[0001] Die Erfindung betrifft einen Kraftstoffinjektor gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1.
Stand der Technik
[0002] Es ist bekannt, zur Einbringung von Kraftstoff in direkteinspritzende Dieselmotoren
hubgesteuerte Kraftstoffinjektoren zu verwenden. Damit wird der Vorteil geboten, dass
der Einspritzdruck an Last und Drehzahl angepasst werden kann. Die Ansteuerung der
Injektoren kann durch einen Piezoaktor direkt oder unter Zwischenschaltung eines Servo-Steuerraumes
erfolgen.
Offenbarung der Erfindung
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Kraftstoffinjektor gemäß dem Oberbegriff des
Anspruches 1 zu vergleichsweise geringem konstruktivem Aufwand und vermindertem Energiebedarf
für den Aktor zu schaffen.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe dient ein Kraftstoffinjektor mit
- einem Injektorgehäuse sowie einem darin angeordneten Hochdruckraum, der ständig mit
einer Hochdruckquelle (common rail) für Kraftstoff kommuniziert und über durch eine
Düsennadel oder dergleichen gesteuerte Düsen zur Einspritzung von Kraftstoff mit einem
Brennraum verbindbar ist,
- einem Aktor, der mit der Düsennadel zu deren Betätigung hydraulisch gekoppelt ist,
indem der Aktor mit einem Geberkolben, welcher in einem im Hochdruckraum abgetrennten
Kopplungsraum arbeitet, und die Düsennadel oder dergleichen mit einem im Kopplungsraum
arbeitenden Nehmerkolben antriebsverbunden ist, und
- einem mit einem relativ drucklosem Kraftstoffreservoir (zum Beispiel Kraftstofftank)
kommunizierenden Niederdruckraum am darin als Verdränger arbeitenden Nehmerkolben,
wobei das Volumen des Niederdruckraumes beim Öffnungshub der Düsennadel oder dergleichen
abnimmt.
[0005] Zusätzlich zu diesem aus der nicht vorveröffentlichten
DE 10 2006 062216.2 entnehmbaren Merkmalen ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Niederdruckraum in
einer zur kopplungsraumseitigen Stirnseite des Nehmerkolbens offenen Sackbohrung des
Nehmerkolbens angeordnet und durch einen in die Sackbohrung hineinragenden relativ
stationären Plunger abgeschlossen und über eine den Plunger durchsetzende Axialbohrung
mit dem relativ drucklosen Kraftstoffreservoir in Verbindung steht.
[0006] Aufgrund der besonderen Anordnung und Ausbildung des Niederdruckraumes wird in konstruktiv
einfach zu verwirklichender Weise gewährleistet, dass im Schließzustand der Düsennadel
oder dergleichen nur ein im Vergleich zum Querschnitt des Dichtsitzes der Düsennadel
oder dergleichen an den Düsen verkleinerter Querschnitt der Düsennadel oder dergleichen
von dem im Vergleich zum Brennraumdruck sehr hohen Druck im Hochdruckraum schließend
belastet werden kann. Damit können die vom Aktor beim Öffnungshub der Düsennadel oder
dergleichen aufzubringenden Stellkräfte vergleichsweise gering sein, so dass für den
Stellhub vergleichsweise wenig Energie benötigt wird. Durch entsprechende Vorgabe
des Durchmessers des stationären Plungers sowie der zugehörigen Sackbohrung im Nehmerkolben
kann das Maß der notwendigen Stellkraft bzw. Energie beim Öffnungshub auf den Aktor
eingestellt werden. Vorzugsweise sind zusätzliche Maßnahmen vorgesehen, um die beim
Schließhub der Düsennadel oder dergleichen notwendigen Aktorkräfte gering zu halten.
[0007] Dies kann gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dadurch erreicht
werden, dass innerhalb eines den Hochdruckraum mit der Eingangsseite der Düsen verbindenden
Strömungspfades des Kraftstoffes eine Drossel angeordnet ist. Während der Einspritzphase
tritt an dieser Drossel eine Druckdifferenz auf, wobei eingangsseitig der Drossel
im Wesentlichen ein dem Druck im Hochdruckraum entsprechender Eingangsdruck und ausgangsseitig
ein im Wesentlichen dem vergleichsweise geringem Brennraumdruck angenäherter Ausgangsdruck
vorliegt, so dass im Schließhub der Düsennadel oder dergleichen unterstützende hydraulische
Kräfte auftreten müssen. In konstruktiv besonders bevorzugter Weise kann der Strömungspfad
zwischen dem Innenumfang eines an dem Hochdruckraum anschließenden Düsennadelraumes
und dem Außenumfang der Düsennadel oder dergleichen angeordnet und die Drossel zwischen
einem düsennadelseitigen Bund bzw. Flansch und dem Innenumfang ausgebildet oder angeordnet
sein.
[0008] Insbesondere kann in zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung die genannte Drossel
als Ringspaltdrossel zwischen dem Innenumfang des Düsennadelraumes und dem Außenumfang
eines an der Düsennadel oder dergleichen fest angeordneten ringbundförmigen Flansches
ausgebildet sein.
[0009] Für die stationäre Halterung des Plungers können hydraulische Kräfte ausgenutzt werden.
[0010] Zu diesem Zweck kann der Plunger mit einem Endstück, welches einen gegenüber dem
Querschnitt der Sackbohrung bzw. des Plungers vergrößerten Querschnitt aufweist, auf
einer der kopplungsraumseitigen Stirnseite des Nehmerkolbens gegenüberliegenden stationären
Fläche am Injektorgehäuse axial abgestützt und zwischen dem Endstück und der stationären
Fläche ein im Wesentlichen scheibenförmiger und mit dem relativ drucklosen Kraftstoffreservoir
kommunizierender Raum mit gegenüber dem Durchmesser der Sackbohrung bzw. des Plungers
größerem Scheibendurchmesser ausgebildet sein.
[0011] Damit wird im Ergebnis eine der Differenz des Querschnittes von Plunger bzw. Sackbohrung
und des Querschnittes des scheibenförmigen Raumes entsprechender Querschnitt am Plunger
vom Hochdruck im Injektorgehäuse derart beaufschlagt, dass der Plunger entsprechender
Kraft auf der stationären Wand aufsitzt.
[0012] Im Übrigen wird hinsichtlich bevorzugter Merkmale der Erfindung auf die Ansprüche
und die nachfolgende Erläuterung der Zeichnung verwiesen, anhand der die Erfindung
einschließlich besonders bevorzugter Merkmale näher beschrieben wird.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0013] Die einzige Figur zeigt einen schematisierten Axialschnitt einer besonders bevorzugten
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektors.
Ausführungsformen der Erfindung
[0014] Der in der Zeichnung dargestellte Kraftstoffinjektor 1 besitzt einen Injektorkörper
2, welcher einen ersten Druckraum 3, einen zweiten Druckraum 4 sowie einen daran anschließenden
dritten Druckraum 5 aufnimmt. Die Druckräume 3-5 sind miteinander kommunizierend verbunden,
indem ein zwischen dem ersten und zweiten Druckraum 4 angeordneter Zwischenboden 6
des Injektorkörpers 2 von einer die Druckräume 3 und 4 verbindenden Axialbohrung 7
durchsetzt wird. Der Druckraum 5 dient als Axialführung einer Düsennadel 8, die am
in der Zeichnung unteren Ende des Druckraumes 5 angeordnete Einspritzdüsen 9 steuert,
über die der Druckraum 5 mit einem nicht dargestellten Brennraum eines Verbrennungsmotors
verbindbar ist. In der Zeichnung nimmt die Düsennadel 8 ihre die Düsen 9 absperrende
Schließlage ein, in der das düsenseitige Ende der Düsennadel 8 mit einer düsenseitigen
Ringkante dicht auf einem die Eingänge der Düsen 9 mit radialem Abstand umschließenden
ringförmigen Düsennadelsitz aufsitzt, so dass innerhalb des Druckraumes 5 ein Düseneingangsraum
10 von einem zwischen der axialen Innenwand des Druckraumes 5 und dem Außenumfang
der Düsennadel 8 verbleibenden Ringraum abgetrennt wird.
[0015] Dieser Ringraum kommuniziert ständig mit dem Druckraum 4. Zu diesem Zweck ist die
Düsennadel in einem an den Druckraum 4 angrenzenden erweiterten oberen Axialabschnitt
des Druckraumes 5 mit an der Düsennadel angeordneten Axialstegen oder dergleichen
axial verschiebbar geführt, zwischen denen den vorgenannten Ringraum mit dem Druckraum
4 verbindende Freiräume verbleiben. Wenn die Düsennadel 8 ihre vom Sitz an den Einspritzdüsen
9 abgehobene Offenlage einnimmt, ist der Düseneingangsraum 10 über die Druckräume
5 und 4 sowie die Axialbohrung 7 im Zwischenboden 6 und den Druckraum 3 mit einem
unter Hochdruck stehenden Kraftstoffspeicher 11 verbunden, der typischerweise als
sogenanntes Common Rail ausgebildet ist und über eine Anschlußleitung 12 mit dem ersten
Druckraum 3 kommuniziert. Damit kann unter Hochdruck stehender Kraftstoff über die
Einspritzdüsen 9 in den Brennraum des Verbrennungsmotors eingespritzt werden.
[0016] Zur Betätigung der Ventilnadel 8 dient ein im dargestellten Beispiel als piezoelektrisches
Element ausgebildeter Aktor 13, der über elektrische Leitungen 14 mit einer elektrischen
Spannungsquelle verbunden und mit der Ventilnadel 8 hydraulisch gekoppelt ist. Diese
hydraulische Kopplung erfolgt dadurch, dass ein mittels des Aktors 13 hubbeweglicher
Geberkolben 15 in einem Kopplungsraum 16 verdrängerwirksam arbeitet, der über eine
den Zwischenboden 6 durchsetzende Leitung 17 mit einem Kopplungsraum 18 kommuniziert,
in welchem ein an der Düsennadel 8 angeordneter Nehmerkolben 19 verdrängerwirksam
arbeitet. Wenn also der Geberkolben 15 eine den Kopplungsraum 16 verkleinernde Abwärtsbewegung
ausführt, wird Fluid aus dem Kopplungsraum 16 über die Leitung 17 in den Kopplungsraum
18 ausgeschoben, so dass der Nehmerkolben 19 mit der Düsennadel 8 eine Abwärtsbewegung
in Richtung der Schließlage der Düsennadel 8 ausführt. Umgekehrt nimmt der Kopplungsraum
16 bei Aufwärtsbewegung des Geberkolbens 15 Fluid aus dem Kopplungsraum 18 auf, wobei
sich der Nehmerkolben 19 mit der Ventilnadel 8 in Aufwärtsrichtung, d.h. in eine Offenlage
der Ventilnadel 8 bewegt. Da die verdrängerwirksamen Kolbenquerschnitte von Geber-
und Nehmerkolben 15 und 19 unterschiedlich sind, wird eine entsprechende Hubübersetzung
bewirkt, wobei das Übersetzungsverhältnis invers zum Verhältnis der Querschnitte ist.
[0017] Der Kopplungsraum 16 wird vom Druckraum 3 durch eine Dichthülse 20 abgetrennt, die
auf dem Geberkolben 15 verschiebbar geführt und mittels einer Schraubendruckfeder
21, welche zwischen einem am Geberkolben 15 angeordneten Ringbund und dem zugewandten
Stirnrand der Dichthülse 20 eingespannt ist, gegen die dem Geberkolben 15 zugewandte
Stirnseite des Zwischenbodens 6 gespannt wird, wobei die Dichthülse 20 mit einer scharfen
Ringkante auf einer Ringlinienzone des Zwischenbodens dicht aufsitzt.
[0018] In ähnlicher Weise wird der Kopplungsraum 18 vom Druckraum 4 durch eine Dichthülse
22 abgetrennt, die auf dem Nehmerkolben 19 verschiebbar geführt und mittels einer
zwischen einem Ringbund am Nehmerkolben 19 und dem zugewandten Stirnrand der Dichthülse
22 eingespannten Schraubendruckfeder 23 gegen die dem Nehmerkolben 19 zugewandte Stirnseite
des Zwischenbodens 6 gespannt wird, wobei die Dichthülse 22 mit einer scharfen Ringkante
auf einer entsprechenden Ringlinienzone auf der in der Zeichnung unteren Stirnseite
des Zwischenbodens 6 dicht aufsitzt.
[0019] Im Nehmerkolben 19 ist eine zum Kopplungsraum 18 offene axiale Sackbohrung 24 angeordnet,
welche gegenüber dem Kopplungsraum 18 durch einen in die Sackbohrung 24 hineinragenden,
stationär am Zwischenboden 6 abgestützten Plunger 25 abgesperrt wird. Der Plunger
25 wird von einer Axialbohrung durchsetzt, die über eine den Zwischenboden 6 durchsetzende
Leitung 26 mit einem relativ drucklosen Kraftstoffreservoir, beispielsweise einem
Kraftstofftank (nicht dargestellt), verbunden ist. Dementsprechend steht ein zwischen
dem Boden der Sackbohrung 24 und dem zugewandten Stirnende des Plungers 25 verbleibender
Niederdruckraum 27 ständig unter dem praktisch verschwindenden Druck des Kraftstoffreservoirs
bzw. Kraftstofftanks.
[0020] Der Plunger 25 wird an der zugewandten Seite des Zwischenbodens 6 durch fluidische
Kräfte festgehalten. Zu diesem Zweck besitzt das dem Zwischenboden 6 zugewandte Endstück
des Plungers 25 ein gegenüber dem Querschnitt des Plungers 25 bzw. der Sackbohrung
24 deutlich vergrößerten Querschnitt, wobei innerhalb der dem Zwischenboden 6 zugewandten
Seite des genannten Endstückes ein scheibenförmiger Raum 28 ausgespart ist, dessen
Durchmesser deutlich größer als der Außendurchmesser des Plungers 25 bzw. der Innendurchmesser
der Sackbohrung 24 ist. Dieser scheibenförmige Raum 28 steht in Verbindung mit der
Leitung 26 zum relativ drucklosen Kraftstoffreservoir bzw. -tank, so dass der im Kopplungsraum
18 vorliegende, dem Druck in den Druckräumen 3 und 4 entsprechende Druck, der im Wesentlichen
dem Druck im Druckspeicher 11 entspricht, das Endstück des Plungers 25 mit entsprechend
großer Kraft gegen die zugewandte Stirnseite des Zwischenbodens 6 andrückt, wobei
das Endstück mit einer den scheibenförmigen Raum 28 umfassenden scharfen Ringkante
auf einer ringlinienförmigen Zone des Zwischenbodens 6 dicht aufsitzt.
[0021] Im Übrigen wird das genannte Endstück des Plungers 25 noch durch eine im Niederdruckraum
27 untergebrachte und zwischen dem Boden der Sackbohrung 24 und dem zugewandten Stirnende
des Plungers 25 eingespannte Schraubendruckfeder 29 gegen den Zwischenboden 6 gespannt.
Die Schraubendruckfeder 29 dient jedoch im Wesentlichen nur als Montagehilfsmittel
und darf dementsprechend schwach dimensioniert sein. Während des Betriebes des Injektors
1 ist die Schraubendruckfeder 29 für den Anschub des Endstückes des Plungers 25 gegen
die zugewandte Seite des Zwischenbodens 6 praktisch bedeutungslos.
[0022] Der dargestellte Kraftstoffinjektor 1 funktioniert wie folgt: Die Kopplungsräume
16 und 18 sind beim Betrieb mit Kraftstoff gefüllt und stehen im Wesentlichen unter
gleichem Druck wie der Kraftstoff im Druckspeicher 11. Solange der piezoelektrische
Aktor 13 über die elektrischen Leitungen 14 mit einer elektrischen Spannung beaufschlagt
wird, hält er den Geberkolben 15 in der zeichnerisch dargestellten unteren Lage, und
die Düsennadel 8 nimmt die dargestellte Schließlage ein. Damit sind die Einspritzdüsen
9 gegenüber dem Druckspeicher 11 abgesperrt. Wird die elektrische Spannung an den
Leitungen 14 abgeschaltet, und der piezoelektrische Aktor 13 entladen, zieht er den
Geberkolben 15 in Richtung von dessen oberer Totpunktlage, d.h. der Geberkolben 15
führt in der Zeichnung einen Aufwärtshub aus, dem der Nehmerkolben 19 mit der Düsennadel
8 mit durch das Verhältnis der verdrängerwirksamen Querschnitte des Geber- und des
Nehmerkolbens 15, 19 vorgegebener Hubübersetzung folgt. Das heißt, die Düsennadel
8 hebt von ihrem düsenseitigen Sitz ab, so dass der Düseneingangsraum 10 mit dem Druckspeicher
11 verbunden und Kraftstoff über die Düsen 9 in den angrenzenden Brennraum eingespritzt
wird. Wird nachfolgend der piezoelektrische Aktor 13 über die elektrischen Anschlussleitungen
12 wieder mit einer elektrischen Spannung beaufschlagt, werden der Geberkolben 15
und die Düsennadel 8 wiederum in die zeichnerisch dargestellten Lagen geschoben.
[0023] Um zu gewährleisten, dass für den Öffnungshub der Düsennadel 8 vergleichsweise geringe
Kräfte und dementsprechend vergleichsweise wenig Energie benötigt werden, ist die
Bemessung des Querschnittes des Niederdruckraumes 27 bzw. des Querschnittes der Sackbohrung
24 und des darin verschiebbaren Plungers 25 wesentlich. Die Kräfte, welche notwendig
sind, die in Schließlage befindliche Düsennadel 8 in die Offenlage zu bringen, werden
im Wesentlichen bestimmt durch die Differenz zwischen dem Querschnitt des Düseneingangsraumes
10, das heißt dem Querschnitt des Düsennadelsitzes, und den Querschnitt des Niederdruckraumes
27. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass der
Querschnitt des Niederdruckraumes 27 bei etwa 60 - 80 % des Querschnittes des Düseneingangsraumes
10 liegt.
[0024] Um zu gewährleisten, dass die Düsennadel 8 aus ihrer Offenlage mit vergleichsweise
geringen Stellkräften und entsprechend geringem Energiebedarf in ihre Schließlage
gestellt werden kann, ist zwischen den Druckräumen 4 und 5 eine Bypassdrossel 30 vorgesehen.
Im dargestellten Beispiel ist zur Ausbildung der Bypassdrossel 30 an der Düsennadel
8 ein Flansch 31 angeordnet, der so bemessen ist, dass zwischen seinem Außenumfang
und dem Innenumfang des Druckraumes 5 ein drosselwirksamer Ringspalt gebildet wird.
Wenn nun die Düsennadel 8 ihre Offenlage einnimmt und dementsprechend der Druckspeicher
11 mit dem Düseneingangsraum 10 kommuniziert, muss zwischen Eingangs- und Ausgangsseite
der Bypassdrossel 30 aufgrund der Drosselwirkung des genannten Ringspaltes eine Druckdifferenz
auftreten, mit der Folge, dass der im Düseneingangsraum 10 vorliegende Druck, welcher
die Düsennadel 8 in Offenlage zu halten sucht, gegenüber dem Druck im Druckspeicher
11 vermindert ist und die Düsennadel 8 mit entsprechend geringen Kräften und geringem
Energiebedarf in die Schließlage geschoben werden kann.
[0025] Durch entsprechende Bemessung der Bypassdrossel 30 sowie des Querschnittes des Niederdruckraumes
27 können also einerseits der Energiebedarf für den Schließhub der Düsennadel 8 und
andererseits der Energiebedarf für den Öffnungshub der Düsennadel 8 gering gehalten
werden, so dass ein entsprechend kleiner kostengünstiger Aktor 13 für den Betrieb
des Kraftstoffinjektors 1 ausreichend ist.
[0026] Die oben beschriebene hydraulische Kopplung von Geber- und Nehmerkolben 15, 19 bewirkt
auch ohne weitere konstruktive Maßnahmen einen Ausgleich von Temperaturdehnungen,
so dass keine weiteren Maßnahmen zur Kompensation von Schwankungen der Betriebstemperatur
des Injektors 1 notwendig werden. In der die Kopplungsräume 16 und 18 verbindenden
Leitung 17 ist vorzugsweise eine Drossel angeordnet, die eine dämpfende Wirkung auf
die Kolbenhübe ausübt. Dadurch kann das Betriebsverhalten des Injektors 1 verbessert
werden. Die obere Endlage der Düsennadel sollte vorzugsweise durch einen Anschlag
definiert sein. Dieser kann beispielsweise dadurch realisiert werden, dass die dem
Zwischenboden 6 zugewandte Stirnseite des Nehmerkolbens 19 in der oberen Endlage anschlagartig
mit dem Endstück am oberen Ende des Plungers 25 zusammenwirkt. Dabei wird zwischen
den einander zugewandten Flächen des Nehmerkolbens 19 und des genannten Endstückes
ein Quetschspalt gebildet, aus dem beim Aufwärtshub des Nehmerkolbens 19 Fluid unter
Dämpfung der Aufwärtsbewegung verdrängt wird, so dass der Nehmerkolben 19 und die
Düsennadel 8 kurz vor Einnahme ihrer oberen Endlage gedämpft abgebremst werden.
1. Kraftstoffinjektor (1) mit
- einem Injektorgehäuse bzw. -körper (2) sowie einem darin angeordneten Hochdruckraum
(4,5), der ständig mit einer Hochdruckquelle (11) für Kraftstoff kommuniziert und
über durch eine Düsennadel (8) oder dergleichen gesteuerte Düsen (9) zur Einspritzung
von Kraftstoff mit einem Brennraum verbindbar ist,
- einem Aktor (13), der mit der Düsennadel (8) oder dergleichen zu deren Betätigung
hydraulisch gekoppelt ist, indem der Aktor mit einem Geberkolben (15), der in einem
im Hochdruckraum abgetrennten Kopplungsraum (16, 18) arbeitet, und die Düsennadel
(8) oder dergleichen mit einem im Kopplungsraum arbeitenden Nehmerkolben (19) antriebsverbunden
ist, und
- einem Niederdruckraum (27) am darin als Verdränger arbeitenden Nehmerkolben (19)
wobei das Volumen des Niederdruckraumes beim Öffnungshub der Düsennadel (8) oder dergleichen
abnimmt,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Niederdruckraum (27) in einer zur kopplungsraumseitigen Stirnseite des Nehmerkolbens
(19) offenen Sackbohrung (24) angeordnet und durch einen in die Sackbohrung hineinragenden
Plunger (25) abgeschlossen ist sowie über eine den Plunger durchsetzende Axialbohrung
mit dem relativ drucklosen Kraftstoffreservoir kommuniziert.
2. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass innerhalb eines den Hochdruckraum mit einem Düseneingangsraum (10) verbindenden Strömungspfades
des Kraftstoffes eine Drossel (30) angeordnet ist.
3. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Strömungspfad zwischen dem Innenumfang eines an den Hochdruckraum (3, 4) anschließenden
Druckraumes (5) und dem Außenumfang der Düsennadel (8) oder dergleichen angeordnet
und die Drossel (30) zwischen einem düsennadelseitigen Bund bzw. Flansch (31) und
dem Innenumfang angeordnet bzw. ausgebildet ist.
4. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drossel (30) als Ringspaltdrossel ausgebildet ist.
5. Kraftstoffinjektor nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Plunger (25) mit einem Endstück, welches einen gegenüber dem Querschnitt der
Sackbohrung (24) vergrößerten Querschnitt aufweist, auf einer der kopplungsraumseitigen
Stirnseite des Nehmerkolbens (19) gegenüberliegenden Fläche eines Teiles (6) des Injektorgehäuses
bzw. -körpers (2) oder eines Kopplerelementes bzw. des Geberkolbens (15) axial abgestützt
und zwischen dem Endstück und der Fläche ein im Wesentlichen scheibenförmiger und
mit dem relativ drucklosem Kraftstoffreservoir kommunizierender Raum (28) mit gegenüber
dem Durchmesser der Sackbohrung (24) vergrößertem Scheibendurchmesser ausgebildet
ist.
6. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Endstück mit einer stirnseitig angeordneten, den scheibenförmigen Raum (28) ringförmig
umschließenden Dichtkante auf der Fläche aufsitzt.
7. Kraftstoffinjektor nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Querschnitt des Plungers (25) bzw. der Sackbohrung (24) ein Maß hat, welches
bei etwa 60 - 80 % des Querschnittes eines Dichtsitzes der Düsennadel (8) oder dergleichen
an den Einspritzdüsen (9) liegt.
1. Fuel injector (1) having
- an injector housing or body (2) and a high-pressure chamber (4, 5) which is arranged
therein and which permanently communicates with a high-pressure source (11) for fuel
and which can be connected to a combustion chamber via nozzles (9) for injecting fuel,
which nozzles are controlled by means of a nozzle needle (8) or the like,
- an actuator (13) which is hydraulically coupled to the nozzle needle (8) or the
like, for the actuation of the latter, by virtue of the actuator being drive-connected
to a master piston (15) which operates in a coupling chamber (16, 18) separate from
the high-pressure chamber, and the nozzle needle (8) or the like being drive-connected
to a slave piston (19) which operates in the coupling chamber, and
- a low-pressure chamber (27) on the slave piston (19) which operates therein as a
displacement body, with the volume of the low-pressure chamber decreasing during the
opening stroke of the nozzle needle (8) or the like,
characterized
in that the low-pressure chamber (27) is arranged in a blind bore (24) which is open towards
the coupling-chamber-side end side of the slave piston (19), and said low-pressure
chamber (27) is closed off by means of a plunger (25) which projects into the blind
bore, and said low-pressure chamber (27) communicates with the relatively unpressurized
fuel reservoir via an axial bore extending through the plunger.
2. Fuel injector according to Claim 1,
characterized
in that a throttle (30) is arranged within a flow path, which connects the high-pressure
chamber to a nozzle inlet chamber (10), of the fuel.
3. Fuel injector according to Claim 2,
characterized
in that the flow path is arranged between the inner circumference of a pressure chamber (5)
adjoining the high-pressure chamber (3, 4) and the outer circumference of the nozzle
needle (8) or the like, and the throttle (30) is arranged or formed between a nozzle-needle-side
collar or flange (31) and the inner circumference.
4. Fuel injector according to Claim 3,
characterized
in that the throttle (30) is formed as an annular gap throttle.
5. Fuel injector according to one of Claims 1 to 4,
characterized
in that the plunger (25) is supported axially with an end piece, which has a larger cross
section than the cross section of the blind bore (24), on a surface, which is situated
opposite the coupling-chamber-side end side of the slave piston (19), of a part (6)
of the injector housing or body (2) or of a coupler element or of the master piston
(15), and a substantially disc-shaped chamber (28) which communicates with the relatively
unpressurized fuel reservoir and which has a disc diameter larger than the diameter
of the blind bore (24) is formed between the end piece and the surface.
6. Fuel injector according to Claim 5,
characterized
in that the end piece is seated with a sealing edge, which is arranged on the end side and
annularly surrounds the disc-shaped chamber (28), on the surface.
7. Fuel injector according to one of Claims 1 to 6,
characterized
in that the cross section of the plunger (25) or of the blind bore (24) has a dimension which
is approximately 60 - 80% of the cross section of a sealing seat of the nozzle needle
(8) or the like at the injection nozzles (9).
1. Injecteur de carburant (1) comprenant :
- un boîtier ou corps d'injecteur (2) ainsi qu'un espace haute pression (4, 5) disposé
dans celui-ci, qui communique constamment avec une source haute pression (11) de carburant
et qui peut être connecté à une chambre de combustion par le biais de buses (9) pour
l'injection de carburant, commandées par une aiguille de buse (8) ou similaire,
- un actionneur (13), qui est accouplé hydrauliquement à l'aiguille de buse (8) ou
similaire en vue de son actionnement, l'actionneur étant connecté par entraînement
à un maître-piston (15), qui fonctionne dans un espace d'accouplement (16, 18) séparé
dans l'espace haute pression, et l'aiguille de buse (8) ou similaire étant connectée
par entraînement à un piston récepteur (19) fonctionnant dans l'espace d'accouplement,
et
- un espace basse pression (27) sur le piston récepteur (19) fonctionnant dans celui-ci
en tant que corps de déplacement, le volume de l'espace basse pression lors de la
course d'ouverture de l'aiguille de buse (8) ou similaire diminuant,
caractérisé en ce que
l'espace basse pression (27) est disposé dans un alésage borgne (24) ouvert vers le
côté frontal du piston récepteur (19) du côté de l'espace d'accouplement, et est terminé
par un plongeur (25) pénétrant dans l'alésage borgne, et communique par le biais d'un
alésage axial traversant le plongeur avec le réservoir de carburant relativement sans
pression.
2. Injecteur de carburant selon la revendication 1,
caractérisé en ce
qu'un papillon d'étranglement (30) est disposé à l'intérieur d'un chemin d'écoulement
du carburant reliant l'espace haute pression à un espace d'entrée de buse (10).
3. Injecteur de carburant selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
le chemin d'écoulement est disposé entre la périphérie intérieure d'un espace de pression
(5) se raccordant à l'espace haute pression (3, 4) et la périphérie extérieure de
l'aiguille de buse (8) ou similaire, et le papillon d'étranglement (30) est disposé
ou réalisé entre un épaulement ou une bride (31) du côté de l'aiguille de buse et
la périphérie intérieure.
4. Injecteur de carburant selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
le papillon d'étranglement (30) est réalisé sous forme d'étranglement à fente annulaire.
5. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
le plongeur (25) est supporté axialement avec un embout qui présente une section transversale
agrandie par rapport à la section transversale de l'alésage borgne (24), sur une surface
d'une pièce (6) du boîtier ou du corps d'injecteur (2) ou d'un élément d'accouplement
ou du maître-piston (15) opposée au côté frontal du côté de l'espace d'accouplement
du piston récepteur (19), et entre l'embout et la surface est réalisé un espace (28)
essentiellement en forme de disque et communiquant avec le réservoir de carburant
relativement sans pression, avec un diamètre de disque agrandi par rapport au diamètre
de l'alésage borgne (24).
6. Injecteur de carburant selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
l'embout repose sur la surface avec une arête d'étanchéité disposée du côté frontal,
entourant de manière annulaire l'espace en forme de disque (28).
7. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
la section transversale du plongeur (25) ou de l'alésage borgne (24) a une dimension
qui représente approximativement 60 à 80 % de la section transversale d'un siège d'étanchéité
de l'aiguille de buse (8) ou similaire sur les buses d'injection (9).