[0001] Die Erfindung betrifft einen Steckdosensockel einer Steckdose mit Erdungsbügel und
einer Schraubanschlusseinheit mit mindestens einer zur Aufnahme von 6 mm
2-Erdungsdraht geeigneten Bohrung und mit mindestens einer Klemmschraube zur Arretierung
des eingeführten Erdungsdrahtes.
[0002] Aus der
DE 20 2007 006 661 U1 ist eine Steckdose mit Steckdosensockel bekannt, an dem Kontaktfedern und Erdungsbügel
angeordnet sind, wobei die Erdungsbügel einen von einem Klemmblock gebildeten Anschluss
für Erdungsdrähte aufweisen. Der Klemmblock ist verdrehsicher am Steckdosensockel
befestigt, beispielsweise verschraubt, und weist zwei Durchgangsbohrungen mit Klemmschrauben
auf, wovon die eine Durchgangsbohrung den Erdungsdraht aufnimmt und in die weitere
Durchgangsbohrung ein Kabel geklemmt wird, welches andererseits über eine Klemme oder
eine Verschraubung mit dem Erdungsbügel verbunden ist.
[0003] Die bekannte Steckdose kann in den Potenzialausgleich zwischen leitfähigen Körpern,
wie Gehäuse elektrischer Betriebsmittel und fremden, leitfähigen Teilen, wie, Wasser-
und Heizungsrohren, Antennenanlagen, Fundamenterder, einbezogen werden, was den Erdungswiderstand
minimiert. Bei einem Erdschluss wird die aus dem Erdungswiderstand resultierende verbleibende
Spannung durch kurze Verbindungen mit großem Querschnitt auf ungefährliche Werte begrenzt.
Als Erdungsdraht wird üblicherweise ein massiver Kupferdraht mit einem Leitungsquerschnitt
von 6 mm
2 eingesetzt. Allerdings wird nicht durchgängig zwischen Erdungsdraht und Erdungsbügel
ein Leitungsquerschnitt von 6 mm
2 erzielt, da eine separate Leitung mit einem Querschnitt von maximal 2,5 mm
2 zwischen Klemme/Verschraubung und Klemmblock vorzusehen ist.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Steckdosensockel einer Steckdose
anzugeben, welcher in konstruktiv vereinfachter Weise zum Anschluss eines für den
Potenzialausgleich dienenden 6mm
2-Erdungsdrahtes geeignet ist.
[0005] Diese Aufgabe wird in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruchs
1 erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Schraubanschlusseinheit ein Kontaktstück
zur dauerhaften Verbindung, vorzugsweise Vernietung, mit dem Erdungsbügel aufweist.
[0006] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass infolge
der Direktanbindung der Schraubanschlusseinheit an den Erdungsbügel ("Schukobügel")
eine zusätzliche Verdrahtung zwischen der Schraubanschlusseinheit und einem Klemmanschluss
für den Schutzleiter entbehrlich ist. Insbesondere wird durchgängig und lückenlos
vom Erdungsdraht bis zum Erdungsbügel der Steckdose ein Leitungsquerschnitt von 6mm
2 erzielt. Ein Klemmanschluss für den Schutzleiter-üblicherweise ein 1,5 mm
2-Kabel oder ein 2,5 mm
2-Kabel - kann zusätzlich, muss jedoch nicht vorhanden sein. Es ist möglich, den Steckdosensockel
mit Befestigungsspreizen auszurüsten, falls gewünscht. Selbstverständlich sind die
vorstehend bezüglich des Potenzialausgleichs angeführten Vorteile ebenfalls gegeben.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0008] Die Erfindung wird nachstehend an Hand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform eines Steckdosensockel mit einer Schraubanschlusseinheit
für 6mm2-Erdungsdraht,
- Fig. 2
- eine Schraubanschlusseinheit der ersten Ausführungsform,
- Fig. 3
- einen Schnitt durch die erste Ausführungsform des Steckdosensockels,
- Fig. 4
- eine zweite Ausführungsform eines Steckdosensockel mit einer Schraubanschlusseinheit
für 6mm2-Erdungsdraht,
- Fig. 5
- einen Schnitt durch die zweite Ausführungsform des Steckdosensockels.
[0009] In Fig. 1 ist eine erste Ausführungsform eines Steckdosensockel mit einer Schraubanschlusseinheit
für 6mm
2-Erdungsdraht dargestellt. Es ist ein Steckdosensockel 1 mit Tragring 2, Erdungsbügel
3 und zwei Klemmanschlüssen 4, 5 zum Einstecken von Netzanschlussleitungen, d. h.
Phasenleiter und Nulleiter eines Wechselspannungsnetzes zu erkennen. Für den Potenzialausgleich
weist der Steckdosensockel 1 eine die Bodenseite des Steckdosensockels überragende
Schraubanschlusseinheit 6 auf, welche zwei jeweils zur Einführung eines 6 mm
2-Erdungsdrahts (massiver Kupferdraht mit einem Leitungsquerschnitt von 6 mm
2) geeignete Bohrungen 7 bzw. 8 aufweist, wobei eingeführte Erdungsdrähte jeweils durch
Anziehen von Klemmschrauben 9 bzw. 10 fixierbar sind.
[0010] In Fig. 2 ist eine Schraubanschlusseinheit der ersten Ausführungsform dargestellt,
wobei insbesondere ein Kontaktstück 11 der Schraubanschlusseinheit 6 zu erkennen ist,
welches in den Steckdosensockel 1 eingreift und dort elektrisch mit dem Erdungsbügel
3 dauerhaft kontaktiert respektive verbunden, vorzugsweise vernietet ist.
[0011] In Fig. 3 ist ein Schnitt durch die erste Ausführungsform des Steckdosensockels dargestellt,
wobei insbesondere ein zur elektrischen Kontaktierung respektive dauerhaften Verbindung
- vorzugsweise Vernietung - mit dem Erdungsbügel 3 dienendes Kontaktstück 16 der Schraubanschlusseinheit
13 zu erkennen ist. Des Weiteren sind der Tragring 2 des Steckdosensockels 1, ein
Klemmanschluss 4 für eine Netzanschlussleitung sowie die in die Bohrung 14 der Schraubanschlusseinheit
13 eingreifende Klemmschraube 15 dargestellt. Im Unterschied zur Ausführungsform gemäß
den Figuren 1 und 2 verläuft die Längsachse der Klemmschraube 15 senkrecht zur vom
Tragring 2 aufgespannten Ebene. Bei der Ausführungsform gemäß den Figuren 1 und 2
verlaufen die Längsachsen der Klemmschrauben 9 und 10 parallel zur vom Tragring 2
aufgespannten Ebene, d. h. die Klemmschrauben sind seitlich angeordnet, was den Vorteil
einer geringeren Bautiefe des Steckdosensockels hat.
[0012] In Fig. 4 ist eine zweite Ausführungsform eines Steckdosensockel mit einer Schraubanschlusseinheit
für 6mm
2-Erdungsdraht dargestellt. Es ist ein Steckdosensockel 18 mit Tragring 19, Erdungsbügel
20 und zwei Klemmanschlüssen 21, 22 zum Einstecken von Netzanschlussleitungen, d.
h. Phasenleiter und Nulleiter zu erkennen. Für den Potenzialausgleich ist im Steckdosensockel
18 selbst eine Schraubanschlusseinheit 23 integriert, welche eine zur Einführung eines
6 mm
2-Erdungsdrahts (massiver Kupferdraht mit einem Leitungsquerschnitt von 6 mm
2) geeignete Bohrung 24 aufweist, wobei ein eingeführter Erdungsdraht durch Anziehen
einer Klemmschraube 25 fixierbar ist. Vorteilhaft ragt keine Baukomponente der Schraubanschlusseinheit
über die Bodenseite des Steckdosensockels, d. h. der Steckdosensockel ist sehr kompakt
ausgebildet.
[0013] In Fig. 5 ist ein Schnitt durch die zweite Ausführungsform des Steckdosensockels
dargestellt, wobei insbesondere ein zur elektrischen Kontaktierung respektive dauerhaften
Verbindung - vorzugsweise Vernietung - mit dem Erdungsbügel 20 dienendes Kontaktstück
26 der Schraubanschlusseinheit 23 zu erkennen ist. Des Weiteren sind der Tragring
19 des Steckdosensockels 18, ein Klemmanschluss 21 für eine Netzanschlussleitung sowie
die in die Bohrung 24 der Schraubanschlusseinheit 23 eingreifende Klemmschraube 25
dargestellt.
[0014] Bei allen Ausführungsformen ist es möglich, den Steckdosensockel 1, 18 mit Befestigungsspreizen
auszurüsten, falls gewünscht. Die hierzu erforderlichen Räume sind mit Bezugszeichen
28 gekennzeichnet.
Bezugszeichenliste
[0015]
- 1
- Steckdosensockel
- 2
- Tragring
- 3
- Erdungsbügel
- 4
- Klemmanschluss für Phasenleiter
- 5
- Klemmanschluss für Nulleiter
- 6
- Schraubanschlusseinheit für 6 mm2-Erdungsdraht
- 7
- Bohrung
- 8
- Bohrung
- 9
- Klemmschraube
- 10
- Klemmschraube
- 11
- Kontaktstück zur dauerhaften Verbindung mit dem Erdungsbügel
- 12
- ---
- 13
- Schraubanschlusseinheit für 6 mm2-Erdungsdraht
- 14
- Bohrung
- 15
- Klemmschraube
- 16
- Kontaktstück zur dauerhaften Verbindung mit dem Erdungsbügel
- 17
- ---
- 18
- Steckdosensockel
- 19
- Tragring
- 20
- Erdungsbügel
- 21
- Klemmanschluss für Phasenleiter
- 22
- Klemmanschluss für Nulleiter
- 23
- Schraubanschlusseinheit für 6 mm2-Erdungsdraht
- 24
- Bohrung
- 25
- Klemmschraube
- 26
- Kontaktstück zur dauerhaften Verbindung mit dem Erdungsbügel
- 27
- ---
- 28
- Raum für Befestigungsspreizen
1. Steckdosensockel (1, 18) einer Steckdose mit Erdungsbügel (3, 20) und einer Schraubanschlusseinheit
(6, 13, 23) mit mindestens einer zur Aufnahme von 6 mm2-Erdungsdraht geeigneten Bohrung (7, 8, 14, 24) und mit mindestens einer Klemmschraube
(9, 10, 15, 25) zur Arretierung des eingeführten Erdungsdrahtes, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubanschlusseinheit (6, 13, 23) ein Kontaktstück (11, 16, 26) zur dauerhaften
Verbindung, vorzugsweise Vernietung, mit dem Erdungsbügel (3, 20) aufweist.
2. Steckdosensockel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubanschlusseinheit (6, 13) die Bodenseite des Steckdosensockels (1) überragt.
3. Steckdosensockel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubanschlusseinheit (23) innerhalb des Steckdosensockels (18) integriert
ist.