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(11) |
EP 2 135 264 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.03.2013 Patentblatt 2013/11 |
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Anmeldetag: 25.01.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/050857 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/107224 (12.09.2008 Gazette 2008/37) |
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MAGNETKREIS FÜR MAGNETVENTIL
MAGNETIC CIRCUIT FOR SOLENOID VALVE
CIRCUIT MAGNÉTIQUE D'ÉLECTROVANNE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
07.03.2007 DE 102007011050
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.12.2009 Patentblatt 2009/52 |
| (73) |
Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- RAPP, Holger
71254 Ditzingen (DE)
- BOECKING, Friedrich
70499 Stuttgart (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 3 332 822 DE-A1- 4 329 760 GB-A- 865 238 US-A- 6 047 947
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DE-A1- 3 912 042 DE-A1- 19 650 865 US-A- 3 715 695 US-A1- 2003 042 456
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] DE 196 50 865 A1 bezieht sich auf ein Magnetventil zur Steuerung des Kraftstoffdruckes in einem Steuerraum
eines Einspritzventiles, wie zum Beispiel einem Common-Rail-Einspritzsystem. Über
den Kraftstoffdruck im Steuerraum wird eine Hubbewegung eines Ventilkolbens gesteuert,
mit dem eine Einspritzöffnung des Einspritzventils geöffnet oder geschlossen wird.
Das Magnetventil umfasst einen Elektromagneten, einen beweglichen Anker und ein mit
dem Anker bewegtes und von einer Ventilschließfeder in Schließrichtung beaufschlagtes
Ventilglied, das mit dem Ventilsitz des Magnetventiles zusammenwirkt und so den Kraftstoffabfluss
aus einem Steuerraum steuert.
[0002] Bei heute eingesetzten Magnetventilen bei Kraftstoffinjektoren wird der Magnetkern
entweder aus Pulververbundmaterial oder aus einem massiven ferromagnetischen Material
gefertigt. Das Pulververbundmaterial hat den Vorteil, dass es elektrisch im Wesentlichen
nicht leitfähig ist und damit nahezu keine Wirbelströme auftreten, die den Kraftaufbau
und den Kraftabbau in unerwünschter Weise beeinträchtigen könnten. Dafür besteht allerdings
der Nachteil einer geringeren Sättigungsinduktion des Pulververbundmaterials gegenüber
einem massiven Magnetmaterial. Da die Kraft eines Magnetventiles proportional zum
Quadrat der im Luftspalt herrschenden Induktion B ist, ist für die kompakte Auslegung
von Magnetventilen ein möglichst großer Wert für die im Luftspalt herrschende Induktion
B anzustreben. Um dies zu erreichen, wird das Magnetfeld am Übergang vom Außenpol
des üblicherweise als Topfmagneten ausgeführten Kerns zum Anker gezielt über eine
Engstelle geführt. Dadurch wird jedoch bei Kernen aus Pulververbundmaterial gerade
der Randbereich des Magnetkerns, an welchem die Polfläche mit dem Anker überlappt,
in den Bereich der Sättigungsinduktion getrieben und die magnetische Feldstärke H
steigt in diesen Bereich des Kerns überproportional an. Da die magnetische Feldstärke
wiederum den Durchflutungsbedarf und damit den Strombedarf des Magnetkreises bestimmt,
führt dies zu einem überhöhten Strombedarf von Magnetkreisen mit Pulververbundkernen.
Die einfache Lösung der Verwendung eines Massivkerns erfordert wiederum die Notwendigkeit
aufwändiger Maßnahmen zur Wirbelstromreduzierung.
Offenbarung der Erfindung
[0003] Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, den Außenpol eines im Wesentlichen topfförmig
ausgebildeten Magnetkerns in Bezug auf seine Axiallänge zurückzusetzen und in dem
da-durch ausgesparten Bereich des Magnetkerns eine Polscheibe einzusetzen, die aus
einem ferromagnetischen Material gefertigt ist. Dabei handelt es sich um ein ferromagnetisches
Massivmaterial. Dabei bedeckt die Polscheibe zumindest den Außenpol des Magnetkerns
zumindest teilweise. Die Sättigungsinduktion der aus Massivmaterial gefertigten Polscheibe
liegt deutlich höher als diejenige des Pulververbundmaterials, aus dem der Magnetkern
gefertigt ist. Auch das Pulververbundmaterial ist ferromagnetisch. Wirbelströme in
der aus massivem Material gefertigten Polscheibe, klingen aufgrund der geringen Dicke
der ferromagnetischen Polscheibe um mehrere Größenordnungen schneller ab, als dies
bei einem massiven Kern aus ferromagnetischem Material der Fall wäre.
[0004] Zusätzlich kann optional noch ein schmaler im Wesentlichen sich in radiale Richtung
erstreckender Schlitz in der aus massivem ferromagnetischem Material gefertigten Polscheibe
vorgesehen sein. Am Übergang zwischen dem Pulververbundmaterial des Magnetkerns und
der aus ferromagnetischem Material gefertigten Polscheibe steht dem magnetischen Fluss
bereits eine deutlich höhere Querschnittsfläche zur Verfügung, im Vergleich zu der
Überlappungsstelle von Polscheibe und Anker. An dieser Stelle liegt demzufolge die
magnetische Induktion ( = Flussdichte) bereits unterhalb der Sättigungsinduktion des
Pulververbundmaterials. Somit liegt die "Engstelle" für den magnetischen Fluss in
einem Material mit hoher
Sättigungsinduktion und hat keine überhöhte magnetische Feldstärke H zur Folge. Auch
das Pulververbundmaterial des Magnetkerns wird nun nicht mehr in den Bereich seiner
Sätti-gung ausgesteuert, ohne dass dies negative Auswirkungen auf die Induktion im
Luftspalt
und folglich auf die Magnetkraft hätte. Demzufolge ist auch der Strombedarf eines
derart ausgelegten Magnetkreises wesentlich geringer, als dies bei den obenstehend
zum Stand der
Technik skizzierten Lösungen der Fall ist. Der geringere Strombedarf kann entweder
zu einer einfachen Entlastung der Steuergeräteendstufe genutzt werden, oder auch dazu,
den Nennstrom des Magnetkreises unverändert zu lassen und stattdessen die Windungszahl
der Spule zu reduzieren, und so den Spannungsbedarf, der insbesondere für den Kraftaufbau
erforderlich ist zu reduzieren. Bei entsprechender Auslegung des Ankers kann die erfindungsgemäß
vorgeschlagene Lösung auch zu einer Anhebung der Magnetkraft genutzt werden. Voraussetzung
dafür ist, dass der Anker nicht bereits in den Bereich seiner magnetischen Sättigung
ausgesteuert ist.
[0005] In vorteilhafter Weise kann die in eine Ausnehmung an einer Stirnseite des Magnetkerns
eingesetzte, aus ferromagnetischem Massivmaterial gefertigte Polscheibe derart gestaltet
sein, dass sie außer dem Außenpol des Magnetkerns auch dessen Innenpol überdeckt und
auch dort eine Entlastung des Magnetkernes oder - im Falle einer unvollständigen Abdeckung
des Innenpols - eine Erhöhung der Luftspaltinduktion und damit der erzielbaren Magnetkraft
bewirkt. In diesem Fall sind der Innen- und der Außenpolbereich der ferromagnetischen
Polscheibe durch schmal ausgebildete Stege miteinander verbunden. Diese gehen bereits
bei einem geringen Spulenstrom in die magnetische Sättigung und sind für den weiteren
Feldaufbau aus diesem Grunde nicht mehr relevant.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0006] Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nachstehend eingehender beschrieben.
[0007] Es zeigt:
- Figur 1
- die Darstellung eines Magnetkreises mit einem Pulververbundmagnetkern gemäß des Standes
der Technik,
- Figur 2
- die Darstellung des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Magnetkreises mit zurückversetztem
Außenpol des Magnetkerns und
- Figur 3
- eine Draufsicht auf die in eine Aussparung am Außenpol des Magnetkerns eingesetzte
aus ferromagnetischem Massivmaterial gefertigte Polscheibe mit optional eingezeichneten
Schlitzungen.
[0008] Der Darstellung gemäß Figur 1 ist ein aus dem Stand der Technik bekannte Magnetkreis
eines Magnetventils zu entnehmen.
[0009] Aus Figur 1 geht hervor, dass ein Magnetkreis 10 einen Magnetkern 12 umfasst. Der
Magnetkern 12 weist eine erste Stirnseite 14 sowie eine zweite Stirnseite 16 auf und
ist von einer Durchgangsöffnung 18 durchzogen, in welcher gegebenenfalls eine Feder,
die einen Anker 22 beaufschlagt, aufgenommen sein kann. Die Achse des Magnetkerns
12 ist durch Bezugszeichen 20 identifiziert.
[0010] In der schematischen Darstellung gemäß Figur 1 befindet sich unterhalb der zweiten
Stirnseite 16 des Magnetkerns 12 ein hier einteilig ausgebildeter Anker 22, der einen
Ankerbolzen 26 und eine an diesem einstückig ausgebildete Ankerplatte 24 umfasst.
In das Material des Magnetkerns 12, der aus einem Pulververbundmaterial gefertigt
wird, ist eine Magnetspule 28 eingelassen. Der aus einem Pulververbundmaterial gefertigte
Magnetkern 12 stützt sich auf einer bevorzugt aus einem amagnetischen Material gefertigten
Hülse 30 ab. Der aus Pulververbundmaterial gefertigte Magnetkern 12 hat den Vorteil,
dass das Pulververbundmaterial elektrisch im Wesentlichen nicht leitfähig ist und
in diesem daher nahezu keine Wirbelströme auftreten, die den Magnetkraftaufbau und
den Magnetkraftabbau in unerwünschter Weise beeinträchtigen würden. Das als Material
für den Magnetkern 12 verwendete Pulververbundmaterial hat allerdings den Nachteil,
dass eine geringe Sättigungsinduktion des Pulververbundmaterials im Vergleich zu einem
massiven Magnetmaterial besteht.
[0011] Aus der Darstellung gemäß Figur 1 geht hervor, dass sich an einer Übergangsstelle
zwischen dem Magnetkern 12 und dem Randbereich der Ankerplatte 24 eine hohe Feldkonzentration
32 einzelner Feldlinien 34 einstellt. Die Querschnittsfläche für den magnetischen
Fluss in diesem Bereich ist bei dem in der Darstellung gemäß Figur 1 aus dem Stand
der Technik dargestellten Magnetventil äußerst begrenzt, das Pulververbundmaterial
des Magnetkerns 12 wird in diesem Bereich bis zu seiner Sättigung ausgesteuert, was
negative Auswirkungen auf die im Luftspalt zwischen der zweiten Stirnseite 16 und
der Ankerplatte 24 anzustrebende hohe Induktion B hat.
Ausführungsformen
[0012] Der Darstellung gemäß Figur 2 ist ein optimierter Magnetkreis der erfindungsgemäß
vorgeschlagenen Lösung zu entnehmen.
[0013] Figur 2 zeigt, dass der Magnetkern 12, der ebenfalls aus Pulververbundmaterial gefertigt
ist an der ersten Stirnseite 14 plan ausgebildet ist und in der Ausführungsform in
der Darstellung gemäß Figur 2 im Bereich der zweiten Stirnseite 16 einen Innenpol
40 und einen gegenüber dem Innenpol 40 in axiale Richtung bezogen auf die Achse 20
etwas zurückgesetzten Außenpol 42 umfasst. Durch die Zurücksetzung des Außenpoles
42 in axiale Richtung in Bezug auf den Innenpol 40 entsteht eine Aufnahme unterhalb
des Außenpoles 42 des Magnetkerns 12, in die eine Polscheibe 44 eingelassen ist. Die
Polscheibe 44 wird bevorzugt aus einem ferromagnetischen Massivmaterial gefertigt.
Die Sättigungsinduktion der aus ferromagnetischem Massivmaterial gefertigten Polscheibe
44 liegt deutlich höher als diejenige des Pulververbundmaterials, aus dem der Magnetkern
12 gefertigt ist. Wirbelströme in der Polscheibe 44, sei sie mit einer Radialschlitzung,
sei sie ohne eine Radialschlitzung ausgebildet, klingen aufgrund der geringen Dicke
der Polscheibe 44 um einige Größenordnungen schneller ab, als dies bei einem massiven
Kern aus ferromagnetischem Material der Fall wäre.
[0014] Der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung folgend, steht - wie in Figur 2 dargestellt
- am Übergang zwischen dem Pulververbundmaterial 12, d.h. im vorliegenden Falle im
Bereich des Außenpoles 42 des Magnetkerns 12 dem magnetischen Fluss bereits eine deutlich
höhere Querschnittsfläche zur Verfügung im Vergleich zur Überlappungsstelle von Polscheibe
44 und Anker 24. An dieser Stelle liegt die magnetische Induktion, d.h. die Flussdichte,
bereits unterhalb der Sättigungsinduktion des Pulververbundmaterials des Magnetkerns
12. Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung ist die Engstelle für den magnetischen
Fluss somit in einem Material mit hoher Sättigungsinduktion und hat keine überhöhte
magnetische Feldstärke H zur Folge.
[0015] Des Weiteren muss das Pulververbundmaterial des Magnetkerns 12 nun nicht mehr in
den Bereich seiner Sättigung ausgesteuert werden, was negative Auswirkungen auf die
Induktion im Luftspalt zwischen der der zweiten Stirnseite 16 des Magnetkerns 12 aus
Pulververbundmaterial zuweisenden Stirnseite der Ankerplatte 24 des Ankers 22 hätte.
Daraus ergibt sich, dass der Strombedarf des in Figur 2 dargestellten Magnetkreises
10 geringer ist, als dies in dem Magnetkreis der Fall ist, der im Zusammenhang mit
Figur 1 dargestellt ist. Der geringe Strombedarf des in Figur 2 dargestellten, wie
erfindungsgemäß vorgeschlagenen optimierten Magnetkreises 10, kann entweder zu einer
einfachen Entlastung der Steuergeräteendstufe genutzt werden oder auch bei unverändertem
Nennstrom des Magnetkreises 10 zur Reduktion der Windungszahl der Magnetspule 28 genutzt
werden. Bei entsprechender Auslegung des in der Darstellung gemäß Figur 2 beispielhaft
einteilig ausgebildeten Ankers 22 kann die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung auch
zu einer Steigerung der erzeugten Magnetkraft genutzt werden. Voraussetzung dafür
ist, dass der in der Darstellung gemäß Figur 2 einteilig ausgebildete Anker 22 nicht
bereits im Bereich seiner magnetischen Sättigung ausgesteuert ist.
[0016] Aus der Darstellung gemäß Figur 2 geht hervor, dass im Kontaktbereich der Polscheibe
44, die in der Ausführungsform gemäß Figur 2 lediglich den Außenpol 42 des aus Pulververbundmaterial
gefertigten Magnetkerns 12 überdeckt, eine reduzierte Feldkonzentration 46 vorliegt.
Zwischen der zweiten Stirnseite 16 des aus Pulververbundmaterial gefertigten Magnetkernes
12, d.h. dem Außenpol 42 und einem Absatz an einer bevorzugt aus amagmetischem Material
gefertigten Hülse befindet sich eine Einspannstelle 48, an welcher die bevorzugt aus
ferromagnetischem Massivmaterial gefertigte Polscheibe 44 im Magnetventilverbund angeordnet
ist. Die Stirnseite der Ankerplatte 24 des in der Darstellung gemäß Figur 2 einteilig
ausgebildeten Ankers 22, die mit der ersten Stirnseite 16 des aus Pulververbundmaterial
gefertigten Magnetkerns 12 den Restluftspalt bestimmt, ist durch Bezugszeichen 50
identifiziert.
[0017] Der Darstellung gemäß Figur 3 ist die Polscheibe zu entnehmen, mit einem optional
vorhandenen Innenring.
[0018] Die Darstellung gemäß Figur 3 zeigt, dass die Polscheibe 44 zumindest einen Außenring
52 umfasst, der in Figur 2 den Außenpol 42 des aus Pulververbundmaterial gefertigten
Magnetkerns 12 überdeckt. Im Außenring 52 der aus ferromagnetischem Material gefertigten
Polscheibe 44 ist in der Ausführungsform gemäß Figur 3 ein Radialschlitz 54 ausgebildet,
der die magnetischen Eigenschaften der Polscheibe 44 nochmals begünstigt.
[0019] Die Polscheibe 44 kann so gestaltet werden, dass sie außer dem Außenring 52, der
den Außenpol 42 überdeckt, auch einen Innenring 56 enthält, welcher optional den Innenpol
40 des aus Pulververbundmaterial gefertigten Magnetkerns 12 abdecken könnte. Damit
kann auch dort eine Entlastung des Magnetkerns 12, oder bei unvollständiger Abdeckung
des Innenpols 40, eine Erhöhung der Luftspaltinduktion und damit eine Steigerung der
Magnetkraft erreicht werden. In diesem Falle sind der Innenring 56 und der Außenring
52 der Polscheibe 44 aus ferromagnetischem Massivmaterial durch schmale Haltestege
60 miteinander verbunden. Diese gehen bereits bei einem geringen Spulenstrom, mit
dem die Magnetspule 28 des Magnetkreises 10 bestromt wird, in die magnetische Sättigung
und sind daher für den weiteren Feldaufbau nicht mehr relevant.
[0020] Aus der Darstellung gemäß Figur 3 geht hervor, dass zur Fixierung des Innenringes
56 drei Haltestege 60 vorhanden sind, die in einem Winkel von etwa 120° zueinander
positioniert sind. Anstelle der in der Ausführungsform gemäß Figur 3 dargestellten
drei Haltestege 60 kann auch eine geringere oder eine größere Anzahl von Haltestegen
60 zur Fixierung des Innenringes 56 der Polscheibe 44 an deren Außenring 52 eingesetzt
werden. Auch am Innenring 56, der optional den Innenpol 40 des Magnetkerns 12 überdecken
könnte, lässt sich - wie in Figur 3 dargestellt - mindestens ein Radialschlitz 58
erzeugen. Alternativ kann eine Polscheibe 44 eingesetzt werden, die vergleichbare
magnetische Eigenschaften aufweist, wenn diese statt aus einem ferromagnetischen Massivmaterial
aus einem Sintermaterial oder in MIM-Technik hergestellt wird. Auch die elektrische
Leitfähigkeit eines solchen Materials entspricht weitgehend jenes eines ferromagnetischen
Massivmaterials.
1. Magnetkreis (10) für ein Magnetventil zur Betätigung eines Ankers (22) mit einem Ankerbolzen
(26) sowie eine Ankerplatte (24) mit einer in einem Magnetkern (12) aus Pulververbundmaterial
eingebetteten Magnetspule (28), wobei der Magnetkern (12) einen Innenpol (40) und
einen Außenpol (42) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Magnetkern (12) und dem Anker (22) in einer durch Rücksetzung der Polfläche
des Magnetkerns (12) gebildeten Ausnehmung eine Polscheibe (44) aus einem ferromagnetischen
Massivmaterials eingesetzt ist, die zumindest den Außenpol (42) des Magnetkerns (12)
zumindest teilweise überdeckt.
2. Magnetkreis (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Polscheibe (44) aus Sintermaterial oder in MIM-Technik gefertigt ist.
3. Magnetkreis (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in die durch Rücksetzung der Polfläche des Magnetkerns (12) gebildete Ausnehmung
eingesetzte Polscheibe (44) den Bereich des Außenpoles (42) und zumindest teilweise
den Bereich des Innenpoles (40) überdeckt.
4. Magnetkreis (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Polscheibe (44) zwischen einer aus amagnetischem Material gefertigten Hülse (30)
und einer Stirnseite (16) des Magnetkerns (12) eingespannt ist.
5. Magnetkreis (10) gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen der Stirnseite (16) des Magnetkerns (12) und einem Absatz der aus einem
amagnetischen Material gefertigten Hülse (30) eine Einspannstelle (48) befindet, an
der die Polscheibe (44) im Magnetventilverbund angeordnet ist.
6. Magnetkreis (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Polscheibe (44) einen Außenring (52) umfasst, der den Außenpol (42) des Magnetkreises
(12) überdeckt und zumindest einen Radialschlitz (54) aufweist.
7. Magnetkreis (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Polscheibe (44) einen Außenring (52) zur Abdeckung des Außenpoles (42) sowie
einen Innenring (56) zur Abdeckung des Innenpols (40) des Magnetkerns (12) aufweist.
8. Magnetkreis (10) gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenring (56) mit dem Außenring (52) der Polscheibe (44) über zumindest zwei
schmale Haltestege (60) verbunden ist, wobei der Innenring (56) der Polscheibe (44)
zumindest einen Radialschlitz (58) aufweist.
1. Magnetic circuit (10) for a solenoid valve for actuating an armature (22) having an
armature bolt (26) and an armature plate (24) with a solenoid (28) which is embedded
in a magnetic core (12) made of a composite powder material, wherein the magnetic
core (12) comprises an internal pole (40) and an external pole (42), characterized in that a pole disc (44) made of a solid ferromagnetic material is inserted between the magnetic
core (12) and the armature (22) in a recess which is formed by setting back the pole
surface of the magnetic core (12), said pole disc (44) at least partially covering
the external pole (42) of the magnetic core (12).
2. Magnetic circuit (10) according to Claim 1, characterized in that the pole disc (44) is fabricated from sintered material or using MIM technology.
3. Magnetic circuit (10) according to Claim 1, characterized in that the pole disc (44), which is inserted into the recess which is formed by setting
back the pole surface of the magnetic core (12), covers the region of the external
pole (42) and at least partially the region of the internal pole (40).
4. Magnetic circuit (10) according to Claim 1, characterized in that the pole disc (44) is clamped in between a sleeve (30) fabricated from nonmagnetic
material and an end side (16) of the magnetic core (12).
5. Magnetic circuit (10) according to Claim 4, characterized in that a clamping-in point (48), on which the pole disc (44) is arranged in the solenoid
valve assembly, is located between the end side (16) of the magnetic core (12) and
a shoulder of the sleeve (30) which is fabricated from a nonmagnetic material.
6. Magnetic circuit (10) according to Claim 1, characterized in that the pole disc (44) comprises an external ring (52) which covers the external pole
(42) of the magnetic circuit (12) and has at least one radial slit (54).
7. Magnetic circuit (10) according to Claim 1, characterized in that the pole disc (44) has an external ring (52) for covering the external pole (42)
and an internal ring (56) for covering the internal pole (40) of the magnetic core
(12).
8. Magnetic circuit (10) according to Claim 7, characterized in that the internal ring (56) is connected to the external ring (52) of the pole disc (44)
via at least two narrow securing webs (60), wherein the internal ring (56) of the
pole disc (44) has at least one radial slit (58).
1. Circuit magnétique (10) pour soupape magnétique, destiné à actionner un induit (22)
et présentant un goujon d'induit (26) ainsi qu'une plaque d'induit (24) doté d'une
bobine magnétique (28) incorporée dans un noyau magnétique (12) en matériau composite
pulvérulent, le noyau magnétique (12) comportant un pôle intérieur (40) et un pôle
extérieur (42), caractérisé en ce que
une plaque polaire (44) en matériau ferromagnétique massif qui recouvre au moins en
partie le pôle extérieur (42) du noyau magnétique (12) est insérée entre le noyau
magnétique (12) et l'induit (22), dans une découpe formée par un retrait de la surface
polaire du noyau magnétique (12).
2. Circuit magnétique (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la plaque polaire (44) est réalisée en matériau fritté ou par une technique MIM.
3. Circuit magnétique (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la plaque polaire (44) insérée dans la découpe formée par un retrait de la surface
polaire du noyau magnétique (12) couvre le niveau du pôle extérieur (42) et au moins
en partie le niveau du pôle intérieur (40).
4. Circuit magnétique (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la plaque polaire (44) est serrée entre une douille (30) réalisée en un matériau
à magnétique et un côté frontal (16) du noyau magnétique (12).
5. Circuit magnétique (10) selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'un emplacement de serrage (48) sur lequel la plaque polaire (44) est disposée dans
l'ensemble de soupape magnétique est situé entre le côté frontal (16) du noyau magnétique
(12) et un appendice de la douille (30) réalisée en un matériau non magnétique.
6. Circuit magnétique (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la plaque polaire (44) présente un anneau extérieur (52) qui recouvre le pôle extérieur
(42) du circuit magnétique (12) et qui présente au moins une fente radiale (54).
7. Circuit magnétique (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la plaque polaire (44) présente un anneau extérieur (52) qui recouvre le pôle extérieur
(42) et un anneau intérieur (56) qui recouvre le pôle intérieur (40) du noyau magnétique
(12).
8. Circuit magnétique (10) selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'anneau intérieur (56) est relié à l'anneau extérieur (52) de la plaque polaire
(44) par au moins deux étroites nervures de maintien (60), l'anneau intérieur (56)
de la plaque polaire (44) présentant au moins une fente radiale (58).


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