(19)
(11) EP 2 135 531 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
23.12.2009  Patentblatt  2009/52

(21) Anmeldenummer: 08004253.4

(22) Anmeldetag:  17.06.2008
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47G 23/06(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA MK RS

(71) Anmelder: Korner, Michael
23774 Heiligenhafen (DE)

(72) Erfinder:
  • Korner, Michael
    23774 Heiligenhafen (DE)

 
Bemerkungen:
Die Patentansprüche 16-18 gelten als fallen gelassen, da die entsprechenden Anspruchsgebühren nicht entrichtet wurden (R. 45(3) EPÜ).
 


(54) Serviertablett mit im Rastermass angeordneten Vertiefungen (Faechern) und herausnehmbaren Einsaetzen


(57) Serviersystem bestehend aus einem Serviertablett mit im Rastermaß angeordneten Vertiefungen (Fächern) (c) und herausnehmbaren Einsätzen, Geschirrteilen.
Damit eine hohe Effizienz beim Servieren von Speisen und Getränken bei Großveranstaltungen mit zum Teil mehreren Tausend Teilnehmern (Kongresse, Tagungen) erreicht wird, müssen Speisen in großer Anzahl Platz sparend vorbereitet, gelagert, gekühlt / erwärmt und serviert werden. Der Platzbedarf pro Portion wird durch die rasterartige Anordnung, der Geschirrteile in dem Serviertablett optimiert. Dieses eine Einheit bildende System ermöglicht erstmals mehrere Arbeitsschritte zusammen zu fassen. So können die portionierten Speisen komplett servierfähig transportiert, gekühlt, gefroren und erwärmt werden, ohne zusätzliche Arbeitsschritte ausführen zu müssen.




Beschreibung


[0001] Serviersystem bestehend aus einem Serviertablett mit im Rastermaß angeordneten Vertiefungen (Fächern) und herausnehmbaren Einsätzen.

Anwendungsgebiet



[0002] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs I. Damit eine hohe Effizienz beim Servieren von Speisen und Getränken bei Großveranstaltungen mit zum Teil mehreren Tausend Teilnehmern (Kongresse, Tagungen) erreicht wird, müssen Speisen in großer Anzahl Platz sparend vorbereitet, gelagert, gekühlt / erwärmt und serviert werden.

Stand der Technik



[0003] Es ist bekannt, Speisen und Getränke mittels Tabletts zu servieren. Eine relativ neue Art des Servierens insbesondere bei größeren Veranstaltungen, ist das portionsweise Servieren eines Buffets. Dabei werden alle Arten von Speisen portionsweise auf kleinen Tellern und Schälchen vorbereitet und dann den Gästen serviert. Die Gäste sitzen dabei meist nicht wie üblich an Tischen oder Tafeln sondern bewegen sich ähnlich wie bei einem Stehempfang frei in den Räumlichkeiten oder verweilen an kleinen Stehtischen oder Bar ähnlichen Theken. Dabei sind die Größen von Tellern, Tassen und anderen Behältnissen unterschiedlich. Ebenso sind die verwendeten Tabletts unterschiedlich groß. Damit das Serviergut auf den Tabletts nicht rutscht, sind sie oft mit Stoffservietten belegt, was einen zusätzlichen Kostenaufwand erfordert. Meist werden diese Tabletts mit beiden Händen getragen. Insbesondere bei großen Verarastaltungen, z.B. Tagungen, ist ein solches Servieren äußerst "sperrig" und ineffizient im Verhältnis zum eingesetzen Personal. In dieser Art werden durchschnittlich nur etwa 10 Portionen je Servicekraft serviert. Zum Abräumen werden wieder andere Tabletts benutzt, damit die meist dekorierten Serviertabletts nicht verschmutzen.

Nachteile des Technik-Standes



[0004] Herkömmliche Serviertabletts unterschiedlichster Materialien und Formen lassen sich nicht immer in weltweit genormten Schienensysteme für Lagerung, Kühlung, Öfen, so genannte Konvectomaten, und entsprechende Transportcontainer einsetzen. Auf herkömmlichen Tabletts haben Teller oder Schälchen keine fixierte Position, sie stehen "lose" auf dem Tablett, so dass sie beim Servieren, Tragen und Transportieren verrutschen oder ganz herunter fallen können Herkömmliche Serviertabletts können auf Grund ihrer Materialbeschaffenheit einen Temperaturbereich von -20°C bis +80°C in einer ununterbrochenen Arbeitskette nicht Stand halten, ohne Schaden zu nehmen. Herkömmliche Serviertabletts sind nicht für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln geeignet. Herkömmliche Serviertabletts sind nicht auf Dauer Spülmaschinen fest, sie nehmen auf Grund ihrer Materialeigensschaften Feuchtigkeit auf, quellen, verziehen sich und haben, so eingesetzt, nur eine begrenzte Anwendungsdauer. Herkömmliche verwendete Speisenbehälter wie Teller, Schalen und Schälchen haben unterschiedliche Größen in Weite und Höhe, so dass eine Platz sparende Anordnung auf einem herkömmlichen Serviertablett und damit auf den im Normmaß vorgegebenen Lagerregalen nicht möglich ist. In der herkömmlichen Vor- und Zubereitung von Speisen der beschriebenen Art, werden die einzelnen Portionen zunächst auf Blechen abgelegt, um sie in den genormten Schienensystemen bis zum Servierpunkt zu lagern / zu kühlen. Erst kurz vor dem Servieren werden diese Bleche herausgeholt, um sie dann entweder in speziellen Öfen zu Erwärmen oder sie auf den entsprechenden Tellern anzurichten. In einem weiteren Arbeitsschritt müssen diese dann wieder auf die Serviertabletts gestellt werden.

Aufgabe der Erfindung



[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine einfache Vorrichtung zum sicheren und mengenmäßig höherem Service zu schaffen, portions weise zu servierende Speisen auf einem ensprechenden Serviertablett zu placieren, das in weltweit genormten Systeme passt; ein Serviertablett für die Aufnahme von Geschirrteilen mit einer Linienführung im Rastermaß zu schaffen; ein Serviertablett zu schaffen, das auf Grund seiner Materialbeschaffenheit den gesamten Arbeitsprozess begleitet; ein Serviertablett zu schaffen, auf dem die mit einer Linienführung im Rastermaß versehenen Geschirrteile beim Transport und beim Servieren nicht verrutschen, ein Serviertablett zu schaffen, mit dem sich die mit einer Linienführung im Rastermaß versehenen Geschirrteile abräumen lassen und welches selbst Spülmaschinen tauglich ist; Geschirrteile mit einer Linienführung im Rastermaß zu schaffen, die sich konstruktiv in das Serviertablett integrieren lassen; Geschirrteile mit einer Linienführung im Rastermaß zu schaffen, die unterschiedliche Arten von Speisen und Getränke aufnehmen, Geschirrteile mit einer Linienführung im Rastermaß zu schaffen, die von ihrer Gesamthöhe die vorgegebenen Abstände der genormten Lager-, Regal-, Kühl-, Transport- und Ofensysteme berücksichtigen; Geschirrteile mit einer Linienführung im Rastermaß zu schaffen, die keine festgelegte Position auf dem Serviertablett haben sondern flexibel in verschiedenen Größen positioniert werden können; Lösung der Aufgabe

[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Vorteile der Erfindung



[0007] Das Serviersystem eignet sich insbesondere für große Veranstaltungen, bei denen Gäste verschiedene Speisen portionsweise serviert bekommen, die vom Servicepersonal auf Tabletts transportiert werden, Die Gäste müssen sich bei dieser Art von Buffet, dem sog. Flying Büffet, nicht selbst an einem Büffet anstellen. Besonders geeignet ist dieses System auch gerade dort, wo es auf effiziente Ausnutzung des knappen Raumangebotes, wie z.B. in Bordküchen von Flugzeugen, Zügen und Kreuzfahrtschiffen der Fall ist. Der Platzbedarf pro Portion wird durch die rasterartige Anordnung der Geschirrteile in dem Serviertablett optimiert. Dieses eine Einheit bildende System ermöglicht erstmals mehrere Arbeitsschritte zusammen zu fassen. So können die portionierten Speisen komplett servierfähig transportiert, gekühlt, gefroren und erwärmt werden, ohne zusätzliche Arbeitsschritte ausführen zu müssen. Für das Serviertablett wird ein Schichtstoffmaterial (HPL) verwendet, in das Vertiefungen gefräst werden. Das Material nimmt kein Wasser auf und ist für einen Temperaturbereich von -20°C bis +80°C geeignet und bleibt form stabil. Bedingt durch die gewählte längliche schmale Form, kann das mit bis zu 12 Portionen bestückte Tablett mit einer Hand nah am Körper getragen werden. Dies erleichtert das Servieren bei hohem Gästeaufkommen. Es können in der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsvariante so 24 Portionen von einer Personaleinheit serviert werden. Im Gegensatz dazu werden herkömmliche Serviertabletts mit durchschnittlich 10 Portionen bestückt und von Servicekräften mit beiden Händen vor dem Körper in Brusthöhe getragen.

Beschreibung von Ausführungsbeispielen



[0008] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen: Fig. 1: (A) eine Draufsicht der Vorrichtung mit allen wesentlichen Grundmerkmalen incl. Längsschnitt, (B) Detail der rastermäßig angeordneten Aussparungen, (C) Grundmerkmale der Geschirrteile mit einer Linienführung im Rastermaß, wobei die Linienführung c-l ein besonderes technisches Merkmal zur Passgenauigkeit der Geschirrteile in die Aussparungen des Serviertabletts darstellt, (D) schematische Darstellung der vorgegebenen Abstände der genormten Lager-, Regal-, Kühl-, Transport- und Ofensysteme.

[0009] Fig. 2: eine Draufsicht der Vorrichtung in einer Ausführungsvariante mit der Möglichkeit einer Zusatzfunktion (E), sowie einem Anordnungsbeispiel von Geschirrteilen mit einer Linienführung im Rastermaß. Fig. 3: eine Draufsicht der Vorrichtung in weiterer Variante, sowie einer Variante eines Anordnungsbeispieles von Geschirrteilen mit einer Linienführung im Rastermaß.


Ansprüche

1. Vorrichtung zur Aufnahme von Geschirrteile
dadurch gekennzeichnet, dass im Rastermaß hergestellte Geschirrteile in rastermäßig angeordnete Vertiefungen dieser Vorrichtung gestellt sind.
 
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekeinnzeichnet, dass Größe und Tiefe der Vertiefungen unterschiedlich sind.
 
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung der Vertiefungen zueinander gleich oder unterschiedlich sind.
 
4. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung unterschiedliche Formate hat.
 
5. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung aus unterschiedlichen Materialien besteht.
 
6. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass Kühl- u./o. Wärmefunktionen integriert sind,
 
7. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass auf der Unterseite Standfüße bzw. Standstege angebracht sind.
 
8. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Beleuchtung integriert ist.
 
9. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Display integriert ist.
 
10. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass Griffhilfen vorhanden sind.
 
11. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass ein umlaufender Rand vorhanden ist.
 
12. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Material unterschiedlich ist.
 
13. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass Größe und Form der Geschirrteile unterschiedlich sind.
 
14. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass Geschirrteile auf Erhebungen der Vorrichtung plaziert sind.
 
15. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass Geschirrteile mittels anderer Verfahren auf der Vorrichtung plaziert sind.
 
16. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass RFID Technologie verwendet wird.
 
17. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass plazierte Geschirrteile aus unterschiedlichen Materialen bestehen.
 
18. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass plazierte Geschirrteile in rasterartig angeordnete Vertiefungen gestellt sind.
 




Zeichnung













Recherchenbericht