[0001] Die Erfindung betrifft einen Schrank, insbesondere Sicherheitsschrank, vorzugsweise
Sicherheits-Untertischschrank, mit wenigsten einer an einen Schrankkorpus angelenkten
Drehflügeltür mit angeschlossenem Mitnehmerhebel, und mit zumindest einer Schublade,
wobei die Drehflügeltür und die Schublade derart miteinander verbunden sind, dass
die Schublade beim Öffnen der Drehflügeltür mit ausgezogen wird, indem der Mitnehmerhebel
in ein unter einem Schrägwinkel gegenüber einer Auszugsrichtung der Schublade an dieser
angeordnetes Führungsprofil eingreift.
[0002] Ein Schrank des eingangs beschriebenen Aufbaus wird beispielsweise in der
WO 92/20259 A1 vorgestellt. Hier geht es im Kern darum, Auszüge bzw. Schubladen und eine zugehörige
Drehflügeltür automatisch zu betätigten. Dabei werden allerdings ausschließlich Lösungen
mit einer einzigen Drehflügeltür beschrieben, folglich einem Schrankkorpus begrenzter
Breite.
[0003] Die
GB 725 757 A beschäftigt sich mit einem Schrank, in dessen Inneren ein rotierbar auf einer ausziehbaren
Winkelstütze gelagertes Tablett angeordnet ist. Die Winkelstütze ist über Verbindungshebel
mit zwei Drehflügeltüren gekoppelt.
[0004] Im Rahmen der
DE 849 185 geht es um einen zweitürigen Schallplattenbehälter mit herausziehbarem Schallplattenständer.
Der Schallplattenständer ruht an seiner vorderen Querleiste auf zwei Spreizen. Die
Spreizen sind an je einer Tür angelenkt. Außerdem laufen die Spreizen in einer gemeinsamen
Mittelschiene des Behälterbodens.
[0005] Darüber hinaus wird ein Schrank, insbesondere Sicherheitsschrank beispielhaft in
dem Gebrauchsmuster
DE 20 2004 004 855 U1 angesprochen. Solche Schränke respektive Sicherheitsschränke dienen in der Regel
zur Aufnahme von Gefahrgütern wie beispielsweise Chemikalien oder brennbaren Flüssigkeiten.
Dementsprechend verfügen derartige Sicherheitsschränke in der Regel über automatische
Schließvorrichtungen, die beispielsweise im Brandfall dafür sorgen, dass der Sicherheitsschrank
zuverlässig geschlossen wird. Ein solcher Selbstschließmechanismus, der primär auf
ein zugehöriges Schmelzlot und eine Federanordnung zurückgreift, wird beispielsweise
in dem Patent
DE 103 05 444 B4 der Anmelderin beschrieben. Ähnlich geht die
DE 20 2004 004 855 U1 vor.
[0006] Darüber hinaus sind solche Sicherheitsschränke von der Auslegung Ihres Schrankkorpus
sowie der Türen respektive der wenigstens einen Drehflügeltür so ausgelegt, dass eine
bestimmte Feuerwiderstandsfähigkeit gewährleistet ist.
[0007] Da die fraglichen Schränke respektive Sicherheitsschränke mit Gefahrgütem, insbesondere
Chemikalien, gefüllt werden, stellt das Ein- und Ausbringen der zu bevorratenden Güter
oftmals ein Problem dar. So muss eine Bedienperson beispielsweise bei der gattungsbildenden
Lehre zunächst die Drehflügeltür öffnen und kann erst dann die im Inneren befindliche
Schublade ausziehen, um in dieser beispielsweise eine Flasche mit einer Chemikalie
zu positionieren. Die Betätigung der Drehflügeltür und der Schublade wird dabei oftmals
mit einer Hand durchgeführt, wohingegen die fragliche Chemikalie oder der Behälter
mit der anderen Hand gehalten wird. Das ist nicht nur umständlich, sondern unter Sicherheitsaspekten
auch gefährlich.
[0008] Zwar schlägt das Gebrauchsmuster
DE 20 2006 007 632 an dieser Stelle bereits eine Lösung vor, bei welcher eine Schranktür inklusive einer
Ablageeinheit als Aggregat in der Art eines Karussells um eine von der Schranktür
beabstandete und durch die Ablageeinheit hindurchgehende Drehachse gelagert ist. Auf
diese Weise wird die Ablageeinheit bei geöffneter Schranktür aus dem Schrankkörper
aus- und bei geschlossener Schranktür in diesen eingeschwenkt. Das hat sich bewährt.
Für Schubladen existieren bis dato jedoch keine überzeugenden Lösungen. Hier setzt
die Erfindung ein.
[0009] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, einen derartigen Schrank, insbesondere
Sicherheitsschrank so weiterzuentwickeln, dass auch ein ausladender Aufbau verwirklicht
werden kann, bei dem die Handhabung vereinfacht ist und insbesondere das Gefahrenpotenzial
sinkt.
[0010] Zur Lösung dieser technischen Problemstellung schlägt die Erfindung bei einem gattungsgemäßen
Schrank, insbesondere Sicherheitsschrank, vor, dass neben der ersten Drehflügeltür
wenigstens eine weitere zweite, an den Mitnehmerhebel der ersten Drehflügeltür angeschlossene,
sowie mit der Schublade verbundene Drehflügeltür vorgesehen ist, wobei beide Drehflügeltüren
dergestalt mit der Schublade verbunden sind, dass beim Öffnen und Schließen einer
Drehflügeltür sowohl die Schublade als auch die andere Drehflügeltür ebenfalls geöffnet
und geschlossen werden.
[0011] Meistens wird die Schublade mit Hilfe einer der beiden Drehflügeltüren auch wieder
eingeschoben, kann aber auch und grundsätzlich hiervon unabhängig eine Schließ- bzw.
Einschubbewegung erfahren. Folgerichtig wird erfindungsgemäß erreicht, dass beim Öffnen
einer Drehflügeltür die Schublade automatisch einen Auszug erfährt und beim Schließen
eingeschoben wird. Dadurch ist das Handling vereinfacht und lässt sich die Schublade
bequem von vom und/oder seitlich beladen.
[0012] Im Detail schlägt die Erfindung zu diesem Zweck vor, dass die Drehflügeltür mit dem
angeschlossenen Mitnehmerhebel ausgerüstet ist, welcher in das Führungsprofil an der
Schublade eingreift. Üblicherweise ist der Mitnehmerhebel innenseitig an die Drehflügeltür
angeschlossen. Das kann grundsätzlich in einem Gelenk erfolgen, sodass der Mitnehmerhebel
gegenüber der Drehflügeltür seinen Winkel verändern kann.
[0013] In der Regel schließt der Mitnehmerhebel jedoch einen festen vorgegebenen Winkel
mit der Drehflügeltür ein, ist also in einer unveränderbaren Position an die Drehflügeltür
angeschlossen. Meistens verfügt der Mitnehmerhebel über eine Anbringung an der Innenseite
der Drehflügeltür, und zwar unter Berücksichtigung eines Schrägwinkels im Bereich
zwischen ca. 30° und ca. 80°, vorzugsweise zwischen 40° und 70°. Außerdem ist der
Mitnehmerhebel im Vergleich zur Innenseite der Drehflügeltür nach innen gerichtet
an die Drehflügeltür angeschlossen.
[0014] Darüber hinaus hat es sich bewährt, wenn der Mitnehmerhebel unterhalb einer Führungsebene
der Schublade angeordnet ist. Das heißt, der Mitnehmerhebel greift von unten an die
Schublade an, weil er unterhalb der Führungsebene der Schublade platziert ist. Diese
Führungsebene der Schublade wird von wenigstens einer Führungsschiene der Schublade
definiert, entlang derer die Schublade ausgezogen und eingeschoben wird. Meistens
sind zwei Schubladenführungsschienen realisiert, die einerseits innenseitig des Schrankkorpus
festgelegt sind und andererseits außenseitig an die Schublade angeschlossen sind und
beim Auszug und beim Einschieben der Schublade mit dieser teleskopieren. Unterhalb
der durch diese Schubladenführungsschienen definierten Führungsebene ist der Mitnehmerhebel
angeordnet, damit bei dem Auszug und Einschub der Schublade der Mitnehmerhebel nicht
mit den Schubladenführungsschienen kollidiert.
[0015] Das Führungsprofil an der Schublade für den Eingriff des Mitnehmerhebels ist in der
Regel als Führungsschiene ausgelegt. In die Führungsschiene greift ein Führungszapfen
oder greifen mehrere Führungszapfen ein. Der oder die Führungszapfen sind am Mitnehmerhebel
angebracht.
[0016] Das Führungsprofil ist unter einem Schrägwinkel gegenüber der Auszugsrichtung der
Schublade an dieser angeordnet. Üblicherweise fällt die Auszugsrichtung der Schublade
mit der Teleskopierrichtung der Schubladenführungsschiene bzw. der meistens zwei Schubladenführungsschienen
zusammen. Gegenüber dieser Teleskopienichtung bzw. Auszugsrichtung der Schublade verfügt
das Führungsprofil nun über eine Schrägstellung. Dabei wird meistens ein Schrägwinkel
eingestellt, der im Bereich zwischen 30° und 80° angesiedelt ist, vorzugsweise zwischen
40° und 70° beträgt.
[0017] Des Weiteren ist das Führungsprofil bzw. die Führungsschiene in der Regel an den
Schubladenboden angeschlossen. Auf diese Weise kann der an der Drehflügeltür fixierte
Mitnehmerhebel, der sich unterhalb der Führungsebene und folglich unterhalb der Führungsschienen
und damit auch unterhalb des Schubladenbodens befindet, problemlos mit dem Führungsprofil
bzw. der Führungsschiene wechselwirken. Dazu greift der gegenüber dem Mitnehmerhebel
hochstehende Führungszapfen in das darüber angeordnete Führungsprofil bzw. die Führungsschiene
ein.
[0018] Wird nun eine Drehflügeltür bewegt, so gleitet der Mitnehmerhebel mit seinem Führungszapfen
entlang des Führungsprofils. Dabei ist die Auslegung im Allgemeinen so getroffen,
dass der besagte Führungszapfen eine Kreisbogenbewegung im Vergleich zu einer Türachse
der Drehflügeltür vollführt. Beim Überstreichen des Kreisbogens um die Türachse gleitet
der Führungszapfen entlang des Führungsprofils, und zwar von einer Anfangsstellung
zu einer Endstellung. Dabei korrespondiert die Anfangsstellung beim Öffnen der Drehflügeltür
und folglich zeitgleichen Ausziehen der Schublade dazu, dass der Führungszapfen von
einer Frontseite der Schublade entfernt ist. Die Endstellung des Führungszapfens innerhalb
des Führungsprofils korrespondiert dagegen zu einer frontseitennahen Platzierung des
Führungszapfens. Das heißt, das vorzugsweise an den Schubladenboden angeschlossene
Führungsprofil verfügt über eine solche Schrägstellung gegenüber der Auszugsrichtung
der Schublade, dass die Anfangsstellung des Führungszapfens innerhalb des Führungsprofils
von der Frontseite der Schublade weiter entfernt ist als die Endstellung. Beim Übergang
des Führungszapfens von der Anfangsstellung zur Endstellung im Zuge des Öffnens der
Drehflügeltür wird durch die vom Führungszapfen ausgeübte gleichzeitige Kreisbogenbewegung
um die Türachse eine Kraft in axialer Richtung auf die Schublade ausgeübt, und zwar
dergestalt, dass diese bei dem beschriebenen Vorgang automatisch mit ausgezogen wird
(und beim Schließen wieder eingeschoben wird).
[0019] Als Folge hiervon reicht es bei der Bedienung des erfindungsgemäßen Sicherheitsschrankes
aus, eine der beiden Drehflügeltüren zu öffnen. Denn mit diesem Öffnungsvorgang steht
zugleich die geöffnete Schublade zur Verfügung und kann unmittelbar befüllt werden.
Wird nun eine Drehflügeltür geschlossen, so folgt die Schublade dieser Schließbewegung
automatisch und geht ebenfalls in ihre Schließstellung über.
[0020] Dabei sollte betont werden, dass es sich bei den Drehflügeltüren im Rahmen der Erfindung
selbstverständlich auch um Falttüre handelt oder handeln kann. Entscheidend ist die
Tatsache, dass die Drehflügeltür um die Türachse gegenüber dem Schrankkorpus verschwenkt
werden kann und in der Türachse an diesen angelenkt ist. Darüber hinaus liegt es selbstverständlich
im Rahmen der Erfindung, dass nicht nur zwei Drehflügeltüren in dem Schrankkorpus
vorhanden sein können, sondern auch mehrere. Ferner lassen sich selbstverständlich
auch mehrere Schubladen gleichzeitig mit Hilfe der einen Drehflügeltür automatisch
ausziehen und einschieben. Jedenfalls wird die Handhabung des erfindungsgemäßen Schrankes
bzw. Sicherheitsschrankes enorm gesteigert und sind Unfälle deutlich verringert. Insbesondere
besteht praktisch nicht (mehr) die Gefahr, dass beispielsweise eine brennbare Flüssigkeit
oder auch eine andere Chemikalie beim Öffnen des Schrankes unbeabsichtigt fallengelassen
wird.
[0021] Diese Vorteile und Wirkungen ergeben sich dadurch, dass sowohl die erste Drehflügeltür
als auch die zweite Drehflügeltür gemeinsam an die Schublade angeschlossen sind. Dadurch
kann eine Schublade zum Einsatz kommen, die den Schrankkorpus über nahezu seine gesamte
Breite ausfüllt. Die Größe der Schublade bzw. ihre Breite entspricht also nahezu der
Breite des Schrankkorpus und folglich der zusammengesetzten Breite der beiden Drehflügeltüren.
[0022] Dabei ist die Auslegung erfindungsgemäss so getroffen, dass die erste Drehflügeltür
und die zweite Drehflügeltür dergestalt mit der Schublade verbunden sind, dass beim
Öffnen und Schließen einer Drehflügeltür sowohl die Schublade als auch die andere
Drehflügeltür ebenfalls geöffnet und geschlossen werden. Es reicht also nach wie vor
eine Hand einer Bedienperson aus, um bei dem erfindungsgemäßen Schrank beide Drehflügeltüren
und auch die Schublade automatisch zu öffnen und zu schließen. Die andere Hand der
Bedienperson steht folglich zur Handhabung der Gefahrstoffe zur Verfügung.
[0023] Dass alles gelingt bei einer relativ großbauenden Schublade, nämlich einer solchen,
die einen Schrankkorpus in seiner Breite ausfüllt, welcher mit zwei Drehflügeltüren
(oder noch mehr) ausgerüstet ist. Bei diesem Schrank, insbesondere Sicherheitsschrank,
handelt es sich nach vorteilhafter Ausgestaltung um einen Untertischschrank, für den
die beschriebene einfache Handhabung von besonderer Bedeutung ist.
[0024] Denn ein solcher Untertischschrank wird üblicherweise unterhalb eines Labortisches
oder eines vergleichbaren Tisches platziert und ist ebenfalls als Sicherheitsschrank
ausgebildet, stellt also einen Sicherheits-Untertischschrank dar. Gerade bei einem
solchen Untertischschrank bzw. Sicherheits-Untertischschrank kommt es darauf an, eine
möglichst einfache und gefahrlose Handhabung bei zugleich großem Aufnahmevolumen zu
gewährleisten. Das erreicht die Erfindung durch die beschriebene Möglichkeit, gleichsam
mit einer Hand per Einhandbedienung sowohl beide Drehflügeltüren öffnen und schließen
zu können als auch die hiermit verbundene Schublade auszuziehen und einzuschieben.
Das gelingt insgesamt einfach und problemlos, wobei das Gefahrpotential gering ist,
weil immer eine Hand der Bedienperson zur Handhabung beispielsweise der Chemikalien,
der Flaschen oder Behälter nach wie vor zur Verfügung steht.
[0025] Um die beschriebenen Erfindungsmaßnahmen im Detail zu realisieren, ist die erste
Drehflügeltür mit dem bereits angesprochenen und angeschlossenen Mitnehmerhebel ausgerüstet.
Dieser Mitnehmerhebel greift in das Führungsprofil an der Schublade ein. Meistens
findet sich das Führungsprofil an der Unterseite der Schublade. Das Führungsprofil
an der Schublade ist in der Regel als Führungsschiene ausgelegt. In die Führungsschiene
kann ein Führungszapfen oder können mehrere Führungszapfen eingreifen. Der oder die
Führungszapfen mögen an dem Mitnehmerhebel angebracht sein.
[0026] Die zweite Drehflügeltür ist an den Mitnehmerhebel der ersten Drehflügeltür angeschlossen.
Zur Verbindung der zweiten Drehflügeltür mit dem Mitnehmerhebel der ersten Drehflügeltür
schlägt die Erfindung eine Verbindungsstange oder ein vergleichbares Verbindungsmittel
vor. Dabei kann die Verbindungsstange vorzugsweise an dem Führungszapfen angreifen.
Dieser Führungszapfen befindet sich am Mitnehmerhebel und greift in die Führungsschiene
unterhalb der Schublade ein.
[0027] Auf diese Weise sind sowohl der Mitnehmerhebel als auch die Verbindungsstange unterhalb
der Führungsebene der Schublade angeordnet. D. h., der Bereich der Schublade und hiervon
ausgehend der Raum oberhalb eines Schubladenbodens sind ausdrücklich frei von etwaigen
Führungen, Verbindungsstangen etc., lassen sich also insgesamt für die Bevorratung
der Gefahrstoffe nutzen.
[0028] Im Allgemeinen ist der Mitnehmerhebel in einem festen vorgegebenen Winkel mit der
ersten Drehflügeltür verbunden. Dagegen ist die Verbindungsstange drehgelenkig sowohl
an die zweite Drehflügeltür als auch an den Mitnehmerhebel angeschlossen. Üblicherweise
findet sich der Mitnehmerhebel innenseitig der ersten Drehflügeltür. Dabei kann die
Verbindung auch über ein Gelenk erfolgen, so dass der Mitnehmerhebel gegenüber der
ersten Drehflügeltür seinen Winkel verändern kann. Das ist meistens jedoch nicht der
Fall, weil der Mitnehmerhebel mit der ersten Drehflügeltür einen festen vorgegebenen
Winkel einschließt.
[0029] In diesem Zusammenhang verfügt der Mitnehmerhebel über eine Anbringung an der Innenseite
der ersten Drehflügeltür, und zwar unter Berücksichtigung eines Schrägwinkels im Bereich
zwischen ca. 30° und ca. 80°, vorzugsweise zwischen 40° und 70°. Außerdem ist der
Mitnehmerhebel im Vergleich zur Innenseite der betreffenden Drehflügeltür nach innen
gerichtet an die Drehflügeltür angeschlossen.
[0030] Das Führungsprofil für den Führungszapfen an dem Mitnehmerhebel der ersten Drehflügettür
ist im Allgemeinen unter einem Schrägwinkel gegenüber einer Auszugsrichtung der Schublade
an der betreffenden Schublade angeordnet Meistens fällt die Auszugsrichtung der Schublade
mit der Teleskopierrichtung einer Schubladenführungsschiene bzw. der meistens zwei
Schubladenführungsschienen zusammen. Gegenüber dieser Teleskopierrichtung bzw. Auszugsrichtung
der Schublade besitzt das Führungsprofil eine Schrägstellung. Dabei wird meistens
ein Schrägwinkel eingestellt, der im Bereich zwischen 30° und 80° angesiedelt ist.
[0031] Da das Führungsprofil bzw. die Führungsschiene ebenso wie die Verbindungsstange unterhalb
des Schubladenbodens an diesen angeschlossen sind, lässt sich eine problemlose Weselwirkung
sowohl des Mitnehmerhebels als auch der Verbindungsstange mit dem Führungsprofil bzw.
der Führungsschiene einrichten, nämlich über den gemeinsamen und in die Führungsschiene
eintauchenden Führungszapfen. D. h., der gegenüber dem Mitnehmerhebel hochstehende
Führungszapfen, an welchen auch die Verbindungsstange angeschlossen ist, greift in
das darüber angeordnete Führungsprofil bzw. die Führungsschiene ein.
[0032] Wird nun eine Drehflügeltür bewegt, so gleitet der Mitnehmerhebel mit seinem Führungszapfen
entlang des Führungsprofils. Zugleich wird bei diesem Vorgang über die ebenfalls an
den Führungszapfen angeschlossene Verbindungsstange eine entsprechende Kraft auf die
zweite Drehflügeltür ausgeübt. Dabei ist die Auslegung im Allgemeinen so getroffen,
dass der Führungszapfen eine Kreisbogenbewegung im Vergleich zu einer Türachse der
ersten Drehflügeltür und auch der zweiten Drehflügeltür vollführt. Beim Überstreichen
dieses (jeweiligen) Kreisbogens gleitet der Führungszapfen entlang des Führungsprofils,
und zwar von einer Anfangsstellung zu einer Endstellung. Dabei korrespondiert die
Anfangsstellung beim Öffnen der beiden Drehflügeltüren und folglich dem zeitgleichen
Ausziehen der Schublade dazu, dass der Führungszapfen von einer Frontseite der Schublade
entfernt ist. Dagegen korrespondiert die Endstellung des Führungszapfens innerhalb
des Führungsprofils zu einer frontseitennahen Platzierung des Führungszapfens.
[0033] Es sollte betont werden, dass es sich bei der Drehflügeltür im Rahmen der Erfindung
selbstverständlich auch um eine Falttür handelt oder handeln kann. Entscheidend ist
die Tatsache, dass die jeweilige Drehflügeltür um die Türachse gegenüber dem Schrankkorpus
verschwenkt werden kann und in der Türachse an diesen angelenkt ist. Darüber hinaus
können selbstverständlich auch mehrere übereinander angeordnete Schubladen gleichzeitig
mit Hilfe der beiden Drehflügeltüren automatisch ausgezogen und eingeschoben werden.
In jedem Fall wird die Handhabung des erfindungsgemäßen Schrankes bzw. Sicherheitsschrankes
enorm gesteigert, und zwar bei zugleich vergrößerte Aufnahmevolumen der eingesetzten
Schublade. Dadurch ist die Unfallhäufigkeit deutlich verringert. Insbesondere besteht
praktisch nicht (mehr) die Gefahr, dass beispielsweise eine brennbare Flüssigkeit
oder auch eine Chemikalie beim Öffnen des Schrankes unbeabsichtigt fallengelassen
wird.
[0034] Nach weiterer vorteilhafter Ausgestaltung verfügt der erfindungsgemäße Schrank bzw.
Sicherheitsschrank über einen an sich bekannten Selbstschließmechanismus. Der Selbstschließmechanismus
sorgt dafür, dass im Auslösefall, beispielsweise im Brandfall, beide Drehflügeltüren
inklusive Schublade geschlossen werden. Selbstverständlich kann der Selbstschließmechanismus
auch dadurch ausgelöst werden, dass ein Kontakt oder dergleichen eine Betätigung erfährt.
Im Regelfall sorgt der Selbstschließmechanismus jedoch dafür, dass die beiden Drehflügeltüren
inklusive der Schublade beim Vorhandensein erhöhter Temperaturen (Brandfall) geschlossen
werden, so dass die im Innern des Schrankes befindlichen brennbaren Flüssigkeiten
oder Gefahrstoffe allgemein vor diesen erhöhten Temperaturen geschützt werden.
[0035] Der Selbstschließmechanismus verfügt über eine vorgespannte Feder, welche einen mit
einer der beiden Drehflügeltüren wechselwirkenden Anschlag im Auslösefall beaufschlagt.
Dabei ist die Feder vorteilhaft an einer Rückwand des Schrankkorpus angeordnet, und
zwar innenseitig des Schrankkorpus. Auf diese Weise wird der zur Verfügung stehende
Einbauraum optimal genutzt, zumal sich die Feder meistens im Kopfbereich des Schrankkorpus
befindet, damit nahezu kein Volumen für das aufzunehmende Gefahrgut verloren geht
[0036] Es hat sich bewährt, wenn der Anschlag als Ringanschlag ausgebildet ist. Denn dadurch
kann der Anschlag vorteilhaft mit einer Schließstange wechselwirken, die an eine oder
beide der Drehflügeltüren angeschlossen ist. Im Allgemeinen wird der Anschlag in einer
Führung bewegt. Dabei nimmt der Anschlag im Normalfall eine ortsfeste Position ein.
Hierfür sorgt eine Sicherungseinheit, welche die Feder des Selbstschließmechanismus
in ihrer vorgespannten Stellung hält. Lediglich im Auslösefall wird diese Sicherungseinheit
getrennt und sorgt dafür, dass der Anschlag von der Sicherungseinheit freikommt. Als
Folge hiervon kann sich nun die zuvor vorgespannte Feder entspannen. Bei diesem Vorgang
nimmt die sich entspannende Feder den Anschlag mit, welcher als Folge hiervon seine
Schließposition einnimmt.
[0037] Da der Anschlag einerseits in der Führung bewegt wird und andererseits mit der Schließstange
wechselwirkt, erfährt die an die Schließstange angeschlossene Drehflügeltür eine korrespondierende
Schließbewegung. Weil die eine Drehflügeltür mit der Schublade und der anderen Drehflügeltür
verbunden ist, gilt dies in gleicher Weise auch für die andere Drehflügeltür und die
Schublade. D. h., die ausgelöste Sicherungseinheit und die sich entspannende Feder
sorgen insgesamt dafür, dass beide Drehflügeltüren und die Schublade gemeinsam und
automatisch im Auslösefall geschlossen werden. Dadurch wird etwaiges und in der Schublade
aufgenommenes Gefahrgut im Inneren des Sicherheitsschrankes optimal geschützt.
[0038] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert; wobei die
Figuren 1-3, 4A und 4B eine nicht erfindungsgemäße Ausführungsform zeigen, und damit
nur zur Erklärung der mechanischen Wirkprincips dienen.
[0039] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen eintürigen Schrank beim Öffnen der Drehflügeltür,
- Fig. 2
- den Schrank nach Fig. 1 mit geöffneter Drehflügeltür und zugleich ausgezogener Schublade,
- Fig. 3
- eine Ansicht auf den Gegenstand nach Fig. 2 aus einem anderen Blickwinkel von unten
auf die ausgezogene Schub- lade,
- Fig. 4A und 4B
- den Ausziehvorgang der Schublade nach den Fig. 1 bis 3 beim Öffnen der Drehflügeltür
schematisch und reduziert auf die wesentlichen Elemente,
- Fig. 5
- den erfindungsgemäßen Schrank,
- Fig. 6
- eine Ansicht auf den Gegenstand nach Fig. 5 aus einem anderen Blickwinkel von unten
auf die ausgezogene Schub- lade,
- Fig. 7A und 7B
- den Ausziehvorgang der Schublade nach den Fig. 5 und 6 beim Öffnen der beiden Drehflügeltüren
schematisch und reduziert auf die wesentlichen Elemente und
- Fig. 8
- eine Ansicht auf die Innenseite der Rückwand mit der vorgespannten Feder des Selbstschließmechanismus.
[0040] In den Figuren sind Schränke dargestellt, die vorliegend als Sicherheitsschrank ausgebildet
sind und zur Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten und Gasen dienen. Der erfindungsgemäße
Sicherheitsschrank verfügt über wenigstens zwei an einen Schrankkorpus 1 angelenkten
Drehflügeltüren 2, 2'. Des Weiteren ist zumindest eine Schublade 3 zu erkennen.
[0041] Um die Handhabung und Befüllung sowie Entnahme von im Sicherheitsschrank gelagerten
Gütern zu erleichtern, ist die Drehflügeltür 2 erfindungsgemäß mit der Schublade 3
verbunden. Dies geschieht dergestalt, dass die Schublade 3 beim Öffnen der Drehflügeltür
2 automatisch mit ausgezogen wird und beim Schließen automatisch mit eingeschoben
wird. Tatsächlich ist die Drehflügeltür 2 um eine Türachse 4 verschwenkbar an den
Schrankkorpus 1 angeschlossen. Bei der beschriebenen Öffnungsbewegung, wie sie in
den Fig. 1 und 2 sowie 4a und 4b dargestellt ist, führt nun die erfindungsgemäße Verbindung
zwischen der Drehflügeltür 2 und der Schublade 3 dazu, dass die Schublade 3 beim Öffnen
der Drehflügeltür 2 automatisch mit ausgezogen wird und beim Schließen der Drehflügeltür
2 automatisch mit eingeschoben wird.
[0042] Das erreicht die Erfindung im Detail durch das Wechselspiel zwischen einem Mitnehmerhebel
5 und einem Führungsprofil bzw. einer Führungsschiene 6. Der Mitnehmerhebel 5 ist
an die Drehflügeltür 2 angeschlossen, und zwar im Rahmen des Beispiels innenseitig,
das heißt an eine Innenseite bzw. Innenfläche der Drehflügeltür 2. Der Mitnehmerhebel
5 greift in das Führungsprofil 6 ein, welches seinerseits mit der Schublade 3 verbunden
ist. Tatsächlich findet sich das Führungsprofil bzw. die Führungsschiene 6 an einem
Schubladenboden 3a der Schublade 3. Zum Eingriff in das Führungsprofil bzw, die Führungsschiene
6 ist der Mitnehmerhebel 5 mit einem Führungszapfen 7 ausgerüstet. Der Führungszapfen
7 steht gegenüber dem Mitnehmerhebel 5 vor, und zwar in Richtung auf den Schubladenboden
3a. Das erklärt sich aufgrund der Tatsache, dass der Mitnehmerhebel 5 unterhalb einer
Führungsebene F der Schublade 3 angeordnet ist.
[0043] Die Führungsebene F der Schublade 3 wird von zwei Schubladenführungsschienen 8 aufgespannt,
die einerseits im Inneren des Schrankkorpus 1 und andererseits an Seitenflächen 3b
der Schublade 3 angebracht sind. Wie üblich lassen sich die Schubladenführungsschlenen
8 beim Auszug und Einschub der Schublade 3 teleskopieren. Unterhalb der durch diese
Teleskopierbewegung der Führungsschienen 8 aufgespannten Ebene, der Führungsebene
F, ist - wie gesagt - der Mitnehmerhebel 5 angeordnet. Zwischen den beiden Führungsschienen
8 findet sich das Führungsprofil bzw. die Führungsschiene 6. Auf diese Weise kann
der von dem Mitnehmerhebel 5 hochstehende Führungszapfen 7 in die fragliche Führungsschiene
6 unschwer eingreifen.
[0044] Anhand der Figuren 3 und 4 erkennt man, dass das Führungsprofil bzw. die Führungsschiene
6 unter einem Schrägwinkel α gegenüber einer Auszugsrichtung Z an die Schublade 3
bzw. den Schubladenboden 3a angeschlossen ist. Der Winkel α bewegt sich im Ausführungsbeispiel
im Bereich von 30° bis 80°. Dabei ist die Auslegung so getroffen, dass eine Anfangsstellung
9 des Führungszapfens 7 in der Führungsschiene 6 bei geschlossener Drehflügeltür 2
fern von einer Frontseite 3c der Schublade 3 angeordnet ist. Dagegen korrespondiert
eine Endstellung 10 des Führungszapfens 7 bei geöffneter Drehflügeltür 2 zu einer
frontseitennahen Anordnung des Führungszapfens 7, also zu einem demgegenüber geringeren
Abstand des Führungszapfens 7 von der Frontseite 3c der Schublade 3 (vgl. Fig. 4a,
4b).
[0045] Dadurch, dass auch der Mitnehmerhebel 5 einen festen und vorgegebenen Winkel β mit
der Drehflügeltür einschließt, der im Bereich zwischen ca. 30° und 80° angesiedelt
ist (vgl. Fig. 1), bewegt sich der Führungszapfen 7 beim Öffnen und Schließen der
Drehflügeltür 2 auf einem Kreisbogen 11 gegenüber der Türachse 4, wie dies in den
Fig. 4a und 4b angedeutet ist. Da der Mitnehmerhebel 5 fest an die Drehflügeltür 2
angeschlagen ist, findet die Bewegung des Führungszapfens 7 entlang des lediglich
einen Kreisbogens 11 statt. Beim Öffnen der Drehflügeltür 2 bewegt sich nun der Führungszapfen
7 von seiner Anfangsstellung 9 zur Endstellung 10. Bei diesem Vorgang und demzufolge
seiner gleichzeitigen Annäherung an die Frontseite 3c der Schublade 3 innerhalb der
Führungsschiene 6 wird die Schublade 3 zugleich mit einer Axialkraft in Auszugsrichtung
Z beaufschlagt. Dadurch wird die Schublade 3 beim Öffnen der Drehflügeltür 2 automatisch
mit geöffnet. Der umgekehrte Vorgang vollzieht sich beim Schließen der Drehflügeltür
2 und folglich der Schublade 3.
[0046] In der Fig. 3 ist noch eine Stange 12 als Bestandteil eines Selbstschließmechanismus
dargestellt. Tatsächlich wirkt die Stange 12 auf eine vorgespannte Feder, die beim
Erreichen einer bestimmten Temperatur und beim Schmelzen eines zugehörigen Schmelzlotes
an der Stange 12 angreift und folgerichtig die Drehflügeltür 2 und zugleich die daran
angeschlossene Schublade 3 schließt. Der Selbstschließmechanismus mag dabei vom Prinzip
her so arbeiten, wie dies in den beiden eingangs bereits in Bezug genommenen Druckschriften
DE 103 05 444 B4 oder
DE 20 2004 004 855 U1 beschrieben wird.
[0047] In den Fig. 5 bis 8 ist ein erfindungsgemäßer Schrank dargestellt, der vorliegend
als Sicherheitsschrank ausgebildet ist und erneut zur Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten
und Gasen dient. Wie bereits beschrieben verfügt der Sicherheitsschrank über den Schrankkorpus
1, an welchen im Rahmen dieser Variante eine erste Drehflügeltür 2 und eine zweite
Drehflügeltür 2' angeschlossen sind. Des Weiteren ist zumindest die eine Schublade
3 zu erkennen. Bei dem Schrank handelt es sich um einen Untertisch-Sicherheitsschrank,
der unterhalb einer Tischplatte T angeordnet sein mag, die nicht ausdrücklich dargestellt
ist.
[0048] Um die Handhabung und Befüllung sowie Entnahme der im Sicherheitsschrank gelagerten
Gütern zu erleichtern, sind erfindungsgemäß sowohl die erste Drehflügeltür 2 als auch
die zweite Drehflügeltür 2' gemeinsam an die Schublade 3 angeschlossen. D. h., die
weitere zweite Drehflügeltür 2' ist wie die erste Drehflügeltür 2 mit der Schublade
3 verbunden. Auf diese Weise wird die Schublade 3 beim Öffnen der jeweiligen Drehflügeltür
2, 2' automatisch mit ausgezogen und beim Schließen der betreffenden Drehflügeltür
2, 2' automatisch mit eingeschoben. Anders ausgedrückt, sind die erste Drehflügeltür
2 und die zweite Drehflügeltür 2' dergestalt mit der Schublade 3 verbunden, dass beim
Öffnen und Schließen einer der beiden Drehflügeltüren 2, 2' sowohl die Schublade 3
als auch die andere Drehflügeltür 2', 2 ebenfalls geöffnet und geschlossen werden.
Beide Drehflügeltüren 2, 2' sind jeweils um eine Türachse 4 verschwenkbar an den Schrankkorpus
1 angeschlossen.
[0049] Im Detail ist die erste Drehflügeltür 2 mit dem angeschlossenen Mitnehmerhebel 5
ausgerüstet, welcher in das Führungsprofil 6 an der Schublade 3 eingreift. Der Mitnehmerhebel
5 ist innenseitig an die erste Drehflügeltür 2 angeschlossen, könnte sich allerdings
genauso gut auch innenseitig der zweiten Drehflügeltür 2' befinden. In jedem Fall
greift der Mitnehmerhebel 5 in das Führungsprofil 6 ein, welches seinerseits mit der
Schublade 3 verbunden ist. Tatsächlich findet sich das Führungsprofil bzw. die Führungsschiene
6 an dem Schubladenboden 3a der Schublade, wie insbesondere die Fig. 6 deutlich macht.
[0050] Zum Eingriff in das Führungsprofil bzw. die Führungsschiene 6 ist der Mitnehmerhebel
5 mit dem Führungszapfen 7 ausgerüstet. Der Führungszapfen 7 steht gegenüber dem Mitnehmerhebel
5 vor, und zwar in Richtung auf den Schubladenboden 3a. Das erklärt sich aufgrund
der Tatsache, dass der Mitnehmerhebel 5 unterhalb der Führungsebene F der Schublade
3 angeordnet ist. Die Führungsebene F der Schublade 3 wird von den zwei Schubladenführungsschienen
8 aufgespannt, die einerseits im Innern des Schrankkorpus 1 und andererseits an den
Seitenflächen 3b der Schublade 3 angebracht sind.
[0051] Wie üblich lassen sich die Schubladenführungsschienen 8 beim Auszug und Einschub
der Schublade 3 teleskopieren. Unterhalb der durch die Teleskopier bewegung der Führungsschienen
8 aufgespannten Ebene, der Führungsebene F, ist der Mitnehmerhebel 5 angeordnet. Des
Weiteren findet sich unterhalb dieser Führungsebene F eine Verbindungsstange 13, mit
deren Hilfe die zweite Drehflügeltür 2' mit dem Mitnehmerhebel 5 der ersten Drehflügeltür
2 verbunden ist. Tatsächlich greift die besagte Verbindungsstange 13 vorteilhaft an
dem Führungszapfen 7 an, der wiederum am Mitnehmerhebel 5 vorgesehen ist.
[0052] Auf diese Weise ist die Schublade 3 einerseits an die erste Drehflügeltür 2 angeschlossen,
nämlich über den Mitnehmerhebel 5, welcher mit seinem Führungszapfen 7 in die Führungsschiene
6 am Schubladenboden 3a der Schublade 3 angreift. Andererseits geht die Schublade
3 bzw. die erste Drehflügeltür 2 eine ergänzende Verbindung mit der zweiten Drehflügeltür
2' ein, nämlich über die Verbindungsstange 13. Denn die Verbindungsstange 13 ist zum
einen mit dem Führungszapfen 7 und damit der Schublade 3 sowie der ersten Drehflügeltür
2 gekoppelt und zum anderen an die zweite Drehflügeltür 2' angeschlossen.
[0053] Anhand der Fig. 7A, 7B erkennt man, dass das Führungsprofil bzw. die Führungsschiene
6 unter dem Schrägwinkel α gegenüber der Auszugsrichtung Z an die Schublade 3 bzw.
den Schubladenboden 3a angeschlossen ist. Der Winkel α bewegt sich im Ausführungsbeispiel
im Bereich von ca. 30° bis 80°. Demgegenüber geht die Verbindungsstange 13 eine jeweils
gelenkige Kopplung einerseits mit dem Führungszapfen 7 und andererseits mit der zweiten
Drehflügeltür 2' ein. Während also der Mitnehmerhebel 5 den festen vorgegebenen Winkel
β mit der ersten Drehflügeltür 2 einschließt, ist die Verbindungsstange 13 drehgelenkig
sowohl an die zweite Drehflügeltür 2' als auch den Mitnehmerhebel 5 angeschlossen.
[0054] Anhand der Fig. 7A und 7B wird deutlich, dass sich der Führungszapfen 7 beim Öffnen
und Schließen der beiden Drehflügeltüren 2, 2' erneut auf einem Kreisbogen 11 gegenüber
der zugehörigen Türachse 4 der ersten Drehflügeltür 2 bewegt. In vergleichbarer Weise
beschreibt der Führungszapfen 7 auch einen Kreisbogen gegenüber der Türachse 4 der
zweiten Drehflügeltür 2', was allerdings nicht dargestellt ist. Jedenfalls bewegt
sich der Führungszapfen 7 beim Öffnen der beiden Drehflügeltüren 2, 2' von seiner
Anfangsstellung 9 entsprechend der Darstellung nach Fig. 7A zur Endstellung 10 nach
der Fig. 7B.
[0055] Bei diesem Vorgang und demzufolge der gleichzeitigen Annäherung des Führungszapfens
7 an die Frontseite 3c der Schublade 3 innerhalb der Führungsschiene 6 wird die Schublade
3 zugleich mit einer Axialkraft in Auszugsrichtung Z beaufschlagt Dadurch wird die
Schublade 3 beim Öffnen der beiden Drehflügeltüren 2, 2' automatisch mit geöffnet.
Der umgekehrte Vorgang vollzieht sich beim Schließen der beiden Drehflügeltüren 2,
2' und folglich auch der Schublade 3. Durch diese spezielle Auslegung kann die Schublade
3 den Schrankkorpus 1 über nahezu seine gesamte Breite ausfüllen. Es lässt sich also
eine besonders breite und gleichsam zwei Drehflügeltüren 2, 2' abdeckende Schublade
3 einsetzen.
[0056] Die Fig. 5 bis 8 lassen nun schließlich in gleicher Weise noch einen Selbstschließmechanismus
erkennen. Dieser verfügt in seinem grundsätzlichen Aufbau zunächst einmal über eine
vorgespannte Feder 12a, welche einen Anschlag 12b beaufschlagt. Der Anschlag 12b wechselwirkt
mit einer oder beiden Drehflügeltüren 2, 2', und zwar im Auslösefall. Man erkennt,
dass die vorgespannte Feder 12a an einer Rückwand des Schrankkorpus 1 angeordnet ist,
und zwar innenseitig des Schrankkorpus 1. Bei dem Anschlag 12b handelt es sich um
einen Ringanschlag 12b, wobei durch dessen Ringöffnung eine Schließstange 12c hindurchgeführt
ist. Die Schließstange 12c ist im Rahmen des Ausführungsbeispiels und nicht einschränkend
mit der zweiten Drehflügeltür 2' drehgelenkig gekoppelt. Zu den weiteren Elementen
des Selbstschließmechanismus gehören schließlich noch eine Führung 12d für den Anschlag
12b sowie eine Sicherungseinheit 12e.
[0057] Im Normalfall, der in den Fig. 5 bis 8 dargestellt ist, wird der Anschlag 12b mittels
der Sicherungseinheit 12e in einer ortsfesten Position gehalten. Lediglich im Auslösefall,
beispielsweise im Brandfall, kommt der Anschlag 12b von der Sicherungseinheit 12e
frei. Denn in diesem Fall erfährt die Sicherungseinheit 12e eine Trennung, weil die
Sicherungseinheit 12e im Wesentlichen zwei durch ein Schmelzlot miteinander gekoppelte
Sicherungselemente, beispielsweise Metallplatten, aufweist. Sobald eine bestimmte
Temperatur überschritten ist, schmilzt das Schmelzlot und werden die beiden Sicherungselemente
bzw. Metallplatten voneinander getrennt.
[0058] Als Folge hiervon kommt der Anschlag 12b von der Sicherungseinheit 12e frei und sorgt
die gespannte Feder 12a dafür, dass der Anschlag 12b der sich entspannenden Feder
12a folgt. Bei diesem Vorgang bewegt sich der Anschlag 12b entlang der Führung 12d,
wie ein Pfeil in Fig. 7B andeutet.
[0059] Weil der Anschlag 12b als Ringanschlag ausgebildet ist und durch den Ringanschlag
12b die Schließstange 12c hindurchgeführt ist, wird die Schließstange 12c ebenfalls
beaufschlagt. Denn die Schließstange 12c weist einen Kragen auf, an dem der Ringanschlag
12b bei diesem Vorgang anliegt. Als Folge hiervon geht die an die Schließstange angeschlossene
zweite Drehflügeltür 2' in ihre Schließposition über. Da die Schublade 3 und auch
die erste Drehflügeltür 2 mit der zweiten Drehflügeltür 2' wie beschrieben gekoppelt
sind, korrespondiert dieser Vorgang zugleich dazu, dass auch die erste Drehflügeltür
2 sowie die Schublade 3 ihre Schließstellung einnehmen.
[0060] D. h., im Auslösefall sorgt der beschriebene Selbstschließmechanismus dafür, dass
beide Drehflügeltüren 2, 2' geschlossen und die hiermit verbundene Schublade 3 eingeschoben
wird. Etwaige auf der Schublade 3 befindliche Gefahrgüter werden also in das Innere
des Schrankkorpus 1 überführt, welcher bei diesem Vorgang zugleich eine Schließung
erfährt. Dadurch sind die Gefahrgüter vor beispielsweise Brandeinwirkungen geschützt.
1. Schrank, insbesondere Sicherheitsschrank, vorzugsweise Sicherheits-Untertischschrank,
mit wenigstens einer an einen Schrankkorpus (1) angelenkten Drehflügeltür (2) mit
angeschlossenem Mitnehmerhebel (5), und mit zumindest einer Schublade (3), wobei
- die Drehflügeltür (2) und die Schublade (3) derart miteinander verbunden sind, dass
die Schublade (3) beim Öffnen der Drehflügeltür (2) mit ausgezogen wird, indem
- der Mitnehmerhebel (5) in ein unter einem Schrägwinkel (α) gegenüber einer Auszugsrichtung
(Z) der Schublade (3) an dieser angeordnetes Führungsprofil (6) eingreift,
dadurch gekennzeichnet, dass
neben der ersten Drehflügeltür (2) wenigstens eine weitere zweite, an den Mitnehmerhebel
(5) der ersten Drehflügeltür (2) angeschlossene sowie mit der Schublade (3) verbundene,
Drehflügeltür (2') vorgesehen ist, wobei beide Drehflügeltüren (2; 2') dergestalt
mit der Schublade (3) verbunden sind, dass beim Öffnen und Schließen einer Drehflügeltür
(2; 2') sowohl die Schublade (3) als auch die andere Drehflügeltür (2'; 2) ebenfalls
geöffnet und geschlossen werden.
2. Schrank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmerhebel (5) innenseitig an die erste Drehflügeltür (2) angeschlossen ist.
3. Schrank nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmerhebel (5) einen festen vorgegebenen Winkel (β) mit der ersten Drehflügeltür
(2) einschließt.
4. Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmerhebel (5) unterhalb einer Führungsebene (F) der Schublade (3) angeordnet
ist.
5. Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsprofil (6) als Führungsschiene (6) für einen hierin eingreifenden und
am Mitnehmerhebel (5) angebrachten Führungszapfen (7) ausgebildet ist.
6. Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsprofil (6) an einen Schubladenboden (3a) angeschlossen ist.
7. Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmerhebel (5) bei Bewegungen der Drehflügeltür (2) mit seinem Führungszapfen
(7) entlang des Führungsprofils (6) gleitet.
8. Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungszapfen (7) eine Bewegung entlang eines Kreisbogens (11) um eine Türachse
(4) beim Öffnen und Schließen der ersten Drehflügeltür (2) vollführt und hierbei entlang
des Führungsprofils (6) von einer frontseitenfemen Anfangsstellung (9) zu einer frontseitennahen
Endstellung (10), oder umgekehrt, unter gleichzeitigem Ausziehen respektive Einschieben
der Schublade (3) überführt wird.
9. Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verbindung der zweiten Drehflügeltür (2') mit dem Mitnehmerhebel (5) der ersten
Drehflügeltür (2) eine Verbindungsstange (13) vorgesehen ist, welche vorzugsweise
an dem am Mitnehmerhebel (5) angebrachten Führungszapfen (7) angreift.
10. Schrank nach Anspruch 9 wenn abhängig von einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmerhebel (5) einen festen vorgegebenen Winkel (β) mit der ersten Drehflügeltür
(2) einschließt, während die Verbindungsstange (13) drehgelenkig sowohl an die zweite
Drehflügeltür (2') als auch den Mitnehmerhebel (5) angeschlossen ist.
1. A cabinet, in particular a safety cabinet, preferably a safety cabinet for beneath
tables, having at least one swing door (2) that is hinged onto a cabinet body (1),
that has a drive lever (5) connected thereto, and furthermore has at least one drawer
(3), wherein
- the swing door (2) and the drawer (3) are connected to one another in such a manner
that upon the opening of the swing door (2), the drawer (3) is also concomitantly
pulled out, by means of
- the drive lever (5) engaging a guide profile (6) arranged at an oblique angle (α)
with respect to a pull-out direction (Z) of the drawer (3) on which said guide profile
is also arranged,
characterised in that
in addition to the first swing door (2), at least one additional swing door (2') is
provided that is connected to the drive lever (5) of the fist swing door (2) as well
as to the drawer (3), wherein both swing doors (2; 2') are connected to the drawer
(3) in such a manner that upon opening and closing one of the swing doors (2; 2'),
both the drawer (3) as well as the other swing door (2; 2') are likewise opened and
closed.
2. The cabinet as specified in claim 1, characterised in
that the drive lever (5) is connected on the interior of the first swing door (2).
3. The cabinet as specified in claim 1 or claim 2, characterised in that the drive lever (5) includes a fixed pre-determined angle (β) with the first swing
door (2).
4. The cabinet as specified in any one of the claims 1 to 3, characterised in that the drive lever (5) is arranged beneath a guide plane (F) of the drawer (3).
5. The cabinet as specified in any one of the claims 1 to 4, characterised in that the guide profile (6) is configured as guide tracks (6) for a guide pin (7) engaging
therewith and arranged on the drive lever (5).
6. The cabinet as specified in any one of the claims 1 to 5, characterised in that the guide profile (6) is connected to a drawer bottom (3a).
7. The cabinet as specified in any one of the claims 1 to 6, characterised in that upon movements of the swing door (2), the drive lever (5) glides with its guide pin
(7) along the guide profile (6).
8. The cabinet as specified in any one of the claims 1 to 7, characterised in that the guide pin (7) completes a movement along a circular arc (11) about a door axis
(4) upon the opening and closing of the first swing door (2), thereby being transferred
along the guide profile (6) from a starting position (9) distant from the front side
to an ending position (10) near the front side, or the converse, while the drawer
(3) is respectively simultaneously pulled out or pushed in.
9. The cabinet as specified in any one of the claims 1 to 8, characterised in that a first connecting rod (13) is provided to connect the second swing door (2') to
the guide lever (5) of the first swing door (2), which connecting rod preferably engages
the guide pin (7) attached to the guide lever (5).
10. The cabinet as specified in claim 9 if dependent upon one of the claims 1 or 2, characterised in that the guide lever (5) includes a fixed pre-determined angle (β) with the first swing
door (2), while the connecting rod (13) is pivotingly connected both to the second
swing door (2') as well as to the guide lever (5).
1. Armoire, notamment armoire de sécurité, de préférence armoire de sécurité de dessous
de table avec au moins une porte battante (2) articulée sur un corps d'armoire (1)
avec levier d'entraînement (5) raccordé et avec au moins un tiroir (3),
- la porte battante (2) et le tiroir (3) étant assemblés l'un à l'autre, de sorte
que le tiroir (3) soit également entraîné vers l'extérieur, à l'ouverture de la porte
battante (2) en ce que
- le levier d'entraînement (5) s'engage dans un profilé de guidage (6) disposé sur
le tiroir (3) sous un angle incliné (α) par rapport à une direction d'extraction (Z),
caractérisée en ce que
à côté de la première porte battante (2), il est prévu au moins une deuxième porte
battante (2') supplémentaire, raccordée sur le levier d'entraînement (5) de la première
porte battante (2) et assemblée au tiroir (3), les deux portes battantes (2 ; 2')
étant assemblées au tiroir (3) de sorte qu'à l'ouverture et à la fermeture d'une porte
battante (2 ; 2') aussi bien le tiroir (3) que la porte battante supplémentaire (2'
; 2) s'ouvrent et se ferment.
2. Armoire selon la revendication 1, caractérisée en ce que le levier d'entraînement (5) est raccordé à l'intérieur sur la première porte battante
(2).
3. Armoire selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le levier d'entraînement (5) forme un angle (β) fixe prédéfini avec la première porte
battante (2).
4. Armoire selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le levier d'entraînement (5) est disposé en dessous d'un plan de guidage (F) du tiroir
(3).
5. Armoire selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le profilé de guidage (6) est conçu en tant que rail de guidage (6) pour un tenon
de guidage (7) s'engageant dans ce dernier et monté sur le levier d'entraînement (5).
6. Armoire selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que le profilé de guidage (6) est raccordé sur un fond de tiroir (3a).
7. Armoire selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que lors de déplacements de la porte battante (2), le levier d'entraînement (5) glisse
par l'intermédiaire de son tenon de guidage (7) le long du profilé de guidage (6).
8. Armoire selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le tenon de guidage (7) effectue un déplacement le long d'un arc de cercle (11) autour
d'un axe de la porte (4) à l'ouverture et à la fermeture de la première porte battante
(2) et en ce qu'il est transféré à cet effet le long du profilé de guidage (6) d'une position initiale
(9) éloignée de la face frontale, dans une position finale (10) proche de la face
frontale ou inversement, avec extraction ou introduction simultanée du tiroir (3).
9. Armoire selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que pour l'assemblage de la deuxième porte battante (2') avec le levier d'entraînement
(5) de la première porte battante (2), il est prévu une tige de liaison (13) qui s'engage
de préférence sur le renon de guidage (7) monté sur le levier d'entraînement (5).
10. Armoire selon la revendication 9, si elle dépend de l'une quelconque des revendications
1 ou 2, caractérisée en ce que le levier d'entraînement (5) forme un angle (β) fixe prédéfini avec la première porte
battante (2), alors que la tige de liaison (13) est raccordée par charnière aussi
bien à la deuxième porte battante (2') qu'au levier d'entraînement (5).