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(11) |
EP 2 137 402 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.11.2010 Patentblatt 2010/47 |
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Anmeldetag: 28.01.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/050915 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/113626 (25.09.2008 Gazette 2008/39) |
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HOCHDRUCKPUMPE ZUR FÖRDERUNG VON KRAFTSTOFF MIT EINEM TORSIONSENTKOPPELTEN DRUCKFEDERELEMENT
IN DER STÖSSELEINRICHTUNG
HIGH-PRESSURE PUMP FOR DELIVERING FUEL COMPRISING A TORSION-DECOUPLED COMPRESSION
SPRING ELEMENT IN THE PLUNGER UNIT
POMPE HAUTE PRESSION DESTINÉE AU REFOULEMENT DE CARBURANT COMPORTANT UN ÉLÉMENT RESSORT
DE PRESSION DÉCOUPLÉ EN TORSION DANS LE DISPOSITIF DE POUSSOIR
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
16.03.2007 DE 102007012705
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.12.2009 Patentblatt 2009/53 |
| (73) |
Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- MEIER, Gerhard
73614 Schorndorf (DE)
- HAEUSSER, Bernd
74382 Neckarwestheim (DE)
- DUTT, Andreas
70469 Stuttgart (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-2005/031151 DE-A1- 3 624 134 DE-A1- 19 829 547
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WO-A-2005/052356 DE-A1- 4 227 853
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Hochdruckpumpe, insbesondere zur Förderung
von Kraftstoff für ein Common- Rail- Kraftstoffeinspritzsystem gemäß der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 näher definierten Art (
DE-A-4 227 853).
Stand der Technik
[0002] Allgemein bekannt sind Hochdruckpumpen zur Förderung von Kraftstoff, welche für Common-Rail-
Kraftstoffeinspritzsysteme Anwendung finden. Die Hochdruckpumpen dienen zur Bereitstellung
eines unter Hochdruck stehenden Kraftstoffs innerhalb des Common- Rail, welche mit
Betriebsbrücken bis zu 2 Kbar und mehr beaufschlagt sind. Daher sind an die Hochdruckpumpen
besondere Anforderungen gestellt, um auf effiziente Weise den Kraftstoff auf die genannten
Drücke zu fördern. Angetrieben werden die Hochdruckpumpen üblicherweise über eine
Kopplung mit der Kurbelwelle der Brennkraftmaschine, wobei die Hochdruckpumpe nach
dem Prinzip eines Nockentriebs ausgelegt sein kann. Diese umfassen eine Nockenwelle
mit einer Nockengeometrie, die ein Abgriffselement in eine Hubbewegung in Richtung
einer Hubachse versetzt, und somit ein mit dem Abgriffselement verbundener Pumpenkolben
in Hubbewegung versetzt wird. Über ein in einem Zylinderkopf eingebrachten Ventiltrieb
kann der Pumpenkolben mit diesem zusammenwirken, um den Kraftstoff zu fördern. Der
Pumpenkolben ist im Pumpenkörper oder im Zylinderkopf hubbeweglich geführt, und steht
wenigstens über einen Rollenschuh mit dem Abgriffselement in Verbindung. Das Abgriffselement
ist meist als eine Rolle ausgeführt, welche über der Nockengeometrie abwälzt. Die
Anordnung der Rolle in Wirkverbindung mit der Nockengeometrie ist von Vorteil, da
sich zwischen der Rolle und der Nockengeometrie eine Linienberührung bildet, welche
eine hohe Tragfähigkeit aufweist. Zudem finden nur Wälzbewegungen statt, welche gegenüber
Gleitbewegungen verschleißminimiert sind. Das Abgriffselement in Gestalt der Rolle
wird zur Führung desselben auf der Nockengeometrie mittels eines Druckfederelementes
gegen diese gedrückt, womit zugleich der Rückhub des Pumpenkolbens sichergestellt
wird. Derartige Druckfederelemente sind als Spiralfedern ausgeführt und erstrecken
sich zwischen einem Bund innerhalb des Zylinderkopfes und dem so genannten Rollenschuh,
in dem die Rolle aufgenommen ist.
[0003] Bei einer derartigen Anordnung einer Hochdruckpumpe zur Förderung von Kraftstoff
nach dem Prinzip des Nockentriebs ergibt sich jedoch das Problem, dass bei Anwendung
eines Druckfederelementes in Gestalt einer Spiralfeder durch die Kompression des Druckfederelementes
eine Torsion auf den Verbund des Rollenschuhs, der Stößelführung, den Pumpenkolben
und damit auch auf das Abgriffselement, d.h. die Rolle ausgeübt wird. Daher ergibt
sich eine Verdrehneigung des Rollenschuhs sowie des Abgriffselementes, so dass die
Linienberührung zwischen dem Abgriffselement und der Nockengeometrie nicht näher sichergestellt
ist. Hierfür sind zwar Verdrehsicherungen zwischen der Stößeleinrichtung und dem Pumpenkörper
in Form von Linearführungen bekannt, jedoch ist eine hinreichende Genauigkeit häufig
nicht erreichbar. Auch Linearführungen weisen ein minimales Spiel auf, welches vergleichsweise
groß ist, und der Linienkontakt zwischen dem Abgriffselement und der Nockengeometrie
auch damit nicht gewährleistet bleibt. Dieser Umstand führt zu einem verfrühten Verschleiß
der Hochdruckpumpe, was in Anbetracht der erforderlichen Betriebsdauer und der Zuverlässigkeit
der Hochdruckpumpe nicht wünschenswert ist.
[0004] Ferner ist es erforderlich, derartige Hubeinrichtungen aus wenigen Bauteilen aufzubauen
und eine einfache Konstruktion zu gewährleisten. Anordnungen von torsionsminimierten
Druckfederelementen, welche von der Bauart einer einfachen Spiralfeder abweichen,
sind häufig sehr aufwendig ausgestaltet und bewirken dennoch nicht die torsionsfreie
Kompression des Federbereiches.
[0005] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Hochdruckpumpe zur Förderung
von Kraftstoff für eine Brennkraftmaschine zu schaffen, welche zum Erhalt der Linienberührung
zwischen dem Abgriffselement und der Nockengeometrie eine verdrehfreie Führung der
Stößeleinrichtung ermöglicht.
Offenbarung der Erfindung
[0006] Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Hochdruckpumpe zur Förderung von Kraftstoff
für eine Brennkraftmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 in Verbindung mit
dessen kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0007] Die Erfindung schießt die technische Lehre ein, dass die wenigstens eine Kontaktfläche
zwischen dem Druckfederelement und der Stößeleinrichtung und/oder die an diese angrenzende
Oberfläche des Druckfederelementes eine reibkraftminimierte Oberflächenbeschichtung
umfasst, um eine Torsionsentkopplung des Druckfederelements zu schaffen.
[0008] Der Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung liegt in einer Entkopplung der Torsionsbewegung
des Druckfederelementes von der Stößeleinrichtung. Die bei der Kompression des Druckfederelementes
einhergehende Verdrehung derselben kann sich bei einer Kontaktfläche mit einer reibkraftminimierten
Oberflächenbeschichtung nicht weiter auf die Stößeleinrichtung übertragen, so dass
eine Verdrehung der Stößeleinrichtung, und damit eine Verdrehung des Abgriffselementes
auf der Nockengeometrie nicht mehr durch die Torsion des Druckfederelementes hervorgerufen
werden kann. Das Druckfederelement ist zwischen dem Zylinderkopf und der Stößelführung
aufgenommen, so dass sich ein Ende des Druckfederelementes gegen eine Aufnahmekontur
in der Stößelführung abstützt. Diese Aufnahmcstruktur innerhalb der Stößelführung
bildet die Kontaktfläche, welche die reibkraftminimierte Oberflächenbeschichtung umfasst.
Diese kann jedoch auch seitens des Druckfederetementes ausgebildet sein, so dass die
Oberfläche des Druckfederelementes, die gegen die Stößelführung, angrenzt, die reibkraftminimierte
Oberflächenbeschichtung aufweist.
[0009] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Anordnung der Stößeleinrichtung umfasst
ein Andruekscheibenelement, gegen dass das Druckfederelement zur Anlage gebracht ist,
wobei wenigstens eine Planfläche des Andruckscheibenelementes die Kontaktfläche mit
der reibkraftminimierten Oberflächenbeschichtung bildet. Das Andruckscheibenelement
ist ringförmig ausgebildet und weist zwei sich gegenüberliegende Planflächen auf,
so dass eine Planfläche an die Kontaktfläche in der Stößelführung und die andere Planfläche
an das Ende des Druckfederelemente, angrenzt. Zur Minimierung der Reibkraft und damit
zur Entkopplung der Torsion zwischen dem Druekfederelement und der Stößelführung kann
entweder die erste Planfläche, die gegenüberliegende Planfläche oder beide Planflächen
des Andruekscheibenelementes mit einer reibkraftminimierten Oberflächenbeschichtung
versehen sein. Jedoch kann das Andruckscheibenelement auch mit dem Druckfederelement
einseitig verdrehfest verbunden sein, so dass eine definierte Gleitbewegung der gegenüberliegenden
Planfläche des Andruckscheibenelementes relativ zur Stößelführung stattfinden kann.
Wird das Druckfederelement komprimiert, so kann eine Torsion im Druckfederelement
hervorgerufen werden, die zwischen dem Andruckscheibenelement und der Stößelführung
ausgeglichen wird.
[0010] Es ist von Vorteil, dass das Abgriffselement als Rollenelement ausgebildet ist und
die Stößeleinrichtung ferner eine Stößelführung mit einem in diese eingesetzten Rollenschuh
umfasst, an welchem die Kontaktfläche mit der reibkraftminimierten Oberflächenbeschichtung
selbst ausgebildet ist. Damit wird eine weitere Möglichkeit aufgezeigt, dass die Kontaktfläche
mit der reibkraftminimierten Oberflächenbeschichtung sowohl am Andruckscheibenelement
als auch an der Stößelführung selbst ausgebildet sein kann, wobei auch eine Kombination
der jeweiligen Kontaktflächen mit einer jeweiligen reibkraftminimierten Oberflächenbeschichtung
möglich ist. Hier kann insbesondere der Vorteil genutzt werden, verschiedene Oberflächenbeschichtungen
zu wählen, welche aufeinander abgleiten, so dass eine tribologisch optimierte Reibpaarung
gebildet wird.
[0011] Es ist ferner von Vorteil, dass endseitig am Druckfederelement ein Federscheibenelement
verdrehfest an diesem angeordnet ist, welches plan an die Kontaktfläche der Stößelführung
angrenzt. Das Federscheibenelement kann stoffschlüssig, formschlüssig oder mittels
Verbindungselementen am Druckfederelement angebracht sein, so dass das Federscheibenelement
ebenfalls als plane Ringkontur ausgebildet ist, und eine ringförmige Kontaktfläche
bildet. Vorteilhafterweise umfasst die an die Kontaktfläche der Stößelführung angrenzende
Kontaktfläche des Federscheibenelementes die reibkraftminimierte Oberflächenbeschichtung.
Eine noch vorteilhaftere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst sowohl
ein endseitig an das Druckfederelement angeordnetes Federscheibenelement und ein Andruckscheibenelement,
so dass das Andruckscheibenelement zwischen dem Federscheibenelement und der Stößelführung
angeordnet ist, und die Kontaktfläche des Druckfederelementes an die Kontaktfläche
des Federscheibenelementes angrenzt. Gemäß der letztgenannten Anordnung können vier
Kontaktflächen mit einer jeweiligen reibkraftminimierten Oberflächenbeschichtung in
einer Stapelanordnung aneinander angrenzen, wobei sich das Andruckscheibenelement
zwischen dem Federscheibenelement und der Stößelführung befindet.
[0012] Vorteilhafterweise ist die reibkraftminimierte Oberflächenbeschichtung mittels eines
PVD-Verfahrens, eines CVD-Verfahrens, eines galvanischen Verfahrens oder eines chemischen
Verfahrens auf die wenigstens eine Kontaktfläche aufgebracht. Ferner besteht die Möglichkeit,
dass die reibkraftminimierte Oberflächenbeschichtung einen Gleitlack und/oder einen
auf die Kontaktfläche aufgebrachten Trockenschmierstoff umfasst. Die reibkraftminimierte
Oberflächenbeschichtung kann auch eine Hartstoffbeschichtung sein, wie beispielsweise
eine Titan-Oxid-Beschichtung, eine Zirkon-Oxid-Beschichtung, eine Silizium-Oxid-Beschichtung,
eine Titankarbid-Beschichtung oder eine Titannitrit-Beschichtung. Weiterhin besteht
die Möglichkeit, innovative PVD- Hartstoff- Beschichtungen wie TiMgN- Beschichtungen
vorzuschen. Auch eine Kombination von reibkraftminimierten Oberflächenbeschichtungen
und einer Randschichtbehandlung der jeweiligen Kontaktoberfläche ist als vorteilhafte
Möglichkeit im Rahmen der vorliegenden Erfindung vorzusehen. Besonders vorteilhaft
sind Titankarbid-Beschichtungen, welche sich durch eine sehr hohe Härte, gepaart mit
einem niedrigen Reibkoeffizient und höchster Haftfestigkeit, auszeichnen. Titannitrit-Beschichtungen
zeichnen sich hingegen durch eine hohe Härte, eine hohe Zähigkeit und eine sehr geringe
Neigung zu Aufschweißungen aus, so dass ein Fressen und eine Belagbildung vermieden
werden kann. Ferner sind gute Korrosions- und Oxidationseigenschaften vorteilhaft.
[0013] Die Stößeleinrichtung, welche das Druckfederelement umfasst, befindet sich innerhalb
des Pumpenkörpers, welcher mit Kraftstoff gefüllt ist. Daher kann der Kraftstoff als
Schmiermittel zur Wirkung kommen, so dass die Oberflächenbeschichtung mit der Schmierwirkung
des Kraftstoffs zusammenwirkt. Daher sollte die Oberflächenbeschichtung eine entsprechende
Beständigkeit gegenüber dem Kraftstoff, welcher insbesondere ein Dieselkraftstoff
ist, aufweisen. Als eine weitere Oberflächenbeschichtung kann eine Titan-Aluminiumnitrit-Beschichtung
genannt werden, wobei ferner eine Chromnitrit-Beschichtung eine mögliche Hartstoff-Beschichtung
darstellt. Diese Beschichtungen zeichnen sich insbesondere durch eine sehr hohe chemische
und thermische Stabilität aus, wobei gerade die Chromnitrit-Beschichtung eine geringe
Adhäsionstendenz aufweist, da die Anordnung des Druckfederelementes in Wirkverbindung
mit dem Andruckscheibenelement bzw. dem Federscheibenelement lokal hohe Flächenpressungen
aufweisen kann, so dass eine geringe Adhäsionstendenz vorteilhaft ist.
[0014] Es kann auch eine reibkraftminimierte Oberflächenbeschichtung in Gestalt einer Mono-Schicht
zur Anwendung kommen, wobei auch binäre Schichten (Ti(C,N)), Mehrlagenschichten (TiC/TiN)
oder gradierte Schichten (TiC/Ti(C,N)/TiN) eine mögliche Variante darstellen. Damit
ist die erfindungsgemäße reibkraftminimierte Oberflächenbeschichtung nicht auf ein
bestimmtes Schichtsystem begrenzt, sondern umfasst mehrere verschiedene Schichtsysteme.
[0015] Um die Vorteile der erfindungsgemäßen Lösung der reibkraftminimierten Oberflächenbeschichtung
auch für andere beanspruchte Oberflächen zu nutzen, kann im Rahmen der vorliegenden
Erfindung vorgesehen sein, das gesamte Druckfederelement sowie die gesamte Stößelführung
und auch das gesamte Andruckscheibenelement sowie das Federscheibenelement vollständig
mit einer Oberflächenbeschichtung zu versehen. Gerade die Stößelführung gleitet innerhalb
des Pumpenkörpers oder des Zylinderkopfes in einer Führungsbohrung, so dass eine ganzheitliche
Beschichtung der Bauteile ebenfalls von Vorteil ist.
[0016] Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Figuren
näher dargestellt.
Ausführungsbeispiele
[0017] Es zeigt:
Fig. 1 eine quergeschnittene Ansicht einer Hochdruckpumpe mit einer Stößeleinrichtung
sowie einem Druckfederelement, einer Stößelführung mit einem eingesetzten Rollenschuh
und einem zwischen dem Druckfederelement und der Stößelführung angeordneten Andruckscheibenelement;
Fig. 2 eine quergeschnittene Ansicht des erfindungsgemäßen Andruckscheibenelementes
mit einer ersten sowie einer zweiten Kontaktfläche; und
Fig. 3 eine quergeschnittene Ansicht der Anordnung der Stößeleinrichtung mit jeweiligen
erfindungsgemäßen Kontaktflächen, wobei das Druckfederelement, das Andruckscheibenelement
sowie ein Federscheibenelement jeweils in einer voneinander gelösten Anordnung dargestellt
ist.
Fig. 1 zeigt eine quergeschnittene Seitenansicht einer Hochdruckpumpe 1, wie sie bei
Common-Rail- Kraftstoffeinspritzsystemen für Dieselmotoren zum Einsatz kommt. Die
Hochdruckpumpe 1 dient zur Förderung von Dieselkraftstoff, um diesen mit einem hohen
Druck einem Common-Rail zur Verfügung zu stellen. Die Hochdruckpumpe 1 umfasst ein
Abgriffselement 2, welches über einer auf einer Nockenwelle 3 angeordneten Nockengeometrie
4 abwälzt. Die Nockenwelle 3 wird motorseitig angetrieben, und umfasst wenigstens
eine Nockengeometrie 4, wobei diese eine oder mehrere auf den Umfang gleichverteilt
angeordnete Nocken umfasst. Dadurch übt das Abgriffselement 2 eine Hubbewegung in
Richtung einer Hubachse 5 aus, wobei die Hubbewegung des Abgriffselementes 2 auf eine
Stößeleinrichtung 6 übertragen wird. Die Stößeleinrichtung 6 umfasst ein Druckfederelement
7 sowie einen Pumpenkolben 12, wobei das Abgriffselement 2 innerhalb einer Stößelführung
10 aufgenommen ist, welche gemeinsam mit dem Rollenschuh 15 ebenfalls Bestandteil
der Stößeleinrichtung 6 ist. Zwischen dem Druckfederelement 7 und der Stößelführung
10 ist ein Andruckscheibenelement 9 angeordnet, welches quergeschnitten dargestellt
und in Gestalt einer Planscheibe ausgeführt ist. Mittig aus dem Rollenschuh 10 erstreckt
sich der Pumpenkolben 12, welcher innerhalb eines Zylinderkopfes 13 geführt ist, und
mit einer Ventileinrichtung im Zylinderkopf 13 zur Förderung des Kraftstoffes zusammenwirkt.
Die Hochdruckpumpe 1 umfasst im Wesentlichen einen Pumpenkörper 14, wobei der Zylinderkopf
13 auf den Pumpenkörper 14 dichtend aufgesetzt ist. Daher bildet sowohl der Pumpenkörper
14 als auch der Zylinderkopf 13 die Führungseinrichtung der Hubbewegung der Stößeleinrichtung
6 in Richtung der Hubachse 5, wobei eine Verdrehsicherung der Stößeleinrichtung 6
zur Vermeidung einer Verdrehung um die Hubachse 5 nicht näher dargestellt ist.
Fig. 2 zeigt eine vergrößerte Darstellung der Andruckscheibenelementes 9, welche sich
- mit Blick auf Fig. 1 - zwischen dem Druckfederelement und der Stößelführung befindet.
Das Andruckscheibenelement 9 umfasst eine erfindungsgemäße Kontaktfläche 8a sowie
eine gegenüberliegende weitere Kontaktfläche 8b, welche eine reibkraftminimierte Oberflächenbeschichtung
aufweist. Das Andruckscheibenelement 9 erstreckt sich ringförmig um die Hubachse 5,
so dass sich durch das Andruckscheibenelement 9 der Pumpenkolben erstrecken kann.
Die reibkraftminimierten Kontaktflächen 8a und 8b grenzen jeweils an das Druckfederelement
sowie an die Stößelführung an, so dass entweder die erste Kontaktfläche 8a oder die
zweite Kontaktfläche 8b oder beide Kontaktflächen die erfindungsgemäße reibkraftminimierte
Oberflächenbeschichtung aufweisen.
Fig. 3 zeigt eine mögliche Anordnung einer erfindungsgemäßen Stößeleinrichtung 6 mit
einem Andruckscheibenelement 9, welches zwischen der Stößelführung 10 sowie einem
Federscheibenelement 11 angeordnet ist, wobei in der Stößelführung 10 der Rollenschuh
15 zur Aufnahme des Abgriffselementes 2 eingesetzt ist. Das Federscheibenelement 11
ist mit dem Druckfederelement 7 in Verbindung gebracht, wobei die Verbindung entweder
stoffschlüssig (Schweißen, Löten, Kleben) oder formschlüssig (Verpressen, Verkeilen
oder Verstemmen) mit dem Druckfederelement verbunden ist. Das Federscheibenelement
11 kann eine weitere erfindungsgemäße Kontaktfläche 8d umfassen, welche ebenfalls
eine reibkraftminimierte Oberflächenbeschichtung aufweist. Ferner befindet sich auf
der Stößelführung 10 eine Kontaktfläche 8c, welche ebenfalls eine reibkraftminimierte
Oberflächenbeschichtung aufweisen kann. Gemäß Fig. 3 ist ein Andruckscheibenelement
9 zwischen dem Federscheibenelement 11 und der Stößelführung 10 eingebracht, wobei
das Andruckscheibenelement 9 auch entfallen kann, so dass die Kontaktfläche 8d des
Federscheibenetementes 11 direkt auf der Kontaktfläche 8c der Stößelführung 10 angrenzt,
und auf dieser abgleiten kann.
[0018] Die Gleitbewegung umfasst dabei eine oszillierende Rotationsbewegung in kleinen Winkelbereichen,
da bei jedem Hub des Rollenschuhs 15 eine Torsion des Druckfederelementes 7 gegenüber
der Stußelführung 10 erfolgt. Diese Verdrehung des Druckfederelementes 7 wird damit
zwischen den Kontaktflächen 8a, 8b, 8c sowie 8d ausgeglichen, da die Kontaktflächen
reibkraftminimiert sind und eine Gleitbewegung zueinander zulassen, wobei die Gleitbewegung
minimale oder sogar in Verbindung mit der Schmierwirkung des Kraftstoffes keine nennenswerte
Reibkraft hervorruft. Damit wird die Verdrehneigung des Druckfederelementes 7 nicht
auf die Stößelführung 10 übertragen, so dass dieser die Drehbewegung ferner nicht
auf das Abgriffselement 2 überträgt, und die Linienberührung zwischen dem Abgriffselement
2 und der Nockengeometrie 4 auf der Nockenwelle 3 beibehalten wird.
[0019] Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf das vorstehend angegebene
bevorzugte Auführungsbeispiel. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche
von der dargestellten Lösung im Rahmen des Anspruchs 1 Gebrauch macht.
1. Hochdruckpumpe (1), insbesondere zur Förderung von Kraftstoff für ein Common- Rail-
Kraftstoffeinspritzsystem, umfassend wenigstens einen Nockentrieb mit einem Abgriffselement
(2), welches durch eine in einer Nockenwelle (3) eingebrachte Nockengeometrie (4)
in eine Hubbewegung in Richtung einer Hubachse (5) versetzbar ist, wobei die Hubbewegung
auf eine Stößeleinrichtung (6) übertragbar ist, wobei die Stößeleinrichtung (6) und
das Abgriffselement (2) mittels eines Druckfederelementes (7) in Richtung der Nockengeometrie
(4) kraftbeaufschlagt ist, und die Stößeleinrichtung (6) wenigstens eine Kontaktfläche
(8a, 8b, 8c, 8d) aufweist, an die das Druckfederelement (7) angrenzt,
dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Kontaktfläche (8a, 8b, 8c, 8d) und/oder die an diese angrenzende
Oberfläche des Druckfederelements (7) eine reibkraftminimierte Oberflächenbeschichtung
umfasst, um eine Torsionsentkopplung des Druckfederelementes (7) zu schaffen.
2. Hochdruckpumpe (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Stößeleinrichtung (6) ein Andruckscheibenelement (9) umfasst, gegen das das Druckfederelement
(7) zur Anlage gebracht ist, und wenigstens eine Planfläche des Andruckscheibenelements
(9) die Kontaktfläche (8a, 8b) mit der reibkraftminimierten Oberflächenbeschichtung
bildet.
3. Hochdruckpumpe (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Abgriffselement (2) als Rollenelement ausgebildet ist und die Stößeleinrichtung
(6) ferner eine Stößelführung (10) umfasst, an welcher die Kontaktfläche (8c) mit
der reibkraftminimierten Oberflächenbeschichtung ausgebildet ist.
4. Hochdruckpumpe (1) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass endseitig am Druckfederelement (7) ein Federscheibenelement (11) verdrehfest an diesem
angeordnet ist, welches plan an die Kontaktfläche (8c) der Stößelführung (10) angrenzt.
5. Hochdruckpumpe (1) nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die an die Kontaktfläche (8c) der Stößelführung (10) angrenzende Kontaktfläche (8d)
des Federscheibenelements (11) eine reibkraftminimierte Oberflächenbeschichtung umfasst.
6. Hochdruckpumpe (1) nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Federscheibenelement (11) und der Stößelführung (10) das Andruckscheibenelement
(9) angeordnet ist, sodass die Kontaktfläche (8a, 8b) des Druckfederelementes (7)
an die Kontaktfläche (8d) angrenzt.
7. Hochdruckpumpe (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die reibkraftminimierte Oberflächenbeschichtung mittels eines PVD- Verfahrens, eines
CVD- Verfahrens, eines galvanischen Verfahrens oder eines chemischen Verfahrens auf
die wenigstens eine Kontaktfläche (8a, 8b, 8c, 8d) aufgebracht ist.
8. Hochdruckpumpe (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die reibkraftminimierte Oberflächenbeschichtung einen Gleitlack und/oder einen auf
die Kontaktfläche (8a, 8b, 8c, 8d) aufgebrachten Trockenschmierstoff umfasst.
1. High-pressure pump (1), in particular for the conveyance of fuel for a common-rail
fuel injection system, comprising at least one cam drive with a pick-off element (2)
which can be set in a lifting movement in the direction of a lifting axis (5) by a
cam geometry (4) introduced into a camshaft (3), the lifting movement being transmittable
to a plunger device (6), the plunger device (6) and the pick-off element (2) being
acted upon with force in the direction of the cam geometry (4) by means of a compression-spring
element (7), and the plunger device (6) having at least one contact face (8a, 8b,
8c, 8d) to which the compression-spring element (7) is contiguous, characterized in that the at least one contact face (8a, 8b, 8c, 8d) and/or that surface of the compression-spring
element (7) which is contiguous to this comprise/comprises a surface coating having
minimized frictional force, in order to provide a torsional decoupling of the compression-spring
element (7).
2. High-pressure pump (1) according to Claim 1, characterized in that the plunger device (6) comprises a pressure-washer element (9), against which the
compression-spring element (7) is brought to bear, and at least one plane face of
the pressure-washer element (9) forms the contact face (8a, 8b) with the surface coating
having minimized frictional force.
3. High-pressure pump (1) according to Claim 1 or 2, characterized in that the pick-off element (2) is designed as a roller element, and the plunger device
(6) comprises, furthermore, a plunger guide (10), on which is formed the contact face
(8c) with the surface coating having minimized frictional force.
4. High-pressure pump (1) according to Claim 3, characterized in that a spring-washer element (11) is arranged on the end face of the compression-spring
element (7) fixedly in terms of rotation on the latter and is continuous in a planar
manner to the contact face (8c) of the plunger guide (10).
5. High-pressure pump (1) according to Claim 3 or 4, characterized in that that contact face (8d) of the spring-washer element (11) which is contiguous to the contact
face (8c) of the plunger guide (10) comprises a surface coating having minimized frictional
force.
6. High-pressure pump (1) according to Claim 4 or 5, characterized in that the pressure-washer element (9) is arranged between the spring-washer element (11)
and the plunger guide (10), so that the contact face (8a, 8b) of the compression-spring
element (7) is contiguous to the contact face (8d).
7. High-pressure pump (1) according to one of the abovementioned claims, characterized in that the surface coating having minimized frictional force is applied by means of a PVD
method, a CVD method, an electroplating method or a chemical method to the at least
one contact face (8a, 8b, 8c, 8d).
8. High-pressure pump (1) according to one of the abovementioned claims, characterized in that the surface coating having minimized frictional force comprises a slip lacquer and/or
a dry lubricant applied to the contact face (8a, 8b, 8c, 8d).
1. Pompe haute pression (1), notamment pour le refoulement de carburant pour un système
d'injection de carburant à rampe commune, comprenant au moins un entraînement par
cames avec un élément de prise (2), qui peut être animé d'un mouvement de levage dans
la direction d'un axe de levage (5) par une géométrie de came (4) réalisée dans l'arbre
à cames (3), le mouvement de levage pouvant être transmis à un dispositif de poussoir
(6), le dispositif de poussoir (6) et l'élément de prise (2) étant sollicités par
force au moyen d'un élément de ressort de pression (7) dans la direction de la géométrie
de came (4), et le dispositif de poussoir (6) présentant au moins une surface de contact
(8a, 8b, 8c, 8d), adjacente à l'élément de ressort de pression (7),
caractérisée en ce que l'au moins une surface de contact (8a, 8b, 8c, 8d) et/ou la surface de l'élément
de ressort de pression (7) adjacente à celle-ci, comprend un revêtement de surface
à force de friction minimale, afin de produire un désaccouplement de torsion de l'élément
de ressort de pression (7).
2. Pompe haute pression (1) selon la revendication 1,
caractérisée en ce que le dispositif de poussoir (6) comprend un élément de disque d'application (9) contre
lequel l'élément de ressort de pression (7) est amené en appui, et au moins une surface
plane de l'élément de disque d'application (9) forme la surface de contact (8a, 8b)
avec le revêtement de surface à force de friction minimale.
3. Pompe haute pression (1) selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que l'élément de prise (2) est réalisé sous forme d'élément à rouleau et le dispositif
de poussoir (6) comprend en outre un guidage de poussoir (10) sur lequel est réalisée
la surface de contact (8c) avec le revêtement de surface à force de friction minimale.
4. Pompe haute pression (1) selon la revendication 3,
caractérisée en ce qu'un élément de coupelle de ressort (11) est disposé du côté de l'extrémité sur l'élément
de ressort de pression (7) de manière solidaire en rotation avec celui-ci, et est
adjacent, en plan, à la surface de contact (8c) du guidage de poussoir (10).
5. Pompe haute pression (1) selon la revendication 3 ou 4,
caractérisée en ce que la surface de contact (8d) de l'élément de coupelle de ressort (11) adjacente à la
surface de contact (8c) du guidage de poussoir (10) comprend un revêtement de surface
à force de friction minimale.
6. Pompe haute pression (1) selon la revendication 4 ou 5,
caractérisée en ce que l'on dispose l'élément de disque d'application (9) entre l'élément de coupelle de
ressort (11) et le guidage de poussoir (10), de sorte que la surface de contact (8a,
8b) de l'élément de ressort de pression (7) soit adjacente à la surface de contact
(8d).
7. Pompe haute pression (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le revêtement de surface à force de friction minimale est appliqué au moyen d'un
procédé PVD, d'un procédé CVD, d'un procédé galvanique ou d'un procédé chimique, sur
l'au moins une surface de contact (8a, 8b, 8c, 8d).
8. Pompe haute pression (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le revêtement de surface à force de friction minimale comprend une laque de glissement
et/ou un lubrifiant sec appliqué sur la surface de contact (8a, 8b, 8c, 8d).


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
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