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EP 2 138 394 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.02.2013 Patentblatt 2013/07 |
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Anmeldetag: 17.04.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Vorrichtung für U-Boote als Abweiser
Device for submarines as deflector
Dispositif pour sous-marins en tant que déflecteur
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
26.06.2008 DE 102008031044
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.12.2009 Patentblatt 2009/53 |
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Patentinhaber: Emder Werft-und Dockbetriebe GmbH |
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26725 Emden (DE) |
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Erfinder: |
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- Bruhn, Christian
26725 Emden (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hansmann, Dierk |
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Patentanwälte
Hansmann-Klickow-Hansmann
Jessenstrasse 4 22767 Hamburg 22767 Hamburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 3 242 290 US-A1- 2007 202 328
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DE-C- 305 132
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein U-Boot mit einer Abweiservorrichtung im Bereich
von Antriebs- und Steuereinrichtungen als gespannte drahtförmige Elemente zur Umspannung
von Ruder und/oder Flossen in X-Anordnung.
[0002] Es ist aus der
DE 32 42 290 A1 bekannt, sogenannte Drahtabweiser an den hinteren Ruderblättern von U-Booten anzuordnen.
Bei diesen Abweisern handelt es sich um eine Anordnung, die die kreuzförmige Kontur
der hinteren Ruderblätter eines U-Bootes zu einer umlaufenden, glatten, rechteckigen
Kontur durch einzelne Stränge mit Federelementen und Spannschlössern verbindet. Durch
diese Kontur des Abweisers wird verhindert, daß beispielsweise ein Lenkdraht eines
Torpedos in einen Propeller des U-Bootes sich verhakt. Vorhandene Abweiser bestehen
somit aus einem System mit vielen Einzelteilen, wie aus Drehlagern, Kipphebeln, Kardangelenken,
Gummifederelementen, Spannelementen, Verkleidungsteilen und einem tragenden Niro-Rundstahl-Draht.
[0003] Die Lage des Drahtabweisers an einem U-Boot mit X-Rudern ist sehr exponiert, so daß
der Abweiser beim An- und Ablegen des U-Bootes oft beschädigt wird. Hierbei werden
zahlreiche teure Bauteile des Drahtabweisers zerstört. Während die Demontage des Abweisers
unter Wasser nur mit Schwierigkeiten möglich ist, ist die Reparatur unter Wasser praktisch
nicht möglich. Im Normalfall wird das U-Boot zur Reparatur des Abweisers eingedockt.
[0004] Weiterhin wurde nach der
DE 305 132 A ein Abweiser für Tiefenruder vorgeschlagen, wobei aber keine X-Anordnung von Rudern
mit einer Umspannung vorgeschlagen wird. Hierbei sind zwei über Rollen geführte Abweiserseile
mit zwischengeschalteten Federn vorgeschlagen worden, die mit einem Ende ins Bootsinnere
geführt werden und bei Bewegung der Ruderwelle über eine Kurbelwelle ein Längenausgleich
einstellbar sind. Diese Anordnung erfordert einen großen Wartungsaufwand und verursacht
entsprechende Geräusche bei einer Verstellung.
[0005] Nach der
US 2007/202328 A1 ist ein Faserseil für einen Marineeinsatz bekannt. Ein gattungsgemäßer Einsatz ist
dabei nicht vorgesehen.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung ist eine einfache Abweiservorrichtung der gattungsgemäßen
Art zu schaffen, die um die Ruder herumführbar ist und eine Austauschbarkeit kurzfristig
Unterwasser ermöglicht und ein gutes hydrodynamisches und akustisches Verhalten aufweist.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß dadurch, daß der Abweiser durch
ein Faserseil aus Kunststoff gebildet ist, das über Führungselemente als Rollenelemente
zur Umlenkung im Außenbereich von Ruder und/oder Flossen umlaufend geführt ist und
die Rollenelemente über Drehlager angeordnet und die Drehlager in der Drehachse der
Ruder angeordnet sind.
[0008] Hierdurch wird eine umlaufende Anordnung geschaffen, die eine Dehnung des gesamten
Seiles ausnutzt und durch eine punktförmige Berührung in den Umlenkpunkten nachgibt.
Ferner wird das Pendeln eines sich unter Last verformenden Kunststoff-Ruders ausgeglichen.
Gegenüber einem Stahlseil ist zusätzlich eine größere Schwingungsdämpfung vorhanden.
[0009] Eine günstige Ausbildung besteht darin, daß das Faserseil aus hochfesten Kunststoffasern
gebildet ist.
