[0001] Die Erfindung betrifft ein dekoratives Element, umfassend eine Vielzahl von Schmucksteinen,
wobei die Schmucksteine auf einer Klebstoffschicht verteilt sind und von der Klebstoffschicht
gehalten werden, und wobei die Klebstoffschicht auf einem länglichen Körper aufgebracht
ist, dessen Längserstreckung um ein Vielfaches größer als sein Querschnittsumfang
ist
[0002] Seit langer Zeit beschäftigt sich die Mode- und Designindustrie damit, Schmucksteine
auf ein Bekleidungsstück oder ein Modeaccessoire zu applizieren. Wesentlich für das
Aufbringen derartiger Schmucksteine ist es, zumindest einen Teil der Oberfläche der
Schmucksteine mit einer Klebstoffschicht zu beschichten und die Schmucksteine dann
direkt am gewünschten Ort aufzubringen. Will man allerdings großflächige Bereiche
mit Schmucksteinen versehen oder aber sind die Schmucksteine sehr klein und unhandlich,
ist es äußerst umständlich und teuer, die Schmucksteine einzeln mit beispielsweise
flüssigem Schmelzklebstoff zu beschichten und am gewünschten Ort zu befestigen.
[0003] Eine weitere bekannte Möglichkeit ist es die Schmucksteine zuerst an einem Übertragungsmedium
zu befestigen und dieses dann an einem Kleidungsstück oder Modeaccessoire anzubringen.
In der
EP 1 295 984 A2 ist eine Folie gezeigt, welche mit einem Schmelzkleber beschichtet sein kann, wobei
auf der Folie großflächig Glaskugeln und mit Facetten versehene Glaselemente in die
Schmelzschicht eingedrückt sind. Als nachteilig ergibt sich dabei, dass derartige
mit Schmucksteinen versehene Folien hauptsächlich an flächigen Gegenständen angeordnet
werden können. Zudem kann sich je nach Gegenstand, an dem eine derartige Folie angebracht
werden soll, die Existenz der Folie selbst als optisch wenig attraktiv herausstellen
kann oder aber die Folie am jeweiligen Gegenstand nur ungenügend haften.
[0004] In der
WO 97/16754 ist ebenfalls eine Folie geoffenbart, welche mit einer Mischung aus Glaskugeln und
Glassplittern belegt ist. Neben den oben erwähnten Nachteilen von einer mit Schmucksteinen
versehenen Folie können die Glassplitter, insbesondere, wenn sie weiter über die Oberfläche
ragen als die Kugeln, unangenehme Folgen bei Berührung der Schmucksteine nach sich
ziehen, indem möglicherweise scharfkantige Glassplitter zu Verletzungen führen können.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein dekoratives Element anzugeben, welches
eine Vielzahl von Schmucksteinen, die von einer Klebstoffschicht gehalten werden,
umfasst, und welches die oben erwähnten Nachteile vermeidet und den Anwendungsbereich
der obigen Erfindungen erweitert.
[0006] Dies wird durch ein erfindungsgemäßes dekoratives Element mit den Merkmalen des Anspruchs
1 erreicht.
[0007] In einer Ausführungsform der Erfindung sind die Schmucksteine auf einem flexiblen
Seil, bestehend aus mehreren Fasern, oder einem flexiblen drahtförmigen Körper angeordnet.
Dieses Seil oder dieser Draht können dabei aus Metall bestehen, wobei eine Ummantelung
aus Kunststoff zusätzlich vorgesehen sein kann. Ein derartiger Körper weist einen
kreisförmigen Querschnitt auf, wodurch die Beschichtung des Körpers mit Klebstoff
und ebenso nachfolgend das Verteilen der Schmucksteine auf der Klebstoffschicht in
besonders einfacher Weise möglich sind. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass der
längliche Körper eine Stange ist, wobei die Stange gebogen sein kann. Die Stange weist
dabei bevorzugt einen kreisförmigen oder polygonalen Querschnitt auf. Ein derartiger
Körper weist im Gegensatz zu einem flexiblen Seil oder Draht eine erhöhte Stabilität
auf. Auch kann ein erfindungsgemäßes dekoratives Element Teil einer Stromleitungsvorrichtung
sein, beispielsweise indem auf ein die Oberfläche eines Stromleitungskabels eine Klebstoffschicht
und Schmucksteine aufgebracht werden.
[0008] Bei einem dekorativen Element, dessen Grundkörper ein flexibles Seil oder ein flexibler
drahtförmiger Körper oder eine, vorzugsweise gebogene Stange, vorzugsweise mit kreisförmigen
oder polygonalem Querschnitt ist, ist das Befestigen einer mit Schmucksteinen versehenen
Folie zumeist unmöglich, auf jeden Fall aber äußerst umständlich. Zudem kann die zusätzlich
aufgebrachte Folie optisch wenig attraktiv wirken und oft nur ungenügend anhaften.
Wird aber auf den länglichen Körper eine Klebstoffschicht aufgebracht, können die
Schmucksteine darauf in einfacher Weise direkt appliziert werden, ohne die Steine
einzeln handhaben zu müssen und ohne ein folienartiges Übertragungsmedium verwenden
zu müssen, wobei die mit Schmucksteine versehene Folie am länglichen Körper befestigt
werden müsste. Somit ist der Anwendungsbereich der mit Schmucksteinen versehenen Folien
durch die vorliegende Erfindung auf Gegenstände deren Querschnittsumfang viel geringer
als deren Längserstreckung ist erweitert. Die genaue Form des Querschnitts selbst
ist dabei nicht wesentlich und muss auch nicht entlang der gesamten Längserstreckung
des Körpers gleich bleiben.
[0009] Ein derartiges dekoratives Element ist, gegebenenfalls nach der Anordnung von Befestigungsvorrichtungen
vielfältig anwendbar. Beispiele seiner Einsetzbarkeit sind als Handtaschengriff; als
Dekorelement zum Aufsticken auf eine Kleidungsstück oder ein Modeaccessoire; als stromführendes
Kabel beispielsweise bei Beleuchtungseinrichtungen wie Lustern; als Haarverlängerung;
oder als dekoratives Seil für Balkone, Stiegengeländer, Türsichtschutz, Stahlnetze.
Natürlich ist ein erfindungsgemäßes dekoratives Element noch in vielen anderen Bereichen
anwendbar.
[0010] Weitere vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
definiert und werden im Folgenden näher erläutert.
[0011] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist der Querschnitt eines erfindungsgemäßen
länglichen Körpers über die Längserstreckung, zumindest in jenen Bereichen wo die
Schmucksteine angeordnet sind, im Wesentlichen konstant. Dies ist beispielsweise dann
der Fall, wenn der längliche Körper seilförmig oder stabförmig ist. Es kann aber auch
vorgesehen sein, dass sich der Querschnittsumfang über die Längserstreckung des länglichen
Körpers verändert.
[0012] Es kann vorgesehen sein, dass der längliche Körper wenigstens annähernd ein zylinderförmiger
oder prismatischer Körper ist. Dabei kann der längliche zylinderförmige Körper auch
nur lokal die Form eines Zylinders aufweisen. Wird ein derartiger länglicher Körper
aus Metalllitzen aufgebaut, so ist ein perfekter kreisrunder oder polygonaler Querschnitt
gar nicht möglich, wohl aber kann ein derartiger Querschnitt angenähert sein.
[0013] In Bezug auf ein Ausführungsbeispiel ist eine speziellere Aufgabe der Erfindung,
einen durch spiegelnde ebene Flächen erzeugten Glitzereffekt des dekorativen Elementes
zu erzeugen, ohne dazu Glassplitter zu benützen, die eine Hautverletzung bei Berührung
bewirken können.
[0014] Diese Aufgabe wird in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dadurch gelöst,
dass der überwiegende Teil der Schmucksteine die Form von Kugeln hat, mindestens aber
5% der Glaselemente ebene Begrenzungsflächen aufweisen. Besonders vorteilhafte edelsteinartige
Glitzereffekte können dabei erzielt werden, wenn ein Teil der Schmucksteine aus vorzugsweise
facettenartig angeschliffenen Kugeln besteht. Um Kosten zu sparen, kann es in einer
Ausführungsform der Erfindung vorgesehen sein, den Anteil an angeschliffenen Kugeln
auf 25% der Schmucksteine zu beschränken. Außerdem kann es vorteilhaft sein, dass
die Schmucksteine Glaskugeln (Ballotini) und facettiert angeschliffene Glaskugeln
umfassen, wobei die Facetten zu einem Spitz oder einer Doppelspitze zugeschliffen
sein können.
[0015] Zusätzlich oder alternativ zu angeschliffenen Kugeln können auch quaderförmige Schmucksteine,
vorzugsweise Glassteine, verwendet werden. Dabei können derartige quaderförmige Schmucksteine
direkt auf den länglichen Körper des erfindungsgemäßen dekorativen Elements aufgebracht
werden oder nachdem die quaderförmigen Schmucksteine in eine gewünschte Form angeschliffen
wurden.
[0016] Neben oder statt Glaselementen ist es prinzipiell auch möglich Schmucksteine aus
Kunststoff zu verwenden.
[0017] In einer Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, die Größe der Schmucksteine,
insbesondere der Kugeln zwischen 0,15 und 3 mm, vorzugsweise zwischen 0,15 und 1,5
mm zu wählen. Bei kleineren Durchmessern sind die einzelnen Elemente aus üblicher
Entfernung nicht mehr hinreichend erkennbar, bei größeren Durchmessern ist die mechanische
Belastbarkeit der Verbindung zwischen den Elementen und der Klebstoffschicht nicht
mehr hoch genug.
[0018] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, die Schmucksteine
flächendeckend auf der Oberfläche des länglichen, vorzugsweise zylinderförmigen oder
prismatischen Körpers zu verteilen. Dabei kann es auch vorgesehen sein, dass mehrere
Schichten von erfindungsgemäßen Schmucksteinen übereinanderliegend von der Klebstoffschicht
gehalten werden.
[0019] Da in der
AT 003 268 U1 erwähnt wird, dass bei Schmucksteinen, insbesondere bei Glaselementen mit unverspiegelter
Rückseite optisch reizvolle Kombinationseffekte zwischen der Farbe des Untergrunds
und den Brechungseigenschaften bzw. der Farbe der Schmucksteine erzielt werden können,
ist in einer weiteren Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass die Schmucksteine
transparentes Material, insbesondere Glas, umfassen und eine unverspiegelte Rückseite
aufweisen. Dabei kann es weiters vorteilhaft sein, dass der Klebstoff transparent
ist, wodurch die Farbe des Grundkörpers, auf dem die Schmucksteine und die Klebstoffschicht
angeordnet sind, sichtbar wird. Der Klebstoff kann aber auch gefärbt sein. Außerdem
kann es vorteilhaft sein, dass die transparenten Schmucksteine mit einer Schicht bedampft
sind, welche zumindest teilweise absorbierend sind oder Interferenzeffekte erzeugen,
beispielsweise indem zumindest auf Teilen der Rückseite der Schmucksteine eine Metallschicht
aufgedampft ist. Optisch günstige Effekte ergeben sich insbesondere dann, wenn in
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung vorgesehen ist, dass zumindest Teile
der Schmucksteine in Draufsicht farbig sind. Es kann auch vorgesehen sein, dass zumindest
auf Teilen der Schmucksteine ein Haftmittel aufgebracht ist.
[0020] In einer Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Klebstoff ein
reaktives Polyurethan umfasst. Ein derartiger Klebstoff wird über Temperatur aktiviert.
Das Aushärten kann dabei beispielsweise über Luftfeuchtigkeit mehrere Tage andauernd.
Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass der Klebstoff später nicht mehr aktiviert werden
kann und ein erfindungsgemäßes dekoratives Element problemlos auch im Freien verwendet
werden kann und der Sonnenstrahlung ausgesetzt sein kann. Generell sind aber auch
andere Klebstoffsorten mit anderem Aushärtungsverhalten, wie beispielsweise unter
UV-Bestrahlung aushärtbare Klebstoffe, denkbar.
[0021] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass zumindest
an einem, vorzugsweise an beiden Enden des länglichen Körpers eine Befestigungsvorrichtung
angeordnet ist. Beispielsweise kann an einem oder beiden Enden des dekorativen Elementes
ein karabinerartiger Verschluss oder ähnliche Vorrichtungen zur Befestigung angeordnet
sein, womit ein erfindungsgemäßes dekoratives Element beispielsweise als optisch reizvoller
Handtaschengriff Verwendung finden kann.
[0022] Die Erfindung betrifft weiters ein Verfahren zur Herstellung eines dekorativen Elementes,
wobei in einem kontinuierlichen Prozess eine Klebstoffschicht am länglichen, vorzugsweise
zylinderförmigen oder prismatischen Körper aufgebracht wird und anschließend die Schmucksteine
auf die Klebstoffschicht aufgebracht werden. Besonders vorteilhaft ist dabei, wenn
der längliche Körper konstanten Querschnitt aufweist.
[0023] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dabei vorgesehen,
in einem zweistufigen Prozess zunächst den Klebstoff im Wesentlichen gleichmäßig entlang
des Querschnittsumfangs des länglichen Körpers aufzutragen. Der Klebstoff kann dabei
erhitzt und dadurch aktiviert worden sein. Der längliche Körper wird dabei kontinuierlich
weiterbewegt.
[0024] In der zweiten Stufe des erfindungsgemäßen Verfahrens werden dann die Schmucksteine
ebenfalls möglichst gleichmäßig entlang des nunmehr mit einer Klebstoffschicht versehenen
Querschnittsumfangs des länglichen Körpers aufgebracht. Der erhitzte Klebstoff kann
dabei noch flüssig sein. Dadurch müssen die Schmucksteine nur in den Klebstoff eingebracht
werden, ohne dass eine Nachfixierung nötig wäre. Es kann aber vorgesehen sein, die
in der Klebstoffschicht angeordneten Schmucksteine nachzujustieren und zusätzlich
oder alternativ in die Klebstoffschicht einzudrücken.
[0025] Danach härtet der Klebstoff aus und die Verbindung der Schmucksteine mit der Klebstoffschicht
wird möglichst dauerhaft. In einer Ausführungsform der Erfindung ist dabei vorgesehen,
den Aushärteprozess des Klebstoffs, der ein thermoplastisches Polyurethan umfassen
kann, über Luftfeuchtigkeit durchzuführen. Dies kann mehrere Tage andauern, hat aber
den Vorteil, dass der Klebstoff nicht mehr aktiviert werden kann. Es sind aber auch
andere Klebstoffe und andere Aushärteprozesse denkbar.
[0026] Weiters kann vorgesehen sein, den länglichen Körper an mindestens einem seiner Enden
zu verpressen und eine Befestigungsvorrichtung, beispielsweise in Form eines Außengewindes
anzuordnen.
[0027] Nachstehend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispieles unter
Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Darin zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen dekorativen Elementes,
Fig. 2 eine Querschnittsdarstellung des in Fig. 1 gezeigten dekorativen Elementes,
Fig. 3 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung
eines dekorativen Elementes und
Fig.4 eine schematische Darstellung eines Endes eines erfindungsgemäßen dekorativen
Elements mit angeordneter Befestigungsvorrichtung.
[0028] In der schematischen Darstellung in Fig. 1 ist ein dekoratives Element 7 gezeigt,
welches aus Schmucksteinen, welche Glaskugeln 3 sowie facettiert angeschliffenen Glaskugeln
4 umfassen und flächendeckend auf einer Klebstoffschicht 2 verteilt und von dieser
gehalten werden, wobei die Klebstoffschicht 2 selbst auf einen länglichen im Wesentlichen
zylinderförmigen Körper 1, der beispielsweise seilförmig sein kann, aufgebracht ist.
Die facettiert angeschliffenen Kugeln 4 sind spitz zugeschliffen. Die Anordnung der
angeschliffenen Kugeln 4 und der Kugeln 3 folgt dabei keinem Muster, sondern ist zufällig,
ebenso deren Ausrichtung auf der Klebstoffschicht 2.
[0029] In Fig. 2 sieht man eine Querschnittsdarstellung des erfindungsgemäßen dekorativen
Elementes 7 aus Fig. 1. Wiederum erkennbar ist, dass die angeschliffenen Kugeln 4
und die Glaskugeln 3 unregelmäßig verteilt sind, aber flächendeckend entlang des Querschnittsumfangs
des seilförmigen Körpers 1 von einer Klebstoffschicht 2 gehalten werden. Auch die
Orientierung der Kugeln 3 und der angeschliffenen Kugeln 4 auf dem seilförmigen Körper
1 ist dabei nicht vorbestimmt. Aufgrund der Vielzahl der befestigten Schmucksteine
ist es aber unerheblich, in welche Richtung die Spitzen der gespitzt angeschliffenen
Kugeln 4 zeigen. Aufgrund der zufälligen Verteilung der Schmucksteine ergibt sich
annähernd eine Gleichverteilung, wodurch der gewünschte Glitzereffekt des dekorativen
Elementes 7 hergestellt wird.
[0030] In Fig. 3 ist ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung eines dekorativen Elementes
7 schematisch dargestellt. Der im Querschnitt dargestellte seilförmige Grundkörper
1 wird dabei kontinuierlich in Pfeilrichtung bewegt. In einer trichterförmigen Vorrichtung
5 (ebenfalls im Querschnitt dargestellt) wird zunächst der Klebstoff 2, der beispielsweise
ein reaktives Polyurethan umfassen kann, gleichmäßig entlang des Querschnittsumfanges
des seilförmigen Körpers 1 aufgetragen. In der zweiten Stufe des erfindungsgemäßen
Verfahrens werden dann die angeschliffenen Kugeln 4 sowie die Kugeln 3 auf den mit
einer Klebstoffschicht 2 versehenen seilförmigen Körper 1 aufgebracht. Dabei befinden
sich die Kugeln 3 und die angeschliffenen Kugeln 4 in ihrem gewünschten Verhältnis,
aber ansonsten zufällig verteilt in einer trichterförmigen Vorrichtung 6 (ebenfalls
im Querschnitt dargestellt).
[0031] Figur 4 zeigt ein Ende eines erfindungsgemäßen dekorativen Elementes 7, wobei aus
Gründen der Übersichtlichkeit die Schmucksteine selbst nicht dargestellt sind. Der
als Seil ausgeführte längliche Körper 1 weist dabei eine an sich bekannte Seilverpressung
8 auf, worauf eine Befestigungsvorrichtung 9 in Form eines Außengewindes angeordnet
ist. Dadurch kann das dekorative Element 7 vielfältig, beispielsweise als Handtaschengriff
verwendet werden.
[0032] Es versteht sich von selbst, dass das erfindungsgemäße dekorative Element sowie das
zugehörige erfindungsgemäße Verfahren nicht auf die in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele
oder die angeführten Anwendungsbeispiele beschränkt ist noch durch diese eingeschränkt
werden soll. Die Erfindung erstreckt sich auf alle technischen Äquivalente, welche
von der erfindungsgemäßen Lehre abgeleitet werden können.
1. Dekoratives Element, umfassend eine Vielzahl von Schmucksteinen, wobei die Schmucksteine
auf einer Klebstoffschicht verteilt sind und von der Klebstoffschicht gehalten werden,
und wobei die Klebstoffschicht auf einem länglichen Körper aufgebracht ist, dessen
Längserstreckung um ein Vielfaches größer als sein Querschnittsumfang ist, dadurch gekennzeichnet, dass der längliche Körper (1) ein flexibles Seil oder ein flexibler drahtförmiger Körper
oder eine vorzugsweise gebogene Stange, vorzugsweise mit kreisförmigem oder polygonalem
Querschnitt, ist.
2. Dekoratives Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei der Schmucksteine auf einer durchgängigen Klebstoffschicht (2) verteilt
sind und von dieser Klebstoffschicht (2) gehalten werden.
3. Dekoratives Element nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Längserstreckung des länglichen Körpers um einen Faktor von mindestens fünf,
vorzugsweise mindestens zehn, größer als sein Querschnittsumfang ist.
4. Dekoratives Element nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnittsumfang über die Längserstreckung im Wesentlichen konstant ist.
5. Dekoratives Element nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der längliche Körper (1) wenigstens annähernd zylinderförmig oder prismatisch ist.
6. Dekoratives Element nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der überwiegende Teil der vorzugsweise aus Glas bestehenden Schmucksteine die Form
von Kugeln (3) hat, wobei mindestens 5% der Glaselemente ebene Begrenzungsflächen
aufweisen.
7. Dekoratives Element nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Teil der Schmucksteine, vorzugsweise weniger als 25 Prozent, aus,
vorzugsweise facettenartig angeschliffenen Kugeln (4) besteht.
8. Dekoratives Element nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebstoffschicht (2) und/oder die Schmucksteine flächendeckend auf der Oberfläche
des länglichen Körpers (1) verteilt sind.
9. Dekoratives Element nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmucksteine transparentes Material umfassen und eine unverspiegelte Rückseite
aufweisen.
10. Dekoratives Element nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmucksteine mit ebenen Begrenzungsflächen im Wesentlichen die angeschliffenen
Kugeln (4) sind.
11. Dekoratives Element nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Größe der Schmucksteine zwischen 0,15 und 3 mm, vorzugsweise 0,15 und 1,5 mm
liegt.
12. Dekoratives Element nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die, vorzugsweise ein reaktives Polyurethan umfassende, Klebstoffschicht (2) transparent
oder eingefärbt ist und/oder zumindest Teile der Schmucksteine in Draufsicht farbig
sind.
13. Dekoratives Element nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest an einem, vorzugsweise an beiden, Enden des länglichen Körpers (1) eine
Befestigungsvorrichtung angeordnet ist.
14. Verfahren zur Herstellung eines dekorativen Elementes nach einem der Ansprüche 1 bis
13, dadurch gekennzeichnet, dass in einem kontinuierlichen Prozess eine Klebstoffschicht (2) am länglichen Körper
(1) aufgebracht wird und anschließend die Schmucksteine auf die Klebstoffschicht (2)
aufgebracht werden.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebstoffschicht (2) und/oder die Schmucksteine im Wesentlichen gleichmäßig entlang
des Querschnittsumfangs aufgebracht werden.