| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 138 270 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
29.12.2010 Patentblatt 2010/52 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.06.2008 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Vorrichtung zum Oberflächenbearbeiten von Kugelschalen für ein eine Kalotte aufweisendes
Werkstück
Device for surface working of ball coverings for a workpiece with a calotte
Dispositif destiné au traitement de surface de coussinets sphériques pour une calotte
pourvue d'une pièce à usiner
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
DE FR GB |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
30.12.2009 Patentblatt 2009/53 |
| (73) |
Patentinhaber: Supfina Grieshaber GmbH & Co. KG |
|
77709 Wolfach (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Wolber, Simon
77709 Wolfach (DE)
- Hildebrandt, Oliver
78132 Hornberg (DE)
- Jehle, Herbert
77776 Bad Rippoldsau (DE)
- Harter, Thomas
77756 Hausach (DE)
- Welle, Daniel
77781 Biberach (DE)
- Haas, Alfons
77709 Sankt Roman/Wolfach (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Steimle, Josef |
|
Dreiss Patentanwälte
Postfach 10 37 62 70032 Stuttgart 70032 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 4 329 781 JP-A- 4 322 957
|
DE-A1-102006 007 787 US-A- 5 025 595
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Oberflächenbearbeiten, insbesondere zum
Superfinishen, Polieren, Schleifen oder Läppen, von Kugelschalen für ein Werkstück
mit einer Kalotte oder Kalottenabschnitten mittels eines einen Finishstein aufweisenden
Werkzeugs, mit einer Werkstückaufnahme und einem Werkzeughalter sowie jeweils einem
Antrieb.
[0002] Es ist allgemein bekannt, dass, wie bei anderen spanenden Fertigungsverfahren, auch
beim Superfinish-Verfahren ein Werkzeug in Flächenkontakt mit einem Werkstück gebracht
wird (z.B.
DE-A-43 29 781). Durch die Überlagerung von Werkstückrotation und Werkzeugoszillation bewegt sich
zum Beispiel ein einzelnes Korn entlang einer für dieses Verfahren typischen Sinuslinie.
Alle im Eingriff befindlichen Schleifkörner erzeugen durch Überlagerung der einzelnen
Sinuslinien die sich unter einem definierten Winkel kreuzenden Bearbeitungsspuren.
Da das Werkzeug unter einem vorgegebenen Druck am Werkstück anliegt, muss dafür gesorgt
werden, dass die Anlage von Werkzeug am Werkstück nicht unterbrochen wird, d.h. das
Werkzeug die zu bearbeitende Fläche nicht verlässt, da das Werkzeug vor dem Verlassen
abgehoben und anschließend neu aufgesetzt werden müsste, was die Bearbeitung erheblich
verzögert. Daher eignen sich die oben genannten Vorrichtungen ausschließlich für die
kontinuierliche Bearbeitung von nicht unterbrochenen Flächen, zum Beispiel der Nockenfläche
einer Nockenwelle oder der Lagerfläche eines Gleitlagers. Sollen jedoch Flächen bearbeitet
werden, die über den Umfang unterbrochen sind, müssen andere Verfahren verwendet werden.
[0003] Aus der
US-A-5,025,595 ist eine Vorrichtung zum Finishen einer konkaven sphärischen Lagerfläche bekannt.
Die Lagerfläche ist eingespannt und schwenkt oszillierend um einen kugelförmigen Abschnitt
eines Bearbeitungswerkzeuges.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung bereitzustellen,
mit welcher Flächen, insbesondere mit einem Superfinishverfahren bearbeitet werden,
die nicht kontinuierlich sind, insbesondere über den Umfang unterbrochen sind.
[0005] Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung gelöst, die die Merkmale des Anspruchs 1
aufweist.
[0006] Erfindungsgemäß und im Unterschied zu der aus
US-A-5,025,595 bekannten Vorrichtung besitzt die Vorrichtung einen zweiten Antrieb für eine oszillierende
Bewegung des Werkzeughalters um eine zweite Achse, wobei die Achse des ersten Antriebs
und die zweite Achse orthogonal zueinander stehen. Die beiden Antriebe, nämlich der
Antrieb für das Werkstück oder den Werkstückhalter und der Antrieb für das Werkzeug,
versetzen das Werkstück und das Werkzeug in eine oszillierende Bewegung. Dadurch wird
sichergestellt, dass auch bei unterbrochenen, zu bearbeitenden Flächen am Werkstück,
das Werkzeug nicht die Bearbeitungsfläche verlässt, da weder das Werkstück noch das
Werkzeug rotiert. Die Oszillationsbewegungen werden so eingestellt, dass der Finishstein
die zu bearbeitende, ebenfalls oszillierende Fläche des Werkstücks nicht verlässt.
Die Bearbeitung kann daher kontinuierlich, d.h. ohne Unterbrechungen durchgeführt
werden.
[0007] Dabei schneiden sich die Achsen des ersten Antriebs und des zweiten Antriebs im Kugelmittelpunkt
der Kugelschale oder der Kalotte und stehen die Achsen orthogonal zueinander. Auf
diese Weise werden die gewünschten Sinuslinien erzeugt, bei dem die Bearbeitungsspuren
einen definierten Winkel zueinander besitzen.
[0008] Mit Vorzug ist der Oszillationswinkel wenigstens eines der Antriebe einstellbar.
Bei einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Oszillationswinkel wenigstens eines
der Antriebe auch während der Bearbeitung verstellbar ist. Auf diese Weise können
Bearbeitungsspuren in Form einer Acht beziehungsweise einer liegenden Acht oder in
Form von Lissajous-Kurven erzeugt werden.
[0009] Dabei sind vorzugsweise Oszillationswinkel von ±5° bis ±20°, insbesondere ±8° bis
±15°, und bevorzugt von ±10°, herstellbar. Die Oszillationswinkel für den Antrieb
des Werkzeugs können auch unterschiedlich zum Oszillationswinkel des Antriebs für
das Werkstück sein. Bevorzugt sind die Antriebe gekoppelt, so dass phasenverschobene
Bewegungen erzeugt werden können, bei denen die resultierende Bearbeitungsgeschwindigkeit
nie zu Null wird.
[0010] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Finishstein zylindrisch ausgebildet
und weist eine der Geometrie der Kalotte entsprechende teilsphärische Arbeitsfläche
auf. Dabei befindet sich die teilsphärische Arbeitsfläche vorteilhaft an der Stirnfläche
des Zylinders. Der Zylinder kann einen runden, insbesondere kreisförmigen, oder polygonalen,
insbesondere viereckigen, zum Beispiel quadratischen Querschnitt aufweisen.
[0011] Mit Vorzug ist der Finishstein in Richtung der oder parallel zur Achse des ersten
Antriebs und/oder zur Achse des zweiten Antriebs verfahrbar, so dass er in die Kugelschale
oder Kalotte eingeführt und an die zu bearbeitende Fläche herangeführt werden kann.
[0012] Um den gewünschten Abtrag zu erzielen, ist der Finishstein in Richtung der Achse
des ersten Antriebs oder orthogonal zu der zu bearbeiten Fläche mit einem Anpressdruck
beaufschlagbar. Dieser Anpressdruck ist vorzugsweise einstellbar und/oder kann wiederum
vorzugsweise während der Bearbeitung verstellt werden.
[0013] Um zwei einander gegenüberliegende zu bearbeitende Flächen einer Kugelschale oder
Kalotte mit einem einzigen Stein bearbeiten zu können, ist der zweite Antrieb für
den Werkzeughalter so gestaltet, dass der Finishstein um seine Oszillationsachse um
180° gedreht werden kann und/oder dass der Finishstein zwei einander gegenüberliegende
Arbeitsflächen aufweist. Nach Fertigstellung der einen zu bearbeitenden Fläche muss
der Stein lediglich in Richtung der anderen zu bearbeitenden Fläche verschoben werden.
[0014] Bei einer Variante ist vorgesehen, das der Finishstein aus mehreren Steinabschnitten
aufgebaut ist, wobei die Steinabschnitte aus unterschiedlichen Materialien bestehen.
Auf diese Weise kann mit den Finishstein eine Vorbearbeitung und eine Fertigbearbeitung
durchgeführt werden. Beide Steinabschnitte besitzen eine Arbeitsfläche die z.B. unterschiedliche
Körnungen aufweisen.
[0015] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
sowie der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung besonders
bevorzugte Ausführungsbeispiele im Einzelnen beschrieben sind.
[0016] In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung;
- Figur 2
- einen Längsschnitt durch das zu bearbeitende Werkstück;
- Figur 3
- eine Draufsicht auf das Werkstück mit einer ersten Ausführungsform eines Werkzeugs;
- Figur 4
- eine Draufsicht auf das Werkstück mit einer zweiten Ausführungsform des Werkzeugs,
und
- Figur 5
- eine Draufsicht auf das Werkstück mit einer dritten Ausführungsform des Werkzeugs.
[0017] Die Figur 1 zeigt in einer Draufsicht die erfindungsgemäße Vorrichtung 10 zum Oberflächenbearbeiten,
z.B. zum Superfinishen eines Werkstücks 12, wobei das Werkstück 12 in eine Werkstückaufnahme
14 eines ersten Antriebs 16 eingespannt ist. Das Werkstück 12 ist in vergrößerter
Darstellung in der Figur 2 wiedergegeben und besitzt einen Kolben 18 sowie eine Kalotte
20, die ein Teil eines Kugelgelenks, z.B. für den Antrieb des Kolbens 18, ist und
zu bearbeitende Flächen 22 und 24 aufweist, die einander gegenüberliegen und zwischen
sich eine Kugel des Kugelgelenks aufnehmen. In die Kalotte 20 greift ein an einem
Werkzeughalter 26 befestigter Finishstein 28 (Figuren 3 und 4), wobei der Werkzeughalter
26 an einem zweiten Antrieb 30 befestigt ist.
[0018] Mittels des ersten Antriebs 16 kann die Werkstückaufnahme 14 und somit das Werkstück
12 um dessen in der Zeichnung waagerecht liegende Längsachse 32 oszillierend angetrieben
werden, was mit dem Pfeil 34 angedeutet wird (siehe Figuren 3 und 4).
[0019] Mit dem zweiten Antrieb 30 wird der Werkzeughalter 26 um dessen in der Zeichnung
vertikale Längsachse 36, die orthogonal zur Achse 32 ausgerichtet ist und im Zentrum
der Kalotte 20 die Achse 32 schneidet, oszillierend angetrieben, was mit dem Pfeil
38 (sieh Figuren 3 und 4) angedeutet ist.
[0020] Wie aus den Figuren 3 und 4 ersichtlich, ist am Werkzeughalter 26 der Finishstein
28 mittels einer Schnellwechsel-Klemmvorrichtung befestigt, wobei der Finishstein
28 eine zylindrische, insbesondere kreiszylindrische Form besitzt und an einer Stirnseite
mit einer teilsphärischen Arbeitsfläche 40 ausgestattet ist.
[0021] Die Figur 4 zeigt eine zweite Ausführungsform, bei der der Finishstein zwei teilsphärische
Arbeitsflächen 40 und 42 aufweist, die einander gegenüberliegen und mit denen nacheinander
die Flächen 22 und 24 der Kalotte 20 bearbeitet werden können. Es ist aber auch möglich,
den Finishstein 28 aus zwei Steinhälften herzustellen, wobei die eine Steinhälfte
für eine Gröbbearbeitung des Superfinishvorganges und die andere Steinhälfte für eine
Feinbearbeitung des Superfinishvorganges dient.
[0022] Nach dem Einführen des Finishsteins 28 in die Kalotte 20, was durch Verschieben des
Werkzeughalters 26 in Richtung des Pfeils 44 erfolgt, kann der Werkzeughalter 26 zunächst
in Richtung der Fläche 22 verschoben werden (Pfeil 46) bis die Arbeitsfläche 44 an
der zu bearbeitenden Fläche 22 insbesondere mit einer vorgebbaren Anpresskraft anliegt.
Anschließend werden das Werkstück 12 in Richtung des Pfeils 34 und der Finishstein
28 in Richtung des Pfeils 38 oszillierend angetrieben, wodurch die Fläche 22 bearbeitet
wird und Bearbeitungsrillen in Form einer Acht erzeugt werden. Die Oszillationswinkel
sowohl des Werkstücks 12 als auch des Finishsteins 28 sind jeweils so gewählt, dass
die Arbeitsfläche 40 die Fläche 22 nicht verlässt. Alternativ kann aber auch nach
dem Einführen des Finishsteins 28 in die Kalotte 20 das Werkstück 12 in Richtung auf
den Finishstein 28 bis zur Anlage an der Arbeitsfläche 40 verschoben werden.
[0023] Nach Fertigstellung der Bearbeitung wird beim Ausführungsbeispiel der Figur 3 der
Werkzeughalter 26 entgegengesetzt zur Richtung des Pfeils 46 geringfügig verschoben,
bis der Finishstein 28 von der Fläche 22 abhebt und dann in Richtung des Pfeils 38
um 180° gedreht, so dass die gegenüberliegende Fläche 24 bearbeitet werden kann. Nach
Fertigstellung der Fläche 24 wird der Finishstein 28 wiederum in Richtung des Pfeils
46 bis zum Zentrum der Kalotte 20 verschoben und entgegengesetzt zur Richtung des
Pfeils 44 aus der Kalotte 20 ausgehoben.
[0024] Es besteht auch die Möglichkeit, dass zusätzlich oder alternativ zum Werkstück 12
der Finishstein 28 oszillierend um die Achse 32 bewegt wird, was mit dem Pfeil 48
dargestellt ist.
[0025] Beim Ausführungsbeispiel der Figur 4 wird nach der Fertigstellung der Fläche 22 der
Werkzeughalter 26 entgegengesetzt zur Richtung des Pfeils 46 so weit verschoben, bis
die Arbeitsfläche 42 an der Fläche 24 anliegt, so dass diese bearbeitet werden kann.
Alternativ und insbesondere bei zwei unterschiedlichen Steinhälften wird der Werkzeughalter
26 in Richtung des Pfeils 38 nach der Fertigstellung der Fläche 22 und nach dem Abheben
des Finishsteins 28 von der Fläche 22 um 180° gedreht, so dass die Fläche 22 mit der
Arbeitsfläche 42 der zweiten Steinhälfte bearbeitet werden kann. Anschließend wird
der Werkzeughalter 26 entgegengesetzt zur Richtung des Pfeils 46 so weit verschoben,
bis die Arbeitsfläche 40 an der Fläche 24 anliegt, so dass diese bearbeitet werden
kann. Anschließend wird der Werkzeughalter 26 wiederum um 180° in Richtung des Pfeils
38 gedreht, so dass die Fläche 24 mit der Arbeitsfläche 42 fertiggestellt werden kann.
Die Reihenfolge der Bearbeitung kann beliebig gewählt werden.
[0026] Eine weitere Variante der Erfindung ist in Figur 5 dargestellt. Bei diesem Ausführungsbeispiel
ist der Finishstein 28 ebenfalls zweigeteilt, wobei zwischen den beiden Finishsteinabschnitten
eine Vorrichtung 50 zum Spreizen der Finishsteinabschnitte vorgesehen ist. Mit dieser
Vorrichtung können die Finishsteinabschnitte auch mit einem definierbaren Anpressdruck
an die zu bearbeitenden Oberflächen des Werkstücks (12) anpresst werden.
[0027] Aus Figur 5 ist außerdem erkennbar, dass zwischen der Arbeitsfläche 40 und/oder 42
des Finishsteins 28 und der zu bearbeitenden Oberfläche des Werkstücks 20 ein Finishband
52 zwischengeschaltet sein kann. Dies ist auch bei den anderen, oben beschriebenen
Varianten möglich. Zum Ausfahren des Werkzeugs 28 aus dem Werkstück 20 werden die
Finishsteinabschnitte über die Vorrichtung 50 zusammengefahren. Mittels der Vorrichtung
50 können die Finishsteinabschnitte auch mit einem definierten Anpressdruck an die
Arbeitsflächen 40 und 42 angepresst werden. Das Finishband 52 oszilliert zusammen
mit dem Finishstein 28, der auch lediglich ein Element zum Übertragen der gewünschten
Form sein kann und z.B. aus Vulkollan
® besteht.
[0028] Auf jeden Fall kann mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 eine gekrümmte Fläche
22, 24, die sich nicht über 360° erstreckt, bearbeitet werden, ohne dass während der
Bearbeitung der Finishstein 28 von der zu bearbeitenden Fläche 22, 24 abgehoben werden
muss. Sowohl die zu bearbeitende Fläche 22 beziehungsweise 24 als auch die Arbeitsflächen
40 und 42 des Finishsteins 28 führen oszillierende Bewegungen aus, die in einem Winkel
zueinander stehen. Dabei besitzen die Oszillationsbewegungen vorteilhaft unterschiedliche
Frequenzen, die insbesondere kein ganzzahliges Vielfaches voneinander sind.
1. Vorrichtung zum Oberflächenbearbeiten, z.B. zum Superfinishen, Polieren, Schleifen
oder Läppen, von Kugelschalen oder Kalotten (20) eines Werkstücks (12), z.B. für ein
Kugelgelenk, mittels eines einen Finishstein (28) aufweisenden Werkzeugs, mit einer
Werkstückaufnahme (14), einem ersten Antrieb (16) für eine oszillierende Bewegung
des Werkstücks (12) um eine erste Achse (32), einem Werkzeughalter (26) und einem
zweiten Antrieb (30) für eine oszillierende Bewegung des Werkzeughalters (26) um eine
zweite Achse (36), wobei sich die Achsen (32 und 36) des ersten Antriebs (16) und
des zweiten Antriebs (30) im Zentrum der Kugelschale oder der Kalotte (20) schneiden
und orthogonal zueinander stehen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Oszillationswinkel wenigstens eine Antriebs (16 und/oder 30) einstellbar und/oder
während der Bearbeitung veränderbar ist.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Oszillationswinkel wenigstens eines Antriebs (16 und/oder 30) ±5° bis ±20° ,
insbesondere ±8° bis ±15°, und bevorzugt von ±10°, beträgt.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Finishstein (28) zylindrisch ist und wenigstens eine teilsphärische Arbeitsfläche
(40, 42) aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Finishstein (28) und/oder das Werkstück (12) bzw. dessen Antrieb (16) in Richtung
(Pfeil 46) der Achse (32) des ersten Antriebs (16) verfahrbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Finishstein (28) und/oder der erste Antrieb (16) in Richtung (Pfeil 44) der Achse
(36) des zweiten Antriebs (30) verfahrbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Finishstein (28) und/oder der erste Antrieb (16) in Richtung (Pfeil 46) der Achse
(32) des ersten Antriebs (16) mit einem Anpressdruck beaufschlagbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Finishstein (28) zwei einander gegenüberliegende Arbeitsflächen (40 und 42) aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Finishstein (28) aus zwei Finishsteinabschnitten besteht und jeder Finishsteinabschnitt
eine Arbeitsfläche (40 und 42) aufweist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Finishsteinabschnitten eine Vorrichtung zum Spreizen und Zusammenfahren
der Finishsteinabschnitte vorgesehen ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zum Spreizen und Zusammenfahren der Finishsteinabschnitte die Finishsteinabschnitte
mit einem definierbaren Anpressdruck an die zu bearbeitenden Oberfläche des Werkstücks
(12) anpresst.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Finishstein (28) und der zu bearbeitenden Oberfläche des Werkstücks
(12) ein Finishband zwischenschaltbar ist.
1. Device for machining surfaces, for example for superfinishing, polishing, grinding
or lapping spherical shells or calottes (20) of a workpiece (12), for example for
a ball joint, using a tool having a machining stone (28) with a workpiece receiver
(14), a first drive (16) for an oscillating motion of the workpiece (12) about a first
axis (32), a tool holder (26) and a second drive (30) for an oscillating motion of
the tool holder (26) about a second axis (36), wherein the axes (32 and 36) of the
first drive (16) and the second drive (30) intersect at the center of the spherical
shell or the calotte (20) and are orthogonal to one another.
2. Device according to claim 1, characterized in that the oscillation angle of at least one drive (16 and/or 30) is adjustable and/or may
be modified during the machining process.