[0010] Um bei Überlastung der Ruder einen Schutz zu erzielen, wird vorgeschlagen, daß das
Faserseil derart gespannt angeordnet ist, daß bei Lastüberschreitung einer eingestellten
Größe über die Ruder oder Flossen ein Abriß erfolgt.
[0011] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Heckansicht auf einer Ruderanordnung eines U-Bootes und
- Fig. 2
- eine vergrößerte Detailansicht II der Fig. 1
[0012] Bei der dargestellten Anordnung sind im Heckteile 1 des U-Bootes vier Ruder 2 angeordnet,
die über eine Drehachse 3 bewegbar sind. Im außenliegenden Bereich der Ruder 2 sind
in der Drehachse 3 Rollenelemente 4 als Führungselemente angeordnet, die über ein
Drehlager 6 angeordnet sind.
[0013] Die Rollenelemente 4 sind dabei als Seilrollen ausgebildet und dienen zur Aufnahme
eines Faserseils 5 aus Kunststoff, das als geschlossener umlaufender Ring als Umspannung
angeordnet ist und über eine Spannvorrichtung 7 zusammengefügt ist. Durch die umlaufende
Anordnung ist es möglich, eine Dehnung des gesamten Faserseils 5 auszunutzen.
[0014] Das Faserseil 5 besteht zweckmäßigerweise hochfesten Kunststoffasern, beispielsweise
aus einem hochfesten Polyethylen, wie es unter dem Handelsnamen Dyneema bekannt ist.
[0015] Eine Umspannung durch das Faserseil 5 ermöglicht somit durch eine punktförmige Berührung
in den Umlenkbereichen 8 eine gute Nachgiebigkeit, das zentral über Wasser spannbar
ist und ein Pendeln der sich unter Last verformenden Ruder 2 aus Kunststoff ausgleichbar
ist.
1. U-Boot mit einer Abweiservorrichtung im Bereich von Antriebs- und Steuereinrichtungen
als gespannte drahtförmige Elemente zur Umspannung von Ruder und/oder Flossen in X-Anordnung,
dadurch gekennzeichnet, daß der Abweiser durch ein Faserseil (5) aus Kunststoff gebildet ist, das über Führungselemente
(4) als Rollenelemente zur Umlenkung im Außenbereich (8) von Ruder (2) und/oder Flossen
umlaufend geführt ist und die Rollenelemente (4) über Drehlager (6) angeordnet und
die Drehlager (6) in der Drehachse (3) der Ruder (2) angeordnet sind.
2. U-Boot nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Faserseil (5) aus hochfesten Kunststoffasern gebildet ist.
3. U-Boot nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Faserseil (5) derart gespannt angeordnet ist, daß bei Lastüberschreitung einer
eingestellten Größe über die Ruder (2) oder Flossen ein Abriß erfolgt.
1. A submarine having a deflector device in the region of drive and control devices constructed
as tensioned wire-shaped elements for extending around the rudder and/or fins in an
X-arrangement, characterised in that the deflector is formed by a fibre rope (5) made of plastic material, which is guided
in continuous manner by way of guide elements (4) constructed as roller elements for
deflection in the outer region (8) of the rudder (2) and/or fins and the roller elements
(4) are arranged via pivot bearings (6) and the pivot bearings (6) are arranged in
the rotational axis (3) of the rudders (2).
2. A submarine according to Claim 1, characterised in that the fibre rope (5) is made from high-strength plastic fibres.
3. A submarine according to one of Claims 1 to 2, characterised in that the fibre rope (5) is arranged tensioned in such a way that, when a specified load
variable is exceeded, a tear is produced by the rudders (2) or fins.
1. Sous-marin, avec un dispositif déflecteur dans la zone de dispositifs d'entraînement
et de commande, en tant qu'éléments en forme de fils tendus, destinés à entourer un
gouvernail et / ou des stabilisateurs en agencement en X, caractérisé en ce que le déflecteur est formé par un câble (5) en matière plastique, qui est conduit périphériquement
au moyen d'éléments de guidage (4) réalisés sous la forme d'éléments à rouleaux pour
le renvoi dans la zone extérieure (8) du gouvernail (2) et / ou des stabilisateurs,
et que les éléments à rouleaux (4) sont montés par l'intermédiaire de supports pivotants
(6) et que les supports pivotants (6) sont disposés dans l'axe de rotation (3) du
gouvernail (2).
2. Sous-marin selon la revendication 1, caractérisé en ce que le câble (5) est formé par des fibres en matière plastique haute résistance.
3. Sous-marin selon l'une des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que le câble (5) est agencé en étant tendu de sorte que, lorsque la charge est dépassée
d'une valeur déterminée sur le gouvernail (2) ou sur les stabilisateurs, il se produit
une rupture.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente