Verhältnis befinden,
z. B. bei Verbindung von Holzteilen verschiedener Holzgüte bzw. Holzmaterialien. Damit
dies erreicht werden kann, müssen die Schrauben sehr genau bezüglich Ort und Raumwinkel
angeordnet werden.
[0035] Zur direkten Übertragung von Schublasten, also Lasten senkrecht zur Schraubenachse,
sind Vollgewindeschrauben wenig geeignet. Um trotzdem Schublasten übertragen zu können,
können diese in Zug- und Drucklasten aufgeteilt werden.
[0036] Um die Lage der mit Hilfe beispielsweise eines Programmes vorberechneten Verbindungen
vor Ort realisieren zu können, ist vorgesehen, dass erfindungsgemäß an den mit Hilfe
beispielsweise eines Programmes vorbestimmten Einschraubpunkten Führungsbohrungen
vorzusehen. Die Führungsbohrungen sind in der Regel in ihrer Länge so bemessen, dass
zum einen die Lage der selbstbohrenden Schraube exakt bestimmt ist, zum anderen ein
Verlaufen des Bohrers nicht auftritt, so dass die vorbestimmten Lagen und Raumwinkel
genau eingehalten werden können.
[0037] In die Führungsbohrungen werden sodann die Schrauben eingebracht. Anschließend wird
die selbstbohrende Schraube eingedreht. Durch die Führungsbohrungen werden nicht nur
die Lage der Schrauben und deren Richtung genau festgelegt, auch die Neigung zum Aufreißen
des Holzes beim Eindrehen der selbstbohrenden Schraube wird vermindert. Ein Aufreißen
des Holzes kann noch weiter reduziert werden, wenn die Vollgewindeschraube mit einem
Fräskopf und daran anschließenden Aufweitungsbereichen im Schaft ausgestattet sind,
wie beispielsweise in der
DE 10 2005 039 744 A1 oder
DE 10 2004 018 069 A1 beschrieben.
[0038] Wie aus Figur 1 ebenfalls hervorgeht, ergeben sich bei dem dargestellten Anschluss
bei Projektion der Schraube in eine Projektionsebene, beispielsweise in die durch
die aneinander stoßenden Flächen definierte Fläche 12 Kreuzungspunkte in dieser Projektionsebene.
Es sind aber auch Anschlüsse denkbar, bei denen sich die Schrauben in keiner Projektionsebene
schneiden.
[0039] Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn in einer geneigten Ebene Anschlüsse bzw.
Holzverbindungen liegen, z. B. auf einem Dach. Auf einem Dach sind die Windlasten
senkrecht zur Dachebene, die Eigen- und Schneelasten jedoch vertikal. Windverbände
können die Holzverbindungen im Dach zudem parallel zur Dachebene belasten. Damit treten
dort Lasten in allen drei Dimensionen auf.
[0040] Um diese im Anschluss bzw. der Verbindung der beiden Holzbauteile aufnehmen zu können,
ist es vorteilhaft, wenn die Schrauben in der Verbindung der Anschlüsse eine 3-dimensionale
Lage aufweisen.
[0041] Wie ebenfalls aus Figur 1 zu erkennen ist, sind der Einschraubpunkt und der Raumwinkel
der Schrauben 20.1, 20.2, 20.3, 20.4 gerade so gewählt, dass genau je eine Hälfte
des Gewindes 30.1.1 jeder Schraube z.B. der Schraube 20.1 in dem einen Holzbauteil
10.1 und die andere Hälfte 30.1.2 des Gewindes in dem anderen Holzbauteil 10.2 zum
Liegen kommt. Hierdurch werden die übertragbaren Lasten, die immer durch den kürzeren
Gewindeteil bestimmt werden, bei gleichen Holzarten der zu verbindenden Holzbauteile
10.1, 10.2 maximal. Die Länge der Führungsbohrungen bemisst sich im Regelfall nach
dem Kerndurchmesser der Vollgewindeschrauben 20.1, 20.2, 20.3, 20.4. Vorliegend wurde
die Eingriffslänge mit dem Bezugszeichen L für die Vollgewindeschraube 20.2 benannt.