3. Device according to any one of the preceding claims, characterized in that the angle of oscillation of at least one drive (16 and/or 30) is ±5° to ±20°, especially
±8° to ±15°, and preferably ±10°.
4. Device according to any one of the preceding claims, characterized in that the machining stone (28) is cylindrical and has at least one partial spherical working
surface (40, 42).
5. Device according to any one of the preceding claims, characterized in that the machining stone (28) and/or the workpiece (12) or its drive (16) may be moved
in the direction (arrow 46) of the axis (32) of the first drive (16).
6. Device according to any one of the preceding claims, characterized in that the machining stone (28) and/or the first drive (16) may be moved in the direction
(arrow 44) of the axis (36) of the second drive (30).
7. Device according to any one of the preceding claims, characterized in that the machining stone (28) and/or the first drive (16) may be acted upon by a contact
pressure in the direction (arrow 46) of the axis (32) of the first drive (16).
8. Device according to any one of the preceding claims, characterized in that the machining stone (28) has two working surfaces (40 and 42) opposed to one another.
9. Device according to any one of the preceding claims, characterized in that the machining stone (28) consists of two machining stone sections and each machining
stone section has a working surface (40 and 42).
10. Device according to claim 9, characterized in that a device for spreading the machining stone sections and moving them together is provided
between the machining stone sections.
11. Device according to claim 10, characterized in that the device for spreading the machining stone sections and moving them together presses
the machining stone sections against the surface of the workpiece (12) to be machined
at a definable contact pressure.
12. Device according to any one of the preceding claims, characterized in that a finishing band may be interposed between the machining stone (28) and the surface
of the workpiece (12) to be machined.
1. Dispositif de traitement de surface, pour par exemple la superfinition, le polissage,
la rectification ou le rodage de coussinets sphériques ou calottes sphériques (20)
d'une pièce (12), pour un joint à rotule par exemple, au moyen d'un outil comportant
une pierre de finition (28), avec un porte-pièce (14), un premier dispositif d'entraînement
(16) destiné à entraîner la pièce (12) dans un mouvement d'oscillation autour d'un
premier axe (32), un porte-outil (26) et un second dispositif d'entraînement (30)
destiné à entraîner le porte-outil (26) dans un mouvement d'oscillation autour d'un
second axe (36), les axes (32 et 36) du premier dispositif d'entraînement (16) et
du second dispositif d'entraînement (30) se coupant à angle droit au centre du coussinet
sphérique ou de la calotte sphérique (20).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'angle d'oscillation d'au moins un dispositif d'entraînement (16 et/ou 30) est réglable
et/ou peut être modifié en cours de traitement.
3. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'angle d'oscillation d'au moins un dispositif d'entraînement (16 et/ou 30) est compris
entre ±5° et ±20°, en particulier entre ±8° et ± 15° et est de préférence égal à +10°.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la pierre de finition (28) est cylindrique et présente au moins une surface de travail
partiellement sphérique (40, 42).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la pierre de finition (28) et/ou la pièce (12) ou son dispositif d'entraînement (16)
peuvent être déplacés dans la direction (flèche 46) de l'axe (32) du premier dispositif
d'entraînement (16).
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la pierre de finition (28) et/ou le premier dispositif d'entraînement (16) peuvent
être déplacés dans la direction (flèche 44) de l'axe (36) du second dispositif d'entraînement
(30).
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la pierre de finition (28) et/ou le premier dispositif d'entraînement (16) peuvent
être soumis à une pression d'appui dans la direction (flèche 46) de l'axe (32) du
premier dispositif d'entraînement (16).
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la pierre de finition (28) présente deux faces de travail opposées (40 et 42).
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la pierre de finition (28) se compose de deux portions de pierre de finition, dont
chacune présente une face de travail (40 et 42).
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'il est prévu, entre les portions de pierre de finition, un dispositif d'écartement
et de rapprochement desdites portions de pierre de finition.
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que le dispositif d'écartement et de rapprochement des portions de pierre de finition
plaque lesdites portions de pierre de finition avec une pression d'appui définissable
contre la surface à traiter de la pièce (12).
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une bande de finition peut être intercalée entre la pierre de finition (28) et la
surface à traiter de la pièce (12).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente