[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der Druckmaschinen, insbesondere das
Gebiet der Ofifiset-bruckmaschinen oder Rollenrotations-Druckmaschinen.
[0002] In modernen Offset-Druckmaschinen wird der Bedruckstoff mittels einer Mehrzahl von
Rollen bzw. Walzen geführt und bedruckt. Für die Qualität des Druckbildes ist insbesondere
das Zusammenspiel zwischen der Oberflächenbeschaffenheit der Druckwalzen und des die
Farbe aufnehmenden Bedruckstoffes von entscheidender Bedeutung. Werden Gummi(tuch)zylinder
eingesetzt, so ändert sich die Elastizität der Gummioberfläche mit unterschiedlichen
Betriebs- und Umgebungstemperaturen, so dass der resultierende physikalische Druck
auf den Bedruckstoff zu stark oder zu gering sein kann, was sich auf das Druckergebnis
auswirkt.
[0003] Die
DE 10 2004 039 732 A1 offenbart eine Zwei-Walzen-Dosiereinrichtung mit zwei Walzen, deren Beistellung zueinander
durch Magnetkraft erzeugt wird, wodurch die Farbdosierung eingestellt werden kann.
Die physikalischen Eigenschaften der Walzen bleiben dabei jedoch unberührt.
[0004] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Konzept bereitzustellen, mit dem
die physikalischen Eigenschaften von insbesondere beweglichen Druckmaschinenelementen
geändert bzw. eingestellt werden können.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche gelöst.
[0006] Die Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass die physikalischen Eigenschaften von
bevorzugt beweglichen oder auch unbeweglichen Druckrnaschineneiementen effizient dann
geändert werden können, wenn die beweglichen oder unbeweglichen Druckmaschinenelemente,
insbesondere deren Oberflächen, derart beschaffen sind, dass sie ansprechend auf ein
elektrisches, ein magnetisches oder ein elektromagnetisches Feld eine oder mehrere
physikalische Eigenschaften, wie beispielsweise Härte, Schubfestigkeit, Dämpfungsverhalten,
Kompressibilität, Dehnbarkeit, Ausdehnung oder Trägheit ändern können.
[0007] Bevorzugt weist das bewegliche oder unbewegliche Druckmaschiriene6ement magnetorheologische
und/oder elektrorheologische Eigenschaften auf. Hierzu kann das bewegliche oder unbewegliche
Druckmaschinenelement beispielsweise Flüssigkeiten oder Polymere aufweisen, die mit
polarisierbaren Bestandteilen versetzt sind oder teilweise aus polarisierbaren Teilen
bestehen, wodurch der elektrorheologische Effekt in Anwesenheit eines elektrischen
Feldes auftritt, oder die mit magnetisierbaren bzw. ferromagnetischen Bestandteilen
versetzt sind oder aus solchen Elementen bestehen, wodurch der magnetorheologische
Effekt in Anwesenheit eines magnetischen Feldes auftritt. Bekannte Anwendungen sind
z.B. Schwingungs- und Schalldämpfer, Kupplungen, Bremsen, Ventile oder Stellglieder.
[0008] Es ist auch möglich Gummiwalzen in Druckmaschinen mit magnetorheologischen oder elektrorheologischen
Polymeren und im Speziellen aus elastomerem Material herzustellen, die z.B. härte-
und/oder formadaptiv sind. Durch ein Stellglied kann beispielsweise die elektrische
oder die magnetische Feldstärke eingestellt werden, wobei beispielsweise ein in der
Walze integrierter Sensor die jeweilige Feldstärke messen und über eine Rückkopplungsschleife
dem Felderzeuger zwecks Einstellung des Feldes mitteilen kann. Dadurch ist es möglich,
die Druckfarbe ohne Hub zu verreiben sowie den Papierriss zu verringern. Darüber hinaus
kann dadurch ein Nip-Verhältnis eingestellt werden. Die magnetorheologischen Eigenschaften
können dazu benützt werden, die Beistellung einer Papierklemmstelle zu beeinflussen,
wodurch die Bahnspannung gestellt werden kann.
[0009] Weiterhin können magnetorheologische und/oder elektrorheologische Eigenschaften von
Druckmaschinenelementen dazu verwendet werden, Papier zu halten, zu pressen und zu
führen und das Wasser und/oder Farbe zu verreiben, zu mischen und/oder zu dosieren.
Die magnetorheologischen oder elektrorheologischen Eigenschaften können auch zur Prozessführung
und/oder Prozessstabilisierung von Druckmaschinen verwendet werde.
[0010] Mithilfe des Konzeptes für magnetorheologische bzw. elektrorheologische Eigenschaften
können ferner adaptive Gummitücher oder adaptive Gummituchunterlagen für Druckmaschinenwalzen
realisiert werden. Der magnetorheologische - bzw. elektrorheologische - Effekt (MR,
ER) kann z.B. dazu benutzt werden, die Bahnspannung in einer Klemmstelle, den Passer
oder den Fanout zu beeinflussen, die Papierführung auf Leitwalzen oder zwischen Gummituch
und Plattenzylinder zu beeinflussen oder den NIP zwischen zwei Rotationskörper zu
stellen.
[0011] Der magnetorheologische- oder elektrorheologische-Effekt kann Teil einer Regelung
einer zuvor beispielhaft aufgezählten Größe sein.
[0012] Ferner können mithilfe des Konzeptes für magnetorheologische bzw. elektrorheologische
Eigenschaften adaptive Produktbremsen in einem Falz realisiert werden. Mit diesem
Konzept können ferner regelbare Momentbremsen, Kupplungen oder Pumpen realisiert werden.
[0013] Darüber hinaus können die erfindungsgemäßen magnetorheologischen und/oder elektrorheologischen
Eigenschaften für Halte- und Spannvorrichtungen, beispielsweise in einem Wechsler,
eingesetzt werden.
[0014] Es ist ferner denkbar, Feuchtwasser, Schmiermittel oder Farbe mit elektrorheologischen
oder magnetorheologischen Eigenschaften zu versehen, um beispielsweise die Viskosität
durch äußere Feldeinwirkung ändern zu können.
[0015] Die Erfindung betrifft gemäß einem Aspekt eine Druckmaschinenvorrichtung zur Verwendung
in einer Druckmaschine. Die Druckmaschinenvorrichtung umfasst ein bewegliches oder
unbewegliches Druckmaschinenelement, das eine physikalische Eigenschaft aufweist und
das ausgebildet ist, die physikalische Eigenschaft ansprechend auf eine Einwirkung
eines Feldes zu ändern.
[0016] Gemäß einer Ausführungsform ist das bewegliche Druckmaschinenelement ein Rotationskörper.
[0017] Gemäß einer Ausführungsform ist das Feld ein elektrisches oder ein magnetisches oder
ein elektromagnetisches Feld.
[0018] Gemäß einer Ausführungsform ist die physikalische Eigenschaft eine Härte, insbesondere
eine Oberflächenhärte, Schubfestigkeit, Dämpfungsverhalten, Kompressibilität, Dehnbarkeit,
Trägheit oder eine Ausdehnung, insbesondere eine Oberflächenausdehnung.
[0019] Gemäß einer Ausführungsform umfasst das bewegliche oder unbewegliche Druckmaschinenelement
einen magnetorheologischen oder einen elektrorheologischen Stoff oder Oberflächenabschnitt(e)
bzw. Abschnitt(e) bzw. Bereiche, die mit dem magnetorheologischen oder dem elektrorheofogischen
Stoff bedeckt sind.
[0020] Gemäß einer Ausführungsform umfasst das bewegliche oder unbewegliche Druckmaschinenelement
einen Oberflächanabschnitt, der ein mit magnetischen oder magnetisierbaren Bestandteilen
versetztes Material, insbesondere eine Flüssigkeit oder ein Gelee oder ein Polymer
oder ein Elastomer oder eine Farbe.
[0021] Gemäß einer Ausführungsform ist das bewegliche oder unbewegliche Druckmaschinenelement
ein Rotatiortselement, insbesondere ein hohles Rotationselement.
[0022] Gemäß einer Ausführungsform ist das bewegliche oder unbewegliche Druckmaschinenelement
eine Druckmaschinenwalze, insbesondere eine Reiberwalze oder eine Fan-Out-Walze oder
eine Gummiwalze oder eine Walze mit einem Gummituch oder eine Walze mit einer Gummituchunterlage
oder ein Stahlgegendruckzylinder oder ein Plattenzylinder oder eine F'arbauftragswalze
oder eine Wischwalze oder ein Folienzylinder oder eine Achse eines Druckmaschinenwalzenantriebes
umfassend einen magnetorheologischen oder einen elektrorheologischen Stoff.
[0023] Gemäß einer Ausführungsform ist das bewegliche oder unbewegliche Druckmaschinenelement
eine Rollenachse oder eine Rollenachse einer Bremse eines Rollenwechslers oder eine
bewegliche Aufnahme für eine Druckmaschinenwalze, insbesondere ein Aufnahmelager.
[0024] Gemäß einer Ausführungsform ist das bewegliche oder unbewegliche Druckmaschinenelement
eine Feder, insbesondere eine Bremsfeder oder eine gedämpfte Feder oder Dämpfer.
[0025] Gemäß einer Ausführungsform ist das bewegliche oder unbewegliche Druckmaschinenelement
eine Walze, die an eine erste Walze und an eine zweite Walze anstellbar oder anpressbar
ist, wobei die physikalische Eigenschaft Härte, Schubfestigkeit, Dämpfungsverhalten,
Kompressibilität, Dehnbarkeit, Ausdehnung oder Trägheit ist und wobei das bewegliche
Druckmaschinenelement zum Einstellen eines Nip-Verhältnisses mit dem Feld beaufschlagbar
ist.
[0026] Gemäß einer Ausführungsform umfasst die Druckmaschinenvorrichtung ein Feldbeaufschlagungselement
zum Beaufschlagen des beweglichen oder unbeweglichen Druckmaschinenelementes mit dem
Feld.
[0027] Gemäß einer Ausführungsform ist das Feldbeaufschlagungselement ausgebildet, ein elektrisches
oder ein magnetisches oder ein elektromagnetisches Feld zu erzeugen.
[0028] Gemäß einer Ausführungsform umfasst die Druckmaschinenvorrichtung ferner einen Feldsensor
zum Erfassen einer Feldstärke.
[0029] Gemäß einer Ausführungsform ist der Feldsensor mit dem Feldbeaufschlagungselement
zum Übermitteln einer erfassten Feldstärke gekoppelt. Dabei ist das Feldbeaufschlagungselement
ausgebildet, die Feldstärke in Abhängigkeit von der erfassten Feldstärke einzustellen.
[0030] Gemäß einer Ausführungsform ist wobei das Feldbeaufschlagungselement ausgebildet,
die erfasste Feldstärke mit einer Soll-Feldstärke zu vergleichen und die Feldstärke
in Abhängigkeit des Vergleichsergebnisses zu erhöhen oder zu senken oder beizubehalten.
[0031] Gemäß einer Ausführungsform umfasst das bewegliche oder unbewegliche Druckmaschinenelement
eine Längsachse. Dabei ist das Feldbeaufschlagungselement ausgebildet, das bewegliche
Druckmaschinenelement seitlich, insbesondere senkrecht zu der Längsachse, mit dem
Feld zu beaufschlagen.
[0032] Die gemäß der Erfindung erzielbaren Vorteile beruhen darauf, dass das erfindungsgemäße
Druckmaschinenelement, beispielsweise als eine Walze ausgeführt, wenigstens einen
Oberflächen- oder Volumenbereich umfassen kann, der mit einem elektrisch und/oder
magnetisch beeinflussbaren Kunststoff aufweisenden Material ausgebildet ist. Als besonders
vorteilhaft hat sich etwa ein magnetorheologisches mittels eines magnetischen Feldes
respektive elektromagnetischen Feldes oder ein elektrorheologisches mittels elektromagnetischen
Feldes beeinflussbares Material erwiesen, das z.B. aus einem Kunststoffmaterial bestehen
kann, in dem vor vorstehend ausgeführt magnetisierbare und/oder ferromagnetische und/oder
polarisierte Materialien oder Partikel eingeschlossen sind. Durch Anlegen oder Neutralisieren
eines Magnetfeldes oder eines elektromagnetischen Feldes kann bei einem solchen Material
die Oberflächeneigenschaft eingestellt werden. Ferner ist es möglich, eine Deformation
durch Anlegen eines größeren oder kleineren magnetischen oder elektromagnetischen
Feldes zu erzielen.
[0033] In Bezug auf Kunststoffe bzw. Polymere, deren Eigenschaften mittels elektrischer
Felder beeinflusst werden können, wird auf "
Aligned Single-Wall Carbon Nanotube Polymer Composits Using an Electric Field", Cheol
Park, et al, Journal of Polymer Science: Part B: Polymerphysics DOI 10.1002/POLB,
Seiten 1751 - 1762 verwiesen. In Bezug auf magnetisch beeinflussbare Kunststoffe bzw. Polymere oder
Gel-Zusammensetzungen wird beispielsweise "
The mechanical behavoir of smart magnet-hydrogel composite", R.V. Ramanujan and L.L.
Lao, Smart Mater. Struct. 15(2006), Seiten 952 - 956, verwiesen. Auch auf "
Phase Diagram of Dipolar Hard and Soft Spheres: Manipulation of Colloidal Crystal
Structures by an External Field", A.-P. Hynninen and M. Dijkstra, PRL 94, 138303, wird verwiesen.
[0034] Um Vorteile gemäß der Erfindung zu erziehen, reicht es bereits aus, eine umfängliche
Schicht mit dem ausgewählten Material auf der Walze vorzusehen. Das Material kann
dann beispielsweise durch Anlegen eines magnetischen oder elektrischen bzw. elektromagnetischen
Feldes verfestigt oder erweicht werden, um etwa in einem Farbwerk als Gummituchwalze
mit variablen Eigenschaften einsetzbar zu sein. Zusätzlich oder alternativ kann ein
zylinderförmiger Kern der Walze mit dem Material ausgebildet sein. So kann beispielsweise
auf dem Materialkern ein dennes Blech oder eine aufgedampfte Metallschicht mit oder
ohne Struktur vorgesehen sein, wobei durch Anlegen eines elektrischen und/oder elektromagnetischen
Feldes, etwa eines statischen Feldes oder eventuell auch eines Wechselfeldes, der
Kern versteift oder erweicht werden kann, so dass beispielsweise eine wandernde Deformierung
oder wandernde Materialförderung der so ausgebildeten Walze erzielt werden kann, die
in Andruck mit einer Gegenwalze beispielsweise aus hartem Material oder einer gleichermaßen
ausgebildeten Gegenwalze in Betrieb sein kann.
[0035] Es ist auch möglich, eine Zwischenschicht aus dem Material auszubilden, wobei beispielsweise
ein Kern aus festem Material vorgesehen sein kann und ein äußerer Mantel aus einem
festen Material ausgebildet sein kann. Auch hier lassen sich spezielle Effekte erzielen,
die etwa bei einem Farbwerk oder bei Leitwalzen von Vorteil sein können.
[0036] Natürlich lässt sich auch eine äußere Schicht der Walze mit Merkmalen gemäß der Erfindung
mit dem Material ausbilden, wobei sich dann beispielsweise gemäß den Viskositätseigenschaften
bestimmter Druckfarben oder Papiereigenschaften die äußere Schicht mehr oder minder
verfestigen, versteifen, erweichen oder verformen ließe.
[0037] Natürlich ist es auch möglich die Walze insgesamt aus dem ausgewählten Material herzustellen,
wobei vorteilhafter Weise dann nur die Walzenachse aus Metall gefertigte Erstreckungen
aufweist, die in Walzenlagern aufgenommen werden könnten.
[0038] Es wäre auch mit Vorteilen behaftet, wenigstens einen zur Zylinderachse der Walze
koaxialen Abschnitt mit dem Material auszubilden. Dieser Abschnitt könnte mit der
gleichen Rundung ausgebildet sein, wie die ansonsten beispielsweise aus Metall oder
Kunststoff ausgebildete Walze. Wird ein Feld mit einer bestimmten Feldstärke und/oder
Frequenz angelegt, kann der Abschnitt der Walze, der mit dem Material ausgebildet
ist, beispielsweise erweicht werden bzw. in seinem Volumen reduziert werden, so dass
eine niedrige Rinne entsteht, die beispielsweise Druckfarbe aufnehmen könnte oder
den Farb- bzw. Wassertransport verhindern können. Durch Verändern des angelegten elektrischen
und/oder magnetischen Feldes bzw. Wechselfeldes könnte je nach Material des besagten
Abschnittes auch eine Ausstülpung bewerkstelligt werden. Die denkbaren Einsatzbereiche
sind vielfältig und es sind keine Präzisions- bzw. Hochleistungsmechaniken erforderlich,
um die gewünschten Geometrien oder physikalischen Eigenschaften auf eine Walze zu
übertragen.
[0039] So kann beispielsweise auch einer Durchbiegung einer Walze bei hohem Bestelldruck
oder bei hohen Laufgeschwindigkeiten entgegengewirkt werden, indem die Schicht aus
dem bestimmten Material zu den lateralen Enden der Walze hin dicker oder dünner ausgebildet
ist. So kann einer Durchmesseränderung entlang der Walze beispielsweise dadurch entgegengewirkt
werden, dass entlang der Walze die Schicht aus dem ausgewählten Material eine variierende
Dicke aufweist. Wird nun ein gleichmäßiges Feld angelegt, kann beispielsweise an den
Enden der Walze eine dickere Schicht in ihrem Volumen, Härte, Elastizität usw. erhöht
werden, derart, dass Durchmesseränderungen ausgeglichen werden können. Umgekehrt ist
es auch möglich, die Schicht auf der Walze gleichmäßig dick auszubilden und ein in
seiner Stärke variierendes Feld entlang der Walze anzulegen, um einen entsprechenden
Effekt zu erzielen. Vorteilhafterweise kann die Walze mit Merkmalen gemäß der Erfindung
eine ein elektrisches und/oder magnetisches Feld aufbauende Einrichtung umfassen.
Beispielsweise kann in das Kunststoffmaterial eine Spule bzw. können Wicklungen aus
leitfähigem Material eingegossen sein, mit denen ein elektromagnetisches Feld bzw.
Wechselfeld unmittelbar in der durch das Feld zu beeinflussenden Schicht bzw. in dem
durch das Feld zu beeinflussenden Material erzeugt werden kann. Die Feldstärke kann
so maximal und sehr genau eingestellt werden, zumal keine Umgebungskomponenten auf
das Feld im Nahbereich um die Wicklungen bzw. die Spule einwirken können. Es ist auch
möglich, in die Walze einen Dauermagneten einzusetzen bzw. mehrere entgegengesetzt
gepolte Magnete einzusetzen, derart, dass diese zusammen oder auseinander gefahren
werden können, um deren Feld zu verstärken bzw. zu neutralisieren.
[0040] Andererseits ist es auch möglich, andere physikalische Größen zur Beeinflussung der
Eigenschaften des ausgewählten Materials heranzuziehen. So kann beispielsweise in
einem Typ von ausgewähltem Material, das magnetisiert worden ist, das Anlegen von
Wärme zum Aufbrechen des magnetischen Feldes zwischen korrelierten magnetischen Partikeln
und damit zur Verringerung der Feldstärke und folglich zur Veränderung der Materialeigenschaften
führen. Werden beispielsweise Partikel eines Seltenerdmetalls als ferromagnetischem
Material in Kunststoff eingegossen, die ihren ferromagnetischen Charakter bei relativ
niedrigen Temperaturen aufgeben, so kann bereits durch Erhitzen einer erfindungsgemäß
ausgebildeten Walze um wenige 10° C der magnetische Charakter aufgebrochen werden
und die magnetischen Partikel können in den Paramagnetismus überführt werden. Dies
kann dann das ausgewählte Material deformierbarer ausgestalten bzw. erweichen.
[0041] In Bezug auf die Konzentration des die Eigenschaften des Kunststoffes beeinflussenden
Materialzusatzes, beispielsweise der ferromagnetischen Partikel, ist festzuzuhalten,
dass diese es ermöglichen sollte, dass sich wenigstens ein Perkolationspfad durch
das besagte Material erstreckt. Über diesen Perkolationspfad kann sich dann eine Korrelation
der Partikel ergeben, die zur Änderung der Materialeigenschaften führt. Hierzu wird
auf die Literatur zu Phasenübergangsphänomen verweisen.
[0042] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann eine erfindungsgemäße Walze
auch mit einer oberflächennahen Struktur und/oder einer Oberflächenstruktur ausgebildet
sein, die mit dem Material ausgebildet ist. So kann beispielsweise eine wendel- oder
ringfolgearkige Struktur auf der Walzenoberfläche bzw. an der Walzenoberfläche ausgebildet
sein. In einem vorgebbaren Zustand des ausgewählten Materials kann dieses beispielsweise
mit der ansonsten aus z.B. Metall, Kunststoff oder Kohleverbundstoff bestehenden Oberfläche
der Walze eine durchgängige glatte Walzenoberfläche bilden, während in einem anderen
Zustand das Material über die Walzenoberfläche erstreckt werden kann, also erhaben
ist. Auch kann in einem vorgebbaren Zustand des Materials die Struktur unterhalb der
Walzenoberfläche liegen, also graben- oder rillenartig ausgebildet sein. Hier ist
es möglich, beispielsweise in einem Farbwerk einen Transporteffekt für Druckfarbe
zu erzielen, bzw. Farbe zu kneten, Farbe mit Wasser oder anderen Farben zu mischen
oder dergleichen mehr. Auch kann eine Walze mit ansonsten glatter Oberfläche eine
erhöhte Zugkraft auf ein bahnartiges Material ausüben, wenn dies erforderlich sein
sollte, indem das Material durch Anlegen eines elektrischen und/oder magnetischen
Feldes erhaben wird, d.h., aus der Walzenoberfläche hervorsteht.
[0043] Wie bereits voranstehend angedeutet, kann gemäß der Erfindung auch insbesondere eine
Walze ausgebildet werden, die als Gummituchwalze, weiche zu einem Farbwerk oder einem
Druckwerk gehört, zum Einsatz gelangen soll.
[0044] Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung kann eine Walzenanordnung
mit wenigstens einer Walze mit Merkmalen gemäß der voranstehenden Beschreibung ausgebildet
sein, wobei in der Umgebung der Walze wenigstens eine ein elektrisches und/oder magnetisches
Feld bzw. Wechselfeld aufbauende Einreichung angeordnet ist. Dies hat prinzipiell
den Vorteil, dass die ein Feld aufbauende Einrichtung nicht in die Walze integriert
sein muss, sondern extern ausgebildet sein kann. Die externe Ausbildung dieser Einrichtung
gewährleistet, dass die Einrichtung repariert bzw. ausgetauscht werden kann, ohne
dass die Walze an sich ausfällt bzw. unbrauchbar wird. Die ein Feld aufbauende Einrichtung
kann gemäß den voranstehenden Erläuterungen als eine oder mehrere Wicklungen aus leitfähigem
Material, als Spule oder leitfähige und/oder aufladbare O-berfläche oder dgl. ausgebildet
sein. Sie kann die Walze wenigstens teilweise umgeben oder lediglich einen Bereich
der Walze beeinflussen, der nahe der Oberfläche der Walze mit Merkmalen gemäß der
Erfindung ist, die auf eine bahnartige Materialbahn, Druckfarbe oder Feuchtungsmittel
einwirkt. Natürlich ist es auch vorteilhaft, wenn eine Druckmaschine entsprechend
der Erfindung ausgebildet ist.
[0045] Auch die Ausbildung einer eine Materialbahn be- und/oder verarbeitenden Einrichtung,
die insbesondere auch zum Transport der Materialbahn dient, kann gemäß der Erfindung
erfolgen, indem eine Walze gemäß der Erfindung, eine Bremse gemäß der Erfindung oder
eine Kupplung gemäß der Erfindung eingebaut wird. Entsprechend kann auch ein Farbwerk
irgendeiner bekannten Art mit einem oder mehreren der Gegenstände gemäß der Erfindung
wesentlich verbessert werden.
[0046] Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung eine Druckmaschine, insbesondere
eine Rollenrotationsoffsetdruckmaschine, mit der erfindungsgemäßen Druckmaschinenvorrichtung.
Das Feuchtwasser und/oder die Farbe der Druckmaschine kann (können) physikalische
Eigenschaften aufweisen. Diese Eigenschaften werden durch das Einwirken eines elektrischen
bzw. magnetischen Feldes erzeugt. Dadurch kann sich z.B. die Viskosität, das Volumen
oder die Temperatur des Feuchtwassers und/oder der Farbe verändern oder Transporteffekt
erzielt werden. Der eine Pol des Feldes kann an einem Zylinder oder einer Rolle der
Druckmaschinenvorrichtung angebracht werden, wie z.B. einem Plattenzylinder, einer
Wasserrolle oder einer Tintenrolle. Der andere Pol des Feldes kann an einem Farb-
oder Dosierventil, an einem Farbverteilerrohr, einer Walze, einem Zylinder oder einem
dem ersten Pol naheliegenden Objekt angebracht werden. Als Elektrode kann z.B. eine
Spule aus Metall oder Grafit verwendet werden. Idealerweise sollte sich ein homogenes
Feld bilden, welches sich z. B. zwischen zwei Walzen bildet kann.
[0047] Gemäß einem Aspekt betrifft die Erfindung eine Steuerungsvorrichtung zum Steuern
einer Feldstärke eines Feldes, insbesondere eines elektrischen oder eines magnetischen
oder eines elektromagnetischen Feldes, mit dem ein Druckmaschinenelement der erfindungsgemäßen
Druckmaschinenvorrichtung beaufschlagbar ist. Die Steuerungsvorrichtung umfasst ein
Feldbeaufschlagungselement zum Beaufschlagen des beweglichen Druckmaschinenelementes
mit dem Feld, einen Feldsensor zum Erfassen einer Feldstärke in einem vorbestimmten
Abstand von einer Oberfläche des Druckmaschinenelementes und ein Steuerungselement
zum Vergleichen der erfassten Feldstärke mit einem vorgebbaren Feldstärkesollwert,
um ein Vergleichsergebnis zu erhalten, wobei das Steuerungselement ausgebildet ist,
ein Steuerungssignal zu erzeugen, das auf das Vergleichsergebnis hinweist, und wobei
das Feldbeaufschlagungselement ausgebildet ist, ansprechend auf das Steuersignal die
Feldstärke zu senken oder zu erhöhen oder beizubehalten.
[0048] Gemäß einem Aspekt betrifft die Erfindung die Verwendung der erfindungsgemäßen Druckmaschinenvorrichtung
in einer Druckmaschine, insbesondere in einer Rollenrotationsoffsetdruckmaschine.
Gemäß einem Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Ändern einer physikalischen
Eigenschaft, insbesondere Härte, Schubfestigkeit, Dämpfungsverhalten, Kompressibilität,
Dehnbarkeit, Ausdehnung oder Trägheit, eines Druckmaschinenelementes der erfindungsgemäßen
Druckmaschinenvorrichtung mit Beaufschlagen des beweglichen Druckmaschinenelementes
mit einem Feld, insbesondere mit einem elektrischen, magnetischen oder elektromagnetischen
Feld.
[0049] Gemäß einem Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen einer Druckmaschinenvorrichtung
mit einem beweglichen Druckmaschinenelement mit: Bereitstellen des beweglichen Druckmaschinenelementes
und Beschichten zumindest eines Oberflächenabschnittes des Druckmaschinenelementes
mit einem magnetorheologischen oder einem elektrorheologischen Stoff.
[0050] Gemäß einem Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen einer Druckmaschinenvorrichtung
mit einem beweglichen Druckmaschinenelement mit: Bereitstellen eines elastischen Materials,
insbesondere eines gummiartigen Materials, Vermischen des elastischen Materials mit
einem magnetorheologischen oder einem elektrorheologischen Stoff, um einen Gemisch
zu erhalten, und Formen des beweglichen Druckmaschinenelementes unter Verwendung des
Gemisches z.B. durch Extrusion oder Vulkanisation.
[0051] Gemäß einem Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Steuern einer Feldstärke
eines Feldes, insbesondere eines elektrischen oder eines magnetischen oder eines elektromagnetischen
Feldes, mit dem ein Druckmaschinenelement einer Druckmaschinenvorrichtung beaufschlagbar
ist, mit Beaufschlagen des beweglichen Druckmaschinenelementes mit dem Feld, Erfassen
einer Feldstärke in einem vorbestimmten Abstand von einer Oberfläche des Druckmaschinenelementes
und Vergleichen der erfassten Feldstärke mit einem vorgebbaren Feldstärkesollwert,
um ein Vergleichsergebnis zu erhalten, wobei die Feldstärke ansprechend auf das Steuersignal
gesenkt, erhöht oder beibehalten wird.
[0052] Gemäß einem Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Ändern der physikalischen
Eigenschaften, insbesondere der Viskosität, Volumen oder Temperatur von Feuchtwasser
und/oder Farbe der Druckmaschine. Zur Änderung der physikalischen Eigenschaften wird
das Feuchtwasser und/oder die Farbe mit einem Feld, insbesondere mit einem elektrischen,
magnetischen oder elektromagnetischen Feld, beaufschlagt.
[0053] Weitere Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden anhand der beigefügten
Zeichnungen näher erläutert, welche Druckmaschinenvorrichtungen zeigen.
[0054] Fig. 1 zeigt eine Druckmaschinenanordnung mit einem beweglichen Druckmaschinenelement
101 und einem Feldbeaufschlagungselement 103. Das Druckmaschinenelement 101 weist
elektrorheologische oder magnetorheologische Eigenschaften auf, wobei zur Änderung
einer physikalischen Eigenschaft des Druckmaschinenelementes 101, beispielsweise des
Trägheitsmomentes oder der Härte oder der Ausdehnung, elektrisches oder magnetisches
Feld, das durch das Feldbeaufschlagungselement 103 erzeugt werden kann, eingesetzt
wird.
[0055] Fig. 2 zeigt eine Druckmaschinenvorrichtung mit einer Wischwalze 201, einer Farbwalze
203, einem Folienzylinder 205, einem Gummituchzylinder 207 und einem Gegendruckzylinder
208. Die in Fig. 2 dargestellte Druckmaschinenvorrichtung kann beispielsweise in einer
Offset-Druckmaschine eingesetzt werden, wobei die Wischwalze 201 oder die Farbwalze
203 oder der Folienzylinder 205 oder der Gummituchzylinder 207 oder der Gegendruckzylinder
208 elektrorheologische oder magnetorheologische Eigenschaften aufweisen können. Insbesondere
durch das Zusammenspiel des Gummituchzylinders 207 und des Gegendruckzylinders 208
kann der Anpressdruck auf den Bedruckstoff 211 eingestellt werden, Insbesondere kann
auch im Zusammenspiel zwischen Walze 201/203 und Folienzylinder 205 der NIP eingestellt
werden.
[0056] Fig. 3 zeigt eine Druckmaschinenanordnung mit einem Plattenzylinder 301, einem Offset-Zylinder
303 sowie einem Anpresszylinder 305. Die Zylinder 301, 303 und 305 sind in die jeweils
in die durch die dargestellten Pfeile angedeuteten Richtungen rotierbar. Zwischen
dem Offset-Zylinder 303 und dem Anpresszylinder 305 kann beispielsweise eine Papierbahn
307 mithilfe der Rollen 309 und 311 geführt werden. Ferner sind Tintenrollen 313,
315 und 317 vorgesehen, wobei die Rollen 313 und 315 an den Plattenzylinder 301 anstellbar
sind. Darüber hinaus sind Wasserrollen 319 und 321 vorgesehen, wobei die Rolle 321
an den Plattenzylinder 301 anstellbar ist. Die Rolle 319 wird durch ein Wasserbad
323 geführt.
[0057] Jede der in Fig. 3 dargestellten Rollen und jeder Zylinder können elektrorheologische
oder magnetorheologische Eigenschaften aufweisen. Wird beispielsweise der Offset-Zylinder
303 mit elektrorheolagischert oder mit magnetorheologischen Eigenschaften versehen,
so kann durch die Einwirkung eines äußeren Feldes und durch die damit zusammenhängende
Änderung der Oberflächenbeschaffenheit der Druck auf die Papierbahn 307 variiert werden.
Analog können durch die Beaufschlagung der Tintenrollen 313 und 315 mit einem Feld
der Anpressdruck oder das Nip-Verhältnis eingestellt werden. Sind die Wasserrollen
319 und 321 als elektrorheologische oder als magnetorheologische Elemente ausgeführt,
so kann durch die Einwirkung des äußeren Feldes beispielsweise deren resultierende
Oberfläche vergrößert oder verkleinert werden, wodurch eine effektive Steuerung der
aufzunehmenden Wassermenge möglich wird.
[0058] Fig. 4 zeigt eine Druckmaschinenvorrichtung mit einer Reiberwalze 401, einer Farbauftragswalze
403, die mit der Reiberwalze 401 in Berührung ist, sowie mit einem Plattenzylinder
405, der mit der Farbauftragswalze 403 in Berührung ist.
[0059] Die Farbauftragswalze 403 oder eine beliebige andere Walze kann beispielsweise als
eine Kunststoffwalze oder als eine Walze mit einer Kunststoffunterlage ausgebildet
sein, die elektrorheologische oder magnetorheologische Eigenschaften aufweist. Durch
die Einwirkung eines äußeren Feldes, beispielsweise eines elektrischen oder eines
magnetischen Feldes, kann beispielsweise die Oberflächenbeschaffenheit der Farbauftragswalze
403 derart variiert werden, dass beispielsweise ein Schichtdickenrelief 407 und folglich
die Beschaffenheit der zu druckenden Stelle 409 beeinflusst werden können. Darüber
hinaus kann die Reiberwalze 401 ebenfalls mit elektrorheologischen oder mit magnetorheologischen
Eigenschaften versehen werden, um beispielsweise den Anpressdruck auf die Farbauftragswalze
403 adaptiv einzustellen. Die in Fig. 4 dargestellten Walzen können beispielsweise
in die durch die Pfeile dargestellten Richtungen rotierbar gelagert sein.
[0060] Fig. 5 zeigt eine Druckmaschinenanordnung mit einer Rakel 501, die einen Farbzufuhrabschnitt
503 aufweist. Die Rakel 501 wirkt mit einem Farbauftragszyünder 505 zusammen, der
mit einem Plattenzylinder 507 in der in Fig. 5 dargestellten Weise zusammenwirkt.
Die Rakel 501 und/oder der Farbzufuhrabschnitt 503 und/oder die Farbauftragswalze
505 können mit elektrorheologischen oder mit magnetorheologischen Eigenschaften versehen
sein, so dass ein Relief 508 und folglich die zu druckende Stelle 509 durch die Einwirkung
elektrischer oder magnetischer oder elektromagnetischer Felder beeinflussbar sind.
[0061] Gemäß einem Aspekt können der elektrorheologische Effekt oder der magnetorheologische
Effekt zum Einstellen des Nip-Verhältnisses ausgenutzt werden, wie es in Fig. 6 dargestellt
ist. An einen Rotationskörper 601, beispielsweise eine Anstellwalze, sind zwei Rotationskörper
602 und 603 mit ihren Mantelflächen an dessen Mantelfläche angestellt. Die bei den
im Wesentlichen zylindrischen Rotationskörpern 601, 602 und 603 sich aus mathematischer
Sicht ergebende Berührlinie zwischen den Rotationskörpern 601, 602 und 603 wird zu
einem Streifen, der eine sich in die Umfangsrichtung der Rotationskörper erstreckende
Breite aufweist, wenn die Walzen mit einer bestimmten Kraft aufeinander gedrückt werden.
Die Streifenbreite wird im Allgemeinen als Nip bezeichnet und ergibt sich aufgrund
der Elastizität, welche die Rotationskörper 601, 602 und 603 insbesondere an deren
Oberflächen aufweisen. Die Elastizitätsänderung kann beispielsweise durch die Beaufschlagung
der Rotationskörper 601, 602 und/oder 603, die jeweils elektrorheologische oder magnetorheologische
Eigenschaften aufweisen können, mit einem elektrischen, einem magnetischen oder einem
elektromagnetischen Feld eingestellt werden.
[0062] An der Umfangsfläche des Rotationskörpers 601 kann beispielsweise ein Sensor 604
angeordnet werden, der die Feldstärke misst, woraufhin ein in Fig. 6 nicht dargestelltes
Beaufschlagungselement, das beispielsweise das elektrische oder das magnetische Feld
erzeugt, in Abhängigkeit eines Sensorsignals die Feldstärke erhöht, senkt oder beibehält.
Durch die Änderung der Feldstärke ändern sich auch die Berührbreiten an den Berührpunkten
605 und 606, wodurch das Nip-Verhältnis eingestellt werden kann. Der Sensor 604 kann
auch als NIP-Messsensor ausgebildet sein.
[0063] Fig. 7a zeigt ein Druckmaschinenelement, das eine Walze sein kann, an deren Oberfläche
in Umfangsrichtung streifenförmige, scheibenförmige oder Volumenbereiche 701 mit elektrorheologischen
oder mit magnetorheologischen Eigenschaften angeordnet sind.
[0064] Fig. 7b zeigt ein Druckmaschinenelement, beispielsweise eine Walze, an deren Oberfläche
magnetorheologische oder elektrorheologische Streifen 703 angeordnet sind, welche
versetzt angeordneten, spiralförmig, streifenförmig oder scheibenförmig verlaufen
oder als Volumenbereiche ausgebildet sind.
[0065] Fig. 7c zeigt ein bewegliches Druckmaschinenelement, beispielsweise eine Walze, die
einen elektrorheologischen oder einen magnetorheologischen Streifen 705 aufweist,
der einen Oberflächenring bildet, welcher streifenförmige oder scheibenförmige oder
als Volumenbereiche angeordnet ist.
[0066] Die dargestellten Formen bzw. Beeinflussungsmuster lassen sich auch mittels einer
durchgehenden aktiven Schicht und durch geeignete Aktivierung mittels Felder erzeugen.
Durch die Beeinflussung der elektrorheologischen bzw. der magnetorheologischen Oberflächenbestandteile
der in den Figuren 7a bis 7c dargestellten Walzen können durch Einwirkung eines Feldes
deren Oberflächeneigenschaften wie beispielsweise die Ausdehnung oder die Härte geändert
werden.
[0067] Fig. 8a zeigt eine Fan-Out-Walze mit magnetorheologischen und/oder elektrorheologischen
Ringen 801, die die Oberfläche der Walze zumindest teilweise bedecken. Die Durchschnittsbreite
der Ringe kann beispielsweise 5 bis 6 mm betragen. Fig. 8b zeigt eine Fan-Out-Walze
oder eine Farb- oder Feuchtwalze, mit magnetorheologischen und/oder elektroreologischen
Ringen 801, die die Oberfläche zumindest teilweise bedecken. Fig. 8b zeigt eine mögliche
Kraftverteilung auf Papier oder Förderrichtung von Farbe in Pfeilrichtung bei geeigneter
Ansteuerung der Walze durch ein Feld.
[0068] Fig. 9 zeigt eine Druckmaschinenvorrichtung, die beispielsweise ein Bahnführungselement
oder Klemmstelle sein kann. Die Druckmaschinenvorrichtung umfasst eine erste Walze
901, die mittels einer Feder 903 federnd gelagert sein kann. An die Walze 901 ist
eine zweite Walze 905 anstellbar, die mittels einer Feder 907 ebenfalls federnd gelagert
ist. Zwischen den Walzen 901 und 909 kann eine Papierbahn geführt werden, wobei der
auf die Papierbahn ausgeübte Druck durch den Anstelldruck der Walzen beeinflussbar
ist.
[0069] Zur Druckänderung können beispielsweise die Federelemente 903 und 907 als elektrorheologische
oder als magnetorheologische Elemente ausgeführt sein, die durch Einwirkung eines
äußeren Feldes ihre Elastizität oder Form ändern. Darüber hinaus können auch die Walzen
901 und 905 jeweils mit einem elektrorheologischen oder einem magnetorheologischen
Stoff zumindest teilweise bedeckt sein, wodurch alternativ oder zusätzlich durch ein
äußeres Feld der NIP eingestellt werden kann.
[0070] Die in Fig. 9 dargestellten Walzen 901 und 905 lassen sich beispielsweise über eine
Zone oder über ein Vielfaches davon in ihrer Eigenschaft verändern, wobei beispielsweise
das magnetische Feld bevorzugt derart erzeugt wird, dass die Feldlinien in Richtung
der Papierbahn 909 zeigen.
[0071] Fig. 10a zeigt beispielhaft ein bewegliches Druckmaschinenelement 1001 oder einen
Ausschnitt davon, dass beispielsweise ein Bahnführungs- oder Farbführungs- oder Wasserführungselement
sein kann und zur Bahn-, Farb- oder WasserFührung und Transport eingesetzt werden
kann. In Fig. 10a beispielhaft dargestellt sind die radialen Magnetfelder B durch
ein Pfeil gekennzeichnet. Der z.B. lineare Magnetfeldverlauf ist durch eine nicht
parallele Linie zur Rotationsachse angedeutet. Die Stellen mit den Magnetfeldpfeilen
B stellen die Orte höchster Magnetfeldstärke dar. Wird ein magnetorheologisches Material
eingesetzt, kann die Elastizität von z.B. Elastomeren erhöht werden. Durch Bahnzug
oder Gegendruck kann die Oberfläche in Bereichen kleinerer Feldstärken im Vergleich
zu Bereichen größerer Feldstärken stärker verformt werden. Die Verformung ist im strichlierten
Umfang angedeutet. Dadurch verändert sich entsprechend das Papier-, Wasser- oder Farbförderverhalten.
Ähnliche Überlegungen sind auf elektrorheologische Körper unter Einfluss eines elektrischen
Feldes übertragbar.
[0072] Fig. 10b zeigt beispielhaft das bewegliche Druckmaschinenelement aus Fig. 10a mit
einem möglichen ortsvariablen Verlauf der Magnetfeldstärke. Ähnliche Resultate sind
auch mit elektrorheologischen Materialien unter Einfluss von elektrischen Magnetfeldern
erzielbar.
[0073] Fig. 10c zeigt ein Bahnführungselement mit ringförmig angeordneten Oberflächenbestandteilen
oder Scheiben 1005 mit elektrorheologischen oder mit magnetorheologischen Eigenschaften.
Wird z.B. das elektrische Feld in axialer Richtung erzeugt, so entstehen gewölbte
Abschnitte 1007.
[0074] Fig. 11a zeigt eine Druckmaschinenwalze mit einer Achse 1101 und einem Rotationskörper
1103, beispielsweise einem Zylinder. Der Zylinder 1103 umfasst Oberflächenabschnitte
1105, 1107, 1109 und 1111, die elektrorheologische oder magnetorheologische Eigenschaften
aufweisen können. Gemäß einer Ausführungsform ist die Länge des Abschnittes 1111 gleich
der Gesamtlänge der Abschnitte 1105, 1107 und 1109. Die Länge des Abschnittes 1109
entspricht beispielsweise der Gesamtlänge der Abschnitte 1105 und 1107, die gleich
oder unterschiedlich lang sein können.
[0075] Fig. 11b zeigt eine Walze 1113, die mit ihrer Achse 1115 um die Horizontalachse schwenkbar
ist, wodurch die Ausrichtung der Walze 1113 bezüglich eines äußeren Feldes geändert
werden kann.
[0076] Fig. 12 zeigt eine Druckmaschinenvorrichtung mit einer Druckmascttinenwalze 1201,
einem ersten Feldbeaufschlagungselement 1203 und einem zweiten Feldbeaufschlagungselement
1205. Das erste Feldbeaufschlagungselement 1203 ist vorgesehen, ein elektrisches oder
ein magnetisches oder ein elektromagnetisches Feld zu erzeugen und es bevorzugt in
radialer Richtung, beispielsweise senkrecht zu einer Längsachse der Walze 1201, auszustrahlen.
Das erste Feldbeaufschlagungselement 1203 hat eine längliche Form und ist in einem
vorbestimmten Abstand zu der Walze 1201 anbringbar. Das zweite Feldbeaufschlagungselement
1205 ist in Form eines entlang der Längsachse geschnittenen Hohlzylinders ausgebildet
und ist bezüglich der Walze 1201 derart angeordnet, dass die Walze 1201 zumindest
teilweise durch das zweite Feldbeaufschlagungselement umgeben wird. Das zweite Feldbeaufschlagungselement
1205 erzeugt beispielsweise ein elektrisches oder ein magnetisches Feld und strahlt
dieses in radialer Richtung nach innen in Richtung der Oberfläche der Walze 1201 aus.
[0077] Gemäß einer Ausführungsform können das erste Feldbeaufschlagungselement 1203 und/oder
das zweite Feldbeaufschlagungselement 1205 vorgesehen sein, um die bevorzugt mit elektrorheologischen
oder mit magnetorheologischen Eigenschaften versehene Walzenoberfläche mit einem elektrischen
bzw. magnetischen Feld zu beaufschlagen.
[0078] Fig. 13a zeigt eine Druckmaschinenwalze 1301, bei der in einem Winkelbereich zwischen
90° und 270° ein durchgehendes Magnetfeld 1303 erzeugt wird, wobei die Magnetfeldstärke
derart verteilt ist, dass sie Bereiche mit der gleichen Magnetfeldstärke durchgehende
Linien bilden, die gegenüber der Längsachse der Druckmaschinenwalze 1301 geneigt sind.
[0079] Fig. 13b zeigt die Druckmaschinenwalze 1301 bei einem Winkel von 270°. Die durchgehend
erzeugten Magnetfeldlinien 1305 sind in perspektivischer Darstellung oberhalb der
Längsachse nach rechts geneigt, wobei die Magnetfeldlinien unterhalb der Längsachse
nach links geneigt sind. Auf der Höhe der Längsachse entsteht somit ein Knick in Form
einer nach links gerichteten Pfeilspitze.
[0080] Fig. 13c zeigt die Druckmaschinenwalze 1301 bei einer Drehung von 180° mit Magnetfeldlinien
1307 mit durchgehenden Feldstärkebereichen, die bezüglich der Längsachse nach rechts
geneigt sind. Darüber hinaus wird ein Magnetfeld 1309 erzeugt, bei dem die Feldstärke
nicht durchgehend ist. Optional können ferner inphasige Magnetfeldbereiche 1311 und
gegenphasige Magnetfeldbereiche 1313 vorgesehen sein.
[0081] Die in Fig. 13 dargestellten Magneffeldmuster können beispielsweise mithilfe einer
in und/oder um die Walze 1301 angeordneten Feldbeaufschlagungsvorrichtung erzeugt
werden, die in Abhängigkeit eines Drehwinkels unterschiedliche Feldverteilungsmuster
erzeugt.
[0082] Fig. 14a zeigt eine Auftragswalze mit einem magnetorheologischen oder elektrorheologischen
Bereich 1401, der als Ringstreifen oder Scheibe oder Bereich ausgebildet ist.
[0083] Unter Einfluss einer Feldveränderung kann sich der Bereich 1401 wie in Fig. 14b zusammenziehen
und eine Rille oder eine umlaufende Vertiefung bilden, die ferner gewölbte Seitenbereiche
1405 aufweisen kann, so dass eine effiziente Farbbarriere erzielbar ist.
1. Druckmaschinenvorrichtung zur Verwendung in einer Druckmaschine, mit:
einem beweglichen oder unbeweglichen Druckmaschinenelement (101), das eine physikalische
Eigenschaft aufweist und das ausgebildet ist, die physikalische Eigenschaft ansprechend
auf eine Einwirkung eines Feldes zu ändern, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche oder unbewegliche Druckmaschinenelement (101) einen magnetorheologischen
und/oder einen elektrorheologischen Stoff umfasst oder einen Oberflächenabschnitt
aufweist, der mit dem magnetorheologischen oder dem elektrorheologischen Stoff bedeckt
ist.
2. Die Druckmaschinenvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckmaschinenelement (101) ein Rotationskörper ist.
3. Die Druckmaschinenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die physikalische
Eigenschaft eine Härte, Schubfestigkeit, Dämpfungsverhalten, Kompressibilität, Dehnbarkeit,
Ausdehnung oder Trägheit ist.
4. Die Druckmaschinenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das bewegliche
oder unbewegliche Druckmaschinenelement (101) einen Oberflächanabschnitt aufweist,
der ein mit magnetischen oder magnetisierbaren Bestandteilen versetztes Material,
insbesondere eine Flüssigkeit oder ein Gelee oder ein Polymer oder ein Elastomer oder
eine Farbe, umfasst,
5. Die Druckmaschinenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das bewegliche
Druckmaschinenelement (101) ein Rotationselement, insbesondere ein hohles Rotationselement,
ist.
6. Die Druckmaschinenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das bewegliche
Druckmaschinenelement (101) eine Druckmaschinenwalze oder Zugwalze, insbesondere eine
Reiberwalze oder eine Fan-Out-Walze oder eine Gummiwalze oder eine Walze mit einem
Gummituch oder eine Walze mit einer Gummituchunterlage oder ein Stahlgegendruckzylinder
oder ein Plattenzylinder oder eine Farbauftragswalze oder eine Wischwalze oder ein
Folienzylinder oder eine Achse eines Druckmaschinenwalzenantriebes umfassend einen
magnetorheologischen oder einen elektrorheologischen Stoff ist.
7. Die Druckmaschinenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das bewegliche
Druckmaschinenelement (101) eine Rollenachse oder eine Rollenachse einer Bremse eines
Rollenwechslers oder eine bewegliche Aufnahme für eine DruclCmaschinenwafze, insbesondere
ein Aufnahmelager, ist.
8. Die Druckmaschinenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das bewegliche
Druckmaschinenelement (101) eine Feder, insbesondere eine Bremsfeder, ist.
9. Die Druckmaschinenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das bewegliche
Druckmaschinenefemertt (101) eine Walze ist, die an eine erste Walze und an eine zweite
Walze anstellbar oder anpressbar ist, wobei die physikalische Eigenschaft Härte, Schubfestigkeit,
Dämpfungsverhalten, Kompressibilität, Dehnbarkeit, Ausdehnung oder Trägheit ist und
wobei das bewegliche Druckmaschinenelement (101) zum Einstellen eines Nip-Verhältnisses
mit dem Feld beaufschlagbar ist.
10. Die Druckmaschinenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, die ferner ein Feldbeaufschlagungselement
(103) zum Beaufschlagen des beweglichen oder unbeweglichen Druckmaschinenelementes
(101) mit einem elektrischen und/oder magnetischen Feld aufweist.
11. Die Druckmaschinenvorrichtung nach Anspruch 10, die ferner einen Feldsensor zum Erfassen
einer Feldstärke umfasst, wobei der Feldsensor bevorzugt mit dem Feldbeaufschlagungselement
(103) zum Übermitteln einer erfassten Feldstärke gekoppelt ist und wobei das Feldbeaufschlagungselement
(103) ausgebildet ist, die Feldstärke in Abhängigkeit von der erfassten Feldstärke
einzustellen, insbesondere die erfasste Feldstärke mit einer Soll-Feldstärke zu vergleichen
und die Feldstärke in Abhängigkeit des Vergleichsergebnisses zu erhöhen oder zu senken
oder beizubehalten.
12. Die Druckmaschinenvorrichtung nach einem der Ansprüche 10 oder 11, wobei das bewegliche
Druckmaschinenelement (101) eine Längsachse aufweist und wobei das Feldbeaufschlagungselement
(103) ausgebildet ist, das bewegliche Druckmaschinenelement (101) seitlich, insbesondere
senkrecht zu der Längsachse, mit dem Feld zu beaufschlagen.
13. Druckmaschine, insbesondere eine Rollenrotationsoffsetdruckmaschine umfassend;
eine Druckmaschinenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12; und
Feuchtwasser und/oder Farbe, welche ausgebildet sind, ihre physikalischen Eigenschaften,
insbesondere Viskosität, Volumen oder Temperatur, in Reaktion auf eine Einwirkung
eines elektrischen und/oder magnetischen Feldes zu ändern.
14. Steuerungsvorrichtung zum Steuern einer Feldstärke eines Feldes, insbesondere eines
elektrischen oder eines magnetischen oder eines elektromagnetischen Feldes, mit dem
ein Druckmaschinenelement (101) einer Druckmaschinenvorrichtung gemäß einem der Ansprüche
1 bis 12 beaufschlagbar ist, mit:
einem Feldbeaufschlagungselement (103) zum Beaufschlagen des beweglichen Druckmaschinenelementes
(101) mit dem Feld;
einem Feldsensor zum Erfassen einer Feldstärke in einem vorbestimmten Abstand von
einer Oberfläche des Druckmaschinenelementes (101); und
einem Steuerungselement zum Vergleichen der erfassten Feldstärke mit einem vorgebbaren
Feldstärkesollwert, um ein Vergleichsergebnis zu erhalten;
wobei das Steuerungselement ausgebildet ist, ein Steuerungssignal zu erzeugen, das
auf das Vergleichsergebnis hinweist, und wobei das Feldbeaufschlagungselement (103)
ausgebildet ist, ansprechend auf das Steuersignal die Feldstärke zu senken oder zu
erhöhen oder beizubehalten.
15. Verfahren zum Ändern einer physikalischen Eigenschaft, insbesondere einer Härte, Schubfestigkeit,
Dämpfungsverhalten, Kompressibilität, Dehnbarkeit oder Ausdehnung, eines Druckmaschinenelementes
(101) einer Druckmaschinenvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 14, mit:
Beaufschlagen des beweglichen Druckmaschinenelementes (101) mit einem Feld, insbesondere
mit einem elektrischen, magnetischen oder elektromagnetischen Feld, um die physikalische
Eigenschaft zu ändern.
16. Verfahren zum Herstellen einer Druckmaschinenvorrichtung mit einem beweglichen oder
unbeweglichen Druckmaschinenelement (101) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12, mit
mindestens einem der folgenden Schritte:
Bereitstellen des beweglichen oder unbeweglichen Druckmaschinenelementes (101);
Beschichten zumindest eines Oberflächenabschnittes des Druckmaschinenelementes (101)
mit einem magnetorheologischen oder einem elektrorheologischen Stoff;
Bereitstellen eines elastischen Materials, insbesondere eines gummiartigen Materials;
Vermischen des elastischen Materials mit einem magnetorheolagischen oder einem elektrorheologischen
Stoff, um einen Gemisch zu erhalten;
Formen des beweglichen oder unbeweglichen Druckmaschinenelementes (101) unter Verwendung
des Gemisches.
17. Verfahren zum Steuern einer Feldstärke eines Feldes, insbesondere eines elektrischen
oder eines magnetischen oder eines elektromagnetischen Feldes, mit dem ein Druckmaschinenelement
(101) einer Druckmaschinenvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12 beaufschlagbar
ist, mit den Schritten:
Beaufschlagen des beweglichen oder unbeweglichen Druckmaschinenelementes (101) mit
dem Feld;
Erfassen einer Feldstärke in einem vorbestimmten Abstand von einer Oberfläche des
Druckmaschinenelementes (101); und
Vergleichen der erfassten Feldstärke mit einem vorgebbaren Feldstärkesollwert, um
ein Vergleichsergebnis zu erhalten;
wobei die Feldstärke ansprechend auf das Steuersignal gesenkt, erhöht oder beibehalten
wird.
18. Verfahren zum Ändern einer physikalischen Eigenschaft, insbesondere der Viskosität,
Volumen oder Temperatur, von Farbe und/oder Wasser einer Druckmaschine nach Anspruch
13 mit:
Beaufschlagen von Feuchtwasser und/oder Farbe mit einem Feld, insbesondere mit einem
elektrischen, magnetischen oder elektromagnetischen Feld, um die physikalische Eigenschaft
zu ändern.