(19)
(11) EP 2 136 028 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
25.05.2016  Patentblatt  2016/21

(21) Anmeldenummer: 08104467.9

(22) Anmeldetag:  19.06.2008
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E06B 5/16(2006.01)

(54)

Feuerschutzbauelement

Fire-resistant component

Composant ignifuge


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
23.12.2009  Patentblatt  2009/52

(73) Patentinhaber: Theo Schröders Entwicklung & Beratung GmbH
41812 Erkelenz (DE)

(72) Erfinder:
  • Schröders, Reinhard
    41812, Erkelenz (DE)
  • Schröders, Theo
    41812, Erkelenz (DE)

(74) Vertreter: Bauer, Dirk 
BAUER WAGNER PRIESMEYER Patent- und Rechtsanwälte Grüner Weg 1
52070 Aachen
52070 Aachen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A1- 1 659 840
DE-U1- 8 023 703
DE-A1- 3 335 896
US-A- 4 811 538
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung

    Einleitung



    [0001] Die Erfindung betrifft ein Feuerschutzbauelement, insbesondere eine Feuerschutztür, ein Feuerschutztor, eine Feuerschutzklappe oder ein Feuerschutzwandteil, mit einer aus Blech bestehenden, kassettenförmigen Einhausung und einem darin befindlichen, sich im Wesentlichen vollständig über eine Grundfläche der Einhausung erstreckenden Isolieraufbau, der eine mittlere Luftschicht und mindestens zwei Schichten aufweist, die jeweils mindestens eine Gipswerkstoff-Platte umfassen und von denen zwei auf gegenüberliegenden Seiten der Luftschicht angeordnet sind, wobei mindestens eine Gipswerkstoff-Platte zumindest auf einer der Luftschicht zugewandten Seite mit einer Stabilisierungsschicht aus einem bahnförmigen Material verbunden ist, die sich im Wesentlichen über eine gesamte Grundfläche der Gipswerkstoff-Platte erstreckt, wobei das Material der Stabilisierungsschicht aus Fasern oder Fäden gebildet ist oder diese aufweist. Darüber hinaus betrifft die Erfindung ein Feuerschutzbauelement, insbesondere eine Feuerschutztür, ein Feuerschutztor, eine Feuerschutzklappe oder ein Feuerschutzwandteil nach dem Oberbegriff des Anspruchs 2.

    [0002] Feuerschutzbauelemente der vorgenannten Art sind allgemein bekannt. So wird die Stabilisierungsschicht beispielsweise oftmals von einer mit der jeweiligen Gipswerkstoff-Platte verbundenen Mineralfaserplatte gebildet. Ein solcher Aufbau eines Feuerschutzbauelementes ist zum Beispiel aus der Druckschrift DE 80 23 703 U1 bekannt. Der Vorteil von Gipswerkstoff-Platten mit zwischenliegender Luftschicht als Isoliermaterial für Feuerschutzbauelemente ist, dass Gips zum einen nicht brennbar ist und somit in die Brennbarkeitsklasse A1 nach DIN 4102 eingestuft wird, zum anderen Gips beim Erwärmen eingelagertes Kristallwasser abgibt. Durch die energieabsorbierende Umwandlung dieses Kristallwassers und dessen anschließende Verdunstung, unter anderem in die Luftschicht zwischen den Gipswerkstoff-Platten hinein, tritt ein Kühleffekt auf, der bewirkt, dass die Temperatur insbesondere auch auf der dem Feuer abgewandten Seite der Gipswerkstoff-Platte über einen längeren Zeitraum - in Abhängigkeit von der Plattendicke - ca. 110°C nicht übersteigt. Auch bietet die auf Grund des Wasserverlustes entstehende entwässerte poröse Gipsschicht eine erhöhte Wärmedämmung. Damit kann ein so isoliertes Feuerschutzbauelement durch den sehr viel langsameren Temperaturanstieg erheblich länger einem Feuer widerstehen.

    [0003] Ab einer Temperatur von etwa 200°C und durch den Verlust des Kristallwassers wandelt sich der Gips von Calciumsulfat-Dihydrat mit einem Kristallwasseranteil von ca. 20 % in Anhydrit ohne Kristallwasser um. Ist der Gips länger solchen höheren Temperaturen ausgesetzt, so führt dies mit der Zeit zu einer Beeinträchtigung seiner Festigkeit. Dem wird in der Regel entgegengewirkt, indem dem Gips der Gipswerkstoff-Platte Glas- oder Keramikfasern zugesetzt werden, so dass der Gefügezusammenhalt verbessert wird. Trotz dieser Maßnahme können bei längerer Hitzeeinwirkung Risse in der Gipswerkstoff-Platte auftreten, beziehungsweise insbesondere auf der Luftschichtseite der Gipswerkstoff-Platten Gipsteile herausbrechen. Durch die damit abnehmenden Wärmedämmeigenschaften der Gipswerkstoff-Platten kann dies zu einem vorzeitigen Versagen des gesamten Feuerschutzbauelementes führen.

