(19)
(11) EP 2 136 436 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
23.12.2009  Patentblatt  2009/52

(21) Anmeldenummer: 09006146.6

(22) Anmeldetag:  06.05.2009
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H01R 4/06(2006.01)
H01R 24/12(2006.01)
H01R 4/36(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 19.06.2008 DE 102008029238

(71) Anmelder: ABB AG
68309 Mannheim (DE)

(72) Erfinder:
  • Ewers, Manfred, Dipl.-Ing., Dipl.Wirt.-Ing.
    58239 Schwerte (DE)
  • Sahlmann, Hans-Peter
    58454 Witten (DE)
  • Schulte-Lippern, Günter, Dipl.-Ing.
    58513 Lüdenscheid (DE)
  • Gerrath, Volker
    58791 Werdohl-Eveking (DE)

   


(54) Steckdosensockel einer Steckdose


(57) Es wird ein Steckdosensockel (1, 18) einer Steckdose mit Erdungsbügel (3, 20) und einer Schraubanschlusseinheit (6, 13, 23) mit mindestens einer zur Aufnahme von 6 mm2-Erdungsdraht geeigneten Bohrung (7, 8, 14, 24) und mit mindestens einer Klemmschraube (9, 10, 15, 25) zur Arretierung des eingeführten Erdungsdrahtes vorgeschlagen, wobei die Schraubanschlusseinheit (6, 13, 23) ein Kontaktstück (11, 16, 26) zur dauerhaften Verbindung, vorzugsweise Vernietung, mit dem Erdungsbügel (3, 20) aufweist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen Steckdosensockel einer Steckdose mit Erdungsbügel und einer Schraubanschlusseinheit mit mindestens einer zur Aufnahme von 6 mm2-Erdungsdraht geeigneten Bohrung und mit mindestens einer Klemmschraube zur Arretierung des eingeführten Erdungsdrahtes.

[0002] Aus der DE 20 2007 006 661 U1 ist eine Steckdose mit Steckdosensockel bekannt, an dem Kontaktfedern und Erdungsbügel angeordnet sind, wobei die Erdungsbügel einen von einem Klemmblock gebildeten Anschluss für Erdungsdrähte aufweisen. Der Klemmblock ist verdrehsicher am Steckdosensockel befestigt, beispielsweise verschraubt, und weist zwei Durchgangsbohrungen mit Klemmschrauben auf, wovon die eine Durchgangsbohrung den Erdungsdraht aufnimmt und in die weitere Durchgangsbohrung ein Kabel geklemmt wird, welches andererseits über eine Klemme oder eine Verschraubung mit dem Erdungsbügel verbunden ist.

[0003] Die bekannte Steckdose kann in den Potenzialausgleich zwischen leitfähigen Körpern, wie Gehäuse elektrischer Betriebsmittel und fremden, leitfähigen Teilen, wie, Wasser- und Heizungsrohren, Antennenanlagen, Fundamenterder, einbezogen werden, was den Erdungswiderstand minimiert. Bei einem Erdschluss wird die aus dem Erdungswiderstand resultierende verbleibende Spannung durch kurze Verbindungen mit großem Querschnitt auf ungefährliche Werte begrenzt. Als Erdungsdraht wird üblicherweise ein massiver Kupferdraht mit einem Leitungsquerschnitt von 6 mm2 eingesetzt. Allerdings wird nicht durchgängig zwischen Erdungsdraht und Erdungsbügel ein Leitungsquerschnitt von 6 mm2 erzielt, da eine separate Leitung mit einem Querschnitt von maximal 2,5 mm2 zwischen Klemme/Verschraubung und Klemmblock vorzusehen ist.

[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Steckdosensockel einer Steckdose anzugeben, welcher in konstruktiv vereinfachter Weise zum Anschluss eines für den Potenzialausgleich dienenden 6mm2-Erdungsdrahtes geeignet ist.

[0005] Diese Aufgabe wird in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruchs 1 erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Schraubanschlusseinheit ein Kontaktstück zur dauerhaften Verbindung, vorzugsweise Vernietung, mit dem Erdungsbügel aufweist.

[0006] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass infolge der Direktanbindung der Schraubanschlusseinheit an den Erdungsbügel ("Schukobügel") eine zusätzliche Verdrahtung zwischen der Schraubanschlusseinheit und einem Klemmanschluss für den Schutzleiter entbehrlich ist. Insbesondere wird durchgängig und lückenlos vom Erdungsdraht bis zum Erdungsbügel der Steckdose ein Leitungsquerschnitt von 6mm2 erzielt. Ein Klemmanschluss für den Schutzleiter-üblicherweise ein 1,5 mm2-Kabel oder ein 2,5 mm2-Kabel - kann zusätzlich, muss jedoch nicht vorhanden sein. Es ist möglich, den Steckdosensockel mit Befestigungsspreizen auszurüsten, falls gewünscht. Selbstverständlich sind die vorstehend bezüglich des Potenzialausgleichs angeführten Vorteile ebenfalls gegeben.

[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

[0008] Die Erfindung wird nachstehend an Hand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert. Es zeigen:
Fig. 1
eine erste Ausführungsform eines Steckdosensockel mit einer Schraubanschlusseinheit für 6mm2-Erdungsdraht,
Fig. 2
eine Schraubanschlusseinheit der ersten Ausführungsform,
Fig. 3
einen Schnitt durch die erste Ausführungsform des Steckdosensockels,
Fig. 4
eine zweite Ausführungsform eines Steckdosensockel mit einer Schraubanschlusseinheit für 6mm2-Erdungsdraht,
Fig. 5
einen Schnitt durch die zweite Ausführungsform des Steckdosensockels.


[0009] In Fig. 1 ist eine erste Ausführungsform eines Steckdosensockel mit einer Schraubanschlusseinheit für 6mm2-Erdungsdraht dargestellt. Es ist ein Steckdosensockel 1 mit Tragring 2, Erdungsbügel 3 und zwei Klemmanschlüssen 4, 5 zum Einstecken von Netzanschlussleitungen, d. h. Phasenleiter und Nulleiter eines Wechselspannungsnetzes zu erkennen. Für den Potenzialausgleich weist der Steckdosensockel 1 eine die Bodenseite des Steckdosensockels überragende Schraubanschlusseinheit 6 auf, welche zwei jeweils zur Einführung eines 6 mm2-Erdungsdrahts (massiver Kupferdraht mit einem Leitungsquerschnitt von 6 mm2) geeignete Bohrungen 7 bzw. 8 aufweist, wobei eingeführte Erdungsdrähte jeweils durch Anziehen von Klemmschrauben 9 bzw. 10 fixierbar sind.

[0010] In Fig. 2 ist eine Schraubanschlusseinheit der ersten Ausführungsform dargestellt, wobei insbesondere ein Kontaktstück 11 der Schraubanschlusseinheit 6 zu erkennen ist, welches in den Steckdosensockel 1 eingreift und dort elektrisch mit dem Erdungsbügel 3 dauerhaft kontaktiert respektive verbunden, vorzugsweise vernietet ist.

[0011] In Fig. 3 ist ein Schnitt durch die erste Ausführungsform des Steckdosensockels dargestellt, wobei insbesondere ein zur elektrischen Kontaktierung respektive dauerhaften Verbindung - vorzugsweise Vernietung - mit dem Erdungsbügel 3 dienendes Kontaktstück 16 der Schraubanschlusseinheit 13 zu erkennen ist. Des Weiteren sind der Tragring 2 des Steckdosensockels 1, ein Klemmanschluss 4 für eine Netzanschlussleitung sowie die in die Bohrung 14 der Schraubanschlusseinheit 13 eingreifende Klemmschraube 15 dargestellt. Im Unterschied zur Ausführungsform gemäß den Figuren 1 und 2 verläuft die Längsachse der Klemmschraube 15 senkrecht zur vom Tragring 2 aufgespannten Ebene. Bei der Ausführungsform gemäß den Figuren 1 und 2 verlaufen die Längsachsen der Klemmschrauben 9 und 10 parallel zur vom Tragring 2 aufgespannten Ebene, d. h. die Klemmschrauben sind seitlich angeordnet, was den Vorteil einer geringeren Bautiefe des Steckdosensockels hat.

[0012] In Fig. 4 ist eine zweite Ausführungsform eines Steckdosensockel mit einer Schraubanschlusseinheit für 6mm2-Erdungsdraht dargestellt. Es ist ein Steckdosensockel 18 mit Tragring 19, Erdungsbügel 20 und zwei Klemmanschlüssen 21, 22 zum Einstecken von Netzanschlussleitungen, d. h. Phasenleiter und Nulleiter zu erkennen. Für den Potenzialausgleich ist im Steckdosensockel 18 selbst eine Schraubanschlusseinheit 23 integriert, welche eine zur Einführung eines 6 mm2-Erdungsdrahts (massiver Kupferdraht mit einem Leitungsquerschnitt von 6 mm2) geeignete Bohrung 24 aufweist, wobei ein eingeführter Erdungsdraht durch Anziehen einer Klemmschraube 25 fixierbar ist. Vorteilhaft ragt keine Baukomponente der Schraubanschlusseinheit über die Bodenseite des Steckdosensockels, d. h. der Steckdosensockel ist sehr kompakt ausgebildet.

[0013] In Fig. 5 ist ein Schnitt durch die zweite Ausführungsform des Steckdosensockels dargestellt, wobei insbesondere ein zur elektrischen Kontaktierung respektive dauerhaften Verbindung - vorzugsweise Vernietung - mit dem Erdungsbügel 20 dienendes Kontaktstück 26 der Schraubanschlusseinheit 23 zu erkennen ist. Des Weiteren sind der Tragring 19 des Steckdosensockels 18, ein Klemmanschluss 21 für eine Netzanschlussleitung sowie die in die Bohrung 24 der Schraubanschlusseinheit 23 eingreifende Klemmschraube 25 dargestellt.

[0014] Bei allen Ausführungsformen ist es möglich, den Steckdosensockel 1, 18 mit Befestigungsspreizen auszurüsten, falls gewünscht. Die hierzu erforderlichen Räume sind mit Bezugszeichen 28 gekennzeichnet.

Bezugszeichenliste



[0015] 
1
Steckdosensockel
2
Tragring
3
Erdungsbügel
4
Klemmanschluss für Phasenleiter
5
Klemmanschluss für Nulleiter
6
Schraubanschlusseinheit für 6 mm2-Erdungsdraht
7
Bohrung
8
Bohrung
9
Klemmschraube
10
Klemmschraube
11
Kontaktstück zur dauerhaften Verbindung mit dem Erdungsbügel
12
---
13
Schraubanschlusseinheit für 6 mm2-Erdungsdraht
14
Bohrung
15
Klemmschraube
16
Kontaktstück zur dauerhaften Verbindung mit dem Erdungsbügel
17
---
18
Steckdosensockel
19
Tragring
20
Erdungsbügel
21
Klemmanschluss für Phasenleiter
22
Klemmanschluss für Nulleiter
23
Schraubanschlusseinheit für 6 mm2-Erdungsdraht
24
Bohrung
25
Klemmschraube
26
Kontaktstück zur dauerhaften Verbindung mit dem Erdungsbügel
27
---
28
Raum für Befestigungsspreizen



Ansprüche

1. Steckdosensockel (1, 18) einer Steckdose mit Erdungsbügel (3, 20) und einer Schraubanschlusseinheit (6, 13, 23) mit mindestens einer zur Aufnahme von 6 mm2-Erdungsdraht geeigneten Bohrung (7, 8, 14, 24) und mit mindestens einer Klemmschraube (9, 10, 15, 25) zur Arretierung des eingeführten Erdungsdrahtes, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubanschlusseinheit (6, 13, 23) ein Kontaktstück (11, 16, 26) zur dauerhaften Verbindung, vorzugsweise Vernietung, mit dem Erdungsbügel (3, 20) aufweist.
 
2. Steckdosensockel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubanschlusseinheit (6, 13) die Bodenseite des Steckdosensockels (1) überragt.
 
3. Steckdosensockel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubanschlusseinheit (23) innerhalb des Steckdosensockels (18) integriert ist.
 




Zeichnung













Recherchenbericht










Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente