[0001] Die Erfindung betrifft ein Pumpsystem zur Förderung von Mehrphasengemischen gemäss
Oberbegriff von Anspruch 1 und ein Verfahren zur Förderung von Mehrphasengemischen
gemäss Oberbegriff von Anspruch 6 sowie eine Förderanlage mit einem derartigen Pumpsystem.
[0002] Bei der Förderung von Mehrphasengemischen, wie beispielsweise Rohöl, das neben Erdöl
auch Erdgas und häufig auch Wasser und Feststoffanteile wie z.B. Sand enthält, stellt
sich das Problem, dass mit steigendem Gasanteil im Mehrphasengemisch der Wirkungsgrad
der verwendeten Pumpvorrichtungen abnimmt. Beispielsweise ist bei niedrigen Gasdichten
der Einsatz von Pumpvorrichtungen mit radialen Laufrädern bereits ab einem volumetrischen
Gas/Flüssigkeitsverhältnis von grösser als 3 bis 5 % nicht mehr möglich oder wirtschaftlich.
In herkömmlichen Förderanlagen wird deshalb bei höherem Gasanteil die gasförmige Phase
der Mehrphasengemische in einem Separator von der flüssigen abgetrennt und die beiden
Phasen getrennt gefördert, wobei für die Förderung der flüssigen Phase Radialpumpen
eingesetzt werden. Der Nachteil derartiger Fördersysteme besteht darin, dass der darin
verwendete Separator für die Phasentrennung ein vergleichsweise grosses Volumen aufweist.
[0003] Für Anwendungen, wo wenig Platz zur Verfügung steht, wird deshalb für die Förderung
des Flüssiganteils eine Mehrphasenpumpe nach dem Separator eingesetzt, die es erlaubt,
einen Separator mit einem kleineren Volumen zu verwenden, da die Mehrphasenpumpe in
der Lage ist, Mehrphasengemische mit einem volumetrischen Gas/Flüssigkeitsverhältnis
von mehr als 5 % zu fördern. Die Verwendung von Mehrphasenpumpen hat jedoch den Nachteil,
dass die damit erzeugbare Förderhöhe auf maximal 1000 m begrenzt ist.
[0004] Für Anwendungen, wo wenig Platz zur Verfügung steht und gegebenenfalls eine grössere
Förderhöhe benötigt wird, wurden zudem spezielle Pumpvorrichtungen für Mehrphasengemische
entwickelt, die einlassseitig mindestens eine axiale Kompressionsstufe enthalten,
um das volumetrische Gas/Flüssigkeitsverhältnis der zu fördernden Mehrphasengemische
soweit zu verringern, dass anschliessend herkömmliche Förderstufen mit radialen Laufrädern
eingesetzt werden können. Normalerweise ist für die axiale Kompressionsstufe und die
radialen Förderstufen eine gemeinsame Welle vorgesehen. In Dokument
US 5 961 282 ist eine Pumpvorrichtung für Mehrphasengemische offenbart, die mindestens eine axiale
Pumpstufe und mindestens eine radiale Pumpstufe umfasst, die anschliessend an die
axiale Pumpstufe angeordnet ist. Laut Dokument
US 5 961 282 ist die offenbarte Pumpvorrichtung in der Lage, Mehrphasengemische mit einem beliebigen
volumetrischen Gas/Flüssigkeitsverhältnis zu fördern, wobei in einem Beispiel ein
volumetrisches Gas/Flüssigkeitsverhältnis von mindestens 40 % erwähnt ist. Gemäss
Untersuchungen der Anmelderin ist die in
US 5 961 282 offenbarte Pumpvorrichtung für Mehrphasengemische insbesondere bei höheren Gas/Flüssigkeitsverhältnissen
von beispielsweise 40 % und höher wirtschaftlich und von der Zuverlässigkeit her gesehen
nicht optimal, da bei höheren Gas/Flüssigkeitsverhältnissen eine grössere Anzahl axialer
Pumpstufen benötigt werden, welche die Pumpvorrichtung verteuern, und/oder höhere
Drehzahlen von 5000 Umdrehungen/Minute und mehr notwendig sind, was den Aufwand für
Lagerung und Schmierung erhöht und sich negativ auf die Zuverlässigkeit auswirkt.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Fördersystem und ein Verfahren zur Förderung von
Mehrphasengemischen zur Verfügung zu stellen, sowie eine Förderanlage für Mehrphasengemische
umfassend ein derartiges Fördersystem, welche für ein volumetrisches Gas/Flüssigkeitsverhältnis
von grösser als 20 % oder grösser als 40% oder grösser als 60 % geeignet sind, und
welche einen vergleichsweise kompakten und Platz sparenden Aufbau, und je nach Anzahl
der Förderstufen Förderhöhen von 50 m bis 2000 m und grösser ermöglichen.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch das in Anspruch 1 definierte Pumpsystem,
und das in Anspruch 6 definierte Verfahren gelöst, sowie durch die in Anspruch 10
definierte Förderanlage.
[0007] Das erfindungsgemässe Pumpsystem zur Förderung von Mehrphasengemischen umfasst eine
Pumpvorrichtung für Mehrphasengemische mit mindestens einer flüssigen Phase und mindestens
einer gasförmigen Phase. Die Pumpvorrichtung enthält eine oder mehrere axiale Kompressionsstufen
mit jeweils einem axialen oder halbaxialen Laufrad und eine oder mehrere Förderstufen
mit jeweils einem radialen Laufrad, die anschliessend an die axiale Kompressionsstufe
oder -stufen angeordnet sind, wobei das Pumpsystem einlassseitig der Pumpvorrichtung
zusätzlich einen Separator umfasst, um die gasförmige Phase oder einen Teil derselben
abzutrennen, und wobei die Pumpvorrichtung für Förderhöhen grösser als 50 m ausgebildet
ist. In einer typischen Anwendung ist die Pumpvorrichtung ausgelegt, um ein Mehrphasengemisch
mit einem volumetrischen Gas/Flüssigkeitsverhältnis von bis zu 20 % oder bis zu 30
% zu fördern. In einer vorteilhaften Ausführungsvariante ist in einer oder mehreren
oder sämtlichen der axialen Kompressionsstufen das Laufrad mit helico-axial ausgebildeten
Schaufeln versehen. In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsvariante enthält die
Pumpvorrichtung für Mehrphasengemisch eine bis sechs, insbesondere zwei bis vier axiale
Kompressionsstufen.
[0008] Erfindungsgemäss ist ausgangsseitig der Pumpvorrichtung für Mehrphasengemische eine
Rückführleitung vorgesehen, um Mehrphasengemisch in den Separator zurückzuführen.
[0009] In einer vorteilhaften Ausführungsform weist die Pumpvorrichtung für Mehrphasengemisch
einen Nennförderstrom Q
max auf und der Separator ein Volumen von höchstens V = 60s · Q
max oder höchstens V = 20s · Q
max.
[0010] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform umfasst das Pumpsystem eine Steuereinheit,
um die Drehzahl der Pumpvorrichtung für Mehrphasengemische zu steuern, wobei am Separator
mindestens ein Füllstandssensor vorgesehen ist, der mit der Steuereinheit verbunden
ist, um den Füllstand der flüssigen Phase oder Phasen im Separator durch Variieren
der Drehzahl der Pumpvorrichtung zu regeln.
[0011] In dem erfindungsgemässen Verfahren zur Förderung von Mehrphasengemischen mit mindestens
einer flüssigen Phase und mindestens einer gasförmigen Phase wird ein Mehrphasengemisch
mittels einer Pumpvorrichtung gefördert, die eine oder mehrere axiale Kompressionsstufen
mit jeweils einem axialen oder halbaxialen Laufrad enthält und eine oder mehrere Förderstufen
mit jeweils einem radialen Laufrad, die anschliessend an die axialen Kompressionsstufe
oder -stufen angeordnet sind. Zusätzlich wird in dem Verfahren in einem Separator
einlassseitig der Pumpvorrichtung ein Teil der gasförmigen Phase von der flüssigen
Phase abgetrennt, und die flüssige Phase beziehungsweise das restliche Mehrphasengemisch
mittels der Pumpvorrichtung auf eine Förderhöhe von mehr als 50 m oder mehr als 100
m oder mehr als 200 m gefördert.
[0012] Erfindungsgemäss wird über eine Rückführleitung Mehrphasengemisch in den Separator
zurückgeführt, wenn der Füllstand im Separator einen minimalen Wert unterschreitet.
[0013] In einer vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens wird der Füllstand der flüssigen
Phase oder Phasen im Separator mittels eines oder mehreren Füllstandsensoren erfasst
und bei Bedarf durch Variieren der Drehzahl der Pumpvorrichtung automatisch gesteuert
oder geregelt.
[0014] In einer vorteilhaften Ausführungsvariante wird die Zufuhr von Mehrphasengemisch
zum Separator unterbrochen, wenn der Füllstand im Separator einen maximal zulässigen
Wert überschritten hat, und/oder der Gasaustritt aus dem Separator über eine Gasaustrittsleitung
durch Schliessen derselben unterbrochen, wenn der Füllstand im Separator den Einlass
der Gasaustrittsleitung erreicht hat. In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsvariante
wird der Förderstrom in einer an die Pumpvorrichtung angeschlossen auslassseitigen
Förderleitung unterbrochen, beispielsweise mittels eines Rückflussventils oder Absperrmittels,
wenn der auslassseitige Förderdruck und/oder Förderstrom unter einen minimalen Wert
fällt.
[0015] Zusätzlich umfasst die Erfindung eine Förderanlage umfassend ein Pumpsystem nach
einer oder mehreren der oben beschriebenen Ausführungsformen und Ausführungsvarianten
und/oder ausgestattet zur Ausführung eines Verfahrens nach oben stehender Beschreibung.
[0016] Das erfindungsgemässe Pumpsystem und das erfindungsgemässe Verfahren haben den Vorteil,
dass das Volumen des Separators klein gehalten werden kann, da dank der Kombination
eines Separators mit einer nachfolgenden Pumpvorrichtung für Mehrphasengemische mit
hohem Gasanteil an die Phasentrennung im Separator keine besonderen Anforderungen
gestellt werden müssen. Die Pumpvorrichtung fördert den flüssigen Anteil des Mehrphasengemisches
aus dem Separator auch dann noch zufriedenstellend, wenn nur ein Teil der gasförmigen
Phase oder Phasen abgetrennt werden und der flüssige Anteil noch grössere Mengen Gas
enthält. Das Separatorvolumen kann deshalb wesentlich kleiner gewählt werden, als
dies in vergleichbaren Fördersystemen mit Radialpumpen möglich ist. Darüber hinaus
kann im erfindungsgemässen Pumpsystem und Verfahren auf Einbauten für die Gastrennung
im Separator weitgehend oder ganz verzichtet werden, sodass das Gewicht des Separators
gesenkt werden kann. Die in den Ausführungsformen und -varianten beschriebenen Steuer-
und Regelverfahren ermöglichen darüber hinaus einen störungsfreien Betrieb, da damit
der Füllstand im Separator auch bei kleinem Volumen desselben auf einem sicheren Wert
gehalten wird und unerwünschte Betriebszustände wie mangelnde Füllung oder Überfüllung
des Separators vermieden werden oder wenigstens keine schädlichen Auswirkungen auf
das Pumpsystem haben.
[0017] Von Vorteil ist auch, dass trotz des vergleichsweise geringen Platzbedarfs sowohl
der Gasanteil der zu fördernden Mehrphasengemische als auch die erzielbare Förderhöhe
vergleichsweise hoch sein können. So kann beispielsweise das volumetrische Gas/Flüssigkeitsverhältnis
40 % oder 60 % oder mehr betragen, bezogen auf die thermodynamischen Bedingungen am
Einlass des Pumpsystems, während die Förderhöhe je nach Anzahl und Ausgestaltung der
radialen Förderstufen zwischen 50 m und 2000 m und mehr betragen kann.
[0018] Die obige Beschreibung von Ausführungsformen dient lediglich als Beispiel. Weitere
vorteilhafte Ausführungsformen gehen aus den abhängigen Ansprüchen hervor.
[0019] Im Folgenden wird die Erfindung an Hand der Ausführungsbeispiele und an Hand der
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel eines Pumpsystems gemäss vorliegender Erfindung,
- Fig. 2
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines Pumpsystems gemäss vorliegender Erfindung, und
- Fig. 3
- ein Ausführungsbeispiel einer Pumpvorrichtung zur Verwendung in einem Pumpsystem gemäss
vorliegender Erfindung.
[0020] Das in Fig. 1 gezeigte Pumpsystem 1 zur Förderung von Mehrphasengemischen gemäss
vorliegender Erfindung umfasst eine Pumpvorrichtung 3 für Mehrphasengemische mit mindestens
einer flüssigen Phase und mindestens einer gasförmigen Phase. Die Pumpvorrichtung
3 enthält eine oder mehrere axiale Kompressionsstufen mit jeweils einem axialen oder
halbaxialen Laufrad und eine oder mehrere Förderstufen mit jeweils einem radialen
Laufrad, die anschliessend an die axiale Kompressionsstufe oder -stufen angeordnet
sind, wobei das Pumpsystem 1 einlassseitig der Pumpvorrichtung zusätzlich einen Separator
2 umfasst um die gasförmige Phase oder einen Teil derselben abzutrennen, und wobei
die Pumpvorrichtung für Förderhöhen grösser als 50 m ausgebildet ist. Vorteilhafterweise
ist die Pumpvorrichtung 3 ausgelegt, um ein Mehrphasengemisch mit einem volumetrischen
Gas/Flüssigkeitsverhältnis von bis zu 20 % oder bis zu 30 % zu fördern.
[0021] In einer vorteilhaften Ausführungsvariante ist in einer oder mehreren oder sämtlichen
der axialen Kompressionsstufe das Laufrad mit helico-axial ausgebildeten Schaufeln
versehen. In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsvariante enthält die Pumpvorrichtung
3 für Mehrphasengemisch eine bis sechs, insbesondere zwei bis vier axiale Kompressionsstufen.
Mit der angegebenen Anzahl axialer Kompressionsstufen lassen sich wirtschaftlich besonders
vorteilhafte Pumpsysteme für Mehrphasengemische herstellen. Ein Ausführungsbeispiel
einer Pumpvorrichtung zur Verwendung in einem Pumpsystem gemäss vorliegender Erfindung
wird im Rahmen der Beschreibung von Fig. 3 näher erläutert.
[0022] Zusätzlich kann das Pumpsystem 1 fallweise eines oder mehrere der nachfolgend beschriebenen
zusätzlichen Bauteile umfassen. Beispielsweise kann das Pumpsystem eine einlassseitige
Förderleitung 4 enthalten, die zweckmässigerweise mit dem Separator 2 verbunden ist,
um das zu fördernde Mehrphasengemisch dem Separator zu zuführen, oder eine Gasaustrittsleitung
5, die zweckmässigerweise mit dem Separator 2 verbunden ist, um den im Separator abgetrennten
Teil der gasförmigen Phase oder Phasen wegzuführen. Falls die gasförmige Phase oder
Phasen unter Überdruck stehen und/oder leichter als Luft sind, können diese ohne zusätzliche
Fördermittel durch die Gasaustrittsleitung 5 entweichen. Weiter kann das Pumpsystem
1 eine auslassseitige Förderleitung 6 enthalten, die zweckmässigerweise mit einem
Auslass der Pumpvorrichtung 3 verbunden ist, um von der Pumpvorrichtung geförderte
Flüssigphasen und/oder Mehrphasengemische weiterzuleiten. Vorteilhafterweise wird
in der auslassseitigen Förderleitung 6 ein Rückflussventil oder Absperrmittel 8 vorgesehen,
um den Förderstrom zu unterbrechen, wenn der auslassseitige Förderdruck und/oder Förderstrom
unter einen minimalen Wert fällt. Zur Erfassung des auslassseitigen Förderstromes
kann zum Beispiel ein Durchflussaufnehmer 9 in der auslassseitigen Förderleitung 6
vorgesehen sein.
[0023] In einer vorteilhaften Ausführungsform weist die Pumpvorrichtung 3 für Mehrphasengemische
einen maximalen Förderstrom Q
max auf und der Separator 2 ein Volumen von höchstens V = 60s · Q
max oder höchstens V = 20s · Q
max.
[0024] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform umfasst das Pumpsystem 1 einen Antrieb
13 zum Antreiben der Pumpvorrichtung 3 für Mehrphasengemische und eine Steuereinheit
10, die mit dem Antrieb 13 verbunden ist, um die Drehzahl der Pumpvorrichtung zu steuern.
Vorteilhafterweise ist am Separator 2 mindestens ein Füllstandssensor 11 vorgesehen,
der mit der Steuereinheit 10 verbunden ist, um den Füllstand der flüssigen Phase oder
Phasen im Separator durch Variieren der Drehzahl der Pumpvorrichtung 3 automatisch
zu regeln.
[0025] In dem Pumpensystem zur Förderung von Mehrphasengemischen gemäss vorliegender Erfindung
ist ausgangsseitig der Pumpvorrichtung 3 für Mehrphasengemische eine Rückführleitung
7 und optional ein Absperrventil 12 zum Absperren der Rückführleitung vorgesehen,
um Mehrphasengemisch in den Separator 2 zurückzuführen, insbesondere wenn der Füllstand
im Separator einen minimalen Wert unterschreitet.
[0026] Das Pumpsystem kann zusätzlich ein Absperrventil oder Absperrmittel 14 umfassen,
das beispielsweise mit der Steuereinheit 10 verbunden sein kann, um die Zufuhr von
Mehrphasengemisch zum Separator 2 über die einlassseitige Förderleitung 4 zu unterbrechen.
Die Unterbrechung der Zufuhr von Mehrphasengemisch zum Separator ist vor allem dann
vorteilhaft, wenn der Füllstand im Separator einen maximal zulässigen Wert überschritten
hat.
[0027] Fig. 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines Pumpsystems zur Förderung von
Mehrphasengemischen gemäss vorliegender Erfindung. Das gezeigte Pumpsystem 1 umfasst
eine Pumpvorrichtung 3 für Mehrphasengemische mit mindestens einer flüssigen Phase
und mindestens einer gasförmigen Phase. Die Pumpvorrichtung 3 enthält eine oder mehrere
axiale Kompressionsstufen mit jeweils einem axialen oder halbaxialen Laufrad und eine
oder mehrere Förderstufen mit jeweils einem radialen Laufrad, die anschliessend an
die axiale Kompressionsstufe oder -stufen angeordnet sind, wobei das Pumpsystem 1
einlassseitig der Pumpvorrichtung zusätzlich einen Separator 2 umfasst um die gasförmige
Phase oder einen Teil derselben abzutrennen, und wobei die Pumpvorrichtung für Förderhöhen
grösser als 50 m ausgebildet ist.
[0028] Das zweite Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem ersten lediglich darin,
dass im zweiten Ausführungsbeispiel eine in Fig. 2 eingezeichnete Rückführleitung
7 in eine einlassseitige Förderleitung 4 des Pumpsystems 1 mündet, während in dem
in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel die Rückführleitung in den Separator 2 mündet.
In beiden Fällen dient die Rückführleitung 7 dazu, durch die Pumpvorrichtung 3 geförderte
Flüssigphasen und Mehrphasengemische in den Separator 2 zurückzuführen und ein zu
starkes Absinken des Füllstandes im Separator zu vermeiden. Darüber hinaus wird bei
der in Fig. 2 gezeigten Rückführvariante das zurückgeführte Mehrphasengemisch im Separator
demselben Trennvorgang unterworfen, wie das frisch zugeführte Mehrphasengemisch. Weiter
findet sich in Fig. 2 ein Absperrventil 15 zum Absperren einer Gasaustrittsleitung
5 des Separators, das jedoch lediglich eine Ausführungsvariante darstellt, die im
Folgenden separat beschrieben wird, da sie unabhängig vom Ausführungsbeispiel verwendet
werden kann. Das im Rahmen von Fig. 1 beschriebene Absperrventil 14 ist dagegen in
Fig. 2 nicht nochmals eingezeichnet, obwohl es ebenfalls eine Ausführungsvariante
darstellt, die unabhängig vom Ausführungsbeispiel verwendet werden kann. Die übrigen
Merkmale, Eigenschaften und Ausführungsformen und -varianten des zweiten Ausführungsbeispiels
sind identisch mit denjenigen des ersten Ausführungsbeispiels, weshalb im Folgenden
auf eine Wiederholung der Beschreibung verzichtet wird.
[0029] Das Pumpsystem kann, wie erwähnt und in Fig. 2 gezeigt, ein Absperrventil oder Absperrmittel
15 umfassen, das beispielsweise mit der Steuereinheit 10 verbunden sein kann, um eine
mit dem Separator 2 verbundene Gasaustrittsleitung 5 abzusperren. Das Absperren der
Gasaustrittsleitung 5 ist vor allem dann vorteilhaft, wenn der Füllstand im Separator
einen maximal zulässigen Wert überschritten hat, beispielsweise wenn der Füllstand
die Gasaustrittsleitung erreicht.
[0030] Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Pumpvorrichtung 30 zur Förderung von Mehrphasengemischen
zur Verwendung in einem Pumpsystem gemäss vorliegender Erfindung. Die Pumpvorrichtung
30 umfasst im Ausführungsbeispiel eine erste Stufengruppe mit einer oder mehreren,
beispielsweise zwei axialen Kompressionsstufen 41.1, 41.2 mit jeweils einem axialen
oder halbaxialen Laufrad, um das volumetrische Gas/Flüssigkeitsverhältnis der Mehrphasengemische
zu verringern und die Phasenverteilung derselben zu homogenisieren, sowie zusätzlich
eine zweite Stufengruppe mit mindestens einer Förderstufe 21.1 mit einem radialen
Laufrad 25.1, die auslassseitig der ersten Stufengruppe angeordnet ist. Die eine oder
mehreren axialen Kompressionsstufen 41.1, 41.2 können z.B. entsprechend den in Dokument
GB-A-1 561 454 oder Dokument
EP 0 486 877 A1 beschriebenen Pump- oder Kompressionsstufen ausgebildet sein. Zudem kann die erste
Stufengruppe zum Beispiel einlassseitig eine oder mehrere axiale Kompressionsstufen
mit einem axialen Laufrad umfassen und auslassseitig eine oder mehrere axiale Kompressionsstufen
mit einem halbaxialen Laufrad. Weiter kann die zweite Stufengruppe der Pumpvorrichtung
30 zur Förderung von Mehrphasengemischen zur Erzielung grösserer Förderhöhen, wie
in Fig. 3 gezeigt, mit beispielsweise zwei, drei, vier oder mehr Förderstufen ausgestattet
sein.
[0031] Mit Vorteil werden die axialen Kompressionsstufen 41.1, 41.2 der ersten Stufengruppe
und die radialen Förderstufen 21.1 der zweiten Stufengruppe jeweils in Reihe angeordnet.
Es ist jedoch beispielsweise auch möglich, die radialen Förderstufen der zweiten Stufengruppe
in zwei gegenläufige Untergruppen aufzuteilen, wodurch der Axialschubausgleich vereinfacht
wird.
[0032] In einer vorteilhaften Ausführungsform umfassen die eine oder mehreren axialen Kompressionsstufen
41.1, 41.2 der ersten Stufengruppe jeweils ein Laufrad 45.1, 45.2, welches helico-axial
und/oder helico-axial geschlossen und/oder halbaxial ausgeführt ist, und an welchem
eine oder mehrere Schaufeln, insbesondere mindestens zwei Schaufeln, ausgebildet sind.
Vorteilhafterweise werden die Schaufeln z.B. auf einer Nabe befestigt, die auf einer
Welle 32 der Pumpvorrichtung 30 zur Förderung von Mehrphasengemischen aufgezogen sein
kann. Das Verhältnis zwischen Innen- und Aussendurchmesser der einen oder mehreren
Schaufeln liegt einlassseitig typisch zwischen 0.3 und 0.95 und mit Vorteil zwischen
0.6 und 0.9. Die eine oder mehreren Schaufeln können beispielsweise einen Eintrittswinkel
zwischen 2° und 50° und vorzugsweise zwischen 4° und 25° aufweisen sowie einen Austrittswinkel,
der zwischen dem Eintrittswinkel und 60° liegt und vorzugsweise zwischen dem Eintrittswinkel
und 25°. Weiter können die Schaufeln ein Profil aufweisen, das durch den Schnitt derselben
mit der Oberfläche eines zum Laufrad koaxialen Zylinders gebildet wird, in welchem
der Neigungswinkel des Profils zur axialen Richtung von der Eintrittskante der Schaufel
bis zur Austrittskante kontinuierlich abnimmt, beispielsweise indem das Profil in
der unmittelbaren Umgebung der Eintrittskante im Wesentlichen keine Krümmung aufweist
und indem sich die Steilheit einer Kurve der Schaufelprofilkrümmung als Funktion des
axialen Abstandes von der Eintrittskante mit zunehmendem Abstand von der Eintrittskante
ständig vergrössert.
[0033] In einer vorteilhaften Ausführungsvariante umfasst die erste Stufengruppe ein erstes
Gehäuse 43, 43' und die zweite Stufengruppe ein zweites Gehäuse 23, 23', wobei die
beiden Gehäuse 43, 43', 23, 23' miteinander verbunden sind, und wobei die beiden Gehäuse
aus mehreren Gehäuseteilen 43, 43', 23, 23' aufgebaut sein können. In einer weiteren
vorteilhaften Ausführungsvariante umfasst die erste und zweite Stufengruppe eine gemeinsame
Haltevorrichtung und/oder ein gemeinsames Gehäuse 33, in welchem die erste und zweite
Stufengruppe angeordnet sind, und welches beispielsweise ein Gehäuseteil enthalten
kann, das sich wenigstens über einen Teil der ersten sowie einen Teil der zweiten
Stufengruppe erstreckt.
[0034] Mit Vorteil umfassen die eine oder mehreren axialen Kompressionsstufen 41.1, 41.2
der ersten Stufengruppe und die mindestens eine Förderstufe 21.1 der zweiten Stufengruppe
jeweils ein Laufrad 45.1,45.2, 25.1-25.4 und eine Leitvorrichtung 44.1, 44.2. 26.1,
wobei die Leitvorrichtung 44.2 der letzten axialen Kompressionsstufe 41.2 der ersten
Stufengruppe fluidleitend mit dem Laufrad 25.1 der ersten Förderstufe 21.1 der zweiten
Stufengruppe verbunden ist, beispielsweise über einen oder mehrere Verbindungskanäle
oder so genannte Rückführkanäle 36, die in dem oder den Gehäusen 33, 43, 43', 23,
23' vorgesehen sind. In einer vorteilhaften Ausführungsvariante können in dem oder
den Verbindungs- oder Rückführkanälen 36 Leitelemente 34 vorgesehen sein.
[0035] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform umfassen eine oder mehrere der axialen
Kompressionsstufen 41.1, 41.2 der ersten Stufengruppe, jeweils einen Diffusor 44.1,
44.2, insbesondere einen Diffusor mit mehreren Leitelementen, der fest mit dem ersten
Gehäuse 43, 43' und/oder gemeinsamen Gehäuse 33 verbunden ist. Die Leitelemente können
als Schaufeln ausgebildet sein, wobei der Diffusor beispielsweise zwischen 6 und 50
Schaufeln, vorzugsweise zwischen 12 und 30 Schaufeln aufweisen kann. Am Einlass des
Diffusors 44.1, 44.2 können die Schaufeln z.B. im Wesentlichen tangential zur Strömung
ausgerichtet sein und am Auslass im Wesentlichen in axialer Richtung. Falls das zugehörige
Laufrad, wie in Fig. 3 gezeigt, eine Nabe mit in Förderrichtung zunehmenden Durchmesser
aufweist, wird der Diffusor im Zentrum vorteilhafterweise mit einer Nabe oder Hülle
versehen, die in Förderrichtung einen abnehmenden Durchmesser aufweist sowie bei Bedarf
eine Schnittlinie in einem axialen Längsschnitt, die einlass- und/oder auslassseitig
achsparallel verläuft.
[0036] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weisen die eine oder mehreren axialen
Kompressionsstufen 41.1, 41.2 der ersten Stufengruppe und die mindestens eine Förderstufe
21.1 der zweiten Stufengruppe eine gemeinsame Rotationsachse auf, beispielsweise indem
das oder die Laufräder 45.1, 45.2 der einen oder mehreren axialen Kompressionsstufen
und das radiale Laufrad 25.1 der mindestens einen Förderstufe auf einer gemeinsamen
Welle 32, 42 angeordnet sind. Die gemeinsame Welle kann im Bereich 42 der ersten Stufengruppe
einen geänderten, vorzugsweise vergrösserten Durchmesser aufweisen oder eine entsprechende
Nabe mit vergrössertem Durchmesser. Vorteilhafterweise ist die erste und zweite Stufengruppe
der Pumpvorrichtung 30 zur Förderung von Mehrphasengemischen mit einem gemeinsamen
Antrieb, der in Fig. 3 nicht gezeigt ist, versehen.
[0037] In der mindestens einen Förderstufe 21.1 der zweiten Stufengruppe umfasst das Laufrad
25.1 vorteilhafterweise eine oder mehrere Schaufeln zur Beschleunigung der zu fördernden
Mehrphasengemische in zumindest teilweise radialer Richtung. Das Laufrad kann offen,
halboffen oder geschlossen ausgeführt sein. Zweckmässigerweise umfasst die Förderstufe
21.1 ein Gehäuse 33, 23, das z.B. aus mehreren Gehäuseteilen 23, 23' aufgebaut sein
kann. Vorteilhafterweise ist im Gehäuse eine Leitvorrichtung 26.1 ausgebildet, die
aussen an das Laufrad 25.1 anschliesst und z.B. über einen Ringraum mit dem Laufrad
der nächsten Förderstufe oder dem Auslass der Pumpvorrichtung 30 zur Förderung von
Mehrphasengemischen verbunden sein kann.
[0038] Vorteilhafterweise ist die Pumpvorrichtung 30 zur Förderung von Mehrphasengemischen
für ein volumetrisches Gas/Flüssigkeitsverhältnis von bis zu 15 % oder bis zu 20%
oder bis zu 30%, ausgebildet, bezogen auf die thermodynamischen Bedingungen am Einlass
der ersten axialen Kompressionsstufe der ersten Stufengruppe.
[0039] Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Verfahrens zur Förderung von Mehrphasengemischen
mit mindestens einer flüssigen Phase und mindestens einer gasförmigen Phase wird im
Folgenden an Hand der Figuren 1 und 2 beschrieben. In dem Verfahren wird ein Mehrphasengemisch
mittels einer Pumpvorrichtung 3 gefördert, die eine oder mehrere axiale Kompressionsstufen
mit jeweils einem axialen oder halbaxialen Laufrad enthält und eine oder mehrere Förderstufen
mit jeweils einem radialen Laufrad, die anschliessend an die axialen Kompressionsstufe
oder -stufen angeordnet sind. Zusätzlich wird in dem Verfahren in einem Separator
2 einlassseitig der Pumpvorrichtung 3 die gasförmige Phase oder ein Teil derselben
abgetrennt, und die flüssige Phase oder das restliche Mehrphasengemisch mittels der
Pumpvorrichtung auf eine Förderhöhe von mehr als 50 m oder mehr als 100 m oder mehr
als 200 m gefördert.
[0040] Eine der Schwierigkeiten bei der Förderung von Mehrphasengemischen ist die unregelmässige
Zufuhr und Zusammensetzung des zu fördernden Mehrphasengemisches, die bei einem kleinen
Volumen des Separators besonders störend in Erscheinung tritt. In einer vorteilhaften
Ausführungsform des Verfahrens wird deshalb der Füllstand der flüssigen Phase oder
Phasen im Separator 2 mittels eines oder mehreren Füllstandsensoren 11 erfasst und
bei Bedarf durch Variieren der Drehzahl der Pumpvorrichtung 3 automatisch gesteuert
oder geregelt.
[0041] In einer vorteilhaften Ausführungsvariante wird die Zufuhr von Mehrphasengemisch
zum Separator 2 unterbrochen, beispielsweise mittels eines Absperrventils 14, wenn
der Füllstand im Separator einen maximal zulässigen Wert überschritten hat, und/oder
der Gasaustritt aus dem Separator 2 über eine Gasaustrittsleitung 5 durch Schliessen
derselben unterbrochen, beispielsweise mittels eines Absperrventils 15, wenn der Füllstand
im Separator einen maximal zulässigen Wert überschritten hat, zum Beispiel wenn der
Füllstand den Einlass der Gasaustrittsleitung 5 erreicht hat. In einer weiteren vorteilhaften
Ausführungsvariante wird der Förderstrom in einer an die Pumpvorrichtung 3 angeschlossen
auslassseitigen Förderleitung 6 unterbrochen, beispielsweise mittels eines Rückflussventils
oder Absperrmittels 8, wenn der auslassseitige Förderdruck und/oder Förderstrom unter
einen minimalen Wert fällt. Gemäss der Erfindung wird über eine Rückführleitung 7
Mehrphasengemisch in den Separator 2 zurückgeführt, wenn der Füllstand einen minimalen
Wert unterschreitet. Die erwähnten Ausführungsvarianten des Verfahrens sind besonders
dann vorteilhaft, wenn der Füllstand im Separator 2 trotz Variieren der Drehzahl der
Pumpvorrichtung 3 nicht im gewünschten Bereich gehalten werden kann.
[0042] Zusätzlich umfasst die Erfindung eine Förderanlage umfassend ein Pumpsystem zur Förderung
von Mehrphasengemischen nach einer oder mehreren der oben beschriebenen Ausführungsformen
und Ausführungsvarianten und/oder ausgestattet zur Ausführung eines Verfahrens nach
oben stehender Beschreibung.
[0043] Das oben stehend beschriebene Pumpsystem und das oben stehend beschriebene Verfahren
zur Förderung von Mehrphasengemischen sind für volumetrische Gas/Flüssigkeitsverhältnisse
von grösser als 40 % oder grösser als 60% geeignet, erlauben einen vergleichsweise
kompakten und Platz sparenden Aufbau und einen sicheren Betrieb trotz stark schwankender
Zufuhr des zu fördernden Mehrphasengemisches und ermöglichen je nach Anzahl der Förderstufen
Förderhöhen von 50 m bis 2000 m und grösser.
1. Pumpsystem zur Förderung von Mehrphasengemischen umfassend eine Pumpvorrichtung (3,
30) für Mehrphasengemische mit mindestens einer flüssigen Phase und mindestens einer
gasförmigen Phase, wobei die Pumpvorrichtung (3, 30) eine oder mehrere axiale Kompressionsstufen
(41.1, 41.2) mit jeweils einem axialen oder halbaxialen Laufrad (45.1, 45.2) enthält
und eine oder mehrere Förderstufen (21.1) mit jeweils einem radialen Laufrad (25.1
- 25.6), die anschliessend an die axiale Kompressionsstufe oder -stufen angeordnet
sind, wobei die Pumpvorrichtung (3, 30) für Förderhöhen grösser als 50 m ausgebildet
ist
dadurch gekennzeichnet, dass
das Pumpsystem (1) einlassseitig der Pumpvorrichtung (3, 30) zusätzlich einen Separator
(2) umfasst, um die gasförmige Phase oder einen Teil derselben abzutrennen, und
dass ausgangsseitig der Pumpvorrichtung (3, 30) für Mehrphasengemische eine Rückführleitung
(7) vorgesehen ist, um Mehrphasengemisch in den Separator (2) zurückzuführen.
2. Pumpsystem nach Anspruch 1, wobei die Pumpvorrichtung (3, 30) für Mehrphasengemisch
eine bis sechs und insbesondere zwei bis vier axiale Kompressionsstufen (41.1, 41.2)
enthält.
3. Pumpsystem nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei in einer oder mehreren oder sämtlichen
der axialen Kompressionsstufen (41.1, 41.2) das Laufrad (45.1, 45.2) mit helico-axial
ausgebildeten Schaufeln versehen ist.
4. Pumpsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Pumpvorrichtung (3, 30)
für Mehrphasengemisch einen maximalen Förderstrom Qmax aufweist und der Separator (2) ein Volumen von höchstens V = 60s · Qmax.
5. Pumpsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Pumpsystem (1) eine Steuereinheit
(10) umfasst, um die Drehzahl der Pumpvorrichtung (3, 30) für Mehrphasengemische zu
steuern, und wobei am Separator (2) mindestens ein Füllstandssensor (11) vorgesehen
ist, der mit der Steuereinheit (10) verbunden ist, um den Füllstand der flüssigen
Phase oder Phasen im Separator (2) durch Variieren der Drehzahl der Pumpvorrichtung
(3, 30) zu regeln.
6. Verfahren zur Förderung von Mehrphasengemischen mit mindestens einer flüssigen Phase
und mindestens einer gasförmigen Phase, in welchem ein Mehrphasengemisch mittels einer
Pumpvorrichtung (3, 30) gefördert wird, die eine oder mehrere axiale Kompressionsstufen
(41.1, 41.2) mit jeweils einem axialen oder halbaxialen Laufrad (45.1, 45.2) enthält
und eine oder mehrere Förderstufen (21.1) mit jeweils einem radialen Laufrad (25.1
- 25.4), die anschliessend an die axiale Kompressionsstufe oder -stufen angeordnet
sind, wobei die flüssige Phase oder das restliche Mehrphasengemisch mittels der Pumpvorrichtung
(3, 30) auf eine Förderhöhe von mehr als 50 m gefördert wird,
dadurch gekennzeichnet, dass einlassseitig der Pumpvorrichtung (3, 30) die gasförmige Phase oder ein Teil derselben
in einem Separator (2) abgetrennt wird, und
dass über eine Rückführleitung (7) Mehrphasengemisch in den Separator (2) zurückgeführt
wird, wenn der Füllstand im Separator einen minimalen Wert unterschritten hat.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei der Füllstand der flüssigen Phase oder Phasen im
Separator (2) mittels eines oder mehreren Füllstandsensoren (11) erfasst und durch
Variieren der Drehzahl der Pumpvorrichtung (3, 30) automatisch gesteuert oder geregelt
wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7, wobei die Zufuhr von Mehrphasengemisch
zum Separator (2) unterbrochen wird, wenn der Füllstand im Separator einen maximal
zulässigen Wert überschritten hat und/oder wobei der Gasaustritt aus dem Separator
(2) über eine Gasaustrittsleitung (5) durch Schliessen derselben unterbrochen wird,
wenn der Füllstand im Separator einen maximal zulässigen Wert erreicht hat, und insbesondere
wenn der Füllstand den Einlass der Gasaustrittsleitung (5) erreicht hat.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei der Förderstrom in einer an die
Pumpvorrichtung (3, 30) angeschlossen auslassseitigen Förderleitung (6) unterbrochen
wird, beispielsweise mittels eines Rückflussventils (8), wenn der auslassseitige Förderdruck
und/oder Förderstrom unter einen minimalen Wert fällt.
10. Förderanlage umfassend ein Pumpsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5.
1. A pump system for the pumping of multiphase mixtures comprising a pumping apparatus
(3, 30) for multiphase mixtures with at least one liquid phase and at least one gaseous
phase, wherein the pumping apparatus (3, 30) comprises one or more axial compression
stages (41.4, 41.2) with each stage comprising an axial or semi-axial impeller (45.1,
45.2), and one or more pumping stages (21.1) with one radial impeller (25.1 - 25.6),
wherein the pumping stage or stages are arranged to adjoin the axial compression stage
or stages, the pumping apparatus (3, 30) is made for delivery height larger than 50
m, characterised in that the pump system (1) additionally includes a separator (2) at the inlet side of the
pumping apparatus (3, 30) to separate the gaseous phase or a portion thereof; and
in that a return line (7) is provided at the output side of the pumping apparatus (3, 30)
to return a multiphase mixture into the separator (2).
2. A pump system in accordance with claim 1, wherein the pumping apparatus (3, 30) for
multiphase mixtures comprises one to six axial compression stages (41.1, 41.2) and
in particular two to four axial compression stages.
3. A pump system in accordance with claim 1 or claim 2, wherein the impeller (45.1, 45.2)
is provided with vanes made in helico-axial form in one or more, or all, of the axial
compression stages (41.1, 41.2).
4. A pump system in accordance with any one of the preceding claims, wherein the pumping
apparatus (3, 30) for multiphase mixture has a maximum flow rate Qmax and the separator (2) has a volume of maximal V = 60s · Qmax.
5. A pump system in accordance with any one of the preceding claims, wherein the pumping
system (1) includes a control unit (10) to control the speed of the pumping apparatus
(3, 30) for multiphase mixtures, and wherein at least one filling sensor (11) provided
at the separator (2) is connected to the control unit (10) to regulate the filling
level of the liquid phase or phases in the separator (2) by varying the speed of the
pumping apparatus (3, 30).
6. A method for the pumping of multiphase mixtures with at least one liquid phase and
at least one gaseous phase, the method including pumping a multiphase mixture by means
of a pumping apparatus (3, 30) which comprises one or more axial compression stages
(41.1, 41.2) with each stage comprising anaxial or semi-axial impeller (45.1, 45.2),
and one or more pumping stages (21.1) with one radial impeller (25.1 - 25.6), wherein
the pumping stage or stages are arranged to adjoin the axial compression stage or
stages, and pumping the liquid phase or the residual multiphase mixture to a delivery
height of more than 50 m by means of the pumping apparatus (3, 30), characterised in that the gaseous phase or a portion thereof is separated in a separator (2) at the inlet
side of the pumping apparatus (3, 30); and in that the multiphase mixture is led back into the separator (2) via a return line (7) when
the filling level in the separator has fallen below a minimum value.
7. A method in accordance with claim 6, wherein the filling level of the liquid phase
or phases is detected in the separator (2) by means of one or more filling level sensors
(11) and is automatically controlled or regulated by varying the speed of the pumping
apparatus (3, 30).
8. A method in accordance with one of the claims 6 or 7, wherein the supply of multiphase
mixture to the separator (2) is interrupted when the filling level in the separator
has exceeded a maximum permitted value and/or wherein the gas discharge from the separator
(2) via a gas discharge line (5) is interrupted by closing thereof when the filling
level in the separator has reached a maximum permitted value, and in particular when
the filling level has reached the inlet of the gas discharge line (5).
9. A method in accordance with any one of the claims 6 to 8, wherein the flow rate in
a pumping line (6) connected to the pumping device (3, 30) at the outlet side is interrupted,
for example by means of a return valve (8) when the pumping pressure and/or flow rate
at the outlet side falls below a minimum value.
10. A pumping unit including a pump system in accordance with any one of the claims 1
to 5.
1. Système de pompage pour le transport de mélanges multiphases comprenant un dispositif
de pompage (3, 30) pour des mélanges multiphases avec au moins une phase liquide et
au moins une phase gazeuse, le dispositif de pompage (3, 30) contenant un ou plusieurs
étages de compression axiaux (41.1, 41.2) avec chacun un rotor axial ou semi-axial
(45.1, 45.2) et un ou plusieurs étages de transport (21.1) avec chacun un rotor radial
(25.1 - 25.6), qui sont disposés après l'étage ou les étages de compression, le dispositif
de pompage (3, 30) étant conçu pour des hauteurs de transport supérieures à 50 m,
caractérisé en ce que
le système de pompage (1) comprend en outre, du côté de l'admission du dispositif
de pompage (3, 30), un séparateur (2), afin de séparer la phase gazeuse ou une partie
de celle-ci et
du côté de la sortie du dispositif de pompage (3, 30), pour les mélanges multiphases,
une conduite de retour (7) est prévue, afin de retourner le mélange multiphase vers
le séparateur (2).
2. Système de pompage selon la revendication 1, le dispositif de pompage (3, 30) contenant,
pour le mélange multiphase, un à six et plus particulièrement deux à quatre étages
de compression axiaux (41.1, 41.2).
3. Système de pompage selon l'une des revendications 1 ou 2, le rotor (45.1, 45.2) étant
muni, dans un ou plusieurs ou l'ensemble des étages de compression axiaux (41.1, 41.2),
de pales conçues de manière hélico-axiale.
4. Système de pompage selon l'une des revendications précédentes, le dispositif de pompage
(3, 30) présentant, pour le mélange multiphase, un débit de transport Qmax et le séparateur (2) présentant un volume maximum V = 60 s . Qmax.
5. Système de pompage selon l'une des revendications précédentes, le système de pompage
(1) comprenant une unité de commande (10), afin de contrôler la vitesse de rotation
du dispositif de pompage (3, 30) pour des mélanges multiphases et, sur le séparateur
(2), au moins un capteur de niveau (11) étant prévu, qui est relié avec l'unité de
commande (10), afin de réguler le niveau de la phase ou des phases liquides dans le
séparateur (2) en faisant varier la vitesse de rotation du dispositif de pompage (3,
30).
6. Procédé de transport de mélanges multiphases avec au moins une phase liquide et au
moins une phase gazeuse, dans lequel un mélange multiphase est transporté au moyen
d'un dispositif de pompage (3, 30), qui contient un ou plusieurs étages de compression
(41.1, 41.2) avec chacun un rotor axial ou semi-axial (45.1, 45.2) et un ou plusieurs
étages de transport (21.1) avec chacun un rotor radial (25.1 - 25.4), qui sont disposés
après l'étage ou les étages de compression, la phase liquide ou le reste de mélange
multiphase étant transporté au moyen du dispositif de pompage (3, 30) à une hauteur
de transport supérieure à 50 m,
caractérisé en ce que, du côté de l'admission du dispositif de pompage (3, 30), afin de séparer la phase
gazeuse ou une partie de celle-ci dans un séparateur (2) et
en ce qu'une conduite de retour (7) permet de retourner le mélange multiphase vers le séparateur
(2) lorsque le niveau dans le séparateur est passé en dessous d'une valeur minimale.
7. Procédé selon la revendication 6, le niveau de la phase ou des phases liquides dans
le séparateur (2) étant détecté au moyen d'un ou plusieurs capteurs de niveau (11)
et contrôlé ou régulé de manière automatique en faisant varier la vitesse de rotation
du dispositif de pompage (3, 30) .
8. Procédé selon l'une des revendications 6 ou 7, l'introduction du mélange multiphase
dans le séparateur (2) étant interrompue lorsque le niveau dans le séparateur a dépassé
une valeur maximale admissible et/ou la sortie de gaz du séparateur (2) par l'intermédiaire
d'une conduite de sortie de gaz (5) étant interrompue par la fermeture de celle-ci,
lorsque le niveau dans le séparateur a atteint une valeur maximale admissible et plus
particulièrement lorsque le niveau a atteint l'admission de la conduite de sortie
de gaz (5).
9. Procédé selon l'une des revendications 6 à 8, le débit de transport dans une conduite
de transport (6) côté sortie raccordée au dispositif de pompage (3, 30) étant interrompu
par exemple au moyen d'un clapet anti-retour (8) lorsque la pression de transport
côté sortie et/ou le débit de transport tombe sous une valeur minimale.
10. Installation de transport comprenant un système de pompage selon l'une des revendications
1 à 5.