    [0004] Aus der DE 33 35 896 A1 geht ein brandhemmendes Türblatt mit einem äußeren Blechmantel hervor, innerhalb dem zwei parallel und in einem Abstand zueinander angeordnete wärmedämmende Füllungsplatten aus Gipskarton untergebracht sind. Diese liegen jeweils an den Innenflächen des äußeren Blechmantels an und sind über ein lotrecht verlaufendes Metallrohr voneinander getrennt, so dass zwischen den Füllungsplatten ein mit Luft gefüllter Raum entsteht.

    [0005] Die DE 1 659 840 A1 beschreibt eine Feuerschutztür mit einem Türblattgehäuse, mindestens einer darin angeordneten Gipsplatte und mindestens einem Hohlraum, wobei auf einer dem Hohlraum zugewandten Seite der Gipsplatte eine Aluminiumfolie zwecks Wärmereflektion angeordnet ist.

    Aufgabe



    [0006] Ausgehend vom Stand der Technik ist es daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Feuerschutzbauelement mit Isolierelementen aus Gipswerkstoff-Platten so zu gestalten, dass trotz der Festigkeitsabnahme des Gipses an sich bei längerer Hitzeeinwirkung die Gipswerkstoff-Platten noch als Ganzes erhalten bleiben, wobei sich die erfindungsgemäße Konstruktion durch einfache Herstellbarkeit und geringe Herstellungskosten auszeichnen soll.

    Lösung



    [0007] Die Aufgabe wird ausgehend von einem Feuerschutzbauelement nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Stabilisierungsschicht mit der Gipswerkstoff-Platte vollflächig verklebt ist, wobei der Klebstoff eine aufschäumende Komponente enthält.

    [0008] Ausgehend von einem Feuerschutzbauelement nach dem Oberbegriff des Anspruchs 2 wird die vorgenannte Aufgabe dadurch gelöst, dass das Material der Stabilisierungsschicht aus Drähten gebildet ist oder diese aufweist oder eine mit gleichmäßig verteilten Durchbrüchen versehene Folie ist, wobei der Klebstoff zwischen der Stabilisierungsschicht und der Gipswerkstoff-Platte eine aufschäumende Komponente enthält.

    [0009] Dadurch, dass das Material der Stabilisierungsschicht aus Fasern, Fäden oder Drähten gebildet ist, diese aufweist oder eine mit gleichmäßig verteilten Durchbrüchen versehene Folie ist, wird erreicht, dass die Gipswerkstoff-Platte zum einen bei normaler Nutzung beziehungsweise mechanischer Belastung im kalten Zustand, wie zum Beispiel dem Zuschlagen des Feuerschutzbauelements, eine erhöhte Stabilität aufweist. Zum anderen kann sie auch bei abnehmender Festigkeit des Gipses durch Hitzeeinwirkung trotzdem als Ganzes erhalten bleiben, wodurch das Feuerschutzbauelement einem Brand länger standhalten kann.

    [0010] Die erfindungsgemäße vollflächige Verklebung der Stabilisierungsschicht mit der Gipswerkstoff-Platte, wobei der Klebstoff eine aufschäumende Komponente enthalten soll, ist deshalb vorteilhaft, da das Aufschäumen des Klebers einen zusätzlichen Isoliereffekt bewirkt.

    [0011] Vorzugsweise sollte das Material der Stabilisierungsschicht aus Metall, Keramik, Glas oder kunststoff beziehungsweise aus einem Verbundwerkstoff aus mindestens zwei der vorgenannten Materialien bestehen. Diese Materialien weisen eine entsprechend hohe Festigkeit und Wärmewiderstandfähigkeit auf, um die Gipswerkstoff-Platte auch nach längerer großer Hitzeeinwirkung zusammenhalten zu können.

    [0012] Um den entsprechenden Zusammenhalt zu gewährleisten, sollten die Fasern, Fäden oder Drähte vorteilhafter Weise so miteinander verbunden werden, dass die Stabilisierungsschicht, ähnlich wie die mit Durchbrüchen versehene Folie, ein flächiges Gebilde ist, vorzugsweise ein textiles Flächengebilde, insbesondere ein Gewebe, ein Gestrick, ein Gewirk oder ein Vlies.

    [0013] In einer Ausführungsform soll daher vorgesehen sein, dass die Stabilisierungsschicht ein Gewebe aus Glasfasern oder Keramikfasern aufweist, wobei die lichte Maschenweite zwischen benachbarten Fasern sowohl in Kettrichtung als auch in Schussrichtung zwischen 2 mm und 10 mm beträgt. Neben dem hohen Stabilisierungseffekt eines solchen Gewebes ergibt sich dadurch der Vorteil, dass je nach gewählter Maschenweite die Stabilisierungsschicht entsprechend gewichtsoptimiert gestaltet werden kann, und somit das Gewicht des Feuerschutzbauelements nur geringfügig erhöht wird. Auch wird dadurch sichergestellt, dass das Kristallwasser aus dem Gips durch die Maschen hindurch in den Luftspalt austreten kann, und somit der Kühleffekt erhalten bleibt. Zusätzlich ist in einer besonderen Ausführungsform vorgesehen, dass die Gipswerkstoff-Platte mit Fasern und/oder mit mindestens einer äußeren Kartonschicht verstärkt ist. Dies verleiht der Gipswerkstoff-Platte auch im Bereich der Maschen bei weiterhin hoher Wasserdampfdurchlässigkeit zusätzliche Stabilität.

    [0014] Weiterhin ist vorzugsweise vorgesehen, dass die aufschäumende Komponente des Klebstoffs Natriumsilikat (Wasserglas) enthalten soll. Das Aufschäumen des Klebers bewirkt einen zusätzlichen Isoliereffekt. Wasserglas hat zudem gegenüber anderen Klebstoffen den Vorteil, dass sich mangels organischer Lösungsmittel keine giftigen oder brennbaren Gase bilden können. Außerdem bleibt die Klebefähigkeit bei diesem kostengünstigen Material auch bei höheren Temperaturen noch erhalten, so dass ein Loslösen der Stabilisierungsschicht von der Gipswerkstoff-Platte auch nach Abgabe des Kristallwassers aus dem Gips weitgehend verhindert wird.

    [0015] Die Luftschicht zwischen den Gipswerkstoff-Platten soll vorzugsweise mittels Abstandshaltern aufrechterhalten werden, wobei sich die Abstandshalter an gegenüberliegenden Oberflächen der Gipswerkstoff-Platte oder der darauf befindlichen Stabilisierungsschicht abstützen. Für eine notwendige Stabilität des Feuerschutzbauelements sollen diese Abstandshalter zum einen aus Metallprofilen bestehen, welche mit den Schmalseiten der Einhausung verbunden, vorzugsweise verschweißt sein können. Zum anderen sollen in den flächigen Bereichen der Gipswerkstoff-Platten, in denen keine hohen mechanischen Belastungen auftreten, als Abstandshalter Streifen aus geschichteten Gipswerkstoff-Platten zum Einsatz kommen, die gewährleisten, dass der Wärmeübergang zwischen den Gipswerkstoffplatten möglichst niedrig gehalten werden kann. Diese mehrlagigen Streifen können mit der jeweils zugeordneten Gipswerkstoff-Platte oder der darauf befindlichen Stabilisierungsschicht verklebt oder mittels metallischen Klammern verbunden sein, um ein mögliches Verrutschen zu verhindern.

    [0016] Bestehen bei einer möglichen Ausführungsform des Feuerschutzbauelements die Isolierschichten auf einer oder beiden seiner Flachseiten aus mehreren, nebeneinander angebrachten Gipswerkstoff-Platten, so sollen die Stossfugen zwischen den benachbarten Gipswerkstoff-Platten bevorzugt über ihre gesamte Länge von aus Gipswerkstoff-Platten bestehenden Abstandshaltern abgedeckt sein. Auf diese Weise werden mögliche Wärmespalte überdeckt und es wird verhindert, dass die Luftschicht durch eindringende Hitze mehr als nötig erwärmt wird.

    [0017] Da das im Brandfall mit Hitze beaufschlagte Deckblech des Feuerschutzbauelementes sehr heiß werden kann, sollte eine Verklebung der Gipswerkstoff-Platten mit den Deckblechen vermieden werden, um unter anderem Verwerfungen aufgrund unterschiedlicher Wärmeausdehnungen zu vermeiden. Auch sind mechanische Befestigungen wie Verschraubungen und dergleichen nicht sinnvoll, da dadurch Wärmebrücken in die isolierende Luftschicht hinein entstehen können. In einer Ausführungsform für das Feuerschutzbauelement ist daher vorgesehen, dass die an Deckblechen der Einhausung anliegenden Gipswerkstoff-Platten allein durch die Abstandshalter in ihrer Position gehalten werden.

    [0018] Weiterhin sollen Funktionselemente wie Schlosskasten, Bandbefestigungsteile oder dergleichen vorzugsweise in der Luftschicht angeordnet sein. Diese Funktionselemente müssen selbst bei hohen Temperaturen weiterhin funktionstüchtig bleiben, um eventuelle Fluchtmöglichkeiten offen zu halten. Durch den Einbau dieser Funktionselemente in den Bereich der Luftschicht sind sie von den bei einem Feuer erhitzten Deckblechen der Einhausung wärmeisoliert und dehnen sich dementsprechend weniger stark aus. Dadurch kann die Gefahr, dass sich das Schloss oder Bandteile des Feuerschutzbauelements verziehen oder gar verklemmen, weitgehend vermieden werden.

    [0019] Als Maße für das Feuerschutzbauelement soll vorgesehen sein, dass die Luftschicht eine Dicke zwischen 20 mm und 50 mm, vorzugsweise zwischen 35 mm und 45 mm, die Gipswerkstoff-Platten eine Dicke zwischen 8 mm und 20 mm, vorzugsweise zwischen 9,5 mm und 15 mm, die Stabilisierungsschicht eine Dicke zwischen 0,1 mm und 1,0 mm, vorzugsweise 0,3 mm und die Deckbleche eine Dicke zwischen 0,7 mm und 2,0 mm, vorzugsweise zwischen 1,0 mm und 1,5 mm besitzen.

    Ausführungsbeispiel



    [0020] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels für ein Feuerschutzbauelement näher erläutert.

    [0021] Es zeigen:
    Figur 1:
    eine Frontansicht eines Feuerschutzbauelements in Form einer Feuerschutztür,
    Figur 2:
    einen Vertikalschnitt durch das Feuerschutzbauelement entlang der Linie II-II gemäß Figur 1, und
    Figur 3:
    einen Horizontalschnitt durch das Feuerschutzbauelement entlang der Linie III-III gemäß Figur 1.


    [0022] In Figur 1 ist eine Frontansicht auf ein Feuerschutzbauelement 1 in Form einer Feuerschutztür dargestellt. Die Feuerschutztür ist an einer ihrer vertikalen Schmalseiten mittels Türbändern 2 an einer dort nicht näher dargestellten Wand 3 drehbar befestigt. An der anderen, gegenüberliegenden vertikalen Schmalseite befindet sich auf etwa halber Höhe zur Arretierung der Feuerschutztür ein Türschloss 4. Weiterhin besitzt die Feuerschutztür an ihrer oberen Schmalseite türbandseitig einen Türschließer 5, damit sie den Brandschutzbestimmungen entsprechend bei Nichtbenutzung immer geschlossen gehalten werden kann.

    [0023] Figur 2 zeigt einen Vertikalschnitt des Feuerschutzbauelementes 1, der in Figur 1 entlang einer vertikalen Linie II□ II zwischen den Türbändern 2 und dem Türschließer 5 verläuft. Die Betrachtung des Schnittes erfolgt dabei in Richtung auf den Türschließer 5. Darüber hinaus ist in Figur 1 direkt oberhalb des Türschlosses 4 entlang einer zweiten, horizontal verlaufenden Linie III-III ein Horizontalschnitt durch die Feuerschutztür gelegt, der in Figur 3 wiedergegeben ist.

    [0024] Der Vertikalschnitt in Figur 2 zeigt den schichtweisen Aufbau des Feuerschutzbauelementes 1. Zwischen einem vorderen und einem hinteren jeweils aus ca. 1 mm starkem Metallblech gefertigten Deckblech 6 beziehungsweise 7 befinden sich zwei Isolierschichten aus Gips, die sich, beabstandet durch eine Luftschicht 8, an den jeweiligen Deckblechen 6, 7 vollflächig anlehnen. Beispielhaft ist dabei in Figur 2 die am vorderen Deckblech 6 befindliche Isolierschicht eine aus einem einzigen Stück gefertigte Gipswerkstoff-Platte 9, während die am hinteren Deckblech 7 positionierte Isolierschicht aus mehreren, nebeneinander liegenden Gipswerkstoff-Platten 9 besteht. Auf diesen Gipswerkstoff-Platten 9 befindet sich jeweils auf den luftschichtseitigen Oberflächen mindestens eine Stabilisierungsschicht 10, zusätzliche Stabilisierungsschichten 10 können aber auch die deckblechseitigen Oberflächen der Gipswerkstoff-Platten 9 stabilisieren.

    [0025] Diese Stabilisierungsschichten 10 sollen aus einem vorzugsweise hitzebeständigen Material bestehen, das aber gleichzeitig auch flexibel genug sein muss, um etwaigen durch die Hitze ausgelösten Dehn- oder Schwindungseffekten der Gipswerkstoff-Platte 9 folgen zu können. Damit die Stabilisierungsschichten 10 auch höheren Temperaturen widerstehen und aus ihnen keine giftigen Gase entweichen können, ist vorgesehen, dass sie aus metallischen, glasartigen oder keramischen Drähten, Fäden oder Fasern oder aus Kunststoffmaterial bestehen sollen, es sind aber auch draht-, faden- oder faserartige Verbundwerkstoffe aus diesen Materialien möglich. Durch die Draht-, Faden- beziehungsweise Faserform des Materials, das zudem weiter zu einem textilen Flächengebilde wie einem Gewebe, Gestrick, Gewirk oder Vlies verarbeitet werden kann, erhält die Stabilisierungsschicht 10 die gewünschte hohe Flexibilität. Als textiles Flächengebilde erlaubt die Stabilisierungsschicht 10 ebenfalls den Durchtritt des verdunstenden Kristallwassers aus dem Gips in die Luftschicht 8 zwischen den Gipswerkstoff-Platten 9, so dass die Temperatur dort über einen längeren Zeitraum hinweg nicht höher als ca. 110° C steigt und damit das gesamte Feuerschutzbauelement 1 einem Brand länger widerstehen kann.

    [0026] Die Befestigung der Stabilisierungsschicht 10 an den Gipswerkstoff-Platten 9 soll vollflächig mittels eines Klebers erfolgen. Wie die Stabilisierungsschicht 10 muss auch dieser Kleber über einen längeren Zeitraum hinweg höhere Temperaturen aushalten, ohne dass er seine klebenden Eigenschaften verliert oder giftige Gase abgibt. Diese Eigenschaften erfüllt zum Beispiel sogenanntes Wasserglas, ein Alkalisilikat mit der chemischen Formel Na2O · nSiO2, (n = 1 □ 4).

    [0027] Die bereits erwähnte Luftschicht 8 zwischen den Gipswerkstoff-Platten 9 dient ebenfalls der Wärmeisolation und sollte dementsprechend wenig Material enthalten, über das die Wärme von einer Seite der Feuerschutztür auf die andere Seite übertragen werden kann. Für die Aufrecherhaltung der Luftschicht 8 dienen als Abstandshalter 11 zwischen den Gipswerkstoff-Platten 9 daher in erster Linie geschichtete Streifen aus diesen Gipswerkstoff-Platten 9, die sich an den Gipswerkstoff-Platten 9 oder der darauf befindlichen Stabilisierungsschicht 10 abstützen. Gegen ein Verschieben oder Verrutschen können sie mit den Gipswerkstoff-Platten 9 beziehungsweise mit der Stabilisierungsschicht 10 verklebt oder verklammert werden, wobei sich beim Einsatz eines Klebers auch hierfür wiederum ein Wasserglas enthaltender Kleber anbietet. Diese Abstandshalter 11 sollten zudem, wie in Figur 2 gezeigt, so positioniert werden, dass sie Stoßfugen 12 zwischen flächig nebeneinander liegenden Gipswerkstoff-Platten 9 abdecken, um zu verhindern, dass durch diese Stoßfugen 12 zusätzliche Wärme in die Luftschicht 8 übertragen werden kann.

    [0028] Zusätzliche Abstandshalter 13 aus U-förmigen Metallprofilen, die auch der Stabilisierung des Feuerschutzbauelementes 1 dienen, sollen an den vertikalen Schmalseiten zwischen den Gipswerkstoff-Platten 9 zum Einsatz kommen, und zwar in der Weise, dass sich ihre seitlichen Schenkel an den Gipswerkstoff-Platten 9 beziehungsweise an der Stabilisierungsschicht 10 abstützen. Dadurch, dass diese U-förmigen Metallprofile zwischen den Gipswerkstoff-Platten 9 positioniert werden, wird ein übermäßiger Wärmeübertrag von einem Deckblech 6, 7 auf das jeweils andere verhindert. Für die notwendige Stabilität können die Metallprofile außerdem mit den Schmalseiten der Feuerschutztür verschweißt werden. Die gleichen Abstandshalter 13 können auch an den Unter- beziehungsweise Oberseiten der Feuerschutztür eingesetzt werden, so dass dann ein umlaufender Rahmen aus diesen stabilisierenden Metallprofilen um die gesamte Feuerschutztür herumläuft.

    [0029] Die Abstandshalter 11, 13 dienen darüber hinaus dazu, dass die Gipswerkstoff-Platten 9 in Position bleiben. Damit müssen diese nicht mit den Deckblechen 6, 7 verklebt oder anderweitig verbunden werden, was insbesondere beim mit Hitze beaufschlagten Deckblech 6, 7 zu Problemen führen könnte. Dies bietet den zusätzlichen Vorteil, dass bei unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten von metallischem Deckblech 6, 7 und Gipswerkstoff-Platte 9 die Gipswerkstoff-Platte 9 nicht der Ausdehnung des Türblattes 6, 7 folgen muss, was ein Zerreißen der Gipswerkstoff-Platte 9 und damit ihr Versagen als Isoliermaterial oder ein übermäßiges Verziehen der Deckbleche 6, 7 mit dabei entstehenden Randspalten zur Folge haben könnte.

    [0030] Das sich an einer Schmalseite der Feuerschutztür befindliche Türschloss 4 kann, wie in Figur 3 dargestellt, ebenfalls in der Luftschicht 8 zwischen den Gipswerkstoff-Platten 9 untergebracht werden, so dass es nicht in direktem Kontakt mit den Deckblechen 6, 7 steht. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass sich das Türschloss 4 nicht zu stark erwärmt und auch nach längerer Hitzeeinwirkung noch funktionstüchtig bleibt und somit die Feuerschutztür weiterhin als Fluchtweg genutzt werden kann. Zudem erleichtert die Positionierung des Türschlosses 4 in der Luftschicht 8 die Herstellung der Feuerschutztür, da dadurch keine gesonderten Aussparungen in der Feuerschutztür geschaffen werden müssen.

    [0031] In den Figuren 2 und 3 ist ferner noch eine seitlich und oberhalb der Feuerschutztür verlaufende Türzarge 14 dargestellt, die aus einem zu einer Art L-förmigen Kasten geformten Metallblech besteht und an der Wand 3, in der die Feuerschutztür eingelassen ist, über Laschen 15 befestigt sind. Der kurze Schenkel der L-förmigen Türzarge ist dabei deckblechseitig je mit einer Nut 16 zur Aufnahme einer Dichtung 17 versehen, um zu verhindern, dass heiße oder giftige Rauchgase von einer Seite der Feuerschutztür auf die andere gelangen können. Sofern die Feuerschutztür gleichzeitig auch die an eine Rauchschutztür zu stellenden Anforderungen erfüllen soll, kann im Bereich des Spaltes 18 zwischen Türunterseite und Boden ebenfalls eine Dichtung angeordnet sein.

    [0032] Durch einen derartigen Aufbau und mit den zusätzlichen Stabilisierungsschichten 10 versehen, kann eine solche Feuerschutztür entsprechend leicht und schmal gestaltet werden, ohne bei einem Brand vorzeitig zu versagen. Die Gesamtdicke der Feuerschutztür bewegt sich je nach geforderten Wärmedämmeigenschaften zwischen ca. 50 mm und ca. 90 mm, was deren Einsatz auch in Bereichen ermöglicht beziehungsweise erleichtert, in denen räumliche oder ästhetische Fragen eine Rolle spielen. Vorteilhaft ist zudem, dass eine solche Feuerschutztür auch durch kleinere Metallbaubetriebe mit lokal verfügbaren Materialien hergestellt werden kann, was eine vergleichsweise kostengünstige Produktion ermöglicht.

    Bezugszeichenliste



    [0033] 
    1
    Feuerschutzbauelement
    2
    Türband
    3
    Wand
    4
    Türschloss
    5
    Türschließer
    6
    Decl<blech
    7
    Türblatt
    8
    Luftschicht
    9
    Gipswerkstoff-Platte
    10
    Stabilisierungsschicht
    11
    Abstandshalter
    12
    Stoßfuge
    13
    Abstandshalter
    14
    Türzarge
    15
    Stahlprofil
    16
    Nut
    17
    Dichtung
    18
    Spalt



    Ansprüche

    1. Feuerschutzbauelement (1), insbesondere Feuerschutztür, -Tor, -Klappe oder - Wandteil, mit einer aus Blech bestehenden, kassettenförmigen Einhausung und einem darin befindlichen, sich im Wesentlichen vollständig über eine Grundfläche der Einhausung erstreckenden Isolieraufbau, der eine mittlere Luftschicht (8) und mindestens zwei Schichten, die jeweils mindestens eine Gipswerkstoff-Platte (9) umfassen und von denen zwei auf gegenüberliegenden Seiten der Luftschicht (8) angeordnet sind, aufweist, wobei mindestens eine Gipswerkstoff-Platte (9) zumindest auf einer der Luftschicht (8) zugewandten Seite mit einer-Stabilisierungsschicht (10) aus einem bahnförmigen Material verbunden ist, die sich im Wesentlichen über eine gesamte Grundfläche der Gipswerkstoff-Platte (9) erstreckt, wobei das Material der Stabilisierungsschicht (10) aus Fasern oder Fäden gebildet ist oder diese aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisierungsschicht (10) mit der Gipswerkstoff-Platte (9) vollflächig verklebt ist, wobei der Klebstoff eine aufschäumende Komponente enthält.
     
    2. Feuerschutzbauelement (1), insbesondere Feuerschutztür, -Tor, -Klappe oder - Wandteil, mit einer aus Blech bestehenden, kassettenförmigen Einhausung und einem darin befindlichen, sich im Wesentlichen vollständig über eine Grundfläche der Einhausung erstreckenden Isolieraufbau, der eine mittlere Luftschicht (8) und mindestens zwei Schichten, die jeweils mindestens eine Gipswerkstoff-Platte (9) umfassen und von denen zwei auf gegenüberliegenden Seiten der Lüftschicht (8) angeordnet sind, aufweist, wobei mindestens eine Gipswerkstoff-Platte (9) zumindest auf einer der Luftschicht (8) zugewandten Seite mit einer Stabilisierungsschicht (10) aus einem bahnförmigen Material verbunden ist, die sich im Wesentlichen über eine gesamte Grundfläche der Gipswerkstoff-Platte (9) erstreckt, wobei die Stabilisierungsschicht (10) mit der Gipswerkstoff-Platte (9) vollflächig verklebt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Material der Stabilisierungsschicht (10) aus Drähten gebildet ist oder diese aufweist oder eine mit gleichmäßig verteilten Durchbrüchen versehene Folie ist, wobei der Klebstoff zwischen der Stabilisierungsschicht und der Gipswerkstoff-Platte eine aufschäumende Komponente enthält.
     
    3. Feuerschutzbauelement (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Material der Stabilisierungsschicht (10) Metall, Keramik, Glas oder Kunststoff oder ein Verbundwerkstoff aus mindestens zwei der vorgenannten Materialien ist.
     
    4. Feuerschutzbauelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisierungsschicht (10) ein textiles Flächengebilde, insbesondere ein Gewebe, ein Gestrick, ein Gewirk oder ein Vlies aufweist.
     
    5. Feuerschutzbauelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die aufschäumende Komponente des Klebstoffs Natriumsilikat (Wasserglas) enthält.
     
    6. Feuerschutzbauelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftschicht (8) mittels Abstandshaltern (11, 13) aufrechterhalten ist, die sich an gegenüberliegenden Oberflächen der Gipswerkstoff-Platte (9) oder der darauf befindlichen Stabilisierungsschicht (10) abstützen.
     
    7. Gipswerkstoff-Platte (9) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandshalter (11, 13) aus Metallprofilen, die mit Schmalseiten der Einhausung verbunden, vorzugsweiseverschweißt sind und/oder aus Streifen von Gipswerkstoff-Platten (9) bestehen, wobei die Streifen aus mehreren übereinander angeordneten Schichten von Gipswerkstoff-Platten (9) zusammengesetzt sind.
     
    8. Feuerschutzbauelement (1) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandshalter (11, 13) mit der jeweils zugeordneten Gipswerkstoff-Platte (9) oder der darauf befindlichen Stabilisierungsschicht (10) verklebt oder mittels Klammern verbunden ist.
     
    9. Feuerschutzbauelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Stossfugen (12) zwischen benachbarten Gipswerkstoff-Platten (9) über ihre gesamte Länge von einem aus Gipswerkstoff-Platten (9) bestehenden Abstandshalter (11) abgedeckt sind.
     
    10. Feuerschutzbauelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die an Deckblechen der Einhausung anliegenden Gipswerkstoff-Platten (9) allein durch die Abstandshalter (11, 13) in ihrer Position gehalten sind.
     
    11. Feuerschutzbauelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass Funktionselemente, wie ein Schlosskasten, Bandbefestigungsteile oder dergleichen, in der Luftschicht (8) angeordnet sind.
     


    Claims

    1. A fire protection structural element (1), in particular a fire protection door, gate, hatch, or wall element, with a module-form housing consisting of sheet material, and located in the housing, an insulation structure extending essentially completely over a base surface area of the housing, which insulation structure has a central air layer (8) and at least two layers, each of which comprises at least one gypsum material sheet (9), and of which two are arranged on opposite sides of the air layer (8), wherein at least one gypsum material sheet (9), at least on one side facing towards the air layer (8) is bonded with a stabilising layer (10) of a web-form material, which extends essentially over the whole base surface area of the gypsum material sheet (9), wherein the material of the stabilising layer (10) is formed from fibres or threads, or has the latter, characterised in that, the stabilising layer (10) is bonded with adhesive to the gypsum material sheet (9) over its whole surface area, wherein the adhesive contains a foaming component.
     
    2. A fire protection structural element (1), in particular a fire protection door, gate, hatch, or wall element, with a module-form housing consisting of sheet material, and located in the housing, an insulation structure extending essentially completely over a base surface area of the housing, which insulation structure has a central air layer (8) and at least two layers, each of which comprises at least one gypsum material sheet (9), and of which two are arranged on opposite sides of the air layer (8), wherein at least one gypsum material sheet (9), at least on one side facing towards the air layer (8), is bonded with a stabilising layer (10) of a web-form material, which extends essentially over the whole base surface area of the gypsum material sheet (9), wherein the stabilising layer (10) is bonded with adhesive to the gypsum material sheet (9) over its whole surface area, characterised in that, the material of the stabilising layer (10) is formed from wires, or has the latter, or is a film provided with evenly distributed openings, wherein the adhesive between the stabilising layer and the gypsum material sheet contains a foaming component.
     
    3. The fire protection build element (1) in accordance with claim 1 or 2, characterised in that, the material of the stabilising layer (10) is a metal, ceramic, glass or plastic or a composite material of at least two of the above-cited materials.
     
    4. The fire protection structural element (1) in accordance with one of the claims 1 to 3, characterised in that, the stabilising layer (10) has a textile fabric, in particular a woven fabric, a knotted fabric, a knitted fabric, or a fleece.
     
    5. The fire protection structural element (1) in accordance with one of the claims 1 to 4, characterised in that, the foaming component of the adhesive contains sodium silicate (water glass).
     
    6. The fire protection structural element (1) in accordance with one of the claims 1 to 5, characterised in that, the air layer (8) is maintained by means of spacers (11, 13), which are supported on opposite surfaces of the gypsum material sheet (9), or the stabilising layer (10) located on the latter.
     
    7. The gypsum material sheet (9) in accordance with claim 6, characterised in that, the spacers (11, 13) consist of metal profiles, which are connected, preferably welded, with narrow sides of the housing, and/or consist of strips of gypsum material sheets (9), wherein the strips are composed of a plurality of layers of gypsum material sheets (9) arranged one above another.
     
    8. The fire protection build element (1) in accordance with claim 6 or 7, characterised in that, the spacers (11, 13) are bonded with adhesive, or fastened by means of staples, onto the associated gypsum material sheet (9) in each case, or onto the stabilising layer (10) located on the latter.
     
    9. The fire protection structural element (1) in accordance with one of the claims 1 to 8, characterised in that, butt joints (12) between adjacent gypsum material sheets (9) are covered over their whole length by spacers (11) consisting of gypsum material sheets (9).
     
    10. The fire protection structural element (1) in accordance with one of the claims 1 to 9, characterised in that, the gypsum material sheets (9) located on top sheets of the housing are held in their position solely by the spacers (11, 13).
     
    11. The fire protection structural element (1) in accordance with one of the claims 1 to 10, characterised in that, functional items, such as a lock case, strap fittings, or similar, are arranged in the air layer (8).
     


    Revendications

    1. Élément de construction anti-incendie (1), en particulier porte, portail, volet ou élément mural anti-incendie, comportant une enceinte en forme de cassette composées de tôle et une structure isolante se trouvant dedans et s'étendant sensiblement entièrement sur une surface de base de l'enceinte qui présente une couche d'air médiane (8) et au moins deux couches qui comprennent respectivement au moins une plaque en placoplâtre (9) et parmi lesquelles deux sont disposées sur des faces opposées de la couche d'air (8), au moins une plaque en placoplâtre (9) étant, au moins sur une face tournée vers la couche d'air (8), reliée à une couche de stabilisation (10) faite d'une bande de matériau qui s'étend sensiblement sur toute une surface de base de la plaque en placoplâtre (9), le matériau de la couche de stabilisation (10) étant composé de fibres ou de fils ou présentant ceux-ci, caractérisé en ce que la couche de stabilisation (10) est collée par toute sa surface à la plaque de placoplâtre (9), la colle contenant un composant moussant.
     
    2. Élément de construction anti-incendie (1), en particulier porte, portail, volet ou élément mural anti-incendie, comportant une enceinte en forme de cassette composée de tôle et une structure isolante s'étendant sensiblement entièrement sur une surface de base de l'enceinte qui présente une couche d'air médiane (8) et au moins deux couches qui comprennent respectivement au moins une plaque en placoplâtre (9) et parmi lesquelles deux sont disposées sur des faces opposées de la couche d'air (8), au moins une plaque en placoplâtre (9) étant, au moins sur une face tournée vers la couche d'air (8), reliée à une couche de stabilisation (10) faite d'une bande de matériau qui s'étend sensiblement sur toute une surface de base de la plaque en placoplâtre (9), le matériau de la couche de stabilisation (10) étant composé de fibres ou de fils ou présentant ceux-ci, la couche de stabilisation (10) étant collée par toute sa surface à la plaque de placoplâtre (9), caractérisé en ce que le matériau de la couche de stabilisation (10) est composé de fibres ou de fils ou présente ceux-ci ou est un film pourvu de percées réparties régulièrement, la colle située entre la couche de stabilisation et la plaque de placoplâtre contenant un composant moussant.
     
    3. Élément de construction anti-incendie (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le matériau de la couche de stabilisation (10) est du métal, de la céramique, du verre ou du plastique ou un matériau composite d'au moins deux des matériaux précités.
     
    4. Élément de construction anti-incendie (1) selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le matériau de la couche de stabilisation (10) présente une structure textile, en particulier un tissu, une maille, un tricot ou un non-tissé.
     
    5. Élément de construction anti-incendie (1) selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le composant moussant de la colle contient du silicate de sodium (verre liquide).
     
    6. Élément de construction anti-incendie (1) selon une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la couche d'air (8) est maintenue au moyen d'écarteurs (11, 13) qui s'appuient sur des surfaces opposées de la plaque en placoplâtre (9) ou de la couche de stabilisation se trouvant dessus (10).
     
    7. Plaque de placoplâtre (9) selon la revendication 6, caractérisé en ce que les écarteurs (11, 13) sont composés de profilés métalliques qui sont reliés, de préférence soudés, à des côtés étroits de l'enceinte et/ou consistent en bandes de plaques de placoplâtre (9), les bandes étant composées de plusieurs couches superposées de plaques de placoplâtre (9).
     
    8. Élément de construction anti-incendie (1) selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que les écarteurs (11, 13) sont collés ou reliés par des agrafes à la plaque de placoplâtre (9) qui leur est respectivement associée ou à la couche de stabilisation se trouvant dessus (10).
     
    9. Élément de construction anti-incendie (1) selon une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les joints d'aboutement (12) entre les plaques de placoplâtre (9) voisine sont couverts sur toute la longueur d'un écarteur (11) composé de plaques en placoplâtre (9).
     
    10. Élément de construction anti-incendie (1) selon une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que les plaques de placoplâtre (9) en contact avec les tôles de couverture de l'enceinte sont maintenues dans leur position uniquement par les écarteurs (11, 13).
     
    11. Élément de construction anti-incendie (1) selon une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que des éléments fonctionnels, comme un compartiment de serrure, des pièces de fixation en bandes ou similaires, sont disposés dans la couche d'air (8).
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente