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EP 2 138 374 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.08.2012 Patentblatt 2012/33 |
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Anmeldetag: 23.06.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zum Bestimmen einer Zustandsgröße eines Güterwagens, Telematikgerät sowie
Güterwagen
Method for determining a variable state of a goods vehicle, telematics device and
goods vehicle
Procédé de détermination d'une grandeur d'état d'un wagon de marchandises, appareil
de télématique et wagon de marchandises
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
27.06.2008 DE 102008030989
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.12.2009 Patentblatt 2009/53 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Windolf, Wolfgang
38179 Schwülper (DE)
- Faubel, Peter Dr.
38154 Königslutter (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 746 010 WO-A1-2005/105536
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WO-A1-2005/082696 DE-A1- 4 408 261
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Im Rahmen des Betriebs von Güterwagen besteht häufig die Anforderung, eine Zustandsgröße
oder mehrere Zustandsgrößen eines Güterwagens des spurgeführten Verkehrs automatisch
zu ermitteln. So ermöglicht es die Übertragung entsprechender Zustandsgrößen von dem
Güterwagen an eine Zentrale, den Zustand sowie gegebenenfalls die Funktionsfähigkeit
des Güterwagens zu überwachen. Für eine entsprechende Übertragung wird seitens des
Güterwagens üblicherweise ein Telematikgerät eingesetzt, das an dem jeweiligen Güterwagen
montiert ist. Üblicherweise umfasst ein solches Telematikgerät eine Übertragungseinrichtung,
die zur Datenübertragung von dem Güterwagen über ein Mobilfunknetz an die Zentrale
dient. Eine solche Datenübertragung kann hierbei beispielsweise mittels SMS (Short
Message Service) erfolgen. Darüber hinaus kann ein Telematikgerät auch weitere Komponenten
aufweisen, wie beispielsweise ein Satellitenortungsgerät, welches es dem Telematikgerät
ermöglicht, seine eigene Position und damit auch die Position des Güterwagens präzise
zu ermitteln. Eine Übertragung dieser Information an die Zentrale ermöglicht beispielsweise
eine Überwachung des Aufenthaltsortes sowie des Laufweges des Güterwagens. Eine Anordnung
mit einem Güterwagen und einem Satellitenortungsgerät ist beispielsweise aus der veröffentlichten
internationalen Anmeldung
WO 2005/082696 A1 bekannt.
[0002] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein besonders einfaches und
zugleich leistungsfähiges Verfahren zum Bestimmen einer Zustandsgröße eines Güterwagens
des spurgeführten Verkehrs anzugeben.
[0003] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zum Bestimmen einer Zustandsgröße
eines Güterwagens des spurgeführten Verkehrs, bei dem ein Funksignal von einem in
oder an dem Güterwagen angebrachten Sender ausgesendet wird, das Funksignal von einem
Empfänger empfangen wird, der Bestandteil eines Telematikgerätes des Güterwagens ist,
und zumindest eine Kenngröße des empfangenen Funksignals ermittelt sowie aus der ermittelten
zumindest einen Kenngröße die Zustandsgröße bestimmt wird, wobei zumindest die Signalstärke
als Kenngröße des empfangenen Funksignals ermittelt wird.
[0004] Das erfindungsgemäße Verfahren ist vorteilhaft, da es einen Verzicht auf spezielle
Sensoren zum Bestimmen der Zustandsgröße ermöglicht. So wird ein von einem in oder
an dem Güterwagen angebrachten Sender ausgesendetes Funksignal vorteilhafterweise
von einem Empfänger empfangen, der Bestandteil eines Telematikgerätes des Güterwagens
ist. Empfangsseitig, d.h. seitens des Telematikgerätes, ist es nun möglich, aus dem
empfangenen Funksignal zumindest eine Kenngröße dieses Signals zu ermitteln sowie
aus dieser ermittelten zumindest einen Kenngröße die Zustandsgröße zu bestimmen. Gegenüber
einer denkbaren Anordnung, bei der eine Zustandsgröße durch einen in oder an dem Güterwagen
angebrachten Sensor bestimmt wird und die entsprechende Information anschließend drahtlos
oder drahtgebunden von dem Sensor an das Telematikgerät übermittelt wird, bietet das
erfindungsgemäße Verfahren erhebliche Vorteile. So ist eine in der Regel mit erheblichen
Kosten verbundene Verlegung von Kabeln, die darüber hinaus vandalismusgefährdet sind
und deshalb üblicherweise in geeigneten Schutzrohren zu verlegen sind, nicht erforderlich.
Im Vergleich zu einer drahtlosen Übertragung der Zustandsgröße von einem Sensor an
das Telematikgerät weist das erfindungsgemäße Verfahren den grundlegenden Vorteil
auf, dass lediglich ein Sender erforderlich ist, d.h. auf einen separaten Sensor wird
vorteilhafterweise verzichtet. Aufgrund der Reduzierung der zur Bestimmung der Zustandsgröße
des Güterwagens erforderlichen Komponenten ist das erfindungsgemäße Verfahren darüber
hinaus besonders robust und zuverlässig, da die Gefahr der Beschädigung von für die
Bestimmung der Zustandsgröße verwendeten Komponenten aufgrund der Vereinfachung der
Anordnung erheblich reduziert wird.
[0005] Die Frequenz des im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendeten Funksignals
wird vorteilhafterweise in Abhängigkeit von den jeweiligen Anforderungen und Randbedingungen
gewählt. So kann die Frequenz beispielsweise im UHF (Ultrahochfrequenz)-Bereich, d.h.
etwa im Bereich zwischen 300 MHz und 3 GHz, liegen.
[0006] Die Ermittlung der Signalstärke als Kenngröße des empfangenen Funksignals ist vorteilhaft,
da es sich bei der Signalstärke um eine einfach zu ermittelnde und auf Änderungen
des Zustandes des Güterwagens besonders sensitive Kenngröße handelt.
[0007] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Verfahren derart ausgestaltet,
dass die Zustandsgröße unter Verwendung zumindest eines bekannten Schwellenwertes
der zumindest einen Kenngröße und/oder von bekannten, von dem Wert der jeweiligen
Zustandsgröße abhängigen Referenzwerten der zumindest einen Kenngröße bestimmt wird.
Hierbei handelt es sich um besonders einfache Vorgehensweisen, um aus der ermittelten
zumindest einen Kenngröße die Zustandsgröße zu bestimmen.
[0008] Vorzugsweise ist das erfindungsgemäße Verfahren derart ausgeführt, dass von dem Sender
ein Funksignal in Form eines zyklischen Präsenzsignals ausgesendet wird. Dies bietet
den Vorteil, dass eine zyklische Aussendung des Funksignals die Bestimmung der Zustandsgröße
seitens des Telematikgerätes in regelmäßigen zeitlichen Abständen ermöglicht. Vorzugsweise
ist das Funksignal hierbei derart kodiert, dass dem Empfänger beziehungsweise dem
Telematikgerät eine eindeutige Identifizierung des Senders ermöglicht wird. Hierdurch
wird einerseits vermieden, dass das Telematikgerät Funksignale von Sendern benachbarter
Güterwagen empfängt, auswertet und die ermittelte Zustandsgröße auf den Güterwagen
bezieht, in oder an dem es angebracht ist. Darüber hinaus ermöglicht eine Kodierung
des Funksignals auch in solchen Fällen, in denen mehrere Sender in oder an dem Güterwagen
angebracht sind, die jeweils ein Funksignal aussenden, seitens des Telematikgerätes
eine zuverlässige Unterscheidung der empfangenen Funksignale. Hierdurch wird es beispielsweise
ermöglicht, mehrere, unterschiedliche Zustandsgrößen des Güterwagens unter Verwendung
mehrerer Sender aber eines einzigen Empfängers sowie eines einzigen Telematikgerätes
zu bestimmen.
[0009] Vorteilhafterweise kann das erfindungsgemäße Verfahren auch derart ausgestaltet sein,
dass ein Ausfall des Senders empfangsseitig anhand eines Ausbleibens des Präsenzsignals
erkannt wird. Hierdurch wird es dem Telematikgerät beispielsweise ermöglicht, eine
entsprechende Fehlermeldung, die eine Information über den Ausfall des Senders beinhaltet,
an eine Zentrale oder Überwachungseinrichtung zu übermitteln.
[0010] Grundsätzlich ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren die Bestimmung beliebiger
Zustandsgrößen. Einzige Voraussetzung hierbei ist, dass unterschiedliche Werte der
Zustandsgröße zu einem für eine Unterscheidung ausreichenden Unterschied der verwendeten
Kenngröße des empfangenen Funksignals führen. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen,
dass in einem Zustand eine größere Dämpfung des Funksignals erfolgt als in dem anderen
Zustand.
[0011] In einer besonders bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
eine den Beladungszustand des Güterwagens angebende Zustandsgröße bestimmt. Dies ist
vorteilhaft, da im Rahmen von Telematiklösungen häufig Bedarf besteht, den Beladungszustand
von Eisenbahngüterwagen automatisch zu ermitteln. Die genannte bevorzugte Weiterbildung
des erfindungsgemäßen Verfahrens basiert darauf, dass auch im beladenen Zustand des
Güterwagens ein, wenn auch in der Regel schwächeres, Funksignal des Senders von dem
Empfänger empfangen werden kann. Hierdurch wird es möglich, den beladenen Zustand
des Güterwagens von einem Ausfall des Senders zu unterscheiden, da im letzteren Fall
das Funksignal vollständig entfällt. Da die Entfernung zwischen dem Sender und dem
Telematikgerät beziehungsweise dem Empfänger unabhängig von dem Beladungszustand des
Güterwagens unverändert bleibt und die ausgesendete Feldstärke des verwendeten Senders
ebenfalls als im Wesentlichen konstant angenommen wird, hängt beispielsweise die Signalstärke
beziehungsweise Empfangsfeldstärke, die von dem Empfänger empfangen wird, im Wesentlichen
von gegebenenfalls im Übertragungsweg befindlichen Gegenständen ab. Da die Ladung
eines Güterwagens typischerweise eine Übertragungsdämpfung bewirkt beziehungsweise
das Funksignal absorbiert, ermöglicht es die bevorzugte Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Verfahrens vorteilhafterweise den Beladungszustand des Güterwagens automatisch zu
detektieren.
[0012] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
eine die Lage eines Objektes, insbesondere die Stellung eines Hebels oder die Position
einer Stange, angebende Zustandsgröße bestimmt. Auch zum Zwecke der Bestimmung der
Lage eines Objektes ist das Verfahren besonders einfach und kostengünstig einsetzbar.
So werden beispielsweise die Kosten für die Verlegung von Kabeln eingespart, wobei
entsprechende Kabel darüber hinaus einer erheblichen Beschädigungsgefahr unterliegen
würden.
[0013] Um die Lage des Objektes bestimmen zu können, ist vorteilhafterweise an dem zu überwachenden
Objekt, d.h. beispielsweise einem Hebel, einer Drehachse, um die ein Hebel befestigt
ist oder einer Betätigungsstange, ein Dämpfungselement oder Dämpfungsmaterial montiert,
durch welches eine Abschwächung beziehungsweise Bedämpfung des Funksignals bewirkt
wird. Darüber hinaus sind auch Anordnungen denkbar, bei denen auf ein entsprechendes
zusätzliches Dämpfungselement aufgrund der konkreten Gegebenheiten verzichtet werden
kann, da sich in den unterschiedlichen Lagen des Objektes ohne weitere Maßnahmen bereits
Änderungen des Funksignals ergeben, die zu einer Kenngröße des empfangenen Funksignals
führen, welche eine zuverlässige Bestimmung der Lage des Objektes ermöglicht.
[0014] Zur Verstärkung eines Bedämpfungseffekts des Funksignals kann sendeseitig eine geeignete
Sendeantenne verwendet werden, deren Abstrahlungsrichtung beispielsweise im Wesentlichen
in Richtung eines Bedämpfungsbleches zeigt. Dabei kann eine unerwünschte seitliche
Abstrahlung erforderlichenfalls zusätzlich durch eine Abschirmung weiter reduziert
werden, um z.B. den aus unterschiedlichen Hebelstellungen resultierenden Effekt in
der Kenngröße möglichst groß zu gestalten. Weiterhin kann das zur Positionsidentifizierung,
d.h. zur Bestimmung der Lage des Objektes, verwendete Dämpfungsmaterial so ausgelegt
werden, dass im verwendeten Frequenzbereich des Senders eine ausgeprägte Dämpfung
des Funksignals entsteht.
[0015] Bei der beschriebenen Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es auch
denkbar, dass der Sender am zu überwachenden Objekt selbst montiert wird. Die Lage
des Objektes wird in diesem Fall dadurch detektiert, dass durch die in Abhängigkeit
von der Position des Objektes unterschiedliche Orientierung der Abstrahlrichtung das
Funksignal auf unterschiedlich reflektierende oder dämpfende Materialien trifft und
hierdurch beispielsweise am Empfänger des Telematikgerätes eine unterschiedliche Signalstärke
ermittelt wird.
[0016] Vorzugsweise erfolgt die Montage des Senders und/oder eines Dämpfungselementes derart,
dass ein als unwichtiger oder als vergleichsweise unsicher angesehener Zustand ein
niedrigeres Empfangssignal bewirkt. Dies bietet den Vorteil, dass ein Manipulationsversuch
durch Abschalten beziehungsweise Abschatten des Senders beziehungsweise Empfängers
nicht zu einem sicherheitskritischen Zustand führt.
[0017] Weiterhin kann das erfindungsgemäße Verfahren vorteilhafterweise auch derart ausgeprägt
sein, dass eine den Öffnungszustand einer Tür des Güterwagens angebende Zustandsgröße
bestimmt wird. Dies ist vorteilhaft, da eine unerwartete Türöffnung im Allgemeinen
ein Hinweis auf eine Unregelmäßigkeit liefert, d.h. beispielsweise ein Anzeichen für
einen Diebstahlversuch sein kann. Die Bestimmung einer den Öffnungszustand einer Tür
des Güterwagens angebenden Zustandsgröße ist möglich, da beispielsweise die Empfangsfeldstärke
des Funksignals von im Übertragungsweg befindlichen Hindernissen abhängt. Sofern es
sich bei der Tür beispielsweise um eine Metalltür handelt, so bewirkt dieser eine
starke Dämpfung des Empfangssignals. Vorteilhafterweise liegt die Frequenz des verwendeten
Funksignals im UHF-Bereich und ist so gewählt, dass bereits eine geringe Öffnung der
Tür beziehungsweise der Türen ein signifikantes Austreten des Funksignals aus dem
Güterwagen ermöglicht. Dabei ist der Sender vorteilhafterweise innerhalb des Güterwagens
angeordnet.
[0018] Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin ein Telematikgerät.
[0019] Hinsichtlich des Telematikgerätes liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein Telematikgerät anzugeben, das ein besonders einfaches und zugleich leistungsfähiges
Verfahren zum Bestimmen einer Zustandsgröße eines Güterwagens des spurgeführten Verkehrs
unterstützt.
[0020] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Telematikgerät für einen Güterwagen
des spurgeführten Verkehrs mit einem Empfänger zum Empfangen eines Funksignals und
einer Einrichtung zum Ermitteln zumindest einer Kenngröße für das durch den Empfänger
empfangene Funksignal und zum Bestimmen einer Zustandsgröße des Güterwagens aus der
ermittelten zumindest einen Kenngröße, wobei die Einrichtung zum Ermitteln zumindest
der Signalstärke als Kenngröße des Funksignals ausgebildet ist.
[0021] Die Vorteile des erfindungsgemäßen Telematikgerätes sowie seiner im Folgenden beschriebenen
bevorzugten Weiterbildungen entsprechen im Wesentlichen denjenigen des erfindungsgemäßen
Verfahrens sowie der bevorzugten Weiterbildung desselben. So ermöglicht es das erfindungsgemäße
Telematikgerät insbesondere, eine Zustandsgröße des Güterwagens ohne einen separaten
Sensor, d.h. sensorfrei, zu bestimmen.
[0022] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Telematikgerät
derart ausgeführt, dass die Einrichtung zum Bestimmen der Zustandsgröße unter Verwendung
eines bekannten Schwellenwertes der zumindest einen Kenngröße und/oder von bekannten,
von dem Wert der jeweiligen Zustandsgröße abhängigen Referenzwerten der zumindest
einen Kenngröße ausgebildet ist.
[0023] Vorzugsweise kann das erfindungsgemäße Telematikgerät auch derart ausgeprägt sein,
dass die Einrichtung zum Bestimmen einer den Beladungszustand des Güterwagens angebenden
Zustandsgröße ausgebildet ist.
[0024] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Telematikgerätes
ist die Einrichtung zum Bestimmen einer die Lage eines Objektes, insbesondere die
Stellung eines Hebels oder die Position einer Schubstange, angebenden Zustandsgröße
ausgebildet.
[0025] Darüber hinaus kann das erfindungsgemäße Telematikgerät vorteilhafterweise auch derart
weitergebildet sein, dass die Einrichtung zum Bestimmen einer den Öffnungszustand
einer Tür des Güterwagens angebenden Zustandsgröße ausgebildet ist.
[0026] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist das erfindungsgemäße Telematikgerät
zum Verarbeiten von Funksignalen ausgebildet, die von unterschiedlichen Sendern empfangen
werden. Hierdurch wird es vorteilhafterweise ermöglicht, dass mittels mehrerer Sender
die Bestimmung der Zustandsgröße oder auch die Bestimmung mehrerer Zustandsgrößen
erfolgt.
[0027] Die vorliegende Erfindung umfasst darüber hinaus einen Güterwagen des spurgeführten
Verkehrs mit einem erfindungsgemäßen Telematikgerät beziehungsweise mit einem Telematikgerät
gemäß einer der zuvor beschriebenen bevorzugten Weiterbildungen des erfindungsgemäßen
Telematikgerätes.
[0028] Hinsichtlich der Vorteile des erfindungsgemäßen Güterwagens sowie der im Folgenden
beschriebenen bevorzugten Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Güterwagens sei auf
die entsprechenden vorstehenden Ausführungen im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren und dem erfindungsgemäßen Telematikgerät sowie den jeweiligen bevorzugten
Weiterbildungen verwiesen.
[0029] Vorzugsweise ist der erfindungsgemäße Güterwagen derart ausgestaltet, dass er zumindest
einen Sender zum Aussenden des Funksignals aufweist.
[0030] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der erfindungsgemäße Güterwagen
derart ausgeprägt, dass der Sender zum Aussenden eines Funksignals in Form eines zyklischen
Präsenzsignals ausgebildet ist.
[0031] Darüber hinaus kann der erfindungsgemäße Güterwagen vorteilhafterweise auch derart
ausgestaltet sein, dass die Einrichtung zum Erkennen eines Ausfalls des Senders anhand
eines Ausbleibens des Präsenzsignals ausgebildet ist.
[0032] In einer besonders bevorzugten Weiterbildung ist der erfindungsgemäße Güterwagen
derart ausgestaltet, dass der Güterwagen ein Dämpfungselement aufweist, das derart
angeordnet ist, dass unterschiedliche Lagen eines Objektes, insbesondere unterschiedliche
Stellungen eines Hebels oder unterschiedliche Positionen einer Schubstange, zu unterscheidbaren
Werten der zumindest einen Kenngröße führen. Dabei kann das Dämpfungselement vorteilhafterweise
an einer beliebigen Komponente des Güterwagens, einschließlich dem Objekt selbst,
angebracht sein.
[0033] Vorteilhafterweise ist der erfindungsgemäße Güterwagen derart weitergebildet, dass
der Sender derart an oder in dem Güterwagen angebracht ist, dass eine den Beladungszustand
des Güterwagens angebende Zustandsgröße bestimmbar ist.
[0034] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Güterwagens ist
der Sender derart an oder in dem Güterwagen angebracht, dass eine die Lage eines Objektes,
insbesondere die Stellung eines Hebels oder die Position einer Schubstange, angebende
Zustandsgröße bestimmbar ist.
[0035] Vorteilhafterweise kann der erfindungsgemäße Güterwagen auch derart ausgeführt ist,
dass das Telematikgerät in einem Fehlerfall einen sicherheitskritischen Wert der Zustandsgröße
bestimmt beziehungsweise annimmt.
[0036] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Hierzu zeigt
- Figur 1
- in einer schematischen Skizze ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Güterwagens im unbeladenen Zustand,
- Figur 2
- in einer schematischen Skizze den Güterwagen der Figur 1 im beladenen Zustand,
- Figur 3
- in einer schematischen Skizze ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Güterwagens im unbeladenen Zustand,
- Figur 4
- in einer schematischen Skizze den Güterwagen der Figur 3 im beladenen Zustand,
- Figur 5
- in einer schematischen Skizze ein drittes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Güterwagens im unbeladenen Zustand,
- Figur 6
- den Güterwagen der Figur 5 im beladenen Zustand,
- Figur 7
- in einer schematischen Skizze ein viertes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Güterwagens in einem Zustand mit geöffneter Tür und
- Figur 8
- den Güterwagen der Figur 7 in einem Zustand mit geschlossener Tür.
[0037] In den einzelnen Figuren sind aus Gründen der Übersichtlichkeit für gleiche oder
zumindest im Wesentlichen gleich wirkende Komponenten identische Bezugszeichen verwendet.
[0038] Figur 1 zeigt in einer schematischen Skizze ein erstes Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Güterwagens im unbeladenen Zustand. Im Einzelnen ist ein Güterwagen
G in Form eines Containertragwagens bzw. Autotransportwagens dargestellt. Um eine
Beladung durch Container bzw. Fahrzeuge zu detektieren weist der Güterwagen G an einer
geeigneten Position versenkt in der Ladefläche Sender S1 und S2 auf. Dabei ist die
Position der Sender S1, S2 derart gewählt, dass sie sich jeweils unter einem gegebenenfalls
vorhandenen Container bzw. Fahrzeug befinden. Neben den Sendern S1 und S2 weist der
Güterwagen G ein Telematikgerät T mit einem Empfänger E und einer Einrichtung EINR
auf.
[0039] Um eine den Beladungszustand des Güterwagens G angebende Zustandsgröße zu bestimmen,
senden die Sender S1 und S2 jeweils Funksignale F1, F2 in Form eines zyklischen Präsenzsignals
aus. Dabei sind die Funksignale F1, F2 derart kodiert, dass sie den jeweiligen Sendern
S1 beziehungsweise S2 zugeordnet werden können, so dass die Position von der das jeweilige
Funksignal F1, F2 ausgesendet wird, bekannt ist.
[0040] Die ausgesendeten Funksignale F1 und F2 werden von einem Empfänger E empfangen, der
Bestandteil des Telematikgerätes T des Güterwagens G ist. Der Empfänger E ist mit
einer Einrichtung EINR verbunden, die zum Ermitteln zumindest einer Kenngröße für
das durch den Empfänger E empfangene Funksignal F1 beziehungsweise F2 und zum Bestimmen
einer Zustandsgröße des Güterwagens G aus der jeweiligen ermittelten zumindest einen
Kenngröße ausgebildet ist. Im Rahmen des beschriebenen Ausführungsbeispiels sei dabei
angenommen, dass die Einrichtung zum Ermitteln der Signalstärke als jeweiliger Kenngröße
der Funksignale F1, F2 ausgebildet ist. Anhand eines Vergleichs der empfangenen Signalstärke
des Funksignals F1 sowie der empfangenen Signalstärke des Funksignals F2 ist die Einrichtung
EINR des Telematikgerätes T somit in der Lage, den Beladungszustand des Güterwagens
G beziehungsweise eine den Beladungszustand des Güterwagens G angebende Zustandsgröße
zu bestimmen. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass die jeweils empfangene
Signalstärke beziehungsweise Empfangsfeldstärke mit zuvor ermittelten Referenzwerten
für einen beladenen sowie einen unbeladenen Güterwagen verglichen wird. Anhand eines
entsprechenden Vergleichs wird nun erkannt, dass der Güterwagen G in der in Figur
1 dargstellten Situation im unbeladenen Zustand ist. Diese Information kann nun beispielsweise
von dem Telematikgerät T über ein Mobilfunknetz, beispielsweise per SMS, an eine Zentrale
oder Überwachungsbeziehungsweise Steuereinrichtung übertragen werden.
[0041] Figur 2 zeigt in einer schematischen Skizze den Güterwagen der Figur 1 im beladenen
Zustand. Im Unterschied zur in Figur 1 dargestellten Situation ist der Güterwagen
G hierbei mit zwei Containern C1 und C2 beladen. Durch die metallenen Container C1,
C2 wird entsprechend der Darstellung der Figur 2 eine direkte Übertragung des Funksignals
F1 beziehungsweise F2 von den Sendern S1, S2 an den Empfänger E des Telematikgerätes
T im Wesentlichen verhindert. Dies hat zur Folge, dass die Übertragung der Funksignale
F1 und F2 im Wesentlichen durch Reflektionen an der Umgebung, insbesondere an Komponenten
des Güterwagens G bzw. den Containern C1, C2, erfolgt. Hiermit verbunden ist eine
deutlich geänderte Signalstärke bzw. Empfangsfeldstärke, die von dem Empfänger E registriert
wird. In Abhängigkeit von den jeweiligen Umständen kann diese sogar höher liegen als
im unbeladenen Zustand des Güterwagens G, da durch eine geeignete Reflektion der Funksignale
F1 beziehungsweise F2 an den Containern C1, C2 bzw. an dem Güterwagen G grundsätzlich
auch eine Verstärkung des durch den Empfänger E empfangenen Funksignals möglich ist.
[0042] Unabhängig davon, ob in Abhängigkeit von den jeweiligen Umständen eine Verstärkung
oder eine Abschwächung des jeweiligen Funksignals F1, F2 durch die Container C1, C2
erfolgt, ermöglichen es beispielsweise durch vorhergehende Vergleichsmessungen erfasste
Referenzwerte der Einrichtung EINR des Telematikgerätes T anhand der durch den Empfänger
E empfangenen Signalstärke der Funksignale F1, F2 zu bestimmen, ob der Güterwagen
G ganz oder teilweise mit Containern C1, C2 beladen ist. Dabei erfolgt die Bestimmung
des Beladungszustands des Güterwagens G ausschließlich aus der Signalstärke der seitens
des Empfängers E empfangenen Funksignale F1, F2.
[0043] Figur 3 zeigt in einer schematischen Skizze ein zweites Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Güterwagens im unbeladenen Zustand. Dargestellt ist ein Güterwagen
G in Form eines Schüttgutwagens. Für einen solchen Güterwagentyp ist die Montage eines
Senders S an einer Seitenwand des Güterwagens G besonders geeignet. So kann ein entsprechender
Sender S beispielsweise versenkt in einer Nut montiert werden. Obwohl das Funksignal
F des Senders in Figur 3 lediglich als ein Signal angedeutet ist, kann alternativ
anstelle des Senders S auch eine Mehrzahl von Sendern vorgesehen sein. Hierdurch wird
es ermöglicht, aufgrund einer unterschiedlichen Montagehöhe der entsprechenden Sender
eine Aussage über den ungefähren Befüllungsgrad des Güterwagens G zu erhalten. In
dem Ausführungsbeispiel der Figur 3 ermittelt die Einrichtung EINR aus der Signalstärke
des empfangenen Funksignals F, dass der Güterwagen G leer, d.h. unbeladen, ist.
[0044] Figur 4 zeigt in einer schematischen Skizze den Güterwagen der Figur 3 im beladenen
Zustand. Die Beladung des Güterwagens G in Form des Schüttgutwagens kann seitens des
Telematikgerätes T durch die Einrichtung EINR anhand einer entsprechend stärkeren
Bedämpfung des empfangenen Funksignals F festgestellt werden. Sofern mehrere Sender
S in unterschiedlicher Höhe montiert sind, so kann seitens des Telematikgerätes T
durch eine Auswertung der kodierten, dass heißt insbesondere den jeweiligen Sender
identifizierenden, Funksignale zusätzlich der Füllgrad des Güterwagens G bestimmt
werden. Eine entsprechende Bestimmung würde in dem Ausführungsbeispiel der Figur 4
zu dem Ergebnis kommen, dass der Güterwagen G vollständig befüllt ist.
[0045] Figur 5 zeigt in einer schematischen Skizze ein drittes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Güterwagens im unbeladenen Zustand. Dargestellt ist ein Güterwagen G in Form eines
geschlossenen Güterwagens. Bei einem solchen geschlossenen Güterwagen eignet sich
als Anbringungsort des Senders S besonders gut die Decke des Güterwagens G im Innenraum,
da hier die Gefahr einer Beschädigung durch die Ladung oder während des Beladungsvorganges
durch Ladehilfsmittel vergleichsweise gering ist.
[0046] In dem Ausführungsbeispiel der Figur 5 befindet sich keine Ladung in dem Güterwagen
G. Die an dem Telematikgerät T ankommende, von dem Empfänger E empfangene Empfangsfeldstärke
ist daher vergleichsweise hoch und ermöglicht es somit, den Güterwagen G als unbeladen
zu erkennen.
[0047] Figur 6 zeigt den Güterwagen der Figur 5 im beladenen Zustand. Im Unterschied zur
Figur 5 ist in Figur 6 die Signalstärke des empfangenen Funksignals F aufgrund der
Beladung und damit einhergehender Dämpfung und Reflektion vergleichsweise niedrig,
so dass seitens der Einrichtung EINR des Telematikgerätes T darauf geschlossen werden
kann, dass der Güterwagen beladen ist.
[0048] Entsprechend den vorstehenden Ausführungen hängt es somit in der Regel von dem Typ
des jeweiligen Güterwagens G ab, wo der Sender S an oder in dem Güterwagen G anzubringen
ist, damit eine den Beladungszustand des Güterwagens G angebende Zustandsgröße bestimmbar
ist. Entsprechendes gilt analog für den Fall, dass eine die Lage eines Objektes, beispielsweise
die Stellung eines Hebels oder die Position einer Schubstange, angebende Zustandsgröße
bestimmt werden soll. Auch hier ist die Position des Senders in Abhängigkeit von jeweiligen
konkreten Gegebenheiten zu wählen.
[0049] Figur 7 zeigt in einer schematischen Skizze ein viertes Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Güterwagens in einem Zustand mit geöffneter Tür. Aufgrund der Öffnung
der Tür kann ein von dem Sender S in Form eines zyklischen Präsenzsignals ausgesendetes
Funksignal F ungehindert nach außen gelangen kann. Dies hat zur Folge, dass die durch
den Empfänger E des Telematikgerätes beziehungsweise der Telematikbox T empfangene
Signalstärke vergleichsweise hoch ist. Dies ermöglicht es, seitens des Telematikgerätes
T die Tür des Güterwagens G als offen zu erkennen.
[0050] Figur 8 zeigt den Güterwagen der Figur 7 in einem Zustand mit geschlossener Tür.
In dem Ausführungsbeispiel der Figur 8 wird das Funksignal F in Form des Präsenzsignals
durch die metallenen Türen des Güterwagens G weitgehend abgeschirmt. Im Wesentlichen
kann das Funksignal F nur noch durch kleine Ritzen oder Löcher beziehungsweise gegebenenfalls
durch die hölzerne Bodengruppe des Güterwagens G nach außen dringen und dort durch
den Empfänger E des Telematikgerätes T empfangen werden. Somit ist die durch das Telematikgerät
T beziehungsweise den Empfänger E empfangene Signalstärke vergleichsweise niedrig,
woraus gefolgert werden kann, dass sich der Güterwagen G in einem Zustand befindet,
in dem die Tür geschlossen ist.
[0051] Es sein darauf hingewiesen, dass insbesondere für Anordnungen mit mehreren Sendern
auch unterschiedliche Zustandsgrößen des Güterwagens unter Verwendung eines einzigen
Telematikgerätes mit einem einzigen Empfänger bestimmt werden können. Hierzu sind
die Funksignale, die von den jeweiligen Sendern ausgesendet werden, vorteilhafterweise
kodiert, so dass seitens des Telematikgerätes T eine Identifizierung des aussendenden
Senders und damit auch der basierend auf dem jeweiligen empfangenen Signal zu bestimmenden
Zustandsgröße ermöglicht wird. Darüber hinaus ist es auch denkbar, dass das Funksignal
eines Senders zur Bestimmung mehrerer Zustandsgrößen verwendet werden kann. Voraussetzung
ist in diesem Fall jedoch, dass alle möglichen Kombinationen von Werten der Zustandsgrößen
aus der zumindest einen Kenngröße des empfangenen Funksignals bestimmbar sind.
1. Verfahren zum Bestimmen einer Zustandsgröße eines Güterwagens (G) des spurgeführten
Verkehrs, bei dem
- ein Funksignal (F, F1, F2) von einem in oder an dem Güterwagen (G) angebrachten
Sender (S, S1, S2) ausgesendet wird,
- das Funksignal (F, F1, F2) von einem Empfänger (E) empfangen wird, der Bestandteil
eines Telematikgerätes (T) des Güterwagens (G) ist, und
- zumindest eine Kenngröße des empfangenen Funksignals (F, F1 F2) ermittelt sowie
aus der ermittelten zumindest einen Kenngröße die Zustandsgröße bestimmt wird, wobei
zumindest die Signalstärke als Kenngröße des empfangenen Funksignals (F, F1, F2) ermittelt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zustandsgröße unter Verwendung zumindest eines bekannten Schwellenwertes der
zumindest einen Kenngröße und/oder von bekannten, von dem Wert der jeweiligen Zustandsgröße
abhängigen Referenzwerten der zumindest einen Kenngröße bestimmt wird.
3. Verfahren nach einem der Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass von dem Sender (S, S1, S2) ein Funksignal in Form eines zyklischen Präsenzsignals
ausgesendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Ausfall des Senders (S, S1, S2) empfangsseitig anhand eines Ausbleibens des Präsenzsignals
erkannt wird.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass eine den Beladungszustand des Güterwagens (G) angebende Zustandsgröße bestimmt wird.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass eine die Lage eines Objektes, insbesondere die Stellung eines Hebels oder die Position
einer Schubstange, angebende Zustandsgröße bestimmt wird.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass eine den Öffnungszustand einer Tür des Güterwagens (G) angebende Zustandsgröße bestimmt
wird.
8. Telematikgerät (T) für einen Güterwagen (G) des spurgeführten Verkehrs mit
- einem Empfänger (E) zum Empfangen eines Funksignals (F, F1, F2) und
- einer Einrichtung (EINR)
- zum Ermitteln zumindest einer Kenngröße für das durch den Empfänger (E) empfangene
Funksignal (F1, F2, F3) und
- zum Bestimmen einer Zustandsgröße des Güterwagens (G) aus der ermittelten zumindest
einen Kenngröße, dardurch gekennzeichnet, daß
- die Einrichtung (EINR) zum Ermitteln zumindest der Signalstärke als Kenngröße des
Funksignals (F, F1, F2) ausgebildet ist.
9. Telematikgerät nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (EINR) zum Bestimmen der Zustandsgröße unter Verwendung eines bekannten
Schwellenwertes der zumindest einen Kenngröße und/oder von bekannten, von dem Wert
der jeweiligen Zustandsgröße abhängigen Referenzwerten der zumindest einen Kenngröße
ausgebildet ist.
10. Telematikgerät nach einem der Ansprüche 8 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (EINR) zum Bestimmen einer den Beladungszustand des Güterwagens (G)
angebenden Zustandsgröße ausgebildet ist.
11. Telematikgerät nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (EINR) zum Bestimmen einer die Lage eines Objektes, insbesondere
die Stellung eines Hebels oder die Position einer Schubstange, angebenden Zustandsgröße
ausgebildet ist.
12. Telematikgerät nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (EINR) zum Bestimmen einer den Öffnungszustand einer Tür des Güterwagens
(G) angebenden Zustandsgröße ausgebildet ist.
13. Telematikgerät nach einem der Ansprüche 8 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass das Telematikgerät (T) zum Verarbeiten von Funksignalen (F1, F2) ausgebildet ist,
die von unterschiedlichen Sendern (S1, S2) empfangen werden.
14. Güterwagen (G) des spurgeführten Verkehrs mit einem Telematikgerät (T) nach einem
der Ansprüche 8 bis 13.
15. Güterwagen nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass der Güterwagen (G) zumindest einen Sender (S, S1, S2) zum Aussenden des Funksignals
(F, F1, F2) aufweist.
16. Güterwagen nach Anspruch 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet, dass der Sender (S, S1, S2) zum Aussenden eines Funksignals (F, F1, F2) in Form eines
zyklischen Präsenzsignals ausgebildet ist.
17. Güterwagen nach einem der Ansprüche 14 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum Erkennen eines Ausfalls des Senders (S, S1, S2) anhand eines
Ausbleibens des Präsenzsignals ausgebildet ist.
18. Güterwagen nach einem der Ansprüche 14 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, dass der Güterwagen (G) ein Dämpfungselement aufweist, das derart angeordnet ist, dass
unterschiedliche Lagen eines Objektes, insbesondere unterschiedliche Stellungen eines
Hebels oder unterschiedliche Positionen einer Schubstange, zu unterscheidbaren Werten
der zumindest einen Kenngröße führen.
19. Güterwagen nach einem der Ansprüche 14 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, dass der Sender (S, S1, S2) derart an oder in dem Güterwagen (G) angebracht ist, dass
eine den Beladungszustand des Güterwagens (G) angebende Zustandsgröße bestimmbar ist.
20. Güterwagen nach einem der Ansprüche 14 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, dass der Sender (S, S1, S2) derart an oder in dem Güterwagen (G) angebracht ist, dass
eine die Lage eines Objektes, insbesondere die Stellung eines Hebels oder die Position
einer Schubstange, angebende Zustandsgröße bestimmbar ist.
21. Güterwagen nach einem der Ansprüche 14 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, dass der Güterwagen (G) derart ausgeführt ist, dass das Telematikgerät (T) in einem Fehlerfall
einen sicherheitskritischen Wert der Zustandsgröße bestimmt beziehungsweise annimmt.
1. Method for determining a state variable of a goods vehicle (G) in track-guided traffic,
in which
- a radio signal (F, F1 F2) is emitted by a transmitter (S, S1 S2) which is mounted
in or on the goods vehicle (G),
- the radio signal (F, F1 F2) is received by a receiver (E) which is a component of
a telematics device (T) of the goods vehicle (G), and
- at least one characteristic variable of the received radio signal (F, F1 F2) is
determined, and the state variable is determined from the determined at least one
characteristic variable, wherein at least the signal strength is determined as a characteristic
variable of the received radio signal (F, F1, F2).
2. Method according to Claim 1,
characterized in that
the state variable is determined using at least one known threshold value of the at
least one characteristic variable and/or of known reference values of the at least
one characteristic variable, which reference values are dependent on the value of
the respective state variable.
3. Method according to one of Claims 1 and 2,
characterized in that
a radio signal in the form of a cyclical presence signal is emitted by the transmitter
(S, S1 S2).
4. Method according to Claim 3,
characterized in that
an outage of the transmitter (S, S1 S2) is detected at the reception end on the basis
of a failure of the presence signal to occur.
5. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
a state variable which indicates the load state of the goods vehicle (G) is determined.
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that
a state variable which indicates the position of an object, in particular the setting
of a lever or the position of a push rod, is determined.
7. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
a state variable which indicates an open state of a door of the goods vehicle (G)
is determined.
8. Telematics device (T) for a goods vehicle (G) in track-guided traffic, having
- a receiver (E) for receiving a radio signal (F, F1 F2) and
- a device (EINR)
- for determining at least one characteristic variable for the radio signal (F1, F2,
F3) which is received by the receiver (E), and
- for determining a state variable of the goods vehicle (G) from the determined at
least one characteristic variable, characterized in that
- the device (EINR) is designed to determine at least the signal strength as a characteristic
variable of the radio signal (F, F1 F2).
9. Telematics device according to Claim 8,
characterized in that
the device (EINR) is designed to determine the state variable by using a known threshold
value of the at least one characteristic variable and/or known reference values of
the at least one characteristic variable, which reference values are dependent on
the value of the respective state variable.
10. Telematics device according to one of Claims 8 and 10,
characterized in that
the device (EINR) is designed to determine a state variable which indicates the load
state of the goods vehicle (G).
11. Telematics device according to one of Claims 8 to 10,
characterized in that
the device (EINR) is designed to determine a state variable which indicates the position
of an object, in particular the setting of a lever or the position of a push rod.
12. Telematics device according to one of Claims 8 to 11,
characterized in that
the device (EINR) is designed to determine a state variable which indicates the open
state of a door of the goods vehicle (G).
13. Telematics device according to one of Claims 8 to 12,
characterized in that
the telematics device (T) is designed to process radio signals (F1, F2) which are
received from different transmitters (S1, S2).
14. Goods vehicle (G) in track-guided traffic having a telematics device (T) according
to one of Claims 8 to 13.
15. Goods vehicle according to Claim 14,
characterized in that
the goods vehicle (G) has at least one transmitter (S, S1 S2) for emitting the radio
signal (F, F1, F2).
16. Goods vehicle according to Claim 14 or 15,
characterized in that
the transmitter (S, S1, S2) is designed to emit a radio signal (F, F1, F2) in the
form of a cyclical presence signal.
17. Goods vehicle according to one of Claims 14 to 16,
characterized in that
the device is designed to detect an outage of the transmitter (S, S1, S2) on the basis
of a failure of the presence signal to occur.
18. Goods vehicle according to one of Claims 14 to 17,
characterized in that
the goods vehicle (G) has a damping element which is arranged in such a way that different
positions of an object, in particular different settings of a lever or different positions
of a push rod, give rise to values of the at least one characteristic variable which
can be differentiated.
19. Goods vehicle according to one of Claims 14 to 18,
characterized in that
the transmitter (S, S1, S2) is mounted on or in the goods vehicle (G) in such a way
that a state variable which indicates the load state of the goods vehicle (G) can
be determined.
20. Goods vehicle according to one of Claims 14 to 19,
characterized in that
the transmitter (S, S1, S2) is mounted on or in the goods vehicle (G) in such a way
that a state variable which indicates the position of an object, in particular the
setting of a lever or the position of a push rod, can be determined.
21. Goods vehicle according to one of Claims 14 to 20,
characterized in that
the goods vehicle (G) is embodied in such a way that in the event of a fault the telematics
device (T) determines or assumes a safety-critical value of the state variable.
1. Procédé de détermination d'une grandeur d'état d'un wagon (G) de marchandises du trafic
guidé, dans lequel
- on émet un signal (F, F1, F2) radio par un émetteur (S, S1, S2) mis dans ou sur
le wagon (G) de marchandises,
- on reçoit le signal (F, F1, F2) radio par un récepteur (E) qui fait partie d'un
appareil (T) de télématique du wagon (G) de marchandises, et
- on détermine au moins une grandeur caractéristique du signal (F, F1, F2) radio reçu
et on détermine la grandeur d'état à partir de la au moins une grandeur caractéristique
déterminée, au moins l'intensité du signal étant déterminée comme grandeur caractéristique
du signal (F, F1, F2) radio reçu.
2. Procédé suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
on détermine la grandeur d'état en utilisant au moins une valeur de seuil connue de
la au moins une grandeur caractéristique et/ou de valeurs de référence, de la au moins
une grandeur caractéristique connue, dépendant de la valeur de la grandeur d'état
respective.
3. Procédé suivant l'une des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que
on émet par l'émetteur (S, S1, S2) un signal radio sous la forme d'un signal de présence
cyclique.
4. Procédé suivant la revendication 3,
caractérisé en ce que
on détecte une panne de l'émetteur (S, S1, S2) du côté de la réception au moyen d'une
absence du signal de présence.
5. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
on détermine une grandeur d'état indiquant l'état de chargement du wagon (G) de marchandises.
6. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
on détermine une grandeur d'état indiquant la position d'un objet, notamment la position
d'un levier ou la position d'une bielle.
7. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
on détermine une grandeur d'état indiquant l'état d'ouverture d'une porte du wagon
(G) de marchandises.
8. Appareil (T) de télématique pour un wagon (G) de marchandises du trafic guidé, comprenant
- un récepteur (E) de réception d'un signal (F, F1, F2) radio et
- un dispositif (EINR)
- de détermination d'au moins une grandeur caractéristique du signal (F1, F2, F3)
radio reçu par le récepteur (E) et
- de détermination d'une grandeur d'état du wagon (G) de marchandises à partir de
la au moins une grandeur caractéristique déterminée, caractérisé en ce que
- le dispositif (EINR) de détermination est constitué pour déterminer au moins l'intensité
du signal comme grandeur caractéristique du signal (F, F1, F2) radio.
9. Appareil de télématique suivant la revendication 8,
caractérisé en ce que
le dispositif (EINR) est constitué pour la détermination de la grandeur d'état en
utilisant au moins une valeur de seuil connue de la au moins une grandeur caractéristique
et/ou de valeurs de référence, de la au moins une grandeur caractéristique connue,
dépendant de la valeur de la grandeur d'état respective.
10. Appareil de télématique suivant l'une des revendications 8 ou 9,
caractérisé en ce que
le dispositif (EINR) est constitué pour la détermination d'une grandeur d'état indiquant
l'état de chargement du wagon (G) de marchandises.
11. Appareil de télématique suivant l'une des revendications 8 à 10,
caractérisé en ce que
le dispositif (EINR) est constitué pour la détermination d'une grandeur d'état indiquant
la position d'un objet, notamment la position d'un levier ou de la position d'une
bielle.
12. Appareil de télématique suivant l'une des revendications 8 à 11,
caractérisé en ce que
le dispositif (EINR) est constitué pour la détermination d'une grandeur d'état indiquant
l'état d'ouverture d'une porte du wagon (G) de marchandises.
13. Appareil de télématique suivant l'une des revendications 8 à 12,
caractérisé en ce que,
l'appareil (T) de télématique est constitué pour le traitement de signaux (F1, F2)
radio qui sont reçus d'émetteurs (S1, S2) différents.
14. Wagon (G) de marchandises du trafic guidé ayant un appareil (T) de télématique suivant
l'une des revendications 8 à 13.
15. Wagon de marchandises suivant la revendication 14,
caractérisé en ce que
le wagon (G) de marchandises a au moins un émetteur (S, S1, S2) pour l'émission du
signal (F, F1, F2) radio.
16. Wagon de marchandises suivant la revendication 14 ou 15,
caractérisé en ce que
l'émetteur (S, S1, S2) est constitué pour l'émission d'un signal (F, F1, F2) radio
sous la forme d'un signal de présence cyclique.
17. Wagon de marchandises suivant l'une des revendications 14 à 16,
caractérisé en ce que
le dispositif est constitué pour la détection d'une panne de l'émetteur (S, S1, S2)
au moyen d'une absence du signal de présence.
18. Wagon de marchandises suivant l'une des revendications 14 à 17,
caractérisé en ce que
le wagon (G) de marchandises comporte un élément d'amortissement monté de manière
à ce que des positions différentes d'un objet, notamment des positions différentes
d'un levier ou des positions différentes d'une bielle, donnent des valeurs pouvant
être distinguées de la au moins une grandeur caractéristique.
19. Wagon de marchandises suivant l'une des revendications 14 à 18,
caractérisé en ce que
l'émetteur (S, S1, S2) est mis sur ou dans le wagon (G) de marchandises de manière
à pouvoir déterminer une grandeur d'état indiquant l'état de chargement du wagon (G)
de marchandises.
20. Wagon de marchandises suivant l'une des revendications 14 à 19
caractérisé en ce que
l'émetteur (S, S1, S2) est mis sur ou dans le wagon (G) de marchandises de manière
à pouvoir déterminer une grandeur d'état indiquant la position d'un objet, notamment
la position d'un levier ou la position d'une bielle.
21. Wagon de marchandises suivant l'une des revendications 14 à 20,
caractérisé en ce que
le wagon (G) de marchandises est réalisé de manière à ce que l'appareil (T) de télématique
détermine ou prenne, en cas de défaillance, une valeur critique, du point de vue de
la sécurité, d'une grandeur d'état.
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Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
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