[0001] Serviersystem bestehend aus einem Serviertablett mit im Rastermaß angeordneten Vertiefungen
(Fächern) und herausnehmbaren Einsätzen.
Anwendungsgebiet
[0002] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs
I. Damit eine hohe Effizienz beim Servieren von Speisen und Getränken bei Großveranstaltungen
mit zum Teil mehreren Tausend Teilnehmern (Kongresse, Tagungen) erreicht wird, müssen
Speisen in großer Anzahl Platz sparend vorbereitet, gelagert, gekühlt / erwärmt und
serviert werden.
Stand der Technik
[0003] Es ist bekannt, Speisen und Getränke mittels Tabletts zu servieren. Eine relativ
neue Art des Servierens insbesondere bei größeren Veranstaltungen, ist das portionsweise
Servieren eines Buffets. Dabei werden alle Arten von Speisen portionsweise auf kleinen
Tellern und Schälchen vorbereitet und dann den Gästen serviert. Die Gäste sitzen dabei
meist nicht wie üblich an Tischen oder Tafeln sondern bewegen sich ähnlich wie bei
einem Stehempfang frei in den Räumlichkeiten oder verweilen an kleinen Stehtischen
oder Bar ähnlichen Theken. Dabei sind die Größen von Tellern, Tassen und anderen Behältnissen
unterschiedlich. Ebenso sind die verwendeten Tabletts unterschiedlich groß. Damit
das Serviergut auf den Tabletts nicht rutscht, sind sie oft mit Stoffservietten belegt,
was einen zusätzlichen Kostenaufwand erfordert. Meist werden diese Tabletts mit beiden
Händen getragen. Insbesondere bei großen Verarastaltungen, z.B. Tagungen, ist ein
solches Servieren äußerst "sperrig" und ineffizient im Verhältnis zum eingesetzen
Personal. In dieser Art werden durchschnittlich nur etwa 10 Portionen je Servicekraft
serviert. Zum Abräumen werden wieder andere Tabletts benutzt, damit die meist dekorierten
Serviertabletts nicht verschmutzen.
Nachteile des Technik-Standes
[0004] Herkömmliche Serviertabletts unterschiedlichster Materialien und Formen lassen sich
nicht immer in weltweit genormten Schienensysteme für Lagerung, Kühlung, Öfen, so
genannte Konvectomaten, und entsprechende Transportcontainer einsetzen. Auf herkömmlichen
Tabletts haben Teller oder Schälchen keine fixierte Position, sie stehen "lose" auf
dem Tablett, so dass sie beim Servieren, Tragen und Transportieren verrutschen oder
ganz herunter fallen können Herkömmliche Serviertabletts können auf Grund ihrer Materialbeschaffenheit
einen Temperaturbereich von -20°C bis +80°C in einer ununterbrochenen Arbeitskette
nicht Stand halten, ohne Schaden zu nehmen. Herkömmliche Serviertabletts sind nicht
für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln geeignet. Herkömmliche Serviertabletts
sind nicht auf Dauer Spülmaschinen fest, sie nehmen auf Grund ihrer Materialeigensschaften
Feuchtigkeit auf, quellen, verziehen sich und haben, so eingesetzt, nur eine begrenzte
Anwendungsdauer. Herkömmliche verwendete Speisenbehälter wie Teller, Schalen und Schälchen
haben unterschiedliche Größen in Weite und Höhe, so dass eine Platz sparende Anordnung
auf einem herkömmlichen Serviertablett und damit auf den im Normmaß vorgegebenen Lagerregalen
nicht möglich ist. In der herkömmlichen Vor- und Zubereitung von Speisen der beschriebenen
Art, werden die einzelnen Portionen zunächst auf Blechen abgelegt, um sie in den genormten
Schienensystemen bis zum Servierpunkt zu lagern / zu kühlen. Erst kurz vor dem Servieren
werden diese Bleche herausgeholt, um sie dann entweder in speziellen Öfen zu Erwärmen
oder sie auf den entsprechenden Tellern anzurichten. In einem weiteren Arbeitsschritt
müssen diese dann wieder auf die Serviertabletts gestellt werden.
Aufgabe der Erfindung
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine einfache Vorrichtung zum sicheren und mengenmäßig
höherem Service zu schaffen, portions weise zu servierende Speisen auf einem ensprechenden
Serviertablett zu placieren, das in weltweit genormten Systeme passt; ein Serviertablett
für die Aufnahme von Geschirrteilen mit einer Linienführung im Rastermaß zu schaffen;
ein Serviertablett zu schaffen, das auf Grund seiner Materialbeschaffenheit den gesamten
Arbeitsprozess begleitet; ein Serviertablett zu schaffen, auf dem die mit einer Linienführung
im Rastermaß versehenen Geschirrteile beim Transport und beim Servieren nicht verrutschen,
ein Serviertablett zu schaffen, mit dem sich die mit einer Linienführung im Rastermaß
versehenen Geschirrteile abräumen lassen und welches selbst Spülmaschinen tauglich
ist; Geschirrteile mit einer Linienführung im Rastermaß zu schaffen, die sich konstruktiv
in das Serviertablett integrieren lassen; Geschirrteile mit einer Linienführung im
Rastermaß zu schaffen, die unterschiedliche Arten von Speisen und Getränke aufnehmen,
Geschirrteile mit einer Linienführung im Rastermaß zu schaffen, die von ihrer Gesamthöhe
die vorgegebenen Abstände der genormten Lager-, Regal-, Kühl-, Transport- und Ofensysteme
berücksichtigen; Geschirrteile mit einer Linienführung im Rastermaß zu schaffen, die
keine festgelegte Position auf dem Serviertablett haben sondern flexibel in verschiedenen
Größen positioniert werden können; Lösung der Aufgabe
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteile der Erfindung
[0007] Das Serviersystem eignet sich insbesondere für große Veranstaltungen, bei denen Gäste
verschiedene Speisen portionsweise serviert bekommen, die vom Servicepersonal auf
Tabletts transportiert werden, Die Gäste müssen sich bei dieser Art von Buffet, dem
sog. Flying Büffet, nicht selbst an einem Büffet anstellen. Besonders geeignet ist
dieses System auch gerade dort, wo es auf effiziente Ausnutzung des knappen Raumangebotes,
wie z.B. in Bordküchen von Flugzeugen, Zügen und Kreuzfahrtschiffen der Fall ist.
Der Platzbedarf pro Portion wird durch die rasterartige Anordnung der Geschirrteile
in dem Serviertablett optimiert. Dieses eine Einheit bildende System ermöglicht erstmals
mehrere Arbeitsschritte zusammen zu fassen. So können die portionierten Speisen komplett
servierfähig transportiert, gekühlt, gefroren und erwärmt werden, ohne zusätzliche
Arbeitsschritte ausführen zu müssen. Für das Serviertablett wird ein Schichtstoffmaterial
(HPL) verwendet, in das Vertiefungen gefräst werden. Das Material nimmt kein Wasser
auf und ist für einen Temperaturbereich von -20°C bis +80°C geeignet und bleibt form
stabil. Bedingt durch die gewählte längliche schmale Form, kann das mit bis zu 12
Portionen bestückte Tablett mit einer Hand nah am Körper getragen werden. Dies erleichtert
das Servieren bei hohem Gästeaufkommen. Es können in der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsvariante
so 24 Portionen von einer Personaleinheit serviert werden. Im Gegensatz dazu werden
herkömmliche Serviertabletts mit durchschnittlich 10 Portionen bestückt und von Servicekräften
mit beiden Händen vor dem Körper in Brusthöhe getragen.
Beschreibung von Ausführungsbeispielen
[0008] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im folgenden näher beschrieben. Es zeigen: Fig. 1: (A) eine Draufsicht der Vorrichtung
mit allen wesentlichen Grundmerkmalen incl. Längsschnitt, (B) Detail der rastermäßig
angeordneten Aussparungen, (C) Grundmerkmale der Geschirrteile mit einer Linienführung
im Rastermaß, wobei die Linienführung c-l ein besonderes technisches Merkmal zur Passgenauigkeit
der Geschirrteile in die Aussparungen des Serviertabletts darstellt, (D) schematische
Darstellung der vorgegebenen Abstände der genormten Lager-, Regal-, Kühl-, Transport-
und Ofensysteme.
[0009] Fig. 2: eine Draufsicht der Vorrichtung in einer Ausführungsvariante mit der Möglichkeit
einer Zusatzfunktion (E), sowie einem Anordnungsbeispiel von Geschirrteilen mit einer
Linienführung im Rastermaß. Fig. 3: eine Draufsicht der Vorrichtung in weiterer Variante,
sowie einer Variante eines Anordnungsbeispieles von Geschirrteilen mit einer Linienführung
im Rastermaß.
1. Vorrichtung zur Aufnahme von Geschirrteile
dadurch gekennzeichnet, dass im Rastermaß hergestellte Geschirrteile in rastermäßig angeordnete Vertiefungen dieser
Vorrichtung gestellt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekeinnzeichnet, dass Größe und Tiefe der Vertiefungen unterschiedlich sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung der Vertiefungen zueinander gleich oder unterschiedlich sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung unterschiedliche Formate hat.
5. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung aus unterschiedlichen Materialien besteht.
6. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass Kühl- u./o. Wärmefunktionen integriert sind,
7. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass auf der Unterseite Standfüße bzw. Standstege angebracht sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Beleuchtung integriert ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Display integriert ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass Griffhilfen vorhanden sind.
11. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass ein umlaufender Rand vorhanden ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Material unterschiedlich ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass Größe und Form der Geschirrteile unterschiedlich sind.
14. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass Geschirrteile auf Erhebungen der Vorrichtung plaziert sind.
15. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass Geschirrteile mittels anderer Verfahren auf der Vorrichtung plaziert sind.
16. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass RFID Technologie verwendet wird.
17. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass plazierte Geschirrteile aus unterschiedlichen Materialen bestehen.
18. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass plazierte Geschirrteile in rasterartig angeordnete Vertiefungen gestellt sind.