[0042] Bevorzugt ist es, wenn die Führungsbohrungslänge zwischen dem 5-fachen bis zum 30-fachen
des Kerndurchmessers des Gewindes liegt. Besonders bevorzugt ist es, wenn die Führungsbohrungslänge
im Bereich vom 10-fachen bis 15-fachen des Kerndurchmessers der einzudrehenden Schraube
liegt.
[0043] Die Führungsbohrungen liegen bei Kerndurchmessern von 10 mm bei 600 mm Schraubenlänge
bzw. 8 mm bei 400 mm Schraubenlänge im Bereich von 40 mm bis 300 mm. Die Führungsbohrungen
weisen einen Durchmesser auf, der im Wesentlichen dem Kerndurchmesser der Schraube
entspricht, wobei einige Zehntel Millimeter Abweichungen möglich sind.
[0044] Besonders bevorzugt ist es, wenn die Führungsbohrungen nicht auf der Baustelle eingebracht
werden, sondern bereits bei der Herstellung der Holzteile, beispielsweise an den Abbundmaschinen.
In einem solchen Fall können die rechnerisch bestimmten Einschraubpunkte und Raumwinkel
mit Hilfe von Datenfiles aus dem CAD über CAM an die Abbundmaschine übergeben und
dort gebohrt werden. Auf diese Art und Weise können Schablonen, die beispielsweise
auf der Baustelle zum Einbringen der Führungsbohrung verwandt werden, überflüssig
werden. Besonders bevorzugt ist es, wenn die Verbindungsschrauben bei einem automatisierten
Vorbohren mit Hilfe von Bohrern an Abbundmaschinen einen Kerndurchmesser in geraden
Millimetern, z.B. 4, 5, 6 und 8 mm aufweisen, anstelle der üblichen Außendurchmesser
von geraden Millimetern, der bei derzeitigen Schrauben verwandt wird.
[0045] In Figur 2 ist eine mögliche Art des Einsatzes von mit Hilfe der Erfindung verbundenen
Holzbalken außerhalb des Auflagers, genauer außerhalb des Momentennullpunktes des
Trägers gezeigt. Der in Figur 2 gezeigte Gerberträger kann mehrere Gelenke aufweisen,
von denen eines an der Stelle 110 gezeigt ist, das aus zwei Schraubenpaaren 100.1
und 100.2 besteht, welche die beiden Holzbalken erfindungsgemäß miteinander verbinden.
Wenn keine automatisierte Übertragung der Führungsbohrlöcher bei der Herstellung auf
Abbundmaschinen erfolgt, so könne diese auch mit Hilfe von Schablone gemäß den vorbestimmten
Lagen und Raumwinkeln aus den Berechnungen auf der Baustelle in die jeweiligen Gerbergelenke
100.1, 100.2 eingebracht werden Dies ist aber nicht bevorzugt, da für jede einzelne
Geometrie eine eigene Schablone angefertigt werden müsste. Die Gerbergelenke 100.1,
100.2 sind mit Schrauben 120.1, 120.2, 120.3, 120.4 verbunden.
[0046] Bevorzugt werden der Einschraubpunkt und die Raumwinkel mit Hilfe eines eigenen,
externen Programmes bestimmt, von dem dann die Daten an ein CAD-Programm übergeben
werden.
[0047] Das CAD-Programm kann dann die Daten für die vorzubohrenden Löcher an die Abbundmaschine
zusammen mit den übrigen Zuschnittdaten übergeben.
[0048] Alternativ kann das externe Programm, welches die Daten der Lage einer Schraube bestimmt,
diese auch direkt an die Datei für die Zuschnittdaten des CAD-Programmes für die Abbundmaschine
angehängt werden.
[0049] Bei der Verbindung z. B. eines Gerbergelenkes sind wiederum die Schrauben in unterschiedlichen
Ebenen, die nicht zueinander parallel liegen müssen, eingedreht. Auf diese Art und
Weise ist es möglich, Schneelasten und die Eigenlast des Tragwerkes parallel zur Dachebene
abzuleiten. Derartige parallel zur Dachebene entstehende Lasten, können mit konventionellen
Verbindungen von Gerbergelenken mit Vollgewindeschrauben, bei denen die Vollgewindeschrauben
mit parallelen Ebenen zur Längsachse des Holzbalkens zu liegen kommen, in nur sehr
beschränktem Maße aufgenommen werden.
[0050] Wie allgemein bekannt, ist, wie in Fig. 3a dargestellt, eine Ableitung von Schubkräften
senkrecht zur Schraubenachse einer Vollgewindeschraube, wie in Fig. 3a dargestellt,
kaum möglich. Die Schrauben sind in Fig. 3a mit den Bezugsziffern 400.1, 400.2 dargestellt,
die auftretenden Schubkräfte senkrecht zu den Vollgewindeschrauben mit Bezugsziffern
410.1, 410.2, 410.3.
[0051] Um Kräfte, wie in Fig. 3a dargestellt, bei der Verbindung von zwei Holzteilen 420.1,
420.2 übertragen zu können, ist es notwendig, wie in Fig. 3b dargestellt, die Schublasten
in Druck- und Zuglasten aufzuteilen.
[0052] Dies bedingt, dass die Schrauben nicht in der in Fig. 3a gezeigten Richtung eingedreht
werden, sondern, wie in Fig. 3b dargestellt, in die beiden Richtungen 510.1, 510.2
anstelle Richtung 500, die senkrecht auf der Schraubenachse steht. Die Schublast ist
dann nicht mehr senkrecht zur Richtung der Schraubenachse, sondern aufgeteilt und
steht unter einem Winkel ≠90° zur Schraubenachse.
[0053] Bei einer Verbindung z. B. bei einem Gerbergelenk können die Schrauben in unterschiedlichen
Ebenen, die nicht zueinander parallel liegen müssen, eingedreht sein. Auf diese Art
und Weise ist es möglich, Schneelasten und die Eigenlast des Tragwerkes parallel zur
Dachebene abzuleiten. Derartige parallel zur Dachebene entstehende Lasten, können
mit konventionellen Verbindungen im allgemeinen nicht vollständig aufgenommen werden.
[0054] Mit der Erfindung wird ein Verfahren angegeben, mit dem die Verbindungselemente,
insbesondere Verbindungsschrauben sicher in die vorgegebenen Lagen eingedreht werden
können.
1. Verfahren zur Verbindung von wenigstens zwei Holzbauteilen, einem ersten Holzbauteil
(10.1) und einem zweiten Holzbauteil (10.2) mit wenigstens einer in das erste und
das zweite Holzbauteil eingreifenden Schraube (20.1, 20.2, 20.4) mit einer Eingriffslänge
L und mit einem Kerndurchmesser, umfassend folgende Schritte:
- Bestimmen des Einschraubpunktes und des Raumwinkels der wenigstens einen Schraube
(20.1, 20.2, 20.3, 20.4) in das wenigstens erste und das wenigstens zweite Holzbauteil;
- die wenigstens eine Schraube (20.1, 20.2, 20.3, 20.4) wird in den bestimmten Einschraubpunkt
unter dem bestimmten Raumwinkel eingedreht, wobei das Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, dass
- vor dem Eindrehen der Schraube (20.1, 20.2, 20.3, 20.4) mit Hilfe eines Bohrers
am Einschraubpunkt unter dem Raumwinkel eine Führungsbohrung zur Verfügung gestellt
wird, wobei die Länge der Führungsbohrung kurz im Vergleich zur Eingriffslänge L der
Schraube ist, derart, dass die Führungsbohrungen mit Hilfe eines Bohrers ohne Verlaufen
zur Verfügung gestellt werden und
- der Durchmesser der Führungsbohrung im Wesentlichen dem Kerndurchmesser der Schraube
entspricht;
- die Einschraubpunkte und Raumwinkel nach Vorgabe von durch die Verbindung von erstem
Holzbauteil (10.1) und zweitem Holzbauteil (10.2) zu erreichenden Traglasten durch
Berechnung ermittelt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Länge der Führungsbohrung im Bereich vom
5-fachen bis 30-fachen des Kerndurchmessers liegt.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Länge der Führungsbohrung im Bereich des 10- bis 15-fachen des Kerndurchmessers
liegt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abweichung des Durchmessers der Führungsbohrung vom Kerndurchmesser der Schraube
einige Zehntel Millimeter beträgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schrauben selbstbohrende Schrauben (20.1, 20.2, 20.3, 20.4) sind, die nach Eindrehen
in die Führungsbohrung selbstbohrend im vorgegebenen Einschraubpunkt und entlang des
vorgegebenen Raumwinkels in das erste und das zweite Holzbauteil eingedreht werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Einschraubpunkte und der Raumwinkel durch ein Datenverarbeitungsprogramm ermittelt
und die Führungsbohrungen mit Hilfe von CAM an Maschinen, insbesondere Abbundmaschinen,
für das wenigstens erste und das wenigstens zweite Holzbauteil übermittelt werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens zwei Schrauben, eine erste Schraube (20.1) und eine zweite Schraube (20.2),
in das erste (10.1) und das zweite Holzbauteil (10.2) eingreifen, wobei erste und
zweite Schraube in nicht zueinander parallelen Ebenen zu liegen kommen.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die nicht zueinander parallelen Ebenen eine erste Ebene und eine zweite Ebene sind,
die sich in der Projektion in einer Projektionsebene (12) wenigstens einem Punkt schneiden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
mehr als zwei Schrauben vorgesehen sind, wobei jede Schraube in einer eigenen Ebene
zu liegen kommt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Kerndurchmesser der Schrauben im Wesentlichen dem Durchmesser des Bohrers entspricht.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Durchmesser des Bohrers ein Standarddurchmesser eines Bohrers einer Abbundrnaschine
ist.
12. Verwendung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei erstes und zweites
Holzbauteil Teil eines
- Haupt-/Nebenträgeranschlusses
- Riegel-/Pfostenanschluss
- Pfosten-/Balkenanschluss
- Verbindung von Rahmen und Sparren am First und an der Traufe sind.
1. A method for connecting at least two wood components, a first wood component (10.1)
and a second wood component (10.2), comprising at least one screw (20.1, 20.2, 20.4)
engaging in the first and second wood component and having an engagement length L
and a core diameter, comprising the following steps:
- determining the screw-in point and the solid angle of the at least one screw (20.1,
20.2, 20.3, 20.4) in the at least first and at least second wood component;
- the at least one screw (20.1, 20.2, 20.3, 20.4) is twisted into the determined screw-in
point under the determined solid angle, wherein the method is characterized in that
- a guide bore is provided at the screw-in point under the solid angle with the help
of a drill prior to twisting in the screw (20.1, 20.2, 20.3, 20.4), with the length
of the guide bore being short in comparison with the engagement length L of the screw,
such that the guide bores are provided with the help of a drill without drifting,
and
- the diameter of the guide bore substantially corresponds to the core diameter of
the screw;
- the screw-in points and the solid angle are determined by calculation after predetermining
the ultimate loads to be achieved by the connection of first wood component (10.1)
and second wood component (10.2).
2. A method according to claim 1, wherein the length of the guide bore lies in the range
of 5 times to 30 times the core diameter.
3. A method according to one of the claims 1 to 2, characterized in that the length of the guide bore lies in the range of 10 to 15 times the core diameter.
4. A method according to one of the claims 1 to 3, characterized in that the deviation of the diameter of the guide bore from the core diameter of the screw
is several tenths of millimetres.
5. A method according to one of the claims 1 to 4, characterized in that the screws are self-drilling screws (20.1, 20.2, 20.3, 20.4) which after twisting
into the guide bore are twisted in a self-drilling fashion in the predetermined screw-in
point and along the predetermined solid angle into the first and second wood component.
6. A method according to one of the claims 1 to 5, characterized in that the screw-in points and the solid angle are determined by a data-processing program,
and the guide bores are transmitted by means of CAM to machines, especially joining
machines, for the at least first and at least second wood component.
7. A method according to one of the claims 1 to 6, characterized in that at least two screws, i.e. a first screw (20.1) and a second screw (20.2), engage
into the first (10.1) and the second wood component (10.2), with the first and second
screw coming to lie in planes which are not parallel with respect to each other.
8. A method according to claim 7, characterized in that the mutually not parallel planes are a first plane and a second plane which intersect
at least in one point in the projection in a projection plane (12).
9. A method according to one of the claims 1 to 8, characterized in that more than two screws are provided, with each screw coming to lie in a separate plane.
10. A method according to one of the claims 1 to 9, characterized in that the core diameter of the screws substantially corresponds to the diameter of the
drill.
11. A method according to claim 10, characterized in that the diameter of the drill is a standard diameter of a drill of a joining machine.
12. The use of a method according to one of the claims 1 to 11, wherein a first and second
wood component are part of a
- main/supporting beam connection;
- ledger/post connection;
- post/beam connection;
- connection of frame and rafter on the ridge and on the eaves.
1. Procédé pour assembler au moins deux pièces de bois, une première pièce de bois (10.1)
et une deuxième pièce de bois (10.2), avec au moins une vis (20.1, 20.2, 20.4) se
mettant en prise dans la première pièce de bois et la deuxième et ayant une longueur
de prise L et un diamètre d'âme, qui comprend les étapes suivantes :
- détermination du point de vissage et de l'angle dans l'espace de l'au moins une
vis (20.1, 20.2, 20.3, 20.4) dans la première pièce de bois au moins et la deuxième
pièce de bois au moins ;
- insertion de l'au moins une vis (20.1, 20.2, 20.3, 20.4) au point de vissage déterminé
et sous l'angle dans l'espace déterminé,
le procédé étant
caractérisé en ce que
- avant l'insertion de la vis (20.1, 20.2, 20.3, 20.4), un perçage de guidage est
créé au point de vissage selon l'angle dans l'espace à l'aide d'une perceuse, la longueur
du perçage de guidage étant courte par rapport à la longueur de prise L de la vis,
de telle sorte que les perçages de guidage soient créés à l'aide d'une perceuse sans
déviation, et
- le diamètre du perçage de guidage correspond pour l'essentiel au diamètre d'âme
de la vis ;
- les points de vissage et l'angle dans l'espace sont déterminés par calcul en fonction
des charges à supporter par l'assemblage de la première pièce de bois (10.1) et de
la deuxième pièce de bois (10.2).
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel la longueur du perçage de guidage est
de l'ordre de 5 fois à 30 fois le diamètre d'âme.
3. Procédé selon l'une des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que la longueur du perçage de guidage est de l'ordre de 10 à 15 fois le diamètre d'âme.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'écart entre le diamètre du perçage de guidage et le diamètre d'âme de la vis est
de quelques dixièmes de millimètre.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les vis sont des vis autotaraudantes (20.1, 20.2, 20.3, 20.4) qui sont insérées de
façon autotaraudante au point de vissage prédéterminé et selon l'angle dans l'espace
prédéterminé, après l'insertion dans le perçage de guidage, dans la première pièce
de bois et la deuxième.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les points de vissage et l'angle dans l'espace sont déterminés par un système de
traitement de données et les perçages de guidage sont transmis par FAO à des machines,
en particulier des centres d'usinage de menuiserie, pour la première pièce de bois
au moins et la deuxième pièce de bois au moins.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'au moins deux vis, une première vis (20.1) et une deuxième vis (20.2), se mettent
en prise dans la première pièce de bois (10.1) et la deuxième (10.2), la première
vis et la deuxième se trouvant dans des plans qui ne sont pas parallèles entre eux.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que les plans non parallèles entre eux sont un premier plan et un deuxième plan qui se
coupent en au moins un point en projection dans un plan de projection (12).
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que plus de deux vis sont prévues, chaque vis se trouvant dans un plan propre.
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le diamètre d'âme des vis correspond pour l'essentiel au diamètre de la perceuse.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que le diamètre de la perceuse est un diamètre standard de perceuse pour centre d'usinage
de menuiserie.
12. Utilisation d'un procédé selon l'une des revendications 1 à 11, dans lequel la première
pièce de bois et la deuxième font partie
- d'un raccord entre poutre maîtresse et poutre secondaire
- d'un raccord entre traverse et montant
- d'un raccord entre montant et solive
- d'un assemblage de cadre et de chevrons dans le faîtage et sur le larmier.