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<SDOBI lang="de"><B000><eptags><B001EP>ATBECHDEDKESFRGBGRITLILUNLSEMCPTIESILTLVFIRO..CY..TRBGCZEEHUPLSK..HRIS..MTNO........................</B001EP><B005EP>J</B005EP><B007EP>DIM360 Ver 2.15 (14 Jul 2008) -  2100000/0</B007EP></eptags></B000><B100><B110>2138995</B110><B120><B121>EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT</B121></B120><B130>B1</B130><B140><date>20110921</date></B140><B190>EP</B190></B100><B200><B210>08011714.6</B210><B220><date>20080627</date></B220><B240><B241><date>20100624</date></B241><B242><date>20100716</date></B242></B240><B250>de</B250><B251EP>de</B251EP><B260>de</B260></B200><B400><B405><date>20110921</date><bnum>201138</bnum></B405><B430><date>20091230</date><bnum>200953</bnum></B430><B450><date>20110921</date><bnum>201138</bnum></B450><B452EP><date>20110406</date></B452EP></B400><B500><B510EP><classification-ipcr sequence="1"><text>G10D   7/06        20060101AFI20081128BHEP        </text></classification-ipcr></B510EP><B540><B541>de</B541><B542>Griffmechanik für Holzblasinstrumente</B542><B541>en</B541><B542>Fingering mechanism for woodwind instruments</B542><B541>fr</B541><B542>Mécanisme de clefs pour instruments de musique de la famille des bois</B542></B540><B560><B561><text>FR-A- 367 347</text></B561><B561><text>FR-A- 452 348</text></B561><B561><text>FR-A- 1 240 588</text></B561><B561><text>FR-A- 1 429 882</text></B561><B561><text>FR-A- 2 584 222</text></B561><B561><text>US-A- 2 832 249</text></B561><B561><text>US-A- 3 890 874</text></B561><B562><text>LEON GOOSSENS, EDWIN ROXBURGH: "Die Oboe" 1983, FISCHER , FRANKFURT AM MAIN , XP002501968 * Seiten 219-223 *</text></B562></B560></B500><B700><B720><B721><snm>Reißner, Ernst</snm><adr><str>Dillingerstrasse 20</str><city>86637 Wertingen</city><ctry>DE</ctry></adr></B721></B720><B730><B731><snm>Reißner, Ernst</snm><iid>101046666</iid><irf>14889.5 PT-EP R</irf><adr><str>Dillingerstrasse 20</str><city>86637 Wertingen</city><ctry>DE</ctry></adr></B731></B730><B740><B741><snm>Schinkel, Reta</snm><sfx>et al</sfx><iid>100818296</iid><adr><str>Müller Schupfner &amp; Partner 
Patentanwälte 
Bavariaring 11</str><city>80336 München</city><ctry>DE</ctry></adr></B741></B740></B700><B800><B840><ctry>AT</ctry><ctry>BE</ctry><ctry>BG</ctry><ctry>CH</ctry><ctry>CY</ctry><ctry>CZ</ctry><ctry>DE</ctry><ctry>DK</ctry><ctry>EE</ctry><ctry>ES</ctry><ctry>FI</ctry><ctry>FR</ctry><ctry>GB</ctry><ctry>GR</ctry><ctry>HR</ctry><ctry>HU</ctry><ctry>IE</ctry><ctry>IS</ctry><ctry>IT</ctry><ctry>LI</ctry><ctry>LT</ctry><ctry>LU</ctry><ctry>LV</ctry><ctry>MC</ctry><ctry>MT</ctry><ctry>NL</ctry><ctry>NO</ctry><ctry>PL</ctry><ctry>PT</ctry><ctry>RO</ctry><ctry>SE</ctry><ctry>SI</ctry><ctry>SK</ctry><ctry>TR</ctry></B840><B880><date>20091230</date><bnum>200953</bnum></B880></B800></SDOBI><!-- EPO <DP n="1"> -->
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<heading id="h0001">Einleitung</heading>
<p id="p0001" num="0001">Die Erfindung besteht in einer Verbesserung der Griffmechanik von Holzblasinstrumenten, insbesondere von Oboen. Bei Blasinstrumenten entspricht die Tonhöhe der Länge der schwingenden Luftsäule, die im Schallrohr im Prinzip vom Mundstück bis zur nächsten Öffnung reicht. Holzblasinstrumente erzielen verschiedene Tonhöhen, indem das Schallrohr akustisch durch Öffnen i.a. seitlich angebrachter Tonlöcher verkürzt wird.</p>
<p id="p0002" num="0002">In diesem Sinne sind die Querflöten Holzblasinstrumente, obwohl sie heute gewöhnlich aus Metall ist, Alphörner, Panflöten und Orgeln hingegen nicht.</p>
<heading id="h0002">Stand der Technik</heading>
<p id="p0003" num="0003">Die sieben Töne einer Oktave einer Dur-Tonleiter verlangen entsprechend sieben Tonlöcher. Bis zur Erfindung der Griffmechanik waren die Tonlöcher der Holzblasinstrumente so angebracht, dass sich eine aufsteigende Tonleiter der Grundtonart ergibt, indem man alle seitlichen Tonlöcher verschließt und dann sukzessive die einzelnen Finger von unten nach oben abhebt. Diese Griffe verschließen vom Mundstück aus gesehen alle Tonlöcher bis zu einem bestimmten. Ab diesem stehen dann alle folgenden Tonlöcher offen. Solche Griffe seien im Folgenden lineare Griffe genannt, alle anderen, in einer leichten Verallgemeinerung der üblichen Verwendung des Begriffs, Gabelgriffe.</p>
<p id="p0004" num="0004">Zur Illustration stellt <figref idref="f0001">Figur 1</figref> geschlossene bzw. offene Tonlöcher der modernen Französischen Oboe für die Töne b bis c" als ausgefüllte bzw. unausgefüllte Kreise dar. Für die Töne b' bzw. #a' sowie c" bzw. #h ist jeweils ein Gabelgriff angegeben, für alle anderen hingegen ein linearer Griff.</p>
<p id="p0005" num="0005">Verglichen mit entsprechenden oder benachbarten linearen Griffen, bringen Gabelgriffe tendenziell verhaltene bis stickige Töne mit verringerter Dynamik und instabiler<!-- EPO <DP n="2"> --> Intonation hervor, seltener auch besonders und unangenehm offene mit gesteigerter Dynamik.</p>
<p id="p0006" num="0006">Das Nebeneinander von linearen Griffen und Gabelgriffen, aber auch das von verschiedenen Gabelgriffen führt zu erheblicher klanglicher Inhomogenität. Ein extremes Beispiel hierfür sind die benachbarten Töne b' und c" auf der Französischen Oboe.</p>
<p id="p0007" num="0007">Manche beschreiben den Klang von b' als lieblich, andere als stickig. Objektiv ist die Dynamik erheblich reduziert, die Intonation dagegen unproblematisch. Im Gegensatz dazu klingt c" offen, fast schreiend bei ausgeprägter Dynamik und instabiler Intonation.</p>
<p id="p0008" num="0008">Bis zur Erfindung der Griffmechanik wurden die Töne der Grundtonleiter weitgehend mit linearen Griffen, vorzeichenbehaftete Töne hingegen mit Gabelgriffen realisiert. So war die Inhomogenität nicht nur verdeckt, sondern sogar begründet. Heute aber, da man volle Chromatik wünscht, wird die Inhomogenität als störend empfunden.</p>
<p id="p0009" num="0009">Um Gabelgriffe zu vermeiden benötigt jeder Halbton sein eigenes Tonloch. Die übliche Überblastechnik entwickelt den gesamten Tonumfang aus der untersten Oktave und verlangt somit 12 Tonlöcher, die aber ein Spieler mit seinen 10 Fingern unmöglich direkt betätigen kann, zumal ein Finger das Instrument hält und ein weiterer die Überblasklappe bedient. Verschärft wird das Problem bei Instrumenten, die in die Duodezime statt in die Oktave überblasen.</p>
<p id="p0010" num="0010">Während also eine diatonische Tonleiter mit linearen Griffen spielbar ist, indem die Finger die Tonlöcher direkt schließen, benötigt eine chromatische Tonleiter dazu eine Griffmechanik, die den Anschlag der Finger wenn nötig auf weiter entfernte Tonlöcher überträgt.</p>
<p id="p0011" num="0011">Heutige Griffmechaniken eliminieren Gabelgriffe weitgehend und tragen damit wesentlich zu einem homogenen Klang bei. Umgekehrt führen Griffmechaniken zusätzliche Gabelgriffe ein, wenn eine Klappe, genannt K<sub>1</sub>, ein entferntes Tonloch betätigen soll, dabei aber unerwünschterweise das unter K<sub>1</sub> liegende Tonloch U<sub>1</sub>, verschließt, obwohl ein weiteres, näher am Mundstück liegendes Tonloch U<sub>2</sub> offen steht.<!-- EPO <DP n="3"> --></p>
<p id="p0012" num="0012"><figref idref="f0001">Figur 1</figref> zeigt die Situation anhand der Töne b' und c" auf der Französischen Oboe, Systeme Conservatoire: Der Zeigefinger deckt jeweils mit der #f-Klappe das darunterliegende #f-Tonloch, um das b-Tonloch bzw. das c-Tonloch über eine schematisch dargestellte Mechanik zu öffnen. Da aber jeweils u.a. das näher am Mundstück liegende g-Tonloch offen steht, entstehen zwei Gabelgriffe.</p>
<p id="p0013" num="0013">Die beiden heute mit dem Systeme Conservatoire konkurrierenden Griffmechaniken für Oboe vermeiden, die #f-Klappe zu schließen, und damit den Gabelgriff, indem sie b' = #a' aus a' sowie c" = #h' aus h' durch Drücken einer weiteren Klappe gewinnen.</p>
<p id="p0014" num="0014">Die Wiener Oboe verwendet dazu eine Trillerklappe und büßt dadurch an Beweglichkeit und Klangqualität ein. Das englische Daumenplattensystem verwendet einen zusätzlichen Daumenhebel und verliert einen beträchtlichen Teil des Tonumfangs, da sich der Daumenhebel nicht mit einer dritten Oktavklappe kombinieren lässt.</p>
<p id="p0015" num="0015">Oboen, die sowohl Griffweise des Daumenplattensystems als auch die des Systeme Conservatoire erlauben, vereinigen nicht die Vorteile beider Systeme; der Spieler kann nur die für ihn akzeptablere Unzulänglichkeit wählen. Fortgeschrittene Spieler nehmen neue oder doppelte Griffweisen nur ungern an. Praktisch ist das Daumenplattensystem auf Länder des Commonwealth beschränkt, die Wiener Oboe auf Wien und seine Philharmoniker.</p>
<p id="p0016" num="0016">Im Stand der Technik sind Resonanzklappen für Oboe (<patcit id="pcit0001" dnum="FR452348"><text>FR452348</text></patcit>) oder Klarinette (<patcit id="pcit0002" dnum="FR2584222"><text>FR2584222</text></patcit>) vorhanden. Diese Resonanzklappen werden geschlossen und geöffnet in Abhängigkeit von der Betätigung von näher am Mundstück gelegenen Tonlöchern.</p>
<heading id="h0003">Zu lösende technische Aufgabe</heading>
<p id="p0017" num="0017">Ziel der Erfindung ist es, bei voller Beibehaltung der gewohnten Grifftechnik diese mechanisch so umzusetzen, dass Gabelgriffe mit klanglichen Nachteilen vermieden werden.</p>
<heading id="h0004">Darstellung der Erfindung</heading>
<p id="p0018" num="0018">Diese Aufgabe löst die Erfindung durch eine Griffmechanik gemäß Anspruch 1. Diese Griffmechanik ist dadurch gekennzeichnet, dass durch Schließen einer zu einem ersten Tonloch gehörigen ersten Klappe nicht in jedem Fall das erste Tonloch geschlossen wird, sondern nur dann, wenn zumindest ein - vorzugsweise alle - näher am Mundstück liegen-de(s)<!-- EPO <DP n="4"> --><!-- EPO <DP n="5"> --> zweite(s) Tonloch/Tonlöcher ebenfalls geschlossen ist/sind. Die Erfindung ermöglicht somit, bei jedem Griff, bei dem der Druck eines Fingers über eine Klappe ein entferntes Tonloch betätigen soll, das unwillkürliche aber unerwünschte Schließen des darunterliegenden ersten Tonlochs zu vermeiden, es sei denn jedes näher am Mundstück liegende Tonloch ist auch geschlossen. Mit anderen Worten ist bevorzugt das erste Tonloch nur zu schließen, wenn ein näher am Mundstück liegendes zweites Tonloch und die erste Klappe beide geschlossen sind. Auf diese Weise wird ermöglicht, durch Betätigen der ersten Klappe ein Halbtonloch, z.B. im Fall der Oboe vorzugsweise das c' oder das b'-Loch, zu schließen, ohne das zu der ersten Klappe gehörige Tonloch, z.B. im Fall des Oboe vorzugsweise das #f-Tonloch, zu schließen. Auf diese Weise werden Gabelgriffe vermieden, und möglichst alle Töne durch lineare Griffe realisiert. Darüber hinaus erlaubt die Erfindung, die alte Grifftechnik beizubehalten.</p>
<p id="p0019" num="0019">Besonders bevorzugt ist das Holzblasinstrument eine Oboe; die Erfindung kann jedoch auch bei allen anderen Holzblasinstrumenten, insbesondere bei der Querflöte, der Klarinette, dem Fagott und dem Saxophon, eingesetzt werden. Vorzugsweise handelt es sich um ein Holzblasinstrument mit Ganzton- und Halbtonlöchern.</p>
<p id="p0020" num="0020">Auf die Töne b' und c" der Oboe angewandt bedeutet das, die klanglichen Vorzüge des Daumenplattensystems mit der gängigeren Griffweise des Systeme Conservatoire zu kombinieren. Der Erfinder hat erkannt, dass lineare Griffe tendenziell zu frei klingenden Tönen mit ausgeprägter Dynamik fuhren. Die Klangqualität variiert wenig mit der Tonhöhe, was einen homogenen Gesamtklang ergibt. Bei der Oboe füge sich die Töne c" und b' nahtlos in die Reihe der umgebenden Töne ein; c" wird lieblicher, b' wird kräftiger, bleibt aber schön, die Dynamik wird ausgeglichen und die Intonation problemlos.</p>
<p id="p0021" num="0021">Vorzugsweise handelt es sich um eine Modifikation der Mechanik der französischen Oboe, bei welcher die am weitesten verbreitete Griffweise des Systeme Conservatoire erhalten bleibt. Vorzugsweise wird bei der Oboe die Griffmechanik so verändert, dass bei Beibehaltung der Griffe und aller sonstiger Eigenschaften verhindert wird, dass beim Spielen von b', c", b" und c'" die #f-Klappe das darunter liegende #f-Tonloch verschließt. Und zwar ist das #f-Tonloch genau dann zu verschließen, wenn sowohl die #f-Klappe, als auch eine<!-- EPO <DP n="6"> --> näher am Mundstück gelegene Klappe, vorzugsweise die g-Klappe, geschlossen sind. Das bedeutet, dass der trotz gängiger Griffweise kein Gabelgriff mehr vorliegt.</p>
<p id="p0022" num="0022">Das erste Tonloch ist bevorzugt ein Ganztonloch, das bei einer bekannten Griffmechanik für das jeweilige Holzblasinstrument direkt unter einer Klappe liegt. Gemäß Stand der Technik würde diese erste Klappe direkt das erste Tonloch schließen, wenn der Spieler die Klappe betätigt, also sie mit seinem Finger gegen das Schallrohr drückt. Das heißt, die erste Klappe betätigt das erste Tonloch direkt.</p>
<p id="p0023" num="0023">Bei der Erfindung sind dagegen die Griffmechanik und/oder das erste Tonloch bevorzugt so verändert, dass die erste Klappe das erste Tonloch nicht direkt betätigt, sondern über einen vermittelnden ersten Mechanismus. Dadurch wird ermöglicht, den Mechanismus so zu gestalten, dass das Herunterdrücken der ersten Klappe nicht in jedem Fall das erste Tonloch schließt. Es gibt verschiedenen Möglichkeiten, dies zu realisieren.</p>
<p id="p0024" num="0024">Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das erste Tonloch - bei der Oboe vorzugsweise das #f-Tonloch - nicht direkt unter der dazugehörigen ersten Klappe angeordnet, sondern z.B. entlang der Umfangslinie des Blasinstruments verschoben. Das erste Tonloch ist dann nicht mehr in einer Reihe mit den darüber und darunter liegenden Tonlöchern angeordnet und wird vorzugsweise über einen ersten Mechanismus durch Betätigen der ersten Klappe geschlossen. Auf diese Weise ist es möglich, einen Mechanismus einzurichten, bei dem bei Betätigen der Klappe eines ersten Tonlochs nicht automatisch das zugehörige Tonloch geschlossen wird. Vorzugsweise wird das Tonloch, vom Spieler aus gesehen, um ca. 20 bis 120° Grad, vorzugsweise 40 bis 100° und am meisten bevorzugt ca. 90° ± 5°, entlang des Umfangs verschoben, vorzugsweise im Uhrzeigersinn. Das verschobene Tonloch sollte nicht zu weit von der herkömmlichen Bohrung angebracht werden, vor allem vorzugsweise nicht auf der gegenüberliegenden, beim Spielen unten liegenden Seite des Schalkohrs, damit es nicht durch Kondensat verstopft werden kann, welches auf der Rückseite des Instruments herunter läuft.</p>
<p id="p0025" num="0025">Die zu diesem ersten Tonloch gehörige erste Klappe bleibt erhalten, verschließt aber kein unter ihr liegendes Tonloch mehr. Stattdessen wird vorzugsweise ein Stopper aus Kork, Gummi oder Kunststoff angebracht, der das Aufschlagen der Klappe auf das Schallrohr abdämpft bzw. verhindert.<!-- EPO <DP n="7"> --></p>
<p id="p0026" num="0026">Diese Ausführungsform der Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass für die Akustik lediglich der Abstand eines Tonlochs vom oberen Ende des Schallrohres, an dem das Mundstück befestigt ist, entscheidend ist. Ein Tonloch kann also ohne weiteres auf einer Kreisbahn rund um das Schallrohr verschoben werden.</p>
<p id="p0027" num="0027">Bevorzugt ist ein zweiter Mechanismus vorgesehen, der verhindert, dass das erste Tonloch geschlossen wird, wenn das zweite Tonloch offen ist. Dieser zweite Mechanismus ist vorzugsweise mit einer zu dem zweiten Tonloch gehörigen zweiten Klappe verbunden und steht vorzugsweise mit dem ersten Mechanismus in Verbindung.</p>
<p id="p0028" num="0028">Sowohl der erste als auch der zweite Mechanismus umfassen vorzugweise eine Wippe, die elastisch in ein ihrer beiden Kippstellungen beaufschlagt ist, wobei die Kippstellung durch Betätigen der ersten bzw. zweiten Klappe vorzugsweise über einen Hebelmechanismus verstellbar ist. Gemäß einer ersten Variante sind eine oder beide Wippen zumindest im Wesentlichen parallel - d.h. mit einer Abweichung von bis zu 10° oder 20° - zur Achse des Schallrohrs des Holblasinstruments angeordnet. Gemäß einer zweiten Variante können eine oder beide Wippen auch quer zur Achse des Schallrohrs angeordnet sein, also in Umfangsrichtung am Schallrohr angebracht sein, wobei auch hier eine Abweichung von bis zu 10° oder 20° möglich ist.</p>
<p id="p0029" num="0029">Gemäß einer noch weiteren Variante weist die Griffmechanik eine Zusatzklappe auf, welche durch eine Rückstellvorrichtung elastisch in der geschlossenen Stellung gehalten wird und das erste Tonloch betätigt. Besonders bevorzugt öffnen die zu dem ersten und dem zweiten Tonloch gehörigen beiden Klappen, welche eine Rückstellvorrichtung wie z.B. eine Feder elastisch in offener Stellung hält, die oben genannte Zusatzklappe, wenn die Klappen in offener Stellung sind.</p>
<p id="p0030" num="0030">Wenn das zweite Tonloch offen ist, verhindert also die Griffmechanik vorzugsweise, dass das erste Tonloch geschlossen wird. Somit kann vorzugsweise vorgesehen werden, dass durch Betätigen der ersten Klappe ein anderes, näher am Mundstück liegendes Halbtonloch (z.B. bei der Oboe das b'- oder c"-Tonloch) geschlossen wird. Auf diese Weise werden durch die Griffmechanik eine chromatische Spielweise und die Realisation von Halbtönen ohne Gabelgriffe ermöglicht.<!-- EPO <DP n="8"> --></p>
<p id="p0031" num="0031">Vorzugsweise sind das erste und das zweite Tonloch aufeinander folgende Ganztonlöcher, im Fall der Oboe vorzugsweise das #f- und g-Tonloch.</p>
<p id="p0032" num="0032">Schließlich ist die Erfindung auch auf eine Griffmechanik für Holzblasinstrumente mit Ganzton- und Halbtonlöcher gerichtet, bei welchem bei jedem Ton alle Tonlöcher vom Mundstück bis zu einem bestimmten Ton auch geschlossen sind und die anderen, unterhalb des bestimmten Tonlochs vorhandenen Tonlöcher alle offen stehen. Die Griffmechanik kann im Übrigen wir oben beschrieben ausgebildet sein.</p>
<p id="p0033" num="0033">Die Erfindung wird nun anhand von bevorzugten Ausführungsformen am Beispiel der Oboe mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.</p>
<heading id="h0005">Kurbeschreibung der Zeichnungen</heading>
<p id="p0034" num="0034">In den Zeichnungen zeigen:
<dl id="dl0001">
<dt>Fig. 1</dt><dd>schematische Draufsichten auf eine Oboe mit Tonlöchern, demonstrierend die Griffe gemäß Stand der Technik;</dd>
<dt>Fig. 2</dt><dd>schematische Schnittansichten durch das Oberteil einer Oboe im Bereich des ersten Tonlochs (Zeichnungen O<sub>1</sub> und C<sub>1</sub>) und durch das Mittelteil einer Oboe im Bereich des zweiten Tonlochs (Zeichnungen O<sub>2</sub> und C<sub>2</sub>), jeweils bei geöff- neter Klappe (O<sub>1</sub> und O<sub>2</sub>) und bei geschlossener Klappe (C<sub>1</sub> und C<sub>2</sub>), vom Spie- ler aus gesehen, mit einer Griffmechanik gemäß einem ersten Ausführungsbei- spiel;</dd>
<dt>Fig. 3</dt><dd>schematische Draufsichten auf einen Ausschnitt der Oboe der <figref idref="f0002">Fig. 2</figref> im Bereich des ersten und des zweiten Tonlochs, wobei die Zeichnungen A-D nur Aus- schnitt mit dem Wippen-Mechanismus in verschiedenen Öffnungszuständen zeigen;</dd>
<dt>Fig. 4</dt><dd>Um ca. 90° gedrehte Draufsichten auf das Mittelteil der <figref idref="f0003">Fig. 3</figref>, ohne den ersten Mechanismus (links) und mit erstem Mechanismus (rechts);</dd>
<dt>Fig. 5</dt><dd>schematische Draufsichten auf einen Ausschnitt der Oboe mit Griffmechanik<!-- EPO <DP n="9"> --> gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel im Bereich des ersten und des zwei- ten Tonlochs, wobei die Zeichnungen A-D nur Ausschnitt mit dem Wippen- Mechanismus in verschiedenen Öffnungszuständen zeigen;</dd>
<dt>Fig. 6</dt><dd>schematische Schnittansichten durch das Oberteil einer Oboe im Bereich des ersten Tonlochs (Zeichnungen O<sub>1</sub>, und C<sub>1</sub>) und durch das Mittelteil einer Oboe im Bereich des zweiten Tonlochs (Zeichnungen O<sub>2</sub> und C<sub>2</sub>), jeweils bei geöff- neter Klappe (O<sub>1</sub> und O<sub>1</sub>) und bei geschlossener Klappe (C<sub>1</sub> und C<sub>2</sub>), vom Spie- ler aus gesehen, mit einer Griffmechanik gemäß dem zweiten Ausfiihrungsbei- spiel;</dd>
<dt>Fig. 7</dt><dd>Eine schematische Draufsicht auf einen Ausschnitt der Griffmechanik gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel im Bereich des ersten und des zweiten Ton- lochs;</dd>
<dt>Fig. 8</dt><dd>schematische Schnittansichten durch das Oberteil einer Oboe im Bereich des ersten Tonlochs (Zeichnungen O<sub>1</sub>, und C<sub>1</sub>) und durch das Mittelteil einer Oboe im Bereich des zweiten Tonlochs (Zeichnungen O<sub>2</sub> und C<sub>2</sub>), jeweils bei geöff- neter Klappe (O<sub>1</sub> und O<sub>2</sub>) und bei geschlossener Klappe (C<sub>1</sub> und C<sub>2</sub>), vom Spie- ler aus gesehen, mit einer Griffmechanik gemäß dem vierten Ausführungsbei- spiel;</dd>
<dt>Fig. 9</dt><dd>eine schematische Draufsicht auf einen Ausschnitt der Griffmechanik gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel im Bereich des ersten und des zweiten Ton- lochs;</dd>
<dt>Fig. 10</dt><dd>eine schematische perspektivische Ansicht auf die Kupplung zwischen den bei- den Wellen gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel;</dd>
<dt>Fig. 11</dt><dd>schematische Schnittansichten durch das Oberteil einer Oboe im Bereich des ersten Tonlochs (Zeichnungen O<sub>1</sub> und C<sub>1</sub>) und durch das Mittelteil einer Oboe im Bereich des zweiten Tonlochs (Zeichnungen O<sub>2</sub> und C<sub>2</sub>), jeweils bei geöff- neter Klappe (O<sub>1</sub> und O<sub>2</sub>) und bei geschlossener Klappe (C<sub>1</sub> und C<sub>2</sub>), vom Schallbecher aus gesehen, mit einer Griffmechanik gemäß einem fünften Aus- führungsbeispiel;<!-- EPO <DP n="10"> --></dd>
<dt>Fig. 12</dt><dd>eine schematische Draufsicht auf einen Ausschnitt der Griffmechanik gemäß dem fünften Ausführungsbeispiel im Bereich des ersten und des zweiten Ton- lochs;</dd>
<dt>Fig. 13</dt><dd>Schematische Draufsichten auf eine Oboe, wobei nur die Ganztonlöcher in ver- schiedenen Nebengriffen dargestellt sind.</dd>
</dl></p>
<heading id="h0006">Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen</heading>
<p id="p0035" num="0035">Vorzugsweise handelt es sich um eine Modifikation der Mechanik der Oboe und vorzugsweise wird die Erfindung zugleich auf die Töne b' und c" angewandt. Dann entsprechen sich das #f- und das erste Tonloch, sowie vorzugsweise das g- und das zweite Tonloch. Analog entsprechen sich die #f- und die erste Klappe, sowie die g- und die zweite Klappe.</p>
<p id="p0036" num="0036"><figref idref="f0002">Figuren 2</figref> und <figref idref="f0003">3</figref> zeigen schematisch eine Oboe mit einer Griffmechanik gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel vom Mundstück aus in Richtung der Innenbohrung gesehen bzw. in seitlicher Draufsicht. Zusätzlich zeigt <figref idref="f0004">Figur 4</figref> Schrägbilder, auf dem das Tonloch U<sub>1</sub> zu sehen ist, das sonst von der Klappe K<sub>1</sub> verdeckt ist. Alle angegebenen Figuren stellen Teile der Mechanik, die dem Stand der Technik entsprechen, flächig dar, neue Teile hingegen schraffiert.</p>
<p id="p0037" num="0037">Wie auf <figref idref="f0002">Figur 2</figref> zu sehen, ist die Klappe K<sub>1</sub> an der Welle ℓ<sub>1</sub> drehbar aufgehängt und wird von einer Feder F<sub>1</sub> "offen", d.h. weg vom Schallrohr gehalten. Durch Druck mit dem Finger auf die Klappe K<sub>1</sub> wird das darunterliegende Tonloch U<sub>1</sub> verschlossen. Entsprechend betätigt die Klappe K<sub>2</sub> das Tonloch U<sub>2</sub>. Sie ist an einer Welle ℓ<sub>2</sub> in der Verlängerung von ℓ<sub>1</sub> drehbar angebracht und wird von einer Feder F<sub>2</sub> in offener Stellung gehalten. Wie <figref idref="f0003">Figur 3</figref> zeigt, befinden sich K<sub>1</sub>, ℓ<sub>1</sub>, F<sub>1</sub>, und U<sub>1</sub>, üblicherweise auf dem Mittelteil T<sub>1</sub>, der Oboe an der Grenze zum Oberteil, K<sub>2</sub>, ℓ<sub>2</sub>, F<sub>2</sub> und U<sub>2</sub> hingegen sind am Oberteil T<sub>2</sub> an der Grenze zum Mittelteil T<sub>1</sub> angebracht.</p>
<p id="p0038" num="0038">Das erste Ziel der Erfindung ist es, mit dem Drücken der Klappe K<sub>1</sub> nicht mehr unwillkürlich das darunterliegende Tonloch U<sub>1</sub> zu verschließen.<!-- EPO <DP n="11"> --></p>
<p id="p0039" num="0039">Vorzugsweise wird dies erreicht, indem das Tonloch U<sub>1</sub> nicht mehr direkt unter der dazugehörigen Klappe K<sub>1</sub> angeordnet, sondern, wie in <figref idref="f0004">Figur 4</figref> links gezeigt, entlang einer Kreisbahn um die Längsachse des Schallrohrs verschoben wird. Das Tonloch U<sub>1</sub> ist damit durch U<sub>1</sub>' ersetzt. Diese Ausführungsform der Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass die akustische Wirkung eines Tonlochs nur von dessen Abstand vom Mundende des Schallrohres abhängt. Die Drehung ist vorzugsweise so gewählt, dass U<sub>1</sub>' an einer Stelle ist, die nicht von K<sub>1</sub> verdeckt wird, von herab laufendem Kondenswasser frei bleibt und gegebenenfalls genügend Platz für zusätzliche Mechanik bietet. Bei der hier beschriebenen Ausführungsform der Mechanik ist die bevorzugte Drehung vom Spieler aus gesehen ca. 90° im Uhrzeigersinn.</p>
<p id="p0040" num="0040">Die Klappe K1 bleibt vorzugsweise an Ort und Stelle erhalten. Vorzugsweise tritt an die Stelle von U<sub>1</sub> ein Stopper S der verhindert, dass K<sub>1</sub> auf dem Schallrohr aufschlägt.</p>
<p id="p0041" num="0041">Das neue Tonloch U<sub>1</sub>' wird nicht mehr wie das ursprüngliche durch K<sub>1</sub> direkt betätigt, sondern vorzugsweise durch einen mit der Klappe K<sub>1</sub> starr verbundenen aber auf der anderen Seite von der Welle ℓ<sub>1</sub> angebrachten Hebel H<sub>1</sub>, der an bzw. über ein Ende E<sub>1</sub> einer Wippe W<sub>1</sub> greift, die vorzugsweise parallel zu der Welle ℓ<sub>1</sub> verläuft und an deren anderem Ende eine Platte P<sub>1</sub> angebracht ist, die das Tonloch U<sub>1</sub>' öffnen und schließen kann (siehe <figref idref="f0003">Figur 3</figref>). Die Wippe W<sub>1</sub>, ist drehbar an einem Lager L<sub>1</sub> zwischen E<sub>1</sub> und P<sub>1</sub> gelagert. Eine Feder f<sub>1</sub> hält die Wippe W<sub>1</sub>, in der waagrechten Stellung, in der die Platte P<sub>1</sub> das Tonloch U<sub>1</sub>' verschließt. Der Mechanismus ist vollständig am Mittelteil T<sub>1</sub> der Oboe angebracht, eine Nase N<sub>1</sub> am E<sub>1</sub> gegenüber liegenden Ende von W<sub>1</sub> an der Platte P<sub>1</sub> reicht bis an die Nahtstelle zum Oberteil.</p>
<p id="p0042" num="0042">Symmetrisch zur Mechanik am Mittelteil der Oboe, besteht der Teil der Mechanik am Oberteil T<sub>2</sub> der Oboe aus einem mit der Klappe K<sub>2</sub> starr verbundenen aber auf der anderen Seite von der Welle ℓ<sub>2</sub> angebrachten Hebel H<sub>2</sub>, der an ein Ende E<sub>2</sub> einer Wippe W<sub>2</sub> greift, die vorzugsweise parallel zu ℓ<sub>2</sub> angebracht ist und deren anderes Ende eine Nase N<sub>2</sub> trägt, die bis an das Mittelteil T<sub>1</sub> der Oboe reicht. Die Wippe W<sub>2</sub> ist drehbar in einem Lager L<sub>2</sub> zwischen E<sub>2</sub> und N<sub>2</sub> gelagert. Eine Feder f<sub>2</sub> hält W<sub>2</sub> in der waagrechten Stellung in der N<sub>2</sub> nahe am Schallrohr ist. Die Klappe K<sub>2</sub> ist die normale Klappe zum betätigen eines darunter liegenden zweiten Tonlochs U<sub>2</sub>.<!-- EPO <DP n="12"> --></p>
<p id="p0043" num="0043">Am Übergang von Ober- zu Mittelteil der Oboe greifen die beiden Mechanismen an den Nasen N<sub>1</sub> und N2 ineinander.</p>
<p id="p0044" num="0044">Drückt der Spieler die Klappe K<sub>1</sub> zum Schallrohr hin, so bewegt sich der Hebel H<sub>1</sub> gegenläufig vom Schallrohr weg und gibt die Wippe W<sub>1</sub> frei. Ist zusätzlich K<sub>2</sub> gedrückt, so gibt auch der Hebel H<sub>2</sub> die Wippe W<sub>2</sub> frei. Gemäß <figref idref="f0003">Figur 3 A</figref> gehen beide Wippen, getrieben durch die Federn f<sub>1</sub> und f<sub>2</sub>, in die waagrechte Stellung, in der die beiden Nasen nahe am Schallrohr sind und in der U<sub>1</sub>' geschlossen ist.</p>
<p id="p0045" num="0045">Lässt man K<sub>1</sub> los, so "öffnet" die Feder F<sub>1</sub> die Klappe K<sub>1</sub> und bewegt den Hebel H<sub>1</sub> zum Schallrohr hin. Gegen den Widerstand der Feder f<sub>1</sub>, bringt der Hebel H<sub>1</sub> die Wippe W<sub>1</sub> in Kippstellung und P<sub>1</sub> öffnet das Tonloch U<sub>1</sub>'. Wie <figref idref="f0003">Figur 3 B</figref> zeigt, gilt dies unabhängig von der Position von K<sub>2</sub> bzw. von H<sub>2</sub>.</p>
<p id="p0046" num="0046">Lässt man stattdessen K<sub>2</sub> los, so "öffnet" F<sub>2</sub> die Klappe K<sub>2</sub> bzw. das zugehörige Tonloch U<sub>2</sub> und bewegt H<sub>2</sub> zum Schallrohr hin. Wie <figref idref="f0003">Figur 3 C</figref> zeigt, hält der Hebel H<sub>2</sub> die Wippe W<sub>2</sub> in der Kippstellung, d.h. so, dass die Nase N<sub>2</sub> vom Schallrohr entfernt ist. Da die beiden Wippen an deren Nasen N<sub>1</sub> und N<sub>2</sub> geeignet gekoppelt sind, wobei z.B. die Nase N<sub>2</sub> unter die Nase N<sub>1</sub> greift, geht damit auch W<sub>1</sub> in die Kippstellung und U<sub>1</sub>' öffnet sich, vorausgesetzt, die Feder F<sub>2</sub> überwiegt f<sub>1</sub> und f<sub>2</sub> zusammengenommen. Offensichtlich gilt dies unabhängig von der Position von K<sub>1</sub> bzw. von H<sub>1</sub>.</p>
<p id="p0047" num="0047">Vorzugsweise ist die Wippe W<sub>2</sub> mit zwei Einbuchtungen B<sub>2</sub> versehen, die in <figref idref="f0003">Figur 3</figref> oben beispielhaft zwischen Lager L<sub>2</sub> und Nase N<sub>2</sub> angebracht sind. Sie dienen dazu, die beiden in der üblichen Griffmechanik an dieser Stelle angebrachten Lager zu überbrücken, die die Wippe W<sub>2</sub> vorzugsweise rechtwinkelig kreuzen. Eines der Lager gehört zu einer weiteren Wippe, die ebenfalls mit einer Einbuchtung versehen werden muss, die den Hebel H<sub>2</sub> überbrückt.</p>
<p id="p0048" num="0048">Die Enden der Wippen W<sub>1</sub> und W<sub>2</sub> sind vorzugsweise mit Kork zu besetzen und die Hebel H<sub>1</sub> und H<sub>2</sub> sind mit Stellschrauben zu versehen. Zur Vereinfachung sind diese Teile der Mechanik nicht zeichnerisch dargestellt.</p>
<p id="p0049" num="0049">An der Nahtstelle zwischen Oberteil T<sub>2</sub> und Mittelteil T<sub>1</sub> der Oboe greifen die Wippen der neuen Mechanik an den Nasen N<sub>1</sub> und N<sub>2</sub> ineinander. Um die Oboe beim Zusammenbauen<!-- EPO <DP n="13"> --> von Ober- und Mittelteil nicht zu beschädigen, drückt man üblicherweise am Oberteil die C-D-Trillerklappe und an der anderen Seite die oben genannte weitere Wippe. Mit der neuen Mechanik ist zusätzlich die g-Klappe zu drücken um die Wippe W<sub>2</sub> in die waagrechte Stellung zu bringen. Wie üblich lässt man die Klappe K<sub>1</sub> in Ruhelage und damit die Welle W<sub>1</sub> in Kippstellung. Wie <figref idref="f0003">Figur 3 D</figref> zeigt, ist dann N<sub>2</sub> nahe am Schallrohr, N<sub>1</sub> hingegen entfernt. So lassen sich Ober- und Mittelteil leicht ineinanderschieben und wieder voneinander trennen.</p>
<p id="p0050" num="0050">Bei Oboen wird die Erfindung besonders vorteilhaft eingesetzt, wenn Ober- und Mittelteil mit einem Bajonettverschluss verbunden sind, der so schmal ist, dass das #f-Tonloch an der akustisch idealen Position nahe dem Übergang zwischen Ober- und Mittelteil angebracht werden kann.</p>
<p id="p0051" num="0051">Im Kern besteht die Erfindung darin, das U<sub>1</sub> Tonloch nur zu schließen, wenn U<sub>2</sub> und K<sub>1</sub> beide geschlossen sind, nicht aber in einer speziellen Realisierung dieser Logik. Nachdem nun eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt wurde, seien nochmals die wesentlichen Aspekte aufgelistet.</p>
<p id="p0052" num="0052">Vorzugsweise werden die Mechanik und/oder das Tonloch U<sub>1</sub> so verändert, dass die Klappe K<sub>1</sub> das gegebenenfalls modifizierte Tonloch U<sub>1</sub>' nicht mehr notwendig verschließt. Vorzugsweise wird U<sub>1</sub>' nicht mehr wie ursprünglich durch K<sub>1</sub> direkt betätigt, sondern vorzugsweise durch eine Platte P<sub>1</sub>, die über U<sub>1</sub> liegt. Die Platte P<sub>1</sub> ist vorzugsweise an einer Wippe W<sub>1</sub> angebracht die in einem Lager L<sub>1</sub> drehbar gelagert und mit einer Rückstellvorrichtung, etwa einer Feder f<sub>1</sub> versehen ist, die für sich genommen W<sub>1</sub> in einer "waagrechten" Stellung hält, in der die Platte P<sub>1</sub> das Tonloch U<sub>1</sub>' verschließt.</p>
<p id="p0053" num="0053">Um zu ermitteln, ob das Tonloch U<sub>2</sub> offen ist wird vorzugsweise eine Klappe K<sub>2</sub> wie oben beschrieben verwendet. Bei Griffmechaniken wie sie etwa bei älteren Oboen vorkommen, muss die Klappe K<sub>2</sub> nebst Rückstellvorrichtung erst angebracht werden.</p>
<p id="p0054" num="0054">Sind beide Klappen, K<sub>1</sub> und K<sub>2</sub> gedrückt, also in geschlossener Stellung, so wird die Wippe W1 in geschlossener Stellung belassen. Wird jedoch mindestens eine Klappe losgelassen, so geht W<sub>1</sub>, getrieben durch die Rückstellvorrichtung F<sub>1</sub> bzw. F<sub>2</sub> von K<sub>1</sub><!-- EPO <DP n="14"> --> bzw. von K<sub>2</sub>, und entgegen der Kraft von f<sub>1</sub> in die offene "Kippstellung" über.</p>
<p id="p0055" num="0055">Um einen Eindruck von der Vielfalt der möglichen Realisierungen zu vermitteln, geben wir im Folgenden einige weitere Ausführungsbeispiele an.</p>
<p id="p0056" num="0056">In der in <figref idref="f0003">Figur 3</figref> gezeigten ersten Ausführungsform liegt das Ende E<sub>2</sub> der Wippe W<sub>2</sub> zwischen dem Hebel H<sub>2</sub> und dem Schallrohr und die Feder f<sub>2</sub> hält W<sub>2</sub> waagrecht.</p>
<p id="p0057" num="0057">Eine äquivalente Mechanik ergibt sich, wenn der Hebel H<sub>2</sub> zwischen Schallrohr und dem Ende E<sub>2</sub> liegt und dafür die Feder f<sub>2</sub> so angebracht wird, dass sie für sich genommen die Wippe W<sub>2</sub> in die Kippstellung bringt, wie in <figref idref="f0005">Figur 5</figref> oben gezeigt, wenn nur f<sub>2</sub> die Feder f<sub>1</sub> überwiegt. Deshalb ist diese zweite Ausführungsform verglichen mit der zuerst beschriebenen etwas leichter zu realisieren. Eine Stellschraube ist an E<sub>1</sub> statt an H<sub>1</sub> anzubringen.</p>
<p id="p0058" num="0058">Das Ende E<sub>1</sub> der Wippe W<sub>1</sub> und der Hebel H<sub>1</sub> können gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel auch so gestaltet sein, dass sie sich immer gleichläufig bewegen, indem sie z.B. fest ineinander greifen wie <figref idref="f0006">Figur 7</figref> illustriert. Eine der Federn F<sub>2</sub> oder f<sub>2</sub> ist dann überflüssig.</p>
<p id="p0059" num="0059">Neben den oben beschrieben recht nahe verwandten Ausführungsbeispielen, gibt es auch weitere, mit quer zur Achse des Schallrohrs angebrachter Zusatzklappe. Eine davon stellen <figref idref="f0007">Figuren 8</figref> und <figref idref="f0008">9</figref> dar. Bei diesem vierten Ausführungsbeispiel sind die beiden Wellen ℓ<sub>1</sub> und ℓ<sub>2</sub> miteinander derart verbunden, dass die Bewegung des Klappe K<sub>2</sub> am Oberteil auf den Hebel H<sub>2</sub> übertragen werden kann, der bei diesem Ausführungsbeispiel am Mittelteil T<sub>1</sub> angeordnet ist. Die Elemente dieser Mechanik, die Elementen der oben beschriebenen Realisierungen entsprechen, sind gleich benannt.</p>
<p id="p0060" num="0060">Die beiden oberen Bilder aus <figref idref="f0007">Figur 8</figref> zeigen, wie die Hebel H<sub>1</sub> und das Ende E<sub>1</sub> der Wippe W<sub>1</sub> ineinandergreifen. Durch die Art der Anbringung der Feder f<sub>1</sub> am Ende E<sub>1</sub> hält sie W<sub>1</sub> für sich genommen in geschlossener Stellung. Öffnet sich K<sub>1</sub>, so nähern sich der Hebel H<sub>1</sub> und das Ende E<sub>1</sub> der Wippe W<sub>1</sub> dem Schallrohr und die Platte P<sub>1</sub> an der Wippe W<sub>1</sub> öffnet das Tonloch U<sub>1</sub>'. Der Hebel H<sub>2</sub>, der von der zweiten Klappe K<sub>2</sub> aus bedient wird, greift an das Ende E<sub>1</sub> in gleicher Weise an wie H<sub>1</sub>. Damit öffnet P<sub>1</sub> das Tonloch U<sub>1</sub>', wenn entweder K<sub>1</sub> oder K<sub>2</sub> offen sind. <figref idref="f0008">Figur 9</figref> zeigt, wie sich die Mechanik<!-- EPO <DP n="15"> --> auf Oberteil T<sub>2</sub> und Mittelteil T<sub>1</sub> verteilt.</p>
<p id="p0061" num="0061">Vorzugsweise ist der Hebel H<sub>2</sub> an der Welle ℓ<sub>1</sub>, also am Mittelteil T<sub>1</sub> befestigt, die Klappe K<sub>2</sub> aber an der Welle ℓ<sub>2</sub> am Oberteil ℓ<sub>2</sub> der Oboe. Das macht eine Kupplung K nötig, die die Drehbewegung von der Welle am Oberteil ℓ<sub>2</sub> auf die Welle am Mittelteil ℓ<sub>1</sub> überträgt. Eine Möglichkeit dazu ist in <figref idref="f0008">Figur 10</figref> dargestellt. Die Kopplung besteht aus zwei komplementären Zahnkränzen, die jeweils an den Enden der Wellen ℓ<sub>1</sub> und ℓ<sub>2</sub> angebracht sind. Wenn sie zusammengesetzt sind, greift ein Innenzahnkranz auf einer Welle über einen Außenzahnkranz an der anderen Welle, so dass diese drehfest miteinander verbunden sind. Die Wellen ℓ<sub>1</sub>, ℓ<sub>2</sub> können jedoch ohne weiteres durch Zug entlang der Achsen voneinander getrennt werden.</p>
<p id="p0062" num="0062">Optional kann H<sub>2</sub> mit einer eigenen Feder F<sub>2</sub>' (nicht dargestellt) ausgestattet sein, die in die gleiche Richtung wie F<sub>2</sub> wirkt.</p>
<p id="p0063" num="0063">In <figref idref="f0007">Figur 8</figref> unten ist zu beachten, dass sich die Klappe K<sub>2</sub> im Vordergrund auf dem Oberteil der Oboe befindet, die Wippe W<sub>1</sub> und der daran angreifende Hebel H<sub>2</sub> aber auf dem Mittelteil, also im Hintergrund.</p>
<p id="p0064" num="0064">Abschließend stellen <figref idref="f0009">Figuren 11</figref> und <figref idref="f0010">12</figref> ein fünftes Ausführungsbeispiel dar, die bei der Oboe allerdings verlangt, die bereits vorhandene Mechanik zu modifizieren, um Platz für die neue Mechanik zu schaffen. Vorsicht: <figref idref="f0009">Figur 11</figref> zeigt die Mechanik vom Schalltrichter aus gesehen.</p>
<p id="p0065" num="0065">Das Tonloch U<sub>1</sub>' ergibt sich aus dem ursprünglichen Tonloch U<sub>1</sub> durch Drehung um wenige Grad im Uhrzeigersinn vom Schallbecher aus gesehen. Wie in den anderen Realisierungen, wird U<sub>1</sub>' durch eine Platte P<sub>1</sub> abgedeckt, die an einer Wippe W<sub>1</sub> angebracht ist, welche drehbar an einem Lager L<sub>1</sub> gelagert ist und durch eine Feder f<sub>1</sub> in geschlossener Stellung gehalten wird.</p>
<p id="p0066" num="0066">Wie in dem vorher beschriebenen Ausführungsbeispiel steht die neue Klappe quer zur Achse - also ungefähr in Umfangsrichtung - des Schallrohrs, diesmal aber mit der Platte P<sub>1</sub> nach oben. So greift K<sub>1</sub> direkt, ohne zusätzlichen Hebel H<sub>1</sub>, unter eine starr mit P<sub>1</sub> verbundene Nase N<sub>1</sub>. Öffnet sich die Klappe K<sub>1</sub>, so öffnet sich auch die Platte<!-- EPO <DP n="16"> --> P<sub>1</sub>. Die Platte P<sub>1</sub> kann aber offen sein, wenn K<sub>1</sub> geschlossen ist. Die Kraftübertragung von K<sub>2</sub> zu P<sub>1</sub> ist ähnlich der in der vorherigen Variante. Der Hebel H<sub>2</sub> greift in derselben Weise wie K<sub>1</sub> unter die asymmetrisch geformte Nase N<sub>1</sub>. In <figref idref="f0009">Figur 11</figref> unten ist zu beachten, dass K<sub>2</sub> am Oberteil, H<sub>2</sub> aber am Mittelteil liegt. Deshalb ist nicht K<sub>2</sub>, sondern H<sub>2</sub> im Vordergrund und betätigt W<sub>1</sub> an der Nase N<sub>1</sub>. <figref idref="f0010">Figur 12</figref> zeigt eine Kraftübertragung von K<sub>2</sub> zu P<sub>1</sub> über die Wellen ℓ<sub>1</sub> und ℓ<sub>2</sub> analog zu der in <figref idref="f0008">Figur 9</figref> dargestellten.</p>
<p id="p0067" num="0067">Anhand der <figref idref="f0010">Fig. 12</figref> wurden die Nebengriffe nach Goossens, Leon &amp; Roxburgh, Edwin: "Die Oboe" (Yehudi Menuhins Musikführer), Edition Sven Erik Bergh, 1979, ISBN 3-88065-107-8, untersucht. Die Wirkung der neuen Griffmechanik auf diese kritischen Griffe, bei denen die #f-Klappe geschlossen, die g-Klappe hingegen offen ist, ist wie im Folgenden dargestellt:
<dl id="dl0002">
<dt>b'</dt><dd>Der Hauptgriff bringt einen etwas offeneren Ton und erlaubt eine ausgeprägtere Dynamik. Die Nebengriffe klingen kaum anders als der Hauptgriff.</dd>
<dt>c"</dt><dd>Der Hauptgriff führt zu einem schöneren, stabileren Klang, der sich besser in die Reihe der benachbarten Töne einfügt. Die Nebengriffe klingen beide offener und praktisch gleich.</dd>
<dt>#c"</dt><dd>Während der Hauptgriff unberührt bleibt, führt der Nebengriff zu einem schöneren Ton. Die bisherige Wirkung des Nebengriffs kann mit dem dritten angegebenen Griff erzielt werden, der bei Goosens nicht angegeben ist.</dd>
<dt>b"</dt><dd>Beim Hauptgriff ist die neue Mechanik von der alten kaum zu unterscheiden. Die Nebengriffe sind unverändert.</dd>
<dt>c'"</dt><dd>Wie bei b" ist beim Hauptgriff die neue Mechanik von der alten kaum zu unter- scheiden. Der Nebengriff klingt mit der neuen Mechanik etwas besser.</dd>
</dl></p>
</description><!-- EPO <DP n="17"> -->
<claims id="claims01" lang="de">
<claim id="c-de-01-0001" num="0001">
<claim-text>Griffmechanik für ein Holzblasinstrument, bei welchem durch Drücken einer ersten Klappe (K<sub>1</sub>) gegen das Schallrohr mit einem Finger des Spielers sowohl ein zu der ersten Klappe (K<sub>1</sub>) gehöriges erstes Tonloch (U<sub>1</sub>') verschließbar ist, welches in Bezug auf die Luftsäule den gleichen Abstand vom Mundstück hat wie die erste Klappe (K<sub>1</sub>), als auch ein von der ersten Klappe entferntes Tonloch betätigbar ist, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> das erste Tonloch (U<sub>1</sub>') nicht direkt unter der ersten Klappe (K<sub>1</sub>) angeordnet ist, sondern gegenüber der erste Klappe (K<sub>1</sub>) entlang der Umfangsrichtung des Holzblasinstruments verschoben ist, und dass durch Schließen der ersten Klappe (K<sub>1</sub>) nicht in jedem Fall das erste Tonloch (U<sub>1</sub>') geschlossen wird, sondern nur dann, wenn ein in Bezug auf die Luftsäule näher am Mundstück liegendes zweites Tonloch (U<sub>2</sub>) ebenfalls geschlossen ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0002" num="0002">
<claim-text>Griffmechanik nach Anspruch 1, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die erste Klappe (K<sub>1</sub>) das erste Tonloch (U<sub>1</sub>') nicht direkt betätigt, sondern über einen vermittelnden ersten Mechanismus (H<sub>1</sub>, W<sub>1</sub>).</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0003" num="0003">
<claim-text>Griffmechanik nach einem der vorhergehenden Ansprüche, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> ein zweiter Mechanismus (H<sub>2</sub>, W<sub>2</sub>) verhindert, dass das erste Tonloch (U<sub>1</sub>') geschlossen wird, wenn das zweite Tonloch (U<sub>2</sub>) offen ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0004" num="0004">
<claim-text>Griffmechanik nach einem der vorhergehenden Ansprüche, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> das zweite Tonloch (U<sub>2</sub>) durch Betätigung einer zweiten Klappe (K<sub>2</sub>) zu verschließen ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0005" num="0005">
<claim-text>Griffmechanik nach einem der Ansprüche 2 bis 4, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> der erste und/oder der zweite Mechanismus jeweils eine erste bzw. eine zweite Wippe (W<sub>1</sub>, W<sub>2</sub>) umfassen, die elastisch in eine seiner beiden Kippstellungen beaufschlagt ist, wobei die Kippstellung durch Betätigen der ersten bzw. zweiten Klappe (K<sub>1</sub>, K<sub>2</sub>) über einen Hebelmechanismus (H<sub>1</sub>, H<sub>2</sub>) verstellbar ist.<!-- EPO <DP n="18"> --></claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0006" num="0006">
<claim-text>Griffmechanik nach Anspruch 5, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die erste und/oder die zweite Wippe (W<sub>1</sub>, W<sub>2</sub>) zumindest im Wesentlichen parallel zur Achse des Schallrohrs des Holzblasinstruments angeordnet ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0007" num="0007">
<claim-text>Griffmechanik nach Anspruch 5, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die erste und/oder die zweite Wippe (W<sub>1</sub>, W<sub>1</sub>) zumindest im Wesentlichen quer zur Achse des Schallrohrs des Holzblasinstruments angeordnet ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0008" num="0008">
<claim-text>Griffmechanik nach einem der Ansprüche 1 bis 4, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> eine Zusatzklappe (P<sub>1</sub>), welche durch eine Rückstellvorrichtung elastisch in der geschlossenen Stellung gehalten wird, das erste Tonloch (U<sub>1</sub>') betätigt.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0009" num="0009">
<claim-text>Griffmechanik nach Anspruch 8, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> zu den beiden Tonlöchern (U<sub>1</sub>, U<sub>2</sub>) gehörige Klappen (K<sub>1</sub>, K<sub>2</sub>), welche eine Rückstellvorrichtung (f<sub>1</sub>) elastisch in offener Stellung hält, die oben genannte Zusatzklappe (P<sub>1</sub>) öffnen, wenn die Klappen (K<sub>1</sub>, K<sub>2</sub>) in offener Stellung sind.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0010" num="0010">
<claim-text>Griffmechanik nach einem der vorhergehenden Ansprüche, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> durch Schließen der zu dem ersten Tonloch (U<sub>1</sub>') gehörigen Klappe (K<sub>1</sub>) außerdem ein weiteres Tonloch geschlossen wird.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0011" num="0011">
<claim-text>Griffmechanik nach einem der vorherigen Ansprüche, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> das Holzblasinstrument eine Oboe, Querflöte oder Klarinette ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0012" num="0012">
<claim-text>Griffmechanik nach Anspruch 11, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> das erste Tonloch (U<sub>1</sub>') das #f-Tonloch und das zweite Tonloch (U<sub>2</sub>) das g-Tonloch ist.</claim-text></claim>
</claims><!-- EPO <DP n="19"> -->
<claims id="claims02" lang="en">
<claim id="c-en-01-0001" num="0001">
<claim-text>Fingering mechanism for a woodwind instrument, in which, when the finger of the player presses a first key (K<sub>1</sub>) against the acoustic tube, both a first tone hole (U<sub>1</sub>') which corresponds to the first key (K<sub>1</sub>) and which, relative to the air column, has the same distance from the mouthpiece as the first key (K<sub>1</sub>), and a tone hole spaced at a distance from the first key can be actuated,<br/>
<b>characterized by</b> the fact that the first tone hole (U<sub>1</sub>') is arranged not directly below the first key (K<sub>1</sub>) but moved along the circumferential direction of the woodwind instrument relative to the first key (K<sub>1</sub>), and by the fact that by closing the first key (K<sub>1</sub>) the first tone hole (U<sub>1</sub>') is not closed in every case, but only if a second tone hole (U<sub>2</sub>) which, relative to the air column, is located closer to the mouthpiece is closed as well.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0002" num="0002">
<claim-text>Fingering mechanism according to Claim 1, <b>characterized by</b> the fact, that the first key (K<sub>1</sub>) does not actuate the first tone hole (U<sub>1</sub>') directly, but via an intermediate first mechanism (H<sub>1</sub>, W<sub>1</sub>).</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0003" num="0003">
<claim-text>Fingering mechanism according to one of the claims above, <b>characterized by</b> the fact, that a second mechanism (H<sub>2</sub>, W<sub>2</sub>) prevents the first tone hole (U<sub>1</sub>') from being closed if the second tone hole (U<sub>2</sub>) is open.<!-- EPO <DP n="20"> --></claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0004" num="0004">
<claim-text>Fingering mechanism according to one of the claims above, <b>characterized by</b> the fact, that the second tone hole (U<sub>2</sub>) can be closed by actuating the second key (K<sub>2</sub>).</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0005" num="0005">
<claim-text>Fingering mechanism according to one of the Claims 2 to 4, <b>characterized by</b> the fact, that the first and/or the second mechanism each comprise a first and a second rocker (W<sub>1</sub>, W<sub>2</sub>), held elastically in one of two inclined positions and where the position is adjustable via a lever mechanism (H<sub>1</sub>, H<sub>2</sub>) by actuating the first or the second key (K<sub>1</sub>, K<sub>2</sub>).</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0006" num="0006">
<claim-text>Fingering mechanism according to Claim 5, <b>characterized by</b> the fact, that the first and/or the second rocker (W<sub>1</sub>, W<sub>2</sub>) is mounted at least approximately parallel to the axis of the acoustic tube of the instrument.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0007" num="0007">
<claim-text>Fingering mechanism according to Claim 5, <b>characterized by</b> the fact, that the first and/or the second rocker (W<sub>1</sub>, W<sub>2</sub>) is mounted at least approximately rectangular to the axis of the acoustic tube of the instrument.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0008" num="0008">
<claim-text>Fingering mechanism according to Claims 1 to 4, <b>characterized by</b> the fact, that an auxiliary key (P<sub>1</sub>), held in closed position by an elastic resetting device, controls the first tone hole (U<sub>1</sub>').</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0009" num="0009">
<claim-text>Fingering mechanism according to Claim 8, <b>characterized by</b> the fact, that two keys (K<sub>1</sub>, K<sub>2</sub>) held open by an elastic resetting device (f<sub>1</sub>) and corresponding to the two tone holes (U<sub>1</sub>, U<sub>2</sub>) open the auxiliary key (P<sub>1</sub>) mentioned above, if the two aforementioned keys (K<sub>1</sub>, K<sub>2</sub>) are in open position.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0010" num="0010">
<claim-text>Fingering mechanism according to one of the Claims above, <b>characterized by</b> the fact, that by closing the key (K<sub>1</sub>) corresponding to the first tone hole (U<sub>1</sub>') at the same time a further tone hole is closed.<!-- EPO <DP n="21"> --></claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0011" num="0011">
<claim-text>Fingering mechanism according to one of the Claims above, <b>characterized by</b> the fact, that the woodwind instrument is an oboe, transverse flute or clarinet.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0012" num="0012">
<claim-text>Fingering mechanism according to Claim 11, <b>characterized by</b> the fact, that the first tone hole (U<sub>1</sub>') is the F# tone hole and the second tone hole (U<sub>2</sub>) is the G tone hole.</claim-text></claim>
</claims><!-- EPO <DP n="22"> -->
<claims id="claims03" lang="fr">
<claim id="c-fr-01-0001" num="0001">
<claim-text>Mécanisme de clés pour un instrument de musique de la famille des bois, dans lequel en poussant un premier clapet (K<sub>1</sub>) contre le tuyau avec un doigt de l'instrumentiste, il est possible aussi bien de fermer un premier trou (U<sub>1</sub>') appartenant au premier clapet (K<sub>1</sub>) qui présente, par référence à la colonne d'air, la même distance depuis l'embouchure que le premier clapet (K<sub>1</sub>), que d'actionner un trou éloigné du premier clapet,<b>caractérisé en ce que</b> le premier trou (U<sub>1</sub>') n'est pas agencé directement au-dessous du premier clapet (K<sub>1</sub>), mais est décalé par rapport au premier clapet (K<sub>1</sub>) le long de la direction périphérique de l'instrument de la famille des bois, et <b>en ce qu'</b>en fermant le premier clapet (K<sub>1</sub>) le premier trou (U<sub>1</sub>') n'est pas fermé dans tous les cas, mais uniquement quand un second trou (U<sub>2</sub>) qui, par référence à la colonne d'air, se trouve plus proche de l'embouchure, est également fermé.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0002" num="0002">
<claim-text>Mécanisme de clés selon la revendication 1, <b>caractérisé en ce que</b> le premier clapet (K<sub>1</sub>) n'actionne pas directement le premier trou (U<sub>1</sub>'), mais via un premier mécanisme intermédiaire (H<sub>1</sub>, W<sub>1</sub>).</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0003" num="0003">
<claim-text>Mécanisme de clés selon l'une des revendications précédentes, <b>caractérisé en ce qu'</b>un second mécanisme (H<sub>2</sub>, W<sub>2</sub>) empêche que le premier trou (U<sub>1</sub>') soit fermé quand le second trou (U<sub>2</sub>) est ouvert.<!-- EPO <DP n="23"> --></claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0004" num="0004">
<claim-text>Mécanisme de clés selon l'une des revendications précédentes, <b>caractérisé en ce que</b> le second trou (U<sub>2</sub>) est fermé par actionnement d'un second clapet (K<sub>2</sub>).</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0005" num="0005">
<claim-text>Mécanisme de clés selon l'une des revendications 2 à 4, <b>caractérisé en ce que</b> le premier et/ou le second mécanisme comprennent chacun une première et respectivement une seconde bascule (W<sub>1</sub>, W<sub>2</sub>), laquelle est sollicitée élastiquement vers l'une de ses deux positions en basculement, ladite position en basculement pouvant être déplacée via un mécanisme à levier (H<sub>1</sub>, H<sub>2</sub>) par actionnement du premier ou du second clapet (K<sub>1</sub>, K<sub>2</sub>).</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0006" num="0006">
<claim-text>Mécanisme de clés selon la revendication 5, <b>caractérisé en ce que</b> la première et/ou la seconde bascule (W<sub>1</sub>, W<sub>2</sub>) est agencée au moins sensiblement parallèlement à l'axe du tuyau de l'instrument.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0007" num="0007">
<claim-text>Mécanisme de clés selon la revendication 5, <b>caractérisé en ce que</b> la première et/ou la seconde bascule (W<sub>1</sub>, W<sub>2</sub>) est agencée au moins sensiblement perpendiculairement à l'axe du tuyau de l'instrument.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0008" num="0008">
<claim-text>Mécanisme de clés selon l'une des revendications 1 à 4, <b>caractérisé en ce qu'</b>un clapet additionnel (P1), qui est maintenu par un dispositif de rappel élastiquement dans la position fermée, actionne le premier trou (U1').</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0009" num="0009">
<claim-text>Mécanisme de clés selon la revendication 8, <b>caractérisé en ce que</b> des clapets (K1, K2) appartenant aux deux trous (U1, U2), qui sont maintenus élastiquement en position ouverte par un dispositif de rappel (F1), ouvrent le clapet additionnel (P1) mentionné ci-dessus, quand les clapets (K1, K2) sont en position ouverte.<!-- EPO <DP n="24"> --></claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0010" num="0010">
<claim-text>Mécanisme de clés selon l'une des revendications précédentes, <b>caractérisé en ce que</b> par fermeture du clapet (K1) appartenant au premier trou (U1'), un autre trou est en outre fermé.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0011" num="0011">
<claim-text>Mécanisme de clés selon l'une des revendications précédentes, <b>caractérisé en ce que</b> l'instrument est un hautbois, une flûte traversière ou une clarinette.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0012" num="0012">
<claim-text>Mécanisme de clés selon la revendication 11, <b>caractérisée en ce que</b> le premier trou (U1') est le trou #f, et le second trou (U2) est le trou g.</claim-text></claim>
</claims><!-- EPO <DP n="25"> -->
<drawings id="draw" lang="de">
<figure id="f0001" num="1"><img id="if0001" file="imgf0001.tif" wi="146" he="164" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="26"> -->
<figure id="f0002" num="2"><img id="if0002" file="imgf0002.tif" wi="144" he="133" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="27"> -->
<figure id="f0003" num="3A,3B,3C,3D"><img id="if0003" file="imgf0003.tif" wi="136" he="185" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="28"> -->
<figure id="f0004" num="4"><img id="if0004" file="imgf0004.tif" wi="155" he="98" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="29"> -->
<figure id="f0005" num="5A,5B,5C"><img id="if0005" file="imgf0005.tif" wi="133" he="171" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="30"> -->
<figure id="f0006" num="6,7"><img id="if0006" file="imgf0006.tif" wi="147" he="189" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="31"> -->
<figure id="f0007" num="8"><img id="if0007" file="imgf0007.tif" wi="150" he="177" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="32"> -->
<figure id="f0008" num="9,10"><img id="if0008" file="imgf0008.tif" wi="145" he="175" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="33"> -->
<figure id="f0009" num="11"><img id="if0009" file="imgf0009.tif" wi="161" he="167" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="34"> -->
<figure id="f0010" num="12"><img id="if0010" file="imgf0010.tif" wi="142" he="84" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="35"> -->
<figure id="f0011" num="13"><img id="if0011" file="imgf0011.tif" wi="134" he="158" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure>
</drawings>
<ep-reference-list id="ref-list">
<heading id="ref-h0001"><b>IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE</b></heading>
<p id="ref-p0001" num=""><i>Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.</i></p>
<heading id="ref-h0002"><b>In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente</b></heading>
<p id="ref-p0002" num="">
<ul id="ref-ul0001" list-style="bullet">
<li><patcit id="ref-pcit0001" dnum="FR452348"><document-id><country>FR</country><doc-number>452348</doc-number></document-id></patcit><crossref idref="pcit0001">[0016]</crossref></li>
<li><patcit id="ref-pcit0002" dnum="FR2584222"><document-id><country>FR</country><doc-number>2584222</doc-number></document-id></patcit><crossref idref="pcit0002">[0016]</crossref></li>
</ul></p>
</ep-reference-list>
</ep-patent-document>
