[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines rotationssymmetrischen
etwa topfförmigen Downlight-Reflektors mit einer hoch reflektierenden Oberfläche bei
dem man von einem metallischen Flachmaterial ausgeht und dieses entsprechend der gewünschten
Form des Reflektors verformt, wobei man aus dem Flachmaterial einen einer Abwicklung
eines Rotationskörpers entsprechenden Zuschnitt in Streifenform erstellt, diesen zu
einem Rotationskörper biegt und die Enden des Streifens miteinander verbindet.
[0002] Rotationssymmetrische Reflektoren mit hoch reflektierenden Oberflächen werden beispielsweise
für sogenannte "Downlights" verwendet. Dies sind in der Regel runde topfförmige Einbauleuchten,
die in abgehängte Decken eingebaut werden und oft mit Kompaktleuchtstofflampen bestückt
sind. Die Downlights können aber auch als Anbauleuchten ausgebildet sein. Unter "Downlights"
werden im Rahmen der vorliegenden Erfindung in den meisten Fällen weitgehend tiefstrahlende
Leuchten verstanden, die ihr Licht weitgehend nach unten hin abstrahlen. Diese "Downlights"
sollten zudem eine Lichtabstrahlcharakteristik haben, die den heute üblichen Vorschriften
bezüglich der Beleuchtungsstärken und der Entblendung entspricht. Es wird auf die
Norm DIN EN 12464-1 verwiesen (siehe dort "Beleuchtung von Arbeitsstätten in Innenräumen.").
Reflektoren von Strahlern, die beispielsweise auch schwenkbar sein können, sollen
ebenfalls von der vorliegenden Erfindung umfasst sein.
[0003] Zur Erzielung vergleichsweise hoher Beleuchtungsstärken (Wirkungsgrade) werden dabei
hoch reflektierende Oberflächen für die Downlight-Reflektoren verwendet. Die Erzielung
höherer Wirkungsgrade ist heute aufgrund der Energieeinsparverordnung ein sehr wichtiger
Aspekt im Hinblick auf die Möglichkeiten der Vermarktung der Downlights. Die Reflektoren
für die Downlights bestehen meist aus Aluminium, welches mittels verschiedener Verfahren
zur Erzielung der hoch reflektierenden Oberfläche beschichtet wird. Grundsätzlich
kann man auch direkt Reinstaluminium als Ausgangsmaterial verwenden, was jedoch aus
Kostengründen oftmals ausscheidet. Üblich ist es daher Aluminiumlegierungen mit einem
weniger hohen Reinheitsgrad einzusetzen und dann die Oberflächen durch Beschichtungsverfahren
zu veredeln. Eines der bekannten Verfahren ist das Eloxieren. Dabei werden jedoch
nur Reflexionsgrade im Bereich von etwa 75 % bis 87 % erzielt. Vor etwa 15 Jahren
wurden auch Verfahren entwickelt, mittels derer es möglich ist, Aluminiumoberflächen
durch ein Mehrschichtsystem so zu veredeln, dass noch höhere Lichtreflexionsgrade
von über 90 % möglich werden. Derartige Materialien werden unter der Bezeichnung "Miro"®
im Handel angeboten. Diesbezüglich wird beispielsweise auf das Gebrauchsmuster 298
12 559 U1 der Fa. Alanod Aluminium-Veredlung GmbH & Co. und die dort genannten Druckschriften
verwiesen. In jüngster Zeit wurde ein Beschichtungsmaterial der Fa. Alanod bekannt,
welches einen noch höheren Lichtreflexionsgrad von bis zu 98 % aufweist und unter
der Bezeichnung Miro-Silver® im Handel ist. Nachteilig ist jedoch, dass die so veredelten
Werkstoffe sehr kostspielig sind, da die Verfahren zur Herstellung dieser Oberflächen
recht aufwändig sind. Ein weiterer Nachteil liegt darin, dass bei bestimmten Beschichtungsverfahren
wie zum Beispiel dem Sputtern bei rotationssymmetrischen Werkstücken Schattenflächen
durch ungleichmäßige Beschichtung entstehen können.
[0004] Bei rotationssymmetrischen Reflektoren für Leuchten geht man nach dem Stand der Technik
im Allgemeinen so vor, dass man das Flachmaterial durch Verformungsverfahren wie Tiefziehen
oder Drücken in die gewünschte Form bringt. Diese Verformungsmethoden setzen in der
Regel eine minimale Materialstärke des Ausgangs-Flachmaterials von in etwa 1 mm voraus.
Bei Verarbeitung der genannten hochwertigen Werkstoffe liegt hier bereits ein Kostengesichtspunkt.
Vorteilhaft wäre es, wenn man über Verfahren verfügen würde, die einen Einsatz von
dünneren Ausgangsmaterialien (Tafeln, Coils) ermöglichen.
[0005] In der
DE 2 201 197 A ist ein Verfahren zur Herstellung einer Fahrzeugleuchte (eines Scheinwerfers) bekannt,
bei dem die Leuchte eine Ausnehmung mit etwa parabolischer Oberfläche aufweist. Diese
Oberfläche ist nicht direkt abwickelbar. Es wird hier so vorgegangen, dass man von
einem flachen Zuschnitt einer reflektierenden Folie ausgeht, die in Form eines Rings
geschnitten ist, bei dem ein Segment fehlt. Der Ring wird dann zu einem Rotationskörper
mit einer kegelstumpfförmigen Form gebogen. Die dünne Folie weist eine Vielzahl von
Schlitzen auf, die in einem bestimmten Muster angeordnet sind. Durch diese Schlitze
ist es möglich, den Kegelstumpf weiter zu verformen, um die Form an diejenige der
Ausnehmung anzupassen, wobei die Folie dazu in die Oberfläche der Ausnehmung gedrückt
wird und dann mit der Oberfläche der Ausnehmung verklebt wird.
[0006] Die hier verwendete reflektierende Folie ist ein sehr dünnes Material (es wird von
einem Blatt gesprochen), so dass es bei Verformung zu Faltenwurf oder Einreißen kommt.
Aus diesem Grunde wird das Folienmaterial geschlitzt, um es nach der Herstellung des
Rotationskörpers verformen zu können. Die Materialstärke der hier verwendeten Folie
wird höchstens etwa in der Größenordnung von 0,1 mm liegen, vergleichbar mit gewöhnlichem
Papier. Ein aus einer solchen dünnen Folie gebogener Rotationskörper ist nicht selbsttragend.
Man kann daher aus dem Flachmaterial allein keinen selbsttragenden Rotationskörper
formen. Vielmehr lässt sich dieses dünne Folienmaterial nur dazu verwenden, einen
bereits in sich formstabilen selbsttragenden Körper definierter Form (beispielsweise
topfförmig mit Parabelquerschnitt) innen auszukleiden, um so eine reflektierende Oberfläche
zu schaffen. Entsprechend wird bei diesem vorbekannten Verfahren zusätzlich ein äußeres
Gehäuse mit Ausnehmung benötigt, in welches die Folie eingeklebt wird.
[0007] Das in der
DE 2 201 197 verwendete reflektierende Folienmaterial ist zudem nicht "hoch reflektierend" im
Sinne der Definition der vorliegenden Erfindung. Zu Beginn der 70er Jahre waren Materialien
mit Lichtreflexionsgraden von über 85 %, insbesondere etwa 90 % und mehr noch nicht
bekannt. Unter "hoch reflektierenden" Materialien werden hingegen gemäß der vorliegenden
Erfindung solche Materialien verstanden, die bevorzugt einen Lichtreflexionsgrad von
mehr als 85 %, weiter vorzugsweise von etwa 90 % oder höher ausweisen. Dabei handelt
es sich in der Regel um dünne Bleche aus einem metallischen Träger, beispielsweise
Aluminium, welcher zur Erzeugung des hohen Reflexionsgrads eine meist mehrschichtige
Beschichtung aufweist. Derartige beschichtete Metallbleche können beispielsweise eine
Zwischenschicht aus anodisch oxidiertem oder elektrolytisch geglänztem Aluminium aufweisen,
auf die dann ein optisches Mehrschichtsystem aufgebracht wird. Derartige Materialien
sind beispielsweise in der
DE 298 12 559 U1 beschrieben, auf deren Inhalt hiermit vollinhaltlich Bezug genommen wird. Das metallische
Ausgangsmaterial hat für die erfindungsgemäße Verwendung eine Materialstärke von insgesamt
wenigstens etwa 0,2 mm, vorzugsweise wenigstens etwa 0,3 mm. Derartige beschichtete
Metallbleche sind wegen der aufwändigen Beschichtungsverfahren sehr hochwertig und
teuer und sie haben sehr empfindliche Oberflächen.
[0008] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein rationelles Verfahren zur Herstellung
von rotationssymmetrischen etwa topfförmigen Leuchtenreflektoren mit einer hoch reflektierenden
Oberfläche der eingangs genannten Gattung zur Verfügung zu stellen, welches es ermöglicht,
ausgehend von den dünnen beschichteten hochwertigen Ausgangsmaterialien mit vergleichsweise
geringer Materialstärke einen Reflektor umfassend einen bereits in sich stabilen Rotationskörper
herzustellen.
[0009] Die Lösung dieser Aufgabe liefert ein Verfahren zur Herstellung von rotationssymmetrischen
etwa topfförmigen Leuchtenreflektoren mit einer hoch reflektierenden Oberfläche der
eingangs genannten Gattung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs. Erfindungsgemäß
ist vorgesehen, dass man von einem durchgehend vollflächigen mit einem optisch wirksamen
Material beschichteten hoch reflektierenden dünnen Metallblech als Zuschnitt ausgeht
und aus diesem einen selbsttragenden Rotationskörper biegt, der den Korpus des Reflektors
bildet. Das erfindungsgemäße Ausgangsmaterial ist also durchgehend vollflächig und
es weist anders als im Stand der Technik keine Schlitze auf. Natürlich kann der Zuschnitt
aufgrund der Form des herzustellenden Reflektors beispielsweise bereits eine Ausstanzung
aufweisen, wenn zum Beispiel ein Fenster für den radialen Durchgang des Leuchtmittels
ins Innere des Reflektors oder dergleichen benötigt wird. Dies ist jedoch mit einer
regelmäßigen Schlitzung, die das Material schwächt, nicht vergleichbar. Der herzustellende
Reflektor bleibt vielmehr in sich selbsttragend und eigenstabil. Es wird anders als
im Stand der Technik kein separater Gehäusekörper mehr nötig, um den Rotationskörper
erst selbsttragend zu machen. Dieser ist nach dem Biegevorgang selbsttragend, in sich
sehr stabil und resistent gegen unerwünschte Verformung wie Beulenbildung oder dergleichen.
Der Rotationskörper, der die Grundform des Reflektors wiedergibt kann aufgrund dieser
selbsttragenden Eigenschaften und der hohen Stabilität in den nachfolgenden Bearbeitungsvorgängen
problemlos gehandhabt und um weitere lichttechnisch notwendige Bauelemente ergänzt
werden. Wenn man hingegen wie im Stand der Technik von einer dünnen und dazu noch
geschlitzten Folie ausgeht, die nach dem Biegen aus der Abwicklung nicht zu einem
selbsttragenden Rotationskörper führt, sind diese weitere Arbeitsgänge nicht möglich.
Diese Folie lässt sich allein gar nicht handhaben und führt nur dann zu einem formstabilen
Rotationskörper mit reflektierender Oberfläche, wenn man die Folie in ein separates
formstabiles Gehäuse einklebt. Außerdem kann man mit einer geschlitzten Folie nicht
einen Reflektor mit einer einheitlichen hoch reflektierenden Oberfläche schaffen,
die den lichttechnischen Anforderungen der Innenseite eines Reflektorkorpus gemäß
der vorliegenden Erfindung genügt. Es ergeben sich im Stand der Technik durch die
Schlitzung unerwünschte Reflexionen, ein schlechterer Strahlenverlauf und ein höherer
Lichtverlust.
[0010] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist insbesondere vorgesehen,
dass man von einem spannungsharten ausgewalzten dünnen oberflächenbeschichteten Aluminiumblech
als Zuschnitt ausgeht. Derartige Bleche als Ausgangsmaterialien führen nicht nur zu
selbsttragenden, sondern sehr formstabilen Rotationskörpern, die bei den weiteren
Bearbeitungsvorgängen unerwünschte Verformungen wie Beulenbildung oder dergleichen
vermeiden. Das genannte Ausgangsmaterial des Zuschnitts führt insbesondere zu einem
nach dem Biegevorgang etwas unter Spannung stehenden Rotationskörper. Nur zur Veranschaulichung
dessen, was im Rahmen der vorliegenden Anmeldung unter selbsttragend und formstabil
verstanden wird, sei angeführt, dass ein so geformter Kegelstumpf zum Beispiel einer
Verformung der Wandung bei Einwirkung einer Kraft in Achsrichtung auf den Körper von
beispielsweise 90 kg widerstehen kann.
[0011] Erfindungsgemäß geht man also so vor, dass man aus dem Flachmaterial einen einer
Abwicklung eines Rotationskörpers entsprechenden Zuschnitt in Streifenform erstellt,
diesen zu einem selbsttragenden Rotationskörper biegt und die Enden des Streifens
miteinander verbindet. Durch die erfindungsgemäße Lösung wird das sonst übliche Umformverfahren
wie Tiefziehen oder Drücken des Flachmaterials umgangen. Dies hat den Vorteil, dass
die mit derartigen Umformverfahren verbundenen Einschränkungen bei der erfindungsgemäßen
Lösung entfallen. Es kann beispielsweise ein Flachmaterial mit geringerer Materialstärke
als Ausgangsmaterial verwendet werden. Da die für hoch reflektierende Oberflächen
notwendigen Materialien sehr kostspielig sind, wird hierdurch ein ganz erheblicher
wirtschaftlicher Vorteil erzielt. Auch ist es vorteilhaft, wenn man nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren von einem Flachmaterial ausgehen kann, welches bereits die gewünschte hoch
reflektierende Endoberfläche aufweist, als wenn man zunächst ein Flachmaterial umformt
und nach dem Umformvorgang eine Beschichtung vornimmt, die zu einem hoch reflektierenden
Material führt. Zum Beispiel können dann bei gewissen Beschichtungsverfahren (z. B.
nach der Miro®-Methode) Schattenflächen auf den Oberflächen der beschichteten Werkstücke
entstehen.
[0012] Weiterhin ist es vorteilhaft, dass das erfindungsgemäße Verfahren mit wenigen einfachen
Fertigungsschritten auskommt und daher auch eine rationelle Serienfertigung ermöglicht.
Es ist zu bedenken, dass Reflektoren dieses Typs für Downlights und dergleichen bei
den Leuchtenherstellern in großen Stückzahlen hergestellt werden, so dass Vereinfachungen
im Fertigungsprozess zu Zeitersparnis und großen Kostenvorteilen führen.
[0013] Bei dem erfindungsgemäßen Biegen des selbsttragenden Reflektor-Grundkörpers aus einem
einer Abwicklung entsprechenden Zuschnitt wird hingegen das Flachmaterial keinen zu
hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt. Man kann ein vergleichsweise dünnes Ausgangsmaterial
(bevorzugt oberflächenbeschichtetes Aluminium mit einer Materialstärke von etwa 0,2
mm bis etwa 0,8 mm) verwenden, welches bereits die hochwertige hoch reflektierende
Endoberfläche aufweist. Es genügt, wenn man wie üblich das zu bearbeitende Flachmaterial
in der Produktionsphase mit einer Schutzfolie versieht, die dann abgezogen wird.
[0014] Das erfindungsgemäße Verfahren kommt insbesondere für die Verarbeitung von Flachmaterial
aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen in Betracht, welches an seiner Oberfläche
insbesondere durch eine ein- oder mehrschichtige Beschichtung hoch reflektierend ausgebildet
ist, beispielsweise kann das eingangs genannte "Miro"® oder "Miro-Silver"® verwendet
werden.
[0015] Vorzugsweise geht man so vor, dass man aus einer Bahn oder Tafel eines Flachmaterials
den Zuschnitt erstellt, den Zuschnitt entsprechend der Form des gewünschten Reflektor-Grundkörpers
biegt und man dann die beiden Enden des gebogenen Zuschnitts in Streifenform zum Beispiel
durch einen Klebevorgang miteinander verbindet. Man kann bevorzugt den Zuschnitt in
Streifenform so biegen, dass die beiden Enden auf Stoß aneinander liegen und kann
dann außenseitig auf den Rotationskörper einen Streifen aus einem geeigneten Werkstoff
aufkleben, der beide Enden des Streifens überlappt und diese miteinander verbindet.
Es verbleibt bei dieser Vorgehensweise nur eine minimale Stoßnaht auf der Innenseite
(Sichtseite) des Reflektors, die nicht erhaben ist und daher später optisch kaum wahrgenommen
wird.
[0016] Als Leuchtmittel werden bei Leuchten dieses Typs in der Regel Leuchtstofflampen verwendet,
insbesondere Kompaktleuchtstofflampen, die wenig Platz beanspruchen und meist so angeordnet
werden, dass sie in radialer Richtung in den Reflektor hinein ragen. Die Vorschaltgeräte
werden üblicherweise außerhalb des Reflektors untergebracht. Um eine solche Anordnung
der Leuchtstofflampe zu ermöglichen, ist es daher vorteilhaft, wenn gemäß einer bevorzugten
Ausführungsvariante der Erfindung ein Fenster in dem Reflektor vorgesehen wird, durch
das die Lampe radial in den Reflektor ragen kann. Dieses Fenster kann bereits in dem
Zuschnitt berücksichtigt sein oder auch erst nach dem Biegen und Kleben des Reflektors
beispielsweise durch einen Stanzvorgang mit einem Stempel eingebracht werden.
[0017] Nach dem Biegen des Zuschnitts ergibt sich zunächst die Grundform des gewünschten
Rotationskörpers, beispielsweise kann dies die Form eines Kegelstumpfs sein. Aus lichttechnischen
Gründen ist es jedoch gegebenenfalls vorteilhaft, für einen Reflektor eine Mantellinie
zu wählen, die nicht entlang einer Geraden verläuft, sondern entlang einer Kurvenlinie.
Es kann zum Beispiel ein etwa topfförmiger Rotationskörper mit einer eher balligen
Form vorteilhaft sein oder mit einer Mantellinie, die wenigstens abschnittsweise etwa
der Form eines Parabelastes folgt. Gegebenenfalls kann man nach Ausbildung der Grundform
des Rotationskörpers durch Biegen aus dem Zuschnitt den Rotationskörper in mindestens
einem weiteren Verformungsschritt, insbesondere in einem Prägevorgang noch weiter
verformen. Hier handelt es sich jedoch um eine eher geringfügige Verformung zu dem
genannten Zweck, verglichen mit einer Verformung wie sie bei einem Umformprozess wie
beispielsweise beim Tiefziehen oder Drücken erfolgt. Dieser nachträgliche Verformungsschritt
ist optional und es handelt sich um eine "Feinverformung", während der eigentliche
grundlegende Schritt der Formung des Rotationskörpers aus dem Flachmaterial einfach
durch Biegen des Zuschnitts geschieht.
[0018] Bei einem solchen Prägevorgang kann man beispielsweise in die Oberfläche des Rotationskörpers
eine Facettenprägung einbringt. Dies hat beispielsweise Vorteile hinsichtlich der
lichttechnischen Eigenschaften eines solchen Reflektors. Die Abbildung der Lampe im
Reflektor kann dadurch beispielsweise aufgelöst werden.
[0019] Bei den downlights, für die die erfindungsgemäßen Reflektoren überwiegend Verwendung
finden, handelt es sich vorwiegend um Deckeneinbauleuchten. Für den Deckeneinbau ist
ein unterer Rand des Reflektors vorteilhaft, der im eingebauten Zustand an der Unterseite
der abgehängten Decke anliegt. Eine bevorzugte konstruktive Lösungsvariante sieht
daher weiterhin vor, dass man in wenigstens einem nachfolgenden Schritt an den Rotationskörper
im unteren Randbereich einen Bördelring anformt, um so diesen unteren Rand zu schaffen.
Das Anformen eines solchen Bördelrings ist ein einfacher Verfahrensschritt, der sich
auf gängigen herkömmlichen Maschinen durchführen lässt. Alternativ dazu kann man aber
auch stattdessen einen Ring, beispielsweise einen etwa L-förmigen Ring als separates
Einzelteil herstellen und in einem nachfolgenden Schritt über den unteren Randbereich
des Rotationskörpers schieben, wobei dieser L-Ring eine Aufnahme für den Randbereich
des Rotationskörpers aufweist und man den Ring an dem Rotationskörper festlegt.
[0020] Der Rotationskörper des Downlight-Reflektors kann auch oberseitig mit einem Deckel
versehen werden, der als obere Abdeckung dient. Dieser Deckel kann beispielsweise
mit Lochbefestigungen oder Schlitzen für die Befestigung versehen sein. Um einen solchen
Deckel mit dem aus dem Zuschnitt gebogenen Rotationskörper zu verbinden, kann beispielsweise
an dem Zuschnitt aus Flachmaterial in Streifenform, von dem ausgegangen wird, wenigstens
eine Lasche angeformt sein oder an dem Rotationskörper später wenigstens eine Lasche
angebracht werden, und nach dem Biegen des Rotationskörpers wird auf diesen oben wenigstens
ein tellerartiger Deckel aufgesetzt, der wenigstens einen Schlitz aufweist und Rotationskörper
und Deckel werden anschließend miteinander derart verbunden, dass die wenigstens eine
Lasche durch den wenigstens einen Schlitz hindurchgreift. Weiterhin kann insbesondere
vorgesehen sein, dass der Deckel mit einem seitlichen Deckelrand den Rotationskörper
übergreift und mit diesem zu einem Reflektor verbunden wird.
[0021] Es wurde bereits erwähnt, dass das erfindungsgemäße Verfahren es erlaubt, ein Flachmaterial
mit geringerer Materialstärke als Ausgangsmaterial zu verwenden. Bevorzugt ist im
Rahmen der Erfindung vorgesehen, dass man von einem Flachmaterial mit einer Materialstärke
von weniger als 1 mm, vorzugsweise von weniger als 0,8 mm, weiter vorzugsweise von
weniger als 0,6 mm , zum Beispiel bevorzugt in der Größenordnung von etwa 0,4 mm bis
etwa 0,3 mm ausgeht und aus diesem den einer Abwicklung des Rotationskörpers entsprechenden
Zuschnitt erstellt.
[0022] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist weiterhin ein rotationssymmetrischer etwa
topfförmiger Downlight-Reflektor mit einer hoch reflektierenden Oberfläche, welcher
von einem metallischen Flachmaterial ausgehend durch Verformung entsprechend der gewünschten
Form des Reflektors erhalten wurde, wobei der Reflektor in einem Verfahren nach einem
der Ansprüche 1 bis 14 hergestellt wurde.
[0023] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist weiterhin eine Leuchte, insbesondere Einbauleuchte
oder Anbauleuchte, insbesondere Downlight, die einen solchen Reflektor umfasst.
[0024] Die in den Unteransprüchen beschriebenen Merkmale betreffen bevorzugte Weiterbildungen
der erfindungsgemäßen Aufgabenlösung. Weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Detailbeschreibung.
[0025] Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter
Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen:
Figur 1 eine Ansicht eines Zuschnitts, der der Abwicklung des herzustellenden Rotationskörpers
entspricht;
Figur 1 a eine Ansicht eines ähnlichen Zuschnitts gemäß einer leicht abgewandelten
Variante der vorliegenden Erfindung;
Figur 2 eine Ansicht des Rotationskörpers nach dem Biegevorgang im Längsschnitt;
Figur 2 a eine Draufsicht des Rotationskörpers von Figur 2;
Figur 3 a eine perspektivische Ansicht des Reflektors nach dem Biegevorgang;
Figur 3b eine entsprechende Ansicht wie in Figur 3 nach dem Klebevorgang;
Figur 3c eine ähnliche Ansicht nach dem Ausstanzen eines Fensters;
Figur 3d eine ähnliche Ansicht, die eine alternative Variante der Verbindung der Enden
nach dem Biegen zeigt;
Figur 4 einen Längsschnitt durch den Reflektor in einem späteren Stadium des Verfahrens;
Figur 4 a eine Detailansicht des Reflektors im unteren Bereich entsprechend einem
Ausschnitt von Figur 4;
Figur 5 einen Längsschnitt eines fertigen Reflektors;
Figur 6 einen Längsschnitt durch einen Reflektor mit Deckel gemäß einer weiteren beispielhaften
Ausführungsvariante der Erfindung.
[0026] Zunächst wird auf die Figur 1 Bezug genommen, die einen Zuschnitt des Ausgangsmaterials
zeigt, der einer Abwicklung des herzustellenden Rotationskörpers entspricht. Man erkennt
in Figur 1 den Zuschnitt 10, der aus einem Flachmaterial wie beispielweise einer Tafel
oder dergleichen aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung erhältlich ist, wobei
der Werkstoff eine hoch reflektierende Oberfläche aufweist. Es wird der benötigte
Zuschnitt 10 beispielsweise ausgestanzt aus einem Werkstoff, der mindestens an der
späteren Sichtseite quasi bereits die benötigte Endoberfläche aufweist, wie zum Beispiel
Miro"®. Der Zuschnitt 10 wird begrenzt durch eine obere Kantenlinie 11, die einer
Kurvenlinie folgt, eine untere Kantenlinie 14, die ebenfalls einer Kurvenlinie folgt,
mit von der Linie der Kante 11 geringfügig abweichendem Krümmungsradius. Weiter hat
der Zuschnitt eine erste gerade seitliche Kantenlinie 12 an seinem einen Ende und
eine zweite gerade seitliche Kantenlinie 13 an seinem anderen Ende, wobei die Längen
der beiden seitlichen Kantenlinien 12 und 13 übereinstimmen. Das verwendete Flachmaterial
des Zuschnitts 10 ist recht dünn, beispielsweise etwa im Bereich 0,4 bis 0,6 mm Materialstärke,
so dass es sich gut biegen lässt.
[0027] Der in Figur 1 dargestellte Zuschnitt 10 wird nun so gebogen, dass sich ein Rotationskörper
20 der in den Figuren 2 und 3 dargestellten Art ergibt, bei dem die beiden seitlichen
Kantenlinien 12 und 13 des Zuschnitts dann auf Stoß aneinander liegen. Es ergibt sich
dann ein Kegelstumpf, der oben begrenzt wird durch die Kantenlinie 11 und unten begrenzt
wird durch die Kantenlinie 14. Die Draufsicht auf den kegelstumpfförmigen Rotationskörper
20 ist in Figur 2 a dargestellt. Dieser Kegelstumpf entsteht folglich in nur einem
Biegeschritt aus dem Zuschnitt, ohne einen Umformprozess im Sinne der herkömmlichen
Umformverfahren wie Tiefziehen, Drücken oder dergleichen, bei denen Spannungen im
Werkstück aufgebaut werden und es zu Festigkeitsänderungen kommt.
[0028] Um den als downlight-Reflektor dienenden Rotationskörper nach oben hin abzuschließen,
kann man wie in der Figur 3 a gezeigt ist, einen tellerartigen Deckel 23 von oben
auf den Rotationskörper 20 aufsetzen und an diesem befestigen. Die Befestigung kann
zum Beispiel über Laschen 26 an dem Rotationskörper 20 erfolgen, die in Schlitze 24
in dem Deckel 23 eingreifen. Alternativ dazu können auch beispielsweise vorstehende
Bereiche wie Nocken 27 oder ähnliches oben an dem Rotationskörper gebildet sein, die
in Löcher 25 an einem angeformten Ring des Deckels 23 eingreifen. Im befestigten Zustand
kann dieser Ring außen am Deckel den Rotationskörper oben übergreifen.
[0029] Die Fixierung des Kegelstumpfs nach dem Biegen kann durch einen Klebefügeprozess
erfolgen. Eine erste Möglichkeit hierzu ist in der Figur 3b dargestellt. Der Zustand
nach dem Biegen ist in Figur 3 a gezeigt. Die beiden Kantenlinien 12 und 13 liegen
auf Stoß aneinander. Es wird nun ein beispielsweise etwa rechteckiger Streifen aus
einem ähnlichen Werkstoff (gegebenenfalls aus dem gleichen Material oder zumindest
dem Grundmaterial Aluminiumfolie) außen auf den Kegelstumpf geklebt, so dass der Streifen
15 die beiden Enden des Zuschnitts jeweils über eine gewisse Breite überdeckt und
am besten so, dass die Stoßlinie 16 etwa in der Mitte unter dem Streifen 15 verläuft.
Der Rotationskörper 20 nach dem Klebeschritt ist in Figur 3 b dargestellt.
[0030] Figur 3d zeigt eine mögliche Alternative, bei der man die beiden Enden des Zuschnitts
nicht auf Stoß aneinandergrenzen lässt, sondern den Zuschnitt so weit biegt, dass
sich die beiden Enden etwas überlappen. In diesem Fall kann man ohne den zuvor geschilderten
Streifen 15 auskommen und beide Enden des Zuschnitts unmittelbar miteinander verbinden,
zum Beispiel durch Verkleben. Der Überlappungsbereich ist in Figur 3d mit dem Bezugszeichen
28 bezeichnet.
[0031] In einem weiteren Arbeitsschritt, der in Figur 3c gezeigt ist, wird dann gegebenenfalls
ein Fenster 17 in den Rotationskörper 20 gestanzt, welches später bei dem Reflektor
dazu dient, die Lampe von außen hindurch in das Innere des Reflektors zu führen. Dies
kann beispielsweise mit einem Stempel erfolgen, insbesondere in dem durch den aufgeklebten
Streifen 15 verstärkten Bereich oder auch an anderer Stelle. Der Rotationskörper 20
nach dem Ausstanzen des Fensters 17 ist in Figur 3c dargestellt.
[0032] Es wird nun nachfolgend auf die Figur 1 a Bezug genommen, die eine gegenüber Figur
1 leicht abgewandelte Variante des Zuschnitts zeigt, von dem bei der Herstellung des
Rotationskörpers ausgegangen werden kann. Die Grundform des Zuschnitts 10 ist hier
ähnlich wie bei der zuvor anhand von Figur 1 beschriebenen Variante. Jedoch sind hier
an der oberen Kantenlinie mehrere (in dem Beispiel insgesamt 4) etwa halbkreisförmige
Anformungen 29 an der oberen Kantenlinie 11 vorgesehen, aus denen nach Biegen des
Zuschnitts zu der Form des Rotationskörpers Laschen gebogen werden können, mittels
derer ein Deckel für den Reflektor befestigbar ist. Etwas oberhalb der Kantenlinie
11 sind außerdem bevorzugt schmale Schlitze 30 in dem Material vorgesehen, die einen
geschwächten Bereich darstellen und dazu dienen können, das spätere Umbiegen dieser
Anformungen 29 um etwa 90 ° zur Ausbildung der Laschen zu erleichtern. Es sind bei
dieser Variante von vornherein Laschen 26 vorhanden, geformt aus den Anformungen 29,
so dass eine Befestigung eines Deckels 23 an dem Rotationskörper erfolgen kann, ähnlich
wie dies in Figur 3 a dargestellt ist. Dazu weist der Deckel 23 eine entsprechende
Anzahl von Schlitzen 24 auf, durch die die Laschen 26 hindurch geschoben werden können.
[0033] In dem Ausführungsbeispiel von Figur 1 a gibt es eine weitere Abweichung gegenüber
der Variante von Figur 1. Es sind nämlich im oberen Bereich der seitlichen Kantenlinien
12, 13 jeweils etwa rechteckige Ausklinkungen 31, 32 vorgesehen, so dass beim Biegen
des Stanzzuschnitts zu dem Rotationskörper bereits ein Fenster 17 ausgebildet ist,
wie es in Figur 3 c dargestellt ist, so dass bei der Variante von Figur 1 a der spätere
Arbeitsschritt des Stanzens dieses Fensters 17 entfällt. Das Fenster 17 dient wie
bereits erwähnt dazu, bei der Montage der Leuchte später die Lampe von außen in das
Innere des Reflektors einzuführen.
[0034] Es wird nun nachfolgend auf die Figuren 4 und 4a und 5 Bezug genommen. Der nach dem
Biegeschritt erhaltene Rotationskörper 20 wie er in Figur 2 dargestellt ist, der die
Form eines Kegelstumpfs hat, wird bei einer möglichen Variante des erfindungsgemäßen
Verfahrens in einem Prägeprozess nachträglich noch etwas verformt, so dass die in
Figur 4 dargestellte Form erhalten wird, bei der die Mantellinie 18 wie man im Vergleich
zu Figur 2 erkennt nicht mehr geradlinig verläuft, sondern in einer Kurvenlinie. Dies
hat Vorteile in Bezug auf die Charakteristik der Lichtabstrahlung des herzustellenden
Reflektors, worauf hier nicht näher eingegangen werden soll. Da der Reflektor meist
in eine abgehängte Decke eingebaut wird, wird in diesen Fällen ein unterer nach außen
ragender Flansch benötigt, der dann im eingebauten Zustand an der Unterseite der hier
nicht dargestellten abgehängten Decke zur Anlage kommt. Zur Erzeugung eines solchen
unteren Flansches kann man durch Bördeln einen Bördelring herstellen. Eine Alternative
dazu stellt die Verwendung eines etwa L-förmigen Rings 19 dar, wie er in den Figuren
4 und 4 a dargestellt ist. Die vergrößerte Ansicht gemäß Figur 4 a zeigt wie der L-förmige
Ring 19, der eine Aufnahme 21 hat, über das untere Ende der Wandung des Rotationskörpers
20 geschoben wird, so dass der untere Rand des Reflektors von der Aufnahme 21 aufgenommen
wird. Der L-förmige Ring 19 kann damit beispielsweise durch eine Klemmverbindung oder
auch durch eine Klebeverbindung an dem Reflektor gehalten werden. Der waagrechte Schenkel
22 des L-förmigen Rings 19 bildet dann den erwähnten Flansch für die Anlage an der
abgehängten Decke beim Einbau der Leuchte. Der fertige Reflektor mit montiertem L-Ring
19 (aber ohne den Deckel) ist noch einmal in Figur 5 dargestellt.
[0035] Ein rotationssymmetrischer Reflektor wie er beispielsweise in den Figuren 3a oder
5 dargestellt ist, kann beispielsweise bei einer Deckeneinbauleuchte oder Deckenanbauleuchte
des Typs "downlight" verwendet werden. Dazu wird dieser Reflektor üblicherweise in
einen Leuchtentopf eingesetzt und mittels an sich bekannter Methoden an diesem Leuchtentopf
befestigt. Der Leuchtentopf und die vollständige Leuchte sind in den Zeichnungen der
vorliegenden Anmeldung nicht dargestellt.
[0036] Der in Figur 3 a dargestellte Deckel 23 des Downlight-Reflektors kann durch lichttechnische
Einbauten an der Unterseite des Deckels variiert werden, um die Abstrahlcharakteristik
einer solchen Leuchte zu verändern. Ein Ausführungsbeispiel eines solchen Reflektors
ist in Figur 6 gezeigt. Dort ist ein vertikaler Schnitt durch einen solchen Reflektor
gezeigt. Man erkennt den Rotationskörper 20 und den Deckel 23, welcher eine mittig
in Durchmesserrichtung verlaufende Mittelkantung 33 oberhalb der Lampe 34 aufweist.
Diese Mittelkantung ist etwa V-förmig ausgebildet und hat zwei konkav geformte Parabeläste
35, 36. Durch diese Mittelkantung kann man erreichen, dass von der Lampe 34 nach oben
hin abgegebenes Licht nicht unmittelbar auf die Lampe zurück reflektiert wird, denn
dieser Lichtanteil wird dann durch die Parabeläste gelenkt und wird seitlich an der
Lampe vorbei entweder direkt nach unten gelenkt oder auf die innere seitliche Fläche
des Rotationskörpers 20 und von dort aus reflektiert und nach unten hin abgestrahlt.
[0037] Der Deckel 23 kann aber auch unterseitig plan sein. Der Deckel hat in der Regel wie
in Figur 6 dargestellt einen umgebogenen seitlichen Rand 37, der den Rotationskörper
20 des Reflektors übergreift (siehe Figur 6) und beispielsweise zur Verbindung beider
Bauteile mit diesem verklebt werden kann. Der Deckel 23 kann aber auch in sich konkav
oder konvex verformt sein, um die Lichtabstrahlcharakteristik zu verändern. Beispielsweise
kommt auch eine Kegelform für den Deckel in Betracht.
[0038] Ein ganz wesentlicher Vorteil der vorliegenden Erfindung liegt darin, dass durch
den hohen Reflexions-Wirkungsgrad des bei einem erfindungsgemäßen Reflektor verwendbaren
Materials ein höherer Wirkungsgrad der Leuchte erzielbar ist, bei der ein solcher
Reflektor verwendet wird. Dies macht es wiederum möglich, bei der Beleuchtung eines
Raumes die Anzahl der Leuchten zu reduzieren oder die Leuchten mit schwächeren Lampen
zu betreiben, wodurch sich in beiden Fällen eine Energieersparnis ergibt.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 10
- Zuschnitt
- 11
- Kantenlinie
- 12
- seitliche Kantenlinie
- 13
- seitliche Kantenlinie
- 14
- Kantenlinie
- 15
- Streifen
- 16
- Stoßlinie
- 17
- Fenster
- 18
- Mantellinie
- 19
- L-förmiger Ring
- 20
- Rotationskörper
- 21
- Aufnahme
- 22
- waagerechter Schenkel
- 23
- Deckel
- 24
- Schlitze
- 25
- Löcher für Lochbefestigung
- 26
- Laschen
- 27
- Nocken für Lochbefestigung
- 28
- Überlappung
- 29
- Anformungen
- 30
- Schlitze
- 31
- Ausklinkungen
- 32
- Ausklinkungen
- 33
- Mittelkantung
- 34
- Lampe
- 35
- Parabelast
- 36
- Parabelast
- 37
- Deckelrand
1. Verfahren zur Herstellung eines rotationssymmetrischen etwa topfförmigen Downlight-Reflektors
mit einer hoch reflektierenden Oberfläche bei dem man von einem metallischen Flachmaterial
ausgeht und dieses entsprechend der gewünschten Form des Reflektors verformt, wobei
man aus dem Flachmaterial einen einer Abwicklung eines Rotationskörpers entsprechenden
Zuschnitt (10) in Streifenform erstellt, diesen zu einem Rotationskörper (20) biegt
und die Enden des Streifens miteinander verbindet, dadurch gekennzeichnet, dass man von einem durchgehend vollflächigen mit einem optisch wirksamen Material beschichteten
hoch reflektierenden dünnen Metallblech als Zuschnitt ausgeht und aus diesem einen
selbsttragenden Rotationskörper biegt, der den Korpus des Reflektors bildet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man von weniger als 1 mm dicken und vorzugsweise wenigstens 0,2 mm dicken oberflächenbeschichteten
Metallblech, vorzugsweise Aluminiumblech als Zuschnitt ausgeht, welches bereits die
hoch reflektierende Oberfläche aufweist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man von einem spannungsharten ausgewalzten dünnen oberflächenbeschichteten Aluminiumblech
als Zuschnitt ausgeht.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man den Zuschnitt (10) in Streifenform so biegt, dass die beiden Enden auf Stoß aneinander
liegen und man dann außenseitig auf den Rotationskörper einen Streifen (15) aus einem
geeigneten Werkstoff aufklebt, der beide Enden des gebogenen Zuschnitts überlappt
und diese miteinander verbindet.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man nach Formung des Rotationskörpers (20) vorzugsweise durch einen Stanzvorgang
in diesen wenigstens ein Fenster (16) einbringt oder dass man einen Zuschnitt verwendet,
welcher im Bereich der seitlichen Kantenlinien (12, 13) jeweils Ausklinkungen (31,
32) entsprechend der Form des zu schaffenden Fensters aufweist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man nach Ausbildung der Grundform des Rotationskörpers (20) durch Biegen aus dem
Zuschnitt den Rotationskörper in mindestens einem weiteren Verformungsschritt, insbesondere
in einem Prägevorgang noch weiter verformt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man in wenigstens einem nachfolgenden Schritt an den Rotationskörper (20) im unteren
Randbereich einen Bördelring anformt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass man in einem nachfolgenden Schritt über den unteren Randbereich des Rotationskörpers
(20) einen im Querschnitt etwa L-förmigen Ring (19) schiebt mit einer Aufnahme (21)
für den Randbereich und den Ring an dem Rotationskörper festlegt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass man von einem Flachmaterial mit einer Materialstärke von weniger als 0,8 mm, weiter
vorzugsweise von weniger als 0,6 mm und einer minimalen Materialstärke von vorzugsweise
wenigstens 0,3 mm ausgeht.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Zuschnitt aus Flachmaterial in Streifenform, von dem ausgegangen wird, wenigstens
eine Lasche (26, 29) angeformt ist oder an dem Rotationskörper später wenigstens eine
Lasche angebracht wird, man nach dem Biegen des Rotationskörpers (20) auf diesen oben
wenigstens einen tellerartigen Deckel (23) aufsetzt, der wenigstens einen Schlitz
aufweist und man Rotationskörper (20) und Deckel (23) anschließend miteinander derart
verbindet, dass die wenigstens eine Lasche durch den wenigstens einen Schlitz hindurchgreift.
11. Verfahren nach Anspruch 1 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass man nach dem Biegen des Rotationskörpers (20) auf diesen oben wenigstens einen tellerartigen
Deckel (23) aufsetzt, der mit einem seitlichen Deckelrand (37) den Rotationskörper
(20) übergreift und mit diesem zu einem Reflektor verbunden wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (23) plan ist, konkav oder konvex verformt ist, eine Kegelform aufweist,
eine Mittelkantung (33) aufweist, insbesondere mit Parabelästen (35, 36), oder dass
durch Verformung des Deckels oder durch Einbauten im Deckelbereich die Lichtabstrahlcharakteristik
des Deckels verändert wird.
13. Rotationssymmetrischer etwa topfförmiger Downlight-Reflektor (23) mit einer hoch reflektierenden
Oberfläche, welcher von einem metallischen Flachmaterial ausgehend durch Verformung
entsprechend der gewünschten Form des Reflektors erhalten wurde, dadurch gekennzeichnet, dass der Reflektor in einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12 hergestellt wurde.
14. Leuchte, insbesondere Einbauleuchte oder Anbauleuchte, insbesondere Downlight, dadurch gekennzeichnet, dass diese mindestens einen Reflektor gemäß Anspruch 13 umfasst.